Zur Sicherheit

Full Commitment

Der Verteidigungsminister hat vor den Generalstabschefs der anderen im Norden Afghanistans engagierten Isaf-Nationen eine Rede in sechs Abschnitten gehalten. Die ersten fünf klingen nach dem Gewohnten und Bekannten:

„Afghanistan is our common cause.“

„The International Community will respect the decision of the Afghan people. It is now up to President Karzai …“

„Our future assistance will be guided by the understanding that stability and security can only be promoted in a comprehensive approach.“

„The Afghan National Army and the Afghan National Police are key to our exit strategy.“

„Any campaign against extremism in Afghanistan will not succeed with bullets or bombs. Development is paramount to distract the people from the radical ideas of our opponents.“

Punkt Sechs lässt sich als ein Versprechen an die Verbündeten lesen: „Every actor involved – at the national as well as international level – needs to perform and show full commitment.
It is against this background that Germany will rethink and adjust, maybe even strengthen its military commitment to make Afghanistan a success.“

Also vielleicht sogar mehr militärisches Engagement (gemeint ist natürlich: nach der Londoner Afghanistankonferenz, für die inzwischen der Termin 28. Januar feststeht). Und sollte full commitment bedeuten, dass künftig keine – oder nur noch pragmatische – Arbeitsteilung herrschen soll, beispielsweise wenn in der Nähe von Kundus eine offensive Operation gegen Aufständische geführt wird, bei der am Ende 130 von ihnen (wir danken für den aufmerksamen Hinweis) getötet werden?

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