Planckton

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Die Wissenschaft ist ein ernstes Geschäft, aber gehört ihr deshalb das letzte Wort?

Black Box Bullterrier: Hilflose Politiker wollen nach dem Tod eines Kindes den "Hundeführerschein"

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Ich erinnere mich, dass ich an jenem Frühlingstag morgens mit einer Augenentzündung aufwachte. So sehr ich es auch versuchte, ich konnte meine Kontaktlinsen...

Ich erinnere mich, dass ich an jenem Frühlingstag morgens mit einer Augenentzündung aufwachte. So sehr ich es auch versuchte, ich konnte meine Kontaktlinsen nicht einsetzen. Deshalb musste ich meine Brille tragen, was ich fast nie tue. Ich glaube, ich fühlte mich dadurch an diesem Tag unsicher, nicht ganz wie ich selbst. Ich war plötzlich jemand, der eine nicht optimal ausgesuchte, fast zehn Jahre alte Brille trug, die wohl auch in der Sehstärke mittlerweile nicht mehr ganz passend war.

Mit der Straßenbahn fuhr ich vom Alexanderplatz nach Falkenberg. Eine Dorfstraße, ein sonniger Tag. Ein ganzes Stück musste ich noch entlang von Wiesen und Feldern laufen, bis ich beim größten Tierheim Europas ankam. In einer Woche hat das Berliner Tierheim manchmal zehntausend Besucher. Manche kommen nur, weil sie sich für die futuristisch anmutende Architektur des 2001 errichteten Komplexes interessieren.

Ich war hier, weil ich einen Interviewtermin mit dem Pressesprecher des Tierheims hatte. Nach dem Gespräch zeigte er mir die Unterbringung der Tiere. 250 Hunde lebten damals, 2007, im Tierheim, fast ein Drittel davon waren sogenannte „Listenhunde“: Hunde, deren Rasse im Berliner Hundegesetz als „gefährlich“ eingestuft wird. Dazu gehören der Pit-Bull, der American Staffordshire Terrier, der Bullterrier und sieben exotischere Rassen, aber auch die Kreuzungen dieser Hunde untereinander und mit anderen Rassen.       

Vor einem der Zwinger blieben wir in der Sonne stehen. Ein schwarzer Hund trottete zum Gitter, als er uns bemerkte.

„Pitbull-Labrador-Mischling“ stand auf dem Schild. Und „Fundtier“. Als einige Jahre zuvor plötzlich in fast allen Bundesländern Kampfhundegesetze in Kraft getreten waren, banden manche Leute ihre Bullterrier einfach irgendwo an, weil sie die Auflagen nicht erfüllen konnten. Volljährig musste man zum Beispiel sein und ein lupenreines Führungszeugnis vorlegen können.

Der Hund hinter dem Gitter war mittelgroß, kompakt, muskulös und deutlich als Kampfhund zu erkennen. In seinem Gesicht trat aber das Herrische, Wilde des Pitbulls hinter dem bärenhaft-gutmütigen Ausdruck des Labradors zurück. Statt spitz kupiert waren seine Ohren rund und hingen herab. Er setzte sich lautlos, als er am Gitter angelangt war. Dass er vollkommen schwarz war, verlieh ihm etwas Schlichtes.

Der Hund machte kein Geräusch. Er saß nur, ohne Körpersprache. Einzig mit seinem Blick drückte er sich aus.

Der Hund blickte traurig, bittend und hilfsbedürftig. Er ließ mich kein einziges Mal aus den Augen, während ich mich vor dem Zwinger mit dem Pressesprecher unterhielt. Irgendwann bemerkte der Sprecher die Kontaktaufnahme des Hundes. „Und so einer“, sagte er zu mir, „sitzt dann im Tierheim und versteht die Welt nicht mehr.“

Das war ein Angebot. Ich weiß noch, dass ich einen Moment lang überlegte. Der Hund sah so traurig aus, so treuherzig. Er ließ sich durch kein Bellen im Hintergrund, keinen flatternden Vogel oder scheppernden Futternapf ablenken, sondern sah mich unverwandt an. War das nicht eine bemerkenswerte Gabe für einen Hund, seine Aufmerksamkeit so zu richten? Und war ich nicht fast verpflichtet, ihn mitzunehmen, wo er doch mich meinte, mich ausgesucht hatte?

