Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die Kosten für Sex in der reichen, blauen Lagune

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Sozialen Aufstieg gibt es nicht zum Nulltarif: Wer nach oben heiraten möchte, sollte sich besser vorher über die versteckten Zusatzkosten und schlechten Leistungen derartiger Geschäfte informieren.

Domenica, sempre Domenica
Mario Riva

An Quadratmetern hat es uns eigentlich nie wirklich gemangelt. Schaue ich mich bei meinen Bekannten um, so gab es immer irgendein Haus, das bei einem Erbfall plötzlich da war, dann noch eines, und wenn ein Kind wirklich Ansprüche auf nennenswerte Wohnflächen hatte, war einfach schon genug Auswahl da. Zuerst vielleicht noch ein ausgebautes Dach, später eine ordentliche Wohnung mit 85 Quadratmetern zusätzlich, und wenn dann noch ein Partner oder eine Partnerin kam, konnte man damit schon etwas anfangen. Das wirklich eigene Haus kommt dann aber erst mit dem Bund der Ehe. Und daran, dass ich an einem Samstag Zeit habe, das zu schreiben, und es, wenn ich nicht in Sizilien wäre, von der klassischen 3-Zimmer-Wohnung aus täte, erkennt man, dass es bei mir nie so weit gekommen ist.

Allerdings endet auch meine Zeit an den südlichen Gestaden des Kontinents, den man früher Europa nannte und der heute eine deutsche-merkelsche Einflusssphäre ist, so wie der Warschauer Pakt halt auch nicht Warschau, sondern der Befehlsempfänger des Politbüros der KPdSU gewesen ist. Zum einen, weil jeder Luxus irgendwann enden muss und zum anderen, weil in Deutschland viel zu tun wäre; so etwa sollte irgendwann im Sommer, wurde mir bedeutet, die gute Freundin T. einer guten Freundin heiraten, die allerdings schon länger unvermittelbar ist und die folglich jemanden braucht, der mit ihr geht. Dieser Hochzeitsgast wäre dann eventuell ich gewesen. Das zumindest war der Plan, und er war so lange gut, bis die Eltern der Braut gönnerhaft den Vorschlag machten, dem jungen Paar doch das leicht restaurierungsbedürftige Haus zu geben, das sich irgendwie in das Familienvermögen geschlichen hatte, gut lag, hübsch war und obendrein dem Gatten jede Menge Gelegenheit böte, seine handwerklichen Fähigkeiten einzubringen. Denn es sei doch einiges daran zu tun.

Im Grossen und Ganzen kann man das als faires Geschäft bezeichnen, denn die Familie der T. ist nicht auf der Brennsuppn, sondern eher auf dem Kesselfleisch dahergeschwommen, und die Familie des Bräutigams hat ein paar Kinder zu viel, als dass man jedem Spross ein halbes Haus schenken könnte. Wer die heutigen Handwerkerpreise kennt, weiss natürlich, was man mit so einer Regelung alles sparen kann, und wenn man ehrlich ist, hätte die Familie T. für eine Sanierung sicher eine Viertel Million zahlen müssen. So wurde sie also ein Vermögensrisiko los, das junge Paar hatte einen leichten Start ins Leben, und der Gatte konnte der T. beweisen, dass er ein ganzer Mann war. Man kennt solche Aufgaben ja auch aus den Märchen, bei denen sie am Ende immer noch leben, wenn sie nicht gestorben sind.

Der Bräutigam ist dabei nicht gestorben, und man muss auch sagen, dass sich so ein Garten im Frühjahr leicht ausholzen lässt. Ausserdem waren die vorhergehenden Bewohner sauber und ordentlich gewesen; die Hauptarbeiten im Inneren waren also keine allzu grosse Sache. Wenn man an den Mauern nichts änderte. Allerdings wollte die T. einen grossen Hauptraum mit Kücheninsel, wenn sie schon kein wirklich neues Haus bekam, wie es andere auch mitunter bekommen, und das stellte sich dann doch als schwierig heraus, weil auch ein Teil des Gangs integriert werden sollte und… und so geriet die überschaubare Arbeit dann doch etwas umfangreicher als erwartet. Zuerst sah es noch so aus, als würde das Bad erst nach der Hochzeit neu gefliesst werden, dann aber wurde deutlich, dass man eventuell ein wenig die Hochzeit würde verschieben müssen, damit zumindest die Halle fertig wird. Wie ein Ritter lud der Bräutigam deshalb andere Recken für das Abenteuer ein, seine Freunde halfen ihm, und so schien es, als würden für ein paar Kasten Bier und ein paar Scheine alle Gefahren für das junge Glück aus dem Weg geräumt werden.

