Netzwirtschaft

Handymarkt 2009: Nokia und Microsoft verlieren, Apple und Google gewinnen

Nokia heißt der Verlierer des vergangenen Jahres auf dem Handy-Markt. Der Anteil der Finnen an dem stagnierenden Handy-Markt sei um 2,2 Prozentpunkte auf 36,4 Prozent gefallen, hat das Marktforschungsunternehmen Gartner errechnet. Statt 472 Millionen Geräten lieferte Nokia nur 441 Millionen aus, bleibt damit aber Marktführer. Denn das zweitplazierte Unternehmen, der koreanische Hersteller Samsung, konnte seinen Marktanteil zwar kräftig ausbauen, blieb aber weit hinter Nokia zurück. Nokia habe zwar im vierten Quartal besser abgeschnitten als erwartet, doch die Wende sei noch nicht geschafft, urteilt Gartner. „Nokia wird in der ersten Hälfte dieses Jahres eine harte Zeit haben, denn die Verbesserungen ihres Betriebssystems Symbian und Produkte für die neue Plattform Meego werden erst in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen”, sagte Gartner-Analystin Carolina Milanesi. 

Die Gewinner des vergangenen Jahres tummeln sich alle im stark gewachsenen Markt für Hochleistungshandys, die sogenannten Smartphones. Dort hat Apple mit seinem iPhone den größten Sprung nach vorne gemacht, aber auch der Blackberry-Hersteller RIM und das Google-Betriebssystem Android haben aufgeholt, während Nokias Betriebssystem Symbian kräftig an Boden verloren hat. Ein Fragezeichen macht Gartner aber hinter den weiteren Erfolg von Google. „Android hatte im vierten Quartal großen Erfolg, aber einige Handyhersteller äußern wachsende Sorgen über Googles Absichten”, sagte Roberta Cozza von Gartner. Google hat erstmals ein Smartphone unter eigenem Namen auf den Markt gebracht. 

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