Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Bindungsangst und der Sex auf dem liegenden Kaktus

| 67 Lesermeinungen

Früher gab es in besseren Kreisen die streitsüchtige Tante, die unverheiratet blieb. Heute tritt die gebildete Singlefrau an ihre Stelle und beklagt die gesellschaftlichen Normen, die zu Bindungsangst bei Männern führen.

Di fongd scho no oane ei
Meine Grossmutter zu mir

Es gibt so Wörter, von deren Verwendung man Frauen wirklich nur abraten kann. Es mag sein, dass diese Begriffe hochgestochen sind und von echter oder auch nur vorgetäuschter Halbbildung durch ein Studium der Soziologie oder Germanistik erzählen; sie mögen sich gut einfinden in gründigen Schachtelsätzen der Bedeutsamkeitsentität, weil sie ein gewisses Potenzial der Analysefähigkeit gesellschaftlicher Kontexte, gerne auch mit der Erwähnung von einer gewissen Frau Illouz, verheissen und weil Sie, liebe Leser, inzwischen wie jeder normale Mensch von dem Gerede auch schon angeödet sind, sage ich es frei heraus: „Bindungsangst“ mag es als Wort geben und als Aberglaube, so wie es früher auch Amulette für Unfruchtbare gab. Aber die Sache ist nicht so, wie sie dargestellt wird. Bindungsangst ist lediglich etwas, an das Frauen glauben möchten. Und, wenn darüber gesprochen wird, Männern als Alarmsignal gilt.

Man liest ja viel darüber. Männliche Feministen geben an, wie sie – im Gegensatz zu anderen, die ihre Überforderung durch dreiste Muttertiere offen zugeben – ganz lässig als moderne Männer mit drei Kindern und einer vierten Patchworkergänzung durch das Leben und die Beziehungen kommen. Und in der Zeit schreibt noch so ein Schwarzer-Apologet, dass der moderne Mann nachgerade vor der modernen Frau ins Bordell fliehe, statt zu erkennen, wie kriminell das sei, und besser seiner Pflicht an der modernen, emanzipierten Frau nachkommen sollte. Eine moderne Frau vielleicht, die sich dann im vollen Bewusstsein ihrer zwei Studiengänge und langer Debatten mit ihrer Künstlerfreundin zur Aussage hinreissen lässt, die Bindungsangst des Mannes läge in den ökonomischen Zuständen begründet. Das kennt man ja, Krise, Globalisierung, Stress im Beruf, Flexibilität, man muss das grösser sehen und analytisch an die Wurzeln des Problem gehen. So wie dieser Professor, der Zeitautor und die Künstlerinnenfreundin das in ihren Bleiwüsten nachhaltig durchdringen. Moment bitte:

Das hier ist der Giardino Giusti in Verona, ein Lustgarten, in den Männer gern fliehen. Also, genauer, es ist eine Statue einer nackten Frau im Giardino Giusti, und da war ich letzte Woche mit einem Freund, wir kümmerten uns um das Ansehen der Frau in der Öffentlichkeit, und wir sprachen über Frauen, bei denen es passt. Solche Gespräche kann man nur selten mit Frauen führen, denn der normale Mann ist, auch in meinen Kreisen, kein Gedankenleser und ahnt nicht, was er alles an Wunden aufreissen könnte, selbst wenn er nur eine wohlwollende Abwägung der positiven und negativen Seiten – hier nicht nach Illouz – vorträgt. Männer bekommen Wahrheiten und Frauen Komplimente, denn wer rudimentäre Ahnung von Frauen hat, weiss natürlich, dass Ehrlichkeit oft genug als Unhöflichkeit ausgelegt wird. Der Abend ist ruiniert, egal ob man bei der Berlinerin das neue Piercing als zu gewöhnlich oder bei der Münchnerin das Hermestuch als etwas zu bunt beurteilt. Frauen sind ganz schlechte Gesprächspartner, wenn es um ihre eigenen Defizite geht, und deshalb lobe ich im Giardino Giusti sogar die weihevolle Patina der nackten Statuen, selbst wenn sie dringend einen Restaurator bräuchten. Man nimmt bei Frauen auch Schwächen hin und arrangiert sich irgendwie. Man versucht halt, Gräben zu überwinden und Einigendes zu betonen und am Ende kein Berliner zu sein, der in seinem Blog mit drei eigenen und einem Fremdkind prahlen muss, was nicht gerade für ein ordentliches Verhältnis bayerischer Natur spricht.

Sie ahnen es, liebe Leser: Ich bin ein strammer Verteidiger der Einehe, bei uns in Bayern hält man zusammen, die Ehe bringt das Geld zusammen, schafft den Reichtum der Familie, endet mit dem Tod und wer das anders sieht, sollte vielleicht nicht versuchen, unsereins über das Wesen von Beziehungen aufzuklären, denn unser ist der Drittwohnsitz und die Villa und der Stadtpalast, da brauchen wir kein Patchworkkind zum Sozialprestige. Wir sassen also zusammen oben beim Teehaus – sowas brauche ich auch noch – , sahen hinunter auf steinernes Fleisch in schönsten Rundungen und sprachen darüber, wie man in einer Beziehung wächst, und sich verknotet wie die Äste der Laubengänge: Das wird schon. das kommt von ganz allein, irgendwann kommt die Richtige und dann passt man sich eben an. Und wir sprachen darüber, was man tut, wenn es definitiv nicht die Richtige ist. Man möchte ja niemandem weh tun und sagen: „Tut mir leid, da gehen bei mir alle Alarmanlagen an, ich bin vom Blaulicht so blau wie ein Oktoberfestzelt, war nett Dich zu sehen aber ganz ehrlich, mit diesem verkopften Plunder, mit dem Du mich langweilst, da ahne ich, dass der Sex auf dem liegenden Kaktus da unten neben dem Gewächshaus erfeulicher ist und nein, consensual Bikram Yoga und Deine Form des Aktivismus mag ich auch nicht, aber vielleicht findest Du ja in Berlin einen Restpiraten, der Polyamorie ganz super findet und sich im Protest vor die Luxuskita stellt.“

