Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Marschier oder stirb in der Kindeszucht

| 78 Lesermeinungen

Kein Porsche kann so zufrieden machen wie die Hoffnung, dass bald acht Ster Holz angeschlichtet sind: Gibt man Kindern nur die richtigen Aufgaben, gewinnen sie schnell Verständnis für das Wesentliche des Lebens.

Kinder und Uhren dürfen nicht beständig aufgezogen werden, man muss sie auch gehen lassen.
Jean Paul

Sie kennen das: Gerade stehen Sie auf der Terrasse ihres Anwesens über dem Starnberger See, verabschieden sich am Telefon mit bitterem Ton von Ihrem Anwalt, der Ihnen auch nicht helfen kann, und von hinten kommt Ihre Tochter. 18 ist sie geworden und so hübsch wie Paris Hilton und jetzt bringt sie ziemlich respektlos und unvermittelt das Thema zur Sprache, das ihr seit Monaten am Herzen liegt: Der Einstiegsporsche. Kostet auch nur 60.000. In etwas anderem möchte sie auf gar keinen Fall ihre Apple-Vollausstattung zum Studium bringen, wenn sie schon auf eine Wohnung in München verzichten muss. Statt 300.000, die man heute für einen Verschlag in der Maxvorstadt zahlt, nur 60.000. Das ist doch kein Geld und war auch für Sie keines, bis Sie angefangen haben, das Risiko zu streuen und es in Fondsprodukten zu finden. Deshalb haben Sie ja gerade mit Ihrem Anwalt telefoniert und wieder mal feststellen müssen, dass Sie gar keine Anteile an Immobilien gekauft haben. Sondern, ach, könnte man denen jetzt mit einem Holzscheit den Schädel…

Sondern nur stiller, und daher das Maul zu halten habender Gesellschafter einer Firma sind, die gerade dabei ist, sich von ihrem viel zu teuren und durch Kickbacks an die Initiatoren überteuert gewordenen Immobilien zu trennen. Weil, wenn die Firma es nicht macht, droht die Insolvenz. Und weil Sie dann noch einmal zuzahlen müssen, ist das noch schlimmer als Ihr böser Verdacht, dass sich die Initiatoren, denen Sie einst vertrauten, nun gemeinsame Sache mit den Aufkäufern machten. Ja, Sie haben das Risiko gestreut und nun lauert es in jedem Vertrag. Sie leben im Moment von den Mündern ihrer Patienten in die Hand in den eigenen Mund. Das Pferd der Tochter geht gerade noch so, aber für den Porsche müssten Sie an die Reserven gehen. Papaaa, sagt die Tochter und macht deutlich, wie ungerecht das ist, weil sie es nun mal gewohnt ist, dass Papaaa ihr an jedes Ziel mit minimalem Aufwand hilft, Papaaa, ich kann doch nicht zu Fuss nach München, Papaaa.

Und Sie stehen da auf Ihrer Terrasse, schauen hinunter auf den Starnberger See, wo Segelboote im milden Herbstlicht kreuzen, und fragen sich, ob ein anderer Anwalt nicht vielleicht mehr tun und dem Gericht beweisen könnte, dass Sie von diesem Angebot mit 12% Rendite und 40% Steuerersparnis, die das Finanzamt jetzt wieder haben möchte, brutal und gemein getäuscht wurden. Dass Sie auch nur so eine Starnberger Version der Lehman-Oma sind. Dass das Gericht doch wirklich verstehen muss, dass Sie das eigentlich alles nur für Ihr Augenlicht, Ihre Tochter gemacht haben, damit die mal wenigstens drei Zimmer in Schwabing hat, als Sicherheit, und eine sichere Finanzierung für ihr Jahr in Oxford. Vielleicht kann ein Anwalt erklären, dass sich der Fondschef da an der Zukunft Ihrer Tochter und des Landes vergreift. Die 20.000, die das kostet, die haben Sie noch. Andere Auswege haben Sie nicht mehr. Und Sie fragen sich: Was hätte ich tun können?

Nun, ich habe gute Nachrichten für Sie, weil ich auch einen guten Rat habe; der bringt Ihnen zwar nicht mehr viel, aber immerhin ist er gut und fraglos richtig: An der Gier der Menschen kann man nichts ändern. Alle sind wie Sie, alle wollen ihr Geld sicher anlegen, mit maximaler Rendite und dann ohne sich darum weiter kümmern zu müssen. Deshalb lachten Sie mit den Anlageberatern ja auch über alle, die lieber Immobilien horteten und sich nicht dazu bewegen liessen, ihr Vermögen in kanadische Freizeitparks, amerikanische Lebensversicherungsgeschäfte mit Verarmten oder Nahrungsfonds zu stecken, und dass Kupfer lange Zeit so teuer war, hat Ihnen ja auch gefallen. Und wenn jetzt in der Zeitung steht, dass der DAX, getrieben von den Geldpressen der Welt, neue „Rekorde“ erreicht, dann nehmen Sie auch kein Holzscheit und schlagen die geschmierten Jubelperser der Bankkriminellen, nein, Sie überlegen sich vielmehr, Ihr Restvermögen umzuschichten und noch schnell zu den Gewinnern zu gehören. Da wird sich nie etwas ändern.

Aber Ihre Tochter. Ihr Augenlicht. Da kann man was machen. Es ist nämlich so: Letzten Freitag kam hier das Holz für die erste Winterhälfte, so viel, dass es die Katzen bis Anfang Februar warm haben. Ich will von meinen Eltern keinen Porsche, ich komme dann einfach und schlichte das Holz auf. Diesmal war ideales Wetter, genau so, wie man es in Erinnerung hat, als man das als Kind gemacht hat. Ich fand das irgendwie schön, meinem Vater bei so einer Arbeit helfen zu dürfen, ich habe auch gern Holz gehackt, das hatte etwas von Erwachsenwerden und Verantwortung, die einem zuwächst. Es gab damals, obwohl hier alle recht vermögend sind, nur einen einzigen Fall von einem, der mit 18 einen gebrauchten – wirklich nur gebrauchten – Porsche 924 bekam, die anderen durften froh sein, wenn ihre Mutter gerade ein neues Auto brauchte und sie den alten Einkaufswagen übernehmen durften. Der viertürige Fiat Uno, das war unser Standard. Mehr gab es nicht, wenn überhaupt.

