Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die erste Ansprache des Volkes an seinen Ministerpräsidenten

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All the King’s horses, and all the King’s men,
Could not put my heart back together again.

Es war einmal vor langer, langer Zeit, ein Königreich in einem schönen Land. An der Spitze stand ein Monarch mit einer vom Volke übertragenen Allgewalt. Egal ob er Schüler in Wackersdorf zusammenschlagen ließ oder seine Amigos herzlich grüsste, ob er einen größenwahnsinnigen Transrapid wollte oder mit einer Flurbereinigung oder einem Rhein-Main-Donau-Kanal seit Jahrhunderten gewachsene Kulturlandschaften zerstörte – das Volk sagte Ja zu jedem Monarchen, den die feudalistische Staatspartei ihm nach internen Königsmorden vorsetzte. Das änderte sich erst, als man meinte, dem Volk jemand von fränkischem Geblüt zumuten zu können – das war dem Volk dann mit dem G8 und anderen Fehlentwicklungen doch zu viel, und so musste sich ein neuer Monarch erst einmal von einer anderen Partei dulden lassen, bis er dann die altbekannten, weißblauen Verhältnisse durchsetzen konnte.

Weil er öfters seine eigenen Parteifreunde als das Volk züchtigte, hielt man ihn für einen guten Landesvater – bis das Land von Fremden überrannt wurde und offensichtlich wurde, dass der König nicht allzu viel Macht hatte. Größere Teile des Volks wählten deshalb eine Partei, die versprach, so wie ein alter, brutaler und korrupter König zu agieren, und der König, der die Wahl deshalb verlor, wurde von den parteiinternen Gegnern abgesetzt und nach Berlin geschickt, weil auch ein ehemaliger König als Minister immer noch über den anderen den Watschenbaum umfallen lassen kann, und warum sollte es der Merkel besser gehen als der CSU. Der neue König jedoch, jünger und schon wieder ein Franke, also ein halber Ausländer nach den strengen Kriterien des beliebten, völkisch-intraethnischen Rassismus im Kernland des Landes, hatte schon vor langer Zeit angekündigt, dass er damals noch als Minister zu einem Fest ins tiefste Oberbayern kommen würde. Der Ort heißt Reutberg, da gibt es eine Klosterbrauerei, und die feiert Josefi in einem Bierzelt: Was ein echter König sein will, muss hier das Volk hinter sich vereinen, und so begab es sich also, und hier verschwindet die mythische Märchenvergangenheit unter der journalistisch erforderlichen Realität, dass der König, der hier nur “da Södah” heißt, also in die Grenzregion zwischen Bad Tölz und Miesbach reiste. Man setzte ihn im Zelt in die erste Reihe, weshalb er vielleicht gar nicht merkte, wie das Zelt von hinten ausgesehen hat.

Es gibt Umfragen, die belegen, dass die Bayern mit dem König Horst nicht zufrieden waren, aber das ist ein Bierzelt, in das leicht 2000 Menschen passen würden. 2000 Milchbauern, Villenbesitzer, Tegernseeoligarchen und Kieswerkseigentümer, die hier eine Jagdhütte haben. Es ist Sonntag Abend, 19 Uhr, und es ist der erste, allererste Auftritt des neuen Ministerpräsidenten in einem Bierzelt vor dem gemeinen Volk. Und das Zelt, dessen Besucher am Freitag noch Rosis Nummer verkündete, ist nur zu 2/3 voll. Vorne kreischen welche eingedenk des Spitznamens aus dem Singspiel auf dem Nockherberg “El Marco”, hinten gähnt die Leere. Das hätte es früher nicht gegeben, höchstens bei der SPD und noch schlimmer, wenn der Hofreiter Anton auftritt, der wo im Bundestag mit seinem Dialekt so miserablig wie hier mit seinen Autoverbotsvorstellungen ankommt. Jedenfalls, voll war es nie nicht und auch auf dem Pressebiertisch war noch a Platzerl frei, oder auch zwei oder drei, jedenfalls, später setzten sich auch noch Musiker dazu.

Manche glauben ja, die Sache mit der Identität sei etwas Verachtenswertes mit Fremdenhass und Sepplhut, aber dann tritt der Bürgermeister von Sachsenkam auf die Bühne. Kloster Reutberg und Sachsenkam gehören seit jeher zusammen, die reichen Bauern brachten dort ihre unverheirateten Töchter unter, die Kinder gingen dort zur Schule, und die Brauerei, die hier den schweren Josefibock ausschenkt, ist eine Genossenschaft, die aus der alten Brauerei des Klosters hervorgegangen ist. Aber wie es eben so ist, in Bayern sterben die Klöster, weil es keinen Nachwuchs gibt, und auch Reutberg ist von der Schliessung bedroht. Das alles erzählt im schweren Dialekt der Bürgermeister, und dass die Gemeinde weiter ein Kloster haben will – aber das bischöfliche Ordinariat kümmere sich nicht um die Zukunftsperspektiven, ein Plan der Gemeinde versacke im Getriebe der kirchlichen Administration, und der Verdacht steht im Raum, es könnte dem Bistum um den wertvollen Landbesitz des Klosters gehen, der bei der Auflösung an die Kirche und deren Verwaltung im fernen Freising falle. Das sind hier die Probleme, die die Menschen bewegen, und da soll der Ministerpräsident doch bitte mit dem Bistum reden, damit das Kloster bleiben kann. Der donnernde Applaus zeigt: Er ist mit dieser Vorstellung nicht allein.

Dann kommt der Maerz August.

Der Maerz August ist der Chef der Brauereigenossenschaft und würde man so einen Charakter erfinden, er erschiene viel zu phantastisch – sage ich, andere fänden ihn vielleicht überzogen. Jedenfalls, es ist wie es ist, und der Chef steigt, zwei Maßkrüge in der Hand, auf das Podium, und nimmt erst einmal einen Schluck. Einen langen Schluck. Unten sitzt das Volk und wartet, und der Chef steht da und trinkt. Dann setzt er langsam ab, stellt die Bierkrüge auf das Rednerpult, und begrüßt den Ministerpräsidenten.

Der Ministerpräsident wird nachher sagen, der Chef sollte sich beim Nockherberg als Festredner bewerben, nachdem die derbleckende Bavaria dieses Jahr in Rente gegangen ist, und ganz ehrlich, ein wahreres Politikerwort wurde auf dem Erdenrund gar nie nicht gesprochen. Denn der Chef trinkt nicht nur aus, er schenkt auch ein. Er sagt dem Söder brettlbreit ins Gesicht, dass sich das letzte Wahlergebnis für die CSU auch umdrehen könnte, wenn sie so weiter macht wie bisher, von 37 auf Sieben und Drei, nur diesmal halt mit noch einem Komma dazwischen. Der Saal johlt vor Vergnügen. Der Chef erzählt, wie das hier mit der Situation der Hebammen ist und wie sich die Reduzierung der medizinischen Versorgung auf dem Land auswirkt, und dass die Kinder nicht mehr in der Klinik, sondern eher auf den Bundesstrassen zur Welt kommen werden, weil die Strassen so verstopft sind. Der Saal tobt vor Begeisterung. Der Chef, der seine Wirtsleut gegenüber in der Klosterschänke kennt, erzählt, wie das so ist mit der Bürokratie und was so ein Wirt heutzutage alles für Behörden ausfüllen muss, die ihm alle das Leben schwer machen, bis zur Risikoanalyse für das Personal. Und dass es kein Wunder sei, wenn die jungen Leute dann lieber zum Staat gingen, als selbst etwas aufzubauen oder zu erhalten. Das kommt hier sehr gut an. Worte des Lobes für den Ministerpräsidenten hatte er auch, den werde man schon integrieren und außerdem sei der Franke gewissermaßen ein Bollwerk gegen die Preussen. Aber man merkt es, die Unzufriedenheit ist gross, es sollte sich schnell etwas ändern, und nicht nur wegen der Wahlergebnisse: sondern auch, weil es um den Fortbestand der Heimat geht. Die Asylbewerber und die Lasten der Integration sind da nur ein Problem unter vielen: Der Staat, der sich mehr um sich selbst als um die Bürger kümmert, ist in seiner Gesamtheit der Grund für diese amüsant und bissig vorgetragene, aber inhaltlich knallharte Kritik, mit der der Chef der Brauerei dem Chef der Regierung das Standgas einstellt, wie man hier so schön sagt.

Das ist jetzt der Moment, da sich der König nach den Gesetzen der Bierzelts an die Spitze des Volksheeres stellen und mit einer flammenden Rede den Krieg gegen alles, was nicht passt, ausrufen sollte. Darauf wartet das Publikum.

Söder greift das gekonnte Grummeln aber nur auf, indem er sagt, er spreche jetzt das Schlusswort – es ist eine undankbare Aufgabe, nach so einem deftigen Forderungskatalog aus der Provinz die Linien einer Politik zu erklären, die gross sein soll, dafür aber das Placet der Anwesenden dringend braucht. Söder betont immer wieder seine gute Beziehung zum Bundestagsabgeordneten der Region, er kritisiert wie alle Brüssel und auch Berlin, und wann immer er Identität und Heimat anspricht, wird die Zustimmung laut – aber halt nie so laut wie davor, als sehr viel deutlicher gesagt wurde, wo hier die Probleme liegen. Beim Islam sagt Söder etwas durch Nichtsagen: Die hier lebenden Muslime, die sich gut verhalten, würden natürlich zu Deutschland gehören. Den Seehofer-Spruch mit dem Islam an sich meidet er, er meint nur, dass der Islam in Bayern keine „kulturgeschichtlichen Wurzeln“ habe. Es ist überhaupt ein ganz neuer Söder, gar nicht mehr der frühere Wadlbeisser, mehr so der Politikerklärer und Umverständnisbitter, recht staatstragend und gar nicht darauf erpicht, das Zelt zum Dröhnen zu bringen. Das meiste hätte er auch im Bayerischen Rundfunk oder bei Anne Will sagen können, ohne dass sich jemand erregt hätte. Es war eine ordentliche Rede über den Stellenwert der Heimat, und er hat betont, wie wichtig Deutschland für die EU und Bayern für Deutschland ist. Aber es ist halt vielleicht nicht so schlau, sich nach zwei Reden über echte Probleme und Wünsche hinzustellen und den Leuten zu erzählen, es ginge ihnen so gut wie nie zuvor, wenn draußen Immobilien für junge Familien unbezahlbar werden, die Banken keinen Zins mehr zahlen und das Auslaufen des Soli der einzige Punkt ist, den man bei Rekordraubzügen des Staates als Erfolg verkünden kann. Es gibt Bierzeltreden, da hängt das Publikum an den Lippen der Volkstribunen. Hier hat jemand einen Vortrag gehalten, und man merkt am Geräuschpegel im Saal: Das war nicht genug für das Gemüt und den Ärger.

Man bedankt sich höflich für das Kommen. Aufgestanden sind sie am Ende trotzdem: Nicht für den Applaus, der bestenfalls anerkennend und alles andere als frenetisch war. Sondern für die Bayernhymne, die sie dann wirklich alle gesungen haben, im Zelt neben dem sterbenden Kloster auf einer eisig gefrorenen Wiese unter einem rabenschwarzen Nachthimmel, von dem Milliarden Sterne durch die kalte Bergluft auf das Land schauen. Drinnen war es laut, aber der Berichterstatter musste schnell zu seinem Auto, und nach ein paar Schritten war der Ausklang der Hymne schon fast nicht mehr zu hören. Ich glaube, die meisten hatten sich den Söder als politischen Rammbock gegen Berlin und Merkel vorgestellt: Da kam so gut wie nichts. Das hier ist das Kernland der CSU, aber auch der Freien Wähler und inzwischen sogar der AfD, und wer hier die Massen nicht erreicht, wird es im Rest des Landes trotz einer ruinierten SPD nicht leicht haben. Der Funke sprang nicht über, egal wie die Fans “El Marco” riefen. Vielleicht wählen sie ihn, und vielleicht reicht es, weil er auch jüngere Politiker_Innen berufen hat, und bei den Frauen in der Stadt besser ankommt.

Aber ich weiß noch, wie es früher einmal war, und ob die CSU noch zwischen dem empfundenen Realsozialismus der Groko und dem Zorn daheim vermitteln kann – das kann ich nicht sagen. Es kamen mir auf dem Heimweg am Zelt vorbei noch viele Leute entgegen, die schnell wieder gingen. Wenn die Leute nachher im Bierzelt nicht mehr zusammen hocken, ist es ein ganz schlechtes Zeichen.


