Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die Todesdiät des Abendlandes in einer Anekdote

| 29 Lesermeinungen

Hungern, schwitzen und sogar noch Leistung erbringen: Sport und Körperideale der Moderne zwingen auch Bessergestellte zu Taten, zu deren Abwehr man eigentlich die Klasengesellschaft erst erfunden hat.

Wenn wir schon zugrunde gehen müssen, dann wenigstens anständig!
Franz Josef I.

Warum, warum, fragt sie sich, habe ich nicht meine schwarze Laufkleidung angezogen, dieses graue Schlabberzeug ist doch furchtbar! Andererseits sähe man in Schwarz auch die auseinander gehenden Proportionen, weil es so eng ist. Und warum habe ich mir vor der Kurve nicht den Schweiss aus dem Gesicht gewischt? Und warum bin ich nicht etwas schneller gelaufen? Warum watschle ich hier wie eine fette, lahme Gans? Warum mache ich das nicht in einem finsteren Wald, wo mich keiner japsen sieht? Und warum zum Teufel kommt er gerade in dem Moment um die Ecke, da ich eigentlich gern anhalten würde, um mangels Kraft durchzuatmen und Dehnübungen vorzutäuschen? Und wieso trage ich diese grünen Laufschuhe?

Das alles lese ich in ihrem Gesicht, während ich mir, positiver zum Leben eingestellt, denke: Zum Glück steht heute ganz gross ein ehrliches „Vintage“ auf meinem Trikot, und nicht ein eher weniger zutreffendes „Squadra Corse“. So wie ich um die Kurve gefegt bin – es ging nicht anders, aus der Gegenrichtung kam der Bus – sah das sicher nicht schlecht aus. Den Wanst habe ich natürlich reflexhaft eingezogen, nicht wegen der I., sondern weil ich das aus Prinzip immer mache, wenn ich hier Jogger sehe, denn es könnten ja die I. oder die S. sein. Gut, meine neonroten Schuhe sind etwas gewagt, aber es ist Herbst und das kann ich vertreten. Gottseidank bin ich letzten Monat drei Pässe mit mehr als 2000 Höhenmetern gefahren, ich bin also für meine Verhältnisse kein fetter Ochs mehr, sondern eher ein kräftiger Stier. Am kurzen Hals kann man nichts machen, aber ich sitze auf meinem brandneuen, von den körperlichen Mängeln ablenkenden Scott Addict CX RC in abgewählten gelbschwarzen Regierungsfarben, und nach 3,7 Kilometer Bummelei zur Stadtgrenze bin ich auch noch kein japsendes, tropfendes Wrack, das wie Rainer Brüderle am Wahlabend aussieht.

Hallo, japst die I..

Hallo, sage ich. Sportlich! Gut siehst Du aus.

Man muss eben immer das Positive sehen, in dieser unserer besten aller möglichen Welten; die I. sieht, das kann ich glaubhaft versichern und mit Eiden beschwören, im Kleid fraglos besser, noch viel besser aus als als im langen Schlabberoberteil, aus dem unten die dünnen Lycrabeine herausschauen, aber immerhin treffen wir uns bei einer sozial anerkannten Tätigkeit und nicht im Bordell, auf dem Buchmesseempfang von Bastei-Lübbe oder bei einer Einladung zum Gedenken an Franz Josef Strauss. Wir treffen uns bei der Erhaltung von Körpern, die wir für akzeptabel halten, und das ist auch so halbwegs akzeptabel.

Wir treiben Sport. Denn diese Gesellschaft hat an uns allein durch unsere Herkunft und Stellung eine gewisse Erwartungshaltung; man wünscht sich nicht, dass wir ungewaschen nach der Arbeit mit einer Flasche Bier, auf ein Grillhendl wartend, in Erna’s Imbiss am Baumarkt Zigaretten rauchen (sozusagen die Urform des Oktoberfestes) und Gewicht ansetzen. Die Gesellschaft erlaubt es nicht nur dem Maurer und dem Lastwagenfahrer, sondern auch dem Werbelügner aus dem Berliner Internet und dem FDP-Generalsekretär in ihren teilweise nicht eben restlos gelungenen Lebensentwürfen, ein gewisses Mass an Korpulenz aufzuweisen, denen redet da keiner rein, da ist eh schon alles egal – uns dagegen macht man schon Vorschriften. Eigentlich immer. Ich kenne niemanden, der sich von der gesellschaftlichen Norm getrieben nicht irgendwie zu dick fühlt, inclusive der schon Magersüchtigen. Die Klappergestelle treibt die Gesellschaft dann nicht mehr, aber da ist es auch nicht nötig. „Ich muss abnehmen“ sage ich mindestens so reflexhaft wie ich der I. sage, dass sie gut aussieht. Und angesichts ihrer Erscheinung ist sie auch wirklich froh um dieses Kompliment.

