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Diskutiert werden das Leben der Studierenden, aktuelle Fragen der Hochschulpolitik sowie die Zweiheit von Forschung und Lehre.

Was lehrt die Flüchtlingskrise in „Game of Thrones“?

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Schaut man die HBO-Serie „Game of Thrones“ einmal nur unter dem Aspekt des Migrationsdrucks an, fällt es einem wie Schuppen von den Augen: Das sind ja wir, das ist ja unsere Krise, die hier dargestellt werden. Fünfte Folge der Reihe „Serienversteher“.

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This image released by HBO shows a scene from "Game of Thrones." The series was nominated for a Golden Globe award for best television drama on Thursday, Dec. 10, 2015. The 73rd Annual Golden Globes will be held on Jan. 10, 2016. (HBO via AP) |© dpa, HBOEr macht die Wildlinge zu Flüchtlingen und ist der eigentliche Strippenzieher in der HBO-Serie „Game of Thrones“: der Nachtkönig der Weißen Wanderer

Allen Nackedeis, Sadisten und rollenden Köpfen zum Trotz, die in der Mittelalter-Phantasy-Serie „Game of Thrones“ permanent das Bild queren: die Intrigen zwischen den zahlreichen Thronanwärtern, ihren rechten Händen und wechselnden Liebschaften sind in der mit Auszeichnungen überhäuften HBO-Serie nicht das eigentlich Beunruhigende. Im Vergleich zu dem zentralen Handlungsknoten sind sie lediglich unterhaltsames Geplänkel, welches allerdings das Gesetz einer jeden Serie besonders gekonnt erfüllt, nämlich, die Sache so weit es geht am Laufen zu halten, ohne die Geduld und die Intelligenz des Zuschauers zu beleidigen.

James Cosmo Television: Game of Thrones (Game Of Thrones) (TV-Serie, USA 2011-) 17 April 2011 SAB4412 A.P.L. Allstar Picture Library/Hbo **Achtung** Für dieses Bild gilt: Nur redaktionelle Nutzung, Copyright: Hbo und/oder der vom Rechteinhaber beauftragte Fotograf. Verwendung ausschließlich für redaktionelle Berichterstattung in Zusammenhang mit diesem Film und entsprechender Filmtitelnennung. Cover-, Buch-, Kalendernutzungen und ähnliches nur nach vorheriger individueller Absprache. Fotovermerk ist obligatorisch und muß den Hinweis Hbo enthalten. Sofern angegeben sollte auch Nennung des Fotograf erfolgen. Kommerzielle Nutzung jedweder Art ist untersagt, eine Freigabe ist nur möglich, wenn die schriftliche Genehmigung des Rechteinhabers eingeholt wird. **Warning** This Photograph is for editorial use only and is the copyright of Hbo and/or the Photographer assigned by the TV or Production Company & can only be reproduced by publications in conjunction with the promotion of the above TV Programme. A Mandatory Credit To Hbo is required. The Photographer should also be credited when known. No commercial use can be granted without written authority from the TV Company. Rollenname(n): Jeor Mormont„Euer Dach, eure Regeln“: Lord Kommandant Mormont (James Cosmo) von der Nachtwache sieht sich zum Paktieren mit dem Wildlings-Patriarchen Craster gezwungen

Was aber ist das zentrale Thema in „Game of Thrones“? Um das zu beantworten, genügt es, die Aussage Lord Mormonts in einer Schlussszene der ersten Staffel beim Wort zu nehmen. Hier fragt der massige Kommandant der Nachtwache seinen Kämmerer Jon Schnee, dessen Bruder Robb gerade von den Bewohnern des Nordens zum König gekrönt wurde und sich nun im Kampf gegen seine Konkurrenten aufreibt: „Meinst du, der Krieg deines Bruders ist wichtiger als unserer? Wenn tote Menschen und Abscheulicheres uns in der Nacht verfolgen, meinst du, es ist dann noch von Belang, wer auf dem Eisernen Thron sitzt?“ Diese Frage ist aus dem Filmgeschehen heraus eindeutig mit „nein“ zu beantworten. Das, was sich nördlich des „Mauer“ genannten Schutzwalls abspielt – eine Migrationsbewegung, die sich einem anhaltend strengen Winter und den nach potentiellen Wiedergängern jagenden Weißen Wanderern verdankt -, übertrifft die Ränke im Süden erheblich, selbst wenn dort Drachen und „Seefeuer“ eingesetzt werden.

