“Auch wenn man nicht immer etwas Kleingeld erübrigen kann, ist es das mindeste, demjenigen, der die Hand ausstreckt, ein Lächeln zu schenken. Genau so begannen all meine Gespräche mit Bettlern: Mit einem Lächeln. Und einem aufrichtigen „Hi. Wie geht es dir?“.”

Mikael Theimer sprach vier Jahre lang immer wieder mit Obdachlosen, die ihm auf der Straße begegneten und war fasziniert von ihren Geschichten. Auf Facebook teilt er diese mit der Welt und mit Fotos ihrer Protagonisten:

Die Brüder Gilles und Ferdinand haben in den letzten 20 Jahren zusammen die härtesten Zeiten durchlebt. „Ich glaube wenn du nicht mehr viele Dinge hast, um die du dich kümmerst, realisierst du, wie wichtig es ist, sich um Leute zu sorgen, die du liebst.

“Gilles liebt Umarmungen, jedes Mal wenn ich ihn sehe, bekomme ich eine. Er sagt Menschen zu umarmen hilft ihm, positiv zu denken.“

Mostafa spricht acht verschiedene Sprachen. “Mit einem kulturellen Hintergrund ist es nicht schwer, aufgeschlossen zu sein.“

Neben interessanten und aufgeschlossenen Persönlichkeiten, begegneten Mikael auch Schicksalen, die leider kein positives Ende nahmen:

“Jakes Körper wurden neben einer leeren Spritze gefunden. Er war 45 Tage lang clean und es ist nicht sicher, ob es ein Unfall oder seine Entscheidung war. Jake hat meine Augen für eine Realität geöffnet, von der nichts wusste und ich werde ihm dafür ewig dankbar sein.“

Mikaels Fotos machen aufmerksam auf Menschen, an denen wir oft täglich vorbei laufen, denen wir aber meistens keine Beachtung schenken. Eine Botschaft, die durch es soziale Netzwerke vielleicht schafft, Obdachlosen mit mehr Respekt und Freundlichkeit zu begegnen.

“Wenn du wegschaust, verpasst du eine Chance für ein Lächeln.“