Formal ist Sport, was das Aussehen angeht, eher so eine Art Fegefeuer. Es gibt gute Gründe, warum es von mir keine Action Shots im Internet zu finden gibt. Das sieht nämlich nie so hübsch und gestählt aus, wie es einem eingeredet wird. Gipfelbilder zeige ich gerne, posierend vor Höhenangaben an Pässen trifft man mich häufig an, aber der normale Mensch sieht bei Anstrengung auch nicht besser als der normale Arbeiter aus, da helfen auch all die teuren Funktionskleidungen, in China geblasenen Plastikschuhe und Rennräder nicht, die nur ohne Fahrer elegant wirken. Manche sagen, die Gesellschaft ist fit und wer vorne dabei sein will, muss etwas tun, aber die Wahrheit ist: Diese Gesellschaft ist bei der Ausübung von Sport hässlich, riecht fragwürdig und ist eigentlich nicht vorzeigbar. Es wird einem etwas anderes eingeredet von jenen Fitnesskolumnisten, die heute das sind, was Kreislers Musikkritiker war: Zynisch, ignorant, lustfeindlich, anderen bei Nichtgenugleistung stets ein mieses Gefühl gebend, vom Beruf eigentlich Pharmazeut oder nach dem ersten Staatsexamen gescheiterter Jurist. Ich sehe das anders; das grösste Glücksgefühl bei einer Alpenüberquerung ist nicht der Gipfel, sondern ein sauberes, weisses Hemd, ein Menu mit weisser Tischdecke und Aussicht auf Meran, und daheim dann wieder eine Kommode mit 40 Paar Schuhen zur Auswahl. Zumindest für einen zivilisierten Menschen wie mich.

Im Bach neben der Kurve schwant Schwänen nichts von dem Elend der Menschen, denn Schwäne können auch rausg’fressn sein und niemand wirft es ihnen vor, schliesslich haben sie so oder so einen Schwanenhals, und der Bauch liegt unter Wasser, wo man ihn nicht sieht. Die I. berichtet brav von ihrer Leistung, und dann wechseln wir schleunigst das Thema, denn so richtig angenehm ist es nicht, gibt es doch immer auch einen, der vor dem Abendknäckebrot noch einen Marathon läuft und unsereins trotz aller Bemühungen unten einsortiert. Das ist wohl der Trend dieser Zeit, die Zeitungen sind voll von Antarktiscrossern und Alle8000erbezwingern, die dann in Seminaren auch noch andere anstacheln zu Fron und Ausgezehr. Wir sind einfach Menschen, die sich manchmal gern bewegen und dabei nie gesehen werden wollen, auch wenn der Zeitgeist mit all den freeclimbenden, ausgewilderten Outdoorblondinen in der Werbung etwas anderes sagt. Oder genauer, auf uns einplärrt. Bei Billigwarengeschäften gibt es Tutrnschuhe und Räder, aber keine vernünftigen Trüffel und Karten für die Oper. Das sollte uns zu denken geben.

Sonderlich weit ist es also auch mit der Freiheit der Vermögenden nicht her. Früher hätte es keinen Zwang gegeben, so spindeldürr wie ein lungenkranker Fabrikarbeiter zu sein. Dafür hatten wir Zwänge, nach denen die I. immer noch verheiratet gewesen wäre, und ihr Mann wegen weiterer Einlassungen meinerseits an der Reihe gewesen wäre, mich zum Duell zu fordern. Früher gab es Hungersnöte und Missernten. Heute gibt es Diätpläne. Früher sagte einem die Kirche, wann man zu fasten und dem Fleisch zu entsagen hatte. Heute heisst das Veggie Day und ich finde es gut, dass diverse, von Outdoornorddeutschen frequentierte Lokale dergleichen ohne Zwang selbst anbieten. In Kantinen mag das unbeliebt sein, aber bessere Häuser müssen längst Vegetarisches anbieten, wenn sie noch ganze, bessere Familien mitsamt Enkelin bewirten wollen. Immerhin, bis 1773 wohnten in meinem Haus auch noch Jesuiten, die sich in der Öffentlichkeit zur Ehre Gottes geisselten – bei mir wird man dagegen keine Schleichwerbung für Esoterikhandball lesen.

