Sanchos Esel

Sanchos Esel

Spät essen, laut reden, wenig schlafen, kein Fahrrad haben, die Mülltrennung vergessen, dem berühmtesten Fußballverein der Welt zugucken, bei Rot

21. Jan. 2010
von Paul Ingendaay
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Tüten und Eimer: Was Barcelona von Zürich unterscheidet

Vor vielen Jahren saß ich auf einem Flug nach Zürich neben einem dunkelhaarigen Herrn, der sich im Lauf unserer Plauderei als Geschäftsmann herausstellte und gerade seine Eltern in der Extremadura besucht hatte. Wir sprachen über Spanien, sein Heimatdorf, gutes Essen, die Themen also, auf die man schnell kommt und über die es immer viel zu erzählen gibt. Irgendwann sagte der Mann: „Aber ich könnte dort nicht leben. Die Extremadura besuche ich; in der Schweiz lebe ich." Dann fiel er vom Spanischen in ein Schwyzerdütsch, an dessen Echtheit ich keine Sekunde zweifelte, und behielt die Sprache in der nächsten halben Stunde bei. Genau die Zeit, in welcher wir über Ordnung, Sauberkeit, frühe Bettruhe und die strengen Anstandsregeln einer gutorganisierten Zivilgesellschaft sprachen. Weiterlesen

21. Jan. 2010
von Paul Ingendaay
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24. Nov. 2009
von Paul Ingendaay
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Unverlangt erhaltene Elektropost (1): Von Trocken- und Nasskontakten

Bei AFP stolperte ich über folgende interessante Meldung:
„Im Kampf gegen die Schweinegrippe hat sich ein Zoo in Sibirien eine ganz besondere Maßnahme einfallen lassen: Die Affen im Tierpark von Krasnojarsk bekommen täglich einen Schluck Rotwein. Auch Affen könnten wegen ihrer Verwandschaft zum Menschen die Schweinegrippe bekommen, sagte ein Tierarzt des Zoos der Zeitung Komsomolskaja Prawda. ‚Fünfzig Gramm Wein sind alles, was sie zum Schutz brauchen.' Laut dem Zeitungsbericht trinken die Affen den Wein gern und schnalzen dabei sogar mit der Zunge. ‚Die Tierärzte passen genau auf, dass die tägliche Ration nicht überschritten wird. Die Affen versuchen nämlich, die ganze Flasche auszutrinken.'"
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24. Nov. 2009
von Paul Ingendaay
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20. Aug. 2009
von Paul Ingendaay
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Die Straßen von Madrid oder Bei uns geschehen die unglaublichsten Dinge

Gestern morgen um kurz nach neun kam ich an ein großes Rondell im Nordwesten Madrids. Ich sah einen Menschenauflauf, hier angespannte, dort einfach nur gaffende Gesichter. Polizeiautos standen wild geparkt. Eine Polizistin hieß mich erst anhalten und winkte mich dann weiter. In der nächsten Sekunde sah ich den umgekippten Lastwagen. Weiterlesen

20. Aug. 2009
von Paul Ingendaay
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22. Jun. 2009
von Paul Ingendaay
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Eine spanisch-deutsche Kulturgeschichte der Missverständnisse (3)

Eigentlich wollte ich mich schon längst wieder gemeldet haben, aber ich war viel unterwegs, und wenn ich nicht unterwegs war, war es in Madrid sehr heiß. Diejenigen aus unserer Runde, die in Deutschland wohnen, finden das bestimmt keine lustige Bemerkung, denn in Deutschland ist es gerade ziemlich kühl. Aber da ich auch in Deutschland war, zwischendurch, darf ich sagen, dass diese Kühle dem Denken sehr förderlich ist.

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22. Jun. 2009
von Paul Ingendaay
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23. Mai. 2009
von Paul Ingendaay
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Anmerkungen zur Fremde (1): Warum man in Spanien den Reiseführer vergessen sollte

In seinem Buch "Kunst des Reisens" erzählt der Schriftsteller Alain de Botton von seinem ersten (und bis heute möglicherweise einzigen) Besuch in Madrid. Aus irgendwelchen Gründen, die er nicht näher erläutert, fühlt der Autor sich in diesen Tagen nicht besonders wohl, und nachdem seine Pflicht – Auftritt bei einer Tagung – erfüllt ist, weiß er nichts mehr mit sich anzufangen. Doch da liegt noch ein ganzes Wochenende vor ihm, und seltsamerweise scheint sich alles in Madrid verschworen zu haben, ihn aus der Fassung zu bringen. Die Bauwerke sind alt und ehrwürdig, sagen ihm aber nichts. Der Anblick der großen Schinken, die in den Restaurants von den Balken baumeln, schüchtert ihn so sehr ein, dass er es nicht einmal wagt, einzutreten und vernünftig zu Abend zu essen. Statt dessen bleibt er in seinem Hotel, schaut die Kabelnachrichten, futtert eine Tüte Chips und schläft ein. Weiterlesen

23. Mai. 2009
von Paul Ingendaay
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02. Apr. 2009
von Paul Ingendaay
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Möchten Sie Ihrer Frau zum Geburtstag neue Brüste schenken?

Mein Freund José hat mir erzählt, er habe im Real Club de la Puerta de Hierro zu Mittag gegessen, einer seiner Geschäftspartner sei dort Mitglied und habe ihn eingeladen. Weiterlesen

02. Apr. 2009
von Paul Ingendaay
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23. Mrz. 2009
von Paul Ingendaay
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Arbeitslose in Aktion: Nachtgespräch mit den beiden Belagerern des Moncloa-Palasts

Es ist keine Kleinigkeit, elf Nächte im Freien zu schlafen, wie die beiden Belagerer des Moncloa-Palasts das jetzt hinter sich haben. Oder sind es schon zwölf? Bevor es jedenfalls dreizehn werden, habe ich sie nochmal gefragt, wie es ihnen mit dem harten Leben so geht. Weiterlesen

23. Mrz. 2009
von Paul Ingendaay
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20. Mrz. 2009
von Paul Ingendaay
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(What’s So Funny ‚Bout) Peace, Love & Understanding

Im Flugzeug sitzt neben mir eine sehr nette Deutsche, die schon ihren dritten Spanischkurs hinter sich hat und jetzt zum ersten Mal im Leben nach Madrid fliegt. Wir sprechen über die Unterschiede zwischen Spaniern und Deutschen. Ich glaube ja an diese Unterschiede. Ich habe viel darüber nachgedacht. Weiterlesen

20. Mrz. 2009
von Paul Ingendaay
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02. Mrz. 2009
von Paul Ingendaay
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Dieser Husten will uns etwas sagen

Vor mehr als zehn Jahren sagte mir ein Mann von der Deutschen Botschaft in Madrid (ich weiß nicht mehr, wie er hieß, dort ist ein Kommen und Gehen, dass man den Überblick verliert), ich müsste unbedingt etwas über das Husten des Publikums im Konzertsaal schreiben. Gemeint war natürlich das spanische Husten in spanischen Konzertsälen bei gelegentlich deutscher Musik, was aus einem ärgerlichen einen schwerwiegenden Fall zu machen schien. Weiterlesen

02. Mrz. 2009
von Paul Ingendaay
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