Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die Früchte des Zorns im Donaumoos

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Look at the faces, listen to the bells, it’s hard to believe we need a place called hell
INXS, Devil inside

Wenn ich mit anderen über Heimat rede, ist das immer eine reichlich elitäre Angelegenheit, denn meine Wohnorte, egal ob der immens erfolgreiche Wirtschaftsraum an der Donau oder das Tegernseer Tal, sind in sich elitär. Ich argumentiere natürlich lieber mit dem Tegernseer Tal, denn es ist nicht nur eine der reichsten Regionen des Landes, sondern auch stark von einer Heimatkultur geprägt, und obendrein schön.


Sehr schön.

Atemberaubend schön.

Man muss nur so ein Bild zeigen und das Wort “Heimat” dazu schreiben, und viele finden das gut. Denn es ist schön, rein und, weil kaum Menschen zu sehen sind, unschuldig. Raunzt mich einer an, dass da unten auch Nazis wohnten, die die Natur vergötterten, raunze ich zurück, dass sie das bildungsfern angesichts eines Heiligen Berges der Deutschen Literatur sagen, auf den Thomas Mann mit Familie sich persönlich von Bauernburschen hat hoch tragen lassen.

Dann zeige ich noch ein Bild von unserem Wetter oben mit Blick auf die Nebelschwaden darunter und sage bedauernd, dass das Leben im Nebel manchen die Laune und den Blick trübt, man muss das verstehen, diese schlechte Laune. Wenn ich auf der genau anderen Seite des Landes leben würde, in Hamburg nämlich, und für die Zeit Social Media machen würde, oder von Berlin aus schriebe – dann hätte ich angesichts der dortigen Zustände auch mehr Probleme, Heimat anzuerkennen. Denen fehlt einfach einer von Thomas Manns Zauberbergen und die Landschaft, in der August Macke malte. Von der Enge einer Mietwohnung in Berlin heraus würde ich vielleicht auch schreiben, dass man den Begriff der Heimat dem rechten Rand überlassen sollte [https://www.zeit.de/kultur/2018-02/heimatministerium-heimat-rechtspopulismus-begriff-kulturgeschichte/komplettansicht]. Und wäre mein Arbeitsplatz nicht das Gipfelplateau des Wallbergs, und wären im flammenden Licht der Sonne nicht alle Gleitschirmflieger, Bergsteiger und Rodler, egal ob blond oder alt oder indisch wie jener Herr, dem ich das Bremsen auf dem Rodel erklärte, so schöne Menschen, wie es hier jeder ist, hätte ich die Industriekloake der Alster vor mir und dahinter nur noch den Wattensumpf des Eismeeres, in dessen Schlick die deutsche U-Boot-Waffe gammelt, würde ich vielleicht auch nach einem Interview zu Indianerkostümen den Deutschen raten, sich doch mal als, wörtlich, Kartoffeln zu verkleiden.

Bei der Zeit bin ich mittlerweile geneigt, bei solchen Aussagen von Vorsatz auszugehen, denn schon 2016 machte das Blatt Furore, als es in Bezug auf die deutschen Handballer mit dem Schimpfwort “Kartoffel” auf sich aufmerksam machte. Nun also bringt die Zeit im Kartoffelkontext ein Interview mit einer Dresdner Wissenschaftlerin, die im Bereich “Critical Whiteness” arbeitet und erklärt, warum gewisse Kostüme kolonialrassistisch sind und gefährliche Stereotypen reduplizieren. Es ist wenig erstaunlich, dass die Zeit nach Trans-Kindern und Regenbogenfamilien nun auch diese Strömung der Social Justice Bewegung aus den USA entdeckt, und dem Deutschen dazu noch hineindrückt, er sollte doch als Kartoffel gehen. Bis vor ein paar Jahren war das Wort in dieser beleidigenden Form lediglich in linksradikalen und antideutschen Kreisen verbreitet. Und, wenn man einer Autorin von Bento glauben kann, die früher auch schon durch unsensible Aussagen aufgefallen ist, als Schimpfwort innerhalb türkischer Kreise für Deutsche.

Kurz, während ich auf dem Berg sitze und ein schönes Bild meiner Heimat nach dem nächsten mache, wird in der Zeit unter dem Nebel Heimat als Begriff des rechten Randes umgedeutet, schon deutschen Kindern wegen ihrer Verkleidung Kolonialrassismus unterstellt, und die Mehrheitsgesellschaft im antideutschen Duktus kritisiert. Es gibt, so lese ich allenthalben, keine unschuldige Heimat, die Natur sei nur vorgeschoben, und weil es durchaus so sein mag, könnte ich nun behaupten, dass ich von meinen thomasmannesken Bergen herab gerodelt bin, dem Inder “brake! Brake!” vor einer tückischen Eisplatte zurief, und dann ins Donaumoss fuhr, um eine Antwort zu schreiben.

Das wäre leider gelogen, die Wahrheit ist, dass meine Ciabattabäckerin am letzten Samstag in Urlaub ging und ich Brot vorbestellt hatte. Also setzte ich mich am Samstag ins Auto und fuhr zum Wochenmarkt. Oder besser, ich habe es versucht, denn offensichtlich haben viele Berliner und Norddeutsche die antideutschen Kommandos nicht verstanden, und verstopften in beide Richtungen die Autobahn der heimatlichen Berge. Das ist nicht nur ein Armutszeugnis für den Erziehungsjournalismus, sondern auch der Grund, warum ich eine Stunde zu spät auf dem Wochenmarkt angekommen bin. Da blieb mir also nichts anderes übrig, als ins Donaumoos zu fahren. Nach Karlshuld, am Faschingssamstag.

So wie der Tegernsee der Inbegriff des Tourismusbayern ist – voller Kultur und Berge und Sonne und Reichtum und einem glasklaren See – ist das Donaumoos das genaue Gegenteil. Es ist ein ehemaliges,m menschenleeres Sumpfgebiet, das ab 1795 entwässert wurde. Es ist dort sehr oft immer noch oft neblig, der Boden ist schwarz und wenig fruchtbar, kilometerlang ziehen sich die Dörfer an Strassen entlang, mit kleinen, gedrungenen, alten Häusern, aus denen die Armut spricht, und wo sie auf den Abriss warten, für wenig gelungene Neubauten. Man hat im 19. Jahrhundert vor allem Menschen aus der zu Bayern gehörenden Pfalz dort angesiedelt. Sie sprachen anders, und das merkt man bei echten Leuten “de ausm Moos kumma”, immer noch: “Des is a andere Rass“, sagen wir in Bayern. “Dea kimmt ausm Moos” war früher eine abwertende Bezeichnung und bedeutete arm, fremd und ungebildet. Neben Pfälzern wurden dort auch Sträflinge und sozial schwierige Elemente angesiedelt, weshalb bei uns, in der Stadt, lange auch das Wort “Zuchtheisla” ein Synonym für Menschen aus dieser Region war. Die Entwässerung des Donaumooses war vor allem ein Projekt der Landgewinnung für den bayerischen Staat, aber nicht für die neuen Bürger: Meine Heimatstadt war damals Landesfestung, und die Dörfer, die südlich davon angelegt wurden, waren mitten im Schussfeld. Bei Hagau ist heute noch eine grosse, offene Batterie im Gelände erkennbar: Hätte sich der Feind hier angenährt, hätten bayerische Kanoniere ohne Zögern die Siedlungen der Pfälzer und der Armen zerschossen.

Man sagt immer “Der ersten Tod, der zweiten Not, der dritten Brot”, wenn es um Besiedlung geht, aber im Donaumoos stimmt das nicht. Von 1795 bis nach dem 2. Weltkrieg war das hier die Armenhaus des Landes Bayern. Noch im meiner Klasse der 80er Jahre waren viele Söhne der Bauern nördlich der Donau, aber kaum jemand aus dem Moos. Die alte Abneigung der Bürger, die durch den Spruch “Über die Donau zieht man nicht” zum Ausdruck kommt, hat ihre Ursache in der Fremdheit der Kolonisten. Und natürlich ist “Kardoffe” und “Kardoffebauer” im Sinne eines unfähigen, ungebildeten und sozial fragwürdigen Landbewohners seit jeher eine schwere Beleidigung. Dass es besser wurde, dass das Moos heute mit Immobilienpreisen aufwarten kann, unter denen Hamburger winseln und Berliner nach Lichtenberg umziehen, liegt allein am Boom der großen Stadt mit ihren weltweit begehrten Autos. Langsam werden die alten, schlimmen Geschichten vergessen, die noch Teil meiner eigenen Jugend waren. Eine Generation ist das vielleicht her. Und man sollte denken, dass Menschen mit dieser Geschichte Jahrhunderte langer Diskriminierung geläutert sind , wenn sie in der türkischen Pizzeria Dolce Vita einen schnellen Imbiss nehmen, bevor sie später im Tanzlokal Octagon Discofox bei der Ü30-Party tanzen.

Wie gesagt, ich kenne die Leute hier, manche sind Freunde, und wenn ich während des Studiums von München nach Hause geradelt bin, wurde ich hier immer gastfreundlich empfangen. Ich finde das alles hier, das Leben, die Schautafeln, mit denen Geburtstage und Hochzeiten in aller Öffentlichkeit gefeiert werden, überhaupt nicht peinlich. So ist das halt hier. Man muss diese soziale Wärme aus der Geschichte verstehen: Heimat war für diese Menschen der nasskalte, schwarze Boden, das kleine, niedrige Haus, die Familie und das Dorf. Es sind 21 Kilometer in die Stadt, früher eine Tagesreise hin und zurück. Wenn hier im November wochenlang Nebel herrscht, rückt man zusammen. Diese Heimat ist nicht schön und sie ist nicht touristisch, und trotzdem sind hier die Gärten voll mit weißblauen Fahnenmasten. Man hätte die Leute vor 110 Jahren mit Feldbatterien über den Haufen geschossen, wenn der Feind durch ihre Dörfer gekommen wäre. Trotzdem hängen hier an den Feiertagen die Fahnen des Freistaates. Sie haben kein internationales Essen jenseits der Pizza, der Gasthof heisst Scharfes Eck, und ist gleichzeitig Dorfmetzger, 21 Kilometer von der Stadt entfernt.

Davor ist ein Kreisel, und als ich dort ankam, sperrte die Polizei den Weg. Am Samstag war der Pferdefaschingszug. Voran schritt die Gemeindekapelle Hohenwart in regionaler Tracht mit langen Röcken und Hosen und mit einem Trommler, der den Marschtakt vorgab.

Und dahinter kamen die Pferde und die Maschgerer, manche als Einhörner und manche, natürlich, als Indianer.

Und danach kam eine Person in Einhornkostüm und kehrte alle Pferdeäpfel gleich wieder zusammen, damit die Strasse sauber ist.

Es ist leicht, über Heimat in den Bergen zu reden und leicht, als Publizist oder Forscherin oder Social Media Mitarbeiterin im Kreise eines multikulturellen Umfelds die Auffassung zu vertreten, die Kinder hier seien auf eine dumme Art rassistisch, und statt der Fahnenstangen sollte man lieber in Kartoffelkostüme investieren. Es passiert nichts, weil die wenigsten hier zur Kenntnis nehmen, was Critical Whiteness Forscherinnen auf Basis staatlicher Transferleistungen und gefeierte Autoren über sie denken. Das Donaumoos ist keine Gegend von schönen Geschichten, ich kannte einen, der betrunken schwimmen wollte und nie am anderen Ufer ankam, und das Bauernhofsterben macht den Menschen hier schwer zu schaffen. Sie haben oft mit ihren schwarzen Böden den Baugrund, mit dem sie vermögend oder sogar reich werden können, während Süsskartoffeln heute für Biokonsumenten auch garantiert aus Asien kommen sollten. Es ist nicht gerade viel Heimat hier, und beim letzten Donauhochwasser drohten viele die Existenz zu verlieren. Damals war ich auch hier. Das war alles nicht schön. Die Leute hier sagen, dass man halt vor der Flut nicht davonlaufen kann. Und generell war es eine Fehlentscheidung, das Moos zu besiedeln. Nur hat man 1795 seinen Wert als Naturraum nicht erkannt. Jetzt ist es halt die Heimat, die sie haben. Auch die Heimat dessen, was in Hamburg und Berlin als rechter Rand gilt.

Es gibt hier drei grössere Parteien, die in Fragen der Heimat rechts von jener CSU sind, bei deren linken Rändern nach allgemeiner Vorstellung spätestens der rechte Rand beginnt – ich las gerade einen Beitrag, dass jetzt sogar die Kabarettistin Lisa Fitz unter Rechtsverdacht steht. Jedenfalls, die AfD, die Freien Wähler und die separatistische Bayernpartei bekamen hier zusammen 25% der Zweitstimmen. Jedem 4. ist die CSU nicht hart rechts genug.

Die bevorzugten Parteien üblicher Journalisten sind SPD, Grüne und Linke. Die haben in Karlshuld zusammen gerade einmal 20%.

Natürlich wird viel über ein Ministerium gespottet, das sich Heimatministerium nennt und eigentlich vom Zuschnitt her, nüchtern betrachtet, ein Ministerium für Infrastruktur und ländliche Raumentwicklung ist. Wenn jeder 4. Rechts von der CSU wählt, ist das ein deutliches Zeichen der Unzufriedenheit und der Meinung, dass diese Heimat hier jetzt auch einmal an der Reihe sei, dass die Sparkasse gefälligst ihre Filiale behalte und die nächste Poststelle nicht 10km entfernt in einem Supermarkt ist. Der in meinen Berufskreisen so vielgeforderte Breitbandausbau ist hier kein Problem, die Frage ist hier -und noch verschärft im Osten des Landes – inwieweit die Lebensqualität noch verschlechtert wird, während der Staat drüben im Oberstimm für viel Geld für neue Sicherheitskräfte für das Transitlager ausgibt. Man kann das alles ignorieren und lächerlich machen, die Leute als Kartoffeln beschimpfen und als Rassisten und als rechten Rand. Was juckt einen in Berlin schon der Milchpreis, was bedeutet in Hamburg der Hochwasserschutz an der Donau, wenn schon Indianerinnen auf Pferden und die positive Aufladung als Heimat andere zum rechten Rand machen. Zum Feind. Zu Kartoffeln halt. Wenn sie sagen, der Staat und die Medien müssen gegen Rechts aktiv werden, dann meinen sie das hier.

Natürlich geht die Zeit hier nicht ins Scharfe Eck und erklärt bei Bier und Weisswürsten, warum man rechter Rand ist und gefälligst andere Kostüme tragen sollte. Hier bei uns, auf beiden Seiten der Donau, kommt die AfD und legt Listen zur Abschaffung des “Staatsfunks” aus, die Leute kommen gern, und niemand steht davor und demonstriert. Der rechte Rand ist hier längst die Mehrheit.

Die alte Feldbatterie bei Hagau dagegen ist überwachsen, dahinter ist ein Baggersee vom Kiesabbau, und daneben liegt Daddy’s Boazn, wo man sich nach dem Eisstockschiessen aufwärmen kann. Niemand würde die Dörfer hier heute noch mit Kruppgeschützen beschießen, aber die Verachtung, die Abwertung, die als richtig betrachtete Ausgrenzung, die Achtlosigkeit und die Herabwürdigung zum Kartoffel, die gibt es heute noch. Wer den Aufstieg der Rechten in breiten Schichten sehen will, ein Aufstieg, der die Linken zum bedeutungslosen Rand verkommen lässt wird hier bei uns fündig. Wer die Ursachen finden will, sollte auch nach Hamburg und Berlin fahren.


734 Lesermeinungen

  1. Der Begriff "Critical Whiteness"
    ist für mich durch und durch rassistisch.

    Wer so etwas studiert oder lehrt ist durch eine abstoßende Mischung aus Dünkel und Masochismus geprägt.

    Das INXS-Zitat am Anfang ist wohl nicht ganz buchstabengetreu.?!

    • Critical Whiteness...
      …ist erlaubter Ersatz-Rassismus. Richtet sich zwar gegen einen selbst, aber wenn man keinerlei Selbstachtung hat – auch egal.

    • Finde ich auch.

    • @IsopanFF: ... wenn man keinerlei Selbstachtung hat – auch piepegal.
      Globalisierung ist ein leichtes Rätsel, der Begriff trägt die Lösung in sich – Gier. Wir sind ein Volk alltäglicher Söldner geworden, wer hier überleben will, muss mittlerweile Charakter, Selbstachtung und Sozialbewusstsein an der firmeneigenen Garderobe abgeben.
      Justus Vogt

    • Es gibt einen Namen dafür
      Kulturmarxismus. Das ist zwar laut Wikipedia ein Kampfbegriff der Neuen Rechten, aber wenn man dann den Wiki Eintrag zu Kritische Theorie liest, sieht man daß es gebau das ist. Marxistischer Klassenkampf, aber auf die Gesellschaft übertragen.
      Aus der bösen Bourgeoisie wurde der weiße heterosexuelle Mann, alle anderen sind die Unterdrückten (wiederum hierearchisch gegliedert, ganz unten wäre dann sowas wie eine schwarze, kleinwüchsige, übergewichtige, nicht dem gesellschaftlichen Schönheitsideal entsprechende, mehrfach behinderte Transfrau, am besten genderfluid mit stündluch wechselnden Fantasiepronomen).

      Das nennen die Intersektionalität. Der rationale Denker nennt es Bullshit. Bedanken darf man sich dafür bei der Frankfurter Schule, und den Franzosen, die dieses Denken dann in den Universitäten verbreitet haben. Foucault, Derrida, Lyotard und ein paar andere. Die übrigens auch Khomeini in seinem französischen Exil hofiert haben.

    • Pseudowissenschaft
      die schon im Titel führt, was am Ende heraus kommt.
      Alles streng wissenschaftlich, aber streng wissenschaftlich methodisch Unsinn zu produzieren, ändert wenig am Unsinn und intellektueller Tieffliegerei.

    • Der Aufstand dagegen ist längst im Gange
      Und er geht von Kanada aus. Genauer gesagt von Prof. Jordan Peterson. Einfach mal auf Youtube oder Twitter nach ihm Ausschau halten. Er hat sogar vor kurzem live im britischen TV eine Moderatorin verladen, die ihn offensichtlich fertigmachen wollte. Sein „Ha, gotcha!“, als ihr nichts mehr einfiel, ist um die Welt gegangen. Wunderbarer Mann, der sich nichts gefallen läßt. Bei den Linksliberalen ist er verhaßt, aber selbst sie schaffen es nicht, ihn aufzuhalten.

    • Dann woll mer mal ...
      Zuagroaster:
      Foucault, Derrida, … bitte nicht genauso – nur anders herum – als die vermeintlichen Feinde. Das disqualifizierte mehr als dass es hülfe.
      Foucault ist einer der herausragenden Denker des 20. Jahrhunderts, was Gesellschaftliches betrifft. Seine Ergebnisse mögen uns nicht gefallen, aber sein Denken ist unantastbar in der Qualität.

      Das Missverständnis – wie bei vielen anderen, auch Adorno – ist, einen logischen, kühnen, Gedanken dadurch zu verbiegen, dass der Unintellektuelle vermeint, ihn gleich real in die Welt umsetzen zu müssen. Ähnlich wie Adornos ‚richtige Welt in der Falschen‘.

      CG:
      JBP ist in den letzten paar Jahren von einem nur Insidern bekannten klinischen Psychologen zu einem der führenden Denker der Jetztzeit geworden. Einfach, weil er sich nicht hat verbiegen lassen.
      Man kann sich seine Youtubes anschauen. aber auch das hearing im Senat (?) in Kanada. Man kann den alten Weissen ansehen, wie ‚bähh‘ denen der geistige Schwund ist, über den sie abstimmen sollen, sie lassen sich aber da hineinkorrumpieren.
      Ein Lehrstück über ‚Menschen‘, so wie wir uns mehrheitlich verhalten haben, in unserer Geschichte. Ob Römer, Bach, Bürger im Dritten Reich oder Genossen in der DDR. Offenbar fällt uns nichts leichter als schön nach oben zu buckeln, auch ohne jede Überzeugung.

      Natürlich war es beinahe lustig, wäre es nicht so traurig gewesen, mit Cathy Newman. Erst versucht sie, ihn voll reinzulegen; vom Moment an an dem die Kameras laufen, nachdem sie solange die nicht liefen furchtbar nett war. Und dann drhet JBP den Spiess um, gezwungenermassen.
      Und, bitte raten!, wer wird am Ende zum Opfer gemacht? Natürlich Cathy Newman. Sie ist das Opfer, bloss weil sich JBP verbal ausreichend zur wehr gesetzt hat. Das hätte er nicht dürfen tun! Er hätte sich von Cathy Newman, so wie von langer Hand von den britischen Feministinnen geplant, abservieren lassen müssen.
      Opfer allein deswegen, weil frau es nicht schafft, den mann zu dominieren.

    • Herr Dippel,
      Die Gedanken sind frei. Aber so makellos Gedankengänge auch sein mögen, die Deutung und Anwendung darf man sehr wohl kritisieren. Und da viele dieser postmodernen Denker stark marxistisch geprägt waren, liegt der Gedanke doch nah, daß die Deutung und Umsetzung der Unintellektuellen durchaus korrekt ist, oder zumindest in die intendierte Richtung geht.

    • "Men are our doom"
      Kommentatorinnen heute morgen in BBC „World News“:

      1. Ursache für das jüngste wie auch für vorherige Hochschulmassaker in den USA sind männliche Phantasien. Wir Männer sind also alle schuld.
      2. Weitere Bewirtschaftung des Oxfam Skandals (als willkommene Ablösung des lange schluchzend ausgewalzten Frauentribunals gegen Larry Nasser): Männliche aid workers (wörtlich: „white western males“) haben Prostituierte bezahlt. Frauen gingen dagegen vor und wurden dabei von Männern unterdrückt.

      Analogie:[edit: Genau solche Analogien sind hochtoxisch. Bitte nicht. Don]

    • Zuagroaster,
      Nein, nicht einverstanden.

      „Die Gedanken sind frei“ und müssen es bleiben. Wissenschaft muss freibleibend sein, möglichst objektiv logisch schliessen, auch eher unwahrscheinliche Annahmen untersuchen.
      Hätte die Menschheit das nicht getan, wäre sie nicht sehr weit gekommen. Es waren alle Beeren und Pilze die mal probiert werden mussten, wobei eine Menge Menschen sich opfern mussten. Später musste argumentiert werden, ob Licht Welle oder Teilchen ist. Einstein hat mit seiner Relativitätstheorie etwas initiiert, das nun wirklich kein Mensch braucht(e).

      ‚Gute‘ Philosophie, also nicht dem Régime du jour unterwürfig, von Hegel über Marx bis Foucault (auch Freud gehört irgendwie dort hinein) ist als Basis für die Weiterentwicklung (und womöglich Weiterexistenz) der Menschheit unumgänglich. Der heute kapitalistisch-pragmatische Ansatz müsste sonst zwangsläufig in einer Entwicklung enden, wie sie die Science-Fiction-Autoren in ihren schwarzen Werken erschreiben, oder in Filmen wie Fahrenheit 451 oder Idiocracy aufzeigen.

      Hegel hat uns eine gute Methodik an die Hand gegeben, damit umzugehen.
      Natürlich kann man kaum anders als Khomeini zu einer bestimmten Zeit zu hofieren. Er steht ja nicht isoliert von Raum und Zeit in der Luft (oder damals in Paris). Der CIA hatte den demokratisch gewählten Präsidenten beseitigt, und einen Schah eingesetzt, der ein Terror-Regime am Laufen hatte. Politische Gegner wurden mindestens gefoltert, in rauen Mengen, oder gleich umgebracht. Und nun gelang es einem Prediger, dazu noch im Ausland, eine quasi friedliche Revolution (zumindest bis dahin) zustande zu bringen, den Schah und seine Konsorten aus dem Lande zu treiben, und sogar einen ziemlich friedlichen, von den Menschen gefeierten Übergang der Regierung zu gestalten.
      — Pause —
      Bis hierher.
      Was danach kam, ändert erst einmal nichts an dem, was davor war.
      Auch wenn danach ziemlich Vieles ziemlich schlecht war.

      Nein, wir tun uns keinen Gefallen, wenn wir uns einen Zeitpunkt in der Geschichte herauspicken, und dann sagen, ‚ach ja, der!‘. Die Rezeption von Marx muss sich auf Marx beschränken, nicht überschattet werden von der fixen Idee, die Sowjetunion sei ein Beweis gegen Marx.

      Ich kann es nicht akzeptieren, wenn man die EU gegen die europäische Idee hochschraubt. Über Jahrzehnte habe ich mich als Europäer geoutet, und gesagt, der Pass sei mir egal, ich hätte nichts gegen einen gemeinsamen europäischen Pass. Dass ich heute – drei Kreuze – mich wieder auf meinen niederländischen Pass zurückziehe, ist nicht mein Idealbild, sondern eine – von mir aus – bedauerliche Notwendigkeit. Ich sitze derweil und warte, und hoffe, dass die EU wieder zu einer ernst zunehmenden Staatengemeinschaft wird.
      Genauso wie ich hoffe, dass eines Tages Ideen von Marx oder Foucault eine richtige Anwendung finden. Auch wenn ich – ganz klar! – derzeit keine Idee habe, wie.
      Deshalb die Autoren zu verdammen, scheint mir, naja (Contenance!) weniger intelligent.

    • Dieses hier, Zuagroaster,
      fiel mir vorhin nicht ein. Leider.

      Es gibt das Argument gegen den Gebrauch deutschen Liedgutes ‚weil das (auch) die Nazis gesungen haben‘.
      Also, was zum Beispiel für die Wanderbewegung in Achtzehnhundert_und fortschrittlich war, in Neunzehnhundert_und von den Nazis ebenfalls gesungen wurde, ist heute megaout weil es die Nazis sangen.
      Grundfalsch. Jedes Teil erst einmal auf seinen inhärenten Wert untersuchen und danach, auch in seiner Zeit, würdigen. Das täte not.

    • @Uwe Dippel
      Die Nazis haben auch das FANTA erfunden und das Olympische Feuer.
      Und den Volkswagen.
      Und den ersten Mai als Feiertag.
      Und die Nichtraucherstudien sind alle von den Nazis. Und die Margarine.
      Und Dralon, Nylon und Perlon. Und Blutplasma.
      Und Vitamintabletten.
      Und die Düsenjäger.
      Und das erste Fernsehprogramm mit Live-Übertragungen vom Sport. Raten Sie, wer das 1936 gemacht hat.

      Muss das jetzt alles weg?

    • Sehr gut, Thomas Marx, Ihre Sammlung!
      Ja, natürlich muss das alles weg.
      Oder sollte Ihnen das entgangen sein? Also, diese Volksliederdiskussion hatte meine bessere Hälfte schon vor über 20 Jahren im Lehrerkollegium. Und auch mit manchen Elternteilen.

      Und heutzutage gibt es das im Bundestag. Ein unglaubliches Theater. Wenn die AfD einen Antrag stellte, dass fünf plus drei acht sind, bliesen sich Mitglieder anderer Fraktionen künstlich auf, das niederzudiskutieren.

      Schicken Sie doch mal Ihre Liste an Katja Kipping, und KGE, und fragen nach, wie es sein kann, dass alle diese Nazi-Dinge noch nicht verschwunden sind.

      Es war zu meiner Studienzeit, also vor 40+ Jahren, dass ich angemacht wurde wegen Lesens von Nietzsche. Und ein Freund von mir wegen Heidegger.
      Alles Leute mit Nazi-Inhalten. Furchtbar. Schrecklich.

      IsopanFF hat natürlich Recht: Zur Not Rassismus gegen sich selbst.
      Oder, so wie gestern in Kreuzberg, lieber (von einem Geflüchteten) begrapscht werden, als nicht weltoffen zu sein. Wenigstens als implizites Statement auf einem Plakat. Anti-rassistische Weltoffenheit ist wichtiger als körperliche (und sexuelle) Unversehrtheit.
      Also, mir nicht. Dann doch lieber Rassist!

      Aber retournieren wir besser zu den Volksliedern, die auch zu Heimat gehören. Darf ich weiterhin Tränen in den Augen haben bei „Allons enfants de la Patrie …“ oder dem Wilhelmus, der ältesten Nationalhymne der Welt?
      Heimat, oder verwerflicher Nationalismus?

  2. Freie Quaeler sind nicht rechts der CSU
    Werter Herr Don Alphonso, bitte verkleinern Sie die FW nicht ungerecht auf einen Spalt rechts der CSU. FW íst eine in Bayern gut verwurzelte Alternative zur CSU. Eine oft lokale, regionale Vereinigung von Bürgern mit bürgerlichen Werten die gerade nicht in der CSU sein wollen.

    Herr Aiwanger vertritt keine besonders liberale Politik, rechts ist er gewiss nicht. Die Gemeinderaete von Lenngries bis Nuernberg haben dieses Urteil nicht verdient.

    • Sieh einer an
      Soweit sind Sie also auch schon? Rechts ist pfui und nicht = konservativ = bürgerlich?

      Sie sollten sich schämen.

    • Die Romanfigur über mir hat Recht
      Sehr geehrter Herr helarctos,

      Sie müssen eine Sache verstehen: „Rechts“ ist ein politischer Kampfbegriff, der nicht mehr fest definiert ist. Er dient lediglich bestimmten politischen Kräften dazu, ihre politische Gegner zu bekämpfen. Je eher Sie aufhören, sich um diesen Begriff zu sorgen, umso eher bekommen wir alle einen sachlichen politischen Diskurs zurück. Im übrigen würde „lokale, regionale Vereinigung von Bürgern mit bürgerlichen Werten“ und „in Bayern gut verwurzelte Alternative zur CSU“ völlig reichen, um die Partei im „nicht-rechten“ Medienspektrum als rechts zu verankern. Wenn Sie glauben, dass der Begriff „rechts“ nur imperialistische, schwulenfeindliche Antisemiten mit Arierausweis bezeichen würde, dann haben Sie in dieser Beziehung leider die Übersicht über den politischen Kampf verloren. Bereits der Don gilt in manchen Kreisen als kurz vor Heinrich Himmler.

    • Rechts entspricht in etwa „jedes Mitleid wäre falsch empfunden“.

    • Ist ja klar ...
      dass die Türkei erst dann ein EU Mitglied werden darf, wenn ein Erdoganaffines Verlagshaus ihre Fassade mit einem überdimensioniertem Penis und nackten Menschen bekleidet …
      Ich musste lachen, als ich in dem anderem Blog von Don gelesen habe, als eine behauptete die besagte Fassade die Integration störe und eine Zumutung für muhammedanische Leute wäre …

  3. Titel eingeben
    Lieber Don,

    Ihre Differenzierungen, Ihre Heimatkenntnisse in allen Ehren. Aber wenn Sie dann am Ende wieder die AfD als potenziell wählbare Partei der Gebührenskeptiker und Sparkassenfreunde einführen…das finde ich allmählich schwer erträglich. Sie haben doch eine feine Antenne für Grenzüberschreitungen, wenn sie in HH und B passieren, wenn bestimmte Stiftungen beteiligt sind etc. Volkommen d’accord.
    Aber was das Gesindel in Parlamenten und anderswo im Moment loslässt, das sollten auch Sie mitbekommen haben. Und ich schreibe bewusst Gesindel. Lesen Sie doch z.B. mal Götz Aly die Tage dazu in der Berliner Zeitung. Wir reden von vorbestraften Schmugglern, Körperverletzern, Leuten, die lieber 14- als 18-jährige …. wollen. Wir reden von Leuten, denen der minimalste menschliche Anstand fehlt.
    Da muss man sich irgendwann auch mal entscheiden, finde ich. Versailles war real, die Wirtschaftskrise der Zwanziger war real. Aber wer damals NSDAP gewählt hat, hat dem Holocaust trotzdem den Weg geebnet. Gerade Sie als Differenzierer (und das meine ich ganz unironisch und ernst), sollten darüber noch einmal nachdenken. Bitte!
    Das entschuldigt keinen Müll der anderen Seite. Wer Stalin war, sollte auch niemals vergessen werden. Nur sehe ich bei Ihnen da auch keine Gefahr der Verharmlosung.

    • Schön, schön, Herr Osmin, jetzt wissen wir, was Sie nicht wollen, und warum .
      ..

      . Teilen Sie mit uns Mitforisten auch Ihr Rezept, was Sie in concreto vorschlagen, was der Bürger tun soll, ggflls. , wählen soll, in einer Zeit, die Sie wohl auch als kritisch erkennen ?

      Merkel wählen ? Nahles, oder wer immer das Hauen und Stechen dort gewinnt ?

      Die Grünlinge ?

      Weiter so ?

      Piraten, weil die schaffen es ja doch nicht ?

      Gar nix tun ?

      Auswandern ?

      Zahlen, bis nix mehr geht ?

      Geben Sie doch ruhig Ratschläge !

    • Ich verstehe das anders...
      …eher als Aufruf an die anderen Parteien, diese Leute und ihre Interessen nicht der AfD zu überlassen.

    • Ich mache keine Aufrufe, ich versuche etwas zu erklären.

    • OK...
      …falsch ausgedrückt. Es ist eine Beschreibung, Beobachtung, Darlegung. Aber auf jeden Fall keine Wahlwerbung, Verharmlosung, Wertung, whatever. Mal davon abgesehen, daß ich den heutigen Drang, jeden Text, jede Äußerung in ein rechts-links-gut-igitt-Schema einpassen zu müssen, langsam echt unerträglich finde. Betreutes Denken gibt es doch schon wirklich genug, die Leser hier werden sich alle ihren eigenen Reim darauf machen können.

    • Ich finde das Wahlergebnis da auch nicht schön, aber es ist halt, wie es ist und wenn es noch härter werden soll: einfach den Botschafter weiter niederschreien und nichts tun.

    • Mitregent Erdogan
      … Gesindel, da gebe ich Ihnen teilweise recht.

      Es sind einige Figuren in die Parlamente gekommen, mit denen ich persönlich nicht bekannt sein möchte und die ich nicht als meine Repräsentanten akzeptiere.

      Ich habe auch vollstes Verständnis, wenn Türken der x-ten Generation hier Erdogan als ihren Präsidenten betrachten.

      Ich gehe nämlich davon aus, dass es, so wie wir Oberflächenintegration betreiben, niemals ein innerstes völliges Zustimmen der fremden Zuwandererkultur mit der autochthonen Kultur geben wird.

      Deshalb erwarte ich per se von Einwanderern auch keine innere Zustimmung zu unserer Lebensweise und Rechtsordnung. Und schon gar nicht so etwas wie „Verfassungspatriotismus“. Verfassungspatriotismus wird und kann nicht mehr Staats- und Gesellschaftsparadigma in einer gewollt multiethnischen und multikulturellen Gesellschaft sein. Massenzuwanderung hat keine respektierte Verfassung im Rucksack.

      Wenn ungesteuerte Massenzuwanderung aus anderen Kulturen politischer Mehrheitswille ist, dann muss auch die politische Minderheitsauffassung geduldet werden, dass die ungesteuerte Immigration nicht zu beherrschen und in absehbarer Zeit auch nicht mehr zu finanzieren ist.

      Thilo Sarrazin: *Verständlicherweise fragen sich immer mehr Menschen, aus welchem Grund und mit welcher Berechtigung der Staat die Bewohner der ganzen Welt mit den eigenen Bürgern gleichstellt, sobald sie die deutsche Grenze überschritten haben.* („Kehrseite der Globalisierung“ auf Achgut)

      Alexander Kissler: *Bei ‚Anne Will‘ teilte Merkel die deutsche Bevölkerung in „die, die vor Kurzem zu uns gekommen sind,“und die, „die schon länger bei uns leben“. Im Bundestag ließ sie sich mit dem abgründigen Satz vernehmen, der Terror sei „Teil des Alltags unserer Städte“. Beides gehört zusammen. Vor dem islamistischen Terror sind wir alle gleich, die einen, die früher Deutsche hießen, und die anderen, die man früher Ausländer nannte. Der „internationale Terrorismus“ (Merkel) ist der große Gleichmacher, er sorgt für eine Äquidistanz des Schreckens und erschafft Deutschland neu als Schicksalsgemeinschaft der Bedrohten, jenseits von Kultur, Geschichte, Verfassung.* („Mikadokanzlerin“ auf Cicero).

      Ich habe ein gewisses Verständnis für Wutbürger, die sagen, gut, dann wollen wir dafür sorgen, dass die Desintegration unserer Gesellschaft umso schärfer und die Trennlinie umso deutlicher erkennbar wird.

      Seien Sie unbesorgt, ein nationalsozialistisches Deutschland wird es dank UN-Feindstaatenklausel und diverser forces de frappe nie wieder geben.

      edSE

    • Titel eingeben
      Pardon, es missfällt diese Automatik, als AfD-Apologet zu gelten, so man sich nicht in regelmäßigen und hochfrequent unter Schlagen dreier Kreuze von ihr distanziert.

    • true grit
      Einfach mal anfangen zu denken:

      Was ist die Funktion der AFD?

      Niveau? Liebe? Toleranz? Kultur? Auflösung von Differenzen?

      Nope, die AFD hat die Funktion, die harten Entscheidungen zu treffen, zu denen unsere weichgespülten Politiker nicht mehr in der Lage sind.

      Und genau deshalb ist umso gröber umso besser…. für die AFD.

      Alles ganz einfach, wenn man denken kann.

      Viele Dank!

    • .... "Gesindel" ..
      … ist normalerweise ein Begriff, den die Maasi zum Anlass für einen operativen Vorgang (OV) nimmt, weil – die dieser Begriff an sich treffend bezeichnet – „Fachkräfte mit Riesenpotential“ seien.

      Ich finde der Artikel umschreibt sehr treffend die Prozesse und langfristig verheerenden Folgen der grassierenden Inländerverachtung. An die „Integration“ dieser Leute denkt niemand. Ich kann 2015/2016 sehr gut erinnern, als gehöhnt wurde, Kritiker der Merkelei könnten gerne auswandern. „Fliehen“ wird für diesen Vorgang bezeichnenderweise nie verwendet sondern nur für die herbeiphantasierten Erlöser.

    • Lieber Herr Osmin,
      die Berliner Zeitung vom 11.02.2018 zitiert Herrn Boehringer mit: „Die Merkelnutte lässt jeden rein, sie schafft das.“ Es handele sich „um einen Genozid, der in weniger als zehn Jahren erfolgreich beendet sein wird, wenn wir die Kriminelle nicht stoppen“.

      Dieses so geschrieben zu haben, wird von Herrn Boehringer bestritten.

      Ihr geschätzter Herr Götz Aly macht am 12.02.2018 daraus das Zitat: „Die Merkelnutte lässt jeden rein, sie schafft das. (…) Dumm nur, dass es unser Volkskörper ist, der hier gewaltsam penetriert wird.“
      Und bezeichnet das als „Nazi-Zitat“.

      Ich muss kein AfD-Wähler zu sein, um zu sagen, es stört mich, dass man sich nichteinmal auf einheitliche Fehlzitierungen einigen kann.

      Und da stört es mich auch, wenn Sie einen, der wegen Zigarettenschmuggels aktuell vor Gericht steht, als „vorbestraften Schmuggler“ bezeichnen.

      Das geht einfach so nicht.

      Dass dieser Faschingswitz eines Jugendarbeits-Funktionärs aus der präfranzösischen Wallachei eine Geschmacklosigkeit ist, da sind wir uns übrigens einig.
      Dass der, wie in einigen Presseerzeugnissen geschrieben, „von Pädophilie phantasiert“, darin sind wir es nicht.

    • Beschreibung und Wertung sind zwei verschiedene Dinge
      die Sie hier verwechseln. Die AfD hat inzwischen eine Stimmanteil, der vermutlich der Linksdrift der etablierten Parteien zu verdanken ist. Das kann man gutheißen oder nicht, aber die Tatsachenfeststellung hat nichts mit der Meinung über die Tatsache zu tun.

      Man muß sich auch nicht mit rituellen Abscheubekundungen abgeben. Das hat nur ein Lohnschreiber nötig, der auf das Wohlwollen seine Brötchengebers oder der Referenzgruppe hofft.

    • Ich bin dieses „Ich leite mit meiner Betroffenheit ein“-Getue so leid, so unendlich leis. Wenn es nach mir ginge, wäre eine alte SPD am Ruder- Dass die AfD da ist, weiss jeder, da muss man wirklich nicht noch aud die Tränendrüse drücken.

    • AfD-Wählen als Akt politischer Notwehr
      Das Problem ist doch, dass einem am Ende nichts mehr übrig bleibt, wenn man der Meinung ist, dass es so nicht funtioniert. Es gibt keine Beispiele gelungener Integration, von Einzelfällen abgesehen. Es hat mit den Turken nicht geklappt, mit den Russlandsdeutschen nicht, und mit den Ossis auch nicht. Wo es da geklappt hat, da war es Eigeninitiative, handelt es sich um nicht generalisierbare Einzelfälle. Ein Gründungsmitglied der Grünen hat kürzlich auf Besis EIGENER Erfahrung in der phönix Runde ( 31.01.) eine Obergrenze von 50000 genannt (da fehlt keine Null).
      Wenn wir keine Heimat haben bzw. diese verleugnen, dann haben wir nichts zu bewahren! Und die Zugewanderten machen ihren eigenen Stiefel – was ich in derselben Situation woanders dann auch machen würde: Wo keine Normen, nutzt man halt die freien Räume!

      Die Bayern haben Heimat und können auf dieser Basis besser integrieren, als die Willkommenskulturellen es mangels Einsicht je können werden.

    • Wer damals NSDAP gewählt hat
      Hat vielleicht auch nur sozialistische Wohltaten gewählt. Leses Sie mal das 25 Punkte Programm der Partei. Abschaffung „arbeitsfreier Einkommen” z.B. Zinserträge oder Miete, die „Brechung der Zinsknechtschaft”, Enteignungen, Kommunalisierung, gute Altersversorgung, Verstaatlichung aller Trusts, Gewinnbeteiligung der Arbeiter von Großbetrieben.

      Hitler hat nicht rechts gefischt, sondern links. Er hat die Linke nicht zerstört, er hat sie übernommen.

      https://www.documentarchiv.de/wr/1920/nsdap-programm.html

    • o mei, omei
      Habe gerade Harry Graf Kessler’s Tagebücher (gute Lektüre, eine Weiterung aus dem letzten Literaturblog, danke) gelesen. Der war abwechselnd Gardeoffizier, Sozialist, Konservativer; aber immer reicher Schöngeist, so wie viele andere Deppen auch. Er schreibt sehr gut, überhöht sich allerdings etwas, wenn man anderen Quellen glaubt

      Diese Schöngeister sind weder Fisch noch Fleisch, sie legen sich nicht fest und man wird, ihnen eine gewisse Weitsicht nicht aberkennend, sie noch lange schwadronierend lesen können. Die Fingerchen ins Donaumoos stecken geht nicht, der AfD zustimmen, deren Grundsatzprogramm erwähnen. Das geht gar nicht. Fein sein, singen die Schöngeister, beieinander bleim. So sang Kessler, so singt Don und so singt jeder, der „nicht als AfD-Apologet gelten möchte“.

      Bin ich allzu rigide, wenn ich bewusste Zurücknahme Feigheit nenne?
      Dann wären wir wieder beim Gardeoffizier Harry Graf Kessler.

    • Es ist leider, leider so
      daß sich in diesem Land nichts ändern wird, solange Grüne, SPD und CDU/CSU zusammen noch eine Mehrheit haben, siehe Sachsen-Anhalt. Im Umkehrschluß bedeutet dies, daß AfD wählen muß, wer eine Änderung möchte, auch wenn es wehtut. So Leute wie Poggenburg und Höcke muß man da ausblenden. Ich verstehe, wenn das schwerfällt, aber die Grünen hatten einen Thomas Ebermann, eine Jutta Dithfurth, Dany-le-rouge etc… Die Typen mußte man damals genauso hinnehmen, wenn man wollte, daß sich an der Nuklearpolitik des Landes was ändert.

    • @et du Saint Empire
      „Ich habe auch vollstes Verständnis, wenn Türken der x-ten Generation hier Erdogan als ihren Präsidenten betrachten. “

      Ne, dafür sollte man definitiv kein Verständnis haben. Erdogan ist ein übler Islamist und Ultranationalist, tausendmal extremer als noch der böseste AfDler. Er hat seine feindseligen Absichten gegenüber Deutschland und Europa mehrfach überdeutlich gemacht. Leuten, die den gut finden, sollte man die Ausreise in die Türkei nahelegen.

    • @Zuagroaster: Machen Sie es sich vielleicht zu einfach?
      Was hilft der Verweis auf die NSDAP? Es sind doch die übrigen Parteien, die 2015/16 zu verantworten haben und nicht wissen (wollen), was sie besser hätten machen müssen.
      Ich habe es erlebt, wie plötzlich ein ganzes, gefühlt stabiles, gesellschaftliches Konstrukt mal so ganz unerwartet und recht schnell zusammenbricht (Wende in DDR). Da hatten wir richtig Glück, dass das ohne Blutvergießen vor sich ging. Und das war möglich wegen der Hoffnung(!) auf die Hilfe der Brüder und Schwestern, die letztlich nicht berechtigt war.
      Über 90% waren damals kurz davor scheinbar für die Verhältnisse in der DDR. Und ein Jahr später gab es dann gefühlt nur noch Opfer. So was kann sich locker wiederholen, auch wenn Sie es sich nicht vorstellen können!
      Da kommt dann jemand daher und verspricht, mit dem ganzen Spuk wie Bilderabhängen, Gendern, Gedichte-von-Fassaden-verbannen, den Flüchtlingen(!) Scluß zu machen, und diese Mehrheit(!) wählt dann: Endlich.
      Davor hilft kein NSDAP-Verweis, selbst wenn er stimmte, so wie auch der dümmliche Spruch vom Sozialismus in seinem Lauf … nicht geholfen hatte.

      Ja, eine SPD der 70er, 80er Jahre, das könnte gehen. So bleibt nur Notwehr, der Not wegen.

    • facts of life
      Die Grünen wurden auch erst mit einem Joschka Fischer erfolgreich.

      Leise und nett geht Politik nicht.

    • @ Zuagroaster,
      Point 4 sagt aber schon sehr deutlich, was Sache ist. Bei Nr.3 musste ich schmunzeln, als ich an Namibia dachte.Wollte man da Sanddorn anbauen?

      Dass viele „auch was abhaben“ wollten – naja, immer das alte Lied.Die ganz Großen (Konzerne) die gemeint sind, trifft es nie.

    • @Osmin
      „Das entschuldigt keinen Müll der anderen Seite. Wer Stalin war, sollte auch niemals vergessen werden.“

      … vor allem erklärt das nicht, wer Ihresgleichen ist, Osmin. Die Nazis hatten ein Anliegen, das sie mit brutalen Methoden durchzusetzen gedachten. Stalin hatte ein Anliegen, das er mit brutalen Methoden durchsetzte!

      Was ich jetzt vor mir habe, sind Leute OHNE jedes Anliegen. Das wäre sogar angenehm – wenn sie ihren Machthunger denn im Griff hätten. Das haben sie aber nicht, denn das sind ganz langweilige Leute. Und die Brutalität in ihrem Schlepptau sieht nicht aus wie eine Giger-Phantasie, sondern einfach wie ein schwarzes Loch, das man nur lokalisiert und vermessen bekommt, wenn man sich vor Augen führt, was alles schon still und leise darin verschwunden ist und nie wieder auftauchen wird.

    • Blind spots
      „Wer damals NSDAP gewählt hat, hat vielleicht auch nur sozialistische Wohltaten gewählt… Parteiprogramm“ @Zuagroaster danke für den Link, das Programm kannte ich nicht. Götz Aly hat den Nationalsozialismus als „Wohlfühldiktatur“ mit sozialistischer Verteilungspolitik bezeichnet, wo sorgfältig darauf geachtet wurde, Notzustände wie im 1. Weltkrieg weitestgehend zu vermeiden. U.a. durch die methodische Plünderung von Ressourcen besetzter Länder. Zumindest bis in die Anfangszeit des Krieges erfolgreich. Aly zitiert sogar Heinrich Böll, der begeistert von der Beute schrieb, die er in Frankreich gemacht hatte. (Ja, der mit dem Literaturnobelpreis)

      @Gelernter DDR-Bürger: Ja und nein. Richtig ist, die Schwarzen in den USA sind seit ca. 200 Jahren nicht integriert, daran hat Obama gar nichts geändert. In Frankreich etablieren sich munter islamistische Stadtviertel, deren Einwohner im Grunde nichts anderes tun, als die Lebensweise ihrer Gastgeber zu hassen.

      Perfekt integriert waren allerdings in Polen und Deutschland die Juden, trotz permanenter Anfeindungen. Rechnen Sie mal deren Beiträge zur deutschen Kultur zusammen: Die Leistungen hatten unglaubliche Dimensionen. Und Patrioten waren sie auch, um die Tragödie vollständig zu machen.

    • AfD ist ne Notlösung
      Oder besser Notwehr. Solange bis Union und SPD in die Spur zurückfinden. Und zwar glaubwürdig, nicht „wir reden denen jetzt einfach mal ein bißchen nach dem Mund, drücken ein paar Formulierungen in den Koalitionsvertrag, die so aussehen, als ob“, sondern richtig.

    • Titel eingeben
      @ Philomena
      Kolonialismus war damals nicht unüblich, sehen Sie sich mal die anderen europäischen Lander zu der Zeit an. Auch Rassenhygiene lag voll im Trend, wenn ich das mal so sagen darf.
      Die Organisation Planned Parenthood, die sich heute zutiefst humanistisch und feministisch gibt, hat sehr unrühmliche Wurzeln. Googlen Sie mal nach deren Geschichte, und der Gründerin Margaret Sanger, Sie werden Augen machen.
      Viele Prominente, und da vor allem Sozialisten, waren große Fans von Eugenik und auch von Adolf Hitler. Zum Beispiel George Bernhard Shaw
      https://www.youtube.com/watch?v=mW-iy-9m9SU

      @ Antesde Hitler wurde sicher nicht Man of the year im Time Magazine, weil er sich hinstellte und Genozid versprach. Er galt als sozialistische Hoffnung, neben Mussolini und den echten Marxisten.
      Der „Dritte Weg”, ein nationaler Sozialismus wie ihn auch die Fascisti in Italien betrieben, erschien vielen Progressiven damals erstrebenswerter als die internationale unverwässerte Urversion. Die warteten nur ab, welche Variante sich am besten entwickeln würde.
      Lincoln Steffens, einer den man heute als „Journalist mit Haltung” bezeichnen würde, bereiste die Sowietunion, kam zurück und sagte „I have seen the future, and it works!”. Und das zu einer Zeit, als Stalins „Säuberungen” schon voll im Gang waren.

      Die ganzen Vorgänge muß man in einem größeren Kontext sehen. Bismarck führte die Sozialversicherungen auch nur ein, um einer sozialistischen Revolte zuvorzukommen. Der Zeitgeist war stramm links. Woodrow Wilson und Teddy Roosevelt machten Politik, die man auch durchaus als leicht faschistisch bezeichnen kann. Und wissen Sie, wo viele der damaligen US Progressiven studiert hatten? In Deutschland.
      https://en.wikipedia.org/wiki/Progressive_Era

    • @Goodnight
      Da ist was dran.

    • Soziale Wohltaten mit Hinkefuß + Vernichtungsphantasien
      waren schon immer das Patentrezept der Linken, was Hitler als talentierter Kopierer nur übernehmen brauchte. Die 68er sind das Beispiel aus der jüngeren Geschichte. Während der jung-irre Kretschmann devot die Mao-Bibel studierte, war sein Vorbild schon längst zum größten Massenmörder der Geschichte aufgestiegen (Großer Sprung).

      Dass ein ehemaliger Neonazi in Baden-Württemberg Ministerpräsident wird, kann man heute wohl ausschließen. Dass dies so sei wegen gerechtfertigter juristischer oder moralischer Verdikte, ist aber angesichts der Tatsachen nicht erkennbar. Der Grund wäre allein der, dass er das falsche Parteibuch gehabt hätte.

      Die große Verlogenheit ist das entscheidende Problem in Linkistan. Es rächt sich früher oder später.

  4. Rodeln
    vom Wallberg, das hat schon was:

    https://studio.stupeflix.com/v/GYuCuq9zyXUC/

  5. Süden gegen Norden als Provokation?
    Ich hoffe, die Bezeichnung der Nordseeküste als „Wattensumpf des Eismeeres“ war nicht ernst gemeint, denn sonst wäre das die Herabwürdigung einer wunderschönen Landschaft, die Sie ja beim Donaumoos auch nicht gut finden.
    Wer noch nie auf dem Deich stand und sehnsüchtig die endlose See im Blick hatte, der ist nicht wirklich weit genug gereist. Dies sagt jemand, der am Bodensee mit Blick auf den Säntis wohnt.

  6. die Heimat der Kartoffeln
    Lieber Don Alphonso

    ich bemerke selbst in meinem (Multi)kulturellen Umfeld der heimlichen Hauptstadt des Landes ein Revival von Heimat und Familie.

    Es gibt – mitten in Frankfurt! – wieder Kerbeburschen. Für Nichthessen, das sind diejenigen, die den Kerbebaum aus dem Wald holen und bewachen, wenn in den Stadtteilen Jahrmarkt ist.

    Dann brauchen Sie nur einmal zum Standesamt zu gehen, und all die Prinzessinnen betrachten, die dort in Traumkleidern die Treppe herabschweben. Vor 20 Jahren wäre dies undenkbar gewesen. Die Zeit beklagt derweil, dass so viele Frauen den Namen ihres Mannes annehmen. Was geht diese Privatentscheidung eine überregionale Zeitung an?

    In Frankfurt wird die frisch aufgebaute/restaurierte Altstadt bejubelt. Egal wie man zu dem Projekt stehen mag: vielen Frankfurter hat offensichtlich das alte Herz der Stadt gefehlt, sonst wären nicht so viele begeistert.

    Wenn die Zeiten unsicher werden, wird am Althergebrachten festgehalten. Selbst dann, wenn es künstlich ist.

    Zeit, Süddeutsche und wie sie alle heißen leben auch nur in einer Filterblase. Ihre Bedeutung ist weit geringer, als ihre Mitarbeiter zu ahnen scheinen.

    Herzliche Grüße und weiterhin viel Schnee unter den Kufen

    Hessin

    • "Ihre Bedeutung ist weit geringer"
      Ich hoffe, Sie täuschen sich nicht, befürchte allerdings, dass es
      einen Kreislauf zwischen MSM, linken Pseudowissenschaftlerinnen und Politikerkaste gibt, in dem die anderen, die schon länger hier leben, keine wesentliche Rolle spielen.

      Dass man den Mist, der dort ausgebrütet wird, dann voll abbekommt, stimmt viele zeitweilig etwas traurig bzw. zornig.

      Hilft aber nix, es muss wohl tatsächlich noch viel schlechter werden („Hätten Sie vielleicht ein paar Kartoffeln für mich und meine Kinder?“), bevor es wieder besser werden kann.

    • Sie können davon ausgehen dass wenn Sie auf einer Art NoGo-Liste der z.B. Böllstiftung stehen, Probleme haben werden, in vielen anderen Bereichen etwas tun zu können. Da wird dann halt informall abgeraten, oder man setzt Lute unter Druck, gewsse Dinge nicht zu tun.

      Ganz abgesehen von den digitalen Schlägerbanden.

    • Titel eingeben
      „Ihre Bedeutung ist weit geringer, als ihre Mitarbeiter zu ahnen scheinen.“

      Kommt drauf an, in welchen Kreisen man es zu etwas bringen möchte. Ich habe zum Beispiel soeben die Gunst meiner Doktormutter samt Stelle an einer geisteswissenschaftlichen Fakultät verloren, weil meine Frau meinen Namen angenommen hat. Kein Scherz! Nur deshalb! Weitere akademische Karriere damit praktisch ausgeschlossen. Bleibt mir nur noch der Schuldienst — und ich hoffe sehr, daß mir bis zur Verbeamtung auf Lebenszeit kein neuer Radikalenerlaß dazwischenkommt.

  7. Die Kartoffel - Eine Erfolgsgeschichte gelungener Integration
    Sehr geehrter Don Alphonso,

    schöne Betrachtungen über Heimat.
    Allerdings glaube ich, dass die Kartoffel eine eigene, differnziertere Betrachtung verdient.
    Diese Xenophyte hat das europäische Abendland erobert und so verändert, dass ein vorher nie gekanntes Bevölkerungswachstum möglich war – den Preussen sei Dank!
    Der Kartoffel sollte daher mit einer eigenen Ode gehuldigt werden: „Ich bin stolz darauf eine Kartoffel zu sein!“

    Mit vorzüglicher Hochachtung

    • Titel eingeben
      Richtig. Wenn alle Beschimpften die Qualitäten von Kartoffeln hätten, bräuchten wir uns über die Zukunft keine Sorgen machen.

    • Kartoffelode
      Mon cher Hugues,

      die Hymne gibt es doch schon längst. Sie beginnt so:
      „Herbei, herbei zu neuem Sang..

      http://www.schwaben-kultur.de/home/stat/larchiv/311.html
      Dabei sind wir Schwaben, genauer gesagt Württemberger, keine großen Kartoffelfans. Das überlassen wir den Preußen und Niederbayern. Aber immerhin, der schwäbische Kartoffelsalat ist obligo für z.B. Wiener Schnitzel. Welch letzteres ja ein Mailänder Schnitzel ist. Der Don wird es wissen.

  8. Der Beitrag in der ZEIT...
    …ist mir schon bei der Überschrift so sauer aufgestoßen, daß ich auf eine Lektüre verzichtet habe.

    Danke für die schöne Replik!

    • Lesen Sie ruhig....
      ….gar so garstig ist der Artikel gar nicht.

      Allerdings: es werden vom Autor dort die falschen Schlüsse gezogen.

  9. Titel eingeben
    …die im Bereich “Critical Whiteness” arbeitet…

    Das „arbeitet“ sollte man auch in Anführungszeichen setzen.

    • schön erklärt!
      Nicht nur veranschaulicht der Text erneut, wie es ohne erkennbare Perspektive um den gesellschaftlichen Wandel bestellt ist, sonder auch

      wie man bei dem Wetter radlos zurecht kommt. Notfalls Heck getrieben auf zwei Stühlen mit seitlichen Steckscheiben.

  10. Alles gut beschrieben und richtig!
    Aber! Nicht Daddys – sondern – Badys ! Boazn! 😉 Entschuldigen Sie ! Bitte!

  11. So wahr, dass es weh tut
    Lieber Don, herzlichen Dank für diesen grandiosen Text, der die sozialen, mentalen und politischen Gegensätze und Paradoxien in Deutschland plastisch erkennbar macht. Das gesellschaftliche Bewusstsein für die enorme Bedeutung des inneren Zusammenhalts einer Nation geht (wie das Bewusstsein über so viele fundamentale Zusammenhänge in unserer Gesellschaft) rasant verloren, in Wechselwirkung dazu tritt das Versagen ehemaliger Volksparteien deutlich zutage, die sich in Nebenkriegsschauplätzen verheddern, ohne belastbare Antworten für die drängenden Herausforderungen auf den Feldern Bildung, Digitalisierung, Demographie, Völkerwanderung et al zu finden. Wie so viele andere Poster hier befürchte auch ich, dass es erst noch viel schlimmer werden muss, ehe sich wieder ein pragmatischer und rationaler Blick auf die politischen Handlungsbedarfe entwickelt. Bei vielen der nötigen Weichenstellungen wurde der Point of no Return jedoch bereits passiert, sodass unseren nachfolgenden Generationen nur die Aussicht auf globale Rückzugsgefechte und Verteilungskonflikte um stagnierende gesellschaftliche Ressourcen verbleibt. Mal schauen, wann die Batterien im Donaumoos wieder hochgezogen werden.

  12. Die grüchte des Zorns
    sind übrigens auch in Hamburg spürbar.

    Zuletzt am Montag. 150 Demonstranten mit der schlichten Botschaft „Merkel muss weg“. Dem Vernehmen nach alles kultivierte Leute, denen sich eine zentrale Frage stellt: „Wer soll denn die Sause bezahlen?“ Und mit Sause sind Pensionsverpflichtungen ohne Rückstellungen, Renten und Migranten gemeint.

    Dazu gab es dann 1500 Polizisten. Nicht weil die Demonstranten so gewalttätig waren: Die Polizisten sollten die Demonstranten schützen vor seltsamen Gestalten, die der festen Überzeugung sind: Alles Nazis. Das waren mehrere Hundert. Mit lauten Gegröle. Mit Steinwürfen. Und allem, was so eine linke Sturmabteilung in Petto hat.