Eine bedrohliche Masse

Und noch ein Punkt spricht dafür, dass die Bedrohung jenseits der Mauer das entscheidende Thema von „Game of Thrones“ ist. Schaut man sich den Handlungsstrang auf dem Gebiet nördlich des Schutzwalls genauer an, fällt auf, dass er meist an dramaturgisch wichtigen Stellen eingesetzt wird: gleich in der Einstiegsszene der Serie, am Beginn der dritten Staffel, am Schluss der ersten, zweiten und fünften, dort meist mit Cliffhanger-Funktion. Dem Zuschauer wird also schon rein formal der Eindruck vermittelt: Selbst wenn sich die Handlung südlich der Mauer immer wieder bei wechselnden Machtverhältnissen einpendelt und auf einen neuen Platzhalter für den Eisernen Thron hinausläuft – der wahre Konflikt, die Sprengkraft der enormen Armuts- und Klimaflucht, ist nicht einmal angetastet.

In this image released by HBO, Jon Snow, portrayed by Kit Harington, left, appears with Mance Rayder, portrayed by Ciaran Hinds in a scene from season four of "Game of Thrones." The season five premiere airs on Sunday. (AP Photo/HBO, Helen Sloan) |© dpa, HBO„Ich habe ihnen gesagt, dass wir alle draufgehen, wenn wir nicht nach Süden gelangen“: Der Anführer der Wildlinge, Manke Rayder (Ciarán Hinds), erklärt Jon Schnee (Kit Harington), wie es ihm gelang, die Stämme nördlich der Mauer zu einen.

Im Kern handelt es sich bei „Game of Thrones“ um ein Flüchtlings-Epos – und zwar nicht um eines, bei dem, wie in der „Odyssee“, ein listiger Held ganz schön rumkommt, das träfe allenfalls auf die sozusagen „unbegleiteten Kinder-Flüchtlinge“ der Familie Stark zu (vor allem auf Arya), sondern um ein Flüchtlingsdrama, bei dem die meisten Betroffenen über weite Strecken eine trotz Verfolgung bedrohliche Masse darstellen – wobei die Serie, das muss man berücksichtigen, insgesamt wenige wirklich positive Figuren aufzubieten hat.

Keine Willkommenskultur

Auch wenn immer wieder einzelne Wildlinge wie Goldy, Osha und – mit Abstrichen – Ygritte und Tormund als Menschen wie du und ich dargestellt werden, so sind die Menschenfresser (Styr und Konsorten), Kinderschänder (Craster) und Barbaren bei den Wildlingen doch in der Mehrzahl. Selbst eine belesene Stimme der Vernunft in den Reihen der Nachtwache wie Samwell Tarly, der die Meinung vertritt „Wir haben keine 800 Kilometer lange und 200 Meter hohe Mauer errichtet, um unseresgleichen auszusperren. Die Nacht bricht an, … sie kommt für uns alle näher“ (Folge III, 10), wird in der vierten Staffel keinen Zweifel daran lassen, dass die auf die Mauer drückenden Wildlinge nur nach strengsten Kriterien einzulassen sind.

Der Wildling Tormund erklimmt die Mauer© HBONiemand wird ihn willkommen heißen: Der Wildling Tormund erklimmt die Mauer

Und auch Jon Schnee, der in der fünften Staffel zum Kommandanten der Nachtwache gewählt wird – und zwar, obwohl der Wahlkampf von seinen Gegnern zuvor auf die Alternative zugespitzt worden war: „Wollt ihr einen, der sein ganzes Leben lang gegen die Wildlinge gekämpft hat (Haudegen Alliser Thorne) oder einen, der mit ihnen ins Bett geht (John Schnee – er hatte eine Liebesbeziehung zu der Wildling-Frau Ygritte)? – selbst er spricht sich am Ende der fünften Staffel für eine Verbündung mit den Wildlingen allein mit der Begründung aus, dass nur auf diese Weise, wenn überhaupt, ein Sieg über die Weißen Wanderer zu erringen ist.