425 Lesermeinungen

  1. hammaned
    Bravo, bravissimo !
    Ja, genauso wars, und genauso wirds kommen. Selten hat ein „Reporter“ die Sttimmung besser eingefangen und neutral beschreibend rübergebracht.
    Reutberg an Josefi, Jaa das Wetter, die Parkplatzverhältnisse, Bier und Auto, der Baatz, ist halt immer a so a Sach. Aber es war heuer schon mau.

    Manche hätten dann doch lieber die Ilse auf den Schild gehoben gehabt, obwohl als Bierzeltrednerin passt keine Frau. Bei den Oberlandlern,von den Villen/Millibauern bis zu den Gebirgsschützen, ist eine Stimmung, wie seinerzeit beim Bauernaufstand, in der Sendlinger Weihnacht. Diesmal mit den Ösis, gegen die nicht lernfähige versiffte deutsche oder auch Stadt-bayrische Obrigkeit. Uns geht die „Globalisierung“ mit ihrem Ausverkauf an die Russen, Chinesen und „Migranten“ seit langem auf den Sack. Was nützen die Gewinne von BMW, Siemens usw. (wie lange noch?) wenn das schöne Land an Fremde verkauft oder von Einwanderern zertrampelt wird? Und das eingenommene Geld via Steuern über die EU und die ganze Welt verschmiert wird. So hamma uns das ned vorgestellt gehabt.
    Für den Södah wirds hier schwer. Selbst wenn er vielleicht doch eine Chance zu 48%+x hätte, es würde sich ja nix wesentliches ändern. Den scharfen Hund will, darf und kann er nicht geben. Und die Gesamtlage, vom Wirtschaftsabschwung über das italienisch induzierte Eurodesaster bis zur neuen Flüchtlingswelle kann er eh nicht verändern. Solange in Berlin eine abgrunddämliche Fingernagelbeisserin nicht erkennt, was man anders machen müsste. Oder eeendlich verschwindet.

    Da bleibt dann nur umso inbrünstiger: Gott mit dir, du Land der Bayern!

    • .....
      Sie habens gut zusammengefasst….als Östereicher kann ich nur sagen, bei uns ist noch Platz frei.
      Das Problem ist halt das die CSU mitgemacht hat, sie hätte spätestens jetzt Merkel abschiessen müssen aber sie zeigt keine Zähne mehr, sie hat sich breitschlagen lassen und jetzt gibts Komplizenhaftung

    • So weit kommt’s noch! Wenn dann gehe ich nach Südtirol.

    • Danke an Don und den Foristen Proepfler
      wie schrecklich Recht Sie haben!

    • Südtirol?
      Da habe ich auch schon dran gedacht. Ganz freundliche und bodenständige Leute. Landschaftlich, klimatisch und kulinarisch auch nicht die schlechteste Wahl. Und schöne Lieder haben sie spätestens seit Oswald von Wolkenstein auch. Aber die Schere zwischen den Tälern und den Städten geht dort auch immer weiter auseinander. Gegen Rom sowieso. Die Immobilienblase ist auch schon bis über 2000 m ü.NN angekommen. Und Herbert Pixner ist mittlerweile auch in die große Stadt ausgewandert.

      Die Talbewohner sind zu höflich, den Durchreisenden ihren Ärger mit den fernen Großkopferten schon beim ersten Gespräch zu offenbaren. Da geht es erstmal darum, sich untereinander mit gegenseitigem Interesse näherzukommen.

      Was bleibt, ist die Hoffnung, dass sich die Oberurbanen mangels Komfort nicht dauerhaft in die Berge trauen und ihr Störpotential woanders wüten lassen.

      Und mit Helmut Qualtinger: „Wenn wir nicht mehr in die Berge gehn, is ganz schlecht.“

    • Südtirol
      Wie ich Don Alphonso einschätze, hatte er mit seinem Asylziel wohl eher „Groß-Südtirol“ unter Einschluß Venetiens, der Toskana und einiger anderer kunstgeschichtlich wie kulinarisch wertvoller Peripheriegebiete im Hinterkopf.

    • Werter Don,
      „Wenn dann gehe ich nach Südtirol“

      Wenn sich die Katalanen durchsetzen, wird sich Südtirol von Italien lösen und sich mit (Nord)Tirol vereinen. Da können Sie gleich nach Österreich gehen.
      MfG
      Alfred Haas

    • Der passende Ausdruck, danke schön.
      Mir gefällt in Zusammenhang mit den deutschen Transferzahlungen in alle Welt das Wort „verschmieren“ außerordentlich. Es klingt ein wenig nach Kinderladen und sehr nach schmierig, und das passt gut zu den Beteiligten.

    • Gott bewahre
      Ilse Aigner wäre als eine Art bayerische Merkel noch viel schlimmer geworden als Söder.

    • Ein dreifaches Hoch auf den Foristen Pfroepfler !
      Auf einem Baum da saß ein Specht,
      der Baum war hoch, dem Specht war schlecht.

    • Wie wahr, wackerer Pfroefpfler!
      Aber trotzdem:
      Immer an die Warnungen des Patronatsherren denken, der gar
      niemals und ums Verecken nicht, den Gottseibeiuns AFD wählen
      würde.
      Diese geist.- und kulturlosen Naziepigonen heißen schließlich nicht
      Alternative für Bayern. Und auch noch eine gerichtlich approbierte
      Nazischlampe in der Spitze!
      No go for ever and ever.

    • Merkwürdige Koinzidenz
      Bayern, Don Alphonso, – passt wohl beides nicht in die schöne neue Welt.
      Hat was, wenn man im richtigen Moment geht – Kairos.

    • Warten Sie mal ab, was noch kommt. Es gibt auch welche, die einen Südflügel wollen und wissen, dass es günstig ist, Marken zu kaufen, die andere bezahlt haben.

  2. Der Söder
    Lieber Don, Sie scheinen kurz vor Toreschluss die Beitragsfrequenz erhöht zu haben. Das finde ich gut!

    Aber nun zum Thema. Soweit man bisher sagen kann, hat der Söder nur eine klare Politik gehabt: Ministerpräsident zu werden. Natürlich will jeder Politiker in Amt und Würden kommen und so lange wie möglich dort bleiben. Die Politik ist eine anspruchsvolle Tätigkeit deren wesentliche Belohnung die Ausübung von Macht ist. Und es ist unrealistisch, von denjenigen die ihr Leben dafür geopfert haben, zu erwarten, dass sie nicht an der Macht kleben. Dennoch hofft man ja immer noch, dass diejenigen, die Macht ergattert haben, eine Idee davon hätten, was damit zu tun ist. Ein Politiker, der nur Ideen hat, ist zweifellos gefährlich, aber einer ohne sie ist nur noch armselig.

    Herr Söder, kaum im Amt , so scheint es, will bereits niemanden zu sehr zu beleidigen, weder rechts noch links von ihm. Bei einer Dinnerparty in Berlin könnte das ein guter Grundsatz sein, aber Politik in Oberbayern ist keine Dinnerparty. Wer niemanden beleidigt kann auch niemandem gefallen und erweckt in Krisenzeiten nicht den Eindruck von Kompromissfähigkeit und Flexibilität, sondern eines Mangels an Prinzipien und von Kleinmütigkeit.

    • Ich wollte mich noch mit erhobenem Haupt verabschieden. Vielleicht bin ich auch mehr halsstarriger Bayer, als ich zugeben will.

      Ich habe da eine taktische Rede erlebt. So rechts, wie sie halt sein muss, aber nur nicht auffallen. Liefern und Punkte abhaken. Aber nicht zündeln.

    • (Ich meine natürlich, für hiesige Verhältnisse nicht zündeln. In Berlin wäre das manchen immen noch Rechts von Sportpalast)

    • Strukturen
      Zu Söder:

      Alte Politik Regel:

      Wer sich nicht den Weg nach oben selber freikämpft, sondern jahrelang warten muss, bis der Alte abtritt, der hat nicht den Charakter, der notwendig ist, um das Amt langfristig auszufüllen.

      D.h: Söder wird’s nicht lange machen…

    • Gegenbeispiel Merkel.

    • sorry Dad
      Merkel hat ihren politischen Daddy gekillt. Und zwar auf dem Marktplatz, vor dem Volk.
      Und alle anderen Thronfolger auch.

    • Stars, hide your fires; Let not light see my black and deep desires.
      Niemand hat jemals soviel politisch gemeuchelt wie die Dame in Berlin.
      Immer intelligent, immer präzise, immer ohne Kolletaralschäden.
      Wenn sie in die Geschichtsbücher eingeht, dann als Referenz für politische Macht in einer Demokratie.

      Sie schaffte das alles ohne FSB! Da ist das Beachtliche.

    • Titel eingeben
      Merkel war ab einem Punkt extrem rigoros. es gibt auf MDR eine recht gute Sendung zu Merkels Entwicklung. die hat das schon handstreichartig gemacht. man vergisst das nur allzu schnell.

    • Titel eingeben
      @Goodnight: FSB ?
      Wiki gibt reichlich – auch sinnvolle – Erklärungen.
      Welche ist gemeint?

    • Sorry Goodnight
      Ackermann, Blankfein, Soros, Liz Mohn, Friede Springer u.s.w sind Merkels FSB. Merke „leitende Politilker“ in sog. Demokratien sind immer Marionetten des weltweiten Groß-Kapitals. Bei Trump bin ich mir da allerdings noch nicht sicher.

    • Merkel pugionem educere .
      .. und dann die prallgefüllten schwarzen Kassen nebst Kaderkohorten übernommen und anschließend alle möglichen Erbfolger beseitigt. Das Södah glaubt mit ihr sei gut Kirschen essen zeigt nur sein Verblendung.

    • Die Dinnerparties in Berlin...
      …richtet inzwischen die FAZ aus. Zum Abschied des scheidenden Korrespondenten Günter Bannas hat aber auch niemand von den sog. „Eliten“ (LOL) gefehlt, wie die Bilderstrecke in der FAZ beweist. Das war ein Bussi-bussi und Hallöchen und Prösterchen von Antoinette-Loreley Hofnarrer bis zur Zonenwachtel. Und alle freuten sich, daß die FAZ nun auch noch den letzten Störenfried zum 31.3. verabschiedet und von nun an 100%ig im Dienst der Systemsache steht.

    • Gut, so, mit erhobenem Haupt!
      „Heino verschenkt Platte mit Lieblingsliedern der SS“.

      Da ist endgültig bloss der Titel ein anderer als bei BLöD. Damit steckt hinter dem Blatt mit dem ehemals grossen real estate nicht mal mehr ein nicht mehr ganz so kluger Kopf. Da steckt ein ***** sondergleichen, weil es ganz einfach ******* ist, und *********, alles zu verdammen, was irgendeinem Nazi mal gefallen hat; egal ob Burschenschaft, Wanderbewegung, Volkslied.

      Dem Vernehmen nach schreibt der Autor, N.N., derzeit an einem zweiten Artikel mit einem Aufruf, Nietzsche, Jünger und die Noten von Wagner dem Feuer zu übergeben.
      Ob es zukünftig noch eine Ehre ist, für die Fahne am Mainufer zu schreiben, entscheide jeder für sich selbst.

      Die Sterne stehen übrigens für (wenn auch durcheinander):
      ts sdtöohudimI ludramob

    • nur eine klare Politik:
      Ministerpräsident zu werden.

      Und hier haben wir die große Parallele zu Merkel, die auch nur das Amt will, aber keine Politik. Armes Bayern.

      Und ein schlechter Redner ist er anscheinend auch noch, auch hier wie Merkel.

    • Werter Herr Dippel,
      in Ihrer Aufzählung fehlen Vegetarier (evt. auch Veganer – so genau kenne ich mich im Speiseplan des Führerbunkers nicht aus).
      Schade für Sie, Don.
      MfG
      Alfred Haas

    • "Ohne FSB"?
      Ach, und war da nicht mal was mit Rosenholz?
      M. A. Titz

    • @Ernst Wilhelm: Mann-o-Mann! ... von denjenigen die ihr Leben dafür geopfert haben
      The Queen of the Night, Mary Louise Cecilia Texas Guinan (1884 – 1933), US-amerikanische Schauspielerin und Bardame, Eingeweihte und Kennerin der politischen Szene sagte aus eigener Erfahrung:

      Ein Politiker ist jemand, der immer bereit ist,
      „Ihr“ Leben für sein Vaterland zu opfern.

