Netzwirtschaft

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Google startet lokalen Dienst Hotpot in Deutschland

| 14 Lesermeinungen

Google startet unter seiner neuen Lokal-Chefin Marissa Mayer eine neue Offensive im lokalen Internet. Schon bald soll das neue Produkt Google Hotpot in vielen Ländern freigeschaltet werden, darunter auch in Deutschland.

Bild zu: Google startet lokalen Dienst Hotpot in DeutschlandGoogle startet unter seiner neuen Lokal-Chefin Marissa Mayer (Foto) eine neue Offensive im lokalen Internet. Schon bald soll das neue Produkt Google Hotpot in vielen Ländern freigeschaltet werden, darunter auch in Deutschland. Wahrscheinlich im Februar wird es soweit sein. „Hotpot gibt die Möglichkeit, lokale Geschäfte zu bewerten und diese Empfehlungen mit anderen Menschen zu teilen, also entweder öffentlich oder nur mit den Freunden. Wenn ich also in eine neue Stadt komme, kann ich mir anschauen, welche Geschäfte oder Restaurants meine Freunde dort schon besucht und für gut befunden haben”, sagte Mayer der FAZ am Rande der Burda-Konferenz DLD in München. Hotpot basiert auf den 50 Millionen Orten, die im Rahmen von Google Places erfasst wurden. Die Bewertungen können auf Android-Smartphones und auf der Website abgegeben haben. Ein Algorithmus soll zum Beispiel Restaurants, die von einem Nutzer gut bewertet wurden, auch in anderen Städten ausfindig machen.

Hotpot könnte also Konkurrenz für Dienste wie Yelp in den Vereinigten Staaten oder Qype in Deutschland werden. Der Vorteil für die Nutzer: Wenn sie bereits ein Google-Konto besitzen, müssen sie sich nicht extra anmelden. Allerdings müssen die Nutzer auf Hotpot abermals ein Kontaktnetzwerk aufbauen, was sie vielleicht vorher schon auf Facebook, Twitter oder Foursquare getan haben. Dazu können aber die Kontaktdaten aus dem Google-Email-Dienst Gmail benutzt werden.

„Wir haben Hotpot im November in den Vereinigten Staaten gelauncht, allerdings sehr leise. Nun wird Hotpot erweitert. Nun haben wir neue Funktionen eingebaut, die bald freigeschaltet werden”, sagte Mayer. Sie hatte Ende des vergangenen Jahres das Geschäftsfeld “Local” übernommen und kümmert sich nun um Produkte wie Google Maps, Places und Hotpot. Die geplante Übernahme des Gutscheindienstes Groupon für sechs Milliarden Dollar war allerdings gescheitert. 

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14 Lesermeinungen

  1. Ist diese Firma überhaupt...
    Ist diese Firma überhaupt noch zu stoppen?
    Ich habe ehrlich gesagt Angst vor der unglaublichen Marktmacht und hoffe das andere (ehemalige) Suchmaschinenriesen wieder an Boden gewinnen. Wir brauchen einen Gegenpol sonst gerät die “Online-Welt” aus den Angeln, falls Sie es nicht schon längst ist.
    Gruß aus den Niederlande
    Hank van Verdienen

  2. colorcraze sagt:

    Wen soll das noch...
    Wen soll das noch interessieren? Ciao ist doch schon durch.

  3. Google wird damit viel Erfolg...
    Google wird damit viel Erfolg haben und das obwohl Anbieter wie qype schon lange in diesem Markt aktiv sind. Gut in die Suchmaschine integriert, optimal mit den bestehenden Google-Accounts der User verknüpft und bereits zum Start mit mehr User-Kommentaren (zumindestens bei größeren Locations), wird Hotpot qype & co nennenswerte Marktanteile abnehmen. Im besten Fall führt es zu einer Qualitätsverbesserung der Konkurrenz.
    PS: Einen Gegenpol zu Google wird es nie geben, wer das große “G” nicht stärken möchte, nutzt halt die kleine, aber manchmal feine Konkurrenz.

  4. @Heinz Schöttner: Das stimmt...
    @Heinz Schöttner: Das stimmt absolut, aber ich finde das ist nicht der Punkt. Warten wir noch 2-10 Jahre, dann wird alles “Trackbar” sein. RFID-Chips in Produkten, Augmented Reality, Chip im Perso, Chip unter der Haut? Wir haben doch jetzt schon keine Chance mehr uns da wirklich gegen zu wehren. Und Lobbyismus ist ein generelles Problem, wie Sie ja bereits erwähnten.
    Die Frage ist nur wer dann letzten Endes diese Daten kontrolliert, bzw. wem wir sie anvertrauen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich bei Google wesentlich wohler fühle als z.B. bei Microsoft, Facebook oder Apple. Google wird von Nerds gesteuert. Und die haben bessere Absichten, als es uns die Presse oft glaubhaft machen möchte. Damit möchte ich sie jetzt auch nicht in Schutz nehmen. Die haben schon Ihre Fehler verursacht.
    @Guido Szelinsky: Man weiß nicht, ob es nie einen Gegenpol geben wird. Facebook kooperiert gerade mit Bing (Microsoft) und die wiederrum mit Yahoo. Das kann deren Position am Markt enorm stärken. In Amerika besitzen die zusammen immerhin um die 20% Marktanteil. Und Facebook… Da braucht man nicht mehr viel zu sagen. Das Wachstum ist einfach nur beängstigend.
    Naja man wird sehen, im Notfall ist halt mal wieder ne Revolution fällig. Das Spiel ist doch immer das gleiche der Inhalt ändert sich :)

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