Der Hund schaute eindringlich. Ernst sah er aus. Ungeheuer ernst. Todernst.

Und plötzlich sah ich etwas anderes hinter seinem Blick, hinter der Trauer und Treuherzigkeit. Ich sah seine Absicht, mich zu dominieren. Nähme ich ihn mit nach Hause, dann würde er bestimmen, wann ich die Wohnung zu verlassen hatte und wann nicht. Dafür würde er sich drohend vor der Wohnungstür aufbauen und sein Gebiss zeigen. Er würde entscheiden, welche meiner Freunde ich weiter treffen könnte, indem er manche mit Aggressionen und schlechtem Benehmen vergraulen würde. Er würde die Dinge schnappen und wegschleppen, die meine Aufmerksamkeit von ihm abziehen könnten – den Laptop, das Handy. Er würde knurren, wenn ich sie zurückhaben wollte. Ich dachte an den Beginn meines ersten Semesters, Ende der neunziger Jahre. Dienstags waren die ersten Vorlesungen an der Veterinärmedizinischen Fakultät, und die meisten Erstsemester kamen schon am Wochenende nach Leipzig. Ein Wochenende in einer fremden Stadt lag vor ihnen, in der sie keinen Menschen kannten. Leipzig war damals noch nicht so schön wie heute; ganze Straßen standen leer, es gab weder Shoppingmeilen im Zentrum noch den Cospudener See vor der Stadt, der erst später angelegt wurde. Ich ging an diesem Wochenende eins der wenigen Male in meinem Leben allein ins Kino. Eine Kommilitonin, I., ging am Samstag ins Leipziger Tierheim und holte sich einen Schäferhund. Zu Hause in ihrer Einzimmerwohnung stellte sich heraus, dass der Hund I. nicht mehr in ihr eigenes Badezimmer ließ. Er verteidigte knurrend die Eingangstür. Am Sonntag brachte I. ihn zurück ins Tierheim.

Der Blick des Kampfhundes erschien mir jetzt als Dominanzgeste. „Ich darf leider in meiner Wohnung keine Tiere halten“, sagte ich zum Pressesprecher. Er zuckte mit den Achseln, wissend. Manche Kampfhunde warteten schon seit In-Kraft-treten der Hundeverordnungen und Rasselisten im Tierheim auf neue Besitzer, also seit Jahren.

Warum ich das alles erzähle? Am Pfingstwochenende haben vier Bullterrier ein dreijähriges Mädchen in einem Dorf in Thüringen angefallen und getötet. Das Kind war auf dem Arm der Urgroßmutter im Haus der Tante des Kindes, als die Hunde heranstürmten. Sie gehörten der Tante, die sich im Garten aufhielt. Jetzt sind die Politiker in Thüringen unter Druck. Das Land hat in seiner „Gefahrhundeverordnung“ bisher keine „Rasseliste“ aufgestellt – also nicht festgelegt, für welche Rassen besondere Auflagen gelten.

Doch die Thüringer Landesregierung sieht das nicht als Versäumnis. Sie will jetzt stattdessen eine Eignungsprüfung für Hundehalter einführen, einen „Hundeführerschein“. Ein entsprechendes Gesetz solle noch in diesem Jahr verabschiedet werden, kündigte Innenminister Peter Huber (CDU) an. Die „Berliner Umschau“ schreibt: „Huber sieht die Gefahr nicht in den Hunden an sich, sondern in den Haltern.“ Der Hund an sich ist also gut. Eine geschlossene „Rasseliste“ für besonders gefährliche Hunde lehnt Huber deshalb weiter ab.

