Planckton

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Die Wissenschaft ist ein ernstes Geschäft, aber gehört ihr deshalb das letzte Wort?

Laternen im All

Die Entdeckung von Planeten, die ferne Sterne umkreisen, hat in manchen Kreisen auch Außerirdische salonfähig gemacht. Nicht, dass wir ihnen beim Bummeln am...

Die Entdeckung von Planeten, die ferne Sterne umkreisen, hat in manchen Kreisen auch Außerirdische salonfähig gemacht. Nicht, dass wir ihnen beim Bummeln am Strand begegnen würden. Aber in jüngerer Zeit mehren sich die Vorschläge, wie man am erfolgversprechendsten im Kosmos nach ihnen suchen könnte. „Wohnliche“ Plätze hat man angeblich schon auf Exoplaneten gefunden, auf denen aufgrund der durch die Distanz zur Sonne gegebenen Temperatur Wasser flüssig sein müsste.

Eine passable Temperatur hätten die Plätze aber nur, wenn diese Exoplaneten keine weiter wärmenden Atmosphären hätten. Die Aliens benötigten deshalb von Geburt an Raumanzüge oder Schutzräume, um überleben zu können. Erfolg bei der E.T.-Suche versprechen sich einige Astronomen von der Suche nach Atmosphären, deren chemische Merkmale auf organische Wesen hindeuten – denen vielleicht jedoch die Intelligenz fehlt. Jetzt empfehlen zwei amerikanische Forscher, den Wechsel des Lichts zu beobachten, dem Exoplaneten beim Umkreisen ihrer Zentralsterne unterliegen.

Man könnte das Verfahren, das mit leistungsfähigen Teleskopen städtische Beleuchtungen auf den Nachtseiten dieser Sterntrabanten ans Tageslicht bringen würde, schon einmal im Sonnensystem testen. Eine von Aliens errichtete Stadt der Größe Tokios im Kuiper-Gürtel jenseits der Bahnen von Neptun und Pluto wäre kaum zu übersehen. Hoffentlich sind die Außerirdischen keine Skandinavier; denn die müssten auch tagsüber das Licht ihrer Autos eingeschaltet lassen, und das könnte bei der Suche nach den richtigen Signalen zu unüberbrückbaren Komplikationen führen.