Das Werk also gedieh und die Braut und die Schwiegereltern waren zufrieden mit dem Fortgang des Märchens. Aber irgendwann müssen sie dann zusammengesessen sein und sich gesagt haben, dass die Leistung des Gatten schön und gut sei, aber man mal mit ihm wegen des Eigentums reden müsste. Und ob er einverstanden sei, dass das Eigentum am Haus in der Hand der Frau im Sinne einer Gütertrennung bliebe. Der Mann, ein echter Cavalier und wirklich überzeugt, das ganze Leben mit der T. zu verbringen in guten Tagen wie an den Tagen, da sie ihren Tennislehrer ihrer zukünftigen Tochter traf, sagte ja. Worauf sich dann die Familie der T. noch einmal zusammensetzte und den Gatten lobte. Dann aber folgende Rechnung aufmachte:

Die Eigenleistung des Ritters sei ja eigentlich auch nur eine Art Leistung dafür, dass er in dem Hause wohnen konnte. Also so eine Art abgearbeitete Miete. Auf Reallohn umgesetzt, wären das aber nur die Mietkosten, die er in so einem schönen, toprestaurierten Haus in Bestlage in wenigen Jahren würde aufbringen müssen. So gesehen wäre das geleistete Werk natürlich nur eine kleine Anzahlung, um dann ein ganzes Leben lang von der Familie der T. zu profitieren. Und wenn es ihm wirklich nicht um materielle Dinge ginge, dann wäre es doch nur gerecht, wenn er sich auch weiterhin an dieser tollen Immobilie beteiligte: Neben den Arbeiten und Nebenkosten stünde man deshalb auch vor der Frage, ob er folglich nicht auch eine Art Miete würde beitragen wollen. Nicht zu den marktüblichen Preisen der Region natürlich, schon eine Vorzugsmiete. Ich möchte an dieser Stelle einschieben, dass es sich in vielen gescheiterten Ehen als weise herausgestellt hat, auf Gütertrennung zu bestehen, und ich möchte auch sagen, dass es Fälle schamlosester Ausnutzung von Grosszügigkeit gibt. Und es ist natürlich jedem selbst überlassen zu überlegen, ob er wirklich die Preise für den Zutritt in diese Kreise zu zahlen bereit ist. Glauben Sie mir, man zahlt immer, auch ich zahle, ein Leben lang, aber es ist mir die Sache wert und ich kenne es nicht anders: Aber jeder muss selbst wissen, ob er in so einem System unten anfangen will. Da, wo er der Gattin im gemeinsamen Haus als Untermieter dient.

Ich war nicht dabei, ich war in Sizilien, das ich im April wirklich empfehlen kann, so blau ist das Meer und so grenzenlos blau ist der Himmel übe dem Hochzeitspaar, das hier letzte Woche vor dem Normannenschloss ausgelassen feierte. Jedenfalls, vielleicht stellte die T. die Frage nach der Miete ausgerechnet nach einem Tag, an dem der von ihr gewünschte Wasserhahn um Ver****** nicht in den von ihr gewünschten Marmortrog passen wollte. Oder dem Gatten waren vielleicht schon vorher gewisse Zweifel gekommen. Oder es wurde ihm schlagartig klar, dass er hier nicht eine Frau, sondern ein ganzes Abhängigkeitssystem mit Frauenfassade heiraten und lieben müsste. Nicht nur jetzt, sondern jedes einzelne Mal, denn natürlich gibt es bei uns auch Systeme, die grosszügig und freigiebig sind. Aber mit der T. hatte der Bräutigam halt eine von den materiell eingestellten Personen erwischt, über die wir sagen: Von den Reichen kann man das Sparen lernen. Und warum sollte man sich ein ganzes Leben etwas antun, das kein Reichtum ist, sondern eine Erwartungshaltung, der zu entsprechen eher schwierig ist?

Jedenfalls, der Moment war nicht günstig, ein Nein ergab das andere Nein. Eigentlich ist es ja zwangsläufig: Keine Miete, kein gemeinsames Haus, kein gemeinsames Leben, also kann man sich auch die Hochzeit sparen. Und deshalb sieht es jetzt so aus, als könnte ich eigentlich noch lang im schönen Sizilien bleiben.