Es gab auch keine Kita, die mit uns, an den Villen unserer Eltern vorbei, in den Auwald zum See gezogen wäre. Wenn wir gewandert sind, dann mit unseren Eltern und zwar nach klaren Regeln: Zuerst so, dass wir die Eltern wenigstens nicht zu sehr behinderten. Dann schon bald so, dass unsere Eltern wieder die üblichen Routen gehen konnten. Mit spätestens acht Jahren hätten wir auch einen Tag allein in den Bergen überlebt. Und zu keiner Zeit gab es so eine Jutta, die einen offenen Wagen vor uns hergezogen hätte, um alle drei Minuten anzuhalten und zu fragen, ob wir noch können und nicht vielleicht doch lieber fahren wollten. Marschier oder stirb war das Motto meiner Kindheit, verkleidet in Ansagen wie „Da vorne ist das Jausenhaus“ oder „Noch dieses Geröllfeld und wir sind an der Mittagsscharte“ oder „hinter dem Dornenabhang kommt die Burg“. Und „Wenn Du es im Winter warm haben willst, musst Du eben Holz anschlichten“. Ja Holz, Buche, schwer, mit Spinnen und Dreck und allem, was dazu gehört. So war das bei uns. Und deshalb mache ich das auch heute noch, während Ihr Augenlicht nach einem Porsche fragt.

Aber das kommt halt davon, wenn das Kind von Anfang an in einer Kita steckt, in der Jutta keinen Schritt ohne den Besenwagen geht, zum Aufsammeln der Müden, Faulen oder gerade Unlustigen, damit Turboeltern wie Sie keinen Anlass haben, sich zu beschweren, weil Ihre Tochter daheim meinte, der Weg zum See wäre für ihre Füsschen zu weit. Weil, ich war ja draussen im Villenviertel, ich habe es gesehen und ein Bild gemacht, weil mir die Holzscheite aus der Hand gefallen sind: Die machen das wirklich so. All die teilweise luxusbemützten Kinder – bei 18 Grad im Sonnenschein mit Mütze!!!!! – dürfen tatsächlich, wenn sie nicht mehr wollen, jederzeit in den Wagen. Dann wird angehalten und hinein gehoben und vielleicht noch gelobt, dass sie es schon so weit geschafft haben. Es ist halt immer ein Wagen da. Und dann wundern Sie sich bitte nicht, wenn Ihre Tochter nicht in die bestens ausgebaute S-Bahn nach München steigen möchte. Sondern eben wieder so einen Wagen, wie sie es nicht anders kennt.

Natürlich ist das alles nur gut gemeint und auch logisch begründbar, denn es erhöht den Aktionsradius von Kitas und bringt organisierten Lärm auch in ansonsten stille Nachbarschaften, und wenn ein Kind vor lauter Toben nicht mehr kann, wird es halt gezogen. Aber es ist nicht dumm und lernt: Wenn ich nur genug quengle und Schwäche zeige, muss ich gar nichts mehr tun. Dann wird mir sofort geholfen. Jederzeit. Mag ich nicht mehr gehen, bekomme ich den Wagen. Mag ich nicht lernen und bekomme ich schlechte Noten, kommt Papa mit dem Anwalt in die Sprechstunde. Gefällt mir meine Schule nicht, darf ich mir eine besonders fördernde Privatschule heraussuchen. Kann ich mit dem Klavier nicht spielen, will ich einen Bechstein. Das Kind soll es schliesslich nicht nur äusserst gut, sondern selbst hier immer noch besser haben. Papaaa, ich will einen Porsche; wenn es dann das sagt, sollten Sie vielleicht acht Ster Holz bestellen, die eine Hälfte Buche und die andere Fichte, und eine Schubkarre und darauf pinseln: Porsche 911. Aber natürlich, Kind: Hier, der Porsche, und solange das Holz vor der Garage liegt, kannst Du auch das Auto nicht mehr benutzen.

Das ist gesund und wirklich schön bei diesem Wetter, und weil sie das mit dem Wagen und den Kindern auch so kennt, wird sie vermutlich auch gar nicht verstört sein, wenn sie so etwas sieht, und nicht den ganzen Nachmittag beim Schieben und Anschlichten darüber nachdenken, was man dagegen schreiben kann.

HINWEIS:

Nachdem die Technik hier so gut wie eine Starnberger Zahnarztgeldanlage funktioniert, kann ich an dieser Stelle nur das Kommentarblog für Meinungsäusserungen empfehlen.


78 Lesermeinungen

  1. Don Alphonso ...
    … ist wie ein gut gelagerter Wein: Wird immer besser mit den Jahren.
    :-)

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      Danke, in 30 Jahren wird das alles erst richtig spassig. Dann habe ich nämlich einen Hacklstecken und kann die richtig jagen, wenn sie einmal im Jahr an den Tegernsee dürfen.

    • Bei mir weckte das Erinnerungen an "viva Las Vegas" ...
      … als die von den Nihilisten angeblich entführte Bonny schnell und bestens gelaunt unterwegs war.

    • Das war nicht Viva Las Vegas...
      …sondern „Big Lebowski“. Aber im Autradio lief tatsächlich „Viva Las Vegas“ ;)

  2. Rich Bitch geht nur mit Papaaa! + 11,50 die Stunde
    Kürzlich in einer Tankstelle:
    .
    Der Kassierer zu einer Bekannten, die gerade, nein nicht im 911, aber doch im neuen Mini vorgebraust ist:
    .
    Na was verdienste denn so die Stunde?
    .
    So 11,50 EUR mit Trinkgeld.
    .
    Wow, bist Du ne „Rich Bitch!“
    .
    Zufriedenes Gegickel, einsteigen und davonbrausen.

