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Laufwesten im Test – Camelbak Ultra Pro

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Laufwesten im Test© Nils ThiesLaufwesten im Test bei Nilsläuft

Laufwesten sind nützlich, wenn es ums Tragen von Wasserflaschen, Smartphones und Co geht. Aber wie ist das Laufverhalten und wo passt wie viel rein? Zeit für einen regelmäßig ergänzten Test verschiedener Modelle.  

Laufwesten, ich liebe sie, dass gestehe ich. Diese wunderbaren Assessoires für Laufsportfetischisten sind der Knüller. Sozusagen die Handtasche für Laufer*innen. Sie schmiegen liegen besser am Körper als Rucksäcke und stauen auch noch jede Menge Zeug. Und dann noch diese vielen Taschen – wunderbar.

Hier stelle ich die Laufwesten vor, die ich im Laufe der Zeit testen konnte. Die Liste wird Stück für Stück erweitert und ergänzt. Ein Notensystem, wie in der Schule (1-6) gibt Aufschluss über meine Meinung. Bei den Test ist mir besonders wichtig, die Westen über ein paar Monate zu testen. Sie kommen mit ins Geländetraining, auf den Weg zur Arbeit und zu Wettkämpfen (soweit es gerade welche gibt). Also dann, viel Spaß. 

Camelbak Ultra Pro Vest

Laufweste von Camelbak

Aufbau/Taschen: 2
Laufverhalten: 2
Handhabung: 1
Langlebigkeit/Material: 1
Ausstattung: Weste, zwei “Quick Stow” Weichflaschen, Signalpfeiffe

Überblick

Camelbak ist sozusagen die Firma, die Trinksysteme erfunden hat. „Hydrate or Die“ (deutsch: Trink oder stirb!) stand früher auf den Waschzetteln der Marke, die in die Rucksäcke mit den Trinkblasen eingenäht waren, die beispielsweise die US-Armee im Irak oder Afghanistan benutzte. Das nur zur Einordnung, was die Erfahrung der Produktentwickler angeht. Trotzdem ist die Ultra Pro Weste die erste Ultralaufweste die ich testete.

Die Weste von hinten

Die 160g-Weste besteht aus dem sogenannten 3D-Micro-Mesh, einem weichen Netzgewebe, dass Dehnungen zulässt. Das Testexemplar hatte die Größe M, bei einer Körpergröße von 1,80m. Das Volumen beschreibt Camelbak mit 6+1 Litern. Damit wären wir schon beim Thema Taschen.

Taschen

Reissverschlusstasche
Die Reissverschlusstasche an der Weste

Ein große Rückentasche nimmt eine Trinkblase auf, die ein Volumen von zwei Litern nicht überschreiten sollte. Das genügt, denn zusätzlich sind vorne noch zwei Fächer für jeweils eine Weichflasche. Aber bleiben wir zunächst auf der Rückseite, denn über der Trinkblase befindet sich das verschlusslose Hauptfach. Zwei Eingriffe lassen Platz, um Material zu verstauen, wobei das Meshgewebe bis an die Seiten der Weste reicht. Hier finden Regenjacken, GPS, Erste-Hilfe-Päckchen und weiter Kleidung mehr als genug Platz. Verstellbare Gummizüge im Nierenbereich geben der Ladung zusätzlichen Halt.

Laufweste Camelbak Ultra Pro
Rückseite mit Gummizug, unten.

Die beiden Fronttaschen für die beiden Weichflaschen hatte ich ja bereits erwähnt. Sie sitzen ungefähr über dem Rippenbogen. Rechts ist eine flexible Netztasche aufgenäht, die viel Kleinkram aufnimmt, je nachdem, wie voll die darunter sitzende Flasche ist.

Ein Stockwerk höher (Brust/Schlüsselbein) verstaut rechts eine Netztasche beispielsweise Gels. Links sitzt eine Reissverschlusstasche mit Kleingeldfach. Kleinere Smartphones finden hier Platz. Für größere Smartphones gibt es allerdings keine passende Lösung.

Laufverhalten

Die Ultra Pro sitzt vollgepackt lockerer, aber gut und ist durch Gummizüge durchaus variabel. Besonders gut geeignet ist sie für ruhige Läufer*innen mit viel Gepäck. Die Pflichtausrüstung für Bergläufe findet neben Wasser und Nahrung noch ausreichend Platz. Dabei liegt der Schwerpunkt eher hinten als vorne. Da das Tragen einer leeren Weste in diesem Falle sinnlos ist, nur eine Anmerkung: Sie braucht schon etwas Futter.

Handhabung

Verschluss
Einer der beiden Verschlüsse der Weste

Die Weste ist übersichtlich gestaltet und bietet trotzdem viele Stau-Möglichkeiten. Die Handhabung ist intuitiv und die Bänder und Verschlüsse nerven nicht. Die Seiten- und Fronttaschen sind gut zugänglich und die Gefahr ist gering, dass sich jemand die Finger verrenkt. Ein Bisschen Fingerspitzengefühl benötigt nur das Schließen der beiden Brustgurte. Die kleinen Clips sitzen dafür bombenfest.

Langlebigkeit/Material

Meshgewebe
Luftig: Hier ist das Meshgewebe zu sehen.

Mesh ist das Material der Stunde. Fast alle Hersteller setzen es ein und fahren gut damit. Meine anfängliche Skepsis hat sich gelegt, denn es ist dauerhaft stabil. Ein wasserabweisender Stoff an der Oberseite der Ultra Pro schützt innen Liegendes vor Regen. Im Test riss nichts und das Material hat keine Löcher. Alle Gurte sind nach ein paar Monaten Test noch intakt.

Fazit

Wer die richtige Größe findet und kein allzugroßes Smartphone mitnehmen möchte, bekommt mit der Ultra Pro von Camelbak eine treue Begleiterin mit einem sehr guten Platzangebot. Wer noch mehr Platz benötigt, kann sie mit dem Ultra Belt, einem Gürtel aus Mesh, kombinieren. Außerdem gibt es in der Ultra-Serie noch eine Handhalterung für eine Flasche. Etappenläufe mit erhöhtem Materialaufkommen sollten aber auch ohne Gürtel und Handheld kein Problem sein.

Fazit: Note 2+, gut und empfehlenswert
Preis ca.: 100 Euro

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