Netzwirtschaft

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Tinker.com: Online-Werbung in Echtzeit

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Tinker.com heißt der Ansatz von Glam und Burda, mit Twitter Geld zu verdienen. Dabei werden Ereignisse mit Echtzeit-Werbung belegt.

Während der Mikroblogging-Dienst Twitter noch über die Frage des Geldverdienens nachdenkt, preschen die ersten Twitter-Applikationen mit Geschäftsmodellen vor: Tinker.com heißt die Seite des amerikanischen Medienunternehmens Glam, die Twitter-Mitteilungen oder öffentliche Statusmeldungen aus anderen sozialen Netzwerken wie Facebook zu einem Thema bündelt und die passende Werbung dazu verkauft. „Mit Tinker.com helfen wir, Echtzeit-Trends und Veranstaltungen zu monetarisieren“, sagte der Glam-Gründer Samir Arora gegenüber dem amerikanischen Blog Techcrunch.

Tinker.com fasst alle Tweets, die zu einem Ereignis auf Twitter geschrieben werden, zusammen, erklärt Burda-Manager Marcel Reichart. Burda ist seit dem vergangenen Jahr an Glam beteiligt. Diese Ereignisse können echte Veranstaltungen sein, aber auch Aktuelles wie die Verurteilung des Betrügers Bernie Madoff zu 150 Jahren Gefängnis.

Die maximal 140 Zeichen langen Statusmeldungen auf Twitter lassen sich dann nach den passenden Stichwörtern zum Ereignis filtern und zusammenfassen. Auf diese Weise ergibt sich ein sehr aktuelles Stimmungsbild des Ereignisses, das nicht nur auf der Tinker-Seite angeschaut, sondern auch auf allen anderen Internetseiten eingebaut werden kann, die ihre Inhalte um aktuelle Twitter-Diskussionen bereichern wollen. Tinker biete dann quasi eine Live-Suche, die nach Themen strukturiert ist, sagt Reichart. Erste Werbepartner wie der Computerhersteller Hewlett-Packard buchen dann entweder vorher festgelegte Ereignisse oder auch spontan stattfindende Diskussionen. Die Preise, die Werbetreibende im Umfeld dieser Live-Diskussionen zu zahlen bereit wären, seien deutlich höher als normal. Die Einnahmen teilt sich Glam dann mit dem Betreiber der Internetseite.

Die Werbung im Umfeld der Live-Veranstaltungen hat zudem einen Vorteil gegenüber Google. Der Suchmaschinenprimus hat mit der wachsenden Popularität von Twitter und dem Echtzeitinternet zwar schon seine Intervalle gesteigert, in denen die Seiten aktualisiert werden, aber noch ist Google für Echtzeitereignisse zu langsam.

 

 

 


1 Lesermeinung

  1. Hallo!

    das klingt zwar sehr...
    Hallo!
    das klingt zwar sehr interessant, aber ich habe insgeheim das Gefühl, dass facebook bald hergeht und bei den externen Links einfach ihren Affiliate-Code hinzufügt und somit gigantisch viele Provisionen abkassiert :-)
    Und wenn es nicht Facebook macht, wird es irgendwann bit.ly machen.
    lg Sebastian

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