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Laufweste im Test – Camelbak Octane 25

Camelbak Ultra Pro Vest

Laufweste von Camelbak

Aufbau/Taschen: 2
Laufverhalten: 2
Handhabung: 1
Langlebigkeit/Material: 1
Ausstattung: Weste, zwei “Quick Stow” Weichflaschen, Signalpfeife

Überblick

Camelbak ist sozusagen die Firma, die Trinksysteme erfunden hat. „Hydrate or Die“ (deutsch: Trink oder stirb!) stand früher auf den Waschzetteln der Marke, die in die Rucksäcke mit den Trinkblasen eingenäht waren, die beispielsweise die US-Armee im Irak oder Afghanistan benutzte. Das nur zur Einordnung, was die Erfahrung der Produktentwickler angeht. Trotzdem ist die Ultra Pro Weste die erste Ultralaufweste, die ich testete.

Die Weste von hinten

Die 160g-Weste besteht aus dem sogenannten 3D-Micro-Mesh, einem weichen Netzgewebe, dass Dehnungen zulässt. Das Testexemplar hatte die Größe M, bei einer Körpergröße von 1,80 m. Das Volumen beschreibt Camelbak mit 6 + 1 Litern. Damit wären wir schon beim Thema Taschen.

Taschen an der Camelbak

Reissverschlusstasche
Die Reissverschlusstasche an der Weste

Ein große, am Rücken befindliche Tasche, nimmt eine Trinkblase auf, die ein Volumen von zwei Litern nicht überschreiten sollte. Das genügt, denn zusätzlich sind vorne noch zwei Fächer für jeweils eine Weichflasche. Aber bleiben wir zunächst auf der Rückseite, denn über der Trinkblase befindet sich das Hauptfach, ohne Reißverschluss. Zwei Eingriffe lassen Platz, um Material zu verstauen, wobei das Meshgewebe bis an die Seiten der Weste reicht. Hier finden Regenjacken, GPS, Erste-Hilfe-Päckchen und weiter Kleidung mehr als genug Platz. Verstellbare Gummizüge im Nierenbereich geben der Ladung zusätzlichen Halt.

Laufweste Camelbak Ultra Pro
Rückseite mit Gummizug, unten.

Die beiden Fronttaschen für die beiden Weichflaschen hatte ich ja bereits erwähnt. Sie sitzen ungefähr über dem Rippenbogen. Rechts ist eine flexible Netztasche aufgenäht, die viel Kleinkram aufnimmt, je nachdem, wie voll die darunter sitzende Flasche ist.

Ein Stockwerk höher (Brust/Schlüsselbein) verstaut rechts eine Netztasche beispielsweise Gels. Links sitzt eine Reißverschlusstasche mit Kleingeldfach. Kleinere Smartphones finden hier Platz. Für größere Smartphones gibt es allerdings keine passende Lösung.

Laufverhalten der Laufweste

Die Laufweste sitzt locker gefüllt locker und ist durch Gummizüge durchaus variabel. Besonders gut geeignet ist sie für ruhige Läufer*innen mit viel Gepäck. Die Pflichtausrüstung für Bergläufe findet neben Wasser und Nahrung noch ausreichend Platz. Dabei liegt der Schwerpunkt eher hinten als vorne. Da das Tragen einer leeren Weste in diesem Falle sinnlos ist, nur eine Anmerkung: Sie braucht schon etwas Futter.

Handhabung der Laufweste

Verschluss
Einer der beiden Verschlüsse der Weste

Die Laufweste ist übersichtlich gestaltet und bietet trotzdem viele Stau-Möglichkeiten. Die Handhabung ist intuitiv und die Bänder und Verschlüsse nerven nicht. Gut zugängliche Seiten- und Fronttaschen senken die Gefahr, dass sich jemand die Finger verrenkt. Ein bisschen Fingerspitzengefühl benötigt nur das Schließen der beiden Brustgurte. Die kleinen Clips sitzen dafür bombenfest.

Langlebigkeit/Material

Meshgewebe
Luftig: Hier ist das Meshgewebe zu sehen.

Mesh ist das Material der Stunde. Fast alle Hersteller setzen es ein und fahren gut damit. Meine anfängliche Skepsis hat sich gelegt, denn es ist dauerhaft stabil. Ein wasserabweisender Stoff an der Oberseite der Ultra Pro schützt innen liegendes vor Regen. Im Test riss nichts und das Material hat keine Löcher. Alle Gurte sind nach ein paar Monaten Test noch intakt.

Fazit zur Laufweste von Camelbak

Wer die richtige Größe findet und kein allzu großes Smartphone mitnehmen möchte, bekommt mit der Ultra Pro von Camelbak eine treue Begleiterin mit einem sehr guten Platzangebot. Wer noch mehr Platz benötigt, kann sie mit dem Ultra Belt, einem Gürtel aus Mesh, kombinieren. Außerdem gibt es in der Ultra-Serie noch eine Handhalterung für eine Flasche. Etappenläufe mit erhöhtem Materialaufkommen sollten aber auch ohne Gürtel und Handheld kein Problem sein.

Fazit: Note 2+, gut und empfehlenswert
Preis ca.: 100 Euro

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