    • @kdm: "Ach, wie gut ist, daß niemand weiß, daß ich Rumpelstilzchen heiß!"
      FSB ist der Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation
      Fränkischer Sänger Bund
      Finanzstabilitätsrat (Financial Stability Board – FSB)
      Federation of Small Businesses

    • Danke, Herr Haas,
      habe michköstlich amüsiert! – Zukünftig werden also die vegetarischen Gutmenschen widerwillig ein Stück Wurst oder Fleisch auf den Teller legen, um sich ja bloss vom Führer zu unterscheiden?!

  3. Ein herrlicher - und zugleich nachdenklich machender Beitrag
    über das Innenleben einer bayerischen Region.

  4. Frankenkönig
    Das ist es, was ich befürchte. Es werden Überschriften, politische Schlagzeilen gesetzt, die dann inhaltlich nicht gehalten werden (wollen/können).

    Söder wird sich dessen wohl schon bewußt sein und agiert vorsichtig. Ich kann aus meiner einfachen Sicht nicht einschätzen, ob er für wegweisende Taten keinen Mut oder einfache nicht genug Macht hat.

    Bisher hatte ich noch Wohlwollen für Söder (trotz dessen das er ein Nürnberger Stadtmensch ist). Das Kreuzchen für seine Wahl im September schwankt aber immer mehr.

    Ich erwarte handfeste Taten bis dahin. Sehe aber momentan nicht mal ein Händeschütteln. Ansonsten muß ich wie bei der Wahl 2017 wieder zur blauen Tinte greifen.

    Auch der heimatlich Frankenbonus wird daran nicht viel ändern können.

    Bierzelte sind im näheren Umfeld der großartigen sozialistischen Metropole Nürnberg schon lange nicht mehr voll. Die Jugend gräbt sich ein in ihre virtuellen Stellungen. Ab 30 km Abstand zur großen Stadt wird es aber wieder besser.

    • Normalerweise hätte es voll sein müssen. Allein schon wegen der vielen Parteimitglieder. Es kann sein, dass man in Oberbayern nicht viel für den Protestanten tun will, mal schauen.

    • Da ist einer noch nicht ganz im Amt
      und schon gibts den Merkel-Effekt: Wer in diesen Zeiten zu regieren versucht, wird erstmal verprügelt. Für mich ein wenig schlicht, die Reaktionen. Was der Söder da versucht, ist ja nicht sooo einfach, wie Lieschen Müller oder Basti Obatzter sich das vorstellt. Und der hier mehrfach angeklungene Vergleich mit Merkel? kann es sein, das der gemeine Franke da ein Erfolgsrezept übernimmt? Dummheiten sind blitzschnell daher gequatscht. Lösungen sind kompliziert und schwierig und haben die Angewohnheit immer nur die Sehnsüchte einer Teilmenge der damit Beglückten. Da hält man zuweilen besser die Klappe. Und eine Replik auf die Philippika des Bierkönigs war offenkundig der Mühe und der leeren Tische nicht wert. Ach so, der hat als Organisator des Events bei der kleinen Aufgabe versagt, das Zelt voll zu kriegen. Nicht so schlimm, aber regieren sollte man ihn nicht lassen

    • da Södah, @Don
      Wie war denn das Wetter am ersten Bierzelttag des Södah? Manche bleiben bei Regen oder Kälte gerne zu Hause hinter dem Ofen sitzen. Es war doch wohl eher verhältnismäßig kühl in (Ober-)Bayern in den letzten Wochen und Monaten, und vermutlich auch am Bierzelttermin, oder täusche ich mich da?

      Der Wahlkampf wird schon noch an Fahrt aufnehmen. Ich selbst halte es aber für eine Illusion, dass die AfD in Bayern nicht die 5 % Hürde schaffen kann. Verständlicherweise werden diese 8 bis 15 % für die AfD dann vorwiegend der CSU fehlen. Da Södah ist halt nicht der Strauss und auch nicht der Eddi Stoiber, außerdem haben sich die Zeiten geändert.

      Vermutlich muss da Södah ausbaden, was der Seehofer Horst an vollmundigen Ankündigungen, – wie z. B. die Kanzlerin juristisch wg. ihrer Eigenmächtigkeit in Zuwanderungsdelikten zu belangen, und dann doch vor einem solchen Schritt zu kneifen, oder die Ankündigung, die bayerischen Grenzen schützen zu wollen, und dann doch keine Grenztruppen bereitzustellen, – nicht umgesetzt hat.

      Ich bin zwar immer nur kurz vor Ort in Bayern, um dort zu urlauben, aber das eine SPD heutzutage nur ein drittel eines Bierzeltes nicht besetzen könnte, halte ich für eine fahrlässige Fehleinschätzung. Ich vermute, dass die SPD in Bayern heutzutage noch nicht mal mehr ein Vorzelt gefüllt kriegen würde. Vielleicht würde es mit der beständigen Ausgabe von Freibier funktionieren, aber selbst dann hätte ich immer noch so meine Zweifel…

      Da Södah wurde von Ihnen schon desöfteren kleingeschrieben.
      Ja, er stammt aus einer Arbeiterfamilie, aber er soll in der Parteiarbeit sehr effizient und bürgerbezogen sein. Ich denke, er wird schon bald merken, was beim Wahlvolk ankommt und seine Reden werden noch rhetorisch schärfer werden, und kurz vor dem Wahltermin werden in den überfüllten Bierzelten die ganz Begeisterten wieder auf den Tischen tanzen, wenn da Södah ganz landesväterlich spricht und an die bayerische Volksseele appeliert, dessen bin ich mir gewiss.

      Da Södah wird unterschätzt. Er ist enorm ehrgeizig und volksnah, auch wenn Ihr Blog einen anderen Eindruck vermittelt. Für das Aussitzen und Zaudern von Seehofer Horst kann da Södah nix.
      Des wiad schon noh!

    • Bildung pro bono
      @Keul

      Lösungen sind schwierig, ja.
      Und?

      Wenn sie ein neues Handy kaufen, dann sagen sie ja auch nicht:
      Ja, 1150 Euronen für eine iPhone X ist schon angemessen, weil es ja schwierig ist, so ein Handy in China für weniger Geld zu bauen, bei die hohen Löhnen dort und so, und da kann man einen größeren Akku und Speicherweiterung und Dual Sim und so ja nicht erwarten.

      Nein, sie drehen sich um und kaufen was anders.

      Das ist vernünftig, denn all die Komplexität wird nur zu Lösungen gezwungen, wenn der Kunde, die Komplexität nicht mitdenkt sondern einfache Lösungen fordert.
      Das ist der Witz.

      Kein Politiker würde irgendetwas entscheiden, wenn nicht der Wähler einfache Lösungen einfordert und diese bei Wahlen auch honoriert.

    • @Gnadenbrötler
      Wenn man den CSUlern hier in Nürnberg und Umgebung glauben darf, so ist man hinter vorgehaltener Hand schon lange froh, daß er sein Unwesen weit weg in München treibt. Karrieregeiles A..och und ähnliches wird da gerne mal gesagt.

      Der gute Hr. Dr., der eine tiefschürfende 50 Seitige Promotion bei einem Parteifreund an der Uni in Erlangen abgeliefert hat…

      Schade ist, daß er mal wieder das Bild der Franken im Süden Bayerns prägt und mal wieder bestätigt, daß Franken nix taugen…

  5. Früher
    da wären die beiden angesprochenen Reden, also die vom Söder und die vom Chef der Genossenschaft, eine gewesen, und der Strauß hätte sie gehalten.
    Seine Leibwächter hätten ihn untergehakt und ans Rednerpult gestellt. Dort hätte sich ein deutlich angetrunkener Landesvater festgekrallt und hätte aus dem Stegreif eine 2stündige Rede gehalten, das Volk und das Wahlvolk, beinahe deckungsgleich, hätte getobt.
    Hätte hätte Fahrradkette, oder, wie der Lodda, ein anderer Franke, meint: Wäre, wäre, Fahrradkette. Nicht ganz das Talent vom Kollegah.

    • Ja, ich kenne solche Reden von früher, die wären heute nur ohne Sondersendung in der Tagesschau nicht mehr möglich. Heute haben die warmen Brüder über die kalten Krieger gesiegt.

    • Sie müssen verzeihen...
      die warmen Brüder und die kalten Bauern, #Geburtenmangel

    • Herrlicher Kommentar
      Vielen Dank für diesen schönen Kommentar, der mich herzhaft lachen ließ.

    • "Kalter Bauer" - das hatte ich schon lange nicht mehr gehört...
      Glückwunsch Nahuatl, das Gemächthirn funktioniert, wie man sieht.
      Es wäre wirklich schade, wenn das der Sprache verloren ginge.
      Vielleicht sollte man ein Lexikon dafür anlegen….bevor die Sprachpolizei es zum Verschwinden bringt.
      Und die „abgrunddämliche Fingernagelbeisserin“ von Pfröpfler ganz oben war auch gut.
      Manchmal bringt so ein Ausdruck das Wesentliche besser auf den Punkt, als eine Viertelseite saftloses Geschreibsel.

    • Titel eingeben
      „Heute haben die warmen Brüder über die kalten Krieger gesiegt.“

      Wunderbar, einfach genial! Aber auch 1000 Dank für den großartigen Artikel zu Kloster Reutberg mitsamt Bürgermeister und dem ganzen Drum und Dran.

    • Gern geschehen.

  6. Politiker werden heute herunter nivelliert
    auch sie sind Neid- und vor allem medialen Giftkampagnen ausgesetzt. Was mich an Söder stört ist eher der Gesamteindruck-ich habe ich mit seiner Person nicht genug befasst um ihn beurteilen zu können. Und habe auch keine Lust dazu. Er wirkt eher wie ein Rück- denn ein Fortschritt, und er ist auch so einer, der es allen recht machen will. Wenn ich es richtig mitgekriegt habe eine Mischung aus dumpf und Frauenquotenbefürworter. Bekanntlich gilt ja: Everybody’s darling is everybody’s fool.

    Man kann sich nicht so ganz vorstellen, dass er bei dem gestandenen, lebenserfahrenen (soll heißen reiferen) und traditionsbewussten Teil der ja gottlob als erdverhaftet geltenden Bajuwaren so richtig ankommt. Er hat so gut wie keine Ecken und Kanten, wenig Profil. Insofern unterscheidet er sich nicht von der sonst üblichen etablierten Politikerkaste.

    Man kann ja über Strauß sagen was man will-er war ganz sicher ein übler Strippenzieher. Aber definitiv auch jemand mit viel Persönlichkeit und eben jenen Ecken und Kanten, die heute meist fehlen. Friedrich Dürrenmatt hat mal sinngemäß über ihn gesagt „ein Velofahrer, der immer nur Schuss fährt.“ Das war als Kompliment zu verstehen, und er war beileibe nicht der einzige Intellektuelle, der Strauß letztendlich gelobt hat. Man muss laut lachen wenn man sich erinnert wie Strauß sich damals über Pressevertreter geäußert hat. Wenn es ihn noch gäbe-da wär was los heute.

    Viele etablierte Politiker heutzutage lassen sich von der Presse einschüchtern, ja regelrecht herumdirigieren. Da fragt man sich wer eigentlich die Regierungsgewalt hat: vom Volk gewählte Politiker oder Pressefuzzis, die heute oft noch dazu von der weltfremden Urwaldarztsorte sind. Unvergessen auch die Rededuelle von Strauß und Wehner im Bundestag-das war noch gelebter Parlamentarismus.
    Man wünscht sich Bayern kernig, vital, stolz auf seine Identität, seine reizvollen Landschaften, trotzig seine Traditionen bewahrend. In einer Zeit wo man zunehmend die dünne Luft der Globalisierung atmen muss sucht man Haltepunkte und nicht etwas, das sich immer weiter verflüchtigt. Das wässrige Preußentum hat völlig die Orientierung verloren, es gibt zwar noch Reste der alten Zwangs- und Obrigkeitsmentalität, aber die ist heute langhaarig und macht einen auf „virtue signalling“. Das wirkt widersprüchlich, und man würde weniger darunter leiden wenn das Ganze nicht so lächerlich wäre.

