Netzwirtschaft

Google startet lokalen Dienst Hotpot in Deutschland

Google startet unter seiner neuen Lokal-Chefin Marissa Mayer (Foto) eine neue Offensive im lokalen Internet. Schon bald soll das neue Produkt Google Hotpot in vielen Ländern freigeschaltet werden, darunter auch in Deutschland. Wahrscheinlich im Februar wird es soweit sein. „Hotpot gibt die Möglichkeit, lokale Geschäfte zu bewerten und diese Empfehlungen mit anderen Menschen zu teilen, also entweder öffentlich oder nur mit den Freunden. Wenn ich also in eine neue Stadt komme, kann ich mir anschauen, welche Geschäfte oder Restaurants meine Freunde dort schon besucht und für gut befunden haben”, sagte Mayer der FAZ am Rande der Burda-Konferenz DLD in München. Hotpot basiert auf den 50 Millionen Orten, die im Rahmen von Google Places erfasst wurden. Die Bewertungen können auf Android-Smartphones und auf der Website abgegeben haben. Ein Algorithmus soll zum Beispiel Restaurants, die von einem Nutzer gut bewertet wurden, auch in anderen Städten ausfindig machen.

Hotpot könnte also Konkurrenz für Dienste wie Yelp in den Vereinigten Staaten oder Qype in Deutschland werden. Der Vorteil für die Nutzer: Wenn sie bereits ein Google-Konto besitzen, müssen sie sich nicht extra anmelden. Allerdings müssen die Nutzer auf Hotpot abermals ein Kontaktnetzwerk aufbauen, was sie vielleicht vorher schon auf Facebook, Twitter oder Foursquare getan haben. Dazu können aber die Kontaktdaten aus dem Google-Email-Dienst Gmail benutzt werden.

„Wir haben Hotpot im November in den Vereinigten Staaten gelauncht, allerdings sehr leise. Nun wird Hotpot erweitert. Nun haben wir neue Funktionen eingebaut, die bald freigeschaltet werden”, sagte Mayer. Sie hatte Ende des vergangenen Jahres das Geschäftsfeld “Local” übernommen und kümmert sich nun um Produkte wie Google Maps, Places und Hotpot. Die geplante Übernahme des Gutscheindienstes Groupon für sechs Milliarden Dollar war allerdings gescheitert. 

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