Ich möchte den Vorgang natürlich öffentlich nicht bewerten, denn es ist nicht schön und ausserdem wird es jetzt, mit dem liegengebliebenen Haus, auch noch teurer als manche Scheidung, und das würde mir sicher viel Zorn einbringen. Allerdings: Ich würde so etwas nicht verlangen. Generell bin ich der Meinung, dass man bei der Heirat über Klassengrenzen hinweg dem Partner eine Art Trainingsgegner sein darf. Es ist vermutlich leichter, die Rituale an jemandem zu lernen, den man liebt, als dass man nach der Hochzeit vergleichsweise unvermittelt soziale Gegensätze ausbaden muss. Idealerweise legt man sich vorher für die Tanten ein paar arrangierte Ehen, Internetbeziehungen mit 100%-Deckung und Vernunftbeziehungen unter Gleichen zurecht, die krachend gescheitert sind, um den Clans zu verdeutlichen, dass erst das Unbezahlbare kommen muss, damit man über Preise reden kann. Oder man macht es wie die T., und hat jetzt wieder alle Optionen offen, ausser vielleicht ihrem Ex, mir, und all jenen, denen diese Geschichte gerade unter dem Siegel der äussersten Verschwiegenheit zugetragen wird. Wie gsagt: Wir alle zahlen den Preis.

HINWEIS:

Den Preis für das Blogsystem – das sich hier immer noch ein wenig wie das Bild No. 2 darstellt, weshalb auch keine Benachrichtigungen für neue Beiträge kommen, leider, es liegt nicht an mir – zahle ich mit einem Kommentarblog, bei dem alles einfacher geht.


63 Lesermeinungen

  1. Titel
    Oh weh. Hätten Sie das Haus „zur idealen Hälfte“ aufgeteilt, dann hätten beide eine echte ökonomische Abhängigkeit gehabt, so daß sie miteinander auskommen müssen, weil sonst das Elend absehbar ist. Aber mit solcher Melk- und Abdrängmethode wundert es nicht, daß da eben Essig ist mit gemeinsamer Zukunft.

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      Auch dann wäre eine Scheidung für ihn ein grösseres Problem als für sie gewesen, womit man wieder Druckpotenzial in der Beziehung hat.

  2. Schön gesagt und so wahr.
    “ …,dass erst das Unbezahlbare kommen muss,
    damit man über Preise reden kann.“

  3. Singing sexy Blues
    Partout, werter Don Alphonso, ein schoener Kommentar. Hat mich tief beruehrt, besonders wenn ihr „Held“ wie so viele zuvor, auf eine sonnige, wonnige, ewige Ehe hofften, nur um mit der Realitaet des Lebens zu kollidieren.
    So schoen, eine fromme Hoffnung auf „eternal Bliss“ zu haben, unter blauem Himmel, strahlender Sonne, glitzerndem Meer — im Land wo die Zitronen bluehen. Da bekomme ich ja Sehnsucht, mal wieder dort hin zu pilgern.
    Leider koennte ich nicht beim Lesen ihres Kommentar verhindern, an die traurigen Statistiken zu denken die heutzutage die Ehe bedrohen.
    Ich hoerte dass anscheinend so um die Haelfte aller Ehen (zumindestens in der USofA) in Scheidung enden. Bei zweiten Ehen soll es noch schlimmer sein. Mit diesen Zahlen im Kopf gehe ich immer mit einer gewissen Wehmut zu jemandens Hochzeit, und wuensche den huebschen jungen Leuten dass sie dieser traurigen Statistik entgehen.

