Zur Sicherheit

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Von den Alpen bis zum Hindukusch, von der Kieler Förde bis in den Golf von Aden: Die Kräfte der Bundeswehr sind längst über den halben Globus

Panzer

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Die Amerikaner wollen in Helmand im Süden Afghanistans erstmals Kampfpanzer einsetzen, meldet die "Washington Post". Symbol der Entschlossenheit oder der...

Die Amerikaner wollen in Helmand im Süden Afghanistans erstmals Kampfpanzer einsetzen, meldet die „Washington Post„. Symbol der Entschlossenheit oder der Verzeiflung? Jedenfalls wird das zweifellos auch in Deutschland die Diskussion wieder anfachen, den Leo nach Kundus zu verfrachten.

Ist das notwendig oder wenigstens zweckdienlich? Das können sinnvollerweise nur die Einsatzführer beantworten. Dass Minister zu Guttenberg keine falsche Scheu hat, aus politischer Rücksichtnahme schweres Kriegsgerät in den Einsatz zu schicken, hat er inzwischen hinreichend bewiesen.

Vielleicht wird der Isaf-Oberbefehlshaber General Petraeus dazu einen Hinweis geben, wenn er nächste Woche in Berlin ist, wie eine Zeitung bereits publiziert hat. Der General wird nicht nur mit Guttenberg, sondern auch mit den Abgeordneten der zuständigen Bundestagsausschüsse reden. Mal sehen, wie dann die Themenlage aussieht.

Nachtrag: Kollege Wiegold weiß zu berichten, dass die Bundeswehr nicht Leos, sondern zusätzliche Schützenpanzer in den Einsatz schicken wolle. Das ist nicht nur deshalb erforderlich, weil vorerst zwei Gefechtsfahrzeuge in der „Operation Halmazag“ ausgefallen sind. Angesichts der politisch verordneten Obergrenze von 5000 Soldaten ist das vermutlich der insgesamt sinnvollere Weg, um mehr Feuerkraft in den Einsatz zu bringen. Neue Waffensysteme erfordern zusätzliches Personal im Feldlager.


27 Lesermeinungen

  1. Prekarianer sagt:

    Guten Abend,
    angesichts der...

    Guten Abend,
    angesichts der aktuellen Kommentare möchte ich folgendes nicht ungeschrieben lassen.
    Werter Herr Wick, ich war es der das Wort Kriegskunst gebraucht hat.
    „Die Kunst des Krieges ist für den Staat von entscheidender Bedeutung. Sie ist eine Angelegenheit von Leben und Tod, eine Straße, die zur Sicherheit oder in den Untergang führt. Deshalb darf sie unter keinen Umständen vernachlässigt werden.“
    Einleitungsworte von SUNZI in seinem vor ca. 2500 Jahren geschriebenen Buch
    >Die Kunst des Krieges< Und wenn ich das wenige, was ich bisher von Clausewitz gelesen habe betrachte, so verstehe ich diesen Mann auch als jemand, der meint, dass es eine Kunst ist einen Krieg zu führen und der, wenn er denn geführt werden muß, in der richtigen Art geführt, die wenigsten Opfer zu beklagen hat. Abschließend möchte ich Ihnen noch mitteilen, daß meine wenigen Kommentare hier, bisher noch nie weder verschoben, noch zensiert wurden. Sicherlich haben Sie etwas falsch verstanden, was selbstverständlich in der Hitze der Kriegsdebatte passieren kann. Solange die Waffen >nur< Wörter sind, wird es zum Glück nicht so schnell zu Gefallenen kommen. Verehrter Herr Löwenstein, dass Sie den Kommentar von Hernn Wick löschen finde ich nicht in Ordnung, ich denke, die hier Diskutierenden, sind fähig genug, sich selbst zu verteidigen, wenn es etwas zu verteidigen gibt. Mit freundlichen Abendgrüßen Prekarianer.

