Zur Sicherheit

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Von den Alpen bis zum Hindukusch, von der Kieler Förde bis in den Golf von Aden: Die Kräfte der Bundeswehr sind längst über den halben Globus

Einsatzgruppenversorger als Hubschrauberträger

| 19 Lesermeinungen

Die F.A.Z. meldet in der morgigen Ausgabe: Die Deutsche Marine hat zwei Fregatten und ein großes Versorgungsschiff vor die libysche Küste für mögliche ...

Die F.A.Z. meldet in der morgigen Ausgabe:

Die Deutsche Marine hat zwei Fregatten und ein großes Versorgungsschiff vor die libysche Küste für mögliche  Evakuierungsmaßnahmen geschickt. Die Fregatten „Brandenburg“ und „Rheinland-Pfalz“ sowie der Einsatzgruppenversorger „Berlin“ befänden sich auf dem Transit in das Seegebiet „große Syrte“ vor Libyen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Sie seien „zur Unterstützung der Ausreise deutscher Staatsangehöriger“ vorgesehen. Am Mittwoch hatte die Bundeswehr bereits mit einem Flugzeug der Flugbereitschaft 47 Deutsche und 27 Ausländer aus Tripolis ausgeflogen. Die drei Schiffe fuhren  als Einsatzausbildungsverband ohnehin im Mittelmeer. Der Versorger trägt einen Hubschrauber, ein zweiter wird nach Informationen dieser Zeitung nachgeführt.

Eine Anmerkung: Ein glücklicher Zufall, dass die Schiffe gerade im Mittelmeer unterwegs waren. So stellt sich die Marine das ja ungefähr vor, wenn es in den Konzeptpapieren heißt, die Marine sei für Krisensituationen ein gut geeignetes Instrument, weil sie eine Plattform auf neutralem Grund biete. Man nimmt natürlich, was gerade zur Verfügung steht, und zwei „Sea King“ können sicher ganz nützlich sein. Ob aber der EGV wirklich der ideale Hubschrauberträger für künftige Szenarien ist?


19 Lesermeinungen

  1. Mothera_rmY sagt:

    Einer der interessantesten...
    Einer der interessantesten Streifen den Hitchcok GEDERHT hat „MAR<>N

  2. MADSpyCam sagt:

    Sieh an, statt roten oder...
    Sieh an, statt roten oder kuhgemusterten auch mal gelbe Schleifchen im Früchstücksfernsehen. Geschicktes Product Placement der Dresdner Commerzbank?
    Boat people: Wird wohl wieder aussehen wie die Räumung der US Vertretung in Saigon(?) nachdem die 68er durch die Medien erfuhren daß man im Nord/Süd-Konflikt lieber den Kommunisten das Feld überlässt und das Problem heute zumindest medial auf das Atommachtstreben des geliebten Führers in Nordkorea und der Nachbarn in Pakisatn verlagert hat.
    War seinerzeit da unten wohl auch so ne „Oberst Klein“ Situation – alles Zivilisten – wie im Partisanenkampf im Balkan – Mitte, nicht Ende des letzten Jahrhunderts.

  3. Deutscher sagt:

    Hallo Sesselsoldat, der Name...
    Hallo Sesselsoldat, der Name sagt ja schon alles!! Schau doch einmal in das Grundgesetz. Was ist Aufgabe der Armee? Der Schutz Deutscher Bürger, auch im Ausland. Und wenn diese Herausgeholt werden müssen ist die Marine/ Bundeswehr hierfür gerüstet. Diese kommt ja auch nur zum Einsatz wenn die Flughäfen geschlossen werden. Das gab es ja auch schon einmal, siehe Operation Libelle.
    Abgrenzung zur USA? Aus welchem Grund? Womit? Meines Wissens ist Lybien im Mittelmeer und die USA hinterm Atlantik. Wollen die Lybier durchs Mittelmeer und über den Atlantik in die USA schwimmen?
    Und von welchen Flugzeugträgern sprichst Du überhaupt wir haben keine und es sind auch keine geplant.
    Ich finde im Generellen sollten Personen erst überlegen und dann den Mund öffnen. Andernfalls wären wir Politiker, bei denen kommt auch nur Mist aus dem Mund. Ein schönes Wochenende!

  4. Wolfgang R sagt:

    Interessant die Diskussion....
    Interessant die Diskussion. Dass Deutschland Evakuierungsaufgaben immer häufuger durchzuführen hat, müsste selbst Politikern langsam klar werden. Ich habe seinerzeit vorgeschlagen den z.Zt. im Bau befindlichen 3. Einsatzgruppenversorger geringefügig modifizieren (Pläne liegen vor), um die Hubschrauberkapazität, und Landungsbootkapazität zu erhöhen (zu Lasten der Versorgungskapazität). Dies wäre billiger, als wenn man speziell Hubschrauberträger o.ä. bauen würde, was z.Zt. überhaupt nicht absehbar ist. Andere Staaten mit schlechterer Finanzlage (z.B. Spanien, Italien u.a.) sparen NICHT an den Dingen, die letztlich dem Schutz der eigenen Bürger dienen. Wir investieren lieber dort, wo durch Geld noch mehr Flüchtlinge angelockt werden…

  5. Zojek sagt:

    Nun lasst die Leute doch mal...
    Nun lasst die Leute doch mal Deutscheretten spielen, ist doch mal eine Abwechslung in dem öden Einerlei, ständig die 100 km Küstenlinie vor dem Libanon auf und ab zu schippern, um Israel den Rücken frei zu halten.