Dass ich überhaupt in solche Verlegenheiten komme, hat etwas damit zu tun, dass viele Frauen die Behebung der gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten gerne bei sich selbst ankommen sehen möchten. Für langfristige Beziehungen mit ernsten Absichten ist weniger der vermögensfreie Polyamorist von Interesse, den man kaum bei einer Vernissage herzeigen kann, sondern mehr so der Tegernseeanwohner, selbst wenn der erst noch auf Linie gebracht werden muss. Und natürlich haben wir hier, im Gegensatz zu Leuten mit Patchworks, einen Ruf der Courtoisie zu verteidigen, und lehnen das schonend und formschlüssig mit weiblicher Ideologie ab: Mit dem Erwecken des Eindrucks, es könnte an den Umständen liegen. Es liegt an der Ökonomie, an der erzwungenen Flexibilität, das Frühjahr in Italien zu verbringen. Es sind generell unsichere Verhältnisse, die uns dann umtreiben, Zukunftsangst wegen immenser Restaurierungskosten der alten Häuser, daran kann man zugrunde gehen, und aufgrund der ganzen Begleitumstände könnte die Dame schon den Eindruck bekommen, dass da in der Summe Bindungsangst vorliegt. Es liegt nicht an ihr und nicht an ihm, sondern an den in Bindungsangst mündenden Umständen. Solche Ausweichstrategien wende ich im Zweifelsfall auch gewissenlos an, denn man will ja fast niemandem mehr weh tun, als es nötig ist.

So eine irrationale, psychische Verkrüppelung durch die geamtgesellschaftlichen Umstände ist auch unsere letzte Rückzugsoption, so wie ein Mörder sich auch gern auf eine Geisteskrankheit beruft. Denn natürlich wäre so eine kostenintensive Dauerbeziehung kein Problem, selbst wenn man bedenkt, dass gerade die Hochgeistigen und Angestrengten mit Erfahrungen aus dem Kultursubventionsraubbetrieb im Unterhalt schnell abnorm teuer werden können, wenn sie mal ihre alte Lyikerinnenfreundin bei ihrem Vortrag im Literaturwerk 23 in Deutsch Kinshasa a.d. Oder begleiten möchten; nicht nur die FDP führt hehre Ideale bei freudigem Überweisungsdank auf den Lippen. Aber dafür braucht keine Frau einen unsicheren Kantonisten, der sie vielleicht drei, vier Jahre hängen lässt, und man sollte auch bedenken: Diese Gespräche finden unter Menschen jenseits der 30 statt, die durchaus ahnen, dass es jetzt schnell gehen muss. Da bleibt keine Zeit für die Wurzelbehandlung des gesamtgesellschaftlichen Problems, das sie natürlich sehr genau kennen, verdanken sie ihm doch damals auch die Phase, als sie sich von geraspelter und gefrorener Schokolade ernährten. Heute dagegen schätzen sie schon wieder Reagenzglasessen.

Und so kommt es, dass ich auch von den grössten Hallodris meiner männlichen Bekanntschaft hin und wieder höre, sie wären schüchterne, arme Hascherl und hätten Bindungsangst, und bei mir ist das nicht anders. Die Frauen, die das kopfschüttelnd vortragen, sind so knochig wie die Diätfrauenbilder, die sie wegen ihrer normativen Wirkung verachten, und frustriert vom wochenlangen Hinterherannähern auf Sofas und Sesseln, ohne dass etwas passiert wäre, und machen sich jetzt mal Gedanken über die Probleme von Frauen, die keinen Partner finden. Man steht daneben, hört sich das an und wundert sich, wie diese Töne ans Ohr dringen können, so wie im Kopf die Sirenen schallen und tuten. Sicher, sagt man, könnte man das mit anderen in die Kulturarbeit einbringen, das Problem ist ja evident, die moderne Frau sollte sich da nicht historisieren, sondern das Wort ergreifen und den Dingen auf den Grund gehen. An der Stelle jedoch sage man besser nichts darüber, dass man im Bayern meiner Grossmutter in solchen Fällen noch wenig schamhaft gesagt hätte, die Theres sei halt eine rechte Wurznbürschtn und sollte deshalb besser zu den englischen Fräulein. Man sage auch nichts über die Menschenzucht der gesellschaftliche Geistesumstände, bei der halt öfters mal die soziale Intelligenz auf der Strecke bleibt.

Nach meiner bescheidenen Meinung ist das nämlich im Gegensatz zur Bindungsangst wirklich ein Problem, das existiert, und über das man eigentlich reden sollte, aber darüber spricht man natürlich nicht.

Und nimmt dann Abschied von Kakteen,
dem grossen Leiden und den Illouzwehen,
und ist wissend lieb zur Garderobiere:
Küss die Hand, Madam, habe die Ehre.

HINWEIS:

Und solange hier keine zarte Schönheit einer wonnigen WordPressinstallation läuft, darf ich Sie invitieren, auf mein Kommentarblog mit mir zu kommen, wenn es um das tückenfreie Gespräch geht.


67 Lesermeinungen

  1. Eine Runde breites Grinsen ...
    Danke Don, der Artikel trifft ins Schwarze. Ich werde jetzt das Räsonnieren darüber, warum die moderne Frau und der moderne Mann so sind, wie sie sind (ein bisschen Bildung vorausgesetzt ungebildet sah alles schon immer anders aus und das bleibt auch so), anderen überlassen. Nur versehen mit dem Hinweis, diesmal ist es nicht der gemeine Mann an und für sich …

    Und füge statt dessen einen schönen Gedankengang hinzu, der ausgerechnet von einem katholischen Priester stammt (im englischsprachigen Netz gefunden). Der weist bei einer Betrachtung von Mann-Frau-Beziehungen unter marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten logisch einwandfrei nach, warum Pille plus Ehescheidung plus Emanzipation für Frauen beziehungstechnisch zu enormen Nachteilen geführt hat. Und das ehemalig zu Ungunsten der Männer ausfallende Geschlechterverhältnis (Frau war in der Position des Knappheitsanbieters) umgedreht sowie es für Männer sogar unattraktiv gemacht hat, sich früh dauerhaft zu binden.

    Ich spare mir die Herleitung im einzelnen, rein auf Beziehungen oder noch präziser: Sex ausgerichtet erschliesst sich die Logik eigentlich von selbst (von meiner Frau bestätigt – sie wusste das vor meinem Hinweis auf den Artikel). Erklärt allerdings auch, warum die moderne Frau geradezu gezwungen ist, so etwas wie männliche Bindungsangst zu erfinden – sie muss einen gesellschaftlich relativ neuen Nachteil für sich selbst durch einen künstlich geschaffenen für Männer auszugleichen suchen.

