Das letzte Wort

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Die Welt ist voller Paragraphen und Aktenzeichen. Hendrik Wieduwilt und Corinna Budras blicken auf Urteile und Ereignisse im Wirtschaftsrecht.

Erfreuliche Kehrtwende der SPD bei den Managergehältern

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Nun bekommen die Aktionäre doch das letzte Wort über das Salär ihrer Vorstände. Gut so! Die SPD hilft jetzt bei einer Reform mit, die sie vor ein paar Wochen im Bundesrat noch gekippt hat.

Nun bekommen die Aktionäre in Deutschland doch das letzte Wort über das Salär ihrer Vorstände: Die Hauptversammlung soll darüber verbindlich abstimmen. Kurz vor der Bundestagswahl hatte die SPD ein solches Vorhaben der schwarz-gelben Regierung noch gekippt. Darüber sollte nur der Aufsichtsrat entscheiden.

In einem schwarz-roten Bündnis bereitet der SPD die Schwächung der Mitbestimmung, die damit angeblich verbunden ist, plötzlich kein Bauchgrimmen mehr. Gut so, auch wenn Wirtschaftsverbände gleichermaßen gegen die Reform gewettert haben, weil sie eine Entmachtung der Kontrollgremien fürchteten. Doch haben diese es nicht geschafft, Exzesse zu verhindern. Künftig entscheiden die Eigentümer selbst, wie viel sie von ihrer Dividende zur Entlohnung des Managements abzwacken wollen.

Als symbolisches Zugeständnis an die SPD dürfte gelten, dass jeder Aufsichtsrat das Maximalverhältnis zwischen Vorstands- und Belegschaftseinkünften festlegen muss. Die Transparenz erhöht das kaum. Zu Recht haben die Schweizer jetzt die Initiative abgelehnt, dass sogar der Staat eine solche Relation festlegen sollte – und dies einheitlich für alle Branchen und Unternehmen.

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1 Lesermeinung

  1. Das Finanzamt - der Staat profitiert immer mit
    Je höher die Bezüge um so mehr bekommt der Staat und im Aufsichtsrat sitzt die Gewerklschaft mit am Tisch.
    Wer will schon seine eigenen Pfründe beschneiden?
    Und Politiker sitzen auch überall mit in den obern Etagen mit Aussicht auf einen noch lukrativeren Posten nach der politischen Karriere.!
    Einschränkung der Anzahl der „betreuten Firmen“ würde schon vieles verhindern

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