Der Zuschauer hält zur Mauer

Dramaturgisch gesehen wird dem Zuschauer in „Game of Thrones“ eher die Haltung aufgezwungen: Die Wildlinge sollte man besser nicht reinlassen. Dabei hat der Zuschauer gerade mal ein Dutzend von ihnen näher kennengelernt. Und als die ersten Wildlinge, darunter Tormund und Ygritte, in der vierten Staffel mit Steigeisen als Spione und Unruhestifter die Mauer erklimmen, kommt der Zuschauer nicht umhin, insgeheim zu hoffen, dass ihr Unternehmen scheitert. Der Zuschauer hält zur Mauer, deren Ursprünge schon die Bewohner der nördlichen Gefilde längst vergessen haben. Sie wurde nämlich nicht zur Abwehr von Wildlingen, sondern von Weißen Wanderern hochgezogen. Und genau dieses Zusammenwerfen von Gefahrenmomenten macht die Serie, bei Licht betrachtet, inhaltlich grobkörnig.

Alfie Allen & Sophie Turner Television: Game of Thrones (Game Of Thrones : Season 6) (TV-Serie) USA 2011-, / 6. Staffel, season 6 24 April 2016 SAP63856 A.P.L. Allstar Picture Library/HBO **Achtung** Für dieses Bild gilt: Nur redaktionelle Nutzung, Copyright: und/oder der vom Rechteinhaber beauftragte Fotograf. Verwendung ausschließlich für redaktionelle Berichterstattung in Zusammenhang mit diesem Film und entsprechender Filmtitelnennung. Cover-, Buch-, Kalendernutzungen und ähnliches nur nach vorheriger individueller Absprache. Fotovermerk ist obligatorisch und muß den Hinweis enthalten. Sofern angegeben sollte auch Nennung des Fotograf erfolgen. Kommerzielle Nutzung jedweder Art ist untersagt, eine Freigabe ist nur möglich, wenn die schriftliche Genehmigung des Rechteinhabers eingeholt wird. **Warning** This Photograph is for editorial use only and is the copyright of and/or the Photographer assigned by the TV or Production Company & can only be reproduced by publications in conjunction with the promotion of the above TV Programme. A Mandatory Credit To is required. The Photographer should also be credited when known. No commercial use can be granted without written authority from the TV Company. Rollenname(n): Theon Greyjoy, Sansa Stark© A.P.L. Allstar Picture Library, HBOAlles eine Frage der Perspektive: Dreharbeiten für „Game of Thrones“ – und wieder ist jemand auf der Flucht, diesmal Sansa Stark (Sophie Turner) und Theon Graufreud (Alfie Allen)

Schon in der Anfangsszene kommt es zu einer horrorhaften Vermischung von Wildlingen und Weißen Wanderern, die lange nachwirkt. Letztere haben nicht nur eine archaische Blutorgie mit allerlei Kadavern inszeniert, sie schicken auch in Zombies verwandelte Wildlinge ins Gefecht gegen die Menschen. Die Wildlinge werden dabei als komplett verdinglicht dargestellt, lange bleibt unklar, wo genau die Grenze zwischen ihnen und den Weißen Wanderern liegt. Gemeinsam jedenfalls strahlen sie den blanken Horror aus und wecken Urängste, denen die Stark-Familie zunächst nur dadurch zu begegnen können meint, dass sie einen Boten der schlechten Nachricht als Lügner und Deserteur hinrichtet.

Strukturell gesehen kann man die Wirkung, welche die Weißen Wanderer im Zusammenspiel mit den menschlichen Wiedergängern ausstrahlen, wohl am ehesten mit dem Schrecken vergleichen, den organisierter Terror zu erzeugen versucht. Dazu passt, dass die Weißen Wanderer zum Teil als Schläfer dargestellt werden; und auch ihre Unberechenbarkeit, kalte Unmenschlichkeit und die Willenlosigkeit, die sie unter ihren Anhängern erzeugen, ähnelt den Eigenschaften und Methoden terroristischer Organisationen.

So kann man zusammenfassend sagen: Der Mauer- und Eindringlings-Horror wird in „Game of Thrones“ in erster Linie dramaturgisch, als Spannungsmoment eingesetzt, wodurch ein beunruhigender Grundton angestimmt wird, der hängenbleibt, auch wenn die Autoren ihn mit durchschaubar guten Absichten immer wieder punktuell zu Gunsten der Wildlinge relativieren.

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Bemerkenswert ist vor diesem Hintergrund nun das Engagement zahlreicher Seriendarsteller für Flüchtlinge aus Syrien. In einem Video rufen sie zur Solidarität auf:

 

(Ein zweites Video findet sich hier.)