    Nur um Missverständnissen vorzubeugen: Beziehungen sind nicht alles im Leben (wenn auch für fast alle jungen Männer und für viele Frauen jeden Alters von enormer Bedeutung). Und die genannten Entwicklungen können für Frauen soviele ausgleichende Vorteile haben, dass der Beziehungsmarktnachteil als Preis dafür zu rechtfertigen ist.

    Aber es hat eben alles einen Preis …

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Nichts zu danken, es war mir ein übergrosses Bedürfnis, einmal die feinen Strukturen von Aussage und Auffassung umfassend nachzuzeichnen, damit es allgemein als Erkenntnis und Lehre dienen möchte. Man hilft ja gern weiter.

    • Danke Herr Haupts für Ihre
      Anregungen. Brennend interessiert mich die Quelle, in der der Priester die Situation erläutert. Hätten Sie diese eventuell noch parat?

      Herzlichen Dank und Grüße!

    • @j.h.: Argumentationslinie
      Wenn Sie darüber nachdenken, werden Sie sich folgendes selbst zusammenreimen können:

      Sex ist ein menschliches Grundbedürfnis. Die „Kosten“, um mit Hrn. Haupts zu sprechen, dafür waren früher (vor Pille, Emanzipation, Ehescheidung) ungleich verteilt. Während dem Mann früher bei außerehelichem Sex nicht viel passieren konnte (max. Infektion mit einer Geschlechtskrankheit), lag das Risiko für Frauen deutlich höher: eine ungewollte Schwangerschaft, die Schande und der damit verbundene Ausschluss aus der Gesellschaft. Deshalb war der außereheliche Geschlechtsverkehr für Frauen, Trieb hin oder her, wenig erstrebenswert. Dadurch waren auch die Männer gezwungen, die Ehe einzugehen. Dieser Weg war die wahrscheinlichste Möglichkeit, Sex zu haben. Deshalb machte es für Männer keinen Sinn zu warten. Da es keine Ehescheidung gab, war diese Entscheidung endgültig. Die Endgültigkeit hatte vermutlich für beide Parteien auch eine begünstigende Wirkung auf den Willen sich zu arrangieren. Die Pflichten waren durch homogene Rollenvorstellungen für beide Seiten klar umrissen. Der Nutzen ebenso. Kinder waren aufgrund des jugendlichen Alters der Eheleute und der fehlenden Verhütung zu Beginn der Ehe die natürliche Folge des Zusammenlebens.

      Mit der Pille sank die Gefahr einer ungewollten Schwangerschaft drastisch. Dadurch sanken auch die „Kosten“ für Sex für die Frau. Diese „Kostenreduktion“ wurde an die Männer weitergegeben. Eine Ehe wurde von der weiblichen Seite vor dem Sex nicht mehr gefordert. Die Emanzipation verstärkte diesen Effekt, da durch sie die Abhängigkeit in der Ehe als Eigenschaft negativ betont wurde. Schwierigen Situationen in einer Ehe konnte durch die Möglichkeit der Ehescheidung ausgewichen werden. Damit erhöhten sich die Freiheitsgrade für die Frauen, aber eben auch für die Männer enorm.

      Gleichzeitig brauchen Männer aber auch nicht mehr die Ehe einzugehen, wenn sie Sex haben wollen. Die Rollenmuster sind stark errodiert, so dass für den Mann die Ehe in mehrerlei Hinsicht unattraktiver geworden ist. Darüber hinaus verlangt es heute eine bewußte Entscheidung für Kinder. Die Folge ist, das Männer, wenn überhaupt, in der Regel erst heiraten wollen, wenn sie sich bewusst für eine neue Lebensphase entscheiden. (Wenn sie z.B. einen Kinderwunsch verspüren.) Diese Entscheidung fällt in der Regel erst in einem, historisch gesehen, hohen Alter.

      Da die Zeugungsfähigkeit zwischen den Geschlechtern asymmetrisch verteilt ist, ist die Gefahr groß, dass Frauen, die zu lange warten, keine Möglichkeit mehr zur Fortpflanzung bekommen und von den Partnern dann ausgetauscht werden, wenn diese den Wunsch nach Fortpflanzung in sich spüren.

      Das ist ein relativ neuzeitiges Dilemma der Frauen.

    • xx
      ‚Früher‘ war auch nicht alles besser. War die Frau erst verheiratet, musste sie keineswegs treu bleiben.

      Und keiner zwingt eine Frau heute nicht auf einer Ehe zu bestehen, vor Sex. Gibt genügend Frauen die das so sehen.

  2. singen?
    …oder doch „Single“?

    • Danke für den Hinweis. Den Teaser schreibe ich immer hier direkt ins System und dann, ach, es ist ein Graus…

  3. Ansichten über heiratswillige Damen.
    Werter Don, Sie erinnern mich ein wenig an Bertram „Bertie“ Wooster, nur das Sie nicht gutmütig und einfältig genug sind, andauernd Verlobungen einzugehen.

  4. Und der gebildete SingleMann?
    Darf er das Wort in den Mund nehmen? Kein vernünftiger Mensch begründet Bindungsangst in den ökonomischen Zuständen. Ich mag gar nicht auf alles eingehen. Warum nur schreiben Sie überhaupt?

    • Weil ich kann.

      Ich denke aber, dass bei Männern die Neigung zur Selbsttäuschung oftmals etwas geringer ist; Ausnahmen wie Stalker etc. belegen die Regel. Natürlich gibt es auch fragwürdige männliche Gestalten, nur ist es in der aktuellen Debatte eben der Mann, dem das nachgesagt wird.

      Und warum kommentieren Sie überhaupt?

    • Die im Durchschnitt und über alles etwas geringere Negung von Männern zur Selbsttäuschung
      unterschreibe ich aufgrund eigener Beobachtung. Wie hiess eigentlich der Philosoph, der schon einmal ähnliches festgestellt zu haben meinte?

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Kaum....
      Männer stehen öfters in der Berufswelt und werden automatisch mehr mit der Realität konfrontiert als sich gegenseitig die Schönheit ihrer Babies bestätigenden, auf Parkbänken in der Sonne sitzende Damen.

      (ooops…. ist das jetzt wieder sexistisch?)

    • Titel eingeben
      fr. nietzsche hieß der idiot. noch so ein volltrottel und beziehungskrüppel.

  5. ... ganz unten
    Ich finde das Foto ganz unten sehr schön.