    Da knüpft man seine Hoffnungen an Bayern. Ob Söder der Richtige ist um es zu erhalten-ich weiß nicht. Aber es gibt ja dieses Jahr wohl noch Wahlen.

    Gott mit Dir, Du Land der Bayern, er behüte deine Fluren, er erhalte deine Farben. Statt Berliner schmutziggrau lieber weiß und blau.

    Pfiati.

    • Die CSU ist selbst Opfer des sich wandelnden Heimatbegriffs, und zwischen radikalen Lebensschützern und den jungen Familien in den Bergen, die Kinderplanung nach Karriere machen, ist es schwer, einen Platz zu finden. Das im Zelt war die stockkonservative Basis.

    • Seehofer sagte gestern,
      daß Bayern 2 Mio. Personen Zuzug gehabt habe. Sind halt nicht alle so, wie ich.😉

    • @ Philomena, 23 März 2018, um 10:17
      …sind halt nicht alle so, wie ich

      Geht mir nicht ganz auf, was Sie da sagen, kann es sein dass das Komma falsch gesetzt ist oder dass Sie sich etwas in den Vordergrund rücken wollen? Bleiben Sie doch bitte sachlich.

      Ein paar Anmerkungen noch zu meinen Ausführungen:

      1. Auch wenn ich Muttis Asylpolitik und Willkommenskultur für verfehlt halte, ein Rassist bin ich eigentlich nicht (ich habe nicht umsonst Anglistik und Romanistik studiert). Sagen wir ich bin vorsichtig. Ich kann die Refutschis bis zu einem gewissen Grad sogar verstehen. Wahrscheinlich würde ich es auch so machen. Wenn morgen welche aus Schweden hier rumrennen und brüllen würden „German refugees welcome“-„kommt zu uns, da kriegt Ihr das zehnfache Geld ohne dafür zu arbeiten“-ich glaube ich würde sofort hingehen. Der Fehler liegt bei unseren politisch Verantwortlichen und Willkommenshysterikern. Und wenn Macron die Hände aufhält weil er merkt, dass Mutti und Konsorten bereitwillig unser Tafelsilber verramschen, dann liegt der Fehler nicht bei Macron.

      2. Ich ziehe ja hier gern gegen den Feminismus zu Felde. Bleibt auch so, selbst wenn ich einen gewissen Respekt für echte Feministinnen wie Doris Lessing habe. Die weiß nämlich, dass es zwei Geschlechter gibt, die sich gegenseitig ergänzen und auch brauchen. Und sie beklagt einen denkfaulen und heimtückischen Ansatz im Feminismus der letzten Jahre. Aber bitte Schwestern, brecht jetzt nicht in Begeisterung aus und fallt mir nicht um den Hals. Haltet ein-zwei Armlängen Abstand und bleibt mir von der Pelle. Ein Nein ist ein Nein ist ein Nein! Ich bin wie der Schröder bei den Peanuts-der hat das Thema Frau einfach nicht auf dem Schirm. Er lebt nur für sein Piano, ich für bestimmte Dinge und Aktivitäten. Die liebe ich, und keine Frau (und vor allem keine Mauerblümchen oder Hausmütterchen). Schon gar nicht in einer wirren Zeit wie dieser. Mag sein, dass im Netz teilweise über meine Haltung und was ich hier schreibe gelästert wird, aber ist mir voll egal. Meine Droge ist Nüchternheit und Sachlichkeit. Frauen sind viel zu kompliziert (vor allem heutzutage) um mit ihnen Spaß zu haben.

      3. Meine Sympathie für Bayern entspringt nicht einem dumpfbackigen Provinzialismus oder Chauvinismus. Ich liebe die Landschaft dort wahrscheinlich mehr als die Leute. Aber die Bayern sind eben teilweise bewundernswert standhaft.

      4. Wenn ich Sympathien für die AfD bekunde, dann nicht weil ich rechts bin (ist die AfD für mich überwiegend auch nicht), sondern weil sie für mich im Moment die einzige unter den Parteien ist, die frisch, frech, vital und originell daher kommt. Unsere großen Genies (Goethe, Heine, von Kleist, etc.) waren alles Patrioten, aber auch Weltbürger. Man kann nur Weltbürger sein wenn man auch Patriot ist (aber maßvoll).

      Alles klar?

    • Werter Herr Charles,
      bitte, nehmen Sie sich nicht so wichtig und benehmen Sie sich doch nicht so, wie Sie es mir vorwerfen i.S. Vordergrund.
      Ich hatte dem Don geantwortet.

      Gut, daß ich nochmal „hochgefahren“ bin…Warum rechtfertigen Sie sich immer wieder? Wir haben Meinungsfreiheit und die billige ich Ihnen gerne zu.

  7. Jo mei, Im Bierzelt halt
    Das wird immer schwieriger, die Sache mit der Lufthoheit über den Stammtischen. Die CSU war lange recht erfolgreich mit der Vermittlung von Identität und Heimatgefühl.
    Und nun, da der Horstie grandios gescheitert ist, mit seinen unklaren Ankündigungen, Drohungen und Versprechungen, schlägt der Stammtisch zurück.
    So geht es den Radikalen oft: Sie können am Ende nicht liefern. Wie den auch? auch die selbsternannten neuen Könige von Bayern haben viel weniger Macht als es der ländliche Bockbierkönig glaubt.
    Die tatsächliche Macht haben die Apparate. In Verwaltungen und in den Interessenvertretungen. Und deren bedeutenste Kraft ist die Schwerkraft. Die hilft ihnen, fast jede Bewegung zu verhindern. Sowohl vor als auch zurück. Und wie immer, kann das gut sein oder schlecht. Denn manchmal brauchts Bewegung und manchmal auch das Bewahren. Die notwendigen innovationen finden nicht in der Politik statt. Die versucht nur, damit irgendwie umzugehen

    • Di Regierungserklärung allein hat die CSU wieder Punkte gekostet, weil die Leute dann wieder zum Schmied statt zum Schmiedl gehen. Es sei denn, Horst macht so grosse Magengeschwüre bei anderen, dass sie aufgeben.

    • Die Radikalen
      das sind aber die anderen, die das Land nicht erhalten, auch nicht „das Rad zurückdrehen“, sondern es fundamental verändern und umbauen wollen.

      Radikal heisst, an die Wurzeln gehend. Das ist eine viel hilfreichere Unterscheidung als links-rechts. Unsere Eliten sind heute radikal, das links oder grün wählende Lieschen Müller ist nicht weniger radikal als jeder NPD-Wähler, alle streben eine Raserei der Zerstörung an, beschönigend Wende oder Wandel genannt, ohne Begründung, ohne Limit, es muss einfach.
      Die meisten Leute dort im Zelt aber wollen das Gegenteil und die allermeisten AfD-Wähler übrigens auch.

    • @Peter Keul
      Die Macht sitzt jetzt bei den von Lobbyisten sehr geschätzten Bürokraten in Brüssel. Wichtige Vorschriften und Grenzwerte kommen von dort.

      ht tps://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/eu-buerokratie-warum-glueckliche-babys-tabu-sind/11601626.html

      Dafür hat der deutsche Wähler wiederholt seine Zustimmung gegeben.

      Sogar die Entwertung seiner Rentenansprüche für die alternativlose „Rettung“ der europäischen Währung fand eine Mehrheit.

      Sich jetzt über die Konsequenzen der überbordenden Bürokratie zu beschweren, erinnert stark an kindliches Verhalten: Mutti hilf!

      Das Kind ist also schon in den Brunnen gefallen.
      Da kann auch ein bayrischer Ministerpräsident nichts daran ändern.

      Fundamentale Reformen sind aus strategisch-psychologischen Gründen erst am Tiefpunkt einer Krise sinnvoll (z.B. wegen dem weit verbreiteten logischen Fehlschluß „post hoc, ergo propter hoc“).

      Oder wie es mein Finanz-Guide schreibt:

      We have to crash and burn!

    • Brüssel und die CSU
      @ikkyu:
      Dabei sollte man aber nicht vergessen, daß „Brüssel“ ja recht offensichtlich gerne benutzt wird, um „über die Bande“ etwas einzuführen, was man sich im direkten Verfahren nicht traut. Vertreter des interessierten Landes lancieren etwas in Ministerrat oder Kommission (da gibt es bekanntermaßen die geringste demokratische Kontrolle) und nachher heißt es: „wiiir wollten das ja eigentlich gar nie nicht, aber die Anweisung aus dem heiligen Brüssel müssen wir jetzt leider, leider umsetzen.“
      Und was die CSU angeht: ich denke, daß die Meisten schon wissen, daß ein bayrischer MP nicht die ganze EU-Politik ändern kann – aber immer wieder (durchaus realistische) Maßnahmen ankündigen und dann davon genau gar nichts umsetzen, das paßt halt nicht.

    • I miei soldi nn sono i Vostri, ma i Vostri saranno stati i miei ....
      Na, ein Vertragswerk, das erst seit Lissabon eine Ausstiegsregelung hat, war ja … ein schlechter Vertrag. Ich beglueckwuensche die Briten nach wie vor und tue alles, damit die Eidgenossen bloss keinen Gefallen an einem „Irrtritt“ finden ;-p

      Ich halte die korrupte Buerokratie in Bruxelles allerdings auch fuer die groessere Gefahr als die Autokraten an den verletztlichen Flanken der EU, die nicht nur Kriegsrhethorik betreiben, sondern bereit sind, Krieg (populistisch) als Mittel einzusetzen … Aber die leutz in der EU sind ja so bloede, Putins Einflussgebiet in der EU von Rumaenien/Bulgarien um Serbien erweitern zu wollen … und Bosnien-Hercegovina, ja mei! Die Journalistenmorde in den beiden Kleinstaaten deuten aber an, wie weit die innere Erosion bereits fortgeschritten ist.

      Mal sehen, vielleicht fallen „Target II Salden“ der naegelkauenden Person in dieser Legislaturperiode vor oder auf die Fuesse … Dann geht Aussitzen und auf die Vergesslichkeit der bloeden „schon laenger hier lebenden“ wohl doch nicht mehr, die altbewaehrte Strategie, die ja gerade wieder zum Einsatz kommt.

      Wie war dieses „Wir“ bzgl. Migrationskrise in der „Regierungserklaerung“ der naegelkauenden Person eigentlich zu verstehen? Pluralis maiestatis oder das Abwaelzen persoenlicher „Verantwortung“ auf ein allgemeines Akteurskollektiv, à la „das Kabinett hat leider geschlafen, ich war ja in Bayreuth“ ..

      Ich nehme an, dass die Intrige des Herrn Seehofer etwas unterschaetzt wird. Da Soedah-Kasperl darf sechs Monate Koenig spielen, dann wird er in desastroeser Landtagswahl abgewaehlt und anschliessend ausgetauscht ….

      Wie dem auch sei.
      Bleiben’s uns erhalten, „Don Alphonso“.

  8. Balance
    Vielleicht wird es noch fuer Soeder und die CSU. Fuer Spagat hat er nicht die Figur, vielleicht aber genug Training.
    Als MP muss er Mehrheiten bei vielen Themen finden.
    Einfluss bei der evangelischen Kirche hat er. Bei den Katholiken qua Amt auch.
    Doch glauben viele Pfarrer und Mitglieder noch an ihre Rolle als Don Camillo. Die Pfarrerin von St Jakob in Nuernberg leidet unter Anfeindungen, nachdem sie die Kirchenglocken nutzte, eine genehmigte Demonstration am Platz bei der Kirche zu stoeren. Andere Pfarrer sind da ganz bei ihr.

    Soli, Abschiebehaft, Italien und Griechenland – Soeder ist eine arme Sau.
    Trump zumindest meint es gnaedig mit ihm. Kein Zoll auf Bimmer (jetzt)

    • Ich bin wirklich zum ersten Mal richtig gespannt auf eine Bayernwahl. Und ich freue mich, das begleiten zu können. Das hier wäre der auftakt für die FAZ gewesen, jetzt hängt es hier in der Luft und es kommt woanders.

    • Genauso ist es, Don,
      die FAZ hat es einfach vermasselt. Total falsch entschieden. Nicht nachvollziehbar. Und den Herausgeber Berthold Kohler kann man immer noch nicht kommentieren. Warum eigentlich?

      Wer die von Ihnen hinterlassene Lücke füllen soll, nun ja. > FAZ-Problem!

