Zur Sicherheit

Zur Sicherheit

Von den Alpen bis zum Hindukusch, von der Kieler Förde bis in den Golf von Aden: Die Kräfte der Bundeswehr sind längst über den halben Globus

Die beste und geeignetste Wehrform

| 17 Lesermeinungen

Es jetzt - im Juni - ein Buch im Berliner Wissenschafts-Verlag erschienen mit dem Titel "Wehrpflicht - Legitimes Kind der Demokratie"...

Es jetzt – im Juni – ein Buch im Berliner Wissenschafts-Verlag erschienen mit dem Titel „Wehrpflicht – Legitimes Kind der Demokratie“ (Herausgeber: Andreas Ahammer, Stephan Nachtigall). Darin auf Seite 11 der erste Text, in dem (bei dem Titel schon zu ahnen) ein vehementes und von keinem Zweifel angekränktes Plädoyer für die allgemeine Wehrpflicht gehalten wird:

„In der Bundesrepublik Deutschland garantiert eine gelungene Kombination aus Berufs- und Zeitsoldaten, Grundwehrdienst und freiwillig zusätzlichen Wehrdienst Leistenden sowie den Reservistinnen und Reservisten hohe Professionalität und gesellschaftliche Integration.“ … 

„Die allgemeine Wehrpflicht als Ausdruck des wehrhaften Staates hat sich in Deutschland als die für unser Land beste und geeignetste Wehrform erwiesen.“ … „Darüber hinaus ist die Wehrpflichtarmee eine moderne und professionelle und die ‚intelligentere Armee‘.“

„Grundwehrdienstleistende nehmen heute wichtige Aufgaben in allen militärischen Organisationsbereichen wahr. Als integraler Bestandteil der Streitkräfte leisten sie auch künftig durch ihren Dienst einen unverzichtbaren Beitrag zum Betrieb und Schutz der ‚Basis Inland‘ und damit zur Unterstützung der Einsätze der Bundeswehr. Außerdem tragen Grundwehrdienstleistende im Rahmen des flexiblen Aufwuchses zur Verteidigungsfähigkeit unseres Landes bei.“ … (Hervorhebungen: löw.)

Jetzt die Preisfrage: Wessen Unterschrift prangt unter diesem Grußwort?

Die Auflösung sehen Sie hier 


17 Lesermeinungen

  1. Josef Koenig sagt:

    Die Unterschrift unter dem...
    Die Unterschrift unter dem zitierten Grußwort könnte lauten: Karl-Theodor zu Guttenberg?
    Ich erlaube mir mal auf den folgenden link hinzuweisen.
    https://www.katholische-militaerseelsorge.de/fileadmin/kunde/kompass/kompass-downloads/Ausgabe_06_web.pdf

  2. GWeberBV sagt:

    Sei's drum. Selbst wenn es...
    Sei’s drum. Selbst wenn es objektiv festzustellen wäre, dass eine Armee mit Wehrpflicht defenitiv „besser“ ist als eine ohne diesen Zwangsdienst, was sollte man daraus folgern? Dass damit die Entrechtung junger Männer ein für allemal legitimiert sei? Und wenn morgen eine Studie belegt, dass zur optimalen Funktion der Steuerbehörden oder des Forstwesens ebenfalls Zwangsbedienstete von großem Nutzen wären? Werden dort dann auch Zwangsverpflichtete eingsetzt? Vermutlich nicht. Aber die beste Bundeswehr aller Zeiten scheint selbst in Friedenszeiten und in der Umzingelung von Freunden jede „Schweinerei“ zu rechtfertigen. Zumindest in den Augen so manches „Wehrexperten“.

  3. Josef Koenig sagt:

    By the way und zur...
    By the way und zur Erinnerung.
    Pflicht ist nicht Zwang. Oder spricht jemand bei der allgemeinen Schulpflicht von Schulzwang? Oder spricht jemand bei der allgemeinen Steuerpflicht von Steuerzwang.
    Rechtlich begründeter Zwang wird es dann ausgeüber, sofern jemand der Pflicht gleichsam pflichtwidrig nicht nachkommen.
    Der Begriff „Zwangsdienst“ eignet sich nicht zur Delegitimierung der Pflicht, Wehrdienst (oder ersatzweile zivilen Ersatzdienst zu leisten, der kein Staatsziel verfolgt).
    Diejenigen, die unter diktaroischem Terror Zwangsdienste leisten mussten wußten, was Zwangsdienste sind. Mit der Verwendung des Begriffes „Zwang“ bezogen auf die Pflicht, Wehrdienst zu leisten, beschädigt derjenige, der ihn verwendet, das Ansehen derjenigen, die unter diaktorischem Terror dem Zwang Zwangsdienst zu leisten zu leisten haben.
    Nichst für ungut.

