Sanchos Esel

Sanchos Esel

Spät essen, laut reden, wenig schlafen, kein Fahrrad haben, die Mülltrennung vergessen, dem berühmtesten Fußballverein der Welt zugucken, bei Rot

Die Beine von Andrés Iniesta oder: Schönheit besiegt Alter und zieht ins Finale der Champions League ein

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Bei der Fußballexpertenrunde von Digital +, die für die spanischen Zuschauer die Champions League analysiert, haben zwei von sechs Leuten eine Lanze für den FC Chelsea gebrochen. Es sei ungerecht, die Spielweise der Engländer steril und betonhaft zu nennen, sie sei vielmehr kompakt, athletisch und überaus geschickt. Wer so auftrete, habe Fußball begriffen. Immerhin sei Chelsea die einzige Mannschaft in der ganzen Saison, die Barça zweimal ernsthaft in Schwierigkeiten gebracht habe. Was natürlich stimmt.

Bei der Fußballexpertenrunde von Digital +, die für die spanischen Zuschauer die Champions League analysiert, haben zwei von sechs Leuten eine Lanze für den FC Chelsea gebrochen. Es sei ungerecht, die Spielweise der Engländer steril und betonhaft zu nennen, sie sei vielmehr kompakt, athletisch und überaus geschickt. Wer so auftrete, habe Fußball begriffen. Immerhin sei Chelsea die einzige Mannschaft in der ganzen Saison, die Barça zweimal ernsthaft in Schwierigkeiten gebracht habe. Was natürlich stimmt. Keines der beiden Halbfinalspiele hat der FC Barcelona gewonnen, und trotzdem steht die Mannschaft von Pep Guardiola im Finale von Rom. (Was umgekehrt auch für den FC Chelsea gelten würde, hätten Heim- und Auswärtsspiel die Ergebnisse getauscht.)

Ein anderer Experte, Julio Maldonado, genannt Maldini, fand dagegen, es wäre eine Schande gewesen, hätte Chelsea mit seinem defensiven Stil Erfolg gehabt. Barcelona repräsentiere das Schöne am Fußball, die Kreativität. Und mit einem Mann weniger auf dem Feld so beherzt anzugreifen und nie die Hoffnung zu verlieren, das müsse belohnt werden. Notfalls eben in der 94. Minute.

Wo ich selbst in dieser Debatte stehe, werden Sie ahnen. Nicht nur der ästhetischere, auch der mutigere Fußball hat am Ende gewonnen, was ja nicht immer der Fall ist, denn Gerechtigkeit ist im sportlichen Wettkampf keine Kategorie. Man kann sie sich wünschen, aber dabei bleibt es dann auch. Hätte Holland 1974 im WM-Finale gegen Deutschland den Sieg verdient gehabt? Die Frage wollen wir lieber nicht zulassen. Für die Geschichtsbücher zählt nur, dass Gerd Müller das Siegtor erzielt hat. Spätestens seit damals könnte man in schönster Tautologie sagen: Wer gewinnt, hat immer verdient gewonnen. Denn andernfalls… hätte er doch nicht gewonnen!

In diesem Sinne stelle ich mir einmal vor, was die Chelsea-Spieler, ihr hochrespektabler Trainer Guus Hiddink und auch manche meiner Journalistenkollegen gesagt hätten, wäre Iniestas Schuss nicht im Tor gelandet. Tja, hätten sie gesagt (und geschrieben), man muss eben clever sein. Strategisch denken. Die nötige Härte mitbringen und so weiter. In der Premier League, da wird der wahre Fußball gespielt. Dieses eitle Ballgeschiebe von Barcelona hat doch keine Zukunft. Es gibt keine Schönheitspreise!

Dass sie alle das jetzt nicht sagen (und schreiben) können, liegt allein daran, dass ein Mann namens Essien in der 94. Minute über den Ball gesäbelt hat, weshalb Messi die Gelegenheit bekam, die Kugel auf Iniesta zu spielen, der seinerseits mit dem rechten Fuß draufhalten konnte. Ging doch ganz einfach, nicht wahr? Dabei war es buchstäblich Barças erster Schuss auf (und nicht neben oder über) das Tor von Peter Cech. Wie seltsam das alles ist! Und wer wollte darin einen Sinn erkennen? Wenn man es zu Ende denkt, müsste man auch das wunderschöne Tor von Essien in der 9. Minute für Zufall halten. Es war ein ja ein Abpraller, den er ins Tor gedroschen hat, keine durchdachte Flanke. Ich höre jetzt lieber damit auf.