So weit also sind wir mit der Aufklärung gekommen, 3,7 Kilometer hinter der Stadt und weil es etwas länger gedauert hat, kommen nun noch einmal 3,7 Kilometer zurück bis zum Zwetschgendatschi dazu. Denn die Zwänge mögen sich verkleiden, man quetscht sich nicht mehr in Korsette, sondern in Lycra – aber wenigstens sind die Sünden immer noch so süss wie früher, und ein Blech ist ein Blech und was da ist, wird gegessen.

Das Scott trägt zum Glück auch 100 Kilo, wenn man vorsichtig fährt.

HINWEIS

Weil vermutlich hier auch bald wieder Sex-, Yoga- und Sportspam in grosser Menge einläuft, ist das Kommentieren im Kommentarblog für alle sicher auch eine Erleichterung.


29 Lesermeinungen

  1. Wen das Thema Fitness interessiert, und zwar zu geringstmöglichen Anstrengungen,
    der tue sich die bei youtube zu findenden BBC Filme des Arztes Michael Mosley an. Ich fand die BBC Sendungen einfach grossartig, weil mir die Grundeinstellung des Mannes gefällt – er ist intelligent und faul.

    Mosley bei Erkundunsgtouren durch die Universitäten Grossbritanniens und der USA die wissenschaftlich bestätigten Methoden, mit einem Minimum an Aufwand ein Maximum an Ergebnis re körperlicher Fitness und Fettabbau zu erzielen.
    Alles zusammen kann man das sich ergebende Programm so beschreiben:
    1) Zweimal die Woche je einen 600 Kalorien Tag
    2) Dreimal die Woche für je 3×20 Sekunden Höchstleistung auf dem Fahrradhometrainer

    Ach so, die Frage, warum man (spezifisch als Mann) ein bisschen fit sein sollte, lässt sich wirklich ganz einfach beantworten: Schnackseln :-). Zielerreichung verlangt gleichzeitig weniger rauchen und klare Einschränkung regelmässigen Alkoholgenusses. Und (pssst, ganz unter uns) – wer (Mann oder Frau) sieht schon gerne wandelnde Bierfässer? Eben.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Der Thorsten Haupts schnackselt gern
      Meinen Sie, dass all die älteren Herren mit dem Körperbau eines Dackels einfach nur rollig sind? Die gemeinsame Fahrradtour schlichte Kopulationsvorbereitung ist? Der deutsche Radweg ein einziges Feuchtgebiet?

    • Britischer TV
      Es gibt dort auch Sendungen ueber viktorianische Kochkunst, welche der modernen Cuisine deutlich ueberlegen war, und welche trotz hohem Fettgehalt, gemeinsam mit gemuetlichen Spaziergaengen und regelmaessigem Ausritt viele bessergestellte Victorianer in Form hielten.

      Und die zwei 600 Kalorientage pro Wochen sind eigentlich auch nicht so schwer, wenn es zwischendrin dann Chateaubriand oder Fasanencordonbleu gibt.

  2. kostenloser Service
    Werter Don ,

    Ihre Geschichten in allen Ehren , werden Sie diese auch in der“ Huffpo“ der medialen Gratiskultur unserer Zeit zur Verfügung stellen wollen?
    Zumindest mit der Reichweite dürfe es da kein Problem geben…oder?Obwohl reich wohl kein Schreiberling damit wird.Reich an Erfahrung sicherlich…

    Ein dazu eingehendes umfassendes Statement Ihrerseits in dieser Frage wäre sehr spannend.

    Grüsse aus dem Sauerland

    • ha? Ha? haha hahahaha HAHAHAAHAAHAHA GRÖL der war gut.

    • obwohl
      obwohl es Ihnen ja sicherlich frei bleibt,wo bzw. bei wem Sie sich in dieser Frage äussern…günstiger wäre es schon hier…oder beim rebell…;-)

      Mir als Leser soll es doch letztendlich egal sein ,was ich wann und wo lese…ob über Sport oder Tegernsee ,Fahrräder,Berge etc. ,Hauptsache der Inhalt ist stimmig und ich werde animiert weiter zu lesen…das Umfeld ist und bleibt sekundär.

