Pop-Anthologie

Snoop Dogg ft. Pharrell: „Drop It Like It’s Hot“

| 5 Lesermeinungen

Jugendliche lieben Hiphop. Verstehen sie die oft rätselhaften, verdorbenen Texte richtig? Überlegungen zur Sprache des Gangsta Rap am Beispiel von Snoop Doggs „Drop It Like It’s Hot“.

***

© dpaSnoop Dogg

Auch Schulen haben sich inzwischen die Idee zueigen gemacht, Pop-Texte zu analysieren. So kommt es, dass Schüler der mittleren Klassen trotz Handyverbot im Unterricht ihre Lieblings-Songs vorspielen dürfen, die sie dann anschließend allerdings in einem Vortrag interpretieren müssen. Wie es dazu kam, dass sich mein jüngster Sohn vor einigen Monaten für den Hiphop-Song „Drop It Like It’s Hot“ entschied – eine Wahl, die seine Lehrerin mit einem Stoßseufzer quittierte -, ist nicht mehr zu rekonstruieren. Am Abend vor dem Vortragstermin fiel ihm jedenfalls ein, dass er ja noch Stichpunkte für sein Redemanuskript brauchte, was zu einer gewissen hektischen Geschäftigkeit in unserem Haushalt führte.

Von Snoop Dogg war ihm bekannt, dass er gerne Marihuana raucht, sein Künstlername auf den Hund aus „Charlie Brown“ zurückgeht, er mehrmals vor Gericht stand, oft mit Eminem singt und sich wirklich sehr lässig bewegt. Eine Wikipedia-Recherche ergab dann noch, dass er mal Regie in einem Pornofilm geführt hat, das würde aber im Referat unerwähnt bleiben. Obwohl Snoop Dogg möglicherweise ein harter Junge ist oder war – neuerdings hat er die Bibel für sich entdeckt („Bible of Love“) -, hat er eine auffällig entspannte, freundliche Ausstrahlung. Man kann das in dem Dokumentarfilm „Reincarnated“ gut sehen, in dem er sich auf Reggae- und Ganja-Recherche in Jamaika befindet: Jeder kennt ihn, jeder liebt ihn, die Kinder laufen ihm entgegen, als sei er einer der größten Freudenbringer unserer Zeit.

„Drop It Like It’s Hot“ wurde Snoop Dogg mit gewohnt schlafwandlerischer Stilsicherheit von Pharrell Williams und einem Autorenkollektiv auf den Leib geschrieben. Es ist ein sehr einprägsamer Song wegen seiner ungewöhnlichen Jaul- und Schnalzlaute, der vielen Tempus- und Richtungswechsel. Man kann gut nachvollziehen, dass Jugendliche sich von dem Lied rein musikalisch angezogen fühlen.

Und so geht dann wohl eine typische Pop-Sozialisation vonstatten: Eines Tages wird man (neuerdings sogar von Lehrern!) gefragt, welche Musik man gut findet, hat eigentlich noch keinen ausgeprägten Geschmack, muss aber Farbe bekennen, nennt also die Musik, die einem als erstes einfällt und von der man weiß, dass sie andere beeindruckt. Dieses Bekenntnis muss man dann zumindest eine Weile lang durchziehen, muss sich im Grunde mit seinem persönlichen Stil dieser Musik annähern, oft wird aus dieser aufgezwungenen Annäherung sogar erst eine Art eigener Stil. Die Antwort auf die allererste „Was hörst du?“-Frage ist fast schon ein schicksalhafter Moment.

Wie aber soll man als Jugendlicher mit diesen manchmal ellenlagen englischen Rap-Texten umgehen, die kein Mensch außerhalb des englischen Sprachraums ohne die Hilfe der Song-Erklärungsplattform Genius.com oder Urban Dictionary auch nur annähernd versteht? Spricht einem das, was da gesungen wird, möglicherweise aus der Seele oder wird da irgendein Quatsch erzählt – gewaltverherrlichendes, frauenfeindliches Zeug, wer hätte davon nicht schon gehört? Unbefriedigender wird die Sache noch dadurch, dass in „Drop It Like It’s Hot“ die minimalistische Musik und die immer wieder überraschende Modulierung von Snoop Dogg das aufmerksame Zuhören geradezu erzwingen zu wollen scheinen.