Die meisten Bundesländer sehen die Sache anders. Sie nahmen nach dem Jahr 2000 „Rasselisten“ in ihre Hundegesetze auf. Damals war in Hamburg ein sechsjähriger Junge auf einem Schulhof von einem Pitbull-Mischling und einem Staffordshire-Terrier angegriffen und getötet worden. Bis heute ist das Hamburger Hundegesetz eines der strengsten. Es verfügt, dass alle Hunde im Stadtgebiet an der Leine geführt werden müssen. Das Halten „gefährlicher Hunde“  – also von „Listenhunden“ – ist grundsätzlich verboten. Wer doch einen Listenhund halten will, muss ein „berechtigtes Interesse“ haben und eine ganze Latte von Nachweisen erbringen. Gefährliche Hunde müssen überall in der Öffentlichkeit einen Maulkorb tragen. Das Gesetz ist sehr genau: Auch im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses außerhalb der eigenen Wohnung ist der Maulkorb Pflicht. Gefährliche Hunde müssen außerdem einen „Wesenstest“ bestehen. Dafür werden sie von einem bevollmächtigten Tierarzt mit lauten Geräuschen oder bedrohlichen Situationen konfrontiert; ihr Verhalten wird dokumentiert. Die Hamburger Liste der gefährlichen Hunde ist darüber hinaus besonders lang: Pitbullterrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Terrier und Bullterrier gehören ohnehin dazu. Daneben sind folgende Rassen aufgelistet: Bullmastiff, Dogo Argentino, Dogue de Bordeaux, Fila Brasileiro, Kangal, Kaukasischer Owtscharka, Mastiff, Mastin Español, Mastino Napoletano, Rottweiler und Tosa Inu. Weiterhin gelten alle Hunde als gefährlich, die Menschen schon einmal gebissen oder angesprungen oder Tiere gehetzt haben.

Zwischen den Bundesländern gibt es erhebliche Unterschiede: So ist etwa der Rottweiler in Hamburg ein Listenhund, in Berlin nicht. In Bayern stehen auch der Dogo Canario und der Perro de Presa Mallorquin auf der Liste, Urlaubsmitbringsel aus Spanien, die in ihrem Heimatland seit dem Mittelalter als Schutzhunde gehalten werden.

Dogo Canario:

Bild zu: Black Box Bullterrier: Hilflose Politiker wollen nach dem Tod eines Kindes den "Hundeführerschein"  

In den „Rasselisten“ sind somit Hunde berücksichtigt, deren Zuchtziel stets besondere Aggression und Schärfe war. Die Vorfahren der Bullterrier wurden in römischen Arenen auf Menschen gehetzt. In England mussten sie später auf Bären, Löwen und Bullen losgehen oder im „Pit“, dem Kampfring, gegen andere Hunde antreten. Der Kaukasische Owtscharka, ein anderer „Listenhund“, bewacht seit mehr als 600 Jahren Viehherden im Kaukasus. Dass er dabei meistens ganz auf sich gestellt war, prägte seinen Charakter; die Rasse ist sehr selbständig und misstrauisch. Aggression Fremden gegenüber gilt als typisch. Der Mastino Napoletano, um ein drittes Beispiel aus einer „Rasseliste“ zu nennen, kam Ende der siebziger Jahre in Deutschland in Mode. Vor allem im Rotlichtmilieu war er beliebt, als Begleiter von Zuhältern, von den Züchtern beworben mit dem Spruch „Der Hund, der ein Maschinengewehr ersetzt“.  

Listenhunde sind also Hunde, die in anderen Kulturen, in anderen Zeiten, für andere Zwecke gezüchtet wurden als in einem Thüringer Hinterhof beim Wäscheaufhängen zuzusehen. Die Landesregierung des Freistaates will diese Hunde trotzdem nicht auf den Index setzen. Zur Begründung zitiert Innenminister Huber eine Beißstatistik: „Die weitaus meisten Bisse stammen von Schäferhunden, Rottweilern und Golden Retrievern.“

Tatsächlich ist es schwierig, Beißstatistiken gegen „Kampfhunde“-Rassen auszulegen: Meist weisen sie Schäferhunde und Dackel als besonders beißwütig aus, einfach, weil diese Rassen besonders häufig sind. 17.000 Schäferhundwelpen wurden im Jahr 2008 in Deutschland geboren und 6600 Dackelwelpen, aber nur 125 Bullterrier und 44 Kaukasische Owtscharkas. Statistiken, in denen die Zahl der Bissvorfälle zur Zahl der vorhandenen Hunde einer Rasse ins Verhältnis gesetzt wird, sucht man vergebens.