  6. Bindungsangst
    Habe den Begriff nie wirklich verstanden. Bin 32, männlich, Single mit wechselnden, kurzfristigen Partnerinnen. Das hat aber nichts mit Angst zu tun. Ich genieße meine Freiheit und habe die Entscheidung, mich nicht fest zu binden bewusst gemacht. Beim alten Deal, ein Leben lang zusammen, die Hosen anhaben aber auch die Verantwortung tragen, zu Hause von einer 100 prozentigen Hausfrau (ohne (Neben)job) umsorgt werden und zwei drei Kinder in die Welt setzen, da wäre ich sofort dabei. Auch wenn die Dame ernsthafte Macken hat, da würde ich gelassen drüber hinwegsehen. Aber welches Paar kann es sich heute noch leisten, nur den Mann malochen zu schicken. Welche junge Frau ist schon willens, nur einem Mann treu zu bleiben. Und auch noch bei dem zu bleiben, wenn seine Macken anfangen zu nerven…

    Vielleicht ist ja das Problem, dass es gar keine modernen Frauen gibt. Eine wahrhaft moderne Frau hätte sich wahrscheinlich längst mit dem Modell „Sex und persönliche Freiheit“ abgefunden und würde nicht dem alten Trugbild der ewig monogamen Zweisamkeit nachjagen.

    • Titel eingeben
      Die Auflösung der klassichen Familie hin zu einem lebenslangen multioptionenmodell steht ausser Frage, und das liegt an allen Beteiligten. Aber das wiederum würde ich nicht als Bindungsangst bezeichnen, sondern einfach als anderes Lebensmodell und wer das möchte, darf und soll damit natürlich auch glücklich werden.

  7. Biudungsangst?
    Wo trifft der Alphons eigentlich die beschriebenen Frauen? etwa am Tegernsee? Bei den Frauen, die mir in meinem sich jetzt 64 Jahre hinziehenden Leben begegneten, habe ich solche Befindlichkeiten außer bei Grünen nie erlebt Und um macht man ja einen Bogen , schon aus ästhetischen Gründen. Die allermeisten Frauen kommen mit Männern zurecht, haben sich mit deren Macken abgefunden, und sinnvolle Strategien erefunden Die Lebensentwürfe werden pragmatisch abgewickelt. Manchmal klappt es, manchmal nicht. Kaum eine Frau bleibt deswegen allein

    • In miserablen BlogVersuchen neuer deutscher Magersuchtsliteratur zum Beispiel – und es ist nicht meine Schuld, dass mir sowas vor die Flinte läuft. kann ich was für die Abgründe des Kulturbetriebs?

  8. Titel eingeben
    Ich erwische mich immer, wenn mir eine langweilige Frau gegenüber sitzt, mir den Grund für die Langeweile in die eigenen Schuhe zu schieben. Zumal wenn die Frau hübsch oder gar apart anziehend ist! Bei Männern als Gegenüber sind die Sitten rauer. Wenn da einer knöchrigtrocken-humorlos ist, wird er von mir gedankenlos fallen gelassen wie ein heißes Spiegelei. Und was sagt mir das? Wohl dass ich an diesen viel besungenen schwarzen Fäden hänge: Puppet on a string…

    • Titel eingeben
      Diese Fäden habe ich schon etwas länger durchgeschnitten. Manchmal passt es halt hinten und vorne nicht, damit muss man leben.

  9. Dr.
    Ich habe nur die Zeit, den Artikel ein Mal zu lesen. Leider muss ich ihn drei Mal lesen, um die stark verschlüsselte und ironische Sprache zu verstehen. Schade.

    • Titel eingeben
      Manchmal schreibe ich dafür so, dass auch ein plattgefahrener Goldfisch die Texte versteht – in diesem Fall wollte ich einfach das verquaste Literaturbetriebsgeschwätz aufgreifen, das sich gern in solchen Themen ergeht.

    • Blubb!
      Gespräch entsteht vor allem daraus, dass man einen neuen Aspekt zu einem Thema wahrnimmt.
      In unserer Medienkultur sind viel zu oft geistige Leichtgewichte mit Dampfwalzen unterwegs, um auch noch den letzten von uns Goldfischen zu erwischen.

      „Es gibt mehr Leute, die Romane schreiben, als solche die welche lesen“ (zuletzt gelesen im Interview mit Gary Steyngart, der selber einen von Tyler hier empfohlenen lesenswerten Roman -Super Sad True Love Story- geschrieben hat).
      Das mag eine Aussage sein über das tiefgelegte intellektuelle Niveau; die Kinoprogramme der Blockbuster muss man ja gar nicht mehr verfolgen.

      Star Wars, ET, und Cars waren ja noch richtige Events… Heute geht es immer noch dümmer als Transformers, was ich schon für den Gipfel des völlig schwachsinnigen Product Placement gehalten habe.

      Jeden Tag damit befasst zu sein, mit den kosmetischen Operationen und Drogenmissbräuchen der in diesem Kulturschaffen mit Millionen zugeschütteten Pappkameraden, oder den Befindlichkeitsnabelschauen im goldfischglasgrossen Siebenzwerge-Biotop des „ernsthaften“ Kunstsektors, das hält kein Hirn gesund aus.

      Die Unfähigkeit zur Beziehung entsteht vielleicht auch oft aus der Unfähigkeit, in den Spiegel zu schauen, und über sich selbst nachzudenken.

  10. Cross-dressing
    Interesting that you think you have to dress up as a man and hide behind a name. Turns your whole speech in a funny camouflage.