  2. mietsch sagt:

    @D. Wick,
    ist Ihr Gästebuch...

    @D. Wick,
    ist Ihr Gästebuch nur für „Gute“ Freunde und Ihrer Weltsicht gewogenen Einträge?

  3. Dieter Wick sagt:

    @Mietsch,
    nein...

    @Mietsch,
    nein

  4. LOsmers sagt:

    Zur Begleitung des...
    Zur Begleitung des Verteidigungsministers durch seine Ehefrau bei seinem gegenwärtigen Afghanistan-Besuch:
    .
    Auf welcher Rechtsgrundlage begleitet die Ehefrau des Ministers ihren Ehemann auf dessen Dienstreise?
    .
    Wer hat sie mandatiert, wer sie gewählt?
    .
    Wer trägt die durch ihre Teilnahme an der Dienstreise ihres Ehemanns verursachten erheblichen Mehrkosten, z.B. für einen zweiten Hubschrauber, um sie „aus Sicherheitsgründen“ getrennt von ihrem Ehemann zu transportieren?
    .
    Erstattet der Minister die durch die Teilnahme seiner Ehefrau verursachten Kosten? Wer nimmt ihn ggf. in Regreß? Bedarf es einer Strafanzeige (Veruntreuung von Steuergeldern zu nichtdienstlichen Zwecken)?
    .
    Wurde die Ehefrau des Ministers einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen, da sie ja mit geheim zu haltenden Sachverhalten in Berührung kommt?
    .
    Auf welcher Rechtsgrundlage besuchte sie ein Lazarett der Bundeswehr?
    „Dienstaufsicht“ kann es nicht gewesen sein. Wurde ihr etwa bei diesem Besuch militärisch „gemeldet“?
    .
    Fragen über Fragen.

  5. Zum Kommentar von Prekarianer:...
    Zum Kommentar von Prekarianer:
    auch ich halte als einer der von Dieter Wick namentlich Genannten das Löschen von Beiträgen – auch wenn sie formal den Tatbestand der Beleidigung erfüllen mögen – für problematisch. Einmal, weil man mit den Repliken nichts anfangen kann, wenn der Text, auf den Bezug genommen wird, gelöscht ist. Zweitens, weil Form und Inhalt derartiger Äußerungen wie die von Dieter Wick in aller Regel eine Einheit bilden und es für die, die in der Bundeswehr Verantwortung tragen, sicherlich von Interesse ist, inwieweit die Vorstellungen von Leuten wie Heer (Verbrechen d e r Wehrmacht) auch von ehemaligen Stabsoffizieren der Bundeswehr geteilt und wie sie öffentlich vertreten werden.
    Wer die in dieser Zeitung geführte Diskussion über das Gutachten der von dem ehemaligen Außenminister Joseph Fischer beauftragten Professoren (!) verfolgt, die das Auswärtige Amt pauschal als „verbrecherische Organisation“ bezeichnen, ohne daß sich entschiedener Widerspruch regt, der kann nur Trauer und Scham über diese Art von „Wissenschaft“empfinden Aber es ist eine Sache, das offensichtlich fehlende wissenschaftlkiche Ethos bei Wissenschaftlern wie Prof. Conze und gleichgesinnten Kollegen zu beklagen und eine andere, eine ganze Generation von Historikern als unfähig zu einem differenzierenden und fairen Urteil über ihre Väter und Großväter zu bezeichnen.
    Zur Demokratie gehört auch eine angemessene Streitkultur. Die beginnt mit der Einsicht, daß die Lebenswirklichkeit weder schwarz noch weiß ist; daß Verurteilen leicht, Verstehen ungleich schwieriger ist; daß Beschimpfungen nur selten den Dialog fördern (fortiter in re, suaviter in modo).
    Auf der anderen Seite: If you can’t stand the heat, get out of the kitchen – wer Kritik und gelegentliche Blessuren nicht verträgt, sollte sich nicht in einen Blog begeben.
    Ein Angehöriger