    • Titel eingeben
      Ja, das kennt man: Scuol-Aufkleber am TT und immer auf der linken Spur. Da hat sich ganz schön was entwickelt.

    • Bei mir weckte das Erinnerungen an "viva Las Vegas" ...
      … als die von den Nihilisten angeblich entführte Bonny schnell und bestens gelaunt unterwegs war.
      .
      Jetzt taucht das hoffentlich an der richtigen Antwortstelle auf.

  3. Wird von Vätern, von angehenden Studenten, immer wieder gerne genommen.
    Holzhacken ist deshalb so beliebt, weil man bei dieser Tätigkeit den Erfolg sofort sieht.
    Albert Einstein

    • Titel eingeben
      Ich habe das immer zum Wutabbau gemacht. Hat geholfen, und ich könnte heute noch so einiges spalten. Aber das mache ich jetzt lieber in Spalten.

    • Wutabbau...sehr gut...
      auch Zeitungsartikel und Beiträge können „Holzhacken“ bedeuten.
      Aber, das ist kein „schweigendes“ Holzhacken und kann seinerseits
      neue Wut entfachen. Wutabbau, öffentlich, ein nie endender Flächen-Brand?
      Vielleicht ist eigene(s) Vernunft(-sein) der Schlüssel zum persönlichen Frieden.

      Vernunft bedeutet bewußte Balance von freiem Geist und muß jeden Tag des Lebens bewußt neu ausbalanciert, belebt werden.
      Vielleicht zum Zweck bewußt gelebter Selbst-Liebe, für ein bewußt geliebtes,
      friedliches persönliches Leben ?!..:-)

  4. Titel eingeben
    Der Markt hats gegeben und der Markt hats (wegen mangelnder Vorsicht) genommen.
    Das versteht Schnöselinchen und freut sich nun auf die tägliche Fahrt mit Chauffeur (im kollektiven 70-Sitzer Mercedes des ÖPNV) dank Zuschuß zur Monatskarte.

    • Titel eingeben
      In drei vier Jahren platzt zum Glück die nächste Blase. Im Moment ist es ja eher so, dass alles immer noch in die Immobilien drängt, trotz der Dauerpropaganda der Bankgeschmierten und Kurzdenkenden.

    • Titel eingeben
      Wenn heute gut, viel und aufwändig gebaut und gekauft wird freut sich der geduldige und zurückhaltende Käufer 10 Jahre später um so mehr über die reiche Auswahl preiswerter, gepflegter Gebrauchtimmobilien. Schnöselinchens neidgelber Teint wird sicherlich ganz ungemein mit den schloßgelben Vorzungsangeboten, vehement an den Markt drängender, gehobener Immobilien harmonieren, verbleiben ihr doch wenigstens die nun nicht mehr steuermindernd verwendbaren Negativsalden aus dem gramgenerierten Erbteil.

  5. ....it was ever thus !!
    Gute Observationen, Don Alphonso, but alas es ist das Gejammer der „Nouveau Riche“ deren Sproesslinge Nobel Karossen brauchen und all die anderen accoutrements der Arrivisten um durch das leben zu gehen. Tres gauche.
    Etwas Holz hacken keonnte wohl helfen …aber sowas ist wohl reserviert fuer die Bediensteten. Let, staff do it.
    Old Money, selten erwaehnt Geld, Vermoegen, Position etc etc … den man hats. War schon immer da — und God Willing, wird weiter da sein.
    Sollte das „unspeakable“ passieren, dann bemerkt man, en passant „Good old Charley, fell on bad times“.
    „Bad luck, old boy. We all hope you recover.“
    „Money isn’t everything, but it sure helps ease the pain of not having it.“
    Cheers…and pax vobiscum

    • Titel eingeben
      Wenn ich dann sowas lese:

      „Auch die magischen 10.000 scheinen nicht mehr fern,“

      möchte ich gern zur Axt greifen. Nix Pax. Diese unfassbare Menschenverblödung, immer nur Geld, Geld, Geld. Und sich dann wundern, wenn die alle keine Zeitung mehr bestellen, die Geld kostet, und Zeit braucht, die man bei der Jagd nach 10000 nicht hat.

      Hoffentlich kommt bald der nächste Crash.

    • 10 K
      Meist dauert es nicht mehr sehr lange, wenn diese Artikel in den Zeitungen erscheinen.
      Dienen die Medien hier nicht als willige (da abhängige) Multiplikatoren der Finanzindustrie oder sind die Redakteure wirklich so naiv ?

  6. Ein Blinder erklärt uns die Farbe
    Wieviele Kinder hatte der Don noch?

    • Aber ich weiss aus eigener Anschauung, wie Kinder werden können! Da muss ich nur mal schnell durch meine Wohnung zum Barockspiegel…

      Ach nein, hier hängt ja auch einer. Nein zwei.

    • Biergartengeflüster
      Bei meinem letzten Besuch am Stammtisch im Biergarten erzählte mir ein Spezi daß er von seiner kürzlich verstorbenen Tante eine Eigentumswohnung mit 100 qm geerbt habe die er seiner Tochter mit gutem Einkommen
      schenken wollte wenn Sie die anfallende Erbschaftssteuer zinslos 500€ per Monat an Ihn abzuzahlen bereit sei.
      Seine Tochter zeigte ihm spontan den Vogel und verließ grußlos das Elternhaus.
      Mein Spezl fragt sich ob er bei der Erziehung etwas falsch gemacht hat

    • Wieso?
      Der beste Kommentar! Warum erzählen immer die Kinderlosen von Erziehungsdefiziten? Warum erzählen kinderlose Politiker über Familienpolitik? Wieso schwadronieren kinderlose Umweltaktivisten von Nachhaltigkeit? Das macht es „sehr“ glaubwürdig!
      Don sollte vielleicht auch einmal ein paar Kinder in die Welt setzen, um überhaupt in irgend einer Form mitreden zu können.
      Grüße von der wahren Nachhaltigkeit.