    Ihre Bemerkungen ueber das Bauprojekt — so wie in ihrem zweiten Bild, werter Don Alphonso, bringt Erinnerungen, wenn so mancher meiner Kumpel seine Casa, Dacha, oder Sommerhaus konstruierte.
    Die Immobilien Helden, bezeichneten solche „Bauten“ als Handyman Special, und der zukuenftige Besitzter musste wohl schnell lernen mit Hammer und Saege umzugehen.
    Manche Ehe oder Freundschaft konnte so einen Schlossbau nicht ueberleben. Zuviel Stress, was?
    Dazu brachte sowas oft das Ende guter Freundschaften, besonders mit Kumpels die mit Pick-Up Trucks immer fest halfen mit dem Bau. Nicht nur um Bier zu transportieren, aber all das andere Material das man so braucht.
    So manches Project brauchte mehr als einige Kisten Beer. Ein oder zwei haetten eine Brauerei als Sponsor gebrauchen koennen.
    So ist nun mal das Leben, werter Don — an der Blauen Lagune wie am dunklen See in meiner Naehe wo am Abend ein Moose langsam am Wasserrand das Algae und Schilf verspeist ohne sich um jemanden zu stoeren. Nur Sex interessiert ihn anscheinend, denn er bruellt ab und zu und wartet auf eine Antwort aus dem Wald. Ob der gluechlich ist ?
    Ciao

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      Die Scheidungsquote ist meines Erachtens so hoch, dass sie irgendwann zum gesellschaftlichen Problem wird: Weil nur eine Minderheit noch versteht, wie man sich zusammenreisst.

      Und was die Bauerei für Liebe angeht; Da hat man oft den Eindruck, dass auch die grösste Tat oft nicht ausreicht, wenn auch ein Detail nur nicht passt, um alles in Bausch und Bogen abzulehnen. Ich finde es in Ordnung, getrennte Wohnungen zu haben, dann kann sie zu Ikea und ich ein Rennrad im Wohnzimmer haben.

  4. Tja,
    der Gatte in spe hätte das „Handbrevier für Hochstapler“ von Walter Serner lesen sollen. Darin findet sich die zeitlos-schöne Sentenz: „Ein Geschlechterverhältnis beginne, wie es mag. Nach einiger Zeit dominiert die Geldfrage.“

  5. Fumme und Daule
    Ein Leserkommentar auf FAZ.net macht folgenden Vorschlag:
    „Not macht erfinderisch“ heißt es. Das gilt zumindest für die Daulen. Sie haben dann die
    Wahl: erfinden oder fumm stellen.Wenn die sich dann fumm stellen, haben wir wenigstens
    Das Problem mit den Daulen schon mal gelöst, es gibt sie nicht mehr.
    Wir hätten nur noch Fumme. Das wäre doch mal ein Ansatz.
    Ich bin sicher den Daulen wird dann auch ein Lösungsweg für die Fummen
    einfallen.
    .
    m.E. nicht so arg O.T.

  6. Titel eingeben
    Über Intelligenz- u. Bildungsgrenzen hinweg übrigens auch. Aber die Liebe, sie rechnet nicht. Und Sex und Liebe sind eben auch schon mal zweierlei Paar Schuhe. Kunstfiguren haben oft beides nicht. Oder nur eines von beidem.
    .
    Es ist halt so: Armut passt zum Sex, Geld zur Liebe. Und große Männer fahren große Autos. Für Frauen mit großen Herzen und noch größeren Handtaschen. Und gerne überall hin.

    • Armut und Sex
      …zumindest bei den streunenden Katzen im östl. Mittelmeer ist das ein Volltreffer.
      .
      Ich habe noch nie schöner gezeichnete Katzen gesehen.

    • ...
      Und diese Schönheit ist ihr Kapital und hält sie in einem guten Ernährungszustand.

  7. Schwiegereltern
    In Franken sagt man weise: Für arme Eltern kann man nichts, für arme Schwiegereltern schon. Und in New York: Aim higher. Die Geschichte war doch schon am Anfang ein Schuss in den Ofen, ein sanierungsbedürfiges Haus haben reiche Leute nicht.

    • OH DOCH!

      Es gibt hier etwa eine enorm reiche Familie, die einen baufälligen Schuppen hat und darin jedes Zimmer an 4 Bulgaren vermietet, für 10 Euro die Nacht, hört man. Dagegen ist jeder Vermieter einer eleganten Vorstadtvilla arm dran.

  8. "Wer nix erheirat' und nix ererbt, bleibt ein armer Hund bis daß es sterbt."
    Und da das „Bescheißen“ in dieser Gesellschaft mangels Ethik und Moral gang und gäbe geworden ist, muß jeder sehen, ob er da mitspielen will oder sich noch im Spiegel anschauen mag. Man muß nicht immer zwischen „armer Hund“ und „apportierendem Schoßhund“ wählen, aber Selbstachtung ist besser als gar keine Achtung.
    Deshalb sind manche Leute zwar reich, aber trotzdem „arme Hunde“.