    • Es waren mehr als 150 - die sich durch den Ring von Antifaschos und Polizei
      leider nicht zum sehr kurzfristig veränderten Veranstaltungsort durchfinden konnten.
      Am Tag vor der Demo wurden Steine ins Kinderzimmer ihres Hauses geworfen und auf dem Weg zum Jungfernstieg wurde die Veranstalterin mit ihrem Pappschild und dem sie begleitenden Vater angegriffen.
      Beschreibung eines Teilnehmers hier
      htt ps://www.tichyseinblick.de/meinungen/hamburg-bericht-aus-einer-verwunschenen-welt/

      Weitere Teilnehmer äußern sich in Kommentaren. Die ZEIT schreibt nichts, dafür die Hamburger Morgenpost verfälschendes.
      Die Veranstalterin gibt fürs erste auf, um eine weitere Gefährdung ihrer Familie auszuschließen – wobei wohl nichts dagegen spräche, am nächsten Montag am Jungfernstieg um die Hausnummer 39 herum so gegen 19:00 Uhr vielleicht spazieren zu gehen.
      Vielleicht trifft man Bekannte, mit denen man sich nett unterhalten kann?
      Deutschland, im Februar 2018.

    • Leider funktioniert es
      Traurig, das.
      https://www.facebook.com/uta.ogilvie/posts/10156108741598493

      Aber verständlich.

      Und was sagt dazu ein O. Scholz? Was sagt eine Nahles?
      Man überlege, was Brandt oder Schmidt dazu sagen würden…

    • @Trojaner
      Naja. Ich werde die Batterien laden, die Kamera an den Start bringen und mir das Geschehen einmal ansehen.

  13. Von Kartoffeln und Indianern
    Lieber Don,

    vielen Dank für diesen Beitrag. Historisch und ideengeschichtlich betrachtet war die Herabwürdigung „des Anderen“ zur Stärkung „des Eigenen“ schon immer ein gängiger Mechanismus. Es ist nur schade, dass das eben vor allem von den von Ihnen genannten Medien vorangetrieben wird – und in Parteien wie der SPD Leute wie (egal, was er sonst wie getan hat) Sigmar Gabriel gleich rasiert werden, wenn er darauf hinweist, dass man den Heimat-Begriff vielleicht auch mal besetzen könnte. (Mehr will ich zu meiner Partei nicht sagen, das würde ich kaum aushalten)

    Als Pfälzer, der hier indirekt angesprochen wird, kann ich Sie nur (wie schon so oft) herzlich in die Pfalz einladen, es ist wunderschön hier. Und ein absolutes „Heimatgericht“, das glaube ich nie aus der Mode kommt, ist die Kartoffel-, in pfälzisch „Grumbeeresupp“ mit Dampfnudeln, die natürlich dann am besten sind, wenn sie von beiden Seiten schon angebacken sind.

    Wenn man das im Familienkreis isst, fühlt man sich einfach gut und geborgen. Was daran schlecht sein soll…? Sollen wir mal bei der ZEIT fragen?

    Beste Grüße und nochmals danke

  14. Kritischer Realismus und Heimatbegriff
    Sehr schöner Text und sauber getroffen, Don Alphonso! Man lernt jeden Tag etwas dazu…

  15. Ja aber,
    ich habe ehrlich gesagt diesen Kartoffelvorwurf nie verstanden, und er ist meiner Meinung nach synonym für die fundamentale Dummheit dieser Kreise.
    Denn die Kartoffel ist ein Einwanderer, auch wenn sie, wie es neudeutsch heißt, schon etwas länger hier lebt, sie kommt aus Südamerika, Peru vor allem und ist also ein Indio.
    Um den Intentionen der Kartoffelfeinde überhaupt halbwegs gerecht zu werden, müßte man sich dann schon eher als Porridge verkleiden – aber da wären wieder die Briten beleidigt, denn die halten das ja auch heute noch für ein akzeptables Nahrungsmittel.
    Kürzlich übrigens ein Kilo Vitelottes aus Frankreich gekauft, feine Sache, es lebe die Kartoffel.

    • bergkartoffeln.ch
      Schon länger hier, relativ robust und gschmackig!

    • Die Linken denken nicht historisch,
      oder immer nur so weit, wie es ihnen gerade passt.

      Denken Sie nur an Jerusalem und fragen Sie nach der Gründung.

      Mit Blick auf das übliche Bildungsniveau der schwarzen Türken („Wir Kanaks (…)“) kann man allerdings auch getrost unterstellen, daß die einzige Assoziation zu „Xenophyt“ Hass auf Griechen sein dürfte.

    • Heimat macht man selber
      Lieber Hans,

      Lieber Hans,

      dabei ist es so einfach, dass es jeder weiß, aber keiner spricht darüber.

      Heimat macht man sich selber gemeinsam mit den seinen. Mit Tränen, Schweiß, Arbeit, Schmerzen, Blut.

      Am schönsten wird sie, wenn man auf dem Aufbauen kann, was die Eltern und deren Eltern und deren Eltern bereits geschaffen haben. Und sie hört nie auf schöner zu werden.
      Und wenn man daran denkt, dass die Kinder und deren Kinder und deren Kinder das auch so machen, fällt einen dass Machen so leicht, dass es einem eine Freude ist und das Herz ganz voll wird, sodass man singen will und Gedichte schreiben oder oben auf dem Berg stehen und schauen oder unten unter den Ulmen und Buchen und Eichen und den Vogel im Walde zuhören will und am Strand stehen will und sosehr dass glitzern der Wellen bewundert, dass die Augen ganz schmal werden.
      Und man denkt das ist das Land der Väter und es fällt einen das Lied der Mutter wieder ein.

      1. Kehr ich einst zur Heimat wieder,
      Früh am Morgen, wenn die Sonn‘ aufgeht.
      Schau ich dann ins Tal hernieder,
      Wo vor einer Tür ein Mädchen steht.

      Refrain
      Da seufzt sie still, ja still und flüstert leise:
      Mein Schlesierland, mein Heimatland,
      So von Natur, Natur in alter Weise,
      Wir sehn uns wieder, mein Schlesierland,
      Wir sehn uns wieder am Oderstrand.

      youtube.com/watch?v=InWridJ5pZE

      Heimat macht man mit der Hand, mit dem Herz und mit dem Hirn. Gemeinsam.

      Wer natürlich keine Hand, Herz und kein Hirn hat, oder sie nicht nutzen will, kennt auch keine Heimat und fühlt doch, was ihm fehlt.

      „Die Krähen schrei’n
      Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
      Bald wird es schnei’n –
      Weh dem, der keine Heimat hat!“

      Friedrich Nietzsche: „Die Krähen schrei’n“

    • Indianerverkleidung=BÖSE! Verkleidung als Indiogemüse=GUT!
      Wenn Sie das nicht verstehen sind Sie entweder Rechtspopulist oder es liegt daran, dass Sie kein akademisches Studium in „Critical Whiteness“ oder „Postcolonial Studies“ hinter sich haben.
      All diese Studiengängen beinhalten ja bekanntlich auch Pflichtseminare in Moralpolitologie /-soziologie (das ist da in etwa so, wie im Theologie- oder [früher im] Marxismus-Leninismus-Studium).
      Das darin vermittelte Wissen fehlt Ihnen somit natürlich gänzlich, wenn es um die korrekte Einschätzung o. g. Sachverhalte geht.
      Womöglich sind Sie sogar Rechtspopulist ohne das aber selber überhaupt erkennen zu können, weil Ihnen auch dafür das notwendige akademische Fachwissen fehlt. Ich würde mich diesbezüglich mal von einem studierten Critical-Whiteness-Experten beurteilen und beraten lassen;-)
      Gruß
      vom
      Moralapostcolonialoge

    • Heimat macht man selber
      Telegraph road.

    • Heimat eben
      Hallo Thomas,

      danke für das Lob – es macht mich ganz ergriffen.

      Man erkennt die Seinen auch wenn sie eine Gitarre um den Hals haben.
      :-))

  16. Keine Heimat.
    Gesichter sehen verbittert aus
    kein Lachen, kein ähnlicher Laut
    die Mienen gefroren.

    Wie sagte doch der 28-jährige angehende Metzgerlehrling, der flugs zum Dauerpraktikanten umgemünzt wurde als bekannt wurde, das er nicht lesen und schreiben kann: Er fühle mich wie ein weißer Neger.

    Auch Caspar David Friedrich setzte schon einzelne Menschen ins Bild. Die Stille zu brechen, denn Finger zu heben. Überdrüssig des Lärms, den kleine Menschen verursachen. Liebste Heimat, da gehst du hin. Von groben Füßen zertrampelt, von unnützen Treiben und Gedanken zerstört.

    Chauvinismus von Ideen.
    Chauvinismus von Menschen.
    Chauvinismus der Politik.
    Mehr Europa. Mehr Deutschland.
    Aber keine Heimat.

    Die Seele verhökert, alles sinnentleert
    keine innere Heimat,
    keine Heimat mehr.

  17. Nunja...
    „Industriekloake der Alster“

    Das stimmt schon lange nicht mehr. Überhaupt besteht Hamburg nicht nur aus ZEIT-Redakteuren.

    Trotzdem, schöner Text.

    • Titel eingeben
      Ich glaube der Herr di Lorenzo ist einfach ein sehr nachgiebiger Chef, der sich lieber mit [ahem. Don]

  18. Kraut & Kartoffeln
    Schöner Beitrag, mit …

    „Words as weapons / Sharper than knives / Makes you wonder / How the other half die“

    Leidenschaftliche Ethnopaulianer wünschen sich ohnehin eine größere und völkerverständigende Auswahl an Faschingskostümen:
    Krauts, Boches, Rosbifs, Froggies, Huns, Moffen, Käsköppe, Spaghettis, Chleuhs, Limeys, Dagos usw. usf.

    Interessant, dass viele der ethnischen Beschimpfungen knapp über die Gürtellinie zielen und die Essgewohnheiten ansprechen. Passend für Heimatverächter*nnen: Tofus, Veggies, Sushis, Lillets, Macchiatos …

    • Tragen die Huns Pickelhaube oder doch mongolisch?
      Oder ist hunnisch okay, weil die Aneignung des Siegerhabitus der erobernden Fremden ein Akt der Ermächtigung ist?

      Ist, offener gefragt, cultural appropriation aus einer Position der Schwäche überhaupt möglich?

      Oder ist es nur in Ordnung, solange ich mit dem Hornbogen Pfeile auf Kartoffeln schieße?

    • Bin für den schönen Begriff
      „Struppis“

  19. Titel eingeben
    Sehr schön geschrieben…nur wenn die Konservativen/Rechten die linken Irrlichter Ihrerseits gleich wieder mit völkischen Knallchargen kontern, braucht sich niemand wundern, wenn sie nicht aus der Schmuddelecke herauskommen.

    • Die kommen da genauso raus
      wie die linken Knallchargen der 68ziger,einfach durch Zeitablauf.

      Die einen wie die anderen brauchen sich gegenseitig und züchten sich gegenseitig. und der Ärger und der Hass gilt jeweils dem Spiegelbild, das man nicht zu erkennen gewillt ist.

  20. Pathologische Zerstörungswut
    Man hat schon sehnlich auf frisches Gedankenfutter gewartet, ehrlich gesagt, die Sucht, man kann nichts daran machen. Die paar Tipfeler, ach was soll’s. Man wird verwöhnt mit wunderbaren Thomas-Mann-Reminiszenzen und indischen Rodlern, reines Labsal. Das dramatische Gefälle zum Donaumoos beträchtlich, ärger hätte es Shakespeare kaum zeichnen können.

    Ja, früher waren die Menschen nicht so anti-diskriminierungsmäßig sensibel, da wurde eben herabgeschaut auf diejenigen, die es über den Rand der Gesellschaft noch nicht hinaus gebracht hatten. Die haben sich aber nicht beschwert, sondern es als Ansporn genommen. Womit ihnen quasi noch gedient war, und das ist nicht zynisch gemeint.
    Ironie im Überschwang, dass heute gerade die Antidiskriminierungsvorkämpfertruppen linker Provenienz das Herabschauen auf diejenigen perfektionieren, die freilich eigentlich gar nicht Rand der Gesellschaft sind, sondern ganz normale Kleinbürger, die so vor sich hin leben zwischen Arbeit, Imbissbude und Brauchtumspflege. Wobei so etwas wie das mit den Indianerkostümen, ja mei, das ist einfach nur alberne „linke“ Folklore, dekadentes Geschwurbel von Halbgescheiten. Das Ärgernis liegt darin, dass diese Damen und ggf. Herren, die eigentlich ihrerseits komplett am Rand des normalen nützlichen Lebens stehen, heute über so treffliche Bühnen verfügen. Die ihnen ja erst andere bauen müssen.

    Früher hat der (irgendwie akademisch gebildete) Linke an sich gedacht, er solle sich mit den Arbeitern solidarisieren und ihnen im Einsatz für mehr Gerechtigkeit beistehen.
    Aber der „kleine Mann“ ist natürlich undankbar und bleibt einfach konsequent kleinbürgerlich und irgendwie provinziell.
    Also muss er jetzt abgestraft werden, nämlich in die rechte Ecke gestellt.
    Wenn man das intensiv genug macht, ihn verachtet und verächtlich macht, fängt er an sich zu wehren und einige werden dann sogar geschmacklos bei AfD-Karnevalsempfängen, was natürlich nur beweist, dass man als Linker auf dem richtigen Weg ist mit seiner Verachtung.

    (Ganz schön beleuchtet das aktuell auch Guido Bellberg in der Welt hinsichtlich der Frage, warum der Linke an sich heute fanatisch gegen das blöde Auto des blöden privaten Kleinbürgers kämpft. Er vermutet, der Linke an sich könne mit der Freiheit des anderen wenig anfangen und neige zu totalitärer Kontrollwut, in meinen Worten.)
    Wenn ich hier etwas am Ballungsrand durch die bösen zersiedelten Eigenheimsiedlungen radle und die Vorgärten und Garagen mit Autos ansehe, dann fällt mir auch immer ein: Diese Lebensumstände gehören ja aus grüner Überzeugung komplett verboten.
    Ich bin inzwischen überzeugt, was Grünelinkeautonome etc. heute so antreibt, ist ein pathologischer Hass auf die dumme deutsche kleinbürgerlich-kapitalistische Mehrheitsgesellschaft, angetrieben vom eigenen Besserwisserdünkel und einem fehlenden moralischen Kern, den man überkompensiert, indem man die anderen besser macht, gern auch zwangsweise.
    (Ein 20-jähriger Afrikaner hat hier gerade eine 65-jährigen Frau, die schon viel länger hier lebt, vergewaltigt. Vielleicht hat er gedacht, die soll doch froh sein, dass sie noch mal was geboten kriegt. Aber das nur am Rande.)

    Deutschland wird mit den absurdesten politischen Forderungen geradezu mutwillig ökonomisch ruiniert und der gesellschaftliche Zusammenhalt aufgebrochen. Sozusagen Sonthofen von links, für die Älteren.

    Zugegeben, das klingt auch wieder etwas absurd, wenn man das so hinschreibt. Aber eine andere Erklärung als eine solche psychopathologische Zwangshaltung fällt mir nicht mehr ein, denn rational sind m.E. die meisten „Ideen“ von der Seite nicht nachvollziehbar. Ich spare mir und dem Hausherrn lange Beispiellisten, aber die Weltrettung durch Flüchtlingshilfe, Dämmstoffplatten und Akkubetriebene Blödelautos möchten doch erwähnt werden.

    Danke jedenfalls für die naturnahen Betrachtungen, auch wenn’s natürlich traurig ist. Aber ich stelle mir einfach vor, wie sich der Zauberer von Bauernburschen auf den Berg tragen lässt. Großartig, komisch und anrührend. Was sich wohl die Bauernburschen gedacht haben? Ob die sich wenigstens ordentlich diskriminiert gefühlt haben?

    • Rache
      Und die Rache der Linken am verachtungswürdigen, undankbaren, provienziellen und kleinbürgerlichen Arbeiters waren dann HartzIV, Abgabenlast und Energiewende. Durch die immer kleiner werdenden Entscheidungsfreiheiten im Konsumverhalten, am Ende stehen tatsächlich HartzIV und Altersarmut, hat man die totale Kontrolle über den Menschen. Das man dadurch die Axt an eine bis daher funktionierende Solidargemeinschaft gelegt hat, bestätigt mich in meinen persönlichen Einschätzungen von Salon-Linken: sozial bedeutet immer sozial zu sich selbst, Verantwortung für Andere oder tatsächliches soziales Verhalten gegenüber den Mitmenschen Fehlanzeige.

    • Rache für das Scheitern des Sozialismus am Sozialismus
      In Venezuela verhungern die Leute, weil man den Bauern das Land wegnahm und den Bäckern die Bäckereien, erzählt mir eine junge Frau, die hofft, hier ihren Doktor machen zu können, damit sie nicht zurückmuss und ihrer Mutter weiterhin Geld schicken kann.

      Hier nehmen wir den Arbeitern das Auto, weil sie für das Scheitern des Projekts verantwortlich sind: Vordergründig ist es die Energiewende, tatsächlich aber der maoistische Planwirtschaftstaat, wie ihn Trittin sich wünscht.

      Wenn man könnte, würde man ihnen aber auch das Fleisch nehmen.

      Man kann den Einfluß von [editiert: Mit ist klar, wie das gemeint ist, aber man kann das auch extrem schnell in die faldchen Hals kriegen. Don.]

    • Titel eingeben
      „er solle sich mit den Arbeitern solidarisieren und ihnen im Einsatz für mehr Gerechtigkeit beistehen“

      Von Beginn an war man stets fleißig auf der Suche nach einer revolutionären Klasse…wie man sich nur so zerlegen kann.

    • Die Linken haben nichts übrig für den kleinen Mann
      Lesen Sie mal Der Weg nach Wigan Pier von George Orwell. Er, selbst Sozialist, hat damals schon erkannt, daß Sozialisten im Grunde nichts für den kleinen Mann übrig haben. Sie hassen nur die Reichen, oder besser gesagt die Erfolgreichen.

      Man denke da nur an die Kulaken in der Sowietunion. Nach der Revolution war ein Bauer wohlhabend, wenn er zwei Häuser, fünf Kühe und 20 Schafe hatte. 1932 reichte schon ein Häuschen mit Wellblechdach und eine Kuh, oder ein Erntehelfer für einen Trip nach Sibirien.

      Genauso läuft es hier jetzt. Die Flüchtlinge sind die neuen Schützlinge der Sozialdemokraten und ihrer rot-grünen Kanzlerin. Immerhin, so Merkel in Davos, haben wir alle „eine tiefe Schuld gegenüber dem afrikanischen Kontinent aus den Zeiten der Kolonialisierung“.

      Tja, liebe Kartoffeln, dumm gelaufen. Ihr seid die neuen Kulaken.

    • .... das ist sicherlich so ...
      „Ich bin inzwischen überzeugt, was Grünelinkeautonome etc. heute so antreibt, ist ein pathologischer Hass auf die dumme deutsche kleinbürgerlich-kapitalistische Mehrheitsgesellschaft“

      Deutschenhass, Deutschenverachtung, Größenwahn, Belehrungswut, Globalsierungsgeilheit und Erlösungssehnsucht (am besten durch „Hochkultur“ und Exoten) sind mittlerweile der klare Markenkern.

      Das war früher, wenn man ehrlich ist, nicht wesentlich anders, nur anders akzentuiert, aber es ist heute auffallender, weil das jedenfalls in den „Qualitätsmedien der Zivilgesellschaft“ der Mainstream ist …

    • Laurentius
      Wasser predigen und Wein saufen. Ist uralt.

  21. "während des Studiums von München nach Hause geradelt..."
    geradelt??? nach Ingolstadt?
    Respekt – Ich war schon fix und fertig wenn ich vom Monopteros an die Uni getorkelt bin..

    • getorkelt?
      .
      Getorkelt geht beim Don wohl nicht.
      Laut Eigenaussage hat er noch nie Alkohol getrunken.

      Er könnte bestenfalls vom endlosen Sex der langen Nächte
      weiche Knie gehabt haben.

  22. Werter Don, wieder Zustimmung aus dem momentan unnebeligen Berlin.
    Womit nur die meteorologische Sicht gemeint ist. Wenn ich die Bilder sehe, komme ich in Versuchung mich einzureihen die Schar, die die Zufahrtstraßen in den weiß-blauen Himmel versperren.
    Zu den Sehnsichtsbildern demnächst bitte ein Karte, gerne aus dem 19. Jh. im Vergleich mit heute hinzufügen.
    Über Heimatverlust könnte man auch von hier einiges beitragen.

  23. Ursache und Wirkung
    Das Schlimme an den Absonderungen dieser Tastaturterroristen ist, dass sie offenbar intellektuell gar nicht zu erfassen vermögen, welche Auswirkungen ihr Unwesen hat: Die Reaktion fällt regelmäßig harzig vernichtend aus, denn je mehr man das Pendel in die eine Richtung aufzieht, desto heftiger schlägt´s auf der anderen Seite aus.

    Was sie aber nicht daran hindert, immer wieder auf die gleiche stupide Art und Weise neu anzusetzen.
    Jedes Kleinkind weiß nach der Berührung der heißen Herdplatte, was man besser nie mehr tun sollte. Nicht aber diese Geistesakrobaten ohne Netz und doppelten Boden – sie verbrennen ihre eigenen Marken, ihre eigenen Produkte.
    Sozusagen „Geschlechterübergreifender Zehn-Finger-Harakiri“.

    • "Zehn-Finger-Harakiri"
      .
      ?

      Meinten Sie Yubitsume?

    • Immer das Gleiche
      Ja sie haben doch nichts anderes gelernt…

    • Irrtum, Herr Butter
      Ihr Unwesen hat fast keine Auswirkungen mehr. Außerhalb von Presse-blasen prallt das inhaltlich inzwischen völlig ab.

      Intellektuell erfassen können diese Herrschaften in der Tat etwas nicht, nämlich, dass sie sich selbst genau damit jeglichen Einfluss auf die „Welt da draußen“- die Welt außerhalb des Einwirkungsbereiches von NoGo-Listen von Böll- und sonstigen Stiftungen der einschlägigen Zirkel – längst selbst weg schiessen nund sogar in sein Gegenteil verkehren.

      Um im lokalen Bild zu bleiben: Die verloren gegangene Durchschlagskraft der permanenten „Erziehungssalven“ aus den Batterien der etablierten (Meinungs-)Festungsartillerie scheinen sogar diese ganz speziell qualifizierte Truppe inzwischen irgendwie selbst bemerkt haben, denn haben sie die Kaliberstärke und ihre Feuergeschwindigkeit drastisch erhöht. Für die Erkenntnis freilich, dass jede Festungsartillerie nur so weit schießen kann, wie deren örtlich strikt limitierter Schussbereich reicht, und dass die Zielpersonen davon überhaupt nicht abkriegen, wenn sie den umgehen – das fällt einem Meinungszivilisten natürlich einfacher als einem Berufs-Feuilletonisten mit dem gebotenen Pflichtkodex – führt diese peinliche Munitionsverschwendung nur zu einem spektakulären Journaille- Feuerwerk, Da explodiert zwar nicht der Geist, aber das, was sich da abarbeitet, blitzt und donnert auch ganz herrlich hell, bunt und laut, was man aus sicherer Deckung mit mehr oder weniger Vergnügen betrachten und angemessen kommentieren kann. (Letzteres nur für sich selbst natürlich… if you know what I mean…)

      Die Meinungs-Festungskommandantur will auf Artilleriebeobachtung offenbar prinzipiell verzichten – wahrscheinlich will sie die defäitistische Wirkung des fortschreitenden Total-Versagens auch des stärksten Bombardements des Social Justice Nanny-Journalismus auf ihre eigenen Elitekanoniere, die ihre spezielle Aufgabe nur mit einem sehr eingeschränkten Gesichtskreis erfüllen können und darum entsprechend ausgewählt werden müssen, von vornherein vermeiden. Darum werden wir alle diesen ganz besonders brillanten Feuerzauber noch etwas länger genießen dürfen. Nehmen Sie es als Unterhaltungsprogramm, Rubrik „Kurioses aus aller Welt.“

  24. Daheim
    Ein gelungener Beitrag, der mich erfreut hat. Vielen Dank.

    Fasching, Fastnacht und Karneval sind per se schon Ausdruck, dass sich im Innersten niemand für Hamburger Hochhausspirenzien erwärmt. Feiern, mit meinen Nachbarn, in Mundart auch noch. Skandalös!
    Außerdem muss man sich die Realitäten westdeutscher Industrieruinen auch mal für fünf Tage im Jahr erträglich machen.

  25. How do I know you feel it?
    How do I know it’s true?

    Noam Chomsky – Superreichtum – Das heutige Ausmaß an Ungleichheit ist Beispiellos. Hinein ins Prekariat. Hinweg mit Kultur und Menschlichkeit. Auf den Altar der Gier mit euch.

    Sachte treibt ein Gedanke vorbei – ich lass ihn fliegen. Menschen Worte verhallen. Gerne wurde ich eine Hand nehmen – sieh da, ist die Welt nicht schön. Haltet ein, nur für diesen Augenblick. Kein schneller, kein weiter, kein höher. Ich treibe weg – weg von der Hektik – weg von mir. Werde eins mit der Welt. Hör den Vogel, hört die Stille.

    Stichworte:
    Lebensqualität
    Prekariat
    Kultur

    Sometimes I walk away
    When all I really wanna do
    Is love and hold you right

    • Beispiellos?
      Schauen Sie mal zum alten Rom, das zur Hälfte Crassus gehörte – ein Punkt, von dem zugegebenermaßen auch unser Gentrifizierungsexperte vom Dienst nichts versteht – mit einem Teil der Menschen übrigens, die ihm ebenso gehörten, oder meinetwegen auf die Pyramiden, oder denken Sie an die englische Ständegesellschaft, deren Mitglied Churchill sich angeblich nie selbst anzog.

      Oder darf es ein Schwung Macht über Leben und Tod sein?

      Denken Sie an Jeff Bezos, an Josef Stalin, und nochmal an Jeff Bezos, und wiederholen Sie das.

    • Titel eingeben
      Crassus war krass.

  26. So ist es.
    Und dies Gesocks in Berlin/Hamburg wird es nicht schaffen, den Menschen die Heimat madig zu machen. Weiter wird normal sein, dass Mann und Frau heiraten und Kinder kriegen, und dass man sein Leben lang arbeiten und ein eigenes Haus haben muss.

    Was denn sonst?

    Ich bin nicht im Süden, sondern im Norden auf dem Land aufgewachsen. Wenn die sog. Elite in Berlin/Hamburg wüssten, wie sehr sie von uns Landbewohnern verachtet werden, würden sie – vielleicht – zusammenzucken.

    Das wäre doch schon etwas.

    • Zusammenzucken
      …wäre ja ein Zeichen emotionaler Regsamkeit. Derlei ist von Ideologen, die in aller Gefühlsarmut den Schutz gleichgesinnter Kollektive suchen, nicht zu erwarten. Ihre Stärke ist das verbindende Feindbild. Egal unter welchem Banner sie ihre Gewalt – Macht – Lust-Phantasien auszuleben suchen.

    • Wobei die sog. "Eliten"
      dann häufig in die Stadt migrierte Landeier sind, die nirgends Leistung bringen und demzufolge überall unerwünscht sind.

      Es gab zu jeder Zeit einen gewissen Prozentsatz der Bevölkerung, der sich den Titel „Bodensatz“ oder „Lumpenproletariat“ einfing.

      Es hat sich nur der Titel geändert.

      Schönes Wochenende!

    • Der Norden
      Ich mag den Norden ja auch, aber an den Wahlergebnissen lässt sich die von Ihnen, Herrn Petersen, beschriebene Haltung leider nicht ablesen. Leider sind diese das, was zählt.

    • Nicht nur Landeier
      Sie werden mittlerweile auch in den Großstädten außerhalb des linksgrünen Dunstkreises verachtet. Köln, Düsseldorf oder München, selbst Frankfurt. Über Berlin ergießt sich der Spott gnadenlos wie aus Kübeln, und die Rotrotgrünen merken immer noch nichts. Ganz ähnliches gilt für HH, das seit G20 komplett unten durch ist. Ich erinnere nur an die Live-Berichterstattung auf N24. Splitscreen. Auf der einen Hälfte des Bildschirms Elbphilharmonie, „Alle Menschen werden Brüder, wo dein sanfter Flügel weilt“ mitsamt weihevoll guckender Merkel… und auf der anderen Hälfte die linken Terroristen, brennende Autos, Steinwürfe, Bürgerkriegsszenario. Ich hatte zufällig frei und saß starr vor Entsetzen vor meinem Fernseher. Absolut gespenstische Bilder.
      Das wird Hamburg auf Jahrzehnte nicht verziehen.

  27. Ja,
    auch wenn es einigen Leuten nicht gefällt, das zu hören; man kann Donaumoos problemlos mit Zwickau, Gera oder Frankfurt an der Oder ersetzen und wird die gleiche Situation vorfinden.
    Wieder mal ein schöner Beitrag, danke. Vielleicht nochmal die Rechtschreibprüfung drüberlaufen lassen, vor allem im Eingangszitat.

  28. Messerscharf getroffen......
    ist die Vernachlässigung des ländlichen Raumes und die logischen Konsequenzen daraus. Hinzu kommen Ungerechtigkeiten und als solche empfundenen Ungleichgewichte im sozialen Bereich. In meinem Dorf gibt es einen aufgrund einer Hirnhautentzündung in der Kindheit schwer behinderten Mann, dem die Ärzte zur Erhaltung seiner Bewegungsfähigkeit ein Elektrodreirad empfohlen haben, welches ihm in unserer hügeligen Gegend hilft und ihn gleichzeitig auch fordert. Ich war entsetzt, als ich hörte, dass keine Krankenkasse und kein Sozialamt ihn hierbei finanziell unterstützt, obwohl er finanziell wahrlich nicht auf Rosen gebettet ist. Wundert sich hier noch jemand, dass hier sofort Vergleiche mit der großzügigen Unterstützung von Flüchtlingen und Migranten gezogen werden? Wundert sich hier noch jemand, wenn hier etwas auf die rechte Seite kippt?

    • ich teile Ihre Empörung, möchte aber...
      darauf verweisen, daß es sich doch wohl nur um den eigentlich selbstverständlichen Anstand handelt, der hier grob verletzt wird.
      Nicht wir haben uns verändert, sondern die Altparteien sind, Merkel hinterherlaufend, weit nach „DDR-links“ gerückt. Nicht klassisch links, das war nach meinem Verständnis die echte soziale Komponente, sondern ideologisch links.

    • Mitleser
      Eröffnen Sie ein Konto, ich spende die ersten 50 Euro.

    • @Thomas Marx
      Gibt’s sowas wie givealittle bei Euch? Crowdfunding fuer soziale Zwecke?

    • Geldsammlern von Oxfam auf der Straße hab ich das heute gesagt:
      dass sie sich um die Leute hier kümmern sollen, die von alleine nicht weiter kommen, statt mit geschenkten Ziegen und anderem Getier einseitig Unfrieden in afrikanische Dörfer zu bringen. Denn was ist dort mit dem Nachbarn, der keine bekommt? Zudem fressen diese Viecher alles ab, samt den Wurzeln, so dass da bald gar kein grün mehr sein wird.
      Nein, sie wollen die Welt retten. Und die Übergriffigen wären nur 5 an der Zahl, weshalb man weiter machen müsse und sich zeigen.

    • @oberbayerischer Gast
      „Nicht wir haben uns verändert, sondern die Altparteien sind, Merkel hinterherlaufend, weit nach „DDR-links“ gerückt. Nicht klassisch links, das war nach meinem Verständnis die echte soziale Komponente, sondern ideologisch links.“

      … und wen wollen Sie damit noch provozieren? Und wozu, genau?

      Wenn Sie Recht haben und sich wirklich nicht verändert haben sollten, dann erklärt das natürlich einiges in dem Land, in dem die zentralen Schaltstellen von Alt-Bundesbürgern besetzt sind, die ihren Nachwuchs herangezogen haben. Dann versucht man eben wieder, jemanden aufzubauen, dem man die Schuld geben kann.

      Aber es gibt einen historischen Unterschied: Damals haben Sie bzw. Ihre Vorfahren die – von anderen sicherlich gut vorbereitete – Möglichkeit genutzt, Europa in Schutt und Asche zu legen und Deutschland zu spalten. Wenn ich mich heute so umsehe, ist von Europa im Sinne einer lebensfähigen Kultur nicht mehr viel vorhanden, das Sie noch in Schutt und Asche legen könnten; und Deutschland ist nicht mehr nur gespalten. Eine zweite Mauer, etwas Deutsches zu erhalten, wird es natürlich nicht geben.

      Das einzige, was übrig geblieben ist, sind Sie, Gratulation. Sie und dieser seltsame Nachlauf im Donaumoos, der es Ihnen nachtun will! Sie haben sich eben gedacht, dass das schon hinreichen wird, damit Ihr Erbe am Ende mehr als einen Hirschgulden wert ist.

    • Thomas Marx sagt: 15. Februar 2018 um 19:44 Uhr Mitleser
      Herr Marx, Sie sind ein Schatz!
      Solang man es sich (noch) leisten kann, muss man auch den Flaschensammlern etwas zustecken, fast alles Rentner, die nicht aussehen, als hätten sie ihr Leben lang auf der faulen Haut gelegen.

    • Krankenkasse
      sehe das gerade im Umfeld. schwerstbehinderten Sohn, totkranke Frau, muessen um alles kaempfen. Und den Merkelgaesten wird’s hinten ….

  29. Titel eingeben
    Könnten Sie bitte vermeiden „Wissenschaft“ und “Critical Whiteness” in einem Satz zu verwenden?

    • Critical Blindness
      Die Critical Whiteness Theorie in den USA ruft „Weisse“ dazu auf, ihre „Privilegien“, die daraus resultieren, das „Weisse“ in der amerikanischen Gesellschaft immer die Standards gesetzt haben, zugunsten der „unterdrückten“ schwarzen Minderheit zu überprüfen und zu revidieren.

      Gleiches will man aus Richtung der Gender Studies auch bei uns erreichen.

      Man sollte dabei bedenken, das „Weisse“ in den USA 87%, bei uns 99,9%
      der Population bilden.
      Wenn diese Mehrheit die Standards setzt, ist das nichts anderes als die gute alte Demokratie und entspricht dem Procedere in Nigeria, wo die Standards der Gesellschaft durch die schwarze Bevölkerung gesetzt werden.
      Da beschwert sich von uns auch keiner.

      Ganz besonders ironisch ist das aber vor dem Hintergrund der Geschichte der amerikanischen Zivilrechtsbewegung.

      Diese erfuhr ihre Initialzünduing nicht zuletzt dadurch, das schwarze Besatzungssoldaten der US Army anhand der deutschen Zivilbevölkerung, die alles andere als „rassistisch“ eingestellt war, zum ersten Mal sahen, dass der Umgang, den sie von zuhause gewöhnt waren, nicht der Normalzustand, sondern ein rassistisch geprägtes und auf „White Supremacy“ aufgebautes Unterdrückungssystem war.

      Es gibt dazu die Geschichte eines Mitglieds des „Tuskegee Airmen“, einer Staffel schwarzer Jagdflieger, der schrieb, er wäre das erste Mal wie ein richtiger Offiizier behandelt worden, nachdem man ihn über Deutschland abgeschossen und in ein Kriegsgefangenenlager der Luftwaffe gebracht hatte.

      Was hat das mit dem Donaumoos zu tun?

      In Neuburg startet das taktische Luftwaffengeschwader 74, eine der Alarmrotten deutscher Abfangjäger, wenn irgendein Passagierflugzeug mal wieder seine Transponder ausgeschaltet hat.
      Und wer in der Gegend mal war, weiss: die starten mehrmals am Tag.

      https://www.stripes.com/attitudes-lifestyle-in-wwii-germany-helped-to-end-segregation-in-states-1.129504

      https://is.gd/eNbys6

    • Very Critical Whiteness in BENTO
      Unsere Empörungsoberbeauftragten haben vor kurzem einen Katalog von
      H & M twittergeshitstormt, weil ein schwarzes Kind ein Sweatshirt trug, auf dem „The greatest monkey in the jungle“ stand.

      Jetzt veröffentlicht das Empörungsfachmagazin berechtigterweise arbeitsloser Genderbeauftragter: „BENTO“ das Foto eines Schwarzen, der einen Affen verliebt und welcher mit sexuellem Interesse zurückschaut, unter der Überschrift: „Affe sucht Liebe“.

      Wie wollen die eigentlich verhindern, dass einer drunterschreibt:
      „Und wie heisst der Schimpanse auf seinem Schoß?“
      ?

  30. Kartoffeln in Berlin
    Uwe Timms (Hamburger und Currywurst-Erfindungs-Erfinder!) Berlin-Buch „Johannisnacht“ spielt in Berlin, handelt von Berlin und heißt intern „Die Kartoffel“. Es geht um das genetische Archiv, das ein DDR-Typ für seine Genossen auf Karteikarten angelegt hat. Reinste Agrikultur. Der Pappkarton geht dann irgendwie im West-Berliner Autoverkehr verloren. Es sind nicht alle dumm im Kartoffelnorden Deutschlands – Audi gehört ja auch zum Nordseeschlick.

  31. Gemach, gemach, liebe besorgte Leserschaft , die fürchtet ,
    .
    .
    .
    der Beitrag vom Don sei eine Einladung, etwa AfD zu wählen.

    Wenn Protagonisten dieser Partei weiter oben als ,,Müll“ , o.ä. ,bezeichnet werden,

    dann zeugt dies von der Blindheit.

    Der Don würde nach eigenem, oftmaligen, Bekunden eben nicht AfD wählen, gar nicht.

    Was hier vorliegt, ist eine nüchterne Bestandsaufnahme unseres Landes, Deutschland (noch) ,

    vor dem Hintergrund eines Mikrokosmos, des Donaumooses , in welchem sich eine Entwicklung widerspiegelt,
    die man kurz zusammenfassen kann, wie folgt :

    Irgendwie ungesunde, mit sich selbst bis zum Selbsthaß nicht im Reinen befindliche Menschen am linken Rand haben durch Willfährigkeit der ehemaligen Volksparteien die Lufthoheit über die Öffentlichkeit, und einen unzukömmlichen Anteil an der Macht im Lande, errungen.

    Gesunder Menschenverstand wurde in einer langen Reihe wahnsinniger, folgenschwerer Entscheidungen, gerade vormals bürgerlicher Parteien ,
    mit Füssen getreten.

    Normale Leute, die Kinder haben, gern in Frieden einen Teil der Früchte ihrer Arbeit genießen und weitergeben wollen,

    haben im Rahmen der vormals normalen, mittlerweile völlig verrücktgewordenen politischen Mainstream-Landschaft, keine Heimat mehr.

    An den Rändern, jetzt, da das Pendel zurückschlägt, vornehmlich ,,rechts“, bildeten sich neue Parteien, die normale Sachen sagen (neben vielem anderen mehr, OK ) .

    Diese erhalten Zulauf von immer mehr Menschen im Land, weil die Lufthoheitler links eben KEINE Mehrheit haben.

    Ich verweise auf Umfrageergebnisse nach der BTW, etwa zur SPD .

    Und der Trend wird sich verstärken, je länger alte MachthaberInnen nicht sehen wollen, was sie hätten anders machen können,

    und andere sich als deren willfährige Steigbügel(halter) gerieren, die ihrer Basis erklären, was ein kleiner Klüngel nicht für tolle Ministerjobs ergattern konnte,
    von einer Partei ohne Inhalt, außer -M. muß Gonslerin bleiben .

    Nüchterne Bestandsaufnahme .

    Muß man nicht mögen.

    Aber als Realität sehen .

    Nix widdewidde . Augen auf, Ohren auf, Hirn auf .

    Wo liegen wir, was zeichnet sich ab, und warum.

    Und das alles anhand eines Beispiels, das der Autor kennt, und zwar aus eigenem Erleben über Jahrzehnte.

    .

    • Vielleicht noch eine kleine Ergänzung
      Zu der nüchternen Bestandsaufnahme. Die Heimatliebe, die hier so verachtet wird, bekommen wir immer mehr und radikaler in Form von arabischem Chauvinismus im Alltag, im Taxi, in Cafes, Supermärkten und Fußgängerzonen importiert. Ich tröste mich immer damit, dass die Heterogenität zu einem sensibleren Umgang miteinander geführt hat, befürchte aber, dass das nur eine Frage von Mehrheit und Minderheit und damit der Zeit ist.

  32. Ja.
    Aber wie kommen wir wieder zusammen?

    Stadt-Land, grünlinks-rechtskonservativ, NoBorders-Heimat, Gundertussischreiberinnen-Hohenloherbäuerinnen, SJW-Landfrauen, Dämmplattenzwangsverordner-Bauerngartenbewahrer, Multikultibesoffene-Traditionalisten, DUHFahrverbotsrevoluzzer-Pendler, Merkelforever-Merkelmussweg, Containerhersteller-Schlaglöcheropfer, IntegrationshilfsbeauftragsAssistentinnen-Schlaglöcherfahrer, ZEITleser-Krautskartoffeln, …

    Datt wird nix mehr. Nicht mit dieser arroganten selbstverliebten Kamarilla aus alimentierten Mediendarstellern und Politnasen. Und das Volk ist zu (politik-)faul.

    Die oom werrns scho richten. Richten. Ja, man fragt sich nur: wen?

    • "Aber wie kommen wir wieder zusammen?"
      .
      Wie?

      Durch Armut. = Not macht nicht nur erfinderisch,
      sie zwingt auch zum zusammenrücken.

    • Das eigntliche Motto ist gefährlich nah am Wahlspruch von Vichy. Familie, Arbeit, Vaterland.

    • „Aber wie kommen wir wieder zusammen?"
      Eine Sorge, die nicht nur Sie und Thorsten Haupts umtreibt …

      https://blogs.faz.net/stuetzen/2018/02/15/die-fruechte-des-zorns-im-donaumoos-8752/#comment-196038

      Der Riss quer durch die Gesellschaft, durch Familien und Vereine, wird sich nicht mehr kitten lassen. Auf demokratische Weise schon gar nicht, wie bürgerferne Kommissionsbeschlüsse und – apropos Thema „Richten“ – die Entscheide höchster Gerichte zeigen. Zu beobachten ist, weit über den Köpfen der Wähler, die Politisierung des Rechts und die Verrechtlichung der Politik via Karlsruhe, Brüssel oder New York.
      Wahlen und Wählerwillen kommen dagegen nicht an und können wesentliche Veränderungen kaum mehr herbeiführen.
      Der demokratische Weg ist vernagelt, die Geister die dahinter stehen, sind es auch.

      Kein Notausgang in Sicht. Das wird, wie’s werden muss: unschön.

    • So sieht es aus
      Text eingeben

    • Mit Wahrheit, Arbeit, Familie, Volk und Vaterland - Demokratie
      Es will doch nicht wirklich jemand behaupten das das was wir jetzt haben noch was mit Demokratie zu tun hat? Oder?

      Warum versuchen wir es nicht mal mit dem was Generationen vor uns entwickelt haben, mal wieder Aufzurichten?

      Mit Wahrheit, Arbeit, Familie, Volk und Vaterland = Demokratie!

      Brüderlich in Einigkeit, Recht und Freiheit statt Neuer SED, also Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit für Eliten und ihr Kapital?

    • Die, die jetzt noch kopflos in die Sackgasse rennen und keiner vernünftigen
      Ansprache zugänglich sind, ja, sogar denjenigen, der sie verantwortungsbewusst aufklärt, sofort nach rechts verorten und augenblicklich Abstand nehmen, werden dann fragen:
      „Weshalb habt ihr uns nicht aufgehalten?“
      Was die Spaltung aufrecht erhält.
      Wobei: die Spanier reden auch nicht darüber, was der eine dem anderen im Bürgerkrieg antat.

  33. Sehr schöner Text!
    Wunderbar zu lesen! Intelligent und tolle Fotos, Heimat halt.
    Abgesehen davon: Diese linke dumm-dreiste Vehemenz finde ich erschreckend. Wie kann man nur so sehr von der Richtigkeit der eigenen Meinung überzeugt sein, dass man sie quasi per Gesetz verordnen will, andere beschimpft oder mundtot macht. Ich mag den ganzen Social-Media-Kram nicht, finde das pure Zeitverschwendung, bin aber ganz froh, dass Sie sich das antun. Unangenehm zwar, aber gut zu wissen, wie diese Menschen denken. Wenn es noch schlimmer wird, wandere ich aus.

    • "Wie kann man nur so sehr von der Richtigkeit der eigenen Meinung überzeugt sein,
      dass man sie quasi per Gesetz verordnen will, andere beschimpft oder mundtot macht?“

      Darüber wundern Sie sich noch? Ernsthaft?

      Das ist Grundeinstellung und Methode sozialistischer Politik vom Nationalsozialismus über den real existierenden Sozialismus bis zum Welcome-Öko-Gender-Sozialismus.

      Möglicherweise haben die menschlichen Kartoffeln einen Gendefekt, der sie immer wieder zu solchem Handeln treibt?

      Oder hat das Nachtschattengewächs möglicherweise einen bisher unerkannten Wirkstoff, der nach langjährigem Genuss selbst im Aggregatzustand „Fritten“ noch irreversible Veränderungen des Zentralnervensystems nach sich zieht?

  34. Heimat des Ministeriums
    Was „Heimat“ beim künftigen Innenministerium zu suchen hat ist noch nicht ganz klar. Das läßt sich ebenso zwanglos nicht als Erweiterung, sondern als SPD gewirkte Beschränkung der Innen-Kompetenzen lesen.

    Seehofa soi se net in d fluchdlingsfrogn dernaimischn … demm sei minisderium guilt fei alleweil nua für d oahoamischn … so bolizei un haisa baun un so … i glab, d gombetäns für d bundsbolizai hod ea ned kreagt …

  35. So heimatlich ging/ geht woanders sicher auch zu.
    Für Ostfriesland könnte ich das bestätigen. Da gibt es das Klootschießen und das Boßeln,die beide für gesellige Stunden sorgen:
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Boßeln

    Gefeiert wird da überall auf Teufel komm ‚raus. Ein Städter hat davon wirklich keinen blassen Schimmer.Und Sie,werter Don,lästern doch nur über’s Watt, weil Sie neidisch sind, weil Ihre Moosdapper es nicht zum internationalen Naturschutzgebiet geschafft haben…🐋 🦀 🐟
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wattenmeer

    Tut mir leid, wenn das Ihrer Aussage nach nicht ganz so schöne Donaumoos nicht auch mal für Stunden verschwindet, um Schöneres zu zeigen.Trösten Sie sich mit dem Nebel, den Sie auch haben. Aber ich habe gesehen, dass es da auch Vordächer gibt.Das ist auch schon was.

    Nett anzusehen auf Ihren Fotos der Pferdeschinken mit den bunten „Händen“.Ist das sexistisch, oder kann das weg?
    Sie haben ja sogar ein kleines Matterhorn am Tegernsee, wie wir hier gleich mehrere.

    Ein AfDler hat nun eine Klage am Hals, weil er die Türken Kümmelanbauer und Kameltreiber nannte.Sind die humorlos, es stört sie doch auch nicht,wenn wir von ihren Kindern Kartoffeln genannt werden. Lustige Zeiten sind das.

    Der FW muss man dankbar sein, dass sie das STABS angeht, ich werde unterschreiben. Wurscht, wenn die CSU das angeblich schon „bearbeitet“.
    Wer zu spät kommt, usw.

    Jetzt kommt die Fastenzeit und gleich der Erwin, der meine HP da betreut, wo ich keinen Zugriff habe. Der neue Button muss her für das neue Datenschutzgesetz, das am 25. Mai 2018 inkraft tritt und vielen RAs zu neuem Einkommen verhelfen soll.Nur noch Karneval in Brüssel, was soll man machen?

    • Das sind Ross- und Buchstein und Leonhardstein

    • Bosseln ...
      … hab heute noch Kopfschmerzen, wenn ich daran zurueckdenke.

      Warum hat die deutsche Politik eigentlich keine Angst vor der Spaltung der Gesellschaft in Stadt und Land (righteous vs. deplorables)?

      Hierzulande wird vom Landwirtschaftsminister (Gruener, im Wahlkampf u.a. mit Forderungen zur Besteuerung von landwirtschaftlicher Bewaesserung und de-Intensivierung der Landwirtschaft aufgetreten – wie sich die Bilder gleichen!) beschworen, ja fast schon gewinselt, dass es doch eigentlich gar keine Spaltung gaebe… Wo doch gut die Haelfte der Bevoelkerung in den drei grossen Staedten lebt.

      Soviel zumindest haben sie aus der Trump-Wahl gelernt.

      Manchmal habe ich den Eindruck, die Echokammern sind eher total schalldichte Raeume.

      Danke fuer den schoenen Beitrag zum Stellenwert von Heimat und Brauchtum, Don. Gibt’s (gab’s?) auch im ansonsten oft gescholtenen NRW. Schuetzenfeste, Karneval, muss irgendwie mit den Katholiken zusammenhaengen …

    • Es schreibt halt keiner drüber.

      Statt dessen noch eine Regenbogenfamilie mit Transkind und irgendwas mit CSU udn Abwasserskandal in Altötting.

    • Regenbogen-Transkind
      „Denkt denn ueberhaupt niemand an die Kinder?“ haette man damals gesagt. Aber hier sind die Medien auch langsam auf dem Weg zum betreuten Denken.

      Bin mal gespannt wie das langfristig ausgeht. Haben noch Bekannte in der Kinder- und Jugendhilfe, die das zwangslauefig mitverfolgen werden. Obwohl’s ansonsten genug Probleme gibt.

  36. heimat
    die bekämpfung der heimat ist im linksfaschistischen, industriellen komplex geradezu zwingend. im grunde bekämpft der linke damit seinen eigenen heimatverlustschmerz, welchen er sich nur nicht eingestehen kann. im rahmen gendergerechter neolinker sozialisierung ist heimat einfach nicht enthalten. da darf ein solches inneres fest an psychischer freude und stabilität, gerade auch beim verhasten politischen gegner, nicht positiv besetzt sein.

    das thema wird bekämpft, lächerlich gemacht und ins negative verkehrt wo es nur geht. wie gross muss also die sehnsucht des treulinken idelogieuntertans sein, damit er seine kanonen auf etwas so natürliches abfeuert?

    wenn dieses treiben nicht so gefährlich wäre, könnte man wirklich ernsthaftes mitleid empfinden.

    als linker, mit entwurzelter innerer mitte, bleibt nicht viel. die heimat muss zerstört werden, um sich nicht in eventueller selbstreflektion, die sinnlosigkeit des eigenen handelns eingestehen zu müssen.
    es handelt sich nur um entwurzelte, bemitleidenswerte, vom eigenen sein entfernte, mitbürger. hilfe ist häufig nicht mehr möglich.

    uns bleibt nur sie immer mal zu erinnern, warum sie so sehr die freuden der deutschen heimat mit der ganzen welt teilen wollen, indem jeder kommen soll. vermutlich auch nur wieder um die heimat damit endgültig verlieren zu dürfen. eine selbstkasteiung als ritus zur neolinken teufelsaustreibung.

    Ich sehe aus dem fenster in den nebel und rieche förmlich ihr leiden. mit einer mischung aus mitleid und angewidert sein schaue ich weg.

  37. Heimat *
    Text eingeben

  38. Heimat
    Sie haben Ihre Heimat ja noch. Meine ist schon fast verschwunden, es sind noch die Gerippe und einige Fleischreste übrig am verwesenden Kadaver der kleinen dummen Stadt an der Emscher.

    Und die Bilder lassen wirklich das Herz erblühen. Ohne Windräder. Da würden Sie hier im Norden mit dem retuschieren gar nicht mehr nachkommen. Also dann, wenn man vom Deich ins Landesinnere schaut.

    Sie scheinen sich über diese Verbalinjurien aus Hamburg und Berlin sehr geärgert zu haben ob des diesmal sehr scharfen Tonfalls. Das wird wieder Beifall von der falschen Seite und Kündigungsforderungen aus Köln geben. Es hat den Anschein, als ob die verbalen Angriffe immer heftiger und in kürzeren Abständen stattfinden und das Vokabular auf beiden Seiten immer aggressiver wird. Da scheint unter der Oberfläche einiges zu gären. Ob das Rückzugsgefechte sind oder das Grummeln vor einem Ausbruch?

    • Nein, ich wollte einfach was über die Lage auf dem Land machen.

    • Hmmm
      Dann liegt’s an mir. Bin dann wohl gerade eher sensibel für dieses Thema. Und dann noch dieser leicht hervorblitzende Neid auf die Person, die hinter dem Sucher der Kamera stand bei diesem Panorama.

  39. Heimat & Donaumoos
    „Die Kolonistenhaeuser im
    Donaumoos.“ ) 1994
    von
    Dieter Wieland

    Unvergessen und heissgeliebt, die
    wunderbaren Filme in der Reihe
    Topographie BR.

    Zum Ansehen im www.

  40. Mal wieder
    ist man erst mal sprachlos ob solcher Zeitgenossen.
    Verschiedene Gedanken schießen einen durch das Hirn.

    So ein schöner trauriger Text.

    In Gedanken bei goodnight: Ist der Wunsch nach Heimat der Wunsch, aus der Postmoderne zurück in die Moderne zu kommen?

    Warum ist der Twitter-Account von HatinJuce – also lautmalerisch „hatin‘ Jews“ wegen hatespeech noch nicht deaktiviert? Wo bleibt ein Maas, wennn man ihn braucht?

    Wie um alles in der Welt kann es sein, daß solch Personen ein Einkommen haben? Sie säen nicht, sie ernten nicht, aber der Herr ernährt sie doch…

    Wird es jemals möglich sein, die Gräben, die so täglich tiefer gegraben werden, wieder zuzuschütten? Ist das Alles Teil des großen Plans, des Untergangs der deutschen Nation? Wenn es schon durch EUrokratie und offene Grenzen nicht ganz klappt, dann zumindest durch die Gräben, die man in die Köpfe gepflanzt hat?

    Wie kann man Bayern (und wer sonst so noch dazu kommen und beitragen(!) will) möglichst schnell von den Brutstätten solcher Spezies abkoppeln?

    Im Bezug auf das aktuelle Buch auf meinem Nachttisch: Wo bleiben die Zergesser, wenn man sie braucht? Kann man denen nicht einfach einen Nachtmahr auf den Hals hetzen?

    Was für eine Sozialisation haben diese Leute genossen? Hat so jemand Freunde (Das sind Menschen, auf die man sich in jedweder Not blind verlassen kann)? Haben die auch Eltern und was sagen die dazu?

    Werter Don, ich gönne es Ihnen von Herzen, daß Sie – ob Ihrer Möglichkeiten, sich oberhalb des Nebels aufzuhalten – sich geistig Abgrenzen können von all dieser Unflat, sich z.B. gleich wieder schönen Dingen zuwenden können.
    Unsereiner jedoch, Nachfahre von Schweinehirten, pflichtanwesend da unten im Nebel, eingebunden in Arbeitsprozess und familiären Pflichten usw., dem kann da schon depressiv werden…

    • @ Hans Nase
      Zu Ihrer Frage „Haben die auch Eltern und was sagen die dazu?“
      suchen Sie bitte nach

      SZ-Magazin HEFT 03/2016
      „Mutter und die Fremden“
      Von Guido Eckert

      und wundern Sie sich wie ich über den lieblosen denunziatorischen Ton, mit dem der Autor über seine Eltern schreibt.

      Mein Lieblingssatz, sofern man in diesem Text einen Lieblingssatz haben kann, ist dieser (vom Autoren über seine Mutter -ohne jede Ironie- vorgebracht):

      „Wenn Claus Kleber im Heute-Journal Tränen der Rührung verdrückt über die sogenannte Willkommenskultur, dann lässt sie das kalt.“

  41. Pfälzer
    Schöner Text. Danke. Ähnliche liebenswerte Tristesse gibt’s auch in der Oberpfalz, in der ich beheimatet bin. Der Begriff „Critical Whiteness“ war mir bislang noch nicht bekannt. Was es so alles gibt…

  42. Ja...
    …schöner, einfühlsamer Bericht.

    Viele Leute, die in Berlin und Hamburg leben, kommen aus solchen Orten. Sie sind in die Großstadt geflüchtet, weil sie die Leute in ihrem Herkunftsort (der nicht Heimat genannt werden darf) verachten. Und nun sitzen sie in ihren dreckigen Metropolen, um gemeinschaftlich das zu verachten, wo sie herkommen. Aber wenn mal wieder am Ende des Geldes zu viel Monat übrig ist, dann sind die Dorfdeppen gut genug, auszuhelfen. Ich möchte nicht wissen, wie viele linke Lautsprecher eine solche Biografie haben.

    Ich bin nicht weggezogen, kenne aber einige, die es getan haben, sich in Berlin für besonders urban halten und in Wirklichkeit nur eine prekäre Existenz in irgendeinem Schmuddelstadtteil zustande bekommen haben. Die tönen mit den Quatsch, der in taz, Zeit und bento steht. Aus der Ferne wirkt das auf mich armselig.

    Ich bin nicht weggezogen, auch wenn sich auch hier kein Tourist hinverirrt. Ich muß auch ehrlich sagen, die Lebenswelt urbaner Polithipster erschließt sich mir nicht. Da bleibe ich lieber hier.

  43. koana
    Recht hast. hochverehrter Don. Obwohl i dem Tegernsee gar nicht so viel abgewinnen kann. Er lebt halt von der Nähe zu München, nicht so nah wie der Würmsee, und nicht so weit wie der Gartsee. Und dem schon vor 130 („Sommerfrische“), und insbesondere auch 80 Jahren („Alpenfestung“) wegen Verbonzung gewaltig aufgewertetem Image.
    Ab einem gewissen Level nährt die Immobilien-Hausse sich selber.
    Das Donaumoos war wohl eher Barriere als Schuss-Glacis, und die Festung Ingolstadt, na ja, so viele Kanonenschüsse hat die auch wieder nicht gehört, weil dem Napoleon hat man sich an den Hals geworfen, und die Österreicher habens kaum je so weit geschafft.
    Interessant wär auch die Ansicht des Don zur momentanen kleinen Groko bzw den Suizid-Prozess der Volksparteien. Und weniger politisch, was aus dem englischen Oldtimer (Mark IV seinerzeit glaub ich) letztlich geworden ist.
    Pfundige Grüße aus Rosenheim
    verehrend Isidor Pröpfler

  44. Die unfassbare Dummheit der kulturregressiven Linken wird nur durch deren
    Analphabetentum kompensiert. Nein, liebe „Critical Whitness“ Anti-Intellektuelle, Indianerkostüme reproduzieren keine rassistischen Stereotype, u.a. weil Indianer schon seit Fritz Steuben und Karl May in Deutschland positiv konnotiert sind.

    Ich selber kann mit Heimat und den Heimattraditionen gar nichts anfangen. Aber die offene, gehässige Verachtung durch Berliner Kleingeister aus den sumpfigen Denkverhinderungsmilieus sozialwissenschaftlicher Inquisition lässt mich zu Recht an deren Verstand zweifeln (an deren lächerliche Doppelstandards habe ich eh keine): Wie will man Leute für einen anderen Kurs gewinnen, indem man sie offen, vorsätzlich und von oben herab beleidigt? Mir leuchtet ja die Strategie nicht ein, vor allem dann, wenn man bei Licht betrachtet keine geistig-moralische Autorität darstellt, sondern nur das mittelprächtige Mitläufergewächs akademischen Proletariats repräsentiert.

    Aber gut, ich habe die Entscheidung der meisten Linken und vieler Liberaler für offensives Anti-Deutschtum vor langer Zeit zur Kenntnis genommen. Durch den Herdeneffekt der Medien lange Zeit erfolgreich verdeckt musste das irgendwann explodieren. Und genau das passiert gerade – liberale Gesellschaften zerlegen sich in Zeitlupe, weil ein Grossteil der Funktionseliten meinte, man könne wegen eigener Übermacht die Bevölkerung jetzt vor die Alternative stellen, bedingungslos folgen oder „rechts“ sein.

    Wie das ausgehen würde, war vorhersehbar. Was machen denkungewohnte Leute (und Ideologen), deren Strategie gerade implodiert? Na, mehr davon natürlich :-).

    Also, viel Spass dabei. Der Don braucht dann nur aufzuschreiben, wie sich das aktuell in Stimmungen und bei Wahlen niederschlägt.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • liberal ?
      Lieber Herr Haupts,
      das ist sehr schön festgestellt und formuliert, ich unterschreibe gern.
      Nur der Begriff „liberal“ passt m.E. nicht so ganz auf Deutschland. Im US-Sprachgebrauch ja, aber im aktuellen Deutschland finde ich nicht, dass ein Christian Lindner oder ein Wolfgang Kubicki dem, was Sie zu Recht aufspießen, huldigen würden. Im Gegenteil.
      Sie haben doch auch mitbekommen, dass man da lieber nicht mitregiert, wenn Merkel und Grüne Deutschland vor die Wand fahren wollen.
      Ich habe auch den Eindruck, dass beide Herren gern bereit sind, deutsche Interessen zu verteidigen gegen EU-Fanatiker wie auch andere Weltverbesserer.

      Keine Sorge, Sie müssen meinetwegen nicht FDP wählen. Ich will Sie gar nicht missionieren.
      Aber trotzdem, der Begriff liberal führt hier m.E. ein wenig daneben.