  6. Dieter Wick sagt:

    Sehr geehrter Herr...
    Sehr geehrter Herr Brigadegeneral Dr. Hagena,
    mit großem Respekt nehme ich Ihr obiges Statement zur Kenntnis. In meiner Korrespondenz mit Ihnen habe ich mich für die ungerechtfertigte Erwähnung Ihrer Person im Kontext Ruwe/Dieter bereits entschuldigt.
    Mit überzeugtem Herzen wiederhole ich diese Entschuldigung hier und mache sie damit öffentlich.
    In der Sache „Traditionspflege Werner Mölders“ haben wir uns ausgetauscht und keinen Konsens erreicht. Für mich ist diese Tatsache von nachrangiger Bedeutung, wenn ich hier Ihr Eintreten für die Meinungsfreiheit beachte. Auch ich halte es mit Voltaire: „Ich verachte Sie für Ihre Meinung, aber ich gebe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen können.“
    Ich weise jedoch zugleich Ihre Andeutung auf einen evtl. Beleidigungstatbestand zurück „…auch wenn sie formal den Tatbestand der Beleidigung erfüllen mögen …“
    Der Fall Ruwe/Ruwe Sohn /Dieter war meiner Aufmerksamkeit bis zum Eintreten in diesen Blog völlig entgangen. Von der „Sieg-Heil-Affäre“, selbst von der Entlassung der beiden Herren, wusste ich zum Zeitpunkt meiner Einlassungen absolut nichts. Schon von daher kommt eine beleidigende Absicht meiner Äußerung wohl kaum in Betracht.
    Wie die Herren mit Ihrer Entlassung umgehen, darüber mag sich jeder Leser sein eigenes Urteil beim Studium der jeweiligen Homepages bilden. Dabei mag auch die Haltung zum Rechtsstaat des einen oder anderen deutlich werden. Weiter will ich mich mit dieser Angelegenheit nicht befassen.
    Zur der oben von Ihnen angesprochenen Sache (Wehrmacht):
    Von einer pauschalen Einordnung der Wehrmacht als „verbrecherische Organisation“ bin ich weit entfernt. Soviel Differenzierungsvermögen darf man dem politisch gebildeten Hobbyhistoriker und Offizier ohne Genstausbildung schon zutrauen.
    Meine Haltung zu Teilen der Generalität Admiralität (z.B. v. Reichenau, Kesselring, Dönitz, v. Manstein. etc. etc.) der Wehrmacht aber bleibt klar: Diese Herren sind keine Vorbilder, deswegen sind sie nicht „traditionsbegründend“ – und sie bleiben z. B. wegen Ihrer Mitwisserschaft, teilweisen Duldung, teilweisen Unterstützung von Verbrechen gegen die slawisch-jüdische Bevölkerung in der Ukraine, in Russland, Italien, Tunesien etc. etc. in meinen Augen Verbrecher.
    Über meine Art und Weise der Argumentation mag man sich beklagen, aber ich werde gewiss niemals zulassen, dass von gewisser interessierter Seite – ich habe da eine andere Person im Focus als Sie Herr Dr. Hagena – Fakten relativiert oder bagatellisiert werden. Zu oft habe ich solche unsäglichen Versuche zu meinem Entsetzen auch bei Angehörigen der Generalität in der Bundeswehr erlebt.
    Mit vorzüglicher Hochachtung
    Ihr Dieter Wick

  7. Die aktive...
    Die aktive Generalität/Admiralität hat sich die Frage zu beantworten, ob sie unter einem „Betrüger “ (Zitat: Professor Lepsius, Uni Bayreuth) weiterhin Dienst leisten kann. Ich möchte alle Offiziere der Bundeswehr an ihren geleisteten Eid erinnern: „Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.“
    Mit kameradschaftlichem Gruß
    Dieter Wick, Oberstleutnant a. D.

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