Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Islamistische Kulturkriege oder Wie man lernt, das Alte Europa zu lieben

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Assimilierung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Tayyip Erdogan

Es gibt gute Argumente für ein gemeinsames Europa, und eines dieser Argumente ist auch schön und erkenntnisreich: Im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg ist die Landesausstellung über den deutschen Kaiser Karl IV. zu sehen, und es ist eine bayerisch-tschechische Landesausstellung. Das bietet sich an, weil Karl IV. sowohl in Bayern als auch im damaligen Böhmen seine spätmittelalterliche Hausmacht aufbaute, und in beiden Ländern deutliche Spuren hinterließ. Es ist trotzdem eine bemerkenswerte Entwicklung, weil das Klima zwischen Bayern und sudetendeutschen Flüchtlingen auf der einen und Tschechen auf der anderen Seite vergiftet war: Nationalistische Bewegungen im 19. Jahrhundert, deutscher Widerstand gegen die neu gegründete Tschechoslowakei, Münchner Abkommen, deutsche Besatzung, 2. Weltkrieg, Heydrichs Terror in Prag, der brutal bekämpfte tschechische Widerstand, Genozid an den Juden, letztlich dann der russische Einmarsch, die Benes-Dekrete, die Vertreibung der Sudetendeutschen, deren Instrumentalisierung im Kalten Krieg auf beiden Seiten – das alles wirkte bis weit in die 90er Jahre im Verhältnis zwischen den Nachbarn Bayern und Tschechien fort. Karl IV. war zwar selbst in den Augen seiner Zeitgenossen ein skrupelloser Ganove, aber seine Zeit und seine Kultur bilden eine Klammer, die die benachbarten Regionen eint.

Es ist eine wirklich gute Ausstellung, man wird lange warten müssen, bis solche Schätze des Spätmittelalters wieder zusammenkommen. Sie ist auch ein Zeichen der Annäherung zwischen den Regionen, die in Europa mehr Interessen einen, als dass sie die Geschichte noch trennen würde. Es ist vielleicht ein klein wenig dunkel in den Räumen, aber das ist für die Ausstellungsstücke gut. Und es ist sehr viel Wachpersonal vor Ort, aber das ist für die besonders wertvollen Gegenstände gerade noch angemessen. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass auch ein wenig die Angst vor dem Terror mit hinein spielt, und an dem Tag, als ich die Ausstellung besuchte, las ich dann am Abend vom gescheiterten Attentat eines in Saudi-Arabien lebenden Ägypters beim Pariser Louvre.

Es gibt da im islamistischen Terror eine eigenartige Obsession für die Vernichtung alter, nicht orthodox islamischer Kultur. Museen werden zerstört, römische Ruinen und Buddhastatuen werden gesprengt, es gibt Anschläge auf Kirchen und Weihnachtsmärkte, Terror findet in Museen statt. Es spielt keine Rolle, ob sich vielleicht die alten Kulturen, gegen die sich die Zerstörungswut richtet, möglicherweise selbst diametral gegenüber standen. Der Louvre ist das beste Beispiel, dort hängen sowohl die Bilder der kirchlichen Dominanz als auch die Gemälde der Aufklärung. So einem Terroristen aus Saudi-Arabien oder einem Milizionär des IS ist das alles egal, es passt nicht in das eigene Weltbild, es muss weg. Es geht diesen Leuten nicht nur um das Umbringen von Menschen, sondern um die Zerstörung dessen, was sie für westliche Zivilisation halten – und hier ironischerweise die überwundene Vergangenheit, die mit dem aktuellen Leben in der westlichen Gesellschaft nichts mehr zu tun hat.

Der Louvre ist ein Bau des Absolutismus, die meisten Bilder waren keinesfalls für den leibeigenen Pöbel gedacht, sondern für die herrschende Klasse. Der heute real existierende Westen ist teilweise aus der DDR hervorgegangen und betrachtet mehrheitlich nur selten alte Kunst, im Gegensatz zu Topmodell Sendungen, und kann auch im Museum meist nicht wirklich einordnen, was da an den Wänden hängt. Der Westen der Gegenwart hat sich längst von der christlichen Religion emanzipiert, und selbst hart rechte Parteien werden kaum mehr Geisslerrituale, Bücherverbrennungen, Inquisition, Lettner, die tridentinische Messe oder die Errichtung antisemitischer Denkmäler fordern, oder was sonst noch bis zur Epoche der Aufklärung und darüber hinaus als üblich galt. Es gibt nicht mal mehr ein Verbot interkonfessioneller Hochzeiten – vor 120 Jahren war das noch ein Skandal.

Interessanterweise ist der Ansatz des islamistischen Kulturterrors “intersektionell” wie gewisse extreme Spielarten des Feminismus: Er hat da ein grundsätzliches Problem mit dem Westen, nicht nur mit einigen Ausprägungen, bei denen es um religiöse Fragen geht. Es geht nicht um Reconquista oder Kreuzzug oder um Rache für Lepanto oder die dritte Belagerung von Wien, sondern um alles. Egal, was der Westen als Kultur hervorgebracht hat, vom römischen Tempel des Fruchtbarkeitskultes bis zum Weihnachtsmarkt: Man hat damit ein Problem, man sieht überall den Feind, und weil man ein Problem damit hat, darf man es mit allen Mitteln bekämpfen. Da sitzt so ein Ägypter in einem privilegierten, reichen, arabischen Land, in seiner eigenen islamistischen Filterbubble und könnte jedes islamistische Dasein leben, das ihm gefällt, ohne jeden Einfluss des Westens, Buchstabe für Buchstabe nach dem Willen des Propheten, fernab jeder Versuchung. Und dann geht er nach Paris und ruiniert als verhinderter Schwertkämpfer sein Leben und seine Gesundheit, um ein paar Bilder zu zerstören.

Das ist sehr schräg und totalitär, aber als ich das gelesen habe, hatte ich das unbandige Bedürfnis eines Bayern, mich in Lederhose und Miesbacher Jacke vor den Rechner zu setzen, grad aus Fleiss, und am nächsten Tag als Atheist für den Ägypter eine Kerze in einer richtig üppigen Barockkirche anzuzünden, ebenfalls gerade deshalb. Diese Leute meinen nicht uns als grenzenlose Kosmopoliten und Kinder der Aufklärung, die allen Gleichheit. Freiheit und Brüderlichkeit bringen, sondern eine ganz bestimmte, nur aus der Geschichte heraus erklärbare Zivilisation, die sie mehr als Einheit erkennen, als wir es selbst tun. Der Terror gegen die vergangene Kultur, so seltsam und entfernt sie auch uns heute erscheinen mag, stellt tatsächlich die Frage der Identität neu. Man kann sich diese Frage und die Art der Darbietung nicht immer heraussuchen, auch wenn sie sich natürlich angenehmer im Vortragssaal des Zentralinstituts für Kunstgeschichte besprechen lässt. Der Terror ist gerade dabei, Dinge zu vermischen, die für uns Gegenwärtige überhaupt nicht zusammen gehören. Er sieht Verbindendes, wo wir Gegensätze erkennen. Er empfindet Artefakte als wichtig, die für viele jede Bedeutung verloren haben. Vielleicht hat der Terror sogar mehr recht, als man zugeben möchte. Der Terror stösst uns mit der Nase drauf, auf das Christentum alter Schule, auf die Riten und Eigenheiten, die alten Überzeugungen und Verhaltensweisen, die gemeinhin nach all den Jahren des linken Mainstreams bei uns eher abgelehnt werden.

Es ist halt ein Unterschied, ob ich sage, dass meine Katze zu fett ist, oder ob jemand anderes das sagt. Es ist ein Unterschied, ob mir etwas obsolet erscheint, oder ein anderer denkt, es sei obsolet und müsste zerstört werden. Vielleicht, weil Kultur meist wehrlos ist und der Angriff auf sie so besonders feige, solidarisiert man sich damit auch ein wenig mehr, als man bei genauer historischer Betrachtung sollte. Vielleicht war man früher kein blinder Verteidiger der bestenfalls ambivalenten Zustände im Alten Europa, aber die auf uns gekommene Kultur ist das Beste, was entstanden ist, und macht die Identifikation doch erheblich leichter. Man fühlt sich verpflichtet, auch das Gute hervorzuheben, man möchte etwas gegen die pauschal negative Beurteilung ausdrücken, und man beginnt, historische Aspekte anders zu gewichten. Man fängt an, in Lorenzettis Madonnen mehr die Zuneigung denn die Auftragskunst zu sehen, und in Mona Lisa nicht mehr nur die Oligarchentochter, die in eine Zwangsehe verschachert wurde.

Das ist ein wenig so wie mit anderen, zu pauschalen Angriffen auf das eigene Land, egal ob Kaltland, Verehrung für Bomber Harris, die unsterblichen Lügen über das Oktoberfest, oder den plumpen Behauptungen, unsere Ausbeutung würden die Migrationskrisen auslösen und der Westen wäre schuld: Man will diesen Leuten nicht recht geben, weil man so dumm und unreflektiert nicht ist. Man argumentiert dagegen und schnell, sehr schnell, sagr man Dinge, die einen zu einem angeblichen Neuen Reaktionär machen. In Frankreich ist das ähnlich, da gibt es bei Intellektuellen viel Verständnis für die revoltierenden Jugendlichen in den Vorstädten. Wer das unter Berücksichtigung des islamistischen Terrors in Paris anders sieht, gilt schnell als Parteigänger von Le Pen. Und so entstehen neue, innerwestliche Konflikte über alte Kultur.

Der Kommunismus hatte seinen historischen Materialismus, um Kulturwissenschaftler zu vereinnahmen, und die Nazis ihr Ahnenerbe zum gleichen Zweck. Es gibt wirklich gute Gründe, sich beim Blick auf Zivilisationen eine gesunde Skepsis zu bewahren. Die Frage ist nur, ob man sich irgendwelchen Leuten unterwerfen möchte, die ihre bildungsferne Verblendung und abwägungsfreie Dogmatik für die einzig richtige Antwort halten – und wenn man das nicht will, kommt man nicht umhin, das Abendland zu verteidigen. Das Abendland macht es einem leicht, denn es ist, oberflächlich betrachtet, eigentlich ganz nett, höflich, relativ kultiviert und gibt einem inzwischen eine Art Heimat, in der sich gut leben lässt. Historisch gesehen erlaubt es auch eine gewisse moralische Flexibilität, die gar nicht so unangenehm ist, wenn man sie mit Dogmen der Invasionseinladung wie “No borders, no nations” vergleicht. Bei allem Schrecken der Geschichte konnte das Alte Europa schon das ein oder andere, und die Geschichte anderer Regionen ist auch nicht zwingend schöner.

Halb wird man dort so hineingeschoben vom Extremismus, halb saugt einen der süsse, glibberige Saft der Identität, etwas schleimig nach Romantik riechend, hinein. Man denkt sich ganz böse Sachen, etwa, dem Attentäter die Zelle mit Bildern aus dem Louvre zu tapezieren und Sonntag gefesselt und geknebelt zum Hochamt zu schleifen – den machen wir schon katholisch, sagt man in Bayern. Es gab eine Zeit, da konnte man sich einen Standort unter vielen reflektierend heraussuchen. Heute hat man es mit Leuten zu tun, die einem nur noch zwei Optionen lassen. Das könnte sich schon bald in den Niederlanden und Frankreich für viele bitter rächen, aber, auch das merke ich, wenn ich solche Nachrichten über die neuen Ikonoklasten lese:

Ich würde zuerst einmal selbst gern auf meinem erhöhten Söckelchen stehen bleiben. Das ist Arbeit genug, mein Mitgefühl brauche ich daher für mich allein und all die hübschen Bilder, die andere gern zerstören würden. Und die man, wie man in Nürnberg noch bis zum 5. März so schön sieht, eigentlich auch sehr positiv und menschenfreundlich einsetzen kann, wenn man nur will.

Und ganz unter uns: Ars longa, aber Vita so eines Attentäters reichlich brevis.

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583 Lesermeinungen

  1. Sie sind doch Historiker: Wie war das doch gleich noch mit
    Herostrat?

    • Inwiefern?

    • Titel eingeben
      damnatio memoriae.
      Seinem Wunsch sollte nicht entsprochen werden.
      Löscht ihn

    • Bezog sich auf Ihren untersten Satz, denn ars damals war doch ziemlich brevis, der Ruhm
      des Täters hingegen immens longa, währet immer noch.

      Angewandt auf heute: Derjenige, der es schaffte, beispielsweise den Kunsttempellouvre mit Kompletteminhalt in einen Nichtlöschbarenfeuersturm zu verwandeln, geriete niemalsundnimmer in Vergessenheit – Ewigesleben vom Allerfeinsten, welch ein Anreiz…

    • Titel eingeben
      Ein Zitat aus den 12 dunklen Jahren nach Herostraten, Brutussen(Bruti?, bin unsicher) oder diversen Karls, aber vor Stegner:

      Besitz stirbt, Sippen sterben, Du stirbst wie sie.
      Nur Eines ist, das ewig währt: Der Toten Tatenruhm.

      Da gelang es zu korrigieren: Vom Breitscheidplatz blieb die Meldung, dass ein polnischer LKW in eine Menschenmenge raste. Vom mittelfränkischen Vohra ist die Meldung geblieben, dass Neonazis eine Asylunterkunft in Brand setzten. Bitte selbst kuckeln, Don wird sonst sauer.

      Nur so samples. Was von Stegner bleibt, weiß ich nicht. Man wird sehen. Aber wer kennt heute noch Lasalle? Gut, Stegner wird sich auch nicht duellieren.

    • damnatio memoriae
      Mit wem?

      Manche – pardon für die Formulierung –
      Manche Arschlöcher sind es nicht wert, daß man sich ihres Namens erinnert.

  2. Islamisch begründete Vernichtung
    richtet sich nicht nur gegen abendländische oder buddhistische Kulturgüter, sondern auch gegen Kulturgüter islamischer Provenienz. Beispiel: Bücherverbrennung in Timbuktu (Wikipedia: Timbuktu/Die Bücher von Timbuktu).
    Die Erklärung ist einfach: Indem man die historischen Quellen beseitigt, hat man auch die Nachweise beseitigt, die zeigen, dass die eigene Islaminterpretation nicht die einzig mögliche ist, dass es im Laufe der Geschichte eine Vielfalt davon gab. Hat nicht Stalin auch Fotos retuschieren lassen? Und Bücherverbrennungen sind in totalitären Systemen ja nichts unbekanntes.
    Merkwürdigerweise hört man von den Menschen, die angeblich für Vielfalt der Kulturen demonstieren, davon wenig. Oder sollte die Vielfalt nur gelten für den eigenen, kleinen Ausschnitt von dem, was sie für Kultur halten?

    • Das meinte ich mit der Einschränkung „orthodoxer Islam“. Es geht natürlich auch um eine innerislamische Hegemonie, gegen Sufismus, gegen Schiiten, gegen liberale Abweichler und Frauen, die Fahrrad fahren. Alles, was anders ist.

    • Dann wäre ja alles gut!
      “ Es geht natürlich auch um […]. Alles, was anders ist.“

      Langsam beginne ich zu begreifen, warum viele Grüne sich so gerne an den Islam hängen, bzw. null problemo damit haben!

    • Ja, er bietet wied der Feminismus für alles eine leichte Lösung.

    • Zum Glück gab es auch dieses!
      mhttps://de.qantara.de/content/doku-der-schatz-von-timbuktu-ein-toleranter-islam-gegen-fanatismus

      Es ist so, dass z.B. die Menschen in Mauretanien selbst auch Angst vor den Islamisten haben und diese ablehnen.

    • Das erste Opfer der Islamisten sind meisten Anhänger des Islam.

    • Titel eingeben
      Ich habe ja bekanntermaßen so meine Probleme mit der Feinsinnigkeit, die man in diesem Salon pflegt.
      Habe ich es richtig verstanden, daß es einen guten Islam im schlechten Islam gibt?
      „Orthodoxer Islam“ vs. Sufismus?
      Opium vs. Alkohol?

      Man lehnt hier Religionen nicht generell als Quark ab?

      Frage ich als eingetragener Suffist.

    • Das ist eine komplexe Frage. Ein andermal.

    • Vernichtung
      Ja, so ist es. So Palmyra, oder die Bhudda-Statuen in Afghanistan. Alles was pre-islamisch ist („Djahiliyya“) soll vernichted werden, nur um zu beweisen das der Islam der einzige Quelle der Zivilisation ist.

    • Lieber sylter456, Opium ist was Feines, besonders als Retardschmerzbetäubungsmittel,
      auch wenn eine Ziemlichhohenotwendigedosis Manchemeinerärzte sehrnervös (ge)macht (hat).

    • Sylter
      Ja, es gibt im Prinzip Museln wie Kristen in allen Variationen, vor allem auch Ausreißer in beide Richtungen.

      Leider handelt es sich aber nicht um eine Normalverteilung.
      So wie die meisten Gewaltgebote des AT meist unbekannt sind, oder zumindest ignoriert werden, so versucht aktuell eine Art von prophylaktischer Gegenreformation, die Kompromisse der letzten 1000 Jahre auszuradieren.

      Ich empfehle einen Aufenthalt in Albanien.
      Es gibt viele Gründe warum die Leute dort streiten und sich auch umgebracht haben, die vielen Religionen waren zumindest in den letzten 100 Jahren kaum darunter.

      Falls Sie etwas zynischer veranlagt sind, könnten Sie auch einen anderen Aspekt am aktuellen Religionsterrorismus reizvoll finden: Trotz evtl gegenteiligen Eindrucks in der westeuropäischen Filterblase, gehören die Opfer überwiegend zur eigenen Religion – und auch nur von dort kann diese Pest überwunden werden…

    • Ja, er bietet wied der Feminismus für alles eine leichte Lösung"
      @Don Alphonso: Pseudo-Feminismus hat mit dem originär Feministischen Grundpfeiler „Selbstbestimmung“ genau gar nichts am Hut. Den agressiven Assimilationsbestrebungen des Pseudo-Feminismus über Dritte kann mann sich definitorisch entsprechend unterwerfen, muß es aber nicht.

    • Cultural appropriation rules
      Die größte Provokation sind natürlich die präislamischen Religionen, die Geschichte von Mekka. Es gab ja vor dem Islam noch zu Mohammeds Zeiten auch ganz andere, wesentlich poetischere Religionen, in Mekka konnte man 36 durch Steine und Statuen verkörperten männlichen und weiblichen Gottheiten wie etwa der Mondgöttin huldigen, ähnlich den Drei Madln und den ganzen Brünnderlkapellen in Bayern, wo vorher jeweils das Quellheiligtum war. Und man pilgerte damals bereits da hin, der Brauch ist also älter als Allah, wie auch der schwarze Stein, bei dem man gern mal wüsste, zu welchem Gott der ursprünglich mal gehörte und ob da nun eigentlich ein Meteorit angebetet wird, ein gewöhnlicher Chondrit etwa. Und dann gibt es ja die satanischen Verse im Koran, wegen derer nicht nur Rushdie dann diesen ganzen Ärger mit dem Iran hatte. Das wurde aus dem Koran dann hinterher ja rausretuschiert, weil es die Muslime nur verwirrt. Keine Ahnung, wer das gemacht hat. Einfach mal googeln, sehr interessant, wie der Mohammed da anfangs die Anhänger der „Ehrwürdigen drei Reiher“ nicht verprellen und miteinbeziehen wollte. Was die Fanatiker ja überhaupt nicht abkönnen, ist, wenn ihnen Historizität, Geschichte und Menschengemachtheit ihres jeweiligen heiligen Wahns vorgeführt werden. Die kulturellen Zerstörungen in Syrien und Afghanistan haben eher was mit den Fotoretuschierungen Stalins gemeinsam. Man möchte die Vergangenheit fälschen und nachträglich auch noch dominieren so wie die Gegenwart. Weil es unerträglich ist, dass es vor dem Islam noch etwas anderes, älteres gab, dass der Islam eine Geschichte hat und nicht schon immer da war, nicht mal besonders alt, verglichen mit Mesopotamien, in Teilen selbst nur zusammenkopiert, appropriiert aus Versatzstücken von Christentum, Judentum, Zorostraismus und altarabischem Polytheismus (sofern es „den“ Islam überhaupt gibt). Der Tempel von Jerusalem. Ähnlich wie man im Christentum dann plötzlich Elemente altägyptischer Pharaonen-Religion findet, ist auch der Islam eben nichts einzigartiges, heiliges, sondern einfach auch nur ein Konglomerat älterer kultureller Meme und der politischen Gegebenheiten des 7. Jahrhunderts. Genau das soll kein Muslim wissen. Was waren die antiken Griechen da schon weiter, zu denen man ja dann erst ab der Renaissance wieder langsam aufgeschlossen hat im Westen. Die Kulturen mögen ja alle gleich viel wert sein im Sinne dessen, das man da schwerlich eine universelle Rangordnung erstellen könnte, mir persönlich gefällt aber schon eine besser, die auf den Mond fliegt und Gravitationswellen misst, als eine, die in Duldungsstarre unter Gewaltherrschern und -Göttern verharrt und staubige alte Bücher für das Nonplusultra hält. So interessant die natürlich sein können.

    • Vergleiche die hinken oder auf den Stümpfen robben.
      sylter456 sagt: Frage ich als eingetragener Suffist.

      Soll das ihr ernst sein. Ich sage nur Nusrat Fateh Ali Khan.
      Haben die Bestien des IS und ihre Genossen irgend etwas mit Sufismus gemeinsam. Wohl soviel, wie eine Wahl mit einem Stück Dreck.

    • Das ist auch so eine Sache.
      Frauke Amgelin sagt: 23. Februar 2017 um 15:45 Uhr
      Lieber sylter456, Opium ist was Feines, besonders als Retardschmerzbetäubungsmittel, auch wenn eine Ziemlichhohenotwendigedosis Manchemeinerärzte sehrnervös (ge)macht (hat).

      Tut mir leid das zu hören. Kokain ist das wesentlich bessere Schmerzmittel als Opium. Bei Nervenschmerzen sowieso. Ausserdem hat Kokain heilende Wirkung. Aber wir leben in einer finsteren Zeit. Also leiden wir umsonst.

      Trotzdem wünsche ich Ihnen ein erträgliches Jahr 1721.
      Gott gebe ihnen Trost.

      Mit besten Grüßen
      Dr. Seltsam

    • Im Kantonsspital in Basel
      wurde zur Schmerztherapie Methadon angewandt. Das dürfte bei uns allerdings wohl etwas schwierig werden, hier kann man ja froh sein, wenn es überhaupt Morphium gibt.

    • Titel eingeben
      @ Dr. Seltsam:
      Klar, wer gelernt hat, die Bombe zu lieben, der hält auch die „Musik“ von Nusrat Fateh Ali Khan nicht für Terror, sondern für… Ja, was eigentlich?
      Sollte ich ob dieses sufistischen Gejaules also jemals Ohrenkrebs bekommen, kann ich mir meine Lauscher ja immer noch von den anderen Koranjungs, vulgo IS, amputieren lassen.
      Gern werde ich dann auf die oben von Ihnen und anderen so ausführlich besprochenen Lokalanästhetika zurückgreifen.

      Einstweilen bleibe ich aber bei meiner Bitte, von Gefrömmel und Aberglauben jedweder Art nicht belästigt zu werden. Insbesondere habe ich keine Lust, mir anzuhören, daß dies und das im Koran doch gar nicht so gemeint sei.
      Solche halbherzigen Rettungsversuche kenne ich zur Genüge von dem sozialdemokratischen Pfaffen, der mich konfirmiert hat.

      Wobei ich nichts gegen Religionen für das Volk habe. Das sage ich Ihnen als Suffist (der – anders als unser lieber Gastgeber – niemals Tippfehler macht).

    • @Don
      „Das meinte ich mit der Einschränkung „orthodoxer Islam“.“
      „Das erste Opfer der Islamisten sind meisten Anhänger des Islam.“

      Wer so etwas von sich gibt, sollte sich besser in Materie einarbeiten, bevor er Artikel über den Islam schreibt. Sie haben Grundlegendes über den Islam nicht verstanden.

      Allein die Einteilung in „Anhänger des Islam“ und „Islamisten“ zeugt von einer Unkenntnis, dass man sich peinlich berührt abwendet.

    • Soll ich Ihnen mal die Opferzahlen des islamistischen Terrors rauskramen und nach Religion aufschlüsseln oder schaffen Sie das selbst?

    • Feinsinnige Antwort an eingetragenen Suffist.
      Der deutsche Orientalist Tilman Nagel: „Die Annahme, einem rigiden, unduldsamen ‚Gesetzesislam‘ stehe eine ‚tolerante‘ sufistische Strömung entgegen, gehört zu den Fiktionen der europäischen Islamschwärmerei und wird durch die historischen Fakten tausendfach widerlegt.“
      Nimm aus Güte eine Biene in die Hand – und erfahre die Grenzen der Güte. Weisheit der Sufi.

  3. Altes (männliches, weißes, ausbeuterisches, hierarchisches ...) Europa
    Bei den einen bringt die Zerstörungswut melancholische Empathie mit dem Eigenen hervor, bei den anderen eher Häme und revolutionäres Pathos, Kult der Disruption, Freude an dem, was als (Schumpeter lässt grüßen) schöpferische Zerstörung gelesen wird, die einem noch unbekannten Neuen Platz macht. Und natürlich gibt es da auch einen gewissen Selbsthass und eine Art masochistische Freude an der Strafe für die Sünden des „Westens“: Aber zerstören ist immer leichter als Aufbauen, und man fragt sich schon, was danach kommen wird, wenn die Kunst und die Tradition und die Literatur und die Philosophie und dann die SPrache und alle anderen Strukturen, die sich so entwickelt haben oder gewachsen sind, aufgrund ihres angeblich inhärenten Klassismus / Sexismus / Rassismus oder anderer -ismen entsorgt wurden. Der neue Barbar? Der totale Konsument? (Und natürlich die neue Barbarin und die totale Konsumentin …).

    • Laut Marx sind wir dann wieder in der Urgesellschaft und mit 25 Jahren Lebenserwartung muss man sich über Kultur keine Gedanken machen.

    • Marx vs. Mohammed
      Geringere Lebenserwartung und schlechtere Gesundheit (und Krieg) kamen doch erst im Neolithikum mit der Seßhaftigkeit und den Fürstentümern dann, und mit der Metallverarbeitung gings dann weiter bergab. Vorher gings scheinbar recht egalitär, geschlechtergerecht (nix Neanderthaler, Keule, Höhle), öko und bio zu, das weiß man doch heute aus Grabfunden. Man beachte auch die Kunst der Eiszeit. Und gegen morgens jagen, mittags fischen (radeln, Radl reparieren, programmieren, Gravitationswellen messen, beten), abends kritisieren kann eigentlich kein vernünftiger Mensch ernsthaft etwas haben, außer er hat das schon, und will nur nicht, dass die anderen das auch haben.

    • Titel eingeben
      Der totale Kosument. Was diese Gesellschaft heute noch zusammenhält, ist das Angebot maximalen Konsums aller möglicher materieller und immaterieller Güter. Ein neues iPhone, ein neuer linker Modephilosoph und sein Buch, ein schickes Kopftuch, ein neuer konservativer Mahner und sein Buch, ein Palästinensertuch, Islam, Feminismus, Tradition, ein Hermes-Tuch, und natürlich Autos, Weine, Schuhe, Kosmetik, Reisen, Immobilien, Jeans mit und ohne Löcher, bescheuerte Frisuren, Zahnprothesen, Fjällrävenrucksäcke, soziale Netzwerke, das ganze Programm halt. Ich kauf mir was, gönn dir doch auch was, zeigen wir uns wer wir sind, was wir haben, und tanzen durch den Supermarkt mit den 49 Marmeladen. Morgen wieder Arbeit. Was dann bei Wirtschaftskrisen und Versorgungslücken los wäre, weiß ich nicht.

  4. Je est un autre
    Sehr geehrter Herr Don Alphonso,

    vielen Dank für die sehr konzise Analyse anlässlich eines Einzelfalls. So geht Theoriebildung anhand einer case study.
    „Diese Leute meinen nicht uns als grenzenlose Kosmopoliten und Kinder der Aufklärung, die allen Gleichheit. Freiheit und Brüderlichkeit bringen, sondern eine ganz bestimmte, nur aus der Geschichte heraus erklärbare Zivilisation, die sie mehr als Einheit erkennen, als wir es selbst tun. Der Terror gegen die vergangene Kultur, so seltsam und entfernt sie auch uns heute erscheinen mag, stellt tatsächlich die Frage der Identität neu. (…) Der Terror stösst uns mit der Nase drauf, auf das Christentum alter Schule, auf die Riten und Eigenheiten, die alten Überzeugungen und Verhaltensweisen, die gemeinhin nach all den Jahren des linken Mainstreams bei uns eher abgelehnt werden.“
    Das ist sehr genau beobachtet. Chapeau.

    • Bitte, gern geschehen. Ich denke, wenn man das sieht, versteht man leichter, worum es jenen geht, die bei uns mit osmanischer Kriegsflagge rumlaufen.

    • Wobei ich nicht denke, dass die wirklich wissen, was sie tun.
      Sie kämpfen eher unbedacht zornig schwarz-weiss. Das intelektuell Hineingedachte ist stimmig und eher das, was wir daraus erkennen (können).

  5. Europäische Kultur
    Vielleicht sollten wir wieder mehr „katholisch machen“.
    Zur über einzelne Regionen hinausweisenden, wirklich europäischen Kultur der Zeit Karls IV. und seiner Nachfolger gab es vor Jahren schon die Ausstellung „Die Parler und der schöne Stil“, die anhand der Bauten zeigte, wie eine Familie über fast 120 Jahre architektonisch und plastisch einen Baustil geprägt hat und andere Künstler angeregt hat.
    Wer reiselustig ist dem empfehle ich im Louvre die Vermeer Ausstellung (mit 12 gesicherten Vermeer van Delft Bildern und reichlich Interieur- und Genre von anderen Meistern der Epoche). Zeitgleich dazu hat der Louvre eine Sonderausstellung mit Bildern der Leiden Sammlung, da die in Privatbesitz ist manches selten zu sehende Meisterwerk. On y va!

    • Der Katalog zu Karl IV steht übrigens dem Parlerkatalog in nur wenig nach.

    • An den Hohepriester des Schuldkults
      Wie Mugabe seinen Luxus-Geburtstag in der Hungerkrise feiert

      Während viele Zimbabwer hungern und fast 80 Prozent Arbeitslosigkeit herrschen, feiert Langzeit-Präsident Mugabe eine ausgiebige Geburtstagsfeier – sie soll 700.0000 Euro gekostet haben.

      http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afrika/zimbabwe-wie-mugabe-seinen-luxus-geburtstag-in-der-hungerkrise-feiert-14095171.html

    • Weiterbildung leichtgemacht
      Leider ist halt auch ein sehr großer Teil des Unterrichts an den heutigen Einteilungen orientiert: die Geschichte Englands, die Geschichte Frankreichs, die Geschichte Deu,.. – ach nein, hier wird alles auf die „tausend Jahre“ reduziert oder zumindest bezogen.
      Da mein Bruder über eine wichtige Figur des 13. Jh promoviert (und uns alle daran teilhaben) hat, weiß ich zufällig, wie umfassend und weiträumig die damaligen Beziehungen waren. Aber wo sonst sollte man davon erfahren, ohne gleich Geschichte zu studieren?
      Ein wenig vielleicht in manchen gut recherchierten Büchern wie etwa „Die Säulen der Erde“ von Ken Follett. Die Haupthandlung spielt zwar in England, aber er zeigt (völlig korrekt), wie sich die Baumeister aus ganz Europa gegenseitig beeinflußten.
      Für die Zeit davor vielleicht „Der Medicus“ von Noah Gordon, dessen Protagonist von England bis nach Isfahan reist, um dort Medzin zu studieren.
      Solche Bücher sind natürlich nicht als Lehrbuch zu lesen und enthalten etliche historische Ungenauigkeiten, aber sie geben eine durchaus zutreffende Gesamtschau.

    • katholisch machen
      ich komme auch aus einer Gegend wo zumindest zu Großelterns Zeiten noch ein gängiger Ausdruck war.

      Ich halte nicht allzu viel davon.

      So sehr die katholischen Könige Spaniens den Grundstein zu einen kurzen Weltreich legten, so haben doch die deutsche und österreichische Variante eine Verschweizerung Mitteleuropas verhindert – im Sinne von souveräner Bürger statt Untertan.

    • Parler
      Die Austellungsbände waren drei in ihrer Zahl. Irgendwo sind die auch noch hier, aber in nächster Zeit werde ich mich denen nicht widmen.

  6. Einspruch!
    „Es geht diesen Leuten nicht nur um das Umbringen von Menschen, sondern um die Zerstörung dessen, was sie für westliche Zivilisation halten – und hier ironischerweise die überwundene Vergangenheit, die mit dem aktuellen Leben in der westlichen Gesellschaft nichts mehr zu tun hat.“

    Das ist denn doch ein wenig zu einfach gemacht und keineswegs ironisch.
    Die Politik des „Westens“ hat seit der Kolonialzeit bis heute einschliesslich nahezu stets Mord und Totschlag, Raub und Plunderung mit sich gebracht. Warum also sollte einer von seiner Religion konditionierter Mann, der wie so viele alles durch die verbrecherischen Kriege der USA verloren hat sich nicht gegen alles was diesen Westen, also auch seine Kultur stellen?
    Und wie schafft es ein normalerweise ehrlicher Mensch wie sie, so unverschämt zu lügen und zu behaupten die US Kriege seien etwas ganz anderes als „die überwundene Vergangenheit, die mit dem aktuellen Leben in der westlichen Gesellschaft nichts mehr zu tun hat.“
    Sowas zu behaupten ist einfach nur verlogen!

    Wer die Probleme abstellen will, also den Terror und die Flüchtlinhsströme, der muss sich um die Ursachen kümmern und dabei darf man es sich nicht so einfach machen Ursache mit Wirkung, und Symptom mit Krankheit „verwechseln“.
    Die Schätze Karl IV. oder der Inhalt des Louvre sind also per Definition wichtiger als alles was die Amis in Mesopotamien zerstört haben?
    Der Unterschied zwischen Christentum und Islam sind 600 Jahre, sonst nichts! Barbarei und Dummheit waren noch nie ungleich verteilt.
    Als das Christentum so alt war wie der Islam heute ist, veranstaltete man in Europa einen 30jährigen Krieg, der ein Drittel der europäische Bevölkerung ausrottete. Wie kann man so borniert sein und da keine Parallele erkennen wollen?

    „Die auf uns gekommene Kultur ist das Beste, was entstanden ist….”
    Das ist richtig, aber solange ihre Apologeten nicht verstehen dass das keinem das Recht gibt andere, 600 Jahre jüngere Formen einer Kultur aus Habgier in die Steinzeit zurück zu bomben, solange muss man mit dem Echo leben.
    Anstatt sich also wegen diesem „Besten, was entstanden ist“ bei jeder Gelegenheit auf die eigene Schulter zu klopfen, sollte man verstehen, dass in eben dieser Kultur eben keineswegs alles so zivilisiert ist, wie man es sich wunschdenkt, und die Verantwortung für die Konsequenzen, die die eigene Politik nach sich zieht akzeptieren.

    Nicht die Muslime haben uns mit Terror überzogen, sondern „wir“ haben sie mit Kriegen überzogen! Sich jetzt über Terror zu beklagen ist die übliche Heuchelei….
    Man sollte bei diesem Thema ehrlicher sein.

    Sei sind wie immer lediglich um ihre eigenen Privilegien besorgt ud sonst gar nichts!

    • Seit wann ist das Alte europa die USA? Was hat europa mit den sozialistisch dominierten Regimes im Irak, Libyen und Syrien zu schaffen, was machen wir genau in Pakistan und wie sind wir am schiitischen System im Iran schuld? Ichz sehe da aktuell nur ein Versagen, und das ist das Appeasment von Frau Merkel gegenüber Erdogan. Und wenn wir über Kolonialismus in der Gegenwart reden – da heisst das Grundproblem eher china denn Europa.

    • Titel eingeben
      Hier wird eine falsche Rechnung aufgemacht. Die Muslime haben Europa schon mit Terror überzogen, als noch kein Europäer an Kriege in muslimischen Ländern dachte:

      https://de.wikipedia.org/wiki/997#S.C3.BCd-_und_Westeuropa

      Zweifellos ist die westliche Kultur nicht zivilisierter als andere, aber das kann man ihr nicht vorwerfen. Niemand hindert muslimische oder afrikanische Länder daran, vernünftige Politik im Sinne der Bevölkerung und nicht der Präsidentenfamilie zu machen; Europa jedenfalls nicht.

    • TDV
      ging es wohl eher um den Hinweis darauf, dass Europa eben durch Kolonialismus und Imperialismus sehr wohl schuld an der heutigen Weltlage ist.
      Ganz Afrika und Asien bis China ist so „rückständig“ und arm weil die Imperialmacht erst das Land ausgebeutet hat, dann eine zaghafte Modernisierung versucht hat (allerdings nur diejenige infrastruktur, die eine verbesserte ausbeutung erlaubte) und ab den 20ern verpisste man sich dann klammheimlich.
      Man hätte den Ländern Bildung, Demokratie etc. bringen können, man brachte jedoch Korruption durch Kooperation mit einheimischen Eliten, Unterdrückung und Ausbeutung. Ihre Identität raubte man ihnen, indem man ihnen eine von Europa aus verordnete Identität oktroyierte, ihre Ressourcen und ihre Geschichte raubte man Ihnen.
      Die Krisen des 21. Jahrhunderts sind direktes Resultat aus 200 Jahren europäischer Geschichte. China und Japan hatten das Glück, stets mächtig genug zu sein, um dem Status einer de facto und de jure Kolonie zu entkommen.
      Spontane Gedanken, niedergeschrieben in zwei Minuten. Nachfragen beantworte ich gerne.
      Bin ebenfalls Historiker, allerdings ohne den Zusatz „Kunst“ ;)

    • Da möchte ich dann auf das Beispiel Liberia verweisen. Und überraschenderweise gibt es ehemalige Kolonien in Fernost, die heute überhaupt nicht wie Afrika aussehen.

    • Dear TDV, I beg to differ
      Der Terror ist nicht eine Reaktion auf „unseren“ Terror (iSv. Terror = Krieg des kleinen Mannes, Krieg = Terror der reichen Staaten).
      Dein, der Zusammenhang ist hinreichend klar: Terror kommt aus Ländern mit Youth Bulges. Zweitens kommt er aus Ländern mit in Staatsführung inkompetenten kleptokratischen Eliten.
      Wären „unsere Kriege“ die Ursache, dann würden wir vollständig und andauernd erzittern vor den grausamen Attacken der Vietnamesen und der Naama, und nebenbei auch der Tschechen und Griechen, bei den wir gar fürchterlich gehaust haben. Tun wir aber nicht.
      Das mit unserer Ausbeutung ist Bullshit, entschuldige bitte mein Französisch.

      Die Lösung sind Bildung, auch über Verhütung und Gesundheitsversorgung, die auch Verhütung mit einschließt. Und ansonsten nichts. Da können wir uns selbst hassen bis zum Sanktnimmerleinstag: Das hat nix mit den eigentlichen Problemen zu tun. Bevölkerungswachstum drastisch über Wirtschaftswachstum und kleptokratische Eliten.

    • Pavlov
      TDV, Sie geben sich leider nicht als Pavlov sondern nur als sein Hund. Schade.

      Haben Sie schon mal vom „tertium comparationis“ gehört oder von der „Kritikfolie“?

      Hatte die Besetzung Nordafrikas nicht einen Grund im Verhalten der dort schon länger Lebenden und führte dieses Verhalten der Dortigen vielleicht seit ca. 1530 zu verständlichen Reaktionen von Hiesigen?

      Und nochmal: Wo auf dieser Welt hat es nie Sklaverei (die ich nicht akzeptiere) gegeben und wo auf der Welt ist diese von innen, aus der Sklavenhaltergesellschaft heraus, als inakzeptabel und dem eigenen Bild des Menschen nicht (mehr) entsprechend abgeschafft worden?

      Schön, dass Ihre Welt schon beim Kolonialismus beginnt und nicht erst ’33. Aber vor dem Kolonialismus gab’s auch schon einiges. Wie es in England heißt: „standing on the sholders of giants“! Ist natürlich auch ’ne Last sich auf den Schultern zu halten. Und eine narzisstische Kränkung?

      Grüße

    • Titel eingeben
      @ TDV:
      Es sind ja nicht nur die „verbrecherischen Kriege der USA“, die zu den irritierenden Erscheinungen hier in Deutschland führen.
      Seien wir mit Ihrem Bruder im Geiste, Augstein-Walser, ehrlich: Es sind die Juden.
      Bzw., wie wir armenischen Christen zu sagen pflegen: „Nicht die Muslime haben uns mit Terror überzogen, sondern ´wir´haben sie mit Kriegen überzogen!“

      Tut soviel einsame Erkenntnis der wahren Zusammenhänge eigentlich manchmal weh?

    • Titel eingeben
      @TDV: Die Muslime haben uns seit dem 8. Jahrhundert mit Terror überzogen; sie haben ein Kolonialreich errichtet Jahrhunderte vor den Europäern. Afrikaner haben Sklaven verkauft schon vor dem Kontakt mit Europa; Die Spanier konnten das Reich der Azteken nur erobern, weil sie Verbündete unter anderen Stämmen fanden, die ihrerseits von den Azteken kolonialisiert und ausgebeutet wurden.

      Diese moralische Aufrechnung bringt garnichts. Nigeria ist eine reiches OPEC-Land, aber das Ölgeld stecken die Politiker ein. Schuld des Westens?

    • Wenn Sie sich mit dem frühen Mittelalter beschäftigen: Die Karpetinger und Karolinger waren auch keine Humanisten. Da war es ziemlich egal, wo man gerade war. Befunde aus Bayern singen ein Lied davon.

    • Kolonialismus
      In Indien haben die Engländer auf vorhandenen Strukturen aufgebaut und eine lächerlich kleine Besatzungsmacht vor Ort gehabt. Die englische Oberherrschaft scheint also für Inder auch zumindest zeitweilig einen Vorteil gehabt zu haben.
      Und undankbar und mies wie Europäer halt sind, haben die Engländer die Maharadschas bei der Unabhängigkeit Indiens 1947 fallen lassen.

      Inder haben mir erzählt, die islamische Eroberung Indiens habe 5 Millionen Indern das Leben gekostet (konnte ich noch nicht verifizieren). Übrigens soll Tamerlan ein ähnliches Schlachtfest veranstaltet haben.

      Und vielleicht hilft das Buch „From the Ruins of Empire. The Revolt Against the West and the Remaking of Asia“ von Pankaj Mishra (2012) die eurozentrische Perspektive zu verlassen?
      Er sieht als einschneidendes Ereignis den Sieg der Japaner über die Russen 1905 (ich hatte es mit dem Einsatz von Kolonialtruppen in Europa im Ersten Weltkrieg (NB.: und marrokanischer Einheiten der Freien Französischen Armee im Zweiten Weltkrieg, derer man sich in Teilen Baden-Württembergs bis heute gerne erinnert (vorsichtshalber: Ironie aus) in Verbindung gebracht.). Das ist für mich gleichzeitig ein Beispiel dafür, dass von außen betrachtet, etwas zusammengeworfen wird was für mich nicht zusammengehört (Russland hatte nie mehr mit Europa zu tun, als das es ein Nachbar war der sich Europas Sog erwehrt.). Oder will jetzt jemand mit dem geographischen Begriff von Europa kommen? Wäre schlicht am Thema vorbei.

      Grüße Alle und Dank an Don Alphonso

    • @TDV: "Einspruch"
      Sie legen den Finger in die Wunde und haben bei einer Vielzahl Ihrer Argumente Recht:
      Selbstverständlich ist Europa längst schon wieder in den alten Kolonialreichen kriegerisch aktiv, so z.B. England im Irak, Frankreich in verschiedenen Krisenregionen Afrikas, Deutschland in Afghanistan und Mali. Wer wirklich glaubt, dass die Bundeswehr in Afghanistan Staßen und Schulen baut und überwacht, dass kleine Mädchen ohne Kopftuch in der Schule an moderner Bildung Anteil haben können, glaubt auch an den Weihnachtsmann.

      Erdogan ist lediglich der personale Ausdruck für das Wiedererstarken der Idee vom osmanischen Reich, in dem die Türken historisch durchaus eine sehr starke Führungsrolle hatten, und zudem als das Tor nach Europa angesehen waren und wurden.
      Der türkische Traum, endlich in den europäischen Staatenverbund nach mehreren Jahrzehnten Anwartschaft aufgenommen zu werden, erweist sich immer mehr als naiver Traum, was man an der plötzlichen Aufnahme verschiedenster osteuropäischer Staaten in die EU innerhalb kürzester Zeit nachweisen kann.

      Die Türkei gehört eben nicht nach Europa, so sehr sie sich auch in der Vergangenheit bemühte. Dennoch war sie aber fast immer ein stark nach Europa hin ausgerichteter Staat, der häufig auch im europäischen Interesse gehandelt hat, weil damit der überlegene Machtstatus gegenüber anderen orientalischen Staaten immer gewahrt blieb.
      Man lebte in der Türkei gut mit dem Status des Vermittlers zwischen dem Orient und dem Westen (auch den USA) und konnte seine eigenen Machtinteressen bestens mit dem Westen absichern und abgleichen.

      Der Iran war unter dem Schah ein Marionettenstaat des Westens, die USA und die Britten hatten enormen Einfluß im Iran. Das Öl – und darum ging es letztlich in den Zeiten der ersten Ölkrise, als man erkannte, dass die Ölvorrät endliche sind – war der große Schatz des Iran, der zu billigen Weltmarktpreisen angeboten wurde. Die Bevölkerung hatte nichts davon, außer den Schah als einen modernen Herrscher, der ähnlich inthronisiert wurde wie Sadam Hussein im Irak. Da erschien der in Paris lebende, damals hochangesehene islamische Gelehrte Ayatollah Kohmeni als die ehrlichere und nicht so sehr an den Westen gebundene Variante eines volksverständigen Herrschers.
      Das aus dem iranischen Revolutionsstaat letztlich eine menschenrechtsverachtende Diktatur wurde, war vielen Anhängern Kohmenis sicher vorher so nicht bewusst! Man träumte von einem gerechten Gottesstaat, aber sicher nicht mit seinen „Revolutionsgarden“ und deren mordenden Qualitäten.
      Als positiv empfunden wurde, dass die Schiiten ihre Macht im Land festigen konnten. Schließlich versuchten diese noch den Irak kriegerisch zu „bekehren“, die Ergebnisse sind bekannt.

      China ist eine scheinbar sanfte Kolonialmacht. China kommt nicht mit dem Militär, sondern erst mal mit Fabriken und Arbeitsplätzen und nimmt im Gegenzug gerne Rohstoffe und positive Bildungsergebnisse.
      Das macht der Westen auch, allerdings meistens in Zusammenhang mit einer frohen Botschaft, und wenn diese nicht im Sinne des Westens verstanden wird, dann auch gerne mit dem Militär.

      Da sind die Chinesen zurückhaltender und daher vermutlich in Zukunft auch erfolgreicher.
      Durch die schmerzlichen Kolonialerfahrungen im 19. Jahrhundert halten sich die Chinesen mit Militärpräsenz, eigentlich „Bekehrungsmissionen für wirtschaftlichen Ungehorsam“ zurück.
      Es verhandelt sich auf Dauer leichter mit freundlichen Menschen, als mit welchen, die meinen mit Waffen für Menschlichkeit und Menschenrechte sorgen zu können.
      Dieser Missionsgedanke ist den Chinesen fremd, wenn es sich nicht um unmittelbar angrenzende Nachbarstaaten, wie z.B. Tibet, handelt. Diese werden aufgrund kultureller Nähe bei Erfolgsaussicht, und nur dann, schnell mal gerne okkupiert, wie Geschichtsbücher uns im Zeitenlauf gerne beweisen.

      Das Problem ist also nicht die „Kolonialisierung“, sondern das Problem ist die Militarisierung der Kolonialisierung und deren Ungerechtigkeit. Und natürlich auch, wenn man versucht, Ideologien, wie Menschenrechte in Staaten zu exportieren, die von Menschenrechten so gar nichts wissen wollen, z.B. der Sudan.

      Mit einem grundsätzlichen Verbot aller Rüstungsexporte in Nicht-Nato-Staaten könnte man, wenn man auch Russland zum mitmachen bewegen könnte, viele Kriege in Afrika und anderswo austrocknen und vielleicht zum Sturz der korrupten Herrscherfamilien beitragen.

      Aber das will im Westen und (ehemals sozialistischen) Osten niemand so gerne. Dann wäre es mit den tollen Wirtschaftsexportdaten schnell vorüber, und man müsste dann mal überlegen, was man mit den freigewordenen Arbeitskraftresourcen so anfangen kann.
      Das löst zudem bei Aktionären und Finanzstrategen Ängste aus.

      Dann lieber „weiter so“ wie bisher, es wird kräftig Geld verdient und die Bevölkerungen der europäischen Demokratien müssen sich dann weiter vor Flüchtlingen fürchten und kommen gar nicht auf die Idee, dass die Probleme auch etwas mit unserer Wirtschaftspolitik zu schaffen haben. Das Böse kommt von außen und damit ist dann der Feind auch schon genau bestimmt.

      Deshalb wird übrigens auch keine Grenzanlage um Europa herum gezogen, da nur so die Angst um die eigene, kleine, bescheidene Existenz erhalten bleibt, wenn weiterhin physische Personen kommen, die auch etwas vom Kuchen abhaben wollen.

      Nur so florieren weiterhin die wirklich großen Geschäfte, indem man die Angst in Europa weiterhin schürt, aufrecht erhält und politisch nutzt.
      Z.B. für ein Europa der zwei oder der mehreren Geschwindigkeiten. Dann wird nochmals ähnlich verdient, wie bei der Einführung des ersten Euros.
      Verlieren werden wieder nur die 95% der europäischen Bevölkerung, die entweder wirklich an ein großes, oder an ein Europa der Nationalstaaten glauben.
      Beides wird sich in Zukunft nicht erfüllen, egal wie extrem links oder rechts gewählt wird! Und da ist die USA im kommenden Geschäft h

    • Einspruch gegen den Einspruch
      Ein in Saudi-Arabien lebender Ägypter versucht in einem Museum in Paris Gemälde aus der Rennaissance zu zerschneiden? Klarer Fall von US-Imperialismus! Wer einen Diktator per Invasion beseitigt und durch eine demokratisch gewählte pro-iranische Regierung ersetzt, hat es nicht besser verdient. Erst recht wenn Frankreich die Invasion ablehnt! Und Gemälde sind eh symbolische Kreuzzüglergewalt! Zwei nordafrikastämmige Franzosen schneiden einem Priester in der Normandie während der Messe die Kehle durch? Notwehr gegen den raubenden, mordenden Kolonialismus! Ein „Scheinägypter“ aus Tunesien rast mit einem LKW in einen Weihnachtsmarkt? Bestimmt eine Folge von Rassismus und Eurozentrismus! Wenn Europa sein Vorstrafenregister gelöscht und ihm einen BMW und drei Zimmer renovierten Altbau spendiert hätte, wäre das bestimmt nicht passiert. Selbst schuld, wenn man als arroganter Glühweintrinker vom Lastwagen überrollt wird.

    • Die Youth bulges
      Werden doch, sieht man von den NATO kriegen ab, als Ursache für Kriege gesehen. Ja fein, da haben wir ja mit einer Mio Importierter Arbeitsloser beste Aussichten

    • Titel eingeben
      Faktenfreie Einwürfe, mit denen TDV gerne die Diskussion belebt, tragen letzten Endes wenig zu einer vernunftbasierten Lösungsfindung bei, aber darum geht es TDV ja auch gar nicht. Er stänkert instinktsicher gegen die USA und stellt sich damit in die allerbeste Tradition jener Alt-68er und ihrer heutigen rot-(rot-)grünen Überbleibsel, die es immer noch nicht gelernt haben. Da kommt halt die feste Verankerung in der Religion des orthodoxen Altkommunismus zum Ausdruck.

      Lieber TDV, trauen Sie bitte auch anderen Ländern, Regierungen und Völkern die Fähigkeit zu eigenständigem Handeln zu; die meisten Konflikte sind selbstinduziert, unabhängig davon, ob sich vielleicht irgendwann einmal die USA oder andere Länder des Westens eingemischt haben.

      Ungeachtet dessen greift allerdings der Anwurf, TDV verwechsele die USA mit Europa, zu kurz: der islami(sti)sche Terror und generell die zivilisatorische Abneigung vieler, auch „gemäßigter“ islamischer Strömungen meint die „westliche“ Zivilisation insgesamt, und da sitzen Europäer und Amerikaner in einem Boot – und, wie DA richtig erkennt, auch andere, asiatische, selbst islamische Zivilisationen außerhalb der radikalen Strömungen (wie Salafismus u.a.m.).

    • @Herr Voss: WIDERSPRUCH
      Sehr geehrter Herr Voss,

      ich widerspreche vehement!
      „dass Europa eben durch Kolonialismus und Imperialismus sehr wohl schuld an der heutigen Weltlage ist.“ Natürlich ist „Europa“ im Sinne einer Kausalkette „Schuld“ an der heutigen Weltlage. So wie jede Zeit „Schuld“ daran hat, wie die nachfolgenden Zeiten werden. Insofern sind über die Jahrhunderte auch die alten Griechen „Schuld“ an der heutigen Weltlage; oder die Neandertaler. Die Frage ist jedoch, ob man daraus einen Schuldkult inclusive Selbstkasteiiung macht oder den Menschen und Staaten eine Eigenverantwortung zugesteht.
      „Ganz Afrika und Asien bis China ist so „rückständig“ und arm weil die Imperialmacht erst das Land ausgebeutet hat (…) und ab den 20ern verpisste man sich dann klammheimlich.“ Ja, genau darum geht es. Die genannten Regionen sind in der Vielzahl seit bald 100 Jahren „frei“ und hatten mehrere Generationen lang die Möglichkeit, was draus zu machen. Schaut man mit offenen Augen, dann wird man feststellen, dass es manche geschafft haben und andere eben nicht. Grob gesagt, haben es diejenigen geschafft, die a) keine Stammeskulturen hatten sondern schon einen Schritt weiter waren und eine gewachsene höhere Instanz wie ein Königtum hatte (und damit Konkurrenzdenken in den Ebenen darunter, was eine gewisse Leistungskultur erzeugt) und b) keine Religion hatten, die sie auf ewig in die Steinzeit verbannt, z.B. weil der Haupttreiber vieler Entwicklungen (die Frauen hinter ihren Männern) nichts wert sind und aus der Gesellschaft verdammt sind (wie im Islam).
      „Man hätte den Ländern Bildung, Demokratie etc. bringen können, man brachte jedoch Korruption durch Kooperation mit einheimischen Eliten, Unterdrückung und Ausbeutung. Ihre Identität raubte man ihnen, indem man ihnen eine von Europa aus verordnete Identität oktroyierte, ihre Ressourcen und ihre Geschichte raubte man Ihnen.“
      Nette und gutmeinende Sichtweise. Aber leider fern jeglicher Realität. Denn es braucht auch die Bereitschaft zur Rezeption von Bildung, Demokratie und den Willen zur Veränderung/Verbesserung, zum Fortschritt. Dies ist aber speziell in Stammeskulturen nicht gegeben, da nicht in deren Kultur verankert, gerade in Afrika nicht. Menschen sind unterschiedlich, sind nicht gleich und gerade in Afrika gibt es Kulturen, die (z.B. weil klimatisch gesehen nie Hunger oder Erfrieren drohte) einfach in den Tag hineinleben. Seit Jahrtausenden. Man sieht das an Stammessprachen, die keine Zeiten kennen. Die Leute lebten schon immer im Hier und Jetzt. Vor Ankunft der kolonialisierenden Europäter und nach deren Rückzug. Warum auch nicht – man findet jeden Tag was zu essen, es ist immer warm – kein Grund, sich tiefgreifende Gedanken zu machen. Wo es drauf ankommt, sagt das Stammesoberhauopt schon, wo es lang geht (weshalb die Europäer sich auch mit diesen kooperierten). Fortschritt? Keine Ahnung was das ist. Interessiert auch nicht, wir haben zu beissen und gut ist. Geschichte wurde schon immer mündlich überliefert, die wurde ihnen daher auch nicht „geraubt“. Aber Menschen, die so seit Jahrtausenden sozialisiert sind, westliche/aufgeklärte Sichtweisen zuzuschreiben und diese auch noch als „Rückständig“ zu bezeichnen, weil sie sich nicht wie der „Westen“ entwickelt haben, zeugt von Ignoranz und Arroganz. Wenn es um Stämme in Papua-Neuginea oder im Amazonas geht, da finden wir es gut, wenn diese ursprünglich weiterleben können. Aber in Afrika und in arabischen Raum sollen auf einmal „westliche Werte“ gelten? Nur weil wir das so für richtig halten? Weil wir es nicht ertragen können, dass Menschen sich aus was für Gründen auch immer umbringen, unterdrücken oder ander schlimme Sachen antun? Wer bitte sind wir, dass wir den Leuten unsere Kultur aufzwingen wollen? Halbgötter?
      Zudem sei noch gesagt, dass die weitere Entwicklung dieser Regionen nach Rückzug der Europäischen Kolonialmächte v.a. durch die Hegemonie und Machtinteressen der USA getrieben wurde.

      Quintessenz:
      Ich sehe im Sinne einer Kausalkette natürlich die „Schuld“ für die Zustände auf der Welt auch bei den europäichen Kolonialmächten. Aber ich ziehe daraus nicht die Notwendigkeit für „Europa“, aus dieser „Schuld“ heraus bis zur Selbstaufgabe altruistisch zu leben. Jeder ist seines(!) Glückes Schmied. Nicht der des Glückes Anderer.

    • Zum Verständnis und Ursachenfindung der aktuellen Probleme mit Islam
      bedarf es keinerlei Ausflüge in die ferne Vergangenheit, die mich übrigens sehr interessiert. Das Interesse zur eigenen Geschichte ist ein westlicher Zeitvertrieb, die meisten Muslime haben dafür weder Muße noch Mittel. Die jüngsten und kommenden Kriege aller Art mit Muslimen (Paris, London, Berlin, Boston waren Nebenschauplätze, es kann aber anders noch kommen) sind nicht den Karolingern oder Kolonialisten geschuldet sondern dem Geschehen der letzten 70 Jahren im ehemaligen Palästina. Da wurden die Muslime angegriffen, enteignet und vertrieben. Die für Muslime einzig mögliche vom Prophet auferlegte Reaktion auf solche Vorkommnisse ist nun mal Krieg und Vergeltung. Da diese Tatsache hier nicht erwähnt wird, lässt es einen nicht hoffen, dass die Kriege bald beendet werden. Und wenn noch einige hier ihre Landsleuten, den Westen und letztendliche mich dafür verantwortlich zu machen suchen, dass die Muslime unglücklich sind, dann glaube ich nicht, dass diese Kriege in Europa von Europäern gewonnen werden. Denn diese einige sind nicht von Liebe und Toleranz getrieben, die sie gerne für sich reklamieren, sondern vom Hass auf ihre Landsleute, die sie los werden wollen. Das wissen und nutzen übrigens auch die Angreifer aus.

    • Beispiel Liberia vs Taiwan und Singapore
      DANKE DON!

      Ich lebe schon viele Jahren in ehemaligen Kolonien und halte TDVs Aussage für eine beliebte salonmarxistische Schablone, der zu selten kompetent widersprochen wird!

      Ist Liberia besser dran als Senegal oder Cote d’Ivoire weil man keine Kolonie war? Oder Äthiopien besser als Kenya oder Ruanda?

      Oder Singapore und Taiwan schlechter als Nepal und Afghanistan?

    • @TDV
      Sie sehen wirklich alles durch die trübe Brille Ihres USA-Hasses.

    • @Herr Voss, Bezug @Hans_Nase
      Ein Jein, ein Ja, ein Und.

      „Ganz Afrika und Asien“ , das sollte nicht stimmen, selbst wenn von begrenzten zwei Jahrhunderten die Rede ist. Aber wie die heutigen Zeiten z.T. Resultat der vorangegangen sind, waren es jene. Zu erinnern sei wenigstens an die osmanischen und mongolischen Großreiche (mit ihren Auswirkungen auf den Islam etwa), die die Geschichte entscheidend prägten und die auch „Europa“ (selbst ein problematischer Begriff) an den Rand des Untergangs führten.

      Dabei verstellt sich hier noch der Blick auf diejenigen (durchaus gewaltigen) Machtverschränkungen/-verschiebungen im östlicheren Asien des 20. Jahrhunderts, bei denen ein Fingerzeig gegen Sonnenuntergang wenig hilft. Auch in wirtschaftlicher und ideologischer Hinsicht, Religion inbegriffen. (Komponenten, die mancher im „altersmüden Westen“ leichtfertig von der Geschichtsbetrachtung ausschließt bzw. die er unter Folklore verbucht, ohne sich ihrer Bindungs- und Sprengkräfte zu erinnern.)

      Im Allgemeinen ist es doch fast ein Gemeinplatz: So schade es für die Spezies Mensch und das Prinzip Hoffnung ist, Kolonialismus, Imperialismus, Vernichtungskriege, Ausbeutung und Völkermord begleiten sie seit der Entstehung erster Staaten, während sich eine Schimpansenhorde vielleicht noch damit begnügte, bei der Übernahme der Futterplätze ein paar Kinder zu zerreißen oder denen den Kopf abzubeißen, die nicht schnell genug auf dem nächsten exterritorialen Baum waren.
      (Gewiss, es gab Eroberer, die nicht umbringen oder versklaven ließen, sondern die Eroberten als besser zu nutzende Ressource verstanden.)

      Insofern konnte auch bis in die Moderne (nicht in der Breite) kein Unrechtsbewusstsein herrschen, es war schon immer so, auch in „Europa“ kam allenthalben der nächste Krieg, ritt allenthalben der nächste Wilhelm nur als Gerippe heim zu seiner Lenore.