Was aber bedeutet zum Beispiel gleich am Anfang der „pimp in the crib“?

When the pimp’s in the crib ma
Drop it like it’s hot
Drop it like it’s hot
Drop it like it’s hot

When the pigs try to get at you
Park it like it’s hot
Park it like it’s hot
Park it like it’s hot

And if a nigga get a attitude
Pop it like it’s hot
Pop it like it’s hot
Pop it like it’s hot
I got the Rolly on my arm and I’m pouring Chandon
And I roll the best weed cause I got it going on

In dem einleitenden Refrain steckt eine Menge von dem, was man über Rap oder Gangsta-Rap – Snoop Dogg bevorzugt den Begriff „G-Funk“ – zu wissen meint. Der Pimp, den man, das hat sich herumgesprochen, meist nicht in einem starren Verständnis mit „Zuhälter“ übersetzen darf – „crib“ ist nicht die Krippe, sondern das Haus -, ist der kleinkriminelle Gernegroß, der gestohlene, also „heiße“ Autos durch die Gegend kutschiert und sich daher vor den „Pigs“, den „Bullen“, verstecken muss. Jugendliche verstehen die Register, die in solchen Texten gezogen werden, vielleicht sogar leichter als Erwachsene, die über den „Pimp“ Aufsätze mit Titeln wie „The Performativity and Politics of the Pimp Figure in Gangsta Rap“ oder „The Pimp Phenomenon as Strategy of Identity Formation“ schreiben, bevor sie im Grunde zum gleichen Ergebnis kommen. Es würde eine der Hauptaussagen des Schul-Referates über „Drop It Like It’s Hot“ sein, dass da jemand singt, der, vereinfacht gesagt, ein Angeber ist, diesen aber zugleich nur spielt. Er hat eine Rolex am Arm, trinkt teuren Champagner, fährt, wie es später noch heißt, einen kaviarfarbenen Rolls Royce und raucht das beste Gras. Dieser Pimp preist Konsum und Rausch in einer Überzogenheit, die im Grunde nur dann einen nachvollziehbaren Sinn ergibt, wenn man sie als eine Feier des reinen, nutzlosen „Entertainments“ auffasst.

Über die kindliche Nähe zum Gangsta Rap kann man ins Grübeln geraten. Das im Text besungene Markenbewusstsein ist ja im Grunde dasselbe, mit dem Jugendliche seit Generationen ihre Eltern provozieren. Könnte die Tatsache, dass Jugendliche die ironische Stilisiertheit von Snoop Doggs Songtext so leicht entschlüsseln, nicht dafür sprechen, dass sie ihr Markenbewusstsein selbst auch ironisch auffassen, als kostspielige, nicht ganz ernst gemeinte Selbststilisierung in Gegenwehr zu der Tatsache, dass man sonst eigentlich den ganzen Tag von der Gesellschaft nur herumgeschubst wird?

Man kann dieses besondere Einverständnis aber auch von der Gegenseite her betrachten. Besitzt der Pimp-Rap nicht selbst etwas Kindliches, etwas, das Jugendliche als Wesensgleichheit empfinden? Was wiederum bedeuten würde, dass Kinder und Jugendliche nicht einfach nur Opfer dieser Musik wären, sondern sich die Rap-Musik selbst ostentativ etwas Kindliches, Vormoralisches bewahrt. Dafür würde auch sprechen, dass in den Texten von Snoop Dogg – aber auch schon in denen von Notorious B.I.G. und neuerdings von Kendrick Lamar – sehr oft Erinnerungen an die Kindheit, deren Comics, Fernsehserien und Bands einfließen, davon abgesehen, dass Rapper nicht selten die Spitznamen aus ihrer Schulzeit beibehalten.

Ein Missverständnis namens „Fuck you“

Versucht man nun, semantisch noch tiefer in den Songtext einzutauchen, treten sofort Probleme auf. Was bedeutet eigentlich „Drop It Like It’s Hot“? Steht es eher für ein „Vergiss es!“, ein „Abliefern!“ oder soll sich darin eine begeisterte Bestätigung ausdrücken, die sich in dem gleichnamigen Tanz-Move spiegeln will (leicht bekleidete Frauen lassen ihren Po athletisch fast auf Bodenniveau fallen), der im Video zu sehen ist?