Bemerkenswert ist allerdings eine amerikanische Studie aus dem Jahr 2000, die im „Journal of the American Veterinary Medical Association“ erschien. Wissenschaftler des Centers for Disease Control and Prevention untersuchten Hundeattacken zwischen den Jahren 1979 und 1998, bei denen Menschen starben. Zwar waren insgesamt 25 Hunderassen an diesen Angriffen beteiligt. In der Hälfte aller Fälle waren allerdings Rottweiler und „Pitbull-artige Hunde“ für die tödlichen Attacken verantwortlich. 

In Thüringen soll trotz allem nun ein Hundeführerschein genügen, wie er in der Schweiz schon für alle Pflicht ist, die sich einen Hund, gleich welcher Rasse, neu anschaffen. Erst eine Theoriestunde mit Wissenswertem aus der Realität des Hundehaltens, dann, wenn der Hund da ist, ein praktisches Training, in dem man lernt, ihn „in verschiedenen Alltagssituationen unter Kontrolle“ zu halten, wie das Schweizer Bundesamt für Veterinärwesen schreibt. Ist es das, was in Zukunft auch hier vor tödlichen Hundeangriffen Schutz bieten wird? Ist es ein besserer Schutz als die Einschränkung gefährlicher Rassen?

Frage ich meine ehemaligen Kommilitonen, die heute als Tierärzte arbeiten, was sie von den Pit-Bulls und Staffordshires unter ihren Patienten halten, bekomme ich überraschende Antworten. „Die sind nicht so schlecht“, sagt eine Tierärztin zögernd. „Haben wenigstens Nerven.“ Andere Hunde, etwa Setter, Pudel, Collies, haben auf dem Behandlungstisch Angst. Sie fühlen sich ausgeliefert. Wenn sie den Tierarzt beißen, dann aus ihrer Angst heraus. Hunde gefährlicher Rassen fühlen sich ebenbürtig. Über Jahrhunderte wurden sie auf Mut und Dominanz selektiert. So eine kleine Impfung gegen Zwingerhusten stecken sie gelassen weg. Sie haben es nicht nötig, die Frau im weißen Kittel zu beißen, auch wenn sie ein bisschen zu nah kommt. Vielleicht liegt hier der Schlüssel: Mit den Kampfhunderassen haben die Menschen Hunde geschaffen, die todesmutig sind. Die, sobald sie das Oben und Unten einer Hierarchie erspüren und ihre eigene Position erkennen, den Unterlegenen in Raserei zur Strecke bringen. Es ist Teil ihrer Persönlichkeit, andere Lebewesen zu dominieren. Sie sind darauf geeicht herauszufinden, wer schwach ist und wer sich bedroht fühlt. Am vergangenen Samstag haben vier Hunde einer gefährlichen Rasse in einem kleinen Ort in Thüringen herausgefunden, dass eine alte Frau mit einem kleinen Kind auf dem Arm sich unsicher fühlte, so wie Großeltern sich immer unsicher fühlen, wenn sie ihr Enkelkind auf dem Arm tragen, weil ihnen in jedem Moment bewusst ist, dass sie alt sind und nicht mehr so stark und schnell in ihren Reaktionen wie einst; dass aber das Kind auf ihrem Arm sein ganzes Leben noch vor sich hat und jedes Recht darauf, gesund groß zu werden.         

Der Hundeführerschein in Thüringen ist eine politische Entscheidung. Er ist der Ausdruck eines Lavierens, bei dem es um Wählerstimmen geht: die der Hundehalter und die derjenigen, die sich von Hunden bedroht fühlen. Beide Gruppen sind groß. In diesem Fall hat man beschlossen, die Freiheit der Hundehalter nicht zu beschneiden. Viele Menschen, die sich für Hunde interessieren, sehen es als Teil ihrer persönlichen Freiheit an, genau die Sorte Hund zu halten, die sie halten wollen. Sie wollen sich mit einem Hund ihrer Wahl umgeben können, ohne dass ihr gesamtes Vorleben überprüft wird. Manche wollen einen gefährlich wirkenden Begleiter, weil sie gern genauso gefährlich wirken wollen wie er. Weil sie wollen, dass die anderen Menschen ihnen mit Vorsicht begegnen. Die Politiker in Thüringen vertrauen darauf, dass ein Mensch die Dominanz, die er benötigt, um seinen gefährlich wirkenden Begleiter in jeder Situation zu kontrollieren, in einem Wochenendkurs lernen kann. 

