Netzwirtschaft

Netzwirtschaft

Die Digitalisierung erfasst immer mehr Lebensbereiche. Wie sie sich auf Menschen und Märkte auswirkt, beleuchtet das Netzwirtschaft-Blog auf FAZ.NET.

Burda und Glam starten Männernetzwerk Brash

| 13 Lesermeinungen

"Veteiltes Mediennetzwerk" nennt Glam seinen Ansatz, viele Inhaltelieferanten zusammenzufassen und sie gleichzeitig mit Technik und Werbeerlösen zu versorgen. Nach dem Frauennetzwerk Glam kommt nun die Männervariante Brash. Deutsche Sport- und Autoseiten bekommen einen harten Konkurrenten.

Das amerikanische Internetunternehmen Glam Media, dessen deutsche Frauenseite Glam.de einschließlich der angeschlossenen Netzwerkseiten bereits von 4,3 Millionen Menschen im Monat besucht wird, startet am Donnerstag unter dem Namen Brash.de nun auch eine Internetseite für Männer. Glam verfolgt den Ansatz, die Inhalte vieler Internetseiten zu einem Netzwerk zusammenzufassen und auch gleich die Online-Werbung für diese Seiten mit zu verkaufen. Die Inhaltelieferanten – oft Blogger, die Fachleute auf ihrem Gebiet sind – werden dafür an den Werbeerlösen beteiligt. Glam hat in aller Welt schon mehr als 110 Millionen Nutzer und fasst mehr als 1100 Inhaltelieferanten zusammen. „Wir investieren stark in Technik, zum Beispiel in ein Videonetzwerk, die wir unseren Inhaltepartnern zur Verfügung stellen”, sagte Ralf Hirt, Geschäftsführer von Glam Media in Deutschland. Kleinere Seiten haben über Schnittstellen (API) dann Zugriff auf moderne Technik, ohne die Entwicklungskosten tragen zu müssen. „Für Burda liegt der Charme des verteilten Mediennetzwerkes in der Bündelung der fragmentierten Medienlandschaft. Auf diese Weise lassen sich die Transaktionskosten gering halten. Diese Verbindung zwischen Medien und Technik wird immer wichtiger”, sagte Marcel Reichart, der bei Burda für die Beteiligung an Glam verantwortlich ist. Das Medienunternehmen hat im vergangenen Jahr einen zweistelligen Millionenbetrag für den Glam-Anteil ausgegeben. Glam erzielt elf Monate nach dem Start in Deutschland inzwischen einen mittleren einstelligen Millionenbetrag mit Online-Werbung.  „Für Brash kombinieren wir Themen wie Sport, Auto, Finanzen oder Lifestyle”, sagte Hirt. Dafür wurden das Autorennetzwerk Scienceblogs, der Autovermieter Sixt oder die Seite Abgeordnetenwatch.de als Inhaltelieferanten gewonnen. Brash entwickelt sich somit vor allem als Konkurrenz zu Sport- und Autoseiten in Deutschland.

Bild zu: Burda und Glam starten Männernetzwerk Brash

Was Männer mögen


13 Lesermeinungen

  1. Jörg sagt:

    De facto liefern weder...
    De facto liefern weder Abgeordnetenwatch, noch ScienceBlogs oder Sixt Inhalte für Brash. Vielleicht nächstes Mal überprüfen, anstatt solche Infos gutgläubig aus PMs zu übernehmen. Mir ist auch schleierhaft wie diese Seiten – mit Ausnahme von Sixt, was aber wohl unter Werbung laufen dürfte – inhaltlich dem Sport- und Autofreund etwas bieten sollen.

  2. FAZ-ht sagt:

    @ Jörg: Wuchtig kommentiert,...
    @ Jörg: Wuchtig kommentiert, aber leider falsch. Im Politik-Channel sind zwei Geschichten von Abgeordnetenwatch angerissen – sie verlinken auch auf das Portal. Das gleiche gilt für zwei ScienceBlogs-Geschichten im Technik-Channel. Außerdem ist ScienceBlogs im dynamischen Modul auf der Startseite integriert. Im Auto-Channel sind im dynamischen Modul zwei Geschichten von pagenstecher.de integriert. Und diese Site gehört zum Sixt-Netzwerk Carmondo.de.

  3. Will sagt:

    In der neuen Ausgabe der W&V...
    In der neuen Ausgabe der W&V ist ein guter Artikel zu Glam / Brash, in der auch das Reichweitenthema kompetent und unabhängig dargestellt ist.

Kommentare sind deaktiviert.