    • Weil die Außenperspektive Überbllick erlaubt?
      Moi durfte an Spielplätzen, in Kitas und nunmehr am Gymnasium genug Erziehungsberechtifgte beobachten, die auf die Ausübung dieses Rechts verzichten, um dem Verfasser vollumfänglich zuzustimmen – mit besonderem Genuss, da Lob preussischer (Erziehungs-)Tugenden aus seiner Feder besonders freut.

  7. 928, und sonst gar nix
    Der 924er galt nie als Porsche. Fahrwerk, Bremsen sind vom VW Scirocco. Also eher peinlich, und deshalb lieber n Fiat Uno.

    • Mehr gab es einfach nicht, Das war nun mal so bei uns.

    • Nichts gegen den Porsche 924
      Der Porsche 924, von der 911-Viagrakundschaft hämisch „Tuntenporsche“ genannt, war ein originelles Fahrzeug mit Heckantrieb (Transaxle), aus Kostengründen überwiegend aus bewährten Teilen des Audi 100 (Motor und Getriebe) und des Käfers (Fahrwerk) zusammengewürfelt. Die Karosserie ist verzinkt, die Scheiben wurden erstmalig zuverlässig verklebt. Sogar die Türfgriffe stammen vom Käfer. Mit dem Scirocco hat der 924er fast nichts zu tun, ersterer ist eine Parallelentwicklung mit Frontantrieb auf dem Chassis des Golf I. Lesen Sie Details bei Wikipedia nach. Der Porsche 924 ist auf Grund der guten Teileversorgung und der haltbaren Karosserie ein wirkliches Langzeitauto, was man von den Fiats nun wirklich nicht behaupten kann.

    • Der Porsche 924 ...
      … war bei Gott kein übles Auto. Praktisch rostfrei, gut verarbeitet und mit lumpigen 136 PS aus vier Zylindern für 205 km/h gut, wenn man unbedingt wollte. Das Transaxle-Konzept sorgte dank ausgewogener Gewichtsverteilung zwischen beiden Achsen auch im Winter für soldes Fahrverhalten. Der c/w-Wert, heute längst unterboten, war damals sensationell.

      Der Zylinderkopf war ein Problem. Wer nicht aufpasste oder keine guten Ohren hatte, musste nach 80.000 km den Motor wexxxeln.
      Tut mir leid, vom eigentlichen Thema abzuschweifen; aber ein gebrauchter 924 war mein zweites Auto, und man sieht die Dinger heute noch auf allen möglichen Straßen.

    • Titel eingeben
      Also die „lumpigen 136 PS“ waren in meinem leider nur 125 ! Gefühlt jedoch deutlich mehr! :-)

  8. In der elterlichen Wellness-Oase...
    wollen Elten eben ein zufriedenes Kind, das den Eltern ein gutes ELtern-Kompetenz-Feedback gibt, man muss sich sonst ja schon genug hinterfragen lassen. Da will man wenigstens das beste Kind für sich (nicht das Beste fürs Kind).

  9. obacht!
    Am See und in Europa
    Fehlt Kompetenz dem Opa
    Falls GoldmanSachs ruft „Pronto“
    Schaut mancher Paps auf ´s Konto
    .
    Wenn „Habe fertig“– einst ruft Draghi
    Verkauft er einfach Susis Wagi!
    Gegenüber – an den Scheich
    Der hat schon vier? Oje – Erbleich.
    .
    Und die Moral von der Geschicht?
    Darüber gibt´s noch kein Gedicht.
    Susi und der liebe Klaus
    Baden diese Sch…. aus.

  10. Quengeln und nichts tun lernen ist nicht auf Kinder beschränkt.
    Highlight aus meiner Bundeswehrzeit, Quartals-Durschlageübung für die Neuankömmlinge nach deren Grundausbildung, diesmal mit den Schreibzimmer-Soldaten zusammen. Zweiter Tag, ein etwas übergewichtiger und schlecht trainierter junger Mann: „Herr Leutnant, ich kann nicht mehr.“ Schneller Check – etwas Schweiss, klare Augen, keine Anzeichen für echte Erschöpfung. „Sie marschireren weiter, noch etwa 30 km bis zum Ziel, Sie haben 24 Stunden Zeit.“ Daraufhin die Drohung: „Herr Leutnant, können Sie das verantworten? Wenn mir etwas passiert, hören Sie vom Anwalt unserer Familie …“ Ich konnte. Natürlich kam er an, ein wenig erschöpft aber heil und gesund.

    Ginge heute nicht mehr. Weil es auf Seiten der Ausbilder (Durchschnittsalter damals 22) wie auf der der Rekruten (19 Jahre) immewr weniger Leute gibt, denen in ihrer Kindheit beigebracht wurde, etwas auch einmal durchzustehen. Es sei denn, das bedeutet Ruhm und/oder Geld für die Eltern, wie bei jugendlichen Spitzensportlern.

    Während man das bei Politikern wenigstens noch begründet bezweifeln kann, gilt ganz sicher – Eltern haben die Kinder, die sie sich verdient haben.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Ich war nie bei Soldaten, drum die Frage:
      Leutnant Haupts, was ist „Durschlageübung“?

    • Ich auch nicht. ZUM GLÜCK!!!!!!