      Übrigens,Autos werden manchmal ,zumindest hier bei uns in D, mehr der Rundum-Pflege unterzogen als manch einem 95jährigen…

    • hans
      „donbooks“ wird es bald geben, dort werden Internet und Buch nicht mehr feindlich nebeneinanderstehen, sondern zu einer Idee verschmelzen.

  3. Wer keinen Sport treibt, lebt länger
    Noch am 95. Geburtstag rauchte mein Großvater wie immer seine Zigarre und trank sein Bier. Seine gute Gesundheit schiebt er darauf, dass er nie im Leben Sport betrieben hat. Wie viele 95jährige Sportler kennen Sie?

    • Wer Sport treibt
      stirbt gesünder.

    • Spocht
      Habe in meinem Leben über „Sport“ nur den Kopf geschüttelt, das reichte mir an Bewegung. Bin jetzt uralt und seit elf Jahren hab ich eine schöne & intelligente & dreißig Jahre jüngere Gattin an meiner Seite. Es klappt wunderbar.

  4. Dear Don
    Ein Canyon Nerve wird bei Sprüngen einer negatven Beschleunigung von 20 g
    ausgesetzt. So ein Rad verträgt im Alltag auch 150 KG und fährt sich bei
    5 Bar mit Furies Fred Reifen wie ein Rennrad. Der aufrechte Sitz klemmt nicht
    den Bauch und lässt Platz zum Atmen. Wird man vom Auto von der Bahn gedrängt
    fährt man den Bordstein hoch oder ohne Probleme durch den Graben.
    Die Federung hat was vom Wasserbett und der gute alte Liberator-Sattel
    schont die inneren Organe des Mannes.

    • Bevor ich Canyon fahre, lese ich Bücher von Sascha Lobo und gehe mit Michi Seemann Döner essen.

    • Sascha
      Sascha hat doch jetzt demnächst einen eigenen Verlag und hat es wohl dann nicht mehr nötig in Gratisonliner des AOL-Konzerns zu schreiben.Aber wer will den Nonsens von Ihm lesen?

  5. Die Krönung des Fitness-Wahns oder "Jogger sterben fitter"
    Die Krönung werden die Olympischen Festspiele in Japan werden. Die Reise- und Aufenthaltskosten können von allen beteiligten Sportlern und Funktionären und selbstverständlich auch für die todesmutigen Fans als Sondereinsatz für die Deutsche Rentenkasse von der Steuer abgesetzt werden.
    https://enenews.com/: „Thousands in Japan reported to be suffering massive and recurring nosebleeds in recent days — Gundersen: Japan doctors tell us, “We know our patients have radiation illness” but forced to keep it secret“.

  6. Titel eingeben
    wie üblich lightyears above sea-level – of the mediteranian sea of course … .
    .
    und falls es sich demnächst schon um eine größere gruppe gleichgesinnter handeln sollte („Wir sind einfach Menschen, die sich manchmal gern bewegen und dabei nie gesehen werden wollen.“) könnte sich der ein- oder andere leser mit guten verbindungen evtl. ja zu dem zwecke an mister moskaputatin wenden, ein frei werdendes atom-u-boot der gewesenen sowjet-marine abzugeben. ein fahrradantrieb mit hilfsfreilauf, mehere arbeiten gleichzeitig mit auf die schiffswelle, würde sich sicher auch noch nachrüsten lassen. dann wären alle bedingungen erfüllt.
    .
    frauen unter 40 paar schuhen kommen in der tat nicht in betracht. und auch die zahl von geschmackvoller männer mit vielen vorzeigbaren fußbekleidungen, die hart arbeite können, wächst dankenswerter weise ständig.
    .
    zum glück keine buchmesseergüsse. michelangelo war auch nicht immer bei jeder steinbruchauktion. soweit überliefert.
    .

  7. Die eigene Dipolwirkung, oder "Rollenerwartungswirkung" der Anderen.
    Trieb-Gravitation…mal so und mal so.
    Bei dem einen so und bei dem anderen so…
    je nach Motivation und Ausgleichsbedürfnis…wobei Fremdmotivation(en)
    wie Gesellschaftsideal(e), Frauenerwartungsideal(e), Firmencheferwartungsideal(e)
    …idealerweise keine „Rolle“ spielen sollten….Kasperle-Rollenerwartung…
    und dann Herzinfarkt.
    Vielleicht GESUNDES Geist und Körpergefühl?
    Motivation aus Selbsterkenntnis und Einsicht des gesunden „Ganzen“ heraus?
    Wie jeder möchte, jeder kann seines oder des anderen Herzinfarktes Schmied sein.