      Sonst sehr d’accord,
      BM

    • @ Thorsten Haupts
      „Die unfassbare Dummheit…weil Indianer schon seit Fritz Steuben und Karl May in Deutschland positiv konnotiert sind.“

      Differenzierte Argumente?? Kreisch! Sie Rechter! (Argumente haben Rechte erfunden, um unter dem Deckmantel der Debatte ihre böswillige Gesinnung weiter kundzutun.)

      „Wie will man Leute für einen anderen Kurs gewinnen, indem man sie offen, vorsätzlich und von oben herab beleidigt?“

      Ha, diese Frage habe ich mal in einer erhitzten Seminardiskussion ziemlich genau so einem Kommilitonen gestellt – und keine wirkliche Antwort bekommen, erstens schien er überrascht, Andersdenkende übrzeugen zu sollen, das schien völlig neu trotz professierter Revolutionsabsicht, zweitens „weil muss“. Man sieht sich (in varying degree) von Unerleuchteten umzingelt.
      Und auch von anderen kam da nicht wirklich was, einer meinte, die Veränderung (es ging da um Schreibweisen) müsse eben aus der geistigen Elite kommen.

      my guess: Etwas Religionsersatz, Himmelspunktesammeln (cum ira et studio et virtute significata) und jugendliche Selbstüberschätzung und Verrantheiten, der Gegner ist eben halt grundböse und innerlich verderbt, da kann man eh nichts ausrichten und da darf=muss man dann – zumindest verbal – voll auf die zwölf. Außerdem Tribalismus. Auch beobachtet: ein gewisser Stolz, mit so schicken akademischen Vokabeln umgehen zu können, junge Menschen berauscht von einem Interpretationsgeneralschlüssel, bei dem man immer gewinnt (die Vordenker haben eben kurzerhand mal alles zum lesbaren „Text“ erklärt, womit dann Literaturwissenschaftler, als eigentlich Fiktionsexperten, für die Umgebungswelt auch noch zuständig wären… – ich weiß, Sie zielen eher auf die Sozialwissenschaften, aber ich habe zwei Philologien auf Lehramt) Das erklärt nun aber nicht den offenkundigen Mangel an strategischem Geschick…
      Aber da erzähl ich Ihnen sicher nichts Neues :-)

      Das sind, m.E.n. und um es vorsichtig auszudrücken, auch nicht immer die fröhlichsten, sozial integriertesten, zupackendsten, die all dem stark anhängen. Leider prägt diese Minderheit aber in erheblichem Ausmaße (keine Prozentangabe oder so), nunja, den Diskurs, das Sagbare, die zulässigen Fragestellungen, das Vokabular, nicht wenig auch die Ergebnisse, und die Curricula bis in die Schulen. Ich selbst musste 5 Jahre lang Empörungsaufsätze über allerhand Übel verfassen (Im Kaiserreich mussten die Mädchen nur barmherzige Socken stricken und gut wars, gnümph). Viele erkennen auch nicht, wie Ideologien und „sich selbst immunisierene Systeme“ gemeinhin so funktionieren, und sie lassen sich dann ein bisschen anleiten, weil ist ja gegen Ungerechtigkeit und rechts will man ja nicht sein und außerdem intellektuell. Das geht implizit so: Oder bist du etwa FÜR [beliebiges einsetzen]?? Na, keine Antwort ist auch eine Antwort. (So erlebt.)

      (Falls der Ton stört: Früher war ich weniger genervt…Hab ich schon erwähnt, dass ich mich für meine soft science etwas schäme?)

      So, das waren natürlich nur einige persönliche Eindrücke, zudem vorgebracht von einer durch Cultural Studies gequälten Person.

      „…nur das mittelprächtige Mitläufergewächs akademischen Proletariats repräsentiert.“

      Umgekehrt: Der prekäre Status ist a) Opfer der guten Sache und b) Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein, denn zu hohe Entlohnunh durch das System ist in mehrlei Hinsicht verdächtig (das gilt nicht für Genderprofessuren)

      „die Entscheidung der meisten Linken und vieler Liberaler für offensives Anti-Deutschtum“

      Man könnte vllt. das alte „Sie lieben nicht die Armen, sie hassen nur die Reichen“ ersetzen durch „Sie lieben nicht die ‚Ausländer‘, sie hassen nur die Deutschen“.

      Wann platzt denn Ihrer Meinung nach die Filterblase? Oder bloß die Luft raus? ;-)

      Sie meinen bei den „Funktionseliten“ auch die obere Ebene der großen Medien, oder (ja, doofe Frage)?

      Es grüßt
      panna Kraweel

    • Ueberzeugungsstrategie
      Herr Haupts,

      warum die ‚Gerechten‘ die alte Maxime (‚halte Deinem Gegner Deine Meinung hin wie einen Mantel, dem er anziehen kann, anstatt sie ihm wie ein nasses handtuch um die Ohren zu schlagen‘) ignorieren? Das ist vermutlich ihrem wahnwitzigen Ueberlegenheitsgefuehl geschuldet, aus dem auch die offene Verachtung fuer alle Andersdenkenden resultiert.

      Wer einen anderen Menschen nicht als gleichberechtigten Partner ansieht, verhandelt nicht auf Augenhoehe und wird eher in Versuchung sein, zu ueberreden oder niederzubruellen.

      Sieht wohl doch so aus, als ob sich die Idee der allgemeinen Menschenrechte gerade nicht unmittelbar aus einer progressiven Gedankenwelt der Aufklaerung, sondern eher aus dem rueckstaendigen christlichen Menschenbild des Mittelalters und davor ableitet.

      Besonders pikant daran finde ich, dass eure Totalitaeren im Punkt Verachtung Andersdenkender (oder -glaubender) voellig mit vielen derer, die noch nicht so lange bei euch leben, uebereingehen. Win-win. Fuer den Moment zumindest.

    • @ pana Kraweel
      Sehr gelungenes, expressionistisches Portrait der den „Diskurs prägenden Minderheit“.

      Nur hat es dieses „mittelprächtige Mitläufergewächs“ zu einem guten Teil an die Futtertröge geschafft, in den Medien, an den Unis, in den Parteien und Stiftungen.
      So schnell wird man die da nicht wegkriegen und das was nachsprießt, weckt nicht wirklich Hoffnungen.

      Links sein bedeutet für viele „Linke“ eine willkommene Form denkbar geringster, geistig/moralischer Anstrengung, eine Art Konfirmation, der man sich mit 15 oder 16 unterzieht und sie für sein ganzes Leben als erledigt betrachtet. Weil die negative Identifikation „rechts will man ja nicht sein“ einen automatisch auf die Seite der Guten abonniert, überaus bequem zu tragen ist und außerdem als „intellektuell“ gilt.

      Hält sich entsprechend in Grenzen, was das „Intellektuell-Sein“ angeht, aber den meisten reicht’s. Man quakt in den urbanen Froschtümpeln vorzugsweise unter seinesgleichen, bestätigt sich gegenseitig den angemaßten Status des „Intellektuellen“ und unterwirft sich im Übrigen dem Diktat der Horde und ihren Leithammeln. Wenn einer ausbüxt, holt ihn der Bannstrahl ein.

      Den Dissidenten bliebe nur die Flucht aufs Land und in die Heimat … entsprechend verächtlich die Rede, wenn über die gesprochen wird. Wer seinen Stallgeruch gerade erst abgelegt hat und die unter Mühen errungene Reputation des Intellektuellen nicht gefährden möchte, will dahin auf keinen Fall zurück.

    • @Kiwi
      Ihr letzter Absatz. Ja, da wächst wohl zusammen was totalitär-ideologisch zusammen gehört. Die No-Border-Fraktion liebt ja u.a. auch deshalb alle Neuankömmlinge. Aber Win-win-Situation? Kommt ganz auf das Inertialsystem an. Für die länger schon hier Schuftenden, die den ganzen Irrsinn finanzieren müssen (wie mich), eher eine noch sehr lange andauernde (ggf. irre-versible, selbstzerstörende) Lose-lose-Situation.
      Schönen Gruß nach Neuseeland.

    • @panna kraweel: Die meisten geisteswissenschaftlichen Disziplinen waren
      wohl leider schon immer ideologisch schwer kontaminiert, von den Rassen- und Nationalismus-Theorien vor dem Zweiten Weltkrieg über Marxismus/Sozialismus für lange Jahre danach bis hin zu den heutigen Feminismus- und Critical Whiteness-Theorien.

      Ja, natürlich meinte ich mit Funktionseliten auch die Leitungsebenen der Medien. Die haben sich in einem Ausmass selber gleichgeschaltet, dass mich in der akuten Zuwanderungskrise 2015 ziemlich erschreckt hat.

      Nach meinem Eindruck explodiert die ganze Chose inzwischen in der ganzen westlichen Welt, eigentlich ausnahmlos. BREXIT, Trump, FPÖ, AfD, Schwedendemokraten, Wahre Finnen sind nach meinem Eindruck Reaktionen darauf, dass grössere Segmente der Bevölkerungen samt ihren politischen Einstellungen nicht nur keine mediale oder politische Repräsentation mehr hatten. Sondern dass die vorherrschende Zeitgeistauffassung auch noch im albernen Modus der geistigen Überlegenheit bei den viertelgebildeten akademischen Mittelschichtkindern daherkam, die ihre im Studium erworbenen Vorurteile mit geistiger Klasse verwechselten, da ihnen ja niemand mehr widersprach.

      Als diese Alternativlosigkeit mit den sozialen Medien zerbrach und insbesondere die radikale Rechte lernte, alle linken Kampfmethoden der achtziger anzuwenden und effizient auf das Indernet zu übertragen, platzte diese Illusion zwar, aber Liberale wie Linke lernen a) nicht schnell genug und haben b) bei einem nicht unwesentlichen Teil der Bevölkerung jede Glaubwürdigkeit eingebüsst, insbesondere mit und nach 2015 (der Prozess begann schon weit vorher).

      Und jetzt rächt sich, dass die westliche Zivilisation auf Voraussetzungen fusste, die sie offensichtlich aus sich selbst heraus nicht mehr erzeugen kann. Zumindest ist im Moment nicht sichtbar, wie.

      Die einzige als Lichtstrahl in diesem Meer aus liberalen und sozialdemokratischen Niederlagen des letzten Jahrzehnts gehandelte Alternative – Macrons völlig allein auf ihn zugeschnittener Wahlverein – übersieht, dass Macron bspw. in der Zuwanderungsfrage in Deutschland ein AfDler wäre. Und in der Europafrage auch nur gerne zu dem altbewährten Modell zurückkehren möchte, dass Frankreich entscheidet und Deutschland das zahlt.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • @Thorsten Haupts
      Ja, es ist fast witzig, dass einige Geisteswissenschaften mal groß wurden, indem sie die Großartigkeit der Nation herauszustrichen (grob gesagt: Werk x ist supertoll, weil yz==> das Volk, die Nation, aus der der Erschaffer stammte, muss supertoll sein ==> nimm dies, Kleinstaaterei, Obrigkeit, whatever, die Nation existiert unabhängig und hat ihren eigenen höheren Wert, und dann gefiel das auch oben). Heute eher das Gegenteil. Der Marxismus ist auch nicht weg, wir habe eben jetzt global Unterdrücker und Opfer.
      Vielleicht eine Wiedergutmachung, weil man meint, mit zwei Weltkriege etc. angeheizt zu haben. Worin ja die Selbstüberschätzung der Disziplinen sichtbar würde.
      (Disclaimer: Meine Eltern betreiben regionale Kunstgeschichte für die Heimat.)

      „gleichgeschaltet“ – ja, das war ein gar erstaunlich spectaculum, in der Geschlossenheit, in der offenbaren Freiwilligkeit oder Selbstdisziplinierug. Und dann die schlaue Verteidigug gegen den Vorwurf der Staatspropaganda, NATÜRLICH könne Frau Merkel nicht direkt in der Redaktion bestellen. Wenn sie das aber auch gar nicht nötig hat…

      Will hier niemanden mit einem Katalog ideologisch motivierter Uni-Erlebnisse langweilen.
      Mir fiele jetzt nichts ein, als diesen Fakultäten fies die Mittel zu kürzen, dass die sich eventuellvielleicht aufs Wesentliche besönnen, so lange noch möglich. Muss man sich nur für die Schreierei wappnen.
      Ich hoffe, es ist die Phase gesteigerter Aktivität vor dem Einbruch, andererseits scheinen die USA da weiter zu sein, und wir haben bislang noch alles importiert. *grusel*

      „Sondern dass die vorherrschende Zeitgeistauffassung auch noch im albernen Modus der geistigen Überlegenheit bei den viertelgebildeten akademischen Mittelschichtkindern daherkam…“

      Vielleicht auch sichtbarer geworden durch oder eine Folge von Expansion formaler Bildung? Außerdem sind es wirklich zum Gutteil Kinder (ok, ich auch), die „wir müssen einander nur endlich lieb haben“ auch post Grundschule für Weg und Ziel halten (Anekdoten auf Anfrage).

      Ja, all diese Gegen-Entwicklungen hängen bestimmt zusammen. Man lernt daraus jedoch nicht nur äußerst langsam, sondern eigentlich noch fast gar nicht. Noch mehr vom Gleichen, da der „Hass“ offensichtlich noch tiefer in der Bevölkerung sitzt, als angenommen.
      Die Formen provokanter, witziger Satire sind, traditionell links, derweil längst von anderen übernommen worden (einen Milo werden die Humordefizitären nie verstehen).
      Ein schönes Beispiel dafür, wie nur so lange auf Meinungsfreiheit gepocht wird, wie man sie selber nötig hat. Danach ist sie nur noch Vorwand für die Bösen, weiter „Hass“ zu verbreiten.
      Es entsteht der Eindruck, sich nur für einen der beiden Ränder entscheiden zu können.
      Fand es in den letzten Jahren beeindruckend, wie groß doch der Einfluss dieser Richtung von Medienstiftungsakademiawasauchimmer sein kann, zumindest durch ihren Ton und wen sie damit abschrecken (keine Verschwörung, nur Uncleverness). Mit dem Internet konnte ja keiner rechnen…
      Fände es schade bis tragisch, wenn westliche Zivilisation bei dem Versuch, die Toleranz zu tolerieren, längeren Schaden nimmt (mag nicht spenglern).

      Zu Europa kann ich nichts sagen, aber Franzosen haben auch einfach mehr Chic, das muss man dann anerkennen :-)

      So, nun soll ich einen Fragebogen zum Lehramt ausfüllen gehen, der allen Ernstes wissen will, ob der Gedanke an „mehr Inklusion“ mich auch schön „fröhlich“ stimmt. Kein Kommilitone, den ich darauf ansprach, fand diese Formulierung überhaupt bemerkenswert.

      Es grüßt
      panna Kraweel

    • @Zuvielgesellschaft
      *knicks*


    • Entschuldigen Sie bitte, Don, dass ich hier noch einmal ankomme, aber es quält mich, ich kann meinen Disclaimer so nicht stehenlassen, da missverstädlich: Er sollte natürlich bedeuten, dass meine Eltern im Kontrast die allertollsten, allerlöblichsten Geisteswissenschaftler sind!

    • @panna kraweel
      …ob der Gedanke an Inklusion fröhlich stimmt…

      Da haben Sie in einem Teilsatz die ganze Misere unseres Schulsystems zusammengefasst. Ich war mal Gymnasiallehrer und das drohende Damoklesschwert der Inklusion war einer der Gründe für mich auszusteigen. Ich haue hier regelmäßig das „virtue signalling“ (danke an den, der diesen Begriff prägte) in die Pfanne. Weil: verlogen bzw. infantil, in jedem Fall ohne mich. Im Moment schreibe ich gerade meine „Memoiren“, also ein Buch über Schule. Werde demnächst fertig sein-wenn ich einen Verleger finde dürfen Sie und andere gern lesen. Da lasse ich mich unter anderem auch über Phänomen wie Inklusion aus.

      Letzteres ist nur eine der Schnapsideen, in die man sich verrannt hat. Die unendlich viel an Ressourcen aufzehrt und die Missstände weiter verschlimmern wird. Den Betroffenen wird es am wenigsten nutzen, es ist wie gesagt reine „Tugendprahlerei“. Die viel kostet und keinem was nützt. man hat bildungspolitisch schon eine Masse an Baustellen, mit denen man nicht fertig wird, in unendlicher Selbstüberschätzung und Verblendung macht man nun eine weitere auf. Die verlieren immer mehr die Übersicht.

      Ich werde in meinem Buch konkrete Einzelfälle beschreiben, die belegen, warum Inklusion scheitern muss und nur zu neuer, schlimmerer Diskriminierung führt. Nur mal ein Beispiel: im Sprachunterricht arbeitet man heute viel mit Filmen. Wie soll der Unterricht im fall eines stark sehbehinderten Schülers aussehen? Wer erklärt dessen Eltern, dass man dann Gehbehinderte inkludieren kann, nicht aber Sehbehinderte? Der Teufel steckt im Detail, und die Details bedenkt man bei den Sonntagsreden nicht. Die meisten Lehrer sind gegen Inklusion, aber zu feige dies zu äußern. Durch diese Feigheit verschlimmern sich die Missstände immer weiter.

      Mit der Formulierung „ob es einen fröhlich stimmt“ assoziiert man eher Kindergarten, nicht aber ernstzunehmende weiterführende Schule. Und dem entsprechen denn auch die „Lehrer“: oft nicht ernst zu nehmende Hampelmänner (bitte DON, darf ich das sagen, nur dieses eine Mal? denn es trifft den Nagel auf den Kopf!), die noch dazu fachlich schwach auf der Brust sind. Kleinkarierte, engstirnige Wissensbürokraten, aber keine Persönlichkeiten, die mit Leidenschaft eine Sache vertreten und diese motivierend vermitteln können.

      Wie gesagt, in meinem Buch (ca. 50 Seiten) werde ich ausführlicher zu allem Möglichen Stellung nehmen, was mir während meiner Zeit als Pauker so auffiel. Und da kommt schon eine ganze Menge zusammen. Ob ich aber auch einen Verleger finde, der Wert darauf legt, dass mal jemand ungeschminkt die Wahrheit sagt?

      Naja, man wird sehen!

    • @BlackBlacky
      Win-Win war natuerlich nur innerhalb des Sumpfes der staatlich bezuschussten Fuersorge zu verstehen. Und selbst wenn der nicht ausgetrocknet wird, auch nur so lange bis Saettigung (i.S.d. Mittelerschoepfung) einsetzt. Dann wird’s spannend.

      Dass die ganze Chose fuer die Nettozahler (und langfristig auch fuers Gesamtsystem) nachteilig ist, hat sich bei den Meisten aber wohl noch nicht herumgesprochen. Oder sind die Nettonehmer inzwischen gar in der Ueberzahl?
      Hoere bislang jedenfalls von der Verwandschaft keine kritischen Toene. Sorgen mache ich mir schon manche.

      Um den Bogen zur Heimat zu schlagen – vielleicht liegt es daran, dass im Zuge der Urbanisierung und fuer Viele damit dem Verlust eines kleinraeumigen Bezugsrahmens („Heimat“) das angesprochene Gesamtsystem zu gross und unuebersichtlich geworden ist. Ursache und Wirkung nicht mehr im Zusammenhang gesehen werden koennen.

      In welchem Bezugsrahmen agiert Politik heutzutage? Nation, EU, global? Mit regionalen oder kommunalen Themen ist kein Staat zu machen. In dem Zusammenhang halte ich die deutsche Auspraegung des Foederalismus (hehre politische Ziele auf Bundesebene, finanzielles Ausbaden auf Kommunalebene) fuer eine Fehlkonstruktion, die wesentlich zur scheinbaren Entkopplung von Ursachen und Wirkungen beitraegt. Von der noch verheerenderen Fehlkonstruktion EU obendrauf ganz zu schweigen. Was ist eigentlich aus dem Subsidiaritaetsprinzip geworden?

      Vielleicht doch zurueck zu einem Europa der Nationen und (Heimat-)Regionen?

    • Sie stellen Fragen! Kluge Fragen, finde ich...
      Anzahl Nettoeinzahler vs. Alimentierte. Hier mein Sempf weiter unten dazu.

      https://blogs.faz.net/stuetzen/2018/02/15/die-fruechte-des-zorns-im-donaumoos-8752/#comment-196412

      Das wird jetzt ein bißchen populistisch aber der Kontext in dem (unsere) Politik (re-)agiert, den würde ich auf jeden Fall die beiden Schlagworte Selbstoptimierung und Lobbybefriedigung anheften. Sicherlich ist da bei dem/der Einen oder Anderen noch mehr, aber das schließt die beiden anderen (z.T. überwiegenden) Aspekte ja nicht aus.

      Die unterschiedliche Reaktion des Wahlvolkes im Wahlverhalten aus Sicht einzelner Bundesländer unterstützt ihre These des Irrsinns der finanziellen Ausbaderei in den Kommunen dieser politischen Fehlentscheidungen auf Bundesebene. Mei, schauen Sie, ich wohne und lebe in BaWü. Dort sagt man: „Grün wählen muß man sich leisten können!“. Hier geht das wirklich (noch). In Sachsen sieht das ggf. anders aus.

      Und ja, eine lockere Wirtschaftsunion wie z.B. die EWG bis ’92 zwischen Staaten auf wirtschaftlicher finanzieller Augenhöhe würde ich persönlich präferieren. Aber ich hab ja auch nix zum sagen.

      Der €uro kam viel zu früh. Ein rein politisches Projekt. Mit fatalem Ausgang. Das ist sicher.

    • "@Kiwi sagt: 19. Februar 2018 um 16:45 Uhr" war die Antwort von BlackBlacky
      Antwort-Zeile verrutscht, sorry. Brauch ne Lesebrille. Subito.

    • @BlackBlacky
      15 Mio. Nettozahler … Ohne die Statistik genauer zu befragen: Kinder und Rentner nicht eingerechnet, duerften die Nettozahler damit bereits unter der arbeitsfaehigen Bevoelkerung in der Minderheit sein. Dass muss sich ein Staat auch erstmal leisten koennen.

      Selbstoptimierung und Lobbybefriedigung sind Menschheitskonstanten, ungeachtet der politischen Parteien. Die Institution ‚Partei‘ als Vermittler von Interessen muss sich der Waehler in letzter Konsequenz leisten koennen. Vor 10 Jahren haette ich noch gesagt, besser mit als ohne …

      Euro: das war nach meiner Einschaetzung der gutgemeinte Versuch, die infolge wirtschaftlicher Unwucht in Europa aufkommenden Fliehkraefte wirksam zu neutralisieren (ohne das Grundproblem angehen zu muessen). Nun ist das mit den Fliehkraeften so: durch Einsatz eines haerteren ‚Korsetts‘ sind sie nicht weg. Das System haelt sogar noch groessere Kraefte aus. Wird die Fliessgrenze dennoch erreicht, ist der Knall um so groesser.

      Nun sage mir keiner, das sei nicht lange bekannt gewesen…

  45. Kartoffelgegend
    Traumhaft schöner Text. So isses. Ich schau mir die Gegend mal an, ich hab´da keine Schwellenängste und Kartoffeln, also „Grombira“ mag ich sehr. Und dann – wielange ist es her, dass ich mich als Lehrerin bei der Schulfasnacht als „Zigeunerin“ verkleidet und allen weiblichen Wesen aus den Handlinien einen schönen Mann mit schwarzen Locken vorhergesagt habe? Das war ein Riesenspaß – ginge bei diesen heutigen Spaßbremsen nicht mehr …

    • Titel eingeben
      „Linda“, liebe Libelle, „Linda“!

    • @Libelle
      Ich bin in der Zeit der Winnetou-Film groß geworden. Da stellte sich am Fasching für uns Kinder nur die Frage „Cowboy oder Indianer?“. 80% verkleideten sich als Indianer. Denn die galten als edel und gut, tapfer und naturverbunden. Fast jeder wollte ein Indianer sein. Es war die reine Bewunderung! Wer daran etwas „kolonialistisch“ findet, hat nicht alle Tassen im Schrank!

    • @Libelle
      Mein Favorit ist ja das „Bamberger Hörnchen“.

    • @Cassandra: Ein 20%-Cowboy
      Am Faschingsdienstag. Brauch war daß die Dorfjugend im Hohenlohischen rumging und ihre Faschingsverkleidungen „präsentierte“. Und ja, zu 95% als Indianer und Cowboys (geschlechtsneutral) verkleidet und bemalt, ein paar Piraten darunter (nicht pol.). Zur „Belohnung“ gabs an den Haustüren Zehnerle (10-Pfennige) und/oder Faschingsküchle (in Bayern: Auszogne) und/oder Krapfen. Die Ergebnisse div. „Fotosessions“ davon habe ich heute noch (gerettet).

    • Bamberger Hörnchen schmecken klasse, aber schälen Sie da mal ein Kilo.

  46. Xenophyte ... vorher nie gekanntes Bevölkerungswachstum möglich ...
    Das ist dem Erdapfel allerdings anzukreiden!

    Keine preussischen und russischen Armeen und Reiche ohne ebendiese…

    • Erdäpfel
      waren auch in Irland für eine Bevölkerungsexplosion
      verantwortlich. Ohne dieses Nahrungsmittel der Europäer
      hätte die USA nicht besiedelt werden können.

      critical whiteness hat auch seine Berechtigung.

      Ohne den Eroberungsdrang der alten weißen Männer,
      ihre Sucht nach Wohlstand und ihren Forscherzwang
      z.B. die Kindersterblichkeit zu verringen, ihren Wahn
      länger leben zu wollen, hätte es eine globale Bevölkerungs
      explosion nie gegeben. Es gäbe wie vor 200 Jahren
      1 Milliarde Menschen auf der Erde. Davon lebten 94%
      in Armut (lt. Weltbank).

      Alles wäre gut.

    • Versteh ich nicht...
      …gab es in den „Heimat“ländern der Kartoffel auch ein Bevölkerungswachstum und auf ihr basierende Kriege?

    • Die Kartoffel wächst auch auf ‚schlechten‘ Böden
      @ Sufferah
      das Nahrungsangebot gerade für die ärmere
      Bevölkerung wurde vergrößert. Es lohnte sich für
      die Bauern viele Kinder zu haben, die konnten bei der Ernte
      eingesetzt werden.

      Dieser Effekt konnte nur in Europa zum tragen kommen.

      In Afrika war es wohl die Yamswurzel ebenfalls aus Südamerika,
      die ein Franziskanermönch dort einführte.

    • Kartoffeln in Irland
      Leider waren sie auch Mitte des 19. Jahrhunderts für die Auswanderung großer Teile der irischen Landbevölkerung verantwortlich. Das war die Zeit der Kartoffelfäule, wo mehrere Jahre hintereinander die Ernten komplett ausfielen. Wer konnte, wanderte aus, dem Rest blieb nur, zu verhungern. Und den englischen Besatzern fiel nichts besseres ein, als die letzten Nahrungsmittel auch noch gen England zu exportieren. Wer sich zur Wehr setzte, wurde deportiert. Es gibt unendlich traurige Lieder, die noch heute dort gesungen werden, die man in den Pubs hören kann. „Fields of Athenry“ ist eines davon.

    • nochmals Kartoffeln
      dass Kartoffelesser von Weizenleuten abschätzig beurteilt werden,
      hat seinen Grund.
      Kartoffeln sind ein unterkomplexes Nahrungsmittel. Von der
      Ernte auf den Tisch. Bis aus Weizen auf dem Feld ein Brot
      wird, sind einige Arbeitsgänge und techn. knowhow erforderlich,
      z.B. in der Mühlentechnik, Stichwort obenliegende Nockenwelle.
      Die wurde von den Chinesen vor ca. 1000 Jahren erfunden, ohne
      dass es dafür eine ökonomisch, da Reisanbau, sinnvolle Anwendung gegeben hätte. Diese Antriebstechnik spielt m.W. auch im Automobilbau
      eine Rolle. Aber dazu hat es in den Ländern des fruchtbaren Halbmondes
      dann doch nicht gereicht. Darin den Chinesen ähnlich, war man mit
      Eseln und Kamelen zufrieden.

      Die alten weißen Männer stören nur!

  47. Critical whiteness
    als neue Moral zur Unterdrückung der Normal-Fühlenden wird genau so scheitern wie die Ende der Nullerjahre aufkommenden „Internet-Trolldrosseln“.Die seinerzeitigen Nerds haben damals konservative Kommentatoren in Blogs zum Verstummen gebracht und waren mächtig stolz auf sich.Darum haben sie auch nicht gemerkt,wie die Konservativen eigene Blogs gegründet haben und das Normalvolk sich über Facebook organisiert und stimuliert hat,die zentrale Methode zur Stimmungsmache und zum Wahlerfolg für die AFD.
    Die Spaltung zwischen der elitären Blase in Berlin und der Normalbevölkerung ist meines Erachtens noch viel größer als die politischen Umfragen ausdrücken.Schon in den frühen 20ern könnte die AFD stärkste Partei sein und dann in Koalition mit der FDP das Land wieder normalisieren.

  48. Armes, dummes Schweden – ääh Deutschland
    Darf ich Ihnen zwei Links zumuten (beide für Don durch Leerzeichen inaktiviert)?
    Der erste zeigt in den Worten des Ökonomen H-W Sinn (ex Ifo), wohin unsere Reise in der letzten Regierung Merkel geht, der zweite zeigt, wo eine solche Reise endet. In der Gesamtschau höchst beunruhigend.

    Eigentlich verstehe ich nicht, wieso angesichts dieser Entwicklungen „die Rechten“ zusammen im Donaumoos nur 25% bekommen. Nun ja, wir treten in Deutschland gerade in eine Phase ein, in der die Lehrer den Stoff und die Haltung, die sie vermitteln sollen, selber nicht mehr beherrschen: wohl 20% aller Viertklässler sind für die Anforderungen der normalen Lebensbeherrschung Analphabeten – Tendenz steigend.
    h ttps://bazonline.ch/ausland/europa/frau-merkel-wird-nie-vor-den-traualtar-treten/story/26038560
    h ttps://bazonline.ch/ausland/europa/armes-dummes-schweden/story/29132484

  49. "Contenance bitte."
    lieber don,

    manche themen muss man chirurgisch mit dem seziermesser scharf herausschneiden, damit man bis zum kern vordringt. wenig regt mich mehr auf als selbstverleugnung. schäuble würde schreiben: die heimat ist die keimzelle jeden seins. das zu verkennen ist inhuman.

    sorry wenn es etwas überdrastisch war.

    vg
    dreas

  50. "Batterien"
    Werter Don, ch hatte mich in der Gegend bisher immer nur mit den Überresten des Limes aufgehalten und diese neuzeitliche Facette Ingosltadts bisher komplett übersehen…

    Jedenfalls recht eindrücklich, das Ganze.
    https://www.geoin.de/denk/seiten/historisches/fortguertel_historisch.html
    Dort kann man auch die einzelnen Bauwerke klicken für Detailinfos und Luftbilder.

    Fort XI (Prinz Carl) bei Katharinenberg scheint am besten erhalten.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Fort_Prinz_Karl

    Passt ja dann dazu, daß die Moosbewohner quasi als erweitertes Glacis gehalten worden ;)

    • Der Süden war schon immer die klassische Vormarschroute, über den Lech bei Rain und dann im Bogen über Mansching nach Ingolstadt. Daher sind die Anlagen im Süden auch besonders stark gewesen. Direkt an der donau sind die grössten Bauwerke.

  51. ...
    Die Deutschen Wintersportler führen gerade den Medaillenspiegel an… ich warte auf den ersten Zeit-Journalisten, der diese Vormachtstellung der Deutschen im Wintersport für untragbar hält und die Abgabe der Hälfte der Goldmedaillen an afrikanische Staaten fordert. Denn nur aufgrund der jahrhundertelangen Unterdrückung und Ausbeutung durch Europa sind die afrikanischen Staaten derzeit im Wintersport so gut wie gar nicht vertreten, überhaupt und oder irgendwie so jetzt aber mal….

    • Sowas in die richtung gab es schon bei SPON.

    • Guter Punkt
      Allerdings sollten wir das nicht den anderen Ländern vorwerfen, sondern unsere Privilegien als Deutsche checken, denn unter den deutschen Medailliengewinnern sind die 19 Mio. Menschen mit Migrationshintergrund in unserem Land eindeutig nicht angemesseren repräsentiert …

      Unabhängig davon gibt Ihr Beitrag dem Begriff „critical whiteness“ eine vollkommen neue Bedeutung ! Schnee und Eis sind viel zu weiß und diskriminieren eindeutig alle PoC ! Das muss dringend geändert werden !!!1!!11

    • Wettbewerb von Nationen
      muß doch sowie so beseitigt werden.

      Und immer diese ganzen Hymnen und Fahnen, da kommt am Ende noch Nationalstolz auf.

      Nationalmannschaft, Weltmeisterschaften, Landesmeisterschaften weg damit!

      Wenn das mit der NWO was werden soll muss das sowieso weg!

      Oder glaubt echt einer das die ganzen Korruptionsfälle und das Doping jetzt ganz von alleine nach oben kommt?

      Multikulturelle Söldnertruppen für Weltkonzerne, mit ordentlichen Firmenlogo und den Spruch „Geld regiert die Welt- sei nicht dumm mach sie reich!“ auf der Brust das wäre doch mal ein Vorbild für die Jugend oder nicht?
      Wenn es dann ein paar Tote gibt beim „Sport“ steigert das nur die Werbeeinnahmen!
      Gleichzeitig zeigt es den Völker wie wie unnütz sie sind….

    • Meine Güte, PAule,
      dass das Doping, und diese elende Korruption beim IOC und der FIFA (und wo noch alles) so sehr verfolgt wird, ist doch wohl nur zu begrüßen.

      Da steckt doch wohl auch nicht der Gedanke eines Verhinderns des Nationalstolz dahinter, sondern die Verhinderung von Betrug zu Lasten sauberer Sportler.

      Wäre es denn besser, wir könnten nicht auf unsere Athleten und Trainer stolz sein, sondern auf unsere Sportärzte und die pharmazeutisch-chemische Industrie? Doch wohl kaum!

      Wer soll aus Doping Nationalstolz beziehen, frage ich Sie! Dadurch blamiert sich eine Nation doch wohl eher.

      Und zur Korruption: Sind die Schweizer wohl stolz auf ihren Sepp Blatter und sein Meisterwerk ‚Qatar‘?

    • ... da gibt es keine ...
      … Berührungsängste, so lange es nichts mit „Deutsch“-Land als dem Land der Deutschen zu tun hat.

      Wir erinnern uns an das „Schland“, das medial so hochgehypt wurde. So lange Sport eine faktische Migrantenquote > 50% hat und die Nationalmannschaften wie eine glückliche Merkeltruppe wirken (mit dem Sozialvorbild Özil, Klitschko, Boateng usw.) ist das aus linksgrüner Sicht eine Art Idealgesellschaft im Kleinen…

    • Weltmeister
      dann bin ich mal auf den Sommer gespannt, wenn Jogis Eleven spielen und an jedem zweiten Auto die Deutschlandfahne weht.

      Die ersten Gastarbeiter waren übrigens sehr sparsam und haben die Hälfte ihres Lohnes in die Heimat, äh, ihr Herkunftsland überwiesen. Das ist von schwarzafrikanischen Fußballmillionären jetzt eher unbekannt. Bekannt hingegen ist ihre Neigung zu in Europa, meist in Deutschland, zusammengeschraubten Sportwagen mit immens hoher CO2-Produktion.

  52. Warnung: die Tastenkombination Shift+Strg+W ...
    … schließt ohne Rückfrage den Browser, wie ich eben feststellen musste, und zwar als mein Beitrag fast fertig getippt und eigentlich schon absendebereit, aber gänzlich ungespeichert war. Da dachte ich immer, „Du schreibst zu schnell“ wäre der klassische Frustrationstest für alle Neuforisten, aber für Tastaturgrobmotoriker wie mich ist das nur der kleine Bruder von „Shift+Strg+W“.

    Nun denn, im zweiten Versuch (diesmal mit Zwischenspeicherung) zum Thema: Vielen Dank für die schöne Beschreibung. Ich kenne eine ähnliche Gegenden in Unterfranken – einstmals notleidend, heute wirtschaftlich erfolgreich mit Vollbeschäftigung, die Bevölkerung ist lokal stark verwurzelt und pflegt all ihre Vereine (Schützenverein, Gesangsverein, Fußballverein, Heimatverein usw.). Die Mitglieder sind natürlich überall dieselben, aber die deutsche Vereinsmeierei erfreut sich da noch bester Gesundheit und sichert reichhaltige Kranzdekoration auf dem Grab ihrer verstorbenen Mitglieder.

    Man ist ohne Weiteres bereit, Fremde zu integrieren, die dorthin ziehen (egal ob deutsch oder nicht), solange die sich nur anständig benehmen und integrieren. Die Akademikerquote ist aus geisteswissenschaftlicher Sicht vermutlich unerträglich gering, aber die Leute haben einen praktisch geprägten, gesunden Menschenverstand, der sie unanfällig für „critical whiteness“ oder „open borders“ macht. Erzählen wir daher der ZEIT lieber nicht, dass aus alter Sitte noch heute dort Männer und Frauen beim sonntäglichen Kirchgang großteils nach Geschlechtern getrennt – Frauen links, Männer rechts – der predigt lauschen.

    Währenddessen bringen das Hetzwerk und der Bundes-Heiko sogar meinen Lieblingstroll auf Twitter zum Schweigen, der so schön auf Rechtschreibung, Umgangsformen und überkommene Rollenbilder achtete, aber Satire darf halt doch nicht alles, und Sarkasmus erst recht nicht. Man glaubt wohl in Berlin, dass die unliebsamen Meinungen verschwinden, wenn sie nur nicht mehr geäußert werden können. Dass man so Filterblasen nur abdichtet, das kommt ihnen nicht in den Sinn.

    Dabei wunderten sich doch alle so laut und inbrünstig, nachdem in den USA der Donald gewählt wurde, wie es denn sein könne, dass das niemand habe kommen sehen. Dabei war die Bezeichnung „Flyover country“ so schön bildlich und veranschaulicht das Problem. Auch in Deutschland haben wir so einige Flyover Countries, in die SPON und ZEIT wohl nicht zu oft einen Fuß setzen, nur fehlt es uns an vergleichbaren Schlagworten; „ICE-Trassen-Seitengelände“ kommt einfach nicht so glatt über die Lippen.

    Was nun die kommende Bayern-Wahl angeht, so wird man sehen, ob es dem Herrn Söder gelingt, das verlorene Vertrauen auf dem konservativen Flügel wiederherzustellen. Ich bin da skeptisch, aber in zu großer Distanz zur bayerischen Volksseele, um beurteilen zu können, ob die Bayern sich ernsthaft von einem Beutebayern regieren lassen wollen (im memoriam Beckstein). Sicherlich werden wir da vom Don im Sommer noch den einen oder anderen Beitrag hören.

    Gerade erhält Herr Söder ja zumindest eifrig Schützenhilfe von Herrn Poggenburg, bei dessen Neo-Nazi-Diktion mir spontan die Frage kommt, wie die Landesverfassungsschützer das mit den bezahlten V-Leuten denn heute so handbaben. Wäre ich ein rassistischer Polit-Emporkömmling mit Ambitionen zur Machtübernahme in einem freiheitlich-demokratischen System, ich würde ja unter strategischen Gesichtspunkten solche Entgleisungen eher vermeiden wollen, bis ich die Macht tatsächlich übernommen habe. Aber was verstehe ich schon von Politik, andere haben ja ganze Bücher über beabsichtigte Verbrechen geschrieben und sind später trotzdem noch erfolgreich gewählt worden.

    Zunächst geht der Blick nach Italien, wo wir Anfang März sehen werden, wie europabegeistert und flüchtlingsfreundlich diese große europäische Kulturnation noch ist. Dem Vernehmen nach will Berlusconi ja großzügig Bahntickets in den Norden verteilen, falls er gewählt wird – vermutlich hält er auch dieses Wahlversprechen im Zweifel nicht ein, andernfalls könnte das hier den Verlauf der Dinge bis zur Bayern-Wahl im Herbst noch ganz erheblich durcheinanderbringen…..

    • slippery slope
      Egal was Poggenburg, Höcke oder sonstwer an skandalösem Äusserungen von sich geben. In spätestens zehn Jahren ist Europa rechts(extrem). Selbst wenn viele bei der nächsten Wahlrunde die nicht wählen, bei der darauffolgenden werden sie es tun. Wegen der Zustände die immer schlimmer werden. Falls immer noch nicht dann eben danach. Ich denke der Höcke weiss das seine Stunde kommt.

    • @ Thomas: Ja, das fürchte ich auch....
      Wie sagt Goodnight immer so schön: die Menschen lernen durch Schmerz…. Das geht erst in die eine Richtung und dann wieder in die andere.

    • facts of life
      Strukturen.

      Die SPD ist von 40% in 1998 auf 16% in 2018 kontinuierlich gesunken. Schröder sei dank.
      Keiner konnte es aufhalten. Und es ist keiner da, der das aufhalten wird.

      Die SPD ist im Kern verrottet, in ihr ist keiner, der noch Bezug zur Realität erstellen kann. Sie ist ein Splitterpartei, die nur noch die Interessen von einem geringen Teil der Bevölkerung vertritt, aber das ist nicht mehr Deutschland.

      Die CDU ist immer noch bei 30%, weil die Rentner nur ARD/ZDF schauen.
      Ohne Rentner wäre die CDU unterhalb der SPD.
      Die CDU wird aussterben. in den nächsten 10 Jahren.
      Und keiner ist da, der das aufhalten kann.

      Den Grünen wird das gleiche Schicksal zukommen. Nur später. Sie haben sich bei 10% der Babyboomergeneration festgesetzt, kein Spielraum nach oben, wenig nach unten.

      Die FDP ist zu 50% Potential für die AFD, nur eine Frage der Zeit, bis die überwechseln. Danach ist FDP wieder raus.

      Linke? 50% Potential für die AFD, nur…sie oben.

      Höcke muss nur aussitzen, die Stimmung in der Wählerschaft konnte man bei den AFD Veranstaltungen am Aschermittwoch beobachten, je länger die Wut unterdrückt wird, umso mehr wird sie sich aufstauen und so dunkler wird es, wenn sie sich letztlich die Bahnen bricht.

      Dann werden wir froh sein, wenn es nur ein Höcke ist.

    • Wahlprognosen
      @Goodnight

      „Die SPD ist von 40% in 1998 auf 16% in 2018 kontinuierlich gesunken. Schröder sei dank. Keiner konnte es aufhalten. Und es ist keiner da, der das aufhalten wird.“

      Keiner ist da, der das aufhalten WILL. Weil keiner da ist, der eine Kursänderung auch nur DENKEN kann.

      „Die SPD ist im Kern verrottet,“

      Die CDU/CSU/Grüne auch. Bei der FDP fehlt noch der Nachweis.

      „in ihr ist keiner, der noch Bezug zur Realität erstellen kann. Sie ist ein Splitterpartei, die nur noch die Interessen von einem geringen Teil der Bevölkerung vertritt, aber das ist nicht mehr Deutschland.

      Die CDU ist immer noch bei 30%, weil die Rentner nur ARD/ZDF schauen.

      …“

      Ich bin da wesentlich pessimistischer. Selbst ohne die Rentner sind sicher 30% der Bevölkerung Öffentlicher Dienst, Akademiker in Großkonzernen, sonstige Staatskohleempfänger etc. übrig, die weiter Grüne, CDU, SPD (in der Reihenfolge) wählen werden (und nur ARD/ZDF schauen).

      „Dann werden wir froh sein, wenn es nur ein Höcke ist.“

      Das werden wir, aber dann wird es zu spät sein.

      Btw, ist eigentlich jemandem aufgefallen, dass die dänischen Sozialdemokraten (!!!) quasi die Abschaffung des bisherigen Asylrechts fordern mit Verlagerung der Antragsstellung nach Nordafrika?

      Das wäre hier in D undenkbar. Hier braucht es dafür mindestens die Abschaffung der BRDDR als Ganzes. Denn die Kartoffel kann nicht pragmatisch handeln, sondern nur ganz oder gar nicht.

  53. Heimat
    Es geht einem nicht aus dem Kopf, der Heimatbegriff und wie dieser Hamburger Schreiberling daraus für eine Bedrohung macht. Obwohl es für Leute wie ihn in der Tat eine Bedrohung ja ist. Denn Heimat bedeutet ja auch Zusammenrücken. Nähe zu seinen Nächsten. Füreinander da sein, für den Nächsten. Aber zur Not eben auch gegen den Übernächsten, wenn dieser einem schadet.
    Also die zwangsläufige Reaktion auf die Geschehnisse, die eine alternativlose Kleptokratie mit demokratischen Anstrich (der Parteienstaat) und ganz vielen Steigbügelhaltern in sog. Medienhäusern, egal ob im SPD Besitz oder Regierungsnah (ÖRR & Spiegel bis Zeit) zu verantworten hat.
    Geliefert wie bestellt, wie danisch zu sagen pflegt.

    Zum Thema Neuauflage der Kleptokratie empfehle ich die Artikel von Ansgar Neuhof auf achgut („Sozialabbau für das SPD-Zeitungsimperium“; „Die Top Ten der SPD-Sozial-Heuchelei“).

    • Warum sollten sich Gebildete in einer Welt integrieren, die diese bildung nicht wirklich schätzt und auf Qualitäten wert legt, die diese Leute masiv ablehnen? Sie wären in meiner Heimat ganz unten. Das wissen sie auch.

    • @Don
      Warum sich „Gebildete in eine Welt integrieren sollen, die diese Bildung nicht wirklich schätzt und auf Qualitäten wert legt, die diese Leute massiv ablehnen“.
      Ja, das ist eine gute Frage. Wären sie wirklich „gebildet“ (also im Sinne klassicher humanistischer Bildung humboldtscher Prägung), dann stellte sich diese Frage nicht. Denn nicht Bildung gräbt Gräben und spaltet, sondern Dünkel, Arroganz, Überheblichkeit, Egoismus. Entsprechend werden ja in der Regel auch nur Eingebildete mit diesen „Qualitäten“ abgelehnt.

      Insofern sprechen wir über also Eingebildete und Besserwisser, Gesinnungsethiker, Gutmenschen etc. Ich gehe davon aus, daß Sie nur die Anführungszeichen bei „Gebildete“ vergessen haben.

      Tja, bei denen ist in der Tat Hopfen und Malz verloren. Und damit sind wir wieder bei goodnights Prophezeiiungen (z.B. https://blogs.faz.net/stuetzen/2018/02/10/her-mit-den-leicht-bekleideten-romanen-8737/#comment-195888).
      Das ist wohl wirklich unabwendbar. Nur das „wie“ können wir beeinflußen. Nicht umsonst denke ich oft an die Abspaltung Bayerns und geneigter Regionen von der Alternativlosigkeit im Rest der Republik; also offizielle Spaltung zum Zwecke der Trennung der Konfliktparteien und Vermeidung von ggfs. noch größerer Schäden (und des Abhängens vom Tropf der Staatsknete auf der nördlichen Seite zwecks Hoffnung auf Besserung aus der Not heraus).

      Nichts währt ewig.

      Und vielleicht sind etwas kleinere Einheiten auch generell besser, da geringere Unterschiede vielleicht auch weniger Überhöhung von irgendwelchen (z.B. nationalen) Idealen etc. – also gemeinsamer Narrative – zwecks Generierung von Zusammenhalt bedürfen…

  54. Wohltuende (und verdiente) Arroganz
    Sehr geehrter Don,
    heute hat die Kunstfigur Formulierungen gefunden, die an Trefflichkeit ihresgleichen suchen. Es ist hoffentlich gestattet, an ein paar davon zu erinnern:

    „Von der Enge einer Mietwohnung in Berlin heraus würde ich vielleicht auch schreiben, dass man den Begriff der Heimat dem rechten Rand überlassen sollte.“

    „…hätte ich die Industriekloake der Alster vor mir und dahinter nur noch den Wattensumpf des Eismeeres, in dessen Schlick die deutsche U-Boot-Waffe gammelt, würde ich vielleicht auch nach einem Interview zu Indianerkostümen den Deutschen raten, sich doch mal als, wörtlich, Kartoffeln zu verkleiden.“

    Für mich ist diese Wortwahl die geigneteste Form, der verdienten Verachtung für diese sektiererischen Haltungen Ausdruck zu geben. Man kann nur inständig hoffen, daß ein solcher Perspektivenwechsel ein Überdenken der eigenen Armseligkeit erleichtert (zumindest bei denen, bei denen es vielleicht noch nicht zu spät ist.

    Glücklicherweise erkenne ich in einer anderen gelungenen Formulierung von Ihnen einen trostspendenden Hoffnungsschimmer:
    „…denn offensichtlich haben viele Berliner und Norddeutsche die antideutschen Kommandos nicht verstanden, und verstopften in beide Richtungen die Autobahn der heimatlichen Berge. Das ist nicht nur ein Armutszeugnis für den Erziehungsjournalismus,…“
    Die Entdeckung dieser Verknüpfung von Erziehungsintention und tatsächlicher Wirkung hat hoffentlich für die Stunde Verspätung entschädigt.

    • Der Punkt ist halt: Wenn man in einer nicht besonders freundlichen und teilweise sogar feindlichen Umgebung wohnt, wird man halt anders als die anderen und zieht daraus auch Schlüsse, die eben andere ausschliessen und verachten. Es soll mir bitte keiner erzählen. dass in den angesagten Klubs die Kassiererinnen vom Lidl in Greifswald gern gesehen wären.

  55. Korrektur
    Bady’s Boazen statt Daddy’s
    ansonsten gute soziologische Landschaftsanalyse..
    weitermachen!

  56. So, dieses Twitterhandle...
    HatinJuce. Heißt die Frau tatsächlich so oder ist das doch eine Verballhornung von HatingJuice – eine Wortkombo die Trolle gerne mal einsetzen wenn Jews den Insta-Banhammer bringt.

    Vlt. einfach mal per NetzDG zur Anzeige bringen.

  57. Der Alphonso Meyer!
    hehe

    .

    Rodeln kann man eben nur in der Heimat. [lacht]

    https://pbs.twimg.com/media/DU_5WVFVAAEm2rZ.jpg

  58. Die Moralisten können nicht anders, als die deutsche Heimat zu hassen
    Denn für sich eine Heimat zu benennen hieße zunächst grausame Verstöße gegen das Gebot der Individualität.
    Während von einem Migranten in 4. Generation natürlich auf KEINEN FALL verlangt werden darf, dass er/sie die Staatsbürgerschaft der Urgroßeltern ablegen möge und damit die „Heimat und Tradition verleugnen“ solle,
    …. so darf ein Deutscher keine Heimat haben, und schon gar keine weltlich deutsche. Denn wie soll ein hellhäutiger Mainstream Deutscher der sich der Heimat unterordnet noch individuell sein ? Pah !
    Der Migrant ist ja schon eine Minderheit, und dankbarerweise kann man seinen Migrationshintergrund auch noch an körperlichen Merkmalen ablesen. Vielleicht sogar noch hörbar, wenn er spricht.
    Beispielsweise ist der türkische Nationalstolz völlig legitim. Sprache, Gestus, Fahnen, Auswahl zwischen Kopftuch und Veilchen für die Schwester, das ist in Neukölln völlig okay.
    In Ankara ist das natürlich faschismus und unterdrückendes mysogynes Patriachat.

  59. "dem Inder “brake! Brake!” vor einer tückischen Eisplatte zurief"
    brav, brav!

  60. Wie die CSU die Heimat definiert,
    das wird sicherlich noch lustig werden. Wie man allerdings so dumm sein kann, die Heimat politisch zu instrumentalisieren, das erschließt sich mir nicht. Das haben schließlich auch schon andere versucht und wo das endete …

    Für mich besteht jedenfalls noch ein Unterschied zwischen Heimat, Nation oder Staat. Meine Heimat ist politischen Begierden nicht zugänglich. Schon garnicht solchen aus Bayern, wo man aus lauter Angst vor der AfD ins Völkische abzudriften scheint.

    Es ist wirklich absonderlich, wie der Heimatbegriff instrumentalisiert wird. Denn, jede/r hat zumindest eine Heimat, ob sie oder er das nun wahr haben will oder nicht. Das ist ja das Schöne an der Heimat, sie ist und bleibt, egal was auch geschieht, sie läßt sich nicht zerstören oder gar absprechen.

  61. .
    Ich glaube mich zu erinnern, dass ich
    als zartes Mädelchen (Krischperl) beim Rodeln
    immer „Aus der Bahn, Kardoffelmann“
    geschrien zu haben.

    Gestern, in der Sonne rannte + juchzte eine
    Schulklasse unbekümmert bei:
    „Wer fürchtet sich vorm Schwarzen Mann?
    Niemand!
    Wenn er aber kommt?
    Dann laufen wir davon!“
    Nun…der p.c. Lehrer rief aber „Kartoffelmann“
    .
    „bayerische Schimpfwörter“ mit K:
    Kartoffel, der [kadoffe/kardoffe] =
    einfältiger, ungeschickter, unbeholfener Mensch.

  62. Ich bleibe in meinem Indianerkostüm und in meiner Heimat
    Lieber Don Alphonso,

    Wenn ich solche Texte lese wie neulich in der „Zeit“, die sich gegen den Begriff „Heimat“ richten, und die mir einreden wollen, ein simples Faschingskostüm sei „nicht unschuldig“, dann werde ich richtig sauer.

    Ich habe eine Heimat, auch wenn alles darangesetzt wird, diesen Begriff in den Schmutz zu ziehen. Gerade weil dieser Begriff bei mir hauptsächlich positive Gefühle umfasst, ist er mir so wichtig. Meine Heimat lasse ich mir nicht wegnehmen.

    Die Gegend, in der ich aufgewachsen bin, ist objektiv gesehen bestimmt nicht schön. Aber ich empfinde sie als schön, weil sie meine Heimat ist.

    Als Kind war ich an Fasching Indianerin, und in dem Kostüm fühlte ich mich auf vollkommen unschuldige Weise stark und mutig. Ich lasse mir nicht einreden, das wäre etwas Schlechtes gewesen, wofür ich mich schuldig fühlen müßte.

    Spielerisch eine andere Identität anzunehmen, und dadurch die eigene Identität zu festigen – das ist der Sinn des Verkleidens. Identitätsstiftend ist auch der Heimatbegriff.

    Ich kann mir nur allzu gut vorstellen, warum alles darangesetzt wird, den Menschen das Gefühl für die eigene Identität wegzunehmen. Ein Mensch ohne Identität hat nämlich keinen eigenen Willen mehr und läßt sich beliebig herumschubsen, wie es der Obrigkeit gefällt.

    Liebe Grüße von der Kleinen Waldhexe

    • Es geht halt um Gouvernantentum – das eine ist bäh und das andere ist ganz bäh, nur die Reinsten kommen in den Himmel. Je extremer, desto besser, und natürlich auch gern auf die Kinder und gegen das Vergnügen.

    • Hier in Düsseldorf zog beim Rosenmontagszug ...
      … eine Gruppe hellhäutiger, aber schwarz angemalter Karnevalisten in Baströckchen herum und verteilte Schoko-Schaumküsse

      ich war ob dieser todesmutig demonstrativen Missachtung aller political correctness angemessen beeindruckt !

    • Im Ernst...
      …ein Faschingskostüm ist identitätsstiftend?

      Ich würde mich als ´ Indianerinˋ nicht wirklich sicher fühlen, wenn mir ein ´ Cowboyˋ (evtl bewaffnet) begegnete. Die Steigerung wäre dann wohl die Verkleidung ´ Reservatbewohnerˋ ….

    • @S&R
      Maximalpigmentiertenkuesse von Blackfaces – schoen! Bloss aufpassen, dass nicht naechstes Jahr die SAntifa kommt.

      Wenn es gegen die verbiesterten Preussen ging, waren die Rheinlaender schon immer ganz vorne mit dabei. Und Karneval hat sowieso traditionell etwas Subversives, nicht erst seit den grossen Strassenumzuegen.

    • Ich war der Cowboy
      Als Cowboy musste man einen schweren Colt am Gürtel tragen („Kinder“ hatten „Käpselespistolen“, richtige Erwachsene hatten Schreckschusscolts) zum angemalten Schnauzbart einen Cowboyhut auf dem Kopf.
      Alternativ war der Indianer (statt Hut ein paar Federn am Hirn).

      Davon abgesetzt war die Indianerin.
      Das war die beste Möglichkeit, kurze Röckchen zu tragen und gleichsam Indianer UND Cowboys auf seine (ihre) Fährte zu locken.
      Deshalb war „Indianerin“ ungleich beliebter als Flintenwei..Cowgirl.

    • schweren Colt am Gürtel
      Bei den Spielzeugpistolen gab es Revolver in Ganzmetallausführung. Sehr beliebt, da man die Trommel, in die ein Ring mit Zündplättchen eingelegt wurde, durchbohren konnte. (Der Papa eines Freundes hatte eine Metallwerkstatt.)

      Im Lauf gab es kein weiteres Hindernis, so dass man .22 lfB damit verschießen konnte. Die Munition wurde an der Tankstelle gekauft, wo die Patronen für uns Knirpse wie Bonbons in eine Papiertüte abgezählt wurde. Schrecklich, oder?

  63. Wie Sozialismus Heimat unbewohnbar macht
    …habe ich erlebt. Mit einigem Abstand entstand daraus der Roman „Blick vom Turm“. Ein kluger Verleger mit Wurzeln daselbst hat daraus einen regionalen Bestseller gemacht. Dass im Thüringer Wald mit seiner Naturschönheit allmählich auch regionale Heimatverbundenheit wächst und die SED-Nachfolger absehbar das Vertrauen verlieren, ist eine Hoffnung. Noch regieren sie mit. Was es kosten, wie lange es dauern wird, noch einmal die unheimlichen Folgen unbeheimateter Politik zu korrigieren, weiß niemand. Nicht einmal, ob es überhaupt gelingt.

  64. Metoo
    Ich war am Montag in Karlshuld.

    Ist Ihnen aufgefallen, dass 3 km nordwestlich der einzige Ort Deutschlands liegt, an dem man wegen seines Namens keine neuen Häuser bauen darf: Nazibühl?

  65. Das war wohl Ironie, sei zu hoffen
    Wenn Sie das ernst meinen. müssen Sie dort mal Urlaub machen:

    …“hätte ich die Industriekloake der Alster vor mir und dahinter nur noch den Wattensumpf des Eismeeres, in dessen Schlick die deutsche U-Boot-Waffe gammelt“….

    Sehen Sie, das mit der Noa und dass die unseren Kindern nicht mehr den Spaß mit Winnetou, den Häuptling der Apachen, einer literarischen Gestalt, gönnen will, hat mitnichten mit HH zu tun, da MUC auch solche Juwelen aufzubieten hat.

    Bezüglich Heimat möchte ich anmerken, dass das unvollständig ist. Man neigt doch auf dem Land mehr zu Ehe denn zu Genderstudies, und das macht die Heimat erst aus: Familie und Freunde zusammen wohl mit Landschaft und Traditionen. Unsere großen Städte werden zu „verlorenen und aufgelösten“, nach Rilke, Stundenbuch.

    Aber die Alster ist ein schöner Fluss, und die grünen Dächer um die Binnenalster haben Eleganz. Die Hamburger – vergraulen Sie sie nicht! – haben etwas Besonderes: Zwei Wochen Skiferien außerhalb von Fasching und Ostern, und sie sind gern in den Bergen. Im Winter zumindest. Im Sommer fahren sie eher in ihren Vorgarten. Und gut aussehen tun sie meistens auch, zumal sie mit satt Jod in der Luft meistens größer werden als südliche Schrumpfgermanen.

  66. "die Industriekloake der Alster"?
    Was haben Sie damit gemeint?
    Die Alster in Hamburg ist sehr sauber und schön.
    Viele können Heimat und Alster positiv verbinden.

  67. Imitation is the highest form of flattery
    Wer nicht einmal versteht, dass ein Kostüm Zuneigung zum Dargestellten bezeugt, wird wohl auch sonst nicht viel verstehen. Alle meine Kostüme, ob Katze oder Indianerin, wählte ich aus Zuneigung – ich war eher auf Seiten der Indianer als der der Cowboys (lag sehr an Karl May). Wer solche Zuneigung kaputt machen möchte, sollte sich überlegen, was dann folgt.

    Ähnlich ist es mit Heimat – die CSU hätte halt ab Oktober 2015 tatsächlich etwas gegen die Rechtsbrüche von Frau Merkel und Konsorten unternehmen müssen, juristisch sind die auf ganz dünnem Eis (siehe DiFabio oder auch https://henning-tabbert.de/veroeffentlichungen/zar-2017/). Jetzt dem Innenministerium ein „Heimat“ anzuhängen, bringt hingegen gar nichts (außer Spott).

    Wer des Türkischen mächtig ist, hatte in letzter Zeit eher Grund sich über die dort grassierende gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit Sorgen zu machen. Mir hat es jedenfalls für schlaflose Nächte gereicht.