Fragen könnte man sich dabei, warum gerade die Stars von „Game of Thrones“ in diese exponierte Rolle von prominenten Flüchtlingshelfern geschlüpft sind? Und muss wohl zur Antwort geben: Davon abgesehen, dass man darin eine Bestätigung unserer Eingangsthese sehen kann, hat die Tatsache, dass gerade die Bösewichte der Serie die größten Redeanteile in dem eingeblendeten Video besitzen, wohl auch damit zu tun, dass es immer eine besondere Wirkung entfaltet, wenn Zyniker und erklärte Fremdenfeinde (qua Rolle) plötzlich eindringlich Gastfreundschaft einfordern.

Übrigens hat auch George R. R. Martin, der Autor der Buchvorlage für „Game of Thrones“ („Das Lied von Eis und Feuer“),  vor etwas mehr als einem Jahr in seinem Blog zu Solidarität mit den syrischen Flüchtlingen aufgerufen und sein Engagement explizit von dem damals schon xenophob auftretenden Donald Trump abgesetzt.

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Erst gegen Ende der fünften Staffel, nach dem sogenannten „Massaker von Hartheim“, bei dem Weiße Wanderer Tausende von – zur Flucht übers Wasser bereite – Wildlinge niedermetzeln, um sie anschließend wiederzubeleben und der immer größer werdenden „Armee der Toten“ hinzuzufügen, zeichnet sich zumindest ansatzweise ein Wendepunkt in der Bewertung der Wildlinge ab. Auf Jon Schnees Befehl hin lässt die Nachtwache die Überlebenden des Massakers die Mauer passieren. Allerdings wird der Kommandant Schnee diese revolutionäre Entscheidung nicht überleben, er wird vom reaktionären Flügel seiner Kameraden hingerichtet, ersteht aber dank eines Zaubers wieder auf.

FILE - This file image released by HBO shows Kit Harington as Jon Snow, left, in a scene from "Game of Thrones." "Game of Thrones" was one of the hottest topics on Facebook in 2015. (Helen Sloan/HBO via AP, File) |© dpa, HBOAuf der Flucht in ein besseres Leben: Ein von Jon Schnee angeführter Wildlings-Trupp versucht, Armutsgrenzen zu überwinden.

Doch trotz der zunehmenden Differenzierung ist „Game of Thrones“ auch nach Abschluss der sechsten Staffel (natürlich) noch kein in sich stimmiger Kommentar zur Weltlage, sondern nach wie vor in erster Linie eine höchst professionelle Spannungsmaschinerie, für die im Fall der Weißen Wanderer ein etwas schwammiger, aber stark nachwirkender Mythos eingesetzt wird.

Man muss jetzt abwarten, in welche Richtung sich das Epos fortentwickelt. Dass die Handlung auf eine eher magische Lösung hinauslaufen wird, bei welcher der „dreiäugige Rabe“ Bran Stark noch eine wichtige Rolle spielen könnte, der um die Weißen Wanderer aufzuhalten, freiwillig in den Norden gezogen ist, lässt sich aber schon absehen. Wobei mit einer magischen Lösung der Flüchtlingskrise in „Game of Thrones“ im Endeffekt vor allem ihre faktische Schwer-Lösbarkeit bestätigt würde.

Angesichts der momentanen Situation in Europa, der Türkei und Syrien kann man der Serie „Game of Thrones“ aber vor allem eine Lehre abgewinnen: dass Mythen, die künstliche Angst erzeugen, in Flüchtlingsfragen kein guter Ratgeber sind.

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22 Lesermeinungen

  1. Stud. phil.
    Wirklich sehr interessante Verknüpfungen! Mir fehlte aber besonders ein Punkt. Das Scheitern der Südländer ist vor Allem ihre Uneinigkeit und Ignoranz gegen die Bedrohung aus dem Norden. Die Flüchtlingskrise ist Symptom nicht nur der Bedrohung durch die Weißen Wanderer, sondern auch der fehlenden Bereitschaft der Großmächte, sich ihnen geschlossen entgegen zu stellen. Da sollte man auf Osha gehört haben, die bereits in der ersten Staffel ausdrückt, dass Robb mit seinen Truppen in die falsche Richtung ziehe, nach Norden müsse er.