      Sklaven mordeten weiterhin Sklaven; der wilhelminische Schüler lernte fleißig sein 333, bei Issos Keilerei; im „Russlandfeldzug“ fand der führende Verbrecher Gefallen an antiker Kriegsführung. Man meinte nur zu tun, was Brauch war.

      Um den Sermon jetzt auszuweiten und überzustrapazieren: Wer hier alles außer der Mordapokalypse des NS-Staates aus dem Blick verliert, wird nie verstehen, warum Batus Reiter nach der Eroberung Kiews Schwangeren den Bauch aufschlitzten, um Geschicklichkeitsspiele in der Pferdebeherrschung auszutragen. Er wird fordern, Dresden erneut zu bombardieren, wo doch die einzige, utopische Hoffnung auf ein Ausbleiben schon der ersten hätte gerichtet sein müssen und der Wunsch nach Wiederholung zur ewigen Verdammnis führen sollte.

      @don
      Ihr Blogeintrag gefällt mir sehr. Vor allem die Reflexion darüber, wozu der Mensch wider Willens gedrängt werden kann.
      Hofmannsthal lässt Lord Chandos an Bacon sinngemäß schreiben, es sei ihm die Fähigkeit abhanden gekommen, über etwas zusammenhängend zu sprechen. Er könne über die Menschen und ihre Handlungen nicht mehr urteilen, sie nicht gut oder böse nennen, die Worte zerfielen ihm „im Munde wie modrige Pilze“.

      Zwischen dieser Seite und der anderen, unverschämten, lärmenden, wahrt der Text seine eigentümliche Balance.

    • Danke für das Lob.

      In Berlin werden übrigens Plätze im Afrikanischen Viertel umnbenannt, und ich schlage vielleicht einen Robert-Mugabe-Platz vor.

    • Interessant zu lesen, aber...
      .. leider nix Neues dabei, das eine Rückantwort verdient.

      Nur zu dem Kommentator, der meinte die Briten seien für Indien eine Wohltat gewesen: Studieren sie mal die Geschichte der East India Co. eine der sogar in englischen Augen grössten Verbrecherorganisationen in der Geschichte der Menschheit!
      Sie sollten keine Meinungen zu Themen haben, von denen sie keine Ahnung haben, zumindest sollten sie diese hier nicht publizieren, das ist lächerlich. Allein die Kaschmir Entscheidung der Engländer war ein ungeheures Verbrechen.

      Don: „Seit wann ist das Alte europa die USA?“
      Gute Frage… sie kennen eine Organisation namens NATO?
      Sie wissen, dass dies die Organisation ist, die den Amerikanern in der Praxis den Zugriff auf europäisches Militär ermöglicht? Sie kennen die 2% Forderung Trumps? Sie wissen in wievielen Ländern die Bundeswehr Leute tötet die uns nicht das Geringste getan haben?

      Einzelne Länder heraus zu picken ist Unsinn. Diese Leute sind in erster Linie Muslime, dann Schiiten oder Sunniten und DANN Pakistanis oder Iraner. Welche Form von Protesten haben denn deutsche und europäische Regierungen gegen die Ermordung des demokratisch gewählten Iranischen Präsidenten abgegeben? Wer stand denn auf Seite der USA als diese den Iraq bewaffneten und in einen viele Jahre andauernden Krieg gegen den Iran schickten, der MILLIONEN das Leben kostete?

      Was Merkel angeht bin ich natürlich ihrer Meinung. Niemand hat dieses eigenltliche Problem Deutschlands besser ausgedrückt als sie nach der letzten Wahl:

      „Ich bedanke mich bei den 99% dafür, dass sie ihre Stimme für die Interessen des 1% abgegeben haben.“

      Beide, Schröder und Merkel haben die Bundeswehr jenseits der deutschen Grenzen zum Morden geschickt: „Die Freiheit Deutschlands wird am Hindukusch verteidigt!“…..nun lebt halt auch mit den Konsequenzen.

      Immer wieder Michael Corleones Worte an seinen Bruder:
      „Don’t tell me you are innocent!“

    • @Hans_Nase
      Danke für den besten Kommentar, den ich zu diesem Thema bisher gelesen habe!
      Leider hilft rationale Argumentation bei diesem Thema aber nicht. Der Schuldkult hat den Charakter einer Ersatzreligion und er erwächst auch aus der zentralen Bedeutung der Schuld (zB Sühnetod Christi am Kreuz) im Christentum. Da ist nix zu machen, man möchte gerne schuldig sein. Das kann man keinem Schuldgläubigen verwehren.

    • Unsinn ist Komplexitätsreduzierung meistens
      TDV, da haben sie das Thema noch einmal – auf ihre Weise- eingekocht.
      „Wir“ Westler sind nur auf die Bewahrung unserer Pfründe scharf, und „das dicke amerikanische Kind“ hat dafür mit dem Baseballschläger allen eins über die Rübe gezogen – und jetzt wirft Ali kreischend im asymetrischen Krieg mit Bomben zurück.
      Ich glaube auch daran, dass (monotheistische) Religion in erster Linie aus Gewissenshygiene für habgierige Kleptokraten besteht, aber ein wenig langweilt diese Litanei, ohne dass man wirklich weiter kommt.

      Wäre auf Roosevelt Wallace statt Truman gefolgt, hätte „die Geschichte“ eine ganz andere Abzweigung nehmen können – auch hier könnte ich mich wiederholen – die den scharfen Systemantagonismus nicht so forciert hätte.

      Nun ist auch die Chance, die Gorbatchev öffnete, ziemlich versemmelt worden, die Post-UdSSR wird vom KGB regiert, der intelligentesten Organisation in den Oligarchen-Kämpfen der Neunziger.

      So ist die Welt. Es gibt Putin und es gibt Bannon und Trump. Und Erdogan. Le Pen. Usw.

      Ist es das nicht vielleicht wirklich die Unfähigkeit des Menschen ein bestimmtes Komplexitätslevel zu akzeptieren, eine gewisse Portion Egoismus in sich selbst zu schätzen, ohne masslos zu werden?

      Wer am kalten Büffet in einer längeren Schlange die letzten drei leckeren Salami-Brötchen alle auf seinen Teller schaufelt, sollte wenigstens noch sein schlechtes Gewissen spüren, nicht nur seine Chance auf eins geniessen zu dürfen genutzt zu haben.

      Sehr viel bequemer ist es, sich irgendeine Erklärung bereitzulegen, warum man nur „rational“ gefrässig gehandelt habe.

      „Sinn ist Komplexitätsreduzierung“ hat Goodnight weiter unten eingeworfen – ich würde argumentieren: Vor allem wird mit Unsinn Komplexität reduziert.

      Und mir sind mit Don Alphonso meine Privilegien sympathischer als eine Weltrevolution oder ein Bürgerkrieg, so dass ich reflexartigen Antiamerikanismus als keinesfalls zielführend auf dem Weg dorthin ansehe. Es gibt grössere und kleinere Übel und faktische Sachzwänge.

      Ein lebensfreundlicher demokratischer Sozialismus, ohne enteignende Funktionärsoligarchie, mit viel freier Liebe auf Augenhöhe, ist nicht in der Wundertüte, die heute offen vor uns liegt.

      Vielleicht war er sogar immer nur eine Utopie – de facto stehen wir ziemlich nahe am Abgrund einer Epoche von Verteilungskämpfen, in denen jede Menge Unsinn herhalten muss, um guten Gewissens massakrieren zu dürfen.

      Ich hoffe nur, persönlich mit den Menschen, die mir wichtig sind, nicht zu nah an der Kante zu stehen.

      Ich glaube, mehr kann man nicht von sich erwarten, als die Erkenntnis, dass es nicht klug ist, in einem Leipzig Trikot in eine Dortmunder Kneipe von sehr besoffenen BVB-Ultrafans hinein zu fallen, und ein Red Bull Wodka zu bestellen…

    • Don Alphonso, 23.02.2017 23:16
      Bitte vergessen Sie auch nicht als Platznamen Idi Amin Dada vorzuschlagen, inbes. im Hinblick auf Dada.

    • TGA
      Ich hoffe sie schaffen es noch länger in diesem Meer selbstgerechter Stammtischbrüder mitzuschwimmen. Ich ihrer Dystopie nur zustimmen, nicht umsonst mache ich mich ja hier seit längerem über die Hoffenden lustig. Man sollte aufhören zu raffen und einen erfreulichen Rest des Lebens, wo auch immer, verbringen. An der traurigen Wahrheit dieses Ratschlags liegt wohl meine überschwengliche Beliebtheit hier.
      Es gehört wohl mehr Ehrlichkeit und Intelligenz dazu einzusehen, dass man ZUFÄLLIG irgendwo auf der Welt geboren wurde und ebenso ZUFÄLLIG einer Religion angehört, als den Leuten zur Verfügung steht die durch permanente und feige Anpassung an Bestehendes zu ihrer Borniertheit beigetragen haben.
      Wem der Mut zu einem deutlichenNein fehlt, der muss halt dann mit dem leben, was man ihm lässt.

      Es war nun mal nicht möglich Wallace als Vize aufstellen, weil die USA nun mal so sind, wie sie sind. Das wird auch ein Trump bald immer mehr zu spüren bekommen. Immerhin dürfte der Unterhaltungswert seiner Präsidentschaft weit über allem voehergegangenen bleiben.
      Trump mag ein Kasperle sein und zum Präsidenten ungeeignet, aber ich sehe neben diesem Unterhaltungswert noch einen Vorteil in Trump.
      Von einzelnen Leute bis hin zu den Medien, jeder der den Mist zu ihm nachplappert, statt zu verstehen was da abläuft, ist ein Dummkopf an den man seine Zeit nicht länger verschwenden muss.

      Wenn eine Demokratie so tief absinkt, dass man den Leuten nur noch die Wahl zwischen einem solchen Clown und der korruptest möglichen Person lässt, und wer dann das Problem in Trump sieht… nun der darf gern mit Seinesgleichen diskutieren.
      Den Schuld sind die linksradikale Merkel, die 68er und Putin….
      Ich gestehe sogar ich halte das viele Grinsen, das mich beim Lesen so manches Kommentars hier überkommt für unangemessen, aber man muss halt auch an seinen Blutdruck denken.
      Und die Sonne steht hoch, es frühlingt und blüht und der Hund will an den Strand, auf dem Teile der bis vor wenigen Tagen noch parallel laufenden „Bundesstrasse“ liegen, die von einem schweren Sturm unterspült worden ist… Pflege der Infrastruktur heisst hier nur, etwas wieder hinzustellen, wenn es aus Altersschwäche umgefallen ist.

      Ich wünsche allen einen schönen Sonntag…

    • @Don
      „Da möchte ich dann auf das Beispiel Liberia verweisen. Und überraschenderweise gibt es ehemalige Kolonien in Fernost, die heute überhaupt nicht wie Afrika aussehen.“

      Das stimmt natürlich, aber es geht bei dem jetzt grösser und grösser werdenden Konflikt nicht um eine Diskussion zwischen Geschichtsprofessoren sondern um ganz reale Politik, und zwar um Politik wie sie die Betroffenen dort sehen. Und keiner kann behaupten, dass die USA und der Westen schuldlos an den Zuständen dort sind.

      Und in Südost Asien gibt es Buddhismus, in Arabien hingegen…

      Verteidigungsreden zur US und Euro Politik zu schwingen, wie das andere hier tun, ist lächerlich. Aber hey… es ist euer Terrorismus den ihr euch ins Land holt, ich will niemanden an irgendwas hindern.

  7. 100%
    alles richtig)

    bildungsfern und abwägungsfrei sind die zentralen Begriffe.

    Geist schützt vor Grausamkeit nicht. Nicht jeder kennt oder gar aberkennt Spinoza.

    Und versteht, warum es die Freiheit ist, die uns zum Abwägen bringt, in einem nicht nur geistigen, sondern auch seelischen Verhältnis zu allem uns Umgebenden…

    Heute fiel eine Taube vor mir vom Himmel. Tot. Einfach so aus wolkenlosem Himmel.

    Die Auguren – das war mein erster Gedanke. Und dass 2017 ein Jahr ist, das etwas grundlegend Neues bringt.

    Alles geschwätzt.
    Nur eines ist gewiss: wer die Geschichte radikal ablehnt, lebt vergebens. Hybris führt nicht in den ersehnten Himmel…

    • Man kommt immer mit einer Geschichte auf die Welt, das sollte man akzeptieren und versuchen, daraus zu lernen. Leider wird das bei uns mitunter etwas vergessen.

  8. In die islamistischen Hohlbirnen wohl ein bissl viel hineingeheimnist, Don.
    Islamische Zerstörungswut trifft ebenso buddhistische Kulturdenkmäler, die eben nicht europäisch sind.
    Und, entgegen Ihrer Behauptung, meinen diese Mörder sehr wohl auch uns, als Kinder einer fremden Kultur, als Fremde, als Ungläubige, als lebensunwertes Leben , aus ihrer Sicht.
    Sie differenzieren NICHT, alles Fremde, Ungläubige, ob Bild oder Mensch, ob Politiker oder Kind, oder Säugling, oder Denkmal, wollen sie vernichten.

    wo sie es nicht direkt vernichten (können), verachten sie es, Mensch und Werk, vergewaltigen sie es, schlagen es halbtot, wenn sich tot nicht ausgeht, zertrampeln es, am Boden liegend,soweit es halt geht.

    Sie rauben es auch gerne aus, betrügen es, stehlen ihm, was sie erwischen, Handy (Teufelszeug, aber…), Geld, Sozialleistungen.

    Sie lügen es auch gerne an, schleimen, wenn sie etwas wollen, nehmen sich ungemein wichtig, weil was ist schon ein Ungläubiger oder gar seine Frau, oder irgendeine Frau.
    Wenn sie sich gerade stärker fühlen, werfen sie Essen, das ihnen nicht behagt, gegen ungläubige Hilfskräfte oder Polizisten, zünden ihre ungenügenden Unterkünfte an, fordern frech, was ihnen nicht zusteht.

    Was ich sagen will :

    Geschmäcklerisches Differenzieren zwischen Islam und Islamismus, dümmliche, inexistente, Konstrukte, wie ,,europäischer Islam“, das ganze dumme Gewäsch,
    sind unangebracht.

    Da ist der Feind, er erklärt sich überdeutlich, und eine Tritt als Freundschaftsbeweis und Friedensangebot mißzuverstehen, ist unnachvollziehbar, und kann tödlich für das ,,Opfa“ enden.

    Da ist der eine Feind, und der zweite ist die Fünfte Kolonne aus Merkeln und FeministInnen und Linken, und Pseudointellektuellen, aus Dödeln, die qua politischer Ideologie zu Professoren ernannt wurden, aus Selbsthassern und Deutschlandhassern, und Abendlandhassern.

    Aus linxgrünen Medienleuten, Politikern, Bobos, Moralaposteln und Käßfrauen.

    Auch das ist der Feind.

    Behandeln wir unsere Feinde als Feinde.

    Schaffen wir räumliche Distanz zu ihnen, damit wir unsere Kultur leben können, oder mit dem Panzer um ein Brötchen fahren zu müssen.

    Nein, mer wolle se NICHT reinlasse, Verdammt noch mal, nicht einen einzigen.
    Graben wir ihnen die finanzielle Basis ab, statt sie zu ernähren oder bewaffnen.

    Und seien wir nicht heikel, es heißt- DIE oder WIR.

    Auf Leben und Tod, und wenn wir noch so friedfertig und liberal sind.

    Sie sind es nicht, die Islamis nicht, und nicht die Fünfte Kolonne aus Verrätern.
    Wer da diskutiert, relativiert oder die andere Backe hinhält, ist ein selbstmörderischer, andere gefährdender, Trottel.

    • Im Gegensatz zu Ihnen kenne ich anhänger des islam, und da gibt es haufenweise unterschiedliche Einstellungen. Was ich mit meinem Beitrag eigentlich sagen wollte: Pauschalisierung ist falsch und bringt einen auch nicht weiter als die Spinner der anderen Seite. Also seien Sie bitte so nett und lassen diese Wortmeldung in der form eine Ausnahme gewesen sein. so kommen wir nämlich nur un ein Fahrwasser, in dem ich sicher nicht mitschippern werde.

    • Herr Moser
      mit Verlaub, Sie sind ein ungebildeter Idiot.

    • Herr Voss, Ihre fein ziselierte Replik nötigt mir Respekt
      vor der Kraft Ihrer Argumente ab.

    • @Don Alphonso
      Es ist verdammt schwer, die richtige Balance zu halten. Nach 15 Jahren in einem islamischen Land, arbeitend zu lokalen Bedingungen mit einem lokalen Vertrag an einer Universität und als gleicher unter gleichen verstehe ich Ihre Aversionen gegen manche Aussage von Otto Moser.

      Dennoch: Für mich gibt es keinen Unterschied zwischen ‚Islam‘ und ‚Islamismus‘. Das ist eine Konstruktion die man uns gerne einreden möchte. Wenn man darüber nachdenkt, kann es keinen binären Unterschied geben.

      Seit 2005 hatten mir meine islamischen Kollegen dort immer wieder gesagt, sie verstünden nicht warum wir so viele Muslime ins Land liessen, denn wir sollten doch wissen, dass die viele Kinder bekommen, und dass es die Aufgabe aller Muslime sei, eine religiöse Aufgabe, den säkularen Staat durch einen islamischen Staat zu ersetzen.
      Also dass zwangsläufig bei diesen Einwanderungsquoten Europa islamisch werde, in 2, 3, oder auch 5 Generationen.
      Sehen Sie, das haben mir von allen Muslimen in allen den Jahren fast alle irgendwie so gesagt. Wobei 99 Prozent, und genau deshalb kann ich mit Otto Moser so wenig übereinstimmen, wirklich friedlich, freundlich und gastfreundlich waren und sind.
      ‚Haufenweise unterschiedliche Einstellungen‘ kann ich hauptsächlich über das ‚wie‘ ausmachen. Nicht aber das ‚was‘.
      Auch diese vielen Umfragen, die uns immer wieder vorgekaut werden, dass die grosse Mehrheit der Muslime für die Demokratie sind, ist eigentlich eine Konstruktion. Das stimmt zwar so, literal. Aber dahinter steckt, und oftmals auch mir gegenüber ausgesprochen, ‚wenn wir aber demokratisch die Mehrheit haben, dann werden wir mehrheitlich beschliessen, den demokratischen Staat durch den islamischen Staat zu ersetzen.‘
      Solche Versuche laufen eben schon, in den islamischen Ländern, in Ägypten, Indonesien, Malaysia, und anderen.
      Man (ich) ist versucht, zu schreien/rufen: „WARUM GLAUBT IHR, DASS DIE MUSLIMBRUDERSCHAFT SOLCHE WAHLERFOLGE IN ÄGYPTEN HATTE??“ Als Beispiel. Da sind viele gute Muslime, vollkommen friedfertig drunter gewesen, die die Bruderschaft gewählt haben; Menschen die – hätte ich sie kennengelernt – meine Freunde hätten sein können.
      Viele Menschen, die gerne (auch) in einer Demokratie leben.
      Und nun ergibt sich die Chance, das zu machen, was meine Religion mir vorschreibt, damit ich in den Himmel komme, und was so im fundamentalen Buch meiner Religion steht. Ich darf Sie fragen: was macht man dann?? In etwa genau das, was die gläubigen Muslime im sogenannten Arabischen Frühling gemacht haben. Grossenteils mit bestem Wissen und Gewissen: die tendenziell säkularen Regierungen zum Teufel jagen, und die islamischen Parteien hochwählen. Egal ob Ennahda in Tunesien oder die Bruderschaft in Ägypten.
      Aus der Geschichte lernen, da zählt auch die jüngere Geschichte zu. Und da lässt sich viel aus dem Maghreb und den letzten Jahren lernen.
      Fahren Sie in die Banlieus in Paris. Auch dort sind die allermeisten Muslime gute Franzosen, friedlich, teilweise integriert. Doch wenn dann die Mehrheit in und auf der Strasse Muslime sind, beginnt es mit der Forderung, z.B. Frauen aus dem Strassenbild zu entfernen.

      Nein, Otto Moser hat Unrecht. Ungläubige sind in einem islamischen Staat kein ‚unwertes Leben‘. Nach dem Koran dürfen sie allerdings nicht an der Regierung sein, dürfen sogar ihre Religion(en) ausüben, müssen dafür aber eine besondere Steuer bezahlen.
      Otto Moser hat insoweit Recht, als es den Unterschied ‚Islam‘ und ‚Islamismus‘ nicht gibt. Es ist in jedem Falle Islam. Eine kleine Minderheit nur hat sich auf eine gewalttätige Soforteinführung verlegt; und es ist eine kleine Minderheit die den ‚Dschihad‘ als aktiven Kampf gegen Ungläubige versteht. Denn eigentlich ist Dschihad der Kampf gegen sich selbst, seine eigenen Triebe, Lüste, Konsumption von Alkohol und unerlaubtem Fleisch; fünfmal täglich beten; ein klein wenig Selbstkasteiung wie bei Luther.

      Fragen Sie die Anhänger des Islam die Sie kennen nicht nach ‚gefällt dir die Demokratie?‘. Fragen Sie stattdessen, ob es irgendwie die 72 Jungfrauen gibt; denen man bei der Verteidigung (und nur da!) Allahs und des Propheten im Falle des Todes zugeführt wird. Fragen Sie, ob es eine religöse Aufgabe ist, wenn das Zeitfenster sich auftut, mit friedlichen Mitteln einen islamischen Staat zu schaffen? Fragen Sie nach dem Recht der Nichtmuslime, ihre Religion frei auszuüben, vom Staat beschützt zu werden, und dafür eine Steuer zu bezahlen. Und natürlich nach der Scharia, ob es sich um Recht handelt, das Allah vorgeschrieben hat, und das über weltlichem Recht steht.
      Und wahrscheinlich wird die Mehrheit der gläubigen Muslime in Deutschland diese Fragen bejahen.

      Homosexuelle Freunde von mir berichten gelegentlich, dass es ‚ganz tolle, tolerante Muslime gibt‘, die sie getroffen haben, und denen ihre Homosexualität gar nichts ausmache.
      Blauäugig nenne ich so etwas. Nein, denen macht das wirklich nichts aus. JETZT. Weil sie integriert in eine derzeit säkulare Gesellschaft leben; unter Gesetzen, die Homosexualität erlauben, und diese Menschen gesetzestreu sind.

      Warten Sie es ab, wenn die Mehrheitsverhältnisse sich eines Tages ändern sollten. Denken Sie immer an die ’säkularen‘ Staaten wie Tunesien, Ägypten, Libyen, Syrien. Und wie sich jeweils grosse, überwältigende, Mehrheiten freisetzen konnten, als sich die Chance ergab, die Religion des Islam staatlich zu befestigen.


    • @ Otto Moser
      Zitat: „Da ist der eine Feind, und der zweite ist die Fünfte Kolonne aus Merkeln und FeministInnen und Linken, und Pseudointellektuellen, aus Dödeln, die qua politischer Ideologie zu Professoren ernannt wurden, aus Selbsthassern und Deutschlandhassern, und Abendlandhassern.
      Aus linxgrünen Medienleuten, Politikern, Bobos, Moralaposteln und Käßfrauen.
      Auch das ist der Feind.
      Behandeln wir unsere Feinde als Feinde.“

      Dass Sie den islamistischen Terror mit 1,2 Milliarden Muslimen gleichsetzen sowie politisch/ideologisch Andersdenkende aus dem eigenen Land kollektiv zu „Feinden“ erklären, ist absurd.

      Linksgrüne Medienleute, Moralapostel oder „Kässfrauen“ mögen andere Ansichten haben als Sie, doch diese gleich zu Feinden zu erklären, spricht für eine unfassbare Intoleranz, welche sich iÜ gegen das in der Verfassung verankerte Recht auf Meinungsfreiheit verstößt.

      Das ist für mich die Denkart von aller Art Diktaturen, und ich habe kein Verständnis dafür.

    • Herr M. hat nicht ganz unrecht...
      … denn diejenigen, die kommen, Anus Amri & Co., sind in der ganz überwiegenden Mehrzahl ja keine subtilen Theologen des Sufismus oder Leute, die uns mit großer Geste Unsinn (Tacqia) erzählen, um uns in Sicherheit zu wiegen (Masjek & Co.), sondern gewissermaßen die Kuh- und Holzknechte und Taugenichtse vom Land. Die können zT nicht mal lesen. Da werden Islam und Katholizismus robuster gelebt und da sind auch die Motive und Interessen ursprünglicher und da wird das Kopftuch getragen, weil halt der Imam sagt, dass das Kopftuch zu tragen ist und daran wird kein Piktrogramm der Welt etwas ändern …

    • anders gesagt
      Der Islam hat eine religiöse und eine gesellschaftliche Komponente, das, was politischer Islam heißt.
      Die Wucht des Islam sollte man nicht unterschätzen. Sie wischte den Schah weg und zwar nicht unbedingt mit überlegenen Waffen, sondern mit Empörung.
      Ich verstehe nicht, wieso uns weisgemacht werden soll, der Islam sei nur Religion. Er ist beides, untrennbar miteinander verwoben.
      Kurz: je weniger Religion, desto weniger gesellschaftlicher Impact.

    • Tja, wo er Recht hat, hat er recht, der Otto, der Moser...
      Wer von den feinen Herrschaften kennt denn wirklich Moslems? Gar in denjenigen Ländern, in denen sie herrschen und Minderheiten mindestens „diskrimieren“ – euphemistisch ausgedrückt? Keine „Salonmoslems“, sondern „echte“ – meinetwegen auch bildungsferne (aber das sind Moslems immanent ohnehin ganz überwiegend)?
      Auch ich kenne Anhänger des Islam – das ist ein zu schwaches Argument – und behaupte: die „Pauschalisierung“ – wie Sie es nennen, Herr Don Alphonso – ist richtig und bringt einen enormen Erkenntnisgewinn.

    • Ich. Ich war da auch mal. Es ist komplex. Aber in Süden Libanons, wo die Hisbollah domioniert, stehen trotzdem Christbäume am Strand. Und die dortigen Prunkmöbel sind Kopien des europäischen Spätbarocks.

    • Titel eingeben
      @ Sirisee
      Dass solche Menschen in Massen ins Land gekommen sind, auch noch ohne Papiere, ist einzig und allein die Verantwortung von ulF.
      Dafür alle 1,2 Milliarden Menschen zum Feindbild zu machen ist Unsinn.

    • Eine tickende Zeitombe...
      @ Uwe Dippel
      „Seit 2005 hatten mir meine islamischen Kollegen dort immer wieder gesagt, sie verstünden nicht warum wir so viele Muslime ins Land liessen, denn wir sollten doch wissen, dass die viele Kinder bekommen, und dass es die Aufgabe aller Muslime sei, eine religiöse Aufgabe, den säkularen Staat durch einen islamischen Staat zu ersetzen. […]
      Solche Versuche laufen eben schon, in den islamischen Ländern, in Ägypten, Indonesien, Malaysia, und anderen.“

      Die freie Wahl der Religion ist im indonesischen Grundgesetz verankert. Es gibt immer solche Versuche, aber die letzten zwei mehrheitlich gewählten Präsidenten sind säkular. Der Gouverneur der Hauptstadt Jakarta ist ein ethnischer Chinese und Christ. Allerdings machen ihm zuweilen manche muslimischen Eiferer das Leben schwer, besonders, weil er wiedergewählt werden möchte.

      Aber langfristig gesehen haben Sie haben sicher Recht. In meisten der Länder gibt es ein starkes Bevölkerungswachstum, welches zu Massenarbeitslosigkeit der ungebildeten jungen Männer führt, unter welchen die Extremisten einen fruchtbaren Boden finden, diese zu radikalisieren bzw. als Neuzugänge zu rekrutieren. Nun, eben diese Art junge Männer sind diejenigen, die auch hier in Deutschland zum Problem werden. Diese Entwicklung ist in jenen Ländern eine tickende Zeitbombe.

    • Romantik als Revolution - das Geniale an Dons Analyse geht an Ihnen vorbei, hm?
      Der Blogbeitrag deckt so genial Mechanismen auf. Er bringt uns sehr viel weiter als Ihre Feind-Brüllerei. Sie kontextualisieren einfach immer zu wüst. Und ich dachte schon, das beschränkt sich auf meine Posts :))).
      Die Romantik war eine wirkmächtige revolutionäre Bewegung. Etwas Nachsitzen im Geschichts-, Religions- und Literaturunterricht, würde helfen.

    • @Uwe Dippel et al.
      Ich denke, das fundamentale Problem liegt bei uns. Wir in Europa sind „säkularisiert“ und „aufgeklärt“ und in der Mehrheit nicht tiefgläubig. In unserem Erfahrungshorizont kommen tiefgläubige Menschen kaum bis nicht vor. Menschen, die ihren Lebensweg, die Entscheidungen auf diesem, auf Basis ihres Glaubens gehen, kennen wir persönlich kaum bis gar nicht (Schublade: Mönche, Nonnen). Verstehen diese nicht. Zudem ist unsere eigene Kultur – chrisitliche Nächstenliebe, reformiert, transformiert durch die Aufklärung, säkularisiert – zutiefst mietfühlend und friedlich und tolerant. Sofern satt und ein warmes Dach über den Kopf (kaum war das nicht gegeben, schon entstand das 3. Reich). Ohne diese kulturelle Vorausetzung würden wir heute nicht über Minderheitenthemen wie Feminismus, Genderismus o.ä. überhaupt streiten. Als Konsequenz dessen können wir uns gar nicht vorstellen, das Menschen so ganz anders unterwegs sein können. wie Hr Dippel so schön beschreibt. Insofern mögen Hr. Mosers Worte drastisch klingen. Aber sie haben einen wahren Kern. Welchen wir aber nicht sehen können oder wollen – weil es zu sehr Wehtut, uns von liebgewonnenen Sichtweisen auf Gott und die Welt und die Menschen darin zu verabschieden. Aber hilft es? Ich denke unser lieber Mitforist Goodnight hat hierzu eine recht eindeutige Meinung – wohl auch eher in Linie von Hr. Moser.

      Der Beitrag von Imad Kamin auf Achgut (http://www.achgut.com/artikel/was_hat_mohammed_mit_den_unruhen_in_frankreich_zu_tun) spricht hier ja auch eine eher deutliche Sprache.
      Es hat also schon seinen Grund, warum so eine Diskussion nicht in den MSM vorkommt. Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt (wie Tolkien seinem Bilbo Beutlin in den Mund legte), und es gibt beim Thema Langzeitfolgen des Bevölkerungszuwachses der Muslime die Angst vorm ersten Schritt. Als ginge es nur um ein paar mehr arabische Restaurants…

    • Mein Holzschnitt von Beitrag ist wie der Blick ins Schlachthaus.
      Viele Menschen, dei gern Fleisch essen, mögen nicht einmal rohes Fleisch beim Kochen in die Hand nehmen.

      Im Schlachthaus wird aber deswegen nicht anders gearbeitet.

      Und, Herr Dippel, wenn ich zuerst ein eigenes Land habe, und durch Idiotie ändern sich die Mehrheitsverhältnisse, und ganz demokratisch wird die Demokratie abgeschafft, und ganz friedlich, durch Gesetz, der islamische Staat eingeführt-

      wie soll ich dann diejenigen, die geholt haben, und die, die geholt, oder hereingelassen, wurden, nennen ?

      Na, irgendein Euphemismus findet sich im Neusprech.

      Aber Wahrheit bleibt Wahrheit,

      es ist wie mit meiner berühmten Gebrauchtschokolade.

    • auf den Punkt formuliert
      absolut genialer Kommentar

    • Man kann jedem nur vor die Stirn schauen.
      Mit großem Interesse habe ich den Kommentar von Herrn Dippel gelesen. Er beschreibt das, was ich bei Peter Scholl – Latour gelesen habe über die oder den Tacqia, die jedem Moslim gestattet ist. D.h. man darf unehrlich sein und lügen, wenn es dem einzig richtigen Glauben nützt. Der Islam muss weitergebracht werden, auch durch Täuschung.Schön zu sehen in dem Panorama3-Beitrag, der auch hier eingestellt wurde.

      Man muss sich wirklich fragen, wie blauäugig die PoltikerInnen sind…

      Nun ist der Genderismus auch bei uns angekommen.💄
      Das Begleitschreiben für die zugesandte Fachzeitschrift “ mein Wald/ mein Holz“ begrüßt uns mit
      Liebe Mitgliederinnen, liebe Mitglieder 🌲 🌳
      Ich lach‘ mich schlapp. Das Mitglied ist kein Neutrum mehr.

    • Muslime, Katholiken,Juden, Protestanten,Orthodoxe, Busshisten, Atheisten....
      sind nette Menschen mit der falschen Religion.

    • @Philomena
      Also taqqyia (oder wie man das schreibt, ich googel jetzt nicht) ist m.W. eher ein schiitisches Konzept, das historisch Anwendung fand, als Schiiten von Sunniten verfolgt wurden (so im Sinne „In Zeiten der Verfolgung kann man über seinen eigenen Glauben andere im Unklaren lassen, um zu überleben“). Die Deutung, dass Muslime grundsätzlich ein Recht auf Lügen gegenüber Andersgläubigen hätten aufgrund dieses Konzepts, scheint so nicht zu stimmen. Zumindest habe ich das gelesen, vielleicht weiß jemand mehr.
      Ich bewerte das Anwachsen islamischen Einflusses aber trotzdem negativ, und denke auch, dass viele Vertreter von Islamverbänden in Deutschland doppelzüngig agieren.

    • @Don Alphonso
      Ich wiederhole es gerne noch einmal, weil es offensichtlich nicht ganz durchdrang:
      Es gibt keinen Unterschied zwischen Islam und Islamismus. Ihre Beobachtungen im Libanon sind natürlich richtig; kann ich bestätigen; nur: Ihre Interpretation ist nicht richtig.
      Erst einmal sind die muslimischen Länder weiterhin sehr familienorientiert und familienfreundlich. Wenn dann ein Geschwister z.B. einen Christen heiratet, kann es durchaus vorkommen, dass mit den Neffen Eid und Weihnachten gefeiert wird. Es wäre aber falsch, das als ‚progressiv‘ zu bezeichnen!
      Ich kann Ihnen gerne ein gutes Dutzend Personen ‚vorführen‘, die 200%-ige Muslime sind, auch mal unterm Weihnachtsbaum stehen. Es gibt keinen Euro-Islam und wird es nie geben.
      Und zum Neo-Barock bis Gelsenkirchener Barock: In allen muslimischen Ländern die ich kenne, und die meisten Muslime die ich kenne, stehen auf derartige Möbel, beladen/überladen, rosa oder blaue Vorhänge, u.s.w. Das ist alles vollkommen unabhängig von der religiösen Überzeugung.

      Die Muslime in Deutschland sind nicht repräsentativ für den Islam; und der Grund ist ganz einfach: gebildete, intellektuelle Muslime haben und hatten auch andere Möglichkeiten in den Westen zu kommen, also ganz offiziell, und haben und hatten dazu keinen Fussmarsch über den Balkan oder Schiffsabenteuer auf dem Mittelmeer nötig. Soll heißen, die Million oder so der Neuankömmlinge sind keine repräsentative Untergruppe der globalen Muslime. Sie sind entweder reine. hoffnungslose Unterklasse, oder rein wirtschaftsmigrantische Mittelklasse.
      Deshalb hat sich ja auch in Deutschland dieses Bild über Muslime im allgemeinen falsch geformt. Und deshalb konnte das Narrativ ‚Islamismus‘ entstehen, als Summation der Gewaltbereiten.
      Allerdings ist das grundfalsch, weil viele dieser sich eben an die Vorschriften des Islam gerade *nicht* halten, Drogen, Alkohol, Gewaltbereitschaft.
      Der Islam lehrt, dass ein menschliches Leben das höchste und wertvollste Gut ist. Alle 200%-igen Islamisten die ich kenne sehen das genauso, lehnen jede Gewalt ab, führen einen Dschihad wie ich ihn vorher beschrieb – also gegen sich selbst, ihre eigene Unvollkommenheit und gegen alle Verführungen. *Deshalb* (!!) sind sie ja für Schariah, glauben selbstverständlich an die 72 Jungfrauen, Kopftücher (und mehr), 5 mal tägliches Beten, die Notwendigkeit eines islamischen Staates, totales Fasten (übrigens tageweise auch außerhalb der Fastenzeit), u.s.w.

      Wir haben in Deutschland einfach sehr wenige dieser gebildeten Islamisten (hier würde diese Bezeichnung wenigstens ansatzweise stimmen!).
      Es wird so getan, als wäre alles in Butter, wenn die Gewaltbereiten (in Europa fälschlicherweise als ‚Islamisten‘ bezeichnet) abgeschoben sind.

      Dabei wäre dann gar nichts in Butter. ‚Islamismus‘ (mit -ismus als Bezeichnung eines extremen Zustandes) trifft auf keinen der Taschen- und Handydiebe zu, auf keinen der sich entblößt, der vergewaltigt, der respektlos ist und spukt. Das sind alles Zeichen für einen *Mangel* an inhärentem Islam!
      Diese Kategorie ist – so man will – einfach auszumerzen -> abzuschieben.

      Viel problematischer erscheinen die ‚wirklichen‘ Islamisten; die ‚integrierten‘, die friedfertigen, engagierten, netten, höflichen und hilfsbereiten Muslime. Ich habe die Ehre (ohne Ironie!) gehabt, die kennen zulernen, mit denen zu arbeiten, auch zu besuchen, mit ihnen zu feiern. Fast alles wunderbare Menschen, zu denen ich teilweise nach Jahren noch Kontakt habe.
      Ich weiss aber auch, dass ich die lieber nicht in Deutschland haben möchte, weil sie unermüdlich (und untergründig) für eine schleichende Umformung der Gesellschaft stehen. ‚halal‘ schmeckt nicht schlechter, es geht ja auch mal ohne Alkohol, Röcke können ja ein wenig länger, Ärmel auch, man kann ja mal zu Beginn einer Sitzung eine Doa beten (wobei die ‚Ungläubigen‘ selbstverständlich nicht beten müssen!), als Standard ziehen Frauen flache und geschlossene Schuhe an, …
      Alles das habe ich jahrelang mitgemacht, ohne jedes Murren, auch aus Interesse und Integrationswillen. Bei mir stand aber auch keine Religion dahinter, die mir Strafen und Höllenfeuer versprach, täte ich anders.
      Umgekehrt wäre es eben anders; und ich hätte (wieder ohne jede Ironie) jedes Verständnis für meine ehemaligen Kollegen, dass ihre Religion ihnen gebietet die Gesellschaft nach dem Vorbild des Islam umzugestalten.

      Als knappe Zusammenfassung, und Wiederholung:

      1. Der Islam – ganz im Gegensatz zum z.B. Buddhismus – verspricht mehr Herabsendung von ‚Allahs Gnaden‘, wenn die Gemeinschaft (Familie, Strasse, Stadt, Land) religiöser ist.
      Es gilt also nicht ausschließlich ein individueller Erlösungsgedanke.

      2. Der Islam bezeichnet sich selbst ja interessanterweise nicht als ‚Religion‘, sondern als „Way of life“.
      Eine Google-Suche nach „islam is a way of life not a religion“ bringt dabei viele gute, auch lesenswerte, Resultate.

      Und wer noch immer Parallelen zwischen Islam und Christentum sieht, dem sei
      „Islam et christianisme, comprendre les différences de fond“, von François Jourdan, erschienen bei Toucan, ans Herz gelegt (Leider nur in Französisch erhältlich).

    • @Tamarisque
      Es ist Herrn Moser zu danken, daß er Aggressoren und Frontverlauf dieses assymetrischen Krieges gegen alles, was auch nur entfernt als „deutsch, weiß, männlich“ wahrgenommen wird in bislang seltener Klarheit identifiziert und reflektiert.
      Dem sensiblen Gemüt einer feinsinnigen Dame mag eine derartige Analyse nicht immer bekömmlich sein, was aber an ihrem Wahrheitsgehalt nichts ändert.
      Die Fraternisierer deutscher Provenienz verfahren offenkundig nach der Devise „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“, was wohl auch die – im übrigen absurde und völlig naive – Sympathie gewisser weiblicher fraternisierender Aggressoren mit den Nafris erklären dürfte.
      Es herrscht Krieg, werte Dame – und dieser Krieg – wie andere auch – werden nicht im Feuilleton entschieden.

    • @Klaus Keller
      Wtf are „Busshisten“, Sie Schlauberger aus der Dunkelkammer ?

    • @Arno Nühm
      *Wenn* Sie schon von ‚Krieg‘ sprechen, der herrsche, *dann* sollten Sie auch berücksichtigen, dass es zunächst wichtig ist, den Feind zu studieren.
      Und das hat Herr Moser eben nur zu einem Teil getan.
      Außerdem gäbe es nicht eine geschlossene Front, sondern mindestens zwei Flanken.

      Die eine ist eine Art Bürgerkrieg, in dem Genderisten und Grüne u.s.w. auf die eigene ‚weisse alte Bevölkerung‘ einschlägt; die Zitate dazu gibt es bei Claudia Roth und KGE zuhauf. Mit dem Ziel der Zerschlagung der gewachsenen Ordnung, Traditionen und Kultur; und stattdessen wie ein Schwamm aufzusagen was bunt, schwarz, fremd und exotisch erscheint.

      Die andere ist die Front der ‚Unterwerfung‘; einer quasi selbst gewollten Unterwerfung, im Sinne von Houellebecq. (Oder wenn Sie wollen, so wie ich es in anderen Posts hier beschrieb.)
      Dass sich die erste Flanke unverständlicherweise auf die zweite stützt, so wie Sie schrieben „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“, ist wohl Faktum. Nach den ersten kleinen Siegen muss das aber in noch grösseres Blutvergiessen münden; so ähnlich wie zunächst in Tunesien, Ägypten, sogar Syrien, kurzfristig zunächst ein gemeinsamer Feind war: Das Establishment. Seitdem gibt es Bürgerkrieg in vielen Fällen zwischen – auch lokalen – zerfallenen Gruppen der vormaligen Opposition.

      Ich bin sehr sicher, dass Claudia Roth und KGE ihre Aussagen und ihr Mitmachen, ihre Kopftücher, u.s.w. – also alles was sie wie kleine Kinder spontan ‚exotisch‘ mit veranstalten – sehr bald ändern, umkehren, werden, wenn sie mal nicht mehr auf die Strasse dürfen. Oder nicht von einem männlichen Arzt behandelt werden dürfen. Wenn eine Vergewaltigung nur noch zählt bei einer Bezeugung von vier männlichen, muslimischen Männern.

      Es hilft mir aber überhaupt nichts, dass ich weiss, dass in kurzer Zeit die Claudia Roths und KGEs angekrochen kommen werden, und sich selbst ohrfeigen möchten für den Unsinn, den sie uns mit eingebrockt haben. Denn dann sitzen wir einfach alle in der braunen Masse. Zu spät – doch mir hilft es ausser einer gewissen Genugtuung auf die ich auch gerne verzichten könnte, nichts.

      Es geht uns allen noch sehr gut. ‚Viel zu gut‘ könnte man sagen. Eines Tages könnte Tamarisque darauf hoffen, dass ein Donald Trump sie oder ihre Töchter aus dem Dreckloch befreit, in das die Deutschen sich durch untätige Behäbigkeit derzeit hineinmanövrieren lassen.
      Ich hoffe nicht, dass es so weit kommen wird, befürchte aber, eines Tages damit Recht zu behalten.

    • An Arno Nühm : Wtf are „Busshisten“, Sie Schlauberger aus der Dunkelkammer ?
      Busshisten sind etweder Priesterinnen des Bussikultes bei der hässliche alte Damen Kindern gerne Bussis auf den Mund drücken die sich dem kaum entziehen können als Spätfolge entwickelt sich oft ein Hass auf Frauen wobei es nicht von Bedeutung ist ob es sich bei den Opfern der Bussisten um Jungen oder Mädchen handelt oder es ist ein Schreibfehler.

      Zur Dunkelkammer:
      Der Raum ist oft dunkel der Monitor aber schön hell.

      PS ich freue mich sehr das jemand liest was ich schreibe.
      Die Behauptung das ich das gesagt hätte gehört in den Bereich der
      Unwahrheiten, es kann allerdings sein das ich es still vor mich hin gesprochen habe.

    • Hit the line hard; don't foul and don't shirk, but hit the line hard.
      Nur mal so:

      Wer eindeutige Unterscheidungen treffen kann, der ist klar im Vorteil bezüglich von Handlungen.

      Kann man gerade beobachten: Während der Deutsche keine klare Differenzen bezeichnen will oder kann, und folglich paralysiert zwischen seinen nicht mehr vorhandene Grenzen zirkuliert, sind da einige entscheidungsfreudige Gäste unterwegs, die mit eindeutigem Weltbild genau wissen, was zu tun ist.

      Am Ende wird der gewinnen, der schneller zwischen Sich und den Anderen unterscheiden kann. Unterkomplexität ist hierbei schwer im Vorteil. D.h. Dons Weg der Reflexion der unendlichen Komplexität verlängert eher nicht die eigene Lebenszeit.

    • @Uwe Dippel
      Ich habe habe ganz ähnliche Gedanken wie Sie. Eben weil ich über Jahre in islamischen Ländern und in Indien mit seiner großen muslimischen Minderheit gelebt habe. Islam und Islamismus sind Teile der gleichen Religion, und des gleichen Gesellschaftssystems!

    • "Mosers" Scheuklappen
      Ganz mit Tamarisque vom 23.02 um 13:08. Pauschalisieren hift nicht, es ist genau das, was Islamisten ausmacht. Diese ermorden unterschiedslos Menschen beliebiger Religion oder Ethnie, weltweit. Sowenig wie alle Deutschtürken Parteigänger Erdogans sind, so wenig sind alle Muslime Terroristen und alle Deutschen Nazis gewesen. Und genausowenig haben alle Deutschen die Fehler und Deutschland schädigende Politik der derzeitigen Bundesregierung zu verantworten. Nur ihre Wähler.
      Gruß
      M.A.Titz

  9. Der Satz "Do you want more Trump? That's how you get more Trump" drängt sich auf
    Der (islamistische) Zerstörungshunger für die Antike hat mich schon lang auf mörderische Gedanken gebracht.

  10. Danke
    Die Ausstellung werde ich auf der Rückfahrt vom Skifahren mir anschauen.
    Dringende Empfehlung: Maya Ausstellung in Speyer. Haben wir auf der Hinfahrt gesehen. Traurige Gedanken über den Untergang von Kulturen. Wir erleben es gerade.

    • Gern geschehen, noch ist ja Zeit.

    • Ad "Untergang von Kulturen"
      Es sei die Lektüre von Jared Diamond’s Collapse angeraten. Bei sich drastisch ändernden Umständen müssen Kulturen ihre Gewohnheiten anpassen – oder sie gehen unter.
      Ich habe mir Copan Ruinas angesehen. Man möchte ob der kulturellen Leistung in Ehrfurcht auf die Knie gehen. Aber irgendwann ist das zusammengebrochen. Klima? Schlechte Staatsführung? Wer möchte es wissen…

  11. @"(...) der süsse, glibberige Saft der Identität (...)"
    Wieder mal eine schöne „Donsche“ Metapher. Ja, so mutet es einem mittlerweile an. Oder, halb zog es sie, halb sank sie hin ;-)

    P.S.: süsse = süße …

    • Manchmal finde ich es etwas eklig, manchmal aber auch geil. Das hängt von der Tagesform ab. Und was ich betrachte. So ein Rokokoschloss, das hat schon was.

  12. Tja...der Islam und sein Ismus
    Woll’n ‚ma so sagen:
    “ Es gibt nix Wahres im Falschen“ ( in memoriam Good Old Theodor Wiesengrund A.)

  13. Optionen
    Schön geschrieben, man bekommt fast Mitleid. Doch ist es nicht weiterhin möglich, die Schönheit der Mona Lisa zu bewundern und gleichzeitig zu bekennen, auf welcher privilegierten Grundlage diese Kunst entstand? Muss ich mich durch Terror welcher Art auch immer in eine Ecke drängen lassen? Ich kann doch Vergils und Ovids Verse lieben, ohne zu vergessen, dass sie nicht entstanden wären, wenn die beiden Essen und Haus selbst hätten herstellen/bauen müssen. Dafür braucht man Zeit, die ein Sklave meist nicht hatte. Und nun wirklich: unsere heutigen Annehmlichkeiten sind doch zu einem guten Teil aus dem Kampf gegen das alte Europa entstanden. Ok, nicht, wenn man seit Jahrhunderten in einer Ingolstädter Stadtvilla wohnt. Das hat aber wenig mit der hier untergründig beschworenen Sehnsucht nach der alten Bundesrepublik zu tun. Nein, auch heute gibt es nicht nur zwei Optionen. Und man muss sich nicht von anderen dazu drängen lassen, das zu vergessen. Zum politischen Teil: natürlich haben die Interessen des Westens etwas mit den Kriegen im Nahen Osten zu tun. Das ist doch nicht zu leugnen. Und das Menschen aus Kriegsgebieten fliehen, ist kaum zu verdenken. Nordafrika ist eine andere Frage, wobei ich nur vorsichtig an die Nachwirkungen der französischen Kolonialpolitik erinnern möchte (ohne Zweifel das Meiste diktatorisch hausgemacht). Und die Verehrung von Bomber Harris – das ist doch keines Gedankens wert. Das ist ein Leben in medialer Bubble – kleine Mädchen, die sich mit nackter Brust wichtig machen. Die ein Gegengewicht bilden wollen gegen eine nicht weniger seltsame Erinnerungskultur in einer bestimmten Stadt (jede Bombardierung im zweiten Weltkrieg traf viele unschuldige Menschen, neben schuldigen – die besondere Herausstellung Dresden als Unschuldskomplex ist unsinnig). And at last: Kulturzerstörung ist leider kein Privileg islamisch-islamistischer Wahnsinniger. Alexander der Große legte Tyros in Schutt und Asche, die allerchristlichsten Spanier Tenochtitlan, mit Gott für Kaiser und Vaterland gab es Löwen nicht mehr, und wenn man das alles als Kriegsfolgen sehen will sei nur an die Judenpogrome erinnert, die die christliche Geschichte von Kallinike bis Kischinjow durchziehen. In diesem Moment der Weltgeschichte sind es gerade die anderen. Und die Mona Lisa bleibt schön

    • Das Problem ist: sie müssen das nicnt zulassen, es wird einfach gemacht. So eine Bombe fragt ebenso wenig wie eine Linkenpolitikerin, die Bomben auf Deutschland will. Das ist hässlich und eigentlich unangemessen, aber wenn ich die Wahl habe, mich zu wehren oder zuzuschauen, wehre ich mich halt. Auch wenn die Grünen zu dem Zweck aus dem Bundestag gehören: Ist dann eben so.

    • Ansonsten hier mittlerweile Mangelware: Vernünftige und ausgewogene Kommentare
      Danke dafür. Hat sich das Scrollen doch mal wieder gelohnt.

      Eine würdige Anwort auf einen würdigen Text.

    • noch was zu den "Optionen":
      ..und nicht zu schweigen vom neuentdeckten Amerika und der Zerstörung und Ermordung diverser Kulturen auf diesem Kontinent, …durch Europäer.

    • "auf welcher privilegierten Grundlage diese Kunst entstand? "
      Als die Mona Lisa entstand, beherrschten die Osmanen den gesamten Orient und das Mittelmeer. Sie waren steinreich, viel reicher als die Europäer und lebten im Inbegriff von Luxus. Christen wurden regelmäßig in arabische Staaten verschleppt, verslavt und kamen nie oder nur gegen exorbitantes Lösegeld frei. Also kommen Sie nicht mit „Privilegierung“.

      Unglaublich. Ärgerlich ist übrigens eher, dass in französischen Museen immer noch Kunst hängt, die Napoleon und seine Bande aus D. raubten, in Schweden übrigens genauso.

    • Es gibt keine klaren Kausalitäten
      Etwa die ewig wiederholte Annahme, dass die Kolonialzeit für die Instabiltät der arabischen Region verantwortlich sei. Die Viertnamesen haben weitaus Schrecklicheres erlebt. Sie sind aber heute nur an wirtschaftlicher Entwicklung interessiert und zeigen nicht die kleinste Neigung zu Zerstörungswut oder Fanatismus.

      Der Islamismus ist ein autochthon-kulturelles Problem der islamischen Kultur. Die wahabitische Variante des Islams, ausgehend von einer ursprünglich kleinen Fanatiker-Gruppe im heutigen Saudi-Arabien ist einer der wichtigsten Einflussfaktoren für die Rückwärtsentwicklung.

      Eine definitiv nachweisbare Verantwortung des Westens für Chaos und Terror besteht allerdings darin, dass er seine Feinde und deren unterentwickelte Gesellschaften und mittelbar dort existierende militante Ideologien großzügig sponsort und finanziert. Dazu gehören nicht nur die saudische Despotie als eines der Zentren des Islamismus plus die iranischen Fanatiker, sondern auch die neo-imperialistische russische Despotie und selbst die sozialistische venezolanische Hungerdiktatur.

      Ohne die Billionen aus Öl und Gas wären sie alle zusammen so unbedeutend wie Sambia. Terrorismus benötigt Geld, viel Geld und es kommt regelmäßig aus dem Handel mit Öl oder Drogen. Der IS ist dank Öl eine der reichsten Terrororganisationen der Welt (gewesen). Nur deswegen konnte er so erfolgreich sein. Ideologie allein reicht nicht.

    • @ sirisee
      Oh, ich wusste gar nicht, dass die alteuropäische Gesellschaft egalitär war. Von einem Verhältnis zu den Osmanen hatte ich allerdings nichts geschrieben. Die hatten auch wenig mit der Produktion der Mona Lisa zu tun. Und ja, natürlich versklavten die artig ihre Gefangene. In späteren Jahren verkauften sie die vorzugsweise an die Alteuropäer, die sie auf ihren Plantagen nutzten. Und bitte nicht zu sehr über die Franzosen aufregen. Es gibt noch soviele Bücher aus Heidelberg in München und in Rom …

    • Geschichtsfälschung oder immer eine Scheibe der Salami nach der anderen.
      … die besondere Herausstellung Dresden als Unschuldskomplex ist unsinnig.

      Ich nenne es ein Beispiel von umschreiben von geschichtlichen Daten.
      Seit Jahren wird die Opferzahl in Dresden nach unten zensiert – wie die Zahlen von Feinstaub und den Abgaswerten von Autos. Dreiste Lügen.

      Da Dresden bis zu jenen 13. bis 15. Februar 1945 weitgehend vvon Bombadierungen verschont wurde, war es DAS Hauptauffangbecken für Flüchtlinge, die vor der vorrückenden roten Armee aus dem Osten Europas flohen. Hauptgrund war der weitgehend intakte drittgrößte Bahnumschlagplatz des Deutschen Reichs.

      Schätzungen gehen davon aus, daß ca. 500.000 zuflucht in der Stadt suchten. Nimmt man die 600.000 Einwohner dazu, kann davon ausgehen das in den Bombennächten sich an die 1.1 Millionen Menschen in Dresden aufhielten.

      Betrachtet man die Flugbilder der RAF, der völlig zerstörten Stadt, kann kein vernüftig denkender Mensch glauben, daß in diesem Inferno „nur“ 25.000 Menschen den Tod fanden. Vielmehr ist davon auzugehen, daß es mit Abstand große Massaker der Menschheitsgeschichte war.

      Das ist ein klarer Fall von Geschichtsfälschung. Gedeckt und forciert von deutschen Politikern.

    • Dresden-Fake
      Wenn Sie ein paar Tricks interessieren, wie man die Opferzahlen nach unten gerechnet hat:

      Die offizielle Historiker-Kommission hat aus den 4 Büchern, in denen 1,2 Millionen Deutsche seit 1945 als „Vermisste“ aufgeführt werden (genaue Zahlen sind das nicht, die müssen Sie in dem Bericht selber nachschauen, ich suche sie Ihnen aber auch raus, wenn ich dazu Zeit habe und es Sie interessiert), eine Stichprobe von 3000 Eintragungen gezogen und gezählt, wie oft in dieser Stichprobe genau 1 Jahr nach dem Dresdenangriff der Eintrag: „Beim Bombenangriff von Dresden vermisst und für tot erklärt“ vorkommt (weil man als Vermisster ein Jahr nachdem man vermisst wurde, für tot erklärt wird).
      Die gefundene Zahl wurde dann auf die 1,2 Millionen hochgerechnet und zu den bekannten und bestatteten Toten hinzuaddiert. So kam man auf etwa 25 000 Opfer.

      Fehler 1: es wird nicht angegeben, wie die Stichprobe gezogen wurde. Wurde das nicht streng nach dem Zufallsprinzip gemacht, sondern irgendwie selektiert, ist sie völlig wertlos.

      Fehler 2: Nach dem Deutschen Verschollenheitsgesetz ist „vermisst“ ein Sonderfall, „verschollen“ ist die Regel. „Vermisst“ ist man nur, wenn man zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort erwartet wird und dort nicht auftaucht. Das kann jemand sein, von dem man weiss, das er in einem bestimmten Bunker sitzt und nach dem Angriff nicht mehr auftaucht. Oder Soldaten, die nach einer Schlacht am Sammelpunkt nicht mehr gesehen werden (alles vorausgesetzt, das auch keine Leichen gefunden werden).

      Alle anderen sind „verschollen“. Der Ehemann, der zur Arbeit war, die Frau beim Einkaufen, der Flüchtling, von dem keiner genau weiss, wo er sich gerade aufhält. Alle diese sind „verschollen“ und werden erst nach 10 Jahren (frühestens) für tot erklärt. Kinder unter 25 Jahren werden überhaupt nie für tot erklärt.

      In der offiziellen Opferzahl fehlen also alle Verschollenen. Alle Kinder, alle Flüchtlinge, alle Arbeiter, Angestellten, Kriegsgefangene, Alle, von denen keiner weiss, in welchem Bunker sie Zuflucht gefunden hatten, und das sind, nimmt man die gleichen Rechengrundlagen wie die offizielle Historikerkommission, 500 000 – 800 000 Menschen.

      Mein Grossvater war auch dabei. Daher weiss ich das.
      Und er ist deshalb nicht umsonst gestorben.

      https://is.gd/FjFXnX

    • Präzisierung
      Ich hatte das vor Jahren mal ausgerechnet. Meine Schätzung war damals nicht 500 – 800 000, sondern im Bereich von 250 – 300 000. Das möchte ich gerne korrigieren.

  14. Wir oder Die
    „Es gab eine Zeit, da konnte man sich einen Standort unter vielen reflektierend heraussuchen. Heute hat man es mit Leuten zu tun, die einem nur noch zwei Optionen lassen.“

    Trefflich analysiert. Damit wird allerdings augenfällig, was Goodnight nicht müde wird zu beschwören, dass wir vor einem unvermeidlichen Kampf stehen: Wir oder Die.
    Es zeichnet sich ein Clash ab, nicht allein zwischen den Kulturen, deren Unvereinbarkeit immer offensichtlicher wird und einem friedlichen Mit- oder Nebeneinander entgegensteht, sie gar ausschließt – sondern auch ein Kampf innerhalb der Kulturen. Ein Kampf zwischen bedingungslos nachgiebigen Defätisten, die für die Rettung ihrer kruden Weltanschauungen beinahe jede, der über Jahrhunderte errungenen Positionen einer aufgeklärten Zivilisation zu räumen bereit sind, der zuzugehören sie sich schämen. Leute, die ihre Schwäche als tolerant, liberal, human, herrschaftsfrei, weitherzig etc. etikettieren und es vermeiden, der drohenden Zerstörung entschieden entgegenzutreten und stattdessen lieber die Verteidiger als rückständig und faschistoid diffamieren.

    Auf der anderen Seite gibt es eine an westlichen Werten orientierte Minderheit, deren Untergang sich vor aller Augen vollzieht, aktuell in der Türkei beispielsweise, wie in vielen Ländern sonst, die man vor zwei Jahrzehnten noch auf dem Weg in eine säkularisierte, von Freiheit und Rechtsstaatlichkeit bestimmte Zukunft wähnte. Der Westen, in sich zerstritten, unterstützt diese Minderheiten nicht. Er lässt sie untergehen, nicht gleichgültig vielleicht, aber feige.

    Wir oder Die. Während mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten Parlamente, Weihnachtsmärkte, Ausstellungen, Kirchen, Synagogen, Kultureinrichtungen und Sportveranstaltungen beschützen, zeigt sich eine fortschreitende „Israelisierung“ der westlichen Gesellschaften, die erst lernen müssen, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit mit Wehrhaftigkeit in Einklang zu bringen. Dass das nicht immer gelingt, dafür mag Isreal als viel gescholtenes Beispiel gelten, aber auch dafür, dass die Alternative, der Verzicht auf Verteidigung, zwingend den Untergang bedeutet.

    • Sicher, der eigentliche Konflikt ist einer innerhalb unserer eigenen Gesellschaft, der bislang von genug Geld und Wohlstand übertüncht war. Das ändert sich gerade, einerseits wegen der hohen Kosten für die Migrationskrise, und andererseits für das absehbare ende der Exportglobalisierung. während in Österreich Provisionen für dortige Arbeitsplätze herasusspringen. Da hat Deutschland ein Prpblem. Und das wird man angehen müssen, oder es wird scheusslich.

    • Wer liebe Foristen,
      nimmt diesen Kampf an ???? Am Rechner ist er nicht zu gewinnen !!!
      Deshalb, alte, deutsche Frauen und Männer ( meine Wahrnehmung zu den Vielschreibern, sorry), weniger D.A.s Blog füttern, sondern in der Innenstadt Flagge zeigen und EURE Interessen verteidigen.
      Es ist der schwerere Weg, die direkte Konfrontation mit den Invasoren, aber er wird dem Leben, keine Pflicht für Kinder zu haben, einen Sinn geben.
      Die Führerin hat keine Kinder und Ihr ist das Land Scheissegal !!!!
      Goebbels, der Idiot, hatte tolle Kinder und hat sie umgebracht, zeigt die gnadenlose Dummheit oder beweißt es die Klugheit der Ente, keine zu haben?Denkt vom End(T)e her, haha.