    Gruß
    W.D.H.

    Rheinland-Pfalzmeister Body-Building 1981 (ca. 3 Teilnehmer)…
    heute mehr Geist-Body-Building, ??? Teilnehmer,
    auch nicht schlecht…:-)

    • Alter und Gesundheit
      „Rheinland-Pfalzmeister Body-Building 1981 (ca. 3 Teilnehmer)…“

      Tja, 1981 mussten Sie eben noch nicht GESUND sein, heute sieht das ganz anders aus. Ist ja auch so ein Privileg der Jugend, sich nicht allzu viele Sorgen um die GESUNDHEIT machen zu müssen. Auf sich zu achten, das kommt einem erst im mittleren Alter überhaupt in den Sinn. Vorher geht es v.a. darum, wie gut man aussieht. Der Herzinfarkt ist noch in weiter Ferne.

      Auch der Geist altert und man muss sich um ihn kümmern, ihn in Bewegung halten, was man vorher nie getan hatte, denn da gab es genug andere, die das von einem forderten und dabei aus- und abrichteten. Diese mochten zwar kein persönliches Interesse an einem haben, aber es gab doch ein gesellschaftliches Interesse an Nachwuchs, Leistung und künftigen Führungskräften. Alter und Status. Das wird man nie los, denn es gehört nicht zu den Variablen, die man individuell kontrollieren kann. Kontrollieren kann man allenfalls Rollen und Karriere, aber das ist auch simulativ.

  8. Werter D.A.
    Der Artikel gefällt mir, nur was soll diese schaurige Überschrift?

    Stimmt etwas mit dem Tegernsee nicht?

    • War
      Vielleicht das gemeint?

      Kathrin Göring-Eckhardt (Fraktionschefin der Grünen), heute im ARD-„Morgenmagazin“.
      „,[….] wir (sind) ein Land, was für Migranteninnen und Migranten offen ist, was Leute
      anzieht, die wir übrigens dringend brauchen.Nicht nur Fachkräfte, sondern weil wir auch
      Menschen hier brauchen, die in unseren Sozialsystemen zu Hause sind und sich auch zu
      Hause fühlen können.“

      Ich bin Frau Göring – Eckhardt für ihre Offenheit und Ehrlichkeit dankbar!!!
      Endlich ergeben die Ereignisse an den “ Märkten“ und die „marktorientierte‘ Politik
      einen Sinn.

  9. Geschäfte mit der Eitelkeit im medialen Zeitalter
    geerter Don, weiter nichts. Und auch ein „Vintage“ mit Logo ist dem Marketing entsprungen. Früher war bei der Klasse sonnengebräunt verpönt, heute ein Milliardengeschäft. Heute trinkt man auch Weine, die mehr nach verbranntem Holz schmecken als nach Traube. Deshalb nennen sich deren Urheber auch Weinmacher und nicht mehr Winzer. Marketing und Werbung: Der Kunde verlangt es doch so!

  10. Sorry
    Aber da mir einfach die Bedeutung der Überschrift nicht aufgeht, noch ein paar Überlegungen
    zum Migrationsgeschehen:
    Das Wachstum der Weltbevölkerung stößt an seine Grenzen.
    Einzig Afrika fällt aus der Rolle.
    Dieses Wachstum kann von den‘ Märkten‘ nach Gutdünken gegen jeden Kontinent, jede
    Gesellschaft offensiv als Rammbock eingesetzt werden.
    Ich halte es für besser sich dieser Herausforderung offensiv zu stellen und sich einen
    Handlungsspielraum zu bewahren.
    Dass der große Anziehungspunkt in der EU nun mal die Sozialsysteme sind, wird auch kein
    Erzkonservativer bestreiten.
    Man nutzt, was man hat. Und kann so die eigene Identität bewahren.
    Von allen Politikern, die sich bisher zu dieser Herausforderung geäußert haben, verdient allein
    Frau Göring-Eckhardt die Bezeichnung REALO, nicht Herr Lücke von der AfD.

