Netzwirtschaft

De-Mails ohne Ende: 1&1 führt Flatrate ein

Die Computermesse Cebit in Hannover war in den vergangenen Jahren immer wieder für eine Meldung über die E-Mail-Variante De-Mail gut, mit der Bürger mit Behörden oder Unternehmen verschlüsselt und identifizierbar kommunizieren können. Während es in den vergangenen beiden Jahren erst um die teilnehmenden Unternehmen, dann um die ersten überhaupt versendeten De-Mails ging, will in diesem Jahr einer der vier De-Mail-Anbieter nun die Verbreitung der Kommunikationsmöglichkeit vorantreiben. Der De-Mail-Anbieter 1&1 wird im Rahmen der Cebit ankündigen, dass Privatnutzer künftig so viele De-Mails verschicken können, wie sie wollen. Bisher hatte 1&1 für Kunden der De-Mail-Dienste über GMX oder Web.de das Kontingent auf zehn verschlüsselte Mails im Monat begrenzt, jede weitere De-Mail kostete mindestens 39 Cent. Mit der Flatrate begegne man auch der Sorge vor versteckten Kosten der De-Mail-Kommunikation, sagte Jan Oetjen, Geschäftsführer von GMX und Web.de.

Mit der De-Mail können Bürger im Rahmen des sogenannten E-Government-Gesetzes beispielsweise auch mit Ämtern und staatlichen Stellen elektronisch kommunizieren. „Das Gefühl der versteckten Kosten war dabei ein Argument, das aus der Politik und von Nutzern immer wieder vorgebracht wurde“, sagte Oetjen. Mit der Flatrate sei diesem Argument die Grundlage genommen. Interessant dürfte nun werden, ob auch andere Anbieter dem Beispiel von 1&1 folgen und die Privatkundenpreise der De-Mail anpassen – und sich die Kommunikationsvariante tatsächlich auch in der Masse durchsetzt. Neben 1&1 bieten die Deutsche Telekom, deren Tochtergesellschaft T-Systems und die Mentana-Claimsoft die E-Mail-Variante an. Nach Angaben von Oetjen sind bei 1&1 inzwischen mehr als 500.000 Privatnutzer von Web.de und GMX sowie rund 20.000 Unternehmenskunden für die De-Mail registriert.

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