    • Vom Ende her
      @ Schumi, Merkel habe ich noch nie gewählt. Schröder und Merkel wird die Kinderlosigkeit oft angelastet. Merkel hat wohl 2 Stiefkinder und Schröder auch eins und ein adoptiertes. Das Leute, die Kinder haben, auch nicht immer nachhaltig denken, sehe ich täglich z.B. an deren Einkaufsverhalten mit dem ganzen Fertig – und Plastikkram. Oft denke ich mir: Leute, das ist doch eure Zukunft, warum seid ihr so gleichgültig?

      60 neue Klamottenteile sei der Jahreskauf im Durchschnitt.Da komme ich bei Weitem nicht hin. In Quer war zu sehen, wie Pelztiere besonders in Polen dahinvegetieren müssen. Eine Schande für dieses schwer kath. Land. Als man die Bilder Verbrauchern zeigte, wollte trotzdem fast keiner auf Pelz verzichten. Die Leute sind einfach bescheuert.Da helfen auch keine Kinder mehr, wenn sie so erzogen werden…

  15. Nur noch zwei Optionen
    Ein wirklich wunderbarer Artikel, Danke!

    Als ich von Marine Le Pen las, die sich kein Kopftuch überzog, dachte ich an die „feministischen“ schwedischen Ministerinnen, die im Iran so gar nicht mutig und für Ideale eintretend waren, wie sie es gegenüber Trump und seiner (imVerhältnis zu Iran gesehen) imaginierten Mysogynie zur Schau stellten. Mein unmittelbar erster Gedanke war: Jetzt zwingen die mich auch noch, etwas an Le Pen gutzufinden. Es war ein schreckliches Gefühl.

    Vorgestern erfuhr ich, dass die Teilnahme am Verkleiden zum Fasching in der Grundschule für manche Muslime ein Problem darstellt. Der marokkanischstämmige Freund meines Sohnes berichtete mir, dass er sich nicht verkleiden darf und sah dabei so niedergeschlagen aus, dass ich mir ein „Warum?“ nicht verkneifen konnte. „Meine ganze Familie ist Muslim.“ war seine Antwort. Ich habe hinterher gegoogelt, fand viel, stieß sogar auf ein Warnvideo von Pierre Vogel „Karneval? Lauf nicht in die Falle des Satans!“ und war hinterher schlauer aber keineswegs glücklicher. Nun bin ich eigentlich total unberührt von Fasching, Karneval war nie mein Ding – aber fast alle Kinder verkleiden sich gerne, und ich war einfach empört über die Grausamkeit, Kindern mit aberwitzigen pseudoreligiösen Vorschriften so den Spaß zu verderben.

    Ich möchte nicht in den glibberigen Saft der Identität gestoßen werden, aber noch weniger möchte ich den „No border, no nation“-Schwachsinn mitmachen.

    Saudi Arabien hat anscheinend in den letzten 4 Monaten ca. 40.000 Pakistani wegen Terrorgefahr deportiert. Darüber habe ich allerdings kaum Berichte gelesen, anders als über Trumps Einreisebeschränkungsversuch.
    Auch Indien kommt hier viel zu kurz. Die Diskussionen dort rund um Säkularismus und Verbindungen zwischen Linken und Islamisten haben viele Anklänge an europäische Diskussionen, andere Probleme könnten uns allerdings auch interessieren (zum Beispiel die Bemühungen, ein einheitliches Zivilrecht zu schaffen, dass auch Muslime umfasst – die haben in Indien nämlich Ihren triple talaq und so sind muslimische Frauen völlig der Willkür ihrer Ehemänner ausgeliefert, die sie einfach verstoßen können).

    Multikulti könnte auch bedeuten, sich für andere Länder und Gesellschaften wirklich zu interessieren, statt immer nur den Balken im eigenen Auge zu suchen bei gleichzeitig krampfhafter Vermeidung der Thematisierung von Splittern.

    • Ja, das war ein organisierter, aber recht wirkungsvoller eklat, was LePen da im Gegensatz zu den schwedinnen da gemacht hat. Letzteres war ganz schön peinlich. Daheim den Mund aufreissen und dann beim Mullah den Iranerinnen zeigen, dass ihre Rechte einen Dreck wert sind, wenn es um Wirtschaft geht.

    • Nach dem, was ich lese, war die Abmachung mit dem Büro des Scheik, daß Marine LePen
      KEINE VERSCHLEIERUNG tragen würde. Darauf hätte Sie keine insistierende Erwiderung erhalten und wäre daher dort angereist.
      Die Insistenz der Angestellten auf das Kopftuch war erst vor dem Eingang vorhanden.

      Ich denke daher, man kann nicht von einem geplanten Affront LePens reden!

      Andererseits hat Marine LePen (im Ggs. zu den allermeisten westlichen Politikern! Die sueca-Feminis ganz außen vor!) ein gutes Standing gezeigt und nicht zuletzt durch Ihre verabschiedende Formulierung »Sie können dem Großmufti meinen Respekt übermitteln, aber verhüllen werde ich mich nicht« eine sowohl höfliche wie deutliche Marke gesetzt!

      Also ich würde den Großmufti ins Wahlkampfteam nehmen, wäre ich LePen.

    • Erinnert sich noch jemand an die Unterwerfungsgeste von Bedford-Strom und Kardinal Marx?
      Da legen die höchsten Vertreter der Kirchen in Deutschland ohne Not am Tempelberg ihre Kreuze ab; kriechen also zu Kreuze.

      Wer sich öffentlich so unterwirft, der wird nicht Respekt sondern Verachtung ernten, gerade im stolzen Orient. Wer sich seiner selbst und seiner Wurzeln nicht sicher ist, der kann kein gutes Vorbild abgeben. Das lernt man schon recht früh in der Schule. Wer sich klein macht, ist das „Opfa“. Oder als Elternteil: wer selbst keine Werte hat, der kann natürlich seinen Kindern auch keine Werte vermitteln.

      Woher kommt das, dass zwei in christlicher Symbolik und abendländischer Kultur hoch gebildete Männer so wenig Gefühl dafür haben, was geht und was nicht? Das sie sich förmlich für ihr Land und ihr Kultur zu schämen scheinen?

      Oder das sich, ansonsten jede Schlacht schlagende Feministinnen unters Kopftuch zwingen lassen? Und das noch stolz präsentieren. Ich frage mich das wirklich schon länger.

      Oftmals haben einfache, gerade nicht akademische Menschen ein viel unverkrampfteres, ich möchte fast sagen natürlicheres Verhältnis zu ihrem Platz in der Welt. Haben wir uns mit unserer Intellektualität unserer Wurzeln beraubt? Sind wir so „verkopft“, dass wir keinen Anstand mehr haben?

      Anbei noch zwei links zu diesem Thema. Kleine Anmerkung zum ersten link. Ich war ganz erstaunt, nach langer Zeit der allmorgendlichen „AlleFlüchtlingesindlieb-Hatespeech/Fakenews/SocialbotssindaufdemVormarsch-Trump ist böse“-Indoktrination mal wieder einen kritischen Beitrag beim „DeutschlandradioKultur“ zu hören.

      http://www.deutschlandradiokultur.de/kritik-an-der-ekd-religionen-muessen-einander-nicht.1005.de.html?dram:article_id=379547

      Der zweite link ist zwar etwas regional angehaucht, aber Prof. Bennert ist wirklich über jeden Zweifel erhaben. Und wenn so jemand der Kirche DDR-Gebaren vorwirft, dann ist das nicht nur so dahin gesagt.

      http://www.kath.net/news/57778

    • Prostitution
      Auf hohem Niveau. Ich gehe davon aus, dass wirtschaftliche Zusammenarbeit ausgekartelt wurde. Kostet halt , in diesem Fall die Selbstachtung.

    • Pippi Langstrump und Efraim
      wurde als Motto im Kindergarten meines Sohnes ausgegeben.
      Nein – nicht nur Pippi, mit ihrer Buntheit und allen Möglichkeiten der Verkleidung.
      Pippi und Efraim – eins von beiden sollten sich die Kids aussuchen.
      Wer weiß, wie gerne Kinder sich kostümieren und sich dabei selbst
      kreativ austollen möchten, empfindet das als Eingrenzung.

  16. Relata refero
    Vor vielen Jahren habe ich eine Heydrich-Biographie von einem Herrn Deschner gelesen, der zufolge der britische Geheimdienst H. nicht zuletzt deshalb töten ließ, weil er die für die Nazi-Kriegsmaschine wichtigen tschechischen Rüstungsarbeiter durch soziale Vergünstigungen aller Art so ärgerlich produktiv bei Laune hielt – also eher das Gegenteil von Terror verbreitete. Das klang mir damals unsentimental, aber plausibel.

    • Das mag mit hineingespielt haben, aber die Attentäter wollten einfach auch ein Zeichen des widerstandes setzen.

  17. Überlegenheit
    Das, oder ein Problem ist, wie mir scheint, die unendliche, schier uneinholbare Überlegenheit des Westens. Es gibt kein islamisches Land, das aus Eigenem auch nur ein Auto erzeugen könnte. Emirates, dies nur als Beispiel, hat einen britischen Vorstandsvorsitzenden und fliegt mit EU- und USA-Maschinen. Und das sind nur relativ traditionelle Produkte, ganz zu schweigen von so etwas wie Biotechnologie etc. Zum Unterschied etwa von China, das den langen, harten Weg der Importsubstitution gegangen ist, sind die islamischen Eliten damit zufrieden, importieren eben alles oder machen Assembling und das Volk wird ruhig gestellt. Ich denke, es gibt da ein Versäumnis, ich würde nicht sagen Schuld, der EU. Die Eingliederung Osteuropas hat dazu beigetragen, dass man sich um die Glacis zu wenig bemühte. Warum soll man in, sagen wir Algerien, investieren, wenn in der Slowakei die Arbeitsstunde eines gut ausgebildeten, disziplinierten Beschäftigten im einheitlichen Rechtsraum 4 Euro beträgt (in D´land vermutlich 40) und in Algerien 2 Euro in einem rechtlich schwierigen, korrupten Umfeld? Dazu kommen die Fehleinschätzungen des arabischen Frühlings und die dumme Kolonialpolitik in Libyen und Syrien. Das trägt anläßlich der Migration zum Entstehen des Gedankens einer Festung Europa bei. Ist keine Schuld, denn die fehlende Entwicklung der islamischen Welt hat nicht der Westen verursacht, aber vielleicht ein Versäumnis. Kriege und Gemetzel hat es immer und überall gegeben, das erklärt nichts.

    • Die Festung wird kommen, das ist eh absehbar, teilweise mit Geld und teilweise mit Rückführung, auch bekannt als Deportation. Interessanter ist, was in der EU passiert, wenn in Holland und Frankreich der Druck auf Islamisten mit EU-Pass steigt.

    • Es gibt eine Religion
      der 23% der Weltbevölkerung zugerechnet werden. Aus diesen 23% kamen bis heute insgesamt 2 Nobelpreisträger in den Bereichen Physik und Chemie. Beide arbeiteten nicht in mehrheitlich muslimischen Ländern.

  18. Ein Motto – und eine Belehrung:
    „Assimilierung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“

    „Es gibt nur einen Islam, Frau Bundeskanzlerin.“

    Tayyip Erdogan

    Quadratisch, praktisch, unmissverständlich.

    • Stimmt. Ein Mann, ein Wort, ein Den Haag.

    • Titel eingeben
      Es gibt viele Autoritäten im Islam und viele Arten den Islam zu leben. Es gibt auch anständige Muslim.
      Es gibt nur einen Koran. Unveränderlich, unübersetzbar da (subjektiv) das Heilige von zwei Engeln in Mohammeds Ohren gesprochen wurde.
      Wünsche auf Vortrag von Suren in Landessprache sind in D so sinnlos wie in T. Der Koran ist gegeben in 1400 Jahre altem Arabisch und kann nur in dieser Sprache gelesen werden. Tabu.

      Dumm für die Appeasement Fraktion Wulff, Merkel Gauck und die Verherrlicher Roth… ist nur, daß alle Aussagen der Daesh/ISIS sich im Koran wörtlich wieder finden. Die strukturelle Vielfalt islamischer Autoriäten und Denkschulen wird hier zum Nachteil. Es gibt keinen Papst, der Daesh und deren Auslegung weltweit widerlegen könnte.

    • Ähem....
      Don Alphonso sagt: 23. Februar 2017 um 11:38 Uhr

      „Stimmt. Ein Mann, ein Wort, ein Den Haag.“

      Ich würde mal sagen, ein gewisser Tony Blair gehört ein paar Hausnummern vor Erdogan dort hin.
      Man mag vom ihm halten was man will, also zB gar nichts, wie ich das tue, aber Erdogan hat sein Problem nicht wirklich selber verursacht…

      Blair hingegen schon! Und unzählige Tote!

  19. Heimat
    „Am Tage. da ich meinen Paß verlor, entdeckte ich mit achtundfünfzig Jahren, daß man mit seiner Heimat mehr verliert als einen Fleck umgrenzter Erde.“

    Stefan Zweig (Die Welt von gestern. Erinnerungen eines Europäers)

    Ich danke Ihnen für diesen vielleicht persönlichsten Text. Mich hat er sehr berührt. Und mächtig zum Lachen gebracht. Schön!

    • Ein eindruckvolles Buch
      Aber halt der Bericht einer alten Kultur und deren Abgesang. Das will heute keiner lesen oder gar verstehen( mit wenigen Ausnahmen).

  20. Kunst als letzte Bastion?
    Vielen Dank für das schöne Artikel. Mir vergeht es oftmals so, dass ich die westliche Kultur als blind für die eigene Werte, die, wie Sie schreiben, in unseren bildenden Kunsten oder auch in der klassischen Musik verborgen sind, empfinde. Ob es die neuen (islamischen oder nicht) Ikonoklasten gelingen wird, uns die Augen zu öffnen, da habe meine Zweifel. Aber wir sollten es jedenfalls versuchen.
    Wie finden Sie übrigens das neue Kunstwerk, das neben der Dresdner Frauenkirche errichtet wurde?

    • Ich halte viele Gruppen für verloren, aber das ist halt so. Entschieden wird an anderen Orten, und da meine ich ein wenig wirken zu können.

    • Klassische Musik
      Zu dem Thema gibt es eine lesenswerte Spengler-Kolumne http://www.atimes.com/article/two-transgressors-milos-yiannopolous-yuja-wang/.

      Bei dem Kunstwerk in Dresden frage ich mich so langsam, ob man gezielt versucht hat, negative Reaktionen in Dresden zu provozieren, um dem Kampf gegen Rechts Argumente zu liefern. Oder es war einfach eine naive, von keinem tieferen Interesse getragene Entscheidung, sich mit Hilfe von Aleppo zu profilieren.

    • Ungefragt geantwortet, weil eine Diskussion über das "Kunstwerk" überfällig ist!
      Das Mahnmal neben der Dresdner Frauenkirche ist mMn kein Kunstwerk, aber durchaus ein Mahnmal. Und da es eben kein Kunstwerk ist, ist es ein schlecht ausgeführtes Mahnmal.

      Wie begründe ich diese Meinung?

      Ein Mahnmal soll eine Erinnerung konservieren und vor Ort für den Betrachter abrufbar machen. Durch das Erinnern sollen die Gedanken in Richtung des Themas des Mahnmales gelenkt werden.
      In Dresden soll an den syrischen Bürgerkrieg, von allem an die betroffenen Bürger von Aleppo erinnert werden.

      Der „Schöpfer“ des Mahnmals nutzt dazu keine Eigenkreation und sollte deshalb auch nicht Künstler genannt werden.

      Das Mahnmal „funktioniert“ sozusagen als realistisches, skulpturales Wiedererstehungsmonument einer improvisierten Straßensperre aus Aleppo, mit dem sich die Bevölkerung vor Scharf- und Heckenschützen und deren Leid und Tod bringenden Kugeln zu verbergen suchte.

      Dennoch handelt es sich nur um eine freie Kopie dieser Straßensperre, eine künstlerische Einflußnahme auf das Material oder eine künstlerisch ausdrucksstarke Veränderung oder Überarbeitung desselben ist ein keinster Weise zu erkennen.

      Auch wurde nicht im Geringsten versucht, das Mahnmal der Original-Straßensperre nachzuempfinden. (Einschußlöcher u.a. fehlen.)
      Das Momentum der „Überraschung“ und „Überwältigung“ des Betrachters liegt in der vertikalen Aufrichtung der monumental wirkenden Omnibusse, die somit die aufgerichteten Omnibusse in Aleppo kopieren.
      Dadurch wird mit Sicherheit ein Nachdenken über den Bürgerkrieg in Syrien erreicht, und damit ist der Gedanke an etwas zu „gemahnen“ durchaus erfüllt, aber Kunst ist das nicht!

      Es fehlt der kreative Eigenbeitrag des Künstlers. Hätte er die Omnibusse z.B. grün angestrichen und oben auf dem Objekt eine weithin sichtbare Friedenstaube, eine Blumenattraktion, ein Kreuz oder sonstwas installiert, so hätte man sicher einen künstlerischen Wert in das Mahnmal hineininterpretieren können.
      Es ist aber nur eine schlechte Kopie eines historischen Objektes aus einem anderen Kulturkreis, appliziert vor einem der geschichtsträchtigsten Sakralbauten unserer Nation.

      Dadurch, dass sich dieses Mahnmal – es erinnert an den zeitgenössischen Syrienkrieg, daran besteht kein Zweifel – in Nachbarschaft zur Dresdner Frauenkirche befindet, konkurrieren zwei Monumente um die Aufmerksamkeit des Betrachters: Auf der einen Seite die Dresdner Frauenkirche, die durch ihre Zerstörung im zweiten Weltkrieg und ihren Wiederaufbau erst nach der Wiedervereinigung nicht nur ein Symbol für die Grausamkeit von Kriegen ist, sondern auch ein Zeichen für die Stärke der Bevölkerung, die durch Diktaturen geknechtet vom Wiederaufbau abgehalten wurde, aber in demokratischem Konsenz den Wiederaufbau glänzend bewerkstelligte.

      So ist die Dresdner Frauenkirche nicht nur ein sakrales Baudenkmal, sondern allein durch die Verwendung der Steine mit ihren Brandspuren in Kombination mit den neuen Steinen quasi eine steingewordene Wiedervereinigung und ein Zeichen dafür, dass man seine (Stadt-) Geschichte nicht vergessen sollte, sondern mit allen Mitteln – hier durchdachte Steinsetzungen – die Zeitenläufe zur Erinnerung für alle Betrachter sichtbar gestalten kann.

      Diese Qualität fehlt dem Aleppo-Mahnmal eindeutig. Es handelt sich, wie oben erläutert nur um eine schlechte Kopie und taugt somit noch nicht einmal als „ready made“-Objekt.
      Der Macher des Mahnmales konnte sich offenbar des Schuldkultes bedienen, bzw. der Menschen, die glauben, dass der Mahnungen vor Kriegen gar nicht genug Objekte gewachsen sein können.

      So wurde dieses Mahnmal sinnfrei an einem Ort errichtet, der eigentlich „das deutsche Schicksal“ und den – hoffentlich – letzten Weltkrieg thematisiert, und nun die Sicht auf die Frauenkirche und damit auch auf das Gedenken einschränkt.

      Dem gerechten und demokratischen Erinnern wird durch die sichthemmende Aufrichtung des Mahnmales etwas genommen, ja dem Kultus des historischen Gedenkens wird durch die Einschränkung des freien Blicks auf die Frauenkirche eine Beschädigung zugefügt, gegen die sich freie Bürger erheben und zu Recht Ihre Meinung – auch in freier Rede – öffentlich machen. Der laute Zorn ist unnötig, die Meinung sollte aber immer wichtig sein!

      Warum Deutsche oder von irgendwo aus der Welt zureisende Touristen in Dresden heutzutage speziell an diesem historischen Ort an den Bürgerkrieg in Aleppo erinnert werden müssen, erschließt sich mir nicht.

      Man stelle sich einmal vor, ein „Künstler“ würde in den USA in New York auf dem Times Square den Barrikaden des Aufstandes aus dem Warschauer Ghetto aus den 1940er Jahren ähnlich seiende Objekte installieren. Ob das wohl „funktionieren“ würde? Ich hätte da so meine Zweifel!

      Ich vermute, dass das „Mahnmal“ niemals in N.Y. errichtet würde, weil die USA und speziell die New Yorker Bevölkerung wirklich gar nichts mit der Unterdrückung, Ermordung und der Niederschlagung des Warschauer Aufstandes der Juden zu tun hatte. Es würde keinen Sinn ergeben, genauso wie das Aleppo-Mahnmal in Dresden sich am falschen Ort zur falschen Zeit befindet.

      Genausowenig hat die Dresdner Einwohnerschaft mit dem Bürgerkrieg in Aleppo zu tun.

      Das Mahnmal gehört eigentlich – wenn der Bürgerkrieg hoffentlich bald vorbei ist – nach Aleppo, oder vielleicht an einen anderen Ort in Syrien. Damit die dortige Bevölkerung sich immer ihrer Schande erinnern kann.

      Allerdings könnte es sogar sein, dass die dortige, syrische Bevölkerung auch eher ein künstlerisch gefertigtes Mahnmal bevorzugen würde und nicht einfach einen Erinnerungstorso ohne kreative Merkmale.

      Gott sei Dank findet dieser in vertikale Omnibus-Materie gekleidete politische Spaß auf Kosten der Bevölkerung in Dresden bald sein überfälliges und verdientes Ende.

    • Mit unserer Kultur geht es uns halt wie den Fischen im Wasser.
      Die meisten werden erst merken, was ihnen fehlt, wenn sie auf dem Trockenen sitzen.
      Das ist zwar zu bedauern, aber in der momentanen politischen Situation auch nicht änderbar.

    • @Knut
      Es ist Hetze ,zuungunsten der aufsässigen sächsischen Bevölkerung,
      Kunst und Gedenken an Aleppo geht anders !!!
      Der Widerstand und die Aufrichtigkeit der ostdeutschen Bevölkerung soll damit,ad absurdum ,geführt werden.
      Wer Dresden und Aleppo vergeichen will, ist ein Faschist neuester Schule und möchte die Bevölkerung spalten, unter dem Deckmantel der Demokratie.
      Steuergelder für diesen Irrsinn????Im Schwarzbuch des Steuerzahlers ???

    • Das Kunstwerk von Dresden
      Ich fürchte, die Sache ist mit „naive, von keinem tieferen Interesse getragene Entscheidung“ sehr treffend beschrieben. Es ist diese fürchterliche Trutschigkeit, mit der sich das Tal der Ahnungslosen in eine Lage gebracht hat, in der sinnvolle Diskussionen, welcher Themen auch immer, kaum noch möglich sind.

      Und so erreicht eben auch die Installation auf dem Altmarkt ihren Zweck nicht. Auch wegen der Dämlichkeit, ein gewisses Reuters-Foto des Originals in Aleppo nicht zu kennen oder nicht kennen zu wollen.

    • @ Johan Adriaansens
      Die raumgreifende, ortsgebundene und situationsbezogene Kunstinstallation »Monument« 2017 des deutsch-syrischen Künstlers Manaf Halbouni beruht (nach eigener Angabe) auf einem Zeitungsfoto.

      Bei dessen Reproduktion soll die gehisste Fahne auf der aus drei hochkant stehenden Linienbus-Wracks bestehenden Barrikade in eine Straße von Aleppo, abgeschnitten gewesen sein.

      Das seit 2015 weltweit mannigfaltig zitierte Original (Fotoagentur Reuters) zeigt eindeutig die Fahne – der seitens der Bundesregierung wahlweise als Rebellenmiliz oder Terroristen gehandelten – radikal-islamischen »Ahrar al-Scham« welche der »Syrisch Islamischen Front« untersteht.

      – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –
      Nachträglich erklärt Manaf Halbouni seine peinlich oberflächliche Unwissenheit und seine mangelnde Auseinandersetzung (mit dem zur Inspiration benutzten Bildzitat) zu einem losgelöst zu betrachtenden entpolitisierten Fundstück. (Ai WeiWei für Arme)

      (Darin sieht dann eine Kunsthistorikerin beschwörend den Nouveau Réalisme am Werk. Eine bodenlose Frechheit)

      Gleichzeitig behauptet Halbouni das »Monument« soll sich auf die gegenwärtige Situation in Syrien beziehen:
      … Mit dem Bild der aufgestellten Busse vor der Frauenkirche wird eine Verbindung zwischen der Situation der Menschen im Nahen Osten und Europa hergestellt : Das Leid und die unaussprechlichen Verluste, aber auch die Hoffnung auf den Wiederaufbau und Frieden.

      https://www.manaf-halbouni.com/work/monument/
      (Gedankenspiele zum alternativen Weltverlauf unter: what-if)
      – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

      Das »Monument« 2017 von Manaf Halbouni – ein kunstgewerbliches Resteessen entstanden als Bühnenbild beim Nebel wiegen für einen bemühten Event-Kirchentag. Die Sponsoren (googeln) stehen auf der Gästeliste des Ministeriums für Volksaufklärung und Propaganda. (Demnächst auf der Berliner Wippe.)

      Kunstgeschichte und -begriffe wie Kunstinstallation, Bildzitat, Dekonstruktion und Monument werden (von oben) politisch nützlich gemacht und vor Ort mit Geschichtsklitterung garniert. Relativieren • Entkernen • Bulshit

      ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾
      »Welche symbolische Botschaft geht denn von einer von Islamisten gegen eine repressive laizistische Regierung verteidigten Barrikade aus?« (Peter Nowak, Telepolis)

  21. ÖR TV Empfehlung: DITIP Funktionäre vor der Kamera…
    Und sich nicht zu blöde sein, Hetze gegen den Westen als im Zustand der Erregung dahingesagt abzutun.
    https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Spalten-statt-integrieren-Einblick-bei-DITIB,panoramadrei2400.html

    Jugendliche Deutsch-Türken, die patriotisch (sinngemäß) posten: Gib uns den Befehl [gemeint ist der geliebte Führer Erdogan] und wir zerstören Deutschland.

    Ich habe mein „Deutsch-sein“ übrigens im Ausland erkannt. Ich trank vom Brennquell der Demokratie. Und dort habe ich festgestellt, wie anders ich bin, wie deutsch. Das war für mich ein Schock, denn Deutsch hieß für mich auch Helmut Kohl und grauenhafte Spießigkeit und gesellschaftlicher Stillstand…

  22. Titel eingeben
    Das neoliberale Desperadotum hat eben nicht nur beim Volkseinkommen gewütet, Allgemeinbildungsvernichtung und akademische Troglodytenzüchtung sind eigentlich noch üblere Folgen. 2015 kam es dann zusammen: ideologisch bornierte Bahnhofsjubler ohne kulturelles Eigenkapital und materiell zu verarmt, um sich auf Reisen einen zutreffenden Eindruck von den Herkunftsländern zu verschaffen.
    Hier ein Blick in die nahe deutsche Zukunft, der Google-Übersetzer reicht:
    https://polisen.se/Aktuellt/Nyheter/Skane/jan-mars/Polisen-hanterar-situationen-med-regionala-och-nationella-resurser/

  23. Leider
    kann ich nicht direkt antworten. Ich habe jetzt erst 3000 Zeichen geschrieben, um dann festzustellen, dass dieses Thema viel zu umfassend für ein Bloggeplänkel ist.
    Liberia hatte ja auch nie die Chance sich zu entwickeln, man hat Freigelassene und Befreite dorthin verschafft und gesagt, macht mal. Umgeben von einem westlichen Staatensystem, in welches sie sich nie integrieren durften.
    Eine vergleichende asiatisch-afrikanische Kolonial- und Imperialgeschichte mit Ausblick auf die heutigen Ergebnisse ist wahnsinnig interessant. Während ich das eben anreißen wollte, habe ich bemerkt, dass ich dem hier nicht gerecht werden kann.
    Falls es Sie interessiert verweise ich gerne auf die Werke von Jürgen Osterhammel und Frederick Cooper, hervorragende Einstiege in diese Kontinente.
    Auf jeden Fall spielt der, heute so fehlaufgefasste, Islam nicht die Hauptrolle in der Unterentwicklung Afrikas und des Mittleren Ostens, diese hat er aber in den Krisen der letzten Jahrzehnte inne.
    Aber an dem Aufkommen dieses Islams ist eben auch das alte Europa, vor allem Sowjets, Briten und Franzosen, mitschuldig.

    • Titel eingeben
      Darauf hab‘ ich gewartet: die Sowjets sind latürnich (auch) schuld; werden sogar als Erste genannt.
      Wieso nicht gleich: Putin

  24. Titel eingeben
    Alex Schwarcz sagt:
    23. Februar 2017 um 11:18 Uhr

    Überlegenheit
    Das, oder ein Problem ist, wie mir scheint, die unendliche, schier uneinholbare Überlegenheit des Westens. Es gibt kein islamisches Land, das aus Eigenem auch nur ein Auto erzeugen könnte. Emirates, dies nur als Beispiel, hat einen britischen Vorstandsvorsitzenden und fliegt mit EU- und USA-Maschinen. Und das sind nur relativ traditionelle Produkte, ganz zu schweigen von so etwas wie Biotechnologie etc.

    Herr Schwarz, alles richtig, was Sie schreiben.
    Die Emirate, nur um bei Ihrem Beispiel zu bleiben, hätten keinen Tropfen Öl aus dem Wüstensand fördern können. Bedurfte es westlicher Techniker, Technik usw.
    Nun könnte man sagen, gut, als die brit. BP ( Firma hieß vorher anders, wurde aber BP gekauft, bleiben wir also bei BP) damals das Öl fördete, war dieses Land, seine Bewohner noch nicht so weit, um es selber zu machen.
    Bis heute hat sich aber nichts geändert, immer noch auf west. Techniker angewiesen, Auch für ihre Hochhäuser ect. west.Architeken ( verdienen sich eine goldene Nase, gönne es ihnen)
    Für die Ausführung der Bauten werden Arbeiter aus Pakistan, Indonesien usw. unter teilweise miserabelen Bedingungen usw, benötigt,
    Infrastruktur usw….
    Hausmädchen, die ähnlich wie Sklaven gehalten werden.
    Die Hotels könnten ohne Gastarbeiter nicht betrieben werden, Angefangen vom Hotelmanager, Koch bis zum Zimmermädchen…..

  25. Die Kulturzerstörer sitzen mitten unter uns
    Ein Zitat aus dem heutigen Artikel von Bassam Tibi:

    „Es gehört zum Abc der Geschichtswissenschaften, dass sich verwandte Kulturen zu einer Zivilisation gruppieren. Es gibt zwei prominente Beispiele hierfür: Europa und den Islam. Zahlreiche europäische Lokalkulturen gruppieren sich zu einer europäischen Zivilisation, wie gleichzeitig Tausende von islamischen Kulturen eine islamische Zivilisation bilden. Überregionale Zivilisationen beruhen auf einer Identität, deren Substanz eine geteilte Werteorientierung ist. Der islamische Philosoph Ibn Khaldun nannte dies Assabiyya (Esprit de Corps). Wenn die Assabiyya eine zivilisatorische Schwäche zeigt, dann ist die Zivilisation selbst schwach. Wie steht es um Europa?

    Europa als Zivilisation weist zwei große jahrhundertelange Epochen in seiner Geschichte auf. Die erste begann mit der Gründung Europas als christliches Abendland unter Karl dem Großen und dauerte bis zur Renaissance an. Die zweite ist die Renaissance mit der Entdeckung des Humanismus der Antike, in der christliche Werte durch säkulare ersetzt werden. In diesem zweiten Abschnitt entwickelte sich also das christliche Abendland zum säkularen Westen.

    Die Linksgrünen sind auf einem Auge blind; sie sehen nur die Lasten der eigenen Zivilisation. Die heutige linksgrüne Ablehnung Europas ist nicht neu; die Abweisung der westlichen Zivilisation als ein Herrschaftszentrum mit all den Übeln von Kolonialismus und Faschismus reicht weit zurück. Als ein alter Linker weiß ich, dass die Linken der 1960er-Jahre anders waren. Max Horkheimer hat uns trotz aller Übel, die von Europa ausgingen, klar die positiven Seiten der europäisch-westlichen Werte aufgezeigt, die universell galten und von den alten Linken vertreten wurden, zu denen auch ich gehörte. Heutige Linksgrüne sind hingegen auch wertemäßig antieuropäisch und antiwestlich eingestellt.

    …David Engels: „Dem Westen ist die Affirmation der eigenen Identität […] fast vollständig abhan­dengekommen.» Westliche Werte werden synonym mit weißer Hautfarbe gleichgesetzt, sodass deren Verteidigung als «Rassismus» gilt. Engels zeigt schließlich, wie unter den Bedingungen islamischer Zuwanderung «unversöhnliche Parallelgesellschaften» entstehen. Für die Linken ist dies ein Segen des Multikulturalismus. David Engels aber schreibt: «Multikulturalismus ist die missverstandene orientalische Gesellschaftsform.“


    Bassam Tibi schließt mit dem Gedanken: Kann Europa die linksgrüne Selbstverleugnung als herrschendes Narrativ überleben? Ich habe keine Antwort auf diese Frage, aber die Hoffnung, dass ich die Islamisierung Europas nicht mehr erlebe.

    http://www.achgut.com/artikel/paarlauf_von_links_und_rechts_die_feinde_europas

    Es ist m.E. nicht nur der islamistische Terror, der „unsere Kultur“ in Abrede stellt, sie zerstören will, die linksgrünen Vertreter der einzig wahren Wahrheit tun ein Gleiches.

    • Basam Tibi
      Ist mir heute morgen auch über den Weg gelaufen. Überraschende Gleichzeitigkeit.
      Wie dem auch sei: Ich halte seine Argumentation für stichhaltig.

    • So ist es leider,
      Frau Simon.
      Es könnte auch anders sein, abwr dann müßten die Leute endlich mal deutlich machen, wofür sie stehen/leben/sterben wollen (all das sind Fragen des Bekennens, des Glaubens). Mit Heiland-Schulz wählen und Kindererwartungen haben ist es nicht getan. Es reicht schon lange nicht mehr „nur keine Fehler zu machen“, sondern es braucht den Mut für etwas einzustehen (also das Gegenteil von Lichterkette und Pflastersprayerei)!

    • Begriffsverwirrung
      Zitat: „Es gehört zum Abc der Geschichtswissenschaften, dass sich verwandte Kulturen zu einer Zivilisation gruppieren. Es gibt zwei prominente Beispiele hierfür: Europa und den Islam“. Zitat Ende

      „Europa“ ist eine geografische Struktur und der Islam ist eine Religion. Nichts von beiden steht Synonym für eine (einzige) identifizierbare „Kultur“. Es gehört wohl eher zum „ABC der Geschichtswissenschaften“ vom süssen Nektar der Macht naschen zu wollen und Machthabern aller Art die Rechtfertigungen ihrer Existens zusammenzufaken. Im nichtwissenschaftlichen Bereich nennt man das „Prostitution“. Ein Tip für den obigen Geschichtswissenschaftler: Sie hätten besser den Begriff: „Zivilisation der Vielfalt“ verwendet. Das hätte Mutti und ihrer Klatschäffchen-Entourage noch besser gefallen.

    • Scheintoter, Sie sollten den Artikel von Tibi lesen,
      aus dem ich nur kurze Passagen zitiert habe. Auf seiner Webseite können auch andere Publikationen von ihm gelesen werden. Er hat so recht wie andere muslimische Islamkritiker auch, die aber bei uns leider durch fachlich völlig inkompetente Leute wie Kaddor und Mazyek beiseite gedrängt wurden.

    • Der Islam ist nicht nur eine "Religion" sondern ein Konstrukt, das das Leben
      eines gläubigen Muslim vollständig durchtränkt. Gesellschaftlich, Politisch, von der Wiege bis zur Bahre, Tag und Nacht.
      Und: Was im Koran steht, steht über allem Weltlichen, von Menschen gemachtem – und muss strikt eingehalten werden.
      Dass es verschiedene Richtungen und Auslegungen gibt: Geschenkt.
      Es genügt, wenn sich ein paar Tausend an die Gewalttätige halten.

  26. Worum es dem Islam wirklich geht
    „Es geht diesen Leuten nicht nur um das Umbringen von Menschen, sondern um die Zerstörung dessen, was sie für westliche Zivilisation halten “
    Es geht diesen Leuten beileibe nicht nur um die Zerstörung westlicher Kultur, wie Sie selbst anhand jener buddhistischen Statuen konstatieren. Dem Islam ist nur Islamisches zu Recht Existierendes. Gott, also jener alla jener, hat die Welt islamisch geschaffen. Alles Nichtislamische ist Zeugnis der Abtrünnigkeit. Jeder Nichtmuslim ist ein Abgefallener.
    Wie P. Rhonheimer 2014 in einem Interview richtig feststellte, versteht sich der Islam als Antithese zum Christentum. (auffindbar unter Interview mit Martin Rhonheimer,
    Der Islam ist die Antithese zum Christentum)
    Einige kluge Erörterungen zu 3 Grundproblemen des Islam findet man in einem Artikel der Jüdischen Rundschau, der ursprünglich die provokanten Äußerungen/Drohungen des SPIEGEL-Journalist Hasnain Kazim thematisiert, aber dann mit sehr klaren Sätzen in eine Grundsatzerörterung der islamischen Problemfelder einsteigt. Absolute Leseempfehlung!
    http://juedischerundschau.de/wir-werden-immer-mehr-und-beanspruchen-deutschland-fuer-uns-135910512/

    Und da ich hier sage „der“ Islam, wo es doch soviele verschiedene Richtungen und soviele nette Muslime gibt: der Islam ist eine hermetische Gründung, die im Kern eine in Worten benennbare und nur einmal gültig niedergeschriebene Wahrheit als Besitz beansprucht. Da ist genuin kein diskursives kritisches Konzept mehr möglich.
    Je mehr einer behauptet, Muslim zu sein, desto starrer wird er/sie sich auf die Buchstaben des Koran berufen.
    Der Islam ist nur erträglich, wo er in genüsslichem Abstand zu den eigenen Wurzeln gelebt wird.(als Beispiel würde ich hier die Aleviten, die ein freies Verhältnis zum Koran haben, nennen. Aber auch säkulare Muslime)

    • Das war das christentum eine Weile auch und was hat es ihm gebracht? Nichts. man hat gelernt und ist heute anders.

    • Es gibt kategoriale Unterschiede
      zwischen Christentum und Islam!
      Und ein ganz wesentlicher Unterschied ist das Wahrheitsverständnis: Im Christentum lautet ein Gründungstext „Ich BIN die Wahrheit, der Weg und das Leben“ NT,Joh 14,6

      Damit ist Wahrheit nur als Lebbare, aber in keiner Weise als Besitz oder Behauptung darstellbar.
      Daß es im Christentum wie überall dann doch Leute gegeben hat und gibt (ich denke da an Moralisten wie die Käsmanns), die meinen, sie hätten Wahrheit, entspricht nicht der Ideengeschichte des Christentums, sondern ist ein anthropologischer Unfall.

      Im Islam wird die Wahrheit als Besitz zwischen zwei Buchdeckeln gehandelt.

      Es ist kein Zufall, daß es eine wissenschaftliche und technische Entwicklung im islamischen Bereich nie gegeben hat!

    • Dem Islam ist nur Islamisches zu Recht Existierendes.
      Vielen Dank für die Leseempfehlung, Herr Feldmann.
      Und auch der letzte Absatz Ihres Kommentars verdient besondere Beachtung und Beherzigung.

    • Titel eingeben
      Die Aussage „dass es eine wissenschaftliche und technische Entwicklung im islamischen Bereich nie gegeben hat“ ist nachweisbar falsch. Westeuropa hat seine technische Entwicklung nach der Völkerwanderung abgebrochen und erst ab ca. 800 wieder aufgenommen, maßgeblich unterstützt durch Wissen aus dem damals islamischen Spanien und den durch Kreuzfahrer eroberten Ländern.

    • Historische Entwicklung
      @Patrick.Feldmann
      „…nie gegeben“ ist m.E. dann doch etwas übertrieben.
      Bis so zum, sagen wir mal, 15. Jh waren die islamischen Wissenschaftlern den christlichen teilweise weit voraus, deswegen sind bis heute viele Sternnamen arabisch; Ulugh Begh bestimmte um 1430 die Länge des Jahres auf eine Minute genau und veröffentlichte einen Sternkatalog mit etwa 1000 Sternen, der im „Westen“ erst 150 Jahre später durch Tycho Brahe übertroffen wurde. Viele wissenschaftliche Erkenntnisse der Antike sind uns heute nur dadurch bekannt, weil arabische Wissenschaftler sie aufbewahrt hatten.
      (Wie strenggläubig diese waren, ist nun eine andere Frage…)
      Auch in der Technik kann es damals wohl so schlecht nicht gewesen sein, sonst wären die erfolgreichen Kriege gegen die Christen nicht möglich gewesen. Von Südspanien heißt es auch, daß die Muslime dort ein Bewässerungssystem aufgebaut hätten, das nach der Reconquista 1492 zerfiel, weil die Christen es nicht unterhalten konnten.

    • Who cares? Sex, Kapitalismuse and Rock'n Roll
      Wieso haben Sie soviel Schiss vor dieser Buchdeckel-Religion? Hedonismus, Aufklärung, historisch-kritische Methode und gute Musik haben noch jede fundamentalistusche Glaubensrichtung geschreddert. Da sind so viele junge Leute, geben wir ihnen Aufklärung und sexuelle Freiheit, schießen sie ihre Religion in den Wind. Das sind unsere Werte, zu denen wir stehen müssen. Und deshalb brauchen wir ein Ende der Dominanz feministischer und grüner
      Fundamentalist*innen.

    • Islam und Befragung der Welt
      @Astroklaus et Flederhund
      Ich sage nicht, daß es in dieser Weltgegend und unter dem Islam keine Wissenschaft gegeben habe, schließlich fand all dies im Gebiet der alten Hochkulturen Mesopotamiens uns Assyriens statt. Dort kam die Wissenschaft her. Der Islam bot bis zur osmanischen Herrschaft für einige Jahrhunderte die ruhige Zone eines einheitlichen Machtbereiches, dessen Resourcen nicht durch Interimskriege aufgezehrt wurden. Das setzte Energien frei. Der damalige Islam ließ dies zu.

      Aber, und das ist meine Behauptung, der Islam hat keinerlei Genetik für die Erkenntnisnder Welt, denn er beginnt mit einem Begriff von Wahrheit als Besitz und von einer Welt, die allein jenem alla verstehbar, unintelligibel ist.

      Thema Säkularisierung: Warum konnte sich diese nur in der christlichen Weltgeschichte entwickeln? Oder kennen Sie einen anderen Kulturbereich, wo so etwas entstand? (den Buddhismus halte ICH für einen Kandidaten, weil er einen primären Realismus meint)
      Wo als in einer Religion, in der Gott Mensch wird, kann eine derartige Aufwertung der Welt und des Menschen (Humanismus) stattfinden?

      Im Islam sehe ich keinen dieser Ansätze.

    • @ Astroklaus
      Selbstverständlich ist mir bewußt, daß die sogen.islamische Welt bis ins 15.Jahrhundert von den alten Hochkulturen und ihrer Wissenschaftstradition profitierten und daß – sagen wir bis zur Renaissance- das christliche Abendland kulturell kaum wieder den Stand der Spätantike erreicht hatte.
      Und wiewohl die christliche Theologie und Philosophie bspw. in der Scholastik hochspekulativ argumentierte und auch zunehmendes Interesse an der Antike aufkam, die Christen waren technologisch Barbaren (vglichen bspw. mit denChinesen).
      Ich argumentiere nicht, daß die Christen automatisch per Christsein jene späteren Fähigkeiten entwickelten, sondern daß das Christentum die Gene für jene spätere Entwicklung bereithält und daß dies eine Alleinstellung (nicht nur gg. den Islam) bedeutet!

      @Ines:
      Ich habe keinerlei „Schiss“ vor dem Islam. Ich halte ihn im grunde für dämlich und sowohl intellektuell wie spirituell für sehr schwach*. Aber ich weiß auch, daß vollkommene Idioten mitunter den größten Schaden anrichten- manchmal irreversibel.
      Unser eigentliches Problem ist der Pjotemkin-Westen, der kaum mehr Werte jenseits von Nihilismus, Relativismus und Hedonismus (in der Billigvariante!) zu bieten hat.Und ich meine das ganz im Sinne Houellebecqs!
      Der Islam muß weder klug noch verständig oder wahr sein (all das bestreite ich ja), um dem debilen Westen in seiner Selbstnihilisierung den letzten Tritt zu geben.

      Dabei sehe ich in unserer Ideengeschichte soviel Kostbares, ein derart großartiges Bild vom Menschen in seiner Freiheit und Heilsfähigkeit… von den werken des
      geistes und der Kunst noch nicht mal geredet.

    • Titel eingeben
      Ach, Patrick, wieder mal eine ihrer an den Haaren herbeigezogenen Tiraden, voll mit allem was ihre Meinung belegen könnte, und wie immer ohne zu merken wie absurd das alles ist…
      Monotheistische Religionen sind sich in ihrem Gekreische sie seien die EINZIG wahre Religion alle drei völlig gleich. Wenn sie ihren Beitrag vor dem Abschicken noch mal durchdacht hätten, wäre ihnen aufgefallen, dass sich die christliche Religion nur deshalb weiter entwickelt hat, weil sie nun mal 600 Jahre älter ist als der Islam.
      Sie wissen was vor 600 Jahren im christlichen Europa los war?

      Aber was tun sie statt desen? Reden schlau daher: „Thema Säkularisierung: Warum konnte sich diese nur in der christlichen Weltgeschichte entwickeln?”

      Schauen sie sich doch mal den dreissigjährigen Krieg an, da war ihr Humanismus genauso gross, wie der der Muslime heute…

      Sie vergessen immer wieder, wir sind hier nicht am Stammtisch, auch wenn es leider seit ein paar Monaten viel zu oft so scheint….

    • TDV mir fällt wieder mal auf, daß Ihr Ideengeschichtliches und Historisches Verständnis recht fru
      ist- und bleibt.
      Irgendein Resentiment, an dem Ihre Platte wiedermal hängt?!

      Falls Sie in meinen Kommentaren immer das Selbe lesen und es nicht verstehen (wollen) , dann lassen Sie es doch einfach! Sie müssen mir nicht immer die Rückmeldung geben, daß Sie sich immer noch im Kreis drehen. Es interessiert mich eigentlich nicht besonders.

    • @Patrick.Feldmann, furchtbar daneben
      Houellebeq ist wahrscheinlich der größte Autor und der genialste Spötter, Provokateur und Warner, der auf diesem Kontinent existiert. Aber Sie haben ihn gründlich missverstanden.

      In „Soumission“ macht er sich über den Islam lustig: Der Protagonist hofft, den für seinen Lebensentwurf zentralen Hedonismus ungestört weiterführen zu können. Er willigt in die Konversion nur aus diesem Grund ein: Er geht davon aus, anschließend ganz offiziell Polyamorie betreiben zu können. Die Verlogenheit und Bigotterie der islamischen Orthodoxie ist ebenso groß wie die aller übrigen Moralprediger, bei uns zeitgenössisch promiment durch Grünlinks vertreten, früher eher durch konservative Anmaßungen.

      Derartige Dummheiten sind aber nicht die Lebensgrundlage des Westens. Gleichgültigkeit gegenüber Moralsystemen, Werterelativismus und ganz vorne die Förderung von Hedonismus (US-Verfassung: „pursuit of happiness“) als grundlegende menschliches Lebensäußerung ist die eigentliche Grundlage. Das ist auch die Basis für alle Errungenschaften, von Freiheits- und Rechtsgarantien bis hin zur wissenschaftlichen Entwicklungen.

      Persönlich kann sich jeder anders entscheiden. Aber eben nur privat. „Islam“ = Unterwerfung = Soumission ist schon vom Begriff her abwegig. Die Konstruktion der liberalen Gesellschaften ist so komplex, dass für sie Fanatiker niemals zugänglich sein wird. Bedauerlicher ist, dass sie selbst von vielen ihrer Teilnehmer nicht verstanden wird.

    • @astroklaus
      Der Verfall der Wissenschaften setzte mit der Verbannung von Ibn Rushd ein. Das war, wenn ich recht erinnere, 1190er Jahren. Er wurde „geopfert“, um konservative Zeloten für den Kampf gegen die Christen zu aktivieren. Im 14./15. Jahrhundert kann es da nir noch intellektuellen Substanzverzehr gegeben haben!

      Heute ist das Supremat der Ideologie unübersehbar.

      Der Vollständigkeit halber muss erwähnt werden, dass es DEN Islam nicht gibt. Aber die Öffentlichkeit wird ausschließlich von den Zeloten bespielt.

    • Nachhaltiger Niedergang
      @ Booooster:
      Das klingt sehr plausibel – aus dem 14. Jh wüßte ich aus al-Andalus keine wesentlichen neuen Erkenntnisse und Ulugh Beg war weit weg in Samarkand und stellte frevelhafterweise die Wissenschaft über den Glauben…
      Tragisch ist es, daß die Glaubensfanatiker seitdem die Oberhand behalten haben.

    • @antesde So ein Glück, daß Sie ihn verstanden haben...
      Ich habe von H. (fast) alles gelesen und behaupte, daß der Islam bei ihm nur ein Nebenschauplatz ist.

      Aber immer wieder mal schön, so einen richtig höflichen und intellektuell redlichen Umgang kennenzulernen- ich meine Sie.

    • @Patrick @Antesde
      Na das ist doch mal was, was H angeht sind wir alle drei einer Meinung!

      Antesde hat H sehr schön entschlüsselt.

      Während, Patrick, ihre Replik wie üblich nicht das Geringste auf meinen, beinahe schon banalen Einwand zu erwidern weiss, statt dessen wie fast immer Spiessbürgers Stammtisch Phrasen, wie in den 50ern …

    • He tdv, Hör zu! Wenn ich jemandem das Du anbiete, dann mache ich das explizit!
      Und jemand, der in so einer bornierten und ungeistigen Selbstsaturiertheit dahinvegetiert wie Du, wird ganz sicher nicht dazu gehören. Also lass es.

      Leute wie Sie sind genau der Grund, warum ich Linke inzwischen nicht mehr im Ansatz als intellektuell satisfaktionsfähig ansehe.
      Also lass es! Such Dir Deine eigene Sandkiste.

    • Titel eingeben
      Das du bezog sich auf dumpf-trottelige Kommentare die man unmöglich mit Sie beantworten kann.

      Und dass sie, was „links“ angeht sich prinzipeill weigern zu denken das brauchen sie nicht extra betonen…

    • Nochmal: ich bin nicht die Caritas für bornierte linke Subintellektuelle
      Und das gilt insbesondere für Dich, tdv!
      Also: ab auf die eigene Spielwiese, dann klappt das-.

  27. Die Kunst hat Hippokrates nicht gemeint - Kommunikationsprobleme
    Und obwohl die Lebenserwartung heute deutlich höher ist, scheint sie mir immer noch zu kurz, umfassendes Wissen zu erlangen und daraus tiefgreifende Erkenntnisse zu gewinnen. Das liegt aber weniger an der Lebenszeit, denn an ihrer existenznotwendigen Verschwendung.

    Mal wieder ein anspruchsvoller Beitrag, über den es sich trefflich philosophieren ließe. Doch im Grunde ließe er sich darauf reduzieren, daß doch alle Kulturen am Ende dasselbe wollen, sich behaupten wollen. Daß es darüber auch zu Krieg und Terror kommt, betrachte ich in erster Linie als ein Kommunikationsproblem der jeweiligen „Eliten“. Der viel gescholtene Pöbel hat für derlei „kulturelle“ Auseinandersetzungen abseits existentieller Fragen keine Zeit. Was ihm allerdings sehr schnell zum Verhängnis wird, da er sich so doch sehr leicht instrumentalisieren läßt. Ist das (kulturell) gemeinsame Europa nicht eben eine Folge dieser Auseinandersetzungen, Assimilation?

    Mir ist der Pöbel oft wirklich lieber als die, die sich in durchgeistigten Sphären aufzuhalten wähnen. Sind es doch dieselben banalen Dinge, die für alle Menschen mehr oder weniger wichtig sind, ist es doch die Liebe, die Menschen über alle Grenzen vereint. Da braucht es keinen Louvre, dessen Inhalt nur von wenigen verstanden wird, eher das Deutsche Museum in München. Dann verliert no borders, no nations auch schnell an bedrohlichem Charakter, wenn klar wird, daß Menschen diesseits und jenseits im Grunde alle nur dasselbe wollen – leben.

    Die kulturelle Klammer Europas, so es sie denn gibt, scheint Grenzen jedenfalls nicht einreißen zu können. Soweit gehen die Gemeinsamkeiten des Abendlandes denn doch nicht. Warum ist das nur so?

    • Ich glaube, man merkt merh das Trennende als das Verbindende. Sie sehen an der Stickerei an der Lederhose, ob jemand vom Tegernsee oder vom Schliersee kommt. Aber wenn man das Grosse betrachtet, ist man sich nah und das ist sicher auch für europas Nationen inzwischen so geworden.


    • Was ist denn das Große?

      Von den großen Träumen ist doch kaum etwas geblieben und wenn wir ganz viel Pech haben, dann werden wir in diesem Jahr noch sehr unsanft aus allen Träumen gerissen werden.

      Das Große darf halt nichts „kosten“, falls doch – Exit.

      Unsere europäischen Eliten haben ein Kommunikationsproblem, welches der einfache Bürger Europas längst überwunden hat. Er ist seinen Eliten weit voraus, die ihrerseits an überkommenen Strukturen kleben, die regional denken. Man stelle sich nur einmal vor, es gäbe immer noch alle paar Kilometer ein Fürstentum neben dem anderen. Wo wären wir da heute? Und dahin wollen unsere Eliten doch faktisch zurück, davon wollen sie sich nicht lösen. Und irgendwie gelingt es ihnen auch immer wieder, die Reihen hinter sich zu schließen, indem sie irrationale Ängste schüren.

      Oder soll das Große die Kultur sein? Woran sind noch einmal die Hochkulturen gescheitert, die schon existierten, als in Europa noch auf Bäumen und in Höhlen gehaust wurde? Was sollte man von Kulturen im Umgang mit anderen Kulturen erwarten, insbesondere aus Sicht der Kultur, die sich selbst für weiter entwickelt hält?

      Heute trennt uns in Europa mehr als uns verbindet, das scheint mir sicher, zumindest was das Verhalten unserer Eliten betrifft. Der Rückzug auf die Nation ist in vollem Gange. Und wäre da nicht die Schuldenunion, das Thema EU wäre längst Geschichte.

      Apropos Geschichte. Die europäische Geschichte ist wirklich groß. Nur, wir leben nicht in der Geschichte und gelernt haben wir daraus immer noch nicht besonders viel. Sie strotzt auch nur so von Gewalt, Ausbeutung und Unterdrückung, läßt man die noch sichtbaren Zeugen und ihren goldenen Schein einmal außer Acht. Das Erbe, welches mit viel Blut erkauft wurde, ist in Gefahr, verspielt zu werden. Und sicherlich nicht durch Islamisten, sondern durch uns selbst. Rückblickend auf unsere Zeit wird man wohl später einmal feststellen müssen, daß wir die Blütezeit Europas nicht genutzt haben.

      Unlängst sagte mir jemand im Gespräch, es wäre an der Zeit, die Kolonien wieder aufleben zu lassen, anders könne der aktuelle Zustand nicht beendet, dem Islamismus nicht begegnet werden. Alternativ käme auch eine Zwangsverwaltung durch die UN in Betracht und in Griechenland könne man ja damit beginnen. Das wäre auch groß und die militärische Aufrüstung erscheint dann auch sofort in einem ganz anderen Licht.

      Bei Tegernsee, Schliersee und Lederhosen mußte ich an meine Kindheit denken. Allerdings da eher an den Schluchsee. Wie es da heute wohl aussieht. Und selbst in Preußen waren Lederhosen mal eine Zeitlang angesagt, besonders für die Kinder, da äußerst strapazierfähig, was heute mangels außerhäusiger Eskapaden kein Argument mehr ist. Persönlich habe ich die Ledernen gehaßt, denn als vollgefressene Fahrradspeiche bzw. als Strich in der Landschaft machte ich in ihr keine gute Figur.

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      Das Problem Europas war, dass das Projekt zu einem Mittel für die Konzerne verkommen war. Die sechs ursprünglichen Mitglieder waren, neben ein paar anderen, sich in vieler Hinsicht ähnlich genug ,und man hätte diese EU auf diesem Niveau weiter entwickeln können.
      Es war die Trendwende Helmut Kohls, die als einzigen Wert überhaupt nur mehr die Habgier gelten liess. Das öffnete die Tore für alle möglichen Länder, die ausser der Geographie nicht viel mit den Ländern der EU gemeinsam haben. „Kurzfristige Profit-Maximierung“ war das Schlagwort und nun holt die Realität die EU halt ein…

      Und daran zerbricht das Projekt nun. Eigentlich sollte man diesen Zerfall beschleunigen und einen intelligenteren Neubeginn starten. Letzteres wird aber mangels Qualität in der Politik leider nicht funktionieren.
      Man braucht die EU nicht für den Frieden, kein Volk käme auf die Idee ein anderes zu bekriegen, wenn es nicht von den „Eliten“ dazu manipuliert würde. Wer Frieden will muss diese Eliten von der Macht entfernen. Schaun mer mal was das Projekt Trump da alles bringt!

    • Stimmt, die Kohlsche Fixierung auf den Wirtschaftsraum und die Erwartung, das würde alles regeln -die war der Grundfehler. Zusammen mit dysfunktionalen Systemen, die einen Juncker erst möglich machten.


    • Ach der Kohl, der erinnerte mich immer an einen Elephanten im Porzellanladen. Der mit seinem Saumagen. Wären da nicht der Blüm und der Euro gewesen, schnitte die Ära Kohl im Vergleich zu heute garnicht so schlecht ab.

      Alles begann ja mit der Montanunion, der EWG, EAG und schließlich die EU folgten. Dabei standen wirtschaftliche Interessen (Zollunion) von Anfang an im Vordergrund. Daran finde ich auch nichts Verwerfliches. Es hat Europa nach dem Krieg zusammengehalten.

      Europas Probleme, von hausgemachten nationalen Problemen einmal abgesehen, begannen im Grunde erst mit dem Euro. Die Ausgangssituationen der teilnehmenden Länder war einfach zu unterschiedlich, die Idee, souveränen Nationalstaaten mit unterschiedlichen Strukturen und Interessen eine gemeinsame Währung zu geben, war einfach nur selten dämlich. Egoismen und Krisen haben die daraus resultierenden Probleme nur verstärkt. Ein Ende des Euro ist alternativlos, solange die Nationalstaaten Europas auf ihre politische Souveränität nicht verzichten wollen. Das wird zwar bitter, aber nicht so bitter wie es erst wird, wird die Insolvenz weiter verschleppt.

      So gesehen war Kohl zwar maßgeblich an dieser Entwicklung beteiligt, aber erst Schröder hat mit seiner Agenda und der Deregulierung der Finanzwirtschaft den Stein so richtig ins Rollen gebracht. Ausgerechnet ein Sozialdemokrat, zumindest dem Parteibuch nach, öffnete der Wirtschaft Tür und Tor, ließ das Raubtier Kapitalismus aus dem Käfig. Die europäischen Wirtschaftsprovinzler fühlten sich plötzlich wie Globalplayer und holten sich folgerichtig eine blutige Nase nach der anderen. Und immer erfolgt(e) die „vorgebliche Rettung“ auf Kosten der Steuerzahler und Arbeitnehmer. Angesichts anhaltender schleichender Enteignung und zu erwartender Preisexplosionen einerseits und absurder Target Salden andererseits, wird es sich jedoch bald ausgerettet haben. Eine Rettung aus der Rettung scheint mir nicht mehr sehr wahrscheinlich, eigentlich unmöglich. Ob die EU den Knall dann überlebt?

      Die verantwortlichen „Eliten“ von der Macht zu entfernen, das halte ich für einen feuchten Traum. Wer sollte sie auch ersetzen? Das ewige Auf und Ab der Geschichte mit ihren regelmäßigen Totalschäden zeigt doch, daß diese Eliten immer gleich bleiben, ungeachtet aller Systeme und Ideologien. Auch die so genannte Demokratie hat daran nichts geändert.

      Unsere parlamentarische Scheindemokratie droht doch gerade an ihrem Mangel an Demokratie zu scheitern. Für eine Demokratie ist es nunmal unverzichtbar, daß zumindest eine deutliche Mehrheit der Demokraten dieselben Ziele verfolgt. Nur dann ist es eine nach innen wie außen wehrhafte Demokratie. Davon kann aber nicht nur bei uns nun wirklich keine Rede sein. Mit Neid schaue ich auf die Schweiz, die uns da schon weit voraus ist.

    • ach, mal ganz pragmatisch,
      war ich vor Kurzem im Deutschen Museum, Abteilung Maße und Gewichte. Ist alles so in der Zeit 1790-1880 vereinheitlicht worden. Ein Wunder an Einigkeit und Gedankenaustausch über teils schlimm verfeindete Staaten hinweg. Oder die Regeln der Post, Telegraphie, heute noch gültig und damals in wenigen Jahren ausgehandelt. Oder DIN….

      Die EU schafft nicht mal ein einheitliches Ladegerät, kann aber €, Maastricht, Schengen, Dublin und Staubsaugerverordnung. Zum Weinen.

    • Titel eingeben
      Otto…

      „Die verantwortlichen „Eliten“ von der Macht zu entfernen, das halte ich für einen feuchten Traum. Wer sollte sie auch ersetzen?”