Nur noch zwei, drei Bilder, die sich eingeprägt haben. Erstens, dass Barcelona wenig protestiert hat, als Abidal nach einer durchaus sonderbaren und aufklärungsbedürftigen Szene vom Platz gestellt wurde. Natürlich hat Eto’o etwas geschimpft, wie er das immer tut, aber das war auch alles. Zweitens, dass Ballack, als er in der 96. Minute seinen Elfmeter nicht bekam, wie ein Besessener wild gestikulierend hinter dem Schiedsrichter hergerannt ist und sich zum Affen gemacht hat. Ein unschöner Anblick für uns Deutsche – und Ballacks längste, auffälligste Szene im ganzen Spiel. Jetzt mal ehrlich: Hätten Sie sich wirklich gewünscht, dass dieser Mann im Finale von Rom steht (das er dann sowieso verloren hätte)?

Ach ja, die Beine von Andrés Iniesta. Ein großartiger Spieler, dieser Junge aus der Mancha, aus der bekanntlich auch Sanchos Esel stammt, Sie erinnern sich. Etwas blass im Gesicht, so dass man sich manchmal Sorgen um ihn machen möchte. Aber was für ein Kämpfer und Techniker, einfach nicht kleinzukriegen. Ich weiß, das ist wieder keine richtige Kategorie, mit der sich etwas anfangen lässt, und die Sportartikelwerbung bevorzugt sowieso harte Jungs wie Ballack und Drogba. Doch ich bleibe dabei: Es ist gut so, wie es gekommen ist, gut für uns alle, nur in London wissen sie es noch nicht.


29 Lesermeinungen

  1. Alte Bäume behämmert der...
    Alte Bäume behämmert der Specht am meisten (so, gerüchtweise Wilhelm Busch). Das kann ästhetisch und spieltechnisch (sowie evolutionär) nicht auf junge oder auch über 30 noch gut muskulierte Fußballspielerbeine übertragen werden (ergänzungsweise: Gott sei Dank).

  2. <p>Paul, wahrscheinlich liegt...
    Paul, wahrscheinlich liegt es doch daran, dass ich sehr selten Fussball schaue. Jetzt habe ich es mal wieder getan, um dann auch noch dem FC Barcelona die Daumen zu drücken, zumindest am Anfang. Eigentlich habe ich mich dann nämlich die ganze Zeit gefragt, wo denn die Kreativität dieser Mannschaft geblieben ist, und zwar auch vor dem Platzverweis. Okay, über Gerechtigkeit werden wir im Fussball nicht diskutieren, ist auch unerheblich! Auf SAT.1 klang das auf jeden Fall alles ganz anders, als auf Digital+. Spanische Kommentatoren wären eventuell auch mal ein Thema für Deinen Blog. In der Formel 1, in der ich mich besser auskenne, sind die spanischen Kommentatoren unausstehlich. Es fehlt jede kritische Distanz zu „ihrem Liebling“ und manchmal habe ich das Gefühl, dass das beim Fussball nicht anders ist.

