Planckton

Planckton

Die Wissenschaft ist ein ernstes Geschäft, aber gehört ihr deshalb das letzte Wort?

Paradiesisches All: Vorher, nachher

    Mal wieder ist von Wasser die Rede - von Wasser auf dem Mars. Diesmal soll die in den arktischen Gebieten des Planeten...

    Mal wieder ist von Wasser die Rede – von Wasser auf dem Mars. Diesmal soll die in den arktischen Gebieten des Planeten gelandete Raumsonde Phoenix sogar flüssiges Wasser entdeckt haben. Fündig geworden zu sein glauben die Wissenschaftler auf einem der Ausleger dieses mittlerweile verstummten Instrumententrägers. Deutlich erkennbar sind dort etliche Spuren von „Dreck“ undefinierbarer Konsistenz. Einer Forschergruppe sind darunter nun zwei nebeneinander liegende „Sphäroide“ aufgefallen, deren Anordnung und Form sich ihrer Meinung nach auf Fotos von den Marstagen 8, 31 und 44 unterscheiden. Der eine der beiden Flecken sei dunkler und kleiner geworden, der andere heller und größer. Das Dunkelwerden erinnere an sich verflüssigendes Eis. Wahrscheinlich sei bei der Landung von Phoenix Eis aufgewirbelt und flüssig geworden, und auf dem Ausleger habe sich ein entsprechender Niederschlag gebildet. Dass in der kalten Arktis des Mars tatsächlich flüssiges Wasser existieren könne, liege an den Perchloraten, die man an der Landestelle gefunden habe. Sie senkten den Gefrierpunkt von Wasser, so die Forscher, auf unter minus 70 Grad. Das Verwirrende an dieser Geschichte ist, dass der Effekt stark der Vorher/Nachher-Werbung von Gesichtscremes ähnelt, in der Fotos von Gesichtern vor und nach dem Gebrauch einer faltenglättenden Creme verglichen werden. Da zumindest kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass allein schon die unterschiedlichen Beleuchtungswinkel die Effekte erklären. Warten wir ab, bis sich – als Folge des gesenkten Gefrierpunkts – die ersten Seen in der Marsarktis zu erkennen geben.