      Leider haben sie mit ihrem Pessimismus wohl recht. Allerdings ist es zB im den USA geschehen, ob der Preis der für so was zu bezahlen ist, bleibt allerdings erst mal abzuwarten.
      Dass uns weder ein Trump, noch die alternativen Eliten die sie vergeblich gesucht haben, bekannt sind mag aber doch weniger an deren Fehlen, sondern viel mehr am Grundübel, der völligen Zusammenarbeit der gegenwärtigen „Elite“ aus (ihrer Wichtigkeit nach geordnet) Finanzwelt, Politik, Medien und den grossen Konzernen.
      Es fällt denen leicht jede tatsächliche Alternative im Dunkeln zu halten. Einen Trump kann man den Deutschen nicht verkaufen, denn die sind nicht so dumm wie Amerikaner, und gegen eine Wagenknecht reichen die jahrzehntelang eingebleuten Klischee zu Stalin und DDR.

      Nein, ich befürchte Deutschland wird sich nur durch sehr viel Schlimmeres zu, Umdenken bewegen lassen. Krieg, Euro Kollaps oder Bargeld Abschaffung, wäre da im Angebot.
      Und ich befürchte unseren braven Wählern/Bürgern kann man aus dieser Auswahl noch Krieg als das harmloseste verkaufen.


    • Das Deutsche Museum ist immer einen Besuch wert, Gamskampler. Die von Ihnen angesprochene Einigkeit sehe ich jedoch eher in dem Umstand begründet, daß damals neue Entwicklungen eher singulär stattfanden, nicht so wie heute, da weltweit parallel entwickelt wird. Das Setzen von Normen war dadurch mehr oder weniger unstreitig, jedenfalls einfacher.

      Wie bei der EU, denken Sie mal an das metrische System, waren Unterschiede jedoch immer vorhanden und ebenso (wirtschafts-) politisch bedingt. Aber was will man auch erwarten, wenn selbst die Informationssysteme unserer Bundesländer in jeder Art und Weise inkompatibel sind. Da macht auch jeder Landesfürst, was er will.

      Ein kleines Schmankerl am Rande. München hat jahrelang und mit viel Geld versucht, sich von Microsoft zu verabschieden. Das habe ich als überaus positiv eingeschätzt. Nun las ich, das Experiment ist gescheitert und man kehrt reumütig zu Microsoft zurück. Das finde ich besorgniserregend, denn gerade im Bereich der EDV wäre nationale Unabhängigkeit durchaus wünschenswert.

    • Blauäugig, Otto Meier?
      Dass Münchens Versuch mit Linux und Open Office schief gehen würde war klar wie Klossbrühe.
      Entweder, weil die Umstellung nicht funktioniert, oder – zur Not – weil sie torpediert wird. Stellen Sie sich vor, München hätte gezeigt, wie das erfolgreich geht, und man auch noch Millionen an Lizenzgebühren spart!?

      Gehen Sie mal beruhigt davon aus, dass Microsoft ganz tief im Untergrund und mit viel Einsatz, auch finanziellem Einsatz, dafür Sorge tragen würde, dass jedes derartige Projekt scheitert. Sofern dieser Einsatz notwendig ist, und es nicht aus sich heraus scheitert.

      Natürlich haben Sie Recht. Es sind Milliarden (!) die jährlich an Lizenzgebühren aus Deutschland in die USA fliessen, und die jede sinnvolle und tatkräftige Regierung zu vermeiden versucht hätte.
      Der geist mag willig gewesen sein, das Fleisch aber immer zu anfällig für die ‚braunen Umschläge‘. Eben auch für die ‚unabhängigen Berichterstatter‘, die in den Fachpublikationen diesen Versuch vom ersten Tag an kleingeredet haben.

      (Wo ist TDV, wenn man ihn bräuchte? ;-) )


    • Da kann ich Ihnen nur zustimmen, TDV. Sicherlich gibt es genug helle Köpfe in Deutschland, die das Land voranbringen könnten. Sie schaffen es jedoch nicht in entsprechende Positionen, daß sie ihre Vorstellungen verwirklichen oder auch nur im erforderlichen Maße in die Öffentlichkeit bringen könnten. Und zu oft werden sie ( z.B. Wagenknecht) von Wirrköpfen begleitet, die verhindern, daß sie ernstgenommen werden können.

      Es ist auch richtig, daß mich angesichts der Entwicklung ein gewisser Pessimismus ergriffen hat. Es scheint, als laufe die Zeit rückwärts. Auch einem Schulz, der die Erfüllung des Koalitionsvertrages nicht stören will und der nicht wirklich für soziale Gerechtigkeit (Rente/Nahles) sorgen will, traue ich nicht über den Weg. Denn das bedürfte schon einer rigorosen Systemänderung, die ich ihm nicht zutraue.

      Für Trump, den Unberechenbaren, gilt, was auch für Schulz gilt: Abwarten und Tee trinken. Für mich gilt mittlerweile, daß es mir ziemlich egal ist, wie es weiter geht. Ich mache die letzten Jahre meines Lebens mein Ding, der Rest geht mir mittlerweile ziemlich am A…. vorbei, so traurig das auch sein mag. Den Glauben an Demokratie und Rechtsstaat habe ich längst verloren, warum soll ich mich noch ärgern, soll die Jugend es doch besser machen. Ein bißchen den Frust von der Seele schreiben, wissend um die Sinnlosigkeit, das war es dann. Der Blick auf die Welt ähnelt mehr und mehr dem auf die Käfige in einem Zoo, das ist mein Eindruck, der mich, der ich immer gerne diskutiert habe, mittlerweile dazu gebracht hat, mich von Diskussionen möglichst fern zu halten. Tja, der Optimismus der Jugend ist längst verflogen, wich dem Realismus, der dann in Pessimismus überging und nun in Resignation endet. Nur gut, daß es außerhalb der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung noch andere, erfreuliche Dinge im Leben gibt, sonst könnte man glatt trübsinnig werden.

      Kriege haben wir ja bereits genug und solange nicht einmal die Ukraine zu echter Sorge Anlaß gibt, es könne zu einer direkten militärischen Ost-West Auseinandersetzung kommen, bin ich da doch relativ ruhig. Zumindest solange Ost und West an anderer Stelle beschäftigt sind. Warten wir mal ab, was Trump dazu (Islam) noch einfällt.

    • ach, mal ganz pragmatisch,
      war ich vor Kurzem im Deutschen Museum, Abteilung Maße und Gewichte. Ist alles so in der Zeit 1790-1880 vereinheitlicht worden. Ein Wunder an Einigkeit und Gedankenaustausch über teils schlimm verfeindete Staaten hinweg. Oder die Regeln der Post, Telegraphie, heute noch gültig und damals in wenigen Jahren ausgehandelt. Oder DIN….

      Die EU schafft nicht mal ein einheitliches Ladegerät, kann aber €, Maastricht, Schengen, Dublin und Staubsaugerverordnung. Zum Weinen.

    • Otto...
      „Ich mache die letzten Jahre meines Lebens mein Ding, der Rest geht mir mittlerweile ziemlich am A….“

      Willkommen im Club.
      Als mich die Bundeswehr vor 50 Jahren einziehen wollte und ich vor der Kriegsdienst-Verweigerungs-Kommission einen für mich schon damals typischen Auftritt hinlegte, der erwartungsgemäss zur Ablehnung führte, dauere es nicht mehr lang bis ich einfach nach Australien auswanderte. Dort lernte ich recht schnell, dass die BRD anscheinend keineswegs das schimmste aller möglichen Länder war…
      Da blieb nur der Anarchismus, denn von den „Normalen“ war Besserung ja offensichtlich nicht zu erwarten, also hab ich mit 20, ganz der kleine Stirner, mein Sach auf gestellt. Sie haben halt noch ein paar Jahrzente länger an die Hoffnung verschwendet.
      Aber nichts davon hat noch Bedeutung an dem Tag an dem man seine Illusionen ablegt. Ich wünschte man köönte man einem Anderen vermitteln wie wunderschön die Welt und was für ein Geschenk dsas Leben ist. Wenn es sowas wie eine Sünde gäbe, dann bestünde sie darin dies nicht zu erkennen.
      Der Trick scheint mir zu sein, zu allem zu dem man ein „Nein“ in sich spürt, dies auch deutlich auszusprechen. Hier und jetzt.

      Geniessen sie jeden Tag!


    • Woran es wirklich liegt, Herr Dippel, daß München aufgegeben hat, das weiß ich nicht. Aber jedenfalls wirft das mal wieder ein schlechtes Licht auf den Technologiestandort Deutschland.

      Wenn weder Hard- noch Software selbst entwickelt und produziert werden können, dann ist der Datenspionage durch Dritte Tür und Tor geöffnet. Politik und Wirtschaft in Deutschland werden das Neuland wohl nie verlassen. Das zeigt sich übrigens auch im Bereich der Elektromobilität bzw. der alternativen Antriebe. Auch dort muß fleißig aus dem Ausland zugekauft werden, die eigene Ingenieurskunst scheint nicht mehr auszureichen.

  28. Zerstörung alter Kulturschätze, auch in Syrien und Irak
    Heute wieder ein klassischer wunderbarer Don Alphonso, herzlichen Dank, auch für die schönen Bilder.

    Aus besonderem Interesse sind mir die Bilder 2 und 9 als Darstellungen von Chinoiserien aufgefallen, und mich würde der Ursprung der beiden Bilder interessieren.
    Diese Kunstrichtung wurde in Europa im 17. Jahrhundert eingeführt, quasi als Vorbote der Globalisierung, und gewann große Popularität im 18. Jh., besonders in Großbritannien. Doch selbst das schwedische Königshaus baute sich einen chinesischen Pavillon im Schloss Drottningholm in 1753.
    In Erinnerung an Ihrem Blog mit dem Thema „Lustgärten“ denke ich an das chinesische Spiegelkabinett und die chinesische Pagode von 1740 bzw. 1771-2 im Schloss Eremitage.

    Nicht nur westliche Kulturschätze oder Symbole des Christentums sind Ziele der Zerstörungswut der islamistischen Extremisten, sondern Gegenstände jeder anderen Religion und jeder anderen Kultur auch.

    So hatten die Taliban in 2001 die präislamischen buddhistischen Statuen von Bamiyan zerstört, welche heute mühselig restauriert werden:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Buddhas_of_Bamiyan

    Unten ein Link zu einem sehr schönen Überblick über die vom ISIS in Syrien und Irak zerstörten Kulturschätze, die nicht nur aus der Zeit des römischen Reichs stammen, sondern von welcher auch bedeutende historische islamische Bauten betroffen sind.
    Selbst die erste, vor 3.200 Jahren gegründete Hauptstadt Assyriens wurde vom ISIS teilweise zugrunde gerichtet.
    http://news.nationalgeographic.com/2015/09/150901-isis-destruction-looting-ancient-sites-iraq-syria-archaeology/

    Hinzufügen möchte ich dies: Der Feind des ISIS et al. sind vor allen Dingen auch Muslime, die in einer offenen Gesellschaftsordnung leben wollen. Die mit großem Abstand meisten Terrortoten sind Muslime, welche die archaische extremistische Ordnung der Scharia ablehnen.

    Jeder Muslim, der kein fanatischer Dschihadist ist, ist also auch ein Feind des ISIS. Dies sollten wir beherzigen und nie übersehen, und daher war ich neulich so erschrocken, als ich feststellte, wie einige Blogteilnehmer die 1,2 Milliarden Muslime in Sippenhaft nehmen und sie kritiklos in einen Topf schmeißen, als kollektive Feindfigur.
    Das ist für mich der falsche Weg,

    • Gern geschehen. Die bilder sind aus der Eremitage von Bayreuth, die Zimmer der Markgräfin.


    • Lieber Don Alphonso, vielen Dank für die Auskunft.
      Passt gut zum Damenzimmer und heute noch en vogue.

    • Dazu dann Schokolade.

    • Liebe Tamarisque, Bild 9 ist aus dem Türblatt rechts oberhalb der Klinke in Bild 2
      http://www.zi.fotothek.org/VZ/ort_index/Bayreuth/Altes%20Schlo%C3%9F%20Eremitage


    • Es ist ja völlig richtig, Tamarisque, was Sie über die Sippenhaft etc. schreiben. Aber.

      Niemand wird wohl ernsthaft bestreiten wollen, daß die Muslime in Deutschland eine Parallelgesellschaft bilden, die sich deutlich und willentlich sichtbar von der Mehrheitsgesellschaft abgrenzt. Und das gilt für die absolute Mehrheit der hier lebenden Muslime. Die Gründe lasse ich mal außen vor, da sie für die aktuelle Situation bedeutungslos (geworden) sind.

      Wenn dann der nicht muslimische Staat in diese Parallelgesellschaft eindringt, um beispielsweise Imame zu überprüfen, die als verlängerter Arm Erdogans fungieren, dann ist das allein schon problematisch. Daß aber die Muslime nicht selbst tätig wurden, in Verbindung mit dem Staat, das ist dann wirklich kritisch. Denn was sagt uns das über die Strukturen dieser Parallelgesellschaft?

      Es ist schon ein Phänomen, denn trotz Mitgliedschaft in Vereinen, Kollegenschaft bei der Arbeit, Nachbarschaft und sonstiger Präsenz im ganz alltäglichen Leben, irgendwie bleibt das Verhältnis zu Muslimen überwiegend oberflächlich und von gegenseitigem Mißtrauen geprägt. Das mit Religion, Bekleidung usw. begründen zu wollen, scheint mir nicht überzeugend zu sein. Ich finde jedenfalls keine überzeugende Erklärung dafür.

      Daß sich daraus dann zumindest der Eindruck ergibt, alle Muslime befänden sich in Sippenhaft, scheint mir jedoch logisch.


    • Für mich lieber eine schöne Tasse Tee und ein Stückchen Obstkuchen. ;-)


    • Liebe Frauke Amgeln, vielen Dank für die Bilder. Die Motive sind japanisch. Das habe ich aus dem kleinen Bild nicht erkannt.

    • Persönliche Beziehungen sind keine Einbahnstraße
      @ Otto Meier
      Zitat: „Es ist ja völlig richtig, Tamarisque, was Sie über die Sippenhaft etc. schreiben. Aber. […]
      Daß sich daraus dann zumindest der Eindruck ergibt, alle Muslime befänden sich in Sippenhaft, scheint mir jedoch logisch.“

      Ihre Schlussfolgerung finde ich unfair und auch nicht logisch. Zum Vergleich: Die meisten im Ausland lebenden Deutschen, Franzosen, Finnen, Schweden etc. etc. bleiben vorzugsweise unter sich, selbst, wenn sie Jahrzehnte im jeweiligen Land leben. In Asien lernen sie nur selten die Landessprache, haben meistens nur dann einheimische Freunde, insofern diese ihnen geschäftlich/beruflich nützlich sind.

      Ich kenne die Mehrheit der Deutschen aus Asien als Menschen, die unter sich bleiben und in ihrem Little Germany zusammenhocken. Sie waren überhaupt nicht offen dafür, Bekanntschaften oder Freundschaften zu den „locals“ anzuknüpfen, außer geschäftlich oder wenn sie eine einheimische Frau geheiratet hatten. Warum sollten sie sich im eigenen Land offener verhalten? Also kann es doch umgekehrt auch daran liegen, oder.

      Es geht doch schon damit los, dass ausländische Kindergarten-Kinder von den meisten deutschen Müttern idR nicht zum Kindergeburtstag eingeladen werden.

    • Das Gleiche ist nicht Dasselbe, Tamarisque.
      Richtig ist, daß auch Deutsche im Ausland (nicht bzw. nicht mehr überall) in Parallelgesellschaften leben. Allerdings in der Regel im Respekt (nicht unbedingt als Urlauber) vor der Mehrheitsgesellschaft und nach außen durchaus angepaßt. Das würde ich von Muslimen in Deutschland, von den von Ihnen auch für Deutsche im Ausland genannten Ausnahmen einmal abgesehen, nicht behaupten wollen. Hier hat sich in meinen Augen ein Anspruchsdenken der (vorwiegend türkischen) Muslime gegen die Mehrheitsgesellschaft manifestiert, das ich von Deutschen im Ausland so nicht kenne.

      Der Eindruck der Sippenhaft mag auch daraus entstehen, daß es für einen Andersgläubigen kaum möglich ist, die Spielarten des Islam zu unterscheiden. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sich die verschiedenen Strömungen des Islam in manchen Dingen denn doch ziemlich schnell einig sind, solange es sich um das Verhalten gegenüber Andersgläubigen handelt. Vielleicht rührt die Diskrepanz im Verhalten gegenüber einzelnen (persönlich bekannten) Muslimen im Vergleich zum Verhalten gegenüber der anonymen Gruppe der Muslime insgesamt auch daher.

      Es ist einfach schwierig wenn nicht unmöglich, zu einem eindeutigen Ergebnis zu gelangen. Aber die Pauschalität in der gegenseitigen Einschätzung unterscheidet sich nicht. Daher kann von Integration der Muslime auch überhaupt nicht die Rede sein. Beide Seiten haben Fehler gemacht und es scheint mir nicht so zu sein, als solle sich daran noch etwas ändern. Islamistischer Terror und die Verschiedenheit der Kulturen stehen dem im Wege. Wobei die kulturellen Probleme sich seit Generationen eher verschärfen, denn nivellieren.

      Persönlich sehe ich das Ganze mit sehr gemischten Gefühlen. Einerseits trete ich jedem Menschen zunächst einmal möglichst vorbehaltlos gegenüber, versuche mich zu arrangieren und reagiere gegebenenfalls entsprechend. Andererseits sehe ich die gesellschaftliche Entwicklung und ein Maß an politischer Toleranz, das ich für falsch und gefährlich halte. Aber das Thema ist schwierig und ich muß zugeben, daß ich die Hälfte meiner Antwort wieder gestrichen habe, da ich befürchtete, einen falschen Eindruck zu erwecken. Es ist der Fluch der deutschen Geschichte, die es so schwierig macht.

      Mein „Gefühl“ sagt mir jedenfalls, daß bei diesem Thema von den Parteien mit zweierlei Maß gemessen wird, was die eigenen und die fremden Verhaltensmuster betrifft. Ich weiß nur nicht, wie ich das zutreffend in Worte fassen soll, ohne einen Roman zu verfassen, der am Ende dann auch nur wieder Unklarheiten zurück läßt.

    • Der "Fluch der deutschen Geschichte" bricht uns allen anscheinend das
      Genick, wenn es uns nicht gelingt, durch den Nebel dieses Fluches hindurch zu konkreten Anforderungen an die Einreisenden und auch die schon länger hier lebenden Muslime zu kommen.
      Nur: mit den schon beschriebenen linksgrüenliberalgender Menschen, die alles, was nach irgend einer Lösung sucht, als bestenfalls „rechts“ einordnen wird das nicht möglich sein.

    • @Tamarisque
      Ich kenne dieses Verhalten (im Ausland lieber unter sich bleiben) eigentlich auch von allen Nationalitäten, die ich im für uns gemeinsamen Ausland traf. Sehr abweisend gegen alle anderen waren da Südkoreaner in den USA, aber der krasseste Fall für mich waren „Reichsdeutsche“ in Argentinien – sprechen fast kein Deutsch, Familie im 19. Jahrhundert ausgewandert, aber stolz rein „deutsches Blut“ in den Adern zu haben (das mit dem Reichsdeutscher war dann auch noch auftätowiert). Sie waren sehr nett zu mir, deshalb fühle ich mich auch heute noch einfach nur schlecht, wenn ich daran denke.

      Mir geht das ganz anders, ich lebe doch nicht irgendwo sonst auf der Welt, um mich dort mit Deutschen zu umgeben, da könnte ich ja gleich in Deutschland bleiben. Nach meiner persönlichen Beobachtung ist es aber eine Mehrheit, die sich „unter sich“ wohler fühlt. Und da beginnen dann auch meine Fragen, wenn mir jemand erzählt, wie toll Multikulti doch ist. Meine Freunde die hier leben, aber woanders geboren wurden, haben alle auf die eine oder andere Art Heimweh, auch wenn sie definitiv nicht zu den Segregierten gehören und sehr unterschiedliche Herkunftsländer und Religionen haben. Ich bin wieder nach Deutschland zurückgekehrt, weil ich es halt doch vermisst habe, aber ich bin ja auch privilegiert und hatte/habe Optionen.

      Warum ich auf Ihren Kommentar antworten wollte: Bei uns ist das ganz anders mit den Kindergeburtstagen. Die ausländischen Kinder werden von den deutschen Müttern (und Vätern und natürlich den Kindern) zum Geburtstag eingeladen. Kommen tun die polnischen, russischen, griechischen, italienischen, vietnamesischen und bulgarischen Kinder. Die marokkanische Mutter des besten Freundes meines Sohnes hat mich erst eine halbe Stunde hochnotpeinlich befragt, was es an Essen und Aktivitäten gibt und wie ich sicherstelle, dass ihr Kind keine Gummibärchen isst. Obwohl ich mich mit halal und haram bestens auskenne, durfte er dann doch nicht kommen. (Begründung: Er muss an dem Tag Deutsch üben.) Mein Sohn hat dann an seinem Geburtstag fast geweint deswegen. Ich konnte das gut verstehen, denn meine aus der Türkei stammende beste Freundin durfte über 6 Jahre nie zu meinem Geburtstag kommen. Im 7. Jahr kam sie heimlich (weil ich es mir in meiner Naivität so sehr wünschte) und wurde hinterher von ihrer Mutter mit einem Stock verprügelt. Ich habe damals tatsächlich geheult.

      Ich bin mir sicher, dass es den von Ihnen beschrieben Sachverhalt auch gibt, aber in meinem Umfeld läuft die Diskriminierung eindeutig andersherum und sie geht immer über den Islam. Da herrscht ein furchtbares Misstrauen, dass die Deutschen die Kinder vom Islam entfremden könnten. Ich habe eine heftige Lebensmittelallergie und bringe anderen Menschen mehr Vertrauen entgegen, dass ihr selbstgekochtes/-gebackenes Essen mich nicht in die Notaufnahme bringt, als diese Eltern mir, dass ich nicht aus Dummheit/Bosheit Gelatine irgendwo reingetan haben könnte, obwohl die negativen Folgen da nur eingebildet sind (Der Koran ist da gar nicht so fies, wie viele Muslime denken).

    • "Nur der Paranoide überlebt in diesem Geschäft"
      Tamarisque – 23. Februar 2017 um 12:41 Uhr … war ich neulich so erschrocken, als ich feststellte, wie einige Blogteilnehmer die 1,2 Milliarden Muslime in Sippenhaft nehmen und sie kritiklos in einen Topf schmeißen, als kollektive Feindfigur. Das ist für mich der falsche Weg. – Für mich der einzig gangbare, denn „so wie du mir, so ich auch dir“. Sonst enden alle Nicht-Muslime als „Opfa“.

      Wieder einmal geht ein Gespenst um in Europa, diesmal (wieder?) der https://de.wikipedia.org/wiki/Islam_in_Europa – wobei die Ölscheichs und die Ayatollahs mehr zahlen als die Sowjetunion es je konnte.


    • Die Geschichte, Trojaner, ist das Eine, unser Umgang mit ihr und uns selbst das Andere.

      Warum wird den Linken immer unterstellt, sie liebten ihre Heimat nicht? Selbst betrachte ich mich als Linker, stehe zu no borders – no nations, liebe aber dennoch meine Heimat. Auch als Linker möchte ich nicht, daß einzelnen Gruppen der Gesellschaft, nicht nur den Muslimen, Sonderrechte eingeräumt werden. Aber vor allem war es immer mein Traum, daß es gerecht und menschlich in der Gesellschaft zugeht, demokratisch und rechtsstaatlich. Der Traum ist allerdings längst geplatzt.

      Als Linker habe ich auch immer versucht, mich mit allen Menschen in Diskussionen auseinanderzusetzen, Gemeinsamkeiten zu finden und zu betonen. Und es gibt mehr Gemeinsamkeiten, als es oberflächlich betrachtet den Anschein hat. Das wird deutlich, wenn man sich der Mühsal einer ernsthaften Diskussion unterzieht und nicht auf absoluten und alternativlosen Positionen beharrt. Am Ende solcher Diskussionen stand nicht selten die überraschende Feststellung, daß alle doch mehr oder weniger dasselbe wollten, nur eben auf anderen Wegen zum Ziel kommen wollten. Plötzlich taten sich Kompromisse auf, die zu Anfang niemand für möglich gehalten hätte.

      Zugegeben, nicht immer endete die Diskussion in vollendeter Harmonie, manchmal flogen nicht nur die verbalen Fetzen. Aber zumindest bei mir hat immer ein Nachdenken über die gegenseitigen Argumente eingesetzt, ein Verstehen, nicht unbedingt ein Akzeptieren.

      Davon scheinen wir heute jedoch meilenweit entfernt zu sein, die Fronten sind verhärtet, nicht einmal der Versuch gegenseitigen Verstehens wird gemacht. Wie soll man da noch zu Ergebnissen kommen, wenn nur noch mit absoluten Wahrheiten und Totschlagargumenten, mit totaler Ablehnung, Arroganz und Ignoranz hantiert wird? Unterscheiden wir uns eigentlich noch von den „Eliten“, die wir dafür kritisieren?

      Für mich sind nicht der Islam und die Muslime das Problem, sondern einzig Verbände, Organisationen und geistige Führer, denen es immer noch gelingt, die Menschen in Unfreiheit zu halten, selbst in Deutschland und das schon über Generationen. Dort ist der Hebel anzusetzen und das gilt nicht nur für die Muslime. Auch der deutsche Bio-Untertan bedürfte dringend der Befreiung. Auch er.


    • @Jessica sagt:
      „Mir geht das ganz anders, ich lebe doch nicht irgendwo sonst auf der Welt, um mich dort mit Deutschen zu umgeben, da könnte ich ja gleich in Deutschland bleiben.“

      Das war auch meine Einstellung. Wir hatten natürlich insofern auch Glück, dass wir in einem Land wie Indonesien lebten, in einer Zeit, als die Indonesier sich mit ihrer eigenen Kultur mehr identifiziert haben als mit der Religion. Nach 9/11 hat sich das leider etwas geändert, aber nach wie vor ist die Mehrheit der Menschen offen und tolerant, und sie kämpfen gegen jeden Versuch, ihr Land zu „islamisieren“.

      Nach dem letzten Terroranschlag, welcher in der Hauptstadt Jakarta vor Starbucks und vor einem von Ausländern favorisierten Kaufhaus stattfand, herrschte dort eine Stimmung à la jetzt erst recht, wir lassen uns nicht einschüchtern und uns unseren freien und offenen Lebensstil nehmen.

      „Nach meiner persönlichen Beobachtung ist es aber eine Mehrheit, die sich „unter sich“ wohler fühlt. Und da beginnen dann auch meine Fragen, wenn mir jemand erzählt, wie toll Multikulti doch ist. Meine Freunde die hier leben, aber woanders geboren wurden, haben alle auf die eine oder andere Art Heimweh, auch wenn sie definitiv nicht zu den Segregierten gehören und sehr unterschiedliche Herkunftsländer und Religionen haben.“

      Alle Finnen und Schweden, die ich kenne, haben privat keinerlei Kontakte zu Deutschen, sondern bleiben unter sich. Das ist mir zu, wie man direkt übersetzt im Finnischen sagen würde, eckpatriotisch. ;-) Und direkt Heimweh habe ich höchstens an einigen Feiertagen, die man hier nicht kennt, wie z.B. das Mittsommerfest.

      Zu Ihren Erfahrungen mit muslimischen Eltern: Ich kann mir durchaus vorstellen, dass manche Muslime ihre Kinder auf die von Ihnen beschriebene Art ausgrenzen, damit sie vor westlichen Einflüssen „geschützt“ werden. Das ist die andere Seite der Medaille und ähnlich unschön.

    • @Tamarisque 24. Februar 2017 um 11:14 Uhr
      @Deutsche im Ausland als Parallelgesellschaft: Stimmt, das gibt’s schon, und nicht zu knapp – aber das sind meiner Erfahrung nach dann diejenigen, die sowieso geplant haben nach ein paar Jahren im Ausland wieder ins schoene Deutschland zurueckzukehren. In dem Bewusstsein wird die Integration in die Mehrheitsgesellschaft bestenfalls halbherzig versucht, selbst (oder vielleicht besonders) wenn die Unterschiede nicht so riesig sind.

      Hier gab’s vor ein paar Jahren einen Stammtisch deutscher Frauen (zumeist mit Kiwis als Partnern), da ging’s neben den Dauerbrennern Kinder und Schule vor allem darum zu klagen was doch alles in der Heimat besser gewesen waere … Selbst beim Thema Schule – in einer deutschen Grundschule lerne man doch viel mehr usw.
      Meine Frau ist zwei, dreimal hin, bis sie die Nase voll hatte. Soweit ich weiss sind die meisten inzwischen wieder weg nach Deutschland.

      Um den Bogen zum Thema zu kriegen – dieselben Voraussetzungen (man hatte geplant nur ein paar Jahre in Deuschland zu bleiben, und an eigener Kultur und Tradition festgehalten damit die Rueckkehr leichter fiele) trafen auch auf die Gastarbeiter der ersten Generation aus der Tuerkei zu. Aus demselben Grund auch die Akzeptanz solchen Verhaltens in der Mehrheitsgesellschaft.

      Nun werden wohl wenige bestreiten dass auf beiden Seiten diese Voraussetzungen inzwischen gegenstandslos geworden sind. Bleibt die Verschiedenheit von Religion und Gesellschaftsverstaendnis als Integrationshemmnis. Warum die deutsche Gesellschaft das weiterhin hinnimmt erschliesst sich nicht ohne weiteres. Can’t be bothered?

  29. "Es gibt nur ein Rudi Völler"...
    und der ist peinlich.

    „Es gibt nur ein Islam“…
    und der ist der letzte Sargnagel in der „Vollendung des Abendlandes“.

  30. Der rehabilitierte Heimkehrer
    Wie unbelehrbar und daher absolut nicht vertrauenswürdig ehemalige, vermeintlich rehabilitierte Terrorverdächtige sein können, zeigt dieser aktuelle Fall aus UK überdeutlich:

    Der britische Staatsangehörige Jamal Udeen al-Harith, 50, geb. Ronald Fiddler, ein Muslim Konvertit wurde seit 2002 als Terrorverdächtiger in Guantanamo festgehalten.

    Die britische Regierung von Tony Blair setzte sich stark für seine Freilassung ein. Er wurde in 2004 aus „Gitmo“ entlassen und bekam von der britischen Regierung eine Schadenersatzzahlung in Höhe von 1 Mio. Pfund wegen seiner Misshandlungen, an welchen britische Geheimdienstagenten beteiligt gewesen sein sollen, quasi als Schweigegeld.

    Nach seiner Freilassung hieß es seitens der Regierung: Niemand, der aus G. zurückkehrt, wird eine terroristische Bedrohung mehr darstellen.

    Al-Harith hatte sich aus dem Geld ein schönes Haus gekauft und arbeitete als Web-Designer.
    In 2014 floh er nach Syrien und schloss sich den ISIS an. Vor einigen Tagen sprengte er sich in Mosul als Selbstmordbomber in die Luft.

    Wenn Sie sein kurz vor seinem Einsatz aufgenommenes Foto auf der verlinkten Seite sehen, werden Sie entsetzt sein, welch einen glücklichen Geschichtsausdruck er hat, so kurz vor den Paradiestoren, wo 72 Jungfrauen auf ihn warten… Gruselig.
    http://www.dailymail.co.uk/news/article-4244444/British-ISIS-fanatic-pictured-grinning-bomb-attack.html

    • Glücklich ins Himmelreich
      Wir werden das nie verstehen, warum sich jemand so verzückt in die Luft sprengt. Dazu passt die Aussage von Maaßen zu der sich ständig erhöhenden Zahl von Gefährdern:

      „So etablierten sich im Cyberraum beispielsweise islamistische Moscheegemeinden, von denen man in der realen Welt allenfalls etwas mitbekomme, weil Personen ihr Verhalten änderten. Attentäter würden via Internet bis zur Tatausführung von außen regelrecht „gecoacht“ durch einen Mentor, der bis zum Schluss Weisungen gebe. Es sei vorrangige Aufgabe der Nachrichtendienste, sich Klarheit über diese Gruppen zu verschaffen.“

      Diese Coaches sorgen dafür, dass der Delinquent bis zur letzten Sekunde im Glauben an die Sache stirbt. Für uns unvorstellbar und nicht nachvollziehbar.

    • Verzückt in die Luft sprengen
      Auf diesen Fotos gucken nicht wenige glücklich, gerade die aus dem Westen rekrutierten, weil sie an Bedeutung gewonnen haben und nach und nach „wichtige“ Aufträge ausführen dürfen. Da gehört dann schon mal vertrauliche Kurierdienste dazu, der Transport von irgendwelchen Gütern oder die Überführung eines Autos.
      Die müssen nicht unbedingt wissen, dass sie ein Ladung Sprengstoff mit sich führen, das macht bloß Probleme. Für die Zündung von außen und aus sicherer Distanz sorgt ein anderer, der dazu nicht mitzufahren braucht.

      Ob es für unfreiwilliges Märtyrertum auch 72 Jungfrauen gibt, oder ob die dem Konto des Auslösers gut geschrieben werden, ist den vorhandenen Berichten nicht zu entnehmen.

    • Die anderen
      die andere dahingehend missbrauchen, sich selbst und andere gleich mit in die Luft zu sprengen, sind wie bei uns die Elite, der man nichts anhaben kann. Dass aber keiner derjenigen, die sich für Mörderdienste zur Verfügung stellen, mal weiterdenkt und sich fragt, warum soll ich das machen und nicht der Imam oder wie auch immer sich der Auftraggeber bezeichnet, lässt nur den Schluss zu, dass Religion und hier besonders der Islam zur völligen Verblödung der Masse taugt.

      Man könnte mir den Sechser im Lotto oder sonstwas versprechen (auf junge Männer würde ich wegen meines Alters im Himmelreich verzichten), es brächte mich nicht dazu, mich oder andere auf Kommando ins Jenseits zu befördern. Wie blöd und hirngewaschen muss man dafür eigentlich sein und vorher auch noch glücklich in die Kamera zu grinsen?

    • Der Muselmanische Knaller der Saison
      Sie brauchen nur „Suicide Bomber and Heroin“ zu googeln, um herauszufinden, woher der verklärt-vergeistigte Gesichtsausdruck des humanoiden Knallfrosches kommt, bevor der sich in tausend Stücke reisst. In Paris hatten sie zusätzlich noch Kokain in der Birne. Und dieses Heroin kommt direkt vom Hersteller. Das ist nicht gestreckt, wie das von den Türken oder den Russen, das ist 100%-ige Reinheit. Und mit oder ohne Kokain als kleinem I-Tüpfelchen würden sie mit diesem Wahrenglaubensverstärker, aufgesaugt von den präfrontalen Gyri ihres Großhirnes und vom Hypothalamus, auch lächeln, wie der Dorftrottel von Hinterpfuiteufel, bei der Nachricht, das es morgen Freibier gibt, eine Sekunde, bevor es richtig warm unter ihrem Hintern wird.
      Dieser Drogenrausch hilft auch über die Einsicht, dass es statistisch ziemlich unwahrscheinlich ist, daß es sich bei den 72 im Nirwana zu begattenden Jungfrauen, wie der Name zu implizieren vermag, auch um „junge Frauen“ handelt, das eine beinhaltet schliesslich nicht notwendigerweise das andere.
      Viel wahrscheinlicher handelt es sich um 72 uralte Schachteln, die so hässlich sind, das zu Lebzeiten keiner gefunden werden konnte, der auf behaarte Warzen an Stellen, die wir uns lieber nicht vorstellen wollen, steht, beziehungsweise dieselben irgendwie übersehen und/oder den Rest schöntrinken könnte, wofür der Opa zwanzig Kamele gespendet und Allah sogar eine Ausnahme von der muselmanischen Alkoholrestriktion gemacht hätte.
      Mit der gleichen Wahrscheinlichkeit kann es sich auch um 72 Dragonerweiber und alte Jungfern handeln, vom Typ „meine Deutschlehrerin Frollein Doppstatt“ (wie sagte man schön: „Frau Doppstatt hatte Beine wie ein Reh, nicht so schlank, aber so behaart“), die bis an ihr Lebensende Horden von speicheltriefenden Mongolen und notralligen Kazaren getrotzt haben und zwar jede einzeln, und die bis zum bitteren Ende trotzdem unbemannt geblieben sind, sodaß die Ankündigung eines drogenberauschten Jüngelchens mit präexplosiv (von ihnen geschätzt) höchstens 2 Schamhaaren am Sack, der auch noch in hunderttausend kleinen Einzelstücken zu reisen pflegt, keinen Angstschweiss bezüglich des Verlustes ihrer jungfräulichen Identität auf die im Jenseits jetzt hijabgeschmückte Stirne treibt.
      Wie das im Koran, der Schweinefleisch, Alkohol und Nichtverheiratetefrauenbeglücken verbietet, mit Heroin und Kokain ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Allen Junkies, die sich demnächst als explosiver Jungfrauenbeglücker zu betätigen im Sinne haben, sollte man jedoch vorsichtshalber sagen, das „Heroin“ unter diesem Namen im Jahre 1898 von der Firma BAYER als Schmerzmittel und Hustensaft patentiert wurde, also ein echtes Produkt der Ungläubigen ist, ganz genau so wie Schweinefleisch. Ich glaube nicht, dass Allah das mag und fürs Reklamieren ist es da oben oder wo auch immer leider dann zu spät.

      https://is.gd/DJOQK1

    • Selber denken ist anscheinend nicht so gefragt -
      Erdogan hat ja auch erst mal die Lehrer in den Schulen teilweise entlassen – ob er das Geschäft mit den Schülern den Imamen überlässt?
      Der Islam ist eine Religion, die Gläubigen streng vorschreibt, was zu denken und zu tun ist. Und mit einem Knopf im Ohr kommt die Anleitung zum Anschlag dann halt direkt ins unreflektierende Hirn.
      Zumal 72 Jungfrauen anscheinend ein nicht widerlegbares Argument darstellen. Wenn es dann den ein oder anderen auf überfordern wird.
      Drüben.

    • Der Islamist ist keine Gefahr !?
      In Sachsen werden kleinkriminelle Idioten zur rechten Terrorcrew hochgepusht, um ja den tollen ALT-Bundesländern zu zeigen, hier wird der rechte Mob gnadenlos bekämpft. Mit Steuergeldern wird ein Mammutprozess inszeniert, (ERINNERUNG 33/88) um dem Volk Sicherheit zu suggestieren, während im Gegenzug Erdogans Schergen und andere hochkriminelle Moslems am Untergang Deutschlands arbeiten. Es ist abartig, die Dummheit und Leichtgläubigkeit ,gegenüber der islamischen Invasion , ertragen zu müssen, um nicht selbst in das Zielkreuz der Verfolger zu kommen.


    • Diese Coaches sorgen dafür, dass der Delinquent bis zur letzten Sekunde im Glauben an die Sache stirbt. Für uns unvorstellbar und nicht nachvollziehbar.
      Ach, nicht unbedingt. Es ist halt Propaganda und Gruppendruck, und eine andere Handhabung von potentiellen Selbstmördern als bei unserer Telefonseelsorge üblich. Kriegspropaganda hat ja noch immer funktioniert, und vom Abgang mit dem großen Knall habe zumindest ich auch schon einige reden gehört – ist also kein so unübliches Motiv.

  31. Was ist "Islamismus"?
    Ich dachte immer, die Terroristen berufen sich auf den Koran und holen sich daraus ihre Anweisungen, die sie wortwötlich befolgen. Das sind dann „Islamisten“. Ok. Aber wer sind dann Muslime? Sind das die Leute, die den Koran nicht so ernst nehmen? Dann müsste man folglich mit den „Islamisten“ sympathisieren, die ihre Heilige Schrift ernst nehmen. Bin jetzt völlig verwirrt.

    • Es gibt zwar einen Koran irgendwann im frühen Mittelalter, aber dann ging es ganz schnell auseinander. Man kann nicht meine bosinschen Bekannten mit einem Palästinaaktivisten gleichsetzen.

  32. The Dangerous Faggot
    Werter Don!

    losgelöst davon, wie man zu Milo Yiannopoulos stehen mag, im Islam würde es einen wie ihn nicht geben. Er wäre schon vom nächsten Dach gestoßen worden.

    Dass ausgerechnet er dort gelandet ist, wo er gelandet ist und sich gerade „vertschüssen“ musste, …

    PS: Ich nehme ihm gern bei mir auf. Er ist ja ein sehr fesche Erscheinung.
    Mit seinem Mundwerk wüsste ich auch was anzufangen ….. (Ps’t!) Auch wenn man dieses, wie meine Großmutter zusagen pflegte: „mal extra eingraben muss!“.

  33. Liberia
    Don,

    Liberia ist ein gutes Gegenbeispiel.

    Nebenbei ein Land indem Sie als Weisser niemals Staatsbuerger werden koennen, denn in Para 27 der Verfassung heisst es

    „b) In order to preserve, foster and maintain the positive Liberian culture, values and character, only persons who are Negroes or of Negro descent shall qualify by birth or by naturalization to be citizens of Liberia.“

    Man stelle sich das Geschrei vor in irgendeiner europaeischen Verfassung stuende so etwas.


  34. Dank für den Link, ich konnte das auch ohne Übersetzer lesen. ;-)

    Für eine Stadt mit nur etwa 300.000 Einwohnern sieht es in Malmö übel aus.

    Aber auch Deutschland hat seine Probleme:
    „Überlasteter Generalbundesanwalt bittet Länder um Hilfe
    Drastischer Personalmangel
    4. Februar 2017
    Der für Terrorermittlungen zuständige Generalbundesanwalt hat sich mit einem Hilferuf an die Justizminister der 16 Bundesländer gewandt und personelle Verstärkung angefordert.“
    http://www.zeit.de/news/2017-02/04/justiz-bericht-ueberlasteter-generalbundesanwalt-bittet-um-hilfe-04124628

    • Da passiert doch sicher nichts, oder?

    • Passieren kann jeden Tag etwas
      Maaßen hat die Zahl der Gefährder revidiert, es sind nun wohl mindestens 1.600.
      http://www.heute.de/polizeikongress-maassen-zahl-islamistischer-gefaehrder-stark-gewachsen-46606648.html

      Wenn man dann liest, dass ein Staatsanwalt die beiden Knaben einfach wieder laufen ließ, die unter Einsatz von wohl 400 Mann festgenommen wurden, weil ein Attentat befürchtet wurde, fällt einem nicht mehr viel ein. Oder um es mit Gauck zu sagen, davon habe ich nichts gewusst.

      http://www.faz.net/aktuell/keine-ermittlungen-gegen-goettinger-salafisten-14888862.html

      Aber NRW ist mal wieder „federführend“ und richtet ein Kompetenzzentrum Islam ein
      http://www.waz.de/staedte/essen/in-essen-wird-ein-landes-kompetenzzentrum-islam-gegruendet-id209684873.html?__pwh=5a9J4afn1zuZqpl+Z9Tfyg%3D%3D

      wieder Stellen für Leute, die zwar irgendwas studiert, aber die Weisheit auch nicht mit Schöpfkellen bekommen haben.


    • @ Don Alphonso
      Meinen Sie Malmö? Endlich ein Terroranschlag in Schweden? Wie von Trump quasi unterbewusst heraufbeschworen wurde, als Lapsus. ;-)

      Es ist nämlich erstaunlich, dass es in Schweden bisher nur einen Anschlagsversuch gab. Sonst sind die Zustände im Land schlimm.

      Was Deutschland und den verlinkten Artikel betrifft, so möchte ich lieber nicht wissen, was die Terror-Gesellen inzwischen versucht haben, um noch ein Ziel mit einem hohen Symbolwert in die Luft zu sprengen, bloß wir wissen nichts davon. Es gab in letzter Zeit doch immer wieder Meldungen, laut welchen Terrorverdächtige festgenommen wurden, welche Zitat: „staatsgefährdende“ Attentate geplant hatten.

      Was soll denn „staatsgefährdend“ bedeuten? Es wird ja nicht erklärt, um welche Ziele es sich dabei handelte.

      Es scheint, als hätten wir einstweilen Glück gehabt. Andererseits fragt sich, was ist, wenn den Verdächtigen nichts nachgewiesen werden kann und die wieder womöglich frei herumlaufen.

      Liest man den Zeit-Artikel, so kommt bei mir jedenfalls die Befürchtung auf, als ob es Dutzende Verdächtige wären, quasi eine Schwemme von Anklagen, die nun in Karlsruhe bearbeitet werden.

    • Nachdem mindestens drei, vermutlich aber mehr Attentäter durchkamen (Hamburg, Bad Friedrichshall https://www.echo24.de/region/mord-untergriesheim-abubaker-c-bad-friedrichshall-7400363.html ) muss man wohl noch weiter mit Gefahren rechnen – auch durch Leute, die man noch nicht kennt.


    • @ Don Alphonso
      Vielen Dank für den Link. Das ist der grausame Fall, in welchem eine ältere Frau in Abwesenheit ihres Ehemannes in ihrem Einfamilienhaus in Bad Friedrichshall bestialisch ermordet wurde. Der Täter hinterließ islamistische Schmierereien an den Wänden.

      Nach den allerersten Nachrichten geriet der Fall sogleich in Vergessenheit.
      Dass darüber jetzt nur in einem einzigen Lokalblatt berichtet wird, finde ich völlig unverständlich. Aber das hat wohl System, ähnlich, wie in Schweden.

    • 1.600 Gefährder dank Willkommenskultur
      Liebe Renate Simon, bin eben erst dazu gekommen, die verlinkten Artikel zu lesen, vielen Dank dafür..

      1.600 Gefährder, das ist katastrophal. Solch eine Menge lässt sich unmöglich kontrollieren, da kann man sich noch so sehr bemühen. Wem verdanken wir das? Ja, die Antwort ist überflüssig.

      Der FAZ Artikel über die Terrorverdächtigen aus Göttingen ist unglaublich. Da bleibt man doch fassungslos angesichts des fahrlässigen Handelns der Staatsanwaltschaft Celle.

      Hm, ein Kompetenz-Zentrum in NRW. Ist vermutlich purer Aktionismus.

      „So sollen etwa Gefängnisschließer in den Stand versetzt werden, Anzeichen für eine islamistische Radikalisierung bei Gefangenen zu erkennen.“

      Wie soll man das erkennen? Al Bhagdadi, der Gründer und Anführer von ISIS befand sich in 2004 in einem US Gefangenenlager in Irak, wo er die Mitgefangenen Islam lehrte. Er wurde als „low level prisoner“ eingestuft und vorzeitig entlassen. Anschließend wurde Al-Bhagdadi zum Anführer des irakischen Al-Qaida, bis er in 2013 den ISIS gründete.

      Auch waren die Attentäter von 9/11 unauffällige, freundliche junge Männer, die in Hamburg u.a. an der TU studierten. Ähnliches wurde dem Bomben-Attentäter von Ansbach doch auch nachgesagt, selbst die Entwicklung des Axt-Terroristen von Würzburg wurde positiv bewertet.

      Ne, ne, die potenziellen Terroristen sind nicht so dumm, dass sie als solche auffallen würden. Und beten tun sie alle, wie kann man da einen Unterschied machen? Die werden ihre Zelle wohl kaum mit ISIS-Fahnen schmücken. ;-)

    • Tamarisque, das Kompetenzzentrum Islam ist dem
      NRW-eigenen blinden Aktionismus geschuldet. Man tut nicht das, was nötig wäre, aber man tut irgendwie etwas. Und es sollte mich dann doch arg verwundern, wenn in diesem Kompetenzzentrum nicht auch die gute Frau Kaddor mitmischen sollte, die sich Lehrerin nennen lässt, ohne je eine Lehrerlaubnis erlangt zu haben. Verheiratet mit einem Redakteur des Deutschlandfunks kommt man doch zu etlichen Ehren, was die Vermischung Rundfunk-Politik noch einmal hervorhebt.

      Fakt ist, dass in allen Knästen, egal ob in NRW, Bremen oder sonstwo, die muslimischen Insassen und da besonders Nafris größte Probleme machen. Dem Aufsichtspersonal kackfrech ins Gesicht lachen und meinen, solange du mich nicht schlägst, meinste das nicht ernst. Was für mich nur den Umkehrschluss zulässt, dass für solche Fälle die Prügelstrafe wieder eingeführt werden muss. Gewalt ist im Islam auch innert der Familien ein großes Thema, an das bei uns aber nicht gerührt wird.
      Wenn Schäuble, Wulff und Merkel also sagen, der Islam gehört zu Deutschland, dann gehört dazu auch das ganze Drumrum und das ist nun einmal die Gewalt inner- und außerhalb der Familien. Dem muss man Rechnung tragen, mit immer mehr Moscheen und Kuscheljustiz ist da nichts auszurichten.

    • Tamarisque sagt: 1.600 Gefährder dank Willkommenskultur
      Fake News: Die Wirklichkeit ist viel schlimmer lt FAZ

      ….Seit Schulz vor vier Wochen am 24. Januar von Noch-Parteichef Sigmar Gabriel als Kanzlerkandidat vorgeschlagen wurde, sind über das Internet 6564 Bürger in die Partei eingetreten, wie die SPD auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mitteilte.

      (Die Zahl der Gefährder bei der CDU nimmt allerdings ab. Die Sterbefälle werden von Beitritten nicht ausgeglichen.)

  35. Älter als IS, al-Qaida...
    Sogar älter als die Iranische Revolution sind Ignoranz, Verdrängung, Bekämpfung vorislamischer Kulturen, selbst bei ethnischer Kontinuität.

    Häufig äußern sich 70-jährige umfassend gebildete Damen und Herren türkischer Herkunft, erst in Europa etwas über die alten Kulturen des Vorderen Orients erfahren zu haben.
    Osmanische Geschichte ist davon nicht ausgenommen. Die „Ottomania“ Erdogans und weiter Teile der türkischen Gesellschaft -soweit ich das von hier aus beurteilen kann- mutet wie eine Sammlung missverstandener, kunsthistorischer Zitate an. Mehr möchte ich mir da nicht anmaßen.

    Dass die vorislamischen Kulturen zuerst von Europäern entdeckt, erforscht und dokumentiert wurden und überhebliche Kolonialherren in ihnen befürchtet wurden, ist zu kurzsichtig.
    Nicht alle, aber die meisten vorislamischen Religionen waren polytheistisch. Das rüttelt an einen Grundpfeiler des Islam.
    Trotz Sonderstellung der Buchreligionen macht die Zerstörungswut vor christlicher und jüdischer Kunst nicht halt.

    Bedrückende Aussichten…

  36. Titel eingeben
    Angesichts der Entwicklungen fände ich interessant, wie dieses Projekt im Nachblick eingeschätzt wird:

    http://blogs.faz.net/sofa/

  37. Sehr geehrter Herr Don Alphonso,
    wie lange halten Sie Ihre Hand für Ihre ‚Bosnischen Bekannten‘ ins Feuer, dass sie -bei entsprechender gesellschaftlicher Gemengelage – nicht doch „Kreuzigt Ihn“ rufen würden.
    Wertschätzende Grüße
    Ihr NRW-Gast

    • @NRW-Gast, bitte nicht alles über einen Kamm
      Die bosnischen Muslime, die ich kennengelernt hatte, waren Westeuropäer in Verhalten, Kultur und Sprachduktus. Nicht die leiseste Anwandlung von Fanatismus, Zivilisationsfeindlichkeit oder Missionierung. Dank intensiver wahabitischer Missonierung nach dem Bürgerkrieg dürfte es inzwischen dort auch ein paar Fanatiker geben. Aber ingesamt stellen Bosnier und Albaner im Umkreis von ca. 3000 km wohl die große Ausnahme in der sunnitischen Gruppe. dar. Syrische und türkische Aleviten dürften vergleichbar moderat sein, allerdings ist da mein statistische Sample zu klein.

    • Na ja
      Wenn Sie beim gemeinsamen Witzemachen nebenbei erfahren dass Sie es mit einem Moslem zu tun haben, dann sind Sie vermutlich in Bosnien. Die sind mehrheitlich gut drauf, jedenfalls besser als die unsrigen.
      Leider wird dieses schöne Land gerade von der Türkei und sicher auch den Golfarabern beackert.
      Na ja, auch Somalia war mal ziemlich friedlich und nett. Vor allem verglichen mit heute.

    • @Antesde und @NRW-Gast: Aufschlussreich die "Islamische Deklaration" von Alija Izetbegović.
      Falls sie der Sprache Ivo Andrićs nicht mächtig sind: Das Buch ist etwa in englischer Übersetzung („Islamic Declaration“) in deutschen Bibliotheken ausleihbar. Wahrscheinlich ist es sogar im Internet zu finden. Dass der verstorbene Herr und Vater der heutigen bosniakischen Nation Krawatte trug, macht sein übles islamistisches Pamphlet nicht weniger erschreckend. Was natürlich nicht heißt, dass wer Krawatte trägt, Islamist ist.

  38. Zerstörung
    „Es geht diesen Leuten nicht nur um das Umbringen von Menschen, sondern um die Zerstörung dessen, was sie für westliche Zivilisation halten“
    Nein, zerstört muss das werden, die Zivilisation, der vor dem Islam war, denn mit der islam kam die Zivilisation. Vor dem Islam war die „djahiliya“: die Zeit der Unwissenheit / der Dummheit.
    Die pre-islamische Zivilation kann es laut der Islam nicht gegeben haben.
    Da die Realität nicht übereinstimmt mit was im Koran (das Wort Allahs) steht, muss die Wirklichkeit an dem Koran angepasst werden. (Und nicht umgekehrt, nämlich der Koran anpassen an der Wirklichtkeit.) Daher wurde Palmyra zerstört und die Bhudda Statuen in Afghanistan. Nur um zu zeigen das es vor der Islam keine Zivilisation gab, mussen die Beweisen dass es anders war vernichtet werden.

  39. Danke...@Don Alphonso
    Dass Sie Anthony Blanche aus „Brideshead Revisited“ erwähnt haben! Über diesen Kerl kann ich immer wieder nur lachen. Das nur nebenbei. Bin ein Fan dieser Verfilmung.

  40. Black Daesh, white Daesh
    „Black Daesh, white Daesh. The former slits throats, kills, stones, cuts off hands, destroys humanity’s common heritage and despises archaeology, women and non-Muslims. The latter is better dressed and neater but does the same things. The Islamic State; Saudi Arabia. In its struggle against terrorism, the West wages war on one, but shakes hands with the other.“ (Kamel Daoud, algerischer Schriftsteller)

    https://www.nytimes.com/2015/11/21/opinion/saudi-arabia-an-isis-that-has-made-it.html?_r=0

    Der weiße Daesch ist (nach einigen Statisken) zum größten Waffenimporteur aufgestiegen – das Team Obama-Clinton hat mit SA Waffendeals von über 100 Milliarden $ abgeschlosssen. Auch andere Mitglieder der westlichen Wertegemeinschaft (bes. F und GB) haben enorme Waffenmengen geliefert. Damit hat man dann den Jemen in die Steinzeit gebombt.

    Aber wie Kerry sagt, SA hat ein Recht auf Selbstverteidigung.

    https://www.youtube.com/watch?v=D36rFc4O2z4

    • Titel eingeben
      Sie schon wieder, mit ihren Fakten….

      Sie schreiben jetzt sofort 100mal:

      Islam böse, USA gut.

    • A good friend will always stab you in the front.
      @TDV

      Sie schon wieder mit „Moral“. Moral hat in der Realität keine Bedeutung, folglich ist ihrer Beobachtung der Realität mittels Moral völlig sinnlos, weil sie nur ihre Moral beobachten, aber nicht die Realität.

      In der Realität ist Is böse und auch die USA böse. Und folglich kein eine moralischen Unterscheidung nicht leitführend hinsichtlich von Entscheidungen sein. Weil: die ganze Welt ist böse.

      Man benötigt in der Realität eine andere Unterscheidung.

      Daher schreiben Sie jetzt sofort 100mal:

      USA: meine Seite/ Islam: die andere Seite.

    • Goodnight....
      Ich versuchs mal so:

      „USA böse, Islam böse.“

      Neee…. irgendwie….. nicht mal so geht es bei mir, ich glaube halt nicht an das Böse. Immer wenn mir jemand das Böse zeigen will, ist alles was ich sehe: Dummheit.

      Wenn ich also nach Syrien zB schaue, dann sehe ich dort eine Rebellengruppe die von der CIA ausgebildet, bewaffnet und bezahlt wurde und eine andere Rebellengruppe, die vom Pentagon ausgebildet, bewaffnet und bezahlt wurde, und die sich beide kompromisslos bekämpfen. Und ich klatsche begeisterten Beifall!

      Und dann sehe ich dort noch eine Gruppe junger radikaler Amerikaner und anderer Ausländer, die an der Seite einer kurdischen Anarchisten Gruppe gegen ISIS kämpfe. So eine Art Nachfolger Truppe der Internationalen Brigaden von vor 80 Jahren. Und immerhin gibt es diesmal keinen Hitler, der ein syrischen Guernica bombardiert und keinen Stalin der ihnen die Unterstützung entziehen kann-

      Wie es der Zufall so will, bringt der Rolling Stone von 23.2. eine Bericht über die. Der beschreibt die Seite auf der ich wäre, wenn ich nicht auf meiner eigenen wäre…

      Ich hab mir mal die Mühe gemacht und gescheckt ob das frei verfügbar ist, und siehe da, immerhin bringen sie neben ihrem nimmer enden wollenden Gegreine über die arme, arme Hilary auch diesen Bericht. Die einzige Quelle die über diese Leute berichtet…

      http://www.rollingstone.com/politics/features/american-anarchists-ypg-kurdish-militia-syria-isis-islamic-state-w466069

  41. Man sollte hier nicht zu sehr historisieren
    denn es geht um das „hier und heute“. Zum Verständnis des Verhältnisses Islam-Rest der Welt (insbesondere Christentum) erscheint ein kurzer historischer Überblick dennoch sinnvoll: Hier mal wie ich das Ganze sehe: Der Islam gründet gewissermaßen auf einer Art Minderwertigkeitskomplex. Der geht angeblich zurück auf die Geschichte von Abraham und den 2 Frauen: Sara und Hagar. Sara, eine Jüdin und eigentliche Frau von Abraham, kann zuerst keine Kinder kriegen. Daher bittet sie ihre Magd Hagar mit Abraham ein Kind zu zeugen, was auch geschieht. Heraus kommt Ismael. Als dann später Sara doch noch ein Kind bekommt (Isaak) wird Hagar samt ihrem Sohn verstoßen. Angeblich geht der Islam auf die beiden zuletzt genannten zurück. Wenn man berückichigt, dass das Judentum quasi der Anfang der westlichen Kultur (Johann Peter Hebel: „das Judentum ist die Quelle unseres Blutes“) und damit auch des Christentums ist erklärt sich also dieser Konfliktansatz. Später kamen dann noch die Kreuzzüge hinzu, was aber mit dem zuvor Genannten auch irgendwie zu tun hat.
    Die Aggressivität des Islam (und das ist unser Hauptproblem heute) erklärt sich auf diese Weise ganz plausibel. Damit kommen wir zum Jetzt.
    Man könnte unterstellen, der Islam wolle den Westen mit allen Mitteln bekämpfen, und zwar durch Unterwanderung und Terror (für einen offenen Kampf ist der Westen zu stark). Der Islam ist eine Religion, die als intolerant und wenig gesprächsbereit bezeichnet werden kann. Man sieht es daran, dass die Existenzberechtigung Israels geleugnet wird, mit der Begründung, in Palästina habe es nie Juden gegeben. Das ist natürlich vollkommener Unsinn, alle historischen Quellen belegen ganz klar die frühere Existenz des Staates Israel (die Juden wurden erst durch die römische Okkupation anschließend in die Diaspora getrieben).
    Wie auch immer, der Westen muss auf der Hut sein. Einer der Gründe warum ich die Wahl von Donald Trump (dessen deutsche Großmutter väterlicherseits interessanterweise ‚Elisabeth Christ‘ hieß) so sehr begrüße. Der Islam stellt für uns in zweifacher Hinsicht eine Bedrohung dar: die erste Gefahr ist der Terror. Hier hat Trump Maßnahmen angekündigt, erste Angrife gab es schon. Die zweite Gefahr ist Unterwanderung. Und in diesem Zusammenhang muss die Asylkrise genau betrachtet werden: die fahrlässig offenen Grenzen haben zu unwägbaren Risiken geführt. Gefahr durch Terror einerseits, und „feindliche Übernahme“ unseres Staates, oder zumindest Schädigung durch finanzielle Schröpfung sind hier zu nennen. Eine restriktive Einwanderungspolitik à la Trump wäre bei uns angebracht. Vor allem Nafris sollten hier kein Bleiberecht haben. Sie werden nicht verfolgt und kommen wohl nur hierher um „abzusahnen“.
    Das Asylrecht wurde für diesen Massenansturm auch nicht geschaffen. es stammt aus der Zeit des Kalten Krieges und war gedacht für Flüchtlinge aus dem Ostblock, die qua re politisch verfolgt waren. Das waren aber immmer höchstens ~2000 pro Jahr. Bei etwa dieser Zahl sollte man heute eine Obergrenze einrichten.
    Wie geht man mit dem Islam jetzt heute um? Man kann ja 1,3 Milliarden Leute schlecht ignorieren. mein Vorschlag: Stärke zeigen, aus einer gesicherten Position heraus Gesprächsbereitschaft signalisieren, wenn die andere Seite es auch tut. Wenn nicht: den militärischen Daumen drauf und zwar mit voller Wucht. Trump gibt den Kurs vor, wir sollten ihm folgen.

    • Sie beschreiben die Wurzeln des Islam
      vollkommen. Und es ist wie mit kleinen Kindern, die von ihren älteren Geschwistern nicht ernst genommen werden: Denen werde ich es zeigen! Und das hat Mohammed dann ja auch gemacht. Ich verstehe diese linksliberalen Verständnisansätze für eine angebliche „Demütigung“ der islamischen Welt nicht. Diese hat die christliche Welt schon viel früher durch Kriege gedemütigt, wenn man das immer wieder so nennen will.