    • Nicht nur arme Hunde...
      Die N o t Ist allgegenwärtig.

    • Kenn ich anders
      Kann ich leider nicht bestätigen. Das Konto mag voll sein bei Einheirat aber man ist sicher ein armer Tropf. Und, raunzende Gören verwelkte S-Mütter könnte ich nur maximal 2 Stunden ertragen.

    • ...
      Sag ich doch! :-))

  9. Heirate nie eine Frau,die aus einer rein materiell eingestellten Familienkultur kommt.
    Das Unbezahlbare muss zuerst kommen,dass man überhaupt über Preise reden kann,wenn dann überhaupt noch.Am besten ,wenn die Eltern mit materieller Einstellung der Gegenseite gestorben sind.

    Schöne Geschichte!O wie wahr!

    Das erinnert mich an einen Bruder,der mit seiner Frau immer die Kosten für das Benzin(Mercedes)vor einer Fahrt aushandeln mußte,bevor man gemeinsam eine Fahrt unternahm.Die materielle Einstellung der Schwiegermutter(Baugeschäft am schönen Bodensee) war so überwältigend,dass sie nicht einmal der Bank Geld anvertraute,wenn es um die Überweisung der Kosten für eine zahnärztliche Behandlung ging,sie zahlte nur bar.

    Wie das alles enden kann,zeigte sich zuletzt,als der Bruder in das 20 km entfernte Krankenhaus gerufen wurde,wo seine eigene Mutter lag und es ihr sehr schlecht ging.Der Bruder mußte wiederum mit der Ehefrau wegen den Kosten des Sprits verhandeln und es kam zu keiner Einigung(wie es sich hinterher herausstellte).Stunden später verstarb die Mutter im Krankenhaus.

    Eine traurige Geschichte.

    Niemals sollte man sich auf eine solche Frau einlassen.Leider merkt man das als Mann oft zu spät.Deshalb schaut am besten die Schwiegermütter an und die Familienkultur der Gegenseite,um heiter bleiben zu können.

    • Titel eingeben
      Es gibt aber auch genug Töchter, die dann voll aus der Art schlagen. Das ist dann auch anders stressig, aber wie immer: Man zahlt seinen Preis und man muss damit umgehen können.

  10. Einheiraten
    Ist einfacher sein Leben nach seiner Leistungsfähigkeit auszurichten damit man sich selber alles kaufen kann. Anstatt diesen Frauen als Clown und Beschaffer zu dienen und man sucht sich das aus was zu einem passt. Das klappt bestimmt besser. Ausserdem ist man sein eigener Herr und man bestimmt selber.

    • Titel eingeben
      Katzeneigner wissen: Man ist nie sein eigener Herr, und wenn ich mir den Zwang heraussuchen kann, ist eine Frau, die ich mag, eine gute Option.

  11. guter Sex
    Man sollte das Ganze nicht so verbissen sehen. Vielleicht hat der Bau-Ritter ja die ganze Zeit super Sex mit seiner Frau gehabt. Das ist unbezahlbar. Für täglich guten Sex würden viele ihr ganzes Leben lang am Schloss der Prinzessin rumbauen.

    • Titel eingeben
      Dazu berichten die Schandmäuler der Region nichts. Für mich sieht das nach so einer langen Geschichte aus, die eine Manifestation brauchte, um bestehen zu können – haben sie zumindest vermutlich gedacht. Dieses „Jetzt oder nie“. Sex? Guter Sex? Ich kann es nicht sagen. Da ist eigentlich jeder Mensch ein Überraschungspaket (und ich ein Knallbonbon, aber gut).

    • Titel eingeben
      Täglich guten Sex braucht die Frau ganz genauso! Die „Schuldgefühle“ für den gehabten guten Sex nun auch etwas (materielles) leisten zu müssen, sollte die Frau ganz genauso haben.

  12. Mir wird schlecht...
    Sie haben so Recht (ohne Ironie)! Ich lese zum ersten Mal meine eigene Geschichte aufgeschrieben. Haben Sie Dank dafür.

    • Gern geschehen, es ist nicht das erste Mal, schliesslich kannte meine Oma auch schon die Worte „profitlich“ und „ruachard“.