    • Kohler hat damit nichst zu tun, das ist rein Internet und Feuilleton-Entscheidung. Kommentare werden oft als verzichtbar betrachtet, bei eigentlich allen Medien.

    • Wahlbegleitung
      Wenn Sie das schaffen, in einer 6monatigen Serie einen Wahlkampf zu begleiten, und zwar so, dass Leser verstehen, wie die Jagdsaison anfängt mit den parteiinternen Wahlversammlungen (Mitglieder? Delegierte?) über die unvermeidliche Sommertour im Wahlkreis (per Fahrrad oder E-Mobil?), aber auch das Umfeld verstehen: die Nachwuchsförderung der Parteistiftung (Sommercamp von campact oder Die Falken oder Rhetorikseminar der xy-Stiftung) und wie daraus dann technisch hochversiertere Twitter-Nutzerinnen wir Dorethee Bär daraus entstehen…

      wenn Sie gleich das Drehbuch schaffen für eine heute übliche Fernsehserie, die aber tiefer geht und nicht an der Oberfläche bleibt, dann wären Sie ein Pionier, der den Weg aus den unversöhnlichen Ansprüchen bietet, die niemand noch erfüllen kann!

      Mir sagte ein Hipster, wer keine eigene Website habe als Politiker, den wähle er nicht. Das müsse man schon wenigstens schaffen. Facebook habe jeder.

      Ich nicht.

      Ich stand vor ihm. Das war ihm egal.

      Und wissen Sie was?
      Er war mir in diesem Moment auch egal.

      Es war ein wunderbarer Moment, in dem ich merkte, an welchem Punkt wir gesellschaftlich die nächsten 10-15 Jahre hängen werden. 5 Jahre davon sind vorbei. Und wir hängen mittendrin.

      Gerne lese ich sechs Monate lang von Ihnen!
      Herzlich gerne. Und begleite im Sommer auch gerne die ein oder andere Recherche auf dem Rad)

      Daumen hoch!

    • Ich schreib, was kommt. Nur halt nicht mehr hier. 8 Tage bis zur Freiheit.

    • Auftakt
      wird dann zum

      Taufakt

      für Ihr Neues!

    • St. Jakob
      Das ist doch nur eine begrenzt mutige Pfarrerin.
      Natürlich ist ein Grossteil der Anfeindungen unter der Gürtellinie; was erwartet man von Pegida! (Leider kaum anderes.)
      Aber im mainstream mitschwimmen, und das Geläut war nichts anderes, ist auch nicht wirklich mutig, und vielleicht nicht einmal wirklich christlich.
      Meine Sterne von weiter oben zu recyclen, denke ich dass die Pegida-isten meistenteils *****en sind. Allerdings unterstelle ich ihnen gleichfalls, dass es ihnen dennoch bei ihren Anliegen ernst ist, dass sie die Welt so einfältig sehen, wie sie sich geben. Und da wäre es eben die christliche Aufgabe, diesen verwirrten Schafen (ah, endlich gelingt eine mehrdeutige Contenance) in ihrer Beladenheit zur Seite zu stehen, anstatt ihre Demonstration mit Kirchenglocken nieder zu läuten.

    • @Frauke
      Erstaunlich, dass Sie noch klar denken können, bei all den Hintergrundprogrammen, die in Ihrem Hirn ablaufen und Rekombinationen durchspielen. Danke für die Erwachsenentaufe.
      Auf dass sie nicht in der Traufe vollzogen werde.

      @Don

      Schön haben Sie das übrigens angemerkt, das mit dem erhobenen Haupt.
      Viel Erfolg!

    • Denkrichtungsänderungen scheuern bei mir nicht so entspannt an der Kopfinnenwand entlang wie hier:
      blogs.faz.net/stuetzen/2018/03/15/__trashed-8829/#comment-200136 (jetzt wissen Sie auch, warum dieser Weblogbucheintrag …trashed… getauft wurde) v.gd/tInADZ , sondern werden abrupt mit Schmackes wieder ins Innere reflektiert, wo sie dann die Hirnspitzkehren hilflos hinabschlittern. Die Trümmerbröckileinichenile sammeln sich alsbald unten (nein, nicht darmausgängig, obwohl: Komment-Arsch mit Ohren…) am Luftröhrenpüsterich, werden hinausgeblasen und dann hier fixiert, oberfiesgrins.

      Erwachsenentaufen können ziemlich lang und äußerst unangenehm sein:

      Die Feuertaufe ist, wenn nun der HitzeschutzFAZbest fehlt, der Traufe möglicherweise nicht unbedingt vorzuziehen.

      Aber immerhin können Sie und andere Belastete jetzt einen Verein gründen, den

      𝕮𝕷𝖀𝕭 𝕯𝕰𝕽 𝕱.𝕬.𝖅.-𝕲𝕰𝕾𝕮𝕳Ä𝕯𝕴𝕲𝕿𝕰𝕹

      F.A.Z.? Klar doch: Frauke Amgelins Zappeleien (oder Zumutungen oder …)

      ( coolsymbol.com/cool-fancy-text-generator.html )

    • Kohler Kann Keinen Kommentar ver-Knusen
      @MrSVP qui dit
      Natürlich hat Kohler rein überhaupt ganz und gar nichts damit zu tun ;-) Aber die Leser würden seinen transatlantischen Müll nun mal in 5 Minuten verreißen :-)

    • Ich glaube nicht, dass er Zeit hätte, die zu lesen.

    • GrünlinkInnen mögen diese Wort nicht, aber was soll's?!
      Treue, versprochen, lieber Don.

      Aber bitte nicht (nur) auf Twitter, Facebook, etc..

    • @Don + seine Gaeste
      .
      @Frauke Amgelin

      Frau Amgelin,

      Sie haben immer auch einen Witz dabei, schreiben so unfaßbar schräge positiv und informell, sodaß man es gerne liest, haben auch ebensolche wunderbaren Tipps und Informationen… .
      𝕮𝕷𝖀𝕭 𝕯𝕰𝕽 𝕱.𝕬.𝖅. < das sit klar
      -𝕲𝕰𝕾𝕮𝕳Ä𝕯𝕴𝕲𝕿𝕰𝕹 <<< HELP. Beende Suchfunktion.
      .
      PS: Wie war das mit der Software , die die letzten Beiträge erkennt, das hatten Sie mal erwähnt; schon ewig her.
      Vielen Dank an Sie.

      /-
      @Gast aus Suedamerika sagt:
      24. März 2018 um 01:18 Uhr
      Don Alphonso sagt:
      24. März 2018 um 06:48 Uhr

      Dann soll B. Kohler es eben lassen. Dauerüberlastung geht nicht. Mitleid.
      -/

      ! Hier gefällt es mir, es gibt so tolle Mitforisten.
      Danke an ALLE.

    • @Frauke
      Frau Amgelin,
      ich ging auf die Seite, da hat es geklingelt.
      /Geschädigten/ sagte mir die Stimme aus dem OFF. Das war schwer!

      𝕮𝕷𝖀𝕭 𝕯𝕰𝕽 𝕱.𝕬.𝖅.-𝕲𝕰𝕾𝕮𝕳Ä𝕯𝕴𝕲𝕿𝕰𝕹

      F.A.Z.? Klar doch: Frauke Amgelins Zappeleien (oder Zumutungen oder …)

      ( coolsymbol.com/cool-fancy-text-generator.html

    • Software ist colorcraze's Fachgebiet; ich hab's damit nicht so. Jemand bemängelte das
      schon:“Du hast Absolutkeineahnung, aber davon ’ne übergroße Menge!“

      Ich hatte lediglich die Netzseite followthatpage erwähnt:

      blogs.faz.net/deus/2017/09/28/87-entgrenzer-die-sich-wie-126-afd-benehmen-4658/#comment-71081

      v.gd/MqpOAm

      blogs.faz.net/deus/2017/09/28/87-entgrenzer-die-sich-wie-126-afd-benehmen-4658/#comment-71361

      v.gd/QOQPVt

      Nur wird es jetzt wohl so kommen, dass die Kommentarmöglichkeit für das Kürzlichste von dem, was der FAZ verbleibt, nicht erst nach jeweils etwa drei Monaten erlischt.

      Es lohnt sich aber trotzdem, sowas einzurichten, denn auch im zeitweiligen Paralleluniversum ( stuetzendergesellschaft.wordpress.com/2013/02/ v.gd/kmWUTh ) war die Liste der fünfzehn jüngsten (nicht letzten) Kommentare bei Hochbetrieb viel zu kurz – allein aus Platzgründen wird sie jedoch ebenso in einer Weblogbuchwieder?neu?auflage kaum länger ausfallen…

      ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

      Wenn Sie beispielsweise TDV eine Mitteilung zukommen lassen möchten, りム刀刀 ズム刀刀 りノ乇 ムひᄃん 丂の √乇尺キ乇尺イノムイ W乇尺り乇刀 : Jede Menge Katakana, kaum Hiragana und Kanji, vergnügtschmunzel …

    • Soweit ich weiss, habe ich nach dem 31.3. keinen Zugang zu den Kommentaren mehr, die eingabemaske wird dann auch ausgeschaltet.

    • @Frauke 24. März 2018 um 17:00 Uhr -/- @Don
      Frau Amgelin,

      allerherzlichsten Dank an Sie, das auf die Schnelle !

      Lieber MrSVP qui dit mamanmadit (wollja, so muss das sein!), Software? verneint Frauke Amgelin und sagt: (Habe die Ehre, danke)
      24. März 2018 um 17:00 Uhr
      Software ist colorcraze’s Fachgebiet; ich hab’s damit nicht so.-/ besser mal nicht so tiefstapeln, Frau Amgelin. Vergnügtschmunzel.

      (*.*) Anmerkung bzgl. TDV:
      Da habe ich mich eben noch informiert,
      https://www.huttenblatt.de/katakana-hiragana-kanji-so-schwer-ist-die-japanische-zeichenschrift-wirklich/
      -und fange mal an mit Sushi, Suzuki, Sugimoto ,gallerykoyanagi ;

      à suivre

      @Don Alphonso sagt:
      25. März 2018 um 08:45 Uhr

      Monsieur Don,
      danke für Ihre Info, die Anderen da oben wissen das schon, jetzt weiß ich es auch.

      Danke für den tollen Artikel über das gemeine Leben in Bayern.
      Und jetzt muss ich mir mal

      https://blogs.faz.net/stuetzen/2018/03/25/die-hohe-kunst-der-nowork-life-balance-8869/#TOP

      von heute zu Gemüte führen.

    • Viel Spass!

  9. Vielleicht werden wir erleben ...
    … wie groß die unverbrüchlich treue Kernwählerschaft der CSU wirklich ist, nachdem die Partei bei vielen Stammwählern verschissen hat, wie man bei uns so schön sagt. Immerhin ist die CSU in Berlin ja Partner einer linksgrünen GroKo, die meint, der Islam gehöre zu Deutschland. Aber das ist womöglich das geringste Problem. Laut der Presse in den letzten Tagen wollen ja mehr als 100 Millionen Afrikaner auswandern. Wohin wohl?
    Es wird jedenfalls interessant.

    • Die CSU muss Antworten liefern, und da reicht das Integrationsgesetz sicher nicht aus. Grenzsperren sind möglich, dann verlagert sich die Route halt nach Thüringen. Das Problem sind die Clandestini in Italien, die bald unter Druck geraten könnten. Die werden dann eher nach D wieterziehen.

    • Titel eingeben
      Es ist für Italien viel leichter die nach D zu schicken als wieder zurück übers Mittelmeer.
      Südtirol ist ein guter Tip. Ich suche auch schon. Inseln am Rand sind gut. Portugal evtl. Vielleicht ist es am besten man verzieht sich an die Ränder. Das kann alles nichts mehr werden. Wie soll das gehen? Deutschland/Zentraleuropa war immer Kriegsgebiet, Unruhegebiet. Ich dachte immer es wäre endlich zur Ruhe gekommen. Falsch gedacht.

    • So geht es mir auch, @Thomas
      nachdem meiner Frau NZL nicht gefällt.
      Wird für unsere Familie, dem Nachwuchs geschuldet, auch eine Politik der kleinen Schritte, südwärts, westwärts.
      Das mit den Inseln ist auch mein Plan, mittelfristig.
      Kann etwas langweilig werden, aber mei.

    • wohin?
      klar:
      Afropa das neue Utopia.

