Netzwirtschaft

Nokia und Microsoft werden kaum Chancen gegen Apple und Google eingeräumt

Deutsche Mobilfunkfachleute geben Nokia und Microsoft kaum Chancen, in Zukunft eine bedeutende Rolle auf dem Mobilfunkmarkt zu spielen. Nach der Umfrage des Internetverbandes Eco werden das Google-System Android und Apples iPhone in drei Jahren mit Abstand die beiden wichtigsten Plattformen sein, für die Apps entwickelt werden. Obwohl Nokias Symbian-System in Europa heute noch klar den Markt dominiert, halten nur noch 7 Prozent der befragten Fachleute die Plattform auch in drei Jahren für wichtig. Auch Microsofts Betriebssystem Windows Phone 7 wird dann nur von 7 Prozent als wichtige Plattform eingeschätzt. Windows Phone 7 hat damit eine regelrechte Talfahrt hingelegt, denn vor einem Jahr sahen noch 27 Prozent in Microsoft einen bedeutenden Anbieter.


Quelle: Eco

Die Verschiebung der Gewichte am Smartphone-Markt zeigt auch die Einschätzung der Frage, wo die Nutzer in zwei bis drei Jahren ihre Apps suchen werden. Rund 40 Prozent sehen den Android Markt als erste Adresse, gefolgt von 28 Prozent, die bei Apple ihre Apps finden. Schon 19 Prozent sehen künftig Internetunternehmen wie Facebook in der Rolle des App-Anbieters, während der Windows Marketplace nur einen Anteil von 2,3 Prozent erreicht. Nokia wird diese Position von keinem der Befragten zugetraut.  „Beide – Nokia und Microsoft – müssen  Android und iPhone etwas entgegen setzen, um zukünftig einen bedeutsamen Platz im Mobile Business einzunehmen. Nokia hat sich zu lange auf die Märkte in Schwellenländern konzentriert und Microsoft hat das Thema jahrelang nicht ernsthaft betrieben”, sagt Bettina Horster, Direktorin Mobile im Eco Verband.


Quelle: Eco

Die Fachleute erwarten somit die Fortsetzung der Talfahrt von Nokia auch nach dem Entschluss, künftig das Betriebssystem von Microsoft auf seinen Smartphones zu nutzen und das bisherige Symbian-System nur noch in Einsteigergeräten zu verwenden. Dem finnischen Unternehmen, das noch etwa ein Jahr braucht, um die ersten Geräte mit dem Microsoft-System auf den Markt zu bringen, wird die Wende also nicht zugetraut. Stattdessen wird die Entwicklung wie in Amerika, wo Google in eineinhalb Jahren an die Spitze im mobilen Internet gestürmt ist, auch in Deutschland erwartet. Research in Motion (RIM) mit seinem Blackberry und Palm, das Basis für die Geräte von Hewlett-Packard wird, haben in Europa traditionell einen niedrigeren Stellenwert als in Amerika. Dies wird sich nach Ansicht der befragten Fachleute auch nicht ändern. Somit läuft also alles auf einen Zweikampf zwischen Apple und der Android-Fraktion hinaus

Erhebliche Verschiebungen werden auch in der Art der nachgefragten Apps erwartet. Nach Ansicht der Fachleute spielen soziale Netzwerke und ortsbezogene Dienste eine stark steigende Rolle im mobilen Internet, während Musik- und Nachrichtenapps an Bedeutung verlieren werden. 

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