Ergänzung: Das Thüringer Innenministerium stellte am 27.5. einen Gesetzentwurf vor, mit dem die Bevölkerung vor gefährlichen Hunden geschützt werden soll. Die Bestimmungen der Thüringer Gefahrenhundeverordnung werden in ein „Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Tieren“ überführt. Neu ist darin die Aufzählung von mehreren Hunderassen, die als gefährlich gelten. Als gefährlich werden insbesondere folgende Rassen eingestuft: Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Bullterrier, sowie deren Kreuzungen untereinander und Kreuzungen mit anderen Hunden. Ziel ist es, innerhalb eines Zeitraums von etwa zehn Jahren die Anzahl der „Kampfhunde“ in Thüringen gegen Null zu reduzieren. Thüringen hat damit aus Anlass der tödlichen Attacke von vier Kampfhunden auf ein dreijähriges Mädchen am vergangenen Samstag eines der strengsten Hundegesetze verabschiedet, die es in Deutschland gibt – ähnlich wie Hamburg nach dem Tod eines sechsjährigen Jungen im Jahr 2000.


25 Lesermeinungen

  1. Die Rasselisten sind...
    Die Rasselisten sind vollkommen ungeeignet. Es gibt genug liebe Mastinos und nach meiner eigenen Erfahrung sind kleine Hunde (Dackel, Terrier) tendentiell viel agressiver als große. Das große Problem ist, daß die meisten Hunde nicht artgerecht gehalten werden und völlig unterbeschäftigt sind. Die Kampfhunde in dem Fall in Thüringen wurden auf einem umzäunten Grundstück gehalten. Diese Haltungsform sollte genauso wie Zwinger- oder Kettenhaltung strickt verboten werden. Der Hund wird so psychisch deformiert. Er braucht die Bindung in Freiheit. Deshalb ist es auch so wichtig, ihn ohne Leine laufen zu lassen, was genau aber wieder immer mehr verboten wird. Ein Hund braucht auch mehr Auslauf, als man sich vorstellen kann. Einen jungen Setter bekommt man auch mit zwei Stunden joggen nicht wirklich müde, der freut sich darüber aber sehr. Dazu kommt noch ein riesiges Liebesbedürfnis, also mindestens ein Stunde pro Tag schmusen und streicheln. Der Hund braucht außerdem engen Familienanschluß, deshalb sollte der Korb im Schlafzimmer stehen. Die Anforderungen an einen Hundebesitzer sind also sehr groß, deshalb bin ich unbedingt für den Hundeführerschein, damit die Leute lernen, was auf sie zukommt. Dabei ist aber fraglich, ob den Leuten auch das Richtige beigebracht wird. Vermutlich wird jedes Mitglied eines Schäferhundevereins meinen obigen Ausführungen vehement widersprechen. Es gibt aber leider auch Hunde, die traumatisiert und deshalb extrem aggressiv sind. Die kann man eigentlich nur einschläfern und dazu braucht es vorher Tests, auch wenn die nur bedingt aussagekräftig sind. Die forensische Psychiatrie liegt auch viel zu oft daneben. Und es braucht Kontrollen, ob die Tiere richtig gehalten werden. Einzelne Rassen einfach zu verbieten ist billig, die anderen Rassen leiden aber weiter.

  2. @JMense
    Ich habe niemals...