    • Die CSU muß nicht mehr liefern
      Die Chance ist seit 2015 vertan. Seehofer bzw. die CSU hatten alle Möglichkeiten, vom Rückzug der Minister aus der „Unrechtsregierung“, über die Gründung einer bundesweiten CSU bis hin zur eigenmächtigen Grenzsicherung. Stattdessen gabs ein paar kluge, aber wirkungslose Worte, Papiertigerdrohungen, Solidaritätsbilder mit Orban.

      Die CSU hatte es, als einzige Kraft in Deutschland, in der Hand, die Politik wirklich zu ändern. Das Land sähe heute anders aus. Stattdessen haben sie den Schwanz eingezogen. In ein paar Jahren werden sie behaupten, sie seien nur dabeigeblieben, um Schlimmeres zu verhindern. Kennt man ja, die Begründung, von früher…

    • Tatsächlich soll die CSU hinter den Kulissen tatkräftig geholfen haben, Merkels Balkanroute zu schliessen.

    • Nichts ist geschlossen
      sondern lediglich etwas eingedämmt. Offiziell kamen 2017 knapp 200000 Leute, kann man beim BMI nachlesen. Helfen würde letztlich nur eine Regelung in etwa so: Wer illegal einreist, bekommt 3 Jahre Haftandrohung, aber bei gutem Betragen Minimalversorgung, in keinem Fall jemals einen regulären Aufenthaltstitel.

      Angeblich, betonte gerade wieder ein Sprecher der Regierung, sei Strafandrohung aufgrund der Genfer Flüchtlingskonvention nicht möglich. Nachlesen ergibt jedoch, §31 GFK:

      „Die vertragschließenden Staaten werden wegen unrechtmäßiger Einreise oder Aufenthalts keine Strafen gegen Flüchtlinge verhängen, die unmittelbar aus einem Gebiet kommen, in dem ihr Leben oder ihre Freiheit im Sinne von Artikel 1 bedroht waren und die ohne Erlaubnis in das Gebiet der vertragschließenden Staaten einreisen oder sich dort aufhalten, vorausgesetzt, dass sie sich unverzüglich bei den Behörden melden und Gründe darlegen, die ihre unrechtmäßige Einreise oder ihren unrechtmäßigen Aufenthalt rechtfertigen.“

      Das Zauberwort heißt: „unmittelbar aus einem Gebiet kommen“. So ähnlich stehts ja auch in GG Art. 16. Die Verlautbarung der Regierung kann man getrost unter Fake-News abtun. Es fehlt allein der politische Wille. Dafür ist die CSU voll mitverantwortlich.

    • Zugang von Soros + Organisationen bei den EU Behörden
      Ich war gerade mal wieder auf Intergritywatch (eu). Der EU Vize Timmermans hatte zwischenzeitlich 10x Besuch von Soros und seinen Open Society Organisationen. Letzter Termin vom 07.03.2018 ‚discussion of gender equality and the Future of Europe‘. Was geht das Soros an und was hat Timmermanns mit dem zu schaffen?
      U.a. Monika Hohlmeier hat letzten November dafür gestimmt die aktuelle Dublin II Regelung grundlegend zu verändern. Es gab eine Parlamentsmehrheit. Das hatte die Schwedische MEP Pfarrerin Cecilia Wikström ausgearbeitet. (Vermutlich damit die schwedischen integrationsgescheiterten nach Deutschland abziehen). Mit der habe ich ziemlich üble Erfahrungen als Vorsitzende des EU Petitionsausschusses.
      Auswandern, am besten wären Staaten die nicht in der EU sind.
      Andererseits ich bewundere die Schriftzüge in Leipzig zu 1989: ‚wir bleiben hier‘

  10. Macht/Position halt
    Ist nicht nur in der Politik:
    auch im Dienst, im Kindergarten…

    Sind die Menschen in gewählten Posten, verändert sich ihr Charakter. Das, was vorher vehement vertreten wurde, wird verändert/relativiert.
    Das habe ich schon vor Jahren in einer Elterninitiative Kindergarten erlebt.
    Macht/exponierte Position mit Anstand und würdevoll auszuüben ist eine Herausforderung für die guten Eigenschaften im Menschen. Es erfordert innere Stärke, Überzeugung zu Werten und Prinzipien, dazu zu stehen, diese auch in unangenehmer Situation zu vertreten und leben.
    Heutige Berufspolitiker sind nur noch -in vielen Fällen noch nicht mal das- blutleere, dekorierte Fassaden.

    Was nimmt Menschen mit: Charisma und Authentizität, dieser Mensch muss für seine Überzeugung leben und „sterben“. Wahre Verantwortung übernehmen. Das ist authentisch.
    Wer von den Berufspolitikern hat das? Charakterlos und schwach stellen sich das Gros mir dar. Unverbindliches Geschwafel, weil: Der Posten wäre zu verlieren.
    Diese Haltung durchzieht unsere Gesellschaft.

    • Ich frage mich, was bei El Marco das Charisma sein soll. Mich erinnert er an den talentlosen Kollegen, der hinterrücks trotzdem aufsteigt.

    • Wie sagte schon die Großmutter:„Schee is alle Theorie, aber die Realität macht dich hie“
      @universa:
      „dieser Mensch muss für seine Überzeugung leben und „sterben“. Wahre Verantwortung übernehmen. Das ist authentisch.“
      „Macht/exponierte Position mit Anstand und würdevoll auszuüben ist eine Herausforderung für die guten Eigenschaften im Menschen.“
      Zwar kann ich zustimmen, wenn Sie sagen: „Sind die Menschen in gewählten Posten, verändert sich ihr Charakter“, aber was nützt mir meine Haltung und Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit, wenn ich genau dafür angefeindet werde? Die Leute wollen die Wahrheit nicht hören, sie wollen belogen sein, den Brei ums Maul geschmiert bekommen, und wissen sowieso alles besser.
      Leider werden Sie heutzutage schnell „gestorben“, wenn Sie auch nur einmal etwas zu laut „Buh“ sagen.
      Das geht nur mit einer absolut unangreifbaren Position, wie Merkel sie sich teilweise geschaffen hat, durch die Beseitigung aller kritischen Stimmen und Installierung einer Speichellecker-Gefolgschaft.
      Auch Söder wird gemerkt haben, dass es viel einfacher ist, als Wadlbeißer am Stuhl des „Chefs“ zu sägen, als selbst drauf zu sitzen und ihn auszufüllen, ohne allzu schnell abgesägt zu werden.
      Will man in einer exponierten Position länger bleiben, muss man Kreide fressen, der Neider sind viele, die Messer werden schnell gezückt, wenn man auch nur ein Zeichen von Schwäche zeigt, oder ein falsches Wort sagt.
      „Geradlinige“ Menschen mit Rückgrat haben es schwer, sich in einem solchen Umfeld zu behaupten, da man dafür eine gewisse Flexibilität, Geschmeidigkeit, um nicht zu sagen Schmierigkeit Rückgratlosigkeit haben muss, um „alle dort mitzunehmen“, wo sie stehen, wie man so schön sagt.
      Das führt letztlich auch zu Merkels meist „irgendwie“ bedeutungsschwanger klingenden, aber inhaltsleeren Ansprachen, die jeder deuten kann, wie er will, da sie keine klare Position einnehmen, und nur dazu dienen, es allen äußerlich zu ermöglichen, sich darin wiederzufinden.
      Das Übelste sind heute die Heerscharen von Minderleistern, Schwachbegabten, Faulenzern, Intriganten, Missgünstigen, Besserwissern, die allenthalben lauern, um bei jedem Anlass sofort ein Riesengeschrei anzustimmen und das Halali zu blasen.
      Die ständige immanente Drohung, in einem solchen Fall seine Position oder Privilegien zu verlieren, bringt die davon Betroffenen schnell „auf Linie“ und erklärt vielleicht auch das Verhalten vieler Journalisten, bereitwillig in den Chor des Mainstreams einzustimmen, statt ein kritisches Wort zu sagen.
      Eine Foristin hat in einem früheren Beitrag sinngemäß geschrieben, die Fähigkeit zur Intrige sei Anzeichen für das Vorhandensein einer gewissen Intelligenz. Ich wage zu sagen, meist sind gerade nicht die Schlauesten die besten Intriganten, dazu reicht ein gerüttelt Maß an Bauernschläue, Hinterhältigkeit, auch Brutalität und Bösartigkeit vollkommen aus. Was natürlich nicht ausschließt, dass jemand auch seine Intelligenz zur Intrige nutzt, aber zwingende Voraussetzung ist es nicht.
      Vielleicht auch ein kleiner Trost für den Don, angesichts seiner bißgurkigen Blunzen von Kontrahent*innen. Nicht umsonst heißt es: „Viel Feind’, viel Ehr’“

    • "das Charisma sein soll"
      .. eine entspanntes Selbstbewußtsein, z. B. , hart antrainiert, viel Übung, aber im Vergleich zu KGE zB wohltuend…

    • Feiglinge
      …das sind sie, nichts anderes. Das Merkelsche System hat ihnen allesamt den Schneid abgekauft. Methode Champignon: im Dunkeln lassen, mit Mist bestreuen, wenn sich Köpfe zeigen, sofort abschneiden.
      Und genau das lässt jetzt die AfD wachsen. Die Reden, die Södah hätte halten sollen, halten jetzt Gottfried Curio oder gleich Gauland. Da sind sie wieder, die kantigen Typen, und so langsam merken sie im Bundestag, was ihnen in den lähmenden Merkeljahren gefehlt hat.

    • Das stimmt
      ich habe das selbst mal erlebt, als ich eine kleine Gruppe in der Firma führte. Man wird sehr schnell zum Arschloch. Fachliche Fähigkeiten, die den Aufstieg bedingen, stehen dem nicht entgegen.

      Zum Glück habe ichs noch rechtzeitig gemerkt. Heute bin ich wieder freischaffend fachlich kreativ und habe sonst nicht viel zu sagen – zum Wohle der Firmen, für die ich arbeite, und besonders auch zu meinem eigenen.

  11. Schade
    …war aber zu erwarten. Kaum Ministerpräsident, mutiert auch Söder zu Merkels Bettvorleger. Das wird im Herbst ein klarer Durchmarsch für die AfD. Danke für den Bericht von der Heimatfront. Bei dem Wetter wäre es mir zu kalt im Bierzelt.

    • Da drin ist es warm, viele alkoholisierte Menschen. Ich kann das alles gerade nicht beurteilen, ich glaube, viele werden eher FDP und FW wählen. Die AfD hat in Bayern kaum bekanntes Personal. Das ist hier auch wichtig.

    • So sehe ich das auch:
      der Verlust teilt sich eher auf FW und FDP auf, zum Teil natürlich auch auf AfD (die, die den ganz großen Watschenbaum fallen lassen)

      Chapeau, ein tiefer Blick in die Bayerische Seele!

  12. Und wieder
    ein Wahnsinns-Text, Danke! Man kann es sich wirklich vorstellen, die Atmosphäre dort, den Mäerzen August, den blassen Söder. Ich glaube, wenn er das so angeht, wird es nichts mit einem fulminanten Wahlergebnis, jedenfalls nicht für die CSU. Sehr interessant übrigens, dass eben nicht nur die Asyl-Krise die Leute umtreibt, sondern auch eine zunehmende Distanz zum Staat und die Angst, das zu verlieren, was Heimat ausmacht – hier der drohende Verlust eines Klosters, zu wenig Hebammen etc. Und, lieber Don, Sie schreiben einfach unglaublich gut, es ist ein Hochgenuss, Ihre Texte zu lesen. Allen ein schönes Wochenende wünscht Nemesis

    • Das freut mich, danke. Das Lob muss man aber an den Maerz weiterreichen, der hat den Abend klar dominiert.