    Aber nun, da die Antifa ihre Aufgabe im Schutz einer CDU-Kanzlerin sieht, kann man wohl eh die Maßstäbe von früher vergessen. Ich frage mich nur, wo all die selbsthassenden critical-whiteness-SJWs hinwollen, wenn sie ihr Ziel erreicht haben. Im Multikultiutopia werden sie aller Voraussicht nach nicht erwünscht sein.

  68. Der Aufstieg der Rechten hat nichts mit Heimat zu tun.
    Vielmehr gründet der Erfolg der Rechten einzig auf den Folgen des Neoliberalismus der letzten Jahrzehnte. Da hilft auch kein Heimatministerium.

    Kein Wort zu Hartz-IV im Koalitionsvertrag, stattdessen Roßtäuscherei bei Renten, Parität usw. Aber auf CETA inklusive Demokratieabbau und Paralleljustiz hat man sich geeinigt. Weitere Privatisierung und weiterer Rückzug aus staatlicher Verantwortung stehen auf der Agenda. Auch da hilft kein Heimatministerium.

    Heimatverteidigung, da könnte ein Schuh draus werden, aber die findet ja an anderer Stelle statt, zumindest theoretisch. Da wird geheuchelt und auch totgeschwiegen.

    Die Früchte des allgegenwärtigen Zorns auf eine Politik, die Gesellschaft und Gemeinschaft immer weiter zerstört und zu keinen positiven Veränderungen mehr fähig scheint, die jede klare Linie vermissen läßt, die werden der AfD ohne eigenes Zutun in den Schoß fallen. Und eine weitere „große“ Koalition wird dies noch zusätzlich beschleunigen.

    Das Bild, das sich dem Betrachter von CDU/CSU und SPD bietet, ist mit Worten doch kaum mehr zu beschreiben. Nicht, daß es bei den anderen Parteien besser aussähe. Letztlich kann einem, beim Gedanken an das, was unsere Politiker mit diesem Land anstellen, doch nur noch übel werden.

    Über Sinn und Unsinn eines Heimatministeriums kann man sicherlich streiten, insbesondere unter Berücksichtigung der tatsächlichen Aufgaben. Aber, der Begriff wurde sicherlich mit Bedacht gewählt, soll an Gefühle appellieren. Nur, das zieht nicht mehr, angesichts allgemeinen politischen Desasters, medialen Gleichklangs, Zensur, Staatstrojaner, Ende des Bankgeheimnisses und endloser Umverteilung von unten nach oben …

    • Denke eher, dass der "Erfolg" der Rechten auf einer nachweisbaren, enormen Faulheit beruht:
      1.Fakten nicht zur Kenntnis zu nehmen
      2.nicht nachzudenken.

      Die Rechten meinen, die Linken seien die Schuldigen.
      Die Linken meinen, die Rechten seien die Schuldigen.
      Dann gibt es, wie in alten Zeiten, jene, die meinen drüberzustehen. Auch die haben sich schon damals schwer geirrt. Die brauchten dann allerdings ein paar Jahre und letzten Endes dann den Einmarsch der Roten Armee und der westlichen Alliierten, um in ihrem „elitären“ Wahn wenigstens mal innezuhalten. Für ein paar Jahre immerhin.

      Da nun mal wieder die altbekannten Zeiten angebrochen sind, in denen hemmungslos Schuldige gesucht werden, wäre da nicht wenigstens als eine Art Minimum auch die Frage zu stellen, wer denn eigentlich für diese Globalisierung und deren Folgen verantwortlich sein könnte, der nun die Rechten ihre „Erfolge“ verdanken sollen? Wer hat die Arbeitsplätze und ganze Industrien ausgelagert? uswusf. Die Linken? Die Rechten? Oder vielleicht doch andere Kräfte?


    • Nun ja, Grigorij, Sie haben selbstverständlich recht, daß die Suche nach den Schuldigen ziemlich sinnlos ist, denn den oder die Schuldige/n gibt es nicht. Dennoch sind es gerade in Demokratien immer die Regierungen, die es in der Hand haben, gesellschaftliche Entwicklungen zu fördern oder zu unterbinden. Wie sie das tun, bestimmt ihren Anteil an der „Schuld“.

      Andererseits sind nationale Regierungen in einer globalisierten Welt längst nicht so mächtig, wie manche meinen. Und überdies stellt sich ja auch immer die Frage, besser, die Frage sollte sich stellen, wie denn das Ergebnis aussähe, man heulte nicht mit den Wölfen. Daß das Ergebnis dann am Ende immer zufriedenstellender sein würde, darauf würde ich nicht wetten.

  69. Heimat
    Ich verstehe es nicht. Zu DDR-Zeiten haben wir ganz selbstverständlich das Lied „Unsere Heimat“ gesungen und natürlich war auch Patriotismus an der Tagesordnung. Und dass alle Menschen gleich viel wert seien, hieß nicht unbedingt, dass auch alle gleich wären.
    Und heute tun die Linken so, als wäre „Heimat“ das Codewort, mit dem Rechte sich zum Türkenklatschen verabreden.

    • ... im Westen gab es auch ...
      … heute fast vergessen, die „Neue Heimat“, die – noch unter dem 3. Reich – gegründete Wohnungsbaugesellschaft des DGB …

      Ich glaube, dass die Entfremdung von der „Heimat“ im Westen mit der Öko-Bewegung in den 80er Jahren zusammenhängt, wo man in das Globale schweifte und in Endzeitstimmung verfiel, der krankhafte Deutschenhass und die Erlösungsphantasieren (Frauen, Schwule, Migranten) kamen auch in dieser Zeit auf…

  70. Geschichte 6 setzen
    Man soll sich nun als das verkleiden, was die Indianer früher, vor ihrer Entdeckung gefuttert haben.

    Wie rassistisch ist das denn nun wieder ……

  71. Die Zeit
    DIE ZEIT und ähnliche Kartoffelmedien haben eben das Niveau von Herrn Poggenburg.

    platitüd.

    Passt in Zeiten, in denen alle lamentieren, wir müssten nun aber wirklich die Klimaschutzziele einhalten, und wir bräuchten ein Digitalministerium und viel viel mehr Internet. Also viel mehr Kryptowährungs-Mining, das gigantischen Energieverbrauch generiert.

    In solcher Medien- und Politiklandschaft fühle ich mich jedenfalls geistig-seelisch heimatlos, egal wie prächtig und reich verziert das Hoftor zu meinem Privatanwesen ist, egal in welcher schönen Region unseres Landes.

    Je reicher, umso ärmlicher ist es, diese Medien- und Politiklandschaft über Jahrzehnte elitär wachsen gelassen zu haben.

    Soviel zur Elite.

    But you know, so what, who cares? It’s big time!

  72. Vier Zeitzeugen
    Erster Zeitzeuge
    Mein Grossvater aus Sachsen. Jg. 06. Um 1934 D verlassen. Reintegration in der Schweiz. Aktivdienst 40 bis 45 südlich des Rheins. Zitat „..das sowas wie die Nazizeit nie mehr passieren kann ist totaler Quatsch..von links und von rechts möglich..“

    Zweiter Zeitzeuge:
    Freund in München. Erfolgreich mit Familie. 4 Tage als Berater pro Woche in Berlin. „..was da in Deutschland abgeht mit abgehobener Politelite, welche mit Personenschutz durch die Hauptstadt braust. Gesetze werden gebogen. Dublin ist ausser Kraft. Heimat gilt nichts mehr. Wenn ich dies meiner Stuttgarter Verwandschaft erzähle, sagen die mir, ich sei ein Nazi..“

    Dritter Zeitzeuge:
    Berliner Familie. Weggezogen in die Schweiz. Eher linksliberal. “ ..D ist ein Possenspiel ohne Boden. Nicht mehr unsere Heimat. Unser Kind soll nicht dort aufwachsen.. “

    Vierter Zeitzeuge:
    Alt68er in Südbaden. „.. ich versteh das nicht mehr, was da passiert. Bin froh nicht mehr jung zu sein.“ Tochter zieht 2018 ins Ausland (sie ist 30-jährige MINT-Doktorandin).

    Zeitzeugen der Transformation. Alle bestens gebildet und liberal-weltoffen. Und heimatlos (ausser Grossvater, welcher vor der Wende gestorben ist. Er war ein glühender Demokratie-Patriot). Seine Heimat war der Garten und die Bibliothek.

    • Heute in München auch viel „Gebrause mit Personenschutz“...
      …lästig, aber nicht vergleichbar mit Turkmenistan, wo der Turkmenbashi schon mal ganze Häuserzeilen entlang seiner Route abreißen ließ, weil sie ihm nicht gefielen.

      Und: dass „soziale Aufsteiger“ in großen Limousinen schonmal den Realitätsblick verlieren ist klar. Sie sind das Benutzen von Kutschen eben nicht so gewöhnt…und der Fahrtwind macht schwindlig…rauschig.

  73. Wie Heimat entsteht
    Heimat entsteht nach meiner Erfahrung durchs Da-sein und Da-bleiben, unabhängig davon, ob es anderen Menschen da gefällt oder nicht. Besonders prägend sind die Kinder- und Jugendjahre. Obwohl ich mit 19 die Flucht ergriffen habe, bleibt dort auf dem Dorf meine 1. Heimat. Inzwischen habe ich im Rheinland eine 2. Heimat gefunden. Wer Heimat nicht schätzt, hat sie vielleicht einfach nie erlebt…

  74. ...da gehen manche Armen im Geiste oder Gelde oder Gefühl
    aßerhalb Bayerns mal wieder den Hetzern in den Medien gegen Bayern auf den Leim.
    Vorab: als früherem Hamburger scheint mir die Bezeichnung der Alster als „I..“ wirklich falsch, sowohl früher als auch heute. All die schönen Momente dort hätte ich nicht erlebt, wenn es wirklich eine wäre. Ihre direkten Anwohner haben auch einen recht privilegierten und eher teuren Blick auf sie, sogar besser und teurer als den von Gasse aus auf den Tegernsee (wenn man ihn denn überhaupt von dort sieht, was oft nur bei Spaziergängen vom Buchberg herunter oder Richtung Gmund gelingt).

    Und für Otto Meier und alle anderen, die Bayern nicht zu kennen oder zu verstehen scheinen (wollen), wie zB. die Sozen, auch die in Bayern: Heimat ist in Bayern nicht das, was die CSU daraus macht, sondern die CSU versteht einfach, was die Bayern (und Gesinnungsbayern wie ich) darunter verstehen, empfinden und wie sie es erhalten wollen. Da reicht dann das hochdeutsch näselnde, protestantisch genußfeindliche Sauertöpfische der Rinderspacher oder Kohnen nur zu unter 15 % bei der nächsten Wahl, auch wenn die Bettgenossen der Augsteins und Roths dieser Welt die Sozen noch so beharrlich hoch- und die Bayernversteher der CSU noch so beharrlich runter schreiben wollen. Das Schreiben hat schon Christian XIV. bei der letzten Wahl nicht geholfen. Denken und Verstehen wäre besser, aber das fällt wohl schwer, wenn der ideolgische Geifer Hirn und Mund bedeckt.

    Und die Freien Wähler sind in der Tat nicht rechts oder links sondern vor allem die, die bei der harten internen Auslese der CSU halt nie was geworden sind. Eine Auslese, die natürlich machmal doch recht brutal ist, allerdings deutlich wahrscheinlicher Taugliche nach oben bringt als die SPD es mit Herrn Schulz vermocht hat. Nun hat Frau Nahles mit ebensolcher Härte diesen Schulz und (wirklich clever, den auch noch) den Gabriel entsorgt (en lassen), was rein von der Art des Manövers großen Respekt bei der CSU erzeugte. Wenn die mal in Bayern anträte, das gäbe eine schöne Schlacht.

    Eine Heimat scheint sie auch zu haben, in der Eifel, wo es sehr schön sein kann. Ich würde mich freuen, wenn ein denkender Journalist, vielleicht sogar der Gastgeber dieses Forums, sie mal befragte, was sie unter Heimat versteht, ihr aber vorher sagte, daß die üblichen linken Phrasen nicht geschätzt sind von seinen Lesern.

    • Andrea Nahles ist die Merkel der SPD
      Die haben es bloß noch nicht kapiert.


    • In Bayern war ich zuletzt vor mehr als 50 Jahren, Solon. Es hat mir dort sehr gut gefallen und ich hege auch keinerlei Groll gegen die Bayern und ihre hoffentlich immer noch schöne Heimat. Die CSU aber als Bewahrerin dieser Heimat zu betrachten, fällt mir schwer. Denn Heimat wird eben nicht politisch definiert, besser, Heimat sollte nie politisch definiert werden. Der Versuch ist am Ende immer zum Scheitern verurteilt.

      Heimat ist Vertrautheit und Verbundenheit mit Menschen und Umwelt. Immer eng begrenzt und immer sehr persönlich. Heimat ist universell und hat nichts mit Politik usw. zu tun. Heimat zeichnet sich auch nicht durch Gleichheit aus, so wie es der falsche Begriff der politischen Heimat suggeriert. Rechte, Linke, Weiße, Schwarze, Katholiken, Protestanten usw. usf. haben nunmal dieselbe Heimat, leben gemeinsam und doch nebeneinander in ihr und möchten sie dennoch nicht missen, auch wenn manche nicht von Heimat sprechen möchten. Am Ende wissen doch alle ganz genau, wo und was ihre Heimat ist, selbst wenn sie es nicht in, auch für sie selbst, passende Worte kleiden können.

      Und weil das so ist, weil jede/r seine Heimat hat und liebt, steht die Heimat über allem, vor allem aber über allen Interessen, die die Heimat zu instrumentalisieren suchen. Auch Sie werden daran nichts ändern.

  75. Lieber Fonse, mei, scheene Buidl von den letzten Kralen der Indigenen
    aber der Text wirkt irgendwie so wie im Völkerkundemuseum 2040. Könnts sein, dass Euer Ehren irren?

    Gamskampler lebt mit GamskamplerIn in Nähe der niederbayerischen Bäder und -man teilt ja die politischen Ansichten der komischen Alten nicht, will ihnen aber die Freude nicht nehmen- bekommt zu Ferienzeiten allerlei Enkel- und Großneffenzeug (EuGNZ) aufs Auge gedrückt. Zweng Schnee, gemma ins Bad, teuer. In 7 Becken alle Beckenränder + Massagedüsen von strengblickenden SilberrückInnen besetzt. Strafende Blicke bei Lärm im verbleibenden Mittelbereich, auch außen. Diese senkrechten Streifen an den Oberlippen älterer Damen, zuletzt 1972 gelacht. Die Deppen sind nicht nur in Berlin.

    Donaumoos. Der Don radelt nur, er kanns also nicht wissen. Autofahrer können es auch nicht wissen. Fliegt Euer Flieger jedoch ab MUC Richtung NW, seht Ihr bei klarem Wetter von den
    rechten Sitzen aus ein wahrhaft schönes, gigantisches Blitzen, das ist das Donaumoos und insofern leicht zu lokalisieren. Was da blitzt? Es könnten Fabrikate eines gewissen Herstellers sein. Warum das Donaumoos damit voll ist? Keine Ahnung. Aber das Kartoffelstecken wird schwierig.

  76. Volksverhetzung und Grundgesetz
    Habe heute nachmittag versehentlich Nachrichten im Öffentl-Rechtl gesehen. Die Rede des einen Afd-lers wurde groß gezeigt, da ging es ja um das Heimatministerium. Mit enstprechenden Begleitungen des „Nachrichten“-Sprechers, üble rassistische Entgleisungen oder so ähnlich, hieß es.
    Tatsächlich hat der AfD-ler drei Dinge gesagt:
    –Die Türken hätten einen Vökermord an den Armeniern „am Arsch“
    –sie seien Kümmelhändler
    –sie seien Kameltreiber.

    Zu1: Das hat der Bundestag auch schon festgestellt
    zu2: ein ehrbarer Beruf
    zu3: eine uralte Floskel, etwas herabsetzend gegenüber dem Orient, sicher keine Beleidigung nach StGB.
    „am Arsch“ ist sehr unhöflich, für Aschermittwoch jedoch nicht so ungewöhnlich.

    Riesenwirbel und Anzeige der Türken wegen Volksverhetzung. Sie weisen laut Nachrichten auf das Grundgesetz hin (sind da Erdogan-Wähler dabei?, der soll ja ganz streng nach GG regieren hört man so)

    Wie so oft, Fragen über Fragen:
    „Kartoffeln“ -kein Wirbel-
    deutsche „Dreckskultur“ – keine Volksverhetzung – Kein Wirbel (außer bei Don A.)
    Nahles: In die Fresse – kein Wirbel
    Ziegenficker – Satire, allgemeine Zustimmung
    Nazischlampe – Satire

    Schlussfrage: wegen der Überlegungen zum Heimatministerium, warum machen Türken Wirbel,
    Warum hört man nichts von
    Japanern
    Spaniern
    Italienern
    Griechen
    Polen
    Chinesen
    Indern
    (alle nicht Genannten mögen mir verzeihen, ich kann hier nicht 150 Nationalitäten aufzählen? ? ? ?

    • Was bitte ist eine N.schl**pe?
      Ist mir wohl durch die Lappen gegangen. Wer soll denn da das Original sein? Leni Riefenstahl? Eva?

      Wo find ich das im web? White female trash?

      Wer kann helfen?

    • An Duda
      Das war letztes Jahr. Frau Weidel hatte in einer Rede das Ende der politischen Korrektheit gefordert. Daraufhin sagte der Satiriker der ARD-Sendung Extra 3 in etwa dieses: „O.K. Frau Weidel, hören wir auf politisch korrekt zu sein, Sie Nazischlampe.“ Bei einer Klage beim LG Hamburg scheiterte Frau Weidel, da es zulässige Satire ist. Keine Gewähr für die Richtigkeit des Zitates. Ich verschwende keine wertvolle Lebenszeit (mehr) durch ARD-Konsum.

    • @Adeo Bernhard
      Sie haben in Ihrer Aufzählung noch die „Köterrasse“ vergessen, als die man Deutsche gerichtsfest benennen darf.

      Ansonsten Dank an DA für den schönen, neuen Text und an die vielen Kommentatoren für die sinnigen Ergänzungen.

      Hier auf dem Land, im südlichen SH, geht es auch noch sehr heimatlich zu und der großen Mehrheit der Bevölkerung sonstwo vorbei, was Filterblaseninsassen, bei denen Frustrationswut lodert, aber nicht der Geist, von ihnen halten (sofern sie es überhaupt registrieren: Normale Menschen sind mit anderen Dingen beschäftigt als Bento, Zeit o. ä. zu lesen).

      Je weniger Aufmerksamkeit diese Vertreter blinkenden Wahnsinns bekommen, desto geringer wird ihr Wirkungskreis. Das funktioniert schon sehr gut über Entzug von Einschalt-, Klick- und Abonnementzahlen.
      Für den Rest, der dann in einer sehr kleinen Blase umeinander-irrlichtert und -zirpt, reicht dann ein safe space in einer Museumsvitrine, wo interessiertes Publikum sie als Kuriosum vergangener Zeiten mit fasziniertem Staunen betrachten kann.

    • Wussten Sie,
      dass das Durchschnittsalter des Publikums bei den „Öffentlichen“ bei
      60(!) Jahren liegt?

      Es ist absehbar, dass ihnen die Klientel (wie auch der cdu) wegstirbt.

      Kein Grund zur Aufregung…

    • @Adeo Bernard
      Eine vierte Sache haben Sie vergessen aufzuzählen, Poggenburg forderte die Deutsch-Türken auf, wieder an den Bosporus zu verschwinden. Verbunden mit den eindeutigen Beleidigungen („Kameltreiber“, “ Kümmelhändler“, man muss gewollt blind sein, darin keine Beleidigungen zu erblicken) legt das nahe, den Anfangsverdacht der Volksverhetzung mindestens zu prüfen. Was die AfD wohl genauso sah und Poggenburg schleunigst abmahnte, was die Anhängerschaft aber geflissentlich ignoriert. Irgendwann allerdings wird sich ein AfD-ler zur Verurteilung hocharbeiten ( Witzig, dass es nicht Höcke sein wird), mein Kandidat ist im Moment Jens Maier wg. Beleidigung. Allerdings sind dem AfD-Milieu die Schurkereien ihrer Idole relativ piepegal, denn – Grundrede jedes AfDlers- die anderen, Merkel, Grrr de Jood-äh, Moslems und überhaupt.

  77. Titel eingeben
    Habe gestern erfahren das das neue, alte, Schimpfwort auch bei deutschen Kindern auf dem Gymnasium „Du Jude“ ist. Bin echt bestürzt.

    • Transformation der kommenden Generation
      Ist der Integrationsarbeit geschuldet. Muss aus ethnologischer Sicht verstanden werden.

      Und die schon länger hier Lebenden werden dann zu Kartoffelbrei gemacht. Alles bestens.

      Hollenbeque hat uns wirklich verarscht. Der meinte doch, diese judenfeindliche Welle in Europa kommt erst um 2022.

      Was heute an Schulen passiert ist Morgen an der Universität und Übermorgen an der Regierung.

    • Dazu...
      … verhängen die Schulleitungen, in Fällen wo einzelne Schulleiter offen sprechen dann die Landesschulbehörden, ja seit vielen Jahren ihren Lehrer*innen Sprechverbote.

      Sprechverbote. Und Beamte müssen ja tun, was ihnen gesagt wird. Lehrer*innen sind auch keine Bürger*innen, die als Privatpersonen offen sprechen dürfen, was an „Schulen in schwierigen Stadtteilen und sozialen Brennpunkten“ seit Jahren – seit vielen Jahren, vielen wohlgemerkt – sukzessive Alltag wurde. Es ist immer die Frage, ob drei von dreißig so denken, oder 9 plus x von 30. Dann kippt die Mehrheitsmeinung, denken Sie nicht?

      Wir haben uns alle lieb – das ist das Konzept unserer örtlichen IGS (Gesamtschule). Und auf der großzügigen Europa-Karte, die von Island bis nach Kasachstan reichte, haben dann irgendwelche Schüler kleine Hassparolen über einzelne Länder gekritzelt, was ich sehr aufschlussreich fand, als ich am Tag der offenen Tür die Führung mitmachte. Die Lehrerin, die uns führte, fragte ich, was das denn sei – die hatte ihre Klasse im Raum neben der Karte, aber diese Kritzeleien noch gar nie gesehen.

      Tja.

      Ist eben normal, wenn die 10jährige Mitschülerin der Tochter dann im Gespräch ganz offen und ehrlich erzählt, dass sie in ihrer Familie alle Kurden (war in diesem Falle so, aber bitte gerne selbst einsetzen, was gerade passt) hassen würden. Alle [___] seien eben so und so und hätten dies und das Böses gemacht.

      Ob unsere Antworten stärker und überzeugender sind, als die Antworten in der Familie, das kann ich erst in zwei Jahrzehnten sagen.

      Stamm gegen Stamm. Wie im Alten Testament und ähnlichen Werken der Weisheit von Propheten und anderen. Flagge gegen Flagge, wie im guten alten Europa.

      Also, Sie brauchen nicht entsetzt zu sein. Ist einfach nichts Neues. Wir gleichen uns gerade nur den üblichen Standards weltweit wieder an.

      Entschuldigen Sie meinen Zynismus.
      Wir integrieren uns gerade.
      Wir schaffen das.

      PS: Dauert nur noch ca. 8 Jahre, bis in der Zeit dazu ein laaaaaaanger Artikel kommt, der dann ganz differenziert und vorsichtig berichtet, wie schwierig es ist, mit Traumata verschiedener Gruppen umzugehen, wie lange es brauchte, um die Probleme zu erkennen usw. usf.

      Dabei müssten wir nur eines machen: bei solchen Vorkommnissen wirklich jedes einzelne Mal die Eltern bestellen, damit sie ihr Kind im Sekretariat umgehend abholen. Sofort. Kommen sie nicht, holt die Polizei Vater / Mutter bei der Arbeit ab, damit sie ihr Kind in Empfang nehmen können.

      Jedes Mal. Bei allen elementaren Regelverstössen.
      Es würde wirken, mal darüber nachzudenken, was sich gehört, und was sich nicht gehört. Nicht mehr, nicht weniger.

      Und jetzt fragen Sie mal Andrea Nahles, den netten Herrn Habeck, den so konservativen Herrn Spahn oder Friedrich Merz, Herrn Lindner oder Herrn Maas, Frau Schwesig oder AKK, ob die das auch so sehen, dass man seine Werte auch mit Aufwand und etwas Klarheit einfordern darf.

      Glauben Sie, die wollen diese Probleme angehen, wenn sie dafür in den Medien fertiggemacht werden?

      Und dann fragen wir uns, warum die AfD solchen Zulauf erhält?
      Wir sind geradezu entsetzt?

      S-Bahn fahren!
      Hilft zu verstehen.

      Und um Missverständnisse zu vermeiden: mit den Flüchtlingen seit 2015 hat dieses ganze Thema noch nicht einmal etwas direkt zu tun. Es ist ein viel älteres Problem in unserer eigenen Gesellschaft. Durch die Migration in Masse seit 2015 kann man es nur nicht mehr aussitzen, das Problem.

    • Das stumme Grinsen
      Das man in den Blogs des Don meist mit der guten Seite der Gesellschaft zu tun hat, merke ich vor allem an Beiträgen wie dem ihren, Herrn Thomas. Clan-Wesen, Judenfeindlichkeit, Rassismus aller Art („Im Orient geht nichts verloren“ – Jacques Berque), Imperialismus und politischer Islam, all diese Schönheiten aus in Europa scheinbar vergangenen Reichen, konnte man schon vor Jahrzehnten in Deutschland wunderbar erleben, wenn man sich abseits der Kraut-Vororte bewegte. Schon in den 90er Jahren erlebte ich als Schüler, wie Kurden und Türken das „Zusammenleben täglich neu verhandelten“ und auf Klassenfahrten die judenfeindlichen Texte der Berliner Bernd, die später amtlich zur terroristischer Vereinigungen ernannt wurde, auch von zufällig anwesenden „Neudeutschen“ fröhlich rezipiert wurden. Die Eltern und die Beamten, klar, die wollten sowas nicht sehen.

  78. Ex Zeitleser
    Schöne Beschreibung des Donaumoos. ich fahre da auch öfters durch habe sogar einmal eine historische Beschreibung darüber gelesen.

    Don sicher sind das Erklärungen für das Wahlverhalten, aber m.E. nicht
    ganz ausreichend. Ich wohne im westl. Bayern an der Grenze zu BW.
    Auch dort hatte die AFD über 16% erreicht, in einigen Gemeinden über 20%. Meines Wissen nach alles eher ländliche und schon recht lange gut situierte Gemeinden.

  79. Neues von der Invasionsfront
    diepresse.com/home/ausland/5372362/Wie-leicht-sich-Islamisten-nach-Europa-einschleichen

    Ein Israeli mit … syrischem Pass;
    deutsche Sozialarbeiter, die … Tipps geben, wie man die deutschen Behörden übers Ohr legen kann;
    islamische Prediger, die die „gewaltlose Unterwanderung Europas“ forcieren;
    muslimische Migranten, die von Anfang an keine Lust haben, sich zu „integrieren“, wie man in Europa sagt und es zumindest gerne sehen würde.
    Das und anderes sind Elemente einer unerhörten Geschichte, die der bekannte israelische TV-Journalist Zvi Jecheskeli teils unter Einsatz seines Lebens für seine Serie über die arabische Welt, die seit Jahren vom israelischen Sender „Channel 10“ ausgestrahlt wird, recherchiert hat.
    Und bei der in Europa die Alarmglocken schrillen müssen.

    Fotos und Fortsetzung, s.o.

    • Der tippgebende deutsche Sozialarbeiter hat einen palästinensischen
      Migrationshintergrund. Und macht nicht nur den Weg in fianzielle Hilfen für Neubürger frei. Er erzählt, wenn man ihn fragt, auch, wie man die lange Wartezeit hinsichtlich des Familiennachzugs umgehen und die Sippschaft schneller einschleusen kann, als es das Gesetz erlaubt.
      Ach.

    • Ach was.
      Deniz Yücel:

      „Der baldige Abgang der Deutschen aber ist Völker­sterben von seiner schönsten Seite. Eine Nation, deren größter Beitrag zur Zivilisations­geschichte der Menschheit darin besteht, dem absolut Bösen Namen und Gesicht verliehen und, wie Wolfgang Pohrt einmal schrieb, den Krieg zum Sachwalter und Vollstrecker der Menschlichkeit gemacht zu haben; eine Nation, die seit jeher mit grenzen­losem Selbst­mitleid, penetranter Besser­wisserei und ewiger schlechter Laune auffällt; eine Nation, die Dutzende Ausdrücke für das Wort ‚meckern‘ kennt, für alles Erotische sich aber anderer Leute Wörter borgen muss, weil die eigene Sprache nur verklemmtes, grobes oder klinisches Vokabular zu bieten hat, diese freudlose Nation also kann gerne dahin­scheiden.“

    • @Zuvielgesellschaft
      danke, für den Text.

      Herr Yüksel hat das fein beschrieben. Nur, die Deutschen
      werden bis zum Jüngsten Tag nicht aufhören zu meckern.

      Damit wird Y. sich abfinden müssen. Er kann ja mitmeckern.
      Talent hat er.

  80. What's the most you ever lost on a coin toss.
    Immer der gleiche Fehler:

    Heimat ist nicht als Einheit zu definieren, sondern als Differenz.

    Wer Heimat sucht, der findet nicht viel, weder hier noch dort noch in Berlin oder Bayern. Wie man an Dons Bericht beobachten kann.

    Aber darum geht es auch nicht.

    Heimat entsteht aus Abgrenzung, aus Differenzierung, aus Grenzziehung.

    Heimat ist das, was man nicht will.

    Heimat ist „ich esse Leberkäs, nicht weil es schmeckt, sondern weil ich nicht McDonald esse“

    Kein Mensch wäre auf die Idee gekommen nach Heimat zu fragen, hatte Merkel nicht 2015 die Grenzen geöffnet.

    Man vermisst die Grenzen, deswegen redet man über Heimat.

    Zieht Grenzen, und keiner brauch mehr Heimat zu rufen.

    So einfach. Alle wären zufrieden, die Rechten UND die Linken.

    • Darf ich, bitte...
      …etwas dazufügen?
      „Heimat“ entsteht durch Abgrenzung des „Anderen“. Ja, und deshalb ist es historisch betrachtet oft eine „Ausgrenzung“. Daher wurde im ZEIT-artikel nahegelegt, diesen verbrannten Begriff nicht mehr zu gebrauchen.
      Der Vorschlag war, ihn durch „Verwurzelung“ zu ersetzen. Nachvollziehbar, wie ich meine.
      Die Konjunktur dieses Begriffs ist verständlich angesichts offener Grenzen usw. kein Thema.

      Nur: ich würde gerne vorschlagen, dass man das Rückwärtsgewandte und Verklärende aus dem Diskurs nehmen würde und durch einen Blick nach vorne ersetzen würde. Soll heißen, da käme Ernst Bloch ins Spiel, der „Heimat“ als etwas zu Schaffendes in der Zukunft sieht.

      Auch wenn hier in den Beiträgen die Schönheit, die soziale Umgebung, Traditionen und vieles mehr darunter subsumiert werden, „Heimat“ ist dies nicht.
      Und: niemand sollte sich anmaßen, andere zu diffamieren indem er einen Kampfbegriff in die Runde wirft…

    • Der Versuch, Heimat negativ aufzuladen, ich reichlich neu – die Umweltkämpfe der 70er-90er wurden alle mit dem Verlust von Heimat geführt, ganz offen und ohne jede Ironie. Das war ein ganz normales Wort, das man nur nicht mehr in den Mund nahm, als es immer neue Themen wie Veggiedays gab. Jetzt wird er zur Abgrenzung benutztt, damit keiner auf die Idee kommt, wie Heimat wieder für sich zu reklamieren. Das ist die Perfidie an der Sache.

    • Titel eingeben
      Das ist mir zu oberflächlich. Heimat ist das einzige Land wofür ich kämpfen würde.

    • Just when I thought I was out, they pull me back in.
      @N05

      Dann nennen Sie es Nation und nicht Heimat, so wie die Amis.

      Früher sagte man hier ja auch noch Vaterland.

      Aber Vaterland ist abgebrannt und seit dem operieren wir mit Heimat.

      Man kann diese eine Seite der Differenz beliebig füllen, letztlich geht es um eine Leitdifferenz, um eine Innen und ein Außen. Und Außen ist dabei ebenso wichtig wie das Innen. Insbesondere, je weniger man das Innen konkretisieren kann, wie bei Heimat. D.h. je mehr Heimat umso mehr Abgrenzung. Das ist der böse Witz.
      Hätten wir noch Vaterland oder Nation, dann würde sich all die Abgrenzung erübrigen.

    • Geschichtslosigkeit als Prinzip
      Text eingeben


    • Differenzierung wäre wirklich schön.

      Ist Heimat Abgrenzung oder Ausgrenzung? Gibt es da gar ein Innen oder Außen? Man möge mir verzeihen, aber das ist doch nicht Heimat.

      Die Heimat hat sich nicht geändert, ob dort Nazis, Kaiser oder Demokraten herrschten. Die Heimat hat sich auch nicht dadurch geändert, daß die Menschen nicht mehr in der DDR, sondern plötzlich in der BRD lebten. Auch hat sich die Heimat nicht dadurch geändert, daß Pizza und Döner, Cola und was weiß ich was angeboten wurde. Ebenso hat niemand die Heimat dadurch verloren, daß Fremde nebenan einzogen.

      All das hat doch keinerlei Einfluß auf die Heimat. All das geht an der Heimat letztlich spurlos vorbei, denn Heimat bleibt Heimat, egal wie auch immer sie sich verändert.

      Der Heimatbegriff ist ein rein emotionaler. Ihn an Äußerlichkeiten zu binden, ihn final definieren zu wollen, ihn zu instrumentalisieren, bedeutet, ihn zu entwerten. Daher ist ein Heimatministerium das Letzte, was wir brauchen, selbst wenn Name und Inhalt nichts miteinander zu tun haben.

      Vaterland, Nation und Staat, das sind Begriffe, die schon genug religiösen Wahn auslösen. Die Heimat sollte davon verschont bleiben.

    • I have to believe in a world outside my own mind.
      @Meier

      Emotionen sind individuell. Eine Heimat als Emotion trägt somit nicht als Einheit, welche mehr als eine Person verbinden könnte.
      Für eine tragfähige Einheit bedarf es einer Grenze, die eine größere Menge inkludiert und eine noch größerer Menge exkludiert.
      Deshalb haben ja unsere Großväter die Nation erfunden.

      Man kommt an den Realitäten der Kommunikation nicht vorbei.

      Da ist kein Ersatz für Nation. Ebenso keiner für die Differenz Recht/Links, auch wenn oder gerade trotz irgendwelche Halbintellektuelle in deutschen Medien das Gegenteil verkünden.

    • "Man kommt an den Realitäten der Kommunikation nicht vorbei."
      Ja, Goodnight, wenn die Kommunikationsprobleme nicht wären, könnte vieles einfacher sein. Die Gründe sind vielschichtig und sind nicht zuletzt in der Art der Kommunikation zu finden. Allerdings wird die zunehmend kryptische Kommunikation auch ganz bewußt genutzt, um sich immer ein Hintertürchen offenzulassen.

  81. Ohne Heimat und Identität
    Mit Ihrem Bericht von der Heimatfront haben Sie uns, lieber Don, erneut einen lebensnahen und prallen Einblick in deutsche Befindlichkeiten fern des linksgrünen Mainstream geboten.
    Man kann daher nur hoffen, daß etliche Vertreter der Jounaille ihn zumindest zähneknirschend überfliegen, obwohl er ihrem einseitigen Weltbild von einer alles und jeden umspannenden egalitären Menschheits-Gesellschaft ganz und garnicht entsprechen will.
    Dieses ist imgrunde das eigentliche Übel, weil es kaum mehr in der Öffentlichkeit thematisiert wird. Wir haben uns seit nunmehr beinahe 50 Jahren allenthalben daran gewöhnt, zu vergessen und uns darüber zu verständigen, was wir mit Heimat, Tradition und nationaler Identität verbinden können und wollen.
    Während im ländlich-kleinstädtischen Milieus häufiger noch Restposten lokaler Verwurzelung zu spüren sind, läßt sich in den Großstädten bis in die klassischen Bildungsschichten eine völlige Verunsicherung in Fragen kultureller und nationaler Orientierung vielfach spüren.
    Vielen scheint daher nur von scheinbar tiefer Humanität beseelte Weltoffenheit und eine bisweilen ins Abgöttische reichene Neigung zu fremden Kulturen Erlösung aus einer als gruselig empfundenen Gegenwart zubieten.
    Auch deshalb fällt es heutzutage dem linken Spektrum einschließlich den merkeltreuen Vasallen so leicht, jedermann, der sich erdreistet durch heimatlich-nationale Anwandlungen hervorzutreten, die per se als minderwertig und unzeitgenäß anzusehen sind, alsbald mit brauner Tünche anzumalen und auszugrenzen.
    Dies wäre nicht einmal in der DDR möglich gewesen, was eigentlich selbst die alte kinderlose Frau ohne Zukunft an der Spitze der CDU als gelernte FDJ-Sekretärin und SED-Propagandistin wissen müßte.
    Als nämlich die DDR Anfang der 60iger Jahre verstärkt daran ging, eine eigene, von der BRD geschiedene Identität, aufzubauen, wurde der Heimat- und Landesgeschichte unter dem Begriff der Regionalgeschichte besondere Aufmerksamkeit zuteil. Man hielt deren Kenntnis bei der Herstellung von Loyalität und Verbundenheit mit dem Gemeinwesen für unverzichtbar.
    Davon sind wir in großen Teilen Deutschlands heute meilenweit entfernt. Wo, von Bayern wieder einmal abgesehen, wird der Lehrer mit einem Grundwissen zur regionalen Geschichte noch ausgestattet. Dies gilt auch für die Kunstgeschichte.
    Allenthalben fehlt es in diesem Land an Orientierung in Fragen der Bewertung kultureller Entwicklung. Statt dessen irrlichtern wir im Geiste durch die Kulturen der Welt.
    Dank eines umfassenden von der Politik über die Universitäten bis zur Hauptstadt-Journaille reichenden betreuten Denkens vermögen die allermeisten von uns nicht einmal mehr zu erkennen, daß es zwischen den verschiedenen Gesellschaftsformationen deutliche Unterschiede in ihren kulturellen Leistungen gibt.
    Man muß nicht mit den Augen eines Han-Chinesen oder eines Japaners auf den Rest der Welt herabblicken, aber wenn schon die Bezeichnung „Kameltreiber“ für einen Orientalen den lauten Ruf nach dem Verfassungsschutz fröhlich erklingen läßt, dann ist etwas grundfaul in diesem Gemeinwesen.
    Man muß nur die scharfsinnigen Beobachtungen eines Fürsten Pückler-Muskau, eines brillanten deutschsprachigen Reiseschriftstellers des 19. Jahrhunderts, etwa zu Griechen und Orientalen gelesen haben, dann kann man sich jede Diskussion über die Bildsamkeit und mentale Prägung gewisser Völkerschaften auch heute noch sparen.
    Um auf den Ausgangspunkt zurückzukommen: Solange wir nicht lernen, auf die kulturellen und technischen Errungenschaften unseres Volkes mit einem gewissen Stolz oder auch einer Form der Selbstachtung zu blicken,
    werden wir uns angsterfüllt, um ein deutsches Lieblingswort zu verwenden, von jedem, der mit linksgrüner Gesinnungsrhetorik im öffentlichen Diskurs auftrumpft, hetzen lassen.

    • Gab es doch früher mal...
      Heimatkunde in den Grundschulen. Prinzip war: vom Nahen zum Fernen.

      Heute heißt das Äquivalent „Sachkunde“. Nun ja, wenn alle Innenstädte gleich aussehen von Amsterdam bis Zwiesel, dann redet man von „Sachen“ in den Einkaufsmeilen.

  82. Die Königin der Grundnahrungsmittel
    Die Kartoffel, diese vielseitige und kostengünstige Delikatesse, die uns Europäer aus allen schlimmen Zeitperioden der vergangenen Jahrhunderte herausgeführt (gefüttert?) hat. So eine frisch geschälte Pellkartoffel mit etwas Salz und sahniger Butter von deutschen Höfen ist unvergleichlich im Geschmack.

    Mit ihr ist es wie mit der Heimat: Nur wer keinen Bezug zu ihr hat, vermag über sie herzuziehen. Wer sie nur als labberige Pommes, als künstlich aromatisiertes Knabbergebäck oder als rehydrierten Kartoffelbrei kennt, der meint auf sie herabschauen zu können. Ein solcher Mensch ist nach Feierabend auch zu faul, um eine Kartoffel am Herd zuzubereiten und schlingt stattdessen hastig den Billigdöner runter, den er auf dem Weg von der Redaktion zur „heimischen“ Eineinhalbzimmerwohnung in der Mietkaserne mitgenommen hat.

    Hauptsache es geht schnell. Schließlich muss ein solcher Mensch am nächsten Morgen ab 6 Uhr wieder Agenturmeldungen für die ungewaschenen Massen abtippen. Da bleibt einfach keine Zeit, um eine köstliche Kartoffel zu genießen … oder eine Heimat aufzubauen.

  83. A propos bildungsfern, Don. Auch in der Schweiz ist nicht alles Gold was glänzt
    NZZ zu Flucht, diesmal andersherum…

    Themenabend «Flucht aus Europa»
    .
    „Auf der Überfahrt mit dem Schlauchboot übers Mittelmeer geht der siebenjährige Sohn verloren. Nach einer kurzen Zwischenstation in Namibia erreicht die Familie schliesslich Südafrika….“
    .
    Da landet eine vor den Rechten in Deutschland, ja ganz Europa geflohene Familie (alle haben korrekte Vornamen) mit ihrem lummeligen (schwäbisch für: nicht richtig aufgeblasen/erigiert) Schlauchboot, von Norden kommend, in der Brandung der namibischen Küste in der unberechenbaren , starken Strömungen des nordwärts fließenden Benguelastrom*
    – und die NZZ redet von Mittelmeer.
    .
    * in Anbetracht der dramatischen Entwicklung gegenüber kleinkrämerisch-und somit vernachlässigbare Details.
    .
    Ich vermute, die sind bei Ebbe am Jachthafen von Blankenese in das Rubberboat gestiegen und haben sich mit ablaufendem Strom aus der Elbe in Richtung Ärmelkanal und weiter durch die Biskaya treiben lassen, querab später die Meerenge von Gibraltar links liegen gelassen (Fracos Erben?). Dann haben sie sich, trotz Flüchtlings-Gegenverkehr von Marokko her zu den Kanaren, entgegen der Strömung an der westafrikanischen Küste entlang treiben lassen (ich wäre spätestens in Essaouira an Land gegangen). Dann sagten sie sich wenig später, nach Passage von Niger und Kongo-Mündung, ach da ist ja Namibia – ist das nicht das alte Deutsch-Südwest? Ja, da gehen wir hin……
    .
    Merkwürdiger Weise ist ein kurz aufflackernder Artikel beim Main-Rubberboat verschwunden (gesunken?). Diesen Unterhaltungsknaller, lieber Don, sollten Sie mal bei Gelegenheit zu einem Festtagsgericht (Schlachtfest?) aufbereiten.
    (DdH)

    • wollen sie denn in Essaouria mal einen Rauchen oder nur die Windmühlen anschauen ??
      werter DdH, der Ort Essaouira – obwohl ein Aufkleber von dort mein Auto ziert – ist auch nicht mehr das, was er war, als da noch Mick Jagger oder Jimmy – der Maultaschenessensverweigerer in Suttgart – dort verweilten…………….aber im Februar sicher besser zum Durchatmen als das Donaumoos oder der Genuss von ulFuM auf dem Bildschirm und in den Gazetten.

      auch hier im alemannisch- alemannischen Grenzgebiet gibt es viele die noch die Mär glauben, die vielen Eriträer kämen nur, weil damals der Kolonialismus so furchtbar war……..dann reist eine Grüne aus dem Bundesparlament der Schweiz mal hin vor Ort und kommt zurück und schockt alle und sagt: alles nicht so schlimm, wenn Mann oder Frau sich normal benehmen !

    • Werter DdH,
      skeptisch war ich schon, als ich im Programm die Handlung las. Nach 10 Minuten habe ich ausgeschaltet. Für mich war das ein Propagandafilm der Linken nach dem Motto: Wehret den Anfängen, sonst kann es euch so ergehen, wie den jetzigen Ankommenden bei uns.Naja, seit wann sind solche Filme an der Wahrheit interessiert?

    • Es handelt sich wohl um eine Filmkritik zu „Aufbruch ins Ungewisse“....
      …mehr ist nicht zu sagen…

    • @ Philomena
      Mir ging es ähnlich, ich habe den Film aber als Hintergrundberieselung weiter laufen lassen. Offensichtluch hat man alles, was es an Kritik an den sogenannten Schutzsuchenden gibt, feun säuberlich und Punkt für Punkt abgearbeitet. Es kommen hauptsächlich junge Männer hier an? Schwupps, heißt es im Film „es ist zu gefährlich. Ich hole euch nach”.
      Ja, das war billig und propagandistisch, zudem alles völlig unrealistisch und schlecht gemacht. Wenn sich in den ersten fünf Minuten eines Films zwei Figuren gegenseitig lauter Dinge erzählen, die der andere schon weiß, dann ist das immer ein schlechtes Zeichen.

      Geehrte Frau Zerhau, falls Sie das hier lesen: Ihr Drehbuch ist kindisch und unterentwickelt. Sie haben keinen Sinn für Charaktere, Struktur, Mimesis oder die Aristotelischen Einheiten.

      Mit der Regie sieht es nicht besser aus. Herr Wessel sollte Boileau lesen („Den Bedürfnissen der Hofgesellschaft entsprechend, sollte das Drama angenehm, nicht zu emotional und nicht zu belehrend sein”).

    • Wenn sie mal richtig lachen wollen
      Dann lesen Sie die Verballhornung „Flucht aus der Lausitz” auf der Achse des Guten (achgut.com). Ich habe mich gerade köstlich amüsiert.

  84. Aufbruch ins Ungewisse
    Vielen Dank für die Schilderung des Donaumoos. Hab‘ rasch nach dem Fort Hagau gesucht. Sehr hübsch und gut zu wissen, dass es nicht mehr seinem ursprünglichen Zweck dient.

    Bezüglich der Heimat: Gestern bekamen die Zuschauer der ARD einen Heimatfilm der besonderen Art zu sehen. Dort durften/mussten die Kartoffeln gen Südafrika via Namibia migrieren/ flüchten. Fürchterlich wie platt solche gutgemeinten Filme sein können. Die Dänen hätten das besser gekonnt. Man sieht es auch an den dänischen Sozialdemokraten, die ptagmatisch-vernünftig mit der Asylproblematik umgehen.

    Schönen Gruß aus den hannöverschen Gefilden

  85. Hier im Dorf geht "Heimat" so:
    Der Wendel, mein nächster Nachbar, wurde letzten Sonntag 50. Die freiw. Feuerwehr,die nach dem 06.01. immer die abgetakelten Christbäume einsammelt für den Funken am kommenden Sonntag, hat ihm 15 davon in gleicher Größe vor seinen Gartenzaun gestellt.Vollbehangen mit Luftballons in Pastelltönen, das sah sogar frühlingshaft aus in der Sonne.Am Dorfeingang wurde er durch ein großes Plakat an einem Stadel gewürdigt.

    Auf Dörfern verschwendet niemand einen Gedanken an linke Meinungen solcher Art.

    Irgendwo habe ich den Seehofer sagen hören, dass er mit seinem Heimatministerium den ländlichen Raum dem urbanen wirtschaftlich und struktuell angleichen möchte, ihn stärken will.Was ja nicht so schlecht wäre manchenorts.Hier ist es ländlich und doch ist alles da an Schulen, Kliniken, Ärzten,Kindergärten,Betrieben,FH etc.

  86. der Beitrag ist mir ohne Namen entwischt.
    Text eingeben

  87. Verblendete Fanatiker auf ihrem Kreuzzug gegen das was man Heimat nennt
    Es war hier schon oft Gegenstand der Diskussion: wie leichtfertig und unbedacht hierzulande jemand als Unhold hingestellt wird nur weil er Gefühle hat, die überall auf der Welt zur Normalität gehören. Heimatgefühl ist ein teil davon. Die Leute sollten sich gegen Diffamierungen wehren und auch mal das Gegenüber anzeigen, wenn es wegen einer Bagatelle gleich mit Dingen wie „Volksverhetzung“ ankommt.

    Manche Eurofanatiker möchten Deutschland in der EU auflösen und es einem europäischen Zentralmoloch unterwerfen. Eine irre Vorstellung angesichts der Unterschiedlichkeit der europäischen Kulturen. Das fängt schon bei der Sprache an: ein einheitliches Staatsgebiet bräuchte auch eine einheitliche Sprache. Und welche sollte das sein? Englisch kommt nach dem Brexit wohl kaum noch in Frage, das wäre denn doch etwas widersinnig. Glaubt man allen Ernstes, die Franzosen würden es hinnehmen, wenn Deutsch zur europäischen lingua franca erklärt würde?

    Wir haben mit der EU wie sie früher war gut gelebt. Handel und Wandel, Annäherung durch wirtschaftliche Beziehungen, das ist pragmatisch, realistisch. Ein Europa der Vaterländer, wo jeder das Recht auf seine eigene Heimat hat-das ist machbar. Alles andere ein Hirngespinst. Man sehe sich Südamerika an. Dort gibt es nur 2 Sprachen, mit Ausnahme von B. wird überall Spanisch gesprochen und die Kulturen sind sehr ähnlich. Da läge die Idee der „Vereinigten Staaten von Südamerika“ sehr nahe. Wurde das jemals auch nur angedacht? Nicht im Ansatz. Kann man daraus schließen, dass in Südamerika der Chauvinismus ein verbreitetes Phänomen ist? Vielleicht schon. Warum werfen unsere linken Heimatdiskreditierer das denen nicht vor? Sie sind zu emsig damit beschäftigt ihr eigenes Land schlecht zu machen. Als ob das ihr Eigentum wäre.

    Heimatliebe ist etwas völlig Natürliches. Und ich habe noch nie gehört, dass ein Gefühl wie Heimweh diskreditiert wird. Heimat hat nichts Triviales, es ist nichts wozu nur die Dummen Bezug hätten. Der Heimatbegriff findet sich bei vielen großen Literaten. Kostprobe aus Nietzsches „Die Krähen schrei’n“: „…wohl dem, der jetzt noch Heimat hat […]was bist du Narr vor Winters in die Welt entflohn? Die Welt-ein Tor zu tausend Wüsten stumm und kalt […]“.

    Unsere linken Fanatiker leben schon viel zu lange mit dem Irrglauben, alles was links sei verbinde sich automatisch mit Begriffen wie „intellektuell“ oder gar „intelligent“. Keineswegs. Es gibt viele Literaten, die von den halbgebildeten, simpel gestrickten Eiferern unserer Tage (die gerne andere als rechts diffamieren um sich selbst dadurch einen Vorteil zu verschaffen) in die rechte Schublade gesteckt werden. Und die dennoch bedeutende Geistesgrößen sind und bleiben. Eine linke Galionsfigur, Brecht, hat zwar sehr viel geschrieben, aber nie den Nobelpreis erhalten.

    Die wohl empfehlenswerteste Verfilmung in Zusammenhang mit „Heimat“ ist die Trilogie von Edgar Reitz. Am besten sicher die erste Staffel. Im In-, aber auch im Ausland zurecht viel beachtet und mit Preisen überhäuft. Reiz sagte damals, er wisse, dass er sich mit diesem Film auf „vermintes Gelände“ begibt. Dennoch hat er ihn abgedreht: realistisch, zeitgetreu, die Menschen in all ihren Facetten darstellend (keiner ist nur gut und keiner nur böse), unprätentiös, voller Herzblut, künstlerisch auf höchstem Niveau. Wer da noch mit linkem Oberflächengemosere ankommt outet sich als Banause, als gefühlloser, unsensibler Quertreiber.

    Ich hoffe es wird in nächster Zeit Bürgerinitiativen gegen die Zerstörung unseres idyllischen Landschaftsbildes durch die Globalisierungswindmühlen geben.

    Damit man seine Heimat auch in Zukunft noch genießen und lieben kann.

    • Edgar Reitz'
      Heimat Filme sind das cineastische Pendant zu Kempowskis Deutscher Chronik.

      Undenkbar, dass sowas heute noch produziert werden könnte.
      Undenkbar auch, dass es wie seinerzeit zur Hauptsendezeit laufen könnte – heutzutage nicht mehr vor Mitternacht.

    • Wiki @Harry
      Die Zentralamerikanische Konföderation (Confederación de Centroamérica), auch Vereinigte Provinzen von Zentralamerika (Provincias Unidas del Centro de América), später Bundesrepublik von Zentralamerika (Republica Federal de Centro America), war ein Staatenbund der zentralamerikanischen Staaten Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua und Costa Rica, der von 1823 bis 1840 bestand.

    • @Erfurter
      Wo Sie gerade Kempowski erwähnen: es gibt zwei hervorragende Verfilmungen zu Büchern von ihm: Tadellöser und Wolff (zweiteilig, Romanvorlage ist Teil der „Deutschen Chronik“) und eine Fortsetzung in „Ein Kapitel für sich“. Dasselbe Niveau wie Reitz‘ „Heimat“, ich bin sicher Letzterer hat sich daran orientiert. Ja, Sie haben recht: wo sind wir hingekommen? Filme, die von Zeitzeugen gemacht wurden gelten weniger als unreife Machwerke halbstarker Neofilmer. Zensur, Zensur. Was mir an Rosenmontag auffiel: da lief früher immer die Folge „Rosenmontagszug“ aus der satirischen Serie „Ein Herz und eine Seele“. Das ist mit das Beste was es im deutschen Film je gab. Diesmal lief es nicht (kein Drama, gibt es ja auf YT oder DVD, aber trotzdem). Wenigstens läuft an Silvester immer noch die Folge „Silvesterpunsch“. Knallhart. Der Drehbuchautor, Wolfgang Menge, hatte übrigens eine jüdische Mutter. Kleingeister wollen so etwas verbieten, weil es ihnen nicht in ihren spießigen Kram und ihr infantiles Weltbild passt. Am Ende wollen sie wohl Menge sogar noch Rassismus oder Antisemitismus vorwerfen.

      Jaja, wo sind wir angekommen, in einer Republik der engen Meinungskorridore.

      Man fasst es echt nicht!

    • Zur Beantwortung der Frage nach der gemeinsamen "europäischen Sprache" -
      schaue man sich ggf. die Schülerzahlen aufgesplittet nach „Hintergrund“ in den Grundschulen an …

      (Bei solch bösen Gedanken MUSS ich nun #die_Innenwände_meines_Gehirns_mit_Kernseife_ausschrubben!
      Und #mit_Weihwasser_nachspülen.)

  88. Die Zeit und ihre Leuchten äh Leutchen
    Auch ich hatte den Artikel in der Zeit gelesen. Mir war bereits nach der Überschrift klar in welche Richtung argumentiert wird. Soweit so erwartbar. Mich interessierte da schon mehr die Biographie des Journalisten. Zu meinem erschrecken musste ich feststellen, fast gleiches Alter (Millenial) und gleiche Heimat. Geboren in Mecklenburg, ein Kleinkind der DDR. Ich fragte mich, wo ist der Beste falsch abgebogen? Gut, er ist nach HH gezogen. Ich ins RHS (Beides keine Orte um beim Don Eindruck zu schinden, ich weiß). 90% meines Jahrgangs haben ihre Heimat verlassen um im Rest der Republik einen guten Job zu bekommen. Und trotzdem, sobald ich die Mecklenburger Seenplatte erreiche, spüre ich ein Kribbeln, innere Aufgeregtheit und Freude auf meine alte Heimat. Zahlreiche Endmoränen und dazwischen viele kleine Seen. Für mich gibt es nichts Schöneres. All die Menschen die den Heimatbegriff so sehr ablehnen, verleugnen für mich ihre Herkunft, ihre Eltern und deren Lebensleistungen. Das macht mich traurig.

    • diese Gefühle kenne ich
      Als ganz kleiner Junge, mit 1,5 Jahren etwa, kam ich aus dem Weserbergland nach Berlin. Immer wieder, bis zum ca. 7. Lebensjahr, kehrte ich in mein Geburtshaus zu Besuch bei meiner Tante zurück, um dort Zeit mit meinem annähernd gleichaltrigen Vetter und den Nachbarskindern zu verbringen.
      Noch heute ist es so, daß die Landschaft, sobald ich dorthin komme, ein eigenartiges Gefühl von Verbundenheit auslöst, ein Aufgehobensein, es fühlt sich „richtig“ an.

      Einzelne „Spielorte“ sind bis heute erhalten geblieben. Als ich sie aufsuchte, war ich zu Tränen gerührt. Ganz ohne die zugehörigen Menschen.

    • Lesen Sie Ernst Bloch...@Albert Pflüger
      …da ist Ihnen die im „Prinzip Hoffnung“ beschriebene Heimat in die Kindheit geschienen. Schön für Sie, dass Sie diese „Utopie Heimat“ für erlebbar halten.

  89. Die Augen rechts!
    Ach ja, ein leidiges Thema. Ich habe beschäftige mich viel mit Politik, und durch Herzlichkeit und Verständnis haben sich die Linken noch nie besonders hervorgetan. Das was die Ur-Linken, nämlich die Jakobiner, charakterisierte, zieht sich wie ein roter Faden bis heute durch. Neid und Diffamierung Andersdenkender.
    Dazu eine vollkommene Unfähigkeit, Fehler einzugestehen, was auch zu Geschichtsklitterung führt („richtigen” Sozialismus hat es noch nie gegeben, und wenn Maßnahmen nicht zum gewünschten Ergebnis führen dann muß man eben noch mehr tun, siehe Schulwesen).

    Linken wollen nur umerziehen, sie wollen den besseren Menschen, wie immer der auch sein mag. Ein Verständnis für menschliche Natur, für Bedürfnisse (und neuerdings auch für biologische Tatsachen) sucht man da vergebens. Ich sehe da nur einen ungebändigten Willen zu verändern, aber nur um der Veränderung willen. Früher gab es eine mäßigende Gegenkraft, den Konservatismus, aber der ist nur noch in den Randparteien existent. Insofern ist Konservatismus jetzt tatsächlich rechts, aber nur weil die CDU ihn aufgegeben hat.

    Und so lässt es sich halt bequem auf „rechts” schimpfen. Und was heute nicht alles rechts ist. Kritik an ARD Filmen, Faschingskostüme, das Verlangen der Staat möge seine Kernaufgaben wahrnehmen.

    Anscheinend ist das so gewollt. Der schwammige Begriff „gegen rechts” spezifiziert ja nie den Extremismus. In den einschlägigen Glossaren der Neuen Deutschen Medienmacher und anderer staatlich gepushter Organisationen findet man zwar Rechtspopulismus, aber nicht Konservativ. Von Linksextremismus ganz zu schweigen.

    Wofür haben wir eigentlich eine Bundeszentrale für politische Bildung, wenn man den ganzen neomarxistischen Aktivisten die Deutungshoheit überlässt?

  90. die Crux mit der Heimat
    tja, die Heimat. Ich kenn sowas auch, bei mir erstreckte sich das über eine Kleinstadt nahe eines Naturschutzgebiets, wo ich als Minderjährige mit dem Schrottrad meine Kindheit verlebt habe. Ich konnte also völlig ungeniert Vögeln, Fröschen, Rehen Libellen und allem was da so kreucht und fleucht, beim Ficken zusehen und damit einem Lebenszyklus.

    Ist heute alles zubetoniert. Aber gut, what i really want to say is this:

    Heimat. Kriegt einen Heiligenschein, wenn man sich von einem „geflüchtetem“ erzählen lasst. Da werden mit tränenfeuchten Augen,
    bebenden Nasenflügeln und zitternden Oberlippen Geschichten aus 1001er Nacht vorgetragen..und dann ist das voll super. Ohne weitere Nachfrage.
    Gibt auch ne Menge williger Zuhörer & Unterstützer, gescheitert in ihrer Menopause oder ihrer MLC.

    Heimat. Kriegt die Nazivermutung, wenn ein Biodeutscher davon erzählt.
    Der müßte sich doch längst dran gewöhnt haben, dass sowohl Familie, Geschlecht, Wohnort, Identität einfach nur so eine Art soziales, eigengefügtes Konstrukt ist, das sich jederzeit beliebig verschieben lassen könne. Also pass dich gefälligst an.

    Problem: für die erste Gruppe gibts genügend alimentierte Unterstützer.

    für die zweite Gruppe gilt: Zahlen. Fresse halten, sonst= Nazi.

    Das wird nicht mehr lange gutgehen.

    Gute Nacht an alle Diskutanten, die der Hausherr walten läßt. Ich mag seinen Filter.