  13. Werter D.A.
    Ihre Geschichte scheint doch kein solcher Einzelfall zu sein. Sowenig wie Höness oder
    ‚Schüttel- Schorsch.
    Dagegen war der Ex-BuPrä ja ein kleines Licht.
    Den jetzt Betroffenen wünsche ich soviel Fairness, wie sie selbst bereit waren für einen der
    Ihren in der Öffentlichkeit aufzubringen.

    • Ich will einfach von solchen Leuten nicht regiert werden, oder von denen Reden hören, oder mir sagen lassen, die wären Vorbilder. Man möge endlich das Maul halten und sachnah arbeiten.

    • Sie verlangen
      das Unmögliche bzw. das Unbezahlbare.
      .
      Da wird man über die Preise reden müssen.

    • Titel eingeben
      Letzteres ist ein Widerspruch in sich und geht deshalb nicht. Politik besteht nunmal in Reden, oft auch völlig abgezogen von der eigenen häuslichen Wirklichkeit. (Das war bei Rousseau und den Erfindern der Nachhaltigkeit schon so, aber sie haben dann längerfristig nach ihrem Ableben doch eine ganz andere Wirklichkeit erzeugt)

    • Titel eingeben
      Die CSU ist eben eine Partei, die „sozial“ groß geschrieben in ihrem Namen vor sich her trägt. Das zieht eben eine gewisse Klientel geradezu magisch an, und heraus kommt dabei ein System durchaus familiärer Parteifreundschaften und Patronagen, ein Betreuungsgeld für die Verwandten und Lebensgefährten – Schmid und Frau Bär sind da keine Einzelfälle. Solang die Wähler das brav mit Wiederwahl honorieren, scheint das ja sogar in gewisser Weise demokratisch ganz legitim zu sein.

    • Die CSU ist genauso wenig in fünf Jahren umzukrempeln wie die PDS. Das sind ja immer noch die gleichen Leute.

  14. sachnah arbeiten
    …das tun doch alle seit Jahrzehnten und die dadurch erlangte Kenntnis der Sachzwänge
    lähmen Staat, Gesellschaft und Wirtschaft schon genauso lange.

  15. hans
    Wie steht unser Meister Proper jetzt da? Wochen- gar monatelang an fremdem Haus herumgepfuscht, weder Steuern noch Sozialabgaben abgeführt, und als dumme Ausrede führt dieser verabscheuungswürdige Schwarzarbeiter „Liebe“ an. Knast oder Klapse, das ist hier die Frage. Wehret den Anfängen!

  16. Mein lieber Alphonso,
    da sind Sie ja gerade noch davon gekommen. Danken Sie Gott! Er wollte offensichtlich nur ihre Leidensfähigkeit testen. Da warten doch viel bessere Herrlichkeiten auf Sie, jenseits der kleingeistigen u. engherzigen Dümpelmoser des alten Europa!

    • Ach, ich bin in einem Alter, da ist das alles vollkommen egal. Aber das betraf ja eh nur einen indirekten Bekannten.

  17. Entspanntes Alter
    Jedenfalls hätte man sich bei der Überschrift deutlich mehr Erwähnung von Alkohol im Text erwartet. Noch dazu, wo das Thema so melancholisch ist. Byronesk – passt zu Ihnen! Naja, diesmal eben ohne das schwungvoll-genüßliche, das sie ja sonst pflegen, durch den fehlenden Sex, Alkohol etc. dann beinahe schon protestantisch in der Darstellung. Armer Kerl, dieser Bekannte. Aber wie gesagt: Glück gehabt! Auch eine Form der Gnade.

    • Titel eingeben
      Ja, ich weiss, Sex ist ein Desiderat, aber ich finde, das sollten Jüngere machen, bei mir sieht das auch nicht mehr so richtig prima aus. Als ich 20 war, habe ich mir geschworen, dass ich mit 45 kein alter Sack an der Bar sein werde, der Mädchen angafft, und das habe ich auch so umgesetzt. Ich habe meine Vergangenheit, sie war gut, und jetzt sind andere dran.

    • Glaube
      Ihnen kein Wort.
      Gut, Sie präferiern Rodeln und Tortenessen. Trotzdem, feige Ausrede. Die besten Jahre für Männer sind bekanntlich die zwischen 50 u. 150. Die Kunst ist eben sich zuvor entsprechend zu schonen. So, ich entlasse Sie wieder in Ihre Bartresenromantik.