    Seinesgleichen orientiert sich lieber an den Verhältnissen in Saudi-Arabien oder Quatar.
    Wenn man sich nicht entscheiden kann, zwischen diesen beiden Gesellschaftsmodellen
    ist vielleicht ein Vergleich deren Alterspyramiden mit der in Europa üblichen hilfreich.

  11. OT: Ihr Redakteur arbeitet sich m.E. überaus verwirrend an der Nutzung von Altverlusten ab
    OT: Da man die betreffenden Artikel selbst nicht kommentieren kann nun an dieser Stelle:
    Der seitenlangen Selbstversuch Ihres Redakteurs arbeitet m.E. nicht genügend heraus, dass das Fifo – Verfahren eben auch beim Depotübertrag gilt!
    .
    Fragen Sie da gerne noch bei einem Steuerberater nach. Löschen Sie danach am besten diese verwirrenden Artikel mit Mutmassungen über das Verfahren bei den Banken und schreiben einen kurzen neuen Artikel, der die in den Artikeln immer „mitschwingende Strategie“ einmal fehlerfrei beschreibt.
    .
    Zu zeigen wäre m.E., wie man aus einem alt / neu gemischten Depot nach 2009 angefallene bisher unrealisierte Gewinne in 2013 noch realisieren kann, ohne Gefahr zu laufen, dabei fälschlicherweise die steuerfreien Altbestände zu verkaufen.
    .
    Diese Eintragung braucht hier im Blog nicht veröffentlicht zu werden!

    • Korrektur:
      Genau muss es heissen: ….wie man aus einem alt / neu gemischten Depot
      +++ab 01.01.2009+++ angefallene bisher unrealisierte Gewinne….

  12. Dieser Titel
    Überfordert mich.
    War es wirklich so, dass sich eine Handvoll deutscher Professoren auf
    einer Tagung getroffen hat. Dort beschlossen sie das Abendland in
    den Markt zu drücken.
    Oder ist das Abendland einfach passiert?
    Weil ein Handvoll italienischer Clans wirtschaftlichen Erfolg haben wollte.
    Und seine Claninteressen über alles stellte und verherrlichen ließ.

  13. Der schönste Euphemismus seit langem!..
    ist der FDP-Generalsekretär (und andere) „mit ihren teilweise nicht ganz restlos gelungenen Lebensentwürfen“. Wenn ich es nicht scheißig fände wie den ganzen Anglo-Pidgin, würde ich sagten: You made my day. Ansonsten: Bruder im Geiste! Mein Rad muss mehr als 100 kg (er-)tragen

  14. Auf jeden Fall
    Warte ich nun auf die Anekdote, die den hoffnungsfrohen ‚Eroberern‘ des
    Europäischen Kontinents ihre Todesdiät erklärt.

    Da gäbe es viel Stoff. Angefangen bei den Neandertalern.
    Wenn man all den Geschichten vom Untergang Europas Glauben schenken wollte, müsste
    doch auch zu begründen sein, warum es Europa überhaupt gibt.

    Auch wenn Europa eine Falle ist, die Eroberer sind jung und brauchen das Geld.

  15. Vor dem Aus
    Vielleicht sind diese neuen Erscheinungen am Tegernsee nur der vorauseilende Gehorsam auf die neuen Zeiten nach dem 17.10. Das wird dann den ein oder andere Tegernseeanlieger ins Mark seines Staatsanleihendepots treffen, da kann ein wenig Körperbewußtsein nicht schaden. Schließlich kam der Fitnissrun ja von drüben.

  16. Wer ist eigentlich diese I.?!
    Es lebt sich so schön ohne Handy,Fernseher und Internet…da hat man endlich mal Zeit für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens und kann ganz oldschool in einen Laden gehen. Ist ja sowieso viel schöner als im Amazonas nach Haushaltsgeräten zu suchen.
    Zum Glück ist endlich Herbst und somit wieder Zeit für die türkise Jogginghose, die Pferde mögen die Farbe! ;)

  17. Der Adel hatte schon immer Sport betrieben...
    …mit Pferden, Blankwaffen, etc., spaeter kamen Cricket und Tennis hinzu. Man hatte ja Zeit – gearbeitet haben andere. Ein einziges Cricketspiel kann sich ueber mehrere Tage hin ziehen – dafuer hat ein Arbeiter nicht genug Freizeit. Der Arbeitersport – Fussball – ist zeitlich begrenzt auf 90 Minuten, damit sich zwischen Schichtende und Schlafenszeit zumindest noch 1 Spiel unterbringen laesst.

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