Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die unbestreitbaren Vorzüge einer geschlossenen Gesellschaft

| 250 Lesermeinungen

I hear the sound of a gentle word
On the wind that lifts her perfume through the air
Beach Boys, Good Vibrations

Frauen, sagt man, machen sich dauernd darüber Gedanken, was Männer von ihnen denken. Ich habe noch keinen Gedanken daran verschwendet, was Frauen oder generell, andere Menschen von mir denken, denn ich bin ein Mann. Männer denken nicht so, sie nehmen, was sie kriegen können, und mit dem Rest sollen sich andere herumschlagen. Es ist mir völlig egal, ob eine Frau sexuelle Phantasien mit mir hat, und jetzt, wo es so weit ist, kann ich nur den Kopf schütteln: Es handelt sich weniger um die Art Frau, an der ich ein Interesse haben würde, sozial bewegt und auch sonst von der Erscheinung her eher unmondän, und sie träumt davon – nun, nicht es mit mir zu treiben, sondern mich aus meinem Haus zu treiben. Anlass ist der Umstand, dass ich einem leicht übergewichtigen und notorisch übel gelaunten Mann den Start in den dritten Staatsdienst nach Uni und Stasi versaut habe. Es ist durchaus verständlich, danach von mir zu träumen, denn ich bin schlanker, sportlich und werde hier nicht zurücktreten müssen – als Kunstfigur ist es im Gegensatz zur SED nachgerade unerlässlich, falsche Angaben zur eigenen Geschichte zu machen. Nur die Vorstellung, mich aus meinen angestammten Gemäuern zu jagen – naja.

kugd

Also, das wurde mir heute jedenfalls zugetragen, per Mail, als ich gerade einkaufen war. Wir haben aus Gründen, die Sie nichts angehen, aber für mich sehr erfreulich sind, einen gewissen Bedarf an weiterem Weihnachtsschmuck, und das Schöne an meiner Heimatstadt ist, dass man damit auch die hiesige Queerszene fördern kann: Die prächtigsten und alles andere als günstigen Kugeln haben sie schwulen Friseure, die zu diesem Anlass das ganze Erdgeschoss ihres Ladens in ein Glitzerparadies für Besserverdienende umgebaut haben. Wir nahmen einen Korb und dann noch einen Korb und ich fragte, ob ich auch mit Karte zahlen könnte, aber als die Tüten bis zum Rand gepackt waren, merkte ich, dass ich auch problemlos bar zahlen konnte. Unterdessen wies mich jemand per Mail auf den Wunsch meiner Austreibung hin.

kugb

Die Kugeln sind so überzogen, man muss sie einfach lieb, wo war ich, ach so, ja, also, jedenfalls: Es liegt mir fern, die betreffende Dame mit dem unzüchtigen Traum hier öffentlich wie diese Grün-SED2.0erin vorzuführen und vielleicht auch noch aus ihrem Account Bilder zu zerren, auf denen man eine Ahnung von ihren beengten Wohnverhältnissen bekommt, denn das wäre nicht charmant. Aber etwas anderes ging mir durch den Kopf, als ich die Kugeln an meine diversen, achtflammigen, mit Wolframdraht die Polkappen schmelzenden Kronleuchter hing: Es ist mal wieder typisch für Niedrigunwohlgeborene, dass sie ernsthaft glauben, mit so einer Enteignung sei es getan.

kugf

Das wünscht sich nämlich eine, die schon einmal darüber geklagt hat, die Nebenkostenrechnung belaste sie sehr. Vermutlich projiziert sie ihre Angst, irgendwann auf der Strasse zu stehen, auf mich: die Angst in ihr ist stark, es ist eine ganz schlimme Vorstellung, und sie möchte sie jemandem anheften, den sie nicht schätzt. Das Problem an der Sache ist, dass so eine üppige Immobilie nur ein sichtbarer Ausdruck jener Klassengesellschaft ist, die sie immer nur von unten erleben wird. Ich finde das gar nicht so entscheidend. Entscheidend ist es, eine oder zwei Tüten Kugeln kaufen zu können, und noch zweimal unter dem Gelächter der Friseure umzudrehen, um noch weitere zu nehmen, ohne sich deshalb Gedanken über die Auswirkungen auf das Konto zu machen. Ich kannte in Berlin Leute, die Angst davor hatten, die EC-Karte könnte vom Geldautomaten eingezogen werden: Das ist nicht das Gefühl, in dem ich aufgewachsen bin. Ich bin mit dem Gefühl gross geworden, dass man nicht prassen soll, aber dass man sich durchaus etwas leisten kann. Es gab in meiner Familie keine Angst, irgendwann vor dem Nichts zu stehen. Es gab nur die Frage, wie sich wohl das nächste Jahr entwickeln möchte.

kuge

Ich hatte, was die Zukunft anging, eine sorgen- und angstfreie Jugend. Wie alle in unserem Viertel, in dem die Ehen vorbildlich hielten und man wollte, dass die Kinder es einmal noch besser haben. Wenn man mich fragen würde, was das Charakteristikum des Aufwachsens in besseren Kreisen ist, würde ich nicht über das Vermögen reden, sondern über die Freiheit von Angst. Über Zuversicht. Über das Vertrauen, dass sich schon alles finden wird. Das Vertrauen mag völlig überzogen sein, und manchmal lässt einen das Schicksal spüren, dass man sich auf dünnem Eis bewegt: Aber manche Sorgen, die für andere eine tägliche Erfahrung sind, lernt man einfach nicht kennen. Es gibt viele arme Journalisten, die in schwierigen Verhältnissen leben. Ich habe mich bei der FAZ noch nicht einmal selbst beworben. Als ich nach Frankfurt eingeladen wurde, fand ich das richtig, kaufte unterwegs Torte bei Schloss Pommersfelden, und alles fügte sich.

kugg

Mir ist völlig klar, dass es die falsche Haltung gegen das Leben und das unerbittliche Schicksal ist. Unsereins müsste sich viel mehr Sorgen machen, statt im Glanze des Daseins wie eine Christbaumkugel zu funkeln. Wir sind alle gleich zerbrechlich, wenn wir fallen, aber manche wissen genau, wie das ist, und haben Angst. Panische Angst. Angst, die Post zu öffnen, bei unbekannten Nummern ans Telefon zu gehen, Angst vor dem Morgen und dem, was sein wird, wenn sie einmal alt sind. Mir verdirbt die Ansicht von Rentnern, die Flaschen sammeln, den Tag, weil dieser Staat sie so verächtlich behandelt und Milliarden für eine gescheiterte Banken- und Migrationspolitik verpulvert. Es sollte so nicht sein. So geht man mit alten Menschen nicht um. Für viele andere ist es etwas, das ihnen tatsächlich droht. So ein Dasein als flatterhafter Ausprobierer muss man sich wirklich leisten können: Ich kann das. Bei den anderen kommt das dicke Ende, wenn sie von anderen flatterhaften Ausprobierern verdrängt werden. Meine Augen tränen vom herab fallenden Glitzer der Kugeln. Die Augen der anderen sind dauernd voller Verzweiflung.

kugc

Verlässt man die eigenen Viertel und lernt man solche Menschen kennen, sollte man besser vorsichtig sein, und die eigene Zuversicht mit Tarnsorgen überdecken. Meine Erfahrung ist, dass sehr viele Menschen mit notorischen Ängsten enorme Probleme mit jenen haben, die kein Wässerchen trüben können. Das mündet oft in Aggressionen, und solche hols-der-Teufel-Kugelorgien würde ich wirklich nur machen, wenn ich genau weiss, die Partner sind das gewöhnt und können damit umgehen. Ansonsten vertuscht man die grenzenlose Zuversicht und die Überzeugung der eigenen Vorbestimmtheit für das bessere Dasein, oder man riskiert eben, dass andere nicht das emotionale Instrumentarium haben, damit umzugehen. “Normale” Menschen verstehen nicht, was andere depressiv macht, und genauso denken sie, dass in meinen Kreisen irgendwo ein ganz dicker Haken sein müsste. Den dicken Haken, glauben sie, gibt es doch immer. Und dann gibt es doch nur einen Haken für die Samtbänder der roten Glitzerkugeln.

kuga

Das ist alles noch kein Schicksalsschlag, pflegte meine Grossmutter bei den kleinen, unvermeidlichen Haken des Daseins zu sagen, und ich plappere das gedankenlos nach. Es gibt welche, die das einsehen, und welche, deren Probleme und Ängste ich damit falsch einschätze – die explodieren dann. Die ertragen das nicht, für die bin ich und diese ganze Haltung eine Herausforderung, eine Zumutung, eine Verhöhnung, und erstaunlicherweise gar kein gut gelauntes Geschenk Gottes. Wir sind nach Schicksalsschlägen schneller wieder obenauf, kleine Niederlagen sind uns egal, wir segeln über die Riffe frohgemut hinweg und glauben, auch mit einem Leck noch in den Hafen zu gelangen. Alle in meiner Familie sind sicher, dass die mit dem leeren Tank noch 200 Kilometer weit kommen, nur ganz selten bleiben wir liegen, und dann ist in der Nähe meist ein Schloss oder ein schönes Gasthaus, und die Landschaft ist prächtig. Sorgen macht man sich erst dann, wenn es soweit ist. Das ist eindeutig eine Fehleinschätzung der Realität und ein Charakterfehler, aber letztendlich lebt man damit gut, während andere schon von Sorgen gepeinigt sind, ohne dass es nötig wäre. Natürlich kann man materiellen Besitz auch verlieren, vorletztes Jahr wäre hier beinahe eine Gastherme explodiert. Aber diese grundlegende Zuversicht, die wurde uns so anerzogen, und sie ist ein grosses, wirklich grosses Geschenk, das einem kein Neider nehmen kann. Mir tun Flaschensammler trotzdem leid, und die Kinder von Paaren, die sich ohne echte Not, nur aus Dummheit und Arroganz trennen, wegen Selbstverwirklichung und Unlúst, die Zähne zusammen zu beissen. Es wird schwer für diese Kinder, Teil jener Gesellschaft zu werden, die für Sorgen und Ängste so gut wie möglich geschlossen wird.

Schlucken, sagte meine Grossmutter immer. Schlucken. Und sie hatte besonders zu Festen damit wie immer recht. Also, schlucken Sie die kommenden Tage, auf dass auch ihre Gesellschaft für Unschönes geschlossen bleibt.

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250 Lesermeinungen

  1. Titel eingeben
    „Mir verdirbt die Ansicht von Rentnern, die Flaschen sammeln, den Tag, weil dieser Staat sie so verächtlich behandelt und Milliarden für eine gescheiterte Banken- und Migrationspolitik verpulvert. Es sollte so nicht sein. So geht man mit alten Menschen nicht um.“

    Oh ja, wie wahr!

  2. Nach Ihren Einlassungen...
    …auf Twitter hatte ich etwas völlig anderes erwartet. Aber Sie haben Recht: Letztlich fährt man am besten damit, die Kugeln baumeln zu lassen und dem allfälligen Unglück aus dem Weg zu gehen.

  3. das Vertrauen, dass sich schon alles finden wird
    das ist es und es ist auch so wahr, dass man das durch seine Familie bekommt – oder eben nicht. Wenn man mit dem Grundvertrauen an das Leben herangeht, dass alles gut wird, dann tut es das auch meistens. Und wenn mal nicht, ist die Familie da, die weiterhilft. Man rappelt sich wieder auf und macht weiter.
    Wir haben das von unseren Großeltern und Eltern übernommen und an unsere Kinder weitergegeben. Ein kleines Stückchen Bessere Welt – vielleicht.
    Meine Großmutter kam kurz vor Kriegsende mit ihren Söhnen und nur einem Handwagen voll in einer hässlichen Stadt im Osten an – gerade noch rechtzeitig, bevor die Russen ihre Heimatstadt übernommen hatten. Trotzdem war sie immer fröhlich, nie hab ich sie klagen hören. Diese Heiterkeit hat mein Vater gehabt und ich denke, ich habe sie weitergegeben.
    Die Abiturfeier unseres Jüngsten ist mir unvergesslich: da standen 30 junge Menschen so voller Zuversicht und Selbstvertrauen, dass sie alles kriegen, was sie wollen – denn wenn man auf dieser Schule war, kann man alles. „Elite braucht kein Motto“ war ihr Abschluss-Spruch.

    Im Übrigen sind die Kugeln aus Lauscha auch sehr schön. Nicht die, die man auf den Weihnachtsmärkten findet – die sind ok. Aber die richtigen Schmuckstücke bekommt man direkt bei den Glasbläsern. Und da gibt es kleine Kunstwerke für alle Jahreszeiten :)

  4. Angst fressen keine Torten auf
    Danke Rainer.
    Der beste Text seit der Ode an die Kiesauffahrt. Nicht stilistisch, aber im Sinne des Optimismus.
    So ist es, auch wenn die Maestro-Card (der euphemistische Nachfolger der EC-Card) schon mal ohne Konsumeinheiten wieder aus dem Slumautomaten kam. Denn sie kommt immer raus, bringt nur nicht immer was mit.
    Bis ca. 1999 konnte auch das Mittelstandskind ohne diese Angst aufwachsen…keine Angst vor ruinösen Zeiten oder der Mandarin sprechenden Webdesign-Konkurrenz.
    War das Jahr nicht so gut, ging es im Sommer halt in die Zweitwohnung an der Lübecker Bucht, nicht an die Côte d’Azur und ist der Tank leer, kommt entweder der ADAC oder ein Logis de France.
    Die Zeiten mögen vorbei sein, die Angstfreiheit bleibt aber. Manchmal muss man mit Tarte leben, die Kirschsahne muss ja auch noch gebacken und geschichtet werden.
    Und in Berlin gibt es bald Pfand auf Coffe to go Becher, der Wohlstand der Massen ist also auch im Sozialismus 2.0 nur noch eine Soja-Chai-Latte entfernt.
    Und während wir den Ritt auf der Rasierklinge oder dem Jaufenpass genießen, fordert das Politbüro ja keine Angst aufkommen zu lassen, während jede ihrer Phrasen pure Angst verströmt, die Folgen ihrer Politik könne Christbaumkugelwerfende Wut wecken.
    Gesegnete Weihnachten

    • Titel eingeben
      Kommt die Karte geflogen
      piepsend aus dem Automat
      hat kein‘ Zettel im Schnabel
      vom Finanzamt einen Gruß!

      Wem das noch nicht passiert ist (und die machen davon pro Amt schon mal zwei Dutzend jede Woche, natürlich nur beim Pack), der hat eine Erfahrung weniger, die – sagen wir mal, verzichtbar ist.

      Die Karte kommt immer raus? Das wiederum sagt nur, wer noch nicht an einen kaputten Awtomat geraten ist. Da das nicht irgendwo, sondern in einer Geschäftsstelle war, bin ich am nächsten Tag wieder hingedackelt und wurde auch schon erwartet. Die kleine EC-Karte möchte von ihrem Besitzer abgeholt werden!

      In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

    • Angst fressen keine Torten auf...
      Klasse, der Schlusssatz! Habe auch das Custer-Syndrom: eitel, dumm und furchtlos.
      Die Nebelkerzen aus dem Mund der Kanzlerin stimmen selbst mich ein wenig klamm.

  5. Na, die zweite Andeutung, ich ahne was, Don, da ist wer im Busch
    im alphonsinischen Palais, und es ist keine unattraktive, prekäre grüne Gurke, mit Stasi oder SED oder Nazieinschlag, nein, bestimmt eine elegante Person, die zu Ihnen…na, nicht in krassem Widerspruch steht.

    Sie werden uns doch nicht zum, untechnisch gesprochen, Altgesellen , werden ?

    Was die grüne Neidnudel angeht, ist denn Holm wirklich schon abgeschossen ?

    Können 350 Gendertröten auf Regimentskosten, also unsere (Kosten, nicht Tröten !) , irren ?

    Wissenschaftlerinnen, linke..hmmm Schamanismus und feministische Besserwisserei als Fach, oder irre ICH da ?

    Höchste Zeit, den übellaunigen, fetten Stasi-Klops mit lässiger Handbewegung von unser aller Brieftasche zu wischen !

    Da, geh‘ er was arbeiten, einen Krampen, eine Schaufel, das wird er wohl derbandeln, Denunziantenwanst, er !

    Oder soll mer ihn mit die Hundt vom Hof jagen ?

    Ja, wen möchten prekaristisch-schmucklose Linkskröten, unliebbare Feministinnen, nicht enteignen ?

    In fahle Petra-Kelly- Attraktivität fast vergeß’nen Angedenkens gehüllt, wie zwergische Ministerlein ihre Maasanzüge gleich einer härenen Kutte herumschleppen, ihren Schneidern zum ewigen Spott, träumen die bucklig-veganen Wurzelfresserinnen davon, durch die Betriebskosten einer knappen Woche in die Dauerinsolvenz herunterzubrechen, der schlimmste Alptraum (nix Alb..wo samma denn dahoam!?) als nicht realisierte Folge ihres Wunsches.
    Die alten Chinesen sagten ihren Feinden- Mögen all‘ Eure Wünsche in Erfüllung gehen !
    Bitterer kann eine Zigeunerin einen auch nicht verfluchen.

    Nein, der Dame ihr Wunsch soll nicht in Erfüllung gehen, sie soll ein allfälliges Mandat an einen AfD-ler verlieren, ihre Seilschaft soll sie nicht mehr mögen, weil sie die Besserwisserei übertrieben hat, und ihr Hartz4 Berater soll ihr die Stütze wegen Verschwendungssucht streichen, weil sie eh schon so fett ist.

    Das tut’s auch, da braucht keiner die antiken Goyard-Koffer abzustauben, Palais wes‘ Palais ist und gebührt, und die bleede Antn soll am Schloßteich schwimma !

    • Ja,
      die Moserschen Kommentare haben auf mich auch meist eine stimmungsaufhellende Wirkung. Danke und Frohes Fest!

    • Danke schön, man beißt die Wadln, wo man sie erwischt !
      Auch Ihnen, und allen Fröhliche Weihnachten, und bekommen Sie mehr geschenkt, als Sie verschenken, es soll ja auch ein Geschäft sein.

      Zumindest, wenn man den Geschäftsleuten glaubt.

  6. Das war ...
    eine gute Weihnachtsgeschichte, mit Moral und allem was dazugehört.

    Ich wünsche Ihnen und Ihrer bissigen, lustigen, netten, nörgelnden und vor allem schlauen Kommentatorengesellschaft angenehme Feiertage.

    • Ihnen auch ,Zaungast, Fröhliche Weihnachten, z'Fleiß und weil's
      wahr ist !

      Mit Gans oder Karpfen oder Würstchen oder Sardinen, je nachdem, was Familienbrauch ist.
      Und Baum (hähähä) , bestimmungsgemäß.

      Aber vor Heiligabend schreibt man sich ja eh noch, außer , Sie verreisen ins Computerlose.

  7. Titel eingeben
    Welch unschuldiges Vergnügen. (-;

    Palle natalizie in vetro cristallo di Murano sind das aber nicht ….
    BücherRücken sind auch ganz hübsch *eg*

    • Danke für den Tip!
      Muss es aber immer Murano sein? Onkel Ludger meint das auch. Aber der hat immer ganz eigene Ansichten.

    • Arabella sagt: 21. Dezember 2016 um 15:45 Uhr
      Es gibt wohl sogar genügend regionale Produkte; Von Bodenmais über Riedlhütte bis Zwiesel gibt es seit dem 15. Jh. eine ununterbrochene Tradition der Kristall- und Glasherstellung ….. andernfalls halten auch die Ösis aus Tirol Kristallware bereit.
      Der Blogbetreiber scheint mit seinem Einkauf bunter Ware eher den Osten zu fördern …. im Erzgebirge gibt es auch einschlägige „Manufakturen“.

  8. Es sind die kleinen Dinge
    Die einen trachten freudlos ständig nach dem Geld anderer Leute, die anderen erfreuen sich an Torte im Kellerhaus Pommersfelden oder eben an solchen weihnachtlichen Preziosen.
    Vielen Dank für schöne und nachdenkliche Stunden beim Lesen Ihrer Blogs.

    Uns allen gesegnete Weihnachten.

  9. Herzlichen Dank für die Aufmunterung
    ich selbst befinde mich zur Zeit in einer beruflichen Umbruchphase. Aus einem Job raus und noch keinen neuen gefunden. An sich sollte man sich Sorgen machen. Aber ich denke an Weihnachten bei Mutti, wie es früher in der Kindheit mal war, man war umsorgt, alles war im Lot, damals schneite es sogar meist noch, Weihnachten durfte man noch sagen, man ging in die CHRISTmette, und hängte nicht politisch korrekt zu Hause die Kreuze ab. Gegen 15 Uhr an Heiligabend wurde der Baum geschmückt, das Krippchen hervorgeholt, geschmackvolle Kugeln, Lametta. Dann ging man oft noch raus zum Schlittenfahren bis zur Bescherung, vor dieser Aufwärmen in wohlig geheiztem Wohnzimmer mit offenem Kamin, im Raum Geruch von Zimtsternen, Lebkuchen, Glühwein. Nach Auspacken der Geschenke (als Kind wollte man immer Spielsachen, meist Flugzeuge) war dann weiter Zufriedenheit in Geborgenheit angesagt.
    Zum Dank dafür war man ein ordentlicher Knabe mit besten Leistungen in der Schule, Lehrerliebling und öfter auch Klassenprimus, auch dort ordentliche Verhältnisse, Geborgenheit, die Maßstäbe in Deckung mit der Restgesellschaft, zumindest einigermaßen. Ja, damals machte Schule noch Spaß. Statt der heute üblichen weltfremden rot-grünen Apparatschiks, die einen mit Ideologie vollsülzen, einem aber nichts Nützliches vermitteln können hatte man Lehrer, die bei aller Abstraktionsfähigkeit den Sinn für das Praktische und auch ihren gesunden Menschenverstand nicht verloren hatten.
    Wenn man sich das Chaos in unserer Gesellschaft von heute ansieht, die Hetze und Hektik, der völlige Verlust ordnender Strukturen, die einem Geborgenheit vermitteln, ja, dann denkt man gern an sie zurück, die gute alte Zeit.
    Und das werde ich auch versuchen dieses Weihnachten zu tun. Ich blende aus: die Ungewissheit, die mit dem beruflichen Umbruch verbunden ist, Genderirrsinn und hässliches Emanzengekrähe, rot-rot-grüne Alternativspießermoral, das politisch korrekte Fass ohne Boden (ich denke dabei immer an die Weissagungen in der Apokalypse, in Verbindung mit dem „Falschen Propheten“ und den Mechanismen, die der Satan geschaffen hat um einen daran zu hindern die falschen Propheten wieder los zu werden),die unheilige Hetze und Hektik, die mit der „Offenheit“ einer Gesellschaft verbunden ist, die scheinbar schutzlos dem Globalisierungsmoloch ausgeliefert ist, die Katastrophenmeldungen dieser Tage, die so gar nichts mit Weihnachten zu tun haben.
    Ich halte mich hingegen fest am Sieg von Donald Trump, der seinen Bürgern jetzt bewusst wieder „Merry CHRISTmas“ gewünscht hat (seine Großmutter väterlicherseits war aus Deutschland und hieß, vielleicht bezeichnender, Elisabeth Christ, wer sich Bilder von ihr im Internet ansieht wird eine verblüffende Ähnlichkeit zum jungen Donald feststellen), für viele Amerikaner gibt es wieder Hoffnung, in die Geborgenheit zurückzukehren. Und als studierter Anglist und Diplomübersetzer für Englisch und Französisch (Schwerpunkt amerikanisches Englisch) ist man darauf besonders stolz und hält sich daran fest.
    Also trotz all der Hiobsbotschaften wünscht man sich und allen Menschen guten Willens ein frohes Fest.

    • Suchen Sie spezifisch eine Position als Übersetzer,
      oder ist das nur eine von mehreren Qualifikationen, Harry Charles ?

      Die reine Übersetzerei kenne ich nur von einem Portal, bei dem ich erfolgreich Profi-Übersetzern geholfen habe, dafür gab es Punkte, sonst nix.
      Ich habe nicht wirklich Jobs gesucht, aber was da so geboten wurde, war ziemlich hartzig. Pekuniär gesehen.

      Lassen Sie sich nicht unterkriegen, und nicht unter Wert schlagen, wenn möglich.

    • @ Harry Charles
      > Zufriedenheit in Geborgenheit <

      Danke für diese Worte. Genau so hab ich es mit meinen Geschwistern und Eltern empfunden. Die Weihnacht. Nestwärme in der Familie. Beinahe heilig…

      Familie als Fundament – Kinder als Motivation.

      Wie nennt man ein Volk, das sich mehr Hunde und Katzen hält, als Kinder?

    • @hefe 60
      Naja, mein Text war jetzt nicht gerade ein Plädoyer für mehr Kinder. Es ging mir eher darum meine persönliche Situation von heute mit der von damals zu vergleichen. Von den Härten der Gegenwartgesellschaft bin sicher nicht nur ich betroffen. Es wäre wichtig, dass sich die gesellschaftliche Situation wieder ändert, im Moment macht einem vieles Angst. Und Leuten, die Kinder haben wollen sei geraten, sie besser zu erziehen als oft zu beobachten ist. Stress, Hektik und Hetze werden sich durch Überbevölkerung eher noch verschlimmern. Nicht auf die Quantität, auf die Qualität des eigenen Lebens kommt es an.

    • @ Harry
      Das wichtigste überhaupt: machen Sie Ihren Erfolg und Ihr Selbstwertgefühl nicht abhängig von anderen. Da kommt selten etwas zurück.

      Kurz, übersetzen Sie! Tun Sie exakt das, was Sie können und warten Sie nicht auf Aufträge oder Anstellungen, um in die Gänge zu kommen.
      Es gibt Berge von nicht übersetzter amerikanische Literatur, speziell aus der Zeit nach 1910-1940, oder Texte von zeitgenössischen Autoren (auch kanadischen), die hier völlig unbekannt sind.
      Suchen Sie und wählen Sie was aus.
      1-2 Seiten pro Tag x 365 … Sie haben Zeit. Nutzen Sie sie!

