Netzwirtschaft

Nie wieder Microsoft

Nirgendwo lassen sich die schlechten Folgen eines Monopols so schön zeigen wie am Markt für Browser. Microsoft hatte seinen Browser Internet Explorer mit legalen und weniger legalen Methoden zu fast 100 Prozent Marktanteil gebracht, dann aber die Entwicklung quasi eingestellt. Die Folge: Das Internet wurde unsicherer und der technische Fortschritt gebremst. Da Microsoft es in den Monopolzeiten nicht nötig hatte, sich an technische Standards zu halten, wurde das Erstellen der Webseiten unnötig kompliziert.

Genauso gut lassen sich am Browser-Markt aber auch die segensreichen Wirkungen des Wettbewerbs zeigen. Die Mozilla-Stiftung hat dankenswerterweise den Kampf gegen das Monopol aufgenommen, ein weit besseres Konkurrenzprodukt entwickelt und damit sehr schnell Marktanteile gegen den Monopolisten gewonnen. Andere Konkurrenten sind ebenfalls in den Wettbewerb eingetreten. Microsoft erhält nun die gerechte Strafe: Wer einmal erlebt hat, wie schnell Googles Chrome Seiten aufbaut oder wie komfortabel die Zusatzfunktionen den Firefox machen, wird nie wieder zu Microsoft zurückkehren. Zumal Microsoft mit dem neuen Internet Explorer 8 bestenfalls den Abstand zur Konkurrenz verkürzt, aber weder in Sachen Geschwindigkeit, Sicherheit oder Komfort an der Konkurrenz vorbeizieht. Da alle Innovationen in diesem Markt nicht von Microsoft, sondern der Konkurrenz ausgehen, kann es nur eine Devise im Browser-Markt geben. Nie wieder Microsoft – damit dieses Monopol nie mehr wiederkommt.

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