  6. echo909 sagt:

    In der Tat lassen Situationen...
    In der Tat lassen Situationen wie diese einmal mehr danach fragen, ob die Ressourcen, die die Bundesrepublik für Verteidigung zur Verfügung stellt, noch angemessen sind. Sogar Italien und Spanien (bei deutlich geringerer Bevölkerung/Wirtschaftskraft/Exportabhängigkeit/etc.) verfügen über entsprechende Schiffe; die Bundesmarine muß einen EGV umfunktionieren.
    In diesem Zusammenhang sei auf den gestrigen FAZ-Artikel zur Situation in Libyen verwiesen. Demnach verfügt das libysche Militär (neben zahlreichen anderen Typen) über 190 Kampfpanzer T-90S, von denen man wohl annehmen kann, daß sie es mit gegenwärtigen westlichen Typen durchaus aufnehmen können. Die Bundeswehr wird ihren Bestand an Leopard II im Zuge der Reform auf unter 100 Stück reduzieren. Zwar wird man nicht in nächster Zeit mit einer Panzerschlacht in der libyschen Wüste unter Beteiligung der Bw zu rechnen haben, aber die zahlen machen dennoch nachdenklich…

  7. Hoffnungslos sagt:

    Die geplanten Fregatten F125...
    Die geplanten Fregatten F125 haben keine weitabreichene Luftabwehr. Sie könnten also nicht mal gemieteten Fähren Luftsicherung geben. Natürlich auch nicht den nicht geplanten Hubschrauberträgern oder Docklandungsschiffen. Hat bei der Marine jemand ein Konzept ? Wesentliche Anforderung an die F125 ist die Intensivnutzbarkeit. Das bedeutet lange Wartungsintervalle, um bis zu zwei Jahre andauernde Operationen mit einer durchschnittlichen Einsatzdauer von 5000 Seebetriebsstunden pro Jahr durchführen zu können. Natürlich gibt es keine feindliche Luftwaffen die im Küstenbereich operienen.

  8. "Ob aber der EGV wirklich der...
    „Ob aber der EGV wirklich der ideale Hubschrauberträger für künftige Szenarien ist?“
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    Offensichtlich, denn das funktioniert ja anscheinend prächtig. Nur die zwei Fregatten hätte man sich sparen können.
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    Libyen ist ja sowieso ein Land, welches man besser mit Beziehungen und Investitionen erobert, nicht mit Wüstentieren wie Füchsen.
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    Und bleibt die Aufgabe/Frage: Wie Law-Enforcement durchsetzen resp. durchzusetzen helfen, wenn es sich wie hier um einen dritten, souveränen Staat handelt.
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    Eigene Leute „abbergen“ ist und bleibt dagegen noch relativ leicht.
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    Wahrscheinlich wird vielfach auch die verantwortungsvolle Aufgabe der Fregattenkapitäne übersehen: In enger Abstimmung mit der Führung daheim schützen, was zu schützen ist, die mögliche Anwendung von Waffengewalt repräsentieren – diese aber eben besser nicht wirklich exekutieren müssen.

  9. Plindos sagt:

    Für die Armee soll kein Geld...
    Für die Armee soll kein Geld da sein und man kratzt die letzten Juros zusammen, streckt sogar das anvisierte Sparprogrom für etliche 8 Milliarden um medien-wirksame Jährchen? Es ist jetzt schon erkennbar, daß die Reform der BW von dem disponiblen Herrn Verteidigungsminister in den (Wüsten-)Sand gesetzt wurde. Schade um die geschassten und fähigen Personen: 1 Staatsseketär, 1 Generalinspekteur, 1 Kommandant des Segelschulschiff „Gorch Fock“. War das nicht auch ein bißchen zu plötzlich angerichtet worden mit der Suspendierung der Wehrpflicht? Die Verfassung gab das also ohne weiteres her? Man wird ja wohl nochmal fragen dürfen.
    ..
    Dafür erläutert Herr Brüderle, BM für Wirtschaft und Technologie, in der heutigen Ausgabe der FAZ ganz fachmännisch, wie sich der annähernd fast 500 Milliarden € betragende, zusammengeflickte Rettungsfallschim, rein haftungsmässig auf die ächzende Republik umlegen soll. Versteht sich, Deutschland erhält den größten Flicken.
    ..
    An dem aktuellen Libyenbeispiel ist doch ersichtlich, daß Kapazitäten als Schutz vor der Haustür benötigt werden und nicht im fernen Afghanistan. Das interessierte Publikum darf gespannt zusehn wie die EDADS-Papiere von Daimler untergebracht werden und wie es zukünftig um eine eigenständige deutsche Rüstungsgüter-Produktion bestellt sein wird.

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