    • Ganz ehrlich, ich hatte eine schöne, sorglose Zeit und bin damit das Relikt einer Epoche, die andere so nicht mehr kennen, die Unterschiede zwischen einer 25-Jährigen damals und heute sind enorm. Mit einem Auslandssemester war man in meiner Zeit schon Karrierist, dieses ewige Optimieren, das ich heute sehe, gab es einfach nicht. Würde man sich jetzt auf so eine junge Frau einlassen, würde man viele Probleme mitbekommen, für die man nicht gerüstet ist, und auf der anderen Seite ist es schwer, jemanden zu akzeptieren, der mit so einer enormen Wurschtigkeit durchs Leben geht. Und wenn man das dann noch stimmig haben will, bei Interessen und sozialer Herkunft, wird es enorm eng.

    • Aber die Opportunitätskosten!
      Haben Sie daran schon einmal gedacht?
      Außerdem: nicht so mit dem Alter prahlen, klingt doch alles nach ganz normaler 80er Jahre Sozialisation. Wo ist das Problem? Muss die Dame Ihrer besonderen Wertschätzung denn unbedingt exakt halb so alt sein wie Sie selbst? Ewiger Zahlenmythos. Wenn schon Zahlen, dann wie soeben erwähnt die Opportunitätskosten des Nicht-Heiratens bedenken!

    • Ich verrate wohl kein grosses Geheimnis, dass ich mit verschiedenen Altersgruppen zu tun habe und auch durch eine Tätigkeit in der Ausbildung lange mit jungen Frauen zu tun hatte. Und mit manchen sehr gut befreundet bin. Das ist prima, ich schätze das, für einen Abend oder ein paar Tage, aber auf Dauer, das weiss ich einfach, würde das nicht gut gehen. Nennen wir es einfach Erfahrung.

  18. Sexuelle Befreiung von Kindern?
    Vorherige Woche war ich im Grunde genommen froh, als sie meinten, ich sollte nicht noch mehr über Daniel Cohn Bendit und das Curriculum des Kinderladens, in dem er gearbeitet hat, schreiben. Einerseits fand ich, das Thema und diese Seite des europäischen Grünen sollte mal endlich auf den Tisch (ich habe dazu auch noch ein paar weitere Beobachtungen aus der Zeit), andererseits ist es mir persönlich zu ekelhaft. Nun bin ich froh, dass sich die FAZ dessen angenommen hat:
    .
    https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/cohn-bendits-paedophile-aeusserungen-danys-phantasien-und-traeume-12164560.html

  19. @binvonhier – aber ein Anekdötchen hätte ich dann doch noch:
    Über die deutsch-französische Grenze von 1968
    .
    Damals hatte ich mal wieder einen Superkrach mit meiner Mutter über die Rolle der Frau. Wutschnaubend stieg ich auf mein Fahrrad und fuhr mit dem eingängigen Bauer über Mainz und Worms nach Strassburg. Als ich über die deutsch-französische Grenze bei Weissenbourg wollte, hielten mich die französischen Grenzbeamten an und fragten, ob ich eine Schwester von Cohn-Bendit sei und nach Paris wolle.
    .
    Danach war meine Wut verraucht. Die Vorstellung der Grenzer, dass ich nach Paris mit dem Fahrrad fahren könnte, um dort Revolution zu machen, fand ich sehr komisch. Leider war mein schulfranzösisch sehr schlecht. Ich hätte gerne etwas dahingehend gesagt: „Den Daniel hab ich schon einmal in Frankfurt auf Augenhöhe getroffen. Da hab‘ ich festgestellt, dass wir nicht vom selben Schlag sind. Wie sie sich selbst überzeugen können, ich habe rote Haare und grüne Augen, der Daniel ist ein Rothaariger von der blauäugigen Art.”

  20. p.s.
    Weil ich wieder gut gelaunt war, rief ich von Strassburg aus nach Hause an, um zu melden, dass es mir gut ginge. Die verlorene Tochter wurde aufs herzlichste gebeten, so schnell wie möglich nach Hause zu kommen. Die Familie wolle nicht zum Dorfklatsch werden. Die Bahnkosten und alle anderen Unkosten würden zurückerstattet… “Ja, Väterchen!”