    @JMense
    Ich habe niemals gesagt das Hunde nicht in bestimmten Gegenden an die Leine sollen und das Hundehalter keine Rücksichjt nehmen sollen – ganz im Gegenteil.
    Hunde sind nicht aggressiv und sie entscheiden auch nicht ob sie es werden – das ist ganz alleine eine Erziehungssache – leider sind hierbei aber einige Hundehalter Überfordert
    Deshalb fordere ich ja schon seit mehr als 15 Jahre das JEDER der einen Hund hat mit diesem die Welpenschule besuchen MUSS um seinen Hund zu verstehen und damit der Hund den Umgang mit anderen Hunden lernt.
    Einen Hundeführerschein halte ich für Quatsch – Autofahrer haben z.B. auch einen Führerschein – und was hilft es?
    Viele fahren trotzdem zu schnell, fahren Betrunken usw.
    Rücksichtsnahme ist gefragt – Toleranz – aber diese wird immer weniger in der heutigen Gesellschaft
    Pauschalierungen aber immer mehr
    Rasselisten sind auch ein kleiner Schritt in die Vergangenheit – Deutsche können wohl nicht anders als Rassen verurteilen und nicht einzelne Individuen

  3. Nehmt die Rassen, die bereits...
    Nehmt die Rassen, die bereits nachweislich getötet haben und schießt ihre Ver-
    treter ab. Das Dumme ist nur, auch danach gibt es gar keine festen Garantien.

  4. Frau...
    Frau Hucklenbroich,
    angesichts Ihrer denkbar schlechten Rechere möchte ich Sie erst einmal darauf aufmerksam machen, dass es sich bei dem Todesfall NICHT um Bullterrier handelt. Im weiteren müssen Sie extrem viel Literatur gelesen haben, um sich ein eventuelles Bild über diese Hunde zu verschaffen… Leider liegen zwischen Theorie und Praxis nachweislich doch Welten.
    Ich möchte nicht wissen, was ein Außerirdischer von den Deutschen halten würde, wenn er nur das Geschichtsbuch von einigen Jahrhunderten zur Hand hätte. Angefangen bei der Inquisition und den Kreuzzügen.
    Was hat Mut mit Aggression zu tun ? Erklären Sie mir dies bitte. Mut, Ausdauer und Intelligenz ist ein Wesensmerkmal von allen Terrier Rassen. Dazu zählen unter anderem auch der Parson Jack Russel, der vom Standard in etwa dem des Staffordshire Bullterriers entspricht, oder der Airdale Terrier. Leider haben Sie das wesentliche vergessen. Die extreme Menschenfreundlichkeit dieser Rassen.
    Mit diesem polemischen Bericht steuern Sie sich direkt ins Aus.Sie hätten sich besser vorbereiten sollen, dann wäre Ihnen mit Sicherheit nicht entgangen, dass alleine lt. der aktuellen Thüringer Liste “ Vorkommnisse mit Hunden aus dem Jahr 2009 “ alleine Schäferhunde mit ca. 30 % betragen, 10% den Rassen Goldie und Co zuzuschreiben sind. Lediglich 5% entfallen auf Stafford und co. Und da Sie die Population ins Feld führen, muss ich Ihnen daraufhin antworten, ist auch dementsprechend die Gefahr größer einem gefährlichen Hund einer anderen nicht gelisteten Rasse über den Weg zu laufen.
    Rasselisten verhöhnen die Opfer nicht gelisteter Rassen, deren Leid ist offensichtlich weniger schlimm als das der anderen. Jedes Opfer ist eines zuviel. Nur werden wir mit diesen Listen und Gesetzen genau das Gegenteil erreichen. Illegal gehaltene Hunde werden auch weiterhin illegal gehalten. Hinterhofzüchtungen wird es auch weiterhin geben.
    Desweiteren wird Ihnen in Ihrem Hass auch entgangen sein, dass im Jahr 2004 der Weltmeister der Rettungshunde ein Staffordshire Bullterrier gewesen ist, dass ein American Staffordshire die meisten Menschen aus dem WTC gerettet hat und das im vergangenen Jahr in Köln ein American Staffordshire einer Frau in Köln das Leben gerettet hat, weil er sie noch rechtzeitig gefunden hat. Aber das möchten Sie nicht hören. Hauptsache man kann sich unsachlich über Dinge echauffieren, von denen man keine Ahnung hat.
    Ich führe meinen Staffordshire Bullterrier im übrigen als Flächensuchhund im Rettungsdienst und versuche Menschenleben zu retten, während sie warm in Ihrem Bettchen liegen und von intelligenten Artikeln träumen. Desweiteren besuche ich mit meinem Hund Schulen und versuche den Kindern “ richtiges Verhalten am Hund “ nahezubringen und auch dies mit einem Staffordshire Bullterrier, der von den Kindern heiß und innig wegen seiner Freundlichkeit geliebt wird.