    • Don, irgendwann erlebe ich Sie bestimmt bei einer in Ihrer Fanbasis unpopulären Position.
      Diese hier war´s nicht.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • ... verdient haben.
      nun ja, eine burg zu aufrechtzuerhalten – und zwar in einer gleichsam doppelhelixförmigen schleife: was als „erstes“ an die reihe kam wird fällig, sowie das „letzte“ abgeschlossen ist etc. – verlangt einen ziemlich unziemlichen langmut. immerhin lässt sich dann mit fug und recht behaupten, dass man selbst jeden antiken und komplizierten türgriff selbst zusammensetzte, was in einem sehr besonderen altbau gar nicht anders geht, denn da gibt es ebenso wenig normen wie rechte winkel, und jedes fenster im schlaf abschleifen kann, jeden stuck ausbesserte, jede leiste anpasste und vergoldete usw.
      allerdings lässt sich die wohlgeborene brut – pardon: – lassen sich die erbinnen und erben dabei ganz gut einsetzen und fallen mit reichlicher übung dereinst nicht irgendwelchen herumpfuschenden handwerkern in die offenen hände. der zweierlei aufscheinende lohn ist dabei täglich erlebbar.

      vielleicht liegt es einfach daran, dass meine wenigkeit die nachkommenschaft durchaus landestypisch erzieht, d.h. französisch, zudem erziehen sie sich ob ihrer masse auch durchaus gegenseitig. da wird nicht sonderlich lang gebeten, sondern ein wunsch ausgesprochen, dem man in der regel, ohne einen flunsch zu ziehen, nachkommt oder ohne ihn gar lang und breit zu diskutieren – wie neulich erst in münchen von einer vierjährigen mit ihrer mutter erlebt: verhandelte die kleine rotznase doch tatsächlich, dass sie auf dem radweg herumträumen zu dürfen hätte, weil ja gerade kein radfahrer zu sehen sei. ts. noch nie hat man sich so sehr einen rasenden radler herbeigesehnt.

      ach ja, in einem spielzeuggeschäft, auch in münchen, werden die verkaufsregale mit schildern gekennzeichnet, auf dass man schnell die artikel finde, so mit „autos“, „plüschtiere“. und so gibt es ein paar reihen, die heissen einfach „beschäftigung“. genial. herrlich.

    • Ich hoffe, Sie haben das vor ein paar Wochen durch die Medien geisternde Loblied
      einer Amerikanerin auf die (gehobene) französische Kindererziehung genossen. Der hatte bis zu ihrem Aufenthalt in Frankreich niemand jemals gesagt, dass man bessere Kinder bekommt, wenn man sie rechtzeitig an ein Minimum an (Selbst-)Disziplin gewöhnt. Deshalb fiel das Loblied reichlich enthusiastisch aus :-).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  11. ....
    Bravourös!
    (Ist das im Umkehrschluß aber gegen Kitas für’s Betreuungsgeld zu wenden? ^^)
    Am besten als Beilage zu pädagogischen Journalen/Elternmagazinen oder so geben …..

  12. wenn ich erfolgreich gelebt habe..
    ..dann sterbe ich mit 10 Mios Schulden ;-)
    Geld macht nicht glücklich, es hat einen Selbstzweck. Und es wird alle von der Erdoberfläche blasen, sobald das Geld keine Menschen mehr benötigt um sich zu vermehren.

    • Mit nur 1 Million erfolgreich?
      Mehr Anfangsschulden als 1 Mio. bedarf es heute nicht, um mit Gebühren, Anwaltskosten und Zinseszinsen auf 10 Mio. Gesamtschulden zu kommen, bis man ins Gras beißt.

      Und ja, dass Geld nicht glücklich macht, sieht man an der stetig wachsenden Masse der ALG-2-Empfänger, die dennoch auf irgendeinen Kumpel ein Auto angemeldet haben, regelmäßig in den Urlaub fahren und ab und zu „Schwarz arbeiten“. Total trendy ist, dass bei Pärchen jeder die eigene Wohnung behält (vom Jobcenter bezahlt) um ja keine Bedarfsgemeinschaft zu bilden. So kann man noch besser – natürlich gaaaanz ohne Geld, denn das mach ja keinesfalls glücklich – noch mehr die Leistungen des Staates/Steuerzahlers abgreifen. Wer arbeitet (Holz hackt) ist in deren Augen der Doofe ;-)

    • Geld macht nicht glücklich
      Geld ist nichts. Aber viel Geld, das ist etwas anderes.

      George Bernard Shaw

      Es stimmt, dass Geld nicht glücklich macht. Allerdings meint man damit das Geld der anderen.

      George Bernard Shaw

  13. Gestaltungsmöglichkeiten auf der Einnahmeseite nicht vergessen
    Phänomenal böse und spektakulär gut.

    Zur Einnahmeseite: Da muss es doch eine Möglichkeit geben, ein paar, wenn vielleicht auch nicht zwingend erforderliche, Implantate mehr zu verkaufen.

    Zahlungskräftige und gutgläubige Kundschaft ist doch vorhanden, man lebt (und arbeitet) ja nicht in Hoyerswerda oder Herne. Und man macht es ja nur für die Tocher, nicht für sich selbst. Außerdem ist man ja selbst schließlich auch betrogen worden.

  14. Don Alphonso at his very best!
    Gestatten Sie, dass ich diesen Essay (wieder einmal stimmt dieses Wort) an meine G’schrappen, alle scho‘ a wengerl über 20, weiterreiche? Es muss einfach sein — nicht zur Ermahnung, sondern zur Bestätigung: Alle drei haben Holz gehackt und geschichtet, sind mit Fahrrad und Bahn zur Schule gefahren, anfangs auch gewandert.
    Eine schlug aus der Art, wünschte sich nach dem Abi eine elterliche Subvention ihres Ersparten, das sie sie als Babysitterin, Zeitungsbotin und Nachhilfelehrerin erworben hatte: für einen kaum gebrauchten Peugeot 208, der ihr (wie väterlich prophezeit) alsbald unter dem Allerwertesten wegrostete.
    Die anderen zwei, 1m/1w, sagten: „Lass stecken, Alter. Wenn’s im Studium knapp wird, darfst du helfen.“ Was auch geschah, aber ziemlich selten.

    Warum sollte das am Starnberger See, einst Würmsee genannt, anders sein? Auch ich bin bisweilen dort und kenne die perfekte S6-Verbindung Tutzing – München. Mit einem Auto, sei es auch ein Porsche, ist dieser Weg bei weitem ungemütlicher, nicht nur zur Rush-hour (das Wort Stoßzeit verbietet sich in oberbayerischen Kreisen mit Jagdschein).
    Mag es sein, dass die von Ihnen erwähnten höheren Töchter niederen Verstandes sind? Deren Eltern ebenfalls?
    Sei dem, wie es sei: Danke für herute, Don. You made my day, wenn Sie die Platitüde gestatten.