      Tipp: Finger weg von Bestsellern, von Promi-Zeug und von Lyrik. Um die ersten beiden kümmern sich andere und bei der Lyrik gibt es mehr Autoren als Leser.

      Mit der Situation, die Sie hier schildern, aus Lebenserfahrung vertraut, wünsche ich Ihnen aufrichtig ein paar richtig gute Tage und das Vertrauen in eine Wende, von der Sie vielleicht noch nichts ahnen, aber die das Leben für jene bereit hält, die darum kämpfen.

      Keine Durchhalteparolen, nix von „Man muss nur daran glauben“ – viel schlimmer, man muss es machen, selber, leider …
      Klagen Sie bloß nicht über die mangelnde Nachfrage nach Ihren Fertigkeiten. Es würden Sie viele darum beneiden.

    • Titel eingeben
      > Naja, mein Text war jetzt nicht gerade ein Plädoyer für mehr Kinder. <

      Als Aufruf zu mehr Kinder sah ich meine Antwort auch nicht verstanden. Dafür sorgen schon andere auf diesem Planeten. Wenn, dann war meine Antwort ein Plädoyer für die Familie. Sie kann uns – und nicht nur allein den Kindern – die Kraft, Ruhe, Lebensfreude, Nestwärme, Gelassenheit, Lebenshilfe, Empathie(fähigkeit) und Sicherheit geben, die heute so oft vermisst wird. Das ist Qualität, nicht Quantität.

      Eine "starke Familie", als Basis des Daseins, ist im gesamten Leben (und dessen Unbill) durch nichts zu ersetzen. Schon gleich nicht durch den auseinanderdividierenden Staat. Sein Credo: "Von der Wiege bis zu Bahre bin ich für dich da. Was kümmern dich Eltern und Kinder?" – Da tuts dann halt auch Hund & Katz; was die Zahlen zeigen.

      Aber genau diesen "dividierenden" Weg gehen wir in D. Die stetig steigende Anzahl der Single-Haushalte spiegelt diesen Trend wider (41,4% aller Haushalte). Aber gerade daran zeigt sich auch, nicht jeder empfindet so wie ich. Deshalb: to each his own.

  10. Ebenezer Scrooge-Strohsterne
    Bei weiterem Genuss an Kronleuchtern, Spiegeln, Brunnen oder ähnlichem lohnt sich ein Blick hierhin: http://www.theoevers.com

    Architectural Antiques (3.000 bzw. 6.000 qm)
    Vor Ort konnten auch schon komplett aufgebaute Bibliothekszimmer, Heuschober-Häuschen, Art Deco Bäder, Kirchenfenster aus halb Europa bewundert werden.

    Mer muss sisch och jet jünne könne!

  11. Auch für weniger bessere Kreise
    Auch für weniger bessere Kreise ist es besser, weniger Angst zu haben. Keine Angst, etwas nicht zu haben. Darum auch keinen Neid zu haben. Die Chance, im Lotto zu gewinnen ist ungefähr so hoch, wie von einem Terroristen gestreift zu werden. Dazwischen gibt es viele Möglichkeiten, mehr oder weniger angstfrei leben zu können. Sei es auch nur die Erfahrung, in einer kalten Winternacht zu spüren, dass es im Wald zwischen all den Bäumen wärmer ist als in der Stadt. Dort liegen Tausende von Tannenzapfen. Diese werden in südlichen Ländern wie Brasilien als wertvolle Dekoration geschätzt und gehandelt. Frohe Weihnachten!

    • Lottogewinn...
      Also wenn sie den Hauptgewinn meinen, der bei knapp 1:140 Mio liegt und dann das mit einem Terrorlastwagen vergleichen, der dies ja ca. jeden 1:8 Mio Deutschen getötet hat ist doch offensichtlich, dass die Chance auf den Terrorlastwagen ca. 20mal höher ist.
      Das war nicht in jedem Jahr so.

      Aber Angst braucht man deshalb wirklich nicht haben. Man zieht sich auf seinen Landsitz zurück und schenkt sich die Glühweinbuden. Statt dessen läd man sich nette Freunde einfach direkt zum Glühwein nach Hause ein.

  12. Freiheit vor Angst und Zuversicht
    Vor fast 13 Jahren wurde mir der Boden unter meiner wirtschaftlichen Existenz unter den Füßen weg gezogen. Und damit auch unter dem Privaten.

    Exitus auf ganzer Linie.

    Etwa drei Monate hab ich zu Erledigendes routinemäßig erledigt. An sich habe ich mich in diesen drei Monaten fast nur mit Möglichkeiten auseinander gesetzt, meinem Leben auf die eine oder andere Weise ein Ende zu setzen.

    Nicht weil ich das wollte, ich wollte, dass die Angst vor dem Ende verlieren.

    Und das ist mir gelungen.

    Von da an gabs nur zweierlei, Zuversicht es zu schaffen, also anpacken, versuchen und selbst wenns wie bei Sisiphos ausgeht oder aber halt ein emotionsloser Abgang. Die Alternative war da. Die Angst war verloren.

    Das ist vielleicht ein ganz anderes Problem, zwar verstandesmäßig zu wissen, wo und wann Angst angebracht wäre, aber keine mehr zu empfinden.

    Das Vermitteln des Zutrauens in jungen Jahren wird sehr wichtig sein. Vielleicht ist etwas anderes ebenso wichtig, nämlich die Vermittlung, dass Neid, Missgunst, Hass und dergleichen mehr einem selber nicht förderlich sind.

    So kann man sich sogar an der Freude derer erfreuen und selber davon zehren, die sich im üppigen Glanz und Glitzer von Weihnachtskugeln bewegen, die sich am Klang des Motors eines Wagens erfreuen, den man sich mittlerweile nicht mehr erlauben würde, selbst, wenn man könnte, die ihre Freude bei jedem Neuerwerb eines Gemäldes teilen wollen, wenn man lange überlegen musste, ob man das Geld für einen Museumsbesuch ausgeben sollte. Ja, das ist möglich, die Freude anderer als eigene zu empfinden, wenn man selber halt auf Schmalspur fährt.

    Genießen Sie das Glück, auch wenn es das anderer und nicht das Ihre ist.

    • Nie aufgegeben
      Hut ab. Ich freue mich, dass es wieder aufwärts ging.

      Frohes Fest.

    • Danke, ihnen auch!

    • Endlich wieder aufwärts
      …nach Stunden im Fahrstuhl…
      …auf den Treppen des Schaffott*/**…

      * Für den Scharfrichter weniger problematisch.
      **Ich will die Stimmung gar nicht vermiesen,
      man muss sich nur die richtigen Kunden dort vorstellen.

    • @Klaus Keller...man muss sich nur die richtigen Kunden dort vorstellen
      Im Wohlstand lassen sich die Menschen im Gefühl der Zufriedenheit und dem Zustand der Gleichgültigkeit nur allzu leicht zum Schafott der Sklaverei führen, um erst dann laut zu protestieren, wenn das Fallbeil bereits mit nicht zu unterschätzender Geschwindigkeit unterwegs ist!
      Christian Amann

    • Gott schütze Sie, Thomas.
      Text eingeben

    • Sieger stehen Auf,
      wo Verlierer liegen bleiben !- Freiwild
      Frohes Fest !

    • Vielen lieben Dank
      Wie tief der Fall war, hatte ich nichtmal erwähnt. Fast das gesamte soziale Umfeld habe ich seinerzeit verloren und angesichts der Umstände keines neu aufbauen können. Das ist wirklich hart, lediglich mit sich leben zu müssen und dem, was man halt so wahrnimmt.

      Aber auch das geht, ohne privates soziales Umfeld zu leben.

      Einige, ganz wenige bewahren den Kontakt, wenn auch eher auf der Ebene von Mails. Darunter – und das freut mich wirklich und rechne ich ihm hoch an – ein Bundestagsabgeordneter, ehemals ein Kommilitone. So wie ich das auch den anderen anrechne, mich immerhin nicht zu negieren

      Ich hab so halt die Zeit, mehr und intensiver mit Kunden und Geschäftspartnern zu kommunizieren und glauben Sie mir bitte, da gibt es viel Resonanz, die mich erfreut und lächeln lässt.

      Das ersetzt nicht das Unmittelbare.

      Aber es geht eben, auch so irgendwie zu leben, wenn man sich bescheidet.

      Ganz vielen lieben Dank für Ihre warmen Worte und Ihren Zuspruch.

      Und bitte, vergessen Sie nicht, sich am Glück anderer zu erfreuen, denn das ist unmittelbar empfundenes Glück :)

  13. Titel eingeben
    Ein sehr gelungener Artikel, zynisch und gottlos. Den ich sehr gerne gelesen habe. Aber etwas, wie so häufig, regt sich doch in mir.

  14. Allerdings...
    … braucht es kein über die Maßen gut gefülltes Portemonnaie, um stets zuversichtlich und hoffnungsfroh in die Zukunft zu schauen. Ein etwas mehr als nur bescheidenes Salär und die eine oder andere positive Erfahrung genügt, vielleicht noch eine größere Prise Gottvertrauen, so es einem gegeben ist, und alles IST GUT!

    Frohe und gesegnete Weihnachten!
    Ich wünsche Ihnen und uns (nicht pluralis majestatis – ich denke schon auch an die werte Mit-Leserschaft) noch viele weitere erbauliche Beiträge zum Leben im Allgemeinen und Besonderen.

  15. Titel eingeben
    Perfekt! Es bleibt eine charakterliche und ist keine materielle Frage, wie Mann und/oder Frau mit ihren Mitmenschen umgehen. Aggressivitäten haben Ängste als Ursache. Oder?

  16. Titel eingeben
    Weise Worte

    Partnerschaft und Familie wollen, durchhalten, genießen, durchhalten, zusammenhalten, die Kinder hüten.
    Die Kinder nicht mit Problemen konfrontieren, die sie nicht begreifen oder beinflussen können.

    Was habe ich mich über den städt Kindergarten geärgert.
    Grundschule besser, hat mit Mali Afrika thematisiert, basteln lassen und Basar und an einem Tag jeweils Reis mit den Kindern gekocht und als Essen gereicht.

    Angstfreie Kindheit, kindliche Sorgen. Nicht den Umwelt-, Klima-, Genderkrieg in die Kinderzimmer tragen.

    • Kinder nicht mit Problemen konfrontieren, die sie nicht begreifen oder beinflussen können
      Ist heutzutage leicht gesagt. Ich, Bj. 70, habe viele positive Erinnerungen an meine Kindheit, die u.a. daraus resultieren, daß die Welt der Erwachsenen uns Kindern strikt vorenthalten wurde, eine geschlossene Gesellschaft sozusagen. So hörte man des öfteren „Wir Erwachsenen wollen uns unterhalten, geht spielen!“, oder „Das ist nichts für Kinder!“. Es ist die Essenz einer unbeschwerten Kindheit. Kinder sollen keine Lasten tragen, für die sie noch nicht bereit sind, sondern darauf vertrauen, daß die Eltern die Dinge schon regeln werden.. Vertrauen, Leichtigkeit und Spiel! Nicht: „Wie rette ich die Welt vor globaler Erwärmung“, „warum bin ich für das Leid in der Welt verantwortlich und was ist mein Beitrag es zu verringern?“. Heute ist es oft so, daß Kinder durch unreife Eltern wie kleine Erwachsene, wie Partner behandelt werden und ein intaktes familiäres Umfeld nicht mehr gegeben oder erwünscht ist. Hinzu kommt die politische Indoktrination in Kindergärten und Schulen, durch Pädagogen, die beim BKA durch die Kommissarprüfung fallen würden. Was bin ich froh, daß ich damals Kind war und nicht heute! Ausgeschlossen sein, kann also auch als wohltuend empfunden werden.. Danke für die behütende Ausgrenzung, meine lieben Eltern! Eure Sorgen behieltet ihr für euch und das war gut so.

    • Preussler
      @Smirnoff
      Otfried Preussler hat es als Verbrechen bezeichnet, Kinder mit unseren Problemen zu beschweren. „infam, Kinder mit Problemen zu konfrontieren, die Erwachsene nicht lösen können“

      Frohe Weihnachten

  17. Hier könnte ein Titel stehen
    Ein fabelhaftes Gleichnis, das freilich nicht auf Anhieb als solches zu erkennen ist. Würde ich jetzt mehr dazu sagen, beraubte ich andere Leser um jene Gedankengänge, die mir selbst vergönnt waren; vulgo: Ich werde jetzt nicht spoilern.

    Danke für diesen genialen Text!

  18. I did not raise you to see you live with fear. Strike it from your heart.
    Der dünne Firn der Zivilisation ist kein Schicksal, keine göttliche Fügung, kein war schon, ist schon und wird immer sein.
    Zwischen uns und dem Wahnsinn ist nur dieses kleine feine Konstrukt einer Gesellschaft, zärtliche Strukturen, all diese netten jungen Menschen in blauer Uniform, all diese vielen bunten Geldautomaten, all diese in drei Farben blinkenden Ampeln.
    Wie der Don zwischen Porzellan, so ist der Deutsche zwischen all diesen netten, warmen, schützenden Strukturen aufgewachsen, hat sich daran gewöhnt, sich reingeworfen, drin gespielt und irgendwann vergessen, dass draußen vor der Tür gar keine solcher Strukturen zu finden sein werden.

    Und so geschah es eines lustigen Abends im Jahre 2015, dass der von seinem wunderbaren Leben ganz besoffene Deutsche ein Klingeln an der Türe hörte. Und die Tür öffnete. Und alle reinließ.
    Der Rest ist Geschichte.

    Flexibilität ist das entscheidende Element in der Evolution.

    Ja, Evolution.
    Denn da sind wir jetzt.
    Zivilisation war Gestern, als die Tür noch zu war.

    Das sollte man schnellstmöglich begreifen.
    Um flexibel zu bleiben. Um zu handeln.
    Denn nur wer handelt, der wird überleben.

    Überleben!
    Kennt Ihr nicht?
    Das war vor dem „guten Leben“.

    Werden wir kennen lernen, wenn wir flexibel bleiben.
    Wenn wir aufhören Beute zu sein.

    • "Flexibilität ist das entscheidende Element in der Evolution."
      Daher suche ich nach einem Mathematiker, der mir die „wir schaffen das“-Formel entwickelt für folgende Vorgaben:

      – ca. 500 000 aktuell „Auszuschaffende“ (die Zahl lassen wir stehen, trotz der Imponderabilien wie: plötzliches Unwohlsein, flugs hergestellter Aussichten erneuten Familiennachwuchses, Integration eines Kindes im Fußballverein, seelsorgerischer Spezialzuwendung, nicht abgeschlossener Zahnbehandlung, vermuteter politischer Verfolgung im Herkunftsland, trotz zweimaligem Urlaubsaufenthalt während des „Asyls“…..)
      .
      – täglich ca. 1000 unkontrollierter „BVB-Tram-Benutzer“ (bitte im Geiste in Schwitzerdütsch transformieren) der Linie 1 mit Umsteigen in die 8, 16 oder 55. Weitere Sickerstellen wird es sicher geben, sie bleiben ungenannt. Wir belassen es also bei der Zahl 1000.
      .
      – Bei einer international mediengehypten wöchentlichen Ausschaffungsrate von 34 Personen.
      .
      Als Ergebnis reicht mir die Benötigte Zeit in Jahren. Die Ausschaffungsrate darf verdoppelt werden. Also bitte 2 Ergebnisse, gerne auch graphisch gelöst.
      (DdH)

    • Mathematik
      Gerne würde ich Ihnen die Graphiken anbieten.
      Ist nur nutzlos. Denn die täglich ca. 1000 noch Dazukommen – über die regierungsamtlich nicht berichtet werden sollte – werden natürlich die Aussschaffungsrate deutlich überflügeln.

      Dann würde es schon schwerer, wir müssten die Zahl der Biodeutschen, und ihre Reproduktion bzw. Sterblichkeit auftragen; derzeit eine abfallende Kurve, und fragen, in welchem Jahr sich diese mit der Kurve der Zuwanderer kreuzt, also den 300000 – 350000 pro Jahr die von der Regierung erwünscht sind, auch nach Massgabe der Pläne aus Gütersloh, inklusive einer groben Abschätzung der Reproduktionsraten, also in welchem Jahr es mehr neu bei uns Wohnende geben wird als schon länger bei uns Wohnende.
      Das wird zwar erst nach meinem Tod sein, aber bis dahin wird sich schon Vieles in die Richtung gedreht haben.

    • ... die Formel ist ganz einfach ...
      a=a/0

      will sagen: Es passiert gar nichts. Die Zahlen werden konstant sein. In spätestens zwei 2 Jahren unter R2G kommt in irgendeinem Gesetz versteckt eine Stichtagslösung, dann fliegen die alle aus der Statistik raus, werden legalisiert, einige eingebürgert und die Zahl der Ausreisepflichtigen ist nur noch unter Hunderttausend. Das wird von der Verantwortungspresse als Erfolg verkauft („Integration“). Den Restzweifel erledigt man durch Verweis auf „Programme“, die auf „cash gegen freiwillige Ausreise“ hinauslaufen.

      Ich staube die Bilder beim Hausherrn 2019/2020 freiwillig ab, sollte das nicht so kommen.

    • Schön gesagt. Fast Poetisch. Und leider allzu wahr, Sie brutalstmöglicher Durchblicker *knutsch*
      Trotzdem frohe Weihnachten! Auch Ihnen tut vielleicht ein Mohnbad gut, dazu ein Tablett mit Eierlikörsahnetorte und einem guten Buch – oder verschenken Sie eins. Vielleicht an den ZDF-Zamperoni, damit der in der nächsten Sondersendung nicht mehr so rumstammeln muss.

    • Sirisee,
      darf ich mal nitpicken?, bitte?

      Aber Ihre Formel tut einfach weh. Wie immer das ist, wie alt auch immer Sie sein mögen, zu meiner Zeit gab es Kopfnüsse für eine Division durch null.

      Egal von welcher Seite Sie es betrachten, ob man nun mit 0 multiplizierte, dann stünde dort 0=a; oder fragte, wann a=a ist, bei a=a/x, dann müsste x=1 sein, …

      … jedenfalls ich kann Ihre Formel nicht verstehen, und das ist schade.

      Wir werden uns daran gewöhnen müssen, so hat die deutsche Kanzlerin uns ja auch schon beschieden, dass terroristische Angriffe stattfinden werden. So wie sie zu anderer Gelegenheit sagte, ‚die Flüchtlinge sind jetzt halt da‘.
      Zu erwarten steht, um es bei einer ähnlich anmutenden Formel zu belassen, dass die Aufregung und die Berichterstattung darüber, wenn sich bestätigt was Angela Merkel uns mit ihren oben zusammengefassten Worten versprochen hat, eben diese Aufregung und die Berichterstattung und auch die polizeilichen Aktionen einem Funktionsverlauf folgen werden, der proportional zu 1/n ist, wobei n die Anzahl der Attentate ist.

      Erklären Sie mir doch lieber etwas anderes: Warum die deutsche Bevölkerung statt faule Eier auf die Politiker zu werfen, die es ihr eingebrockt haben, mit in Tunesien kriminell gewesenen Kids, die nach ihrer Ausreise nach Italien dort ebenfalls ständig auffällig waren, dort wohl auch mal eine Schule abgefackelt haben, schlussendlich nach Deutschland ausgereist, weiterhin kriminell und terrorverdächtig auffielen, auch noch als ‚Geduldete‘ von uns Steuerzahlern alimentiert wurden, um letztlich einen LKW in eine Menschenmenge zu lenken …
      im Herbst 2017 wiederwählen wird.

      Ach, nein, ist, glaube ich, nicht nötig. Das ist weil diese Politiker alternativlos sind. Besser man ist unterdrückt, zerfetzt, gedemütigt, denn als ‚Nationalist‘, ‚Fremdenfeind‘ oder gar ‚islamophob‘ bezeichnet zu werden.

      Deshalb muss man allen, trotz kriminellen Vergangenheiten in Griechenland (10 Jahre Gefängnis, Freiburg), Italien (LKW, Breidscheitplatz) zunächst einmal mit Unschuldsvermutung begegnen.
      Erst nachdem der Einzelfall eingetreten ist (Ansbach, Freiburg, Mannheim, Berlin) darf die Zivilgesellschaft mit Ablehnung auf diese Einzelpersonen reagieren.
      Wobei tägliche Kleinigkeiten wie Antanzen, Diebstahl, Körperverletzung und Vergewaltigung – so lesen wir es täglich – zwar moralisch verurteilenswert sind, die Täter deshalb aber noch lange nicht verurteilt oder gar ausgeschafft werden müssen, sondern wir stattdessen unsere Integrationsbemühungen einfach noch steigern müssen.

  19. Mein Gott! Was will uns der Autor sagen?
    Fröhlich am Morgen vor dem ausklingenden W’Markt tanzen mir die Zeilen vor den Augen, aus der ummauerten Welt Derer-von-Denen mit den Kristallleuchtern vor restaurierten Schönheiten aus vergangenen Zeiten, steht mir sein SLK 350, seine Ausweichquartiere in München, Berlin, der Toskana vor Augen, wandert die Fantasie zum funkelnd schwarz-blauen Tegernsee eingebettet in grüne Tannen und Quartiere fröhlicher Millionäre und mehr, die nichts anderes drückt als der Anblick Flaschen klaubender Rentner…

    Oder war da etwas mehr und anderes zu verstehen, als die Genuss- und Lebenslust wohlgefügter und verdienter Verhältnisse? Hat der Text eine geheime Botschaft, die sich mir als fröhlich feixender Weihnachtsmarkthüttenknecht und über Tasten tappender Rentner, derweil meine Frau – ja, selbst mit so einem Geschöpf kann Mann sich leblang plagen und freuen – die mühsam errungenen Scheinchen ihrer Weihnachtsmarkthüttenkunden zählt, der grüne Tee mich zum Dinkelschwarzbrot erfrischt und denn doch nur zählt, wie lange der mürbe Eckzahn noch hält, bevor sich daran irgendein so ein Zahnklempner mit quälenden Geräten versucht… was war noch das Thema? „…. geschlossene Gesellschaft?“ Gibt es etwas anderes? Nur ab und an mäandern Botschaften von einer in die andere Welt. Der Leser überfliegt die Sätze, kratzt sich am geschüttelten Kopf und fragt sich: „Was will uns der Autor sagen?“
    Ach, ja – das Wichtigste aller Reden kurzer Sinn ist doch, sich zu unterhalten! Vermutlich hat die Existenz uns deshalb als zweigeschlechtliche Wesen geschaffen, dass wir zeitlebens über Menschen aus der anderen Welt, unserer Gegenwelt, staunen. Als Mann über meine Frau wie meine Frau über mich. Wer als Mönch in seiner Klause haust, muss seine Innere Leere irgendwie füllen mit Brokat, mit Bildern, Baumkugeln, Berg-und-Tal-Fahrten auf alten Rennrädern und brausendes Highway-Sausen – zur Eigentümerversammlung. Sonst noch was?

    • Der erste Schritt ...
      … ist oft der schwierigste. Sieht so aus, als wäre er Ihnen gelungen, indem Sie einsehen und freimütig eingestehen, dass Ihnen etwas verborgen bleibt und dass Sie den Text – und wohl auch den Blog und den Autor – nicht verstehen.

      Der Rest ist dagegen ein Kinderspiel, reine Fleißarbeit: lesen, bei ausbleibendem Ergebnis noch mal lesen und versuchen zu verstehen.

      Unterlassen Sie es nicht, Ihre Anstrengungen, die vergeblichen und die erfolgreichen, weiterhin zu dokumentieren, damit an eventuellen Fortschritten auch andere teilhaben können.

    • Ich habe nichts davon, wenn ich alle anderen verstehe. Ich will nur angenehm durch den Tag kommen.

    • Sinn?
      So wie ich das lese, verklausuliert der Autor gewisse Schwierigkeiten damit, seine Empathie in Bahnen zu lenken. Zunächst die eigene (metaphorische) Hütte instand zu halten, ist allerdings zutreffend. Gute Ideen wurden nie aus Panik geboren.

      Die Dinge sind, wie sie sind. Aber sie sind fast immer etwas anders, als sie zu sein scheinen; „Sinn“ und „Unsinn“ sind ein multidimensionales Spiel. Vor längerer Zeit war man sich darüber klarer als heute. Das Mittelalter ging mit der Komplexität der Realität stellenweise realistischer um als das Gros zeitgenössisch-anmaßender Welterklärer-Veränderungssüchtiger.

    • Ich empfinde schon Empathie, aber nicht gerade bei Leuten, die denken, es würde ihnen psychisch etwas helfen, wenn sie anderen etwas wegnehmen.

  20. Mann,
    … was für eine Weihnachtsgeschichte. Danke.

  21. Keine Angst
    Es gibt aber auch den Spruch der bei uns immer fiel
    „Angst und Geld haben wir nicht gekannt.“ Wenn man nichts zu verlieren hat, kann man auch was ausprobieren…Es ist glaube ich, eher Einstellungssache, als Besitz, was entspannt macht…
    Tolle Kugeln gibt es bei Ihrem Friseur! An unserm Baum hängt Weihnachtsschmuck von vor dem Krieg, der hat die englischen Bomber auch überlebt…frohes Fest der Liebe!

  22. Glückliche Weihnachten
    Eine nette Weihnachtsgeschichte, in diesem Sinne: „Ein schönes und glückliches Weihnachtsfest!“

  23. Friseurladen - Von der Vorderseite des Tausenders auf die Rückseite einer Münze!
    Geschätzter Don!

    Gibt es einen link oder Bilder vom Friseugeschäft? Sind die beiden (auch) so hübsch wie junge Priester im Ornat?

    Ich, und meine 5 Geschwister, kannten noch keine Bankomatkarten. Meine Mutter holte und holt (auch mit über 80 Jahren immer noch) einmal in der Woche das Geld bar am Schalter. Dann allerdings wurde jeder Schilling (ach, was war das noch für ein Geld, bei dem man einen „Blauen“ (gemeint ist die die Tausend Schillingbanknote, die mit Bertha von Suttner auf der Vorderseite) höchstens zu Weihnachten zu sehen bekam!) nicht einmal sonder fünfmal umgedreht. Erst seit einigen Jahren kann ich mir auch jede Weihnachtskugel leisten. Und es ist einfach nur ein tolles Gefühl!

