Netzwirtschaft

Social Media schlägt sich kaum in Werbebudgets nieder

Bild zu: Social Media schlägt sich kaum in Werbebudgets nieder„Internet und Fernsehen haben die Krise nahezu ohne Einbrüche überstanden und werden in den nächsten Jahren nicht zuletzt wegen der Konvergenz ihrer Technologien auf Erfolgskurs bleiben”, sagt Nicole Prüsse, Deutschland-Chefin des Werbenetzwerkes Zenithoptimedia, das regelmäßig die Entwicklung des Werbemarktes untersucht. Stetig steigende Bandbreiten machen Bewegtbild-Werbung in guter Qualität auch im Netz immer besser möglich. „Werbungtreibende erleben nun den Durchbruch des bewegten Bildes auf Bildschirmen aller Art. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass das Werbemedium Internet ausgerechnet durch Display-Werbung, deren Anteil an den gesamten Online-Werbeinvestitionen in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist, neuen Schwung erhält. Online-Video und Social Media sorgen dafür, das sich der Anteil an den weltweiten Online-Werbeinvestitionen von 33,9 Prozent in diesem Jahr auf 35 Prozent im Jahr 2013 erhöht”, sagt Prüsse. Insgesamt wird der Werbemarkt in aller Welt in diesem und den kommenden Jahren um jeweils rund 5 Prozent zulegen. Für Deutschland werden für dieses und die nächsten Jahre Zuwächse zwischen 2 und 3 Prozent prognostiziert.

Das Internet, auf das heute 14 Prozent aller Werbeausgaben entfallen, wird seinen Anteil bis 2013 auf knapp 18 Prozent in aller Welt ausdehnen können, erwartet Zenithoptimedia. Die Bedeutung des Netzes für die Werbetreibenden wird von diesen Zahlen allerdings noch unterschätzt. Denn neben den gekauften Werbeflächen (Paid Media) spielen eigene Seiten im Internet (Owned Media), zum Beispiel auf Facebook, Youtube oder Twitter, ebenso eine steigende Rolle wie Konversationen mit Nutzern in Blogs oder Foren (Earned Media). „Diese Aktivitäten können extrem effektiv sind und viele Werber haben sich begeistert darauf gestürzt. Aber die meisten werden nie in einer Statistik über die Werbeausgaben auftauchen”, lautet das Fazit von Zenithoptimedia. Da Social Media in immer mehr Bereichen der Unternehmen eingesetzt wird, die zunächst einmal nichts mit Werbung zu tun haben, könnten die Werbeetats auf diese Stück für Stück ins Unternehmen diffundieren. Ob die Werbeetats allerdings am Ende noch genauso groß sind wie heute, ist eher unwahrscheinlich.  

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