  11. Bildungsangst frustiert von Bindungsangst?...
    und Bindungsangst vor Bildungsangst?

    Female…Male…Male…Female…Fimmel?…o mei, o mei…:-)

  12. Schön und gut
    Das muss man unbedingt erwähnen – vielen Dank für den Text und die Gedanken.
    2 Aspekte von mir: a) Bindungsangst ist (zumindest wenn man im österr. Rechtssystem sich binden wollte) auch eine Art Stammfunktion der modernen Untergangsphantasie. De facto ist man nämlich rechtlich gesehen bspw. in Österreich mit Kind und Eheschein der vollkommenen Willkür der Frauen ausgeliefert. Nicht so gut. Unter der Brücke schlafen zu müssen aufgrund (!) einer früheren Bindung ist meine Angst, mehr jedenfalls als die Bindungsangst an sich.
    b) Die moderne Frau ist wohl sowas wie ein Propaganda-Opfer – man redet ihr ein sie kann, muss und darf alles (und auf einmal und besser) – da das niemand kann, gibts schönes Frustpotential…damit wären wir bei der Gesellschaft..Wechselwirkungen usw., usf.
    Tja, in nächster Zeit wird das wohl nix mehr…

    • Titel eingeben
      ad 1) Ja, die Lage in anderen Nationen ist schwierig, Italien ist auch nicht schön, aber da spielen noch ganz andere Effekte mit hinein: Dort gibt es angesichts der Wirtschaftslage wirklich Bindungsangst.

      ad 2) Es gibt eigentlich unendlich viele Rollenbilder und die freie Entscheidung; ich habe nur den Eindruck, dass diese frauenbewegten Gruppierungen und Seilschaften, sie in den den Medien zu finden sind, nicht wirklich das wollen, was sonst so Thema ist. Es ist ja kein Wunder, dass der neue deutscher Mimimiliteratur durchaus im Feuilleton stattfindet, sich aber ansonsten so gut wie nicht verkauft.

  13. Einer von vielen
    Jede Frau, die einen Mann finden will, findet einen Mann. Nicht jeder Mann, der eine Frau finden will, findet eine Frau. So weit, so emanipiert. Bindungsangst? Ab in die grüne Tonne mit kompostierbaren Ausreden. Die evolutionäre Wahrheit ist, nach Jahrhunderten der Ungleichberechtigung nehmen sich moderne Frauen jetzt endlich die Freiheiten, die ihnen lange -ja, tatsächlich zu lange- vorenthalten waren, anstatt sich weiter dem mühseligen Geschäft der Besserung des Männergeschlechts zu widmen. Dazu gehört, nicht mehr auf nette Männer angewiesen zu sein, um annähernd Lebensglück zu erreichen. Potentiell schlechte Männer haben die höchsten Popularitätswerte für alle Frauen, die auf die Stimme ihrer Hormone hören, längere Bindungen sind sowieso unnötig und geradezu langweilig. Die netten Männer der Gegenwart büßen mit Frauenlosigkeit für die Untaten ihrer Vorvorväter.

  14. Hinweis wegen nicht freigeschalteter Pöbelkommetaren
    Weder muss ich hier freischalten, noch beantworten. Es gibt genug sog. „Blogger“, die sich nicht darum kümmern; ich finde das falsch und halte es hier anders. Allerdings, wenn es nur ad persona geht, und nur geranzt wird, dann schalte ich das nicht frei. ich könnte es tun und dann entsprechend antworten, aber dazu ist mir meine Zeit zu schade und ganz ehrlich: wer keinen Respekt hat, bekommt hier auch keinen.

    • Titel eingeben
      ad personam, ich bin diese falschen dänisch-zitate leid

    • Ich weiss offen gesagt nicht, was das bedeuten soll. Hätte ganz gern ein normales Gespräch, wenn es gewünscht wird, und nicht nur Andeutungen. Was hier zu viel ist, würde ich gern bitte selbst bestimmen.

    • also ich war`s nicht
      ich war die letzten Tage im Krankenhaus
      ohne Internet
      ansonsten:
      leider wieder was über Sex und Frauen
      das ist nicht so der Brüller,wenn einem eine Frau (Ärztin) einen Katheder durch den Schwengel gelegt hat und eine andere Frau (Krankenschwester) ihn nach 2 Tagen genüsslich wieder rauszieht
      .
      was macht der See ?
      Sie hatten immer so wunderschöne Bilder davon

    • AUF EINZELSCHICKSALE, MEINE HERRRRN, KANN KEINE RRRRÜCKSICHT GENOMMEN WÄÄRRRDEN!

    • das ist bestimmt ein Zitat von Alice Schwarzer..
      Text eingeben

    • Glaub ich nicht.
      Aber so etwas historisch, traditionelles haftet den, von ihr vertretenen Überzeugungen
      Schon an.

  15. romantische Liebe kommt nur unverhofft und nicht oft
    Lieber Don, wiedermal sehr lustig zu lesen, Ihre Persiflage auf ein wenn auch längst überkommenes Bild der feministischen Frau. Die Sache ist doch gerade aus soziologisch und historisch informierter Sicht ganz einfach: Liebe als Passion (ich lese da lieber Luhmann als Illouz) , also romantische Liebe war historisch gesehen eigentlich nie ein ehelegtimierendes Bindemittel, erst seit den 1970er Jahren wurde es zum breiten Mehrheitsideal, gleichzeitig mit der Emanzipation !!!! der Frau in Sachen Pille, „mein Bauch gehört mir“ und zunehmender Erwerbstätigkeit. Jetzt reicht es halt leider auch fuer den vermögenden Tegernseeer nicht mehr, einfach nur wohlhabender Versorger zu sein. Wenn es nicht kribbelt, dann wird so ein Mann eben doch für einen besitzlosen Berliner zurück an den Tegernsee geschickt, man braucht sein Geld nicht mehr. Und das Kribbeln läßt sich rational nicht beeinflussen, selbst Yoga und regelmäßig Joggen gehen hilft da nicht. Mit Bindungsangst hat es tatsächlich nicht viel zu tun, sondern ein solches Kribbeln oder ein solcher Gleichklang der Seelen ist eine kostbare Rarität und wird mit zunehmender Bildung und Menschenkenntnis im fortgeschrittenen Alter immer unwahrscheinlicher…. Daran sind aber wie immer beide Geschlechter gleich verwickelt, machen wir es uns also nicht so einfach, mit dem Illouz-bashing!

    • Vielen Dank; leider ist es so, dass mir der Anlass für diesen beitrag – Mimimi über Bindungsangst – ja erst diese Woche vor die Blogtür gestellt wurde. ich würde zudem bezweifeln, dass alle modernen Frauen wohlversorgt und gut verdienend durch das Leben kommen; die Klage jedenfalls kommt von einer typischen Prekariatsvertreterin, die vom Habenichts immerhin zum Zwangsgebührennutzniesser, Literaturbetriebsprofiteur und Unibeihelfer aufgestiegen ist. Viele moderne Frauenberufe sind eigentlich Berufe für junge Frauen, man muss doch nur mal schauen, wie viele 60-jährige in PR- oder Werbeagenturen arbeiten. Spätestens mit dem Schock, dass die Rente nicht für 4 Urlaube im Jahr reichen wird, und die Miete jede Sparbemühung unmöglich macht, ändert sich nach meiner Beobachtung diese Einstellung etwas, zumal es natürlich wirklich so ist, dass Singleleben finanziell deutlich belastet. Wer möchte es denen dann verenken, wenn sie die Optionen abwägen?