    Zum Wertverfall des Geldes: Heute ist Betha von Suttner auf der Rückseite der österr. 2-Euromünze. Vom („Weihnachts-)Tausender auf die Rückseite einer Münze. Welch ein Abstieg!

  24. https://www.youtube.com/watch?v=KnLFCY2vWoI
    Unbedingt bis zur letzten Sekunde sehen! Für´s frohe Fest, der fehlt Ihnen noch!

    Daran muss ich denken bei Ihrem Text

    And nothing I can say
    can ever – make them see the light
    now apathy is happy that
    I won without a fight …

  25. Wundervoll ...
    … einfach prachtvoll und ein Genuß für Auge und Herz sind diese Photographien von Christbaumkugeln vor Kronleuchtern, Stuck, und Gemälden.

    Zum Text nur eine kleine Anmerkung: „Kuchen in Schloß Pommersfelden …“: Sie meinen das Lustschloß Weissenstein des Franz von Schönborn im fränkischen Ort Pommersfelden, nicht wahr?

    Frohe Weihnachten!

  26. War das der Weihnachtsartikel?
    Wenn ja: etwas früh, ich hätte mir ja den 24.12. gewünscht, aber egal.

    Das ist immer eines der Highlights des Jahres, wie auch die Weihnachtsausgabe des Economist. Auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht.

    Vielen, vielen Dank – wir stoßen im Kreise der Lieben auf Sie an.

    Und natürlich darauf, dass der einzige Haken der an der Kugel für das Samtband sei. Früher war ja eh mehr Lametta.

    • Gern geschehen, am 24. liest das ja keiner, deshalb jetzt.

    • Der 24.12.
      wäre in Ordnung, doch hat der Chef da erkannt, dass Viele, zu Recht, feiern.
      Oder Menschen an der Front sind, um die s.g., freiheitl.-demokrat. Ordnung zu sichern.
      Hatte ja schon beim letzten Blog gedacht, der Don geht in die Ferien, alle Achtung, die FAZ weiss, Qualität zu bezahlen.
      Und DANKE, für den Kauf der deutschen Qualitätsarbeit, dachte sind Preisschilder aus CZ oder PL, nicht abwertend gemeint.

  27. Danke für den schönen Text!
    Zur weiteren Beförderung vorweihnachtlicher Gefühle eventuell noch ein Link zum Wolfgang Amadeus des Pop(*): https://www.youtube.com/watch?v=iDK2lBNKDdI

    Weihnachtliche Grüße aus der schrumpfenden Parallelgesellschaft der schon länger hier Seienden.

    (*) Brian Wilson

    • Titel eingeben
      Ich weiß nicht, wieso diese Popkapelle und vor allem der Brian Wilson so hoch gelobt wurden und noch werden. Das sind nicht mal „Rock“musiker, das sind nur seichte Popmusiker à la Abba. Muss es ja auch geben. Aber…
      .
      Zudem ist die Musik ihrer großen Hits aus den Sixties sehr deutlich von Chuck Berry geklaut.

  28. Nichts zu Berlin?
    Den letzten Absatz habe ich allerdings im Lichte des Anschlags in Berlin gelesen.

    Ansonsten wünsche ich ein Frohes Fest und erholsame Tage. Danke für die vielen guten Texte 2016.

  29. Abends und morgens zusammen mit besseren Kreisen, Anmerkungen
    Mit ein paar inneren Parametern u. a. man muß Schlucken können und Schweigen ist Gold, kommt man durch das Leben. Und, Ihre Quintessenz: Eine Immobilie unter den Hintern, die nicht nur Spekulationsobjekt und Lebensabschnittspartner ist, bindet das grenzenlosen Bewußtsein an das konkrete Sein, ist als lebenspraktisches Komplexitätsreduktionsmittel nicht von schlechten Eltern.

    Aber, die Gewißheit dass man damit immer weltausgreifend „oben“ schwimmt ist, ist nicht gewiß. Diese Unsicherheit greift in den „besseren Kreisen“ um sich. Schicksal wabert.

    Gestern traf ich mich mit einem liebenswerten, idealtypischen „Bundesbürger“ mit ähnlicher Aura wie Sie – wenn auch ganz anders als Sie, geschätzte „Kunstfigur“.

    Er strahlte ähnliche existentielle Ruhe aus wie Ihr Weihnachtstext und konnte meine Unruhe, dass sich die kleine, liebenswerte Bundesrepublik, die nach 2 Kriegen übrig blieb und davongekommen war sich mit Europa ressourcentechnisch – durchaus in einer unbewußten Art von dt. Cafe „Größenwahn“ – übernimmt und am Ende alle gegen sich haben wird, nur ansatzweise verstehen. Verstellte ihm die brummende Wirtschaft den Blick? Bin ich zu sowjetzonengeschädigt und sehe zu viele einstürzende Neubauten?

    Andererseits konnte ich ihm, er ist mit den USA auf besondere Art verwoben, nicht in Sachen Donald Trump beruhigen. Es half auch nicht daran zu erinnern, daß grün-rot gegen Ronald Reagan schon einmal besinnungslos mit nackten Popo auf den Tischen tanzte…. Er sah mit Trump nur Gefahren.

    Sie, geschätzter Don, sind noch ein richtiger Mann… – Aber, was will das Weib? Kümmern die sich nicht zunehmend mehr um die Ansichten von anderen Frauen als darum, dass es Männer gibt? Er meinte, dass sich das wieder normalisieren wird, die Ehe wäre unschlagbar…

    Ich bin darin skeptischer….wir landeten gesprächsweise nicht bei den Immobilien, die Familie erfordern, sondern beim „Transhumanismus“.

    Den Streit um „Merkel“ beendeten wir vor Kneipenschluß pragmatisch, er kam mir entgegen: D übernimmt die US-Regel, dass der Regierungschef nach 2 Legislaturen nicht mehr antreten darf. Er beschwor mich, nicht AfD zu wählen, hatte aber kein Problem damit, sie zur Vorbeugung von „französischen“ Zuständen und zur Bewahrung vor kalten Bürgerkrieg bürgerlich-parlamentarisch zu behandeln. So wäre alte Fromme-Schule.

    Von Gerald Hensel, Anetta Kahane & GmbH & KokG hatte er keine Ahnung…Da läßt er sich wohl zu sehr von ein paar Artikeln aus der „Zeit“ einwickeln (die sei nicht mehr links-grün und Giovanni und Joffe, alle Achtung).

    Allerdings war er nicht so desinteressiert und abgestumpft wie einer der Franz-Josef-Strauß-Söhne, der zu Griechenland meinte, die Linken werden es schon im Sinne der „Bürgerlichen“ richten und man bräuchte sich nicht um Politik zu sorgen.

    Mit Goethe, er ist darin zitatenfester: Wir sind bei allem dabei und erleben es. Ihnen, Don Alphonso, Frohe Weihnachten usw. und danke für viele Anregungen von Ihnen und den vielen „Leserbriefschreibern“

    • Danke, machen Sie sich um mich nur keine Sorgen, ich habe ein weiteres Jahr bei der FAZ unterschrieben und das ziehen wir auch durch.

  30. plumpe DISKREDITIERUNGSVERSUCHE
    also werter DON, kaum ist die welle ihrer revisionistischen und vom jüdischen grossimmobilienkapital ferngelenkten DISKREDITIERUNGSVERSUCHE ehrlicher und zukunftsweisender wohnungsbaupolitiker vorbei der nächste schlag:

    behaupten sie wirklich, es gäbe flaschensammelnde rentner in dieser BRDDDR-Republik ?

    diese menschen sind selbst an der verarmung schuld, den wir lernen auf geheiss von ulF und Frau Özoguz „nur Vielfalt macht uns reicher“.

    selbst schluld sagen wir dann doch lieber, wärste lieber mal vielfältig.

    haben geld für drohnen, kriege in Afghanistan, geld für korruption in Nigeria und junge unbegleitete einreisende usw.———–nicht aber für videoüberwachung eines weihnachtsmarktes, wirklich schusssichere westen für polizisten oder beton- oder sandpoller.

    und zu weihnachten lieber DON:

    sex on the beach,
    we don´t mind sand in our stilettos
    we freak in my jeep

    California Gurls von Katy Perry

  31. Ist das Kleine schon unterwegs?
    Auch wenn es einen nix angeht. Aber das wäre dann ja doch was früh von wegen strahlende Kinderaugen.

    Übrigens werden EC-Karten von Automaten zurückbehalten. Mir nicht nur einmal passiert. Schön ist auch die Variante, dass die Karte zurückkommt, sich aber nach der freundlichen Aufforderung, das Geld zu entnehmen, die Geldklappe nicht öffnet. Also kein Geld, es ist dann aber als ausgezahlt abgebucht worden. Auch schon zweimal passiert und danach hat man einiges zu tun, weil dann deine Bank die Automatenbank auffordern muss, ihre „Logfiles“ zu analysieren. Es kann dann mal schon 4 Wochen dauern, bis klar ist, dass du die 100 Euro wirklich wiederbekommst, auch wenn sie deine Bank „vorläufig“ und aus Kulanz schon nach ein paar Tagen zurückbucht.
    Es kann also schon lästig sein, also wenn man 100 Euro für eine nennenswerte Summe hält. Ich finde es spannend, Geld abzuheben. Aber als Softwaremensch sammelt man sozusagen auch Fehlermeldungen. Toll fand ich mal in Island zwei britische Touristinnen zu beraten, die die über den Geldautomatenschirm laufenden Fehler- und Systemabsturzmeldungen des Betriebssystems für die isländische Art der Bankomat-Kundeninformation hielten und verzweifelt versuchten, dem „Quellcode“ Bedienhinweise zu entnehmen.

    Wir kaufen hier pro Jahr genau eine außergewöhnliche Christbaum-„Kugel“ (dazu). So hat man irgendwann mehr als genug, und den ganzen Baum voll mit herrlicher Vielfalt. Bei uns hängen da erzgebirgische Holz-Basteleien (z.B. ein Weihnachtsmann im Doppeldecker), ein Beefeater-Bär aus dem Buckingham-Shop, alle Arten und Farben von Kugeln, darunter auch unkugelige wie die dunkelgrün-mettalic weihnachtliche Spreewaldgurke, weiters gefaltete Kraniche, selbst-ton-gebackene Lebkuchenmännchen, Pailetten-Sterne, you name it, we got it. Nichts schlimmer als uniformierte Weihnachtsbäume, z.B. ruud-wiess wie die Pommes. Oder der patriotische Obamabaum ruud-wiess-blau. Und dann kommt bei uns noch was gebügeltes Stanniol an den Baum, kein Plastik-Lametta.

    „Was der Autor uns sagen will“ wurde stets überbewertet – und ist ja gar nicht sicher herauszufinden. Deswegen hiess es später mal, vergesst doch den Autor und sein angenommenes Subjekt mit seinen rätselhaften Eigenschaften (wie „Intention“), und haltet euch an den Text. Dem Autor wird es gehen wie Ozymandias, sein Text mag die Staubstürme überstehen. Der ist auch wirklich und nicht metaphysisch. Was will uns der Text sagen? Gar nichts will er; er ist, was er ist.

    • Es geht um etwas ganz anderes. KEINE KINDER!

      Ich verstehe diese Ängste. Wirklich. Ich will das auch gar nicht schönreden.

  32. Auf - und Abstieg
    gehen schneller als man denkt. Den Proust schon vergessen? Es gibt auch unter den Grünen und SEDlern und Stasis jede Menge Mesdames Verdurin und deren Kinder werden in Privatschulen gegangen sein, in alten Gemäuern sitzen, über die unteren Stände räsonieren und bei der FAZ arbeiten. Sklavenhändler- oder Stasiabkömmlinge, nach einer Generation ist dies Völkchen bunt vermischt.

    • Ja, sicher, das Glück ist zerbrechlich, ich weiss. Aber es bringt mir nichts, wenn ich vorab schon Sorgen habe.

    • Treffer, versenkt
      „Es gibt auch unter den Grünen und SEDlern und Stasis jede Menge Mesdames Verdurin“
      Das passt.
      Für mich hatte Madame Verdurins Kreis obendrein immer etwas Endzeitiges, wenn auch ohne jede Tragik.

  33. Mal was auf Englisch
    Random accuser: „Don Alphonso is a evil, evil MAN and must be punished! Evict him! Hound him! Bring out the the tar and feathers!“

    Don Alphonso: „Look at my balls, look at them, aren’t they pretty?“

    Das Wortspiel geht leider nicht so gut auf deutsch.

    Die Reaktions ist vielleicht noch verletzender als das Aufarbeiten der Vorgeschichte des Anklägers – so eine aktive Nichtbeachtung schmerzt so manchen mehr als alles andere – aber vlt. sollte sich der Don mal von seiner kleinen dummern Stadt inspirieren lassen und es mit so einer Schmeissfliege so halten wie mit dem Ross des Schwedenkönigs: Ausstopfen und präsentieren für alle Zeiten.

  34. Die zentrale Frage scheint mir zu sein, ob die Enteignungsphantasien
    jenes Kojournalistenexemplares nur singulärer Einzelfall sind, ober ob sie exemplarisch für eine Gesellschaft werden, die panisch den selbst herbeigeführten Verfall kaschieren will,-um JEDEN PREIS.

    Mir scheint, Letzteres ist der Fall.
    Und dann helfen leider keine Weihnachtskugeln.

    • Ich denke, in manchen Regionen ist das fast common sense, woanders dagegen nicht existent.

    • "exemplarisch für eine Gesellschaft ..."
      … scheinen mir diese oder jene „Enteignungsphantasien“ nicht wirklich. Wäre dem so, dann könnten die wenigen EU-Länder, die ohne Volksabstimmung nicht ver-Schulden-Union-t werden dürften, doch gelassen diesem Plebiszit entgegen sehen. Tun sie aber nicht.

      Der Herr Schäuble aber … welch Überraschung … ist aktuell wieder äußerst optimistisch.

      „Es kann sein, dass es in Europa zu grundlegenden Veränderungen kommt, und darin liegt auch eine Chance.“ …

      „Der Grundsatz der immer engeren Union hat über ein halbes Jahrhundert dazu geführt, dass viele Menschen, die mit unglaublich viel Engagement für die europäische Einigung arbeiten, sich ein Stück weit von der Wirklichkeit entfernt haben.“ …

      „Wir bräuchten eine Vertragsänderung, der alle Mitgliedsstaaten zustimmen müssten.“ … „Aber wenn der Vera¨nderungsdruck groß genug wird, passiert es womöglich doch.“

      http://www.zeit-verlagsgruppe.de/presse/vorabmeldungen/

      Ansonsten ACK. Wenn es gilt, ein „zentrales Verständnis zu stärken“ helfen keine Weihnachtskugeln.

      „In der Globalisierung mit all der Verunsicherung, die jeden Tag auf die Menschen einstürzt, suchen viele stärker Zuflucht in Gemeinschaften, die sie kennen: Das sind die Regionen und Nationalstaaten. Da ist es wichtig, ein zentrales Verständnis zu stärken: Ein guter Deutscher muss für die europäische Integration eintreten, da Deutschland ohne Europa keine gute Zukunft haben kann, wie unsere Geschichte lehrt.“
      http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.interview-mit-wolfgang-schaeuble-gute-deutsche-treten-fuer-europa-ein.7f6cf01d-1677-4d56-941d-6c26124ed68f.html

      Krisen muß man nutzen und so.

  35. Klar,
    früher war mehr Lametta. Heute gibts mehr Angst und mehr Terrorismusexperten.

  36. Am Ende setzt sich halt immer die Familienprägung durch.
    Die sich zwanghaft von ihren Nazi-Eltern und Nazi-Großeltern (und dem, was sie dafür halten) distanzierenden „Gutmenschen“ werden in Verhalten und Methoden den Eltern und Großeltern immer ähnlicher.

  37. Angst und Zuversicht
    Ein erfülltes Leben ist nicht nur bedingt durch Geld und Besitz. Es gibt soviel Schönes im Alltag zu entdecken, manchmal muss man einfach nur hinsehen und sich Zeit zur Betrachtung nehmen um etwas zu entdecken.
    Die Zuversicht das Alles gut wird ist im Leben hilfreich, Hindernisse als Herausforderung zu sehen die einem neues entdecken lässt.
    Sorge bereitet mir nur, das wir uns gesellschaftlich in Zuversicht üben sollen und im blinden Vertrauen auf Selbstregulation den Planlosen am Rand der Klippe folgen sollen.
    Allen eine ruhige und besinnliche Zeit.

  38. Schluckbeschwerden und ihre möglichen Folgen
    Wenn man aus der DDR kommt und ein normaler Mensch ist, hat man halt keine Lust mehr, vor die Wahl gestellt zu werden, ob man automatisch in Sippenhaft gerät (und das ist das Anliegen der Holm-Geschichte) oder seine Unschuld beweist, indem man sich einer „Probe“ stellt. Denn es ist für einen Normalbegabten nicht ganz einsehbar, was jedermann aus den alten Bundesländern zum Abhalten eines Ordeals mit umgekehrten Vorzeichen berechtigen solle https://www.youtube.com/watch?v=KkGUfu0nUrA

    Auch sonst ist da leider keine „ moralische Berechtigung“ das sich einem auch nur ansatzweise normal empfindenden Menschen erschließen könnte:

    Soweit endlich bekannt, setzten sich wohl demokratischen Politiker aus FDP, den Grünen und der SPD in den 80er Jahren in verschiedenster Weise gegen die Kriminalisierung von Menschen, die sexuelle Kontakte mit Kindern praktizierten, ein.

    Vielleicht hätte die rechtzeitige Einordnung dieser demokratischen Verhältnisse als „zeitgeistbedingte Normalität“ und deren offenherzige Darstellung im Werbefernsehen (statt mit Nutella zu prahlen) ja den Lauf der Weltgeschichte ändern können?

    Als ein normalbegabtes Nichtsektenmitglied kann man auch nicht ahnen, dass man 2016 kollektiv für die seit 26 Jahren abgewickelte Stasi in Sippenhaft genommen werden wird – während man bereits für das 32 Jahre alte Schengener Abkommen am Pranger steht (ein Abkommen dass Ihr allein aus Gewinninteresse abgeschlossen habt, und in dem Ihr Euch verpflichtet habt, sämtliche Personenkontrollen und damit alle Eure Grenzen in alle Himmelsrichtungen (bis auf die in Richtung Dunkeldeutschlands, wo die Sonne nie zu sehen ist) aufzugeben)! Leider kommt man sich da endgültig wie im falschen Film vor: https://www.youtube.com/watch?v=R8yEAze4yfc

    • Titel eingeben
      Vielleicht besteht das Problem eher in einer Form der deformierten Selbstwahrnehmung: Für die Identitätsbildung ist eigentlich nicht das „Kollektiv“ konstitutiv. Für die DDR-Sozialisierten oder DDR-Traumatisierten aber möglicherweise doch.

      Werden die InsassInnen der Geschlossenen Psychatrischen oder Forensischen jetzt etwa an den „Unterbringungskosten“ beteiligt, indem sie nicht zum Modellbau, sondern zum stundenweisen Wichteltanz und Trollsturm in internetforen gezwungen werden?

    • @Gast
      „Werden die InsassInnen der Geschlossenen Psychatrischen oder Forensischen jetzt etwa an den „Unterbringungskosten“ beteiligt, indem sie nicht zum Modellbau, sondern zum stundenweisen Wichteltanz und Trollsturm in internetforen gezwungen werden?“

      Das ist eine gute Frage, Gast, die Sie beantworten können sollten, so Sie denn zu einer sachlichen Antwort fähig wären.

      Aber ich bin sehr geduldig und gebe Sie nicht auf und erkläre Ihnen nochmal, wo hier das Problem liegt:

      Die Staatssicherheit als Institution gibt es schon seit 26 Jahren nicht mehr. Sich vor dieser Institution zu fürchten, daraus ein Thema zu machen, ist nicht nur offensichtlich irrational. Es ist auch

      1. nicht rechtsstaatlich: Denn der Amtsfähigkeit gehen nunmal nur verurteilte Verbrecher verlustig, § 45 StGB. Ansonsten haben alle Deutschen Zugang zu Ämtern, Art. 33 Abs. 2 GG. Und die Menschen, die aus der DDR stammen, galten immer schon als Deutsche, das hat IHR BVerfG mehrfach bestätigt. Sie müssen lernen, Gast, Ihre eigenen Gesetze zu respektieren, sonst können die Ihnen nämlich nicht helfen!

      Es ist

      2. nicht moralisch: Ich kann nur freundlich den Rat erteilen, vor der Türe Ihrer eigenen Vergangenheit zu kehren, das baut Ihre Aggressionen gegenüber Ihren Landsleuten aus den neuen Bundesländern ab. Wenn Sie mit dem „Zeitgeist“, dem Sie entsprungen sind, irgendwann ins reine gekommen sind, erzählen Ihnen andere vielleicht was über die Stasi. Falls sie sich dann noch erinnern können.

      Und dann zum Thema „offene Grenzen“: Seit der Wiedervereinigung höre ich in einer Dauerschleife, wie wichtig es ist, sich mit der eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen! Offenbar benötigen unsere Landsleute viele Wiederholungen.

      Also wiederhole ich: Die Grenzen, über die 2015 die Flüchtlinge gekommen sind, waren deshalb für den Personenverkehr offen, weil sich die demokratisch gewählte Bundesregierung 1985 im Schengener Abkommen entsprechend verpflichtet hat. Ich kann verstehen, dass es einen im Nachhinein beschämt, dass man für wirtschaftliche Vorteile solche Risiken in Kauf genommen hat. Aber 1985 liegt, zeitlich betrachtet, nun einmal vor der Wiedervereinigung 1990. Die aus der DDR stammende Bundeskanzlerin kann also nichts für Ihre Verpflichtungen; insbesondere kann sie Sie nicht von dieser Last befreien: Diese stellen eben den Dreh- und Angelpunkt der europäischen Grundfreiheiten dar. Deshalb hat IHR BVerfG die Verfassungsbeschwerde ja auch nicht zur Entscheidung angenommen.

      Versuchen Sie, sich mit diesen Fakten in der postfaktischen Zeit anzufreunden, wie es die Bundeskanzlerin getan hat und sich bemühte, andere davon zu überzeugen, dass diese Regelung angesichts von schlecht bewachten Außengrenzen Europas gewisse Nachteile hat. Ob Ihr das gelungen ist – darüber brauchen Sie sich nicht den Kopf zu zerbrechen, das können Sie ohnehin nicht einschätzen, lieber Gast. Lernen Sie die Jahreszahlen auswendig, dann sind Sie schon auf dem Weg der Besserung.

      Um meinen Anteil an Verantwortung zu übernehmen, lieber Gast: Ich wusste auch nicht, auf was und auf wen ich mich einlasse. Hätte man mir das damals geschildert – ich hätte es nicht geglaubt.

      entweder irrational oder niederträchtig.

    • Titel eingeben
      Es heißt zu Recht: „Füttere den einsamen, gelangweilten BergTroll“ nicht. Denn der bekommt (in der Geschlossenen) wohl Zeilenhonorar, sobald ihn die Anstaltsleitung läßt. Auftraggeber diesmal nicht der Kreml, sondern das BundeskanzlerInamt?

      Ich übernehme selten Verantwortung für die Entscheidungen „meiner“ Regierung oder meines „Supreme Court“. In Zukunft noch weniger. Selbst wenn ich sie intensiv zu beeinflussen versuche. *veg*

    • Richtig,
      Text eingeben

    • Wir sind nicht nur Idioten,
      aus dem Osten, doch sollten wir bei der Wahrheit bleiben. Wer bei der Stasi nicht unterschreiben wollte, hat es auch nicht getan. Feliks D. ist eine andere Story. Die Stasi war immer offen für alternative DDR-Verteidigungsversuche, hinsichtlich Produktion, Tagebau etc.
      Die neuen Diktatoren kennen nur IHREN Welcomer-Irrsinn !

    • @ Schumi, @ Gast
      „Wer bei der Stasi nicht unterschreiben wollte, hat es auch nicht getan.“

      Völlig richtig – weder habe ich das bestritten, noch plagt mich da etwa das Mitleid.

      Der Punkt ist: Das können Sie und ich ggf. beurteilen – und das fällt schon verdammt schwer. Man kann auch als Ostler diese Akten ja nicht einfach so „lesen“, da fehlen jedem, der nicht selber involviert war, so einige Schlüssel zum Verständnis. Aber jemand, der aus einem anderen „Zeitgeist“ kommt, ist nun wirklich unter jedem denkbaren Aspekt unqualifiziert: Die Odenwaldschule ist nämlich immer noch nicht geschlossen und es wurde bis heute niemand ernsthaft zur Verantwortung gezogen. Die Stasi indessen ist – abgewickelt!

      Um so abgewickelter sie allerdings ist, desto lieber wird sie von unseren Landsleuten instrumentalisiert, um jeden, der aus diesem Staat kommt, unter Rechtfertigungsdruck und damit in den Nachteil zu setzen:

      Sind wir diesbezüglich nämlich nicht so willig, wie sie das gerne hätten, so wüten sie herum, schauen Sie sich den „Gast“ doch mal an, wie er pöbelt, dass er, der sich einen ungeheuren moralischen Impetus leistet, und anderen die Schuhe hinstellt, die sie sich anziehen sollen, persönlich überhaupt keine Verantwortung für gar nichts übernimmt:

      „Ich übernehme selten Verantwortung für die Entscheidungen „meiner“ Regierung oder meines „Supreme Court“. In Zukunft noch weniger. Selbst wenn ich sie intensiv zu beeinflussen versuche. *veg*“

      Ein tobendes Kleinkind, wie es im Buche steht. Leider passt keiner auf, dass die Allgemeinheit da keinen Schaden erleidet.

