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Neue Möglichkeiten digitaler Kommunikation verändern unsere Lebenswirklichkeit mit hoher Geschwindigkeit. Die „Generation Handy“ nutzt das

Preissturz: Für 9 Cent mit dem Handy ins Ausland telefonieren

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Der Mobilfunk-Discounter Fonic bietet ab sofort Gespräche vom Handy ins ausländische Festnetz für 9 Cent in der Minute. Das sind rund 90 Prozent weniger als der bisher übliche Preis. Weiteren Spielraum für Preissenkungen im Inland sieht Fonic-Geschäftsführer Holger Feistel aber nicht. Er denkt jedoch über die Expansion ins Ausland nach.

Mit einem Preis von nur 9 Cent für Gespräche vom Handy ins Festnetz im Ausland bringt der Münchener Anbieter Fonic neuen Schwung in den Markt der Mobilfunk-Discounter. Das bedeutet gegenüber den bisherigen Tarifen der Branche eine Preissenkung von rund 90 Prozent. Der Tarif gilt für Gespräch in 50 Länder, darunter auch Kanada und die Vereinigten Staaten. Derzeit sind in vielen Tarifen noch Preise von bis zu 2 Euro in der Minute üblich. Fonic senkt auch die Preise für Gespräche in die Mobilfunknetze, die künftig mit 29 Cent zu Buche schlagen. Die SMS in diese Länder kostet 19 Cent. Damit macht Fonic vor allem der E-Plus-Tochtergesellschaft Ay Yildiz Konkurrenz, die auf diesem Preisniveau Gespräch in die Türkei anbietet. Alledings sind in diesen Tarifen die Gespräche innerhalb Deutschlands deutlich teurer – während sie bei Fonic ebenfalls 9 Cent kosten.

Bild zu: Preissturz: Für 9 Cent mit dem Handy ins Ausland telefonierenNach Angaben von Holger Feistel, dem Fonic-Geschäftsführer, werden bisher rund 97 Prozent aller Auslandstelefonate über das Festnetz geführt. Das aber soll sich jetzt mit dem neuen Tarif zumindest für die Fonic-Kunden ändern. Die Tochtergesellschaft von O2 bringt damit Bewegung in den Diskountermarkt, von dem viele Beobachter schon dachten, es gebe kaum noch neue Ideen. Dabei wächst dieser Markt immer noch sprunghaft. So ist die Zahl der Diskount-Kunden, die bei Fonic, Simyo oder Aldi unter Vertrag sind, nach Angaben von Feistel im Jahr 2008 auf rund 17 Millionen gewachsen. Das entsprach rund 16 Prozent aller Sim-Karten. Im Jahr 2009 rechnet er damit, dass die Grenze von 20 Prozent überschritten wird und am Ende 23 Millionen Sim-Karten von den Diskountern ausgegeben sein werden. Fonic selber soll im laufenden Jahr die Grenze von 1 Million Kunden überschreiten.

Als einen Grund dafür nennt Feistel auch die Tatsache, dass viele Kunden der großen Mobilfunkanbieter noch in 8 bis 9 Jahre alten Tarifen feststecken würden. „Es gibt eine ganze Reihe von Leuten, die zahlen noch 40 bis 60 Prozent zu viel für ihre Mobilfunkgespräche. Ich schätze, das betrifft 30 bis 50 Prozent der Kunden der beiden großen Anbieter T-Mobile und Vodafone.“ Gerade diese Gruppe hat Fonic im Visier. Bild zu: Preissturz: Für 9 Cent mit dem Handy ins Ausland telefonieren

Weiteren Spielraum für die Preise in Deutschland sieht Feistel derzeit kaum. Da das Preisneveau wesentlich durch die Terminierungsentgelte für die Einleitung der Gespräche in fremde Netze bestimmt sei, seien Impulse erst wieder zu erwarten, wenn die Regulierungsbehörde die Terminierungsentgelte absenken würde.

Ähnlich wie der Wettbewerber Simyo plant Fonic offenbar auch die Expansion des Geschäftsmodells ins Ausland. „Ich würde das nicht ausschließen“, sagt Feistel, „wir schauen uns das an.“ Simyo ist inzwischen in Spanien aktiv und plant die Markteinführung in Frankreich.


1 Lesermeinung

  1. Wow, das ist ja sensationell...
    Wow, das ist ja sensationell günstig. Ich denke, damit ist eine neue Preisrunde durch Fonic eingeläutet worden. Ich bin gespannt, ob der Wettbewerb da mit halten kann. Wenn ich nicht schon Kunde bei Fonic wäre, würde ich jetzt wechseln. Mal sehen, was als Nächstes von Fonic kommt.

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