    Danke & gute Nacht an alle
    Gaetane

  91. Heimat
    Guten Abend!
    Mit gefällt meine Heimat…Das Sorbenland! Wenn ich ein paar Tage da war, geht es mir viel besser. Dort ticken die Uhren viel langsamer.😉 Die Menschen sind entspannter und sind nicht so laut!
    Jeder sollte ein Stück zurück gehen und dann mit einem gewissen Abstand seine Sichtweise noch einmal überdenken, bevor man respektlos und gemein wird.

    Mir hat Ihre Geschichten wieder sehr gut gefallen.

    Lassen Sie sich nicht unterkriegen.
    Danke
    Frau Ghnim

  92. Re Gast 20.41h
    „Irgendwo habe ich den Seehofer sagen hören, dass er mit seinem Heimatministerium den ländlichen Raum dem urbanen wirtschaftlich und struktuell angleichen möchte, ihn stärken will.“

    Solche Aussagen erfüllen mich und vermutlich andere mit größtem Misstrauen. Wir wollen hier „strukturell“ nicht wie die Stadt sein. Aber Drehhofer erzählt viel, wenn der Tag lang ist.

    Strukturell und wirtschaftlich heißt, sie bauen zum Beispiel oben an Kreuzstraße von MB Richtung Tölz hinter der Kreuzung rechts eine Spedition auf eine Wiese. Zum Glück ist sie schön gebaut, immerhin. Auf die trostlosen Betonstrukturen und die darin trostlos arbeitenden paar Hanseln und ihr angeblich so immens wichtiges ultraschnelles Netz hat niemand Bock. Solche Strukturen sieht man in vielen Dörfern. Am Dorfeingang ist der Flachbau mit zubetonierter Fläche für gewünschte 50-100 PKW von LIDL, am Ausgang der Aldi. Drin arbeiten so drei Hanseln. Bald kommt noch der KIK dazu (Komiiker IN Kinderkleidung), und bis zum ersten Dönerkebab dauert es nicht lang. Ab dann sieht man Jugendliche abhängen, und die Eisdiele wird nicht mehr von Italienern geführt. Nein danke, Seehofer, mal gucken, ob der in vier Jahren auch so ausgemergelt aussieht wie deMisere. Dann sagen wir Sumpfhofer, der erste Teil reimt sich auf Lump. Mal gucken, was sie beim Derblecken aus dem machen.

    • Ja, Herr Oberländer,
      Sie sagen, was ich überlegte, noch hinzuzufügen: wenn nicht übertrieben wird.Es gibt ja ländliche Regionen, die keiner Förderung mehr bedürfen.Meistens ist es die Entscheidung der Kommunen, noch mehr Gewerbesteuern zu generieren.Von großen Betrieben hört man ja schon, dass sie den Kommunen sagen: soviel gebe ich dir – und basta. Da ist nichts mehr zu holen, seitdem die ihre Verluste an anderen Standorten mit denen vor Ort verrechnen können.(Kik?)

      Im OA wird der Ausbau des Riedberger Horns sehr kritisch gesehen.Höchstwahrscheinlich kam „die Natur“ nun den Gegnern zuhilfe, weil sie der Hörnerbahn einen schönen Erdrutsch an einer Stütze bescherte, obwohl die nicht an dem Projekt partizipieren würde, die Geologie aber bei beiden dieselbe ist.Es bleibt spannend.

  93. Heimatlos - die KIKA-Manipulation erreicht Hollywood
    Irre. 2018. Fake News for Kids.

    https://www.zei t.de/kultur/film/2018-02/isle-of-dogs-ataris-reise-wes-anderson-berlinale?page=2#comments

    Propaganda as it’s best. Der Honecker hätte das nicht besser hinbekommen. HJ? Kinderkram. Schwer zu glauben, dass es da keinerlei Masterplan o.ä. zur Manipulation der Heranwachsenden geben soll. Einfach hässlich.

  94. Ein Bild der Zeit - aktuelle FAZ
    Geradegesehen in der Mobile Version. Drei Bilder in top:

    Oben die rote Andrea in bester Propagandamanier (Vorbild 1917 oder 1943? Bin nicht sicher).

    Darunter die beiden russischen Belzebuben. Mit roten Rosen. Geschrieben von einem Papi, der jetzt mehr Zeit für die Tochter hat. Was ihm aber schon wieder Leid tut.

    Darunter Merkel IV. Abgeklärt. Auf die ablaufende Zeit schauend.

    Ein Stilleben. Deutschland 2018.

  95. D. Alphonso: "Lisa Fitz unter Rechtsverdacht" - oh - rechts, das ginge an - sie klingt aber
    nicht nur noch krachlederner als auch schon, reimtechnisch usw., sondern thematisiert auch „Verschwörungen“ der üblichen Verdächtigen usw.

    Es sind kommunizierende Röhren – der Mainstream (die FAZ, z. B.) blendet soviel an unübersehbaren Fakten*** aus, dass für etliche der anderen sich der Schluss aufdrängt, da müsse System dahinterstecken.

    Das geht mittlerweile auf meinem täglichen Radweg bis direkt vor meine Haustür: Die Chemtrailer sind anywhere – und Lisa Fitz wird von denen in ihren Rundbriefen usw. als Neuzugang stürmisch begrüsst…

    Das Fitzsche Verschwörungslied-Video ist auf youtube- für Ethnologen des Inlands ein interessanter Fall – künstlerisch wie oben bereits zart angedeutet – absoluter Müll…aber wie gesagt: Ein ethnologisch ergiebiges Menetekel, das durchaus.

    *** dazu seit gestern ein interessanter Artikel von Stephen Pinker – gratis online bei Chronicle for Higher Education. – Ein Gutteil dessen, was dieser weltweit führende Sozialpsychologe – z. B. über den Zusammenhang von Rasse und Verbrechen in den USA sagt, ist für die FAZ (aber nicht nur für die, natürlich, auch für die Zeit usw.) nicht existent.

    Derlei merken die Leute so halb und halb, werden aber angesichts der kognitiven Dissonanzen und Tabus – – durchaus konfus (cf. Lisa Fitz) – und dann auch unangenehm, wo nicht sogar gefährlich…

    • ich finds a wengal viel, wegen einem leicht missratenen Lied, dessen Mutmassungen man so odr anders auch von anderen Kleinkünstler hört, gleich zu urteilen. Der tiefe Statat ist seit langem eine linke Vorstellung. Waas glauben Sie, was Bürgerfunker in den 90ern so alles versende4t haben.

    • Don Alphonso "A wengerl viel" - die stürmische Reaktion auf Lisa Fitz' Verschwörungsideen ist
      eine Tatsache – und die begeisterten mails von den Chemtrailern usw. über den Neuzugang Lisa Fitz habbich mit eichnen Augen gesehen.

      Gut – und der tiefe Staat – ist eine linke – und eine rechte Vorstellung. – Mein dachte übrigens, Sie seien wg. solcher Sachen beim Bürgerradio weg.

      Im Übrigen war ich erstaunt über die handwerklichen Fehler in dem Lied: Flasche Reime, falsches Versmaß usw.

      Steven Pinkers neues Buch „Enlightenment Now“ ist jedenfalls sehr interessant; mal sehen, was die FAZ daraus macht. Die SZ hat sich diese Woche an den Mann immerhin herangewagt.

  96. Es riecht
    Meine Heimatregion steht, denke ich, dem Donaumoos nicht nach. Wer dort nicht privilegiert ist, einen halbwegs eigenen Kopf hat, sich mit den Lebensentwürfen oder auch nur mit den geschmacklichen Vorlieben der breiten Mehrheit nicht arrangieren kann, von der vorherrschenden Gemeinheit rede ich erst gar nicht, denn die ist überall dieselbe, ist dazu bestimmt, elendig zugrunde zu gehen oder verlässt in jungen Jahren die Heimat, zumeist in Richtung einer Großstadt, die freilich nicht weniger abgründig ist. Ein wirklicher Austausch zwischen Daheimgebliebenen und Fortgegangenen findet, meiner Erfahrung nach, nicht statt. Man suhlt sich beiderseits im eigenen Saft und verarmt geistig in jeglicher Hinsicht. Das gewaltige gegenseitige Unverständnis und Desinteresse belastet mich persönlich sehr. Lieber Don, Ihr Text bereitet mir, wie so oft, gedanklich wie ästhetisch enormes Vergnügen. Mich irritiert und erschreckt allerdings das Triumphgeheul des weit überwiegenden Teils der Kommentatoren, der offenbar Konservativismus als unversöhnliche Feindstellung gegen alles Unbequeme und Abweichende begreift: Mehr Gauland als Gauweiler scheint mir – leider. Ich bin sicher, Sie riechen und schmecken das auch.

    • Wer Gauland wählt, mei. Aber ich will hier nicht auch noch mit Gouvernantenjournalismus anfangen. Gauweiler finde ich übrigens richtig gruslig.

    • Huch!
      Gauweiler war mal ein Brechmittel für mich. Neuerlich war ich ziemlich baff als ich ihn hörte, z.B. bei KenFM.
      Da kam einiges Intellektuell-Reflektiertes. Da wünschte ich mir mehr von. Gerne auch von Gauweiler. Er scheint genauso a non grata wie Sarrazin, Broder, u.s.w.

    • Gauweilers Mandanten sind halt mehr so meh.

    • meh
      Das Ende jeglicher differenzierter und echter Diskussion, ist das, was auf twitter zu lesen ist, wenn man auf ein wahrhaft vorgetragenes Argument nur noch pubertär-peinlich-ausweichend reagiert: mit meh. Und die Supporter twittern dann meh-meh.

      Schade, dass ich es hier lese.

      Für Gezicke ist die Zeit zu schade, oder nicht?

      Ich finde Gaulands außenpolitischen Ansatz für fatal, wenn Grossmächte wieder Territorrien abgrenzen und besetzen dürfen. No way!

      Ich finde Gauland anstössig und inakzeptabel, wenn er abwertend, und dies berechnend (!), Ressentiments mittels Boateng-Verunglimpfung schürt.

      Und wer andere Menschen jagen will, dem kann ich nicht vertrauen.

      Nur würde es im Bundestag heute exakt so aussehen wie die letzten vier Jahre zuvor, nämlich frei von jeglicher Debatte (!), wäre die AfD nicht im Parlament.

      Das kann man bedauern, aber ich kann es eben nicht ändern, wenn die SPD und CDU bis heute nicht zu begreifen scheinen, dass sie schon längst den Bürgern gar nicht mehr in deren Lebenssituationen folgen, und darum von zusammen noch rd. 40% aller Wahlberechitgten gewählt werden.

      Was meint es, meh dazu zu schreiben?

      Ich verstehe wirklich nicht mehr, warum unsere Technik zu solchen Äußerungen führt. Und ich mag es nicht, wenn permanent die Wähler unbeliebter Parteien abgwertet werden. Und das gilt in alle Richtungen.

      Es gibt genügend Wähler, die ich verstehen kann, wenn sie FDP wählen, und zugleich diejenigen, die Grüne oder LINKE wählen. Meh sind die alle nicht, auch wenn mich Teile von deren politischen Zielen gruseln.

      Es tut mir leid, aber als ich erstmals auf twitter meh las, wurde ich innerlich wirklich wütend. Solche Leute kerkern Gegner dann auch ein – Hauptsache weg und erledigt. Meh eben. Ein Ziegenmeckern, mehr nicht.

      Ja, ich übertreibe. Aber die heutige Lage ist einfach auch Ergebnis unserer Unreife in Deutschland, politischer Unreife, Unreife der Erwachsenen, ihre bürgerlichen gesellschaftlichen Aufgaben engagiert, kontrovers, aber dabei respektvoll zu erfüllen. Und es lässt mich verzweifeln, wie einfach andere Menschen abgetan und für nichtig erklärt werden. Auf allen Seiten.

      Wie unreif sind wir geworden?

    • Oh, micha, hat Gauweiler das?
      Dann wäre das natürlich unmöglich.
      Ich hatte ihn bei KenFM gesehen, und fand alles was er dort sagte, sehr durchdacht, und akzeptabel.

      Dass er – wohl anderswo? – dem Stärkeren das Recht zuspricht, den Schwächeren zu überrennen, ist natürlich jenseits.

    • Der 'schreckliche Gauweiler' in der FAZ, 23. Februar
      Frage: Was muss sich radikal ändern?

      Antwort: Vier Dinge. Erstens müssen die ,Militäreinsätze für unsere Werte‘ im Ausland beendet werden. Alles, was noch an Air-Berlin-Flugzeugen verwendbar ist, nehme man, um unsere Soldaten sofort aus dem Ausland zurückzuholen. Zweitens: Es geht nicht, eine Million Flüchtlinge ins Land zu lassen, ihren Aufenthalt zu dulden, aber ihnen zu verbieten zu arbeiten. Drittens: Hört mit den Russland-Sanktionen auf. Die Russen sind nicht schlechter als die Amerikaner, auch nicht besser, aber unsere Nachbarn. Viertens: Stoppt Mario Draghi, seine Gelddruckmaschinen und die missglückte, undemokratische Euro-Rettung.

      Was ist da so furchtbar und gruselig dran?

  97. Titel eingeben
    Greift m.E. noch viel zu kurz, da es in Teilen so klingt, als ob es nur um die materielle Vernachlässigung und Verächtlichmachung ländlicher Räume durch urbane Bessermenschen-Milieus ginge, was spätestens seit 2015 m.E. ein überholter Blick ist, da die Fragen mittlerweile viel existentieller sind. Und irgendwo schimmert da ja immer noch die Hoffnung durch, das die öffentliche Debatte dominierende linksliberale Milieu in Deutschland würde doch irgendwie noch von selbst zur Vernunft kommen und umsteuern, damit die böse rechte Gegenreaktion ausbleibt. Wird nicht passieren, dieser Konflikt wird bis zum bitteren Ende ausgetragen werden.

    • Nein, diese Hoffnung habe ich nicht, das ist viel zu verhärtet. Solche Tabubrüche sind genau solche Methoden wie die von Poggenburg. Es geht denen m.E. darum, antideutschen Rassismus hoffähig zu machen. Daher auch die Klagen, wenn es bei Twitter türkische und iranische Naziaktivistinnen erwischtl.

  98. Thanks
    Lieber Don,
    sehr nachdenklich stimmender Artikel!
    Danke

  99. "Indianer", Kartoffeln und Schweinefleisch
    Ironie an: vielleicht liegt ja ein Grund, dass wir uns nicht zwischen Maghreb, Bosporus und Hindukusch verdingen muessen, ja auch darin, dass wir eben Schweinefleisch und Kartoffeln essen und andere nicht…. Ironie aus.

    Und bezueglich des Begriffs „Indianer“: wenn schon political correctness, dann sollte man wenigstens auch „First Nations“ sagen und schreiben…. wobei sich da dann erst die interessanten Fragen auftun… z.B. wer war wann zuerst, war das dann Heimat und vor allem: „Nations“ ist doch heikel, oder?! Viellleicht sollte man besser korrekt sagen: „die, die schon laenger da waren“…

  100. Pennsylvanien Dütsch
    „…hier ist das Deutschtum seit dem achtzehnten Jahrhundert ansässig und erfreut sich bis auf den heutigen Tag großen Einflusses. Sie sprechen dort das Pennsylvanien Dütsch, eine Mischung des Pfälzer Dialekts mit Englischen Broken.
    Am Abend sprach ich bei einem Bankett, an dem etwa 400 Philadelphiadeutsche in dem schönen Hause der dt. Gesellschaft teilnahmen. So eindrucksvoll war der Abend, dass man beschloß, an den Reichspräsidenten Hindenburg sofort ein Telegramm zu senden“

    aus -Der Seeteufel, Graf Luckner- wirbt vor Deutschen und Amerikanern, nach dem 1. Weltkrieg mit Vorträgen über seine Schiffsfahrten in den USA für Völkerverständigung.

    Die Pfälzer scheinen in der ganzen Welt verteilt worden zu sein. Diese Geschichte könnte man wohl analog auch von Türken und einem Telegramm an Erdogan schreiben.

    Ob sich das auch auf Afghanen, Syrer, Jordanier, Eritraer, Nafris und Subsahara Bewohner etc übertragen lässt?! Gibt es dort ähnlich ausgeprägte Heimatgefühle und in deren Sprache ein Wort für Heimweh?! Würden sie bleiben, wenn sie selber für den Aufenthalt zahlen müssten oder ist eine staatliche Alimente in einem fremden Land wichtiger als so romantische Vorstellungen von „Heimat“ und Verteidigung dessen?! Oder sind inzwischen schon soviele hier, das man einfach seine eigene Kultur von den Kartoffeln unbehelligt ausübt?!

    Und wer seiner Heimat einen richtigen Bärendienst erweisen möchte, macht einen gebürtigen Pakistani zum obersten Denkmal Schützer, wie gerade in Schweden geschehen…

    —–

    Von wegen Industriekloake:

    Die Alster ist ein Fluß. Seitdem die Abwässer der Strasssen nicht mehr in die Alster fliessen ist die Wasserqualität so gut, das man es sich gar nicht zu sagen traut, da sonst sofort ein Freibad gefordert werden würde. Und das geht schon allein deswegen nicht, weil dann die notwendige Länge einer Regattabahn für internationale Regatten zu klein werden würde.

    • Titel eingeben
      Die Sache mit der Kloake referiert nur auf Thomas Bernhards „Städtebeschimpungen“ und das Flüsslein in Augsburg.
      Es gibt die Städtebeschimpfungen übrigens demnächst als Hörbuch, sehr gut gelesen, saukomisch. Bayern und Österreich werden reichlich bedacht. Also wenn Sie sich entschädigen möchten,- keiner schimpft so brillant wie Bernhard.

    • Ich überlege ja, ein Buch über den „Urbantyp, eine bedrohte Rasse“ zu schreiben

  101. Leben unter den Geringsten
    „He is trampling out the vintage where the grapes of wrath are stored“

    Kampf gegen ein erkanntes Unrecht und die Liebe zum eigenen Land,
    es waren amerikanische Frauen des 19.Jahrhunderts, die die Welt mit Worten aus den Angeln gehoben haben.

    „Let the Hero, born of woman, crush the serpent with his heel“
    Julia Ward Howes.

    Kartoffeln und die Furien wohnen in der Unterwelt.
    Furien sind reizbar und werden aus Vorsicht die Wohlwollenden genannt.

  102. Neue Heimat
    anscheinend ist das Land der Kartoffeln nicht so schlecht, sonst würden die Flüchtlinge nicht alle nach Deutschland wollen.

    In Frankfurt a.M (Harheim) werden jetzt Reihenhäuser für die Neuhierlebenden geplant, durchmischt mit Häusern für Alte und Demenzkranke. Das macht natürlich jeden, der mal eben über eine halbe Million für ein einfaches, in Styropor gepacktes Häuschen über eine ganze Generation abbezahlt, zum Deppen. So sieht dann Familiennachzug und Gerechtigkeit á la SPD aus.
    Man wird nicht umhinkommen, den Heimatbegriff etwas auszudehnen. Wenn man das geschafft hat und dazu die Integration, kann man dann gleich alle Kraft auf den Zusammenhalt der bunten Gesellschaft verwenden.

    • Wichtiger Punkt...
      …die Liste dieser Verwerfungen ist lang und wird auch immer in den Leserbriefen der Regionalpresse thematisiert:
      Im Pflegeheim gilt ein Taschengeldsatz von 20€, der Rest wird einbehalten. Wie hoch ist der Taschengeldsatz bei …na Sie wissen schon?
      Eine neu gebaute Wohnung in München ist nicht vermietbar, da zu teuer.
      Es zieht eine Familie ein, deren Miete von….na, Sie wissen schon, bezahlt wird.
      In den weiterführenden Schulen wird Förderunterricht angeboten für…na, Sie wissen schon. Wohlgemerkt nicht für alle Kinder, die Förderung nötig hätten, das müssen Eltern dann schon selbst bezahlen.

      Diese Bevorzugung ist niemandem mehr vermittelbar.

      Wenn dann in bewährter Manier diffamiert wird (Pack, Nazi usw), ist eigentlich klar, wie gedacht und gewählt wird.
      Meine Anmerkung: wie schon bei den US-wahlen sind es Gutverdiener, die den „Sozialpakt“ aufgekündigt haben, weil sie mit der „Steuermittelverwendung“ nicht einverstanden sind. Ganz einfach.

  103. Besorgter Grenzblick
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine solche „Heimat“-Debatte wie im Zeit-Artikel irgendwo ausserhalb Deutschlands geführt werden könnte. (Wobei bei uns auch niemand auf die Idee kommen würde, ein „Heimat-Bundesamt“ oder ein „Departement der Heimat“ zu schaffen bzw. so zu bezeichnen.)

    Heimatgefühle haben doch die allermeisten Menschen und sie sind doch grundsätzlich unabhängig von der politischen Ausrichtung. Wenn ein Teil des linken politischen Spektrums die „Heimat“ als Begriff und Thema dem rechten politischen Spektrum überlässt, wird als nächstes auch das Heimatgefühl als solches als rechts deklariert. Da zwischen rechts und rechtsextrem nicht mehr unterschieden wird, ist die Gleichung „Heimatgefühl = rechtsextrem“ schnell gemacht und wer dann in den entsprechenden linken Kreisen seine Heimatgefühle offenlegt, muss wohl mit Ächtung rechnen. Da aber trotz solcher politischer Umerziehungsversuche die meisten Menschen Heimatgefühle nicht einfach so schnell ablegen können, treibt man sie doch mit solchen Debatten geradewegs zu den Parteien, welchen man die „Heimat“ überlassen hat.

    Aber vielleicht steckt ja noch etwas anderes hinter dieser Heimat-Diskussion. Wenn Heimat zu einem rechten Konzept erklärt wird, kann man jenen Menschen, welche Angst haben, ihre Heimat zu verlieren, weil vielleicht zu viele schwerwiegende Veränderungen zu schnell und ohne Mitbestimmungsmöglichkeiten erfolgt sind und sich die Menschen in ihrer Heimat beginnen, fremd zu fühlen, mit dem „Nazi“-Etikette zum Schweigen zu bringen.

    Ein solches manipulatives Vorgehen kann aber auch genau das Gegenteil bewirken, nämlich Aggressionspotential (weiter) schüren.

    Das Ganze ist eine besorgniserregende Entwicklung, und es wird immer weiter an der Eskalationsschraube gedreht.

    • Als Schweizerin...
      …haben Sie wohl einen Heimatschein, oder nicht?

      Bitte klären Sie auf, was in der Schweiz darunter verstanden wird.

    • Heimatbehörden
      Na ja, woanders gibt es halt eine „homeland-security“.
      Oder einen Heimatschutz.ch

      Es scheint wohl eine zwangsläufige Verbindung vom Heimatbegriff und der Notwendigkeit des Schutzes der Heimat zu geben.

    • Heimatschutz
      Der Heimatschutz ist ein privatrechtlicher Verein mit einer bereits über hundertjährigen Geschichte, dessen Zweck der Erhalt von Baudenkmäler ist. Da Baukultur identitätsbildend ist und damit zum Heimatempfinden beiträgt, kann ich an diesem Vereinsnamen nichts stossendes finden. Ich würde auch behaupten, dass die Vereinsmitglieder sich aus allen politischen Lagern zusammensetzen. Der Heimatschutz macht sehr wertvolle Arbeit. Nebst dem Wakker-Preis hat er z.B. vor einigen Jahren die Stiftung „Ferien im Baudenkmal“ ins Leben gerufen. Es ist eine Freude, die renovierten Häuser, die gemietet werden können, online anzuschauen.

      Der Heimatschutz erhält aber nur untergeordnet Mittel des Staates. Er wird hauptsächlich von der Zivilgesellschaft getragen, was auch richtig ist.

      Heimat als Bezeichnung für ein Departement oder Bundesamt würde ich aber falsch finden. Heimat als Begriff ist sehr weit und umfasst sehr vieles und es versteht erst noch jeder etwas anderes darunter. Ich hätte daher sofort der Verdacht, dass bei einer solchen Benennung mit „Labelling“ von anderen Versäumnissen abgelenkt wird. Ich bevorzuge daher Benennungen, die klar und sachlich die Zuständigkeit und Verantwortung eines Departements oder Bundesamtes nennen. Beim Eidgenössischen Justiz und Polizeidepartement oder beim Eidgenössischen Department für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, weiss ich, was die machen und wofür sie verantwortlich sind.

      „Heimat“ sollte man der Zivilgesellschaft überlassen und der Staat soll sich so weit wie möglich heraushalten. Ich würde mir nicht vom Staat (oder von wem auch immer) vorschreiben lassen wollen, was Heimat ist und für mich zu bedeuten hat. Ich erwarte aber vom Staat, dass er die ihm übertragenen Aufgaben, insbesondere der Schutz der Zivilbevölkerung, wofür ihm das Gewaltmonopol übertragen wurde, effizient und effektiv gemäss den (direkt-)demokratisch legitimierten gesetzlichen Vorgaben erfüllt. Ich erwarte vom Parlament, dass es diese Aufgabenerfüllung kontrolliert und ich erwarte, dass ich bei Fragen, die Auswirkungen auf das haben, was ich als Heimat empfinde, wie z.B. Immigrationspolitik, an der Urne mitbestimmen kann.

    • Bescheinigte Heimat
      Jeder Schweizer und jede Schweizerin ist Bürger oder Bürgerin einer Gemeinde entsprechend des föderalen Staatsaufbaus mit der Gemeinde als kleinste staatliche Einheit. Die Einbürgerung erfolgt daher auch in der Gemeinde und führt auf diese Weise zur schweizerischen Staatsangehörigkeit. Wenn man von seinem Bürgerort wegzieht, muss man bei der Zuzugsgemeinde den Heimatschein hinterlegen, den die Bürgergemeinde (und nicht die letzte Wohngemeinde) ausgestellt hat, und sich auf diese Weise offiziell registrieren.

      Mein Heimatschein ist auch hinterlegt. Und ich empfinde meinen Bürgerort tatsächlich als Heimat.


    • „Ich würde mir nicht vom Staat (oder von wem auch immer) vorschreiben lassen wollen, was Heimat ist und für mich zu bedeuten hat.“

      So ist es, Schweizerin. Und seien Sie unbesorgt, die Heimat ist unter Linken kein Problem. Das Problem ist, wer und was heute alles so als links bezeichnet wird.

  104. 2013
    suchte ich im Internet nach den Öffnungszeiten des Bürgerbüros meiner spd regierten Stadt in NRW.
    Und las –
    Im Bürgerbüro der Stadt … können Sie alle Angelegenheiten bezüglich Ihres Aufenthalts in der Bundesrepublik D erledigen.
    Es folgten die Abbildungen zahlreicher ausländischer Flaggen.
    – Marrokanisch: Bitte wenden Sie sich an Herrn Abou X
    – Türkisch: Bitte wenden Sie sich an Frau Kara…
    – Polnisch:… Russisch… Englisch…Niederländisch/Portugiesisch/Spanisch
    und so weiter.
    Nur die deutsche Flagge fehlte.
    Für Eingeborene hatte die spd Stadtverwaltung keinen Ansprechpartner. Nichts, aber auch gar nichts, ausser Ausländerangelegenheiten schien man noch im „Bürger“büro erledigen zu wollen.
    Mein Auftritt bei den verbliebenen deutschsprechenden Stadtbediensteten war … nun ja …
    Nach kurzer Suche im Internet verstanden die meine Empörung…
    Und ein paar Tage später wurde dann der Internetauftritt unserer multikultiseeligen Stadt überarbeitet.
    Die Heimat kann man verteidigen.
    Die spd steht derzeit noch bei 16%.
    Deutsche hört die Signale – diese Groko kann weg.

    • Was bedeutet die Abkürzung SPD
      Die hat sich von Sie Plündern Deutschland zur Scharia Partei Deutschlands umbenannt, aber aus Kostengründen das Logo behalten.

    • Die Heimat kann man verteidigen.
      … das stimmt, nur sind die Deutschen halt gegenüber den dreistigkeiten, die auch „Hochkultur“-induziert sind, immer noch zu zurückhaltend.

      Ältere erinnern sich vielleicht an die Zeit als illegale Migranten Bäume besetzten und sich die Münder zunähten um H4 zu erpressen. Die sind idR noch hier. Die Gerhardt-Hauptmann-Schule inBerlin ist so ein exterritoriales Gelände.

      Angesichts eines Migrantenanteils zT von >50% in den Schulen und den „Hochkultur“-Reproduktionsraten wird die heimatverteidigung jedenfalls nicht leichter …

  105. Als Vaterlandslose Gesellen...
    …wurden früher, in den 60er/70er Jahren, die Sozialdemokraten
    von den „Schwarzen“ (CDU/CSU) beschimpft.

    Das grenzte oft an politischen Rufmord. Dabei ging es „nur“ um eine
    an den Erfordernissen der Realität (Fakten) orientierte neue Ostpolitik (Brandt/Bahr) bzw. um eine Neuausrichtung des politischen Handelns
    den Staaten des „Ostblocks“ gegenüber. Dazu waren die „Schwarzen“ (auch wieder so ein Stereotyp) nach dem verlorenen WK nicht bereit, nicht mal fähig.

    Willy Brandt erhielt dafür immerhin den Friedensnobelpreis.
    Übrigens nach Gustav Stresemann der bislang einzige deutsche Politiker. Auf lange, lange Sicht wird sich daran nichts ändern.
    Kohl/Merkel hätten ihn auch gern gehabt.

    Kein Wunder, dass die AFD den Namen Stresemann so gern für ihre politische Stiftung verwenden würde. So wie das die Grünen mit
    Heinrich Böll getan haben, der sich allerdings im Grabe umdrehen würde, wüßte er, was so alles in seinem Namen geschieht.

    In den meisten Kulturen wird Heimat immer mit Vaterland assoziiert,
    nur bei uns nicht. Das scheint mir ein typisch deutsches Problem zu sein.

    Der Heimatbegriff ist in Deutschland extrem aufgeladen, allerdings weiß keiner so genau, was damit gemeint ist. Für viele Menschen ist Heimat – so, wie der Don es hier beschreibt – etwas, dem man sich verbunden fühlt und das man nicht verlieren will. Das ist völlig legitim.

    Der Heimatbegriff ist bei vielen mit einer diffusen Vorstellung von Ordnung/Regelmäßigkeit/Geborgenheit/Einklang mit der Umwelt und Schutz vor Unbilden aller Art, verbunden. Mit Boden, Natur, Brauchtum, Beständigkeit, Nachbarschaft und Sicherheit. Was ist daran negativ?

    Für sie ist Heimat gleichzusetzen mit Widerstand gegen Veränderungen, die sie nicht initiiert haben, die sie nicht wollen und die im Großen und Ganzen nur nachteilig sein können (wird von den Verursachern gern als Strukturwandel bezeichnet).

    Es gibt in Deutschland KEINE Partei, die Heimat als Konzept und als Auftrag in ihrem Programm führt. Ein Heimatministerium hat mit diesen Dingen nix zu tun, das ist nur eine weitere Jobmaschine für ansonsten arbeitslose, staatlich alimentierte Politiker und deren Mitarbeiter.

    Der Verlust von Heimat ist gleichbedeutend mit Entwurzelung.
    Die Folgen sehen wir in heruntergekommenen Städten mit ihren „Problemvierteln“, in denen sich alternative Milieus aus Migranten angesiedelt haben. Das Paradoxe dabei ist, dass diese ihre Lebensführung, von „Lebensstil“ kann man nicht reden, auf der Basis ihrer Vorstellungen von Heimat (ihrer jeweiligen Herkunftsländer) gründen. Berlin ist dafür das Paradebeispiel.

    Weil das linksgrünalternative, femgender [edit: Ich unterbreche das hier. Kein ordentlicher Name und zunehmend ausfällig werden läuft hier nicht. Don]

    • Ausserdem deutlich zu lang. Wer soll das alles lesen?=

    • Heimat
      ist in meinen Augen eher etwas für Lokalpatrioten als für Patrioten.

    • kleiner Nachtrag
      Werter Don, sorry.

      Zur Kenntnis genommen, aber im Vergleich
      zu manch anderem Beitrag, na ja.

      Und die Länge, da gab’s auch schon mehr Stoff.

      Immerhin habe ich auf einen Link zu YT verzichtet. :-)

      Besten Gruß
      E.G.

    • Respekt ist eine Attitüde
      @ E.Gast; legen sie sich einen Nick zu, nicht derbe werden.
      Der Don muss seinen Kopf hinhalten. Nicht sie. ISSO.

      Stichworte:
      Vaterlandslose Gesellen
      Antiamerikanisch
      Antidemokratisch
      Antisowjetisch
      Antieuropäisch
      Pack

      Gustav Heinemann würde ich noch erwähnen dürfen.

      Heimat ist da wo man daheim ist. Es darf deshalb keinen Heimatbegriff geben, weil man es den Menschen austreiben will.
      Stört doch gewaltig bei der Umsetzung der „Neuen Weltordnung“. Die Menschen sollen SEPARIERT werden (Prekariat/Elite).

      Heimat verbindet zur einer Identität. Gemeinschaft verbindet. Macht aus dem Einzelnen eine Gemeinschaft – und die stärkt. Das ist sehr gefährlich für die Priester der Machteliten. Deshalb wird alles getan um sich jeden/ einen/ein Ding/eine Sache nach dem anderen vorzunehmen zu können. So sehe ich das. Salamitaktik.

      @ Nahuatl
      Das ist doch Haarspalterei bzw. hier er/schafft die Sprache etwas was es nicht gibt.

  106. Inwieweit steht die Bayernpartei rechts von der CSU ?
    Sie ist doch in ihrer Programmatik in vielen Punkten weit liberaler (Bütgerrehte, Überwachung) eingestellt als die CSU.
    Auch wenn ein Hubert Dorn auch heute noch Reden schwingt, die einem FJS nicht nachstehen und tacheles redet, so ist dessen schneidender Wortwitz weit hintersinniger und weniger plump und anrüchig wie die Ergüsse eines Andi Scheuer.
    Ich würde die BP eher als zu tiefst demokratisch, wertkonservativ mit liberalem Einschlag bezeichnen.
    Partikularismus und Separatismus hat grundsätzlich nichts mit links oder rechts zu tun (siehe Schottland und Katalonien). Es ist vielemehr eine Gegenreaktion zu einem übermächtigen Zentralstaat oder einem schleichenden Weg vom föderalen zum unitaristischen Bundesstaat, wie ihn die Bundespoliti seit Jahren geht.
    Positiv am BP-Programm sehe ich, dass sie auch den Zentralstaat Bayern föderal reformieren will, und den drei 1946 verbliebenen „Stämmen“ (Schwaben, Franken und Altbaiern) auch politisch und kulturell wesentlich mehr Eigenleben zugestehen will.

    • Provinzposse
      @Miich
      Mal abgesehen davon, dass eine Abspaltung Bayerns nur eine Idee von Schülern/Rentnern sein kann: Wie kommen Sie denn auf den bizarren Gedanken, dass Franken und Schwaben da mitmachen würden?

  107. Notausgang?
    Das Land wird zerbrechen, der ich-weiß-nicht-wievielte deutsche Nationalstaat wird in sich zusammenfallen und die Deutschen werden wieder von vorn anfangen – business as usual. Liest man die Texte des Hausherrn aufmerksam, kann man die Bruchkanten bereits sehen; und im Osten kann man sie sogar schon greifen.

    Mit Kultur bezeichnet man, meiner Ansicht nach, all die gemeinsamen Regeln, Vorschriften, Bräuche, … die sich die Menschen selbst gegeben haben, um erfolgreich und zufrieden zusammenzuleben (und Heimat ist eine Region, wo diese Regeln gelebt werden).
    Nach dem Zusammenbruch werden daher diejenigen Regionen, die sich ihre Kultur bewahrt haben, schnell wieder auf die Beine kommen. Dort jedoch, wo man die Kultur auf den Müll geworfen hat, dort wird man nicht wissen, wie man aus dem Desaster wieder herauskommen soll.

    Die Geschichte hat gezeigt, dass man eine erfolgreiche Kultur in kürzester Zeit unwiederbringlich zerstören kann, der umgekehrte Weg ist aber extrem schwierig: Man braucht sich nur einmal umzusehen, wieviele Menschen auf der Erde vergeblich versuchen und versucht haben, soetwas wie eine erfolgreiche Kultur zu entwickeln.

    Die Berliner Politik ist unverantwortlich, und ich verstehe nicht, wie offenbar Millionen dazu Beifall klatschen???

    • Weshalb?
      Weil sie unmittelbar davon profitieren. Wieviel Steuerzahler waren es nochmal, die für die 80 Mio. Bewohner Deutschlands aufkommen? Und wieviel Steuergenießer gibt’s?

    • Kultur ist kein Produkt, sondern ein Zustand
      sie ist geworden, nicht gemacht. Wo sie erstarrt, hat sie sich überlebt und dort wo sie lebt, verändert sie sich. Geworden ist kein Endzustand, sondern es wird immer weiter. Es gibt bekanntlich Menschen, welche die Auffassung vertreten, dass nach Mozart oder noch Beethoven oder nach Bruckner oder nach Wagner mit der Musik nur noch bergab ging, und man alles was nach Mozart, Beethoven, Bruckner oder Wagner kam, sich sparen könne. Solche Verteidiger des erhabenen Stillstands gab es immer und wird es immer geben. Aber das Leben geht weiter und die Kultur steht nie still. Stillstand ist der Tod. Das gilt für das Leben, wie die Kultur.

    • Von vorne anfangen...
      Der Grund warum Millionen Beifall klatschen? Das weiss ich auch nicht. Aber ich habe die Vermutung. Es sind die gleichen Gründe, wie früher.

      Die Gesamtlage ist aber – ohne jede Not – schon speziell. Daher würde mich ein Königsmord – i.S. einer rabiaten Absetzung der herrschenden Kaiserin – nicht überraschen.

      Ich bin auch überzeugt, dass die „irrationalen“ Ängste der Oststaaten (Polen, Ungarn etc.) ganz handfest mit diesem Abbruch deutscher Werte zusammenhängen. Das sich deutsche Linke über den verzweifelten Werte-Erhaltungs-Versuch der östlichen Nachbarn belustigt, ist ein Witz der Geschichte.

    • @EinerDerSchonLängerHierGelebtHat
      „Die Berliner Politik ist unverantwortlich, und ich verstehe nicht, wie offenbar Millionen dazu Beifall klatschen???“

      Die Berliner Politik übernimmt die Verantwortung für die Millionen, die sie so und nicht anders wollen,das Konzept nennt sich: Demokratie. Und im Osten gibts keine „Bruchkanten“, sondern der ist nicht mehr vorhanden.

    • Irgendwie kommen die Antworten nicht durch...
      Techn. Probleme?

      Ich finde die neue Funktion super. Wenn sie den funktioniert.

    • Titel eingeben
      „Liest man die Texte des Hausherrn aufmerksam, kann man die Bruchkanten bereits sehen; und im Osten kann man sie sogar schon greifen.“

      Ich fände es gut, wenn sich Ostdeutschland und Bayern abspalten würden. NRW kann ja dann islamische Republik werden. Eine Trennung wäre für alle besser.

    • Systemeinzahler und Profitierende
      Hartnäckigen und unausrottbaren Gerüchten zufolge halten noch approx. 15 Mio. Netto-Einzahlerinnen/-Einzahler die Schose hier in Germanistan am Laufen. Tendenz weiter abnehmend, Gründe:

      – Immer weitere Prekarisierung des Arbeitsmarktes
      – Nennenswerte Reallohnsteigerungen Fehlanzeige (trotz Draghila)
      – Immer mehr Zeitarbeitsverträge und Aufstockerarbeitsplätze
      – Immer mehr alimentierte Staatsdiener und deren Vasallen
      – Immer mehr Hartzer (Zuwanderung in die Sozialsysteme)
      – Rentner u. Pensionäre aus den Babyboomerjahren in den Startlöchern
      – Braindrain, die gut Ausgebildeten verlassen dieses Hochsteuerland
      – Die angepriesenen Raketenwissenschaftler aus Nahost&Afrika waren
      überwiegend weder Raketen noch Wissenschaftler
      – Demographieproblem, niedrige Fertilitätsraten der Schonlängerhier…
      (Kinderarmut der nachfolgenden Generationen der heutigen Rentner,
      Pensionärsgenerationen betrifft dies nicht! *** das war ein Witz! ***
      okay, keiner lacht..)

      Viel Spaß in der (nahen) Zukunft. Auf ein schönes Lehm.

  108. Einfach nur schön,
    wie Sie Tegernsee und Ried beschreiben. Der Franke Söder muss sich hier was einfallen lassen, um Wurzeln zu schlagen. Herrmann hat ja schon die Fühler nach Tirol und Kärnten in Sachen Grenzsicherung ausgestreckt. Seehofer wird in Bayern keine Stimmen mehr für die CSU gewinnen können.

    • Franken...
      …müssen sich nix einfallen lassen, um in einer schönen Landschaft „Wurzeln zu schlagen“. Die haben sie selbst.
      Allerdings sind exponierte Franken in der Bayerischen Staatsregierung selten und politisch eher kurzlebig…

  109. Ich gestehe ...
    … ich fördere aus reinem Eigennutz Klischeehaftes.

    Denn ich verkaufe Tapeten, wie sie Kunden wünschen.

    Und zwei gerade neu erschiene Kollektionen für Kinderzimmer (eine davon von Esprit) wimmeln nur so von rosa, pinken, (hell-)blauen Tapeten.

    Mit Schmetterlingen, rosa und pinken Einhörnern (verzeihen Sie bitte, dass ich grad fies lächele), Baumaschinen, Monstertrucks, Dinosaurien, Prinzessinnen und derlei mehr.

    Früher waren das legitime Farben für Kinder, heute soll das ja Teufelswerk sein.

    Und nein, ich verrate nicht, dass ich derlei recht gut verkaufe und nicht mal in die von Don Alphonso beschriebene Heimat.

    Aus Berlin, Hamburg und vielerlei Landstrichen stammt die Kundschaft, geradezu flächendeckend.

    Also nur unter uns, die Inqusitionsgarden fortschrittlicher Kräfte sollten mehr Unterstützung durchs Familienminsisterium bekommen und auch das Recht, jede Wohnung auf solch ketzerische Art Rollenverhalten Stärkende zu überprüfen.

    So kanns ja nicht wirklich sein, dass Eltern sich den Wünschen ihrer Kinder fügen.

    Statt dem Einleuchtenden von PinkStinks und sonstigem völlig dem Zeitgeist Entsprechenden hechelnd hinterher zu laufen.

    Und bitte verraten Sie nicht, dass ich diese Tapeten als erste von den ca. 3.000 neuen in den Shop einstellen werde.

    Der Himmel möge mir gnädig sein.

    Und den Kindern glückliche Augen schenken, wenn sie die Tapeten um sich haben.

    • Kinder wollen das einfach. Schicken Sie ein Mädchen in einen Trachtenladen, die 6-jährigen kommen zu 90% rosa raus.

    • Vielleicht...
      …werden diese von Ihren Tapeten umgebenen Kinder gestandene Erwachsene, weil sie ihre Träume in der Kindheit ausgelebt haben und sie beim Auszug an der Wand zurücklassen?

      Ich fürchte viele, zu viele, sind mit Raufaser aufgewachsen…

    • "Schicken Sie ein Mädchen in einen Trachtenladen,
      die 6-jährigen kommen zu 90% rosa raus.“

      Nicht nur aus dem Trachtenladen und Altersbegrenzungen gibt es da auch wohl nicht.

  110. Heimat lässt sich nicht machen
    Dem Koalitionsvertrag darf man entnehmen, dass wir demnächst nun ein Heimatministerium bekommen. Wozu, wissen die Götter. Ein Heimatministerium ist in etwa so sinnvoll wie ein Schönwetterministerium. So wie schönes Wetter ist, oder nicht ist, ist auch Heimat oder nicht. Heimat ist selbstverständlich. Sie lässt sich weder forcieren, noch abschaffen.
    Ein Heimatministerium entfremdet Heimat. Das Gefühl selbstverständlicher Zughörigkeit, wirkt oft befremdlich, wenn es anfängt sich selbst zu verstehen zu wollen. Heimat ist ein Fluidum, nichts Festes. Wer sie festnagelt ersetzt sie durch einen bloßen Verweis. Das was ist, wird durch Folklore ersetzt. Denn das, was da nun wieder mehr sein soll, hat wenig mit dem gemein, was einem zur Heimat geworden sein mag.

    • Es geht dem weggelobten
      Herrn Seehofer doch wohl darum, anderer Leute Geld an seine Klientel zu verteilen.
      So gesehen ist der Wunsch an die SPD-Mitglieder, doch bitte diese sog. GroKo abzuwählen, sehr begreiflich.

    • Das Geld seiner Leute nicht im Berliner Sumpf versickern zu lassen und es wieder heimzubiegen, bittschön.

  111. Gauweiler...
    …hat oder wohl richtiger hatte in meinen Augen den Vorzug, ein Kontrahent zu sein, an dem man sich abarbeiten konnte. Er war nicht wachsweich und verfiel nicht in die heute offenbar bei selbsterklärten Konservativen durchaus üblich gewordene Jammerei, freilich hatte er auch die Macht in Händen. Außerdem schätze ich ihn als intelligent und weniger als verschlagen ein, was meines Erachtens selten (geworden?) ist. Ich empfand ihn, altmodisch ausgedrückt, als satisfaktionsfähig, was allerdings einen gleichwertigen Gegenspieler voraussetzt, und den sehe ich, und das ist das, was ich tatsächlich zutiefst bedauere, weithin nirgends. Paradoxerweise möchte ich die alten Zeiten trotzdem nicht wieder haben, nicht einmal geschenkt. Aber man selektiert sie sich im Kopf halt so zurecht, dass es einen wärmt.

  112. Interesant..
    der Benutzername des Twitterers mit dem „Wir haben Kartoffeln schon immer Kartoffeln genannt“- Tweets ist Hatinjuce..das klingt ausgesprochen wie „Hating Jews“ Ist wohl kaum Zufall.

    • Angeblich schon.

    • Angeblich
      Das wird ja auch niemand so einfach zugeben. Es wird wohl Zeit für mehr „Critical Twitterness“

    • @Cup of Tea
      Glaube da auch nicht an einen Zufall.
      Weshalb behält dieses Mensch dann einen so (eindeutig) zweideutigen Benutzernamen bei, wenn er ausversehen enstanden sein soll oder wie oder was auch immer. Einfach nur ekelhaft, sorry.

  113. A propos Kartoffel
    Man sollte die geschichtsvergessenen Gutmenschen vielleicht mal
    darauf hinweisen, dass es immer noch Deutsche gibt, die an der Grabplatte Friedrichs des Großen Kartoffeln ablegen. Sie ehren damit den Mann, der durch seinen sog. Kartoffelbefehl erreicht hat, dass besonders die arme Landbevölkerung endlich mal satt wurde.
    Was mich betrifft: Ich liebe Kartoffeln!
    Es gibt ja auch die bayrische Kartoffelkönigin (https://www.augsburger-allgemeine.de/neuburg/Zuerst-kamen-die-Kartoffeln-dann-die-Koenigin-id41997661.html)!
    Insofern sollten wir den Erdäpfeln, Knollen, Kartoffeln oder wie immer sie genannt werden Ehre erweisen.
    Warum nicht auch als Faschingskostüm? Aber ich befürchte, für derartige Feinheiten haben die Schreiberlinge keinen Sinn.

    • "die an der Grabplatte Friedrichs des Großen Kartoffeln ablegen"
      Ja, das Verstehen der Zusammenhänge …

      Warum war die Landbevölkerung nochmal arm und hungrig?

  114. Mal noch was zur Heimat:
    Text: Manfred Streubel
    Weise: Gert Natschinski

    Die Heimat hat sich schön gemacht und Tau blitzt ihr im Haar. Die Wellen spiegeln ihre Pracht wie frohe Augen klar. Die Wiese blüht, die Tanne rauscht, sie tun geheimnisvoll. Frisch das Geheimnis abgelauscht, das und beglücken soll.

    Der Wind streift auch durch Wald und Feld, er raunt und Grüße zu. Mit Fisch und Dachs und Vogelwelt stehn wir auf du und du. Der Heimat Pflanzen und Getier behütet unsre Hand, und reichlich ernten werden wir, wo heut noch Sumpf und Sand.

    Wir brechen in das Dunkel ein, verfolgen Ruf und Spur. Und werden wir erst wissend sein, fügt sich uns die Natur. Die Blume öffnet sich dem Licht, der Zukunft unser Herz. Die Heimat hebt ihr Angesicht und lächelt sonnenwärts.

    Das wurde in Kindergärten und Schulen in der DDR gesungen. Was wird eigentlich heute von den Kindern so gesungen?

    youtube hilft eventuell weiter.

    • Druckfehlerteufel
      @Grigorij

      Ich kann das noch auswendig.

      Die ersten beiden ‚und‘ in Ihrem Text heißen aber ‚uns‘.

    • @Andreas Kreuz
      Copypaste ist immer ein Risiko. :)

      Denke, dieses Lied werden sehr viele Ostdeutsche noch kennen. Dieses Land hat Spuren interlassen. Sicher auch manch üble, aber eben auch viele interessante und dauerhafte.

      Muss gestehen, dass ich kein einziges westdeutsches Kinderlied kenne. Weder aus früheren Zeiten, noch aus den heutigen. Gibts heute eigentlich noch welche? Was singen die Kinder im Westen heute so in Kindergärten und Schulen? Singen die überhaupt noch?

      Jedenfalls ist immer das große Fremdschämen angesagt, wenn der Bundestag das Deutschland-Lied heult. Von Singen kann da ja nie die Rede sein.

  115. Die Angst vor dem rechten Rand der AfD
    Es fällt mir auf, daß die AfD, wenn sie denn abgelehnt wird, meist nicht deshalb abgelehnt wird, weil sie eine Alternative zum herrschenden Einheitsparteiensumpf darstellt. Das wird eher begrüßt. Es sind vielmehr die skandalisierungsfähigen Äußerungen von Figuren an deren rechten Rand, die den Leuten Angst machen.

    Ich kann das, als ehemals links Denker, gut verstehen. Aber wer angesichts solcher Leute die Wiederkehr des Dritten Reiches heraufdämmern sieht, hat nicht die Komplexität der Voraussetzungen geschichtlicher Entwicklungen verstanden. Es ist ein weiter Weg von rechtsradikalen Sprüchen zu Konzentrationslagern und Eroberungskriegen, im Zeitalter der Bilderflut aus Millionen von Smartphones. Ein Höcke ist nicht gefährlich, selbst wenn er seine Anhänger nicht über die Ratio, sondern über ihre Emotionen erreicht.

    Was -allein- die AfD begriffen hat, und das wissen auch diejenigen, die ihre Furcht und Abscheu vor gewissen Gestalten davon abhält, sie zu wählen, ist folgendes:

    Die Voraussetzung des Sozialstaates ist seine Begrenzung auf die Staatsbürger und die Schlechterstellung der Nichtstaatsbürger. Und das Recht der Auswahl derer, die Staatsbürger werden können, weil sie die Ziele und Errungenschaften unserer Gesellschaft teilen und unsere Lebensweise bevorzugen. Wenn, und nur soweit, man sie denn im Gemeinwesen braucht. Wer den Mut aufbringt, diese Konfiguration von Staatlichkeit populär zu machen und umzusetzen, wird gewinnen. Das ist ein ERFOLGSREZEPT.

    Wir Deutschen haben großartige technische Kulturleistungen erbracht. Wir sind tüchtig. Unsere Sprache ist ein Schatz, der zu herausragender Differenzierung taugt. Wir beherrschen fortschrittliche Produktionstechniken. Wenn wir dafür sorgen, daß wir, die wir die Werte schaffen, auch in den Genuß eines fairen Anteils der Erträge kommen, und uns nicht von dahergelaufenen Schmarotzern die Butter vom Brot nehmen lassen, mit denen sich die Merkelregierung verbündet hat, gegen die eigenen Leute, haben wir eine leuchtende Zukunft.

    Jedoch dürfen wir unsere Schulen nicht länger den Inklusionsphantasten überlassen, sondern wir müssen die Ausbildung unserer Kinder intensivieren, funktionierende Lerngruppen schaffen und die Besten ebenso gemeinsam fördern wie die minderbegabten. Eine extreme Spreizung bei den kognitiven Fähigkeiten müssen wir, so gut es geht, vermeiden.

    Laßt uns Deutschland wieder zum Land von Wissenschaft und Technik machen, laßt uns entschlossen an die Weltspitze streben, wenn es um Tüchtigkeit geht. Wir haben darin eine große Tradition, unser Volk weiß, wie man das macht. Und die Erinnerung ist noch wach.

    Leseempfehlung: Neil MacGregor: Deutschland- Erinnerungen einer Nation

    • Wählen hat nun mal auch was mit Sympathie zu tun, und da ist bei der Afd einfach zu viel Grusel.

    • Titel eingeben
      Bei Computer und Internet sind wir abgemeldet.
      Hab mal gelesen das Deutschland innerhalb von drei Monaten eine Atombombe herstellen kann. Ist schon ein paar Jahre her.
      Ob das jetzt noch so ist, wenn das keiner mehr studiert.
      Know How geht schnell verloren und ist nur ganz schwer zurückzubekommen. Jetzt gehen sie auch noch an die Autoindustrie. Eine Grüne sagte: Das Energienetz ist ein Stromspeicher.
      Tja, so läuft das in einem Matriarchat. Feels vor Reals.

    • Sympathiewahl
      @Don Alphonso

      „Wählen hat nun mal auch was mit Sympathie zu tun, und da ist bei der Afd einfach zu viel Grusel.“

      Genau DAS ist Problem.

      Eine Demokratie erfordert pragmatische Entscheidungen: Die Wahl des richtigen Mannes (bzw. Frau) für ein Amt, um ein Problem zu lösen. Um einen Krieg zu gewinnen (oder eine Guerilla zu besiegen oder ausufernde Drogenmafia, Todesschwadronen o.ä.), braucht man z.B. einen harten Hund, jemanden, der rational Entscheidungen treffen und durchziehen kann; um Frieden zu schließen, braucht man z.B. jemanden, der Durchsetzungskraft hat, aber auch nachgeben kann, wenn es angebracht ist; um ausufernde Kriminalität zu bekämpfen braucht man z.B. emanden, der ehrlich ist.

      Wähle ich dagegen nach Sympathie (z.B: Politiker ist gut gekleidet, in erster Ehe mit Kindern ohne bekannte Seitensprünge, hat als Soldat gedient), dann wähle ich jemanden nach Sekundärtugenden, die für seine Amtsführung u.U. irrelevant sind. Die für sein Amt nötigen Primärtugenden (Durchsetzungskraft, Organisationsfähigkeit, Ehrlichkeit, fachliches Verständnis o.ä.) hat er dann eher nicht.

      Am schlimmsten ist die Wahl nach Gesinnung (z.B.: richtiges Parteibuch), dann kann ich es mit der Demokratie gleich sein lassen. So wird kaum je ein geeigneter Politiker gewählt werden. Das ist noch einen halben Schritt von der Wahl nach Stammeszugehörigkeit entfernt, einem Hauptproblem afrikanischer „Demokratien“.

      Und ja, mir ist klar, die meisten Deutschen wählen nach Gesinnung und deshalb funktioniert die Demokratie hierzulande nicht bzw. noch schlechter als in unseren Nachbarländern. Eine Brexit-Entscheidung wäre hierzulande unmöglich, da falsche Gesinnung. Die Briten sind da pragmatischer.

    • "Und die Erinnerung ist noch wach."
      .
      Ja.
      Es ist aber eben bereits: Erinnerung.

    • "Aber wer angesichts solcher Leute die Wiederkehr des Dritten Reiches
      heraufdämmern sieht, hat nicht die Komplexität der Voraussetzungen geschichtlicher Entwicklungen verstanden.“

      Tja, Herr Pflüger, so fing es damals auch an, mit der leichtfertigen Unterschätzung eines kleinen Gefreiten, der trotz Grenzen nicht rechtzeitig abgeschoben wurde. Eine besondere Komplexität kann ich da nicht erkennen.

  116. Kartoffeln
    Warum eigentlich Kartoffel? Wegen ein paar Leuten, die obwohl in Deutschland geboren und zur Schule gegangen, noch immer die Traditionen und Gebräuche ihrer ziegenhirtenden Vorfahren pflegen wollen? Soweit ich weiß, nennt der Erbfeind Euch Deutschen „Boche“, die Angelsachsen „Kraut“ und wir Österreicher „Piefke“. Allenfalls die Russen nennen Euch gelegentlich so, obwohl Fritz oder Hans bedeutend häufiger sein soll. Als chauvinistischer kaisertreuer Österreicher habe laufend Probleme mit schlecht integrierten Minderheiten, sei es mit Volksdeutschen alla Gudenus oder Strache, Russen alla Van der Bellen oder Türken alla Korun; alle abschieben. Wo kämen wir da hin, wenn wir jedem dahergelaufenen Postkartenmahler gleich die Bürgerrechte zugestehen?

    • Der Tommy nennt uns gelegentlich auch Jerries,
      was mir eindeutig besser gefällt, da ich es mit der cleveren Maus aus den Tom & Jerry Cartoons verbinde. Und der Kamerad Schnürschuh sagt wohl auch Marmeladinger. :-)
      Der Iwan weiß, was er an der Kartoffel hat, da er daraus sein Wässerchen brennt.
      Und was die Bürgerrechte für dahergelaufene Postkartenmaler angeht: Davon können wir ein Lied singen…

  117. Mehr Mathe braucht die Schule
    Ist es schon aufgefallen, dass die „5er in Mathematik-Prahler“ bis zum Abitur durchgewunken werden und dann dank „Geschenktabitur“ nichts anderes gelingt als in irgendwelchen Pseudowissenschaftlichen Studienbereichen irgendwas was nicht zu gebrauchen ist zu „studieren“? Prekäre Arbeitsverhältnisse anschließend mit endlos wiederholenden Praktikas inklusive? Während die Kinder aus Karlshuld bodenständig abzuwägen von den Eltern mitbekommen haben, etwas zu lernen was einen im Leben vorwärts bringt? Sitzt der Karlshulder Bodenleger, der Schrobenhausener Spargelbauer oder der Audieinpendler schon lange im Eigenheim treibt dem Pseudowissenschaftler selbst nahe dem 30. Lebensjahr nach immerwährenden Almosen der Eltern oder Sozialamt nicht einmal mehr die Scham ins Gesicht.

    Doch jeder Mensch braucht ganz dringend etwas womit er sich selber motivieren kann. Verliebt in sein Spiegelbild, Selfies produzierend, twitternd geistigen Müll absondernd will er sich selbst überhöhen, wenn er sonst nichts hat. Wer selbst nichts schafft, muss hinunter treten und nach oben bellen.

    Einer der mit sich und der Welt im Einklang ist, braucht das nicht. Der ist sich selbst genug, sagt lange nichts doch irgendwann reicht es auch ihm, speziell wenn er den ganzen Unsinn bezahlen soll.

    Nur noch so am Rande, hat es in der Türkei Aufschrei und Solidarität gegeben als Deutsche als Köterrasse und Nazis pauschal verunglimpft wurden?
    Befremdlich nehme ich die einseitige Reaktion hierzulande zur Kenntnis wenn es Aug um Aug heißt. Ein altes Sprichwort heißt, so wie es in den Wald gerufen wird, ruft es zurück. Die hohe Kunst der Diplomatie ist mit der fehlenden Kinderstube verloren gegangen.

    Noch befremdlicher, dass wie in Hamburg geschehen, bürgerliche (kein Pegida, keine Nazis) „Merkel muss weg“ Demonstranten von linken Antifaschisten an der Demonstration gehindert werden. Das muss man schon lassen, irriger geht es nicht. Konservative wollen eine „konservative Kanzlerin“ los werden und Linke solidarisieren sich mit ihr.

    Deutschland ist ein Tollhaus.

    • Also, ich bin ja auch so ein Matheversager mit sinnlosstudium. Not all Geisteswisssenschaftler!

    • @Edelweiss54
      Es braucht nicht mehr Mathe.
      Es braucht Schule ohne Indoktrination.
      Es braucht Schule, die nicht nur Fakten vermittelt, sondern Fragen nach dem Warum ergründen lässt.
      Keine dumme Auswendiglernerei von Geschichte sondern einen Rahmen, der eigenes Ergründen erlaubt, warum sich geschichtliche Sachverhalte so ergeben haben. Keine Betroffenheitspädagogik, die sich nur auf KZ-Besuche und dummes „nie wieder“ beschränkt, ohne die Mechanismen dahinter zu ergründen.
      Unterricht, welcher die Folgen sozialistischer Experimente gleichberechtigt gegenüber stellt – egal ob rechts (3.Reich) oder links (Stalin, China, Rote Khmer…)…

  118. Is dös gscheid?
    Grias Di Fonse!

    I mog Dei Schreim und Deine Buildn. Aber is dös gscheid de Flachländer ond de Groasstaderer no mehr d‘Goschn wässrig z‘machen? San doch eh scho gnug am Weg. Hiam wia driam. Pfia Di aus Kitzbichl.