    • @ Harry Charles
      „Einer der Gründe warum ich die Wahl von Donald Trump so sehr begrüße. Der Islam stellt für uns in zweifacher Hinsicht eine Bedrohung dar: die erste Gefahr ist der Terror. Hier hat Trump Maßnahmen angekündigt, erste Angrife gab es schon.“

      Aber wie nützt Trumps Politik den Europäern?
      Ich finde es z.B. unmöglich, dass Trump für die Folgen der von seinem Land angezettelten Kriege keine Verantwortung übernehmen will. Ich finde das ignorant. Sogar Obama hat eine lächerlich geringe Anzahl Kriegsflüchtlinge angenommen; Trump hat das Programm nun komplett gestrichen.

      Derzeit werden von seiner Administration*) Überlegungen angestellt, wie man den ISIS schnellstmöglich vernichten könnte, einschl. ggf. durch Einsatz von Bodentruppen.

      Was sind die Konsequenzen? Diese werden wir Europäer tragen müssen.
      Die Flüchtlingsströme werden die Europäer bewältigen müssen. Und die potentiellen Terroristen werden nicht zu Trump in die USA reisen, sondern nach Europa kommen, um hier aus Rache Anschläge zu verüben.

      Tja, was soll man dazu sagen: America First bedeutet, sich von derlei lästigen Verantwortlichkeiten komplett abzukoppeln und die Dirty Work den Deppen in Europa zu überlassen.

      Außerdem glaube ich, dass die kollektive Ablehnung seiner Präsidentschaft in Deutschland dazu führen wird, dass die linksgrünen Kräfte sich deutlich stärken können. Man schaut auf die USA, quasi als Horrorbeispiel dafür, was folgen könnte, wenn rechte Kräfte die Führung eines Landes übernimmt.

      Den Trend will ich bereits in dem schnellen Aufstieg von Schulz erkennen und daran, dass in den Medien immer öfters die Möglichkeit einer rot-rot-grünen Regierungsbildung erörtert wird.

      Was das bedeutet, kann man sich ganz gut ausmalen: Offene Grenzen, höchstens mit einer enorm hohen „Obergrenze“, Weiterführung der Willkommenskultur einschließlich der Erwartung, dass die Biodeutschen sich dem weiterhin aussetzen wollen.

      Hier, Trump über ulF:
      https://www.youtube.com/watch?v=EtS1znYJ5qk
      Dem kann sogar ich zustimmen.

      *) Administration, weil Trump sich mit seinen engsten Vertrauten beratschlagt, welche eben keine Regierungsmitglieder sind. Diese sind für ihn derweil maßgeblicher als sein Kabinett.

    • @tamarisque
      1. warum soll Donald Trump Verantwortung für etwas übernehmen, das er nicht verbockt hat? Er hat immer wieder klar gemacht, dass er ursprünglich gegen den Irak-Krieg war. Aber er war auch der Meinung, man hätte danach nicht so einfach abziehen und dem Gegner das Feld überlassen dürfen.
      2. Sollte es zu neuen Flüchtlingsströmen kommen muss man das eben steuern. Trump hatte auch hier die beste Idee: Kriegsflüchtlinge aus dem Nahen Osten in Schutzzonenonen unterbringen, die man dort unten erricheten kann.
      3. „kollektive Ablehnung?“ Machen Sie Witze? Aber nur bei Anne Will, etc. Sehen Sie doch hier in den Foren der FAZ.NET nach: 80% unterstützen Trump! Und selbst wenn nicht, denken Sie das kratzt irgendwen? In Deutschland (und das gilt vor allem auch für rot-grün) wird man in DIESEM JAHR (!!) erfahren, dass man nicht der Nabel der Welt ist. Wir (ich schließe mich da allerings nicht mit ein) stehen gegen USA, GB, RUS. Über rot-grün lachen die sich tot, wollen wir wetten? Es gab schon ein mal ein paar Irre hierzulande, die meinten sie könnten es mit den USA und den anderen aufnehmen. Die haben im März 1945 auch noch vom Endsieg fabuliert, kurz bevor ihnen der Arsch auf Grundeis ging.
      Ich unterstütze Trump. Wenn er mich lassen würde, ich würde sogar sein Soldat und mit der Waffe in der Hand für die USA und den freien Westen kämpfen. Und dazu zählt die BRD in dem jämmerlichen Zustand von jetzt nicht mehr. Aber irgendwann muss der ganze Lindenstraßengartenzwergdreck ja mal ein Ende haben.
      Und was Schulz angeht: glauben Sie im Ernst noch irgendwelchen Umfragen (siehe Trump-Wahl)? Wo werden die denn jeweils gemacht? Im Altersheim nachdem man einem Opa ein Bier spendiert hat? In der Blindenschule (die können Schulz wenigstens nicht sehen)? Vor dem Willy-Brandt-Haus? Gerade wenn ich mir Schulz ansehe, dann bin ich umso überzeugter dass rot-grün abkacken wird. Ich hätte nichts gegen die SPD mit einem charismatischen, persönlichkeitsstarken Kandidaten. Aber der Typ? Oh je, ohjeohje! Und wenn beim nächsten Mal wieder welche anspaziert kommen um hier Kohle abzugreifen (und hauptsächlich dafür kamen die ja wohl, oder glaubt hier irgendjemand, dass 2012, kurz nach dem berüchtigten BVG-Urteil [dass die Geldgeschenke versprach] rein zufälligerweise in völlig unterschiedlichen Teilen der Welt plötzlich „politische Verfolgung“ entstand? Aber es soll ja auch noch Erwachsene geben, die an den Weihnachtsmann glauben.), dann sind die Grenzen zu, auch das kriegen wir irgendwie hin, auch da wäre ich bereit zu wetten. Notfalls fragen wir bei Trump an, ob er an unserer Südgrenze nicht auch eine Mauer bauen kann.

    • @Tamarisque
      Ich fürchte, Sie könnten mit Ihrer Einschätzung Recht haben. Ganz schlimm auch, dass die Trump-Administration Saudi-Arabien wohl noch mehr bei der Blockade und Bombardierung des Jemen unterstützen will (was in deutschen Medien kaum erwähnt wird).


    • @ Harry Charles
      Vielen Dank für Ihre Antwort. Hier meine Kommentare dazu.

      „warum soll Donald Trump Verantwortung für etwas übernehmen, das er nicht verbockt hat?“

      Weil er als Präsident der USA für das Land Verantwortung trägt, auch für vergangene Verpflichtungen.

      Es ist dokumentiert, dass er nicht sofort gegen den Irak Krieg war, sondern erst, als immer mehr Menschen Zweifel an dem Krieg hatten.
      Tja, er meint ja auch, man hätte den Irakern wenigstens das Öl nehmen sollen.

      „Safe zones“. Genau das wurde von Hillary Clinton in der Wahlkampagne vorgeschlagen. Dafür wurde sie der Kriegstreiberei bezichtigt, auch von einigen Teilnehmern hier in Dons Blogs. Ihr wurde sogar unterstellt, dass sie dadurch den Dritten Weltkrieg heraufbeschwören könnte.

      „Sehen Sie doch hier in den Foren der FAZ.NET nach: 80% unterstützen Trump!“

      Auf SPON – laut Selbstauskunft das größte Forum Deutschlands, ist es eine Minderzahl. Ich kenne in RL keinen, der ihn gut findet, mein Mann auch nicht. Außer einer Amerikanerin, die ich seit 1995 kenne und die bisher eine Anhängerin von Hillary Clinton war.

      „ In Deutschland (und das gilt vor allem auch für rot-grün) wird man in DIESEM JAHR (!!) erfahren, dass man nicht der Nabel der Welt ist.“

      Liegt nicht an rot-grün, sondern an Merkel und an ihrem bzw. Trumps Ego.

      „Es gab schon ein mal ein paar Irre hierzulande, die meinten sie könnten es mit den USA und den anderen aufnehmen.“

      Ja, es ist immer noch beliebt in Deutschland, die USA zu unterschätzen.

      „Ich unterstütze Trump. Wenn er mich lassen würde, ich würde sogar sein Soldat und mit der Waffe in der Hand für die USA und den freien Westen kämpfen.“

      Ist nicht Ihr Ernst, oder. ;-)
      Was haben denn die Lindenstraßen-Fans mit ihren Gartenzwergen Ihnen angetan? Bad taste stirbt nie aus… da könnten Sie noch so sehr kämpfen. Und ähnliche Marotten haben die Amerikaner ja auch, oder.

      „Und was Schulz angeht: glauben Sie im Ernst noch irgendwelchen Umfragen (siehe Trump-Wahl)?“

      Bei Trumps Wahl war die Abweichung bei den Umfragen extrem dünn, nur ein paar Prozente. Und dort werden, im Gegensatz zu Deutschland, auch Mobile Phones mit erfasst.

      „Ich hätte nichts gegen die SPD mit einem charismatischen, persönlichkeitsstarken Kandidaten.“

      Also träumen können Sie doch noch. ;-) Da können Sie lange drauf warten.

      „Notfalls fragen wir bei Trump an, ob er an unserer Südgrenze nicht auch eine Mauer bauen kann.“

      Das wäre doch mal ein Vorschlag. Da wäre er sicher sofort dabei. If only for business und seine Handelsbilanzen… ;-)


    • @ tommy
      Stimmt, laut Meldungen der US Medien lässt Trump sein Militär immer mehr in den Konflikt in Jemen verstricken, side by side mit Saudi-Arabien.
      Trumps Antiterror-Einsatz in Jemen war neulich ein Desaster, mit 23 toten Zivilisten, darunter neun Kinder. Das feiert er auch noch als „Erfolg“.

      Nichts deutet darauf hin, dass er friedliebender sein könnte als seine Vorgänger.

    • @tamarisque
      Ich will hier nicht nochmals auf alles im Einzelnen antworten, Sie kennen meine Standpunkte und dabei bleibt’s. Nur eine Sache: Sie sagen bei SPON wäre das anders. Na klasse, das hängt doch wohl immer davon ab, wie viele Lesermeinungen der jeweiligen Couleur die zulassen. Was meinen Sie hat die FAZ bei mir schon alles unterdrückt-obwohl es sehr sachliche Beiträge waren. Und ich muss Sie hier jetzt nicht über mediale Praktiken und die vielfältigen Beeinflussungs- und Manipulationsmöglichkeiten aufklären. Wenn Sie es nicht schon wissen machen Sie sich bitte kundig. Und: ich würde selbst auch niemals Verantwortung übernehmen für die Fehler anderer. Darauf warten wohl manche, aber da können sie lange warten.

  42. Danke für Text und Bilder
    Sehr schöner Text, Don, vielen Dank dafür. Leider habe ich gar keine Zeit.

    Nur kurz:
    Was die Schilderung des Falls von Tamariske betrifft (DM), ist das ein Klassiker, der wieder diese lange von Rotgrün gezüchtet Mär zerstört, nur Zurückgelassene machte so etwas. Dieser Mann hatte eine echte Alternative. Wir werden nie dahinter kommen, was in diesen Männern (meist) vorgeht. Es ist ein fanatischer Glaube, der sie antreibt. Bei Grünen würde ich unterstellen, sie hätten Schuldgefühle gegenüber Gaia. Das ist hier aber sicher nicht der Fall. Vielleicht ist es ja Schizophrenie. Es gibt ca. 1% Schizophrene. Keiner kümmert sich aber darum, es wird einfach als Spielart des Islam angenommen.

    Die Führer natürlich dürften gesund sein. Im Internet finden sie ihre Vasallen, sie sind darauf spezialisiert. Wir wissen selbst einiges über die Internetpräsenzen von Leuten wie Breivig oder den Mördern von Winnenden und Erfurt. Man sollte diese „Spielart“ des Islam vielleicht anders betrachten, zumindest ihre Protagonisten.

  43. wie bringt man dem Islamisten seine eigene Kultur näher ?
    Wenn ich jetzt vom Impressionisten schreibe, dann von dem, der sich ganz seiner Impression hingibt. Er spricht von genauer historischer Betrachtung und scheint doch im Fluss der Zeit einfach zu versinken. Weiß er, wo er die Gegenwart beginnt, das Vergangene vergangen ist? Auf mich macht der Impressionist stets einen gepflegten kulturbeflissenen Eindruck, nur manchmal möchte man sagen „Zwickts mi, i glaub i dram.“ Die Geschichte des Abendlandes ist nur auf den ersten Blick die Geschichte der Erfolgreichen und Besserwissenden, aber das war natürlich nicht immer so. Man denke daran, was die Entwicklung der Mathematik dem Orient verdankt, oder die Philosophie. Große Teile des griechischen Erbes wurden im Islam bewahrt und so dem Okzident erst wieder in der Renaissance zugänglich. Christen waren es, die die größte Bibliothek des Altertums in Alexandria in Brand steckten. Die Null ist die Erfindung der Inder. Vielleicht wäre es hilfreich, dem „Islamisten“ zu einem angemessenen Selbstbewusstsein zu verhelfen? Nur wie kann das geschehen? Durch Goethe-Institute? Man sollte Schopenhauer verteilen, verschenken, wie manche Islamisten den Koran verschenken. Nur wer übersetzt Schopenhauer? Nur mal so als Vorschlag. Der Impressionist ergötzt sich gerne. Was lässt sich vom Christen sagen? Verpönt sind Bertrand Russel oder Artur Schopenhauer gleichermaßen, weil sie in historischer Betrachtung nicht nur das geschaffene Bilderwerk gelten lassen, das fromme Künstler hinterließen, zudem meist als Auftragsarbeit, sondern auch die ziemlich eigenartige Geistesgeschichte der christlichen Religion. Posthum ist Jesus Gerechtigkeit widerfahren, man hat ihn gleich ins Göttliche erhoben. Die viel gepriesene christliche Toleranz und Herzensgüte gibt es erst, seit sich Europa im Krieg der Glaubensrichtungen so zerrieben hatte, dass die Mächtigen mittels Gesetz und weltlicher Authorität für Ruhe sorgen mussten. Was soll der Buddhist oder der Muslim über das denken, was man dem einfachen abendländischen Menschen in Bildersprache in den Kirchen nahelegte? Es braucht historische Erklärung. Der Gedanke des Museums scheint durchaus nicht in jeder Kultur angekommen zu sein, aber er ist relativ eng mit der europäischen Aufklärung und der Entwicklung eines gewissen Wohlstands verbunden, der auch nicht von Anfang ein bürgerlicher war. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich finde besagten Selbstmordattentäter oder Kulturvandalen genauso entsetzlich wie Sie, nur muss man sich auch fragen, hilft hier der Krieg weiter? Arabische Museen, wo könnten sie entstehen? Die Bildfeindlichkeit des Islam muss untergraben werden. Sie verhindert Geschichte. Sie relativiert die Tat der unseligen Irren.

    • Fake News vom Feinsten
      Man denke daran, was die Entwicklung der Mathematik dem Orient verdankt, oder die Philosophie. Große Teile des griechischen Erbes wurden im Islam bewahrt und so dem Okzident erst wieder in der Renaissance zugänglich. Christen waren es, die die größte Bibliothek des Altertums in Alexandria in Brand steckten.
      .
      Wo so ein Müll geglaubt wird, ist ein kultureller Niedergang schlicht unmöglich.

    • Titel eingeben
      „Große Teile des griechischen Erbes wurden im Islam bewahrt und so dem Okzident erst wieder in der Renaissance zugänglich. “

      Das ist ein unzutreffendes Klischee, m.E. mit mehr Berechtigung könnte man sagen, dass durch die Islamisierung des Nahen Ostens und die Zerstörung des byzantinischen Reiches (ja, ja, daran waren auch die Westler beteiligt, weiß ich alles) sehr viel an antikem Erbe, das wir sonst noch hätten, zerstört wurde.
      Die griechischen Originaltexte wurden übrigens nicht im islamischen Bereich überliefert, sondern man ließ sie nach Anfertigung von Übersetzungen vergammeln oder zerstörte sie. Interesse gab es wohl auch nur an einem begrenzten Teil des antiken Erbes (also philosophische Texte, die theologisch nutzbar waren, oder technisch-wissenschaftliche Schriften), alles, was wir an Geschichtsschreibung, Tragödien, Komödien etc. haben, wurde über Byzanz überliefert.

    • Das ist eine klassische Urban Legend:
      „Große Teile des griechischen Erbes wurden im Islam bewahrt“

      Nein. Wurden sie nicht – die Vermittlung der alten Griechen über muslimische Gelehrte spielte in der Geistesgeschichte Europas eine winzigkleine, bedeutungslose Rolle. Die Schriften der alten Griechen hatten sich in europäischen Klöstern und Privatbibliotheken erhalten, dafür war man nicht auf die Araber angewiesen.

      Das ist schon fast Geschichtsfälschung – ebenso wie die immer widerholte Fama von der ach so vorbildlichen Toleranz des Islam z.B. im damaligen Kalifat von Cordoba.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • @Thorsten Haupts
      „Die Schriften der alten Griechen hatten sich in europäischen Klöstern und Privatbibliotheken erhalten, dafür war man nicht auf die Araber angewiesen.“

      Das stimmt so auch nicht ganz, griechische Texte wurden meines Wissens vorwiegend im byzantinischen Reich überliefert, von dort wurde dann vieles im Spätmittelalter und in der Renaissance nach Westen gebracht. Griechische Texte im Original waren vorher im lateinischen Westen kaum vorhanden.
      Die islamische Vermittlung hat meines Wissens schon auch eine gewisse Rolle z.B. bei der Aristoteles-Rezeption im lateinischen Mittelalter gespielt (z.B. über Spanien, auch wenn da wohl viele Details umstritten sind). Nur: Wahrscheinlich wäre das antike Erbe ohne islamische Eroberung wesentlich besser bewahrt worden (vor allem auch: im Originaltext, nicht nur in irgendwelchen an islamische Bedürfnisse angepassten Übersetzungen), man kann durchaus die Ansicht vertreten, dass die Ausbreitung des Islams für den Nahen/Mittleren Osten und Nordafrika ein kulturelles Desaster war.


    • Weiß man denn etwas über die Bevölkerungszusammensetzung bzw. -migration in Spanien zwischen etwa 500 und 1500?
      Architektonisch lassen sich die dortigen Moscheen ziemlich aus der vorigen „christlichen“ Architektur herleiten, war mein Eindruck, als ich mal etwas zu Architekturen zwischen 500 und 1000 in Wikipedia herumstöberte.
      Vermutlich war das zunächst also wohl nur eine dünne Erobererschicht, die zuwanderte. Ob dann später mehr von Nordafrika nachkamen, wäre interessant, denn die sog. Mudejar-Architektur sieht dann klar islamisch, nicht mehr europäischverwandt aus.
      Ansonsten habe ich auch mal gelesen, es gäbe keinerlei archäologischen Anzeichen für ausgedehnte Städte in El-Andalus, konnte darüber aber nichts Näheres erfahren.
      Die Zeit zwischen 400 und 1200 ist ziemlich nebulös.

    • @colorcraze
      Ich glaube, Stand der Forschung ist, dass die meisten Muslime im mittelalterlichen Spanien Nachfahren einheimischer Konvertiten waren. Es gab aber auch andere Gruppen wie Berber aus Nordafrika oder teils auch echte arabische Stammesgruppen mit Wurzeln bis hinunter in den Jemen, aber auch z.B. Slawen, die als Sklaven importiert worden waren und teils auch im militärischen Bereich eingesetzt wurden. Diese „Buntheit“ der Gesellschaft war wohl auch ein Grund für enorme Spannungen im Kalifat von Cordoba und letzten Endes für dessen Niedergang, da sich die verschiedenen Gruppen teils stark befehdeten, trotz der gemeinsamen Religion.
      Große Städte gab es im Kalifat aber zweifellos, besonders verglichen mit den Verhältnissen im übrigen Westeuropa.
      Eine interessante, sehr islamkritische Sicht auf dieses Kapitel der spanischen Geschichte kann man in den entsprechenden Abschnitten bei Stanley Payne: Spain. A unique history lesen.

  44. Na, das war doch mal was
    Froh bin ich, ehe ich mit Kommentieren anfing, heute mal die Kommentare gesichtet zu haben. Da erwiderten Sie, lieber Don, einem Herrn M…:

    „Im Gegensatz zu Ihnen kenne ich anhänger des islam, und da gibt es haufenweise unterschiedliche Einstellungen. Was ich mit meinem Beitrag eigentlich sagen wollte: Pauschalisierung ist falsch und bringt einen auch nicht weiter als die Spinner der anderen Seite. Also seien Sie bitte so nett und lassen diese Wortmeldung in der form eine Ausnahme gewesen sein. so kommen wir nämlich nur un ein Fahrwasser, in dem ich sicher nicht mitschippern werde.“

    Ja, Gott sei Dank, da bin ich ja ganz bei Ihnen und muss mich nicht der Grübelei hingeben, ob mich jetzt nur Ihr Stil (stellenweise) stört, oder ob das vielleicht schon nicht mehr Stil ist, sondern bereits die Meinung. Heute kann ich Letzteres verneinen, ja, da bin ich froh.

    In den mir vorausgegangenen Kommentaren ist das fröhliche Gegenrechnen ausgebrochen, und es erweist sich wieder als so wenig zielführend wie eh und je. Sehen wir mal davon ab, dass der „linke Mainstream“ (was auch immer das sein soll), auch in Ihrem Sprachgebrauch gelegentlich aufblitzt, würde ich doch sagen, ich erspare mir die Teilnahme allein schon deshalb, weil ich eh niemandem zustimmen kann.

    Die Konflikte dieser Welt können nicht eindimensional und monokausal erklärt werden. Wer sind die Terroristen? Was wollen Sie? Offenbar verspricht sich jemand etwas von der Zerstörung von Gemälden; es liegt nahe, zu sagen, er möchte einen Krater in das kulturelle Gedächtnis einer Nation sprengen. Wenn diese Kultur jetzt ohnehin von vielen eher stiefmütterlich behandelt wird (aber in Wirklichkeit sind die „Linken“ viel spießiger, als man denkt), dann wäre das ja sinnlos.
    Wir werden noch einige Terroranschläge zu vergegenwärtigen haben. Das Ziel ist der Bürgerkrieg. Trüge sich die große Mehrheit der in Europa lebenden Muslime mit dem Gedanken, in Paris, Wien oder Berlin ein weiteres Konstantinopel zu schlagen, dann sähe der Terror ganz anders aus – dann wäre er bereits der Bürgerkrieg, den auszulösen er ja zum Ziel hat. Bisher hat es glücklicherweise noch nicht geklappt.

    Aber richtig ist auch: Das macht das Wirken von Silvesternachtstouristen, Erdogan-Fans und Handschlagsunwilligen auch nicht weniger harmlos.

    • Naja, gewisse Ereignisse zeigen in diese Richtung, und wenn Sie sich Frankreichs Ausnahmegesetze anschauen, dann fehlt da nicht mehr so viel hin. Es ist jedenfalls auch nicht mehr wirklich Frieden.

  45. "Der heute real existierende Westen ist teilweise aus der DDR hervorgegangen..."
    Wenn das Margot Honecker und Genossen noch erfahren hätten, sie hätten eine Freude gehabt im Alter.

    Von dieser kleinen, historisch betrachtet lächerliche 40 Jahre existierenden DDR wird gewiss manches bleiben, aber das der real existierende Westen (gleich der ganze Westen!) aus ihr hervorgegangen sein soll hätte ich gern mal belegt gesehen. Soviel fehlendes westliches Selbstvertrauen ist mir ja noch nie(!) begegnet. Wie kommts auf einmal? Aber wenn man jemanden gefunden hat, der zuständig ist oder halt sein soll für die wahrgenommenen Missstände, dann ist es natürlich immer einfacher. Das stimmt dann schon.

    Dasselbe Spiel habe ich übrigens in der DDR viele Jahre lang live gehabt:Der Westen war für alles Misslungene zuständig. Was haben wir hinter der Mauer immer gelacht. Und nun das.

    Wir sollten endlich mal ernsthaft diskutieren. Und u.a. die Frage behandeln, was den Westen eigentlich noch zusammenhält? Der Sozialismus als einigender Feind ist verschwunden. Schaue ich mir die jüngeren Entwicklungen an, dann hielte ich diese Frage mittlerweile für extrem dringlich. Der Islam jedenfalls scheint sich um einen solchen Zusammenhalt nicht extra bemühen zu müssen. Der ist offensichtlich vorhanden.

    Klagen gehören gewiss immer dazu. Aber wohin können Dauerklagen führen?

    • real existierend
      Aus meiner ausländischen Sicht ist die real existierende BRD mit einer Überdosis DDR befrachtet. Als da z.B. seien ulF, der Gaukler, Gysi und Holm, Missachtung des Wählers und Steuerzahlers durch die parasitäre Kaste, u.v.a.m.

    • @Wassermann
      Es ist doch die uralte Leier:Die eigene Verantwortung wird projektiv delegiert. Früher war es mal eine andere Bevölkerungsgruppe, die für alles verantwortlich gemacht wurde. Das Ergebnis ist einigermaßen bekannt.

      Merkel und Gauck wären ohne Springer, Bertelsmann & Co niemals ins Amt gekommen. Ich würde da ja auch mal die Verhältnisse in den etablierten Parteien anschauen, die nun ganz gewiss nichts mit „DDR“ zu tun haben. Und vielleicht ist ja auch die „vornehme“ Zurückhaltung so vieler Bildungsbürger irgendwie mitverantwortlich an den Verhältnissen?

      Holm ist eine sicher kluge aber in der Welt der Macht völlig zu vernachlässigende Größe. Gysi übrigens auch. Der ist ein prima Unterhalter, würde aber selbst in der PdL (8% Tendenz sinkend) bei weitem nicht von allen gewählt werden.

      Wen sehen Sie denn bei der „parasitären Kaste“ Deutschlands? Wer ist das? DAS würde mich ja nun wirklich mal interessieren. Die Steuerhinterzieher z.B. meinen Sie ja sicher nicht. Und die ca. 10-15 Hartzer, Arbeitslosen, Aufstocker und sonstigen Niedriglöhner können Sie ja auch kaum meinen. Wer also sind die, die einen solch großen Einfluss auf die Verhältnisse im Land haben sollen?

      Ohne Klartext kommen wir eben nicht weiter. Dieses ewiggleiche Raunen und Wähnen und Andeuten bringt doch niemanden weiter. Das Fluchen und Pöbeln übrigens auch nicht.

      Als Definition von Eliten war mal zu lesen:Im Gegensatz zu den meisten Menschen übernehmen die sofort die Verantwortung für ihr Tun. Und handeln!
      Wo also sind die neuen Eliten, denen die Führung bei einer, weiß Gott, erforderlichen Wende zugetraut werden kann?

    • Das ewiggleiche Raunen und Wähnen und Andeuten
      war auch ganz typisch DDR. Noch so ein Punkt, bei dem man sich unweigerlich erinnert fühlt.

    • @Beobachter
      Da haben Sie dann gewiss auch ein paar Beispiele.

  46. post scriptum
    1) Die Ausstellung über Karl IV und die Berichtsertstattung darüber ist natürlich zu loben
    2) Es hat den Anschein, die Christen zerstören das Wort und die Muslime das Bild? Wie will man da zusammenfinden? Bleibt fast nur Enthaltsamkeit oder ein bescheidenerer Glaube an die symbolischen Formen des Ernst Cassirer, der Jude war?

    • Die Protestanten haben auch Bilder zerstört.

    • Ein gut lutherischer
      Theologieprofessor erklärte mir erst letztes Jahr, Luther wars nicht, der war gegen das Bilderstürmen. Die anderen waren es, ein gewisser Zwingli und auch andere, die sich von Dr. Luther nichts sagen ließen.

  47. Hallo
    in die Seufzer-Suite mit Goldrand…Wieder mal ein schöner Ausflug ins Spätmittelalter, wo man ja auch nicht zimperlich war. Eines der großen Probleme des Islamismus scheint mir die Märtyrer-Diktion zu sein, die aus dem jüdischen und christlichen Gedankengut kommt. So lange Straftaten gegen die „Ungläubigen“ ideologisch positiv besetzt werden und den Tätern das Paradies verheissen wird, so lange werden sie weiter hassen.

    • Märtyrer im Christentum werden die genannt, die sich wie der heilige
      Laurentius auf einem Rost braten lassen mussten, die also etwas erduldet haben. Das ist, was aus dem jüdischen und christlichen Gedankengut kommt
      Während im Sprachgebrauch der Muslime ein Märtyrer einer ist, der andere etwas erdulden lässt.
      Ein himmelhoher Unterschied.

    • Nun ja, auch im Christentum gibt es Heilige wie Karl Borromäus.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Borrom%C3%A4us

      Alles ist relativ.

    • Naja, Trojaner....
      Ist ihnen nie der Gedanke gekommen, welches der beiden da die intelligentere Version ist?

      Nein, ganz bestimmt nicht, gell?
      Es gibt im neuesten Scorses Film zu bestaunen, wie ein paar fanatisch dumme Jesuiten sehr viel unschuldige Japaner zu Gläubigen machen, die das dann mit unfassbaren Foltern und Leiden bezahlen müssen…
      Wären da nicht die idiotischen Verbrecher dieser Sch….Religion gewesen, dann wäre ihnen das Leiden erspart geblieben und zwar ohne die geringsten Folgen.
      Um einen Idioten der sich braten lässt für einen Helden zu halten, muss man schon selber einigermnassen daneben sein…. Aber so sind sie halt die Liebhaber des Todes und Feinde alles Lebendigen.

  48. Ach, verehrter Don,
    So schön, wie dieser Beitrag auch ist, Sie wissen doch, dass er unnütz ist. Schließlich ist doch die Gefahr, bei einem Verkehrsunfall zu sterben, viel größer, als von einem Islamisten getötet oder entstellt zu werden. So what?

  49. Radikale Wende in der Berichterstattung über Syrien
    Mein kleiner Beitrag geht nicht direkt auf das Thema ein. Er ist aber dennoch wichtig, da heute zum ersten Mal im Deutschlandfunk ein Experte der Universität Mainz zu Wort kommt, der alle fake news der sogenannten Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte enttarnt, das Märchen von den „moderaten“ Milizen beendet und aufzeigt, worum es jetzt in Syrien geht. Das hat dann wieder viel mit Kultur zu tun, da die Dschihad-Kämpfer eben diese auslöschen wollten.
    http://www.deutschlandfunk.de/syrie…_id=379678

    • Titel eingeben
      Ihr Link funktioniert leider nicht…können Sie das nochmal versuchen, oder den Namen des interviewten Professors nennen? Würde mich nämlich auch sehr interessieren, dieser ganze Hype um Aleppo war mir sehr suspekt (dazu auch interessant die Berichte von Patrick Cockburn beim britischen Independent und kürzlich auch im London Review of books, wo es genau darum ging, dass westliche Medien sich zum Sprachrohr von Islamisten gemacht haben).

    • Der Experte war wohl politisch nicht ganz korrekt
      denn die von Ihnen verlinkte Seite wird nicht gefunden.

    • Meyer hat sehr vernünftige Argumente und m.E. völlig recht
      und ich habe nicht verstanden, warum plötzlich Assad der Teufel höchst persönlich und die Opposition bzw. die „moderaten“ Rebellen unterstützenswert waren. Woher das Giftgas kam, ist unterdessen längst geklärt, die Türkei hat geliefert.

      Das Geschrei, Assad muss weg, erinnert an den Irak, Libyen, den arabischen Frühling, der keiner war oder an die Ukraine und wer hat das alles initiiert?
      Übrigens meint Merkel ja, Syrien ginge nur ohne Assad, aber was ist dann? Eine Frage, auf die nicht nur Merkel garantiert keine Antwort hat.

    • @Deutschlandfunk-Hörer & tommy
      Danke für den Hinweis und den Link!

      Seit Monaten wundere ich mich schon über die Bezeichnung „Gemäßigte Rebellen“, die – zumindest in meiner Wahrnehmung – zu 100% im ÖRR verwendet wurde. Die Motivation für die Verwendung dieser Bezeichnung wäre noch aufzuklären …

    • Man staunt wirklich.
      Denn solche Einschätzungen fand man bislang (schließt die Möglichkeit ein, etwas übersehen zu haben) nur bei RT. Ganz konkret auch zu solchen Dingen wie Weißhelmen und sog. Beobachtungsstelle. Aber das ist ja asymmetrische Kriegsführung &cet.

  50. Die Wahl zwischen schwarz und weiss, zwischen gut und böse ...
    Im Rahmen der gamergate-Kontroverse, aus heutiger Sicht ein Testlauf für die Medientaktiken der alt/right, mahnte ein Linksliberaler einmal, die extreme Rechte der USA baue ein Szenario auf, in dem man sich nur noch zwischen Faschisten (ihnen) und Stalinisten (die „Liberals“) entscheiden kann.

    Nach meinem Eindruck beschreibt das ebenso präzise die Wahl, vor die einen die ganze Blase der Antirassisten, Feministen und sonstigen heutigen Linken stellen möchte. Wer nicht für sie ist, ist gegen sie, wer sich ihren Sprach- und Verhaltensregeln nicht vollständig unterwirft, ist ein Faschist.

    Das könnte man ignorieren, da es sich in Deutschland noch weitgehend innerhalb der sozialwissenschaftlichen Institute der Universitäten abspielt. Wenn es nicht – bis 2016 in langsam, aber beständig zunehmendem Masse – in die Medien und Ministerien überschwappen würde.

    Und für diese kulturregressive, totalitäre und die westliche Zivilisation in toto hassende Linke sind die „Rechtspopulisten“ beiderseits des Atlantik ein notwendiges Korrektiv. Nur ihrem Druck und der Angst vor ihnen ist zu verdanken, dass sich stark verengte öffentliche Räume wieder für politische Diskussion öffnen, interessanterweise übrigens sowohl nach links als auch nach rechts nach herkömmlichem Verständnis.

    Es beweist sich erneut, dass Macht korrumpiert. Die Liberalen der westlichen Welt haben nur vergessen, diese Einsicht auf sich selbst anzuwenden.

    Ich werde die Bush-Doktrin „Wer nicht für mich ist, ist gegen mich“ nie akzeptieren. Aber ich verstehe schon den Wunsch und die Neigung, sich auf diese Weise eines starken Unterstützungsfundamentes zu versichern. Unter Aufgabe differenzierter Positionen. Denn öffentlich wirksame Differenzierung führt dazu, dass man gleichzeitig Ziel beider Lager wird. Von denen das eine noch immer die stärkeren Medienbataillone hat.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Rätsels Lösung
      Weil sie – in schlechter linker Tradition – nicht Pluralismus, sondern vereinheitlichenden „linken Fortschritt“ wollen, der für sie heute größtenteils und primär im aktuell gehypten, paternalistischen Minderheiten-betüdern („endlich zu ihrem Recht verhelfen“) besteht. Die, für die man „kämpft“ dabei selbst immer möglichst hilflos, traumatisiert usw., jedenfalls sicher nicht auf Augenhöhe, eher ein alles verzeihendes Verhältnis wie zu Kindern. Es hat ja schon seinen Grund, dass der moderne neoliberale Konservatismus sich so reibungs- und problemlos mit denen arrangieren kann, dass im Bund jetzt eigentlich schwarzgrün geplant war. Wo sollten da die großen Konfliktlinien auch noch sein, solange sich beide Seiten maßvoll und tolerant benehmen. Sicher nicht beim Thema Kapitalismus, in dem haben sich ja beide Seiten längst bequem eingerichtet und damit arrangiert (mehr Diversity, Sprechregeln und weibliche Vorstände für globale Konzerne als Ziel, das gefällt EKD wie Grünen, die sowieso zunehmend ununterscheidbar werden, und tut sonst kaum jemand weh). In Wirklichkeit wollen sie gerade keine Diversity, jedenfalls nicht bei den Meinungen. Man soll einfach ihre Bento-Meinungen teilen, weil die angeblich die modernen und fortschrittlichen sind. Sonst ist man von gestern oder aus der Provinz. Außer man ist Migrant, dann muss man das aus irgendeinem Grund natürlich nicht. Als schwuler Nichtmigranten-Mann aber z.b. wiederum schon. Das sind dann eben die Feinheiten der bizarren Opfer-Rangfolge, die da irgendjemand halt mal festgelegt hat, größtenteils wohl orientiert an maximaler Distanz zum Sündenbock und Feindbild „älterer westlicher Mann“. Da diese Leute aber häufig nicht logisch denken können, und sich so natürlich in allerhand amüsante Widersprüche, Fehlschlüsse etc. verwickeln, ist es alles letztlich nur ein auf Sand gebautes Kartenhaus des Irrsinns. Wie eigentlich alles, wenn man mal genauer darüber nachdenkt. Wir sind halt spielende Affen, immer mit viel Ernst bei der Sache. Solange wir uns deswegen nicht abschlachten, jedem Tierchen sein Pläsierchen.

    • Machen Sie bitte absätze, oder ich schalte diese Textwürste nicht mehr frei. Es ist eine Qual für alle Beteiligten.

    • Das stimmt zwar, aber....
      … sie sehen die eigentliche Entwicklung nicht, da ist nämlich Bewegung drin. Am deutlichsten (bisher) in den USA zu sehen.
      Man hatte einen Idioten mit Bush und einen Heuchler mit Obama. Und dann bot den Bürgern die Wahl zwischen einem Clown und einem Abgrund an Abscheulichkeit.
      Da wurde vielen an den beiden Enden des gesellschaftlichen Spektrums, die sie ja genau beschrieben haben klar, nicht länger so weiter. Deshalb Trump.

      Ihre Frustration ist verständlich, aber sich auf die eine der beiden Seiten zu schlagen ist Zeitverschwendung. Halten sie lieber Ausschau nach etwas, das eine wahre Alternative sein könnte. Ihr blinder Wille in der Reaktion etwas Positives zu sehen, führt nirgendwo hin.

  51. Islam: Gewalt und Terror von Beginn an.
    Ich frage mich, ob alle Ihre Geschichtsbücher gelesen haben?

    Die Einführung des Islams ist keine Geschichte geprägt von Nächstenliebe. Mohammed hat vielmehr selbst tatkräftig mit dazu beigetragen, dass Gewalt als legitimes Mittel zur Durchsetzung religiöser Interessen genutzt werden darf. Der nahe Osten und Nordafrika waren mal christlich geprägte Länder. Aber das gerät schon mal gern in Vergessenheit. Und die Araber sind nicht mit Blumen gekommen.

    • UltraKORREKT!
      Es gibt eben nicht nur einen schädlichen Absolutismus (à la Bamiyan), sondern auch einen schädlichen Relativismus.

      Sosehr man dunkle Aspekte in der europäischen Geschichte sonder Zahl finden kann, spielt eine von ihrem Gründer auf Eroberung und Vernichtung angelegte Staatsreligion doch in einer ganz anderen Liga!

    • Titel eingeben
      Das ist einfach nur dumm.

      Mohammed war ein äusserst friedliebender Mann. Seine Beziehung zB zu den heutigen Wahhabiten ist dieselbe, wie die von Jesus zu jener katholischen Kirche, die in Europa ihr Unwesen trieb als sie so alt war, wie der Islam heute ist…

      Eure Kommentare sind ein wunderbares Beispiel für den zu Recht so verachteten besserwisserischen Unsinn der alten weissen Männer.

    • TDV, Sie sagen, ich bin dumm.
      Lesen Sie doch mal einfach ein wenig Wikipedia. Das reicht für den Einstieg. „Friedliebender Mann“, da muss man erst mal drauf kommen. Wäre er doch in Medina geblieben und hätte friedlich seine Lehre gepredigt. Aber nein, er musste ja zurück nach Mekka, um es allen zu zeigen. Ja, und die Juden und die Christen. Sie standen ihm von Anfang an im Weg. Schließlich behaupteten sie ja auch, Inhaber der alleinigen richtigen Lehre zu sein. TDV, hier enttäuschen Sie und Ihr Kommentar ist einfach nur hilf- und ideenlos.

    • „einfach nur dumm“ ?
      @TDV, 23. Februar 2017 um 23:35 Uhr

      Auch unter wohlwollender Berücksichtigung der – auch in den guten alten Tagen von Mohammed (Friede sei mit ihm und die Gnade Allahs und sein Segen!) – im Fall von Meinungsverschiedenheiten nicht unüblichen, nachfolgend beschriebenen Umgangsformen, erscheint Ihre Qualifizierung des Religionsgründers als „äußerst friedliebend“ als äußerst fragwürdig.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Banu_Quraiza

      Gehört in die gleiche Rubrik wie die Qualifizierung des Renaissancedichters Dante als „pädophil“.

    • Das ist einfach nur dumm
      in der Tat, denn es gibt schöne Bücher von Hamed, die das Gegenteil kundig belegen. Es sollte zum Grundwissen gehören, dass der Koran in ganz verschiedenen Situation von M heruntergeschrieben wurde: Einmal aus einer Minderheitenposition heraus wie ein harmlos-blumenhaft daherkommendes Wahlprogramm der GrünInnen, und einmal aus der Herrschaftsposition heraus, mit lauter Maaslosigkeiten und Kahanismen. Dieser Teil des Koran kann für uns allein von maßgeblichem Interesse, sein, denn er zeigt, was uns erwartet, wenn wir auf den anderen Teil hereinfallen.

    • @Sirisee
      Einfach perfekt Ihre Antwort , Hut ab !
      Dies sollten sich die Einheitsparteien im Bundestag einmal auf dem Flipchart durcharbeiten. So als Gruppenarbeit, vllt. springen die verkümmerten Gehirnzellen wieder an.
      Vllt. verstehen sie, daß ich als CDU-Volks-(verräter) mittlerweile auf der BLAUEN Seite bin. Bei D.A. dürfte dies Verständnis noch etwas Zeit brauchen.
      Lob an die FAZ .Die roten Umfragen von 8% AfD werden durch die Firma mit 12 % korrigiert !!! Aber nun Druck auf den Staatsfunk, da Fake.News !

    • Titel eingeben
      Wikipedia wäre ein Thema um das man sich auch mal ein wenig intensiver kümmern müsste…
      Bevor mir jemand mit Wikipedia als Argumentationshilfe kommt, sollte er sich ein wenig besser informieren. Mir fällt seit ein paar Jahren schon auf, dass da Seiten spurlos verschwinden und man auf Nachfrage keine, bzw. falsche Antworten bekommt

      Tip:

      https://kenfm.de/kenfm-am-telefon-markus-fiedler-zensur/

    • Wikipedia als Einstieg
      Und dann gibt es ganz wunderbare Geschichtsbücher, Lexika usw. Und natürlich den Koran selbst! Eine wahre Offenbarung. Im Grunde genommen geht es in diesem Text einzig und allein um die Abgrenzung zu den anderen (Juden und Christen und den übrigen, andersgläubigen Arabern im Umrkreis des Propheten). Mensch, TDV. Sie enttäuschen mich jetzt echt. Sonst habe ich Sie hier immer gern gelesen. Aber das, was Sie oben geschrieben haben, ist eigentlich schon eine Fake News („friedliebend“). Wenn Mohammed wie Jesus oder Buddha gewesen wäre, hätten wir heute nicht diese existenziellen Grundsatzfragen, die wir hier diskutieren. (Über das, was die Christen und Buddhisten dann daraus gemacht haben, kann man deftig und richtig streiten. Da stimme ich Ihnen zu!) Ich frage mich außerdem, warum um Scientology in diesem Land so ein Heckmeck gemacht wird.
      .
      Letztendlich glaube ich aber, ähnlich wie der Don, dass es genügend Muslime gibt, die ähnlich wie wir, in einer Demokratie leben und Geld verdienen wollen, um damit ihre Familien über die Runden zu bringen. Ich habe nur das Gefühl, dass die Mehrzahl der islamischen Religionslehrer das ein wenig anders sieht. Und genau das macht mir Angst.
      .
      Ja, ich bin für einen Euro-Islam und für seine Vertreterinnen und Vertreter. Nur sind diese so wenig und werden auch so marginalisiert, dass ich mich frage, wie wir hier in Europa dieses Projekt auf den Weg bringen können. Meiner Meinung nach, gibt es in der islamischen Community [schönes Wort ;-)] in Deutschland zu viel Türkei und zu viel Saudi-Arabien (wer weiß, vielleicht sogar Iran?) und zu wenig echte demokratische Ideen.
      .
      Sie sehen also, ich komme Ihnen gern entgegen, TDV, aber das Gewaltproblem des Islam, das sich schon im Koran selbst und in der Person seines Stifters manifestiert, MUSS diskutiert und beobachtet werden.
      .
      Schauen Sie sich um auf der Welt: Welche Religion ist es, die zurzeit am meisten die Mitglieder anderer Religionen bedrängt?

    • Na also, TDV, Sie haben ja doch was drauf!
      Text eingeben

    • TDV: Mal in den Spiegel schauen, und sehen, wer da zum Vorschein kommt ....
      Wir wissen ja, dass Sie vieles wissen, ohne Frage.
      Aber lehnen Sie sich trotzdem nicht zu weit aus dem Fenster!

      Was wir vom Propheten wissen, ist sehr beschränkt. Er war Analphabet (sage nicht ich, sagt der Islam), konnte also keine Gedanken notieren.
      Und was die islamische Überlieferung anbietet, wurde grösstenteils tendenziell zwei Jahrhunderte nach ihm notiert.
      Schauen Sie sich die intraislamischen Gefechte zur Authentizität der Hadith an.
      Auch ich kann mir vorstellen, dass es sich um einen friedliebenden Menschen gehandelt haben könnte. Die Wahrheit kennt niemand, und damit ist Ihre Aussage immateriell.

      Mir scheint Ihre ganze Argumentation schräg, tut mir Leid. Selbst wenn es Jesus gegeben hätte, könnte er sich in den Zeiten von Mittelalter bis zum Ende der Hexenverfolgung nur im Grabe rum und num gedreht haben. Dieses Wissen hat den Azteken und den ‚Hexen‘ null geholfen und wenig getröstet.

    • TDV:
      Nachdem ich Sie gelobt habe, müssen Sie jetzt aber auch liefern! Also nach, „Mohammed war ein äusserst friedliebender Mann“, müssen Sie uns jetzt, ich kürze hier mal ab, auch unbedingt Ihre Meinung zu diesem Hüttler mitteilen! War das ein äusserst philosemitischer Mann?

    • Münsterländer...
      Sie machen den gleichen Fehler wie all die überhaupt nicht denkenden.
      Sie schliessen aus dem heutigen, 1400 Jahren alte Islam auf seinen Gründer…

      Denken sie mal zurück, an die Zeiten als das Christentum 1400 Jahre alt war. Würden sie etwa sagen, dass das Christumtum in jenen Zeiten Jesus repräsentiert hat?

      Diese Entwicklung ist in allen Religionen dieselbe.
      „Once the living sourve is gone, Religions become like sewage plants. The big pieces float to the top.“

    • Sie sind so arrogant, TDV.
      Natürlich denke ich. Und noch einmal: Lesen Sie das NT und lesen Sie den Koran. Lesen Sie die Lebensgeschichte des Religionsstifters der Christen und die der Muslime. Fällt Ihnen etwas auf?

    • Ja, Münsterländer...
      Mir fällt etwas auf, allerdings etwas anders als ihnen. Beide wurden nach mündlichen Überlieferungen über mehr als 10 Generationen endlich mal aufgeschrieben… und dürften mit den in den Büchern handelnden tatsächlichen Personen recht wenig zu tun haben. Zumal nicht nur Konstantin, sondern auch alle folgenden Päpste jeweils ihre Änderungen hinzufügten. Dazu noch cder offensichtliche Anteil an Märchen die man man kleinen Kindern oder Debilen erzählen kann, von denen es ja leider Unzählige zu geben scheint..

      Ich hab ja hier mehr als einmal geschrieben, dass der Islam in der Tat es schafft noch dümmer als die christliche Religion zu sein. Man hat da halt weniger gefiltert… Aber auch im Koran findet man Brauchbares. Von Leuten die unter strengster Zensur in Saudi Arabien und ähnlichem leben, kann man kaum verlangen, dass sie Religions Philosophie studiert haben. Und selbst sie werden ja wohl kaum behaupten wollen dass der Umgang des „Westens“ mit den islamische Öl-Staaten irgendwas christliches an sich hat, oder?
      Und, mit Verlaub, wir zumindest könnten es besser wissen, aber weiter als bis zur Habgier, und der dafür nötigen brutalen Gewalt haben wir superschlauen, den Muslemanen ja so weit überlegenen Christen ja auch nicht geschafft.

  52. Adorno und die Maulerei vom Volk
    So wies aussieht ist ein großer Teil unserer Bevölkerung
    unfruchtbar
    erbgutgeschädigt
    allergienbehaftet
    Und beim Rest hapert es
    so langsam mit der Verarbeitungsfähigkeit im Gehirn.
    .
    Adorno hatte schon recht: All das Halbverstandene und all das
    Halberfahrene war natürlich nicht die Vorstufe zur Bildung
    > sondern ihr Todfeind!
    ..
    Was hat sich die protestantische Frau Merkel bloß
    dabei gedacht, als sie für uns frische Gene aus
    islamischem Kulturkreisen besorgen wollte?
    Hat sie es – irre abgehoben – vielleicht mit den Segnungen
    der Zuwanderung der klugen Hugenotten aus Frankreich,
    die ja ihre Heimat Preußen + die Uckermark so sehr
    bereicherten, verglichen?
    Nun, der kluge Kurfürst Friedrich Wilhelm hatte jedenfalls
    die Zuwanderung aus dem katholischen Frankreich damals vorbildlich organisiert.
    Allerdings gab es beim „Volk“ trotzdem Maulerei.
    Aus Neid auf gewährte Privilegien beim > Sündenbock.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Wilhelm_(Brandenburg)

  53. Deutschland Alaaf, westeuropäische Kultur Helau und mea culpa
    Lieber Don Alphonso,

    Ihr Bemühen Heiterkeit mit Ihren Gedanken: „Man denkt sich ganz böse Sachen, etwa, dem Attentäter die Zelle mit Bildern aus dem Louvre zu tapezieren und Sonntag gefesselt und geknebelt zum Hochamt zu schleifen“, hervorzurufen, als Beitrag zum heutigen unsinnigen Donnerstag, bedarf lediglich noch der Ergänzung der eigenen Phantasie sich hierbei Don Alphonso in der Bütt mit Narrenkappe vorzustellen.

    Doch der Narr hat resigniert, läßt sich nicht nur zum verordneten Termin die Narrenkappe überstülpen, sondern ebenso die von der Politik verordnete Realität.

    Die NZZ, publizierte am 20.02.2017 einen Beitrag von Peter Strasser, mit der Überschrift:

    „Zu viele Anpassungsforderungen stiften Unfrieden“.

    Dürfen Herrn Strassers Gedanken am heutigen närrischen Feiertag auch anders betrachtet werden? So ist dort zu lesen:

    „Neuerdings, in Zeiten von Masseneinwanderung, religiösem Terror und ideologischer Radikalisierung, wird gebetsmühlenartig gefordert, Fremde, die bei uns Schutz und Heimat suchen, müssten sich unseren Sitten und Gebräuchen «anpassen». Die Frage, wie es dabei um die Selbstachtung der Betroffenen steht, bewegt den öffentlichen Diskurs kaum.“

    Wir sollten uns in diesen Faschingstagen nicht nur lächerliche D.Trump Perücken aufsetzen, sondern uns sorgende, wie mitfühlende Gedanken machen wie den Regierungsgästen am besten geholfen werden kann, wo doch unsere geliebte Kultur diese Menschen nur unterdrücken will in der Forderung unsere Werte zu akzeptieren, ja sie gar anzunehmen.

    Terror, Diebstahl, Pöbeleien, sexuelle Belästigungen usw., alles Mitbringsel und Kultur aus der Heimat der Islamischen, ihren Bassars und den afrikanischen Stammesgemeinschaften mit Orakel, die wir nicht achten, belächeln und ihnen damit respektlos begegnen.

    Wir sollten Ihnen. – allen – einfach die Heimreise so schnell wie möglich ermöglichen und keine unsinnigen Forderungen an solche richten, sie gar hier katholisch machen wollen.

    Herr Strasser ist der Meinung, daß unsere überzogenen Integrationsforderungen vielleicht von den Islamischen und Voodooafrikanern äußerlich akzeptiert würden, aber nur zu einer sie ständig aufzehrenden Selbstachtung zwingen würde, welche nicht zu einer Integration führen kann.

    So machen wir ja den von diesen geplanten und ausgeführten Terror selber.

    Der Aschermittwoch ist vielleicht Gelegenheit nicht nur Asche über uns zu werfen, sondern auch ein selbstbesinnendes

    mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa …zu sprechen.

    Wir sollten sie nicht, wie Sie anregen, in unseren Kirchen foltern und die Münchner Pinakothek zu einem bayerischen abu ghraib werden lassen.

    Setzen wir Merkel und Anhang auf die närrisch geschmückten Karnevalswagen begleitet von der politischen Prinzengarde mit Trumpperücken auf dem Kopf, die statt Kamellen tonnenweise Rückflugtickets – 1. Klasse – vom Festwagen werfen für ihre Gäste, die unter unseren „Entwürdigungsprozeduren“ – so Herr Strasser – so zu leiden haben.

    Seien Sie herzlich gegrüßt als fool on the hill und achten Sie auf Ihre Designerkravatte

    ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    • Hoffnungslos
      Früher zeigte man Merkel am Rosenmontag, wie sie in irgendjemandes Allerwertesten kriechen wollte – heute könnten die Karnevalswagen eher so aussehen, dass sogar die Narren sich bei ihr im Hintern wohl fühlen wollen.
      Alternativlos.

  54. Titel eingeben
    Sich als Antwort auf Terrorattacken auf die beschriebene Art mit dem „Abendland“ zu beschäftigen, ist eine irrationale und daher ziemlich anti-abendländische Reaktion, zumindest wenn man unter Abendland auch die europäische Wissenschaftsgeschichte versteht. Oder anders: Wenn einem ans Schienbein getreten wird, weil man nicht an UFOs glaubt, dann wird man nur in den seltensten Fällen seinen Unglauben begründen wollen, sondern vornehmlich versuchen, zukünftiges Treten zu unterbinden.
    D. h., dass es idiotisch ist, sich auf Pseudodiskurse einzulassen und ratsam, in inkongruenter Perspektive zum Täterbewusstsein, die Maßnahmen zu erwägen bzw. durchzuführen, die den Terror beenden. Das sind dann sicherheitspolitische aller Art, aber auch wirtschaftspolitische usw.
    Man kann eine Verteidigung auch auf kultureller Ebene suchen, aber bestimmt nicht in der oben beschriebenen trotzköpfigen Art, mit der man nicht einmal im Kindergarten Kämpfe gewinnt, sondern nur als effiziente Propaganda, als soft power.

  55. @ Don ... osmanische kriegsflagge
    In meinem Stadtteil habe ich sie jetzt häufiger gesehen, eigentlich jeden Samstag, wenn die Autokorsos mit den jung verheirateten Türken durch die Fußgängerzone brettern, ja Fußgängerzone, das sind auch gerne mal 60-70 Autos, sollte die Polizei mal wen anhalten, ist gleich der Teufel los.
    Sehr erschreckend war der Panorama 3 Bericht vom NDR, was dort gezeigt wurde macht mich mehr als sprachlos.
    https://youtu.be/V7RC8leOGxw

  56. Ursachen und Folgen
    @ Don: Schöner Beitrag, vielen Dank dafür. Jedoch: Die Karpetinger (sic!) mögen allenfalls im Englischen die Perser besiegt haben. Der Fehlerteufel hatte es heute wohl aufs Haus Capet abgesehen.

    @ TDV:

    Sie schreiben: „Wer die Probleme abstellen will, also den Terror und die Flüchtlinhsströme, der muss sich um die Ursachen kümmern und dabei darf man es sich nicht so einfach machen Ursache mit Wirkung, und Symptom mit Krankheit „verwechseln“.“

    Ich teile Ihre Auffassung, dass die Ursachen der Flüchtlingsströme bekämpft werden müssen. Allerdings wird von linksgrüner Seite unterstellt, diese seien in Afrika zu suchen, was allenfalls hinsichtlich der Ausprägung, nicht jedoch hinsichtlich der Veränderung zutreffend ist.

    In jungen Jahren besuchte ich die Verwandtschaft in Frankreich. Sehr viele Produkte dort waren damals „Made in Maghreb“. Heute kann man auch in linksrheinischen Gefilden fast nur noch Chinaware kaufen.

    Hintergrund ist die Aufnahme der Volksrepublik in die Welthandelsorganisation (WTO). Die Industrie im Reich der Mitte war damals stark auf Konsumgüter (vor allem Textilindustrie) konzentriert.

    Der Weltmarktanteil Chinas bei Schuhen und Bekleidung stieg seither von zuvor vielleicht einem Zehntel auf die Hälfte (und ist auch bei anderen Waren höher als allzumal).

    Die Arbeitsplätze der Menschen, die nicht als Nafris bezeichnet werden dürfen, sind mittlerweile in China.

    Die FAZ-Woche berichtete vor einiger Zeit über das italienische Prato – die Stadt ist fest in chinesischer Hand, seit die einheimischen Padrones pleite gingen.

    Durch die Einkindpolitik gehen den roten Regenten die billigen Arbeitskräfte aus.

    Dagegen fehlen in Nordafrika die Arbeitsplätze (und auch in Italien, das viel Konsumgüterindustrie hatte und seit dem WTO-Beitritt Chinas vor sich hindümpelt).

    Die Arabellion (FAZ) ist Folge des wirtschaftlichen Frühlings, den China seit den Reformen Deng Xiaopings erlebt.

    Die Ursachen der Flüchtlingskrise lassen sich daher ganz einfach bekämpfen: Die Flüchtlinge müssen dorthin, wo ihre Arbeitsplätze seit anderthalb Jahrzehnten sind – nach China. Die dortigen Machthaber wären froh, dass sie einen Nachschub an Wanderarbeitern haben, bis die Abschaffung der Einkindpolitik greift.

    Alternativ wäre eine Lösung wie in Prato denkbar: Städte in Europa sind faktisch exterritorial, weil dort zu maghrebinischen bzw. chinesischen Arbeitsbedingungen produziert wird. Der so entstehende Niedriglohnsektor wird allerdings vor allem den Geringverdienern schaden.

    Mit den Lösungsansätzen von Mutti Theresa kann man vielleicht eine schwarz-grüne Koalition vorbereiten (nach den letzten Umfragen aber nicht mal das) – aber ganz bestimmt nicht die Ursachen der Flüchtlingswelle bekämpfen.

    • Das ist gar nicht mal so falsch
      Aber ein wesentliches Teil haben sie in dem Zusammenhang vergessen.
      Dieser Aufstieg Chinas ist nur denkbar, weil Europas (und Amerikas) Konzerne damit ihre Profite erhöhen wollten.

      Die Antwort darauf hat nun ausgerechnet der böse Trump. In DE gibts ja noch nicht mal den Anfang einer Diskussion zum Thema Protektionismus und Isolationismus. Man meint deren Kommen könne man verhindern in dem man einfach vor allem die Augen verschliesst.

      Naja, vom deutschen Politiker Personal etwas anderes zu erwarten wäre allerdings arg naiv.

      Jedes Volk hat die Regierungen die es verdient, die Rechnungen folgen halt irgendwann…

    • Die Einkindpolitik hat doch keinen Mangel an Männern
      gebracht, China fehlen die jungen Frauen.

    • Und ich bin mir nicht sicher, ob die in China etwas mit der Kultur und den
      Gebräuchen von Muslimen anfangen können. Da prallten, wie hier auch, Welten aufeinander.
      Oder glauben Sie, ein chinesischer Arbeitgeber will Gebetszeiten in die Arbeitszeiten einplanen. Samt ritueller Waschungen vor und nachher?

    • Titel eingeben
      Wie wir heute weltweit lesen könnne, hat China nun die USA als grössten Handelspartner von Merkelland abgelöst. Profite mit Billigstware, die Wirtschaftsform, die am besten normale Arbeitsplätze in Deutschland zerstört…

      Gratuliere!

  57. Geschichte
    verläuft nur eine Zeitlang linear,dann bricht diese Entwicklung durch neue Einflüsse.So wird es auch mit der Islamisierung sein.
    Was wird passieren,wenn in einigen Jahren die Gentechnik jedem ein intelligentes Kind ermöglicht?Das wollen auch die Gläubigen und schaufeln damit ihrem Glauben das Grab.

    • Gentechnik - Demokratie
      Ich begrüße und Teile (zu einem kleinen Teil) ihren Optimismus.
      (Sie brauchen dafür aber Frauen, deren große Mehrheit einen Schulabschluss schafft und Zugang zu Familienplanung hat.)

      Anderseits ist in D innerhalb einer Generation wohl der Punkt erreicht vor Sarrazin warnt: waun ma aa die Bledan sand, de mehran samma doo…

  58. "Wie man lernt, das Alte Europa zu lieben"
    Lieben dürfen Sie es ja. Aber Sie werden es nicht mehr zurück bekommen.

    Das Ei ist zerschlagen – das bekommt man nicht mehr zurück in die Schale.

    • ulFs französisch
      Es scheint dass ulF eine Kennerin der frz Küche ist. Dort sagt man ja sprichwörtlich:

      Man kann keine Omeletten/Palatschinken/Pfannkuchen fabrizieren ohne ein paar Eier aufzuschlagen.

    • Mein Vater sagte mir,...
      … wer sich für so einen Pfannkuchen ansehen lässt, wird auch wie dieser gegessen.
      Ob mit Apfelmus, Marmelade oder Pilzen, ist wurscht.

  59. Konfession im Bundestag
    Gut ein Drittel der Bundestagsabgeordneten gibt keine Auskunft über ihre Konfession: https://www.bundestag.de/abgeordnete18/mdb_zahlen/konfession/260136 (Stand 2016).
    Irgendwie erbärmlich, finde ich. Intransparenz in einer scheinbar so belanglosen Angelegenheit verstärkt das Gefühl der Intransparenz doch eher noch. Und da die deutsche Staatsangehörigkeit nicht wirklich Auskunft über eine Person und ihren Hintergrund hergibt, halte ich Religionszugehörigkeit da schon für informativer.