  39. Ich gehe dieses Jahr Ski fahren ...
    … auf St. Barth.
    .
    Diese Emp-fehl-ung lese ich zumindest nebenan, wo über die Alternativen der Superreichen, die in St. Moritz, mit ihren Privatjets ein- und auch flugs wieder ausfliegen, gerätselt wird.
    .
    Im ersten Haus am Platz -von einem Kinderlosen vererbt an den leitenden Generaldirektor unter Hinterlegung der Erbschaftsteuer- wird für die Weihnachtsdeko eine halbe Mio. ausgegeben, damit sich die Milliardäre weit weg vom Elend ihrer ausgebeuteten Länder und Landsleute dort richtig wohl fühlen.
    .
    Irgendeiner feiert immer, auch wenn der Rest glaubt es kommt schlimmer ….

    • Schauen Sie sich die Leute an, bei denen die Altersvorsorge von der Monte Paschi abhängt….

    • Oh, das ist ein heißes Thema
      Heute im Westfernsehen der Artikel: http://www.nzz.ch/wirtschaft/monte-dei-paschi-italienischer-krisenbank-geht-das-geld-aus-ld.136067

      Dort spricht man von 4 Monaten, Wahrheits-, Großrettungs- und sacro-egoismo-Tag ist aber wohl kommender Freitag. Es ist ja auch nicht Monte dei Paschi allein, Unikredit und verschiedene Risparmos riechen ähnlich unter den Achseln. Schäuberl ist schon auf einem guten Weg und der Termin ist nahezu ideal, weil gerade alles je suis Weihnachtsmarkt.

      Hat etwa Monte dei Paschi gar….?

    • Wenn die MPS kracht, haben wir auch hier bald unschöne Nachrichten, Stichwort Dominoeffekt.

      wie geht es eigentlich der Deutschen Bank?

    • oh, Deutschbank hält, solange die Börsen nicht allzu volatil werden.
      und Monte Paschi wird man in den nächsten 2 Tagen mit Marios Hilfe nochmal unter den großen Teppich kehren können (siehe €-Kurs heute). Der Zeitpunkt ist ideal, nur unter dem großen Teppich ist immer weniger Platz. So im März 2017 denke ich wird es Zeit, seine paar Knutscherl in Geld umzutauschen.

      Denn es sind dann Wahlen in IT,NL, FR und in DE wird man den Bundestag brauchen, um einen größeren Teppich zu kaufen. Ob die direkt Gewählten sich nochmal trauen, dem zuzustimmen? Oder unsere geballte Richtlinienkompetenz kauft den Teppich alternativlos und wartet ab.

    • Werter Don, Monte dei Paschi ...
      … hab ich im Depot mit -60 % bis heute.
      .
      War bei mir aber nicht zur „Altersvorsorge“ sondern als „meine Hilfe für Italien“ gedacht.

    • Titel eingeben
      Der Deutschen Bank geht’s gut, die Menschen deren wunderschöne Luxus-Christbaumkugel, von dem bei ihr investierten Geld abhängen, denen kann man empfehlen in diesem Jahr den Baum halt noch mal schön zu behängen.

      Die Zahlen, die äusserst interessanten Zahlen können sie in der letzten Zeit nachlesen. Die von der Deutschen Bank ausgegebenen Derivate entsprechen derzeit dem 30fachen Bruttoszialprodukt Deutschland. Das heisst natürlich nicht, dass das alles den Bach runtergehen könnte, aber es zeigt doch, dass die Herren dort, von Ackermann an, nichts als Ganoven waren die sich einzig um ihre Boni sorgten mit denen sie sich die Taschen vollgestopft haben, selbst in Jahren in denen der Laden massive Verluste machte.

      Die MPS Aktie wurde, wie sie sicher wissen vom Handel ausgesetzt und bei der Bank selber hat keiner mehr Zeit für anderes, denn man betet zu Allah, dass sich Katar dazu durchringt eine Milliarde für die letzt-mögliche Rettung springen zu lassen, sonst wird wohl wieder mal der europäische Steuerzahler bluten müssen.

      Aber die gekauften Kugeln sind wirklich wunderschön, auf das Gefühl für Aesthetik kann man sich bei gewissen Männern wirklich verlassen… ein Friseursalon in Ingolstadt… man lernt nie aus.

      Auch das Gefühl der Sicherheit, das sie beschrieben haben, das kam mir bekannt vor.
      Man hatte es in Frankreich 1788, vor hundert Jahren in St Petersburg, 1928 in den USA oder auch in den 60ern in China.
      Es ist schon ein Kreuz… auf nichts ist mehr Verlass.

  40. "So geht man mit alten Menschen nicht um."
    So geht man mit allen! Menschen nicht um, muß es wohl heissen. Die Konsequenzen in unserer Gesellschaft? Reduit und/oder Cocooning sind die neuen Trends (siehe z.B. FAZ, ein einziger „offener“ zu kommentierender Berlin-Beitrag aus Singapur!, wenn das nicht Cocooning ist, was dann?). Oder man(n) und Frau wehrt sich. Dann ist man (nur Mann, weiss, älter) Pack, Mischpoke und abgehängt. Oder man soll „alter“-nativ-los (weiss, älter, a bisserl vermögend) verbal aus seinem Domizil gezwitschert werden.

    Schluß mit diesen dunklen Gedanken jetzt so kurz vor Weihnachten, ich vertreib sie mir mit schönen Gedanken an meine Kindheit, auf einem kleinen Bauernhof in der Hohenloher Pampa, mit Schnee zu Weihnachten auf dem Hof vor der Scheune und Schmiede, so hoch daß er mir als Pimpf bis an die Brust reichte. Nicht vermögend, aber idyllisch. Und Geborgenheit. Mit das Wichtigste was man als Kind erfahren darf (oder eben leider auch nicht).
    Frohe gesegnete Weihnachten an alle in die Runde und darüber hinaus.

  41. Zuversicht…
    ist in der Tat das Wichtigste. Zuversicht anzukommen, auch wenn es Dunkel ist und regnet. Zuversicht, das nach dem Studium schon was kommen wird.

    Ein Kernproblem mit miesepetrigen Minnas und Petras ist: Sie ertragen (eigenes) Glück nur bis zu einem bestimmten Grad. Wenn zu viel Geld und Glück zusammen kommt, dann… Ja, dann setzt ein Reflex ein und sie machen irgendwas Dummes. Um sich selbst zu sabotieren.
    Mit niedriger Glücks-Toleranz kann man natürlich nur schlecht ertragen, dass es anderen gut geht.

    Hätte die Dame statt irgendwas sozialbewegtes oder was mit Medien zum Beispiel Verfahrenstechnik gemacht, dann könnte sie jetzt Wasserfilter für die dritte Welt konstruieren. Geht aber nicht weil der Kopf voll ist mit Gesellschaftlich wertlosen Flausen.
    Oder sie hätte Pharmazie studiert oder Medizin und könnte an Malaria- oder Cholera-Prophylaxe forschen. Denn gute Gesundheitsvorsorge macht weniger Nachwuchs macht weniger Migration. Und weniger Leid.

    Hätte. hätte, Fahrradkette… Stattdessen lernen diese armen Menschen nur, sich zu empören, und dann kommen halt Hass-Postings und anonyme Denunziationen heraus.

    • Pharmazie? du lieber himmel, da hätte man ja nicht so viele schöne dinge nebenbei machen können. Twittern! Facebook! Böll-Stiftung!

  42. Übrigens, das Bild
    mit dem Blick der Dame auf die Testikel-gleichen Kugeln. Das kann kein Zufall sein.

    Text und Bilder haben mich ergötzt. Danke!

  43. Glanz?
    „Unsereins müsste sich viel mehr Sorgen machen, statt im Glanze des Daseins wie eine Christbaumkugel zu funkeln.“
    Gründlich waschen könnte helfen :-)

  44. Titel eingeben
    Ach wie schön, vielen herzlichen Dank. Ich habe öfter die passenden Worte gesucht, um die Demolierung der alten Bonner Republik passend zu beschreiben, wenn im Ausland leichtgläubige Opfer unserer Hofberichterstattung meinten, Deutschland ginge es „noch nie so gut“. Zwar fällt es leicht, zB die Betrügereien mit der Arbeitslosenstatistik zu erklären, die einen Vergleich mit früheren Zeiten unseriös machen oder den dreist reduzierten Anteil der Arbeitnehmer am Volkseinkommen zu benennen.
    Aber die „Angst vor den Nichts“, die jeden redlichen Menschen befällt, wenn er sich die widerliche Verrohung und Verlumpung des Staates/der Gesellschaft am Beispiel der pfandflaschensuchenden alten Menschen jeden Tag vor Augen führen muss und dann die Entwicklung der letzten Jahre einfach in die Zukunft weiterrechnet, die trifft es genau. Dabei ist es längerfristig auch herzlich egal, an welchem Ende der Fresskette man steht: Oligarch im menschenverachtenden Merkelandia oder im Kongo (positives Beispiel, Joseph Kabila führt keine Rohstoffkriege) zu sein ist wertlos, wenn man sich zum Vergleich die föhliche, produktive Mittel- und Oberschicht der Bonner Republik vor Augen hält. Geniessen Sie also Ihre Oase so lange es noch geht und pflegen Sie Ihre Verbindungen in das Land mit den bewachten Grenzen sorgfältig.
    Frohe Weihnachten allen!

    • Vor einiger Zeit
      las man in der SoFAZ eine Abhandlung eines franz. Meister- und Über-Denkers, der allen Ernstes und mit gallischer Wortgewalt den Pfandler oder Flaschensammler als die Quintessenz des autonomen Individuums gepriesen hat.
      .
      Dieser aus dem Erwerbsleben Ausgeschiedene hat sich mit dem kühnen Entwurf, den Flaschenpfand für die Rückschaffung von Leergut zu seiner unmittelbaren Existenzerhaltung einzusetzen, die höchsmögliche Autonomie, die ihm in seinem Lebensbereich möglich ist, verschafft.
      .
      So wenigstens der maitre penseur in der SoFAZ.

    • Titel eingeben
      Auch Einer: Erschütternd. Aber wenn Hegemann so easy durchschlüpfen konnte, schafft es eine dämliche Max-Stirner-Travestie vom französischen Meisterdenker sicher auch.

  45. Gut gesagt
    Danke, Ihre Artikel lassen einen immer mal wieder frei durchatmen.

  46. .......
    Dieser Grundoptimismus muss einem mitgegeben werden und er resultiert zu einem guten Teil, wie sie richtig andeuten, aus einer Familie die einen zur Not auch auffängt. In Zeiten der „Lebensabschnittspartnerschaften“ ist es allerdings schwierig so etwas noch zu vermitteln, denn welche Familie ist da der Bezugspunkt ?
    Umso wichtiger zeigt sich hier die gute alte katholische Familienstruktur, da wird einmal geheiratet und dann Vermögen angehäuft und dieses nicht durch Scheidung und möglichst auch nicht durch Pflegeregress vermindert und durch rechtzeitige Schenkung auch der Erbschaftssteuer entzogen. Ich habe leider auch Menschen die diesen Optimismus nicht haben in meiner (weiteren) Verwandtschaft und das ist ein Trauerspiel, Menschen ohne Antrieb, ohne Ambitionen und vor allem ohne Selbstbewusstsein, da lebt man mit 35 quasi von einem Feierabend in den nächsten.

    Ein Problem das sie leider nur streifen ist, dass des Flaschensammlers, des Rentners ohne ausreichende Rente, denn genau diese Probleme sind es die Parteien wie die AfD so befördern. Der Nationalstaat ist das Versprechen eines (wenn auch sehr grossen) Clans, du zahlst ein und verbindest dich mit uns dafür fördern wir dich und unterstützen dich in Notlagen, wenn jetzt aber jeder dahergelaufene Ausländer die gleichen Privilegien kriegt und langjährige Mitglieder mit denen konkurrieren müssen wird dieses Versprechen aufgekündigt.

    Das wäre als müssten sie um Unterstützung in der Not von ihrer Grossmutter zu erhalten erstmal mit irgendeinem Pakistani auf der Strasse konkurrieren, das würde wohl den Familienzusammenhalt auch nachhaltig schädigen….

  47. Gegen Melancholie hilft Silber putzen (so man hat)
    Noch so ein unbestreitbarer Vorzug: Silber putzen. Wenn alle darüber Reden, wer wohl wirklich hinter dem Anschlag in Berlin steht, dann kann man sich aus der Welt zurückziehen und das geerbte und gekaufte Silber für Weihnachten aufpolieren. Da ist auch ein Suppenservierlöffel dabei (450gr 800 Silber), der seinerzeit in Dahlem vergraben wurde, als es die Russen waren, die das deutsche Tafelsilber einstecken wollten.

    • Melancholie
      Gegen die Melancholie und die Schrecknisse des Lebens hilft es auch Geschenke für die Eltern einzupacken,
      die in der Kindheit und auch später einen so manches schöne Weihnachtsfest geschenkt haben.
      Auf das sie noch lange gesund und munter leben mögen.

      Allen ein schönes Weihnachtsfest!

  48. Es hängt nicht am Geld
    ob man glücklich und sorgenfrei durchs Leben geht. Sicher bietet Reichtum ein komfortables Polster auf dem es leichter fällt, seelig zu schlummern. Aber ich kenne Menschen von beiden Enden der Schere und auch am oberen Ende gibt es Sorgen und Angst, auch wenn die vom unteren Ende dafür wenig Verständnis aufbringen. Ich denke, es ist eine innere Einstellung, wie man mit der Unplanbarkeit der Dinge umgeht und vermutlich kriegt man diese Einstellung in den Genen oder im Laufe der Sozialisation mit. Das Leben feiern ist nie verkehrt. In diesem Sinne, Frohe Weihnachten.

    • Tatschlich glaube ich, dass eine gute Familie viel aufwiegen kann, und besser als Geld in Kombination mit schlechten Eltern ist.

      Aber: Das war in meiner Jugend eher selten. ein paar eltern waren überambitioniert, aber das waren ausnahmen.

    • @Don
      Da haben Sie so recht: Kann ich aus meiner täglichen Arbeit in der Kinder- und jugendpsychiatrischen Praxis absolut zustimmen.

      Eltern, die sich wirklich fürs Kind interessieren (aber natürlich nicht ständig um dieses kreisen). Eltern die ein einigermaßen „sicherer Hafen“ sind. Eltern die im Alltag Vorbilder sind.

      Sie sind nicht ersetzbar – durch keine noch so pädagogisch geschulte „Bezugs“person. Letztere können allenfalls eine gute Ergänzung sein.

      Erkrankt ein Kind psychisch, ist fast durchweg meine Beobachtung: die Gesundung erfolgt umso schneller und anhaltender, je stabiler und liebevoller das Familienleben ist. Und: die meisten Kinder in stabilen Familienverhältnissen werden gar nicht psychisch krank.


    • Eltern, die wirkliche Probleme in den Griff bekommen, sind großartig, keine Frage. Überambitioniertheit sägt sich nach meinen Beobachtungen von selbst ab – die Kinder brechen aus und machen was anderes.
      Schwierig ist es für die, die nur Undiszipliniertheit, Neid und Gejammer erleben, und keine glückhaften Momente, daß man zusammen etwas gebacken kriegt.

  49. Hallo? Katana Girl ?
    Bereitest Du Dich vor für Teil II 2017 mit der GreifmirindieTascheundinsHirn-M-Festung?

    Hör Dir das mal an:
    Schubert: Deutsche Tänze
    https://www.youtube.com/watch?v=L8UmJSteRec
    kommst Du damit klar, bei der GG-Befreiung?
    Ganz cooler Kontrapunkt, findest Du nicht auch?
    Und danach zieh Dir mal Herbie Hancock Piano Solo – Dolphin Dance rein: https://www.youtube.com/watch?v=ydAwV5RMwBs

    Und? Gar nicht so übel, was?

    Die mülligen DigitalDämmplatten mit der ShabbytristKoloratur vor dem Medienpalast kannste zum Warmmachen kurz und klein schnippeln. Laß Dich nicht von der S&F-Agentur (Schnell&Fertig) zum Eierlikörtrinken überreden, das ist nur ein Pseudo_Modul, das will nur saugen.

    Übrigens, das Buch von Lin Yutang »Weisheit des lächelnden Lebens« war ein schöner Einfall von Dir

    domo arigatou どうも有難う

  50. Gute Laune macht sich breit - - heissa, bald ist Weihnachtszeit! - Zum r/Rumkugel/n!
    Vorhin DA gelesen, dann in erstklassiger Gesellschaft u. a. eine wunderbare Bries-Suppe verspeist, auch ein paar schöne Bilder angesehen – und die ganze Zeit den Gedanken nicht mehr abwehren wollen, ja von ihm geradezu durchströmt gewesen, dass auch Kathrin Göring-Eckardt – wie will ich enden: Sozusagen geschenkt? – Ok – dass auch sie geschenkt sei.
    Nur das worden lass‘ ich jetzt doch weg.

    • Es gibt Geschenke, die hebt man sich für Leute auf, die man wirklich hasst. Grüne passen da oft durchaus rein.

    • Das wußte auch schon W. Busch:
      Die erste alte Tante sprach:
      „Wir müssen nun auch dran denken,
      Was wir zu ihrem Namenstag
      Dem guten Sophiechen schenken.“

      Drauf sprach die zweite Tante kühn:
      „Ich schlage vor, wir entscheiden
      Uns für ein Kleid in Erbsengrün,
      Das mag Sophiechen nicht leiden.“

      Der dritten Tante war das recht:
      „Ja“, sprach sie, „mit gelben Ranken!
      Ich weiß, sie ärgert sich nicht schlecht
      Und muß sich auch noch bedanken.“

  51. Bekugelte Kronleuchter
    Zwei Frösche fallen in einen Rahmtopf. Einer strampelt unverdrossen, bis er einen Klumpen Butter hat, auf den er sich setzen kann, während der andere ertrinkt.

    Wohl dem/der, denen keine Angst, sondern Zuversicht gegeben wurde von zuhaus.Es gibt auch betuchte Leute, deren Angst ich nicht verstehe.
    Verstehen kann ich das nur bei denen, die befristet beschäftigt sind,wenig verdienen, oder krank sind.Es ist nicht immer so leicht für manchen, zuversichtlich zu sein.

    Hier haben wir Bilderbuch – Weihnachtswetter: Sonne, blauer Himmel, leichten Frost und eine weiße Landschaft. Leider soll es zum Wochenende vorbei sein mit der Pracht.

    So oft es nachtet, wird’s auch wieder hell.
    Heut ist schon da und morgen kommt selbst.

    Ich wünsche allen besinnliche, erholsame Feiertage in Gesundheit im Familienkreis oder mit Freunden.So🎄oder so🌴oder so⛷, auch mit 🍰.

  52. Der weihnachtlich väterliche Don
    kann dennoch irgendwie nicht aus seiner Haut. Auch wenn Verständnis für die Armen und Ängstlichen durchscheint, der Staat an dessen Verantwortung, an dessen Sinn und Zweck erinnert wird, so bleibt er doch seiner Vorliebe für die Leibeigenschaft und der geschlossenen (feineren) Gesellschaft treu. Jeder an seinem Platz und womöglich noch mit Gottvertrauen und bei entsprechendem Wohlverhalten auch mit der Aussicht auf einen Platz im Paradies.

    Das mit der Angst, das ist so eine Sache. Es ist kaum anzunehmen, daß es Menschen gibt, die frei von Angst sind. Angst ist eine nicht nur im Menschen fest implantierte Schutzfunktion. Ihr Ausmaß ist wohl von der individuellen Einschätzung Angst erzeugender Situationen abhängig, was wiederum mit der Fähigkeit verbunden ist, Situationen möglichst objektiv einschätzen zu können. Letzteres führt dann wohl auch dazu, daß Menschen in vergleichbaren Situationen mehr oder weniger Angst haben.

    Das aus der Angst resultierende Verhalten deckt denn auch das ganze Spektrum möglichen Verhaltens ab. Flucht, Resignation oder Angriff usw., alles ist möglich. Mal mehr emotional, mal mehr rational bedingt. Und ja, in gewissen Grenzen ist das Leben mit der Angst sicherlich erlernbar, wenn auch nicht für jeden. Und weil selbst ganz diffuse Ängste bestimmte Verhaltensmuster erzeugen können, werden sie auch gern zur oft unerkannt bleibenden Manipulation geschürt. Angst ist halt ein prima Mittel, freiwillige Selbstversklavung zu fördern.

    Und da wären wir dann wieder bei den Flaschen sammelnden Rentnern und dem Staat, der die Prioritäten falsch setzt. Oder auch beim Lohndumping, bei Leih- und Zeitarbeit, bei Werkverträgen, bei Menschen ohne Krankenversicherung etc. pp. Wovor haben diese Menschen Angst, warum wehren sie sich nicht, was haben sie noch zu verlieren? Warum zahlt VW weltweit Milliarden an betrogene Käufer und Staaten, nur in Deutschland nicht? Warum sollen wir ja zum totalen Überwachungsstaat sagen, warum sollen wir uns an die Dauerpräsenz bewaffbeter Polizei gewöhnen, verhindert das den Terror? Warum wehren wir uns nicht gegen das Ende unserer Freiheit, die uns zunehmend als Unfreiheit verkauft wird? Wovor sollten wir wirklich Angst haben?

    Weihnachten soll ja eine Zeit der Besinnung sein, Besinnung auf Werte und nicht auf Privilegien. Weihnachten, Zeit des Erlösers und der Erlösung. Ich fürchte, erlösen müssen wir uns selbst. Und das ist wohl nur möglich, wenn wir uns von der Angst befreien, die uns, selbst gewählt, in Fegefeuer und Hölle gefangen hält. Bei der jedem eigenen privaten Hölle mag das ja mitunter schwierig sein, bei fremden Höllen sollte es doch deutlich leichter fallen. Nur Mut, keine Angst, es funktioniert.

    • Natürlichz bevorzuge ich die Klassengesellschaft – aber ich hätte sie nun mal gern auch ohne das Aufstockerelend und den Zwang, alte Leute wegen zu grosser Wohnungen zum Umziehen zu zwingen.

  53. Positive Sicht auf den konservativen Lebensstil
    Lieber Don Alphonso,

    es tut sehr gut bei jemandem zu lesen, der eine konservative Lebensweise nicht als etwas Negatives darstellt – sondern diese Art zu leben in ein positives Licht rückt.

    Über Jahre hinweg habe ich mich aus dem öffentlichen Diskurs quasi völlig zurückgezogen, weil ich den Eindruck hatte, dass man für konservative Ansichten regelrecht geächtet wurde.

    Meine Meinung kam schlicht nirgends mehr vor. Und das, obwohl ich mich selbst eher als Hippie gesehen habe; ich bin ja nicht ohne Grund eine Kleine Waldhexe geworden. Üppiger Weihnachtsschmuck wäre z.B. eher nicht mein Geschmack, aber wenn sich jemand daran freut, ist das doch schön.

    Wenn es an die grundlegenden Dinge im Leben geht, bin ich jedenfalls altmodisch, und vielleicht bin ich ja damit doch nicht so allein, wie ich es die letzten Jahre immer dachte.

    Ich wünsche Ihnen schöne Weihnachtstage!

    Liebe Grüße von der Kleinen Waldhexe


  54. So schöne Weihnachtskugeln! Da haben die schwulen Friseure gut daran getan, die zu sammeln. Eine echte Augenweide! Danke für die Bilder!

  55. Neid ist keine Option
    Unsere Gesellschaft funktioniert nicht ohne Neid. Das war damals nicht anders als heute. Hätten sich die Urahnen von Don Alphonso mit Luft und Liebe zufrieden gegeben könnte ihr Nachkomme heute nicht über Frieden auf Erden fabulieren, während andere pardon das Geld für ihn arbeitet.

    Heute kann man freilich dank Professor Hartz auch ohne großes eigenes Zutun ein für damalige Verhältnisse luxuriöses Leben führen. Solange genügend Menschen bereit sind nach mehr zu streben und sich entsprechend ihrer Fähigkeiten abplacken.

    Wenn nicht mehr genügend neidische Abkömmlinge von Kuh- und Schweinehirten Mehrwert erwirtschaften, schauen am Ende alle in die Röhre und auch am Tegernsee werden die Gesichter lang sein.

    Durch die durchdachte Einwanderungspolitik der Neuzeit, die man durchaus 2 Jahrzehnte zurück datieren kann, hat sich das Verhältnis weiter zuungunsten der arbeitenden Neider verschoben, obwohl frohe Botschaften zum Fest noch anders kündeten.

    Ich würden ihren Wohlstand durchaus mit um verteilen, allein der zusätzliche Obolus für die öffentlichen Kassen wäre von aktuell darauf Zugriffsberechtigten wohl kaum sinnvoll angelegt. Also belassen wir es vorerst besser als eiserne Reserve für materiell bewusstere Zeiten.

    Gehaben Sie sich wohl und genießen Sie Ihre Festtage. Solange wir es noch zulassen. ;-)

    P.S.
    Wer wird eigentlich Ihre Bücher erben. Frage für einen an klassischer Literatur in Originalausgabe interessierten jüngeren Bekannten.

    • Darüber mache icb mir Gedanken, wenn es so weit ist. Frühestens!

    • Auf die kleineren oder größeren
      Osteuropäerinnen habe ich vor Ihnen mein Interesse angemeldet.

      Wir werdens nicht erhalten, also trösten wir uns damit, dass Don Alphonso würdige Erben wählen wird.

      :)

  56. Danke
    Danke für den unterhaltsamen Text. (Und Danke für den Text zum Thema Berlin auf Ihrer Privatseite.) Angenehme Feiertage und einen guten Rutsch allen zusammen!

  57. .
    Geschlossene Gesellschaften öden mich ja eher an.
    Man kennt sich; es gibt kaum noch Überraschungen…
    es sei denn > Onkel Paul bringt seinen neuen Freund mit.
    http://gsprezz.tumblr.com/post/49383576965

  58. schön beschrieben
    Meine Erfahrung ist leider völlig anders.
    Ich komme von der anderen Seite. Meine Großmutter hielt das Leben für einen Kampf und wirkte dabei nie Siegesgewiss. Ihre Tochter bekam sie mit 34 (1936), der Mann starb 1951 bei einem Verkehrsunfall.
    Meine Mutter war nie verheiratet und lebte mit den Vätern(2-3) der 4 Söhne nie länger zusammen. Der Vater des ersten starb bei einem Verkehrsunfall, der Vater des 2. und auch meiner war Polizeischüler und die Beziehung überstand die ersten 3 Jahre nicht. Der 4. Sohn wurde direkt nach der Geburt zur Adoption frei gegeben.
    Meine Mutter war chronisch überfordert,
    eher unbezogen und depressiv.