      Männer haben für dises Kribbeln übrigens die Mittlebenskrise.

    • 60jährige frauen die pr-agenturen leiten
      nun sind sie, werter don fahrradfahrer über die alpen, aber sehr sehr weit über das ziel hinausgeschossen. frauen-bashing dieser art wirkt geschmack- respektlos und ihrer angeblich (!) guten kinderstube unwürdig.

      kritisieren sie lieber den deutschen literatur/medienbetrieb, der miserable von-frauen-literatur hochjubelt und sich dabei heimlich ins fäustchen lacht, aber die starken und großen werke von frauen hemmungslos ignoriert.

      und im übrigen:

      stellen sie sich vor – es gibt tatsächlich eine über 60jährige frau, die eine pr-agentur leitet, gut aussieht, gebildet, kultiviert ist und (!) – die auf dem höhepunkt ihrer karriere nämlich als fast 60jährige – einen milliardär kennen und lieben gelernt hat und – stellen sie sich vor – dieser mann ist schön, voller liebe, körperlich, geistig und seelisch gesund und – glücklich mit dieser alten „emanze“. allerdings kommt er nicht aus bayern. und auch nicht aus deutschland. gott bewahre.

      und im übrigen:

      lieber mal „richtige“ von-frauen-literatur lesen, als das geschreibsel in der faz. so etwas zum beispiel:

      all jene die sich aus begrenzungen lösen wollen
      wege suchen in andere welten …welten in denen die liebe regiert
      jene werden sie finden – horchen sie nur hinein …
      in das flüstern und rauschen eines walnussbaums …

      https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Daps&field-keywords=hildegard%20holtschneider&sprefix=hildegard+ho%2Caps&rh=i%3Aaps%2Ck%3Ahildegard%20holtschneider

      gruß aus paris und einem schönen schloss in frankreich. :-)

  16. Bindungsangst ist leider kein Aberglaube
    Nicht jeder, der meint, es mit jemandem zu tun gehabt zu haben, der Bindungsangst hat, hatte es auch mit jemandem zu tun, der diese Angststörung hat- aber wer deshalb behauptet, es gäbe diese anerkannte psychische Störung nicht, der hat schlicht keine Ahnung

    • Gut, Don Giovanni, der hatte Bindungsangst; und eine gute Begründung

      È tutto amore! Chi a una sola è fedele, verso l’altre è crudele: io che in me sento sì esteso sentimento, vo’bene a tutte quante.

      Gut, ich gebe zu, dass es ein paar wenige leute gibt, die wirklich Angst vor Bindungen haben. Aber die Art, wie es als generelles Erklärungsmuster der Singlegesellschaft verwendet wird, ist in meinen Augen lächerlich. Zumal wenn es eben von genau der Sorte Frau kommt, an die sich nur jene binden würden, die wirklich einen Arzt brauchen. Denn die superengagierten, superkopflastigen Superintellektuellen und die es sein möchten, sind, wie soll ich sagen, nicht unbedingt das, was man für eine lange, harmonische und Freiräme lassende Beziehung braucht.

      Im Übrigen finde ich es nicht schlimm, wenn Leute, die Schönberg mit Genuss zu hören fordern, und unlesbare Bleiwüsten verzapfen, mittelfristig wegen ausbleibender Paarung aussterben!

  17. Man meide die überkandidelten Weiber wie der Tuel das Weihwasser
    Das Mannsbild der entspannten Kreise, sei es auch noch so kulturell ambitioniert, hole sich eine Liesl oder Vroni von einem günstg gelegenen Bergbauernhof, um eine glückliche Ehe zu führen. Die wird zwar wenig Interesse am Unterschied zwischen Rembrandt und Tiziano Vecellio finden, sich diesen aber geduldig erklären lassen, während sie einen erstklassigen Schweinsbraten im Backrohr nicht aus den Augen lässt — O.K., Don, für Sie halt was Vegetarisches aus dem von ihr liebevoll betreuten Küchengarten. Mangold zum Beispiel, mit reifem Almkäs‘ überbacken.

    Diese Liesls und Vronis wissen auch noch, wie man einen Knopf annäht, ohne das vorher bei Wikiblödia stundenlang erkunden zu müssen, und wie man mit einem Rauchfangkehrer redet, der für 10 Minuten Anwesenheit eine Rechnung über 80 Eulen schickt. Den Umgang mit Schafherden und Hirtenhunden gewohnt, bringen sie auch eine verwöhnte Schickimicki-Töle binnen einer Woche dazu, perfekt zu gehorchen, nur durch Blicke gesteuert.

    Und sie sind liebevolle, perfekte Mütter (O.K. nochmals, Don: Das ist Ihr Ding nicht.) Sie wissen noch, dass Stillen nicht schlecht, sondern wohltuend und heilsam für Busen und Kinder ist, und tun es mit stiller Überzeugung. Ihre Familie ist ihnen heilig, auf unprätentiöse Weise; sie erteidigen sie mit Zähnen und Kauen. Ich könnte noch hundert Eigenschaften aufzählen, die diese Frauen über alle Nobelzicken und abgebrochenen Germanistinnen erheben.

    Ich weiß, wovon ich rede: Ich habe so eine urige, fesche Bergziege geheiratet und keine Sekunde dieser Ehe je bereut, unsere drei Kinder ebenfalls nicht. Wir haben eine harmonische und glückliche Hütte, in der fünf Mäuler viel lachen. Allerdings, und das gibt mir zu denken, zupft meine Vroni jetzt ab und zu einen Goethe oder Schiller aus dem Buchregal. :-)
    Vermutlich liegt das aber an den Kindern, die mittlerweile recht gute Schulen besuchen. Und meine Vroni möchte halt mitreden können. Was ihr mühelos gelingt.

    Das Ganze mag zwar scherzhaft klingen, ist aber eine wahre Geschichte. Unsere.

    • Weder "Bergziege" noch "Nobelzicke"
      Weiß zwar, wie man einen Knopf annäht, aber auch wie man ein Fahrrad oder ein Elektrogerät repariert. Und einem Mann sagt, dass er danebengegriffen hat.

      Selten so etwas Sexistisches gelesen.