    • Huch - unglaublich - - danke für die Info.
      Man staunt und staunt, was es so alles gibt.

      Bundestägliche Toleranzprotzerei (ich steh‘ über meiner Religion!) mal allgeminer Wurschtigkeit (was soll man wegen solcher – ehe – Gebräuche noch groß ein Fass aufmachen?).

      Vielleicht auch noch ein wenig Oberschlauheit: Haha, mir ist sowieso egal, was ich bin, aber vielleicht gibt es da draußen ein paar Trödel, bei denen es anders ist, und von denen will ich ja auch gewählt werden, also halte ich mich bedeckt.

      Und jetzt, wo ich – nach Kleist – schreibend darüber nachdenke, kommt auch noch die houellebecq-artige schwarze Variante: Wenn wir bekennen, dass wir Christen sind, stoßen wir die Muslime vor den Kopf – also lieber nicht.
      Das ist dann die unschönste Variante. Aber leider nicht die unwahrscheinlichste.

      (Schweinchen Schlau ist zurecht nicht sehr gut angesehen, wie ich finde – es gibt da einen Bereich, wo das Gegenüber wittert, dass es in manchen oberschlauen Fällen mit der Selbstachtung nicht weit her ist – und das ist etwas, das schwer wiegt – schwerer, als manche geistig-moralischen Leichtgewichte sich vorstellen mögen.

      Es hat mit dem Verlust der Ehre zu tun. – Komisch, die Würde steht immer noch im besten Ansehen (siehe Grundgesetz, Art. 1 Die Würde des Menschen…). Was aber offenbar in Vergessenheit gerät, ist die Tatsache, dass Würde und Ehre Geschwister sind – um nicht zu sagen: Siamesische Zwillinge. Seltsam, dass derlei vergessen werden kann).

  60. Den Islam nicht verstanden
    Leider haben Sie den Islam nicht verstanden, Don Alphonso, sonst würden sie auch nicht von Islamisten statt von radikalen Muslimen schreiben. Studieren Sie die Biographie des Mohammed von Ibn Hischām, die Hadithe und den Koran.

    • Den Islam nicht verstanden
      Man muss den Islam nicht verstehen- es reicht, seine Auswirkungen bzw. die seiner Anhänger zu sehen und zu erleben. Und ich persönlich habe die Nase so was von voll davon, seit zwei Jahren jeden verdammten Tag von dieser Religion gepredigt zu bekommen! Ich kann es nicht mehr hören! Und ich habe viel von meiner Zeit in islamischen Ländern verbracht- in Tunesien, Ägypten und Syrien. Ich kenne massenhaft Moslems. Und weil ich weiß, wie moslemisch sozialisierte bildungsferne Habenichtse ticken, will ich sie hier nicht haben!!

    • So sieht es aus
      Ich kenne Leute, die sagen, dass Politiker erstmal 2 – 3 Jahre im internationalen Vertrieb unterwegs sein müssten, bevor sie Entscheidungen treffen dürfen.Diese haben alle keine Ahnung, auch nicht davon, wie die Konkurrenz so tickt.

    • Lies!
      Ich habe eine PDF-Datei der Deutschen Übersetzung des Korans. Den kann man nicht „studieren“, den kann man nichtmal lesen. Die Sprache ist genauso unheimlich und grässlich wie die von „Mein Kampf“. Da will man sich nach 2 Seiten auch schon aus dem Fenster stürzen. Dagegen ist die Geschichte des Raben von Wilhelm Busch ja noch heiter und lebensfroh. Warum man den deutschen Koran unter dem Titel „Lies!“ verteilt hat, würde ich gerne auch mal wissen. Die Herren Muselmanisten können anscheinend nicht Englisch. Meine amerikanischen Bekannten haben sich jedenfalls darüber schiefgelacht.

    • Weshalb? Lies - das ist doch English!
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  61. Quo vadis?
    Lieber Don,
    Ihr heutiges Thema hat die meisten von Ihren Lesern immer wieder sprachlos und besorgt gemacht. Die wirkliche Sorge liegt nicht nur bei mir tiefer. Siehe hierzu den Kommentar von Herrn Uwe Dippel. Über einen Satz hierzu aus Ihrer Feder würde ich mich freuen.
    Im Voraus meinen Dank

  62. Harry Charles
    Das ganze Historisieren hat wenig mit der Realität zu tun und löst kein einziges Problem. Es gibt nur die Schließung der Außengrenze und als letztes Mittel Militär. Illusionen sind vorbei.

    • Problem & lösung
      Wenn es die Demographie, Bildung und Technologie leisten können, haben Sie eine Lösung. Zusätzlich brauchen Sie eine Entscheidungsfindung (Modell Schweiz oder Singapore?) und Umsetzung, die das auch leisten.
      (Das römische Reich in West – und Ost – haben es bekannterweise nicht geschafft.)

    • Herr Meier - bisher lösen Sie mit dieser sicher wirkungsvollen Strategie vor allen
      Dingen eins aus: einen Aufschrei sondergleichen.
      Wenngleich in einiger Zeit sich nichts anderes als irgendwie wirksam erweisen wird.
      Noch ist die Zeit nicht reif für solche Ansätze.


    • @Jürgen Meier: Ja. Immer mal wieder aufflackernde Ansätze dazu wurden nach meinem Eindruck jedesmal unterdrückt.


    • @Gast: Noch ist die Zeit nicht reif für solche Ansätze.
      Nein, sie ist ÜBERREIF dafür!
      Denn „Abschiebungen“ sind viel zu aufwendig, da sich jeder, der weg soll, mit allen Mitteln dagegen wehrt, und die Unverträglichsten am allermeisten.

  63. facts of life
    Mal für die echten Historiker:

    Ausgehend vom Jahre 200000 v. Chr. bis ca. 1945 n. Chr. bestand wesentlicher Lebensinhalt der Menschen in dem Kampf um Macht.

    In den letzten 70 Jahren gelang es Mitteleuropa sich von diesem Kampf weitgehend zu entkoppeln.

    Seltsamer Weise sind seit dem einige viele Historiker und Politiker und Bürger dieses Gebietes nicht mehr in der Lage, Macht zu beobachten. Sie sehen stattdessen Kultur und Religion und Liebe und so.

    Sorry, aber da draußen ist keine Kultur die uns beglücken will.

    Wie auch wir niemals andere Länder beglücken wollten. Wir haben die auch nur alle bombardiert bzw. durch andere (vulgo: USA) bombardieren lassen.

    Wir sind auch nur Barbaren. Aber wir sind wir. Und sind daher gezwungen um unsere Macht zu kämpfen… oder unterzugehen.

    Die Grundlagen des Dasein. Dafür braucht man keine langen Blogbeiträge oder hunderte von Kommentare.

    • @"Echte Historiker"
      Alles auf die Formel „Kampf um die Macht“ zu bringen, erscheint mir doch zu einfach und pauschal. Und das auch gerade mal so auf unsere alt- und jungsteinzeitlichen Vorfahren zu übertragen sowieso. Viel zu wenig weiß man doch immer noch. Wie das Leben damals wirklich ablief, was die Leute umtrieb, welche Motivationen sie hatten.
      Meine, zugeben vielleicht etwas gewagte, These ist, dass das ganze „Elend“ mit dem Übergang zur Sesshaftig, mit Ackerbau und Viehzucht, begonnen hat.

    • "In den letzten 70 Jahren gelang es Mitteleuropa sich von diesem Kampf weitgehend zu entkoppeln."
      Haha, der war gut. Von den diversen Alliierten-Vorbehaltsrechten haben Sie aber schon gehört. So unter anderem. Nein? Ok, Reset. Fangen wir noch mal nach ’45 an.

      https://www3.spd.de/linkableblob/5652/data/rede_carlo_schmid.pdf

    • Da haben sie grundsätzlich mal Recht...
      Allerdings gilt all dies gerade ins unserer heutigen Welt mit ihren Möglichkeiten, nur für die Dummen.
      Ich gebe ihnen völlig Recht, wer zu dumm ist ein besseres Leben ausgerechnet das von ihnen Beschriebene zu finden, der darf den Sinn des Lebens gern im Einschlagen der Schädel anderer finden, bis der kommt der ihm den seinen schneller einschlägt.

      Und „Meine, zugeben vielleicht etwas gewagte, These ist, dass das ganze „Elend“ mit dem Übergang zur Sesshaftig, mit Ackerbau und Viehzucht, begonnen hat.“
      Nun, das war von genau da an, die Politik die die Amis und die Konzerne heute benutzen um vom Erarbeiteten Anderer zu leben.
      Wenn er es nicht freiwillig hergibt, schlägt man ihm den Schädel ein.
      Heute schickt man eine Drohne. Das ist hygienischer und die Mörder benötigen anschliessend nicht so viel Therapie gegen ihr PTSS…

    • There is no sin except stupidity.
      @Deinonychus

      „Alles auf die Formel „Kampf um die Macht“ zu bringen, erscheint mir doch zu einfach und pauschal. “

      Natürlich. Viel zu einfach. Wenn einer mit dem Messer auf mich einsticht, mit dem LKW auf mich zufährt oder meine Frau vergewaltigen will, dann will der doch nicht einfach nur Macht. Natürlich nicht, das wäre doch zu einfach, man müsste da doch erst einmal nachfragen, analysieren, erforschen….

      Wenn Ihr wenigstens begreifen würdet, dass „Intellektualität“ das Gegenteil von Wissenschaft ist…dass Sinn Komplexitätsreduzierung bedeutet….

      Egal…viel Glück da draußen in der Realität.

    • "Wenn Ihr wenigstens begreifen würdet, …dass Sinn Komplexitätsreduzierung bedeutet…."
      Immerhin ist aus dem „wir“ ein „ihr“ geworden. Thx for that.

      Es bleibt im Ergebnis gehupft wie gesprungen, ob das schon hinter dem Rücken von Adenauer geschmiedete Damokles-Schwert über Polen und Berlin „aktiviert“ wird oder mir die Trojanischen Pferde interventionistischer Geschenk-Sendungen die Rübe abschneiden.

      Nur Deppen glauben, wir hätten („komplexitätsreduziert“) irgendeine Wahl. Die haben wir nicht. Patton’s hier neulich von D.A. zitierte militärische „Weisheit“ macht entsprechend nur für Ihre Freunde Sinn, nicht für uns. Ende Gelände.

    • The world will never love us. They respect us - they might even grow to fear us.
      @Bux T. Hude

      „Meine Freunde“ sind immer die Feinde meiner Feinde. Wenn ich mich zwischen Trump und einem Islamisten entscheiden muss, dann werde ich mich für „america great again“ entscheiden. Weil die neue Grenzziehung zwischen Westen und Islam verlaufen wird. Unumkehrbar…da haben Sie keine Wahl :-)

    • "Weil die neue Grenzziehung zwischen Westen und Islam verlaufen wird."
      @goodnight:
      Dass die Falken in Übersee es gerne hätten, wenn wir das so sehen, liegt nahe. Dass es tatsächlich dort um den Islam oder um Europas Flüchtlings-Problematik gehen würde, verbuche ich dennoch unter „Märchenstunde für Erwachsene“. Das Verhalten in Syrien war diesbzgl. schon durchaus aufschlußreich.

      http://journal-neo.org/2015/12/14/how-john-mccain-crippled-obama-s-war-on-isis/

  64. OT, aber g'spaßig : Ein weiblicher Andrej Holm wird Serienheldin
    bei der ARD . Die Füchsin.

    Für unsere Zwangsgebühren kann man schon die Stasi schönfilmen.

    Warte, warte noch ein Weilchen, dann kommt Anus Amri auch noch .

    Heute Satire, und morgen schon auf Ihrer Showbühne.

    • Titel eingeben
      Die Ex-Stasi-Frau (in dem Film aber das sich clever wehrende „Opfer“ und zudem die Serien-Heldin) hat sogar einen arabischen Partner, der ständig sagt, man habe nur Vorurteile gegen ihn als Perser. Als „running gag“. Er spielt den Trottel; sie die Allwissende.
      DA KOMMT WAS ZUSAMMEN. Stan & Ollie.
      Und Degato (oder wie die heißen) hat auch wieder die Finger drin.

  65. Was ich hiervon mitnehme
    Nachdem ich mit wachsendem Interesse den „Schlagabtausch“ zwischen den divergierenden Meinungen verfolgt habe, stelle ich für mich fest, dass ich höchst selten sooo viel geballten Sachverstand in Form des Artikels des DA sowie in Form von Leserbriefen erfahren habe.

    Das hat mich in der Tat intellektuell und kulturell bereicht.

    Dafür allein gehört Don Alfonso und den Leserbriefschreibenden (ungewollten) „Dozenten“ Dank!

  66. Die Beschwichtigung...
    …“Das hat nichts mit dem Islam zu tun“ verfängt inzwischen nicht mehr. (Der letzte, der sie anwandte, war – Überraschung: – S. Gabriel.)
    .
    Dass es islamische Gewalt gibt, wird inzwischen zugegeben (wie stets nur das, was nicht mehr verleugnet werden kann). Doch es folgt jetzt sofort eine scheinbar pfiffige Bagatellisierung: „Aber die meisten Opfer sind die Muslime selbst!“
    Noch wirkt das. Brav nickt der Journalist. Oh, ja dann, äh, wollen wir uns wirklich nicht beklagen.
    .
    Dabei ist diese Beschwichtigung nicht nur pfiffig, sondern vor allem kaltherzig und menschenverachtend. Wir würden sie in jedem anderen Zusammenhang auch sofort durchschauen. Der Muslim, der sich nach der Vergewaltigung einer Christin vor Gericht damit herausredet, es bestehe kein Grund zur Klage, denn zuvor habe er doch zwei Musliminnen vergewaltigt, käme wohl selbst vor einem deutschen Gericht nicht ohne Bewährungsstrafe davon. Allgemein formuliert: ein Verbrechen wird nicht dadurch harmlos, dass der Täter auch anderen verübt. Es ist dadurch auch nicht aus der Welt. Es ist nicht einmal ein kleineres Verbrechen geworden.
    .
    Das verstehen wir im Prinzip sofort. In jedem anderen Zusammenhang. (Einem Kinderschänder würden wir auch dann unsere Kinder nicht beruhigt ausliefern, wenn er beteuert, dass er sich bereits an seinen eigenen Kindern verging.)
    .
    Nur, wenn uns Muslime mit diesem Trick beschwichtigen wollen, hören wir auf zu denken oder gar zu hinterfragen. Besteht trotzdem Hoffnung? Nun, die Lüge „Das hat nichts mit dem Islam zu tun“ ist vom Tisch. Es kommen zwar immer geschicktere Augenwischereien, aber auch die werden irgendwann durchschaut.
    Zeit, das „aber wir Muslime sind die größten Opfer unserer eigenen Gewalt“ nicht mehr abzunicken und beeindruckt zu schweigen.

  67. Problem sind nicht jene die glauben
    R. T. Erdogan 8.11.2016: “DAESH (IS) terrorist organization is the vilest of the organizations that exploit Islam. The harm it does to Muslims is only comparable to the massacres inflicted by the Crusades.” Quelle: https://www.tccb.gov.tr/en/news/542/58927/bu-ulkede-teror-estirenlerin-avukatligina-soyunanlar-bunun-bedelini-odemek-durumundadir.html

    Genau so ist es. Die Zerstörung des christlichen Konstantinopels und die Vernichtung und der Raub so vieler Kunstsschätze der Christenheit wurden durch Christen begangen. Die Kreuzzügler plünderten und zerstörten, weil Konstantinopel nicht für vergangene Kreuzzüge zahlte. Bilder wurden auch schon früher durch Christen zerstört und Wissenschaft war für Christen Teufelszeug (nicht im Islam – im Islam wurden Erungenschaften erhalten und weiterentwickelt!). Aber ist das alles auf die christliche Religion zurückzuführen? Oder doch auf die damaligen Päpste und Kaiser? Sind Zerstörung und Vernichtung durch Kreuzzüge, Kolonien bis Hitler westliche, christliche Werte? Wohl kaum.

    Wer Daesh-Terroristen (IS) und deren Zerstörung als islamisch bezeichnet und deren Zerstörung von Monumenten mit Islam begründet, der unterstützt den IS. Was Sie heute in Istanbul an Statuen sehen, haben die Kreuzzügler hinterlassen und die Muslime bewahrt. Sogar die Gothensäule und der ägyptische Obelisk. Lediglich die Bilder von Figuren in der Hagia Sophia wurden entfernt, weil die in einer Moschee nichts zu suchen haben.

    Aber wenn Atheisten aus einer Kirche einen TanzClub machen, machen die das meist auch.

    • Titel eingeben
      „Sind Zerstörung und Vernichtung durch Kreuzzüge, Kolonien bis Hitler westliche, christliche Werte? Wohl kaum.“

      Also Hitler mag mit dem Christentum eher wenig zu tun haben, aber natürlich ist Gewalt gegen Un- und Andersgläubige im Großteil der christlichen Geschichte absoluter Standard. Das Christentum hat in der Spätantike ja auch nicht gewonnen, weil das plötzlich alle so überzeugend gefunden hätten, sondern weil die christlichen Kaiser mit Zuckerbrot und Peitsche die Repressionsschraube gegen Nicht-Christen immer stärker anzogen. Und die Kreuzzügler, die später Muslime, Juden, Heiden und Häretiker niedermetzelten handelten ihrem Verständnis nach eindeutig aus einer religiösen Motivation heraus. Da sagen heutige christliche Apologeten natürlich, das sei alles ja eine Korruption des Glaubens gewesen und habe nichts mit Jesu Predigt der Liebe zu tun. Religion ist aber immer das, was ihre Anhänger draus machen, und wenn sich Anhänger der monotheistischen Religionen über Jahrhunderte durch auffällige Intoleranz hervortun, liegt eben doch auch der Schluß nahe, dass dies durchaus etwas mit dem Wahrheitsanspruch und der Trennung zwischen Gläubigen und Ungläubigen zu tun hat, die in diesen religiösen System von Grund auf angelegt ist.
      Die weichgespülte Darstellung von Christentum und Islam, die heute um sich greift und besagt, dass es da ja immer und stets nur um allgemeine Menschenfreundlichkeit ginge, finde ich jedenfalls nicht überzeugend, da gibt es zu viele gegenteilige Erfahrungswerte.

    • Schande
      Kobane

    • Augen auf beim Werteverkauf.
      Die letzten Kreuzzüge sind mehr als 700 Jahre her. Lassen wir sie Geschichte sein. Große Teile IS(LAM) heute ist meiner Meinung nach eher eine faschistoide Ideologie als eine Religion. Sie will unterdrücken.

      Der Traum vom EURO-Islam mit gemäßigtem antifreiheitlichen Ausprägung ist ausgeträumt. Das weiter hunderte Millionen von Euro an einen Diktator Erdogan zur Förderung für Freiheit und Demokratie gezahlt werden, ist eine Verhöhnung aller Opfer dieser antifreiheitlichen Ideologie. Die Türkei ist nicht das Tor zu einem weichem westlichen Islam. Es ist die Brücke für die Bestien der IS/lamismus um Europa zu unterwerfen.

      Wenn heute schon in Österreich und Deutschland, die Spitzel und Schergen von Erogan ihr Unwesen treiben und die deutsche Politik zuschaut und auch noch Wahlkampfveranstaltungen zuläßt, zeigt dies doch wie groß die Schieflage bereits ist.

      Wenn dann schwedische Regierungsmitgliederinnen bei einem Besuch im Iran den Knicks vor Mullahs machen, ist das eine Zeichen der Unterwerfung und Selbstaufgabe.

      ….

  68. Wow
    Zwischen und in den Zeilen, einer Ihrer Besten! Chapeau.

  69. Aber warum nur tut er immmer nur
    von außen fall- u. testweise lieben, anstatt einmal ein lebendiger Teil von etwas zu sein?

  70. uuu herr moser - sie u akif pirincci haben so einiges gemein - -
    Sie haben jede Menge Echos hervorgerufen – das beste, wie ich finde, das ganz zivile und kenntnisreiche von Herrn Dippel – auch die Hinweise auf Kamel Daoud sind nicht von Pappe und fallen in Ihren Bereich.

    Zudem möchte ich auf den Euro-Islam und so furchtlose VertreterInnen desselben wie Necla Kelek, Seyran Ates, Nese Erikli, Abdel-Hamed Ourghi hinweisen, die – leider immer mal wieder unter Lebensgefahr – für eine Liberalisierung des Islam eintreten – auch wenn das von Ihnen verschrieen wird.
    Seien Sie halt nicht so ungläubig! Es sind nicht alle „Islamis“ (Polt) des Teufels.
    Der Euro-Islam wird Teil der Lösung unserer Probleme sein – so wie die intelligente Steuerung des Zuzugs.

    Ooops – jez habbich mich sehr gläubig geäußert – muss Wasser in den Wein: Trump-Wähler unter den US-Evangelikalen: Höchste Quote seit Reagan (Männer wie Frauen – kein Unterschied – beide um 80%).
    Trump-Wähler unter den US-Hausbesitzern: 70 %.
    Gemeinsamkeit von Hausbesitzern und Evangelikalen: Sie besuchen überdurchschnittlich häufig den sonntäglichen Gottesdienst – und sie haben Kinder. – Außerdem sind sie – auch wichtig! – : Weit überdurchschnittlich islamskeptisch – während die Hillary-Wählerinnen sich aus Islam-Freunden rekrutierten – und unter den Atheisten eine noch höhere Quote darstellten, als trump-Wähler unter den Evangelikalen zu finden waren – also fast alle Atheisten wählten Hillary – und sind zugleich Islam-Befürworter.
    welt ist eine „unreine Mischung“** – das ist schon wieder kulturmarxistisch vereuchtes Gebiet, hehe.

    **ok E Bloch

    • Der Euro-Islam wird nicht kommen
      Bassam Tibi hat viele Jahre dafür gekämpft und längst resigniert.

  71. ich sach ma so
    911 war scheisse aber palmyra hat mich richtig wuetend gemacht.
    wenn ich die wahl habe, einen menschen oder einen kulturschatz zu retten, ich wuerde mich immer fuer den menschen entscheiden. obwohl freilich das verbrennen eines caravaggio o. ae. mich so unendlich mehr beruehrt, als einen menschen vorzeitig aus der kohorte der lebenden ausscheiden zu sehen.
    stirbt ein mensch, stirbt eine welt.
    stirbt ein kuturschatz, sterben tausende und abertausende von welten.
    ich steh mit schrotflinte vorm dom bereit. so viel ist klar.

    • Palmyra
      @ vk

      In vielen Fällen, vieleicht in den allermeisten wissen wir wohl zu wenig, bzw. bekommen unser Wissen unter Aufsicht der vorherrschenden Ideologie mundgerecht verabreicht.

      Falls Informationen, auf die ich vor ca. einem halben Jahr stieß, wahr sind, war der Tempel zu Palmyra dem Gotte Baal gewidmet. Der Kult zu Ehren des Baal soll sich unter anderem durch rituelle Verbrennung von Säuglingen und Kindern bei lebendigem Leibe ausgedrückt haben.

      Vor diesem Hintergrund kann ich die Vernichtung eines Bauwerkes, welches möglicherweise eine satanisch-rituelle Spritualität symbolisiert nicht wirklich betrauern. Daß demselben Informationskreis zufolge Repliken des Eingangsportales weltweit aufgestellt werden sollten, was bis auf London aber nicht weiter verfolgt wurde, kann einen dann auch sehr nachdenklich stimmen.

      Seit diesen Informationen habe ich mich zum ersten mal intensiv mit der Bibel und hier mit dem alten Testament beschäftigt ; mein vorläufiger Schluß dazu : Wir wissen in vieler Hinsicht wohl noch nicht einmal, was wirklich geschrieben steht in unserer Heilslehre.

      Schönen Gruß und alles,

      Bayer

    • Bayer, Bayer... was soll nur aus ihnen werden?
      Schaun sie… so schwer ist das doch nicht.

      Wenn die Amis (oder die Bundeswehr) etwas zerbomben, dann dient es dem Kampf gegen den Friueden oder am Besten gleich dem Weltfrieden.
      Wenn die „Anderen“ etwas zerstören, dann wars etwas Kulturelles, oder auch ein Kinderkrankenhaus!

    • @Bayer
      „Der Kult zu Ehren des Baal soll sich unter anderem durch rituelle Verbrennung von Säuglingen und Kindern bei lebendigem Leibe ausgedrückt haben“

      In römischer Zeit (also etwa zur Blütezeit von Palmyra im 3. Jhdt. nach Chr.) war das aber nicht mehr üblich…da gab es zwar sicherlich so einig Schockierendes im religiösen Bereich (sakrale Prostitution z.B.), aber Menschenopfer waren im römischen Reich verboten.

    • @Bayer
      Sie glauben doch hoffentlich nicht wirklich, dass der IS den Tempel von Palmyra zerstört hat, um damit die Menschenfeindlichkeit der Baal – Anhänger anzuprangern?

    • @Krächzit
      In meinem Kommentar steht kein Wort über den IS und nirgends eine Vermutung weswegen Palmyra geschleift werden sollte.

      Ausdrücklich steht dort, daß die Vernichtung eines Symboles von satanisch-rituellen Menschenopferungen in meinen Augen durchaus verkraftbar wäre – im Gegensatz zur Ansicht des Herrn vk. Und mein Staunen darüber, daß es anscheinend Pläne gab, Repliken des Tempelportals in mehreren Großstädten weltweit aufzustellen, da ich mir vorstellen kann, daß solche Symbolik auch ihre Auswirkung auf den Menschen haben kann.

      Grundsätzlich vermute ich ganz im Gegenteil zu Ihrer Befürchtung, daß der durchschnittliche IS-Anhänger dem Baalskult spirituell näher stünde als der durchschnittliche Europäer, käme also nie auf den Gedanken, daß der IS gegen Menschenfeindlichkeit zu Felde zöge – warum der IS Palmyra zerstören wollte interessiert mich ehrlich gesagt nicht im geringsten.

      Servus,

      Bayer

  72. Zwei Anmerkungen
    Lieber Don,

    wie immer ein Vergnügen, Ihre Essays zu lesen! Insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich leider (immer häufiger?) auch FAZ-Redakteure journalistische Ausrutscher erlauben und die Meldung von ihrem persönlichen Weltbild nicht mehr zu trennen vermögen, ja, letzteres manchmal sogar ersteres kontrafaktisch zu überwältigen droht!

    Nun zu meinen Anmerkungen:

    1. Es ist doch etwas arg, Marxens „historischen Materialismus“, der völlig zu Recht als Verständnisansatz für geschichtliche Dynamik dem affirmativen deutschen Idealismus von Kant bis Hegel entgegentrat, mit den irrationalen Konzepten der Nazis („Ahnenerbe“) in einen Topf zu werfen! Da ich Sie als belesenen und klugen Kopf schätze, stufe ich das als Lapsus im Eifer des Gefechts ein, Sie können das besser :-)))

    2. Die Deutung des Furors im Namen des Islams gegen vermeintlich „westliche“ Kultur (der Begriff ist eigentlich Nonsens, aber selbst in seiner Falschheit geeignet, das Ziel der Islamisten hinreichend zu umreißen) entspringt einem sehr simplen Motiv: Inschallah!

    Der Islam ist in seinem Kern geschichtslos, denn alles was geschieht, geschieht, weil Gott es will (Inschallah). Daher gibt es auch keine von Menschen gemachte Geschichte, sondern lediglich eine Abfolge von gottgewollten Ereignissen, Wendungen und Geschehnissen, deren inneres Band der Wille Gottes ist und uns damit im Kern unzugänglich.

    In dieser Perspektive ist natürlich die westliche Geschichtsschreibung, die westliche Pflege von Geschichte, unsere Bilderhaftigkeit, unser buchstäbliche Glaube an den Fortschritt in der Menschheitsgeschichte und unser Konzept individueller Verantwortung (des handelnden Subjekts) konträr zu Konzept eines gehorsamen, unterworfenen und vorherbestimmten Lebens im Garten Gottes (Islam kommt bekanntlich vom arabischen Verb „aslama“ was soviel wie Unterwerfung bedeutet).

    Hieraus entspringt die abgrundtiefe und tatsächlich mörderische Verachtung für unsere Kultur – und gerade für unsere Erinnerungskultur – denn diese lästert Allah und der doch vermeintlich nur und ausschließlich von ihm ausgehenden Macht, Geschichte zu schaffen. Der Islam weiß sich hier ein ganz klein wenig mit dem katholischen Verständnis der Todsünden einig, das ja auch die Eitelkeit (Stolz) als eine solche ansieht. Und unser Geschichtsbewußtsein strotzt trotz 13 Jahren Finsternis zu Recht vor Stolz auf Erreichtes!

    Und dies erklärt auch die eigentümliche Geschichtslosigkeit, Bildungsferne und Geistfeindlichkeit vieler arabischer Gesellschaften, die wenigstens auf dem Lande heute noch fast mittelalterlich rückständig anmuten. Wenn Entwicklung stattfand, dann nämlich praktisch immer (städtisch) unter der strengen Hand eines despotischen Potentaten (Kemal/Sadam/Gaddafi/Nasser/as-Sadat/al-Assad etc. etc.) der fast immer gegen die Geistlichkeit stand (und oft von deren Hand zu Tode kam).

    • Was Marx und Kossina angeht – darüber müsste man mal einen eigenen Beitrag machen. Ich musste ja noch die einleitungen der Osteuropakollegen lesen, in denen sie begründeten, warum sie sich mit solchen Kulturen überhaupt beschäftigten und wie furchtbar das alles war, siehe Marx – das war ekelhaft. Mich widert so ein System an.

    • Stolz
      besitzen die meisten Moslems aber reichlich- und zwar weit mehr als Bildungseifer oder irdische Güter. Klar, den gibts ja auch umsonst.

    • Gast....
      Da können sie pseudo-wissemnschaftlich vor sich hin schwurbeln so lange sie wollen, es bleibt Unsinn.
      ISIS ist aus Al Kaida enstanden, und bin Laden hat sich nicht sonderlich für westliche Kultur interssiert. Ihm lag daran die Russen aus Afghanistan zu vertreiben ud als das gelagn geschah gleichzeitige etwas anders und der Zusammanhang wird immer todgeschwiegen. Es war der Einmarsch Saddams in Kuwait und in die benachbarte saudi arabische Provinz.
      bin Laden kam zurück mit seiner „Liste“, denn nichts anderes heisst Al Kaida, der verlässlichen und erprobten Kämpfer. Er sprach mit Fahd und bot ihm mehrmals an mit seinen Leuten die Iraqis zu vertreiben, aber der könig lehnte jedes mal ab und holte statt dessen die ungläubigen Amerikaner ins Land der heilgen Städte. DAS war der Bruch. Sie sehen also es hatte nicht das geringste mit ihrer „veröffentlichten Meinung“ zu tun, es waren rein innermuslimische Auseinandersetzungen. Es gab solche Bewegungen immer schon im Islam, manche wie die von Juheiman sogar recht „erfolgreich“, der hat die grosse Moschee zu ungefähr derselben Zeit mit Waffen besetzt.
      War mal eine Fussnote in unseren Medien….

      Bevor sie also hier mit ihren albernen Klischees und Vorurteilen herumschmeissen, setzen sie sich erst mal mit der Geschichte Arabiens auseinander…

  73. @Bassam Tibi
    Ich habe im letzten Herbst einen Vortrag von BT in der Bibliothek des Konservatismus (bäh-bäh) besucht.

    BT sagte, dass er bis ungefähr 2007/08 schlechthin DER „Go-to-Experte“ in Sachen Islam der Bundesregierung in Sachen Islam gewesen sei und dann ziemlich zügig zusammen mit einigen anderen liberal/linken Moslems (z. B. Frau Kelek) von sämtlichen Einladungslisten gestrichen wurde.

    Ersetzt durch Mazyek, DITIB, L. Kaddor und ähnliche Figuren.

    Außerdem erhielt BT trotz hoher vorheriger Verkaufszahlen (für Sach/Fachbücher) keine Publikationsmöglichkeiten mehr bei Propyläen, dva, und ähnlichen Verlagen der ersten Liga . Er ist seitdem auf Nischen-/Kleinverlage angewiesen.

    Honi soit etc.

    BT sagte auch, dass er an einer guten amerikanischen Uni (ich glaube es war Harvard, bin mir aber nicht ganz sicher) dauerhaft hätte bleiben können, und daß er es sehr bedauere, wieder nach D. zurückgekehrt zu sein.

    • Er schreibt, denke ich, nicht zufällig eher in der Schweiz. Die veränderte Haltung in der Politik ist vermutlich Teil eines Machtspiels, das die islamische Welt als Markt begreifen wollte. Daher der Kuschelkurs, namentlich was die Saudis und ihre Leute bei uns angeht.

    • Das hier ist die eigentliche Story.
      Ich lese nicht zum ersten Mal, dass sich Bassam Tibi beiseite geschoben fühlt – aber ich begreife erst jetzt die Tragweite. Das wäre ja eine konzertierte Aktion aus Politik und Medienwirtschaft zu Zeiten der ersten großen Koalition unter Merkel.

      Wer durchsetzen kann, wer zu Wort kommt und wer nicht, bestimmt indirekt auch die Themen und Positionen. Ließe sich im Falle Bassam Tibi tatsächlich konkret, ausführlich und nachvollziehbar aufzeigen, wer und wie und (vermutlich) warum – dann hätte man sehr viel über das real existierende Deutschland gelernt.

      Es schaffte Klarheit und es sparte Kraft. Wenn der öffentliche Diskurs inszeniert wird, dann braucht man sich nicht mit den Posen und Possen der Darsteller aufhalten. Aber: wenn.

    • Der Mär von der warmen ehrlichen Mutti ist eine dreiste Lüge.
      Willem Hold sagt: 24. Februar 2017 um 02:55 Uhr Das hier ist die eigentliche Story …. Das wäre ja eine konzertierte Aktion aus Politik und Medienwirtschaft zu Zeiten der ersten großen Koalition unter Merkel.

      Da gibt es kein wenn. Sie haben das schon richtig verstanden.
      Merkel ist eine sehr gefährliche Frau die keinen Widerspruch innerhalb der Regierung zuläßt.

    • Alle warnenden Stimmen aus dem Islam
      wurden beiseite geschoben. Bassam Tibi traf es als ersten, er, der viele Jahre den europäischen Islam proklamierte und vor ungefähr zwei Jahren resigniert aufgab. Hamed Abdel-Samad wird ebenso wenig gehört wie Frau Kelek und viele andere.

      Dafür haben sich sogenannte Fachleute wie Kaddor, die doch tatsächlich als Lehrerin tituliert wird, ohne je eine Lehrerlaubnis erlangt zu haben, Aiman A. Mazyek usw. in den Vordergrund gedrängt, die wenig sachkundig, dafür einfach nur geschäftstüchtig sind und sich erfolgreich vermarkten. Mazyek hält die Scharia für GG-kompatibel.
      Die Politik hört auf diese seltsamen Gestalten…

    • @ Dr. Seltsam - eben grade nicht
      Sehen Sie, im Gegensatz zu Kyles Beitrag bringt uns Ihre Antwort nicht weiter. Sie haben nicht verstanden, was ich geschrieben habe – sie reduzieren alles auf Merkel. Aber sie kritzeln drunter ein Sachichdochschonewig.

      Mein letztes Wort war grade deshalb „wenn“, weil ich eine Reaktion in der Art von „da hammwas“ vermeiden wollte. Weil es mir in der bisherigen Form nicht reicht. Man kann der Sache nachgehen, aber nicht, wenn man nach drei Zeilen sein Narrativ „Eliten vereint gegen das Volk“ bestätigt sieht und aufhört. Dass es einer mehr behauptet, sagt überhaupt nichts.

    • Ali Ertan Toprak, Vorsitzender der kurdischen Gemeinde in Deutschland, bestätigte
      bei einem Vortrag mit Bassam Tibi dieses als Kenner nicht gehört und gefragt werden.
      Auch er, geladen von Gauck, wurde mit seinen eindringlichen Warnungen im Bellevue sowohl vom BP als auch von anwesenden weiteren „Beratern“ nicht ernst genommen.
      Man befindet sich auf einer Wolke, fern der Realität:
      http://cicero.de/berliner-republik/kurden-in-deutschland-ich-selbst-fuehle-mich-in-deutschland-nicht-mehr-sicher

    • @Gast: Toprak ist ZDF-Fernsehrat, seit 2016
      Ali Ertan Toprak vertrat die Kurden / Aleviten in Deutschland, war erst bei den Grünen, seit 2014 in der CDU. (Die Christdemokraten gewinnen also doch noch neue Mitglieder!) Seit 2016 ist er ZDF-Fernsehrat und damit alles andere als marginalisiert, sondern einer der Gestalter des öffentlichen Diskurses.

      Zum Inhalt des verlinkten Interviews:

      1.) Ihm erscheint offensichtlich die Überwachung der AfD selbstverständlich. (Deren Leute wie man liest bereits jetzt kaum Hotelzimmer kriegen, weil die Hotels Druck aus den Rathäusern kriegen.)

      2.) Er fühlt sich von Erdogan bedroht, auch in Deutschland. Das ist wichtig zu wissen, legitim zu sagen und verpflichtet den deutschen Staat zum Schutz. Allerdings muss man schon berücksichtigen: Er sagt das als Lobbyist der Kurden, sowohl hier als auch in der Türkei. Und die deutsche Polizei hat mit kurdischen Aktivisten auch schon so… halt… Erfahrungen gemacht.

  74. Kämpfen oder untergehn.
    Lieber Don,

    Selten so frei, federnd – von Fesseln befreit. Der Fluss eher dem Gedanken verpflichtet, als grobem inneren Zwang. Die feine Klinge und frei beschwingt. Es ist, so meine ich, eine Hommage an die Freiheit. Ein schmerzlicher Stich, der nach Verlust klingt. Eine alte Liebe die längst verloren – die Träne, die nicht kommen will. Das zu fühlen und zu sein – nicht das, was erzwungen werden soll.

    Sie sind gekommen um zu zerstören, zu vernichten, zu tilgen, zu knebeln, zu knechten, zu schänden … fürwahr. Kein vielleicht, kein wenn und aber, keine Gnade, kein Vergeben, kein Sinnen sondern nehmen …

    Keine Feder die streicht – sondern die Keule die bricht.

    Die Lügen werden dichter. Würgen einem den klaren Kopf aus dem Leib. Bedrängen einen bis in die letzte Faser. Verrat, ruft laut der Verstand – nieder mit den Verrätern, das Gefühl. Bin ICH hier fremd in meinem Land. Wollt ihr mich knechten – wollt ihr mein Blut. So kommt – doch st….n sollt ihr.

    Verrat, Verrat, ruf ich hinaus!

    ….

  75. Den Orthodoxen
    Von „orthodoxem“ Islam zu sprechen scheint mir kaum angebracht, zumal in diesem Prager Zusammenhang. Denn nachdem die Widerstandskämpfer und Heydrich-Attentäter von der kleinen tschechisch-orthodoxen Gemeinde versteckt wurden, in der Prager dem Heiligen Kyrill und dem Heiligen Method geweihten Kirche, wurde diese kleine tschechisch-orthodoxe Gemeinde nach der Ermordung der Attentäter durch die deutschen Besatzern fast vollständig vernichtet. Ein Denkmal vor der besagten Kirche in Prag zeugt auf erschütternde Weise davon. In der Kirche selbst können sie sich übrigens orthodoxer Ikonographie vergewissern, ohne die die europäische Kultur schwer denkbar wäre. Sie würden ja bitte auch nicht auf die Idee kommen, etwa die historischen protestantischen Bilderstürmer als „orthodoxe Protestanten“ zu titulieren. Mir scheint die Verwendung des Begriffes „orthodox“ in diesem negativen Zusammenhang spätestens aus dem Kalten Krieg zu stammen, in dem das vermeintlich nichteuropäische Fremde aus dem Osten als „orthodox“ bezeichnet wurde, etwa im propagandistischen Begriff des „orthodoxen Kommunismus“. Sich gegenüber „Orthodoxem“ abzugrenzen, und das Wort negativ zu besetzen, hat möglicherweise aber bereits etwas mit dem historischen Rechtfertigungsdruck des Heiligen „Römischen“ Reiches deutscher Nationen zu tun, das, so lange der eigentlich einzige legitime Rechtsnachfolger des Römischen Reiches in Konstantinopel residierte, sich seines Selbstbildes und Alleinvertretungsanspruches unbedingt vergewissern musste. Das reichte womöglich lange fort, lange nach 1453, so weit, dass jenes Reich im Osten in der Geschichtswissenschaft des 19. Jahrhundert „byzantinisch“ genannt wurde, obschon das heidnische Byzanz mit Konstantin dem Großen eben zum christlichen Konstantinopel erklärt wurde – und die Eigenbezeichnung des Reiches natürlicherweise immer „Rhomäisches“ bzw. „Römisches Reich“ war – und es Antike und Christentum verband. Um nach Prag zurückzukehren: die Slawen dort wurden tatsächlich im Wesentlichen im neunten Jahrhundert zuerst von Kyrill und Method missioniert, die eben aus dem besagten Reich im Osten Europas kamen. Dass die Tschechen heute fast so atheistisch sind wie die Franzosen, liegt übrigens wahrscheinlich weniger an diesen Heiligen oder am Kommunismus, sondern vor allem an den kaiserlichen Katholiken, die ich dennoch ebenfalls nicht gerne in einem negativen Sinne konnotiert als „orthodoxe Katholiken“ bezeichnen sehen würde – die ihre böhmischen, reformatorisch orientierten Gegner militärisch besiegten (Schlacht am Weißen Berg, 1620) und den Tschechen wahrscheinlich nachhaltig jede emotionale Nähe zu Christlichem vergällte. Und ihre spätere Liebe zu den erzkatholischen Habsburgern im 19. und frühen 20. Jahrhundert auch eher begrenzter Natur war. Wenn sie also eine negative Ausprägung des Islams benennen wollen, wäre ich ihnen verbunden, wenn Sie ihn vielleicht besser „Islamismus“ nennen würden oder einen ähnlichen, in diese Richtung gehenden Begriff verwenden würden. Damit würde man sicher auch den Prager orthodoxen Juden gerechter, die zu verteidigen ebenfalls ein Ziel jener Widerstandskämpfer war, die von orthodoxen Christen in ihrer Kirche in Prag 1942 versteckt wurden und die dafür mit ihrem Leben einstanden. Und sie es vielleicht auch Ihnen ermöglicht haben, lieber Don Alphonso, am Tegernsee dem Barock in einer Demokratie als Atheist zu frönen.

  76. Recht eurozentrisch...
    … der Text.

    „Es geht diesen Leuten nicht nur um das Umbringen von Menschen, sondern um die Zerstörung dessen, was sie für westliche Zivilisation halten“
    Denke mal, daß die Zerstörung westlicher Zivilisation für den IS (et al.) eher eine ferne Vision ist. Bei den Aktionen in Europa (vielleicht mit Ausnahme der „einsamen Wölfe“) geht es wohl eher um (Mitglieder-)Werbung für die eigene Sache.

    Man sollte nicht vergessen, daß die Opfer des IS- & Al-Kaeda-Terrors hauptsächlich andere Muslime sind. Nicht nur die Menschen, auch deren Kulturzeugnisse. Schiitische Moscheen, Sufi-Schreine u.a. sind beliebte Ziele für Anschläge.

  77. Es gibt auch noch gute Nachrichten
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/neuer-reisepass-ab-maerz-2017-in-deutschland-14891964.html

    Bundesinnenminister Thomas de Maizière: „Der neue deutsche Reisepass schützt zuverlässig vor Fälschungen, vor Missbrauch.“

    2 Millionen plus x an Merkelmassen seit 2015 weitgehend völlig unkontrolliert ins Land lassen aber neue „noch sicherere“ Reisepässe für die Einheimischen. Dat ham wa jerne.

    *kicher*

    Politiker sind wie Windeln. Man sollte sie regelmäßig wechseln und aus den gleichen Gründen.

  78. Machen wir schon selber
    Wie war das noch vor einiger Zeit als ein muslimischer Würdenträger einen hohen katholischen Geistlichen in Rom besuchte? Alle Skulpturen der Renaissance, die das nackte menschliche Anlitz zeigen, wurden verhüllt um die Befindlichkeiten des Muslimen nicht zu perturbieren. So zivilisiert ist der dekadente Okzident immerhin!

    • Verzeihung!
      Es ging bei dieser römischen Charade nicht um das menschliche Antlitz,
      es ging um Arsch und Titten. Man wollte den Herren aus Teheran
      Schnappatmung oder gar Infarkte ersparen.
      Aber hohe christl.Kirchenführer verstecken ihr Amtskreuz auf dem
      Jerusalemer Tempelberg seit Neuestem unter ihrer Kutte.

  79. @ Uwe Dippel
    Lieber Herr Dippel,

    als jemand, der seit vielen Jahre wie Sie (mehr als 37 Jahre) mit Muslimen beruflich, vor allem aber auch reflektierend, zu tun hat, kann/muß ich Ihnen recht geben. Der Islam drückt ja bereits in Namen das aus, was er ist: UNTERWERFUNG unter den einen Glauben.
    In der Praxis: Kopf in den Staub, Hintern in die Höh. Es gibt im islamischen Denken keine kritische Reflexion, die über die Grenzen des Glaubens hinausgeht. Denken im Islam darf sich nur innerhalb der gesetzten Normen bewegen. Wer diese Grenzen überschreitet, wird schnell als Abtrünniger (z.B. Sufis, Baha’i) beschimpft und verfolgt. Deshalb ist es einfach nur naiv und falsch, den Islam in einen europäischen Kontext (vgl. Angelika Neuwirth und ihr teures Forschungsprogramm) zu stellen, so, als habe der Islam irgendwo auch europäische Wurzeln. Da spielen sehr viel Geld und Anspruchsdenken mit.
    Es löst aber nicht die Probleme (in einem allumfassenden Sinne), die entstehen, wenn Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen und Wertestrukturen und die einander nicht kennen, (hier der Orient, dort das Abendland) geographisch in Europa mit seiner „Gastkultur“, realiter aber in Deutschland, aufeinandertreffen Dank der von Frau Merkel apostrophierten „Willkommenskultur“. Ich glaube, viele hier haben sich über die zukünftigen Folgen dieser Entwicklung abseits gefühlsduseliger Äußerungen noch gar keine richtigen Vorstellungen gemacht. Auch der Islam propagiert das christliche Gebot, „macht euch die Erde untertan“, indem ihr euch zahlreich vermehrt. Vor allem aber ist dieser Anspruch global zu verstehen.
    Der Islam kennt weder Toleranz noch Demokratie, auch keine Aufklärung. Das sind Begriffe und Inhalte, die es vor 1400 Jahren zur Zeit der „Umma“ noch nicht gab und unter denen Muslime sich heute auch nichts vorstellen können. Das sollte uns zu bedenken geben. Neben dem Problem des Klimawandels haben wir das Problem, dass wir uns gegen eine totalitäre Ideologie wie den Islam wehren müssen. Mit dem gleichen Anspruch und mit der gleichen Hartnäckigkeit sollten wir unsere abendländische Kultur verteidigen, sonst hat Spengler doch noch recht.

    • Typisch !
      Das Problem entstand WEIL wir, zuerst die Engländer und Franzoschen jetzt die Amerikaner, uns gegen diese „wehren“. Und zwar bisher immer in DEREN Ländern!
      Ich hoffe, Sie wissen zumindest was Erdöl ist.

    • Ach, TDV
      Manchmal gibt es wirklich Gutes von ihnen zu lesen.
      Dass wir jetzt einen Traktatus zu lesen bekommen, nach dem islamische Tradition und islamische Gesetzbarkeiten (die anders als die uns Gewohnten sind) und Weltanschauungen vorgesetzt bekommen, für den die imperialistische Politik des 19. und 20. Jahrhunderts verantwortlich sein soll, ist schon starker Tobak.

      Nur als Erinnerung: Sunniten und Schiiten bekämpfen sich seit dem Tode des Propheten aufs Messer, ausgelöst durch die ungeklärte Nachfolgerfrage. Und alle 4 nächsten Nachfolger des Propheten sind eines gewaltsamen Todes gestorben.

      Der Islam hat, im Gegenteil, recht bald begonnen, eine blutige Missionsarbeit aufzunehmen, und kam bis kurz vor Bali, und bis kurz vor Madrid.
      Und bitte schreibe jetzt niemand „Und das Christentum?!“. Ich werfe beiden – oder keiner dieser zwei Religionen – eine expansionistische Politik vor.
      Jedenfalls ging es für den längeren Teil der Zeitläufte nicht um Erdöl. und auch dieser längere Teil war alles andere als friedlich.

    • Ganz recht, Uwe
      Wir sollte uns für die heutige Lage interessieren und nicht alte Geschichten die man sowieso niemals belegen kann gegeneinander aufrechnen.
      Die arabische Flüchtlingswelle (im Unterschied zur afrikanischen) ist eine Konsequenz der Öl-Politik und der Krieg des Westens, bzw der USA und ihrer europäischen Gefolgschaft in Arabien.
      Daran führt nichts dran vorbei!

      Dass eine lächerliche Ossie Tusse, die sich auf diese Kriege eingelasen hat und, nicht zu vergessen, es auch heute noch im Gegensatz zu Schröder für richtig gehalten hätte in den Iraq mit einzumarschieren, zu dumm ist die Konsequenzen ihrer offenen Grenzen Flüchtlingspolitik vorherzusehen, scheint ihnen unbekannt zu sein?

      Der jetzige Terrorismus war eine Folge der Entscheidung des Saudischen Königshauses die Amerikaner ins Land zu bitten um die Iraqer zu vertreiben.
      All dies hat also nicht das Geringste mit dem zu tun, was sie (nicht nur sie) hier anführen!

  80. Halb-OT: Noch'ne Praline für alle Trumpophoben :D
    1-minütiger Ausschnitt aus Präsident Bill Clintons „State of the Union“ Rede von 1995 zum Thema illegale Migration. Kurz und schmerzlos. Good ‚ole Bill macht den Donald:

    https://www.c-span.org/video/?c4351026/clinton-1995-immigration-sotu

  81. Hihi!,,, Anthony Blanche, danke werter Don!
    Hatte mich schon lange gefragt an wen der mich verdammt nochmal erinnert: Milo Y.: Ein Anthony Blanche auf Amphetaminen!

  82. Hiatus
    Sehr geehrter Don Alphonso,

    danke für den in unserer Medienlandschaft beispiellos hervorragenden Text. – aber auch
    Respekt für @ Otto Moser´s Haltung.

    Seinen eher literarisch beachtlichen Text, der ja einfach nur ein Pamphlet ist, lebt von den
    notwendigen Chocs (die ja mit Baudelaire assoziiert werden können) der modernen Literatur, die den linksliberalen Souffleuren einen Hiatus oder Aufriss bietet und insofern notwendig ist.

    (Aus einem Beitrag der Faz):

    „Aber in der heraufziehenden Konfrontation zwischen Bannonismus und Merkelismus, in der es um die Seele und die weitere Entwicklung der westlichen Welt geht, kann es keine Frage sein, welche Weltanschauung den Sieg davontragen muss.“ Sic!

    „Ein wichtiger Schlüssel

    für die Überwindung der Moderne liegt

    hier in Freiburg.“ Es sei Heideggers Begriff

    vom „Dasein“, erklärte Prof. Dugin anlässlich seiner Begegnung mit dem 82jährigen Prof.
    Friedrich-Wilhelm von Herrmann (wissenschaftlicher Herausgeber der Martin Heidegger—
    Gesamtausgabe):

    https://www.youtube.com/watch?v=VLjEuwJuEdg

    https://www.youtube.com/watch?v=b93z2yPo4pA

    und ein etwas vergessener Text von Gunnar Heinsohn, der mit einem ganz anderen geistigen Gerüst arbeitet, erklärt uns die Zukunft so:

    http://www.derhauptstadtbrief.de/cms/118-der-hauptstadtbrief-139/1191-denk-ich-an-afrika-in-der-nacht

    2012 schrieb ich folgenden, sicherlich in Vielem fehlerhaften Text:

    Die Links – Krankheit der (Anti) – Deutschen;

    Im wesentlichen inauguriert durch Karl Barth, dessen „göttlich
    geförderte Resistenz gegen die politische Macht“ derzeit kulminiert
    in die einstweiligen Höhepunkte der jetzt versuchten deutschen
    Selbstauflösung (die Fortführung des ESM) in einen „geheimen“ Jesus-
    Sozialismus der links-hegelianischen Weltgeistigkeit ( J. Habermas )
    in der providentiellen Zielführung eines Weltfortschritts nach Gottes
    Gnaden, eines insofern süddeutsch inspirierten
    Weltguten, auch im Namen M. Walsers und eines Großteils der
    gegenwärtigen deutschen Philosophie und – Sozialwissenschaften mit
    und nach Marx, und aller seiner ideologischen Zuspitzungen.
    Es ist graußlich, wenn man sich mal die Verschleimungen in dieser
    Hinsicht in den 60igern, 70igern und 80igern Jahren anschaut.
    (universitär, publizistisch, politisch, l.b.n.l. theologisch), es
    würden einem vor lauter
    Realität die Augen übergehen bezüglich der Tatsache, wie die
    damaligen Verschwurbelungen zur geschichtlich- politischen
    Diskurshoheit gelangten und jetzt mit der Eurorettung oben auf
    scheinen.
    Es ist der Habitus des Selbstgerecht und zutiefst Hochfahrend
    empfindenden Menschen der gutmenschlichen Empörung über die
    Ungleichheit des Menschen, die gleichzeitig ihr Siegerlächeln des
    „Willens zur Macht“ geniest.
    Einerseits ist es verständlich wie diese UNENDLICHE
    BESIEGTENGEISTIGKEIT das Zepter gewinnen
    konnte, andererseits war die historische Situation zur
    Vergegenwärtigung des allgemeinen Abendländischen
    Nihilismus aufgerufen!.
    Warum Nietzsche UNBEGRIFFEN blieb (der doch diese Krankheit umfassend
    beschrieben hatte), bleibt zu fragen!; denn diese Krankheit,
    insbesondere der Deutschen,
    „mein Gott“ inzwischen aber auch der Welt, ist die Großartigkeit des
    idealistischen GEFÜHLS ( untermalt von
    der 9. Beethovens), daß die Welt in Gänze sich erlösen könnte,
    mittels des abendländischen Subjekts und
    seiner technischen Mittel, die im übrigen die „Freude des schönen
    Götterfunkens“ konsequent in ihren philoso-
    phisch – genealogischen Epistemen hintertreibt. ( Die Habermas
    wiederum per Katholizismus zu retten versucht, natürlich zu Gunsten
    der sozialen Kohäsion.).
    Stellvertretend steht dafür die Kritische Theorie.und ihr
    messianischer Anspruch den FORTSCHRITT per se
    und in aller Gleichheit die MENSCHEIT per se und
    hochkommunizierbar zu erlösen;
    die die eigentliche Konsequenz ihres Denkens scheut, in dem
    Quasi-Diktum, daß kein Richtiges Leben im Falschen
    sei;
    dies hat allen säkularisierten Weltverwindern der Linken ( part of a
    global Left, Judith Butler) in ein Unendliches der Utopie verholfen.,
    so daß sich ihre marxistischen wie postmarxistischen Ideen heute nur
    noch in theo-
    logisch – intellektualistischer Manier offenbaren, will sagen, sie
    sind nicht mehr hinterfragbar und nahezu überflüssig.
    Diese Krankheit ist sozusagen präjudiziert durch das paulinische
    Christentum, welche die Wahrheit einem sicherlich
    seltenen Menschen zuschreibt und innerhalb der Gemeinden dem
    potentiellen Weltbürger durch fortzeugender
    Taufe dem prototypischen Subjekt „offenbart“, in dem das nun ehemals
    griechische Unterscheidungsvermögen
    Zwischen Göttern und Menschen nach Platon in einen Akosmismus der
    Wahrheit für Alle mündet, wie eine Waffe,
    die dem Welt-und Naturschützenden Pan der Antike den Dolch ins Herz
    stößt und vollends köpft die Überhäupt-
    lichkeit (des Dionysos) der Natur. ( Mag die angedeutete Dithyrambe
    als Fingerzeig gelten!.)
    Dies ist nur die leise und kleine Umschreibung eines gewaltigen
    Vorgangs, die letzlich zur Ermächtigung des abendländischen
    Menschen führt, zu tun und lassen was er will, um nun in gesammelter
    Einfalt der technischen Völker die Welt zu zerstören
    in dem Massendemokratie und die Auslagerung des Todes in entlegene
    Fernen das Projekt des Fortschritts gebiert
    in die Schicksalslosigkeit „des letzten Menschen“ F. Nietzsche.
    Nein, die eigenliche „Dialektik der Aufklärung“ haben ein F.
    Nietzsche und ein M. Heidegger geschrieben. Mit einer Radikalität,
    die den bodenlosen Fortschrittsglauben in all seinen nach-platonischen
    Facetten aufklärte:
    (die Variante für den Gegenwartsmenschen wäre: Christentum und der
    Islam ist Platonismus fürs Volk; Sozialismus war Platonismus für
    Intellektuelle; der Euro ist Platonismus für Politiker.).
    Wir stehen in vorsokratischen Zeiten.

    • @ PvK, Ihr Wort-mein Wort des Tages. Bitte aber um Ergänzung
      „providentielle Zielführung…..“ (statt links-hegelianischer Weltgeistigkeitvielleicht ergänzt bzw. ersetzt noch den Namen der illuminierten Dame. Ihnen gehört mein Respekt. Bisher drückten wir, das Pack, es etwas grobschlächtig und wenig intellektuell anmutend als „Fortsetzung des Hohnecker´schen Vermächtnisses aus. Volkstümlich einfach und einprägsam, wenn auch leicht abgegriffen: Honeckers Rache. Bei „providentiellen Zielführungen“ sollten wir übrigens nach dem 12 Jahre dauernden Vorrsähongs-Reinfall grundsätzlich mal vorsichtig sein.
      .
      Aber die Konfrontation der Trump-Administration mit Bannon und dieser Dame da wird Don noch einigen Stoff zu Füßen legen, schätze ich.
      (DdH)

  83. Kampf der abendländischen Aufklärung vs. osmanischer Kriegsflagge
    Die stellvertretende SPD-Parteivorsitzende Özoguz wünscht Differenziertheit oder Offenheit für Kinderehen, Augenmaß für Islamisten (zwei ihrer Brüder sollen solche sein) und nunmehr auch ein unbeschränktes Wahlrecht für alle in Deutschland Lebenden, also auch für die Migranten.

    An sich sollte diese Person von Bundeskanzlerin Merkel genauso wie die Ministerin Schwesig, die sich in ein laufendes Gerichtsverfahren einmischt und Linksradikale üppig finanziert wie auch den Minister Maas, der sich ebenfalls in ein laufendes Gerichtsverfahren einmischt und zudem den Rechtsausschuß des Bundestages belügt, aus dem Amt entlassen werden und zwar stante pede.

    Ich habe nirgendwo lesen können, dass sich der ach so bejubelte Herr Schulz dagegen verwehrt hat, soviel zu jenem Hoffnungsträger.

    —–

    Robert Mugabe Platz – nein, werter Don, ich möchte nicht, dass sich Ralf Stegner neben anderen dort eine Wohnung nimmt, weil er sich so wohl beim Betrachten der Straßenschilder fühlt.

  84. Müßigang
    Dschihad und Agenda 20.10 hassen die Untätigen: Großzügigkeit ist des Teufels.

  85. Beobachtungen
    Sonst bin ich zu dieser Zeit nicht in der Stadt. Wollte nur die Ehefrau zur Volkshochschule bringen. Ich gehe für Besorgungen über den zentralen Kiliansplatz mit der zukünftig zu vermutenden Großmoschee, dem die städtische Körperschaft den Anschein einer Piazze del Campo aufdrängen will…solche Kleingeister.
    Mein Blick streicht über den weiten Platz. Bin ich im Orient, ich fühle mich vor die die Gare de Marrakech in der Avenue Hassan II versetzt, aber ohne die Gendarmen mit den H&K-Maschinenpistolen. Vielleicht noch ein Anteil von 5% Deutschzuvermutenden in einer Stadt mit ohnehin 63% Migrantenanteil. In Bataillonsstärke. Lässig, die Fingerspitzen der in die engen Hosentaschen gesteckt, rote Markenschühchen schwadronieren sie Lautstark und verfolgen radarschirmähnlich jede weibliche Person entsprechenden Alters.
    .
    Ein Stück des Weges weiter, vor einem Spielsalon, eine Ansammlung von Zwanzigen, lässig die „mégot de cigarette“ in Richtung Passanten auf das Trottoire schnippend. Geringschätzige Blicke allenthalben…Klagen der Ladenbesitzer in der Nachbarschaft, hinter vorgehaltener Hand. Wo wohl soll das alles hinführen?
    .
    http://www.stimme.de/heilbronn/hn/sonstige-Kaum-eine-Stadt-ist-bunter;art31502,2816649.
    Die Daten sind von 2013. Inzwischen vermuten schätzen Kenner den Migrantenanteil auf bis zu 63%. Nun fragen Sie bitte nicht, was der ehemalige SPD-Wähler, schon einige Jahre und zukünftig wählen wird.
    (DdH)

    • "verfolgen radarschirmähnlich jede weibliche Person . . "
      Aha, machen die das?

      Sicher lernen sie flirten.

    • "was der ehemalige SPD-Wähler, schon einige Jahre und zukünftig wählen wird"
      … das ist der SPD mE egal, so lange aus dem Becken der unzufriedenen Sozialleistungsbezieher und dem Migrantenlager genügend andere nachströmen.

      Man kann den Vorgang der stattfindet nur als mehr oder weniger gewünschte Änderung der Bevölkerungszusammensetzung begreifen, kurz gesagt als „Umvolkung“.