Und wie wäre der “nigga with attitude” einzuschätzen? Nervt er den Pimp wegen seiner starren Haltung – oder ist er positiv zu sehen, als „Schwarzer mit Ehre“? Zu letzterem Ansatz würde immerhin passen, dass die in den Neunzigern ungemein einflussreiche Hiphop-Band des Snoop-Dogg-Entdeckers Dr. Dre „N.W.A.“ hieß – eine Abkürzung für „Niggas With Attitude(s)“.

Gerade hat man sich mit dieser semantischen Offenheit abgefunden, fordert einen die anschließende Strophe schon mit neuen Verstehens-Schwierigkeiten heraus. Sie wird von Pharrell Williams gesungen und ist gespickt mit Schimpfwörtern (das zensierte Video ist der reine Lückentext), Insider-Anspielungen auf Fernsehserien, Versautheiten („what’s spilling down your throat“), aber auch mit Humor („Chinchilla in the heat“) und Selbstironie. Oder wie sollte man es sonst nennen, wenn die Strophe insgesamt auf die Aussage hinausläuft, dass man dem Pimp keinen Mist erzählen soll, weil man sonst Ärger mit „lil‘ skateboard P“ bekommt, so der gar nicht einschüchternde Spitzname von Pharrell Williams aus Jugendtagen? Damit ist im Grunde jede mögliche Ernsthaftigkeit weggefegt:

Uh! I’m a nice dude, with some nice dreams
See these ice cubes, see these Ice Creams?
Eligible bachelor, million dollar boat
That’s whiter than what’s spilling down your throat
The Phantom, exterior like fish eggs
The interior like suicide wrist red
I can exercise you, this can be your Phys. Ed
Cheat on your man ma, that’s how you get ahizzead
Killer wit the beat, I know killers in the street
Wit‘ the steel that’ll make you feel like Chinchilla in the heat
So don’t try to run up on my ear talking all that raspy shit
Trying to ask me shit
When my niggas fill ya vest they ain’t gon pass me shit
You should think about it, take a second
Matter fact, you should take four B
And think before you fuck wit lil‘ skateboard P

Was die Einordnung der vielen Schimpfwörter und Kraftausdrücke angeht, von „nigga“ bis „brizzle“, hilft eine Bemerkung weiter, die Eminem in der Netflix-Dokumentation „The Defiant Ones“ fallenlässt. Dort sagt er gut gelaunt, er könne es nicht mehr hören, wenn sich Leute darüber beschwerten, dass er „Fuck you“ sage. Denn wenn er „Fuck you“ sage, meine er einfach nur „Fuck you“ und nichts weiter. Wittgenstein hätte an dieser Bemerkung die helle Freude gehabt, so pointiert bringt sie den changierenden Handlungs- und Haltungs-Aspekt von Sprache ins Spiel, auch wenn eine Tendenz zur Verrohung nicht abzustreiten ist.

Die Worte „Fuck you“, „nigga“, „bitch“ und „shit“ buchstäblich zu nehmen, wäre in den meisten Hiphop-Texten geradezu fahrlässig. „Bitch“ zum Beispiel ist keinesfalls ausschließlich auf das weibliche Geschlecht oder eine bestimmte Profession bezogen, deshalb ergibt auch die groteske Steigerung zu Straßenwortungetümen wie „bitchass nigga“ keinen Widerspruch. Und „shit“ meint in vielen Texten gerade das Gegenteil von Unrat. „Wer’re doing the shit together“ könnte man je nach Kontext sogar mit „Wir gehen jetzt mal freestylen“ übersetzen.

© dpaSnoop Dogg mit Pharrell Williams

Ist es sinnvoll, seine Zeit mit der Semantik solch „schmutziger“ Wörter zu verbringen? Um sie gegen ein falsches Verständnis in Schutz zu nehmen, wahrscheinlich schon. Zudem lohnt es sich, ein weiteres Phänomen ins Auge zu fassen. Wie kommt es, dass sich in einem Tarantino-Film kaum noch jemand über Ausdrücke wie die zitierten aufregt oder über die Spur der Gewalt, die sich quer durchs Fernsehprogramn zieht, Hiphop-Texte hingegen noch immer viele dazu verlocken, sie als Glaubensbekenntnis des Sängers zu verstehen? Ist man bei Filmen vielleicht einfach eingeübter darin, eine bestimmte künstlerische Distanz zum Dargestellten vorauszusetzen?

