Zur Sicherheit

Ministermedaille

Zum zweiten Mal soll am kommenden Freitag, wie in Berlin zu hören ist, die Tapferkeitsmedaille an zwei Soldaten der Bundeswehr verliehen werden. In einem Fall soll das verbunden werden mit einer Weiterbeschäftigung nach dem Einsatzweiterbeschäftigungsgesetz. Das bedeutet, dass ein im Einsatz schwer verwundeter Soldat, der einen Anspruch auf Weiterbeschäftigung in den Streitkräften geltend machen kann, ausgezeichnet wird. Wie aus der jetzt veröffentlichten Mitteilung des Ministeriums hervorgeht, soll ein weiterer Soldat „in Folge seiner schweren Verletzung im Einsatz von Minister zu Guttenberg die Ernennungsurkunde zur Berufung in das Dienstverhältnis eines Berufssoldaten erhalten“. Beides – die Medaille und das Gesetz – gehen auf die Amtszeit des früheren Ministers Franz Josef Jung zurück; die beiden Initiativen kontrastieren mit dem ansonsten verbreiteten Eindruck, diese Amtszeit sei eine glücklose gewesen. Als die Medaille zum ersten Mal verliehen wurde, gab die Bundeskanzlerin den vier ausgezeichneten Soldaten die Ehre. Diesmal, diese Vorhersage sei gewagt, wird eher der neue Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg neben den Auszuzeichnenden im Blickpunkt stehen. Auch löbliche Initiativen müssen sich in einen politischen Kalender fügen, was ihrer Löblichkeit grundsätzlich nicht Abbruch tut.

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