    • Sie belieben wohl zu scherzen
      Hör’n Sie mal, Flirten ist doch, wenn sich zwischen zweien und meistens bei beiden zugleich ein Spannungsverhältnis entwickelt, sehr oft über Stimme, Sprache.
      Das ist hier nicht der Fall, denn hier kommen sehr oft kleinere Gruppen, ab drei und starren Frauen ungeniert an. Und häufig nicht freundlich. Die so Beguckte begreift sofort, dass es um ein urislamisches Phänomen geht: Frau als Ware oder Besitz. Drei und mehr Subjekte starren ein Objekt an.
      Wie soll man ihnen nur beibringen, dass es zwei Subjekte geben kann? Ich fürchte, manchen gehen automatisch davon aus, dass sie Objekt werden, wenn Frau Subjekt ist. Überlegen sie mal, wie alt das ist. Und deswegen wird es hier für solche Vertreter niemals gehen, denn dazu bräuchten sie ja exzellente Sprache und Bildung und eine Kenntnis von Psychoanalyse. Wie will man ihnen rasch etwas vermitteln, das hier auch seine Zeit brauchte?
      Ich weiß nur eine Methode: Duell. Nur würde die Gefahr bestehen, dass sie das gewinnen. Harte Strafen würden weiterhelfen.

    • Eigentlich ist mir das alles schon zuviel. (Zeitfaktor)
      Aber, da ich gerade etwas Zeit habe, ein etwas längeres Statement von mir.

      Ja, ich beliebte zu scherzen – ich(!) kann es mir ja leisten.

      Was flirten ist, weiss ich schon. Und auch, dass es in unterschiedlichen Kulturen
      auch unterschiedlich abläuft/gehandhabt wird.

      ‚Begucken‘ an sich mag sicher unangenehm sein (je nachdem, wie das Begucken abläuft!
      Es kann nämlich auch angenehm sein. – Da müssten Sie sich schon deutlicher äussern – können.)

      Duell? – Hm, ja ich wäre dafür. Nicht nur mit den Guckern der Peinlichkeit, sondern mit ganz viel
      anderen mehr. 500 Millionen auf dieser Erde reichten auch.

      Harte Strafen?
      Aha.
      a) Wer soll die ausführen?

      b) Harte Strafen für ‚verbrecherisches‘ Gucken? <– Das würde richtig lustig auf dieser Erde.

  86. Das mit der Assimilierung muß halt jeder halten können, wie er möchte, das eben die Aufgabe
    des Staates.Und „Hochstapler und Minderleister“ natürlich vollkommen korrekt gesehen, aber wie er das ist, bleibt so wunderbar, einzig und angenehm. Man dankt für Zeitgenossenschaft in Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit.

  87. Völker taugen nun einmal als Vehikel für Größenphantasien schon lange nicht mehr, weder
    das Deutsche, noch irgendein anderes, sagte Schirrmacher einmal. Aber auch das allgemein verbindende Internet tut es nicht.

    Wie gut ansonsten also, dass z.B. die Chinesen so ungeheuer nüchtern und weltverantwortlich mit sich umgehen und vergleichsweise sehr bescheiden.

    Der allgm. Bescheidenheit in Achtsamkeit weiter vorsichtig mit voranhelfen, ja.

  88. Schleichender Prozesss des Niedergangs.
    Guten Morgen,
    schauen wir mal auf Südafrika.
    Schleichender Prozesss des Niedergangs.
    Für Leute mit einem gefestigten Weltbild , hi hi,… irgendie Käse.

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/wirtschaftslage-wie-suedafrika-sich-selbst-demontiert/8313790.html
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/suedafrika-wahlniederlage-des-anc-analyse-a-1106391.html

    Dieser schleichenden Prozess ist/ war in vielen ex Kolonien zu sehen.
    Nicht der ausbeuterische Kapitalismus , der die ach so armen Länder ihrer Rohstoffe beraubt ist es, sondern … ,
    aber es passt halt nicht in`s Weltbild mancher Zeitgenossen.

    • Gut beobachtet!
      Die Nkrumahs, Senghors und Mandelas waren anständige, wenn auch nicht notwendigerweise so kompetent wie Houphouet oder Bourghiba. Sie konnten aber das Nachfolgeproblem nicht lösen und die Unterschlagungen moralischer und materieller Art wuchsen exponentiell.

      Da sehe ich auch kein Gegenmittel – außer Schweizer Verhältnissen (mit Abstimmungen der Steuerzahler über wesentliche Ausgaben).

      Davon ist aber auch Resteuropa so weit entfernt, dass es sich eher in Griechenland wiederfinden wird als bei den Eidgenossen.

      Brüssel versucht ihnen Daumenschrauben anzulegen und unerwünschte Konkurrenz und Vergleichsmöglichkeiten zu eliminieren – wie weiland Benito und sein kleiner Adi – riskiert aber ebenso mangels Ausdauer zu scheitern.

  89. @ tommy,23. Februar 2017 um 20:13 Uhr; 24. Februar 2017 um 00:00 Uhr; ThorHa, 23. Februar
    Ihre Beiträge haben mich sehr gefreut; sie liegen ja nur im Detail auseinander. Dass der Westen das philosophische Erbe der griech. Antike dem ach so liberalen und wissbegierigen Islam zu verdanken habe, ist eine grobe, leider tief eingekerbte Geschichtsfälschung. Fake news, wie man heute sagen würde. Dasselbe gilt für das vermeintlich „liberale“ Kalifat in Cordoba.

    Es gab bis zur Katastrophe von 1453 – trotz des Schismas – einen steten Austausch zwischen Byzanz und diversen Klöstern des Westens, die die Manuskripte kopierten und weitergaben.

    In der Byzanz-Forschung sind – wie mittlerweile oft in der historischen Forschung – angelsächsische Autoren führend, die zum großen Teil nicht übersetzt werden.

    Den Mauern von Byzanz haben wir sehr viel zu verdanken, in vielerlei Hinsicht. Z. B. die erfolgreiche Abwehr der ersten Großangriffe des Islam, ca. 678.

    • Titel eingeben
      „Dasselbe gilt für das vermeintlich „liberale“ Kalifat in Cordoba. “

      Stimmt, das ärgert mich auch, dass dieser Mythos immer wieder vorgebracht wird, obwohl historisch kaum etwas dran ist (mit Toleranz im modernen Sinne hatte auch die goldene Zeit des Kalifats von Cordoba nichts zu tun; und bezeichnenderweise wird ja auch meist ausgeblendet, was mit den Almohaden und Almoraviden nach dem Niedergang des Kalifats kam…diese fanatischen Frömmler aus der Wüste könnten ja „falsche“ Assoziationen wecken).

    • Vielleicht am wichtigsten - die "Toleranz", wo die denn existierte
      (immerhin waren Christen und Juden als Menschen zweiter Klasse zeitweise wenigstens zugelassen, was damals tatsächlich nicht die Norm war) verdankt sich der simplen Tatsache, dass der gesamte Nahe Osten und ebenso Spanien sehr, sehr starke nichtmuslimische Bevölkerungsanteile hatte. Die damals als alteingesessene Steuerzahler oder Händler häufig mehr Geld in die Fürstenkassen spülten, als die häufig ärmeren muselmanischen Kameltreiber.

      Wie tolerant der Islam am Ende wirklich war, lässt sich einfach daran ablesen, dass Arabien mit Ausnahme einiger Restbestände in Ägypten heute vollständig juden- und nahezu christenfrei geworden ist. Während sich im so bösartig intoleranten Christeneuropa eine muslimische Minderheit auf dem Balkan gut behaupten konnte.

      Case closed.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Danke
      Zustimmung.

    • Byzanz
      ich sehe das ähnlich, möchte aber ergänzen, dass ich die Flüchtlinge aus Ostrom (bei dessen Untergang) als Hauptauslöser der Renaissance sehe.

      Ohne die erfolgreiche Gegenwehr der Iberer gegen die Invasoren gäbe es kein europäisches Zeitalter von 1500 – 1900.

  90. Die Diskussion hier zeigt zwei Pole...
    Einerseits Schuldkultgeschichte vom pöhsen weißen Mann, vom Kolonialtäter, der für alles da unten verantwortlich ist, und sich jetzt nicht beschweren darf, wenn eine quasi berechtigte Antwort kommt (wer heute schon alles Geschichte studiert hat, und was fürn KRAM !) ,

    andererseits mehr (nicht beliebt) oder weniger klare Erkenntnis eines riesigen Problems , das dieses Nebeneinander darstellt, in unserem Land, auf unserem Kontinent.

    Zu Hause mag man das kaum mehr nennen.

    Eigenartigerweise kommen Sachverhaltsdarstellungen von Problemlagen, etwa über Schweden , von solchen Diskutanten, die mich als Lederhosen-Oger verschreien .

    Abgesehen von Plaudereien über Euro-Islam , Integrationsbemühungen,
    Schneewittchen und Dornröschen und die sieben friedliebenden Zwerge,
    die bei Tee und Kuchen flutschen,

    aber in der Realität halt so gar kein Fundament haben, bleibt eines offen-

    Was machma jetzt ?

    • Jetzt krempelt Juncker...
      … erstmal die EU um mit Kernbereich, wo die Anderen sich aussuchen dürfen, wo sie mitmachen wollen. Das mag ein schönes Rosinenpicken geben, bei dem wir wieder nicht gefragt werden, sondern in den Wettbewerb des Rosinen-Weitwerfens teilhaben müssen.

    • Was machma jetzt?
      Die Antwort auf Ihre berechtigte Frage würden erhebliche Teile der Bevölkerung verunsichern.

    • @Philomena Die EU hat gerade in der Migrationskatastrophe ihre völlige
      Unfähigkeit bewiesen.

      Der Kleinstaat Österreich hat sich mit Balkannationen zusammengetan, und die Route dort geschlossen.
      Die EU und Honeckers Rache haben zornig gesponnen.

      Und dann hat Merkel so getan, als sei das ihre Problemlösung.

      Was das Thema Euro und Transferunion angeht, kann man als Deutscher ohnedies nur mit Sensen und Dreschflegeln gen Brüssel ziehen.

    • Gute Frage, Herr Moser
      aber eine Antwort habe ich auch nicht, empfehle aber, bei bevorzugtem Getränk und Torte oder Rustikalerem einfach abzuwarten, was noch passieren mag. Denn ich glaube nicht, dass es weiterhin so friedlich bleibt.

      Die Rosinenpickerei in der von Merkel und Juncker neu gestalteten EU wird uns teuer zu stehen kommen, aber das dürfte die Protagonisten am wenigsten stören. So wie es die auch nicht stört, dass Griechenland, Portugal, Spanien, Italien usw. völlig am Ar… sind, nach der Wahl wird dann evtl. vielleicht genauer geschaut. Allerdings wohl nicht mit einem SPD-Kanzler Schulz. Ein Elend jagt das andere, wir wählen Pest oder Cholera und wundern uns, wenn wir krank danieder liegen.
      Und das sind nur die EUro-Probleme, über die anderen mag ich gar nicht nachdenken.

      http://cicero.de/weltbuehne/griechenlandkrise-schauspiel-der-illusionisten

    • Was jetzt?
      Gegenwehr oder Unterwerfung/Untergang vermutlich.
      Da Gegenwehr aktuell kein Mehrheitsprogramm zu sein scheint (außer Tessin, teilweise Tunesien, früher Türkei?) bleibt was übrig?
      Auswandern oder s.o.

    • EU- Reform?
      Mei, Herr Moser, Merkel war halt Sekretärin für Propaganda und Agition bei der FDJ, das hat sie gelernt.
      Österreich wird sicher auch zur Kern- EU gehören. Gut, dass wir sie haben.

      @ Frau Simon,
      eigentlich kann man sich nur bemühen, in seinem Umfeld ein gutes Karma herzustellen, sonst haben wir wenig Einflussmöglichkeiten. Meine Freundin sagt immer: wir müssen es uns selbst schön machen.Zum Glück gibt es noch viele nette Mitbürger. Liegt es an der Provinz? Kann auch nicht sein, weil meine wirklich netten Gäste doch aus Städten kommen, wenn auch kleineren.
      Auch heute beim Einkaufen habe ich höfliche Leute wahrgenommen, als ich jemanden vorließ wegen Wenigkeit.

    • Liebe Philomena, es sind immer die kleinen Dinge
      die uns und andere erfreuen. Da ist das freundliche Grüßen oder eben im Laden andere am Band vorlassen, die nur ein, zwei Teile haben. Ich griene jeden draußen an, der mir sympathisch ist und ich habe bisher immer ein überraschtes, freundliches Lächeln zurück bekommen und dann teils ein paar Worte gewechselt. Wenn jemand draußen oder wo auch immer etwas isst, frage ich, ob es schmeckt, wünsche guten Appetit und die Resonanz ist immer positiv.

      Die Leute sind es nur nicht mehr gewohnt, darum kann ich meine „Überraschungsangriffe“ so gut landen. Allein Guten Tag oder einen schönen Tag wünschen bringt sehr viel, aber die wenigsten Leute machen das spontan und einfach so. Dabei bin ich ein schüchterner Mensch, was könnte ein extrovertierter da erreichen.

      Übrigens las ich eben im Bayernkurier mal wieder was Bargeldverbot, dem sich der Söder widersetzt, aber die EU-Kommission und die SPD mit dem unerträglichen Herrn Schulz wollen das doch gern haben, zumindest die Abschaffung des 500-Euroscheins hat die SPD befürwortet, den ich noch nie gesehen habe, alldieweil ja so viel Terrorismus und organisierte Kriminalität unterwegs ist.

      https://www.bayernkurier.de/inland/22432-haende-weg-vom-bargeld-2/

      Wenn die ja das Bargeld abschaffen, na dann gute Nacht Marie. Ob dem Michel dann endlich mal die Mütze hochginge?

    • Komisch, geht mir auch so.
      Manchmal, Frau Simon staune ich aber auch. Schließlich ist man ‚ ne alte Tante, auch wenn sie 10 Jahre jünger rüberkommt.Man hat kurz Blickkontakt, und schon kommt ein Hallo oder ein Lächeln, auch von jungen Leuten.
      Es gibt leider auch ältere Leute mit grimmigem Geschau, furchtbar für mich.

      Zum Bargeld: Trinkgeld, 2€ für den Straßenmusikanten, die Sternsinger ( bekommen mehr), Müllmänner, Postboten, Wertstoffhofmitarbeiter, Krankenschwestern usw. usf. ist dann alles passe. Es wird unmenschlich dann, wir müssen uns wehren.

  91. Das alte Europa lieben?
    Sie meinen die einstige kulturelle Vielfalt, den Wettstreit von Ideen, den Wettbewerb des Geistes unter den Intellektuellen, das Vorhandensein einer Opposition, die den Namen verdiente?

    Um es bildlich auszudrücken: das einst vitale Korallenriff ist verödet, ausgebleicht, im Sterben begriffen. Nur ein paar Kraken drehen noch ihre Runden und sichern die Reviere …

    http://www.rp-online.de/nrw/landespolitik/kritik-an-zusammenarbeit-mit-nrw-regierung-der-bertelsmann-komplex-aid-1.6626341

    Die paar bunten Fische oder Intellektuellen, die der massiven Dezimierung der Artenvielfalt entgangen sind, lassen sich an einer Hand zählen. Sie schwimmen in einer ruinierten Umgebung, in der nur noch die skelettierten Reste früherer Lebensfülle zu besichtigen sind. Ein ungeheurer Verlust an ideellem Leben. Die Kapitulation und das annähernd komplette Versagen der Intelligenz. Regierungen, die ihre Parlamente kontrollieren, Medien, die sie dabei unterstützen.

    Es ist diese gespenstische Leere oder geistige Korallenbleiche, die der fortschreitenden Islamisierung, ob friedlich oder gewaltsam, letztlich den Boden bereitet und die den fanatischen Bilderstürmern die Sache erleichtert, weil sie keine nennenswerten Bilder mehr entwirft, geschweige denn welche hervorbringt.

  92. wunderbar geschrieben
    endlich mal informativ, intelligent leicht und lesbar , gefällt mir !

  93. „Was machma jetzt?"
    Hier geht’s zur Antwort …

    http://www.br.de/radio/bayern2/bayern/zeit-fuer-bayern/separatismus-in-bayern-100.html

    Unabhängigkeitserklärung und Integration nach bayerischer Fasson.
    Bei Scheitern und fehlendem Bemühen Durchreiche nach Norden oder einmal Erdinger Moos einfach und Abflug.

    • Ja, GENAU das ! Vor ein paar Jahren war das eine Gaudi, wenn man
      bei uns zammagsessn ist, aber mittlerweile ist das eine reale Perspektive.

      Weil :

      mit IM Merkel, Hannelörken, Berlin, Schulz, der ÄÄUU, und alldem Gschwearl, werd des nix mehr.

      Ich will nicht NOCH einmal die Altsteinzeit usw. mitmachen müssen, bis endlich alle da sind, wo wir heute sind.

      Interessiert mich nicht.

  94. Deutschlands gute Menschen im HASS-Delirium:
    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/fastnachtsverein-wegen-rassismusvorwurf-unter-polizeischutz-14893341.html
    .
    Fastnachtsverein bekommt Drohungen (u.a. von „Wissenschaftlern“) und benötigt Polizeischutz. Wie heißt es so schön unter guten Menschen: Wir töten für unsere Moral!

    • Was jetzt ? Sozial oder Wissenschaftler ?
      Solchen Studienrichtungen sollte sofort jede Anerkennung, inklusive der akademischen Grade und Professuren, aberkannt werden, auch ihren Absolventen, und dann zusperren.
      Hier wird nicht Wissen geschaffen, sondern abstruse, bizarre Linkspolitik betrieben.

      Solcher Mist wäre vor ein paar Jahren noch undenkbar gewesen.

      Aber:
      Kleiner Finger, ganzer Arm.

    • @ Erlangen, wo denkt ER hin?
      Polizeischutz? Das kam mir gestern Abend in der Mainzer Sitzung (zufällig beim Zappen erwischter Ausschnitt, ca. 3 Minuten lang angeschaut….) in Anwesenheit des kanzleramtsministeriellen Mondgesichts mit dem roten Hütchen eher so vor als ob sie Zuwendungen aus dem Propagandaministerium bekämen. An Peinlichkeiten nicht zu überbieten. Die (noch) große Koalition bietet ja kaum noch Klippen, die es zu umschiffen gilt und so wird auch eine Malu zur Miss World.
      .
      Richdig Fasned isch anneweng nur zwische Bieel (Bühl) un Friedrichshafe un vu dr Baar noch Roddweyl niber.
      (DdH)

  95. Wellen
    Ein ähnliches Problem hat meine Frau derzeit auch: Sie fühlt sich von den Ereignissen auf eine Position gedrängt, die sie eigentlich gar nicht einnehmen will. Aber es gibt eben irgendwie keinen dritten Weg (mehr?). Was mich angeht, so sehe ich die Entwicklung eher gelassen. Meine Weltsicht ist spiralzyklisch, was konkret in der jetzigen Situation bedeutet: Die 68er haben es (mit unserer verlängerten Vergangenheit im Rücken) so lange und so wüst übertrieben, dass sich schließlich doch noch eine Gegenbewegung gebildet hat. Man hat diese schon eine Weile grummeln hören, wenn man es denn hören wollte. Aber wer wollte das schon? Merkel schließlich hat sie mit ihrem epic fail vor anderthalb Jahren endgültig losgetreten. Nun ist sie da. Und sie wird das politische Denken und den Mainstream in Deutschland korrigieren. Dazu ist es nicht einmal erforderlich, dass sie an Regierungen beteiligt ist. Ihre bloße Existenz reicht völlig. Merkel wird in die Geschichtsbücher eingehen als diejenige, die den Startschuss zu einem neuen Nationalismus abgegeben hat. Die formidable Ironie, die darin liegt, weiß ich wohl zu würdigen. Aber letzten Endes ist das nur eine Anpassung an den Stand der Dinge überall in Europa (und auch in den USA), und der gründet sich im Versagen der liberalen Eliten gleich welcher Parteizugehörigkeit, die lieber ihren in der Bevölkerung ungeliebten Wolkenkuckucksheimen nachjagten (wie zum Beispiel dem eines europäischen Superstaats), als klare und durchaus auch pragmatische Interessenspolitik zu betreiben. Die Wende dahin wiederum ist etwas, was ich bei Trump sehr wohl zu bemerken glaube, jenseits seiner bizarren Persönlichkeit. Natürlich wird auch all dies nicht von Dauer sein, und das Samenkorn der nächsten Runde im Zyklus wird sicher schon bald gesät. Aber ich bin alt genug, mir darüber keine Gedanken mehr machen zu müssen …

  96. @Otto Moser und die zwei Pole...
    Ich weiß nicht, ob es hier nur zwei Pole gibt, aber sicher sind verschiedene Filme am Ablaufen.

    Aufgrund der Vorlage Dons hat alles mit Geschichte zu tun und was wir mit der Geschichte für die Zukunft machen und wo wir sie anfangen lassen und wie sie uns niederdrücken oder erheben soll.

    Als Idealist bin ich für den erhebenden Teil, nicht im Sinn von Gloria, sondern im Sinn von Reichtum, Erfahrungsschatz, Zeigen von Möglichkeiten und deren Realisierung, Zeigen von Veränderung und Tradition in weit größerem Ausmass als mir das heutzutage überall eingebleut werden soll. (das beeindruckt mich nicht, aber andere sehr wohl, die sind dann niedergedrückt und brave Lämmer, die sich gerne zur Schlachtbank führen lassen.)

    Aber Ihre Frage war ja, was machma? Mein Vorschlag, der auch angestossen wurde durch die unschätzbar wertvollen Berichte @Uwe Dippels, @kyle broflovskis und vieler anderer (Eine tolle Lehrstunde ist das hier, weitgreifend und erhaben, gerade im Diskurs, offener Kritik, so könnte unideologisierter Unterricht Höchstmasse an Bildung vermitteln, schon in der Schule und war das nicht früher über die Generationen in einem Haus auch so, zumindest in den Mitdenkhaushalten?):

    – wir können uns in die Lage versetzen, dass wir Ausländer seien, einmal in einem islamischen Land, z. B. den VAE, dann in einem hinduistisch geprägten Indien, dann in einem atheistisch, aber auch konfuzianisch geprägten China mit christlichem Einfluss (ca. 10 %), dann in einem Land wie Israel, dann in z. B. Ungarn oder Estland und zum Schluss vielleicht noch Kanada.

    – in all diesen Ländern, auch bei informierten, aber vorgestellten Reisen, werden wir andere Aspekte unserer eigenen Kultur und Identität in größerer Schärfe begreifen als hier. Hier sind wir wie die Fische, die das Wasser um sie herum nicht wahrnehmen. Wir werden die Geschichte Europas und unseres Deutschlands in ihrem Reichtum wahrnehmen und uns mit ihnen stärker verwurzelt fühlen, in aller Zwiespältigkeit, aber mit dem Gefühl von Heimat und der Sicherheit von Werten, die uns hier nicht bewusst sind, aber in der Fremde bewusst werden. Wir lernen einiges zu schätzen.

    – was zwangsläufig herauskommt beim Hineinversetzen von uns in diese je unterschiedliche fremden Umgebungen: wir werden uns fragen, wo und wie wir leben wollen, nicht nur reisen und schauen und besuchen und konsumieren, sondern ganz leben, arbeiten, feiern, sterben.

    – als letztes sollten wir die Frage stellen, wohin entwickelt sich unser Hier, wohin will es wer entwickeln? Was könnten wir gewinnen, was verlieren?

    Aus der dann spürbaren (das ist wichtig, um Intellekt mit Erde und Händen zu verbinden) Differenz zwischen dem „Wohin“ und „Woher“ und „Was will ich?“ wird sich die Energie zur Tat entwickeln. Ich bin sicher, dass es mit einer Form von Kampf zu tun hat, und ich hoffe, es wird ein friedlicher sein.

    Ich habe auf meinen Reisen in zig Länder immer am meisten gelernt von denen, die dort bereits seit Jahrzehnten reisten, aber aus meiner Kultur kamen.

    • Es wird nicht Kampf sein, sondern Liebe -Philemon und Baucis
      Sind die, die den Gewalt-Menschen Einhalt gebieten. Nicht die Bürgerkriegsschreier wie Moser und die Junge Freiheit. Ihn und Baudelaire in einem Atemzug war mehr Untergang des Abendlandes als alles, was ein Machetenschwingender Muslim so zustandebringen kann.

    • @ Ines C.
      „Es wird nicht Kampf sein, sondern Liebe“

      Evangelisches Gesülze, hervorgegangen aus der antiken Empfehlung oder Regel, Gäste (sicherheitshalber und zum eigenen Wohlergehen) so zu behandeln, als wären sie Gott.

      Auch wenn die sich aufführen wie die Axt im Wald?

      Die Kölner Domplattenereignisse nachträglich umdeuten in eine kollektive Liebesbekundung durch zielstrebig fingernde Fachkräfte (Gynäkologen?), etwas ungelenk und kulturell missverständlich noch, aber vielversprechend auf dem Weg, der Gewalt mit „Liebe“ Einhalt zu gebieten?!?

  97. Bassam Tibi ist ja doch auf allerhand Kanälen hier vertreten - u. a. im Cicero und im ÖR
    – er hatte es schon besser, aber da war auch Jockl Fischer auf seiner Seite, und Cohn-Bendit sowieso, die nun vollrohr gegen ihn sind.

    Er sollte schön weiter gute Texte schreiben und veröffnetlichen, und nicht den guten alten Zeiten hinterhertrauern. Er wird ja doch gehört.

    Ichab sowas ähnliches kürzlich mit einem ehemals deutsche 1. Liga Schreiber erlebt, der sich nun beklagt, dass er heruntergestuft wurde. Mein Mitleid hält sich in Grenzen. Nicht soll nicht vergessen, dass allererste Liga Leute wie zum Beispiel Siegfried Kohlhammer – der einer derer war, die das Islam-Problem schon thematisierten, als es noch sozusagen verboten war, darüber auch nur 1 kritischen Satz abzugeben, als in der FAZ Elfenbeinturmbewohner wie Patrick Bahners z. B. vor lauter Schwenken der Toleranz-Fahne schon langsam schwindlig zu werden schienen – nun, da hat Kohlhammer das Islam-kritische Feld bereitet – geschützt und unterstützt von Bohrer und – insbesondere dem wirklich mutigen und konfliktbereiten Kurt Scheel im – vergleichsweise – winzigen MERKUR bei Klett-Cotta.
    – Was macht der Kurt Scheel eigentlich jetzt? Siegfried Kohlhammer veröffentlicht glaubich gar nix mehr. Er ist aber ein Eisbrecher und Debattenauslöser von wie gesagt erster Güte.

    Und wie hängt die FAZ mit der Bundesregierung und den Arabern zusammen? – ok, 3/4 Spaß…wg. DA weiter oben.

    Naja – und dann der hochrennomierte Sankt Galler Historiker Peter Sieferle, auch schön islam-kritisch, der vor zwei drei Jahren damit anfing, seine diesbezüglichen Überlegungen niederzuschreiben. Er erschien im noch winzigeren TUMULT (noch winziger als der MERKUR), bevor er sich dann letztes Jahr das Leben nahm (ein bisschen eine Heisig-Geschichte, die aber in den Nachrufen kaum eine Rolle spielte – das ist auch so ein Bannon-Fall: Die superguten Geschichten werden nicht erzählt!).

    Sieferles Tumult-Beiträge sind z. T. auch bei Klonovsky auf der Seite weiterhin zu lesen und s e h r lesenswert. Insbesodnere zu der Frage, wie es eigentlich kam, dass sich die Rechtsgelehrten mehrheitlich vom EuGh einbinden liessen, von wegen man dürfe keine (deutschen/nationalen) Interessen mehr artikulieren.
    Das wäre natürlich ein obertolles Serien- oder Groß-Thema. Aber macht’s einer? Nicht, dass ich sähe. Vielleicht kommt einiges davon in Klonovskys gerade im entstehen begriffenen Buch vor. Mich würde es freuen. Es soll noch diesen Frühling erscheinen.

    Jedenfalls – es herrscht keine Zensur, man muss manchmal ein bisschen suchen. Aber andererseits – das macht dann halt so Blogs wie den hier oder Klonovskys so interessant.

    Klonovsky als Petry-Berater ist übrigens auch ohne wenn und aber für den Euro-Islam und dafür, die entsprechenden ReformerInnen zu unterstützen.

    Tibi sollte jedenfalls bitte nicht jammern – und auch die guten Ansätze in Sachen Euro-Islam bitte nicht schlechtreden.


    • die guten Ansätze in Sachen Euro-Islam
      Und die wären?
      Eine Religionsbehörde analog DITIB schaffen, die eine obligatorisch zu verlesende Freitagspredigt vorgibt, in der der Dschihad zum „Gewissenskampf mit sich selbst“ umgebogen und fünfmal täglich beten, halal essen und sich als Märtyrer beweisen als obsolet erklärt wird?
      Das wird wohl kraftvolle Durchsetzungsmaßnahmen erfordern…

    • @ colorcraze: "das wird wohl kraftvolle Durchsetzungsmaßnahmen erfordern" - mit Beckenbauer zu
      antworten: „Das ist richtig!“.

      Und das zu bemänteln oder wie im publizistischen Umgang mit der schweizerischen SVP hierzulande (cf. Prantlhauser Daueralarm-Melder) zu skandalisieren versuchen, ist halt nicht richtig.

      Man muss in der tat in die Moscheen rein, wenn da zweifelhaftes gesagt wird.

      Man muss wie in der Schweiz fordern (und durchsetzen!), dass in unserer Landessprache gepredigt wird, man braucht (siehe CH) einen auch auf diesem Gebiet aktiven Geheimdienst.

      Man muss viele nicht so schöne Dinge tut, in der Tat. Demokratie ist schön – läuft aber nicht von selbst!

  98. Titel eingeben
    Wo bleibt eigentlich der große Milo-Yiannopulos-Verteidigungs-Blog?

    • ok hier - Yiannopoulos hat ein moralisches Problem zweiter Ordnung*** verursacht -
      sowas fällt normalerweise glatt unter den Tisch, aber nun ist er halt groß geworden, und das Problem fällt ihm auf die Füsse und setzt ihn derzeit schachmatt.

      Es gibt aberdutzende Leute, die Vergleichbares wie Yiannopoulos gesagt haben, u. a. ein hochrenommierter linker noch lebender Österreichischer Autor – auch er aus eigener Erfahrung, und in diesen Fällen (ich sage noch dazu: Hans-Henny Jahn – oder Plato usw. …) geschah in aller Regel – nichts.

      Yiannopoulos‘ Aussage war – das will in diesem Fall wirklich etwas heißen, mit einem kleinen formalen Makel behaftet: Er hat in seiner Suada irgendwann den Faden verloren und seine Behauptung, ihm habe die sexuelle Beziehung mit einem Priester als Kind gut getan, nicht hinreichend – an seine höchst eigene, höchst private und persönliche Perspektive gebunden.

      Außerdem hat er scheints – das las ich im Netz, hab‘ es selber aber nicht gehört, seine persönlichen sexuellen Erfahrungen als Kind mit Priestern oder einem Priester sehr plastisch ausgemalt.

      Alle drei Faktoren zusammen: 1) Höchst private Perrspektive nicht hinreichend markiert, 2) oberprominent und 3) plastische Details im Netz – haben ihn nun schachmatt gesetzt. Aber der DA meint, er könnte irgendwann wieder – sorry for this one – – kommen…

      ***
      (Also moralisches Problem zweiter Ordnung: Ein Problem, das sich nicht aus eigenen strafbaren Handlungen ergibt (Yiannopoulos selber hat nichts Strafbares getan), sondern daraus, dass eventuell die strafbaren Handlungen Dritter weniger deutlich hervortreten könnten aufgrund dessen, was Y. gesagt hat).

    • Behind every exquisite thing that existed, there was something tragic
      @Kief

      Nope, Milos Programm war immer, dass er die Rolle des Hofnarr übernahm, d.h. er war zugleich extrem konservativ und extrem liberal, d.h. für Konservative immer zu tuntig-schwul und für Liberale immer zu konservativ. Milo war alles und zugleich nichts, Einheit und Differenz zugleich. Nur so kann ein Hofnarr seine Rolle spielen und das gesamte Publikum dabei begeistern, dass er es mit Hohn und Spott übergießt.
      Ein Ritt auf der Rasierklinge und da darf man eben nicht einen Schritt zuviel machen, d.h. nicht noch weitere Differenz erzeugen, denn dann ist der Hofnarr außerhalb seiner differenzlosen Einheit, dann ist er Einheit, dann ist er real, weil für sein Publikum fremd. Dieser Fehler ist ihm nun unterlaufen.

    • Mal wieder nur die halbe Wahrheit Dieter...
      Milo hat erzählt wie toll er seine sexuelle Beziehung zu einem jungfräulichen 13 Jungen fand.

      Sowas darf man in nahezu unserer gesamten Welt nun mal nicht sagen… egal, welcher Meinung man dazu sein mag.

  99. Kreuzgang Katharinenkloster
    @ Alle:
    Kleiner Rat an die Besucher Nürnbergs: Etwa zehn Minuten Fußmarsch vom „Germanischen“ entfernt ist die Stadtbücherei mit dem Zeitungscafe Hermann Kesten (die Strecke kann immer noch als sicher gelten). Es ist im Kreuzgang des einstigen Katharinenklosters untergebracht, was es auch für Kunsthistoriker interessant macht. Wer das schönste Wiener Kaffeehaus außerhalb der Habsburger Stammlande sucht, wird dort fündig.

    @ Tamarisque:
    Amerika tut sehr viel für Europa – wenn auch anders, als gemeinhin angenommen.

    Durch das Fracking sank der Ölpreis sehr stark (nebenbei bemerkt in der Amtszeit Obamas).

    Ein niedriger Ölpreis führt auf zwei Wegen zu niedrigen Nahrungsmittelpreisen: Einerseits ist es für die Agrarproduzenten nicht mehr interessant, Pflanzen zu Biosprit zu verarbeiten. Und andrerseits sinken die Kosten, weil – aus Erdöl raffinierter – Kunstdünger erschwinglicher wird, was über niedrigere Preise an die Verbraucher weitergegeben wird.

    Für den arabischen Frühling gab es zwei Gründe, einen chronisch-strukturellen und einen akut-konjunkturellen: Seit dem WTO-Beitritt Chinas 2002 verschlechterte sich das Schulabgänger-Arbeitsplätze-Verhältnis im Maghreb massiv und dauerhaft. 2010/11 erhöhte sich der Ölpreis – weshalb sich (siehe obigen Wirkungszusammenhang) viele Menschen in Nordafrika das notwendige Essen kaum noch leisten konnten und gegen die Regierungen aufbegehrten.

    Weiterhin führte der niedrige Ölpreis dazu, dass die Verteidigungsausgaben in Russland, Saudi-Arabien sanken und im Iran – der gerade seine Ölindustrie wiederaufbaut – nicht steigen. Damit wird der saudisch-persische Stellvertreterkrieg in Syrien gedämpft, ohne dass Washington direkt eingreifen müsste. .

    Was sich freilich auch geändert hat: Die NAFTA-Staaten müssen per saldo kaum noch Erdöl/-gas importieren, während Europa seit dem Fracking-Boom sogar abhängiger wurde (weil die Reserven in der Nordsee langsam aufgebraucht sind – das berühmte Brent-Feld wird in diesem Sommer stillgelegt). Ohne das US-Fracking kämen jedoch meines Erachtens viel mehr syrische Ärzte nach Europa, weil Nahrungsmittel teurer wären.

    Meines Erachtens ist langfristig eher Russland als (West-) Europa gefährdet. Beim derzeitigen Ölfördervolumen könnte dem „Saudi-Arabien des Ergaszeitalters“ (manager magazin) in den 2030er Jahren das Erdöl ausgehen – und das steht für einen Großteil der Wirtschaftsleistung Moskowiens. In der Jahrhundertmitte dürfte Moskau im Verhältnis zu Wirtschaftsleistung oder Bevölkerung etwa das Zehnfache an Außengrenzen zu bewachen haben wie die EU (falls es die dann noch gibt), Amerika oder China. Bei den Landgrenzen allein (Küsten sind leichter zu verteidigen, wie die Engländer wissen) ist das Verhältnis noch ungünstiger. Zudem wird der Klimawandel die Fruchtbarkeit der russischen Erde etwa in Südsibirien erhöhen.

    Wenn ich alt bin (okay, zugegeben, das bin ich jetzt schon), wird das Dritte Rom meines Erachtens abermals gefallen sein. Der Afghanistan-Feldzug der Sowjets wird auf Dauer noch mehr schlechte Folgen haben als eh schon.

    @ Renate Simon:
    Was die Zusammensetzung der Geburten angeht, pflichte ich Ihnen bei. Auf dem Land gab es eine Einsohnpolitik – war das erste Kind eine Tochter, stand Bauern (und Minderheiten) ein zweites zu, das rein statistisch hälftig männlich war. Was die Anzahl angeht, verwies die NZZ vor vielen Jahren auf einen Bericht der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften, wonach die Zahl der Arbeitsfähigen ab dem Jahrfünft von 2010 bis 2015 abnehmen werde. Tatsächlich wurde laut Länderbericht China 2012 der Höhepunkt erreicht. Die Textilindustrie verlagert schon massiv Arbeitsplätze nach Hinterindien, weil sie keine Wanderarbeiter – welchen Geschlechts auch immer – mehr bekommt. Würden sich Peking und Berlin einigen, könnten syrische Ärzte chinesische Textilarbeitsplätze ausfüllen, womit allen Beteiligten geholfen wäre (außer Reichsmarschall-Eckard).

    @ TDV:
    Fürwahr, Trump ist so rechts, wie Schröder links war.

    @ Don:
    Sehen Sie mir bitte die Länge dieses Beitrags nach – das Katharinenkloster wird sie entschädigen.

  100. Titel eingeben
    Meiner (recht schmalen) Erfarhrung (in England) nach, findet eine Minderheit von Menschen islamischen Glaubens den Westen befremdlich weil sie den Eindruck gewonnen haben, dass die Leute im Westen an gar nichts glauben, ausser dem Konsum. Wird ihnen gesagt, dass es vorkommen kann, dass es Christen gibt und dass sie auch fasten, beten, spenden usw, sind sie reichlich ueberrascht…

  101. Tobak vom Schwersten, Don
    Im Rückblick auf Ihren Artikel sieht man Sie ziemlich desorientiert, vom Weg abgekommen im dichtesten Gestrüpp der Geschichte und Gegenwart unrettbar gefangen und hilfesuchend den Ausgang aus dem selbstgebauten Irrgarten herbeiwünschend.

    In Zeiten wie diesen muß man sich entscheiden, wohin man gehört. Und wenn der Zeitgeist pseudo-intellektuelles Sowohl-als-auch-Geschwafel als politisch korrekt ansieht, dann ist klare Positionierung zwangsläufig immer politisch inkorrekt.

    Oder konkret, wer den Islamismus ablehnt, muß auch den Islam hinterfragen. Denn einen „europäischen Islam“ als visionäre Zukunftsphantasie friedliebender Europäer jedweder Konfession und auch Atheisten wird es nie geben. Er wäre nämlich so ziemlich aller seiner wesentlichen Elemente beraubt und dem Christentum schon wie ein eineiiger Zwilling so nahe, daß diejenigen, die sich diese Islam-Form wünschen, auch gleich ohne Trauma zum Christentum konvertieren können. Aber ich merke, schon wieder hänge ich mich zensurgefährdet aus dem Fenster….

    Also üben wir uns weiter politisch korrekt im Untergraben unserer eigenen gesellschaftlichen Grundsätze und damit der wichtigsten Gründer und Stifter mitteleuropäischer Kultur, indem wir diese als „skrupellose Ganoven“ betiteln. Denn daß dies seine Zeitgenossen von Karl IV gesagt hätten, das, lieber Don, müssen sie wohl zurücknehmen. Oder man muß SÄMTLICHE Herrscher der Weltgeschichte seit Anbeginn der Menschheit als solche bezeichnen, denn in einer oder anderer Form haben sie alle Dinge getan, die uns heute unter unseren Prämissen und Maßstäben ganz schrecklich erscheinen, zu ihrer Zeit aber entweder nicht unüblich oder ungesetzlich, oder aber einfach nur der Pragmatismus eines wie man es damals verstand „von Gott eingesetzten“ Herrschers war.

    Hier bietet sich vielleicht der gesuchte Ausweg aus dem Dickicht, in dem Sie und so viele andere heute gefangen sind: Der Islam steht ideologisch und politisch in unlösbarem Konflikt mit unserer modernen westlichen Welt. Denn es trennen ihn von uns nicht nur 1300 Jahre kultureller Ansichten und Bräuche, sondern auch der unüberbrückbare Unterschied zwischen unserer auf Griechisch-Römisch-Germanischem Recht fußenden Rechtsauffassung und der Scharia. Auch hier ist „Integration“ nur eine Illusion. Der eine wird den anderen nur akzeptieren – und das gilt reziprok – wenn der wesentliche Teile seiner Rechtsauffassung aufgibt.

    Ich wünsche allen, die diese 2000 bzw. 1300 Jahre unterschiedlicher Entwicklung in wenigen Jahren durch „Integration“ aus der Welt schaffen wollen, aus tiefstem Herzen den besten Erfolg.

    In Einzelfällen mag das möglich sein, bzw. IST es auch möglich, wie wir wissen. Allein, was die Gesamtheit der inzwischen Milliarden Menschen der beiden Kulturkreise betrifft, fehlt der Glaube, daß dies möglich ist.

    Wenn überhaupt, wird es ein sehr, sehr langfristiger Prozeß, in dem die geistigen und politischen Führer der beiden Kulturkreise nach einem grundsätzlichen Konsens untereinander über Jahrhunderte von Generation zu Generation ihr Wollen weitergebend, ihre Völker langsam zueinander führen müssen.

    Der Harry Potter der Politik, der das per Zauberei und Magie innerhalb der wenigen Jahre einer demokratischen Legislaturperiode fertigbringt, ist noch nicht in Sicht.

    • Die Wurzeln des Rechts und der Wissenschaft sind: In GR (Ethik/Moral/Wissenschaft,
      und Wirtschaft (Aristoteles‘ „Ökonomie“)) – aber die Wurzeln des Rechts in Rom.

    • Die Wurzeln des . . . - und der Demokratie
      mögen ja aus GR kommen. . .

      Allerdings hatten da die Sklaven, Frauen und andere Gruppen der Gesellschaft
      keinen Zugang zu den Entscheidungen, die zu treffen waren.

      War das ‚eher gut‘ oder war das ‚eher schlecht‘?

      Bald weiss man es besser!

    • @nur mal so: Es war weder "eher gut" noch "eher schlecht"
      Es war nicht mehr und nicht weniger als das Selbstverständnis der Alten Griechen in Athen vor 2500 Jahren. Es war trotz Sklaverei und Unfreier im Vergleich zu den chaotischen bzw. tyrannischen Zuständen davor sicher schon ein gewaltiger Fortschritt, aber eben erst ein Anfang. Aus diesem mußte sich in 2,5 Jahrtausenden mit zahllosen Versuchen und Irrtümern, Kriegen und Revolutionen und den damit verbundenen Strömen an Blut das herausbilden, was WIR heute unter „Demokratie“ verstehen. Wobei – in Klammer – nicht vergessen werden soll, daß selbst die amerikanische Verfassung als erste moderne Demokratie noch fast 100 Jahre lang die Sklaverei durchaus mit sich selbst vereinbar fand und schließlich doch noch einen grausamen Bürgerkrieg benötigte, um sie gesetzlich USA-weit abzuschaffen. Und dennoch danach nochmal 100 Jahre bis in die 1960er Jahre brauchte, um in den Köpfen der Südstaaten-Bevölkerung und sogar in der NASA ein Umdenken einzuleiten (aktueller Film: Hidden Figures – Unbekannte Heldinnen“). Und sieht man genau hin, ist dieser Prozeß selbst heute noch nicht vollständig abgeschlossen…

      Insofern teile ich – leider – Ihre Zuversicht nicht, daß man „es bald“ BESSER wissen wird. Die Entwicklung kann sich nämlich auch wieder umkehren. Es müssen nur mal wieder Zeiten kommen, in denen Menschen aus anderen Weltgegenden unsere Lebensgewohnheiten in Frage stellen und in unser Gebiet eindringen wollen.

      Das können sich nur noch Ältere vorstellen. Doch niemand der Jüngeren WILL es sich vorstellen. Geprägt vom Aufwachsen in einer aus dem Füllhorn des Überflusses lebenden Gesellschaft, als schlimmste „Sorge“ das möglichst frühzeitige Ergattern des neuersten Smartphones einstufend, ist jeder Sinn einer möglichen Vorsorge gegen latente Angriffe von Außerhalb verloren gegangen. Oliver Welke hat das gestern in seiner „heute show“ wie kein anderer bewiesen, daß auch ihm dieser Instinkt abgeht, als er darüber witzelte, warum Deutschland für seine Verteidigung das nötige Geld ausgeben solle. WER bitte soll uns angreifen, fragte er.

      Es ist erschreckend, wie man als „Fernsehjournalist“ so blind sein kann. Aber er ist eben auch nur ein Kind seiner Zeit und steckt zudem seinen Kopf tief in den Lautsprecher von „His Master’s Voice“.

  102. @ OM - nochmal wg. liberaler Träume in Sachen Euro-Islam
    Unter dem Beifall liberaler Moslems wurde vor kurzem in Winterthur eine große – offenbar gefährliche – Moschee geschlossen – der Schweizerische Geheimdienst und die Polizei funktionieren.

    Auch die unter Grün-Rot in Ba-Wü begonnene Ausbildung von zurechnungsfähigen islamischen Religionsslehrerinnen funktioniert.

    Das sind kleine Pflänzchen, aber Necla Kelek ist wie Seyyran Ates eine Bestsellerautorin – und wie oben schon gesagt, es wachsen auch junge nach, die das alles befürworten.

    Auch Männer wie Django Asyl und Bülent Ceylan in RTL sind nicht zu verachten – der ist kein reiner Kasper, der ist ein wacher Liberaler und tut mit seinen Mitteln viel für den hiesigen inneren Frieden, und klar doch: Für eine gelingende Integration.

    Dass es die nicht gelingende Integration gibt, ist unbestritten, deswegen denke ich, ist es so wichtig, den Zuzug zu begrenzen und die Rückführungen zu intensivieren.

    Außerdem muss man im Muslimbogen wie in Schwarzafrika Korruption bekämpfen und Familienplanung vorwärts bringen.


    • Bei Bülent Ceylan ist die gelungene Integration auch kein Wunder, denn seine Mutter ist eine Deutsche.

      Er war mal lustig, trat auch oft in den Dritten Programmen auf. Heute ist er auf RTL-Niveau getrimmt und ungenießbar.

  103. @Stand Your Ground sagte 23. Februar 2017 um 14:39 Uhr Erinnert sich noch jemand ...
    … an die Unterwerfungsgeste von Bedford-Stro[h]m und Kardinal Marx?

    Exakt daran dachte ich auch, als ich das mit dem Verhüllen las. Der DLF-Artikel enthält als aus meiner Sicht wichtigsten Satz:
    „Wer aber die Kirche in eine politische Institution verwandelt und den Gottesdienst in eine Parteiversammlung, spaltet die Kirche und treibt die Christen aus den Gotteshäusern.“

    Früher war der Süden Deutschlands dieser Problematik im Vergleich zum Norden fern. Heute hat der Norden den Süden diesbezüglich überrollt.
    Ein alter Chef sagte mir 1995, dass mit dem Übergang vom Machtzentrum Bonn nach Berlin der Einfluss des Südens Deutschlands schwinden würde. Diese Aussage sehe ich als voll bestätigt und als gültig für Staat, Kirche, Militär und Kultur.

    Ich kann mir vorstellen, die beiden Herren werden spätestens Richtung Sterbebett zugeben, dass sie sich in Jerusalem haben schlicht überrumpeln lassen (ca. 15 Minuten vor dem öffentlichen Akt erst habe man sie darum gebeten) und dass sie diese folgenreiche Symbolik bitter bereuen. Aber aktuell können sie das wohl noch nicht. Ihre Peergroup würde sie ausgrenzen. Und sie leben unter ihresgleichen in einer Blase. Obwohl sie so viele Menschen treffen, sie sind halt eher am Senden und weniger am Empfangen und haben eine Rolle, die für Kontemplation, Musse, Einkehr, Reflexion kaum Zeit lässt.

    Öffentliche Personen ohne Zeit zum Nachdenken werden zu Abziehbildern des Zeitgeistes.

    • Le Pen hat diese Woche rascher und deutlicher reagiert -
      und das Unterdrückungssymbol sofort verweigert.
      Und die hatten 15 Minuten Zeit und unseren Herrn dann dennoch verraten?
      Schande!

    • Unlutherisch mutlos
      Diese brüderliche bischöfliche Unterwerfungsbekundung ist nicht unbemerkt geblieben und wird ihre Wirkung weiter entfalten.

      Ich habe in naiver Weise stets angenommen, dass die Kardinalsfarbe der Una Sancta arterielles Blut symbolisieren und somit etwas mit persönlichem Bekennermut zu tun haben soll.
      Die zahlreichen Gesten, Beschwichtigungsäußerungen, Toleranzbekundungen und Hätschelauftritte der christlichen Kirchen in Deutschland bekräftigen in ihrer Summe nur den Islamismus. Die Vorstellung drängt sich auf, dass das Christentum in ganz wenigen Generationen in Deutschland in großer Bedrängnis sein dürfte.

      Dass der evangelische Landesbischof ganz unlutherisch mutlos kein Brustkreuz getragen hat, ist ihm als Ratsvorsitzenden der Zeitgeistagentur Deutschlands nachzusehen.

      edSE

  104. ahh - Rolf Peter Sieferle (s. o. ctrl. + f + sieferle) über das Zuzügerproblem
    Ich gucke grade bei Klonovsky rein, und siehe da – posthume Neuerscheinung:

    Rolf-Peter Sieferle: „Das Migrationsproblem. Über die Unvereinbarkeit von Sozialstaat und Masseneinwanderung“, Die Werkreihe von TUMULT, Hg. von Frank Böckelmann, Manuscriptum Verlag, 136 S., 16 Euro

    Außerdem hat Klonovsky auf seinem blog acta diurna noch einmal sehr schön den Casus Sieferle aufgrollt.

    • Klonovsky
      ich hab auch bei ihm reingeschaut und herzhaft gelacht:
      Ich bin gespannt, wer der nächste Papst nach Benedikt XVI. wird.

      Sieferle war gut, Buch wird bestellt.

  105. Wie mit der Verachtung leben?
    Von Islam verachtet, von den Netzfeministen verachtet, von
    der eigenen Regierung verachteter Steuerzahler. Von den
    Bildungsbürger als Pöbel verachtet. Nun auch als Wahlbürger
    durch den Kakau gezogen.
    Ein herrlich freies Leben erwartet uns.

    • Titel eingeben
      Verraten sie uns auch wer sie dazu zwingt, dies böse Spiel mitzuspielen?

      Immer dasselbe… Ausreden Ausreden und noch mehr Ausreden.
      Die Anderen sind Schuld!

  106. "Was könnten wir gewinnen, was verlieren?"
    Außer interessanten, neuen Erkenntnissen über Gott und die Welt: Nichts. Denn ich bin Realist und kein Traumtänzer und denke aus ganz konkreter persönlicher Lage heraus bereits seit 3 Jahren darüber nach. Und so wenig ich dies für Dritte entscheiden könnte, könnten Sie ohne bornierte Anmaßung beurteilen, ob sich die Lage Dritter tatsächlich durch „Kampf“ verbessern ließe.

    Ob und wie Sie andere, von Ihrer eigenen abweichende Meinungen herabwürdigen möchten („brave Lämmer, die sich gerne zur Schlachtbank führen lassen“), sei Ihnen also unbenommen, wenn es Ihnen damit besser geht. Gern geschehen.

  107. Sheila Mysorekar ist Journalistin und tönt in der SZ:
    „Ich bin Indo-Deutsche, von meinem Äußeren her falle ich in Nordafrika genauso wenig auf wie in Südamerika. Ich habe in Afghanistan gearbeitet, war sehr oft in Libyen, in Kolumbien. Ich kann mich da frei auf der Straße bewegen, ohne kontrolliert zu werden. Das ist ein riesiger Vorteil. Man kriegt ganz andere Reportagen. Multikulturelle Kompetenzen von Journalisten darf man nutzen.“
    .
    Mir stockte der Atem. Das (hier: dunkle) Aussehen ist also eine „multikulturelle Kompetenz“!? Wenn mir ein bestimmtes Aussehen berufliche Vorteile verschafft, ist das klasse!?
    .
    Hätte das eine „weiße“ Journalistin behauptet, sie wäre als „Rassistin“ ihren Job in der gleichen Sekunde los gewesen.
    .
    Offenbar ist der Rassismus der Frau Mysorekar zugleich ihre zentrale multikulturelle Kompetenz – und der ist kein Knock out-Kriterium, sondern richtig voll super – solange sie das richtige „Äußere“ hat.
    .
    Wer stoppt den dreckigen Rassismus der SZ?

    • Stoppen kann man ihn nicht.
      Ich habe meinen Mann jetzt aber überzeugt, das SZ-Abo endlich zu kündigen und dies auf telefonische Nachfrage des Abo-Büros mit der politischen Ausrichtung der Zeitung begründet. Upps, hoffentlich haben die nicht gedacht, sie sind mir zu rechts?

    • Bei der SZ gibt es drinnen auch eine Art Kulturkampf, was man so hört.

  108. es ist zwar etwas off topic
    aber dennoch bei den ganzen schweren Themen ein lustiges Schmankerln zum Wochenende und ein schönes Beispiel für die Liebe zum alten Europa bzw. Italien.

    In einer Klinik in Neapel haben immer jeweils zwei Mitarbeiter die Stechkarten für rund 100 andere Mitarbeiter mitgestempelt. Diese haben statt dessen Tennis gespielt oder waren im Museum. Es ist jahrelang nicht aufgefallen, erst durch Videoüberwachung der Klinik: http://www.spiegel.de/karriere/arbeitszeitbetrug-in-neapel-a-1136228.html

    • Der Einfall ersetzt nicht die Arbeit
      Tja, die Arbeit wurde erst vom Protestantismus erfunden.

      Beim Don ist es ja auch eher Neapel: Er setzt seine Beiträge um 0800 morgens ins Netz und geht dann Fahrradfahren. :-)

    • Also...
      bei uns kam gestern noch nach einem sehr schönen Tag ein dicker Schneeschauer. Heute ein bezaubernder, sonniger Wintermorgen mit 4 Minusgraden, da ist es um 08:00 Uhr noch nichts zum Radfahren. Ich vermute eher, dass er über den Wochenmarkt schlendert.
      Das mit Neapel ist doch nicht das erste Mal dort.Jetzt ist bei denen Tütenkleben angesagt…

  109. Mein Landfunk SWR 1
    hatte heute in den Mittagsnachrichten quasi den Anfang vom Ende der Ära Merkel verkündet (gewisse „Merkelmüdigkeit“). Schulz läßt angeblich die Umfrageergebnisse für die SPD in die Höhe schießen.
    .
    Wer hilft mir mit einer Erklärung, wie eine derart EU-verbrannte Asche wie Schulz, ein Juncker 2, mit seinen abgedroschenen Phrasen vom „hart arbeitenden kleinen Mann“ Deutschland auf einen tettenden Weg führen könnte? Der hätte im Falle seiner Wahl doch auch nur die Oppermanns, Stegners, Maase, Schwesigs, Barleys und „Pack-Siggi“ in seinem Kabinett hocken. Alles bisherige servile Merkel-Helfershelfer oder-im besten Fall, tatenlose Zuschauer.
    (DdH)

    • Wie TDV immer sagt,
      die Wähler sind nicht die Intelligentesten. Mir ist der Hype auch schleierhaft.

    • Gähn
      Erklärung?

      Das Kartell der ÖR, der Gütersloher & Co. liest aus den Umfragen tatsächlich eine gewisse ulF-Müdigkeit (MHD überschritten, Amtszeitbeschränkung leider inexistent).
      Weil die Dame in ihrer Umgebung und in ihrer Partei alles weggebissen oder entmannt hat, was irgendwie wählbar wäre, sucht man außerhalb der CDU nach einem ruckelfreien, Kontinuität wahrenden Übergang. Siggi ließ sich schlecht als Opposition verkaufen, aber mit dem Würseler Buchhändler glaubt man das machen zu können.

      Der Kandidat (klingt wie ein Stück von Hochhut) fügt sich geschmeidig ins Anforderungsprofil und darf deshalb mit abgedroschenen Phrasen ein wenig Wahlkampf machen, sollte aber den Gang der Dinge nicht wirklich stören. Das wird er, mit Brüsseler Lobbyisten-Bräuchen bestens vertraut, auch garantiert nicht tun.

    • Merkelmüdigkeit
      Ja, das ist so ein Hype, der grad bei Medien und Politikwissenschaftlern umgeht.

      Jedenfalls sehe ich derzeit nahezu täglich irgendeinen Politikwissenschaftler im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, der nichts anderes zu derzeitigen Sonntagsfragen zu sagen hat.

      Mir wäre das als Wissenschaftler ja peinlich, aber na ja, so kommen die halt auch mal ins Fernsehen.

      Seis denen gegönnt, jenen „Wissenschaftlern“.

      —–

      Über Schulz und Konsorten werden wir vermutlich noch genügend lesen und schreiben können oder glauben Sie, dass Don Alphonso da inaktiv bliebe?

    • easy as f.ck
      Wurde schon beantwortet:

      Schulz ist ein Mann. Period.

      Die AFD mit einem Mann an der Spitze wäre bei 30%.

      Weil in Krisenzeiten bestimmt der Instinkt und der Instinkt will Krieger an der Spitze….

      (P.S.: Ab wann hat man in der Schule damit aufgehört, den Menschen die wesentlichen Dinge beizubringen? Seit wann glauben alle, dass Liebe und Moral und Intelligenz den Lauf der Welt bestimmen? Hattet Ihr keinen Geschichtsunterricht? Keinen Biologieunterricht? )


    • „Den kleinen hart arbeitenden Mann“ hat er vermutlich von Trump abgeguckt. Hinzufügen sollte er noch: der abgehängte, vergessene, vernachlässigte …., und dann klappt’s auch mit der Wahl.

      Wie können die Menschen solch ein kurzes Gedächtnis haben und das Gesülze über soziale Wohltaten glauben. Ausgerechnet von der SPD. Ich glaube dem kein einziges Wort und ignoriere ihn.

      Ich verweigere mich auch jeder Diskussion über den Mann. Mehr gibt’s dazu meinerseits nicht zu sagen.

    • "EU-verbrannte Asche wie Schulz"
      Also wird er den Phönix geben. Gemach. Der Mann steht schließlich für Schulden-Union, CETA, TTIP und hat sich wegen gescheiterter Umsetzung der EU-Migranten-Quote bitterlich beklagt über „Re-Nationalisierung“. Btw. Sind wir eigentlich noch Nationalstaat oder hab ich was verpaßt?

      @Philomena:
      „die Wähler sind nicht die Intelligentesten.“
      Alles andere wäre ja auch schlymm. Geht gar nicht.

      http://www.faz.net/aktuell/politik/bundestagswahl/selfies-mit-stimmzettel-regierung-will-smartphones-in-wahlkabinen-verbieten-14894877.html

    • Nette Aussichten
      Wer glaubt, „soziale Gerechtigkeit“ sei derzeit das Hauptproblem im Lande, der glaubt auch an den Osterhasen.

      Schulz ist es anscheinend gelungen, ein Ablenkungsthema zu präsentieren, zumindest vorläufig. Wenn Frau Bundesverfassungsrichterin a.D., dem Vernehmen nach Genossin, für ein paar Monate Arbeit mit einem Schmerzensgeld von 10 Mio. abgefunden wird, müssen das MP Weil und Gewerkschaftler im AR abgenickt haben. Das ist ja nur ein prominenter, ans Tageslicht gekommener Fall.

      Aber da wären nicht nur die von Ihnen genannten Lichtgestalten, sondern in Brüssel würden die Schampuskorken knallen. Mit Schulz als Kanzler würden wir in den Genuss von Eurobonds, Bankenunion, gegenseitige Schuldenhaftung, Wahrheitsministerium, Ende des Dublin-Abkommens und anderer Segnungen kommen, von denen Juncker, Tusk, Mogherini, Moscovici und andere in Brüssel als Folterinstrumente für Deutschland träumen.

      edSE

    • Wie will man das denn machen,
      @ Bux T. Hude? Leibesvisitation? Mannomann, nicht mal das Wahlgeheimnis ist mehr durchzusetzen.

      Mich regen eh die ganzen Offerten per Mail, die Minikameras im Kugelschreiber oder in Drohnen, “ damit sie in Nachbars Garten sehen können“ usw auf.

      Von da, wo der Hund mit dem Schwanz bellt, haben heute Gäste eingecheckt…

    • When you have excluded the impossible, whatever remains, however improbable, must be the truth
      Goodnight, angesichts der anlasslos ansteigenden Umfragewerte zu Schulz kam mir Ihre knappe Ansage schon häufiger in den Sinn.
      Habe noch keine schlüssigere Erklärung für das Phänomen gesehen. Möchte aber eine finden…

    • Echt witzig....
      Am Lustigsten finde ich das mit dem „Ende der Ära Merkel“.

      Der deutsche Wähler ist tatsächlich so dämlich zu meinen es gäbe da einen Unterschied?
      Naja, die Deutschen hätten auch in den Usa sicher Hilary gewählt… der ewige Spiesser am Werk.

    • Mein lieber tdv ...
      … 3 Monate längere Bezugszeit für ALG I für über 55jährige machen einen in Deutschland bereits zum Hoffnungsträger des kleinen Mannes.