    Ich hatte dennoch Glück im Unglück,
    weitere Einschläge waren aber der Krebstot meiner Großmutter, die Drogenabhängigkeit und Psychose meines ältesten Bruders und der Suizid meiner Mutter als ich 19 war.
    (Drogenabhänginge die WGs sprengen sind ein Klacks dagegen)

    Warum ich von Glück im Unglück spreche?
    Ich hatte nie bewußt die Idee das die anderen Schuld an meinem Dasein tragen, ich fand mich nur selber unzulänglich.

    Über die Bundeswehr (Wehrpflicht und später Zeitsoldat als Wiedereinsteller) bin ich zu meinem Beruf (Krankenpfleger) gekommen.

    Ich bin natürlich weiterhin dabei mich mit den Widrigkeiten des Daseins herumszuschlagen, das funktioniert mit Einschränkungen aber immer besser.

    Noch ein wichtiger Hinweis zur Rede der Kunstfigur.

    Wesentlich ist (auch) gewollt zu sei.
    In den USA fragten sich Experten warum die Zahl der schweren Straftaten zurückgegangen war.
    Eine Überlegung: Der strenge Umgang auch mit kleinen Delikten.

    Eine andere war: Das Abtreibungsrecht der USA sorgte 20 Jahre später dafür das weniger ungewollte Kinder das Erwachsenenalter erreichten.

    Man könnte sich in den Zeiten der Überbevölkerung Fragen ob ein Teil der masslosen Gewalt darauf zurückzuführen ist.
    Skrupellose Leute geben den ungewollten das Gefühl wichtig zu sein.
    Gott liebt dich! Marx liebt dich, Lenin und Stalin und wie sie alle heisen.

    Eine Lösung für das Problem habe ich leider nicht.
    Man sollte aber auf keinen Fall Stellen im Bereich der ambulaten oder stationären Psychiatrie streichen. In manchen Fällen können diese Leute tatsächlich helfen.

    • Das schöne hier ist
      das sich Personen von beiden(fast allen) Seiten des Spektrums mit Themen befassen können und sich über die merkwürdigen Einfälle mancher (u.a.polistischen) Akteure scheinbar in gleicher Weise, (ähnlich oder völlig anders) wundern.

      ggf sind wir aber auch nur Extremisten der besonderen Art ohne der jeweils anderen das Dasein an sich streitig machen zu wollen.

      Noch logischer wäre die Überlegung ob es hin und wieder grundsätzlich darum geht eine Sitation zu analysieren und angemessen zu handeln.

      Was ist der passende Schmuck für die Wohnung?
      Meine Antwort auf das Weihnachtsbrimborium:
      Keine Kugeln und keine Besuch von Weihnachtsmärkten,
      aber nicht wegen möglcher Anschläge sondern wegen der olfaktorischen Belästigung durch alkoholhaltige Heißgetränke.

    • Ich bewundere Ihre Haltung
      und die aufgezeigten Gedanken/ Analysen
      Grüße Uli

    • Zustimmung aus Erfahrung
      Zwei Punkte Ihres Beitrages haben mich besonders angesprochen:
      „Warum ich von Glück im Unglück spreche?
      Ich hatte nie bewußt die Idee das die anderen Schuld an meinem Dasein tragen, ich fand mich nur selber unzulänglich.“
      Auch wenn ich den Begriff „unzulänglich“ so nicht mehr verwenden würde (Diagnose anankastische Persönlichkeitsakzentuierung) hat mir dieses Merkmal doch mehr geholfen als geschadet mit dem gesamten Therapieumfeld und -prozess umzugehen.
      „Man sollte aber auf keinen Fall Stellen im Bereich der ambulaten oder stationären Psychiatrie streichen. In manchen Fällen können diese Leute tatsächlich helfen.“
      Dies kann ich, wie gesagt au eigener Erfahrung, nur immer wieder unterstreichen und bin darüber hinaus, dass wir hier in Deutschland ein fantastisches System haben, wenn, ja wenn man denn in der Lage ist dieses auch zu nutzen. Um den Bogen zum Thema des Artikels zu schlagen: Eine gewisse Grundzuversicht, nonchalante Akzeptanz der Umstände und die (entgegen aller augenscheinlichen Hässlichkeiten des Lebens) Überzeugung, dass es schon irgendwie wieder werden wird, helfen nicht nur beim sorgenlosen Christbaumkugelkauf, sondern auch in der Akutpsychatrie.
      Ein kleiner Widerspruch sei mir jedoch gestattet: Ich bin der Meinung, lieber Don, Sie überbetonen den materiellen Faktor und vernachlässigen den kulturellen. Als pointiertes Beispiel möchte ich den (mehrfach) enteigneten (baltischen) Gemüseadel anführen, der sich auch noch in dritter Generation der faktischen Mittellosigkeit Auftreten, Selbstbewusstsein und lebensfrohe Zuversicht bewahrt und in dessen Selbstverständnis auch Dekaden des materiellen Mangels als vorübergehende Unannehmlichkeit einzustufen sind.
      Frohe Weihnachten!

  59. Praefaktische Stimmungen
    Da streichelt der Hausherr ein wenig die Tasten und schon lauschen alle lammfromm, als hätte sich Horowitz an den Steinway gesetzt und eben seine Frackschösse geordnet. Es wird nicht einmal mehr richtig gemosert und gegoodnightet (Goodnight … Weihnachten?). Gut, TDV steht noch aus, aber inzwischen ergeht man sich in andächtigen Stimmungsbildern zu praefaktischen Welten, Weihnachten …

    Der wohl nicht wörtlich zu nehmende Appell des Abstinenzlers an die Schluckspechte („Also, schlucken Sie die kommenden Tage“) wird/soll nicht unerhört bleiben.

    Fundstücke …

    „Das 21. Jahrhundert ist nicht geprägt von der Suche nach Neuheit“, schreibt die russisch-amerikanische Philologin Svetlana Boym, „sondern von der Ausbreitung der Nostalgie. Die gibt das kritische Denken zu Gunsten einer emotionalen Verbundenheit auf. In extremen Fällen entsteht daraus eine Phantomheimat, für die man bereit ist, zu sterben und zu töten.“ (h/t Cicero Constantin Wißmann)

    „Noch einmal ein Weihnachtsfest,
    Immer kleiner wird der Rest,
    Aber nehm‘ ich so die Summe,
    Alles Grade, alles Krumme,
    Alles Falsche, alles Rechte,
    Alles Gute, alles Schlechte –
    Rechnet sich aus allem Braus
    Doch ein richtig Leben raus.
    Und dies können ist das Beste
    Wohl bei diesem Weihnachtsfeste“
    (Fontane)

    „Weihnachten: ein besonderer Tag der Völlerei, Trunksucht, Gefühlsduselei, Annahme von Geschenken, öffentlichem Stumpfsinn und häuslichem Protzen gewidmet“
    (Ambrose Gwinnett Bierce)

    „Wann gehen den Christen die Lichter auf?
    Zu Weihnachten, aber das reicht nicht für das ganze Jahr“
    (Harald Schmid)

    Zum Schluss …

    Wenn schon Beach Boys, dann bitte Heroes and Villains …
    „In the cantina Margarita’s keep the spirit high“

    Ansonsten doch, frohe Tage, Ihnen Don, der uns die Zeiten erträglich macht, und dem Kommentariat!

    • Es kommen auch wieder andere Beiträge – ich habe mich halt so entschieden, weil ich wirklich die Kugeln aufgehängt habe.

    • immer irgendeine )/%%/$%&$$$ Taste (wo ist auf der Tastatur der Totenkopf?)
      Also von Besonnenheit hat mein kommentar nicht getrieft , das darf ich sagen.
      Aber gerade Zu Weihnachten sind die Details der frühneuzeitlichen Strafen, die man vielen unguten Figuren wünscht (herzlichst-aber Ihre Fingernägel mußten wir aufrollen!) a bissl unpassend, und nigglige Staatsanwälte,wie das linksgenudelte halbgraue Wallehaar im Fall des Schweizer Wetterfrosches, stehen mit den Maulkörben, die man uns zur Enteignung unseres Landes umgebunden hat, parat.

      Aber das eine oder andere Trumm habe ich, dank der EXTREM liberalen
      Moderation des Don (Sie traun Ihna wos !) abgeladen.
      Wenig Florett, recht oft der Entersäbel, GERN das Fleischerbeil und die Saufeder, oder auch die Elefantenbüchse in .460 Weatherby.

      Grober Klotz, grober Keil, manchmal geht ein spitzes Stilett in die empfindlichen Organe, oder eine langsam zugedrehte Garotte beendet ungeliebte Wortmeldungen von denen, die schon länger nur Mist reden.

      Aber ansonsten soll der Weihnachtsgeist uns umwehen, demnächst weht uns sowieso was anders um, gleich der Flatulenz eines hochhausgroßen Monstrums.

      Hoch die Tassen, Maßkrüg‘ , Pötte, Häf’n, Glasln, Kübel , und gefeiert !

      Die beste Rache ist, gut zu leben.
      Aß heute ein 500g brasilianisches Filetsteak, es kann nicht immer Leberkäs‘ sein .

      Dazu nur einen Spritzer und ein Achtel Zweigelt, finden die Büttel die Mörder von Berlin auch nicht, MICH findaden (fänden, für die bald von uns Bayern Verlassenen ) sie bestimmt.
      Jetzt bin ich daheim, es wird noch ein bissl Wodka sein.

      Prost !

  60. Klappe halten!
    Frau Göring befiehlt: „Trauer und Mitgefühl! Sonst nichts!!“ Und nun Frau Stokowski: „Ab in die Familie und trauern!“
    Seltsam Sehr seltsam. Sind nicht beide sonst eher fürs Politische? Und gegen diese Biedermeier-Haltung, die sie plötzlich anbefehlen? Warum sollen wir jetzt öffentlich die Klappe halten und uns in die (Mit-)Gefühlswelt und in die Familie zurückziehen?
    Ah – ich habs: Weil wir sonst das falsche denken oder sagen würden. Etwa etwas über die Einwanderungspolitik, die diese und viele künftige Morde erst ermöglicht und Mitschuld trägt. Pfui! Also, liebe Leute: wer falsch denkt, dem bleibt nur eines: der Weihnachtsbaum zuhause. Und ansonsten, im Stokowski-Diktus: „Schnauze!“

    • Sowohl Stokowski als auch Göring-Eckard sind halt Beispiele, was passiert, wenn man es bei der Integration zu sehr mit Milde versucht. Ein neuer Ostblock wäre da durchaus hilfreich, dann finden solche ideologischen Rosa Klebbs auch wieder eine anständige Arbeit.

    • ... das ist halt so ..
      … im Vulgärsozialismus: Auch die Gefühle sind politisch und werden von der Leitungsebene aus kommandiert. Der „Aufstand der Anständigen“ wird nur ausgerufen, wenn es passt, dabei gäbe es nach den täglichen Übergriffen, Grapschereien, Stehlereien, Vergewaltigungen und Toten Grund genug für einen „Aufstand der Anständigen“; aber es gibt ja noch nicht mal einen „Aufkreisch#“

      Bezeichnenderweise regt sich keiner mehr auf, dass der freigelassene Pakistani mit mehreren Identitäten unterwegs war; das wird schon als Normalzustand angesehen.

    • Die militanten Flügel des Nanny-Staates
      In solchen und anderen Einlassungen spiegeln sich die Beschränktheit und Bräsigkeit des real existierenden Matriarchats und seiner militanten Flügel, (Radikal)Feminismus und Ökologismus. Ein Biotop wie geschaffen für geistige Korruption, für synchronisiertes Quaken und moralische Selbstüberhöhung.

    • Nein, Arabella, uns bleiben auch die frommen Wünsche mit dem Weihnachtsbaum,
      die ich im zeitlich vorigen Blog skizziert habe.

      Und Don, für die Gfraster werden wir uns nicht einen neuen Ostblock antun, noch dazu, um die in Machtpositionen zu hieven.

      Die schicken wir ungeschützt auf die Domplatte, schaun nicht genau, und passt.

      Schimpfen dürfen die Weibsen nicht, keine Weißen dort, als Täter.

    • Die Frau traut ggf eigenen Gefühlen nicht / unseren schon gleich gar
      Trauer, Mitgefühl, Wut, Hass, (schwarzer zynischer) Humor und noch ein paar andere gehen bei mir problemlos (fast) Gleichzeitig. Das schwingt mehr oder weniger stark in die eine oder andere Richtung.

      Das Problem ist nicht unser Gefühl sondern unser handeln oder nicht handeln.
      Wichtig wäre m.E. das wir uns bald wieder dem Alltag zuwenden können
      d.h. nicht das uns alles wurscht werden soll. Wir sollten die politisch handelnden weiter sorgfältig beobachten da wir im Herbst eine wichtige Wahlentscheidung treffen „müssen“

      Wenn sie wütend sein sollten:
      Ich erlaube es ihnen ausdrücklich!
      Erschießen sie aber niemanden voreilig,
      weder sich!!!! noch andere ;-)

      ggf hilft folgendes
      https://www.youtube.com/watch?v=HULyNRpxfy0

      Ab 2:02:52 fürs energische
      Ab 1:50:45 zur allgemeinen Aufmunterung

      Bei ARD und ZDF bekommen sie das wahrscheinlich nicht:
      britische Musik eines deutschen Komponisten mit einem niederländischen Orchester und Solisten aus Indien, USA, Irland, Deutschland…

  61. Titel eingeben
    Don: „Ich kannte in Berlin Leute, die Angst davor hatten, die EC-Karte könnte vom Geldautomaten eingezogen werden:“

    Ohne „Berlin ist doof“ geht’s nicht mehr. Egal, ob da was war, vorgestern oder ist ja auch egal wann….Weil man ja so schrecklich besorgt ist („Das wird nicht mehr anders, fürchte ich“), aber wenn es eben unter den fetten Hassern knallt, dann muss die so vorzügliche und behütete Kinderstube ein wenig zurückstehen.

    Dabei machen Ihnen die flaschensammelnden Rentner solchen Kummer. Mit Ihrem guten Geschmack sieht man denen wahrscheinlich direkt an, ob sie selber schuld sind, also Berliner gleich welchen Wohnortes, oder Opfer von Banken und Migranten.

    Frohe Weihnachten unter den hübschen Kugeln und Grüße aus dem Slum in der Mark. Machen Sie sich bitte keinen Kopf über die Menschen, die nicht mehr wiederkommen. Sie waren wahrscheinlich zu dick und Ihr Kontostand war nicht standesgemäß.

    Ich habe einen guten Vorsatz für das neue Jahr, an den ich mich halten werde. Dann werden Sie auch nicht mehr „angemault“.

    • Die Angriffe auf meine Person kommen nun mal von der Berliner Antifa und ihren Partnern.

    • @ Osmin, jetzt seien Sie doch nicht gleich angefressen
      Die Aversionen mit dem Westwind gibt es, falls Sie es noch bewußt erlebt haben sollten, erst seit die Glasschüssel leuchtet-oder sagen wir seit ca. 10-11 Jahren. Vorher hatten sich Bonnwestdeutsche und noch-nicht- Hauptstadt-Berlin richtig lieb. Wir klebten auf die Post nach Berlin immer noch kleine Briefmarken dazu und um die Weihnachtszeit waren wir aufgefordert extra für Berlin Kerzen in die Fenster zu stellen. Im Osten dürfte es ähnlich gewesen sein. Damals mußten die Rentner nicht einmal Flaschen sammeln, weder in Berlin noch in der deutschen Restgeographie. Im Grunde genommen, so meine Beobachtung, richtete sich die Häme auf Berlin erst mit den gehäuften Fehlleistungen der regenbogenfarbigen Regierungkoalionsopposition unter ulF. Naja, der Wowi hat auch seinen Teil dazu beigetragen mit seine Anjeberei von wejen arm aba seggsi. Issed nüch so?
      (DdH)

    • Berlin Bashing ist gemein
      NRW ist mindestens genau so schlimm. Fällt nur nicht so auf, weil man sich dort mit einer gewissen Leichtigkeit dafür selber feiert. Belgische Verhältnisse halt.

      Lieber Don ich schlage vor, Sie ersetzen künftig jede zweite Berlin Nennung durch Köln (Viel Feind viel Ehr). Und wenn man von Failed State redet, es gibt ja auch noch Bremen…

    • Berlin ist GAR nicht doof ! Ich stehe am BER, und warte auf meinen Abflug.
      Imposantes Teil, und von wegen ,,Berliner Schnauze“- total unaufdringlich ,der Service hier.

  62. Neue Kugeln für die Sammlung! Wie schön.
    Frohe Weihnachten!

    undDankefürdievieleArbeit

  63. ... was immer der Grund ...
    … für den obsessiven Kugelkauf sein mag (die Bilderhängung im Hintergrund ist ja wirklich sehr opulent)…

    … jedenfalls meinen Dank für Ihre Texte, die mich entweder als Journalismus der alten Schule erfreut oder jedenfalls erheitert haben, und Ihre Moderation in diesem Blog, die vorbildlich ist und mich an frühere Moderatoren anderer Foren, darunter den unsterblichen mitta_hand, erinnert, als das Medium noch anarchisch jung war und wie ein Schatzkästlein. Ein wenig davon schimmert in Ihrem Blog nach; auch wenn wir alte älter und kultivierter geworden sind und man aufpassen muss, dass man es sich nicht zu behaglich macht, wie auf einem Sofa.

    Im übrigen scheint es mir das Klügste, was man aus einer arrivierten Position heraus machen kann; andere gehen den ganzen Tag jagen und schießen Hasen, fischen Forellen, malen ohne Talent Bilder oder schreiben Gedichte oder Ausstellungskritiken; das muss doch nicht sein. Lieber ein Stück Torte am Tegernsee.

  64. Ballroom Blitz
    Einer geht noch …

    Stichworte: schwule Friseure/Frisuren, blitzende Lichter, Altes Europa

    https://www.youtube.com/watch?v=z_jdiU47bFA

  65. Denken und glauben
    Interessanter Artikel wieder mal. Den man auf mehreren Ebenen lesen kann. Die Weihnachtsmesse eines freundlichen Zynikers. Oder die Absage an Psychos.

    __________________

    Frauen, sagt man, machen sich dauernd darüber Gedanken, was Männer von ihnen denken.

    Stimmt nicht, euer Ehren.

    Sie machen sich viel häufiger Gedanken, was andere Frauen von ihnen denken. Sagt meine Frau. Ich denke, Mann überschätzt sich und seine Bedeutung, dauerhaft als Gedankenwurm im Hirnkastel einer Frau eingenistet sein, gern ein wenig; ich stimme ihr mal zu. Was anderes bleibt mir auch nicht übrig.

    ______________________

    Angst und Geld.

    Angst haben alle, auch die mit Geld. Klar. Binse.
    Ja, und der Umgang mit ihr ist familiär gelernt.

    Nur:
    Geld macht zwar nicht glücklicher, aber etwas entspannter.

    Der Kasus Knacktus
    Das Dumme ist, dass man gänzlich ohne Geld – und ohne menschlichen Beistand von irgendwem – auf alle Fälle in unserer Hai-Gesellschaft Angst haben muss. Das ist sehr ratsam.
    Angst ist ein nützlicher Seismograph und ein Aktivator. Zu wenig Angst zu haben, sollte einem in D (und noch eher woanders) Angst machen. ;-)

    Warum sich viele Angstbesetzte zu Aggression entschließen und sie das Vorhandensein von Geld beim Feind zusätzlich triggert, ist nachvollziehbar und muss einem eigentlich klar sein, wenn Reichtum zur Schau gestellt wird. Wundern sollte es nicht.

    Und da wundert der sonst so stolze und frohe Artikel nun doch etwas. Weil trotz der Frohen Botschaft, dass zuviel Angst eh nichts bringt ein Tacken Ätschbätsch gegen ‚Sozialfanatiker‘ drin ist.

    Anscheinend sind das die armen ‚Loser‘ aus Berlin, die sich an Don abarbeiten. An denen sich aber auch der Don seinerseits abarbeitet. Was für eine unfassbare Verschwendung von Geist, Zeit und inneren Reichtums.

    Schöne Kugeln übrigens!
    Machen mir fast Lust, meine barocken Dinger aus dem Keller hochzukramen. Leider habe ich zwei sehr lebendige Jung-Kater, die ihnen und dem Baum auf niedlichste Weise ruckzuck ein Ende bereiten würden. Wers nicht glaubt, es gibt massig Youtube-Videos mit Katze im Baum. Kann man stundenlang sich ergötzen. Diese Filmchen sind im Unterschied zu vielen anderen Youtube-Krachern nicht gestellt und die Katzen haben auch alle keine Pilze gekriegt. Die Filme sind alle wahr, Katzen verhalten sich bei Baum und Kugeln wirklich so: vollkommen durchgedreht.

    Frohes Fest dem Don und ein freundliches Miau den Katzenbesitzern!

    ___________________________________
    Ein frohes Fest auch den ‚Psychos‘ von Berlin. Gerade sie haben mehr verdient als Gespött und Buchstaben-Tütensuppe jeden Tag. Bringen sie dem Don doch viele Artikel ein, mit denen er gut verdient. Was würde er ohne seine Feinde machen. Holzhacken gehen vemutlich.

  66. Titel eingeben
    Mehr Besinnliches:
    Es sind die kleinen Gaben …hier: https://is.gd/NF0i0W

  67. Katzen, staring at bulbs
    Recht nett geschnitten und nicht gaaanz so mainstream-schrottig (naja, schon ein wenig):
    https://www.youtube.com/watch?v=1AY-M_FxbaQ
    Der erste Film.
    Die anderen muss man nicht, außer man hat noch öderen Musikgeschmack als ich.

  68. Ich weiss nicht was Sie wollen
    Angst? Man muss doch auch einmal endlich registrieren, dass Angela Merkel dem Weihnachtsvolk entgegenkommt. Zwar hat sie es letztes Jahr nach der Grenzöffnung abgelehnt, „einen Zaun um Deutschland zu bauen“. Aber immerhin lese ich heute in allen Zeitungen, dass jetzt nach der Amokfahrt von Berlin wenigstens Weihnachtsmärkte eingezäunt werden. Inklusive Sperranlagen wie Betonpoller. Na, das ist doch schon ein Anfang.
    Ich wusste doch, dass ich mich auf das DDR-Kind Merkel verlassen kann. Ohne Maschendrahtzaun – werden wir verhau’n.

    • Nur bin ich halt kein DDR-Kind und will meine Bundesrepublik zurück.

    • Don sagt: Will meine Bundesrepublik zurück.
      Die wurde, wenn ich es richtig in Erinnerung habe von Schröder und Fischer im Kosovo beerdigt.

      Ich kann mich aber irren. ggf starb sie auch in Afghanistan oder im Rahmen der Agenda 2010.

      Die alte Bundesrepublik war ein Spießerstaat ohne Großmannssuchtambitionen.

      Nur mit der €U eine Chance gegen die USA und China….
      einfach furchtbarer Orginalton von S. Gabriel.
      Was wollen diese Leute?

    • Es steht einem jedem frei sich lächerlich zu machen
      Die BRD zurück? Die drei Buchstanben waren einstmals schwer verboten. Aber warum nicht zurück? Sie können soviel zurück, wie Sie wollen. Es wird nichts helfen. Auch wenn Sie das glauben. Und hier verbreiten. Ich kenne da in RU oder der SU (Ich könnte Ihnen natürlich noch einige andere nennen. ) so einige, die genau das wollen. Zurück.

      Sie haben noch überhaupt nix verstanden von den energetischen Verhältnissen, um die es eigentlich geht. Putin übrigens hat. Trump eventuell auch. Von Merkel weiß ich es noch nicht so recht. Es könnte gut sein, das sie die Klügste von allen ist.

      Ihr Spiel hier ist ein vedammt übles. Aber Sie dürfen. Ihre Chefs haben Absichten. Machen Sie mal ruhig weiter. Und fühlen Sie sich frei. Und unabhängig.

    • © Gast, 21. Dezember 2016 um 21:50 Uhr
      Uuuuhhh, das unheilvolle Raunen des Mannes in der „Gast“-Maske.

      „energetische Verhältnisse“?!?

      Mei, der Gerd!
      … rüttelt am Zaun der FAZ („Ihre Chefs haben Absichten“), aber diese unterschwelligen Drohungen („Machen Sie mal ruhig weiter. Und fühlen Sie sich frei. Und unabhängig“).

      „Fühlen“ soll wohl heißen „Sie sind es nicht“?!?
      Demnächst ein totes Huhn an der Haustür des Hausherrn?
      Oder das Bild einer zersplitterten Weihnachtskugel in der Post.

      Sie Spaßbrense, Sie, aber gut, Sie titeln: „Es steht einem jedem frei sich lächerlich zu machen“.

      Gilt dann auch „Es steht einem jedem frei sich lustig zu machen“?

      Was mich betrifft (ich bin bloß Leser hier), nö, ich lasse mich nicht BRDigen, schon gar nicht in diesem Blog, nicht von DA und nicht von Ihnen. Da mag Putin von „energetischen Verhältnissen“ verstehen, was er will. Dawai dawai

  69. Merry Christmas
    vielen Dank für diese zeitgenössische Weihnachtsgeschichte! Gerade nach dem Berlin-Attentat kommt sie doppelt recht. Das von Ihnen angesprochene Grundvertrauen ist entscheidend für das Lebensglück, und Weihnachten ist ein sehr guter Grund, darüber nachzudenken und zu -empfinden. Der äußere Erfolg ist etwas vom Glück Getrenntes. Der “alte“ Finck z.B. war ein schwerreicher Mann, aber er fühlte sich von Armut bedroht. Daher fuhr er nur einen VW-Käfer, natürlich selber. Wohl den Lebens-Klugen, wie Sie D.A., denen eine Glücksbegabung und -erziehung mitgegeben wurde. Ich hingegen habe Jahre meines Lebens verkehrt, besser: unausgeschöpft gelebt, und – den äußeren Voraussetzungen geradezu trotzend – mir Sorgen gemacht. Zwar sind diese Jahre weg, und mit ihnen auch all die entgegengebrachte Liebe, die man unerwidert ließ. Aber man kann die Kurve kriegen. Für viele von uns Normalsterblichen ist wohl eine existentielle Krise nötig, die uns zwingt, alles in Frage zu stellen. Die gute Nachricht ist, daß der Blick auf das Wesentliche gebündelt wird, etwa: „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“. Und die noch bessere, daß eine verarbeitete existentielle Krise einen viel stärker, unabhängiger und glücklicher machen kann. Der äußere Erfolg kommt dann viel leichter; damit möchte ich auch Harry C. alles Gute wünschen.
    PS: Don, mögen Sie im kommenden Jahr weiter hart am Wind der Erkenntnis und Aufrichtigkeit segeln, er wird Ihnen günstig sein.