  4. hajuem sagt:

    Sehr geehrter Herr...
    Sehr geehrter Herr Löwenstein,
    Ihr Streiten für den Erhalt der Wehrpflicht ist lobenswert, reicht aber ebenso wenig, wie die Lippenbekenntnisse vieler Politiker in dieser Sache. Die Bundeswehr ist bis tief in die Substanz hinein unterfinanziert und aus politischen Gründen falsch aufgestellt. Und sie ist jetzt in einem Krieg verstrickt, der noch Jahre dauern kann. Diese finanzpolitische und militärische Lage erlaubt keine Wehrstruktur, die finanzpolitisch nicht durchsetzbar und militärisch nicht der Truppe dient, die jetzt im Kampf steht. Das ist das Problem und nicht das Fehlen guter Gründe für die Wehrpflicht.

  5. Meine erste SMS
    Doch, ich...

    Meine erste SMS
    Doch, ich erinnere mich: Die Geschichte der zwei Königskinder, die nicht zu einander fanden, geschickt an das digitale Telefon einer Psychotante in Marienfelde – die SMS ist nie angekommen, besser so.
    Warum, dieser Text an sie?
    Egon Eiermann! Der Turm und der Gebetsraum der Kirche sind nicht miteinander verbunden.
    Und was macht sie grade?
    Muss ich mal googln. Habe neulich ne SFU-Anzeige gesehen, wonach es keine andere geben wird. Was noch zu beweisen wäre. Ich muss bei ihr immer an die Landesvertretung denken, während ich Touristen an der Nase herumführe.

  6. Belzer sagt:

    Es wäre ganz gut, wenn sich...
    Es wäre ganz gut, wenn sich Journalisten und Deutsche Militärs einmal darüber Gedanken machen würden, warum wohl die meisten NATO-Verbündeten, darunter die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Frankreich, die Wehrpflicht abgeschafft haben. Vermutlich weil es erheblich effizienter ist, eine durchtrainierte, gut ausgebildete Berufsarmee zu haben, statt eine Wehrpflichtsarmee mit ständigem Personalwechsel. Es ist endlich an der Zeit, dass dies zur Kenntnis genommen wird. Die Bundeswehr braucht eine effiziente Hightech-Armee.
    Was außerdem bei der Wehrpflicht-Debatte vollständig vergessen wird, ist das Wehrpflicht nicht zwangsläufig die Demokratie fördert. Der 1. und der 2. Weltkrieg wurde mit Wehrpflichtarmeen geführt.

  7. An den Gedanken von Belzer...
    An den Gedanken von Belzer anknüpfend: vieles was zur Verteidigung der Wehrpflicht gesagt werden kann, ist wurde in leicht abgewandelter Form schon früher vorgebracht:
    „In keinem der großen Länder ist der Gedanke Scharnhorsts, daß alle Bewohner des Staates seine geborenen Verteidiger sind, so im Herzen und Bewußtsein des ganzen Volkes verwurzelt wie in Deutschland…
    Im Zeitalter der sich immer noch steigernden technischen Entwicklung bedeutet die Wehrpflicht ein klares Bekenntnis, das durch kein Urteil entkräftet werden kann: Deutschland sieht im Waffendienst seiner wehrfähigen Mannschaft nur das Mittel zur Verteidigung seiner Grenzen. Die Geschichte lehrt, daß Eroberungsheere andere Wesenszüge tragen…
    Hinzu kommt, daß das deutsche Volk in der Wehrpflicht stets die durch nichts zu ersetzende Schule der Nation gesehen hat, die Schule der Disziplin und Kameradschaft. In ihr wurde der Charakter der jungen Generation geformt…“
    So im Vorwort des „Ehrendenkmals der deutschen Armee und Flotte“ [1934]unterzeichnet von Generaloberst v. Blomberg, Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht.
    Im übrigen: haben wir noch eine Wehrpflicht, die diesen Namen verdient? Ist diese sogenannte „Parlamentsarmee“ mit den Parlamentariern, die mehrheitlich ihren Wehrdienst nicht geleistet haben, wirklich innerlich verbunden? Verfügt die Bundeswehr über Traditionen, die sie mit den Generationen von Soldaten, die in früheren deutschen Streitkräften gedient haben, verbinden? Viele Fragen.