  15. Die Väter...
    …würden die sich mal um ihre Kinder kümmern, wär alles anders. Aber irgendwie tun sie es ja nicht.

    tja ja. Heule heule weh.

  16. "Wenn ich nur genug quengle und Schwäche zeige, muss ich gar nichts mehr tun."
    Das haben Sie treffend formuliert, und das ist ja mittlerweile nicht nur die Erkenntnis der Kinder, sondern aller „Mühseligen und Beladenen“ dieser Gesellschaft.

    Also: Ich würde nicht nur gern alle Pädagogen und Didaktiker in eine Zwangsfortbildung zu Ihnen schicken, sondern auch die Politiker, die sich in diesem Land für das einsetzen, was sie als „soziale Gerechtigkeit“ begreifen (in erster Linie also Grüne).

  17. Shushufindi
    Kann man diesen Text nicht die nächsten 4 Wochen jeweils kurz vor, oder besser noch in TV- oder Radionachrichten verlesen lassen. Unangekündigt. Wäre für mich ein Hoffnungsschimmer,
    dass aus den vielen mobilen ALG 2 Anträgen, doch noch eine Zukunft für unsere Gesellschaft
    werden könnte

  18. "Wenn ich nur genug quengle und Schwäche zeige, muss ich gar nichts mehr tun."
    Sie bringen es auf den Punkt, Don Alphonso. Und zu dieser Erkenntnis kommen ja nicht nur Kinder, sondern alle „Mühseligen und Beladenen“ in dieser Gesellschaft. Und die Politik nimmt sich ihrer an, wie sich die Eltern und Pädagogen Ihres Textes der quengelnden Kinder annehmen.

    Daher würde ich gern nicht nur die Pädagogen, sondern auch die Politiker zu einer Zwangsfortbildung bei Ihnen verpflichten. Leider kann ich das nicht.

    • Alle Mühseligen und Beladenen in dieser Gesellschaft.
      Köstlich – danke für diese Metapher.

      Aber ich vermute, für eine Besserung der M & Bs dieser Gesellschaft wird das gesamte Holz dieser Welt nicht ausreichen. Es käme auch einer Energiewende gleich, da alle anderen Heizmöglichkeiten Dank des riesigen Holzangebots zu teuer wären. Am Ende fahren Arzttöchter dann Porsche mit Holzvergasermotor.

  19. Titel eingeben
    wie so häufig hatte der springerkonzern diese woche womöglich aktuell genau dasselbe thema.
    .
    also in der aktuelle auto-bild ein artikel, wie sie für 50,- euro einen gebrauchten fiat uno von ’94 ohne tüv für € 50,- gekauft haben, in eigenleistung repariert – die teile für so brot-und-butter-autos aus den baujahren gibts ja im teilemarkt und bei ebay spottbillig, bremszylinder 17,95 usw., usf, – und für insgesamt 708,- euro an material und öl etc. (plus 6,5l/100 benzin plus vers.) in den nächsten zwei jahren 25tkm gefahren sind – und zwar voller freude. und auch langstrecken bis in die berge und zurück. völlig problemlos. und um die freude gings. 2,8 cent pro km inkl. werterhöhung: denn nach dem selbermachen damals geht er ja heute viel billiger das nächste mal durch den tüv … .
    .
    und herr don alphonso hatte recht. aber wer wollte sowas lesen? oder gar dem nachfühlen? „special interrest“ halt, 2,6 von 80 seiten … .
    .
    „special interest“ also – genau wie europas westviertel? die interessieren die kapitalmärkte auch noch nur noch in soweit, wie sie weiter blöde bluten – und bis aufs blut arbeiten gehen. resp. wahrscheinlich bis auf weiteres erstmal noch das blut aus anderen „mehr rauspressen“, also weiter sehen, wie sie zu ihrem eigenen kommen.
    .
    und ja, es gehörte vermutlich rückrat dazu, und evtl. auch ein eigener charakter, sein geld gut, aber unöffentlich, auf der bank zu wissen oder in immobilien, und sich stattdessen jenseits dessen im altwagen kritisch beäugen zu lassen.
    .
    darüber hinaus kombiniert springer eine aktuelle c-klasse in basisausstattung (c180 benziner). die rennt inzwischen auch schon 300.000 km, zu jeder begeisterung. https://www.motor-talk.de/forum/autobild-dauertest-nach-300-000-km-t4721118.html
    .
    was herr don aber nicht so sagte: die zucht und herrlichkeit seiner kindheit, der erlernte triebverzicht (denn um den geht es ja wohl) und das ruhen in und beharren auf eigener leistung, hat auch er damals eher nicht im kindergarten gelernt. sondern in der herkunftsfamilie.
    .
    und was würde deutschland also wohl ohne seinen döpfner machen? (auch der dient.)
    .

    • "...und sich stattdessen jenseits dessen im altwagen kritisch beäugen zu lassen. "
      Jep – voll Ihrer Ansicht :-)

      Bei mir zwar (aus pragmatischen Gründen – bin kein Schrauber) kein Altwagen aber eine kleine Korea-Kutsche mit gerade mal 1,2 Ltr. Hubraum…

      Warum auch sollte man die PS-Deppen füttern? Ach so… hatte ich fast vergessen: manch ein „Charakter ohne Rückgrat“ braucht halt was anderes fürs eigenen Ego. Dessen Bank-/Immo-Konto möchte ich aber nur selten teilen. Mein Holz bringt übrigens der Bauer…

  20. Danke
    Werter Don,
    genau so ist es…mein Lieblingsbeispiel: Gymnasialempfehlung vor allen Dingen für die Zahnwaltkinder, damit die Eltern nicht am nächsten Tag mit dem Fachanwalt vor der Tür stehen, auch wenn die Blagen so strunzdoof sind, dass sie es auf der Uni auch kaum schaffen.
    Schöne Grüße aus dem Norden,
    Moritz

  21. "Holzhacken und Erwachsenwerden"
    Gut beschrieben (die Passagen übers Brennholz, beim Starnberge See muß ich passen). Als Jugendlicher habe ich das auch gerne für Nachbarn gemacht und als Dank neben etwas Kleingeld auch meinen allerersten Flachmann bekommen. Sowas prägt.