  70. Wäääääääääääääääää
    Ich hab das garnicht bemerkt, nix kapiert, was schlimmer ist. Die Dame von der Eigentümerversammlung!? Wär ich nicht drauf gekommen.

    • Das Paarungsverhalten von Eigentümerversammlungsteilnehmern
      Die Paarungszeit oder -bereitschaft der Eigentümerversammlungs-Spezies dauert, wie jene der Füchse z. B., ein paar wenige Stunden im Jahr.

      Halten Sie also still und stören Sie bloß die Ranz nicht.
      Reicht schon, dass Moser dauernd mit der Saufeder und der .460er rumfuchtelt, da kriegt die schönste Weihnachtskugel Dellen – und das, geschätzte Arabella, wäre der zweifellos guten Sache abträglich.

    • ???
      Es ist ein Vexierbild,@Arabella.
      Was ist denn mit der Japanerin/Chinesin, die scheinbar eine Greifmirindietascheundhirn – Strategie fährt und seehr musikalisch ist?
      siehe „ferry“.

  71. Eheprobleme
    Ich bilde mich ja immer gern weiter, und kann dazu aus Downton Abbey die gräfliche Großmutter, mein Lieblingscharakter, gespielt von Maggie Smith, zitieren, die ihrem Sohn bei Eheproblemen rät:

    „In unseren Kreisen gibt es keine Eheprobleme.“

    Da Sohn insistiert, lautet der Rat

    „Then you can’t see each other as much as you’d like to“.

    Das muss man sehen. Köstlich!

  72. ps
    und das geht halt schlecht in der 40qm Zweiraumwohnung.

    Fairerweise ein Punkt für die armen Schlucker.

  73. An Tagen wie diesen fällt es schwer,
    immer nur zu schlucken. Danke für Ihre Texte, die schönen Fotos und dafür, dass ich mich hier niederlassen und mitdiskutieren darf.

    Die weihnachtliche Stimmung ist mir im Laufe vieler Jahre abhanden gekommen, das auszuführen, brächte sie nicht zurück.

    „Wo ist der Zorn…“ treibt nicht nur mich um. Es wird wohl nicht der letzte Anlass gewesen sein, Zorn und ohnmächtige Wut zu empfinden. Das lässt sich nicht einfach schlucken.

    Trotzdem und gerade drum allen hier besinnliche Weihnachtstage.

    • Mir fällt es auch nicht leicht.

    • @ Renate
      Ach, Renate, ich hab an Sie gedacht
      nichts, dem ich je im Leben widerstund
      die schönen Beine, der freche Mund
      haben mir nichts als Freude gebracht

      Etwas holperig der improvisierte Balzgesang, aber bitte, er gilt exklusiv Ihnen, auch wenn Sie ihn verständlicherweise nicht ernst nehmen sollten, es dafür aber gut sein lassen mit den trüben Anwandlungen.

      Ihre Bitterkeit erfreut bloß jene, die Sie nicht mögen, nicht aber die, die hier immer wieder gern von Ihnen hören. Die paar Allerweltsfesttage bringen wir mit Haltung hinter uns. Sie sind da keineswegs allein mit den damit verbundenen Mühen und dem gelegentlich empfundenen Ekel.

      Frohe Weihnachten und auf ein aufregendes neues Jahr!
      Et ceterum censeo …

    • An Tagen, wie diesen...
      Frau Simon,der ganze Zorn bringt uns auch nicht weiter. Rumpelstielchen hin oder her.
      Weihnachten ist schön für kleine Kinder und ihnen Zuschauenden.Später ist es eine nette Familienzusammenkunft, anders, als sonst im Jahr.Einen Baum gibt es bei uns seit Jahren nicht mehr. Mir gefallen Amarylles mit Kiefern und sonstige Dekorationen, auch Kugeln,besser. Außerdem hatte ich eine Katze…

      Meine Kinder und ich haben an diesen Tagen besondere Bilder im Kopf. An einem 23. Dezember starb mein Mann.Unsere Geschenke für ihn waren eingepackt.Fünf Tage dauerte es wegen der Feiertage bis zum Begräbnis, das Wetter war weihnachtlich schön, der Friedhof voller Menschen.Das bleibt.

      Ähnlich wird es den Angehörigen der Opfer von Berlin ergehen, so kurz vor Weihnachten.Wollte man doch nur einen Bummel über den Markt machen, um die Stimmung einzufangen.Nur ist die Situation eine andere, keine höhere Gewalt, oder, wenn man gläubig ist, Macht. Hier gibt es zu viele Verstrickungen, gelinde gesagt.

      Ihnen ganz persönlich von mir beste Feiertagsgrüße.Ich freue mich schon, Sie nächstes Jahr wieder lesen zu dürfen, Sie sind hier ein Gewinn.

    • Danke Gogol,
      dabei wollte ich gar nicht so viel Bitterkeit speien, ich schieb’s aufs Wetter, auf Herbst und Winter. Jahreszeiten, die ich überhaupt nicht mag.

      Glücklicherweise ist die längste Nacht vorüber, es geht aufwärts, die Tage werden wieder länger. Ich freue mich darauf, lesend in der Sonne zu sitzen, was kümmert mich dann die Welt.

      Ändern können wir eh nichts, das jeden Tag zu bedenken vergesse ich nur hin und wieder oder wie man hier sagt: Et kütt wie et kütt. Et bliev nix, wie et wor.

      Heut ist heut und heut ist schon wieder ganz anders, lass es draußen schütten, mir doch egal, ich muss ja nicht raus.

      Danke für den Balzgesang, ich nehme ihn, wie er gemeint ist, wünsche Ihnen fröhliche Weihnachten und sollten wir in den nächsten Tagen keine Gelegenheit haben, einen angenehmen Jahreswechsel.

    • Rumpelstilzchen wollte ich hier gar nicht sein
      liebe Philomena

      danke für Ihre Worte und Anerkennung.

      Vorweihnachtszeit war immer Geschenke-Stress für teils wildfremde Leute mit zusätzlich sehr viel anderer Arbeit.
      Ich wollte dann irgendwann kein Weihnachten mehr, keinen Baum, kein gar nichts, ich wollte nur noch meine Ruhe.

      Das passte meinem Mann nicht so ganz, Baum, echte Kerzen mussten sein, bis wir drei Katzen hatten, also Lichterkette. Mir war’s immer ein Graus, wenn ich meinem Mann auch von Nikolaus an wöchentlich mindestens ein Geschenk überreichte, weil ich es bis Heiligabend nie ausgehalten habe, es aufzubewahren.

      An einem ersten Feiertag habe ich einen Spachtel vorgekramt und angefangen, die Tapete im Bad runterzuholen… das kam gar nicht gut an und ging fast in einen Ehekrach über, dabei wurde fleißig weiter die Tapete gespachtelt. Wir haben auch am 2. Feiertag gearbeitet, die Miene meines Mannes war sehenswert.
      Ich hatte überhaupt keine Lust mehr auf seine heile Welt.

      Heute allein auf weiter Flur vergesse ich ständig, dass ich hier seit dem 1. Advent mal wieder zwei größere Blechengel stehen habe, in die ein Teelicht gestellt werden kann. Ich habe bisher vielleicht 10 Lichter gebraucht, auch heut habe ich die Dinger bis jetzt geflissentlich übersehen. Und sonst gibt es hier gar nichts, was an Weihnachten denken ließe. Der Weihnachtskaktus gibt sich halbwegs Mühe, blüht auch schon mal an Ostern.

      Für andere Menschen vielleicht trostlos, ich vermisse nichts außer hin und wieder meinen Mann, der vor über 5 Jahren an Muttertag starb.

      Ihnen und Ihrer Familie besinnliche Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr.

  74. Ich sehe, es wird weihnachtlich besinnlich beim Don....
    Deshalb auch eine kleine Empfehlung für die festtägliche Lektüre:

    „Im zweiten Jahrhundert christlicher Zeitrechnung begriff das Römische Imperium den schönsten Teil der Erde und den kultiviertesten Teil des Menschengeschlechtes in sich. Die Grenzen dieser ausgedehnten Monarchie wurden durch bewährte, disziplinierte Truppen geschützt. Der sanfte, aber wirkmächtige Einfluss von Gesetz und Sitte hatte das Gemeinschaftsgefühl unter den Provinzen allgemach gefestigt.

    Ihre friedfertigen Einwohner genossen und missbrauchten die Vorteile, die Wohlstand und Luxus mit sich bringen. Dem Konstrukt, welches eine freie Verfassung vorstellte, wurde die geziemende Achtung erwiesen. Der Römische Senat besaß nach außen hin die Regierungsgewalt und nutzte sie, um dem Kaiser alle Befugnisse zu übertragen.

    Während einer glücklichen Periode von achtzig Jahren wurde die öffentliche Verwaltung durch die edlen und befähigten Kaiser Nerva, Trajan, Hadrian und die zwei Antonine geführt. Es ist für dieses und die folgenden zwei Kapitel geplant, die glückhaften Umstände des Reiches darzulegen; und anschließend, vom Tode des Marcus Antoninus an, die wesentlichen Bedingungen für seinen Zerfall und Untergang: jener Umwälzung, die immer im Gedächtnis den Nationen dieser Erde bleiben wird und dessen Einfluss sie noch heute spüren.“

    Soweit die Einleitung von Edward Gibbons „History of the Decline and Fall of the Roman Empire“ das in vielen sechsbändigen oder gekürzten Ausgaben und auch ganz kostenlos im Netz zu beziehen ist. Meine ist die schöne Greno-Edition von 1987.

    Da relativiert sich vieles. Im Gegensatz zur Spätzeit des römischen Reiches fließt noch Wasser aus der Leitung, wenn man morgens den Hahn aufdreht, wöchentlich kommt die Müllabfuhr vorbei und die zunehmend zahlreicheren Goteneinfälle beschränken sich (noch) auf den öffentlichen Raum.

    Freilich, wenn ich eine junge, unternehmungslustige Frau wäre, die dessenthalben des öfteren nächtens mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein müsste, fühlte ich mich schon etwas eingeschränkt (es sei denn, ich wäre bekennende und militante Fat-Acceptance-Aktivistin der Dreizentner-Gewichtsklasse); da ich aber mittlerweile als älterer weißer Mann entweder eher häusliche Vergnügungen bevorzuge (z. B. Bücher lesen) oder solche an Orten, die ich in gar keiner Weise mit erst kürzlich hier angesiedelten testosteronfrohen Ostgoten teile (weil nix los), bin ich da relativ ungerührt und ziehe es vor, die Geschehnisse nach Art des späten Jünger unter historischen Aspekten zu betrachten.

    Wie der unvergessene Zeithistoriker G. Westerwelle bekanntlich schon feststellte, ließ es sich auch im Zeitalter der spätrömischen Dekadenz trefflich leben, aber natürlich nur an Orten, an denen noch (um den Zeithistoriker R. Meyer zu zitieren) ein ordentlich funktionierendes feudales System die hässlichen Zeitläufte überdauert hatte. So manches Geschlecht schaffte sogar bruchlos den Übergang zu einer reputierlichen mittelalterlichen Raub- oder wahlweise Kreuzritterkarriere.

    In diesem Sinne allen ein schönes Weihnachtsfest und (je nach Gusto) eine frohe Lektüre und viele erhellende Einsichten!

  75. @ Uwe Dippel sagte am 21. Dezember 2016 um 13:45 Uhr, "Mathematik"
    „Gerne würde ich Ihnen die Graphiken anbieten.
    Ist nur nutzlos. Denn die täglich ca. 1000 noch Dazukommen – über die regierungsamtlich nicht berichtet werden sollte – werden natürlich die Aussschaffungsrate deutlich überflügeln.“
    .
    Lieber Herr Dippel, machen Sie es nicht zu kompliziert. Die von Ihnen gewünschten demographischen Prognosen hatte ein gewisser T. Sarrazin in seinem Erstwerk „Deutschland schafft sich ab“ in tabellarischer Form als Anhang bereits im Jahre 2010, also 5 Jahre vor dem Selfiemagnetismus, zur Verfügung gestellt. Der Mann versteht was davon, deswegen ist er in gewissen Kreisen ja so verhasst- und er holt weit aus, bis 2050. Bis dahin tut uns beiden kein Zahn mehr weh, aber die Zahlen sind erschreckend. Dabei arbeitete der Meister bereits mit einem Zuwanderungssaldo von 50000 P/a
    .
    Beispiel:
    BIP-Entwicklung in Deutschland in Mrd. €: 2010 = 2363 / 2050 = 2467
    .
    Wenn ich jetzt mit seinen Prognosen bezüglich Demographie, Produktivität und Altenlast weitermache, werden die Geschenktmenschen-aus-dem Maghreb-und Nahost-Befürworter das als Argument für Zuwanderung begierig aufgreifen. Wir wissen alle um die Qualitäten aus den genannten Regionen. An DIE hatte Sarrazin bei seinen Prognosen sicher auch nicht gedacht. Allerdings Qualitätsmerkmale auch nicht ganz außer acht gelassen, was ihm gehörig Hiebe einbrachte.
    .
    Ihre obigen Anmerkung, klar wie Klosbrühe-oder Bouillon, auch für den RHS-Abiturienten, selbst wenn er nur Noten-Ø 1,2 haben sollte, also quasi ohne 4 Grundlagen-Vorsemester nicht studierfähig wäre.
    Der Graph mit der Ausgangsgröße 500000 G* auf der y-Achse zeigt durch die täglichen 1000 G eine Steigungsneigung. Fassen Sie diese 1000 G ruhig zu einer Jahresmenge zusammen. Somit ersparen Sie sich logarithmisches Papier. Das gleiche machen wir mit den AusGEschafften (zu euphemistisch), eher den AusZUschaffenden. Wir fassen hier ebenfalls zusammen: 52 Wochen=gestrichen, also 48 Wochen (2 Wochen um Weihnachten, Pfingst-und Osterwoche=abschiebefrei) => also 48 x 34 G = 1632 G/a.
    .
    Ich glaube wir sollten nun doch zur Millimeterpapierrolle und Tapeziertisch greifen oder die Abschieberate für 10 Jahre zusammenfassen, damit das überhaupt sichtbar gemacht werden kann. Der theor. Abschiebebeginn legen wir in den Schnittpunkt von Ordinate und Abszisse, er sei der 01.01.2017. Für eine lineare „10 Jahres-Zusammenfassung“ sollten Sie 10 (5 mm-Kästchen) nehmen, damit z.B. gewisse Dynamiken (z.B. vor Wahlen) über die Ursprungssteigung gelegt werden können.
    .
    * (Großes „G“ für „Geschenkte“, nicht zu verwechseln mit dem „g“ für die Erdbeschleunigung.)
    DdH)

    • @ Déjà
      Mei, Déjà, Sie rechnen sich noch um Kopf und Kragen.

      Mit derartigen Rechenaufgaben behelligen Sie doch hoffentlich keine Schüler?!? Der Elternabend, mehrsprachlich, gedolmetscht, unter zivilgesellschaftlicher Supervision …

  76. Danke
    für die schönen, kontroversen und immer hervorragend geschriebenen Beiträge in Ihren Blogs im Jahr 2016. Ich freue mich schon auf das neue Jahr und darf Sie auffordern: „Weiter so!“.

  77. Schöne Kugeln
    Es geht nichts über eine gute, liebevolle Familie – Danke für den weihnachtlichen Text und die prächtigen Fotos. Meine ererbten edlen Kugeln sind momentan wohlverpackt in Sicherheit vor kleinen Kinderhänden, die dafür den weniger zerbrechlichen Ersatz in einem Großeinkauf (der aber sicher deutlich günstiger war) und einigen Bastelstunden bestimmen durften.

    Vielleicht reift ja in genügend Köpfen die Erkenntnis, dass Gesellschaften Grenzen brauchen, um sowohl Offenheit als auch Geborgenheit bieten zu können.

    Frohe Feiertage!

  78. Anis Amri war kein Unbekannter
    Gerade in der Daily Mail gelesen:

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-4054140/How-German-police-bungled-hunt-Europe-s-wanted-man-Asylum-seeker-23-wrongly-blamed-Christmas-market-massacre-jumping-red-light.html

    „Tunisian asylum seeker wanted for Berlin massacre was jailed for four years in Italy for burning down a school and arrested three times in Germany before police lost him“

    Kommt dann aus Italien, 3x in Deutschland verhaftet, 6 unterschiedliche Namen, 3 Nationalitäten.

    Und die Ausweisung scheitert daran, dass es keine Ausreisepapiere gibt!!??

    Aber wie heißt es so schön: „But under a peculiarity of the German asylum system he was granted a ‚Duldung‘ or toleration papers allowing him to stay for unknown reasons.“

    Unser Land schafft es doch tatsächlich fast jeden Tag, mich aufs neue zu überraschen.


    • Mich überrascht das schon lange nicht mehr, ich denke schon seit Monaten über eine Henkertruppe Früchtchenernte nach, bis jetzt noch ohne wirkliches Ergebnis.

    • Auf wundersame Weise ist heute der Pass für den Herrn eingetroffen
      weniger verwunderlich verweist die Spur wieder einmal nach NRW. Nein, ich frage mich nicht mehr, ob der Innenminister an Rücktritt denkt, warum sollte ich mir mein Hirn zermartern, wenn er doch so gar keins hat.

      Die Dailymail fragt, warum man in D einen Mann sucht, aber sein Foto verpixelt. Und dann auch noch 100.000 Belohnung auslobt.

      Erinnerung an Charlie Hebdo, wegen der „verlorenen“ Geldbörse? Es ist ganz offensichtlich vieles zu offensichtlich. Es passt manches nicht zusammen, aber uns wird sicher bald der mutmaßliche Täter präsentiert werden. Anderes könnte uns ja nur verunsichern, obwohl wir lt. dM mit dem Terror leben müssen. Ich habe im GG nachgesehen, davon steht gar nichts drin.

    • ... wo ist die Ünerraschung ...
      … wenn man die Tür auflässt kommen die Diebe und bei offenen Grenzen das Pack, das keiner haben will. Auch der Freiburger Mörder war schwerkriminell und in einer Familie für viel Geld einquartiert. Das ist ein einziger Wahnsinn, aber es wird nur darüber lamentiert, dass man den offensichtlichen Zusammenhang zur Merkelei nicht herstellen würde …

    • Whose land, Reichsbürgerin Simon? YourLand#Not! /s
      Ist einem als StundeNull-Geborenen nicht klar gewesen, dass alte Gewissheiten immer nur scheinbaren Bestand (als Krücken sozusagen) hatten, von daher nichts wirklich überraschend kommt? Ja – wer hatte sich nicht im Falschen so gut es ging eingerichtet? alas, old lay’s coming to naught, das BRD-interregnum muss wohl mal vergehen

      die Großväter hießen ‚Wilhelm‘ und ‚Ernst‘ (nicht willy&erny!). So wenig von Beiden ererbt, diese Ahn-ung preiszugeben, der Lächerlichkeit gar, will nicht einfallen, gar selbst-gefallen, wie vielleicht ‚fremde Mode‘ verlangt. Von Beiden zu behaupten wagen, sie hätten im Traum nicht daran gedacht, ein Beweismittel wie den ‚Anschlags-LKW‘ zur pass-endenden UnterFindung in eine nato-Kaserne zu verbringen.
      Frank Tempel (DieLinke!) may be up to sth …real. Bringt prakisch aber nicht viel mehr als Revision, womit Pragmatiker nichts anzufangen wissen, deshalb (V)Praxis kein (T)hema sein darf. Vielleicht (aber wirklich nur: seeehr vielleicht) ist unsere lF Pragmatriarchin aber auch schon über VT hinaus zu gegen-VP gelangt .. as time will tell. (Und immer gilt frei Matth. 23: do neither as they do, nor as they told ya, vgl. ‚Weihnachtshit 2009‘: Rage agst the machine ‚Killing [Pride] in the name of‘ [Love: U2])

      Wie Xmas verbringen (ohne Kitsch):

      mit R.C.Wilsons *Julian: A Christmas Story*
      und *Julian* von Gore Vidal

  79. Vielen Dank
    Herzlichen Dank, sehr geehrter Don, für die großartigen Texte und wunderbaren Bilder des letzten Jahres. Dieser Blog ist -auch wegen der eleganten Beiträge der Mitkommentatoren- zu einem Highlight in der medialen Wüste geworden. Nach dem Lesen habe ich nicht mehr das Gefühl, alleine als Geisterfahrer unterwegs zu sein.
    Frohe Weihnachten wünsche ich allen.

  80. Der neue Rattenfänger
    Juchheisa! und ich führ den Zug
    Hopp über Feld und Graben.
    Des alten Plunders ist genug,
    Wir wollen neuen haben.
    Was! wir gering? Ihr vornehm, reich?
    Planierend schwirrt die Schere,
    Seid Lumps wie wir, so sind wir gleich,
    Hübsch breit wird die Misere!
    Das alte Lied, das spiel ich neu,
    Da tanzen alle Leute,
    Das ist die Vaterländerei,
    O Herr, mach uns gescheute! –

    Joseph von Eichendorff

  81. Es ist wie es ist. Und Neid ist eine Todsünde
    Frauen machen sich dauernd Gedanken, was andere Frauen von ihnen denken. Sie machen sich nicht schön für den Mann, sie machen sich schön, um andere Frauen damit auszustechen, wenigstens ist das die Erkenntnis, wenn man offen Auges durch die Welt geht. Haben Sie, werter Don, schon mal gesehen, wie eine elegante Frau eine andere elegante Frau von oben nach unten mustert? Dann wissen Sie, warum sie sich elegant machte. Wir Männer haben da gar keinen Stellenwert.

    Aber ist das nicht egal? Erfreuen wir uns nicht der Weiblichkeit, die wir, die Männern, alles den Damen geben lässt, was sie möchte, wenn sie uns nur liebevoll anlächelt? Denn ein jeder Mann bedarf der Bestätigung durch eine Frau.

    Neben mir wohnt ein armes Ehepaar. Sie kochen noch mit Holzofen, ein guter Geruch. Und über die Straße hinweg, die eigentlich eher eine staubig-steinige Angelegenheit ist, steht die Residenz eines, tja, Millionärs? Sie wird bewacht, ist umrandet von hoher Mauer, und wenn der Herr des Hauses die Residenz verlässt, um mit seinen Hunden spazieren zu gehen, dann grüßt er alle freundlich und alle grüßen ebenso zurück.

    Niemand käme auf den perversen Gedanken, ihm ein böses Mail zu schicken oder gar eine Hassbotschaft an die Mauer zu malen. Und niemand fordert Enteignung.

    Weil diese Gesellschaft seit hunderten von Jahren auf Oben und Unten aufgebaut ist. Das Gesinde durfte lesen lernen, um die Bibel zu verstehen, aber nicht um Enteignungswünsche zu formulieren.

    Und das arme Ehepaar ist auch gar nicht neidisch auf den Millionär, den Don sowieso, weil es nichts hilft und es sie nicht reicher macht.

    Natürlich denken sie im Geheimen: ach, wäre ich doch auch mal reich. Aber sie denken es ohne Neid.

    Und sie grüßen den Don. Weil der Don hilft, wenn es nötig ist. Gerade jetzt zu Weihnachtszeit hat er, freiwillig, gespendet, einer anderen armen Familie die Möbel gekauft, alle. Von Bett zu Sofa, von Kühlschrank zu Fernseher. Alles halt.
    Das Haus hat ein anderer Millionär gespendet und die Lebensmittel für drei Monate ein Supermarkt, und so verbünden sich „die da Oben“ um „denen da Unten“ das Leben erträglicher zu machen. Nicht immer, aber sehr oft.

    Da käme keiner auf den Gedanken, „Enteignung“ zu hecheln. Denn der Neid ist eine Todsünde und Gottesfürchtig sind wir hier allesamt. Bis auf Ausnahmen. Das sind meistens die Ausländer.

    Denn die sind oft Unglücklich, während die Einheimischen glücklich(er) sind. Weil sie leben, und nicht etwa weil sie besitzen oder „auch haben wollen“. Durch Enteignungen etwa.

    Das ist der, fast will ich sagen, elementarische Unterschied zwischen uns in Lateinamerika und euch in Deutschland.

    Nur die Glasbläserei findet man hier leider nicht. Statt fein ziselierte hauchzarte Kugeln gibt es bunt gescheckte Plastikrundungen aus China oder Korea und tausenden von Lichterketten und grell bemalten Weihnachtsmänner in sommerlicher Hochhitze.
    Ja, wenn ich ihre tollen Fotos sehe, da sehne ich mich auch ein wenig an kulturell etwa anspruchsvolleren Gestaltungen.

    Weihnachten feiern wir mit Raketen und Böllern, weil Grund zum Feiern ist, immerhin wurde Christus geboren, was für ein Geschenk! Und die Familie, so an die 20 Personen, wenn sie klein ist, trifft sich im Patio oder Garten beim Grillen und trinken und man erfährt, dass jenes, was man als „Sippe“ bezeichnet hatte, hier immer noch gilt und hält und wie eine geschlossene sich gegen seitig helfende Gemeinschaft ist. Geschlossene Gesellschaft möchte ich nicht sagen, das erinnert an Sartres Theaterstück, in dem die Menschen in der Hölle sind. Und „die Hölle, das sind die Anderen“.
    Bei euch fahren grauenhafte Trucks in Weihnachstmärkte. Bei uns in der Karibik, verzeihen Sie den Vergleich, fallen höchstens die Palmen um.
    Aber auch „das Paradies“ kann eine Hölle sein! Man muss nur genauer hinsehen.
    Wie in Berlin. Als ich dort noch lebte, fand ich es gruselig dort Weihnachten zu feiern, in einer Stadt mit der höchsten Abtreibungsquote, den meisten Singlehaushalten (also einsame Menschen) und den meisten Kirchenfeinden. Aber Weihnachten feiern wollen….wenn das mal nicht pervers ist….?