Und noch eine Ungerechtigkeit in der Wahrnehmung von Hiphop-Texten und -Videos lässt sich an „Drop It Like It’s Hot“ illustrieren. Das Lied sampelt ja musikalische Elemente des Laid-Back-Songs „White Horse“, über welchen sich, als er 1983 als B-Seite von „Sunshine Reggae“ herauskam, kaum jemand aufregte. Gesungen wird hier aber ziemlich eindeutig über Kokain-Konsum (auch wenn wohl davon abgeraten wird), es wird ziemlich grundlos lasziv rumgetanzt, vor allem aber kommen die folgenden Verse vor: “If you want to be rich / You got to be a bitch”. So alt also ist diese typische Hiphop-Weisheit und auch die Bedeutungserweiterung von „bitch“ schon.

„You should think about it, take a second”

Wie kommt es, dass man den meist schwarzen Rappern mit ihrer oft eindeutig nur gespielten Fluch- und Drohkulisse leichter auf den Leim geht als zwei milchgesichtigen Dänen, bei denen man davon ausgeht, dass sie ihren Text unmöglich unironisch meinen können? Spielt womöglich die Hautfarbe der Sänger, ihr Gehabe und das, was man mit ihnen verbindet, eine viel größere Rolle bei der Rezeption von Pop und Rap, als man sich einzugestehen bereit ist? Damit soll nicht leichtfertig Rassismus unterstellt werden, denn auch der weiße „bad boy“ Eminem zog entsprechende Überreaktionen auf sich.

Wie dem auch sei, wie anstößig auch immer man die restlichen Strophen von „Drop It Like It’s Hot“ empfinden mag, eine formale Schönheit in den Binnenreimen (“I can’t fake it, just break it, and when I take it”) und Lautvariationen („-izz-“) ist ebenso unverkennbar wie die Tatsache, dass die Verwendung assoziativer Freestyle-Techniken das Gewicht des Inhaltlichen in den Hintergrund treten lässt.

Und selbst, wenn man im Hiphop eine möglichst authentische Kunst sucht (selbst die gefakete Authentizität verrät ja zumindest etwas über herrschende Vorstellungen von Authentizität), wenn man wissen will, welcher Humor und welcher Weltbezug die Hiphop-Kultur prägt, all das spricht dafür, dass man Rap-Texte eigentlich mit viel offenerer Neugier lesen müsste.

Steigt man abschließend in die Lektüre der letzten beiden Strophen von „Drop It Like It’s Hot“ ein, kann man den Eindruck einer gewissen Absurdität nur schwer vermeiden. Vor allem scheint es in dem Text, das spürt man, um Klang, um Lautmalerei zu gehen, darum, die Sache durch eine Improvisation mit „dirty words“ im „keep going“-Modus zu halten. Gerade die Sinnlosigkeit, die sich hinter der herbeiphantasierten Bo$$-Welt und hinter der Selbstermächtigung durch das Ausbuchstabieren fast sämtlicher hedonistischer Genüsse verbirgt, schafft paradoxerweise ästhetischen Freiraum, Spielraum.

Natürlich gibt es auch unironischen Gangsta Rap oder dezidiert politischen Hiphop – etwa „Fuck Tha Police“ von N.W.A. – und es gibt auch bewusst oder unbewusst verunglückte Formen der Entkopllung von sprachlichen Referenzbeziehungen, wie der Fall von Kollegah und Farid Bang zeigte. In „Drop It Like It’s Hot“ aber wird nicht verengt und verbogen, sondern geöffnet und laufen gelassen.

Die witzigste Zeile im ganzen Song lautet, ganz in der Mitte: „You should think about it, take a second”, worauf ein „Pling“ erschallt und Snoop Dogg bedeutsam in die Kamera schaut. Das ist wahrscheinlich der reinste Hohn im ganzen Lied.