    Wenn ich mir die Scheite so anschaue, muß das ja ein ganz schön großer Ofen sein, Typ einzige Feuerstelle im ganzen Bauernhof.

  22. paris hilton?
    paris hilton ist nicht hübsch.

  23. Immer nur zugucken
    Alles schoen und gut – aber dieses Kindergebashe ist natuerlich reaktionaerer Quark, ist doch ganz lustig die Brut im Bollerwagen zu kutschieren (meine singen dann zB. immer) … das kann man nicht nachvollziehen wenn man so etwas immer nur von weitem sieht. Und das ist halt auch der Punkt beim Don, der sieht diesen ganzen Kinderkram nur aus so grosser Entfernung, dass saemtliche Einlassungen zu dem Thema obsolet sind – die Erinnerungen eines aelteren Mannes an die eigenen Kindheit sind an dieser Stelle eher fuer die Fuesse.

    Ja, klar: Frueher war natuerlich alles besser, ach gluecklicher CroMagnon Mensch.

    • Ich halte das eher für Eltern und Kita-Gebashe.

    • wow
      sportliche Antwort … darf ich anmerken, das ich auch dieses Gebashe fuer erstaunlich daemlich halte? Schau‘ mal an meiner lieber Fruehrentnerr, Kindererziehnung ist halt auch alleweil im Wandel, und als kinderloser Pensionaer verliert man halt den Kontakt zu all dem stetigen Wandel und damit dann (neben diesem Gebiet) auch zu allerelei anderen Kremperl den die aufwachsende eigene Brut ins Haus schleppt. Man wird einfach frueher alt und die ganze Welt scheint nur noch um den eigenen – kann man das in der FAZ so schreiben? – Arsch zu kreisen. Ich aber kann versichern – die Welt kreist schon lange nicht mehr um die Aersche Deiner Generation, das Gebrabbel dieser Jahrgaenge wird sukzessive unwichtiger, auch wenn man die Stimme oder das Blog oder sonst was erhebt. Ist halt der Lauf der Welt. Und frueher war nichts besser. Ok, so gut wie nichts.

  24. Ein Plädoyer für mehr (Arzt-)Scheidungen...
    …das fördert die Kinderarmut!

  25. Unser Hagestolz wird bald 50
    „Und sich als Hagestolz allein zum Grabe zu schleifen, das hat noch keinem wohlgetan“

    Goethe, Faust I, 3029f

  26. Ach der unverheiratete Snob hat ja gut zu lachen...
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  27. Der Audiarbeiter hat ähnliche Sorgen
    Interessant. Aber die Anspruchshaltung beschränkt sich nicht nur auf die happy few oder die obere Mittelklasse. Als Ingolstädter werden Sie bemerkt haben, dass die Toscanahäuser nur so aus dem Boden spriessen. Der Audiarbeiter mit 20jähriger Tochter oder Enkelin fragt die Bauern mit Baugrundstücken, ob die nicht etwas abgeben könnten, da das Mädchen unbedingt ein Toscanahaus braucht. Auch ganz weit weg von Ingolstadt, wird es unter 60 kEuro nicht getan sein. Meiner Ansicht nach beschreiben Sie eher ein Generationenproblem als ein Schichtphänomen. Die Werte, die Sie jetzt hochhalten, sind doch meiner Generation der 60er Jahre systematisch ausgetrieben worden: sei es vom 68er Lehrer, vom Pfarrer, vom Spiegel, von der Zeit oder allen, die sich zeitgemäss wähnten. Der Zahnarzt musste noch ranklotzen, um den NC für Zahnmedizin zu bestehen, aber während des Studiums verbrachte er die Wochenenden schon mit der Cessna. Und der Audiarbeiter hatte schon mit 18 seinen 3er BMW (ein schickes Auto von Audi gab es damals nicht, und einen GTI wollte man sich nicht antun).
    Ihr Vorschlag des Holzhackens ist von guter Absicht, aber mein Sohn meinte auf einen ähnlichen Vorschlag, dass die Zeit der Arbeitslager vorbei sei. Don Alphonso, wenn Sie das mit dem Holzhacken jungen Leuten sagen, landen Sie in der Faschismusecke.

  28. OT
    Was soll jetzt diese Aufregung über die NSA Spioniererei.

    Seit Wickileaks wissen doch alle, dass deutsche Politiker nichts lieber tun,
    als fleißig in US-Botschaften zu rennen, um dort alles was man wissen will,
    brühwarm zu berichten.

    • ...
      Dass unsere Kita-Politiker nicht wissen wie sie ohne ihren ‚Besenwagen‘ ans Ziel kommen sollen?

  29. Endlich wird ein Schuh draus
    Wie man am Thema vorbei fabuliert:
    „…wenn Dinge protokolliert werden, deren Interpretation letztlich demjenigen überlassen
    bleibt, der protokolliert, bedeutet das eine tiefgreifende Kontrollverlust über das eigene Leben.“

    Deutsche Intellektuelle, Literaten und Journalisten haben es doch bisher als ihre vornehmste
    Aufgabe angesehen, anderen eine „Stimme“ zu geben – IHRE Stimme -.

    Die Befindlichkeit ihrer Opfer hat sie dabei selten interessiert, sosehr waren sie von der
    Richtigkeit ihres Tuns überzeugt.

  30. Warum benutzt die BK
    Ein nicht abhörsicheres Handy?
    Aus Bequemlichkeit oder weil es zum Deal gehört?
    Die Spionierer konnten sich ohne weiteres darauf verlassen.