  119. Kartoffel?
    Ist die Kartoffel nicht auch eine Frucht des Kolonialismus? Und das Kartoffelkostüm genauso wenig pc wie ein Indianerkostüm?

    • Kartoffel und deren Herkunft
      Ja, Herr Lutz die Kartoffel ist ein Produkt der spanischen Eroberungen. Sie kam erst im 15. Jhdt. aus Südamerika nach Europa. Wir können also den Forderungen nach deren Abschaffung entgegensehen.
      Andererseits können wir Deutschen mit dieser Benennung uns als Nachfahren von feurigen Latinos oder noch besser der indianischen Ureinwohner geschmeichelt sehen. Ich bin eine Kartoffel, ich bin ein Indianer, daher unser Drang uns ein Indianerkostüm anzuziehen, jetzt wird mir das alles erst klar.

    • Klar...
      …deswegen wird sie gerade durch die fairtrade Bio-süßkartoffel ersetzt.
      Quinoa folgt auf dem Fuß.
      Das nennt sich auch „clean eating“ und folgt dem „low carb“wahn auch „Steinzeit“diät genannt…irre, oder?

  120. Immer noch heimatlos aufgrund rechter Umtriebe und @ djangohatnemonatskarte sagte..
    …am 15. Februar 2018 um 21:22 Uhr: wollen sie denn in Essaouria
    mal einen Rauchen oder nur die Windmühlen anschauen?
    .
    Um ehrlich zu sein, hätte ich, der absolute Tütchen-Enthaltsame, mit dieser Truppe an Bord (na ja, schon die Darsteller, die mit dem unterständigen Kiefer, wenn ich die sehe, verursacht das bei mir Pickel auf den Augäpfeln und der Familienvater stellte den typischen Logistiker für Wurfbärchen. Zu der hohläugigen wohlstandsgrattligen Tochter möchte ich gar nicht erst etwas sagen.) – also mit denen zusammen hätte nach Ablegen beim Bootshaus in Blankenese, unten am Ende des Hohlweges, ich mein erstes Tütchen im Schultütenformat spätestens am Kraftwerk Wedel angesteckt –und dann weitere in Kette geraucht so lange der bordeigene Vorrat gereicht hätte, bis Essaouira.
    Ich verstehe ohnehin aber auch nicht, dass eine Christliche Seefahrt oder flüchtlingsaffine NGOs die armen Menschen auf einer solch langen Strecke nicht aufnimmt. Ach, lassen wir es. Ich fand nur seltsam, dass eine dieser Labertaschen mit der „Besprechung dieser Sendung angekündigt war – und nachher die Malaise der Serialdemokraten eingeschoben war. Diese „Besprechung“, sicher in Anwesenheit von Claudi oder Karin, hätte ich mir noch gegönnt.
    .
    Und @ Philo, „Ubi bene, ibi patria“ habe ich, der Nichtlateiner kürzlich in einer Arte-Serie über die Colonia Claudia Ara Agrippinensium, aka Köln gelernt. Das ist mir etwas zu kurz gegriffen und zu schnell und zu billig als Argument auf die aktuelle Flüchtlingssituation übertragen. Nach dieser Logik müssten sich alle Menschen dieser Welt, denen es nicht gut geht, in Regionen unseres Sozialstandarts konzentrieren. Was ja auch von interessierter Seite ständig anheischig gemacht wird.
    .
    Und Donaumoos? Geh´ fodd, sagt man im Kraischgau nebenan. Keine guten Erinnerungen. Morgens um vier, mit Marschsicherungsgeschirr durch hüfthohes Gras, klatschnass vom Frühtau (damals noch ohne Zugabe von Gundremmingens Dampf) bis zum Koppel zwischen Günzburg, vorbei an den unflätig lästernden Weibaleit der Frühschicht bei der Zigarettenpause vor der Waffenfabrik Walther in Niederstotzigen. Also ein damals noch nicht #metoo-oder satisfaktionsfähige, nicht jugendfreie Anmache von bandarbeitenden Frauen in Kittelschürzen, noch ohne Mindestlohn. Kannte ich in dieser Art schon von den Mitarbeiter*Innen der KACO GmbH + Co. KG-Autozubehörklitsche aus unserer Gegend (inzw. Schling-schlang). Um dann drei Tage Camping auf schnakenverseuchten Standortübungsplatz Dillingen (gebellt in Ried-Deutsch: Döllenga) zu „genießen“. Nach drei Tagen erkannten wir uns im Spiegel selbst nicht mehr. Das lag aber nicht am Ruß der angekokelten Korken für die Gesichtsbemalung. Zurück dann mit einem kleinen Schlenker in das für die Hominiden angeblich so aussagekräftige Tal der Lohne. Alles in Allem ein Spaziergang von einer Länge den Ursis Untergebene und Untergeb*Innen am Stück in 4 Jahren nicht zuwege bringen (müssen).
    .
    Donaumoos, da will man nicht länger sein dachten wir uns nach drei (quasi erzwungenen) Jahren am westlichen Zipfel und uns zog es wieder an den Neckarstrand. Der Don hat gut reden, da auf seiner Terra ferma am östlichen Ende bei Ingolstadt. Und er- und die Mitleser, sehen mir auch bitte den kleinen Schlenker zum Barras und auch die Länge des morgendlichen Rülpsers nach.
    (DdH)

    • westen, bitte. Westliches Ende.

    • Das musste ich, wie Sie sich denken können, kugeln...
      … und fand es bei Wiki unter: Liste lateinische Phrasen, na gut. Fand noch mehr.Auch was mit Geiern.

      Wir haben ja hier Kempten, das behauptet,beweisen zu können, die älteste Stadt Deutschlands zu sein. Schon 15vChr. gab es eine keltische Vorgängerstadt, die die Römer übernahmen:Kambodounun wurde zu Cambodunum.

  121. "Cultural appropriation"...
    ist auch für SJWs ganz akzeptabel (bzw. geradezu erwünscht), wenn es von der richtigen Seite kommt und in der richtigen Gesinnung geschieht.

    Meet Kehinde Wiley, the guy behind the Obama portrait:

    https://smarthistory.org/kehinde-wiley-napoleon-leading-the-army-over-the-alps/

    https://www.dailymail.co.uk/news/article-5386961/Obama-artist-painted-black-women-decapitating-white-women.html

    Der Don liebt’s ja gerne etwas opulent, vielleicht ist das ja was für ihn ;)

  122. Auch als Städter...
    …und zwar in Berlin, denke ich, wir sollten daran arbeiten, dass SPD, Linke und Grüne zusammen weniger als 20% haben. Das wäre traumhaft. In Berlin sieht das zwar noch weit weg aus, aber da würde es vielleicht auch reichen, wenn es weniger als 30% wären. Im Moment stehen die Chancen gar nicht so schlecht.

  123. Was zum Nachdenken - für Linke
    Von Cem Özdemir (Grüne) stammt der Satz, dass es ein Menschenrecht auf Heimat gibt (im Kontext der Flüchtlingsdebatte)!!!
    Frage an Linke und Rechts-Phobiker: Was sagt uns das?

    • ... das ist nicht schwer zu sagen ...
      … es besagt nur, dass „Geflüchtete“ ein Recht darauf haben, integriert zu werden und es ihnen nicht verwehrt werden darf, in ihre Heimat zu reisen und das solche Artikel nicht erscheinen sollten, weil sie nicht hilfreich sind …

      Greenthink is the new sexy.

    • "Greenthink is the new sexy."
      .
      Ach du Schreck.

  124. Der letze Satz bringt es wiedereinmal auf den Punkt.
    Ihnen Don Alphonso, kann ich nur wieder vollumfänglich zustimmen. Zwar hat die AfD gezeigt, wie sehr das hiesige politische Establishment, doch nur für seine Eigeninteressen arbeitet, bald wird die SPD noch von der AfD in Prozenten überholt, so sehr geht der Postenschacher den Linksverwirrten auf den Senkel, dennoch verbietet es mir mein charakterliches Format, Geschmeiß wie AfD oder Die Linke zu wählen. Auch wenn beide so „erfrischend“ dumm sind.

    Die Grünen täten gut daran, sich von den Deppen abzusetzen, bemerken aber gar nicht, wie sehr sie schon Parteien und Ideologien kopieren, die mal weit unter ihnen standen und heute noch stehen. Armes Deutschland!

    In diesem Sinne, für mehr Heimat (die doch einfach notgedrungen „entsteht“ im Laufe eines Lebens, warum also leugnen, dass es sie gibt) und für weniger Dummheit im Land, weder von den Primitiven noch von den Berufsideologen, die sich für so viel schlauer halten, als letztere!

    • "Zipfel" ist schon mal gut:
      „…dennoch verbietet es mir mein charakterliches Format, Geschmeiß wie AfD oder Die Linke zu wählen. Auch wenn beide so ‚erfrischend‘ dumm sind“ – da hat einer sich selbst sein Urteil gesprochen.

  125. Heimaterde
    Ein guter Artikel. Vergleichbares könnte man auch für den Bayerischen Wald schreiben. Arbeiter aus dieser Region verbringen täglich bis zu 4 Stunden im Bus zum BWM-Werk nach Dingolfing (hin- zurück), da das der Preis dafür ist, ihre Heimat nicht aufzugeben. Neue Einfamilienhäuser, herausgeputzte Dörfer, eine einigermaßen funktionierende soziale Infrastruktur zeugen davon. Diese Menschen leisten mehr für ihr Land (für ihre Heimat), als Seehofer in seinem neuen Ministerium je zu Papier bringen kann.

    Freie Wähler in Bayern sind konservativ, aber nicht rechts. Und die Bayernpartei hat ihren ganz eigenen Platz im politischen Spektrum…

  126. à propos "Kartoffel"...
    …wir sollten dieses Schimpfwort einfach souverän annehmen, dann wird es in 40 Jahren zum Qualitätsmerkmal (und gilt in 80 Jahren als elitär verpönt, so wie „Heimat“).

    Das funktioniert bei erfolgreichen Gruppen immer, wie die Vergangenheit zeigt: „Schwul“, „Schweizer“, etc. haben ihre Karriere als ganz üble Schmähwörter gestartet. („Protestant“ ist es für den Don wohl noch immer. Aber nur für den Don).

    Andere Gruppen haben da mehr Mühe, und müssen alle 20 Jahre unter gütiger Mithilfe mitfühlender Sozialtechniker*innen einen neuen Namen für sich erfinden – und manchmal mittels Strafgesetzbuch durchsetzen -, weil der „Markenkern“ schon wieder so arg gelitten hat unter der Realität *hüstel*.

    Also, wie würde Kennedy heute voller Stolz sagen: „Ick bin eine Kartoffel!“.

  127. Alte Heimat - neue Heimat: ein Gedankenspiel
    Ein gewisser Donald D. hat in der WEON ein geniales Gedankenspiel als Leser veröffentlicht:

    „Ich stelle mir vor ich sei ein [****/Bürger eines südl. Landes], der ein schlimmes Verbrechen begangen hat. Mir drohen 15 Jahre Haft.

    Was ist die einzige Hoffnung für mich? Gibt es ein Land das junge Männer ohne Papiere aufnimmt, rundum versorgt und mit einer oder mehreren neuen Identitäten versieht?

    Kann ich dieses Angebot überhaupt ablehnen? Jetzt stelle ich mir meinen Bruder vor, er hat Luft und Raumfahrt studiert.

    Ist dieses ohne-Papiere-Angebot für ihn auch so interessant oder bewirbt er sich lieber bei Elon Musk?“

  128. @eine Schweizerin Manipulation Heimatgefühle
    Sie haben das sehr schön analysiert, genau das spielt sich im Hintergrund des ganzen ab.

    Sie können es durchaus als ‚Eskalationsstufe‘ (ich übertreibe ein wenig) deuten, dass Heimat überhaupt Thema wird! Lange Jahre funktionierte das manipulieren derart reibungslos, dass niemand darüber sprach.

    Ich bin besorgt, weil momentan Parteien wie die AfD das Thema besetzen. Um dies aufzubrechen, ist mir sogar ein Herr Seehofer als Heimatminister recht! Je mehr die Heimat von einer politischen Richtung vereinnahmt wird, desto schlimmer die Reaktionen.

    herzliche Grüße in die Schweiz

    Hessin

    • @Hessin
      Das sehe ich gleich.

      Ich befürchte einfach, dass es sich beim „Heimatministerium“ nur um Marketing handelt und was gemacht werden müsste, damit die Leute nicht den Heimatgesängen der AfD nachlaufen, von Herrn Seehofer nicht geleistet werden kann. Nicht mit einer GroKO mit der derzeitigen SPD. Aber wenn Herr Seehofer nicht liefern kann, werden die Leute dann erst Recht AfD wählen. FDP ist ja für viele keine Alternative, befürchte ich. Denn dann hat sich ja erwiesen, dass sich mit der CSU/CDU nichts ändert und die AfD kann sich wieder als die einzige Alternative präsentieren.

      Ich finde diese Entwicklung auch beunruhigend.

  129. Zum Beitrag von Otto Moser vom 15.02.; 14.25
    Als Grund für die Wahl der AfD führen auch Sie an, nur mit dem Kreuzchen dort könne man die derzeitige, unsägliche Flüchtlingspolitik verhindern und daher müsse man die Höckes, Gedeons, Maiers und Co und deren Aussagen halt hinnehmen. Deswegen sei man noch lange nicht „rechts“.
    Muss dann ich als jemand, der 180 Grad Wenden in der Geschichte, das Gerede von Umerziehung nach 45, Juden als innerer Feind, Schuldkult und Raunen von Fremdherrschaft durch die „Westmächte“ bei gleichzeitiger Speichelleckerei dem Putinschen Reich gegenüber ablehnt, das Geschrei über Volksverräter und die Androhung von Vergeltung diesen gegenüber wenn man ersteinmal die Macht hat, muss ich dann nicht auch mit gleichem Recht anführen können, mein Kreuzchen nicht bei besagter AfD zu machen und dafür halt die „Obergrenze“ in der merkelschen Definition hinnehmen zu müssen?
    Bin ich deswegen „links“ und „grünversifft“?

    Werde ich dadurch weniger meiner Verantwortung diesem Land und meiner Familie gegenüber gerecht als Sie?

    • Ich mag dieses Wort versifft nicht. Könnten wir ers vielleicht bleiben lassen, so generell? Ansonsten kann ich es auch ersetzen, etwa durch vergoldet.

    • Ihr Blog ihre Regeln
      Das „v“ Wort wird gebannt.

    • Leider ein Thema
      das sehr stark polarisiert.

      In meinen Augen sind diejenigen, die die Massenimmigration fördern oder hinnehmen (Profiteure und Überzeugungstäter) eine Bedrohung für mich und die Meinen.
      Das fängt beim Geld an, das nur einmal ausgegeben werden kann und hört bei Themen wie Nutzung des öffentlichen Raumes und innerer Sicherheit noch nicht auf.

      Also: Ja, ich finde, dass Sie eine potentielle Bedrohung dessen sind, was ich lieber erhalten möchte.
      Ihre persönlichen Erfahrungen mit politischen Machenschaften jetzt mal außen vor.

    • Danke
      Genau so. Und natürlich werden Sie und ich und jedermann, der erkennt, dass es keinen Grund und keine Entschuldigung dafür gibt, so etwas zu wählen, der gegebenen Verantwortung gerecht.

      Als Mitglied und Anhänger der Freien Wähler würde ich mich übrigens bedanken, vom Don zusammen mit den Blaubraunen in den Topf „Rechts von der CSU“ gesteckt zu werden. Über die Bayern-Partei weiß ich zu wenig, aber ich vermute, dass es dort ähnlich sein wird.

    • danke für Ihre Frage
      , die ich mir auch immer wieder stelle. Ich versuche dann zu extrapolieren, was aus den 1 Mio. Menschen wird, so in 20 oder 30 Jahren und kann das leider in Frankreich und Schweden sehen. In Schweden hat man eine Generation dieser Art von Zuwanderer untersucht und festgestellt, daß die direkt Zuwandernden dieser Art nach mehreren Jahrzehnten nur zu 25 % in den Arbeitsmarkt integrierbar waren, die nächste Generation, schon in Schweden geboren, nur zur Hälfte. Man hat dann auf Dauer 75 % in der 1., 50 % Sozialhilfeempfänger (=heute Hartz IV) in der 2. Generation. Das hat Herr Prof. Raffelhüschen (Uni Freiburg, bitte auf deren Internetseite nachsehen) mit Kosten für uns in D von 450 Mrd. Euro für eien Generation berechnet, nur für die 1 Mio. Wollen Sie das zahlen ?

      In Frankreich sehen Sie dann, daß sich von den Zuwanderern aus asiatischen oder europäischen Kulturkreisen nahezu alle integriert haben, mit hohem Einsatz und Fleiß, den Zuwanderern aus arabischen Ländern vor allem die christlichen, aber die muselmanischen eben oft nicht. Die hören dann von ihren Imamen, daß Anpassung Sünde sei und die Heirat nur mit Muselmanen zulässig, der Islam über dem Staat stehe und es normal sei, sich von Christen (als Menschen zweiter Klasse) alimentieren zu lassen. Das sei der Tribut, den die Christen den Muselmanen als besseren Menschen schuldeten. Dann vertrieben sie die Chinesen aus ihren Vierteln, weil die zu erfolgreich waren und keine aufgezwungenen arabischen Angestellten wollten, deren Arbeitsethos nicht mit den chinesischen Vorstellungen korrelierte. Und am Ende werden sie schließlich „islamistisch“, wobei ich den Unterschied zu „islamisch“ immer noch nicht verstehe. Die offzielle Lehre dieser islamischen Ideologie sagt überall, daß der Staat unter den Gesetzen dieser Religion stehe, die Aufgabe des Islams eine Todsünde sei, die mit dem Tode bestraft werden müsse und auch alle anderen Religionen unter dem Islam stehen. Was dann noch „islamistisch“ ist, erschließt sich mir nicht. Die sofortige Tötung anderer oder erst dann, wenn die die Superiorität des Islams anders sehen ?

      Wenn Sie all das nicht so schlimm finden wie Parteien wählen, die in der Tat mit zur Hälfte doch sehr abstoßendem Personal unterwegs sind, können Sie gern andere Angebote besser finden. Ob das mit dem abstoßenden Personal aber bei den anderen so anders ist ? Denke ich an Stegner oder Trittin, bin ich da nicht so sicher.

      Ich will die auch nicht wählen, weil ich es auch abstoßend finde, was manche von denen sagen und machen. Doch wenn ich überhaupt keine andere Wahl mehr habe, weil alle anderen die Dinge oben hinnehmen, was soll ich dann tun ? Ich hoffe ja imer noch, daß mich die anderen nicht zu dieser Entscheidung dadurch zwingen, daß sie der AfD das Alleinstellungsmermal einräumen, gegen diese Gefahren etwas tun zu wollen.
      Ich ware auch gern „nett“, wenn ich aber eine Entscheidung zwischen nett für meine Familie, Nachbarn und Landsleute einerseits oder nett zu arabisch muselmanischen Zuwanderern andererseits treffen muß, wähle ich nie diese. Und da ich dieses Thema für das wichtigste Problem unserer Zeit und vor allem der ganzen Lebenszeit meiner Kinder halte, hoffe ich sehr, im Herbst bei der Wahl in Bayern eine andere Möglichkeit zu haben, als die zu wählen, die ich nicht will, weil sie so abstoßend sind. Aber wenn die die einzigen sind, lasse ich mich wohl abstoßen und wähle die vielleicht- zwar abgestoßen – trotzdem.

  130. @Don Alphonso nogo Liste Böllstiftung
    Ich glaube gerne, dass dies für eine Medienkarriere hinderlich ist, ebenfalls als Literat (dort übt man mehrheitlich ohnehin den vorauseilenden Gehorsam).

    In Berufen, die im weitesten Sinne geldnah sind (Bank, Versicherung, Juristerei etc) ist dies nicht so. Ebenso scheint das in den MINT Fächern nicht problematisch zu sein, vielleicht wenn man an der Uni ist.

    Glauben sie nicht, dass die Böllstiftung noch langfristig genügend Geldmittel und Einfluss haben wird?

    • Ich würde die Parteistigftungen, die de facto Nebenaussenministerien sind, alle abschaffen. Bäl hat viel Einfluss in der Kultur- und Medienwelt.

    • Geldnahe Berufe
      Weshalb möchten Sie die Juristen ausklammern?

      Gerade für jüngere Anwälte haben sich mit den Einsprüchen gegen Asyl- und Abschiebebescheide und mit der Durchsetzung von Versorgungsansprüchen etc. unverhofft neue Geschäftsfelder aufgetan. Fruchtbare Böden, ähnlich denen im Donaumoos, die einen Teil der Juristenschwemme absorbieren, von denen vor 2015 noch keiner zu träumen wagte und stattdessen die Ochsentour durch die Verwaltung oder die Großkanzleien vor sich liegen sah.

      Stiftungs- und Beratungsstellennähe, etwas politischer Opportunismus und sozial erwünschtes Wohlverhalten sind einer erfolgreichen Akquisition keineswegs abträglich.

  131. "Aufbruch ins Ungewisse"
    Anfang 2018. Bayern ist schon längst ein faschistischer Staat geworden. In Scharen verlassen Flüchtlinge das Land. Unterwegs ins friedliche und gastfreundliche Südafrika, verschnaufen Sie kurz in der (noch) liberalen und l(i)ebenswerten Metropole im Nordosten der auch schon bedrohlich nach rechts kippenden Bundesrepublik:

    „Wenn das Wetter wärmer wird, geht es raus an die frische Luft. Öfter gibt es auch Streit, brutale Schlägereien. „Hier unten muss man sich durchsetzen können“, sagt John. Vor sechs Jahren ist er aus München nach Berlin gezogen. Während er in Bayern immer wieder in den Knast kam wegen Drogenhandel, fünf Jahre insgesamt, lässt man ihn in Berlin in Ruhe, auch wenn er mal ein paar Gramm Haschisch mehr dabei hat.

    Viele Süddeutsche kommen deshalb nach Berlin, auch Tom (31) aus Nürnberg. „Freili, ist zu streng da“, sagt er. Jetzt kommen zwar ab und zu Sicherheits-Leute der BVG mit Hunden und verscheuchen die Drogensüchtigen. Aber sobald die weg sind, wandert die Schar wieder nach unten in den U-Bahnhof.“

    https://www.bz-berlin.de/berlin/friedrichshain-kreuzberg/so-versucht-berlin-die-junkies-zu-vertreiben

    (via Danisch).

    • Ja, an meinem letzten Tag in Berlin fragte mich ein Mädchen um Geld, die aus der Oberpfalz kam.

      Ich hätte sie fesseln und zurückführen sollen. Manchmal frage ich mich, was aus ihr geworden ist.

    • Alkohol gefährlicher als Crack und Heroin.
      (Quelle: Welt)
      Alkohol hat den weitestreichenden Effekt – für den Trinker, seine Umgebung und die Gesellschaft (Quelle: Focus).

      In vielen Studien gibt es einen klaren Testsieger:

      1. Alkohol – gefährlichster Suchtstoff mit dem größten Schaden.
      Etwa 70.000 Menschen sterben pro Jahr an den Folgen von Alkohol.

      Es gibt noch eine letzte Bastion der Cannabis Sativa/Indica Gegner. Die Bundesärztekammer und große Teile der Politik-Priesterschaft. Handlanger der Pharmaindustrie. Es geht ums Geld.

      Wieso werden Drogen missbraucht. (Alle Ding‘ sind Gift und nichts ohn‘ Gift; allein die Dosis macht, das ein Ding‘ kein Gift ist).

      Und da sind wir wieder bei der HEIMAT.

      Nehmt den Kindern die Heimat, die Perspektive, den Respekt, nehmt ihnen die guten Vorbilder, füttert sie mit Lügen, gebt ihnen Verachtung für die sogenannten Eliten, schickt sie in KITAS, sorgt dafür das sie keine Wurzeln haben, etc. ….

      Dann wisst ihr wer/was SCHULD hat.

    • "Etwa 70.000 Menschen sterben pro Jahr an den Folgen von Alkohol."
      .
      Nur in Berlin oder weltweit?

    • Es gibt noch eine letzte Bastion der Cannabis Sativa/Indica Gegner
      Haben Sie da nicht das organisierte Verbrechertum vergessen? Diese äußerst finanzstarken Organisationen halten aber möglicherweise engen Kontakt zu großen Teilen der Politik-Priesterschaft.

    • @ DA- ...in Berlin fragte mich ein Mädchen um Geld, die aus der Oberpfalz kam.
      Ja. Auch wenn diese Art der Rückführung nicht mehr üblich ist. Berlin ist für die Einheimischen manchmal ein bisschen ruppig und zunehmend auch gefährlich. Für Landeier aus dem Süden kann es die Hölle sein.
      Ein bisschen gut zureden und die Rückfahrkarte (nur die Karte, nicht das Geld dafür!) spendieren wäre vielleicht eine Alternative gewesen…

    • Liebes Hausschwein oder dünnes Eis lässt tief blicken.
      Das Verbrechertum ist in erster Linie organisiert.
      Wer mit wem engen Kontakt hält, ist staatlich geregelt.

    • "Freili, ist zu streng da"
      Das entschlossene Vorgehen der Stadt Nürnberg gegen die Fixerszene in der Königstorpassage im Sommer 2016 verschob die Szene dann auf den Kinderspielplatz am Aufseßplatz, zumindest, bis er mit einem Zaun (für Renovierungsarbeiten) umschlossen wurde.

      Seit wann der Herr wohl schon in Berlin lebt?

  132. Persönliches Trauma
    Die Zeit-Analyse über Heimat kann man wohl nicht getrennt von der Biografie des Gastautors sehen, der sie geschrieben hat. Als Kind und Jugendlicher wegen seiner Homosexualität gequält, entwurzelt, auf der Flucht, lost. „Während des Seminars wurde mir deutlich, dass die Erlebnisse, die mir als Kind in jenem mecklenburgischen Dorf zugestoßen waren, für mich etwas darstellten, das ich wahrscheinlich nie zu vergeben imstande wäre, egal, wie viel ich an mir arbeiten würde, egal, wie weit weg ich von jenem Landstrich, von jener Kindheit käme.“ Darauf hätte man im Artikel hinweisen müssen.

  133. Titel eingeben
    Lieber Don,

    ausgezeichneter Artikel, herzlichen Dank!

    Paar Gedanken: bin bis zum 15. Lebensjahr am direkten Rand des stillen Donaumooses der Siebziger groß geworden, oft sind wir in die Hügel um Hohenwart und in die Weiten des Mooses geradelt. Der Spargel war Frühjahr und Freude, die Kartoffel war schwarze Erde, abendliches Kartoffelfeuer und heiliger Herbst.
    – Dann in der Pubertät im Alpenvorland die Alpenländlichkeit aufgesogen: Gras, Kühe und Seen, ebenso lange Schlittenfahren, des wilden Kaisers Berge, Weite.
    Seit jeher ist’s paradox, daß die Partei, die seit Jahrzehnten mit blauweißer Heimat wirbt, fleissig dabei ist, sie zu teeren und zu federn. Das Isental vernichten, um jeden Preis, Alpenplan aufheben und noch mehr Flächenfraß. Was war das für ein Kampf um das letzte Stück unregulierter Donau. Und so fort.
    Wer die Heimat nicht innen hat, baut sich aussen ein Klischee. Wer Kartoffeln pflanzt, weiß darum.

    • Ja, das ist wirklich übel, spezoell die Gewerbegebiete, die jetzt entlang der Sonau entstehen. Und sich bald auch Richtung Niederbayern erstrecken werden. Es ist einfach zu viel.

    • CSU...
      „Seit jeher ist’s paradox, daß die Partei, die seit Jahrzehnten mit blauweißer Heimat wirbt, fleissig dabei ist, sie zu teeren und zu federn.“ Da sprechen Sie eine ernste Sache gelassen aus.
      Aber dem (weiß/blauen) Himmel sieht man es ja nicht an, was auf der Erde verbrochen wird.

      Meiner Ansicht nach sollte es ein Versiegelungsverbot geben. Gerne mit Tauschbörse – sprich wenn irgendwo etwas versiegelt wird, dann muß an anderer Stelle gleichwertig „entsiegelt“ werden.

      In Anlehnung an die an anderer Stelle beschriebenen Forts (https://blogs.faz.net/stuetzen/2018/02/15/die-fruechte-des-zorns-im-donaumoos-8752/#comment-196049)
      könnte man Glacis-artige Aufschüttungen in Firsthöhe inkl. Baumbepflanzung um Gewerbegebäude fordern. Dann siehts wenigstens nicht so hässlich aus, wird teurer/unattraktiver und erhöht damit die Bereitschaft, bestehende leerstehende Gebäude/Anwesen zu benutzen statt billige Blechhallen in die Botanik zu pflanzen…

      Leider scheint es nirgendwo Verteidiger des Kultur- und Lebensraums Heimat zu geben. Gerade die urbanvergoldeten Grünen sind dafür leider nicht zu gebrauchen.

  134. Mehr Stroh als Sprache
    Deutschland ist die Heimat von international
    geehrten Strohsprachlern geworden.

    Sie haben einen kalendarischen Feiertag verdient:
    17. Juli Tag der [A. D. M.] Kartoffelblüte

  135. Beleidigen
    wenn man Deutsche beleidigt, ist das i.O., wenn man Türken beleidigt natürlich nicht. Dabei zeugt beides in meinen Augen von gleicher Geisteshaltung und gleichem Charakter.

    • Ja, ich dreh die Hand bei der Watschn danach auch nicht um.

    • Alles hat zwei Seiten.
      mit der flachen Hand; das hast Du verdient, lern daraus.
      mit dem Handrücken; drückt dazu noch Verachtung für die Person aus.

      … Es gab mal vor Jahren eine Umfrage vor dem Bundestag. Gefragt wurden die Abgeordneten des BT: Welcher Feiertag wird am 3. Oktober in Deutschland begangen? 70% wussten es nicht.

      Im Zweifel würde ich den Handrücken nehmen …

      Stichworte:
      Heimatlos
      Schamlos
      Pseudoelite

    • Re: Alles hat zwei Seiten
      Meine Stärke ist die Rückhand, ich bin quasi Rückhandspezialist.

      Ich spiele weder Tennis noch Squash noch Badminton.

  136. Die große Gereiztheit
    Heimat ist auch ganz besonders Sprache, ein gewachsener, begrenzter Raum, den es zu verteidigen gilt. Geschliffene Sprache heißt im Deutschen: gern lange Sätze mit Nebensätzen, Verb am Ende, Begriffsbildung durch Kombinationen usw.
    Stattdessen finde ich allüberall die Übernahme der englischen Grammatik mit entsprechender Wortschatzverarmung, wie „Spaß haben“, „Arbeitsplätze haben“ usw. und auch die Kraftwörter dürfen nicht deutsch bleiben (Aber was, bitte, ist an F… besser als an Sch…? Spricht doch eher für die Deutschen, dass sie ein Stoffwechselendprodukt statt einer sexuellen Aktion beschimpfend verwenden?)

    Hoffentlich kommt jetzt keiner mit „Es gab schon immer Sprachwandel“. Dieser ist ein soziologisches Phänomen, das u.a. über Machtverhältnisse Auskunft gibt; Im vorstehenden Fall über den Kotau vor dem als international und deshalb als weltläufig bewerteten Englisch. Aber nicht gutes Englisch folgt daraus, sondern verstümmeltes Deutsch oder Denglisch. Am Ende steht eine Nivellierung des Sprachvermögens nach unten. Muss man ja ohnehin, damit die Neubürger sich leichter verständigen können. Statt Schuberts „Winterreise“ ist der Besuch eines ehemaligen KZ verpflichtend, so vermitteln wir unsere Kultur (der Selbstabschaffung) am besten.
    Übrigens: ein Frankfurter Bürgermeisterkandidat möchte die Digitalisierung der Verwaltung mit der Amtssprache Englisch. Wohl der Hoffnung geschuldet, europäisches Finanzzentrum zu werden. Wir sind ja alle Weltbürger.

    • Titel eingeben
      Ich bin inzwischen Wutbürger.

    • Muttersprache
      ist wahrscheinlich ein ebenfalls verachtenswerter Begriff wie Heimat. Die Mutter und deren Sprache ist aber hauptverantwortlich für die früheste soziale und kognitive Prägung des Kindes. Deshalb finde ich es manchmal so amüsant, wenn hier immer von Patriarchat die Rede ist. Wo, vor oder hinter der Wohnungstür?

      Ich meine auch einmal gelesen zu haben, daß der englische Wortschatz auf Grund der drei Spracheinflüsse germanisch, nordisch und französisch umfangreicher ist als der deutsche. Das kann ich mir aber nur zunutze machen, wenn mir meine Muttersprache das entsprechende Rüstzeug mitgibt. Und was nutzen mir drei oder vier rudimentär beherrschte Sprachen, wenn es mir nicht gelingt, mich in diesen auszudrücken gewchweige denn, ich brabbel eh nur dummes Zeug.

    • Kotau vor dem ... als weltläufig bewerteten ...
      … ist aber eine alte Seuche!

      Es gab vor dem aktuellen Piraten-Pidging schon das Westfränkische, das Südlangobardische, und vor allem das etwas sauberere Spätlatein…

    • Erinnerungskultur
      Bitte doch hier einmal um Erläuterung inwieweit der Besuch einer KZ Gedenkstätte zur Selbstabschaffung der deutschen Kultur führt und beiträgt.

      Ist nicht eher das KZ als solches ein Zeichen des Niedergangs und nicht dessen Besuch?

      Soweit man weiß wurde seinerzeit als die KZ´s noch mit „Leben“ gefüllt waren dort auch gerne Klassik gehört (vom Personal) und beim Empfang der Neuankömmlinge wurde an der Rampe ebenfalls gerne durch ein Orchester (auf Anweisung des Personals) aufgespielt. Vielleicht reicht der Hinweis hierauf (es war nicht alles schlecht) schon aus zum Erhalt unserer Kulturnation? Wäre das nicht eine elegante Lösung die auch Ihr Zustimmung fände?

    • Sprache und Denken
      Parallel zur Verarmung der Sprache durch Differenzierungsverlust geht die Verarmung des Denkens. Was nicht gelernt und ständig beübt wird, verkümmert. Sich Ansprüchen zu stellen und vor allem: zu üben, wird gerne von Möchtegerns als gestrig, überholt und nicht zeitgemäß abgeurteilt.

      Wenn ich meine sprachliche Heimat in der Musikauswahl unserer Kultursender suche, bin ich häufig am Verzweifeln. Klassik: kein Problem – aber wehe, es soll „anspruchsvollere“ Unterhaltungsmusik sein: Hier wird vorherrschend und unreflektiert das abgenudelt, was sich auf dem amerikanischen Markt am besten verkauft. Förderung und Entwicklung der eigenen (heimatlichen) Kultur sieht anders aus. Kein Wunder, wenn bei den Heranwachsenden kein Heimatgefühl aufkommen will.

      Es gibt noch einen weiteren Nebeneffekt der Abwendung von der eigenen Muttersprache: zunehmendes Unvermögen, eigene Gefühle treffend auszudrücken und zu benennen. Oder überhaupt die eigene Muttersprache dafür zu benutzen. Daraus resultieren dann auch Kommunikationsprobleme schon im persönlichen Umgang. Wenn man sich viele englischsprachige Texte der aktuellen Unterhaltungsmusik näher betrachtet und mit deutschen vergleicht, kann man ob der Plattheit schon ziemlich erschrocken sein. Am abstoßendsten habe ich das in der Adventszeit erlebt. Mein Eindruck jedenfalls. Aber vielleicht ist meine Wahrnehmung auch zu beschränkt und ich mittlerweile schon zu verbiestert.

  137. Titel eingeben
    Lieber Don,

    herzlichen Dank für diesen Artikel.
    Ein paar Gedanken. Bin in den Siebzigern am Rande des stillen Donaumooses aufgewachsen, oft radelten wir zwischen Wald und weitem Moos. Im Frühjahr waren wir im Spargelfeld (Freude!), das Heu war Sommer, später im Jahr war die Kartoffel unser heiliger Herbst mit seinen abendlichen Kartoffelfeuern auf dem Feld. Wir waren reich an innerer Heimat. Bald zogen wir ins Alpenvorland um, jetzt waren’s die Wiesen, die Kühe und die Seen, kaiserlichen Berge und die Isar.

    Paradoxerweise warb und wirbt die Heimatpartei mit dieser Heimat, und gleichzeitig teert und federt sie das Isental und das Erdinger Moos und kippt den Alpenplan. Setzt Gewerbegebiete frei. Dass die Donau noch wilde Stellen hat, grenzt an ein Wunder. Der Lech war einmal.
    Jeder weiss, was innere Heimat ist. Die äußere ist wild und größer als wir. Wer beides verloren hat, pflanzt Klischees. Egal von links oder von rechts. Wer sie nicht erträgt, „gestaltet“ sie.
    Ich warte mittlerweile auf die Zusammenarbeit von Disney und parteinaher Drehbuchautoren, es gibt viel Stoff in Bayern.

    • CSU und Heimat
      passt natürlich nicht.

      CSU steht für Landschaftsversiegelung, Vorteilnahme und Filz.
      Handwerker vom Schliersee erfreuten mich mit Geschichten der Gemeinderäte und Bürgermeister, die ihre Position dergestalt interpretierten, dass sie eine Überlappung mit ihrem Handwerksbetrieb herstellten. Hört man hier auch, manus manum lavat, Baugrund gegen Flüchtlingsaufnahme.

    • Titel eingeben
      Verehrter Don, lieber Alexander Veit,

      Vielen Dank für diesen Artikel, er weckt zahlreiche Gedanken und Erinnerungen.

      Mir geht es wie Alexander Veit. Ich kenne das Isarmoos bei Dingolfing ganz gut, ich habe dort viele wunderbare Ferien verbracht. Alleine das Wort „Kartoffelfeuer“ ruft den Geruch herbei und ich kann in meinen Fingern die Hitze der heißen Kartoffel spüren, sehe ihre verkohlte Schale und das gelb-dampfende Innere.

      Welch ein Genuß! Ja, das ist „innere Heimat“ bis heute, Jahrzehnte später und Wegen über München, Berlin und Hamburg…

      Für mich war das Moos eine Zauberwelt. Der Ruf des Brachvogels, unendliche Weite, Stille, unheimlich bei Nebel…

      Und heute? Ich hab immer Tränen in den Augen wenn ich in die Gegend komme: Logistikzentren, Autobahn, Zubringerstrassen, Toskanahaussiedlungen… nichts ist mehr wie es war. Sicher, Wohlstand durch das Autowerk – doch auch zu einem hohen Preis.

  138. oh doppelt...
    doppelt gepost, sorry.

  139. Yücel frei, Spaß dabei
    Ob er zur Köterrasse zurückkehrt?
    Ob er erneut die Hand beißt, die ihn füttert und schützt und ggf aus der Scheiße rettet?
    Ob er erneut anderen Menschen Schlaganfälle und Tod wünscht?
    Ob er dank des Jahrs im Paradies der Köterrassenhasser etwas Hirn, ja etwas Einsicht gewonnen hat?
    .
    So viele Fragen. Nur eines ist klar: Yücel wird so schnell wie möglich zu den Kötern fliehen, deren Auslöschung er wünscht.

    • Titel eingeben
      Die Welt Online-Moderation ist stark damit beschäftigt, alle kritischen Kommentare auszumerzen, das machen sie auch konsequent, nur die Jubelperser (ist das rassistisch?) dürfen ihren Senf abgeben. Man fragt sich echt, ob die alle einen an der Waffel haben – wie kann man diesen linksradikalen Deutschenhasser so hofieren? Verrückte Zeiten.

    • Yücel
      vereint das Beste aus 2 Welten.
      Er gehört zur Stiangglanderrass.

      Ich hatte mal eine Freundin, ein AfD-ler würde Halbnegerin sagen.
      Erstaunlich war, dass sie sich irgendwie der benachteiligten schwarzen Rasse zugehörig fühlte, die Weißen hingegen für das Leid der Welt verantwortlich machte, und mich nötigte, zig mal Mississippi Burning anzuschauen – was ich aus Gründen auch machte.
      Der weiße Anteil ihrer genetischen Ausstattung wurde nie thematisiert.

      In Kemelmans Rabbi-Reihe kanzelt Rabbi Small einen etwas schwarzen Bürgerrechtler, der den Rabbi mit einer critical whiteness-Debatte an die Wand nageln möchte, mit genau diesem Verweis auf dessen offensichtlich weiße Vorfahren und Sklavenhalter ab und verweist auf sein reines Schtedtl-Blut.

    • TännißYüttschäll
      Keine Radionachrichten heute, die nicht mit ihm anfangen. Ob dadurch der Außenminister sein Amt behalten darf? Ich will von denen nichts mehr hören und nichts mehr lesen. Tschüss, zusammen!

    • zweite Chance
      Ich würde nicht unterschätzen, dass ein Jahr Zwangsbesinnung bei dem Betroffenen etwas auslösen kann. „kann“.

      On vera.

    • Spielet mit der Harfe gar fröhliche Lieder!
      Ich bin ja so froh, dass er endlich fast wieder beinahe quasi frei ist.
      So entfällt das lästige abendliche Kerzenanzünden zu seinem Gedenken.

      Was mich heute nur störte:

      WDR 2 erwähnte dieses historische Ereignis kaum, der Sender hätte die Sondersendung ruhig auf 24 Stunden erweitern können.

    • Titel eingeben
      IDGAF

    • dank des Jahrs im Paradies der Köterrassenhasser ...
      … muss sich nicht viel zum positiven verändern.

      10 Jahre wären vielleicht besser – obwohl bei Zuma hats auch nix genutzt.

      Ich gehe auch immer davon aus, dass die Gefängniszeit viel zur geistigen Reife von Nelson Mandela beigetragen haben könnte. Otto Habsburg könnte ein ähnlicher Fall sein: als Flüchtling ohne Hofzeremoniell hat man mehr Zeit fürs eigenständige Denken…

  140. ick ...
    … bin von kopf bis fuß uff pim-pern einjestellt …

  141. Neugierig
    Lieber Don, Sie schreiben irgendwo im Kommentar:
    „Wenn es nach mir ginge, wäre eine alte SPD am Ruder“

    Ich wüsste zu gern: Welcher Zeitabschnitt wäre das für Sie?
    Helmut Schmidt / Willy Brandt, Regierungszeit?

    Ich kenne jemanden sehr gut ;-) der 1979 sehr jung der SPD beigetreten ist, weil der Gedanke, FJS könne Helmut Schmidt ablösen, ihn sehr erschreckt hat.
    Bei der Studienfahrt nach Oberbayern musste er auf Geheiß seines Lehrers leider seine „FJS Nein Danke“ Plakette abnehmen, damit es keinen Ärger mit den Einheimischen gibt…

    Nun ja, das ist wirklich lang her.
    Irgendwann war die SPD-Mitgliedschaft zu Ende, nachdem so Leute wie Frau Ypsilanti ungeniert mit kommunistischer Hilfe an die Macht wollten.
    Und nachdem allzu deutlich war, das ist letztlich doch nur ein Verein zur Verteilung von gut dotierten Planstellen an oberflächliche Gschaftlhuber.

    Ist überwiegend nur noch ein verblödeter Funktionärshaufen, dessen geistige Orientierung darin besteht, den vermeintlich noch fortschrittlicheren bei Grünen und Linken hinterdreinzulaufen. Warum man nicht gleich dorthin wechselt, verstehe ich bis heute nicht.

  142. Wie man einen Bestseller verhindert
    Don Alphonso: Ich überlege ja, ein Buch über den „Urbantyp, eine bedrohte Rasse“ zu schreiben…

    Der „Typ“ ist aber nun mal keine „Rasse“, sondern ein durch sein Umfeld geformter Charakter. Dann gibt es auch „den Urbantypen“ leider nicht, weil er wie alle anderen Typen aus sehr verschiedenen Einzelmenschen mit unterschiedlichen Stadtfunktionen besteht. Zum dritten fühlt sich „der Urbane“ gar nicht bedroht, sonst würde er sich nicht in einer ihn bedrohenden Zone aufhalten, statt dessen fühlen sich Nichturbane aus unerfindlichen Gründen bedroht. Schließlich und endlich muss man als Autor noch vermeiden, den Eindruck zu erwecken, über eine Gruppe oder einen Typus nur deswegen her zuziehen, nur weil man ihr nicht angehört, obwohl man ihr angehören könnte… ;-)

    • Gazelleriker
      Zum einen ist nicht mein Charakter durch mein Umfeld geprägt, sondern allenfalls mein Verhalten.

      Zum anderen hat der Autor nunmal schon in Berlin gewohnt und entschieden, dass es hier nichts gibt, was ihn interessiert. Erst kürzlich hat er nochmal nachgesehen!

      Und schließlich zieht er nicht über den „Urbantyp“ her. Man zieht über Personen her, zu denen man eine innere Beziehung hat oder haben möchte. Der Autor hingegen ist Profi und hat seine „Rechercheobjekte“; das macht ja auch seinen Erfolg aus.

      Also – seien Sie stolz auf ihn und erteilen Sie ihm lieber keine herablassenden Ratschläge, wenn Sie nicht selber als Rechercheobjekt enden wollen, so wie der „Urbantyp“, denn das ist nichts, das man einfach so wegsteckt.

    • Don Alphonso und die Karawane des Diskurses
      urbantyp: „Zum einen ist nicht mein Charakter durch mein Umfeld geprägt, sondern allenfalls mein Verhalten.“

      Was ein Jammer ist, wenn sie diesen klugen Gedanken mal zu Ende denken! Ich betrachte daher ihren Einwurf als reines Kompliment… ;-)

  143. Oettinger erkennt neue Aufgaben
    EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) erwartet von Deutschland höhere Beiträge zum EU-Haushalt. Es gebe neue Aufgaben wie den Außenschutz der Grenzen oder den Kampf gegen den Terrorismus, sagte Oettinger der „Bild“ laut Vorabbericht.

    „Brüssel“ muß ein Paralleluniversum sein. Wie sonst wäre es möglich, den Schutz der Außengrenzen (nicht Außenschutz der Grenzen!) und den Kampf gegen den Terrorismus als NEUE Aufgaben zu sehen?

    Weil solche Leute nicht in Amt und Würden bleiben dürfen, die so offensichtlich den Schuß nicht gehört haben, genau deshalb ist es gut, daß es die AfD gibt. Vielleicht sollte ich langsam da eintreten.

  144. Ach, da fällt mir ein...
    die FAZ hatte ihr lokales „Heimatskandälchen“ ja schon deutlich früher:

    „Das Niemandsland zwischen Birkenau und Rimbach ist der scheußlichste Ort der Welt. Wie die Odenwaldhölle junge Menschen zurichtet – und wie ich aus ihr entkommen bin.“

    https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/meine-heimat-dieses-stueck-germany-12729846.html

    Trotz der jüngst erfolgreichen Bentoisierung zumindest der FAS hat sie’s jedoch scheint’s nicht mehr ausgehalten und ist – wohin wohl? – gewechselt:

    https://www.zeit-verlagsgruppe.de/presse/2017/09/antonia-baum-schreibt-fuer-die-zeit-ronja-von-roenne-wird-kolumnistin-von-zeit-online-und-autorin-fuer-die-zeit/

    Mich würde ja eigentlich wirklich mal die Motivation hinter diesem fortwährenden „Bäumchen-wechsel-dich“ meist mäßig erfolgreicher „Jung“-Autorinnen (und -Autoren) zwischen den immergleichen Verlagshäusern interessieren.

    Natürlich bedient eine Frau Baum die Zeit-Filterblase vermutlich noch etwas zielgenauer als das FAS-Habitat. Aber zusätzliche Abonnements wird sie dort auch nicht generieren…

    • Der Odenwaldartikel in der FAZ
      ist entweder Satire oder von geradezu unglaublicher Dummheit. Der Dame fehlte ein Fahrrad. Dann hätte sie nämlich gemerkt, daß sie im Paradies und nicht in der Hölle ist.

  145. Noch was zur Heimat
    Jetzt bin ich seit über 50 Jahren in Bayern (zwangsweise von den Eltern aus dem Ruhrgebiet verschleppt) und sehe Bayern auch als meine Heimat an. Zu den bayerischen Sitten und Gebräuchen habe ich trotz meiner katholischen Gemahlin aus Oberstimm (!) nie einen wirklichen Zugang gefunden, bin im Grunde “ a Preiss“ geblieben.

    Trotzdem freue ich mich über Trachten, Dialekt, usw. und denke nicht daran, den schon länger hier lebenden meine Gewohnheiten aufzwingen zu wollen, im Gegenteil.

    Nach vielen Berufsjahren im Ausland schätze ich fremde Kulturen sehr, bei etlichen ablehnenden Einstellungen zu diversen Aspekten dieser Kulturen, käme aber niemals auf die Idee, diese verändern zu wollen, das sollen die Einheimischen schon selber machen.

    Mir graut vor der einen, gleichen Welt. Mir würden schon die Menschenrechte als kleinster gemeinsamer Nenner genügen, natürlich nicht die mit Shariavorbehalt. Ein Europa der Vaterländer wäre schön. Noch schöner wäre es, wenn die EU sich als Dienstleister an den Mitgliedern verstünde, nicht als deren Oberlehrer.

    Jetzt setze ich mich wieder auf den (oder das?) Ergometer und radle ein Stück die kalifornische Pazifikküste entlang, denn, ehrlich gesagt: „The Highway is my home“. Tankstellen im amerikanischen Westen sind auch ein Stück Heimat für mich, dünner Kaffee, keine Sitzgelegenheiten, Herumlungern unter „No Loitering“ Schildern. Herrlich, Don möge mir verzeihen.

  146. Heimat klingt nach Heimatmuseum
    ….Herr Lehrer, ich weiss was vom Räuber Leichtweiss (Wilderer in WI, 18. Jhd.).
    Zuhause gefällt mir besser. Adaptionen aus ursprünglich fremden Welten und gleichzeitig klare Abgrenzungen gegen alles, was mir nicht gut tut.

  147. Affirmative Action, Critical Whiteness...
    .. und wie das alles heißt, alles aus den USA rübergeschwappt, wo es mittlerweile ein Unding ist, an Karneval im Indianerkostüm zu gehen, weil sich dann die Native Americans (oder First Nations, was ist gerade der neueste PC-Ausdruck?) auf den Schlips getreten fühlen.
    Wenn hier in Köln jemand versucht, uns mit PC eine Kostümierung zu verbieten, dann wird er eine nette Überraschung erleben. Die Sorte Überraschung, die unser werter Erzbischof Meisner erlebte, als er dereinst die Messe im Dom feierte und ein wunderbarer Chor diese begleitete. Am Ende der Messe ertönte dann gemessener, der Würde des Doms angemessener Applaus für die großartige Leistung des Chors. Das gefiel Herrn Meisner wenig, und er wandte sich daraufhin an die Gemeinde, das gehöre sich nicht und sei zu unterlassen. Den Ton, mit dem er Kölner erreicht hätte, traf er allerdings nicht. Er wandte sich wieder zum Altar… und dann wäre ihm fast die Mitra vom Kopf gesegelt. Denn nach einer Schrecksekunde brach die aufsässige Gemeinde in donnernden Applaus aus. Ich habe die Geschichte von einem Bekannten, der dabei war.
    Ähnliches gilt für Indianerkostüme oder ähnliches. Der Kölner an sich stellt umgehend die Stacheln auf, wenn man ihm dergleichen verbieten will. Sollte einer es versuchen, verspeise ich einen Besen, wenn nicht am nächsten Tag die Indianerkostüme bei Karnevalswierts ausverkauft sind.

    • Titel eingeben
      Ich erinnere wehmütig Robert Gernhardt, der bereits vor über 30 Jahren auf diesen Schwachfug aus den USA (aus)lachend hingewiesen hat.
      Meine Generations hat’s kapiert. Und lacht die p.c.-Spinner aus.
      .
      Aber es wachsen ja immer wieder Neue nach…
      Aus meiner Zitatensammlung (ach wie liebe ich die)
      =
      Frage: „Jede Generation fängt immer neu an, nichts zu wissen“ – Bedeutet das, dass man von einer zyklischen Verblödung ausgehen muß, die von Generation zu Generation wiederkehrt?“
      Dieter Hildebrandt: „Ich glaube ja“.
      (Januar 1994, im Radio)
      .
      Oder die NZZ anno 28.02.2008:
      „…Da kann es nicht weiter verwundern, dass jeder fünfte erwachsene Amerikaner glaubt, dass sich die Sonne um die Erde, pardon: um Amerika dreht. Über 40 Prozent der Amerikaner unter 44 Jahren haben im letzten Jahr kein einziges Buch in die Hand genommen.“

    • Und doch hatte Seine Eminenz recht.
      Die Kirchenmusik erklingt zur höheren Ehre Gottes. Sie ist ein Gebet in besonders weihevoller Form. (Oder sollte es sein. Sakralmusik neueren Datums folgt ja mehr dem Motto „Singen, springen, beten“ mit Betonung auf dem zweiten.) Leider verwechseln viele Musiker, Laien wie auch manche Profis, die Kirche mit einer Bühne. Sie tendieren dazu, sich zu produzieren. Und wollen dann auch gelobt und beklatscht werden. Das können sie gern haben, denn nicht wenige Chöre und Instrumentalisten sind tatsächlich musikalisch versiert, und die übrigen immerhin engagiert. Aber bitte nicht während des Gottesdienstes. Dafür gibt es doch bei Konzerten außerhalb der Liturgie genug Gelegenheit. Zum Beispiel am Gedenktag der Hl. Cäcilia. In den Münchner Hauptkirchen, der Michaelskirche, der Theatinerkirche, der Frauenkirche, erklingt regelmäßig zum sonntäglichen Hochamt Kirchenmusik jenseits des Volksgesangbuchs, mal schlichter, oft prunkvoller, mit Orgel, Chören, Trompeten und Posaunen. Und es wird selbstverständlich nicht geklatscht. Jedenfalls nicht während der Liturgie. Ohne daß die Musiker verbittert nach Hause gingen. Scheint so, als wüßten sie um ihre dienende Funktion.

  148. @ carlXIIgustav, @ Goodnight, @ grünbär, @ Don Alphonso
    @ carlXIIgustav 15. Februar 2018 um 18:55 Uhr

    „Ohne Heimat und Identität“
    „Erlösung aus einer als gruselig empfundenen Gegenwart “

    Braucht man sich nicht wundern, ich verweise ich auf den Vortrag, den J. Fischer als Außenminister („Ich spreche hier nicht als deutscher Außenminister… sondern als überzeugter Europäer und deutscher Parlamentarier““) an der Humboldt Universität anno 2000 gehalten hat. (DON – der Link ist unscharf – ht tps://www.europa.clio-online.de/quelle/id/artikel-3231)
    – da braucht man glaub ich nicht viel zu zu sagen.
    Schon damals war mir klar, dass da was „aufgehoben“ werden soll. Selbstaufhebung. Hegel in Total. Die bösen Widersprüche endlich hinter sich lassen. Germania destructa finita. Da hab ich mich gefragt, woran das liegt. Lag auf der Hand. Wenn einer 68er war, dann Fischer. Der wollte mit seinen Vordergenerationen und dem ihnen Üblichen nix aber auch gar nix mehr zu tun haben (die haben Schimpf und Schande über uns gebracht). Da bietet sich ein Konstrukt wie die EU als Ersatzlösung an – für deutsche 68er und ähnlich gestrickte.
    Nebenbei: Dass alle anderen europäischen Nationen kein Jota von ihrem Nationalismus und ihren Heimatbezügen abrücken werden, daran zweifeln wohl auch die Jubeleuropäer nicht .. und Macron schon gar nicht, der hat lediglich erkannt, dass der Weg des Tsipras ein lohnender ist .

    Nun frag ich mich aber heute, was macht diesen Gedanken der Totalaufhebung Ds für die folgenden Generationen attraktiv. Von ihren 68er Eltern brauchten die sich ja nicht mehr abzugrenzen. Bloßes Liebkindsein bei den guten Eltern? Aber so richtige Eltern hatten viele dieser jüngeren Leute wohl schon nicht mehr, der Weg in die vaterlose Gesellschaft war für viele von denen bereits abgeschlossen (patchwork ist da bloß ein Euphemismus).
    Viele von deren Vätern zeigten gegen die vormaligen Ausgestaltungen der Vaterrolle nämlich veränderte Verhaltensweisen. Auch wenn Pappa nicht auf der Strasse lebte, galt vielfach dennoch „Wherever he laid his hat was his home.“ (Papa Was a Rollin‘ Stone – The Temptations). NmA zeigt der familiär-soziale Kontext dieses literarischen Zeugnisses das deutsche Jungziel: den Weg AUS der vaterlosen Gesellschaft (gell, Alex?). Die wollen endlich zu was (anderem) gehören. Da soll in etwas hinein „aufgehoben“ werden. Bei einigen jedenfalls. Da könnten dann auch die Ansatzpunkte zu einer anderen Auffassung von Heimat liegen (… ist da, wo ich dazugehöre – auch räumlich). Und diesen Aspekt von Heimat fürchten die vorgeblich internationalistischen Linken wie der Teufel das Weihwasser .. denn der könnte die derzeit behauptete Unverbindlichkeit des schon-länger-hierseins konterkarieren..
    Mit dem rechtsextremdefinieren von Heimat soll einem alsbald die Freiheit abgesprochen werden, da zu bleiben und zu sein wo man sich gerade (wohl-) befindet. Etwas gut und richtig zu finden wie es ist, selbst wenn man da geboren wurde. Denn: Wo bleibt denn da der revolutionäre Furor? Wo die Dialektik? Auch ich halte das Anti-Heimat-Gedruckse für neomarxistisch.

    @ Goodnight 16. Februar 2018 um 07:38 Uhr

    „Leitdifferenz ….Innen und Außen …. “

    Bei Ihnen hegelts ja ganz ordentlich, mit diesen Reflexionsbegriffen. Leider bringen Reflexionsbegriffe als solche keine weitere Erkenntnis.
    Leitdifferenz = Grundwiderspruch? erinnert mich an die 70er … diese Art von Dialektik fand ich damals schon nicht überzeugend …

    @ grünbär 16. Februar 2018 um 11:04 Uhr

    „Menschenrecht auf Heimat“

    Es liegt nicht daran, dass jemand „Heimat“ sagt. Nur wenn jemand „meine Heimat D“ sagt, dann wirds gfahrlich

    @ Don Alphonso 16. Februar 2018 um 12:22 Uhr

    „Ich würde die Parteistigftungen, die de facto Nebenaussenministerien sind, alle abschaffen.“

    Ich auch. Staat und Gesellschaft gehören getrennt.

    • Good judgment comes from experience and a lot of that comes from bad judgment.
      „Bei Ihnen hegelts ja ganz ordentlich, mit diesen Reflexionsbegriffen. Leider bringen Reflexionsbegriffe als solche keine weitere Erkenntnis.“

      Guter Mann, was bringt mehr Erkenntnis als Reflexion?

      Sie verwechseln Erkenntnis mit Handlungsanleitung.

      Wenn sie Anleitung zu Handlungen benötigen, dann sollten sie denen folgen, die Information maximal reduzieren, auf einfache Parolen/Schlagwörter.
      Zum Beispiel: Nazi, Kartoffel, alte weiße Männer.

      Da werden Sie dann fündig.

    • Nr. 57 oder Letzter seiner Art?
      Nicht Nr. 57 sondern Nummer Letzter?
      Oder wie kommen Sie drauf:
      „Staat und Gesellschaft gehören getrennt.“

      Gesellschaften ohne Staat sind Sklavengesellschaften (oder Leibeigenen).

      Selbstbestimmte Gesellen schaffen, machen sich einen Staat damit sie, sie selber werden und bleiben können.
      Mit König und Adel oder EU und Bonzen oder Demokratie und Volk.
      Kommt eben ganz auf die Gesellen an.

      Ich bin für Volk von Freien, Nationalstaat (Gesellschaft) und Demokratie als Garant für Einigkeit und Recht und Freiheit!

    • My final diagnosis: a recovered borderline.
      BTW:

      Das Projekt der Moderne sieht Nation nur als Übergangskonstrukt. Fischer war somit auf dem richtigen Weg, dem Weg nach Europa. Welchen schon Kohl etc. beschritten.
      Das Problem war nur, dass Europa es nicht vermochte, eine Grenze zu ziehen, zu Nicht Europa. Und sich somit 2015 gegenüber naher Osten und Afrika und eigentlich allem völlig öffnete.

      Nicht der linke, radikale Fischer hat es in die merde geritten, nein, es war die „konservative“ Heimatpartei CDU unter Merkel. Das ist der Treppenwitz der Geschichte.

    • Goodnight
      Ist ja noch nicht vorbei: Die Festung Europa wird, sie muss kommen. Es ist ein schmerzhafter Geburtsprozess dieses postnationale Europa. Die EU ist da nur eine Vor- und Missgeburt. Nicht lebensfähig in dieser Welt. Es ist ein Irrweg und der Versuch Europa in einem Zentralreich zusammenzufassen, ob mit Gewalt oder mit Geld funktioniert einfach nicht. Dafür sind wir zu viefältig.
      Die Frage ist, ob die Demokratie in Europa die nächsten Jahrzehnte überlebt. Ob das überhaupt möglich ist bei der Gewalt die kommen wird. Oder ob rechtsxtreme, autoritäre Herrschaftsformen kommen.
      Wie auch immer. Wir erleben jetzt Geschichte. Mehr als 1989/90.