  5. @Mathias78
    @Achim,...

    @Mathias78
    @Achim, Maulkorbzwang
    Wirklich gute Kommentare!
    Bullterrier & Co. haben mehr Hirn als die Propaganda-Blendgranaten, die diese liebevollen Hunde kaputt machen wollen.
    Seit 10 Jahren kämpfen wir nun gegen Unrecht.
    Doch Unrecht ist in diesem Land wieder zu RECHT verkommen.
    Die Verantwortlichen für diese Hatz, werden wieder sagen, wir haben von nichts gewußt.
    Shalom
    Peter Böttcher, Wildeshausen

  6. Dem oben angeführten kann ich...
    Dem oben angeführten kann ich mich nur voll und ganz anschliessen. Nicht nur das Land Thüringen sollte endlich dafür sorgen, daß Hunde artgemäss gehalten werden. Hierzu gehört vor allem das strikte Verbot Hunde im Zwinger zu halten. Eine solche Hundhaltung ist nicht nur tierschutzrelevant, sondern verhindert auch, daß Hunde im Umgang mit Menschen und auch anderen Tieren sozialisiert werden und auch entsprechenden Kontakt zu diesen haben und auch genügend Auslauf bekommen. Wer sich einen Hund anschafft, um diesen in einen Zwinger zu sperren, sollte sich besser keinen Hund anschaffen! Die meisten Unfälle mit Hunden passieren wegen sog. Haltungsfehler. Hier ist dies offenbar auch der Fall! Des Weiteren hat „Alkatras“ für Hunde, die gleichen Auswirkungen wie in der Vergangenheit schon beim Menschen!
    Astrid Ebenhoch Hounds & People
    http://www.HoundsandPeople.com

  7. Der Rassenwahn gegen Hunde ist...
    Der Rassenwahn gegen Hunde ist wieder voll am laufen.
    Was wollen die Politmarionetten jetzt wieder vertuschen?
    Die o. g. Absonderung gegen Bullterrier ist doch einfach nur flach und dumm!

  8. @Maulkorbzwang: Ja - es zeigt...
    @Maulkorbzwang: Ja – es zeigt sich immer wieder. In Deutschland hört der Spaß beim Hund auf. Wenn es um die vierbeinigen Lieblinge geht, werden Tatsachen gebogen und Argumente verleugnet, werden Personen diffamiert und Wahrheiten versteckt.
    .
    Zunächst einmal: Ein Hund, egal welcher Rasse, ist ein Carnivore, also ein Fleischfresser, mithin ein räuberisches, normalerweise in Rudeln lebendes Tier. Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Denn das macht Hunde per se unberechenbar. Da nützt das ganze Gerede von Rassen und ‚Nicht der Hund, sondern der Mensch ist schuld‘ überhaupt nichts. Ob ein Hund aggressiv wird oder nicht, entscheidet der Hund allein. Man kann mit Erziehung und mit Zucht viel zum Guten oder Schlechten beitragen – aber eine 100-prozentige Sicherheit gibt es trotzdem nicht.
    .
    Dass es diese Sicherheit nicht gibt, zeigen die in die Zehntausende gehenden Bissverletzungen in Deutschland. Es gibt Hunde, die ihr Leben lang friedlich waren und plötzlich dennoch zuschnappen. Keiner weiß warum, die Halter sind fassungslos wie Eltern, deren Kinder plötzlich kriminell werden. In Wirklichkeit ist der Grund ganz einfach: Hunde sind autonome Lebewesen, deren Anlagen sie potenziell aggressiv macht. So wie man in keinen Menschen schauen kann, so kann man es auch in Hunde nicht. Alles andere ist Hybris (‚Ich kenne meinen Hund‘) oder Pseudoromantik (‚Mein Hund ist ein ganz Lieber‘) oder Parawissenschaft (‚Das Tier an sich ist nicht schlecht, es ist dies der Mensch, welcher Böses anzüchtet‘).
    .
    So wie die meisten Hundebesitzer wohl sehr ungern plötzlich von einem Spaziergänger ein Messer an den Hals gehalten bekommen möchten (während im Hintergrund die Frau des Messerträgers ruft ‚Mein Mann will nur spielen‘), so möchten Nicht-Hundebesitzer beim Jogging oder Radfahren oder Im-Park-Liegen nur ungern von fremden Hunden bebellt, angeknurrt oder besprungen werden. Das passiert aber weit öfter als dass jemand unvermittelt ein Messer hervorholt…
    .
    Ergo: Hunde gehören in öffentlichen Räumen an die Leine. Viele rücksichtsvolle Hunderbesitzer machen das, sehr viele Nichtrücksichtsvolle kennen Hunderte von Gegenargumenten (‚Würden Sie Ihr Kind auch an die Leine nehmen?‘). Bis ihr ach-so-liebes Kerlchen dann doch zubeißt.

