Zur Sicherheit

Panzer

Die Amerikaner wollen in Helmand im Süden Afghanistans erstmals Kampfpanzer einsetzen, meldet die „Washington Post„. Symbol der Entschlossenheit oder der Verzeiflung? Jedenfalls wird das zweifellos auch in Deutschland die Diskussion wieder anfachen, den Leo nach Kundus zu verfrachten.

Ist das notwendig oder wenigstens zweckdienlich? Das können sinnvollerweise nur die Einsatzführer beantworten. Dass Minister zu Guttenberg keine falsche Scheu hat, aus politischer Rücksichtnahme schweres Kriegsgerät in den Einsatz zu schicken, hat er inzwischen hinreichend bewiesen.

Vielleicht wird der Isaf-Oberbefehlshaber General Petraeus dazu einen Hinweis geben, wenn er nächste Woche in Berlin ist, wie eine Zeitung bereits publiziert hat. Der General wird nicht nur mit Guttenberg, sondern auch mit den Abgeordneten der zuständigen Bundestagsausschüsse reden. Mal sehen, wie dann die Themenlage aussieht.

Nachtrag: Kollege Wiegold weiß zu berichten, dass die Bundeswehr nicht Leos, sondern zusätzliche Schützenpanzer in den Einsatz schicken wolle. Das ist nicht nur deshalb erforderlich, weil vorerst zwei Gefechtsfahrzeuge in der „Operation Halmazag“ ausgefallen sind. Angesichts der politisch verordneten Obergrenze von 5000 Soldaten ist das vermutlich der insgesamt sinnvollere Weg, um mehr Feuerkraft in den Einsatz zu bringen. Neue Waffensysteme erfordern zusätzliches Personal im Feldlager.

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