    Erst als es bekannt wird, ist Frau Merkel empört.

    • ...
      auch ihre innerparteiliche Omnipräsenz könnte dies befördert haben.
      Schließlich kann eine Einzelne einfach nicht soviel Simsen.

  31. Antrag auf Gerätealleinbenutzung (HTML!HTML!)
    Ich habs ja vor ein paar Tagen schon mal versucht…ja, die liebe Technik! Da hätte ich mich mal besser damit befassen sollen, statt Holz zu hacken oder die Drecksschrazen von anderen Leuten zu erziehen. Jedenfalls ist das Kind schon in den Brunnen gefallen, mehrmals und ordentlich!
    Ist das jetzt Glück oder Bestrafung, dass das Internet in meiner Wohnung auf sich warten lässt?! Ich weiß es wirklich nicht…deswegen wollt ich mal ganz dezent nachfragen, was jetzt zur Beseitigung der Malware/Spyware auf PC’s und Handys und was auch immer unternommen wird! Kann man mir da mal bitte nen entscheidenden Hinweis geben (vielleicht per Mail)?!? Ich bin schließlich nicht die Merkel, bei mir kümmert sich niemand um den scheiß bzw es wurde erfolglos versucht und ich kanns ja sowieso nicht (hab ich ja in der Vergangenheit genug bewiesen ^^)
    Ach ja, ich hab Zeit! Und zwar von Donnerstag – Sonntag (24 Stunden rund um die Uhr). Ich kann auch irgendwo hinfahren, oder kommt vielleicht jemand her?

    Fragen über Fragen….

    Und hier noch das Zitat des Tages: Um seine Autonomie wieder herzustellen, muss man erstmal ganz und gar auf das Gewünschte verzichten. (Jetzt muss man nur noch verstehen worauf ich hinaus will ;)

  32. Na ja, wenn Mutti schon einen "BMW-Hausfrauenpanzer"
    als Kindertaxi zur Schule und zum Tanzunterricht braucht, ist ein Porsche doch das mindeste für Mädi. Dazu werden jetzt um die Schulen auf Vorschlag des ADAC in bis zum 250 m Entfernung ausgewiesene Haltezonen für Elterntaxis geplant, damit die Kindlein im Autochaos vor der Schule nicht von den eigenen Eltern totgefahren werden und wenigsten ein paar Meter zur Schule laufen. Und schließlich müssen die Anlieger im weiteren Umkreis auch was von dem Eltern-Taxi-Chaos haben.
    Und für die Porsches der Studienanfänger wird die Allgemeinheit schon auch noch bewachte Parkplätze bauen. Schließlich ist die künftige Elite besonders sicherheitsbedürftig und gewohnt, dass ihr besonderer Status vom gewöhnlichen Volk auch anerkannt wird. Wo kämen wir sonst hin?

  33. OT
    “ die amerikanischen Spähprogramme folgen in ihrer Logik der Markt-Überwachung der
    Konzerne.“

    Leider ist nicht zu erkennen, dass sie(die Konzerne) keinen Deut besser dastehen als in anderen
    Zeiten.
    Eher scheint es , dass sie krisenanfälliger geworden sind und die gestiegene
    Erwartungshaltung der
    Märkte nur mit Mühe bedienen können.

    • ...
      Und wieviel Mühe darauf verwandt wird, die tatsächlich erzielten Ergebnisse als
      Erwartung zu stilisieren und als Produkt gekonnter Markt-Überwachung zu preisen.

  34. Wie will man aus
    dieser Kiste wieder herauskommen?
    Auf der der einen Seite die alles Gleichmacher der NSA&Co.
    Aus der anderen Seite am Beispiel der Kieler Ex-Ob ….Ich, Ich, Ich, Ich, Ich, Ich, Ich, Ich………

  35. Es kann ...
    allerdings auch Freude machen, zu sehen wie die Spionierer mit ihren eigenen Waffen
    geschlagen werden.
    Alle vorbehaltlos unter Generalverdacht stellen: soll,der einzelne Bürger doch nachweisen,
    dass er etwas nicht getan hat.
    Und sich dann der Forderung ausgesetzt sehen, zu beweisen, dass man etwas verhindert
    hat, was nicht passiert ist.

  36. Ein guter Vater
    Lieber Don,
    an Ihnen geht ein wirklich guter Vater verloren. Noch ist es nicht zu spät!
    Es kann doch nicht sein, dass Sie das Thema Kindeszucht den Versagern überlassen.

  37. Zwei Supermächte...
    Da wird mir ganz blümerant.
    Dass die USA auch von anderen Staaten als Supermacht angesehen wird ist mir bekannt.
    Im Falle Deutschlands handelt es sich doch eher um eine ohnmächtige Selbstzuschreibung
    eines nicht souveränen Staates.
    In den Augen der Supermacht ein Partner 3.Klasse,
    Wie man lesen konnte.

  38. Fast
    Text eingeben

    • ...
      Bin ich versucht, Herrn Dr. Schäuble zuzustimmen: D ist kein
      Souveräner Staat, und das ist gut so.
      Wie oft soll noch versucht werden die Welt nach einer Weise aus D. Tanzen zu lassen, deren
      Melodie dann doch keinem zusagt.

  39. Titel eingeben
    Lieber Don Alphonso,
    müssten Sie nicht die Zeilen unter „Zum Autor“ korrigieren? ..die IHREM statt SEINEM Verfasser….(bezieht sich auf FIGUR).
    Beste Grüsse

  40. Ach ja...
    ach ja, die Kinder sollen es besser haben!
    Man sucht ihnen einen armen Studenten, der ihnen unterm Putzfrauensalär als native speaker billig beibringen soll, womit man sich selbst noch eher blamiert; für die Vorstadtzinskaserne engagiert man eine resche Entmietungspradatasche, mit lauter befristeten Verträgen steigt die Kaserne im Wert, stärker als durch eine – teure – Sanierung.

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