    • Heimat versus Europa
      Wenn man von einigen Eurokraten in Brüssel, einigen vor allem älteren deutschen Linksintellektuellen einmal absieht, hat das „Projekt der Moderne“ nicht so viele Anhänger im Laufe der Jahre gefunden.
      Es wird auch nicht besser und wirkungsmächtiger, wenn einst ein ungehobelter Turnschuhminister und ehemaliger Steinewerfer sich im vielschichten Sammelsurium der Kritischen Theorie einer vermeintlich zukunftträchtigen Sinnstiftung bedient hat.
      Nationalstaaten haben teilweise 1000 Jahre benötigt, um sich zu ihrer heutigen Qualität zu entwickeln. Anzunehmen, daß sich diese Gebilde durch einige krude Gedankengänge, zumal von deutschen Boden, binnen einiger Generationen aushebeln ließen. ist aberwitzig.
      Gewiß ist in Deutschland nach zwei verlorenen Weltkriegen, einer völlig überhasteten, unter protestantisch-preußichen Vorzeichen vollzogenen Nationalstaatsbildung mit dem Projekt Nationalstaat kein Blumentopf zu gewinnen.
      Jenseits der deutschen Grenzen sieht dies aber völlig anders aus. Niemand wird dort, nur weil die Deutschen mit ihrer Geschichte hadern und trotz mancher Mühen darin keinen gemeinsamen Ort gefunden haben, den Nationalstaat in den Orcus befördern wollen.
      Er bleibt daher auf unabsehbare Zeit der ideale Fixpunkt, um politische und kulturelle Interessen zu definieren und danach zu handeln.
      Im übrigen wird man bei dem hier heftig diskutierten Thema Heimat und wie diese mit Inhalt zu erfüllen ist, folgendes zu bedenken haben:
      Heimat, Region, Landschaft sind seit etlichen Jahrzehnten Orientierungsbegriffe ohne festen Marken-Kern.
      Sie leben davon, je nach Situation mit wechselnden Inhalten aufgeladen zu werden. Dies änder nichts an ihrer Wirksamkeit im Alltag.
      Sprache, Brauchtum, Geographie und materielle Kultur können in je spezifisch wechselnden Variationen dazu beitragen, einen Raum gegenüber anderen, letztendlich konkurrierenden Flächeneinheiten als Heimat abzugrenzen.
      Wie auch immer. sie helfen durch ihr bloßes Vorhandensein, Menschen sich in ihrer Umwelt zu orientieren und damit einen Standort zur Urteilsbildung gegenüber anderen Personengruppen einzunehmen.
      Allerdings wird man zugeben müssen, daß in großstädtischen Regionen mit ihren höchst heterogen Bevölkerungengruppen solche Formen der Orientierungshilfe und Standortbestimmung nicht mehr greifen.
      Allerdings weisen etwa das Stadtregiment von Singapur oder auch allenthalben die Ausbildung von Parallelgesellschaften durch sogenannte Neubürger in den Ballungszentren daraufhin, daß einem Projekt der Moderne in städtischen Lebensräumen durchaus auch reale Entwicklungspotentiale innewohnen können.

    • Prinzipiell finde ich das Projekt Europa als ideales Korsett gegen die oft zu harschen Nationalstaaten. Leider hat man europa unter die Räuber fallen lassen.

    • @Don
      Werter Don,

      das mit „Europa“, also EU sehe ich etwas anders.

      Mir scheint, daß je größer ein Staatswesen, desto
      – rigoroser die Notwendigkeiten, um dieses Zusammenzuhalten zu können (gemeinsames Narrativ, Identifikation von Feindbildern, durchsetzung von Ideologie etc.pp.)
      – größer die Gefahr von Korruption, Kleptokratie, Entfernung von den Menschen
      Die EU will aber ein Staatswesen sein, quasi ein Superstaat. Damit ist die Verdammnis inherent.

      Ihre „Räuber“ sind nur die Folge einer von Anfang an falschen Ausfstellung (wie die Kompetenzen der Kommission etc.). Sprich: „Gelegenheit macht Diebe“…

      Und das ganze Geschwurbel über „europäische Werte“ ist für mich nur Deckmantel für knallharte finanzielle Interessen – egal ob die Eurokratie selbst, die Industrie, die Landwirtschaft oder einzelne Länder. Also wie die SPD oder GroKo, nur größer…

      Im Prinzip bin ich ja bei Ihnen bzgl. der Notwendigkeit eines „Korsetts“. Es bedürfte also einer kompletten Neusufstellung.
      a. Klare Zielsetzung, wie z.B. „Hauptaufgabe: Friedenssicherung für und in Europa. plus Nebenaufgaben wie: Minimierung der Kosten des Apparates“
      b. sich auf einen kleinesten (!) gemeinsamen Nenner zu verabschieden, um was sich die EU kümmern sollte – und alle anderen Kompetenzen rigoros zu kappen.
      c. Die undemokratische Struktur des Gebildes refomieren.
      d. etc.

  149. Grüße
    eh , hab ich eben vergessen.

    Danke für den anregenden Text, DON.

    Grüße auch an alle Kommentator*en und

    Schönes Wochenende

  150. Wenn man sich als Haustier ein Krokodil hält
    Lieber Don,
    Sie schrieben weiter oben:
    „Es geht denen m.E. darum, antideutschen Rassismus hoffähig zu machen.“

    Das Gefühl habe ich auch. Nur, wenn sie dafür muslimische Integrationsunwillige als sog. useful idiots benutzen oder gar Gewalttäter oder Islamisten verteidigen, und wenn sie muslimische Masse aus antideutschen Gründen vermehren wollen, wird es sie später zuerst erwischen, denn:

    Ich, heimat- familienverbunden und nicht ganz religionsfern, hatte mit allen Muslimen, mit denen ich länger sprach, durchaus Gemeinsamkeiten. Auch sie schätzen Familie, Heimat und darüber hinaus ihre Religion. Nichts ist ihnen verhasster als bindungslose egozentrische Atheisten, und an sich haben sie die Anweisung, die mit den Buchreligionen zu schützen.

    Daher bin ich der Meinung, dass linke bindungslose Atheisten und Atheistinnen sich als Haustier ein Krokodil züchten, das sie zuerst fressen wird. Das zeugt von einer gewissen Dummheit, die durch einen innewohnenden Fanatismus entsteht, einen unheilbaren antideutschen Fanatismus.

    Vielleicht haben sie mal „Hannibal“ gelesen. Der widerliche Typ darin hält sich einen Python als Mordwaffe. Hannibal Lecter, dem solche Typen zuwider sind, was ihn sekundär sympathisch macht, ein Tom Ripley-Phänomen, sorgt dafür, dass der Würger, sein eigenes Haustier, die Arschgeige erledigt, weil letztere die Polizistin Clarice entsorgen will. Überhaupt ist die Kombi Lecter und Clarice von seltener Qualität. Man muss also beachten, dass man Ärger kriegen kann, wenn man ganz normale Mitbürger mit Hass belegen will, nur weil sie deutsch sind und dazu stehen, nachdem die letzten Nationalsozialisten tot sind, denn ganz normale Bürger kommen punktuell mit Muslimen zurecht, je nachdem.

    Darüber hinaus muss ich sagen, dass diese verhärteten Typen, auch jene von der (Anti-) Fa, genau dasselbe machen wie der IS: Spaltungen en masse erzeugen.

    • Lecter und Clarice von seltener Qualität
      Das sehe ich auch so und ich mag beide.
      Ich kann sich schön hineindenken.

      Zum Erstling: Schweigen der Lämmer,
      sei noch folgendes erwähnt:

      Das FBI hatte wegen diverser Fehler keinen guten Ruf
      und half gerne mit ihn aufzupolieren.
      Der Film war auch eine Werbesendung für die Behörde.
      Es gab danach zahlreiche Bewerbungen.

      Das man auch noch einen psychisch Kranken
      Mörder so darstellen kann ist auch Genial.

      Anthony Hopkins spielte das hervorragend.
      ( man vergleiche Roter Drache mit Manhunter)

      Um zum heutigen Thema zu kommen:
      In Hannibal Rising wird die Vorgeschichte erzählt
      in der Lecter im Grunde heimatlos wird.

      Ich vermute Heimat ist für viele doch die
      Erinnerung an die Kindertage zu denen man
      zurück möchte oder eben nicht weil sie
      so furchtbar waren.

      PS ggf auch so etwas wie Heimat.
      Die neuen Folgen als TV Serie haben mir
      gar nicht gefallen. Zu künstlich m.E.

    • Nachtrag zu Lecter und Clarice
      Eine Oberärztin der psych Klinik in
      der ich arbeitete mochte Hannibal gar nicht.

      Begründung:
      Ein Psychiater der seine Patienten frisst!

      auch hübsch :-)

      PS
      Was Jody Foster wohl von der Me2-Debatte hält?
      Ich hoffe gar nichts, ich denke auch das Sie sich wehren kann.
      Auch Privat.

  151. Maoismus
    Ich denke, die Bekämpfung der deutschen Kultur folgt bewährten Strategien, umgesetzt z.B. während der Kulturrevolution in Chinas. An Zufall glaube ich inzwischen nicht mehr. Nichts ist zufällig …

    Ein Vertreter des Maoismus (Trittin) war wieder in vorderster Reihe bei den Jamaika-Verhandlungen dabei. Zufall?

    Heimat ist bürgerlich, also muss der Begriff vergiftet, diffamiert werden. Bei dem Begriff „Volk“ ist das schon gelungen.

    Fack ju Göthe – das Andenken Goethes (der Inbegriff deutscher Kultur) wird beschmutzt. Ein Journalist, der auf alles Deutsche spuckt (Jücel), wird gehypt usw.

    Vor ein paar Jahren noch hätte ich die Möglichkeit eines Bürgerkriegs in Deutschland kategorisch ausgeschlossen. Mittlerweile bin ich mir da nicht mehr so sicher…

    Oder der Zustand der Bundeswehr: Ist das Zufall? Das ist doch gewollt… Niemand kann mir erzählen, dass die Verantwortlichen nicht wissen, in welchem Zustand die Bundeswehr mittlerweile ist bzw. dass das alles „Idioten“ sind, die das nicht hinkriegen…

    Eine Armee ist immer ein Machtfaktor (das zeigen unzählige Putsche bzw. Putschversuche), allein wegen der dort befindlichen Waffen und des Know-hows im Umgang mit diesen. Ich denke, man hält die Bundeswehr in linken Kreisen für nicht unterwandert genug bzw. für verdächtig, sich im Zweifel gegen die „richtige“ Ideologie zu stellen. Also wird sie nach Möglichkeit entwaffnet, wenn man sie schon nicht auf Linie bringen kann.

    Logisch oder Hirngespinst?

  152. Ich mache mir Sorgen
    Was wird jetzt aus den Funktionseliten und ihrem Fußvolk,
    die ihre Existenz dem SPD Ticket verdanken. Das müssen viele
    sein – einer großen Volkspartei angemessen- aber einer 16%
    Partei im Abwind?

    Wird die SPD-Spitze sie halten können, auch wenn die
    Wähler davon laufen?

  153. Bin gerne Köter, Hunde netter als der Durchschnitt des Menschengeschlechts
    @ Rabe,

    sind Sie sicher, dass es Yücel war, der Köterrasse gesagt hat? Jedenfalls hat Karabulut von Hundeclan geredet. Kenne den Mann nicht:

    In Welt online unter:
    Deutsche dürfen ungestraft „Köterrasse“ genannt werden
    Veröffentlicht am 28.02.2017

    Aber Churchill, der angeblich sagte, die Deutschen hätte man entweder am Hals oder zu den Füßen, war im Grunde der Erste, der zu diesem Vergleich griff.

    • Satire
      Die Aussage von Dennis zu Deutschland und seinem anzustrebenden Niedergang ist doch nur Satire. So wie Siggis Aussage zum Pack, Gedeons Aussage zu den Juden, Alex zum Boateng oder der Andre neulich zu den Kümmelkamelen. Alles halb so wild. Satire nur. Ehrlich!

    • Titel eingeben
      Zum 20. Juli 1944 sagte Churchill:

      „Das ist der Kampf der Hunde untereinander“.

    • Titel eingeben
      Also Yücel hat ganz sicherlich nicht von Köterrasse geschrieben. Es gab da vor Jahren von ihm einen Artikel in der taz, in dem er sich über das baldige Aussterben der Deutschen freute…wird aber m.E. überbewertet, ich habe das damals gelesen und fand es jetzt nicht so extrem (anderes wie z.B. seinen Kommentar zu Sarrazin dann schon eher). War meinem Eindruck nach nicht so bösartig-ernst gemeint wie die Hasstiraden von Hengameh und ähnlichen, wirkte auf mich eher so, dass Yücel allgemin antinational ist, nicht nur die übliche Doppelmoral vieler anderer Medienschaffender.
      Von daher finde ich auch die Häme vieler Rechter über seine Inhaftierung in der Türkei eher unpassend. Aber das ist wohl ein Zeichen der Zeit.

    • Reverser Rassismus
      Kein Problem, „Köter“ zu sein.
      Solange ich kein Türke bin.

  154. Don, geographische Flurbereinigung Donaumoos – Donauried
    Der westliche Teil der Pontinisch….., nein Donau-Auen ab Elchingen/Langenau (********-Kreuz Elchingen) mit südlicher Ausdehnung ab Leipheim/Günzburg rechts und links der Donau ist das Donauried. Das zieht sich in nordöstlicher Richtung etwa bis Donauwörth in Höhe B 2, evtl bis zur Einmündung des Lechs. Das Donaumoos, mit etwa der gleichen geologischen Beschaffenheit verläuft dann ziemlich genau über Neuburg a.d.D nach Ingolstadt.
    .
    Bin Erfreut über die Erwähnung des Fortgürtels der Landesfestung Ingolstadt durch einige Leser. Ich hatte mich nie damit beschäftigt und kann mit Freude feststellen, dass zwei Forts nach zwei Helden der Königlich-Bayerischen Armee „von der Tann“ und „von Hartmann“ benannt sind. Etwas kurios ist die Lage dieser Festung weitab von Grenzen zu den Nachbarn. So wie z.B. die Bundesfestung Germersheim in der damals bayerischen Pfalz, besetzt mit einem Regiment der Königlich Bayerischen Armee (Rgt „von Orff“/17. Kgl. Bay. Infanterie-Rgt) oder die ebenfalls bayerisch (z.T. badisch) bemannte Bundesfestung Landau. Beide Festungen dienten immerhin unmittelbar dem Grenzschutz gegen unsere damals sehr besuchsfreudigen Erbfreunde.(„kommed glei nochem Kaffe, dann kenned dr zom Obendessa wiedr dahoim sei…)
    .
    Die Lage der Festung Ingolstadt (so wie auch der Bundesfeste Ulm) lässt sich nur durch die Besuche von der anderen Rheinseite erklären. Die französischen Militärdoktrinen seit, man kann schon fast sagen „jeher“, zielten immer darauf ab den Norden (Preußen), von den späteren Königtümern Bayern und Württemberg/Hohenzollern und dem Großherzogtum Baden abzutrennen. Auch wenn es von dieser Seite gegen Österreich ging ( die schlugen sich mit den Franzosen aber eher in Norditalien) . Die Marschwege der franz. Armee glichen sich stets. Elsaß-Pforzheimer Steige-Ulm und weiter nach Osten. Daher Ingolstadt, dort hinter dem Sumpfgürtel.
    (DdH)

    • Widerspreche Ihm selten und äußerst ungern,
      aber Ingolstadt war über Jahrhunderte BAYERISCHE Landesfestung, die sogenannte Schanz. Dem Schwedenkönig hat man auf dem Glacis das Pferd weggeschossen und ausgestopft. In Dons Haus ist Tilly gestorben. In Fort Prinz Karl war De Gaulle Kriegsgefangener bis 1918, dieses Fort ist das letzte erhaltene, alle anderen mußten nach dem Diktatfrieden von Versailles geschleift werden. Die BW nutzte es zu Gamskamplers Zeiten als Munitionslager, er hat dort mehrmals Wache schieben müssen.

      Die Geschichte Ingolstadts ist ganz interessant. Im Alten Schloss ist das Museum der Bayerischen Armee eingerichtet. Man betritt es durch einen hohen Saal. Von der Decke hängen(oder hingen) die Fahnen der By-Regimenter auch aus Türkenkriegen, von Pappenheim und Piccolomini.
      So Er mal in unsere Gegend kommt, kann ich Ihn da einweisen.

  155. ulFuM hat Prioritäten !
    ja, heute ist Tag der Freilassungen: Yücel lese ich, der uns ja für Superkartoffeln oder noch Schlimmeres hält und Degowski, der hat allerdings noch keine Kommentare abgegeben. Aber eines ist klar: er wird alle rechtsschaffenden Bürger für Idioten halten !

    ich erwarte jetzt, dass die Medien – denen er stundenlangen Unterhaltungsstoff gratis geliefert hat – sich bei ihm mal anständig revanchieren !

  156. Heimat
    Seit gestern bin ich im RHS, mitten in Wedding. Innerhalb von fünf Minuten hätte ich Bilder von verwahrlosten Ecken, herumliegendem und herumfliegendem Müll, von am Straßenrand entsorgten Altfernsehern und mit Graffitis verzierten Häusern machen können, die denen des Dons aus dem Beitrag „Kreuzberger Nächte werden kurz gemacht“ zum Verwechseln ähnlich sehen.

    Dazu seltsame Gestalten im ÖPNV, ein Wohnumfeld, das aus einer Aneinanderreihung von Dönerbuden, Handy- und/oder Ramschläden, Friseurgeschäften, Wettbüros und Cafés nur für Überachtzehnjährige besteht. Laut, hektisch, schrill-bunt, hässlich. Mein einziger Gedanke: „Ich will hier weg, zurück in meine beschauliche Thüringer Provinz. Wie kann man sich hier wohlfühlen?“.

    Und dann mache ich im Hotel meinen Computer an und justament da schreibt der Don über Heimat. So schöne Berge, so tiefblauer Himmel, so glitzernd weißer Schnee.

    Ein Heimatartikel. Ist das ein Zeichen?! Denn auf dem Weg zum Hotel habe ich darüber nachgedacht, ob die Menschen, die hier leben, das als Heimat ansehen bzw. ansehen können. Wohl eher nicht, denn laut Zeitungsberichten lehnt die Türkische Gemeinde ein geplantes Heimatministerium ab. Auch Frau Özogüz fiel mir wieder ein, die bekanntlich eine spezifisch deutsche Kultur jenseits der Sprache nicht identifizieren kann. Beim Anblick dieses Wohnviertels verstehe ich das. Da ist nichts, was ich mit Heimat in Verbindung bringen würde.

    Heimat sind für mich neben lieben, vertrauten Menschen vor allem Natur, typische Architektur, kulturelle Eigenheiten, Essen und Sprache, gerne als Dialekt.

    Wie liebe ich unseren Wald und unsere Berge, auch wenn sie im Vergleich mit Dons Alpengipfeln eher Hügel sind. Wie freue ich mich, als DDR-Plattenbau-Kind, an liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern und eleganten Jugendstilvillen. Wie vermisse ich im Urlaub spätestens nach zehn Tagen deutsches Brot. Und Kartoffeln! Wie staune ich immer wieder über die Vielfalt und Dichte unserer Kulturlandschaft. Auf Schritt und Tritt begegnen mir Bach, Luther, Goethe, Schlösser, Burgen und Parkanlagen. In technischen Museen staune ich über die Kunstfertigkeit und den Erfindungsreichtum unserer Altvorderen. In Kirchen bewundere ich das Zusammenspiel von Bildender Kunst, Baukunst und Religiosität. Ich könnte seitenweise so weiterschreiben…

    Ob die Menschen im Wedding das verstehen können? Dass es einen Unterschied zwischen einem grauen Nebeltag (z.B. im Donaumoos) und grauer Dauertristesse in Häuserschluchten gibt. Was macht das mit Menschen, wenn immer überall Müll rumliegt, wenn im Februar vertrocknete Pflanzen an Balkongeländern vor sich hindümpeln, wenn „Kunst“ im öffentlichen Raum eine über und über mit Graffitis besprühte Friedhofsmauer ist und wenn hinter dieser Mauer nur noch wenige gepflegte Gräber sind? Ist da niemand, der sich an die Verstorbenen mit Liebe erinnert und dies mit Blumen und einem schönen Grabstein zeigen möchte? So wenig Würde, so wenig Schönheit…

    Ich denke, wer so wenig Schönheit um sich hat, der kann Heimat nicht verstehen. Da hilft auch kein Heimatministerium.

    • Sie sprechen mir aus dem Herzen
      Es gibt noch viele schöne Ecken, aber wir müssen sie verteidigen.
      Hier in meiner Stadt ist ein langjähriger CDU-Stadtrat, Historiker und Musiklehrer, aus der CDU ausgetreten, weil die die Erlaubnis gegeben hat, ein Barockgebäude von 1715 in gesichtslose Reihenhäuser umzubauen. Der Einspruch des Denkmalamts wurde auf wundersame Weise zurückgezogen.

  157. weitere militärische Erklärungen
    @DdH

    Donau-Auen ab Elchingen und Langenau………..

    Langenau soll ja ein Ort mir rechts- und linksextremistischen Extrempolen sein, glaubt man den informierten Kreisen………….

    natürlich hat der Ort einiges zu bieten: Nicht nur im militärischen Kontext, auf den ich noch zurückkommen werde………….nein:

    die Ruderolympiasieger Hörmann/Wiedemann vom Ulmer Ruderclub kommen da her und erklärten mir (Achtung es kommt MeToo!!):

    heisst nicht Langenau, heisst Lang au noh !

    und dann noch zu den häufigen Besuchen des heute vom jungen Hengst angeführten Ex-Erzfeindes aus dem Westen, der stets die gleichen Wege nahm:

    offensichtlich war dies den Karlsruhern irgendwann zu viel, jedes mal zogen die Horden durch die Stadt, der schlaue Badener baute dann die Kriegsstrasse, kerzengerade von West nach Ost am Karlstor vorbei, um das Durch- und Abfliessen unserer französischen Freunde zur Pforzheimer Steige reibungsloser und schneller zu gestalten.

    • Hier spricht der Zeitzeuge
      Dieter Wiedemann hat bis zu seinem Tode in Ulm/Eselsberg, Trollingerweg 34 gewohnt. Raimund Hörmann in Ulm Söflingen, wo er eine Metzgerei betrieb.

      Was sollen die in Langenau?

      Da gibt es nichteinmal Wasser (die Donau ist 10 km von Langenau entfernt).

      Der Zeitzeuge ist in Ulm Eselsberg/Trollingerweg 46 aufgewachsen, rudert seit 1970 und hat Klein-Wiedemann damals im Gig-Doppelzweier das Rudern beigebracht (dann ist der aber wie eine Rakete an ihm vorbeigezogen).

  158. Interessanter Nick...@carlXIIgustav
    Meinen Sie den schwedischen König, der nach Poltowa die osmanischen Polster mit seinen Stiefeln zerkratzt und dann diesen tollen Ritt hingelegt hat?

    • Schwedenkönig/@Ingrid Biniok
      Gewiß, leider vergessen die meisten heutzutage den „Gustav“.
      In der Tat ist, vor allem durch Voltaire, so manches Bravourstück von ihm überliefert worden. Trotz seiner Notlage hat er sich nicht vom Sultan auf der Nase herumtanzen lassen.
      Als ein zur Sparsamkeit neigender Militärkönig, der kein sonderliches Interesse an Frauen zeigte. paßt er wenig in unsere genderbewegte Zeit.
      Im übrigen belegt sein lange, höchst erfolgreiche kriegerische Laufbahn auf höchst anschauliche Weise, wie wichtig ein Thema wie „Heimatverbundenheit“ in Krisenzeiten sein kann.
      Die enorme Kampfkraft seiner kleinen Armee beruhte vornehmlich auf der heimatlichen Verbundenheit der Soldaten seiner Regimenter. Sie hielt in der Not nicht der Zwang, sondern die gemeinsame Heimat beieinander.
      Ein Gedanke, der vielleicht auf das Bayern unserer Tage in der BRD zu übertragen ist, aber dies ist ein weites Feld.
      Gott zum Gruße

  159. Tuchos Weg wider die Deutschtümelei: grad drum!
    Tucholsky, der weniger-gern-Berliner und lieber-doch-Pariser, betrachtete Heimat als positiven Wert. Den sich besonders die nichtnationalistischen Kräfte zu eigen machen sollten.

    Um der Deutschtümelei, der politischen Reaktion und jenen, die den Heimatbegriff gänzlich ablehnten, entgegentreten zu können.

    Fast komplett so steht’s im Wiki, jaja, aber ich kann es nicht besser als so formulieren.

    Problem war, dass Tucho, der Berliner-Stettiner, es dann doch nicht mehr ganz in Berlin aushielt und später Paris bevorzugte. Doch da soll ihm ein Hündchen, dass die Straßen weiter im Arrondisement beliebte recht oft zu bellen, den Nerv geraubt haben. Tucho soll so etwas wie depressiv gewesen sein, da ist man Geräusch-empfindlicher.

    Ob so oder so raubt einem feinsinnigen Melancholiker Hundegebell den Nerv. Die Kleinen, obwohl niedlich (hier bei uns war es ein kleines, weißes Bologneser-Hündchen gewesen, das bellen konnte wie verrostete Türangel und das laut wie Dampflokpfeife), sind oft die schlimmsten Krakeeler.

    Die Heimat gibt einem zwar auch was zurück, oft raubt sie einem einfach den Nerv. Gib ich zu. Der Grund: Weil man involvierter ist. Alles, was man liebt, da ist man auch kritischer.
    Meine raubt sie mir auch ab und an. ;-( + ;-)

  160. Ist zwar schon spät für einen Beitrag,
    aber das habe ich vergessen: Den Ferdinand Gump (* 1844) und Eduard Gänswürger (* 1843). Es gibt einen sehr guten Artikel in
    *ttps://de.wikipedia.org/wiki/Donaumoosräuber

  161. Respekt ist eine Attitüde - wie wahr
    @ Dr. Seltsam

    Gut, dass Sie daran noch mal erinnert haben.
    Gilt aber für alle, nehme ich an.

    Wir müssen alle froh und dankbar sein, an diesem Ort frei und zwanglos kommunizieren zu dürfen. Das ist in dieser Zeit keineswegs selbstverständlich. Damit das so bleiben kann, ist Rücksicht auf den Hausherrn zu nehmen, denn NUR er muß seinen Kopf hinhalten.
    Insofern ist es gut, wenn er gelegentlich korrigierend eingreift.
    Ich denke, darüber beschwert sich auch niemand. Tue ich auch nicht.

    Aber Derbheit dürfen Sie mir nun wirklich nicht vorwerfen, zumal Sie den letzten Absatz meiner Ausführungen nicht kennen (können). Da habe hier ich schon ganz andere Kommentare gelesen.

    Mein Nick ist E.Gast, ist das nicht o.k.? Möchten Sie, dass ich ihn ändere?
    Ich will das mal als kleinen Scherz am Rande verstehen. Mir schreibt nämlich niemand mehr was vor. ISSO!

    Der Rest Ihrer Ausführungen ist geschenkt.

    ..

    Jetzt schau ich mir die Heute-Show an, der heimliche Höhepunkt deutscher Unterhaltungskultur, zwar auf Bierzelt-Niveau, aber was soll man vom ÖR anders erwarten.

    Dazu ein Kölsch.

  162. "In den Tod, in den Tod zu gehen wünsch ich lieber
    Als den Tag zu erleben, der mir der Nöte größte bringt:
    Ohne Heimat zu sein.“ (Euripides, Medea)

    Im ehemals faulen, bayerischen Pfuhl scheinen noch genug tatkräftige Menschen zu wohnen. Wo meine erste Heimat war, dünnt sich vieles so aus, dass das Gemüt einen Zauber über das legt, was doch nur Verlassenheit ist.

    Ich kannte dort Baum und Stein. Einige Waldgeister persönlich. Die zögerlich wasserspendende Quelle („Bei Jung und Alt bin ich bekannt, Triefsäckchen werde ich genannt“), die Hecken, in denen Nachtigallen schlugen, die Stelle, an der des Jägers Frau von der Wildsau überrannt wurde, das Waldbad, in dem es grüne Fassbrause gab und bei glückloser Anmache schallendes Gelächter. Und die Gräber, hoch über dem Fluss. Das ist die eine Heimat, die des Ortes, romantisch poetisiert.

    Das Weltbild, das man darüber hinaus entwickeln konnte, war ein naturmagisches, eine Verzahnung der menschlichen und natürlichen Gestalten. Es ist heute nicht nur Städtern nicht nachvollziehbar, auch wenn sie extra in den Dschungel reisen und Spinnen am Spieß verzehren. (Film- o. Leseempfehlung: „Abschied von Matjora“)
    Was man dort in Mehrheit wählt, ist CDU. Es dauert eben, bis die Post dahin kommt.

    Um einem Vorredner/ @Sufferah eine andere Perspektive zu weisen: Diese Heimat ist primär eingrenzend, nicht ausgrenzend. Wenn Platz wäre, ließe sich einmal über die (Gitter)Stäbe schreiben, die der Mensch braucht, um nicht ins Unendliche zu fallen. (siehe auch K. Jaspers, Gehäuse)

    Eine andere Heimat sind die Menschen, bei denen man ist.

    Eine andere meine Stadt, sie hat ihre Reize. Auch optisch, wenn nicht in unmittelbarer Nähe die A-Faschisten alles heftigst verzierten. Biodeutsche raus und mit Morddrohungen verschmierte Örtchen selbst in ehrwürdigen Lehranstalten, Alle X,Y,Z ersch…, Plakate mit axtschwingenden Schwarzhauben: We will beat you. Auf BioKARTOFFELN sind die aber noch nicht gekommen.

    Die Menschen hier wählen wüster durcheinander, viele sind aber verzweifelt.
    Ham se von dem D. gehört, fragt mein Friseur nach seiner üblichen Mussweg-Tirade. Diesem AfD-Heini, die beste Erfindung, seit das Establishment Feinde braucht? Grinsende Grüße von der Wolfsschanze hat der geschickt. Meine Fresse. Dasselbe Kaliber wie dieser ehemalige Stasi-General. Oberst, verbessere ich. Ja, egal, die da oben versuchen uns Wechselbälge anzudrehen. Und gehört von den Linken, die sich über die verbrannten Kinder von Dresden totlachen? Ja, klar. Meine Fresse. Den neuen BundesGrünen mal angesehen? „Anstand ist links“? Meine Fresse, da hätte selbst meiner Urommi der zahnlose Kiefer geklappert. Iss mehr Karnickelhirn, hätte die gesagt, macht kluch.

    Während er schimpft, überlege ich mir Beispiele für anständige Menschen. Die sieben Zwerge fallen mir ein und ich versuche sie mir mit grünen Sturmhauben vorzustellen.
    „Die sind verrückter als Märzhasen“, sagt er noch, „und zwar alle.“ „Es gibt nur den einen“, wende ich ein. „Umso schlimmer.“

    Für die geistige Heimat ist hier kein Raum.

    Danke für den Text!

    • Gehäuse...
      …hier wär ja Platz über „Gehäuse“ zu schreiben, v.a. über den dialektischen Prozess, der einsetzt, wenn die „Sicherheit gebenden Gitterstäbe“ sich als „haltlos“ erweisen.
      Auch über Erklären versus Verstehen und das „Dämonische“, was Bloch kannte und in eine Utopie angesichts der Dystopien verwandelt sehen wollte.
      Stattdessen schreiben Sie hier von Ihrem Friseur…
      Erzähl es deinem Friseur….sagte man früher geflügelt…

    • @Sufferah
      Für gewöhnlich habe ich keine Zeit für Leute, die mir so denkfaul über’s Maul fahren.

      Diesmal:

      a, Gehäuse) Dies ist nicht mein Blog. Daher habe ich mich diesmal auf zwei der gebotenen Themen beschränkt: Heimat/Menschen und Wahlverhalten.

      b, Erzähl…) Eben. Daraus folgt? Stil, werte(r) Sufferah, Stil. Ob von Anspruch, überlass ich dem, der ihn entdeckt.

  163. bitte
    Lieber Don bitte ein Buch !
    Ihre Texte möchte ich gebunden haben. Sie machen meine Tage wert zu zu leben. Sie schaffen e s eine alternative Sicht der Vorkommnisse in einer ganz besonderen Sprache zu erklären die viele Menschen verstehene.
    Lügenpresse wurde mit Pack usw getadelt.
    Heute entdecken immer mehr Menchen das es sie wirklich gibt. Täglich
    Danke für ihren scharfen Blick.
    Wir werden immer mehr!!!!!! DAnke dafür lieber Don !!!

  164. Heimat? - "Deutschland schafft sich ab"
    Wir haben alle mitgefiebert mit Deniz Yücel.

    Wer es nicht besser wußte, empfand Mitleid mit diesem couragierten Mann.

    „Kurt-Tucholsky-Preis für literarische Publizistik 2011“

    Endlich aus der türkischen Haft entlassen, beschleicht einen eine gewisse Enttäuschung über dessen Einstellung zu seiner neuen/zweiten Heimat.

    Kann es sein, dass wir alle einer gewaltigen, ein ganzes Jahr dauernden, perfekt inszenierten Medienkampagne, aufgesessen sind?

    Einige Kommentatoren haben bereits darauf hingewiesen.

    In einem etwas älteren taz-Artikel (4.8.2011) läßt er seiner Phantasie
    freien Lauf:

    Titel: Super, Deutschland schafft sich ab! (Ausrufezeichen i.O.)

    h ttp://www.taz.de/!5114887/

    Zitat:

    „Besonders erfreulich: Die Einwanderer, die jahrelang die Geburtenziffern künstlich hochgehalten haben, verweigern sich nicht länger der Integration und leisten ihren (freilich noch steigerungsfähigen) Beitrag zum Deutschensterben“.

    Eine bescheidene Frage:
    wer übernimmt eigentlich die Kosten,
    die im Zusammenhang mit seiner Freilassung entstanden sind?

    a. Anwaltskosten in der Türkei + Deutschland
    b. Kosten in den involvierten Ministerien
    c. Rückführungskosten (Regierungsjet)
    d. Sozialversicherungsbeiträge (Arbeitnehmeranteil)
    d. verdeckte Kosten ?

    Aus meiner Sicht ein Beispiel für eine gelungene Integration.

    • Nein, das Flugzeug hat Springer gechartert. Ausserdem möchte ich nicht, dass hier jetzt doe Debatte gehilacked wird. Yücel ist nicht das Thema.

    • ... ich sehe es differenzierter ...
      … denn der Y ist ja nicht vom Himmel gefallen, sondern einer dieser „Erlösungs“-Migranten, die die „Kartoffeln“ erlösen („bereichern“) sollen, weshalb Y & Konsorten seit Jahrzehnten überproportional viel Raum gegeben wird.

      Für keinen Deutschen, der in Spanien, Thailand, Mexiko, USA oder irgendwo in einem Gefängnis sitzt, wurde oder würde so ein TamTam veranstaltet.

      Das hängt mE schon damit zusammen, dass der Y einen negativen Heimatbegriff repräsentiert, der Ausländer und Migrantischstämmige penetrant zur neuen Herrenklasse ausruft, genauso wie Frauen und Schwule. Am Ende der Wertigkeitsskala der sog. „Zivilgesellschaft“ steht der weisse Mann, der ein gewöhnliches Leben in irgendeinem Dorf im Donaumoos oder sonst wo führt, und als „angstbesessen“ pathologisiert wird; ein krankes, unbedeutendes Wesen.

      Dazu passend der heutige SPIEGEL-Titel – die Krise der Volksparteien, der darüber jammert, dass es brandgefährlich werde, weil eben der alte weisse Mann nicht mehr brav für die sog. „Volksparteien“ stimmt, nachdem er gemerkt hat, dass die ihn ganz ernsthaft nur als länger hier lebende „Kartoffel“ ansehen, die durch Y & Co. zu ersetzen ist …

    • Gott Grüß die Kunst!
      Also wenn sich mich schon so nett Fragen.
      Wofür steht das E?
      E wie einfallslos.
      E wie Elektolurch.
      E wie Energie.

      Wenn ja, dann nennen Sie sich doch GAZPROM oder
      25th Anniversary oder
      E.LEKTRizitätswirtschaftsorganisatiONsgesetz.

      Ich würde mich freuen falls ihnen etwas zusagen würde.
      Daher mache ich eine Ausnahme. Verlange für diese Vorschläge weder Honorar noch Tantiemen.

      Gott Grüß die Kunst!

      Dr. Seltsam

  165. Heimat
    Ich stürzte zur Tür rein und rief, Oma Oma … Stalin ist tot!
    Bist du ruisch, zischte meine liebe Oma ganz erschrocken. Doch, das stimmt Oma.
    Da war ich noch nicht mal vier Jahre. Eine meiner frühesten Erinnerungen an die Heimat.

    Auf der Anrichte in der kleinen Küche in dem kleinen Haus stand ein kleiner Bilderrahmen. Da war Oma und Opa drauf. So als Brustbild, das hab ich oft betrachtet. Auf dem Revers von Opas Anzug, da wo man vielleicht ein Abzeichen ansteckt, war ein kleiner Kratzfleck. Oma wollte mir partout nicht sagen was das bedeutet.

    Mein guter Opa war während des Krieges übrigens u.k. gestellt. Er war Glasbläser, irgendwelche Neigungsschalter für U-Boote.

    Übrigens hätte es ihn trotzdem zweimal fast nach Buchenwald verschlagen. Einmal 1944, da ist sein Jüngster gefallen. Der hatte mit 17 heimlich ans Wehrkreiskommando geschrieben, ob sie ihn vergessen hätten. 3 Monate später war er tot. Da hat der Opa das Adolfbild von der Wand genommen und auf die Straße geschmissen.

    Das andere Mal war nach dem Krieg, da haben ihn die Russen verhaftet. Ein Freund hatte seinen Ältesten mit falscher Uniform aus englischer Gefangenschaft befreit.

    • Reichswitz
      Ein Witz, der von den Nazis jahrelang (erfolglos) bekämpft wurde:

      „Adolf fährt mit seinem Chauffeur nach Berchtesgaden. Unterwegs überfahren sie ein Schwein.
      Der Chauffeur geht in das Bauernhaus um es dem Bauern zu beichten.
      Nach einer Weile kommt er zurück, total besoffen und mit einem Geschenkkorb in der Hand. Auf Adolfs Nachfrage, was geschehen sei, antwortet er:
      „Keine Ahnung, ich hab‘ nur gesagt: „Heil Hitler, das Schwein ist tot“.

  166. Jetzt habts zwei Ministerien ...
    …. um als Minister/in samt Untertanen-Gesinde alle doppelt Geld abzuholen. Gratulation, gut gemacht, …. denn Geld abholen für ein besseres Leben ist echt OK, so lange den Honig-Topf keiner verteidigt.
    .
    Stellt nur für die Geschichtsbücher bitte schon mal klar, wer von Euch zwei und der Flinten-Kameradin den an einer DE-Grenze ganz bestimmt niemals wieder zu erteilenden Schiss-Befehl zu verantworten hat, wenn irgendwann von den Schlepperbanden „2015 DE (not yet) reloaded“ in der ermüdend langen und subtil brutalen DErectums Cut Version wiederholt werden sollte.

  167. Deniz Yücel und Deutschland
    Lesermeinungen (2011) zu besagtem taz-Artikel:
    Super, Deutschland schafft sich ab.

    „Die NPD dankt ganz herzlich für diesen Artikel und wünscht sich noch viel mehr davon! Der Autor sollte endlich zum Kolumnisten einer seriösen deutschen Tageszeitung mit hoher Auflage befördert werden.“

    „Äh, war alles nur ein Scherz, ne?!
    Ein Scherz! Satire und so.“

    „Das bessere Deutschland lässt sich durch Menschen wie Sie nicht aufhalten!“

    „Was ist denn an sinkenden Einwohnerzahlen schlimm? In DE herrscht mit die höchste Bevölkerungsdichte der Welt. Prima, wenns weniger wird. Wer soll dann aber die ganzen Wohltaten dieser Welt erwirtschaften? Stell dir vor es gibt keine Deutschen (Arbeitnehmer) mehr, wer bezahlt dann deinen Hartz4-Anspruch? Deshalb lohnt es sich doch nach DE zu pilgern, es gibt andere Länder, da ist die Landschaft schöner und das Klima deutlich besser…“

    „der artikel ist ein musterbeispiel faschistoider, menschenverachtender einstellung.“

    QED

  168. Menetekel
    Dieter Degowski und Denyz Yücel

    • Titel eingeben
      Yücel hat aber niemanden umgebracht und keine Verbrechen begangen, diese Gleichsetzung ist doch geschmacklos.
      Ich lehne Yücels politische Positionen ab (wobei er zumindest vor einigen Jahren hin und wieder zumal wenigstens überlegenswerte Gedanken hatte), aber wie sich viele Rechte (von denen ich ja auch einer bin) auf ihn einschießen, das ist völlig überzogen. Deutchland dreht wirklich immer mehr durch.

    • geschmacklos?
      Millionen Menschen, darunter viele Minderjährige sitzen ohne auch nur einer Straftat verdächtigt zu werden in Horrorgefängnissen in China, Russland, der Türkei und fast überall in Afrika.

      Aber hier beschäftigt sich eine ganze Medien- und Juristenindurstrie damit, zwei windige Typen aus dem Knast zu holen.

      Ich weiß, @tommy, daß man über Geschmack nicht streiten soll.
      Kotzen muß ich trotzdem.

  169. Wenn ich mal aktuell anmerken dürfte: Die perfekte Medienkanzlerin...
    Die perfekte Medienkanzlerin hat folgende Eigenschaften:

    Sie ist zu blöd sich selbst zu verteidigen. Wenn Sie redet, kommt nur zusammenhangloser Schwachsinn heraus. Sie kann sich weder gegen ihre klaren Gegner verteidigen noch gegen die, die sie für sich vereinnahmen wollen. (Deshalb ist die Strategie der Vereinnahmung auch die effektivste Strategie – siehe Antifa). Sie kann weder logisch denken, noch kann sie argumentativ einer ernsthaften Diskussion standhalten. Deshalb hat Sie auch im Schutze der Medien Kanzler(kandidaten)duelle unter Ausschluss der Querschläger gemacht und immer nur mit ohnehin demoskopisch unterlegenen Herausforderern diskutiert nach 2005. Deshalb mögen ja auch die Antifa, SPD, Grüne, Linke, Parteidioten und andere Luftpumpen sie so gerne. Dafür hat sie aber ihre Partei im Griff, denn da braucht sie nicht argumentieren, sondern hat uneingeschränkte Richtlinienkompetenz – die einzige Kompentenz, die sie hat. Wer schonmal davon gehört, sie hätte als Physikerin Kompetenz? Wer in der Partei widerspricht, der wird rausgekegelt. Natürlich braucht es dafür einen ordentlichen – von und zu (oder so) Guttenberg würde sagen „gerüttelt Maß“ – an vollverblödeten Parteisoldaten, die ganz oben Quartier beziehen und alle einflussreichen Positionen blockieren. Unter ihr könnte auch „der Glööckler“ Außenminister werden – der hat ja Erfahrung im asiatischen Ausland.

    Kurz: Die Medien, die SPD, die CDU und weite Teile der Bevölkerung brauchen dringend eine Kanzlerin, die dumm wie Brot ist. Dafür, frei nach vz Guttenberg, verkauft die sich dann aber auch wie geschnitten Brot.

    • Die perfekte Medienkanzlerin
      ist Frau Merkel —-gewesen.

      Die „progressiven und liberalen Kräfte“ sind spätestens, als
      sie selbst gegen das Gesetz „Ehe für Alle“ gestimmt hat, von
      ihrer Heilsbringerin abgerückt.

    • Sie brauchen sie noch gegen Spahn.

  170. Degowski und Yücel sind nicht das Thema, aber..
    ..beide nutzen ihre HEIMATBERECHTIGUNG aus. Gegen die Gesellschaft. Welche sich um diese beinden SORGT.

    Einer wird reintegriert. Er darf HEIMATORT ändern, eine neue Identität annehmen, word umsorgt und gepflegt. Ein Schelm wer an Clockwork Orange denkt.

    Der andere wird in seiner Ursprungsheimat aus der Scheisse geholt und darf in seiner ZWEITHEIMAT wieder drauf scheissen. Auf die länger Dagewesenen der zweiten Heimat.

    Und die Längerdagewesenen fühlen sich zunehmend HEIMATLOS. Wegen solchen unsittlichen Personen und den nicht integrierten Kürzerdagewesenen.

    Kein Thema?

    • Heimat ist das Thema.
      Der eine ist hier – nach Wünschen des Hausherrn, und völlig verständlich – eine namenlose Person.

      Ihre Frage passt durchaus zum Thema Heimat. Der CDU-Parteitag letztes Jahr hatte ja angefangen mit einer Beantwortung dieser Frage und einem Beschluss zum Doppelpass.
      Natürlich ist Pass nicht mit Heimat gleichzusetzen; aber vollkommen verschieden sind beide auch nicht.
      Ob das nur meine Generation ist, die sich doch schon wenigstens ein bisschen mit dem Land identifizieren können möchte, deren Pass sie hat?

      In Österreich wird das Thema auch diskutiert, und es wird in den Niederlanden für Amtsträger diskutiert.

      Es ist ein Unterschied ob ein Deutscher in der Türkei verhaftet wird, oder ein Mensch der wenigstens auch einen türkischen Pass hat.

      Wie kann eine Ministerin mit (wenigstens auch) schwedischer Staatsangehörigkeit Ministerin des Staates der Niederlanden werden? Meistens ja, aber Interessenskonflikte können da nie ausgeschlossen werden. ‚Meistens‘ reicht da nicht.

      Leider ist das CDU-Wahlvolk (ich hoffe das fällt eben noch unter die Contenance?) reichlich ambivalent zu dem was ihre Vertreter und ihre Vorsitzende so ausagieren.

    • Schwerverbrecher und das Mantra Resozialisierung
      OT doch greife ich die mani pulite auf
      Degowski mag nicht 1005 böse sein. Der Christ hat die Sünde zu hassen, den Sünder als Bild Gottes und (fehlerhaften) Menschen zu lieben. Hier sehe ich mein Christentum als private Angelegenheit und mich wieder als schwach und unfähig, den Menschen im Verbrecher zu lieben.

      Der Staat als Vertreter unserer Gemeinschaft hat in meinen Augen die Pflicht, die Sicherheit der Gemeinsschaft vor die Rechte des Einzelnen zu stellen. Nicht immer. Im Falle von erwiesenen Gewalttätern und Mördern aber schon. Wie lange soll die lokale Polizei im Dunkeln tappen, wenn ThePerfekt67formerlyknownasDegowski wieder mordet?

      Bürgerrechte sind Abwehrrechte gegen den Staat sind Errungenschaften der Bürger.
      Ich billige einen Zuwandrer keine Staatsbürgerrechte. Einem Mörder möchte sie entzogen sehen.

  171. Margot Merkel. @unwichtig
    Werter Mitforist, teilweise stimme ich Ihnen gern zu. Zumindest die politische Kaste auf Bundes- und teilweise auch Landesebene hat sich verselbständigt. Sie wird von ideologisch geprägten, zumindest im Kopf alten Leuten beherrscht, allen voran unsere BRD-Margot. „Energiewende“, Zustand der Bundeswehr, „gratis“ ÖNV, auch BER und Stuttgart21 sind beredte Zeugnisse. Aber die Leute wählen sie, statt sich ernsthaft mit Alternativen zu befassen.
    Als nach dem Krieg Geborener hatte ich das Glück, vom wirtschaftlichen Aufschwung zu profitieren. Auch mittelmäßige Leute meiner Generation (und das sind per definitionem die meisten) konnten Vermögen bilden und irgendwann „ein Häuschen im Grünen“ und eine Familie vorweisen. Dabei waren aber die mitunter gescholtenen Sekundärtugenden wie Stetigkeit und Leistung die Voraussetzung.
    Liegen sie heute noch in gleichem Maße vor? Ich habe eher den Eindruck, daß sogar zivilisatorische Grundfähigkeiten (Rechtschreibung, Rechnen usw.) deutlich rückläufig sind. Zum Thema Haltung/Benehmen möchte ich auf das aktuelle Thema Schultoiletten hinweisen. Könnte es sein, daß manche/zu viele Kinder sie verdrecken?
    Auf jeden Fall ist mein klarer Eindruck, daß die Relation „Was erwarte ich von anderen und was muß ich selber leisten“ sich sehr verschoben hat. Wo ist Kennedys “Ask not what your country can do for you – ask what you can do for your country” ? Statt dessen werden Heimat und Deutsches überhaupt in den Dreck gezogen. Wenn man sich auf Kennedy beziehend hierzulande eine solche Feststellung trifft, muß man ja schon Sorge haben, als deutschtümelnder Nationalist mit Fettnacken abgestempelt zu werden.

    • @Oberbayerischer Gast: Aber die Leute wählen sie!
      Nach seiner Rückkehr aus Deutschland sagte M.…:
      „Ich wüßte nichts, das ich weniger zu sein wünschte als ein Deutscher.“
      Nicolas Chamfort (1741 – 1794)

  172. Schubert sagt: 16. Februar 2018 um 15:54 Uhr Erinnerungskultur
    Ich halte es ganz einfach nicht für kultur- oder integrationsfördernd, die deutsche Geschichte auf zwölf Jahre zu reduzieren. Es war nicht u.a. Schuberts Fehler, wofür er missbraucht wurde, – bestimmt einer der widerlichsten Missbrauchsfälle der Geschichte. Und man sollte schon wissen, dass die Neubürger, die man in die KZ Gedenkstätten führen möchte, mitunter dieselben sind, die israelische Fahnen verbrennen. Das Risiko, dass das schwärzeste Kapitel unserer Geschichte Beifall von neuen Antisemiten bekommt, ist leider nicht gering.

  173. Hype
    EILMELDUNG:
    EKD kündigt für den morgigen Sonntag in ganz Deutschland Gedenkgottesdienste zum Gedenken an Deniz Yücels Haft an.

    • ja, das wird ökumenisch, habe ich gehört
      Gauck predigt I, Heinrich der Geföhnte predigt II, Anette Schavan und Maria Böhmer meßdienern, 2 Imame duschen sich rituell und schächten dann einen Hammel, KGE und Käßfrau kümmern sich um den Wein, 2 Popen um das Brot und das swinging Bundeswehr-Musiccorps umrahmt die Feier musikalisch, allerdings sollen einige Soldatinnen erkrankt sein und bei anderen sind die Instrumente in Reparatur.

    • Und Flinten-Uschi geht mit dem Klingelbeutel um und sammelt für die Bundeswehr.
      Wie heute zu lesen war, sind durch unmenschliche Anstrengungen zum Wohle und Siege des Sozialismus, momentan 9 von 44 deutschen Leopardpanzern einsatzfähig.

      Vorwärts nimmer – rückwärts immer.

    • "und schächten dann einen Hammel"
      .
      Einen von der SPD?

    • Einen von der SPD!
      Das wär das Barthaar in der Suppe.

    • Das mit den 9 Panzern muss ein Fake sein,
      allein ein einziges Bataillon hat mehr als 44 Panzer.

      Aber lasst uns die Feier zum hl. Denis weiterblödeln:

      Die soll in der Garnisonskirche Potsdam sein. Nach der Gauck-Predigt kommt der Befehl: „Helm ab zum Gebet“, die Ehrenformation rödelt rum, sie kennt das Kommando nicht, aber Heinrich macht es ihnen dezent vor. Die Formation singt „Ich bete an die Macht der Liebe, die sich in Erdi offenbart“ usw.

      Nach der Predigt des Heinrich erschauern die Ehrengäste: Eine Formation Kampfjets durchbricht die Schallmauer exakt über der Kirche. Es sind Tornados mit Balkenkreuzen, die Kondensstreifen sind rot-weiß-schwarz-rot-gold eingefärbt. HRM’s Kunstflugstaffel „devils wing“ wird die Balkenkreuze später im militärischen Bereich von BER entfernen, um auf dem Heimflug nicht von den Niederländern abgeschossen zu werden.

      Nach dem Schächten des Hammels ein anrührendes ökumenisches Gebet, das zwar Dalais nicht ausschließt, aber Separatismus verurteilt, erhebt sich auf Zeichen der Imame die Versammlung. Es wird ein mobiler Thron auf den Altar gestellt. Holy Denis nimmt dort Platz, erhebt segnend die Hand, anhaltender frenetischer Beifall erklingt.

      Das Abendmahl beginnt, außer Brot und Wein werden Hammelköfte und Raki gereicht. Allerdings schleichen sich auch kleine Misstöne ein: Kardinal Marx verweigert der beharrlich anbietenden KGE die Annahme von Raki (den Katholiken ist die Kommunion nur in einer Gestalt gestattet); CR kam schon etwas vorgeglüht, um ihren Bedürfnissen abzuhelfen, führt sie ein Ordner hinter eine Säule; Altmeier reagiert sauer, als ihm Wirschtl verweigert werden; Herr Sauer sucht seine Frau, doch die hat sich mit Hr. Macron zu wichtigen Gesprächen zurückgezogen; ich versuche Käßfrau unter die Schürze zu greifen, aber die huscht, scherzhaft mit dem Finger drohend, eilends davon.

      Abschluss des Dankgottesdienstes. Die Ehrenformation verlässt mit klingendem Spiel („Yorkscher Marsch“) die Garnisonskirche und nimmt Außenaufstellung. Ein Brückenleger-Leopard, geschmückt mit türkisch-deutschen Fahnen, rollt rückwärts in die Kirche und nimmt den Thron mit dem Deutschtürken auf. Gabriel und einige andere Minister (ich kann sie von hier aus nicht erkennen) nehmen ebenfalls auf dem Brückenleger Platz.

    • Großdeutschland und die sieben Zwerge oder 9 Katzen machen noch keinen Zoo.
      deutschlandfunk.de/bundeswehr-kaum-einsatzbereite-panzer-fuer-nato-aufgabe.1939.de.html?drn:news_id=850973

      Die Show ist noch nicht vorbei.
      Vorhang – zweiter Akt.

      … Bundesminimumminister Gabriel schwebt im Erzengelengelskostüm hernieder und stimmt ein Requiem an:

      „Beim Barte des gefallenen Propheten Chulz, lasst Hirn und Einsicht vom Himmel regnen – nicht auf uns, soviel sei klar.

      Lasst uns erneuern den faulen Deal – von Istanbul bis in die Uckermark soll einig Recht und Meinung sein. Denn große Herausforderungen von außen für Deutschland kommen bald, es aus dem Walde schallt. Lasst uns spucken, in fremde Hand – verhökern dieses ungeliebte Heimatland.“

  174. die Themen hier
    Y. ist nicht das Thema sagt DON und ich meine das geht völlig ok.

    meine Hinweise gehen in Richtung der in beiden Fällen „bemerkenswerten“ Rolle der Medien und der Macht von künstlich erzeugten Hypes, über die sich jeder so seine Gedanken machen sollte.

    danke noch an @gamskampler und seinen Bemerkungen über Ingolstadt, wen ich ehrlich bin habe ich ausser der Regattastrecke oberhalb der Staustufe noch nichts von der Stadt gesehen.

    jetzt verstehe ich auch, warum in der Sportschau immer von den „Schanzern“ die Rede war und ist !

  175. Es reicht jetzt!
    Heimat ist für mich auf jedenfalls niemals da, wo so etwas mit und an Kleinkindern ausprobiert wird:

    https://www.morgenpost.de/berlin/article213459419/Broschuere-zu-sexueller-Vielfalt-in-der-Kita-sorgt-fuer-Wirbel.html

    Ich neige nicht zur Gewalt, aber meine Mistgabel steht bereit, wenn ich
    den- oder diejenige mal treffe, die hierfür die VERANTWORTUNG trägt….
    Oder ist da wieder mal niemand konkret zu ermitteln?

    • @Tinerfeno
      Das ist noch gar nichts. Lesen Sie mal, für was öffentliche Gelder benutzt werden und was ein wissenschaftlicher Durchbruch sein soll. Mein Tipp: nehmen Sie zuerst 2 Valium. Baldrian nützt da nix:

      https://www.sueddeutsche.de/wissen/medizinischer-durchbruch-neue-therapie-ermoeglicht-transfrau-das-stillen-1.3871620

      Da kann man nur noch mit Dante reagieren:

      „Fremder, trete ein in die aufgeklärte Welt und lass alle Hoffnungen fahren!“

      Ich bin sprachlos.

    • Oder ist da wieder mal niemand konkret zu ermitteln?
      „Der Bund habe „nicht den Hut aufgehabt“, als es 2011 um die konkrete Umsetzung der Abschaltung von Biblis ging, betonte Angela Merkel, …“

      Auch für andere Großtaten gibt es nicht unbedingt Dokumente, die die Verantwortliche ausweisen, z.B. nichts Schriftliches zur Verfügung der (bis heute existierenden?) Grenzöffnung.

  176. Heimat gehört zum Menschen
    Warum werden in den USA von eingewanderten Deutschen kleine Bierfeste gefeiert?
    Warum gibt es Little Italies und Chinatowns?
    Warum integrieren sich manche Individuen schlecht und fahren im Urlaub in die Türkei?

    Weil es sowas wie Heimatgefühle gibt, und das ist gut so. Viel hat es mit Kindheit zu tun. Daher muss es zu denken geben, wenn Muslime der zweiten oder dritten Generation sich nicht integrieren wollen.

    Was mir Heimat zerstören würde, wäre ich nicht in Bayern: Sozialexperimente an Kindern, die von Kartoffeln und Zugewanderten gleichermaßen abgelehnt werden. Herabsetzungen von Goethe wie Fackju. Dagegen hat ein Jude, dessen Eltern in Auschwitz umgebracht wurden, mir die Neigung zu Goethe vertieft: MRR.

    Kann man sich hier überhaupt integrieren, während eine zunehmende Kulturzerstörung stattfindet? Ich würde sagen nein, und ein i-Phone ist kein Kitt, sondern ein Mittel. Die Gesellschaft, die am Zerbrechen ist, leidet unter zunehmender Beliebigkeit, einer als Toleranz deklarierten geradezu abartigen Haltung gegenüber jeglicher Schmähung des eigenen Wertbestandes. Wer soll sich in so was integrieren? Ich könnte das auch nicht.

  177. Besser wirds nimmer... heimatlos machen
    Hab grad das „Erst-Eigen-Video“ gesehen von Y. nach seiner Haftentlassung.

    Erschöpfung, Frust, Übernächtigung, Machogehabe abgezogen bleibt da nicht nicht Selbstbesinnung übrig. Schade.

    Was spricht egentlich gegen Heimatlos sein oder machen? Offenbar scheucht sich selbst die Groko vor dem Bürgerrechtentzug, wenn Terroristen danach heimatlos sein würden. Versteh ich nicht.

    Lieber bei uns versorgt – auch wenn du uns weiterhin schaden willst – als Adieu. Wie krank ist das denn?

    Wie war das mit der Wertegemeinschaft?

