Sanchos Esel

Sanchos Esel

Spät essen, laut reden, wenig schlafen, kein Fahrrad haben, die Mülltrennung vergessen, dem berühmtesten Fußballverein der Welt zugucken, bei Rot

18. Apr. 2010
von Paul Ingendaay
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Mehr Grautöne, bitte: Nachrichten von der spanischen Justizfarce

Soledad Gallego-Díaz hat in "El País" noch einmal in Erinnerung gerufen, was sich in diesen Tagen abspielt. Der Oberste Gerichtshof, schreibt sie, wird sich nicht zu den Verbrechen des Franquismus äußern, nicht zu Massengräbern, nicht zu den Liquidierungen im Bürgerkrieg und in den Jahren darauf, die nach internationaler Rechtsprechung nicht verjähren können, nicht zu Völkermord oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Er wird ausschließlich darüber entscheiden, ob der Ermittlungsrichter Baltasar Garzón das Recht gebeugt – also betrügerisch gehandelt – hat, als er 2008 über die genannten Verbrechen zu ermitteln begann. Weiterlesen

18. Apr. 2010
von Paul Ingendaay
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26. Sep. 2009
von Paul Ingendaay
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Erde und Granit oder: Die Saat des Ermittlungsrichters Garzón

Auf dem Gerüst am Pórtico de Gloria in Santiago de Compostela… Sie erinnern sich? Wo ich mich neulich eine Weile unter den atemraubend schönen, neugierigen, freundlichen Granitgesichtern aufhalten durfte, deren achthundert Jahre Alter plötzlich zu nichts schrumpfen, wenn man ihnen nur lange genug in die Augen blickt? Weiterlesen

26. Sep. 2009
von Paul Ingendaay
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01. Sep. 2009
von Paul Ingendaay
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Siebzig Jahre Scham: Die Totenruhe des Bürgerkriegs

Am 30. August 2006 erschien in der F.A.Z. meine Reportage über eine Exhumierung zweier Bürgerkriegstoter in Navalcán (Toledo). Fast auf den Tag drei Jahre später war ich wieder bei einer Totenausgrabung dabei, diesmal in Lario (León). Je kleiner die Dörfer, desto unheimlicher die Vorgänge. Lario hat im Winter 42 Einwohner. Auch Navalcán ist nicht groß. Und es bleiben so viele Tote, dass man bei dem gegenwärtigen Tempo noch weit mehr als hundert Jahre zu tun hätte. Weiterlesen

01. Sep. 2009
von Paul Ingendaay
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30. Aug. 2009
von Paul Ingendaay
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Meine Fahrt nach León oder: Landstraßenroman gegen Flussroman

Am Freitag und Samstag war ich in der Provinz León, in einem Dorf namens Lario. Dort, etwas außerhalb, auf einem Feld, das sehr malerisch vor den Bergen liegt – ganz nah ist der tieftürkisfarbene Stausee von Riaño, es ist eine Gegend für Wanderer, Naturfreunde und Radfahrer – haben sie die Gebeine einer Lehrerin und eines Lehrers ausgegraben, die am 30. September 1936 von Falangisten erschossen wurden. Der heute 91 Jahre alte Sohn der Lehrerin saß mehrere Tage lang dabei und schaute den Grabungen zu. Seit Jahrzehnten hatte er darauf gewartet. Jetzt war er sehr nervös. Was, wenn man nichts fände?
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30. Aug. 2009
von Paul Ingendaay
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