#Nilsläuft

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Schuhe fürs Trailrunning – Matsch und Membran

| 2 Lesermeinungen

Salomon – Wildcross GTX

Dass diese Schuhe so weit hinten beschreiben werden, hat nichts mit der Bewertung zu tun. Wäre es so, müsste ich sie ganz vorne aufs Treppchen stellen, denn die Salomon Wildcross GTX sind Spitze.

  • Der erste Eindruck: Rakete
  • Laufgefühl: straff und schnell
  • Sohle: klebt am Trail
  • Fußklima: hervorragend
  • Aussehen: angemessen
  • Preis:
  • Geeignet für Liebhaber schneller technischer Trails

Der erste Eindruck der Schuhe

Dass ich mal einen Salomonschuh auf Anhieb loben würde, hätte ich nicht gedacht. Die Schuhe, die ich bisher getestet hatte, waren nie schlecht, versteht das nicht falsch, mein Fuß hat mit den schmalen Leisten aber immer Probleme gehabt. Und nun das. Der Wildcross passt mir wie angegossen in der EU-Größe 42,5 und das hat sich im Laufe des Tests auch nicht mehr geändert. Er passt also wunderbar und vermittelt mir dabei das sicherste Gefühl im Test.

Die ersten Meter auf festen Wegen sind noch hart, ein Straßenschuh ist er definfitiv nicht, das Gefühl verfliegt dann aber im Gelände. Es macht einfach Lust, über Stock und Stein zu rennen und wäre da nicht die eigene Ausdauer, könnte ich stundenlang so weiter machen.

Die Quicklace-Schnürung hält super und ist dabei nie im Weg. Sie besteht aus Plastikbändern, die an einem Zugpunkt geschnürt werden. Das ist schnell und einfach und kommt auch bei anderen Salomonschuhen zum Einsatz. Besonders gut: Dieses System ist auch mit Handschuhen zu bedienen.

Laufgefühl

Absolut fantastisch. Der Salomon Wildcross ist das für mich beste Modell im Test, was besoders auf das Laufgefühl zurückzuführen ist. Er passt mir eben, drückt nicht und selbst im waghalsigen Bergab sitzt er perfekt am Fuß. Das wird natürlich nicht zwangsläufig für alle LäuferInnen gelten, aber ich bin sehr zufrieden. Die Abstimmung ist spritzig und das Gefühl für den Boden einwandfrei. Allerdings muss hier erwähnt werden, ich laufe auf dem Vor- oder Mittelfuß. Für Fersenläufer ist der Schuh recht hart. Angst vor spitzen Steinen hatte ich nie, im Gegenteil. Dieses Modell verleitet zum Rasen. Egal ob Wurzelweg oder Matschpfad.

Sohle

Die Sohle trägt ihren Teil zum Gesamtwerk bei. In Matsch, Schnee und Schotter finden die Stollen sehr guten Halt und ich hatte nie das Gefühl, die Bodenhaftung zu verlieren. Stock und Stein verträgt sie ebenfalls, trotzdem finde ich die Sohle eher in weichem Gelände von Vorteil. Wie gesagt, sie sind definitiv keine Straßenschuhe, die Wildcross wollen raus.

Fußklima

Auch im Salomon Wildcross GTX ist eine Gore-Tex-Membran eingebaut. Die ist wunderbar, wie bei allen Modellen im Test. Kalte oder nasse Füße hatte ich nie, obwohl ich wohl in jede Pfütze sprang, die mir begegnete.

Besonderheiten der Schuhe

Dieses Modell darf man mit Fug und Recht als Gesamtkunstwerk bezeichnen, das an sich schon eine Besonderheit ist. Kommen wir also gleich zum Fazit.

Fazit

Diese Schuhe sind absolut empfehlenswert für ambitionierte Trail-LäuferInnen, die schnell durchs Gelände heizen wollen. Das setzt gute Kondition und trainierte Beine voraus. FersenläuferInnen dürfte die Dämpfung außerdem nicht ausreichen.

Anfänger werden zunächst nicht auf ihre Kosten kommen, aber mit jedem Lauf mehr Spaß an den Wildcross haben. Für kurze bis mittlere Rennstrecken sind sie bestens geeignet und wer schon etwas trainierter ist, dürfte auch auf Ultratrails sehr gute Rennen laufen. Wenn er passt, ist Spaß auf allen Strecken garantiert.

Auf der nächsten Seite die letzten Schuhe im Test: Saucony Peregrine 10


2 Lesermeinungen

  1. cantor31 sagt:

    Beschreibungen passen gut
    Hab mit breitem Vorderfuß inov8 und saucony gelaufen, meine Partnerin salomon (eher schmaler Leisten). Den Beschreibungen können wir nur zustimmen, also ein dickes Lob dafür. Man findet häufig ja doch recht wenig hierzu.

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