  178. Anekdoten aus Donauried und Donaumoos, @ gamskampler sagte 16. Februar 2018 um 22:36
    Uhr: „Widerspreche Ihm selten und äußerst ungern, aber Ingolstadt war über Jahrhunderte BAYERISCHE Landesfestung, die sogenannte Schanz.
    .
    D´accord, Landesfestung, habe angenommen, wie Ulm, auch Bundesfestung. Nach der Reichseinigung vom 18. Januar 1871. Und Ingolstadt war nicht ausbüchs-sicher, obwohl es als „Lager für aufsässige Offiziere“ galt. Den Quatsch mit dem „Ehrenwort eines Offiziers“ hatten die Deutschen ja nach den gemachten Erfahrungen von 1870/71 nicht wiederholt. De Gaulle ging mehrfach stiften. Das letzte mal gefasst bei Ulm. Dann steckte man ihn auf die Wülzburg bei Weißenburg/Bayern (ich dachte immer, das wäre die Feste Königstein in Sachsen gewesen.) Ein „jämmerliches Exil“ („lamentable exil“), schrieb er seiner Mutter aus der Gefangenschaft.
    .
    Habe leider an der 2-tägigen Reise nach Ingolstadt vor einigen Jahren mit der Reservistenkameradschaft „Mittlerer Oberrhein“, als mehr oda wenischer Kallsruh, nicht mitmachen können.
    .
    Ja, wie gesagt, unsere Erbfreunde drängte es immer wieder in die Gegend. Im Jahre 1982, anlässlich eines Besuches von Mitterand im Schwäbischen Barockwinkel In Günzburg, trugen sich Mitterrand und Kohl in die Goldenen Bücher von Stadt und Kreis ein. Mitterand beglich hierbei an eine von Napoleon geprellten Zeche aus dem Jahre 1805, als dieser nach der siegreichen Schlacht am Abhang des Elchinger Bergs unterhalb des Klosters Oberelchingen vom 14. Oktober 1805 (Bataille d´ Ulm). Damals wurden dort die dort herrschenden Österreicher unter General Mack von den späteren Marschällen Joachim Murat und Jean Lannes geschlagen. Die österreichisch besetzte Reichstadt Ulm ergab sich darauf nach kurzem Kampfe. Die ausstehende Zeche von damals 463 Gulden hätte sich, so sagt man, inzwischen zu 8000 € entwickelt. Mitterrand soll die Zeche mit einer Goldmünze, die anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Französischen Revolution gedruckt wurde bezahlt haben.
    .
    Wegen der Bataille d´ Ulm fahren die Franzosen heute noch ein Rohr im Format einer 120 mm-Glattrohrkanone LLR L/47 von Rheinmetall. Es gibt also eine Rue d’ Ulm im 5e Arrondissement von Paris, im Quartier um das Panthéon herum. In dieser Straße École normale supérieure (klingelt es Macronenmäßig?). Eine Pont d´ Ulm, so wie die Pont d´ Iéna, ist mir nicht bekannt. Bei uns wurde der Sedanstag gestrichen. Bei den noch existierenden „Sedanstraßen“ (nicht Sesamstraße!) in Wiesbaden, Hamburg… warte ich jeden Tag auf die Umbenennung in „Sarah-Lea-Bärchenwurf-Straße“ oder so ähnlich. Wahrscheinlich ist das den Oberdeppen im Lande noch nicht ins Auge gefallen.
    .
    Französisches Militär drängt auch heute noch an die Donau. Siehe Großmanöver (was´ n das werden Uschis Untergebene fragen) „Kecker Spatz“ vom 17. Bis 24.9.1987 unter Beteiligung von 20 000 franz. Und 55 000 deutschen Soldaten. Damals wurde bei Leipheim, also am Rande des Donaurieds von franz. Genies eine Gillois-Schwimmbrücke geschlagen und auf einer Schwimmbrücke, im nicht mehr zum Moos zählenden Kehlheim gaben sich H. Kohl und Mitterand elyséejahrestagssymbolisch die Hand (Spiegel 40/1987: „Deutscher Perfektionismus und französisches Prestigedenken rieben sich zu oft aneinander wund….“
    .
    Und beim Bäcker Krausens ( selig) Töchtern in Elchingen am Rande vom Langenauer Ried (einst Oberelchingen) gibt es immer noch die besten Wasserwecken der Welt. Habe das nach 25 Jahren persönlich überprüft und bin extra von der Autobahn abgefahren. So wie es in den Siebzigern in Leipheim noch das beste Weizenbier Bayerns gab. Und der Feuerwehrkommandant von Gundremmingen, der aus dem privateigenen Opel Rekord heraus die Ortschaft per Trompete KKW-Gau-sicher gemacht hatte, sollte man auch nicht vergessen.

    • jetzt beschämt Er mich aber
      Ümrigens, der Schneider Berlinger hatte in seinem Leben mehrmals Kontakte mit den Erbfreunden, von Max Eyth reizend beschrieben, auch die Elchinger Bataille und die Abgaben der Reichstadt. Mit einem Goldstück war da nur ungenügend wiedergutgemacht, das können eigentlich nur wir Deutschen souverän und großzügig.

      Ich verstehe ja viele Ereignisse der Weltgeschichte nicht. Der tanzende Kongress gehört dazu. Damals ließ man dem Dieb nicht nur die Beute, man half ihm noch beim Tragen. Einfach souverän und großzügig.

    • Des mid de Wasserwecka.
      Wasserwecka, schon lang nemme ghaird. Jo verreck.
      Vis-à-vis bei eis war dr Bägger Birk. Der hod au guade Wasserwecka (Knauza) macha kenna (aus Dinkelmehl äba). Au a brima Berches.

      Aber Kraus Ulrich teste ich mal wenn ich in der Nähe bin.
      Bei der Brauerei Schmid in Biberach (bei Roggenburg; http://www.brauerei-biberach.de) gibt es ein althergebrachtes Ur-Dunkel.

      Schöne Grüße
      Dr. Seltsam

  179. 'Früchte des Zorns'
    [efitiert: Hier als Gast auflaufen und OT RT-Links setzen geht gar nicht. Don]

  180. Heimat und Kultur
    Das Wichtigste im Leben ist doch, dass man sich wohlfühlt.

    Deswegen ist für mich Heimat der Platz, an dem ich so leben kann wie ich will und wo ich mich wohlfühle.

    Die Komponenten für meine individuelle Wohlfühl-Kultur habe ich mir aus den unterschiedlichsten Kulturen und Zeiten „zusammengeklaut“:

    Hatha-Yoga aus Indien,
    Zazen aus Japan/China,
    Kneipp aus Deutschland
    und Bier aus Bayern :-)
    +
    die Philosphie von Epikur, Diogenes, Hume, Schopenhauer, Metzinger etc.

    Hin und wieder kommt etwas Neues hinzu oder ich verwerfe Altes.

    Die kollektivistischen Gesellschaftssysteme mit Einheitskultur und absolutem Wahrheitsanspruch (Islam, Sozialismus) lehne ich radikal ab.

    Die Folgen sind nämlich immer:
    Mitläufertum wird verpflichtend und wer nicht dran glaubt, glaubt halt irgendwann dran.

    Politiker, die glauben, dass die massenweise einwandernden Menschen aus diesen Systemen ihre Ansichten zu Hause lassen und sich hier integrieren, träumen einen gefährlichen Traum.

    Die Sinnhaftigkeit kultureller Regeln sollte immer kritisch hinterfragt werden und man sollte sich die Mechanismen ihrer Entstehung bewusst machen.

    Dazu folgende Geschichte über Affen (=Menschen):

    „In einem Käfig befinden sich 5 Affen.
    Hänge eine Banane an eine Schnur und schiebe eine Stufenleiter darunter.
    Wenn einer der Affen darauf steigt, um die Banane zu pflücken, spritze alle anderen mit kaltem Wasser ab.
    Nach einer Weile versucht´s ein zweiter Affe – und wieder duschst du die übrigen ab.
    Will ein weiterer auf die Leiter, werden ihn die anderen bald mit Gewalt daran hindern.
    Entferne den Wasserschlauch und tausche einen Affen aus.
    Der Neue wird sich der Banane nähern, zu seinem Entsetzen aber angegriffen werden.
    Tausche wiederum einen Affen aus.
    Der Neue steigt auf die Treppe und wird verprügelt – wobei der vormalige Neuling begeistert mitmischt.
    Tausche einen dritten Affen aus, dann den vierten.
    Jedesmal, wenn ein neuer sich der Treppe nähert, kriegt er Keile.

    Die meisten Angreifer haben keine Ahnung, warum sie nicht auf die Treppe steigen sollten oder warum sie den Neuling misshandeln.
    Nachdem der letzte der ursprünglichen Affen ausgewechselt wurde, ist keiner mehr dabei, der je eine kalte Dusche abbekam.
    Dennoch werden alle Affen die Banane schlicht ignorieren.
    Warum?
    Nun, soweit sie wissen, wurde das schon immer so gemacht.“

    (aus dem Buch „Darwinisch denken“ von Volker Sommer)

  181. Revanche
    Heißt es nicht, dass die durch die europäische Kolonisation
    ausgebeuteten Afrikaner jedes Recht haben nach Europa zu
    kommen um sich zu holen was zu holen ist. Sie hätten auch
    das Recht, die euröpäische Kultur genauso zu zerstören, wie
    die Weißen, es in ihren Kolonialgebieten gemacht haben.

    Und wie ging das aus!

    Die Afrikaner wurden es leid, fingen an die Weißen wegen ihrer
    Hautfarbe zu diskriminieren, zu enteignen, ihnen sprichwörtlich
    Feuer unter dem Hintern zu machen. Bis sie aufgaben und sich
    trollten.

    Und wenn die Europäer es genauso machen, sind wir dann quitt?

    • Weiß nicht, ob wir dann quitt sind.
      vorweg, ich war nicht in Kolonien aktiv, habe früher lediglich viel Maugham, Kipling usw. usw. gelesen und irgendwann irgendwo(ich glaube, es war hier beim Don) einen MIR augenöffnenden Beitrag gelesen. Sinngemäß ging der so:

      Die Europäer haben vor dem WK1 als Kolonialmächte die dortige Bevölkerung nicht wesentlich schlechter behandelt als die eigene in den Heimatländern, von schlimmen Fällen wie Belgien oder Niederlande abgesehen. Man versuchte, sie nach und nach auf den eigenen Standard zu ziehen, wusste aber, das würde lange dauern. Die Besatzerschicht war sehr dünn, es ging also gar nicht anders.

      Dann kam WK1. FR und GB brauchten dringend Truppen in die Gräben von Verdun und Ypern, sonst hätte man verloren. Diese Truppen sahen dann, dass die Europäer ebenfalls „sterblich“ sein konnten, ebenso erniedrigbar, feige, arbeitscheu, chaotisch organisiert, ängstlich und eigensüchtig wie sie selbst. Das hatten sie -ich habe deshalb Kipling oder Maugham genannt – zuvor nicht gewusst. Mit diesem Wissen kehrten sie zurück.

      Im WK2 brauchte man wieder Kolonialtruppen. Danach versuchte man indigene Eliten heranzuzüchten und hat die Kolonien gepampert, um sie zu behalten. Wir wissen, wie es weiterging.

      Soweit war dieser Beitrag. Da ist was dran.

      Mir fällt grad ein, ich hör auf, es ist arg weit weg von Karlskron

    • Kolonialmächte
      Gamskappler,

      wenn man jetzt die unangepasste, politische Unkorrektheit ein wenig weiter auf die Spitze treiben möchte, könnte man ja sagen, dass der Befreier Indiens sicher nicht Churchill war (der ja dort den westbengalischen Genozid veranstaltete – getarnt als kriegsbedingte Hungersnot – wie kurz davor in der Ukraine gelernt!), sondern doch eher der GröFaZ!

      Ein paar weitere Amritsars hätten sich die Engländer sicher geleistet, wenn sie nicht auf dem Zahnfleisch dahergekrochen wären und ihr Weltreich bereits von den amerikanischen Freunden gnadenhalber gratis aus der Konkursmasse übernommen worden wäre…

    • @Wassermann: Keine Entschuldigung Camerons für das Massaker von Amritsar
      NZZ, 21.2.2013
      Premierminister Cameron rechtfertigte den Verzicht auf eine formale Entschuldigung damit, dass die Vorgänge lange zurück lägen. Zudem habe seinerzeit bereits Churchill passende Worte dazu gefunden. Er erklärte weiter, es gebe eine Menge von Dingen in der britischen Kolonialgeschichte, auf die das Land stolz sein könne, doch gebe es auch schlechte Ereignisse, von denen man lernen müsse.

    • Kürzlich ging es, im Weltspiegel, glaube ich,
      um ayurvedische Behandlungen in Indien. Das wurde von den Briten strengstens verboten und somit geriet vieles in Vergessenheit.Bei dem Erstkontakt misst man den Puls in einer bestimmten Haltung der Finger.Sahen die Briten jemanden den Puls messen, hackten sie demjenigen den Zeige-, Mittel- und Ringfinger ab.Einige konnten es aber trotzdem weitergeben und heute ist Ayurveda in Indien wieder d i e Behandlung schlechthin.

    • Churchill und der Hunger Bengalens
      Es ist eine rechte Verschwörungstheorie, dass Churchill bewusst einen bengalischen Genozid veranstaltet hätte, “ getarnt“ als Ergebnis einer Versorgungskrise. Das hat er nicht, ganz einfach, weil ihm das – schockierend genug – vollkommen egal war. Er war ein britischer Imperialist, und anders als andere britische Imperialisten ohne jede Liebe zu Indien, dafür mit viel Verachtung. Das war es aber auch schon. Der Hauptgrund war schlicht und ergreifend, dass Churchill sich nur für den Krieg interessierte. 1943 allerdings nicht ganz unverständlich. Und auch da eigentlich nur für die Deutschen, er unterschätzte die Japaner sträflich, verspielte Singapur und gab den unglücklichen Offizieren die Schuld, die ihn monatelang verzweifelt um Verstärkung angefleht hatten. Seine Ausführungen zum Fall Singapurs sind an Chuzpe kaum zu überbieten. Ähnlich der bengalische Hunger. Die Krise war real, nicht inszeniert, die britische Verwaltung vor Ort wäre durchaus hilfswillig gewesen, Churchill war das aber egal, – Umstrukturierungen der Versorgung hätten die Kriegsanstrengungen zwar nur geringfügig behindert, jedoch war ihm das bereits zuviel an Aufwand. Und so wurde eben gestorben. Ein Verhalten, das abscheulich war, aber nicht ungewöhnlich, den weißen Iren ist es in der Kartoffelfäule nicht besser gegangen. Ein Genozid ist das nicht, denn es fehlt das planvolle Handeln. Und, was Indien gerne vergißt, es war vor allem eine soziale Krise. Es verhungerten die Ärmsten der Armen auf den Straßen Kalkuttas, die Ernährungssituation der Wohlhabenderen änderte sich kaum. Es versagten die indischen Eliten, die keine geeignete Selbsthilfe organisierten. Nach dem Krieg kümmerte es auch keinen mehr. Churchill war der Held Britanniens ( mit Recht), Indiens Bevölkerung explodierte, die verhungerten Armen waren längst Staub geworden.

    • @Candidesgarten: Hungersnot in Bengalen 1943
      Churchill: Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.
      Zitate im Management, Seite 69, Linde Verlag Wien

      WIKI: Churchills einzige Antwort auf ein Telegramm des Vizekönigs Archibald Wavell, in dem dieser die Freigabe von Nahrungsmittelspeichern erbat, war die Frage gewesen, warum Gandhi denn nicht auch verhungert sei.**
      Seiner Geringschätzung für die Inder gab Churchill gegenüber Leopold Stennett Amery, dem Secretary of State for India Ausdruck:
      „Ich hasse Inder, […] sie sind ein tierisches Volk mit einer abscheulichen Religion.“ („I hate Indians […] They are a beastly people with a beastly religion“).
      Die Hungersnot sei ihre eigene Schuld und eine Folge davon, dass sie sich „wie die Karnickel vermehren“ („breeding like rabbits“).

      **Shashi Tharoor: The Ugly Briton. Time Magazine, 29. November 2010, abgerufen am 5. April 2015 (Rezension des Buchs von Madhusree Mukerjee: Churchill’s Secret War).

    • @Candidesgarten
      Ihr Beitrag bringt mich aud die Idee, dass die Eliten und
      die Armen ein eingespieltes Team sind. Eine Handbreit
      vom Hungertod entfernt, vermehren sich die Armen wie blöde.
      Die Eliten können weiter ihrem Skript folgen.

      Wen wundert es, dass die die deutschen Eliten alles tun
      um Arme aus aller Welt anzulocken. Je unintegrierbarer
      um so besser. So müssen sie sich nichts Neues ausdenken.

    • Churchill-Zitat
      Herr Bernhard, Glauben Sie ernsthaft, ich würde das von Ihnen gebrachte Churchill-Zitat nicht kennen? Warum schrieb ich wohl von Churchills Verachtung? Nur macht ein rassistisches Zitat noch keinen geplanten Völkermord, unterlassene Hilfeleistung ist etwas gänzlich anderes als bewusster und inszenierter Mord. Verantwortungslos dumm war es trotzdem, zu einem Zeitpunkt, da hunderttausende indischer Soldaten für das wankende Empire bluteten, jene elementare Verantwortung für die Zivilbevölkerung zu leugnen, die in Indien erst die Hinnahme britischer Herrschaft ermöglichte. Leo Amery sah sehr viel genauer, dass das Versagen Britanniens genau jene zivilisatorische Überlegenheit zerstörte, mit der Indien gesteuert werden konnte. Indien ging dann ja auch verloren, das komplizierte Verhältnis der Inder zur enorm prägenden britischen Phase ist geblieben. Churchills Größe hat nichts mit seinem Verhältnis zu Indien zu tun, beide waren einander zutiefst fremd. Aber trotz seines Versagens im bengalischen Hunger von 43 muss gesagt werden: Zu keinem Zeitpunkt setzte er Hunger bewusst als Waffe ein, wie Stalin und Hitler es taten, die missliebige Bevölkerungen ganz einfach insgesamt verschwinden liessen.

    • @Candidesgarten: Lebensmittelblockade nach dem Waffenstillstand von Compiègne
      Herr Candidesgarten, ich kann mir denken das Sie es so sehen.
      Auch nach dem Waffenstillstand von Compiègne im November 1918 setzten die Briten die Lebens- und Düngemittelblockade fort um die deutsche Unterschrift unter denn Versailler Vertrag zu erzwingen.
      Es starben etwa eine Million Zivilisten in Deutschland und Österreich an Unterernährung.
      Die Blockade wurde erst Ende März 1919 gelockert.
      Churchill, seit 1911 als Marineminister für die britische Kriegsflotte verantwortlich, war einer der Hauptverantwortlichen für diese Aktion.

  182. Titel eingeben
    Heute hat jeder seine eigene Definition der Begriffe

    Don Alphonso versteht unter Heimat die schönen Berge und nicht die Industriekloake der Alster, während ich meine Heimat nach der Definition von Pierer’s Universal-Lexikon als eine nicht so schöne, aber meine Heimat bezeichnen würde,
    und meine Heimat in Sinne von Don Alphonso war das damalige Umfeld der Binnenalster,
    der Kloake, in der wir bei dem ersten Alstervergnügen einen Wasserski-Paarlauf dargeboten haben.

    Sicherlich ist es schön nur 200 Meter vom See zu wohnen, was mir aber nichts nützt, , denn im Garten meines Bruder sehe ich nicht auf den See, sondern auf die Hecke seines Grundstücks. Während ich vom Balkon meiner Wohnung in einem Hochaus der ehemals Neuen Heimat kilometerweit über die Felder schaue und auf der anderen Seite des Hauses ist die Haupteinkaufsstrasse.
    Wenn ich mit meinem Freund in Travemünde an der Promenade spazieren gehe frage ich mich, was die Menschen in den Gärten ( der ersten Reihe) über die Ströme der Spaziergänger denken, die ihrerseits auf deren Teller schauen .

    Jeder wie er möchte,
    aber nach meiner Meinung betrifft die Frage
    „inwieweit die Lebensqualität noch verschlechtert wird“
    auch das Umfeld der Industriekloake der Alster, deren Umfeld einmal meine Heimat war, für mich eine Idylle.
    Wenn ich vor 30 Jahren abends vom Büro die Mönckebergstrasse, dann am Jungernstieg, der Alsterpavillon ( der heute zu einer üblen Kneipe verkommen ist), auf eine Tee ins Vier Jahreszeiten, die vielen kleinen Geschäfte in der Poststrasse (da hatte früher mein Vater sein Büro in der ehemalige Redaktion der Konkret), die Staatsoper, das Metropolis Kino im Hinterhof (das heute originalgetreu im Keller eins Neubaues betrieben wird), vom Dammtor starteten meine Fahrten in die Welt, dort traf ich auch mal Robert Vogel der mir, während wir auf verschiedene Züge warteten, von seinem Gebäck anbot, denn in der Bahn sei das Essen immer so teuer.

    Wenn ich von den sehr schönen Gebäuden der Gerichte Mittags zu Fuß an der Musikhalle vorbei zum Gänsemarkt ging, irgendwo etwas gegessen habe,
    Jahrelang war ich immer im Café Le Etage am Neuen Wall zum Frühstück, weil ich mir behinderungsbedingt selber kein Frühstück bereiten konnte, mitunter wurde mir gesagt das noch nicht geöffnet sei, das gelte aber natürlich nicht für mich
    mit dem Bus drei Stationen zur Staatsbibliothek oder ins Abaton Kino, bevor ich nach Hause ging. Wenn ich auf meinem Balkon in der Sonne döste hüpfte mitunter ein Vogel nicht nur in meinen Brotkorb sondern auch über meinen Arm.

    Oder auf der anderen Seite das Thaliatheater, zum Deutschen Schauspielhaus war es mir meist zu weit zu gehen. Der Anleger vor dem Atlantic wo ich mir im Sommer immer stundenweise ein Segelboot geliehen habe
    In diesem kleinen Kreis kannte ich die Menschen, auch wenn ich nicht oft beim Herrenausstatter Möller am Dammtor war oder mir nur selten einen Bilderrahmen in der Werkstatt im Hinterhof habe anfertigen lassen, 1.500,- DM waren für mich viel Geld, aber es war meine Welt.
    Den Inhaber des Haushaltswarengeschäftes in der Poststrasse fragte der neue Hauseigentümer, wann er denn mal investieren wolle. So endete die 100jährige Geschichte dieses Geschäftes für einen weiteren Klamottenladen.

    Vor drei Wochen war ich mal wieder von meinem Dorf in die Große Stadt gefahren, schon der ganze Dreck überall, Gänsemarkt, Jungfernstieg , aufwendig gestaltet aber dreckig, anstelle der früheren kleinen Geschäfte nun Klamotten und die Geschäfte der Ketten, das Europacenter,
    Das, was für mich das Umfeld der Industriekloake Alster zu meiner Heimat gemacht hat, diese Lebensqualität ist weg.
    Für mich ist dort schon lange kein Platz mehr

    Das Dorf ist mir keine neue Heimat geworden denn als Autofahrer kenne ich hier kaum jemanden.
    Als Fußgänger würde ich hier mehr Menschen kennen, Als mein Auto Totalschaden hatte bin ich so gegen 22 Uhr mit der Bahn bis zur Endstation und natürlich war der Bus gerade weg. Der nächste in einer Stunde. Da warteten dann auch Bewohner meines Hochhauses auf den Bus und schon haben wir uns unterhalten.
    Die Mitarbeiter der Post auf der anderen Straßenseite kenne ich, denn als Behinderter kaufe ich überwiegend vom Sofa aus im Internett ein, und ich kenne die jungen Leute der Tankstelle die auch ein Hermes Paketshop ist. Ja gut, die Autowerkstatt um die Ecke, den Inhaber kenne ich auch, aber selten.

    Hier habe ich für mich eine vergleichbare Lebensqualität wie sie Don Alphonso für sich in Form von Bergen und Trachtengruppen beschreibt. Hier wohne ich sehr gerne, für mich als Behinderten ist das für meine Restlaufzeit Ideal,
    keiner kommt und stört mich, für mich eine hohe Lebensqualität, wie für andere Tegernsee.

    Menschen treffe ich in der grossen Stadt, die Familie meines Bruder am Ammersee, meinen Freund an der Ostsee, und hier nicht einen einzigen Menschen.

  183. Wenn Heimat zur Satire wird .....
    ..
    .
    spätestens mit der Schaffung des neuen Heimatministeriums als Ausgedinge für Gummihorstl Drehhofer ,

    ist die schon lange im Gange befindliche Verhunzung von ,,Heimat“ gekrönt.

    Heimat ist natürlich für jeden etwas anderes, für viele nicht das Land, in dem sie gut und gerne von den Früchten der Arbeit der Kartoffeln leben ,

    manchen Lautsprechern ist der Begriff gar Naxi , also ganz pfui ,

    und in diesem Land, das sich mehr und mehr so grundlegend ändert, fragt man sich, ob die Heimat nicht unwiederbringlich Vergangenheit ist, ja, geradezu verboten.

    So, wie der Barock, das Pleistozän , das Bakelit-Telephon mit Wählscheibe….

    Na, wenigstens bekommen wir das Mittelalter, oder , nach Geschmack, die Steinzeit, wieder !

    Ist doch interessant, oder sind Sie gar ein Rääächtäär ?

    Nicht allen behagt diese rigorose Abschaffung, aber es sind zuwenige,

    also gibt es wieder GroKodil-Eintopf bis zum Abwinken.

    Der Kölner Dom, dessen Beleuchtung politisch korrekt gesteuert wird, und Merkel, seit gefühlten tausend Jahren Gonslerin-

    das ist Deutschland heute.

    Was ich mich halt ob der Flüchtlingsszenarien weltweit frage ist-
    wohin können wir einmal flüchten,
    wenn die Früchte geerntet werden ?

    .

    • Flüchten?
      Na, Herr Moser, jetzt bloß „nicht den Sand in den Kopf stecken“: flüchdn braan mia no ned und gwiss ned aus Bayern.

      Andere Regionen Deutschlands galten einem Bayern nie als Heimat. „Lasst euch nicht BRDigen, hieß es in den 70ern“, während heute die Einsicht wächst, dass man nicht alle retten kann. Das gilt auch für jene Bundesländer, die dabei sind, sich aufzugeben.

      Zeit, die Erbschaft der Bismarckschen Fehlkonstruktion durch etwas Neues abzulösen und ein weiteres Scheitern der Demokratie innerhalb dieses maroden Kunstgebildes zu verhindern.
      Wenn schon kein Europa der Nationen, dann mit Vorteil eines der Regionen. Wenn es sein muss auch gegen Widerstände, wie sie die Katalanen zu spüren kriegen. Brüssel, eigentlich angetreten, die Nationalstaaten abzulösen, erweist sich in der Hinsicht als blind und wirft sich in die Bresche für Nationen, die abgewirtschaftet haben.

      Nix mit flüchten: die Stirn bieten, dagegenhalten, die Stimme erheben und sich nicht klein kriegen lassen. Sorgen bereiten allerdings die künftig zu erwartenden Flüchtlingsströme aus dem Norden ;)

    • Marco Stahlhut berichtet vorne im Feuilleton aus Jakarta, wie schnell es gehen kann,
      dass man sich in der eigenen Umgebung nicht mehr auskennt und Freiheit jeglicher Art rasch perdu ist.
      Besonders die beiden letzten Absätze lassen durchdacht erkennen, dass nicht nur die Menschen in Indonesien weiter große Veränderungen hinnehmen müssen.
      https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-illusion-eines-moderaten-islam-in-indonesien-15452912.html
      Aber immer weiter, die Augen fest geschlossen. Bis hierher kann ja sowas gar nie nicht kommen. Es soll mal keiner sagen, er hätte nichts gewusst.

    • Ja, ein gandioser Beitrag.

    • Wer zu spät kommt, geht leer aus...
      @ Herr Moser

      „wenn die Früchte geerntet werden ?“

      Sie sind doch sonst immer so fix.

      Die Ernte ist bereits voll im Gange.

      Seit 2015 sind hunderttausende freiwillige Erntehelfer landauf/landab verstärkt im Einsatz und der Erfolg gibt ihnen recht.
      Es wird abgeerntet, was die fleißigen Kartoffelbauern in 60 Jahren gepflanzt, gepflegt und gehegt haben.

      Im Norden sind die Felder schon kahl, bald geht’s ab in den reichen Süden. Und wenn der Klimawandel erst mal richtig zuschlägt, erübrigt sich die Suche nach Heimat. Die gibt’s dann nur noch in Phantasiewelten.

      Heute habe ich gelernt, dass die Berliner taz ein Satireblatt ist.
      Alles, was dort geschrieben steht, ist reinste Satire. Na also.

      Schaun’s net so verkniffen.

    • @Gast / zum Wissen
      „Bis hierher… kommen.“

      Schon 2012 war in der einschlägigen Schrift der Bundeszentrale für Politische Bildung die Provenienz der radikalsten Kräfte benannt worden. (Und das Problem, das seit den 70ern die sich öffnenden Gesellschaften Südostasiens mit ihren nun freieren Feinden bekamen, auch in anderen Veröffentlichungen der bpb vordem.)

      Danke für den Hinweis, hatte ihn im Print wegen Zeitmangels noch nicht entdeckt. Ausgezeichneter Artikel, weil er neben Aktuellem kurzzeitig dem Licht aussetzt, was einst gesichertes Wissen war.

      Zur letzten Passage eine kryptische Anmerkung aus dem verrufenen Osten: Die Linken, deren Meinung man hier auswendig lernen durfte, haben rechts schon noch etwas anders sortiert als heute. Das kann bei Älteren in verblüffter Desorientierung enden.

    • (Eine Zornes Saat)
      Des Gastes Verweis auf die „Illusion eines …“, S.9 ,Nr.41, Sa., FAZ,
      bitte auch Literatur und Sachbuch, S.10, aufblättern.

      Ene sich auf Traditionen berufende anschlußfähige Popkultur Geistesblinder, Freunde der Blut-Tapete, die Hinrichtung, das Filmen beim sich besudeln, eine nomandisierende Illusion.
      (Den Namen des Bekenntnisses zensiere ich mir.)

      „Die 21. Eine Reise ins Land koptischer Martyrer“, Martin Mosebach zeigt zumindest mir meine Ignoranz auf.

      Von den koptischen Christen lerne in „Würde sterben“.

      (Die Kartoffelerntemaschine in Berlin, eine Zornes Saat.)

    • Ich denke, Mosebach beschreibt auch, dass sich sowohl die Meuchler als
      auch die Gemeuchelten als „Märtyrer“ verstehen, jeweils im Verständnis ihres Glaubens, der ja dem Begriff eine diametral entgegen gesetzte Bedeutung zumisst.
      Abends konnte ich nur die ersten und letzten Absätze des Auszuges in der FAZ lesen, wiewohl die Beschreibung des Propagandafilms brilliant erfasst ist, bringt der Inhalt einen um den Schlaf.
      Man muss sich i Deutschland der Unterschiede bewusst werden, sowohl in der Sprache als auch in den Auswirkungen, die gerade diese Religion von anderen unterscheidet und was es bedeutet, wenn jemand seine Heimat in diesem Glauben gefunden hat.
      Kurzfassung aller nicht Demokratie und Freiheiten bekömmlichen Inhalte findet man unter „Scharia für Nichtmuslime! pdf im Internet, Autor: Bill Warner.

    • Ergänzung zu M. Stahlhut
      Die Vorgeschichte dazu kann man in „Beyond Belief“ von V.S. Naipaul lesen, das ist vor 20 Jahren erschienen…

  184. Kritik an der "Welt"?
    Ist ja recht. Aber kommt oft unsinnig von rechten Vögeln. Die Welt, liebe AfDler, ist nicht euer Feind. Im Gegenteil.
    Die „Welt“ hat mit ihrer unterwürfigen Haltung zu Yücel und seinem Körerrassenhass weit mehr für die AfD geleistet als jeder AfD-Vertreter.
    .
    Nur Herr Welke, der sich in entmenschendem Hass gegen die AfD wendet und nicht scheut, in blinder Wut auch Behinderten ins Gesicht zu rotzen, tut mehr für die AfD. Man darf offen sagen: nach jeder „heute-Show“ hat die AfD 0,5% mehr Wähler.
    .
    Was ist falsch daran, aus eurer Sicht?

    • Alles ist falsch
      Na ja, so kann man es auch sehen. Nur mir persönlich geht es nicht um Stimmen für die AfD, sondern darum, dass sich das alles unsäglich FALSCH anfühlt. Ich habe mir vorhin den Artikel vom Chefredakteur von WO angetan, der nahezu weinerlich war und mMn vollständig daneben. Kritische Kommentare werden weiterhin entweder nicht veröffentlicht oder veröffentlicht und kurz darauf gelöscht, ist richtig spannend, das zu verfolgen. Was mich anwidert: Deutschland und Deutsche niedermachen, aber die Vorzüge unseres Landes sozusagen in Besitz nehmen und alle Vorteile abgreifen. Geht gar nicht, ist doch völlig ehrlos. Sind die Menschen mittlerweile wirklich so hinüber?

    • Man muss auch solche Meinungen aushalten, bei Heines Briefen aus Frankreich war das ja sogar Kultur.

    • Aushalten sicherlich.
      Was denn sonst? Natürlich hat ein Rechtsstaat sich auch um Menschen zu bemühen, die ihn verachten. Wir müssen aushalten, dass Herr Yücel die Schuld für sein Jahr in Haft den Kötern gibt, die den Herrn Erdogan so ungehörig provoziert haben mit ihrem Rechtsstaatsgetue. Dass der gleiche Yücel wegen des Bemühens des Rechtsstaates auf freiem fuss ist, muss die arme Wurst nicht kapieren. Aber wir müssen es so halten – noch der undanbarsten Witzfigur gegenüber.
      Das sind wir nicht Herrn Yücel schuldig, sondern uns als Kötern mit Rechtsempfinden.
      .
      Nur eines kommt fortan freiwillig nicht mehr infrage: die Lektüre der Zeitung „Die Welt“. Denn: man darf verspottet werden. Man muss sich verspotten lassen. Aber man muss es nicht auch noch kaufen.

    • Heimat
      hat sich schonmal jemand gefragt, wieviel Heimat Herr Yücksel,
      eine Frau Chebli, Özogüs, Frau Hengameh ihren Landsleuten hier
      in D bieten können und wie groß ihr Einfluß im Herkunftsmilieu
      eigentlich ist.
      Ich halte sie für freischwebende Existenzen. Kein leichtes Los.

      Niemand ist mehr auf einen durchsetzungsstarken Rechtsstaat
      angewiesen, als die Herolde der Zivilgesellschaft.

    • man darf verspottet werden, muss sich verspotten lassen. Aber man muss es nicht auch noch kaufen.
      Sind Sie sich da sicher?

      GEZ noch – oder: a weng was geht oiwäui?

    • "Sind die Menschen mittlerweile wirklich so hinüber?"
      .
      Ja, sind sie.

      Sicher nicht alle, aber ein zu grosser Anteil.

  185. Antifa verteidigt Merkel
    Was läuft da falsch?
    Bei der Frauendemo (Mmw) in Berlin heute, hat die Antifa den Demonstrierenden den Weg versperrt und die Polizei schaut nur zu.
    So wie die Antifanten die Initiatorin der Hamburger Demos bedroht hat.

    Ganz schön verdrehte Welt.

    Wir brauchen mehr solche Demos.
    100.000fach in ganz Deutschland.
    Soviele Antifanten gibts es nicht, die können nicht überall sein.

    Und dann schauen wir mal ob das nicht klappt mit der Amtsenthebung von unten.

    • Deutsche Antifa blocliert Migranten und versuct, sie am Sprechen zu hindern. Es ist eben zuerst die deutsche und erst danach die Antifa.

    • War am Montag in HH ähnlich (Hinweis oben). Schon das Zustandekommen der Demo
      wurde durch die Polizei durch sehr kurzfristigen Veranstaltungsortswechsel „gehemmt“ und das spätere Durchkommen zu den Hamburger Demonstranten durch den Ring von Polizei und Antifa war schier nicht möglich.
      Die Veranstalterin wurde mit ihrem Vater auf dem Weg zur Demo angegriffen, nachdem bereits vorher jemand wusste, wo ihr Haus wohnt, und dies nicht nur mit Steinwürfen kundtat.

    • Eine pol. Wende hin zu mehr Heimat, Deutschland (first), Grenzen zu, weniger Sozpäds...
      Scheuen diese Nichtsnutze von der Antifa (und deren nachgelagerte Supporter) wie der Teufel das Weihwasser. Das angeschlagene Immunsystem des auszusaugenden Wirtssytems darf sich unter keinen Umständen regenerieren. Deshalb wird von dort auf alles gespuckt, getreten und blockiert was nach pol. Change aussieht. Merkel steht für ein gnadenloses Weiter-so. Deshalb ist das alles dermaßen verdreht. Hätte jemand vor ca. 10 Jahren prognostiziert, daß die Antifa Merkel (indirekt) unterstützt durch Bekämpfung der Gegner des Weiter-so, so hätte man ihn wahrscheinlich in eine Hab-mich-lieb-Jacke stecken wollen… Es ist ver-rückt (verschoben), das Alles.

    • Antifa prügelt für Merkel
      Das muss man sich mal klar machen: Die Antifa zersprengt eine Anti-Merkel -Demo. Die Welt steht doch ziemlich auf dem Kopf, die CDU neben sich und die andere ehemalige Volkspartei am Abgrund.

  186. moos
    diese landschaft ist sehr speziell, es empfiehlt sich wirklich ein blick auf das donaumoos mit google maps. man sieht nicht nur die entwässerungskanäle, sondern auch die verrückte form der siedlungen: entlang der kilometerlangen, schnurgeraden straßen sind die häuser wie an einer perlenkette aneinandergereiht. komplett ÖPNV- und fussgänger-feindlich.

    die junge siedlungsgeschichte in verbindung mit dem schwierigen leben dort zieht auch einen besonderen menschenschlag an. ein bisschen klimageschichte illustriert, wie hart es dort war: das jahr ohne sommer 1816. all die historischen bilder zum zeigen des gletscherschwundes? stammen vom ende der „kleinen eiszeit“ um 1850. und dann noch das schlechte mikroklima und den kargen boden.

    die klimaerwärmung hilft dort auch nicht wirklich. es gab die letzte jahre ein paar mal extreme dürren. wenn eine 10 meter dicke torfschicht austrocknet und sich zusammenzieht, entstehen manchmal metertiefe risse. einige straßen waren deshalb zerstört. ob häuser dies besser verkraften?

    am südrand des mooses hat kürzlich eine bekannte von der suche nach einem kita-platz erzählt. sie will bald wieder arbeiten, weil ansonsten das hart erkämpfte eigenheim in gefahr gerät. es ist ja bekannt, dass es einen kleinen geburtenboom die letzten jahre gibt und plätze entsprechend knapp sind. allerdings hat eine kita sie abgewiesen mit (wörtlich) „flüchtlinge haben vorrang“. sie hat nicht groß nachgefragt warum.

    meine vermutung ist, dass wegen der förderprogramme des familienministeriums für flüchtlingskinder manche kitas eben die profitablesten kinder aussuchen und eben das bei den leuten am ende ankommt. ich bin mir nicht sicher, ob sie im herbst einen unterschied machen werden, ob berlin oder münchen das zu verantworten hat. reden tut darüber sowieso niemand, höchstens im kleinen kreis wenn überhaupt. die meisten ziehen im stillen ihre schlüsse.

    • die soll dem Brandl in Berlin gefälligst einen Brief schreiben, zack zack-

    • Und wenn der Brandl sich nicht rührt, mich interessiert das, also nur her damit.

    • ... es sind wohl nicht nur die Förderprogramme für die Kids ...
      … sondern auch für die sog. „Sprachmittler“, „Integrationslotsen“ usw., die sich über solche Beschäftigungen wiederrum Aufenthaltstitel erarbeiten…

      Man müsste mal seitens der Presse ermitteln, für wie viele mittlerweile das Kita-Wesen de fakto Beschäftigungs- und Aufenthaltssicherung ist.

      Aber Qualitätsjournalismus kennzeichnet ja gerade dass er nur die für die „Zivilgesellschaft“ zielführenden Recherchen tätigt…

  187. Ach um « Heimat » geht es hier
    Wer erinnert sich daran, dass unsere Heimat Deutschland je schöner erklärt wurde als von diesem Australier Christopher Clark in der sechsteiligen ZDF-Serie es tut? Es muss inzwischen jemand vom anderen Ende der Welt sein, der „Deutschthümelei“ sicher unverdächtig.
    .
    Das Vaterhaus („Wo’s Dörflein dort zu Ende geht…), Annchen von Tharau oder „Über allen Wipfeln ist ruh´“ sind uns zu schwülstig und somit vielen längst fremd geworden.
    .
    Mal ehrlich, wem hier im Blog standen nicht schon die Tränen in den Augen wenn er nach längerem Auslandaufenthalt im Anflug auf einen Flughafen das bunte Herbstlaub der Schwäbischen Alb, des Rheintals mit Hunsrück, Eifel, Taunus oder Westerwald erblickte?
    .
    Also, was gibt es da lange zu erklären? Und Don, der Sie demnächst wieder in Italien weilen: Heimat auf Italienisch =>Memorie
    riscoprire quella strada – e quel muro grigio dove – mi sedevo ad aspettare il tempo…e cercare, occhi a terra-
    -qualche cosa che non so cos’è – ma forse è un attimo che ho perso
    e ritrovare – quelle parole -che ancora devo dire a te……..
    .
    Googeln Eros Ramazotti, « Memorie »
    (DdH)

    • Nur weil Sie fragen, DdH, nur weil Sie fragen ...
      Nein.

      Nie.

      Heimat war für mich in meinen südfranzösischen Zeiten, im Dorf von damals 186 Seelen (mittlerweile knapp 300). Dort hatte ein Ehepaar aus dem Département 59 (Nord) das Ferienhaus.
      Nie werde ich vergessen, wie mir – ich war integriert, ich spielte Petanque mit der Dorfmannschaft – auf meine Bemerkung ich sei ein étranger, während das Ehepaar aus Nord keine seien, gesagt wurde, „Quatsch. Sie gehören dazu. Sie sind einer von uns. Die aus Nord, das sind étrangers“.

      Ich habe mich nie im Leben mehr heimatlich gefühlt als in jenem Dorf. Auch schon vor dieser Aussage. Wahrscheinlich hat man das gemerkt.

      Am zweitstärksten hatte ich dieses Heimatgefühl während der Jahre in Den Haag. Die Stimmung dort war relaxt. Ich fühlte mich stressfrei, und frei. Also auch ein kognitiver Anteil zum ‚Gefühl‘. Wenn ich darüber nachdenke, eigentlich eine erstaunliche Sache, oder?

      Und ich bin in Deutschland geboren, habe meine ersten 20 Jahre dort verbracht. Ohne Heimatgefühl. Ohne mich zugehörig zu fühlen.

    • Titel eingeben
      „Über allen Wipfeln ist Ruh“ soll schwülstig sein?
      Ausgerechnet DIES Gedicht?
      .
      Bei Schlagertexten mögen Sie Kenner sein.
      Aber lassen Sie doch bitte Lyrik außen vor.
      Danke.

    • Warte nur, bald ruhest du auch...
      …ist nicht schwülstig, sondern wird für jeden von uns Fakt.

    • "Mal ehrlich, wem hier im Blog standen nicht schon die Tränen in den Augen"
      .
      Mir.

    • Goethe, Wanderers Nachtlied
      Über allen Gipfeln
      Ist Ruh‘,
      In allen Wipfeln
      Spürest Du
      Kaum einen Hauch;
      Die Vögelein schweigen im Walde.
      Warte nur! Balde
      Ruhest du auch.

    • Ich hab schon eine Dauerkreuzfahrt gebucht:
      static.geo.de/bilder/b0/85/67238/article_image_big/karte-wasser-transport-waerme-klimawandel-geolino-extra.jpg

      v.gd/bL1R9B

      Und außerdem torkelt unsere Erde weiter ums hiesige Zentralgestirn, welches galaxienarmbedingt auf die Andromeda zu windmühlt – Ruhe is nich, ganzbesondersfiesgrins…

    • Liebe Frauke,
      eine Kreuzfahrt soll ja inzwischen vom Service und der Ausstattung her preiswerter sein, als ein Pflegeheim. Von der Unterhaltung und der Aussicht ganz zu schweigen.Sie haben da eine gute Entscheidung getroffen.🛳

    • @frauke
      schade, dass man die bei einer Seebestattung verstreute Asche nicht mit einem GPS-tracker ausstatten kann, damit man, wenn einem danach ist, auf dem Handy Ihre aktuelle Position geliefert bekommt.
      So in etwa: h ttp://www.wildlifetracking.org/?species=Humpback%20Whale

      Nur als Übergangslösung, bis man den clash of galaxies an eigener Haut, oder was davon in Fetzen noch irgendwo rumhängt, erleben kann. wird schneller gehen als prognostiziert, weil auch die Tochter der Kassiopeia samt Anhang schneller auf uns zukommt als gedacht.

    • Unterhaltung vom Feinsten, also beispielsweise Walgesänge in natura, da kommen die Berliner
      Philharmoniker sicher nicht mit. Tja und dann die einmalige (vielleicht sogar mehrmalige) Aussicht in Richtung Pazifikplastiktüteninseln,die ja mit dem Meeresspiegel steigen, von unten – sowieso unbezahlbar, vergnügtschmunzel…

    • Ordentlich Bitcoins sammeln - denn ohne Moos ist auf unserem Heimatplaneten (damit hab ich auch
      gleich Ontopicfliegen – Moos und Heimat – mit einer Klappe geschlagen, gemäß dem denglischen Befehl „Du now“ äh „Do nau“ oder so…) bekanntlich nichts los. Dann an jedes Fraukeamgelinrestbröckileinichenle einen Tracker anflanschen – die Verteilung über alle Ozeanoberflächen hinweg lässt die Plastikinselchen irgendwann bloß noch als Fliegendreck erscheinen…

    • Frauke Amgelin,
      ich würde mich auf Walgesänge konzentrieren und das Plastikzeug verdrängen, das ja mehr im Pazifik schwimmt, oder?

      Habe heute einen wunderschönen BBC – Film in der ARD gesehen über den unbekannten Ocean, es folgen noch 5 Teile.(Montags 20:15) Es gibt Barsche, die sind die reinsten Torpedos und fangen Vögel. Ein anderer schlug Muscheln, die er freigelegt hatte,an einer bestimmten Stelle auf, vergleichbar mit Krähen und Affen, die Werkzeuge benutzen.Sprecher war Axel Milberg.

      Ich wünsche Ihnen eine angenehme Nacht.

    • Andromeda
      @F. Amgelin:
      Wegen Kassiopeias Tochter habe ich keine Bedenken: das wird vielmehr ein schönes Schauspiel werden. Zwischen den Sternen ist so viel Platz, die treffen sich nie – aber die Nähe löst in den dunklen Wolken (die habe ich mir mal sehr gründlich angesehen…) ein wunderschönes leuchtend blau-rotes Spektakel aus.
      Ein bissl Geduld braucht es aber noch bis dahin…

    • Ohne Verstärkerhilfen weniger als heutezutage Rigel und Beteigeuze.
      Aber bis dahin kann ja noch kräftig geübt werden https://v.gd/98YYrv

      Und die zum Anlass passende Plörre wird für https://blau-rot-paderborn.de/ undoder https://www.trover.com/d/3n5E-yachtclub-blau-rot-restaurant-berlin-germany dann wieder in größeren Mengen cuviert:

      https://v.gd/nfwbRD

      https://v.gd/hxAqe3

  188. Die Wirklichkeitr folgt der Idee
    „Schon damals war mir klar, dass da was ‚aufgehoben‘ werden soll. Selbstaufhebung. Hegel in Total.“

    Wenn wir ehrlich sind, so ist dies eben das Eigentümliche des „christlich-abendländischen“ Erbes: der Nominalismus, Anselms Gottesbeweis, die Bewegung der Geschichte als eine des Begriffs, der Kapitalismus als Realabstraktion usw. Die Worte gehören einer geistigen Wirklichkeit an, die sich den Stoff unterwerfen. Etwas ist gut, sobald es einer guten Idee folgt.

    Das ist ganz anders als die Jagd nach dem vollkommenen Modell, wie in den Wissenschaften. Das gilt als „Positivismus“ – ein Schmähwort, dass eine gewisse Kleingeistigkeit und Servilität gegenüber dem Faktischen ausdrückt, dass nicht viel mehr gilt als eine bloße Meinung. Das Denken soll nicht den Fakten hinterherhecheln oder der Datensammelei verfallen, sondern die Wirklichkeit soll sich am Denken orientieren. Worte wie „Moderne“ oder auch „Willkommenskultur“ sind nicht einfach Bezeichnungen für krude soziale oder gesellschaftliche Tatsachen, sondern der Inbegriff von Aufgaben und Zielen, von „Projekten“, die wiederum den Begriffen folgen.

    Die Krise der Ideation geht nie von Einzelfällen oder Gegenbeispielen aus. Nehmen wir die EU, die beste aller Ideen und der Höhepunkt des aufgeklärten Europa. Sobald die EU geschaffen war, zusammen mit ihrer Währung, erlahmte sie schon wieder als Projekt. Sie konnte nur noch „erweitert“ werden oder „vertieft“, d.h. auf sich selbst abgebildet werden. Die Ideation ist an ihr Ende gekommen, die Phantasie ist erloschen und dann beginnen die kruden sozialen und gesellschaftlichen Tatsachen wieder in den Blick zu rücken.

    Nachdem der Zauber verschwunden ist, wird alles mit kaltem Blick evaluiert, wie ein Unternehmen, dass keinen Gewinn mehr verspricht und keine Zukunft mehr entwerfen kann. Die Folgen sind Resignation, Verbitterung, die Verfolgung von Apostaten und schließlich Dekadenz: das Gehäuse der Idee existiert weiter, aber jeder macht was er will, was ihm nützt und was ihm gerade einfällt. War vielleicht alles nur ein Traum der Vernunft?

    • Habe ich Sie richtig verstanden?
      Die Sprache ist ein Mittel, die „begriffene“, also die Wirklichkeit in den Grenzen, in denen wir uns einen „Begriff“ von ihr machen, abzubilden. Selbstverständlich ist die echte Welt sehr viel reichhaltiger, als die durch Sprache beschriebene. Sprache gibt die Wirklichkeit ausschließlich aus menschlicher Sicht und nur im Lichte erlangter Erkenntnisse wieder, und alle Differenzierung endet an dieser Barriere. Dennoch ist da noch mehr. Deshalb sind alle Versuche, durch Veränderungen auf der Sprachebene die Wirklichkeit zu verändern, zum Scheitern verurteilt, weil das „Sprachraster“ bei weitem zu wenig von der Wirklichkeit umfasst, um sie verändern zu können. Das Werkzeug Sprache ist ein viel zu grobes, um das leisten zu können. Sie ist vielmehr dazu bestimmt, ein (unvollkommener!) Spiegel der Wirklichkeit zu sein. Hegel irrt! ( ich kann es nicht beweisen, ist meine Privatmeinung). Deshalb glaube ich, daß diejenigen, die uns beispielsweise eine Reihe von „Geschlechtern“ außerhalb der Bipolarität aufoktroyieren wollen, verlieren werden, genau wie die, die glauben, gleichzeitig feministisch oder schwul und islamfreundlich sein zu können.

    • Bewegung der Idee
      ‚Die Sprache ist ein Mittel, die „begriffene“, also die Wirklichkeit in den Grenzen, in denen wir uns einen „Begriff“ von ihr machen, abzubilden.‘

      Gewiss, aber da ist mehr. Heimat, Nation oder Europa sind ja nicht irgendwelche Gegebenheiten, die wir möglichst genau und differenziert zu erfassen versuchen. Es sind „soziale Konstrukte“, wie man heutzutage herablassend zu sagen pflegt. Dabei ist es nicht einfach, ein soziales Konstrukt zu schaffen, aber man kann daran glauben, dass es geistig begabten Menschen gelingt, die Ideen zu formulieren, nach denen andere sich bewegen und deren Bewegung dann die Konstruktion leistet.

      Tritt man einen Schritt weiter zurück, dann studiert man vielleicht die Bewegung der Idee selbst. Das wäre dann Hegel. Freilich kann das jeder machen, auch ohne Hegel und dessen an Kant und Aristoteles angelehntes Vokabular.

      ‚Heimat‘ etwa, das klingt heute wie ein Gegenbegriff zur industriellen Infrastruktur, zu den Märkten und dem Netz. Natürlich ist Heimat ‚Identität‘: intensive Lokalität, statt Fahrten zum Discounter, Gaming an der Konsole und auskotzen in den soz. Medien. Ich glaube, er wird uns noch beschäftigen, der provinzielle Sozialismus, besonders wenn die industrielle Infrastruktur sozialen Auswurf in einem nie gekannten Maße erzeugt, Leute die nicht einmal mehr zum Lumpenproletariat gehören, Abgehängte, die niemand braucht und die in keinem spannungsgeladenen Verhältnis mehr stehen zur Arbeit in einer Industriegesellschaft. In den USA soll es 50.000 Drogentote pro Jahr geben und mit Trump zumindest ein kurzes Revival der industriellen Fertigung, die verspricht, die soziale Katastrophe zumindest eine Zeit lang aufzuhalten. Man kann nach einem positiven „Gegenentwurf“ verlangen, aber vermutlich laufen alle Entwürfe auf das gleiche hinaus, auf neue Projekte und Unternehmungen in der industriellen Infrastruktur und auf Politik, also genau das, wofür ‚Heimat‘ oder ‚Provinz‘ als Alternative zu verstehen ist. Sie gehört zur Nachtseite des progressiven Meta-Projekts der Moderne und folgt man dem Don, so geht es der anderen Seite nicht eben schlecht, besonders dort, wo man sie pfleglich behandelt.

    • Das Meta Projekt der Moderne
      scheint ein Minderheiten-Programm zu sein, an dem die
      Mehrheit aller Menschen (ca. 7 Milliarden) keinen Anteil
      hat. Was daran „modern“ sein soll erschließt sich mir nicht.

    • ...
      werter Dreamtimer, vergaß mich für Ihre Ausführungen
      zu bedanken. Sie ermöglichen mir einen klareren Blick
      auf die Geschehnisse der Gegenwart.

  189. Auch das noch ...
    MUHTEREM ARAS IM GESPRÄCH: „Frauen am Steuer, das war mir neu“
    Vom anatolischen Bauerndorf an die Spitze des Stuttgarter Landtags: Die Biographie von Muhterem Aras, schön wie ein Märchen und wahr, zeigt, wie Integration geht.
    RAINER HANK – Veröffentlicht/Aktualisiert: vor 28 Minuten …
    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/die-biographie-von-muhterem-aras-zeigt-wie-integration-geht-15454379.html

    • Muhterem Aras ...
      … klingt relativ verständlich und vernünftig – daher sicher untypisch für die neueren Invasoren der Messerstecher-Klasse!

      Integration über produktive Arbeit und Familienanschluss bei Eingeborenen ist ein Idealprogramm, das im real existierenden Schland (vor allem nach 2015) wohl nur für eine Minderheit der Zuwanderer verfügbar ist.

    • dar al-harb und taqiyya - Kulturtechniken im Zeitenwandel
      Ich bin für Märchen aus Tausend-und-eine-Nacht!

      Vorbild der Integration oder muslimisches Leben im Hause des Krieges?

      Zitate zum Thema:
      „Erstmals spricht eine Muslima an der [Weihnachts]Krippe“ – Stuttgarter-Zeitung
      Thema des Abends, in einer katholische Kirche, ausgerichtet von einem ev. Pfarrer „Eine feste Burg ist unser Gott!“

      „Eine Burg ist uneinnehmbar, aber sie schützt und ist offen“, beschreibt Aras den Eindruck der Liedzeilen auf sie selbst.“ Stuttgarter-Zeitung 21. Dezember 2016 – 07:00 Uhr

      So wie unsere Grenzen?
      Naja – Islam, die Religion des Friedens, im Hause des Krieges.

      „AfD fordert Rücktritt von Aras“ – Stuttgarter-Zeitung. 11. Oktober 2017 – 18:34 Uhr
      Warum wohl?
      „Als Begründung führte der Abgeordnete Rüdiger Klos zwei Schulbesuche von Aras am 25. September in Heidelberg an, bei denen diese vor Schülern das Grünen-Programm vorgestellt, sich selbst vermarktet und überhaupt „eine Parteitagsrede gehalten“ habe. Klos: „Sie ließ jede Objektivität vermissen und hat ihr Amt missbraucht.“ Auch bei anderer Gelegenheit habe sich die Landtagspräsidentin parteilich geäußert, sagte Meuthen und legte Aras den Rücktritt nahe: „Wir halten sie für überfordert, das ist implizit der Wunsch, sie möge sich vom Amt lösen.“
      Stuttgarter-Zeitung. 11. Oktober 2017 – 18:34 Uhr

      Frau Parlamentspräsidentin im Hause des Krieges.

      Abschließende die Kunst der Formulierung im Hause des Krieges:

      „Die AfD-Fraktion bewegt sich mit ihren Debattenbeiträgen häufig an der Grenze zum Tabu. Das führt zu Provokationen, und bedauerlicherweise steigen die anderen Fraktionen in der Regel darauf ein. Dadurch ist eine Streitkultur im Landtag entstanden, die der Würde des Parlaments nicht förderlich ist.“
      Original in der Stuttgarter Zeitung 25. September 2017 – 16:50 Uhr

      Zum Nachdenken: Parlamente mit Streitkultur und Berührung von Tabus!
      Das ist aber sowas von schwarzem Hund und bestimmt alles Nahatschi – Entschuldigung!
      Beim Barte des Propheten, wünsche Gesundheit und ein langes Leben!

      „Meine Haltung ist glasklar: Antisemitismus und Rassismus haben in einem deutschen Parlament nichts zu suchen. Das ist Staatsräson.“
      Stuttgarter Zeitung 25. September 2017 – 16:50 Uhr

      Wie ist das in nicht-deutschen Parlamenten und wenn der Staat es nicht vorschreibt?

      Vorbild der Integration im Hause des Krieges – dar al-harb!

      Oder einfach taqiyya (Koran Sure 40, Vers 28, Sure 16, Vers 10….)

      Aufklärung im kant’schen Sinne bietet der Koran auch z.B auch in den Suren 3,19; 5,3; 30,30 uswusf.

    • Das ist hier nicht das Thema. Könnten Sie vielleicht aufhören, meine Themen so plump zu hijacken?

    • "On topic", denn die FAZ fragt, Frau Aras antwortet; mehr wollte ich nicht anzeigen ...
      Frau Aras, was ist für Sie Heimat?
      Heimat ist für mich dort, wo ich meine Familie und meinen Lebensmittelpunkt habe. Das ist eindeutig
      Deutschland.
         Ihre Herkunft ist woanders. Sie sind 1978 mit zwölf Jahren aus Anatolien nach Deutschland
      gekommen.

      Ich stamme aus einem kurdischen Gebiet in Ostanatolien. Mein Vater war Gastarbeiter. Er kam erst allein, hat dann
      später meine Mutter und uns fünf Kinder nach Filderstadt-Sielmingen bei Stuttgart nachgeholt. Das war für
      mich ein Sprung ins kalte Wasser. …

  190. @ Harry Charles
    Ich habe drei Kinder. Wir leben in Berlin. Zwei sind noch im Schulsystem.
    Die Grundschulkatastrophe kennen wir allzugut. Ich würde mich freuen, ein Exemplar Ihres Buches vorab zu bekommen. Ich bin- falls es ist, was ich erhoffe- in der Lage und willens, zu Finanzierung des Buches beizutragen. Gern trage ich auch eigene Erkenntnisse bei, falls Bedarf besteht.

  191. Warum steht „antworten“ unter manchen Beiträgen?
    Was muß man machen, damit jemand anderes auf einen eigenen Beitrag antworten kann, indem er auf „antworten“ klickt?

    • Was muß man machen, damit jemand anderes auf einen eigenen Beitrag antworten kann, ...
      … indem er auf „antworten“ klickt?

      Meines Wissens einen neuen Beitrag schreiben und nicht selber auf einen anderen antworten (was ich meist mache).

  192. Heimat ist Sprache, der Rest ist Babylon
    Was Sie da photografiert haben, Don, oben, ist wunderschön, doch ein Ausdruck von Heimat ist es jetzt nicht, denn Sie sehen ja dort weit hinein nach Österreich einerseits, andererseits geht das noch viel spektakulärer, so auf dem Matterhorn von Cervinia aus oder ganz oben in Verbier oder natürlich oben auf dem Pordoi. nicht zu reden vom Himalaja.

    Schee is es scho, schee im Schnee.
    Aber Heimat ist wohl für uns, wenn sie Einen hier akzeptieren. Oder, wenn du den Bauern fragst, ob du wohl deinen Baum schneiden kannst, evtl. auch fällen und der sagt: „Wo kein Kläger, da keine Klage.“
    Aber auch, wo hier mal gsoffa wird bei Festen, das können Sie sich jetzt nicht so vorstellen. Der Kollege mit dem Bierblog schon eher.

    Ich habe meine Heimat, die eigentliche, verloren, weil ich dort nicht mehr hin will. Dort würden sie mich ganz akzeptieren und hier nur zur Hälfte. Aber den Offspring, der bairisch parlieren kann, den akzeptieren sie schon. Die Sprache ist alles. Das kapieren manche nicht.

    • Heimat ist Sprache!
      Da steckt viel Wahrheit drin!

      Ich habe mich ja auch schon verschiedentlich neu integriert, auch mit fremden Sprachen, aber das bleibt natürlich immer nur Flickwerk.

      Werde mir noch Kenntnisse in Vallader (Romanisch) aneignen…

      Mein vorletzter Sohn kann sich im Volksschulalter immerhin schon in 4 Idiomen bescheiden (bis sehr gut) ausdrücken. Der hat einmal ein breiteres Spektrum an Heimaten zur Auswahl!

    • Die Sprache ist nicht alles, wiewohl ohne die Sprache alles fast nichts ist, ...
      … dennoch kommt es nicht nur auf die Sprache an. «Am Ende ist der Mann in den Brunnen gefallen. So viel wird man verraten dürfen. Doch dort „befand sich kein Wasser“. So fällt der Sterbende in „Bilder, die ihn in sich aufnahmen“. Ein letztes Mal also zerstößt die tragische Figur Unterleutens die Spiegelungen seiner selbst, bis Selbst- und Fremdwahrnehmung endlich eins sind, ein Bild, Bilder.»