    • Die wahre Geschichte dessen, was ich tue, wäre in sich ein wunderbarer Beitrag für dieses Blog und in allen Aspekten so, dass es niemanden voll überzeigen würde.

      Ich bin nicht weiss, das gibt es nicht, ich bin nur dunkelgrau, und so ist meine Rolle hier.

  82. Wolframdraht
    Ich dachte in Bayern hätten sie sauberen Atomstrom für die Grundlast und Pumpspeicher für die Spitzen. Da wird das Polkappenschmelzen mit glühendem Wolframdraht schwierig.
    Dafür würde ich dann eher aus Braunkohle hergestellte Paraffinkerzen empfehlen. Liegt ihnen jedoch das Abholzen tropischer Regenwälder noch näher am Herzen als die direkte Schädigung des Weltklimas, dann rate ich zu Stearinkerzen auf Palmölbasis.
    Beide Produkte sind selbstverständlich vegan und Hauskatzen kommen bei ihrer Herstellung garantiert nicht zu Schaden.

    Ich selbst bevorzuge ja rote Äpfel von unseren Ländereien drüben im schwäbischen am Tannenbaum. Die Christbaumkugeln auf den Fotos sind aber wirklich hübsch. Die liegen ja doch deutlich über dem Baumarktstandard.

    • Ich kaufe praktisch alles, soweit es eben geht, in der Altstadt ein, weil ich sie erhalten möchte. Und das bin ich mir einfach wert.

    • Frohe Feiertage!
      Ich antworte hier und heute unter Gewürztraminer; zum Einen, weil ich den gleichnamigen Wein liebe, zum Anderen, weil ich mich an seine Bemerkung andocke, die Christbaumkugeln auf den Bildern bei Don seien aber doch über dem Baumarktstandard.

      Auch ich werde bei schönen Christbaumkugeln verrückt. Man soll sie sich einfach leisten und sich nicht mit billigen Notlösungen zufrieden geben. Sie können, wie bei Don, überall drangehängt werden. Runde Kugeln machen sich aber auch gut in einer großen Glasschale auf einem großen Tisch (mit Tischtuch!).

      Ich kaufe auch immer wieder was dazu, wenn ich neue Kostbarkeiten entdecke… Unsre Söhne und ihre Freundinnen werden alle Jahre wieder mit einem neuen Stück beglückt, damit sie eine kleine Sammlung haben wenn sie in den Lebensabschnitt mit eigenem Christbaum starten.

      – Kontrapunkt in der Weihnachtsdeko sind die kleinen Wendt und Kühne Engel aus dem Erzgebirge, die wir auch sammeln… Ach, ich glaube, ich bin überhaupt ein Weihnachtsfreak!!!…

      Und deshalb frohe, besinnliche oder aufregende, aber auf jeden Fall erholsame Feiertage, an den Don und alle Kommentatoren. Ich freue mich, diesen Blog gefunden zu haben.

    • Lesetipp
      a propos „rote Äpfel von unseren Ländereien drüben im schwäbischen“:
      .
      Da gibt’s ein ähnliches Blog wie hier, das sich aber ’nur‘ mit Natur, Wirtshäusern, Spazieren und generell dem „Guten Leben“ beschäftigt und dabei – zwischen den Zeilen – genau so kritisch ist wie hier (intelligent und lesbar sowieso) = Abels Kolumnen. Viel Freude!

  83. So sollte es nicht nur
    für die bessere Gesellschaft sein. In FDR’s four freedoms speech rangiert freedom from fear auf dem dritten Platz nach freedom of speech, freedom of worship und noch vor freedom from want. Ohne Freiheit von Angst – und das schliesst ökonomische Angst mit ein – kann Demokratie nicht gedeihen, und wenn ein Politiker gezeigt hat, wie man einen neuen sozial-demokratischen New Deal macht, dann ist es FDR.

    Würde sich die SPD darauf besinnen, anstatt Klientenpolitik zu machen, wäre die deutsche Linke nicht so zersplittert, die CDU könnte wieder eine bürgerliche Partei sein und wir könnten wieder zu echter und nicht „alternativloser“ politischer Debatte zurückkehren.

    Das ist natürlich ein frommer Wunsch, aber schliesslich ist es Weihnachten.

  84. Danke
    Danke für die schönen Bilder und die zum Nachdenken anregenden Texte; das gilt auch für die Kommentare.

  85. Schon fast so gut wie Sloterdijk oder womöglich besser ?
    Viel Wahres in dem Beitrag. Einer von Ihren besseren Einlassungen Ihrer natürlich auch sonst überdurchschnittlichen Beiträge. Und vor allen Dingen: Sie haben vom Grunde her Recht. Aber wie wollen Sie dies den have-nots rüber bringen? Könnte bisschen schwierig werden. Trotzdem: Das mit der angst freien Erziehung habe ich bei meiner Tochter wie vorgeschlagen durch gehalten. Da sie es nicht so mit Müßiggang hat (ich auch nicht) hat sie sich angst frei im UK bis zum consultant rauf gearbeitet, auch wenn ihr das hier genug „zu-kurz-gekommene“ umbedingt vermasseln wollten.

  86. I hear the sound of a gentle word On the wind that lifts her perfume through the air...
    …good vibrations
    danke
    Ein gutes Herz, und alles wird gut.
    Toleranz, Empathie, Akzeptanz, Selbstzurücknahme, Nachsicht, Güte, Autorität, Nächstenliebe, danke Rainer Meyer

  87. Der neue Biedermeier
    Die Verwandten in Berlin sind wohlauf, seit 2 Tagen höre ich nur noch BR Heimat, mein Sohn wird einen riesigen bunten Plastikrennwagen um den festlichen Weihnachtsbaum schieben mit Kinderaugen blau wie der Königssee. Die Oma wird eine wunderbare Gans zubereiten und bei den Schwiegereltern im Oberland werden sich die 6 Enkelkinder treffen. Ich werde versonnen ins Karwendel schauen. Vielleicht werde ich bis zur Wahl weiter nur noch BR Heimat hören und allen anderen Medien entsagen.

    Ob ich noch den Don Alphonso lesen werde? Wahrscheinlich ja, aber könnte einer der schlauer ist als ich, mir dessen Aussagen zu seinem Wahlverhalten erklären? Oder sollte das ein Witz sein?

  88. Lieber Don...
    …wunderbar. Wo nehmen Sie das her? Es berührt richtig, Ihre Texte zu lesen. Emotionen und Verantwortung, das geht doch zusammen.
    Leider nicht in 10117 Berlin …

    Da sitzt nur eine, die gekonnt mit Emotionen spielt und diese vortäuscht und gar nicht begreift, was Verantwortung bedeutet.

  89. Titel eingeben
    Ich habe/hatte auch ein solches Elternhaus. Sicherheit, Geborgenheit, Zuversicht. Meine 2 Brüder haben Abitur und studiert. Meine Familie ist positiv eingestellt.
    Trotzdem kontra. Ich habe mit 19 Jahren eine psychische Erkrankung bekommen, nehme seitdem Neuroleptika. Diese können die Identität verändern.
    Ich male mir aus, wie meine Zukunft schlecht sein wird. Dass ich mal Spätdyskinesien haben werde, ich arm sein werde und irgendein Dasein fristen.
    Klar, ich leg nicht die Hände in den Schoß. Ich versuche das Beste aus der Sache zu machen. Doch krank bin ich, bleibe ich und das wird sich aufgrund von Profitinteressen in der Pharamindustrie auch nicht ändern.

    Nun frage ich Sie, wären Sie weiterhin zuversichtlich, wenn Neuroleptika Sie verändern? Wenn Sie denken, eigentlich wäre ich vielleicht lebhafter, offener, aber das Schicksal durchkreuzte mein Leben?

    Und darum machen Sie es sich in meinen Augen weit zu einfach.

    • wenn's brennt, schüttet man Löschwasser drauf - ist der Brand aus, freut man sich
      Löschwasserschäden sind ein bekanntes Phänomen. Aber Brände sind eben gewaltiger.

      Ohne die Profitinteressen der Pharmaindustrie gäbe es keine Löschwasserprobleme, das ist richtig, weil es dann gar kein Löschwasser gäbe.

      Vor der Undankbarkeit und dem Verzagen sollte die Einsicht in die Notwendigkeit stehen, sagt Hegel. Und der verstand etwas vom Geist.
      In diesem Sinne: Schöne Weihnachten, gute Besserung – und ein gutes neues Jahr!

    • Titel eingeben
      „Ohne die Profitinteressen der Pharmaindustrie gäbe es keine Löschwasserprobleme, das ist richtig, weil es dann gar kein Löschwasser gäbe.“

      Sind Sie sich da sicher? Zur Zeit wird an CBD (Cannabidiol geforscht, ein Wirkstoff der Cannabispflanze.
      Nun ist Cannabis eine Pflanze, die schon deutlich älter.

      Die Profitinteressen der Pharamindustrie verhindern also, dass neben Löschwasser, auch Löschschaum, Sand, Kohlendioxid und alle anderen denkbaren Alternativen das Licht der Welt erblicken. Auf dem Rücken der Kranken.

      „Aber Brände sind eben gewaltiger.“
      „Vor der Undankbarkeit und dem Verzagen sollte die Einsicht in die Notwendigkeit stehen“

      Die Einsicht, dass bei psychischen Problemen vom 1. Tag an die große Keule eingesetzt wird? Dass es keine Alternativen, vielleicht in den ersten 7 Tagen, zu Medikamenten gibt?
      Zumal die Profitinteressen der Pharamindustrie ja hier in den Behandlungsablauf hineinspielen.
      Tut mir Leid, auch Sie machen es sich zu einfach.

      Es ist nicht ohne Grund, dass es eine Antipsychiatriebewegung gibt oder z. B. Soteriaeinrichtungen in denen erstmal kaum oder nur wenige Neuroleptika eingesetzt werden.

      Um mal bei Ihrem Vergleich mit dem Brand zu bleiben. Man kann auch kontrolliert abbrennen lassen, so dass aus der Asche etwas neues entstehen kann. Die Psychose muss in geschützten Bedingungen ausklingen, so dass sich der Geist wieder besinnen kann.

      Übrigens interessant, dass so auf den Geist gepocht wird, man aber keine Probleme hat eben diesen mit Neuroleptika niederzuknüppeln. Es kommt wahrscheinlich drauf an wessen Geist…

    • @ Gast - - Wie so oft - wenn man anfängt wg. Cannabis zu differenzieren, wird es kompliziert
      Cannabis und seine Wirkstoffe taugen nicht zum Antipsychotikum. Die Erforschung von Cannabis zeigt eher in die gegenteilige Richtung.
      Zu glauben, es gäbe ein Industriekartell, das die Anwendung von wirksamen Heilmitteln unterbindet, ist Unsinn.
      Die Idee, man könne Psychosen ohne starke Medizin bekämpfen ist eine Außenseitermeinung. Die Welt ist groß und muss Platz für sowas haben. Es wird in diese Richtung etliches unternommen – die Ergebnisse der von Ihnen benannten Soteria-Therapien in der Akutpsychiatrie sind mager bis ernüchternd.

      Insgesamt ist es so, dass es eine Tendenz gibt, starkes Leid sozusagen zu expatriieren: Das sind dann im Zweifel die anderen daran schuld – am liebsten der medizinisch-industrielle Komplex.
      Beim Krebs gibt es seit Jahrzehnten die Idee, die Schulmedizin spiele eine solche Rolle. Tatsache ist: Von Globuli z. B. hat noch keine Krebs bekommen. Wohl wahr. Aber alles sonst, was damit in Zusamamenhang steht, und was über Globuli z. B. – auch in der FAZ gelegentlich – an Heilkräftigem behauptet wird, hat sich bisher als unwahr erwiesen. Leid ist Teil der menschlichen Existenz; so wie Gutgläubigkeit, Unwissenschaftlichkeit, Unredlichkeit, Uninformierthheit, Blauäugigkeit, Wunschdenken, Dummheit und: – Hochmut.

      Hegel übrigens hat auch von Cannabis einiges verstanden.
      Mens sana semper/ in corpore sanella!
      Salem aleikum!

  90. Eine wahre Begebenheit auf dem Rostocker Weihnachtsmarkt im Dezember 2016
    Mit meiner Familie besuchten wir am 3. Dezember den Rostocker Weihnachtsmarkt. Wir hatten viel Spaß und wir hatten auch das Geld für die vielen Karussells. Auf dem Rückweg über den Boulevard brüllte plötzlich jemand: „Willst Du mir mein Taschengeld klauen!!“ Ein großer breitschultriger Mann im orangenen Arbeitsanzug stand neben uns und schaute grimmig eine alte Frau an, die sich gerade aus dem Müllbehälter eine leere Bierflasche gefischt hatte.
    Ganz erschrocken schaute sie auf und stand dem Mann direkt gegenüber. Gerade wollte ich mich einmischen, da fing der Orange plötzlich schelmisch an zu grinsen. „Och, das war doch nur Spaß! Komm wir gucken mal, da ist noch mehr drin.“ Sie fanden noch zwei Flaschen und die Omi zog glücklich davon.

    Meine Kinder waren ganz aufgelöst und fragten mich, warum die Oma Flaschen sammeln muß. Ich wußte keine Antwort darauf. Meine Tochter fragte sogar: „Den Flüchtlingen helfen wir doch auch. Warum muß denn die Omi Flaschen sammeln?“

    Seit einer Woche geht mir diese Geschichte nicht mehr aus dem Kopf. Vielleicht hat sie Kinder groß gezogen und die sind nun irgendwo, wo es Arbeit gibt? Warum sind wir in Deutschland so hart zu unseren Mitmenschen? Wir sind so toll auf unseren Spendengalas, so gut auf der ganzen Welt. Doch mitten unter uns, kurz vor Weihnachten, sammelt eine alte Frau eine Flasche aus dem Müll. Ich möchte, daß wir den Verfolgten helfen – aber ich verlange auch, daß wir denen helfen, die uns zu dem gemacht haben, was wir heute sind.

  91. Bildungsminister
    Ein vielschichtiger, nachdenklicher, schöner Beitrag.

    Schade nur, dass Don Alphonso selber keine Kinder hat, denen er Geborgenheit geben könnte.

    Kann ja noch werden.

    Fröhliche Weihnachten allen!

    • Ich mag halt keine Kinder und Kinder hätten auch keine Freude an mir.

    • Die Kugeln in unseren Köpfen
      Das Blog generiert dem Don doch Anhängsel genug!

      Und dem armen Heidenkind bleibt – statt Schloss – allein die Überraschung in der Schneekopfkugel.

      The Young Pope:
      Jude Laws »Angsttraum« als rauchender Papst Pius XIII
      »Ihr habt vergessen, zu masturbieren!«,
      »Ihr habt vergessen, zu verhüten!«,
      »Ihr habt vergessen, homosexuelle Beziehungen zu leben!«

    • Don, dieses "ichmagkeineKinder" ist entweder eine manifeste Form von Misanthropie
      oder es ist schlicht affektiert.

      Was meine eher monastische Lebensform angeht, war ich deutlich eher als Sie prädestiniert, dem Familienweg auszuweichen… .

      Kinder sind mir trotzdem oft bezaubernd*, solange sie nicht die Dummheit ihrer Eltern übernommen haben. Konsequent wäre also eher: Menschen insgesamt reserviert zu betrachten, was aber auch irgendwie schlecht fürs Selbstbild ist (Leute wie ich machen das trotzdem!).

      Haben Sie eigentlich nicht Angst, Ihrem Femi-und Hipster-Solowohnungs-Kontrahenten wesentlich im Lebensentwurf zu gleichen?

      *Wenn man sie läßt und nicht zukleistert, stellen sie -fast immer- kluge Fragen (eben jene, welche die Philosophie und die Welt (im Grunde) bewegen. Sie haben einen Sinn für Wesentliches. Wie gesagt, alles nur unter dem Vorbehalt klarer Eltern!
      Wenn ich in einem Haus von zwei ärztl.Kollegen vor der Bücherwand stehend in einem Kunstgeschichtsband anfange zu blättern und kaum 2 Minuten später der Sohn neben mir sitzt und wissen will, was das ist, wann das war, was zu der Zeit passierte usf. und ich mich dann auf Nachfrage bei den Eltern verwundert zeige, warum er einerseits so voll von Fragen ist, aber andererseits so wenig über die möglichen Antworten weiß…. dann denke ich an Eltern, die ich nicht mag und an gesellschaftliche Figuren wie Salomon -Schmidt (humanistische Union), die Kinder ihrer wesentlichen Fragen berauben wollen, damit sie nicht der eigenen Bräsigkeit ins Angesicht schauen müssen!

    • Ich mag halt keine ...
      Das kann nicht sein.
      Ich bin sicher, wenn Sie sich erstmal angesteckt haben, Sie wären ein wunderbarer Vorleser.
      Sie haben nicht die Spur einer Ahnung, was Sie und die Kinder verpassen.
      Schade, schade. Für alle noch unbeteiligten.

  92. Alte Menschen
    vor einigen Jahren zeigte mir eine Frau in ihren 80ern den Bescheid auf ihren Antrag auf Grundsicherung. Meines Wissens nach hat sie über siebzig Jahre lang gearbeitet.

    Rundum Ablehnung.

    Ich recherchierte und fand einen Leitfaden, den das zuständige Ministerium in NRW, die zuständigen Kammern des Oberverwaltungsgerichtes NRW und der betroffene Städte- und Gemeindebund gemeinsam herausgegeben hatten. Eben als Leitfaden für die Bearbeiter solcher Anträge. Auf dieser Grundlage ordentlich zitierend (allerdings ohne Quellenangabe) wurde Widerspruch gegen den Bescheid eingelegt.

    Dieser Widerspruch wurde erneut abgelehnt. Allerdings gab es die erneute Möglichkeit, einen weiteren Widerspruch einzulegen.

    Also formulierte ich für diese Frau den erneuten Widerspruch, dieses Mal mit wissenschaftlicher Zitierweise.

    Es hat nicht lange gedauert, bis die Bewilligung kam. Es ging um ca. 1.000 Euro für ein Jahr.

    Das bitte, meine Damen und Herren, stellen Sie sich vor, da sollte eine Frau der Finanzen wegen und vermutlich, da ältere Herrschaften eher wehrlos sind, auf ein Niveau von mindestens 80 Euro pro Monat unter Grundsicherungsniveau gedrückt werden.

    Einfach irre und unfassbar.

    Und mich schaudert vor der Vorstellung, ich käme in eine solche Situation und habe niemanden, der sich für mich einsetzt.

    Nun, wir haben Weihnachten und so solls auch gut enden:

    Nach dem erneuten Widerspruch wurde alles bewilligt, der Frau sogar weitere gute Ratschläge gegeben.

    Und nicht zuletzt hat die Gutachterin zur Begutachtung des Pflegeantrages auf die Minute genau die Pflegebedürftigkeit festgestellt.

    Freuen wir uns dieser Tage über das Gute.

    Das andere gehen wir all die andere Zeit an.

  93. ...wie kann DAS sein ?
    Omas und Opas sammeln Flaschen und der mutmaßliche Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt hat als abgelehnter Asylbewerber lt.
    Pressemitteilung zwei Wohnsitze, wie kann das sein ???

    „Gefährder“ im Straßenverkehr werden sofort abgestraft, aber nicht monatelang beobachtet. Sind Verstöße im Straßenverkehr gefährlicher als Terrorismus ?

    Laut Google ist Solidarität, die Unterstützung von Ideen, Aktivitäten und Zielen anderer, warum werden nicht die „Aktivitäten“ unserer „Mitesser“ als Maßstab für die ihnen zuteil werdende Solidarität genommen?

    Warum ist das „Gutmenschentum“ so einseitig, warum immer nur der „Aufschrei“ wenn es um den Schutz und die Rechte der Anderen geht?

    Warum gibt es keine Gesetze zur Abstrafung „deutschfeindlichen Verhaltens“?

    Letztendlich stellt sich mir die Frage, warum schreibt man nicht ehrlicherweise „Globalisierung“ vorn mit „K“ ?

    PS: Ich bin weder „rechts“ noch „links“ verortet, ich bin mittendrin.

  94. Inside a snowflake like the one on your sleeve, happened a story you will not believe...
    Ja, trallalala, wir schließen einfach die Augen, trallalala, halten uns die Ohren zu, trallalala, und schwups ist die Welt, trallalala, wieder so, trallala, wie wir immer schon dachten, dass sie zu sein hätte haben müssen.
    Trallalala.
    Ja, ist denn schon wieder Weihnachten?
    Steht das Christkind schon wieder vor der Tür?
    Ja, dann lasst uns mal nachschauen.
    Macht auf das Tor die Tür macht weit…..

    Massenmord auf Berliner Weihnachtsmarkt….Täter kann einfach weggehen….Täter wird gefasst….Täter ist nicht der Täter sondern nur ein anderer Täter…Täter wird freigelassen….anderer Täter wird anhand einen Ausweis, der verloren im LKW genauso wie in Paris und in ….egal….dieser Täter verlieren immer ihren Ausweis….also Täter wird gesucht….andere Täter ist frei und weg….kann nicht mehr gefunden werden….so wie der neue Täter….der auch schon vorher Täter….also schon in Haft und der Polizei bekannt und unter Beobachtung und kurz vor Abschiebe…..ist aber egal…weil, jetzt ist er weg….wohl selbst abgeschoben oder so….egal…weil Grenzen sind offen….kann sich jeder abschieben wie er will…..und wiederkommen und töten wie er will….weil SPD und Grün und Rot wollen keine Videoüberwachung…und CDU keine Grenzen …. und zusammen hat man dann keine Täter…. oder Täter die dann rumlaufen…weil keiner weiß wer, warum, ob, wieso, und …. weil keiner will da eigentlich verhaften und bestrafen….weil Bestrafung ist auch nicht so die Sache der CDU, der SPD und der Grünen und der Linken…. Strafe ist wie Grenze ist wie Überwachung….also dieser ganze Rechtsstaat…der ist nicht so gewünscht…bei unseren Politikern….

    Egal….solange der Deutsche noch eine Haustür hat, solange reicht das als Grenze, Überwachung und Strafe.

    Also…machen wir die Tür dann doch wieder lieber zu.

    Frohes Fest.

    (Ps: Bitte Feiern, ein letztes Mal, weil nächstes Jahr ist da keine Tür mehr….)

    • where have all your flowers gone?
      Die gutwiebösen früh’rer Abgeklärtheit, Luhmann, 2 in 1 in 2 in 1 … Young girls picked them every one? long time passing…

      „Das Leben feiern ist nie verkehrt.“ (skidmark 16/12/21-12!12!)
      Trallala, ganz recht: „geht ja munter weiter“ (DA 16/12/21-21:08 *Den Feigen aber und Ungläubigen und mit Greueln Befleckten und Mördern und Hurern und Zauberern und Götzendienern und allen Lügnern, ihr Teil ist in dem See, der mit Feuer und Schwefel brennt, welches der zweite Tod ist.* – Na, Elberfelder Hokuspokus, Glaubenssach‘.)
      ‚tis the season: Muss es wohl mit Johannes‘ Kraut versuchen, seine Offenbarung mag nicht recht kommodieren
      Bitte gehn Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehn. If you have any further questions, please don’t hesitate to contact Shlomo Shpiro. Yours faithfully, R. Gehlen.

    • Nicht ganz so viel Dickes!
      Ich bin absolut nicht der Meinung, dass wir, wenn die andere nicht reicht, auch noch die anderen beiden Backen hinhalten müssen und dann wird es schon irgendwann gut.
      Aber:
      Soooo dreckig geht es uns wirklich nicht. Auch 1944 haben die Menschen Weihnachten gefeiert.
      Und bei uns am Baum hängt neben vielen neueren (aber lange nicht so schönen) Kugeln eine, die hat 1916 in Flandern auch schon am Weihnachtsbaum gehangen.
      Das ist nicht das letzte Weihnachtsfest. Und ob es frohe Weihnachten werden, liegt alleine an uns selber.
      Kinder haben ein Recht auf fröhliche Weihnachten!
      Auch wenn es „nur“ Nachbarskinder sind.

    • ach, Nachtrag: *Stell Dir vor, es ist..*
      http://www.berliner-zeitung.de/gesundheit/happy-welt-orgasmustag-21-viel-zu-wenig-bekannte-fakten-ueber-den-hoehepunkt-25353860
      *.. und alle kommen! stern.de natürlich auch*
      Zuckt verzückt der Planet grenzenlos, geil -gell? (Falls irgendwer noch nicht wusste, welche Freude er/sie Dazugekommenen bereiten könnte, zum Fest. Wobei, freiwillige Notzucht.. -schenken wir uns das)
      ‚Eh bien, continuons‘, Alles nur sartire carcérale: Huis clos, bonne nuit et jo-oyeux Noël!