  18. Ein schöner Aufsatz, Don!
    Ein schöner Aufsatz ist Ihnen hier gelungen, werter Don! Nur leider haben Sie keine Ahnung von diesem Thema, wenn ich mir diese kleine Bemerkung erlauben darf.

    Ich wünschen Ihnen herzlich, daß Sie nie in den Strudel einer bindungsängstlichen Beziehung geraten.

    Oder vielleicht doch? Eventuell entspringt Ihrem Geist dann ein Beitrag, für welchen Sie nicht nur Ihren Salär erhalten, sondern ihn auch tatsächlich verdienen.

    • Natürlich, immer! Keine Frage, Sie dürfen, und wenn Sie etwas suchen, finen Sie auch Beiträge von Leuten, die Nierenstein auf Hühnerbein schwören, dass sie das supi toll an drei Orten studiert und voll durchdacht haben – junge intellektuelle halt, die das nicht für einen schlechten Witz halten. Ich will ja eigentlich nur plaudern und erklären, wieso es mir gut geht und andere in Berlin gezwungen sind, sich mit prekären Jobs und absoluter Erkenntnis durchzuschlagen.

  19. Nur nicht aufgeben!
    Lieber Don, man muß an Wunder glauben, sonst übersieht man sie, wenn sie sich ereignen. Eines Tages wird auch am Tegernsee einmal eine einsame Wanderin vorbeikommen, auf der Suche nach Erholung vom öden Grau des winterlichen Berlins. Sie wird sein wie Werthers Lotte: voller Herzensbildung, also klug und gebildet, ohne trocken zu dozieren, anziehend, harmoniesüchtig und doch herausfordernd, schlagfertig, mit eigenem Kopf, sinnlich, musikalisch, fürsorglich und praktisch begabt, mit einem Wort: hinreißend. s.vanderwalt@tango.lu

    • Nein, Glauben hilft nicht, letztlich findet wohl nur dann, wenn man nicht mehr sicht.
      Ja, sehr schön beschrieben, leider gibt es aber keine Garantie für Wunder…
      Trotzdem, man muss das Risiko eingehen.
      Wenn man sich im heiratsfähigen Alter umsieht und begreift, bzw. begreifen WILL, wie lange das mit dem „Bis dass der Tod uns scheidet“ in der Regel dauert, dann kann man sich recht einfach gegen den bürgerlichen Lebensstil entscheiden. Aber leider wird man dann, egal wie und wo man lebt, von der Weiblichkeit mit dem Vorwurf der Bindungsangst konfrontiert. Und zwar meist genau dann, wenn Mann mal wieder gesehen hatte, dass andere Mütter auch schöne Töchter haben und wagt Besitzansprüche in Frage zu stellen. Es bedarf einer gewissen inneren Festigkeit, das eigene ankonditioniere schlechte Gewissen zu ignorieren, und sich dann nicht getroffen zu fühlen. In den 70er Jahren wusste man aber, dass man damit zwar nicht ganz allein war, aber man wurde auch mit der Emanzipationsideologie konfrontiert, die alles Männliche in Frage stellte und deren Existenzberechtigung ja nicht völlig von der Hand zu weisen war..
      Mir scheint, erst viel später, wenn man den Unsinn der Partner-„Suche“ längst aufgegeben hat, kann man „Finden“. Man braucht ein wenig Glück und wohl auch einen Zufall, dann kann es so sein: „voller Herzensbildung, also klug und gebildet, ohne trocken zu dozieren, anziehend, harmoniesüchtig und doch herausfordernd, schlagfertig, mit eigenem Kopf, sinnlich, musikalisch, fürsorglich und praktisch begabt, mit einem Wort: hinreißend“.

      Ich war damals 50, als es mir passierte. Ich sah sie zufällig bei der Gartenarbeit und gebe zu, deshalb nur das nach oben gereckte Hinterteil, aber das war genug. Heute, wo ich rückblickend nur mehr sagen kann, ich hatte (völlig unverdienterweise) das Beste beider Welten…. kann ich nur zu dem Schluss kommen, dass es wohl keine Gerechtigkeit auf dieser Welt gibt…. ;-)
      Aber manchmal passieren kleine Wunder, Sie haben Recht, Donna Sibylla.

  20. In Wahrheit
    In Wahrheit sind die hier beschriebenen Damen noch viel schlimmer.
    Ein guter, aber viel zu zahmer Artikel. Die Bilder sind auch zu zahm!
    Wo bleibt denn da der Spaß? *m.

    • Ich hätte auch noch Bilder von deutschen Jungautorinnen von der Buchmesse gehabt, aber das war dann doch zu grausam.

    • Ne pas zahm
      Ne pas zahm meint doch aber etwas ganz anderes: mehr steinerne Haut hätte man gerne gesehen! Wo sollen denn die verbleibenden normalen Frauen sonst ihre Inspiration, die werten männlichen Leser ihren Trost herbekommen? Doch nicht etwa von dem Textgeschwurbel?
      Dies & mehr fragt sich
      Ihre treue Leserin Marie

    • Werter D.A
      Wenn, wie Sie schreiben, das alles im Feuilleton und auf der Buchmesse stattfindet und
      Ansonsten wenig Resonanz findet, wieso findet es statt?

      Wenn schon keine Inhalte, dann wenigstens mimimi?

  21. 28 nach 10
    Werter Don, erst jetzt, nach dem Besuch des FAZ-Blogs „Ich. Heute. 10 vor 8.“ erschließt sich mir ihr Text so richtig. Und nach der Lektüre von einigen Interviews und Texten der Dame Illouz kann ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Herrlich, wie sie den neuen Illouz-Sound parodieren, der auch beim „Ich“-Blog durch die Zeilen wabert. Ob der „Liegende Kaktus“ jedoch bewußtseinserweiternde Eigenschaften hat, wage ich zu bezweifeln.

    • Ich habe ja überlegt, ob ich das verlinken soll, abe erstens habe ich Geschmack und zweitens wäre es dann vielleicht zu offensichtlih geworden…

    • Musste mich deshalb beim ersten Kommentar des ersten Beitrages schwer zusammenreissen
      und diesen dreimal umformulieren. Wollte mir ja nicht schon wieder, wie beim gequirlten Unsinn dieser SPD-Gender-NeueMedien-Tante Bücker den Vorwurf einfangen, gegenüber schutzbedürftigen Wesen brutal und unsensibel zu sein.