  2. Woher kommen die Wildlinge
    Sind es nicht ursprünglich auch Bewohner Westeros gewesen, die man sich selbst überlassen hat. Wurden sie nicht dadurch ersten zu Wilden und Plünderern? Hier können die Buchleser sicher eher eine Antwort geben.

  3. Die Optionen, die zur Wahl stehen
    Laesst man die Wildlinge herein, dann kommen einige Gestalten, die man nicht haben will, aber man bekommt auch Verbuendete fuer den Kampf gegen die Weissen Wanderer. Laesst man sie nicht herein, werden die Weissen Wanderer sie mit Gewalt ihren Armeen hinzufuegen, und der Angriff auf die Mauer wird umso staerker.

    Die Parallelen zur Fluechtlingskrise sind unuebersehbar, die Optionen die Gleichen. Wollen wir neue Verbuendete, oder mehr Feinde?

  4. Gemischte Bilanz + Fragen
    Naja… so ein bisschen weit hergeholt ist das alles schon, etliche Details weichen ab zwischen Buch und Realität… die Wildlinge kommen nicht in Frieden, sie wollen erklärtermaßen die Leute südlich der Mauer abschlachten, ausplündern usw.

    Sie müssen erst militärisch besiegt werden, um zu einem friedvollen Miteinander bereit zu sein. Ich hoffe doch sehr, dass die GoT-Reihe in dieser Hinsicht fiktiv ist.

    Dann kommen die Flüchtlinge nicht in reiche Länder; Jon Snow lässt sie im Angesicht des nahenden Hungertodes aller herein, denn, wie es immer wieder so drohend heißt: „Winter’s coming“… und zwar über Jahre, ohne dass irgendwelche Felder bestellt werden können; diese düstere Perspektive mag (neben dem Eidbruch Jon Snows, dass er die Mauer verteidigen und eben nicht öffnen werde – und bei der Night’s Watch gibt es nur eine Strafe für Verrat) seine Kameraden bewogen haben, ihn als gefährlichen Verräter zu töten…

    Fragen über Fragen. Da werde ich dran zu knapsen haben.

    Schöne Grüße

  5. Falschherum gedacht
    Nun ein Migrationsdruck wird schon dargestellt. Und man kann vernünftigerweise vermuten, dass reale Ereignisse in die Darstellung eines fiktiven Werkes einfließen.
    Nur halte ich es für sehr unlogisch den umgekehrten Weg zu gehen. Man kann nicht von einem fiktiven Werk auf die Realität schließen. Was in der Fantasie eines (Drehbuch)Autors und was in der Realität passiert sind doch offensichtlich zwei verschiedene paar Schuh. In der fiktiven Geschichte passiert genau das was der Autor will, unabhängig davon was Echte Menschen in Wirklichkeit tun würden. Die Realität kümmert sich aber nicht darum was der Autor will.
    Die Idee, dass man der Serie im Bezug auf die Realität irgendeine „Lehre abgewinnen“ kann ist deshalb absurd.
    Man kann nur die Sicht des Schreibenden auf die Dinge erkennen. Und sich dann fragen ob man sie teilt.

    • Sicher?
      Sie sagen, dass man von fiktiven Werken nicht auf die Realität schließen könne. Würden Sie das wirklich so unterschreiben?
      Denken Sie zum Beispiel an Ihren Deutschunterricht Dort hat man auch Werke oftmals längst schon verstorbener Autoren interpretiert, also von einem fiktiven Werk auf die Lebensrealität geschlossen.
      Oder würden Sie sagen, dass Lessings Werk Nathan der Weise keine Lehren für die Realität bereit hält?

      Und dies war nur ein Beispiel, aber eins, welches ich für sehr eindrücklich und wichtig halte; gerade jetzt, in Zeiten des sich vermehrenden Populismus und antimuslimischen Ressentiments.

  6. Falsches Universum
    Um die Flüchtlingskrise zu verstehen ist GoT die falsche Sendung. Zumal dort von Nord nach Süd gestürmt wird, um einer Naturgewalt zu entkommen. Der Film, der die Flüchtlingskrise beschreibt heißt „angry Birds“ der Film.

  7. Erinnerungen an die Wikinger
    Die Wildlinge sind von der Anzahl kein Problem für die menschenleere Gegend im Norden. Nur ihre vorhergehenden Plünderungen sind eines. Eventuell Erinnerungen an die Wikinger.

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