    • Das mit dem Geburtshaus
      wird künstlich hochsterilisiert, wie der bekannteste Leimener aller Zeiten sagen würde.
      Es mag halt keiner Agatharied als Geburtsort im Pass stehen haben.
      Spaß beiseite:
      Tölz fördert jetzt meines Wissens ein Geburtshaus mit 50000€, obwohl die Hebamme, die das Projekt vorangetrieben hatte, nicht in der Lage war, innerhalb eines halben Jahres, oder noch länger, so etwas wie einen Businessplan zu ertellen.
      Stand in dem Wurschtbladl, so werden von manchen die Lokalanzeiger mit üppiger Werbebeilage genannt.
      update: soeben gefunden:
      https://www.dasgelbeblatt.de/lokales/bad-toelz-wolfratshausen/kreisausschuss-mehrheit-spricht-sich-einmalige-anschubfinanzierung-9580779.html
      Die Kliniken werden privatisiert, Hebammen werden hohe Kosten aufgebürdet, die ärztliche Versorgung verschlechtert sich zusehends.
      Das wird den Herren und Damen Politikern nicht oft genug um die Ohren gehauen.
      Lieber macht man Kaiserschnitte, damit man mit dem verfügbaren Personal besser planen kann.

    • Hausgeburten kommen bei uns wieder massiv in Mode. Nicht nur zwengs Agatharied, was übrigens ziemlich gut ist. Und schön gelegen.

    • Kinder nicht mehr in der Klinik,
      sondern eher auf den Bundesstrassen zur Welt kommen werden, weil die Strassen so verstopft sind.

      … und weil sich der Entbindungspfleger ggf doch verschätzt hat?

      Geburtshäuser kann man auch an Allgemeinkrankenhäuser
      angliedern. Ich kann nicht nachvollziehen warum man
      2018 in Deutschland glaubt die Risiken einer Hausgeburt
      eingehen zu müssen.

      Wie eine Geburt verläuft weis man immer erst danach.
      Nicht selten ist das Kind Vital bedroht.
      Und wie es der Mutter direkt danach geht
      kann man vorher auch nicht sagen.

      Ich war als Krankenpflegeschüler zwar nur
      3 Monate in der gynäkologischen Abteilung
      und habe später 1 Jahr als Pflegekraft
      in der Anästhesie gearbeitet (Kreißsaal OP
      und OP für Ausschabungen inklusive)
      aber das mir voll und ganz gereicht.

      ggf geht es dabei eher um Narzissmus
      und Fragen der Autonomie in der
      Verbindung mit dem Recht alles selbst
      entscheiden zu wollen und zu können.

      Das Risiko trägt dabei nicht die Hebamme oder
      der Arzt sondern immer die Mutter und das Kind.

      Frauen sollten sich sehr genau überlegen
      was sie sich zumuten wollen.

      ggf ist eher eine Debatte über den Umgang
      miteinander in Kliniken nötig um diese Not zu wenden.

      Weit weg von der Klinik werden die
      Hilfsmöglichkeiten nicht größer.

      Das gilt auch für das Lebensende.
      Ich möchte in keinem Hospiz weit
      weg von den Möglichkeiten der
      Anästhesie liegen.
      Politiker planen und bauen aber gerne
      das Gegenteil.

    • @ Nemesis und Don
      Ja, geschätzter Don, Maerz hat den Abend dominiert. Aber Sie haben für uns alle die wir nicht dabei waren es so in Worte gefasst dass man sich hineinfühlen konnte wie wenn man mitten drin sitzt. Das ist Talent und Können. Brauchen Sie nicht verstecken.

  13. Der letzte g‘scheite Landesvater...
    … war der, der quasi auf der Jagd verstorben ist, wie es sich für einen rechten (Achtung, Teekesselchen…) Fürsten gehört. Man mag über ihn denken wie man will, und Sie, werter Don, waren da näher dran und sind da besser informiert, aber aus der Ferne der norddeutschen Küste heraufschauend (noch eins…) war er jedenfalls einer, der sich klar positionierte; einer, der alles andere als „Ja, aber…“ war.
    Solche Qualitäten bringen aber auch Schattenseiten mit sich. Die Frage stellt sich, was man will, denn offenbar gibt es das eine nicht ohne das andere. Lassen wir bzw. Sie also dem Neuen seine ersten 100 Tage; die Rechnung wird zum Schluss gemacht.

    • Es war nicht nur Strauss, es waren in seinem Windschatten wirklich alle üble Formen von skrupellosen Provinzpolitikern und rücksichtslosen Selbstbereicherern, die alles unter der nHeimatdecke hielten. Gruslig. Es gäbe da 1000 Geschichten. Zum aufwachsen war das kein Spass.

    • Es war ja nicht nur Strauß...
      …in seinem Gefolge gab es ja Typen wie Tandler oder Wiesheu. Da wird mir nachträglich noch schlecht, wenn ich mich an die erinnere.

    • Jetzt sind wir die Straußens + Co los
      und wissen nun, was wir an ihnen hatten. Sie haben sich zwar selbst bereichert, aber trotzdem irgendwie auch das Land geliebt und dafür etwas getan. Was war ich froh, als der Kohl endlich weg war. Heute würde ich was geben, wäre er an Merkels Stelle Kanzler.

  14. Völlig losgelöst von der Erde
    schwebt er schwerelos…

    Ob er noch Stützen hat?

    Danke für den Bericht aus der Provinz.

  15. Warum ist das so?
    frage ich mich. Wie Sie schreiben, kommt er mit seiner vermittelnden eher bedächtigen Art bei Frauen gut an. Aber im Tausch dafür verliert er die Maenner und überdies ist jetzt zu befürchten, dass er eine merkelhafte Politik betreiben wird. Da ist die Wahlniederlage absehbar. Unfassbar, wie kann man nur sehenden Auges so in den Untergang marschieren.

    • Gewisse Phrasen klangen tatsächlich nach Merkel. Er will die CSU m.E. möglichst breit aufstellen, mit einer Symbolpolitik rechts (Kreuze in den Ämtern) und ansonsten halt weiter wie bisher, ein Gewerbegebiet hier und eine Familienförderung da.

    • Ich glaube...
      die begreifen gar nicht was los ist, weder in Berlin noch Söder.
      Die sind viel zu lange mit ihrer Plazebopolitik gut gefahren, das hat nur ihr Überlegenheitsgefühl gestärkt ob des Desinteresses breiter Schichten an ihren Vorstellungen.
      Ich befürchte das hat intellektuell beschränkte Führer erzeugt, die zwar den gleichen Machtanspruch haben, aber denen im Grunde niemand folgt.
      Und mit dem ersten Patzer, der den Schaden offensichtlich machte, reagiert die träge Masse verspätet, aber ungehalten und die Fuzzis in Berlin verstehen die Welt nicht mehr.
      Haben sie vorher schon nicht, aber sei haben es nicht bemerken müssen.
      Nun zahlen wir den Preis für unsere eigene Lethargie, denn die sind an der Macht, und sie wollen weder freiwillig weichen noch einsichtig werden.
      Es wird spannend in Deutschland.

    • Södah glaubt im Schatten von Merkel noch im Licht stehen zu können.
      Das klappt niemals. Die hat ihn schon im (am) Sack.

  16. Titel eingeben
    Guten Morgen!
    Don, Sie haben das toll beschrieben. Verlust an Identität ist in anderen Regionen Deutschlands schon viel weiter fortgeschritten, dort ist nichts mehr. Aber es ist doch nur ein Phänomen und nicht die Ursache. Der Staat (bzw. seine Pfründeempfänger) denkt immer nur an sich – auch unter einem König. Nur Politiker dafür verantwortlich zu machen, impliziert, man bräuchte einfach „bessere Politiker“. Da glaube ich nicht dran. Klar könnte man auch die Monarchie wieder einführen und die Demokratie abschaffen. Und dann? Müsste der Monarch trotzdem innerhalb einer globalisierten Welt handeln und entsccheiden.

    • Letztes Jahr kam nier noch das Milchpreiselend dazu, da war die Stimmung auch rebellisch. Die Bauern hier haben sogar schon Haberfeldtreiben wieder aufleben lassen. Heimat gibt es hier noch wirklich viel, aber die Grundprobleme bleiben natürlich, mit einem Gefühl einer gewissen hilflosigkeit.

    • @Gastarbeiter
      Ein Geschichtslehrer sagte mal, die beste Regierungsform sei eine Diktatur mit einem menschenfreundlichen Diktator. Weil nur so sichergestellt wäre, daß die Protagonisten des Herrschaftssystems (aus Angst for dem Diktator und dessen uneingeschränkter Macht) dem Volke dienen und nicht nur sich selbst.
      Leider, so sagte er, wäre das ziemlich unrealistisch. Daher müssen wir mit der zweitbesten Regierungsform Vorlieb nehmen, der Demokratie.

      Mich würde interessieren, was er heute so sagte…

    • education
      Globalisierte Welt…ach herrje…die armen Politiker….müssen Entscheidungen treffen..

      Bildung:

      Vor über hundert Jahren war die Welt auch schon globalisiert.

      Bildung aus.

    • ....
      Globalisierung gibts auch nur so lange, so lange man an die Mär vom tollen Freihandel glaubt, sobald Zollschranken an den EU Aissengrenzen hochgehen hat es sich mit Globalisierung.

    • Titel eingeben
      @Goodnight
      Ja, hat es alles schon ein paar mal gegeben. Aber es ging auch immer wieder in die andere Richtung – Entglobalisierung der Finanz- und Warewnstroeme. Auch vor hundert Jahren (also so ca. 1900-1945), nur das tut halt meistens auch ziemlich weh. Aber vielleicht muss das ja so sein… .

    • @Hans Gruber
      Die Zollschranken der EU gibt es doch bereits in Hülle und Fülle.
      Und nicht nur im Agrarbereich.

      Die Zolleinnahmen wandern nämlich direkt in das Budget der EU.

      Beste Grüße

    • Monarchen
      sind auch nicht mehr, was sie waren. Sie haben heute ganz ähnliche Probleme. Bessere Politiker bewerben sich erst gar nicht. Sie würden auch scheitern. Weil Ihre Vorschläge unsere Bequemlichkeit stören. Der Klassiker? Ein Professor der unser irrsinniges Steuersystem reformieren wollte. Er bekam eine erstklassige Hinrichtung. Durch einen Scharfrichter namens Seehofer. Und das „Volk“ jubelte, weil es zahlen darf. Seitdem tritt keiner mehr an, der ein bißchen Selbstachtung hat. In dieser Personalsituation ist Merkel sowas wie eine kleine Rettungsboje. Kein Leuchturm. Aber vielleicht das, was wir kriegen können.

    • @Hans_Nase
      Ja, die „aufgeklärte Diktatur“, das hört man öfter. Leider ist dieses Konzept schon nahe am Grundgedanken des Faschismus, wie Mussolini ihn ersonnen hat. Ein kleiner Schritt, und schon ist es passiert.

      Andererseits sind auch wir mit unsrer vorgeblichen parlamentarischen Republik auf dem besten Weg dorthin. Die Kräfte bündeln, das Volk motivieren, vorwärts zum Ziel, kein Preis zu hoch, Kritik unerwünscht. Wer nicht nur Nazi! und 1933! schreit, sondern gute Geschichtsbücher liest, sieht schon die Warnlämpchen angehen.

    • ikkyu, 'einsichtsvoll' würde ich sagen.
      Es fehlt noch ein Aspekt, eine weitere Umdrehung der Perversion:
      Nicht nur kassiert die EU die Zölle für ihre ‚Kriegskasse‘, bezahlen tut das alles – drumroll! – der Verbraucher, für den die Produkte teurer werden.

    • Ordinary people under extraordinary pressure...
      @Gastarbeiter

      Auf Entropie folgt Negentropie. Wenigstens in Zivilisationen.

      Wie sind dort, wo unsere Vorfahren 1914 bzw. 1928 schon mal waren.

      Und wenn man unsere überforderten „Politiker“ so anschaut, dann ahnt man, dass es wieder so endet wie damals.

    • Nur leider
      […]Leider, so sagte er, wäre das ziemlich unrealistisch. Daher müssen wir mit der zweitbesten Regierungsform Vorlieb nehmen, der Demokratie.
      […]

      haben wir keine Demokratie, sondern eine „Repräsentative Demokratie“ die sich darin äußer ein Kreuzlein alle Jahre wieder setzen zu dürfen. Dazwischen haben die Volksvertreter freie Hand, zumindest fast, wenn man so Sachen wie Fraktionszwang und Co. wegstreicht und den Fakt unterschlägt, dass wer aufmuckt, dann halt seinen Listenplatz verliert und damit ins Nirwana verschwindet.

