Planckton

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Die Wissenschaft ist ein ernstes Geschäft, aber gehört ihr deshalb das letzte Wort?

Der gläserne Fußballprofi

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Einmal werden wir noch wach, dann ist endlich wieder Fußball-Bundesliga. Etliche Vereine haben die Winterpause genutzt, um ihre Kader mit neuen Spielern zu...

Einmal werden wir noch wach, dann ist endlich wieder Fußball-Bundesliga. Etliche Vereine haben die Winterpause genutzt, um ihre Kader mit neuen Spielern zu ergänzen oder mutmaßlich zu verstärken. Beim 1. FC Köln verspricht man sich einiges vom Mittelfeldspieler Derek Boateng von Beitar Jerusalem, die TSG Hoffenheim hat als Ersatz für ihren verletzten Goalgetter Vedad Ibisevic den Bankdrücker Boubacar Sanago aus Bremen ausgeliehen. Dass es bei solchen Entscheidungen nur nach dem Bauchgefühl des Trainers oder Managers geht, ist ausgeschlossen. Das sogenannte Scouting ist im Fußball längst eine Wissenschaft für sich. Der 1. FC Köln zum Beispiel lässt von Studenten der örtlichen Sporthochschule eine Video-Datenbank mit Spielszenen pflegen. Die Düsseldorfer Firma Mastercoach, die neben Video- auch Wärmebildanalysen anbietet, zählt eine Reihe von Bundesligisten zu ihren Kunden, darunter die beiden Spitzenmannschaften Hoffenheim und Bayern München.

Wie man solche Video- und Wärmebildanalysen vornimmt, und was sich daraus alles für Statistiken gewinnen lassen, zum Beispiel wie weit und wo ein Spieler während eines Spiels gelaufen ist, wie oft er gesprintet ist und wie viele seiner Pässe angekommen sind, erläutert am 26. Februar Christofer Clemens, Vertriebsleiter von Mastercoach und Mitglied der Scouting-Abteilung der Nationalmannschaft in Paderborn. Bei der Veranstaltung „Transparente Spiele(r) – Programmierter Erfolg!?“ im Heinz Nixdorf Museumsforum wird er mit den Handball-Nationalspielern Florian Kehrmann, Volker Zerbe und Markus Baur auch darüber diskutieren, inwiefern solche technischen Maßnahmen zum gewünschten Erfolg führen können.

 


1 Lesermeinung

  1. Ich werde das nie verstehen....
    Ich werde das nie verstehen. Wenn ich mit irgendjemandem eine Partie Halma oder Scrabble spiele, interessiert das keine Sau. Niemanden. Wirklich. Nicht mal eine Notiz in der Lokalpresse. Aber sobald ein paar Kerle einem Ball hinterherrennen, statt einer geregelten Arbeit nachzugehen, wird da ein gigantisches Medienereignis draus generiert. Und jetzt wird Fußball gar noch wissenschaftlich. Erwachsene Menschen beschäftigen sich damit. Wie gesagt: Ich werde das nie verstehen.

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