I’m a gangsta, but y’all knew that
Da Big Bo$$ Dogg, yeah I had to do that
I keep a blue flag hanging out my backside
But only on the left side, yeah that’s the Crip side
Ain’t no other way to play the game the way I play
I cut so much you thought I was a D-J
„Two!“ „one!“ „yep, three!“
S-N double O-P, D-O double G
I can’t fake it, just break it, and when I take it
See I specialize in making all the girls get naked
So bring your friends, all of y’all come inside
We got a world premiere right here, now get live!
So don’t change the dizzle, turn it up a little
I got a living room full of fine dime brizzles
Waiting on the Pizzle, the Dizzle and the Shizzle
G’s to the bizzack, now ladies here we gizzo

[Refrain …]

I’m a Bad Boy, with a lotta ho’s
Drive my own cars, and wear my own clothes
I hang out tough, I’m a real Bo$$
Big Snoop Dogg, yeah he’s so sharp
On the TV screen and in the magazines
If you play me close, you’re on a red beam
Oh you got a gun so you want to pop back?
AK47 now nigga, stop that!
Cement shoes, now I’m on the move
You’re family’s crying, now you on the news
They can’t find you, and now they miss you
Must I remind you I’m only here to twist you
Pistol whip you, dip you then flip you
Then dance to this motherfucking music we crip to
Subscribe nigga, get yo issue
Baby come close, let me see how you get loose!

[Refrain …]


5 Lesermeinungen

  1. Drop IT like its hot
    Sehr interessant, vielen Dank

  2. Schöne Analyse. Danke dafür, etwas Verständnis in den Sachverhalt zu bringen 🙂
    Schwarze Musik war für “Weiße” immer ein vermintes Terrain, denn: Die Geschichte der Afroamerikaner ist eine der Sklaverei und Unterdrückung. Schwarzer Kultur in ihrer Vielschichtig- und Widersprüchlichkeit gerecht zu werden, gestaltet sich daher problematisch. Viele Missverständnisse, basierend auf Unkenntnis, führen schnell zu falschen Interpretationen. So waren auch die Texte immer schwierig zu verstehen. „Schwarze“ haben ein anderes Verhältnis zur Sprache, denn Englisch als Sprache der Sklavenhalter wurde den Sklaven aufgezwungen. Doppeldeutigkeiten und Interpretationen waren Teil der Aneignung, damit „Weiße“ nicht verstehen. Die Straßeneckenangeberei ist ebenfalls ein wichtiger Teil schwarzer Kultur, verbunden mit dem Wunsch als Underdog dazuzugehören. Dabei ging es immer um die Übertreibung, ein Spiel mit Symbolen, auch um eine Verballhornung. So gilt auch heute: Vielleicht soll der „Weiße“ es nicht verstehen, auch wenn HipHop heute eine gigantische Industrie gewo

  3. Ironisch?
    Die Texte sind nicht ironisch gemeint. Man lebt genau so, will so leben, bewundert das leben. Man weiß, das es nicht richtig ist, bzw. das andere es nicht richtig finden, aber es macht Spass es trotzdem zu tun. Jeder ein kleiner Idi Amin oder Klaus Störtebecker. Ironie ist es vielleicht, dass die meisten Fans doch nur kleine Spießer sind, die keine Spinne zerquetschen könnten, aber den anhimmeln, der sie auf Grund ihres Schwäche verachtet.
    OK.Manchmal sind die Künstler auch nur kleine Jan Ullrichs, die ihr Selbstbewußsein, ihren Text, nur dann noch finden, wenn sie Drogen nehmen. Aber auch das ist keine Ironie, das ist Tragik. Dramatisch, wenn man es mit Ironie verwechselt.

    • Ressentiment
      Die Texte sind nicht ironisch gemeint? Ist das ironisch gemeint? Könnte es nicht eher so sein, dass Sie, lieber Adam G., diese Rapper-Lebensweise insgeheim bewundern und die Selbstverachtung aus ihrer Verurteilung spricht?

    • ??????????
      Idi Amin? Klaus Störtebeker? Was soll der Vergleich?

Hinterlasse eine Antwort

Angemeldet als GAST





Noch Zeichen frei

Richtlinien für Lesermeinungen