  8. LOsmers sagt:

    General Dr. Hagena Dank für...
    General Dr. Hagena Dank für den Beitrag, in dem er gewichtige Sätze des damaligen Reichskriegsministers zitiert und erneut die Frage nach den Traditionen der Bundeswehr aufwirft, die sich ja offiziell selbst genügt und – wie es heißt – auf den Schatz, den Fundus der Erfahrungen früherer deutscher Armeen und deren Traditionen glaubt verzichten zu können (als einzige Streitkraft im gegenwärtigen Bündnis nota bene)!
    .
    Der aus dem Amt geschiedene Bundespräsident Köhler hatte im Deutschlandradio Kultur geäußert, Deutschland müsse mit seiner Außenhandelsabhängigkeit zur Wahrung seiner Interessen im Zweifel auch zu militärischen Mitteln greifen; als Beispiel für diese Interessen hatte er „freie Handelswege“ genannt.
    (Dieses Interview wurde kurze Zeit später der [vorgebliche?] Rücktrittsgrund.)
    .
    Dazu merkte ich auch auf diesem Forum an (und stelle den Beitrag seines Bezuges zur Wehrpflicht wegen jetzt erneut hier hinein):
    .
    „Diese Auffassung bricht mit der alten deutschen Tradition als Landmacht, Kriege nur zu führen, wenn es um die Existenz der Nation, des Vaterlandes ging. Dies ist auch die ethisch-moralische Begründung der Wehrpflicht.
    .
    Kriege eigener Interessen wegen (insbesondere hinsichtlich freier Handelswege!) zu führen, ist typisch angelsächsiche resp. angloamerikanische Tradition von Seemächten.“

  9. Daddeldu sagt:

    @ Josef Koenig (19. Juni 2010,...
    @ Josef Koenig (19. Juni 2010, 17:12)
    „Pflicht ist nicht Zwang.“
    Doch.
    „Oder spricht jemand bei der allgemeinen Schulpflicht von Schulzwang?“
    Ja.
    „Oder spricht jemand bei der allgemeinen Steuerpflicht von Steuerzwang?“
    Ja.
    „Rechtlich begründeter Zwang wird es dann ausgeüber, sofern jemand der Pflicht gleichsam pflichtwidrig nicht nachkommen.“
    Maßnahmen zur Durchsetzung des Zwanges und staatliche Gewalt werden nur gegen diejenigen ausgeübt, die sich dem Zwang entziehen oder sich gegen ihn sträuben oder wehren.
    Die Freiheitseinschränkung, die einem von anderen gegen den eigenen Willen auferlegt wird, nennt man richtigerweise „Zwang“. Verpflichten kann sich ein freier Mensch immer nur selbst. Dann besteht für ihn eine Pflicht. Der Ausdruck „jemanden verpflichten“ ist eine Travestie. Den Wehrzwang „Wehrpflicht“ zu nennen, den Schulzwang „Schulpflicht“ und den Steuerzwang „Steuerpflicht“, ist nur die Verwendung politisch motivierter Euphemismen.
    Man sollte, auch als Verteidiger des Wehrzwanges, den Mut und die Ehrlichkeit haben die Dinge beim Namen zu nennen. Dass es sich um einen Zwang handelt, heißt ja nicht automatisch, dass er illegitim ist.
    Daddeldu

  10. Josef König sagt:

    @ Dadeldu

    Wie verhält es...
    @ Dadeldu
    Wie verhält es sich nun mit der Pflicht der und des Zeugen, vor Gericht zu erscheinen? Ist das Zeugenzwang und ein tiefer Eingriff in die Freiheitsrechte?
    Hat der Zeuge das Recht ,sich der Pflicht zur Wahrheitsfindung beizutragen mit dem Hinweis auf seine Freiheitsrechte, sich dem zu entziehen?

Kommentare sind deaktiviert.