  21. @Binvonhier - Zu einem ernsteren Thema
    Im Anbetracht dessen, dass die FAZ beim NSU Prozess kein Los gezogen hat, frage ich mich, ob das BVG das gleiche Lotterieverfahren für die ESM Anhörung benutzen wird. Falls so, sollte man dann als engagierter Bürger, 1000 Freunde bitten, sich um einen der wenigen Plätze für Normalmenschen zu bewerben? Statistisch sollte einer unter 1000 einen kriegen. Den können wir dann an die FAZ für die überregionale Berichterstattung weitergeben.

    • @ Der Tiger
      Toll, ja jetzt kaufen Sie sich halt die Brigitte.
      Auch wenn nicht blauäugig.

    • ...
      Auf FAZ.net schießen schon die tollsten Vermutungen über die Berichterstattung der
      Brigitte ins Kraut.
      Man munkelt Frau v.d.L. steckt dahinter zwegens Frauenquote.

    • Man sollte weiterhin über den Verfassungsschutz und sein Versagen reden und nicht über Lose.

    • Quotenplätze
      Seid wann schreibt die Brigitte über Gerichtsverhandlungen? Will die Modezeitung die Roben der Anwesenden analysieren?
      .
      Es ist mir allerdings schon aufgefallen, dass es verhältnismäßig wenig Frauen gibt, die sich für Verfahren am BVG interessieren. Ich muss mal meinen befreundeten Richter vom Frankfurter OLG fragen, ob ich Frau von der Leyens Quotenargument benutzen kann, um einen Sitz zu ergattern. (Er ist mittlerweile pensioniert, und kann mich uneingeschränkt beraten.)

    • Man sollte
      Man könnte auch, wenn die öffentliche Profilierungsucht nicht stärker wäre.

    • @don
      Sehr geehrter Don! Über das Versagen des Verfassungsschutzes kann man nur reden, wenn man etwas weiß. Über die Lose wissen wir, also kann man reden. Ich finde das Lotterieverfahren des Gerichts grotesk.

    • Jetzt
      bin ich auf ‚die Rache der Enterbten‘ gespannt.

  22. o.t. (om topic)
    war letztes Wochenende auf eine Silberhochzeit in Unterfranken eingeladen,
    so etwas gibt es noch, eher selten, war sehr schön, ein wenig im spät-aristokratischen
    Miliieu angesiedelt, aber gegen alle Anfeindungen durchgefochten.
    Richtige Paare schaffen das , against all odds, hehe, mfG, T.

  23. Ist da Kohle in den Losen?
    Als harmloser Leser der Diskussion hier ueber das Verlosen von Presseplaetzen fuer den erwaehnten Prozess, wundere ich mich warum man sich nicht begnuegt einen Reporter von einem Pressedienst zubenutzen, der dann fuer all die anderen Blaetter berichtet? Syndikation von Berichten? Gabs doch schon ewig, was?
    Zugleich fragt man sich ob die Gewinner eines Presseplatzes erlaubt sind ihren gewonnenen Sitz an ander Medien zu verkaufen? So wie wenn jemand Optionen auf der Boerse kauft und verkauft.
    Mit satirischem Verlaub — Ein zynischer Beobachter dieser Szene fragt dann wieviel Kohle so ein Platz wohl wert ist?

  24. @EgonOne
    Da die Veranstaltung sowieso in Revision geht, nicht sehr viel. Wer will schon seine Zeit auf etwas verschenken, dass schon jetzt outdated ist. Irgendwann wird ja mal irgendjemand fragen, ob die Polizei endlich herausgefunden hat, mit wessen DNA die 40 Wattestäbchen kontaminiert wurde. Solange das nicht geklärt ist, könnte diese Person die Täterin sein.

  25. Die deregulierten Finanzmärkte
    Bieten m.E. noch die beste Interpretationshilfe, für das was da in den Medien vor sich geht.

  26. V wie Victory
    Von Ackermann lernen heißt Siegen lernen.
    .
    Wahrscheinlich glauben die deutschen Medienvertreter, sie könnten ihren ausländischen
    Kollegen etwas ‚Entwicklungshilfe‘ bieten.

  27. @Binvonhier
    Meinen sie das Monster, von dem der vor-vorherige BuPrä sprach, als er noch BuPrä war? Die Angelegenheit hat allerdings monströse Züge. Oder wollen Sie damit andeuten, dass irgendjemand glaubt, hinter Frau Zschäpe stünde das Monster? (Dass sie es selbst ist, ist bei ihrem Verhalten – wie dem von Frau Becker im RAF Prozess vor zwei Jahren – wohl kaum annehmbar)

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