  9. Steht der Schmierenfink dieser...
    Steht der Schmierenfink dieser Absonderung unter Drogen??
    Oder sind seine großen Vorbilder die Springernutten?

  10. In über 10 Jahren des...
    In über 10 Jahren des Versuchs der Aufklärung über sogenannte Listenhunde habe ich nun schon viel gelesen – dieser Artikel zählt mit zu den schlimmsten – unqualifiziertesten .
    Wenn die Frau Hucklenbroich das dem Pfleger im Tierheim gesagt hätte was Sie hier von sich gibt – hätte er Sie aufgeklärt oder rausgeschmissen.
    Sie kennt nichts von Hunden – davon aber eine Menge und schraibt dann solche Artikel – manmchesmal wünsche ich mir die Zensur zurück
    Es gab sicherlich Zeiten wo Hunde gegen Menschen kämpften – diese Rassen – Bullterrier, Staffordshire usw. aber nicht – diese kämpftte gegen andere Hunde/Tier – nicht gegen den Menschen.
    Wenn von diesen einer einen Menschen gebissen hatte wurde er sofort getötet – solche Hunde konnte man in der Pit nicht gebrauchen – da man ja in die Pit mußte um die Hunde zu trennen – und das kommte man bedenkenlos – weil sie niemals einen Menschen beisen würden.
    Dies ist auch der Grund warum sich manche diese Hunde nicht mehr anschaffen – weil sie kaum gegen den Menschen scharf zu machen sind – im gegensatz zu anderen Rassen wie z.B. unsere Gebrauchshunde – mit denen deshalb ja auch soviele Unfälle passieren.
    Die Wissenschaft und alle Fachleute – siehe auch z.B. Tierärztliche Hochschule Hannover – bei diesen und anderen Studien wurde zweiufelsfrei bestätigt das von den sogenannten „Kampfhunden“ keine größere Gefahr ausgeht als vom Pudel – Labrador usw.
    Aber wie immer – es interessiert Politiker und Schreiberlinge nicht was Fachleute und Wissenschaftler sagen – dafür sorgen Sie dann dafür das Beissvorfälle – auch Todesfälle durch den deutschen Schäferhund vertuscht werden – ist halt ein DEUTSCHER Hund und es muß immer noch eine Ehre sein von diesen gebissen zu werden.
    In keinem Bundesland hat ein Verbot dieser SOKA’s eine verringerung der Beissvorfälle bewirkt – im Gegenteil – diese sind teilweise nach verbot der Rassen um über 100% gestiegen.
    Wie das kommt ist klar:
    SOKA’s wurden eingezogen – die Besitzer dieser Hunde holten sich daraufhin andere Rassen – Rottweiler, Dobermann – Schäferhund – Jagtterrier usw.
    Das diese aber als Gebrauchshunde erheblich mehr Erziehungsfehler ausnutzen – passieren mehr Beissvorfälle.
    SOKA’s zum beissen (Mensch) zu bringen die aus einer guten Zucht stammen ist sehr schwer – warum dies so ist kann man in den Rassebeschreibungen nachlesen – wie Sie gezüchtet und wonach sie ausgewählt wurden – einer der einen Mensch gebissen hatte wurde direkt getötet.
    Aber wie schon erwähnt – das Interessiert ja bestimmt Menschen nicht – dies kann man ja schlecht verkaufen …………

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