    • Überraschung hinter der Wohnungstür
      Ich halt‘ sie noch
      im Fadenkreuz, die Wohnungstür.
      Diesmal, Lodenröcke,
      dieses Mal, da lauern wir.
      Wir sind diesmal Jäger.
      In die Falle tappt jetzt ihr.
      Ich blas‘ euch Halali,
      kommt, ist Feierabendzeit,
      und ich bin bereit.

      aus F.J. Degenhardt – „Feierabend“
      (vor seiner DKP Zeit)

  95. Die Kinder der Trennungseltern ..
    Der Staat sorgt mit seinem Machtmonopol dafür dass nahezu alle Kinder zur Schule gehen. Das Verhalten und die Meinung der Eltern ist diesem egal.
    Aber wenn Eltern sich trennen, und dann ein Elternteil und um den Kindesentzug Faktenschaffend 300km oder gar in ein anderes Land oder einen anderen Kontinent zieht, dann wird das geduldet denn es dient ja dem Fortkommen und der Selbstverwirklichung dieses Elternteiles. Auch wenn der Vorwurf lautet dass es an den Eltern liegt, weshalb kann dann ein Sorerecht, ein Aufenthaltbestimmungsrecht zum Verhandlungsspielraum werden und einem Partner zugeordnet werden? Dem Kind werden unter Aufsicht – oder womöglich Förderung des Jugendamtes und der Gerichte (damit diese weniger Arbeit haben) – alle Wurzeln entzogen.
    Die Geschichten dieser Väter vor dem Bundesverfassungsgericht Samstag letzter Woche vor dem Bundesverfassungsgericht und in der Karlsruher Innenstadt http://pap-a-ttack.de sprechen Bände. Lieber Don Alphonso, diesen Kindern wird das Urvertrauen, von dem sie berichten genommen. Aber noch sehr viel mehr, diesen Kindern wird ein Elternteil geraubt.
    Und das von zweifelhaften Entscheidern wie einer Richterin am Bundesverfassungsgericht, einer Susanne Baer. Hadmud Danisch berichtet über deren fehlende Qualifikation. Das hat aber nicht interessiert.

  96. W.C. Fields
    Lieber Don,

    zu Ihrer Einstellung zu Kindern fällt mir folgender Spruch von W.C. Fields ein: „Wer Hunde und kleine Kinder hasst, kann kein ganz schlechter Mensch sein.“

    Allerdings finde ich persönlich als Vater eines Erstklässlers diese Einstellung traurig (für Sie) und fatal (für unsere Gesellschaft).

  97. Titel eingeben
    Es sind ja gar nicht nur die „grossen“ Anschläge.
    Es ist der alltägliche Terror auf unseren Strassen, in Bussen und Bahnen der zermürbt.
    Was guggst du, Messereien, Überfälle, Vergewaltigungen, Treppen treten, usw.
    Kommst von der Arbeit nach Hause, haben sie einem die Bude auf links gedreht.
    Jeden Tag neue Taten.
    Die Mehrheit in den Knästen stellen Mihugrus.
    Dabei ist die Justiz ja noch recht sparsam im austeilen.
    Da marschieren Vergewaltiger mit Bewährung aus dem Gerichtssaal.
    Unglaublich sowas.
    Als bei uns eingebrochen wurde, berichtete ein Polizist, sie hätten eine Diebesbande hieb und stichfest eingesackt.
    Eindeutige Beweise.
    Der Richter hat sie laufen gelassen.
    Begründung, sie hätten einen festen Wohnsitz.
    In Rumänien!!!!

  98. Ich freue mich...
    …dass Sie weitermachen, lieber Don! Alles, alles Gute für Sie. und herzliche Grüße vom Ortasee.

  99. @D.A.
    Es tut mir aufrichtig leid, dass Sie durch Holm-Fans in die Bredouille gebracht werden und dass das so ist, ist vielleicht interessanter als das Kriterium, dass Sie für so wichtig erachteten.

    Frohe Weihnachten!

  100. Nur so ein ganz unpassender Kommentar:
    In unserem wohlhabenden Dorf wird von der Gemeinde eine Frau bezahlt, die mit ihrem kleinen Elektrowagen herum fährt und mit der Hand Müll einsammelt. Sie ist von mittlerem Alter. Wenn ich sie treffe, reden wir immer kurz miteinander. Ich hebe auch Müll von der Strasse auf – ohne bezahlt zu werden. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass ich eines Tages – so ich mich noch bewegen kann und sonst nichts zu tun habe – durch die Strassen ziehe, aus Mülltonnen Flaschen sammele und beim Supermarkt gegen ein paar Münzen abliefere. Vom gerade selbst verdienten Geld würde ich mir dann einen Lebkuchen kaufen und sehr genießen. Eines bin ich mir sicher, ich würde lieber ein bisschen Geld mit Flaschen verdienen als gelangweilt auf dem Sofa herumzusitzen und Fernsehzugucken. Was mich betrifft, wäre Flaschen einsammeln kein Zeichen von absoluter Armut.

  101. @ Naphti von weiter oben,
    hallooooo, ich war immer der Meinung C10H8 ≠ C2H6O. Geht´s gut?
    (DdH)

  102. Eine offene Gesellschaft lässt sich nicht schließen.
    Die intensive Beschäftigung, Auswertung der Medien im Internet oder TV wie bei Phoenix hat mir den Magen mal wieder umgedreht. Mit bald 70 Jahren in einer Altersgruppe, welches die Links alternative Bunt-Grün-Rot-Szene als „hässliche, weiße, alte Männer“ verhöhnt, sind für mich die einlaufenden, erwarteten Ereignisse unbekömmlich und schädlich. Aus dem Alter heraus mit grölenden Testosteronis über die Straßen zu trampeln, zieht es mich in die stille Schreibstube, mir meine Gedanken zu machen. Für mich wie Tausende, Hundertausende wirken Feinde gegen Land und Leute, Feinde all derer, die hier mit uns friedlich schiedlich seit Jahrzehnten leben und arbeiten. Gleichgültig, woher diese Menschen kommen, was sie glauben und denken. Freunde arbeiten, leben und teilen miteinander Werte und Verständnis: Leben und Leben lassen!
    Klerikal faschistische Feinde vergiften sich mit religiotischer Rigidität, die sie zu jeder fanatischer Gewalttat befähigt, bejubelt von von Mitläufern dieser mörderischen Gesinnung. Der schleichende klerikal chauvinistische Faschismus und Rassismus gegen die, welche laut Merkel „hier schon länger leben“, entlädt sich periodisch in mörderischem Terror. Politische, klerikale, kulturelle wie mediale Interessenvertreter und Nutznießer ungehinderter und ungefilterter Immigration umarmen ausnahmslos jeden der ihnen „geschenkten Menschen“. Was aus dieser grenzenlosen Willkommenskultur folgt, kehren Interessenvertreter der Asyl-, Sozial- und Einwanderungsindustrie unter den Teppich als vernachlässigbare Nebenwirkungen. Angst sei unbegründet, Widerstand gegen gleichgeschaltete Einheitsansichten ist RECHTS, RASSISTISCH, CHAUVINISTISCH – und überhaupt ein Kriterium „hässlicher, alter, weißer Männer“. Nun gut, so sei es also!

  103. Wenn ihr Versagen nicht so gefährlich wäre
    könnte man über unsere „Sicherheits“-Behörden herzlich lachen.

  104. "Was wusste Lutz Bachmann?"
    http://www.faz.net/aktuell/politik/anschlag-in-berlin/anschlag-in-berlin-was-wusste-lutz-bachmann-14587347.html

    „Schon zwei Stunden nach dem Anschlag in Berlin […]“
    Wow!

    Eigentlich sollte der olle Maindampfer eine andere Frage stellen, die ganz normal ist.
    Spurensicherung der Polizei, das sind Experten, die ziehen in Kürze alles aus einem Tatort heraus, was da nur herauszuziehen ist. Ich wette eine große Menge meines kleinen Geldes dass die nicht länger als 10 Minuten nach Eintreffen am Tatort gebraucht haben, dort eine offenbar unter den Fahrersitz gefallene Duldungskarte gefunden haben. Wahrscheinlich weniger.

    Nun kann man den offenbaren Fakt, dass Lutz Bachmann diese Information hatte, auf ziemlich viele Arten journalistisch beackern.
    Es lässt sich fragen, welche disziplinarischen Massnahmen gegen die Beamten zu ziehen sind, die offenbar Ermittlungsgeheimnisse verraten haben. Oder warum die Polizei nicht gleich nach dem Tunesier gefahndet hat. Oder warum dennoch derjenige, der offenbar eilig vom Tatort wegrannte, so lange als Verdächtiger gehandelt worden war.
    Für alle diese Fragen kann es Antworten geben, Polizeitaktik für die letztere.

    Eine Frage allerdings ist vollkommen unwichtig: „Was wusste Lutz Bachmann?“. Da merkt man die Absicht, es geht um Pegida. Da glaubt man, Stimmung gegen Pegida machen zu können/müssen.
    „Wieso und wer verstößt gegen Amtseid und verbreitet Ermittlungsgeheimnisse in einem Terrorfall?“ wäre viel wichtiger. Immerhin hat IS ja schon versucht, U-Boote in die BuWe einzuschleusen. Traumatisch wäre, wenn es sogar Unterstützer in Polizeikreisen gäbe. Die dann beim Ermitteln Restspuren verwischen. Nein, die gibt es wenigstens derzeit noch nicht. Aber wenn einer der Beamten Pegida vorab informiert, sollten alle Alarmglocken klingeln. Aber ganz sicher nicht wegen/gegen Lutz Bachmann oder Pegida. Natürlich sollte ein Lutz Bachmann solche Informationen nicht haben. Aber auch kein Sigmar Gabriel, oder Volker Kauder.

  105. Flaschensammelnde Rentner?
    Die Flaschensammler die ich treffe, sind meistens keine Rentner, sondern jüngere Leute die sich – sagen wir mal – für eine alternative Lebensweise entschieden haben. Eigentlich genau wie der Don. Und ich erkenne einfach nicht, was falsch am Flaschenammeln ist. Es handelt sich einfach um eine Spende der schlecht erzogenen Wegwerfer an Leute, die für das Pfand möglicherweise Alkohol kaufen wollen. Das war eine großartige Idee zur Armutsbekämpfung durch Rot/grün. Die anderen Konzepte zu diesem Thema bewegen sich auf ähnlichem Niveau. Wirklich begeistern tut mich als Kleinstrentner (€ 561.-) der Ruf eines Kapitalisten nach dem allgegenwärtigen und -mächtigen Staat. Weil das eigene Wohlbefinden durch die Sichtbarkeit von Armut gestört wird? Ich ziehe da die gute alte christliche Nächstenliebe vor. Wenn jeder Die Armut in seinem Umfeld bekämpfen würde, gäbe es sie nicht.

  106. vernünftig
    „Für viele andere ist es etwas, das ihnen tatsächlich droht. So ein Dasein als flatterhafter Ausprobierer muss man sich wirklich leisten können: Ich kann das.“ Es hat mal jemand gesagt: Nur ein Mensch mit Geld denkt vernünftig. Vielleicht eine Erklärung für EIN Problem des aktuellen Journalismus.

  107. Angst? Zum Teufel mit ihr!
    Ihnen, Don, und allen Foristen herzlichen Dank.

    Gäbe es den Preis „DA-Blog des Jahres“, so müsste er an das hier vergeben werden.

    Und da einige Foristen heute so mutig, offen und zugewandt waren, uns einen Blick in ihr Leben zu gestatten, traue auch ich mich das:

    In dieser Woche wäre mein Vater 106 Jahre alt geworden. Zwei Weltkriege. Zusammenbruch eines Kaiserreichs, einer Demokratie, einer Diktatur. Weltwirtschaftskrise. Unmittelbar nach der Hochzeit eingezogen, sechs Jahre Krieg und drei Feldzüge nicht als Goldbesternter im Bendlerblock, sondern als Unteroffizier ganz vorn, dann drei Jahre Sibirien. Zurück in eine völlig zerschmetterte Heimat, Grund und Boden, Betrieb und Haus lagen plötzlich in Polen. Angst?

    Hoch die Ärmel, einen Hund gekauft, einen Sohn gezeugt und ran! Die Zeit der Eltern war immer knapp, aber der Garten groß, die Wiese dahinter endlos, Hund und Sohn konnten selbst aufeinander aufpassen. Am Weihnachtsbaum hing immer uraltes Lametta, interessanterweise gerettet aus dem Haus bei Breslau. Als er in Rente ging, machte die Firma zweistellige Millionenumsätze, in echtem Geld, D-Mark. Wenig später musste er vor dem Krebs kapitulieren. „A hell of a ride“, haben Freunde von der anderen Seite des Teichs gesagt. Trotzdem: Angst hat er und haben seine Familie, seine Mitarbeiter und deren Familien nicht gekannt.

    Liebe Mitforisten, lassen Sie uns eine Pulle köpfen, das Neue Jahr ins Visier nehmen und ihm zurufen:

    „He! Du da, 2017! Wir sind bereit! Fühlst du dich stark genug, es aufzunehmen mit Leuten wie uns? Dann komm doch!“

    Dem Betreiber und allen „Beschreibern“ dieses wunderbaren, mutmachenden Blogs, besonders aber Harry Charles und Thomas CGN, eine Frohe Weihnacht.

    Andere möge der Weihnachtsstern erleuchten, in unserer Volksvertretung beispielsweise die Expertin für Fragen, Ausrufezeichen, Beinschüsse und Hausbesuche.

    Ceterum censeo Europam esse construendam

    • Werter Civilitas
      Ganz herzlichen Dank für Ihre schönen Wünsche.

      Und mit Ihren Worten werde ich das Neue Jahr begrüßen. :)

    • PS
      Ihr Vater dürfte auch verlernt haben, was Angst (nicht was Obacht, Vorsicht usw.) bedeutet, sonst hätte er wohl kaum sechs Jahre Krieg und drei Jahre Sibirien überstanden.

      Was mich freut, er konnte diese Angstfreiheit positiv vermitteln.

  108. Weihnachtstraditionen und Fake News über den Weihnachtsmann
    Eine sehr schöne Weihnachtsgeschichte, herzlichen Dank, lieber Don Alphonso.
    Ihre Christbaumkugeln sind wunderschön, Dank auch für die traumhaften Bilder.

    „Aber diese grundlegende Zuversicht, die wurde uns so anerzogen, und sie ist ein grosses, wirklich grosses Geschenk, das einem kein Neider nehmen kann.“

    Ein bemerkenswerter Satz. Eine Zuversicht, welche durch nichts zu erschüttern ist. Ein Zusammenhalt in der Familie. Werte und Eigenschaften, die für mich und meine ganze Familie wichtig sind.

    Der phantastische Film „Fanny und Alexander“ zeigt die Stimmung und das Ambiente, welche für mich das ideale Weihnachtsfest ausmachen (derart großbürgerlich heute freilich eine Seltenheit), und wenn es nach mir ginge, würden die Dritten Programme das Meisterwerk von Ingmar Bergman jedes Jahr in der Weihnachtsnacht zeigen, ähnlich wie am Silvester „Dinner for One“.

    Traditionell und bunt, so soll es sein, unsere Weihnachtsdekoration: rot, grün, silbern und golden, fröhlich zusammengewürfelt, und trotz des kunterbunten Sammelsuriums eine harmonische, warme Einheit, üppig geschmückt, mit vielen Lichtern, in jedem Raum.

    Selbst in Asien gab es jedes Jahr einen Weihnachtsbaum. In den kühleren Bergregionen Indonesiens wachsen Nadelbäume, welche optisch ihren Zweck durchaus erfüllten; Nach Kong Kong hatte Hapag-Lloyd damals ihren Kunden jedes Jahr einen deutschen Weihnachtsbaum verschifft und ins Haus geliefert.

    Als unsere beiden Töchter klein waren, wurden sie schön herausgeputzt; sie trugen am Oberteil gesmokte Kleidchen, weiße Söckchen, Lackschuhe, hübsche Schleifen am Haar, so, wie der Brauch in meinem Elternhaus in meiner Kindheit auch gewesen war. Als der Weihnachtsmann kam, wurde gesungen und geflötet, ein Gedicht vorgelesen – schön traditionell, wie es sogar ulF gefallen hätte. ;-)

    Manche Eltern meinen inzwischen, dass der Weihnachtsmann PC-konform eliminiert werden sollte. Zu groß ist die Sorge um die psychische Gesundheit der Kinder, ob der Lügengeschichten, welche ihnen von Erwachsenen aufgetischt würden. Amerikanische Studien hätten bestätigt, dass Kindergartenkinder, die merkten, dass die Eltern sie belogen hatten, eher dazu neigten, ihre Umwelt zu belügen und beim Spielen zu betrügen.

    Ich muss diesem Fake News entschieden widersprechen. Es gibt den Weihnachtsmann, und ich kann sogar den Beweis liefern:
    http://www.santaclausvillage.info/de/
    lol

    Tja, irgendwann kamen auch unsere beiden Töchter zu mir; sehr enttäuscht waren sie, weil im Kindergarten behauptet wurde, dass es den Weihnachtsmann gar nicht gäbe. Ich erklärte ihnen, dass es ihn sehr wohl gibt, aber nur so lange, wie sie daran glaubten. Meine Töchter wirkten sichtlich erleichtert und zufrieden. Die Erklärung hatte ihnen sehr gefallen, und sie lobten mich dafür noch viel später, als sie schon fast erwachsen waren und sagten, dass sie das cool fanden.

    Lieber Don Alphonso, Ihnen und der Leserschaft wünsche ich ein wunderschönes, besinnliches Weihnachtsfest!
    Hier ein weihnachtlicher Musikgruß aus dem Norden, mit dem wunderbaren schwedischen Tenor Jussi Björling:
    https://www.youtube.com/watch?v=ofKk_Etapq4

  109. Stilbewusstsein...
    … ist es just nicht, was diese Texte prägt; es ist derselbe Glitter und Glimmer, den der Autor in Tüten rafft. Hier ist kein kühl-nobler „Gedanke“, hier sind nur nach außen gekehrte Affekte, die als Blasiertheit glänzen wollen. Die Sätze, betrachtet sie nur im Licht, sind schlampig geleimte Konstrukte; sie halten der Belastung nicht stand. So auch die Bildung und Haltung des Autors: Sie zeugen von schlampigem Halbtalent, das sich in seiner Pose gefällt, die vermutlich vorzeigen will, man habe in den gehobenen Kreisen Sorgfalt beim Schreiben nicht nötig. Prächtig, das mag wohl so sein. Aber wer, wenn er Ansprüche stellt, möchte dergleichen lesen? Man kauft keine Talmiware, weil sie ein Don fabriziert; sondern man kauft sie – nicht. Was sich so glitzernd spreizt, so aggressiv lässig in die Brust wirft, ist aber nicht einmal Talmi; es ist nur nicht wirklich – gekonnt. So finden wir hier einen Echoraum, in dem der eine die Klapper schlägt, während ihm andre den Beifall nachklappern. Derlei ist von Oscar Wilde etwa so weit entfernt wie Til Schweiger von Al Pacino. Oder, in der hiesigen Sphäre, wie Berthold K. von Karl Kraus. Dagegen ist freilich rein gar nichts zu sagen: It’s the internet, stupid.

    • Mir gefällt ihr dummes Geseier auch nicht, wir sind quitt – ausser dass Sie feige und anonym sind.

    • @ Don Alphonso: Gut gegeben...,
      Don Alphonso, „dummes Geseier“ ist brillant. Und Sie haben ja recht: „Der Herr Alfons“ ist eine Maske, eine Kunstfigur. „Don Alphonso“ hingegen ist keine. Wie wäre es, Sie träten als Blog-Autor mit Klarnamen auf? Das schüfe die Voraussetzung einer vernünftigen, niveauvollen Diskussion, aus der man „quitt“ hervorgehen könnte, und Sie müssten Leser nicht mit unoriginellen Attributen bedenken – „dumm“, „feige“, „Geseier“ -, die, ironiefrei gesprochen, unter Ihrem Niveau sind. (Was sagten Sie, machte sich einer, der mit Ihnen nicht einverstanden ist, die geringe Mühe, Ihnen „dummes Geseier“ und „Feigheit“ zuzurufen, über dessen Niveau?) Beste Grüße und Wünsche!

  110. Weil sowas von sowas kommt
    Ich habe den Fehler gemacht, meiner Freundin den Artikel zu zeigen. Jetzt will sie auch solche Weihnachtskugeln. Genau. Solche. Kugeln.
    Zum Friseur müßte ich auch sowieso seit einer Weile, aber vielleicht ist das jetzt nur ein Vorwand, mir von sanften, gleichwohl starken Männerhänden durchs Haar streichen zu lassen…? Jedenfalls – wo kann ich diese Kugeln kriegen? Ich bin in Oberbayern, vielleicht ist der Figaro ja binnen nützlicher Frist für mich erreichbar.
    Ich freue mich über einen Hinweis und wünsche einstweilen ein gesegnetes Weihnachtsfest!

  111. Renate Simon sagte am 22. Dezember 2016 um 18:51 Uhr
    2Rumpelstilzchen wollte ich hier gar nicht sein…..
    Heute allein auf weiter Flur vergesse ich ständig, dass ich hier seit dem 1. Advent mal wieder zwei größere Blechengel stehen habe, in die ein Teelicht gestellt werden kann. Ich habe bisher vielleicht 10 Lichter gebraucht….2
    :
    Ja, auch ich fürchte daß ich alt und sentimental werde. Am Samstag habe ich in einem Devotionaliengeschäft in Mainz, nahe Dom, drei geschnitzte Engel gesehen. Vergoldete Innenflächen der Fittiche (Er wir dich mit seinen Fittichen decken und seine Zuversicht wird sein unter seinen Flügeln. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild…Lui te couvre de ses ailes, tu trouveras sous son pennage un refuge…).
    .
    Kosten zwischen 398-548 €. Ich alter Dackel bring´s fertig….
    .
    Jetzt mal zu Don mit seiner Kugelobsession. Wenn ich mich jetzt in den Berufsstand eines Sigmund F. versetzen würde, käme ich glatt auf den Gedanken, daß hier nicht ausgelebte Gewaltphantasien im Spiel sind-oder ein trauma sinus intermammarius. Er besteht zwischen den Weihnachtskugeln und den „Grenaden“ der Grenadiere des 15.-19. Jahrhundert übrigens ja nicht nur eine geometrische Ähnlichkeit, so wie z.B. der Granatapfel. Ergo, Don gehört auf´s Chaiselongue. Das Silberputztuch und Kannen/Kerzenständer kann er zwecks Einholung einer Zweitexpertise mitnehmen.
    (DdH)

  112. Lücki sagt danke!
    Danke für den schönen Artikel!

    Man redet nicht umsonst von „gebrochenen Menschen“. Die waren zumindest mal aus eigener Sicht nicht gebrochen, sondern gerade und in Ordnung. Wer umgekehrt mit der von anderen und gerade Kümmerern erklärten Sicht aufwächst, schon als Kind aufgrund relativer Armut oder Elternhaus oder „Benachteiligung“ „gebrochen“ zu sein, nicht verinnerlicht, dass er zu den besten gehören könnte, wird nie aus den Kartoffeln kommen.

  113. Aber diese grundlegende Zuversicht, ...
    … die hat man mit der Muttermilch eingesogen.
    Und das hat nix mit Geld zu tun.
    Diese Zuversicht kann man auch lernen.
    Indem man jeden Gedanken an ein Scheitern einfach wegschickt.
    Einfacher noch, gar nicht zulässt, sondern fest daran glaubt,
    dass es gelingen wird. Was auch immer.
    .
    Vor ca 40 Jahren habe ich meine Frau kennengelernt.
    Etwas später hatten wir mitten in der Nacht eine Schnapsidee
    ohne Alkohol getrunken zu haben.
    Wir fahren nach Paris, frühstücken.
    Nur frühstücken.
    Und dann wieder heim. Das war der Plan.
    Wir zogen unsere besten Ausgehklamotten an
    und starteten in einem alten R16, der mit der Lenkradschaltung.
    Kein Koffer, keine Zahnbürste oder sonst sinnvolle Dinge.
    Auch kein Schirm.
    Auf dem Weg dahin, nach einer Stunde, zählten wir unser Geld.
    Das war nicht viel.
    Ich meinte, für Frühstück und Benzin würde es reichen.
    Die beste aller Frauen meinte: „Aber mit Stil, wir gehen nach Fouquet“
    Keine Ahnung, woher sie damals wusste, das der Laden Stil hat.
    Aber er hatte.
    Nach 5 Stunden waren wir da.
    Drehten exakt 13 Runden um den Arc de Triomphe
    und parkten auf der Champs-Elysées direkt vor Fouquet.
    Das ging damals noch.
    Heute weiß ich, das alles ein verdammtes Glück war.
    Fouquet machte gerade auf.
    Die Preise waren für uns jenseits von gut und böse.
    Wir gingen trotzdem rein.
    Und bestellten Cafe Creme und Cafe au Lait und zwei Croissants.
    Die wurden dann aber unter der Silberhaube serviert.
    Wir wurden, weil wir uns mit dem französischen Mühe gaben,
    hervorragend bedient. Meine Frau, damals Freundin,
    besuchte die Waschräume und war danach sehr beeindruckt.
    Sie hätten da unten für jeden Gast richtige Handtücher, sagte sie.
    Und Marmor, und Schuhputzmaschinen.
    Wir kamen mit einem sehr alten Mann am Nebentisch ins Gespräch.
    Er würde jeden Tag dort frühstücken, behauptete er.
    Wir glaubten es nicht, aber er schenkte Ihr ein Petit Four,
    das er bestellt, aber nicht gegessen hatte.
    Seitdem liebt meine Frau diese Dinger.
    Danach machten wir noch einen Bummel durchs Lafayette,
    ohne etwas zu kaufen und fuhren heim.
    .
    „Wir werden wie Riesen sein uns wird die Welt zu klein“
    .
    So wie es diese Zeile von Heinz Rudolf Kunze beschreibt,
    fühlen wir uns damals.
    .
    Vielen Dank, Don Alphonso, für Ihren erbaulichen Text.
    .
    Ich wünsche Ihnen und allen Kommentatoren
    ein besinnliches Weihnachtsfest
    und einen kleinen beschaulichen Neuanfang im neuen Jahr.
    .
    P.S.
    Es gibt auch Seglerkugeln:
    http://www.fotos-hochladen.net/view/leuchtturmp1020pt8bjaunzi.jpg

  114. Ein Weihnachtsrätsel?
    Nach so vielen Kommentaren hatte ich doch die Hoffnung zu erfahren, wer den Don aus seinem Gemäuer vertreiben will. War aber nix.

  115. wirklich?
    Freiheit von Angst? Auch frei von der Angst, jemand könne Ihnen den ganzen Plunder ratzdiputz wegnehmen?

  116. Re 23. Dezember 2016 um 00:58 Uhr
    Ich jauchze, frohlocke; und danke herzlichst!

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