  3. <p>lieber paul...
    lieber paul ingendaay,
    auch ich bin ein freund des ästhetischen fussballs, wie er von barca unter anderem am vergangenen wochenende beim classico bei real (6:2) oder in der champions league während des heimspiels gegen den fc bayern zelebriert wurde. zudem fände ich es persönlich langweilig – trotz meiner britischen gene – wenn sich die beiden gleichen teams des vorjahres im finale treffen würden, wie sie sich auch schon permanent in der englischen premier league begegnen.
    dennoch kann ich als fußballfan mit herz, ehemaliger spieler und coach ihre aussagen nicht einfach unkommentiert hinnehmen: der moderne fussball ist neben all der schönheit spielerischer raffinessen nicht nur ein laufspiel, bei dem ausdauer, kraft und schnelligkeit von immenser bedeutung sind. das taktisch geschlossene und clevere, weil auch ökonomische auftreten einer mannschaft ist oft spielentscheidener und damit wichtiger als eleganz und technische finesse. natürlich hat barca in seinen reihen eine ansammlung an exzellenten spielern, die durch ihr individuelles können spiele dominieren können. und chelsea hatte es in erster linie keeper cech zu verdanken, überhaupt noch eine chance im rückspiel erhalten zu haben.
    am gestrigen abend hat chelsea es aus meiner sicht versäumt, die vorentscheidung bereits in der regulären spielzeit herbeizuführen – durch ebenfalls sehr ansehnliches schnelles und offensives kurzpassspiel, dass die hintermannschaft der katalanen ein ums andere mal in verlegenheit brachte. und betrachtet man die sicherlich vier bis fünf elfmeterstrittigen situationen im und am strafraum von barca, dann sind reaktionen von spielern wie die eines michael ballack – besonders in der emotional aufgeladenen atmosphäre zu diesem zeitpunkt – mir als ex-kicker mehr als verständlich. was in aller welt hat ein oberarm eines spielers im strafraum über dem kopf zu suchen? die regeln lassen in diesem fall keinen interpretationsspielraum. und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass der herr aus norwegen nicht mehr bei wichtigen spielen von der uefa nominiert wird. aber das ist eine andere diskussion. spieler dürfen emotionen zeigen – wir freuen uns über ihren jubel, wir leiden und fiebern mit ihnen gerade, weil wir alle ähnliche gefühlssituationen kennen und uns so identifizieren können. und genau das ist es doch, was uns berührt am fussball – die leidenschaft eines spiels, sowohl im kampf, der schönheit und der emotionen.
    holland hätte es 1974 spielerisch verdient, weltmeister zu werden. die leidenschaft des dagegenhaltens hat damals gesiegt. iniesta, henry und messi sind großartige spieler, dennoch benötigt barca aggressive spieler wie carlos puyol oder den mexikaner marquez, um gewisse spiele siegreich beenden zu können. barca ist nicht nur ästhetik und chelsea nicht nur taktisch klug. didier drogba, frank lampard oder michael essien etc. sind seit jahren nicht nur wg. ihrer cleverness national und international spitze.
    manu gegen barca – darauf freue ich mich, weil nach meinem ermessen dort die aktuell tatsächlich besten zwei europäischen mannschaften aufeinandertreffen. und ich kann neben all den spielerischen höhepunkten die momente der leidenschaft kaum erwarten…
    roger edward francis

  4. Es hat seinen Grund, dass...
    Es hat seinen Grund, dass Chelsea fünfmal im Halbfinale stand. Inzwischen darf man aber wohl auch sagen: Es hat seinen Grund, dass Chelsea noch nie die Champions League gewonnen hat. Schiedsrichterentscheidungen gehören nicht zu den Dingen, über die man wirklich debattieren kann. Ich habe nicht gesehen, ob Abidal etwas Rotwürdiges getan hat, ich sah nur Anelkas Sturz. Was ich weiß, ist, dass beim Handspiel eine Absicht vorliegen muss, die im Falle Eto’os meiner Ansicht nach nicht zu erkennen war. Wie gesagt, das ist etwas müßig. Wichtiger scheint mir das Ergebnis, auch wenn es mit Glück zustandekam. Ohne Chelsea meinen Respekt zu versagen: Wenn eine so starke Mannschaft zu Hause spielt, 1:0 führt und einen Mann mehr auf dem Feld hat, dürfte man von ihr etwas mehr Initiative erwarten. Chelsea hat sein Spiel aber ganz nach Barca gerichtet, hat reagiert, statt selbst zu agieren. Nur in dieser Hinsicht scheint mir das Ergebnis so etwas wie höhere Fußballgerechtigkeit auszudrücken.
    Sie werden gemerkt haben, Don Roger, dass meine kritischen Worte an die Adresse von Ballack auch mit früheren Enttäuschungen im Zusammenhang mit der deutschen Nationalmannschaft zu tun haben. Es ist immer schade, wenn einer – noch dazu so einer! – unter seinen Möglichkeiten bleibt. Leider muss man auch sagen: Ballack hat sich unter Iniestas Schuss weggeduckt, das Foto ist eindeutig. Gerade da, wo er hätte hineingehen müssen, hat er sich kleingemacht.
    Don Thorsten, die parteiische Haltung der Fernsehkommentatoren ist leider eine vertraute Erscheinung. Ich fürchte, ich habe mich daran gewöhnt und nehme sie hin wie das Wetter.