      Denn die Texte sind bisher weichgespülter, tiefgangloser, gedankenarmer und langweilig geschriebener Bildungsprekariatsmainstream.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Comedian Harmonists
      Sehr geehrter Don!
      Der Link wäre auch zu direkt gewesen…. Dafür gibt es aber auch noch einen grünen Kaktuslink:
      .
      https://www.youtube.com/watch?v=TjMw0kEw6B0
      .
      Hochachtungsvoll
      Ihr Tiger

    • Im Giardino Giusti stehen merh so Opunzien.

  22. Der Literaturbetrieb
    Verhält sich beispielhaft.
    Er kümmert sich auch um seine verhungerten, ältlichen Mädies.

    Das ist gelebte soziale Empathie.

  23. Trotzdem
    scheint es schwierig in einer wahlweise kapitalistischen, sozialistischer oder
    marktkonformen Planwirtschaft, die ihre Angebote durchsetzt, das eigene Heil
    in der Aufmerksamkeitsökonomie zu suchen und das mit ‚moralischen‘ Ansprüchen
    zu garnieren.

  24. Falsche Jahrzehnte
    Hallo ihr fleißig leidenden Männer (oder so) des späten fünften und sechsten Lebensjahrzehntes: ihr seid spät dran, was ihr da formuliert, gehört andernorts (Uni) in die Rede von Mittzwanzigern. Wer zu spät kommt, den bestrafen die Mädels nunmal.

    • Falsche Jahrzehnte,
      dass denke ich schon die ganze Zeit – die Mädels sind leider nicht die Ausnahme.

      Der Gebrauch von ein paar In-Anglizismen und neuestes Soziologen-Sprech retten leider nichts.

    • ...
      PS. Die Ü 50 sind Jungspunde im Vergleich zur Protagonistin Alice Schwarzer Ü 70.

      Schon der Gastgeber wollte sie nicht in sein Schlafzimmer lassen.

      Die gegenwärtige Langlebigkeit macht auch für sich allein genommen, viele orietierungslos.

  25. Titel eingeben
    primitiv und beleidigend der text. kündet er doch nur vom eigenen versagen. aber was sagen wir, „eulen ins helle tragen“ hat noch nie was gebracht. man mus bei den lügen stehen beiben.vrzugsweise bei denen üer die anderen.
    .
    dabei weiß die gesellschaft längst alles. lebt das auch. nur dass herr don a. eben gesellschaftslos ist. ohne gesellschaft alleine auskommen muss.
    .
    „kehr um, komm zurück, lieber freund, einziger freund, komm zurück. ich werde brav sein, dass schwöre ich dir. wenn ich unwirsch mit dir umgegangen bin, war das nur neckerei oder meine starrsinnigkeit: ich bereue mehr, als man sagen kann. komm zurück, es wird alles vergeben und vergessen sein … . haben wir zwei jahre zusammegelebt, um so zu enden? was wirst du machen? wenn du hierher nicht zurückkommen willst, willst du, daß ich zu dir komme? ja, ich bin es, der dir unrecht tat. sag, wirst du mich nicht vergessen? nein, du wirst ich nicht vergessen können. ich werde dich immer bei mir haben. sag, antworte deinem freunde, werden wir nie mehr zusammen sein?“ ein text aus london vom 4. juli 1873 – leider also zu alt. und es war, wie bekannt, arthur rimbaud an paul verlaine.
    .
    (1873 wuden homosexuelle paare noch geächtet. so leugneten sie vor einem brüsseler gericht ihre liebesbeziehun: der 19-jährige arthur rimbaud und der zehn jahre ätere. berühmte und verheiratete lyriker paul verlaine, der seinen freund nach einem streit angeschossen hatte. verlaine musste für zwei jahre ins gefängnis, rimbaud hörte auf zu dichten und ging nach afrika: heute würde man, ganz von familie, den beiden empfehlen doch gemeinsam in den dipolmatischen dienst zu gehen, an etwas weniger prominenten orte eine gemeisame verwendung finden, höflich und kultiviert. gerne auch die vorsichtig und geschmackvoll manikürten finder auf der tischplatte. tags im amte, des nachts im geheimnis: hier ist die faz, man weiß das alles sowieso.)
    .
    die faz sollte also vermutlich längst begriffen haben, dass herr don a. sich mit solcherart höchst geschmacklos und dumm geäußerten beleidigungen wie diesem blogversuch aus der faz zu katapultieren wünscht. unter lesern und unter frankurt/main durch. für die wahrheit oder um von selbst zu gehen, ist er zu feige. und zu verlogen. leider voller negativ-unreifer energie, die woanders hin gehörte. da wäre sie dann auch passender.
    .
    wenn „das mädchen im don a.“ so sehr nach einer beerdigung erster kasse schreit: kann sie haben. wohl sogar auch durch die faz. die ist deutschland.
    .
    über die bindungsangst konnte man z.b. bei wiki über oberst redel lesen. und wusste da, bildungshalber, allerdings „schon immer“ und viel früher. also schon lange, bevor es wiki gab. https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Redl
    .
    auch wenn es mancher – und womöglich lediglich aus persönlicher verblendung – nicht wahrhaben wollte, „clarke, die schlafwandler“ (auch der ausführlich über redl und andere wie den) steht aktuell auf platz eins der spiegel bestsellerliste sachbuch. weil es ein tolles buch ist. da ist uns um die westviertel, den teil also, den dieses blog nicht sehen kann oder will, nicht bang. denn warum auch?
    .

  26. Mit Vergnügen gelesen
    Mit Vergnügen gelesen, patchwork und patchwork-Kinder gabs ja immer schon, früher hieß das halt klar und ehrlich „Stiefkind; hat sich die Benamsung geändert, so die Behandlung leider oft noch wenig. Ein weites Feld für Berater, Therapeuten und Coaches oben und die Jugendämter unten.

  27. Immerhin
    wurde mit dem obigen Text die Aufmerksamkeit der Provinz geweckt:

    https://www.allgemeine-zeitung.de/dialog/blogs/breidenbachs_woche/13632307.htm

    „Wir erschrecken. Online-Portal der FAZ, folgende Überschrift: „Bindungsangst und der Sex auf dem liegenden Kaktus.“ Aha, denken wir, sehr einfühlsame Umschreibung der Koalitionsgespräche in Berlin. Aber darum ging es gar nicht, es war bloß ein Feuilleton-Blogger. Da atmen wir auf,“

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