      Und das Furchtbare daran – in gewisser Weise stimmt das sogar. Soviel zum Stand der bisher ja bekannt breiten, engagierten und mit vielen unterschiedlichen Standpunkten geführten, politischen Debatte in Deutschland :-).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  110. Das alte Europa, auch biologisch
    Ich war gestern morgen am Tegernsee. Im Seehaus Cafe auf der Rückfahrt aus dem Skiurlaub. Guter Kaffee und leckerer hausgemachter Kuchen. Toller Platz direkt am See. Ich vergleiche an solchen Orten gern das menschliche Treiben mit Straßenszenen in Indien und den islamischen Ländern, in denen ich gelebt habe. Auch am Tegernsee wurde es mehr als deutlich. Das alte Europa ist tatsächlich eine alternde Kultur mit vorhersehbarem Ende, falls sich nichts ändert. Man liebt es, aber ersetzt es mittelfristig durch andere Kulturen und Völker. Eine vergängliche Liebe, die bekümmert. Erbauung finde ich dann gern in etwas, wie diesem:

    https://www.youtube.com/watch?v=n3wcjwY4mz8

    Übrigens, wenn ich angemeldet bin, kann ich derzeit keine Kommentare abschicken. Ist das gewollt?

    • Mir ist nicht bekannt
      dass der, seit über 100 Jahren anhaltendeö Geburtenrückgang der
      europäischstämmigen Bevölkerung, auf biologischer Unfruchtbarkeit beruht.

      Sie, werter Herr Wilhelm kommen viel in der Welt herum und ich kann
      mir durchaus vorstellen, dass Sie auch zu den Verbreitern dieser Mär
      gehören, und Kultur etwas ist, dass mit hemmungsloser biolog.Vermehrung
      einhergeht.
      Als jemand von hier, will ich allerdings nicht mehr in Haftung für die ganzen
      Probleme-zu wasser, zu Lande und in der Luft- die der Erde drohen in Haftung genommen werden.
      Sollen sich die, die Zukunft dieses Planeten sind darum scheren.

      Zahlreich genug sind sie.


    • Übrigens, wenn ich angemeldet bin, kann ich derzeit keine Kommentare abschicken. Ist das gewollt?
      Vermutlich nicht. Nur in der To-Do-Liste zum Flicken ganz weit unten.
      Die Zeitung und die Blogs laufen auf verschiedenen Systemen. Dazwischen gibt es eine gefrickelte Login-Brücke. Sobald ein Update der Blogs erfolgt (was neulich so war), fliegt die Frickel-Brücke weg.
      D.h. es müßte nach jedem Update zusätzlich auch der übergreifende Login wiederhergestellt werden. Wird aber regelmäßig erst nach längerer Zeit gemacht.
      (So meine bisherigen – langjährigen – Beobachtungen. Nachstellen kann ich es nicht, da ich seit dem großen User-Rauswurf vor einigen Jahren keinen neuen FAZ.NET-Kommentieraccount mehr angelegt habe.)

    • @E.R.Binvonhier
      Kultur ist ohne Biologie nicht denkbar. In welchem Maße ist eine endlos zu diskutierende Frage. Aber ganz ohne geht es nicht. Biologische Unfruchtbarkeit oder hemmungslose biologische Vermehrung wären zu extrem gedacht. Die Tabuisierung des Nationalen auf Grundlage einer Abstammungsgemeinschaft, der Zerfall der Familien, ungenügende Generativität bei gleichzeitigem Glaube an die Kontinuität von Kultur durch kulturfremde Einwanderer sowie die Vernachlässigung der Interessen geborener und ungeborener Kinder sind jedenfalls manifeste, dominierende Charakteristika der deutschen Gesellschaft in den letzten Dekaden. Die zu erwartenden, aber nicht genau voraussehbaren Folgen erfordern kritische Vernunft und Wachsamkeit.

  111. Kultur ist gar nicht so einfach.
    Eine kulurelle Errungenschaft:
    Unabhängigkeit der Justiz z.B.

    Die FAZ schreibt:
    Bundesregierung will Freilassung von Deniz Yücel
    Die Bundesregierung setzt sich für die Freilassung des in der Türkei festgenommenen „Welt“-Korrespondenten Deniz Yücel ein.
    Hundertfünfzig Bundestagsabgeordnete schreiben einen Brief.

    Ich hoffe das die Kultur der unabhängigen Justiz in der Türkei
    noch nicht so danieder liegt das sie sich davon beeindrucken lässt was
    ein paar Abgeordnete eines fremden Landes meinen.

    Eines Landes das seit Jahren der Meinung ist das die Türken sowieso nicht zu Europa und damit zur EU gehören.

    • Zur Arbeit an der Kultur des Herrn Deniz Yücel
      https://de.wikipedia.org/wiki/Deniz_Y%C3%BCcel

      Was noch fehlt wäre eine Liste seines Freundeskreises im
      deutschen Bundestag.

      Diese Liste würde mir sicherlich helfen im deutschen Herbst 2017
      die richtigen Wahlentscheidungen zu treffen.

    • "Hundertfünfzig Bundestagsabgeordnete schreiben einen Brief."
      Hm. Integrationskurs-Erfolge? Als ulF am Parlament vorbei die Willkommens-Kultur ausgerufen hat, hat’s ja offenbar noch gewaltig gehapert mit dem Schreiben.

  112. Ende und aus.
    Rückblende September 2015,
    NTV Bericht über Ankommende ohne Pass.
    O-Ton Flüchting:

    „Wir kommen wegen Mamma-Merkel – wir wählen Sie.“

    …. ….. ..

    • Ein Missverständnis ;-)
      Die hatten damals alle Mammas Foto auf Smartphone heruntergeladen. Das Foto wurde von denen vor dem TV-Kamera des CNN innig geküsst, zärtlich wurde sie „our Mother Teresa“ genannt.

      Aber neiin, sie hatte die natürlich nicht eingeladen, niie. ;-)

    • Ist eigentlich eine fast klassische Nicht-Debatte ...
      Weil es von der Wirkung her vollkommen irrelevant ist, ob eine Einladung beabsichtigt war. Die Kombination aus individuell einklagbarem Asylrecht, faktischer Nicht-Abschiebung Unberechtigter, offenen Grenzen und Nichtüberprüfung der Einreise hat zwangsläufig die faktische Wirkung einer Masseneinladung an die Migranten der ganzen Welt gehabt.

      Weshalb ich mit der Frage „Hat Merkel nun (bewusst) eigeladen oder nicht“ wenig anfangen kann. Das ist eine Befindlichkeits- und keine politische Frage. Und damit ein Kernproblem heutiger politischer Debatten in der Öffentlichkeit.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  113. Sein Kampf
    „Es ist ein Unterschied, ob mir etwas obsolet erscheint, oder ein anderer denkt, es sei obsolet und müsste zerstört werden. Vielleicht, weil Kultur meist wehrlos ist und der Angriff auf sie so besonders feige, solidarisiert man sich damit auch ein wenig mehr, als man bei genauer historischer Betrachtung sollte. Vielleicht war man früher kein blinder Verteidiger der bestenfalls ambivalenten Zustände im Alten Europa, aber die auf uns gekommene Kultur ist das Beste, was entstanden ist, und macht die Identifikation doch erheblich leichter.“

    Vielleicht kann man diese Gefühle auch haben bzgl. des alten Arabien?
    Es ist ja nicht das alte Arabien das uns da bekämpfen will.
    Sondern zum Bsp. auch ehemalige Nazis. So hat der Spiegel heute berichtet. Festgenommener Islamist war früher Nazi und hetzte gegen Islamisten. So ungefähr.
    Das alte Arabien ist wohl weniger unser (heutiger) Feind.
    Sehr lesenswerter Link:
    https://www.uni-marburg.de/cnms/aktuelles/news/dot-vortrag-bauer.pdf

    „Interessanterweise ist der Ansatz des islamistischen Kulturterrors “intersektionell” wie gewisse extreme Spielarten des Feminismus: Er hat da ein grundsätzliches Problem mit dem Westen…“

    Ja, nun. Well. Nein, das ist wohl nicht so. Der Feminismus hat da kein grundsätzliches Problem. Eher hat der Blogautor da ein Problem.
    Ist einfach nur mein Eindruck. So als Mann. Und Franke. Und erklärter Nicht-Bayer.
    Bei Amazon Prime läuft gerade die Serie „Flea“. Richtig gut.
    Bei Netflix wird in diesem Jahr die fünfte Staffel erscheinen von „Orange is the New Black“. Richtig geiler Scheiß.
    Ganz vorsichtig (und mit allem gebührenden Respekt) würde ich dem Blogautor mal diese beiden Serien empfehlen wollen. Besonders OITNB.
    Schwer feministisch. Stramm links. Ziemlich lesbisch. Und trotzdem (oder gerade deswegen) richtig geiler Scheiß.
    https://www.youtube.com/watch?v=0UOx01gfcps

    „Halb wird man dort so hineingeschoben vom Extremismus, halb saugt einen der süsse, glibberige Saft der Identität, etwas schleimig nach Romantik riechend, hinein.“

    Yep. Das ist eine gute Beschreibung. Nur dieser „süsse, glibbrige Saft“ wird einem entgegen geschleudert vom eregierten Glied eines schwer männlichen Islamistenkriegers. Der Elfriede Jelinek gerne köpfen würde. Wenn er sie denn kennen würde.
    Und nein. Ich möchte diesen klebrigen Saft nicht in’s Gesicht gespritzt bekommen.
    Ich halte es da eher mit Ralf König.
    http://www.ralf-koenig.de/dschinn-dschinn-2-schleierzwang.html

    Und nein. Ich bin nicht schwul.
    Schwul zu sein bedarf es wenig. Ich bin schwul und heiß‘ Ralf König.

    • Fleabag!?
      Nehme ich mal an.

      Und ja, da steckt viel Westliches drin. Aber es ist eben eine wesentliche Spielart des heutigen Islam. Andere Religionen haben durch den Einfluss der Moderne nichts ebenbürtiges hervorgebracht. Auch dies sollte zu denken geben.

  114. Alkoblogigger Anonymous
    Das man sich hier unter seinem richtigen Namen nicht mehr verewigen kann, habe ich vor einer Woche schon bemängelt, aber Don Vito Korle..Alphonso hüllt sich in Schweigen.

    Positiv interpretiert, kann das heissen, dass man damit rechnet, dass Rot-Rot-Ganzrot im September die Macht übernimmt und der kleine Wahrheitsminister aus Ostlothringen dann vollends von der Leine gelassen wird, woraufhin gewisse „Blogger“ zu „Blockern“ gemacht, das heisst wie unterm guten alten Genossen Stalin zum Steinekloppen geschickt werden. Man macht sich deshalb also Sorgen um seine Leser- und Meinungsautorenschaft und hat vermutlich in jedem Büro bereits einen Dokumentverbrennungsofen am Warmlaufen.

    Die nicht ganz so optimistische Variante ist, dass man wie schon wiederholt vorgeschlagen, Teile eines oder mehrerer Blogs als Buch oder soetwas Ähnlichem (kommerziell Vermarktbarem) herausbringt und mit den Klarnamen darunter ein Copyrightproblem bekommen könnte.

    Die nächste Variante ist, dass man unter den frechen und aufsässigen Texten hier hüben nicht dieselben Namen stehen haben will, wie unter den braven, mainstreamkonformen Leserbriefen des Mutterschiffes drüben.

    Die letzte und wahrscheinlichste Variante aber ist, das Don Alphonso demnächst titeln wird: „Sind wir nicht Alle virtuelle Kunstfiguren (und artifizielle Intelligenzen)?“ und wenn das von der Mehrzahl der Kommentierer bejahenderweise getragen wird, nennt sich die „FAZ“ um in „BOZ“ (und „Blog“ heisst fürderhin „Blot“. Nein, gibt es schon: „Gott“. Mist, das auch nicht: „Botblog“, kurz: „Boog“. Und TWITTER heisst dann: „TWOTT“. Und was „Botbook“ früher war, das weiss schliesslich jeder. Sogar unsere Bot..Bundesregierung weiss das. Mit Botella Merkel vorne dran. Und unser Bottlepräsident (nein, das war der alte): Bundespräsibottle freut sich. Und wir alle lesen nur noch „Schwarzwaldbote“

    In diesem Sinne: Domo Aregato Mr. Roboto
    (und auch Domo Aregato Dono Alfonso).

    • Sie können gern Kritik vorbringen, es wäre halt super, verstünde man sie.

    • Blödsinn Shoe-Schein-Boy
      Das man sich hier unter seinem richtigen Namen nicht mehr verewigen kann, habe ich vor einer Woche schon bemängelt

      Wenn Sie im Mutterschiff eingeloggt sind, kommen Sie momentan hier nicht weiter. Also nebenan ausloggen und hier mit Klarnamen schreiben.

      Das Problem haben z.Z. alle. Man kann ja etwas dumm sein, aber man sollte das nicht so raushängen lassen. Würden Sie regelmäßig und alles lesen…

    • Jetzt mal ernsthaft
      Wie Sie folgendem Originalausschnitt entnehmen können:

      _____________________________________________________

      Lügenidentität sagt:
      16. Februar 2017 um 20:41 Uhr

      Verschwörung!
      Gibt es hier eine schwarze Liste oder warum muss ich seit Tagen unter falschen Identitäten posten?
      Antworten

      Oberländer sagt:
      16. Februar 2017 um 20:51 Uhr

      Sadist!
      Die Bilder in Ihrem vorigen Stück sind überaus hinterhältig, weil wir verreist waren und vorher den Kühlschrank leergegessen haben, wie sich das gehört, kein Käse, nichts da, nicht einmal Eier. Nur Pasta. Man

      ________________________________________________________

      fragte ich am 16. Februar 2017 um 20.51 an, warum ich seit mehreren Tagen nicht mehr unter meinem Klarnamen posten kann. Das war bis zu diesem Zeitpunkt problemlos möglich. Dass das etwas mit dem Login-Status zu tun hat, konnte ich nicht wissen, weil ich diese Frage von meinem Computer am Arbeitsplatz abgeschickt habe, auf dem ich sowieso nicht eingeloggt bin.
      Wie Sie ohne weiteres ebenfalls erkennen können, wurde meine (ernstgemeinte) Frage ignoriert und keiner Antwort gewürdigt.

      „Ernstgemeint“ deshalb, weil ich unter anderem bei SPON, Münchner Merkur und Augsburger Allgemeinen unter meinem Klarnamen auf der schwarzen Liste stehe, für meines Erachtens weder rassistische noch hasstriefende Kommentare, wie dem des Vaters eines Kindes, der meint, dass Eltern sich ihrer Verantwortung gegenüber ihren Kindern bewusst sein müssten, auch wenn sie mit nicht schwimmfähigen Kleinkindern in nicht seetüchtige Schlauchboote einsteigen und diese Kinder dann ertrinken. Dieser Meinung bin ich übrigens immer noch und sie gilt für Eltern, Schlauchboote und Gewässer aller Art, inklusive des Tegernsees. Nur macht das da keiner. Für diese Meinung wird man aber in Augsburg und bei SPON gesperrt.
      Da ich also keine Antwort bekommen habe und inzwischen selber gemerkt habe, dass man sich auch ausloggen und dann posten kann, entfällt auch die Option, mich auszuloggen und meinen Klarnamen von Hand einzugeben. Die Frage, ob ich aus Versehen auch hier in Ungnade gefallen sein, ist nämlich unbeantwortet geblieben und solange das so ist, tippe ich diesen Namen auch nicht von Hand ein.
      Nachdem ein anderer hier Beitragender am 24.02., 8 Tage nachdem ICH diese Frage gestellt hatte, in einem Nebensatz die gleiche Frage stellte, habe ich wahrheitsgemäss direkt darunter geantwortet, dass ich das für ein Geheimnis halte und eher scherzhaft über die möglichen Gründe eines solchen Problemes sinniert, sehe aber gerade, dass dieser Beitrag, auf den sich meine Antwort bezieht, nicht mehr vorhanden ist, oder aber meine Antwort ist unter einen falschen Beitrag gerutscht. Das mag komisch aussehen, aber dafür kann ich nichts.
      Und das man überall, wo man Leser und Schreiber aus Fleisch und Blut vergrault, zunehmend automatisch geschrieben Beiträge zu lesen bekommt, deren Verfasser gemeinhin als „Bot“, welches eine Abkürzung für „Robot“ ist, bezeichnet wird, ist ein bekanntes Problem, bekannt sogar den Dummen. Das man das in die Namensgebung derjenigen Medien einfliessen lassen könnte, die am stärksten von „Bot-geschriebenen“ Beiträgen betroffen sind, sollte ein Scherz sein, über den niemand gezwungen ist, zu lachen. Und das gewisse Ansprachen Prominenter Bundespolitiker aus dem sogenannten „Phrasendreschautomaten“ und „Plattitüdenleierkasten“ stammen, die per Definition ebenfalls unter den Sammelbegriff „Bot“ fallen, habe ich stillschweigend als Allgemeinwissen vorausgesetzt. Und ganz zuletzt: das in diesem Zusammenhang ausgerechnet der stockkonservative „Schwarzwald-bot-e“ den Begriff „Bot“ im Namen enthält, halte ich für ausgesprochen witzig, man muss es nur erkennen.
      Dass ich durch ein paar weitere harmlose Wortspiele mit dem Begriff „Bot“ meine Dummheit heraushängen lasse, werde ich nicht mit einer gleichsam niveaulosen Beleidigung beantworten.
      Nur soviel: ich lese nicht nur alles, ich verstehe sogar alles. Wenn sich aber auf eine von mir geschriebene Antwort die Frage in Luft auflöst, dann liegt es am Blog-Administrator und nicht an mir, dass es „blöd aussieht“, denn: „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen“ und „dumm ist nur, wer Dummes tut“. Auf Beleidigungen kann ich aber verzichten. Auch hier und überall anders auf dieser Welt. Danke.

    • PS:
      Am 24. Februar 2017 um 19.34 Uhr schrieb „Ernst Wilhelm“: „Übrigens, wenn ich angemeldet bin, kann ich derzeit keine Kommentare abschicken. Ist das gewollt?“. Zitat Ende.

      Meine durch anklicken der „Antworten-Option“ daruntergesetzte Antwort wurde in einen eigenständigen Beitrag umgewandelt, der viel weiter unten steht, und deshalb nicht als Antwort auf „Ernst Wilhelm“ verstanden werden kann (das sieht man daran, dass sich darunter auch eine „Antwort“-Option befindet.

      Im Gegensatz dazu wurde die um 23.19 Uhr verfasste Antwort von „ColorCraze“ korrekt unter die dazugehörige Frage positioniert und wenn sie um 23.39, als ich meine Antwort abgeschickt habe, schon sichtbar gewesen wäre, hätte ich auf meinen Text verzichtet. ColorCraze beantwortet nämlich auch meine Frage und zwar sachlich und so, wie es sich gehört.
      Ernst Wilhelm zeigt mit seiner Frage aber auch, das durchaus nicht „Alle“ die Ursache dieses Problemes kennen und deshalb könnte man sich angewöhnen, auf Fragen in etwa so wie ColorCraze zu antworten, ohne zu pöbeln, wie die Dame, deren Namen ich mir nicht merken will.

    • Nihon-go wakkarimassen?
      Übrigens:

      „Domo Arigato“: Japanisch „Danke“.

      „Domo Arigato Mr Roboto“: 80er Song von der Gruppe „Styx“.

      https://is.gd/jfzsFs

  115. Wahlrecht ohne sPass (Refugees)
    Aydan Özoğuz – Ich bin kein Kostüm*:
    – – – – – – – – – – – – – – – –

    Denn wenn et Trömmelche jeht … (Die Räuber)

    Der Landtag NRW (Drucksache 16/14275)
    https://www.landtag.nrw.de/Dokumentenservice/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD16-14275.pdf;jsessionid=7FE9337925F07314AFBEB4244CDC0034.ifxworker beschließt das Gesetz zur Änderung der Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen (Kommunales Wahlrecht für Nicht-EU AusländerInnen)

    http://www.bmi.bund.de/DE/Themen/Gesellschaft-Verfassung/Staatliche-Ordnung/Wahlrecht/Auslaenderwahlrecht/auslaenderwahlrecht_node.html
    – – – – – – – – – – – – – – – –

    (… Nach Art. 20 GG ist das Staatsvolk der Bundesrepublik Deutschland Träger und Subjekt der Staatsgewalt. Dieser Grundsatz gilt über Art. 28 Abs. 1 Satz 1 und 2 GG auch für die Länder und Kommunen. Das Grundgesetz schließt damit die Teilnahme von Ausländerinnen und Ausländern an Wahlen sowohl auf der staatlichen als auch auf der kommunalen Ebene grundsätzlich aus (vgl. BVerfGE 83, 37, 59 ff.). …

    http://www.bmi.bund.de/DE/Themen/Gesellschaft-Verfassung/Staatliche-Ordnung/Wahlrecht/Auslaenderwahlrecht/auslaenderwahlrecht_node.html)

    Rassismus Fatwa mit Steuergeldern:
    * Ich bin kein Kostüm (AAS Kahane, Schwesig, Caritas & Co.)
    Indiana-, Chinesa-, Nega-Kostüm

    • 25. Februar 2017 um 00:28 Uhr
      Bitte löschen Sie diesen ersten Flutsch!
      Verspreche Ihnen zukünftig im Textprogramm vorzuschreiben.

  116. Wahlrecht ohne Pass (Refugees, Türken ohne Doppelpass, Nicht-EU-Ausländer)
    Külťúrkrýěğ
    ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾
    Denn wenn et Trömmelche jeht, …
    ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾

    ▶ Aydan Özoğuz – Ich bin kein Kostüm!*₁ ◀︎

    Gesetz zur Änderung der Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen
    (Kommunales Wahlrecht für Nicht-EU AusländerInnen)
    https://www.landtag.nrw.de/Dokumentenservice/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD16-14275.pdf
    – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –
    Verfassung (Auszug)
    … Nach Art. 20 GG ist das Staatsvolk der Bundesrepublik Deutschland Träger und Subjekt der Staatsgewalt. Dieser Grundsatz gilt über Art. 28 Abs. 1 Satz 1 und 2 GG auch für die Länder und Kommunen. Das Grundgesetz schließt damit die Teilnahme von Ausländerinnen und Ausländern an Wahlen sowohl auf der staatlichen als auch auf der kommunalen Ebene grundsätzlich aus (vgl. BVerfGE 83, 37, 59 ff.) …
    http://www.bmi.bund.de/DE/Themen/Gesellschaft-Verfassung/Staatliche-Ordnung/Wahlrecht/Auslaenderwahlrecht/auslaenderwahlrecht_node.html

    ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾
    … dann stonn mer all parat … (De Räuber)
    ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾ ▾

    *₁ Ich bin kein Kostüm! (soll bedeuten – Ich bin kein Rassist!, Nazi!, etc.)
    Eine steuergeldfinanzierte Plakataktion (AAS-Kahane, Schwesig, Caritas & Co.) gegen die böse rassistische Unkultur der Indiana-, Chinesa-, Araba-, Nega- und Zigeuna-Kostüme erhält in vielen Karnevals-Hochsicherheitszonen farbbeutelwerfenden Begleitschutz durch bunte Hochschulkämpfer. Gleichzeitig gelten für viele deutsche »Fastnachts-Parallelgesellschaften« Verkaufs- und Konsumverbote für Branntwein und Alcopops.
    – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –
    *₂ Aktionen gegen Panik (Jusos) Ausbildung als StammtischkämpferIn
    – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –
    *₃ Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit {104,5 Millionen, Familienministerium (BMFSFJ) Manuela Schwesig (SPD), Scholz & Friends}

    *₄ Du Opfer! (Mithu Sandaal (dt. Kulturwissenschaftlerin), (taz)
    Vergewaltigte sind »Erlebende«
    – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

    Remember ▶ George Carlin (▸ youtube)
    Political Correctness is fascism pretending to be Manners
    (Seven Dirty Words, Filthy Words)

    Dem »gemeinen Mann« in »Nordrhein-Wandalen« bleibt – Nein, nicht die Flucht nach »Rheinland-Filz« –, sondern der Genuss Ihres vorzüglich anregenden Feuilletons. For this »Horn of Plenty« gibt’s diesmal eine Eins – und Sie dürfen mit Ihrer Mappe nach vorne kommen) Also vielen Dank!

    • Dear Bro, soll mir keiner erzählen, dass DAS, was Sie
      so schön aufführen, vor zehn, oder gar zwanzig ,Jahren denkbar gewesen wäre !

      Die Entwicklung Deutschlands durch linxgrüne Politik und Medien führt direkt ins Klo.

      Grundrechte auf Rede-und Denkfreiheit werden zunehmend, von angeblich demokratisch gesinnten Politikern, eingeschränkt, um Protest unmöglich oder strafbar zu machen.

      Kein Wunder, wenn Erdogans Aktivitäten so sang-und klanglos durch die deutsche Politik geschluckt werden.
      Man ist sich ja so ähnlich, gell, Merkel ?

      Alles, was politisch ,,neu“ ist in D, ist eher DÄÄDÄÄR , als BRD.

      Die Richtung ist klar.

      Dazu das antidemokratische Konstrukt ÄÄUU, denke an CETA, TTIP , die einseitige Datenauslieferung bei SWIFT, und tausend andere Dinge, die der Bürger, zumindest in D, so nie gewollt hat.

      Aber bekommt.

      Die Unwilligkeit, Grenzen zu schützen, haben Merkels undemokratischer Verein und die EU auch gemein.

      Von der Lichtgestalt Schulz hört man zum Migrationsthema nichts, man könnte meinen, -ausgeknipst, die Lichtgestalt.

      Wählt mich, und dann schenk‘ ich euch Menschen, dass ihr geradezu mit den Ohren wackelt, sagen beide Kandidaten.

      Wir ändern das GG, dann dürfen ALLE wählen, dann seid ihr total mundtot, ihr deutschen Spacken !

      Heute VT, morgen Gesetz, das zumindest lehrt die Beobachtung der letzten Jahre.

      Wir sind alle Erlebende, fragt sich nur, wie lange wir DAS alles überleben.

      Denn:
      Es kann der Beste nicht…. bösen Nachbarn, und so.

      Kennimus.

      Und noch viel mehr Kennenlernimus.

      Ich bin so satt .

    • OM - Steve Bannon hat diese Woche gesagt, dass TTIP weg sei, sei bisher die wichtigste
      poltische Tat Trumps – freut Sie das jetzt, trotz Ihres Irrtums, oder freut es Sie nicht?

      Sie reagieren übrigens ganz ähnlich wie die Linken weltweit, die es ebenfalls nicht einsortiert kriegen – dass nun ausgerechnet Trump TTIP gekündigt hat.

      Was ist mit der ewigen Verdammnis, fragt man sich in linken Kreisen, in die man Sigmar Gabriel hineingewünscht hat – da nun Trump offenbar dagegen ist, war es also falsch, früher gegen Gabriel gewesen zu sein, weil man sonst praktisch für Trump wäre… – obwohl Trump eigentlich viel schlimmer als Gabriel ist, usw. …

      Ok, Spaß.

    • Ich bin kein Kostüm
      Dazu hatte die Welt gestern einen netten Kommentar

      https://www.welt.de/kultur/article162367402/Jetzt-soll-auch-das-Kostuemieren-zu-Karneval-rassistisch-sein.html

      und befindet, dass das doch alles ziemlicher Nonsens ist:
      Zwischen Sensibilisierung und Bevormundung liegt ein unangenehm schmaler Grat. Für diese Tatsache sollten die Verantwortlichen der Aktion einmal sensibilisiert werden.

    • "Ich bin kein Kostüm"
      @Renate Simon & danke für den Link

      Da hol mich doch… Cultural Appropriation, womit man so alles konfrontiert wird… Scheint mir ein Vorgeplänkel (oder habe ich das schon verschlafen?), da kommt wohl jetzt auch diese Kampagne auf uns zu.

      Da fällt mir ein, vor wenigen Tagen wurde Sidney Poitier 90 Jahre alt. Die Gereifteren erinnern sich vielleicht noch an „In der Hitze der Nacht“ – ein Film, in dem er als Kriminalbeamter Tibbs im Maßanzug auftrat und so den Hass seines Gegenübers, des Sheriffs Gillespie (Rod Steiger, ebenfalls großartig), wesentlich verstärkte.
      Ein Schwarzer in der Statuskleidung der Weißen – diese kulturelle Aneignung förderte Schnappatmung (nicht nur) in jenem Kaff in Mississipi.

      Die Grundannahme (in Teilen auch Grundidee) von Cultural Appropriation ist, allen erklärbaren Elementen zum Trotz, eine rassistische. Dazu ist die Annahme und Abgrenzung von Rassen/Ethnien mit völlig eigenständiger Tradition in höherem Maße Kulturgeschichtsklitterung; sie versagt weiterhin dem Individuum die freie Entscheidung in der Lebensgestaltung; und sie erhöht die Gefahr des Missbrauchs durch Kastendenken, Konditionierungs- & Konformitätsdruck.

      // Insofern die Social Race Warriors der deutschen Gegenwart hier überhaupt mehr Ernsthaftigkeit an den Tag legen, als den Versuch, Klassen- durch Rassenkampf gegen Hellhäutige zu ersetzen – und den Missbrauch nicht eigentlich wollen.
      (Im Sketch erscheint hier auch das Zerrbild der „blonden, bezopften Frau“, deren Existenz bereits „nazi“ ist, ohne dass ihr ein anders gewählter kultureller Ausdruck zugestanden würde. Es sei denn, sie ließe sich von einer akzeptierten Gruppe assimilieren.)

      Dem tun auch die im Link erwähnten Randerscheinungen keinen Abbruch, die nun in den Fokus totalitär anmutender Kampagnen geraten. Denn es geht CA nicht primär um Maskeraden, das kann nachgelesen werden. (Da mag im Einzelfall Geschmackloses oder gar Übles dabei sein, aber auch hier dürfte es besser etwas piano und in vielfältigsten Unterscheidungen und Lösungen zugehen; und welches Faschingskind trug in den Jahren des Indianerhypes sein Federkostüm nicht erglühten Herzens, egal, wie unverstanden die geliebte Kultur.)

      Zum Schluss selbst forte: Die deutschen „Links“totalitären können sich augenscheinlich nicht von ihren Übervätern lösen, weder den geliebten noch den gehassten, von denen einer ihnen bereits ins Stammbuch spuckte:
      „Dieses ganze Kunst- und Kulturgestotter… ist… als Ausdruck einer Weltanschauung zu werten“, deren „Ziel“ „die Auflösung aller… Rassen, ihre Vermischung und Verpanschung“ ist.
      (Zur „Entarteten Kunst“; A. Hitler, Kulturtagung Nürnberger Reichsparteitag, 05.09.1934).

      Oder als Beispiel der Verblendung derjeniger, die eine solche „Verpanschung“ ablehnen: Jedem deutschen Expressionisten müsste heute wieder der Pinsel entrissen werden, wagte er es, eine afrikanische Maske seiner kulturellen Sicht anzueignen. (Schöne Beispiele hier: K. Bilang, Das Gegenbild)

      Auf diese Weise führen umgekehrte Vorzeichen zum gleichen Ergebnis.

      Und jetzt nehme ich mir eine heiße Milch mit Honig, vielleicht lerne ich einst wieder flüstern.

  117. an Otto Moser
    Recht haben Sie….und wie!!!
    Die Masse ixt verblödet worden….tatkräftig….schreibkräftig…ÖR kräftig

  118. Schönes Beispiel für Doppelzüngigkeit
    Alle Fascho außer Mehdi:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-geschichte-des-mehdi-meklat-14892478.html

    Diese Typen scheitern alle an mangelnder Selbstkritik. Ihr (antisemitisches) Bewusstsein, in diesem Fall deutlich demonstriert, schrumpft ihren Erkenntnisstand. Man muss verhindern, dass sie, auch durch linke Apologeten, an Boden gewinnen.

  119. Prantl ist nicht nur Erster Bevollmächtiger der Bayerischen Blauäugigen, er besitzt auch die SZ
    mit sozusagen, via Ehefrau.

    Das ist ein doppelter Rollenkonflikt – nicht nur ist er dadurch Zwangsmitglied der weißen Rasse (= der Weltschuldigen Hauptverbrecher), sondern auch noch Mitglied des Großbürgerlichen Teils derselben, via Besitz. Der arme Mann ist moralisch überfordert! Die Rollenkonflikte und sein schierer Reichtum zerreißen ihn.

    Und zu allem Überfluss macht Don Alphonso ihn via Prantlhauser Zeitung auch noch zum Namenspaten der SZ – und ihres Milieus gleich mit.

    Ich finde, seine unheilige Aufgespreiztheit zwischen Besitzerrolle und sozusagen Vorspreccher aller wohlmeinenden Blauäugigen sollte öfter aufs Tapet.

    Einfach um ihn (und uns, ok…) zu entlasten!

    Den SZ-Rebellen alles nur erdenklich Gute!

  120. Faktormultiplikation oder die Mischung machts
    Sowohl nach dem „Bauchgefühl“ der „schon-länger-hier-Lebenden“ als auch nach Meinung von Fachleuten weist anscheinend der Islam gewisse aggressive und totalitäre Züge auf.
    Damit könnte die westliche freie Gesellschaft sicher ohne Probleme umgehen.
    Allerdings weisen viele islamische Staaten ein sehr hohes Bevölkerungswachstum auf.
    Die Verbindung dieser beiden Faktoren, die sich in ihrer Wirkung mindestens multiplizieren, stellen das Problem dar, welches wahrscheinlich nicht friedlich zu lösen ist.
    Es ist die Masse junger, ungebildeter Männer ohne jegliche Lebensperspektive, mit der die Gesellschaft nichts anzufangen weis, ausser sie in Kriegen zu verheizen.

    So wuchs die Bevölkerung im Deutschen Reich von 1885 mit 52,0 Mio auf 60,3 Mio in 1905, was einer Zunahme im Jahrzehnt von 16,0 % entspricht.

    In Afghanistan und in den Palestinensergebieten ist liegt aktuell die jährliche Zunahme bei rund 3-4 %.

    So ist es auch nachvollziehbar, dass die Herkunftsstaaten keine Interesse an der Rücknahme der Abzuschiebenden aus Deutschland sind, dann dann haben sie die Unruhestifter wieder im eigenen Land.

    Da wird sich unsere Gesellschaft mal entscheiden müssen.

    • Titel eingeben
      Gebirgler: Unsere Gesellschaft hat sich entschieden; nur die Politik und die Presse denkt da anders. (…oder gar nicht?)

  121. Jeder bitte nur ein Kreuz.
    Don’t Taze Me Bro!™ sagt:
    25. Februar 2017 um 03:48 Uhr
    Wahlrecht ohne Pass

    Gesetz zur Änderung der Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen (Kommunales Wahlrecht für Nicht-EU AusländerInnen).

    Wenn man davon ausgeht das jeder registrierte Flüchtling 10 Wahlbenachrichtungen (siehe Amri) zugestellt bekommt (mit verschiedenen Namen; also alles korrekt), können wir mit einer überwältigenden Wahlbeteiligung rechnen.

    Dazu wird jedem Wähler ohne Pass aber mit Meldebescheinigung (Wohnort: beliebiges Asylheim in ganz Deutschland/freie Ortswahl) ein persönlicher Concierge zugeteilt.

    Dieser hilft ihm bei ausfüllen der vielen Wahlzettel, falls der neu von Scholz & Partner designte Flyer (Kosten 10 Millionen Euro) in dem erklärt wird wo das Kreuz gemacht werden soll, nicht verstanden wird.

    Der Concierge begleitet ihn dann bei den Taxifahrten zu den verschiedenen Wahlorten (die können schon mal 100 km auseinnanderliegen; ärgerlich) und sorgt unterwegs für das Catering und bezahlt auch den beiläufigen Bordellbesuch (Junge Männer – sie wissen schon ;-) ).

    Da dies sehr anstrengend für den jungen Mann ist, bekommt er als Aufwandsentschädigung noch einmal 380 Euro Taschengeld und einen Einkaufgutschein für den neuesten Niketurnschuh nebst Jacke und Mütze.

    Abends wird eine klare Mehrheit für die Einheitsparteien aus SPD/CDU/GRÜNE von zusammen 93 % bekanntgegeben.

    Lang lebe die Republik.
    Vorwärts nimmer – rückwärts immer!

    • Titel eingeben
      Das erschreckende ist, dass diese „übertriebenen“ Beispiele von Dr. Seltsam alle der poltischen Realität entnommen sind.

  122. @ den Anti-Gender Pro-Trump Club
    Ich beobachte hier eine schleichende Radikalisierung von einigen Blog-Teilnehmern, die ich beim Namen nicht nennen möchte, die ich für etwas bedauerlich halte.

    Weil ich mit normalen Menschen lebe und eigentlich auch nur normale Menschen kenne, kann ich mit dem hier wiederholten Begriff „Krieg“ nichts anfangen.

    So sieht mein Umfeld aus: Mein Mann neigt dazu, die Rolle eines [gütigen und großzügigen] Patriarchs zu goutieren, meine Töchter lieben ihn und behandeln ihn mit Respekt, obwohl ich sie dazu nicht direkt erzogen habe, das hat sich einfach natürlich so entwickelt. Sie haben sich nie für den Feminismus interessiert. So ähnlich sehe ich die meisten Menschen, die ich kenne: unkompliziert und zufrieden. Nirgends eine Spur von grün-schattiertem Genderismus oder Missachtung gegenüber älteren Herren oder Männern im Allgemeinen.

    Woher wird der angeblich überbordende Einfluss des Genderismus und der Grünen abgeleitet? Einer Partei, die gerade mal bei 6% Zustimmung liegt. Wobei anzunehmen ist, dass von jenen 6% auch nicht alle Genderismus gut finden, sondern die Partei nur aus alter Gewohnheit und reflexartig bevorzugen, quasi nach guter alter Gutmenschenart.

    Sicher, es gibt viel zu viel „Gender Studies“ an den Universitäten z.B., und dort wird das Geld aus dem Fenster rausgeschmissen, aber ein Krieg?

    Ist das nicht eher so, dass manche der Herren, welche die Realität so düster wahrnehmen, bei ihrem eigenen Bubble verweilen, was mit der Normalität der Mehrheit der Menschen da draußen in der realen Welt nicht viel zu tun hat?

    Manch ein bekloppter Trend stammt eh aus den USA. Nun ist ja mit einer Fortsetzung, dank Trump, nicht zu befürchten. Also Zeit aufzuatmen.

    Btw. Wie kann ein Mann, der mit Wallstreet/Goldman Sachs in der Regierung und im Beraterteam, nebst Vertretern der größten Konzerne, eine Trickle-down-Ökonomie mit einer Spritze Protektionismus betreiben will, „links“ sein? So etwas Unsinniges habe ich selten gehört.

    Anyway, er und Bannon sind für mich gefährliche rechte Demagogen, und Trump hat für mich eh einen an der Waffel, sorry: Er hat gestern den Zugang u.a. der Reporter von New York Times, CNN, The Los Angeles Times, Politico, BBC and Huffington Post zum Presse-Briefing im Weißen Haus sperren lassen. BBC! Weil die sich erdreisten, kritische Fragen zu stellen.

    Der Kult, den der Herren-Club in den Blogs von Don Alphonso um Trump feiert, finde ich nicht so prickelnd, und wenn ich Don Alphonso bzw. seinen Schreibstil nicht so sehr schätzen würde und er sich nicht mit deutlichen Worten von Trump distanziert hätte, würde ich hier vermutlich nicht mit schreiben. Dazu fühle ich mich hier manchmal zu einsam mit meiner Meinung. Ich kann ja vom Glück reden, dass die meisten Blog-Teilnehmer kultiviert und feinfühlig genug sind, um mich dafür nicht dauernd zu beschimpfen. ;-)

    Wenn ich z.B. in den Blogs der Washington Post die Lesermeinungen lese, so liegen Welten dazwischen. Die Anhänger von Trump sind dort deutlich in Minderzahl, und beide Parteien werfen sich gegenseitig regelmäßig übelste Beschimpfungen an den Kopf. Da lobe ich mir die Besonnenheit, die hier mehrheitlich herrscht, und dafür danke ich Ihnen.

    • „Gender“ wollte halt ein paar mal mit allen verfügbaren Mitteln meinen Kopf und wenn sie nicht ein paar Fehler gemacht hätten, wäre es auch möglicherweise gelungen. Ich erlebe die auf einer Linie mit allen anderen Totalitären, nur sind die „anderen“ wenigstens ab und zu mal in der Lage, ihre miese Herkunft zu reflektieren. Gender fühlt sich so unschuldig wie der Kommunismus 1917.

    • Genderismus ist gefährlich, da EU-Doktrin, wird von Merkels Klatschesportverein
      bis ins linkeste Eck vertreten, wer mit wissenschaftlichen (NATURwissenschaftlichen) Erkenntnissen dagegen antritt, muß massive akademische und sonst berufliche Nachteile gewärtigen.

      Wer einfach der Meinung ist, gestützt auf ein Leben Erfahrung und Hausverstand , ist sowieso des Teufels.

      Es hat also einen guten Grund, das massiv zu attackieren.
      Abgesehen davon, dass ,,Leute“ aus diesem ,,Fach“ auch promoviert werden, und der Blödsinn Milliarden kostet.

      Gefährlicher Dreck. Da soll man das Maul auftun, solange es irgend geht.

      Was die Frage ,,Altmänner-Bubble“ angeht –
      die meisten Menschen, mit denen ich umgehe , sind völlig normal.

      Arbeiten, erziehen, feiern, meinen normal.

      Und denen geht der Linxspinnschwurbel und die übrige Verlogenheit, eben auch auf den Keks.

      Bei vielen Themen geht es um die Wurst.

      Um sein, oder nicht.

      Die Metapher, falls es dabei bleibt ,,Krieg“ ist so falsch nicht.

      Die Aktivität der anderen ist nämlich oftmals, wie Sie selber beredt in vielen Beispielen ins Treffen führten-
      physische Gewalt bis zum Mord.

      Also weniger bei den Genderblunzn, mehr bei Reisenden.

      Sie scheinen wohl eher links zu tendieren, da mögen Sie den Trump halt nicht so, aber was mir beim Thema am meisten Zorn macht, ist diese einhellige Einheitsdreschrei der linken Medien, bis zum läppischen Hollywood, vor der Wahl, nach der Wahl.

      Kein Wunder, wenn man dann Feuerholz sammelt, sobald diese linke Hillary und Konsorten-Hydra ihr häßliches Haupt erhebt.

      Ich hab‘ jetzt mit rechts nicht so die panische Berührungsangst, um es salonsalopp zu sagen,

      und deshalb eher bereit, dem Trump seine Frisur zu verzeihen, sovui scheena bin I a ned, mid de Stoppln.

      Kann sein , dass der im Umgang anstrengend ist, aber ich kaum in so eine Verlegenheit komme, is mir das wurscht.

      Umnd, nein, ich warte nicht sehnsüchtig auf irgendwelche Kriege, mit meinen Jahren, und meiner Wampe, und meiner Faulheit , und ich war froh, als die BW für mich vorbei war.
      Ein-und Unterordnen ist nicht meins.

      Aber ich sehe massive Konflikte heraufziehen, und sie gehen nicht weg.

      Nicht, wenn man sich, wie ein Kind, die Augen zuhält, und laut lalalalala ruft.

      Oder Dinge glatt erfindet, wie einen netten Euroislam.

      Oder das Oktoberfest mit Lügen bewirft.

      Oder Zensur übt.

      Trump, um das abzuschließen, ist mir beim Gesäß lieber, als Merkelhillaryschweisignahles beim Gesicht.

      Und
      bei der Machtfülle –

      KEIN US-Präsident ist ganz ungefährlich.

    • @Tamarisque
      „Woher wird der angeblich überbordende Einfluss des Genderismus und der Grünen abgeleitet? Einer Partei, die gerade mal bei 6% Zustimmung liegt. Wobei anzunehmen ist, dass von jenen 6% auch nicht alle Genderismus gut finden, sondern die Partei nur aus alter Gewohnheit und reflexartig bevorzugen, quasi nach guter alter Gutmenschenart.“

      Wie viele Prozent der Bevölkerung hat denn aktiv ein Glühlampenverbot gefordert, oder verspricht sich tolle Stadtluft von einem Dieseltotalverbot; wie viele Prozent finden ‚geil‘, wenn es auf dem Kassler Volksfest nur noch vegetarisch (und darunter) gibt; wenn Unisex-Toiletten eingeführt werden, (mittlerweile nicht mehr entsorgbarer) Sperrmüll an die Häuserwände gepappt werden muss; alle Lehrenden in Dräsdn als ‚Professorin‘ anzusprechen sind, fast keine Karnevalsverkleidungen mehr als ‚akzeptabel‘ durchgehen? pp.

      Das sind doch Veränderungen, die nicht gänzlich anders sind als nach der russischen Revolution oder in der DDR nach 1948: Veränderungen, wo ein stillschweigendes Einverständnis der Bevölkerung vorausgesetzt wird; und bei nicht-ganz-so-still man dorten zum ‚Revanchisten‘ denunziert wurde, und hier und jetzt zum ‚Nazi‘; bzw. zum überflüssigen ‚alten weissen Mann‘.

    • Morality is simply the attitude we adopt towards people we personally dislike.
      @Tamarisque

      Schauen Sie am Sonntag bitte die Oscar-Verleihung, da werden Sie ganz viele „Freunde“ finden. Die aus der Traumwelt.

      In der Realität der USA ist es so: Alle meine Kollegen hier wollen nie wieder zurück in die USA. Wegen der absurd hohen Kriminalitätsrate.

      Einer ist vor 8 Monaten doch wieder zurück. Er wurde vor 2 Wochen in seinem Haus von Einbrechern erschossen.

      SIE haben nicht einmal darüber nachgedacht, warum ein Trump gewählt wurde.

      DAS sollten Sie tun, bevor Sie über Trump reden.

      Glauben Sie wenn Trump weg wäre, würde sich etwas ändern? Glauben Sie Trump hätte die USA überfallen und die Macht an sich gerissen? Haben Sie nur das minimalste Grundverständnis darüber, was eine Demokratie ist? Glauben Sie, dass alle Trumps Wähler böse oder dumm sind? Was sagt das dann über Sie aus?

      Sie sollten weniger jammern und schimpfen und anfangen nachzudenken.

      Danke!

    • Werden in der Washigton Post noch alle Lesermeinungen gedruckt?
      Oder auch nur die Gefälligen?


    • @ Otto Moser
      Vielen Dank für Ihre freundliche Antwort. Ich werde darauf noch später antworten.

      @ Goodnight
      Ich habe sehr wohl schon darüber geschrieben, warum Trump gewählt wurde. Aber sowas überlesen Sie wohl oder Sie ignorieren und vergessen das. Sie wollen mich offenbar immer wieder unbedingt angreifen, das ist mir klar, aber Sie wiederholen sich inzwischen gebetsmühlenartig, und das nervt.

      Ich habe niemals etwas Negatives über die Wähler gesagt, das würde mir im Traum nicht einfallen, das ist komplett gegen meine Wesensart. Das sind zum Teil arme Schweine, die sich an einer Hoffnung klammern, das gönne ich denen. Ich sympathisiere mit denen, aber sie tun mir leid, weil Trump sie 100% enttäuschen wird.

      Was wollen Sie mir eigentlich unterstellen?

      Sie stellen mir so dämliche Fragen, dass ich nur mit dem Kopf schütteln kann. Eine totale Unterschätzung meiner Person, welche da mitschwingt. Das finde ich bedauerlich.

      Dass ich hier dauernd nur jammere und schimpfe, behaupten auch nur Sie und TDV. Die meisten anderen regelmäßigen Teilnehmer von Dons Blogs gehen respektvoll und freundlich mit mir um, trotz abweichender Meinung. Ich kann sehr gerne darauf verzichten, solche ungerechten Anwürfe zu lesen, und der Kollege ist auch schon bei mir auf *ignore*.

    • Bitte, generell, freundlicher Umgang ist wirklich eine schöne Sache für alle.

    • Und macht mir auch das Leben leidhter. Bedenken Sie bitte alle, dass ich das hier privat und in meiner Freizeit mache.

    • Nachtrag...
      zu meinem Post von vorhin.

      @ Goodnight
      Mir ist dies vorhin wieder eingefallen: Ich hatte einmal vor einigen Monaten in einem Post die Gründe beschrieben, welche aus meiner Sicht zu Trumps Erfolg führten. Weil Sie mit meinen Argumenten damals offenbar einverstanden waren, hatten Sie scherzhaft darauf geantwortet und meinten, dass sogar ich bald eine Anhängerin Trumps werden könnte.

      Weil ich das nicht geworden bin, ist Ihnen der Austausch wohl gänzlich entfallen.

      Sie pflegen augenscheinlich die eindimensionale Denkart, laut welcher man, sobald man Ihre Meinung nicht teilt, zwangsläufig begriffsstutzig sei und den Sachverhalt nur nicht verstünde. Nach dem Motto: Andersdenkende sind dumm.

      Was sagt das eigentlich über Sie aus?

    • Linxgrün >< konservativ
      @ Otto Moser
      Bzgl. des EU-Doktrins, Genderismus als „Wissenschaft“:

      Zustimmung. Das hört sich besorgniserregend an.
      Aber all das ist doch entstanden in einer Zeit, als die CDU die Regierungsverantwortung trug, also nix linksgrün.

      „Und denen geht der Linxspinnschwurbel und die übrige Verlogenheit, eben auch auf den Keks.“

      Tja, deshalb tue ich es mir nicht mehr an, solche Themen zu verfolgen. Ich rege mich über Trump schon mehr als genug auf. Aber das ist schließlich mein langjähriges Hobby: der US Wahlkampf. Und aufregender als die deutsche Politik ist das allemal.

      Ich habe längst schon resigniert, weil ich seit zehn Jahren beobachte, dass sich so gut wie nichts zum Positiven wendet und ulF trotzdem wieder gewählt wird.

      „Sie scheinen wohl eher links zu tendieren, da mögen Sie den Trump halt nicht so, aber was mir beim Thema am meisten Zorn macht, ist diese einhellige Einheitsdreschrei der linken Medien, bis zum läppischen Hollywood, vor der Wahl, nach der Wahl.“

      Ich mag den Trump nicht, weil ich ihn nicht für seriös halte. Das war er nie. Er ist schon seit den 80er Jahren dauernd ein Star der Klatschspalten. Aber als Mann haben Sie all das damals vermutlich nicht verfolgt

      Ich wäre gerne moderat linksliberal, aber es gibt keine politische Heimat für mich. Zumal ich in vielen Dingen auch konservativ bin.

      „Aber ich sehe massive Konflikte heraufziehen, und sie gehen nicht weg.
      Nicht, wenn man sich, wie ein Kind, die Augen zuhält, und laut lalalalala ruft.
      Oder Dinge glatt erfindet, wie einen netten Euroislam.
      Oder das Oktoberfest mit Lügen bewirft.
      Oder Zensur übt.“

      Da bin ich mit Ihnen einverstanden.
      Typisches Beispiel von gestern: Amokfahrt in eine betriebsame Fußgängerzone in Heidelberg. Menschen werden verletzt, zum Teil schwer. Typisches ISIS-Täter-Szenario. Der Täter flüchtet und wird von der Polizei angeschossen, wird scherverletzt ins Krankenhaus gebracht. Gestern in den ÖR News: Schweigen. Als Erstes hieß es: Der Mann sei „verwirrt“ aka psychisch gestört. Und außerdem ein Deutscher. Also Entwarnung?
      Erstens kann man von einem Schwerverletzten kaum sofort wissen, wie sein psychischer Zustand aussieht.
      Außerdem ist der sog. home-grown Terrorismus bisher das größte Problem, ob ehemals in UK, in Frankreich, Belgien oder den USA.
      Aber Hauptsache: gleich Beschwichtigung.

      „KEIN US-Präsident ist ganz ungefährlich.“

      Das stimmt.

    • @Tamarisque
      Verwirrter Amokfahrer.

      Fanden wir hier auch alle ziemlich verdächtig. Insbesondere weil man wieder alles wusste, nur nicht die Herkunft. Die wuede dann als ‚Deutsch‘ nachgeschoben.
      Was heisst das? Biodeutsch? Eingebürgert? Asyliert und eingebürgert? MiMiH? Biodeutscher Daech-Sympatisant?
      Oder wirklich einfach nur durchgeknallt? Beim Buchmacher würde ich 3:1 dagegen wetten.

    • Everything popular is wrong.
      @Tamarisque

      Sie bezeichnen die Trump Wähler als „arme Schweine“.

      Tja.

      Vielleicht sollten Sie mal überlegen warum der Obama so viele arme Schweine in seinem Land, für das er 8 Jahre verantwortlich war, hinterlassen hat? Aber Obama ist ja so ein freundlicher Mensch, der kann ja nicht böse sein…

      @Don

      Freundlich gerne, aber ab und zu muss man auch einmal Klartext reden. Auch oder insbesondere wenn dann „Ignore“ angedroht wird.


    • @ Goodnight
      Zitat Goodnight: „Sie bezeichnen die Trump Wähler als „arme Schweine“.
      Tja.
      Vielleicht sollten Sie mal überlegen warum der Obama so viele arme Schweine in seinem Land, für das er 8 Jahre verantwortlich war, hinterlassen hat? Aber Obama ist ja so ein freundlicher Mensch, der kann ja nicht böse sein…“

      Ich bin sehr kritisch Obama gegenüber. Ich habe ihn auf SPON Forum dauernd sehr kritisch kommentiert. Aber das können Sie ja nicht wissen.

      Dennoch: Obama hat das Land nach der größten Wirtschaftskrise seit den 30er Jahren von GWB mit seinen Kriegen übernommen und musste gegen die GOP Mehrheiten und deren Widerstand regieren. Trotzdem habe ich ihn immer wieder kritisiert. Und ich mache auch keine albernen Unterchiede zwischen „gut“ und „böse“.

      Ihre Posts mir gegenüber bestehen, wie es mir erscheint, aus Unterstellungen, und dies, obwohl Sie keine Ahnung haben, was ich für eine Meinung habe.

      Sorry, aber ich finde das unschön und habe kein Verständnis dafür und ich habe auch keine Lust, mich wiederholt rechtfertigen zu müssen.

  123. feministische und islamische Parallelen
    Alle revolutionären Ideologien müssen per Definition die Vergangenheit ihrer Zukunft bzw. ihrer jeweiligen Heilsversprechung anpassen. Ob es sich dabei um islamische Fundamentalisten handelt, die buddhistische und christliche Relikte bzw. Kulturgüter auslöschen oder um Anhänger gewisser anderer feministischer Spielereien, die Sprache und somit das Denken anderer Menschen abändern sowie bekämpfen, ist unerheblich für diese Notwendigkeit. Die Mittel unterscheiden sich, das Ziel ist dasselbe.

    Zweitere sind aber insofern gefährlicher, als dass sich ihr Handeln subtiler äußert und außerordentlich verführerisch bzw. progressiv gibt.

    Allerdings passieren Fehler. Erinnern wir uns nun an den vor Kurzem stattfindenden „Women’s Anti-Trump or something March“, bei dem in den USA der Hijab als Symbol weiblicher Emanzipation dargestellt wurde und Demonstrantinnen in Deutschland ihrem Dachschaden gefröhnt und mit Tränen in den Augen „Allah [u] Akbar“ vor sich hin gejault haben.

    https://www.youtube.com/watch?v=VWX1SKncyOA

    Man sollte seinen Wahnsinn vielleicht nicht ganz so öffentlich und stolz zur Schau stellen.

  124. Deutschland, im Jahre 1941 - Deutschland, im Jahre 2017
    Vollkommen OT:

    Eben auf dem Grossmutter-Schiff gesehen, und für einen Moment gedacht, in einer Zeitreise zurück im Jahre 1941 zu sein:
    „Deutsche Panzer in Litauen angekommen“

    Was haben deutsche Panzer in Litauen verloren? Nichts! Die Antwort ist ganz klar, und ganz einfach: Einfach Nichts!

    Egal, ob sie von Teilen der Bevölkerung begrüsst werden, oder nicht. Auch im Jahre 1938 wurden die deutschen Panzer in Wien von einem guten Teil der Bevölkerung begrüsst.

    In 1991 sprachen sich 93 Prozent der Krimbewohner dafür aus, Teil der UdSSR zu sein, in 2014 sogar 96 Prozent.
    Sind das gleichfalls gute Gründe für – in diesem Fall – *russische* Panzer auf der Krim?

    • @Uwe Dippel: Deutsche Panzer in Litauen
      Sie stellen sich selbst eine Frage – zu einem OT-Thema – und beantworten sie gleich selbst; das ist ein Selbstgespräch. Und was lernen wir daraus? Nix – weil Selbstgespräch mit rhetorischer Frage und rethorischer Antwort.
      Wir können nur etwas lernen, wenn Sie erklären, warum die Situationen von 1938 und 2017 für Sie identisch sind.

    • Danke, Herr Claassen,
      es hat offenbar funktioniert.
      Jemand hat darüber nachgedacht, und gefragt, ob es sich um identische Situationen handelt. Das hatte ich auch getan, und gleich festgestellt, dass die Situationen nicht identisch sind.

      Ich würde mich auch über eine Stellungnahme, eine Meinung, freuen, ob und warum es jemanden nicht so erschreckt hat wie mich; auch unabhängig von der offensichtlich anderen Gesamtsituation.
      Vielleicht gibt es ja auch gute Gründe dafür? Ich kenne diese nicht.

      Ja, ich finde es schrecklich, und überraschend, dass diese Meldung so ‚unter ferner liefen‘ durchgeht.

      Sie haben Recht, dass meine Art der Fragestellung vielleicht ungeschickt war. Gedacht war sie um eine Antwort zu provozieren; nicht um eine Identität anzumerken. Geschichte wiederholt sich nicht, sagt man. Das tut sie auch in diesem Falle nicht, denn die deutschen Panzer kommen ganz sicher nicht als Teil einer Besatzungsmacht.
      Sie wurden ‚gerufen‘. Meine Frage: Ist das deshalb in Ordnung? Und das ist keine rhetorische Frage. Meine ganz persönliche Antwort, als ‚Selbstgespräch‘: Absolut nicht!


    • Sind das gleichfalls gute Gründe für – in diesem Fall – *russische* Panzer auf der Krim?
      Ja.

    • @Uwe Dippel: Deutsche Panzer in Litauen (2)
      Na gut: Es hat funktioniert :-))
      Aber Sie haben die „Gründe“, warum Sie es „schrecklich“ finden, weiterhin nicht genannt. Zugestanden haben Sie, dass die Situationen nicht vergleichbar sind. Sie lassen offen, warum das so ist. Meine Sicht: „Besetzung“ vs „Abschreckung“. Abschreckung halte ich für legitim. Und insofern empfinde ich Ihren Hinweis auf die Krim für – na, sagen wir „unfair“.
      Und dann „monieren“ Sie noch, „dass diese Meldung so ‚unter ferner liefen‘ durchgeht.“ Meinen Sie: Hier im Blog? Oder meinen Sie: In der „Allgemeinheit“? Hier im Blog ist es – wie Sie selbst schreiben – OT, also nicht zum Thema gehörend. Und allgemein ist die Verlegung von NATO-Truppen nach Polen und ins Baltikum schon länger (Mitte 2016) bekannt – es war allerdings nur von Soldaten, nicht von Panzern die Rede.

    • @Claassen && Colorcraze
      Danke nach Berlin … .
      Ich bin also nicht allein mit der Vermutung des ‚ja‘; auch wenn es effektiv völkerrechtswidrig ist, was da geschah.
      Wir haben immer von Selbstbestimmungsrecht gesprochen; bei Menschen, Menschengruppen oder Völkern.

      Herr Claassen, ‚NATO-Truppen‘ und ‚deutsche Panzer‘ sind für mich zweierlei Ding. Auch wenn ich nicht zu den Menschen gehöre, denen nach 72 Jahren noch immer eine Schamesröte im Gesicht stände, haben nun die geschichtlichen Ereignisse seit Jahrhunderten den Russen Ungemach von Westen hereingespült, wenigstens seit Napoleon, und wenigstens bis zur Wehrmacht. So wenig wie man bei Menschen die am Boden sind, nachtritt, so wenig schiebt man schweres Kriegsgerät unnötigerweise nach vorne, frontal und in Schussweite einer – auch durch einen selbst – traumatisierten (Gross)Macht.
      Und würde dann den Überraschten spielen, wenn mal dem einen oder anderen die Nerven dort durchgingen.
      Sie können das interpretieren wie Sie wollen. Auf meiner Seite gibt es da – im Gegensatz zu meiner ursprünglichen Frage – keine Zweifel daran, wer da provoziert.
      Und Ihre ‚Abschreckung‘ überzeugt mich logischerweise dann auch nicht. Taiwan ist seit Äonen von der PRC bedroht. Schippert nun die Bundesmarine seitdem um Tai-Peh herum? Wurde nicht eingeladen. Würde sie, wenn sie eingeladen wäre?
      Taiwan ist so weit weg? Ab welcher Entfernung erlaubt die Bundesrepublik Deutschland, sich unter ihren Schürzenzipfel zu begeben? Hindukusch geht offenbar. Da kann man sogar hinfahren, um die deutsche Freiheit zu verteidigen. Litauen ist näher. Also könnte man dort die deutsche Freiheit mit noch mehr Effizienz verteidigen!?

      Lesen Sie mal hier nach:
      „Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
      Art 87a
      (1) Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf. Ihre zahlenmäßige Stärke und die Grundzüge ihrer Organisation müssen sich aus dem Haushaltsplan ergeben.
      (2) Außer zur Verteidigung dürfen die Streitkräfte nur eingesetzt werden, soweit dieses Grundgesetz es ausdrücklich zuläßt.
      (3) Die Streitkräfte haben im Verteidigungsfalle und im Spannungsfalle die Befugnis, zivile Objekte zu schützen und Aufgaben der Verkehrsregelung wahrzunehmen, soweit dies zur Erfüllung ihres Verteidigungsauftrages erforderlich ist. Außerdem kann den Streitkräften im Verteidigungsfalle und im Spannungsfalle der Schutz ziviler Objekte auch zur Unterstützung polizeilicher Maßnahmen übertragen werden; die Streitkräfte wirken dabei mit den zuständigen Behörden zusammen.
      (4) Zur Abwehr einer drohenden Gefahr für den