  5. Als Fussball-NichtFan bin ich...
    Als Fussball-NichtFan bin ich erstaunt über den geheimen und unerklärlichen Zusammenhang zwischen diesem scheinbar unbedeutenden Sport und den letzten metaphysischen Fragen. Wenn Don Pablo schreibt, das Ergebnis eines bestimmten Fussballspiels drücke „so etwas wie höhere Fussballgerechtigkeit“ aus, dann frage ich mich, ob ich den Rest meines Lebens dem Studium des Fussballs widmen sollte. Liegt im Fussball der Schlüssel zu den schwierigen Fragen unserer irdischen Existenz?

  6. Größere Menschen als ich,...
    Größere Menschen als ich, Don Jorge, haben darüber geschrieben, ich kann nur Eindrücke und Empfindungen wiedergeben. Wenn Sie sich als Kind nicht für Fußball interessiert haben, dürfte Ihnen manches an unseren Überlegungen wie Kinderei vorkommen. Javier Marías hat den Zusammenhang zwischen Kindheit, Heldenverehrung, Drama und Erinnerung in seinem Buch „Salvajes y sentimentales“ (deutsch: „Alle unseren frühen Schlachten“) sehr schön beleuchtet. Aber noch einmal: Fußball ist etwas, was die einen als lebenswichtig, die anderen als nutzloseste Sache der Welt bezeichnen würden. Wichtig ist doch nur, Don Jorge, dass Sie (um es einmal mit Pathos zu sagen) im Einklang mit sich selbst leben. In Ihrem Fall also: ohne Fußball.

  7. <p>lieber paul,</p>
    <p>claro -...

    lieber paul,
    claro – schiedsrichterentscheidungen zu kommentieren ist eine mühsame, wenn nicht überflüssige angelegenheit. doch: dfb-schiris sind in der ausbildung dazu angehalten worden, nicht nur im absichtsfalle zu pfeifen, sondern auch aus gründen der sportlichen fairness und gerechtigkeit, wenn erkennbar eine eindeutige torchance unter einbeziehung der oberen extremitäten zunichte gemacht wurde. anelka wäre an pique vorbei gewesen, ballacks schuss wäre an eto’o vorbei aufs tor gekommen (wobei ich in diesem falle sowieso auf den punkt gezeigt hätte, da der arm in der luft einfach nichts zu suchen hat). pique hat es ja auch, wie im guardian zu lesen ist, ähnlich kommentiert und pep guardiola ebenso. als führende mannschaft im cl-semifinale würde ich ebenfalls zu hause abwarten, was mein gegner nun macht, bevor ich ins offene messer renne. aber das sind nun mal unterschiedliche sichtweisen, und das ist gut so! denn das macht ja auch den fussball aus – alle diskussionen, ansichten, meinungen etc. drumherum. zum thema ballack: da bin ich ebenfalls negativ vorbelastet, aber ich konnte seine reaktion in diesem augenblick wirklich nachvollziehen. insofern war ich relativ angetan, ihn so menschlich und mal nicht anmassend zu erleben. das mit dem kopf einziehen ist tatsächlich eindeutig – da haben ihm wohl, wie man bei euch in spanien oder bei meinem spanier um die ecke in umgangssprachlicher macho-manier sagt, tatsächlich die „cojones“ gefehlt, wenn mir erlaubt ist, das an dieser stelle so auszudrücken. und zum thema fußballgerechtigkeit: was man hier alles anführen könnte – schuhmacher-battiston, wembley 66 (in or out?), maradonas hand gottes, manu-bayern in barcelona, milan-liverpool in istanbul etc. aber wären wir nicht ärmer, wenn es diese momente nicht gäbe?

