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Laufweste im Test – Camelbak Octane 25

Laufweste Naked HC
Nils mit der Laufweste Naked HC im Test

Naked High Capacity

Naked High Capacity

Aufbau/Taschen: 2
Laufverhalten: 1
Handhabung: 2
Langlebigkeit/Material: 1
Ausstattung: Weste, zwei Flaschen, Signalpfeife

Überblick

Die Firma Naked kannte ich bis zu diesem Test nicht. Zeit, dass etwas andere Design genauer unter die Lupe zu nehmen. Was meine ich mit Design? Nun, sie sieht aus wie eine Weste, ist sie auch, aber diese Art liegt stramm an. Außerdem bestehen die Taschen aus Stretch-Gewebe und pressen den Inhalt zum Körper. Das Prinzip “körpernah” bekommt durch die Naked HC eine neue Dimension. Klar, dass es der richtigen Größe bedarf, um nicht erdrückt zu werden. Aber dafür gibt es gleich 12 Größen, von denen ich im Test die Größe vier (94 cm Brustumfang).

Laufweste Naked HC im Test

Taschen der Laufweste

Wie erwähnt liegen die acht Taschen eng an, lassen aber flexiblen Platz für Flaschen und allerlei Ausrüstung. Angegeben ist das Fassungsvermögen mit 3+ Litern, dürfte in Anbetracht des flexiblen Stoffs etwas größer sein. Dabei fallen die beiden großen Brusttaschen auf, die jeweils eine 500-ml-Flasche oder andere größere Gegenstände wie ein Smartphone aufnehmen. Etwas ungewohnt (mehr dazu im Kapitel Handhabung) ist der Eingriff auf Höhe des Brustbeins, der aber trotzdem einen guten Zugriff erlaubt.

Auf dieser Tasche ist ein kleineres Fach aufgesetzt. Wenn beispielsweise eine Flasche in die darunter liegende große Tasche geschoben werden soll, hakt es an dieser Stelle. Außerdem empfehlen sich ausschließlich weiche Flaschen (und generell Ausrüstung) für die Weste, denn härteres Material wird in den Körper gedrückt.

Noch mehr Fächer

Das Rückenfach ist zweigeteilt. Der Körpernahe Einschub bietet Platz für eine 1,5-l-Trinkblase und kann mit einem Clip verschlossen werden. Alternativ findet hier eine Jacke Platz. Das darauf gesetzte seitlich offene Fach lässt Raum für Jacke und diverses. Dabei ist darauf zu achten, dass nichts herausfällt. Alles in eine Tüte zu stecken hilft. Trailstöcke finden in den cleveren Schlaufen und eine gute Befestigungsmöglichkeit oder können in ein großes offenes Rückenfach gesteckt werden.

Bleiben noch die kleineren Taschen unter den Armen. Hier passen eher quadratische Kleinteile hinein, wie Riegel oder aufgerollte Handschuhe, die nicht sofort erreichbar sein müssen.

Laufverhalten

Aufgrund des sehr engen Schnitts und der Kompression der Ausrüstung hin zum Körper, hat die Naked HC das beste Laufverhalten bisher. Nichts schlackert, nichts muckt. Hervorragend!

Handhabung

Die Handhabung ist wunderbar, leidet allerdings etwas unter der Passform. Wie schon weiter vorne angemerkt, ist der Einschub von Smartphone oder Falsche in die Brusttasche nur mit zwei Händen möglich, aber tolerabel. Etwas schwieriger erreichbar sind die Seitentaschen, die so hoch hängen, dass ich selbst mit beiden Händen schlecht herankomme. Gleiches gilt für das offene Rückenfach.

Da in diesen Taschen bei mir keine wichtige Ausrüstung steck: halb so schlimm. Außerdem ist die Weste schnell aus und wieder angezogen, dank eines durchgehenden Brustreißverschlusses. Ich schätze, dass hier nicht die sonst üblichen Bänder benutzt worden, da die Weste sozusagen auf Spannung steht.

Material

Das sogenannte Power-Mash-Material schmiegt sich an und ist dabei luftig leicht. Die Weste selbst wiegt fast nichts, blieb aber über den Testzeitraum hinweg stabil, leierte also nicht aus. Sie lässt sich per Hand waschen.

Fazit zur Laufweste Naked HC

Das Prinzip der Naked HC überzeugt mich durch die enge aber flexible Passform, die man in der richtigen Größe wählen muss. Dann macht sie sehr viel Spaß auf kurzen bis mittleren Strecken. Aber auch Minimalist*Innen werden in der Weste viel Platz für das Nötigste finden. Die Pflichtausrüstung passt in jedem Fall und selbst vollgestopft leidet das Laufgefühl nicht. Aber wie sagt man so schön: Weniger ist mehr!

Fazit: Note 1-, sehr gut und absolut empfehlenswert
Preis ca.: 130 Euro

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