  8. Herr Ingendaay,
    Ich bin...

    Herr Ingendaay,
    Ich bin komplett Ihrer Meinung und habe mich selten so über ein Tor – und einen Blog – gefreut. Die Kommentare über den Schiedsrichter sind ein Skandal genauso wie das Verhalten von Chelseas Spielern nach dem Spiel. Denn der Mann hat ziemlich gut gepfiffen. Er hat zwar einen Elfmeter für Chelsea übersehen (Handspiel von Piqué) aber hat dafür Abidal völlig unberechtigt vom Platz gestellt. Ausserdem hätte er meiner Meinung nach Drogba die gelb-rote Karte für seine dauernden Schwalben im Strafraum geben müssen. Ansonsten que du bonheur über den Sieg der stillen Schönspieler gegen die Grossmäuler.

  9. Seltsam, nicht wahr, wieviel...
    Seltsam, nicht wahr, wieviel bei uns „menschlich“ bedeutet. Schon damals, in den Sekunden danach, war ich der Meinung, Zidanes Kopfstoß im WM-Finale war eine wichtige und würdige Geste. Wie erkläre ich das nur den Kindern? Inzwischen glaube ich, Zidanes Geste wird im kollektiven Gedächtnis länger überdauern als der WM-Titel Italiens.
    Keine Einwände gegen Ihre Argumente, Don Roger. Nur noch die Anmerkung eines ausgewiesenen Nicht-Barca-Fans: Es hat mich gefreut, dass eine Mannschaft, der man gern zuviel Ästhetik und einen gewissen Viktimismus vorwirft, weil sie in den entscheidenden Momenten nicht hart genug ist, bei Chelsea bis zum Umfallen kämpft und in der Nachspielzeit das Tor schießt. Das hat denselben Wert wie damals Manchesters später Sieg gegen Bayern. Die Mutigen werden belohnt, die Verzagten vergessen.

  10. <p>Ob man sich mit der...
    Ob man sich mit der Thematisierung von Fußball einen Gefallen hier im Blog tut. Welche Mannschaft schöner oder härter spielt, hängt vom Betrachter und von seinen Vorstellungen ab. Die gestrigen Fakten: Barca beging mehr Fouls, schoss weniger aufs Tor, hatte mehr Ballbesitz, schoss das einzige Tor und wurde vom norwegischen Schiedsrichter nicht benachteiligt. Das war ein Spiel auf Augenhöhe, Barca hatte endlich einen Gegner, der ihnen alles abverlangte. Nun stehen die beiden Mannschaften im CL-Finale, die in den letzten drei Jahren die mit Abstand höchsten Transferausgaben tätigten. Herzlichen Glückwunsch.
    Die Häme der Kommentatoren über Ballack ist einfach unwürdig; aber man kann an der Art der Kommentierung sehr gut erkennen, ob jemand schon einmal eine Mannschaftssportart betrieben hat oder nicht. Als Blogger kann man dementsprechend auch nicht die Emotionen verstehen, die während eines Spiels entstehen. Warum Paul Ingendaay aber nun auch noch mit der Gleichsetzung von Mensch und Tier beleidigen muss und das Klischee des häßlichen Deutschen aka Ballack hervorbringt, für den man sich gefälligst zu schämen hätte und dem man nichts gönnen sollte, belibt sein Geheimnis. Darüber hinaus hat sich Ballack nicht weggeduckt – das ist doch lächerlich -, sondern Iniestas Schuwssweg am Boden versperrt. Es kann ja schließlich keiner ahnen, dass die UEFA für dieses Spiel die Regeln geändert hat und es erlaubt gewesen wäre, Schüsse auch mit der Hand eines Feldspielers abzuwehren.
    „Gerade da, wo er hätte hineingehen müssen, hat er sich kleingemacht.“ – Das ist doch lächerlich. Sie haben keine Ahnung von Fußnall! Sie liefern eine noch schlechtere Leistung als der norwegische Schiedsrichter ab.

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