      Da sind uns die Schweizer meilenweit voraus:
      [….]Wer kann eine Volksinitiative lancieren?
      Jede Person, die in der Schweiz stimmberechtigt ist, kann eine Volksinitiative lancieren, einschliesslich Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer.
      […]
      Wie muss man vorgehen, wenn man eine Volksinitiative lancieren möchte?
      Das Initiativkomitee muss mit der Bundeskanzlei Kontakt aufnehmen und sie über das Vorhaben informieren. Die Bundeskanzlei informiert das Komitee im Detail über das Verfahren.
      Es muss ein Initiativkomitee, bestehend aus mindestens 7 und höchstens 27 Personen gegründet werden, die auf Bundesebene stimmberechtigt sind.
      Das Komitee muss den Initiativtext in einer Amtssprache verfassen und dem Text einen Titel geben.
      Text und Titel werden der Bundeskanzlei vorgelegt, die beides in die anderen Amtssprachen übersetzt.
      […]

      mehr dazu:
      https://www.ch.ch/de/demokratie/politische-rechte/volksinitiative/wie-lanciert-man-eine-eidgenossische-volksinitiative/
      und die Übersicht:
      https://www.ch.ch/de/demokratie/politische-rechte/volksinitiative/

      D.h. egal wie man es dreht und wendet, diese Volksinitiativen sind ein Kontrollinstrument was die Bürger gegen über den Politikern haben und zwar in verdammt vielen Punkten und alleine schon die Möglichkeit sorgt dafür, dass alternativlosen Umtrieben aus der Politik das Zaumzeug angelegt wird und „die da Oben“ nicht machen können was sie wollen.
      Plus dass dann solche Entscheidungen wohl auch eher akzeptiert werden……als bei „Friss oder stirb…wir machen was uns gefällt….“.

      Aber das scheuen deutsche Politiker und auch die Damen und Herren in der EU wie der Teufel das Weihwasser…..müsste man sonst doch gegenüber dem Souverän die Hosen argumentativ herunter lassen…. darum

      alternativlose Grüße

      bombjack

      PS: Ich bin durchaus der Meinung, dass das in Deutschland auch ginge……

    • Volksinitiativen - Da sind uns die Schweizer meilenweit voraus
      @bombjack – Vielen Dank.
      Das trifft den Nagel gut:
      ‚D.h. egal wie man es dreht und wendet, diese Volksinitiativen sind ein Kontrollinstrument was die Bürger gegen über den Politikern haben und zwar in verdammt vielen Punkten und alleine schon die Möglichkeit sorgt dafür, dass alternativlosen Umtrieben aus der Politik das Zaumzeug angelegt wird und „die da Oben“ nicht machen können was sie wollen.‘
      Vielleicht noch um die Ergänzung, die Politiker dort sind sehr viel vorsichtiger Schrottgestetze etc. zu machen. Denn das werden die Bürger die Gesetze einkassieren.

    • @Peter Keul
      Falls Sie „den Professor aus Heidelberg“ meinen – dessen Hinrichtung geht auf das Konto von Herrn Schröder.

  17. Titel zweigeben
    „Wenn die Leute nachher im Bierzelt nicht mehr zusammen hocken, ist es ein ganz schlechtes Zeichen.“ Stimmt, dann fehlt das Gemeinsame, die Geselligkeit, und jeder denkt, er müsse sich jetzt um seinen Kram kümmern. Kenne ich, Vereinzelung der Individuen, fand auch im Osten schleichend statt. Wenn man sich einig ist, kann man einiges bewegen, wenn jeder seins macht, nicht. Preis der Wohlstandsgesellschaft.

    • Ganz so ist es nicht, wenn der Söder aufgedreht hätte, hätte man mehr zum reden gehabt. So blieb er meines Erachtens halt im Schatten vom März.

  18. A Hallodri halt..
    Werter Don, vielen Dank für den Watschenbaum und das Standgas ! Köstliches aus dem Bierzelt, wie immer !
    Da Söder Markus, da beisst de Maus koan Fodn ab, is halt wie alle derzeitigen unserer Grössen nur ein „B-Klasse“-Schauspieler, mancher würde sogar sagen: a Freibierlätschn. Vom früheren Klassen-Grobian über die Position des Klassen-Clowns zum scheinbaren Primus avanciert, aber ned wirklich…..ois nur Show!
    Herzlichst

    • Gern geschehen, schaun wir mal, wie sich das bei der Wahl rentiert. Ich denke, das muss schon etwas mehr Substanz als das Wegräumen vom Spänle kommen.

  19. ...wenn das offensichtlich
    nötige nicht getan wird, von Leuten, denen man zutrauen muss (und darf), dass sie wissen, was zu tun ist,

    dann wird das natürlich Konsequenzen haben. Ich finde momentan auch die Rolle von Polen spannend, die schon während des „kalten Krieges” notwendiges zu leisten vermochten. Die unlängst von Frau Bundeskanzlerin vorgetragene Entschuldigung wirkt auf mich strategisch, berechnend. D.h. so viel „nu’herrscht aber a Ruh’!!!” Ruhig wird es die nächsten Jahre sicher nicht, für keinen (nie nicht:). Mal sehen, welche Impulse Österreich noch gibt.

  20. CSU und die Konkurrenz
    Als Konkurrenz kommen die FW, FDP und AfD in Frage. Die Strategie gegen die AfD besteht im Augenblick nur darin, diese als Nazis, dumm, ekelhaft hinzustellen.
    Das wird auf Dauer etwas wenig sein, vor allem wenn man als Spitzenpersonal das derzeitige anbietet. In der BW ist Fußpilz inzwischen deutlich beliebter als UvdL. Seehofer hat den den Spitznamen Drehhofer nicht umsonst. Über den Rest brauchen wir auch nicht zu reden.

    Sogar in de Welt war neulich zu lesen, dass die AfD Abgeordneten mit konkreten Zahlen und guter Vorbereitung es den Abgeordneten der Regierung schwer machen würden.
    Natürlich sind da etliche Typen dabei, die Josef Filser als Dokumentation erscheinen lassen, aber damit ist die AfD nicht alleine.

    Es treten wahrscheinlich mehrere Effekte auf.

    Das ewige Nazi Geschrei wirkt ermüdend.
    Die Einschläge der Willkommenskultur werden häufiger und sprechen sich damit rum.
    Den Ankündigungen, man werde die AfD inhaltlich stellen, stehen Aktionen gegenüber, bei denen man gegen einen Antrag der AfD stimmt, der im wesentlichen einem eigenen Parteitagsbeschluß entspricht.
    Die Leute, die nur öffentlichen Rundfunk schauen sterben weg.
    Die CDU wird sich 2019 in Sachsen mit etwas Pech zwischen einer Koalition mit den Linken oder der AfD entscheiden müssen, sie wird in jedem Fall verlieren.

    • Text eingeben
      Zu den dummen Afd-Nazis sollte man sich die Antwort Gaulands auf die Rede Merkels im Bundestags ansehen, wenn ich 110 Punkte vergeben könnte, hätte er sie.

    • @rhadamanthys
      Die CSU hatte früher keine Berührungsängste gegen alte Nazis:


      „1958 holte er Eberhard Taubert (1907–1976), der hoher Funktionär im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda gewesen war und das Drehbuch zu dem antisemitischen Hetzfilm „Der ewige Jude“ geschrieben hatte, als Berater für sein neu eingerichtetes Referat „Psychologische Kampfführung“….

      (aus Wikipedia „Franz Josef Strauß“)

      Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

    • Landtagswahl
      Auch Thüringen wählt im kommenden Jahr den Landtag neu – und ich erwarte hier ein ähnliches Ergebnis wie Sie es in Sachsen erwarten. Nicht umsonst hat die rot-rot-grüne Landesregierung den Wahltermin so weit als möglich nach hinten geschoben; wohl um zumindest noch ein paar Wochen länger erzählen zu können, wie toll doch alles ist und wir uns doch gar nicht beschweren können.
      Und da man in Ostdeutschland sowieso schon seit der Wende als wahlweise rechtsradikal oder zu links pauschal abgestempelt wird, zieht da auch nicht mehr der Nazi-Vorwurf.

    • Berührungsängste
      Preisfrage: welche Familie stellte einen württembergischen MP, einen Admiral der Kaiserlichen Flotte, der später Staatssekretär im Dritten Reich wurde (und wegen der Unterzeichung von Deportationsbefehlen in Nürnberg verurteilt) und einen Bundespräsidenten (der die Verurteilung seines Vaters immer als „ungerecht“ bezeichnete) – ?

      Die tatsächlichen Taten und Beweggründe kennt niemand, aber ein gewisses Maß an „Flexibilität“ gehört zu einer solchen Geschichte schon dazu…

    • @Thüringerin
      Ja, wenn bloß der Hesse, der Björn-Bernd nicht wäre!

    • Sachsen 2019
      Wird tatsächlich interessant. Könnte evtl. für CDU, SPD, Grüne und FDP zusammen nicht mehr reichen.

      Außerdem die SPD einstellig als 5.-stärkste Kraft noch hinter der FDP. Ich dachte schon, eine Kampagne http://www.spd-unter-5.de zu fahren. Wenns nur nicht soviel Arbeit wäre…

    • Das macht die SPD schon für Sie.

    • @Don: Ich fürchte
      das reicht nicht. 8-9% wird die SPD in Sachsen noch bekommen.

  21. Jammern auf (noch) hohem Niveau
    Natürlich jammert man in Bayern – verglichen mit dem Rest der Republik – noch auf hohem Niveau. Aber es ist das gute Recht des Wählers, Parteien zu wählen, die willens und in der Lage sind, dieses hohe Niveau zu erhalten und weiter anzuheben. Falls es solche Parteien überhaupt gibt. Man hätte von Herrn Söder (bei seiner Vorgeschichte) erwartet, dass er wenigstens den Willen hierzu in einem Bierzelt – höchst populistisch – in einer mitreißenden Rede formuliert. Wenn er dazu nicht in der Lage ist, könnte der Wahlkampf zäh und das Wahlergebnis mager werden. Es wird spannend, welche Koalitionen sich dann in Bayern so ergeben könnten, und wie stabil diese sind.

    • Er versucht es meines Erachtens als Landesvater und verzichtet auf Zuspitzung.

    • Seehofer sagte gestern im BR,
      sinngemäß, er sei gern Populist, weil er die Meinung der Bürger aufnehme.

      Tja, der Obere der Polizei sei bei ihm gewesen, um Vorschläge zu unterbreiten, wie die Grenzen mehr zu sichern seien.Es ginge da auch um die Banden, die stehlen usw.Da frage ich mich ja schon, warum die Misere das nicht konnte.

    • Der hat gemacht, was Merkel wollte.

    • Politik ist wie Billard. Nur eben statt Kugeln mit Menschen. Immer über Bande.
      Das Wahlvolk freut sich dann halt…

      Im Übrigen kann es ja durchaus an den lahmen Reden der Politiker liegen. Keine Frage. Aber vielleicht ja auch an der, najanaja, nicht mehr so häufig anzutreffenden Begeisterungsfähigkeit der Wähler?

  22. Danke
    Lieber Don,

    So schön beschrieben. Als Neubürger ( seit 92 in Oberbayern) sehe ich alles vor Augen! Sollten in anderen Landesteilen solche Reden gehalten werden, würden diese sofort als recht, populistisch und abgehängt , verteufelt werden. Vielleicht ist die Inquisition, wie in den letzten Bloogs beschrieben, schon soweit, dass die Leute einfach zu Hause blieben und sich nicht beschimpfen lassen wollten. Oder man hat einfach resigniert!
    Ihnen und dem Forum ein schönes Wocheende!

    • Nein, es liegt eher daran, dass Söder als kalter Karrierist gult, dem man nicht trauen kann.

  23. Wenn ich Söder von Deutschelnad wäre...
    Wenn ich König von Deutschland wäre, dann würde ich zunächst mal hinschauen, aufs Volk. Und zwar nicht aufs Maul, weil das Maul ist egal, sondern auf die Struktur, denn Strukturen entscheiden.
    Alles.

    Das deutsche Volk besteht zu 25% aus Kindern und Jugendlichen, zu 45% aus Arbeitern und Arbeitnehmer und zu bald 30% aus Rentnern.
    Die Kinder und Jugendlichen interessieren sich nicht für Politik, die Arbeiter und Arbeitnehmer habe keine Zeit für Politik, aber die Rentner, die wählen fast alle. Die Rentner stellen damit de facto 50% aller Wähler.

    Das schöne an all den Rentner ist zudem, dass der Bildungsgrad in dieser Altersgruppe am geringsten ist. Da sind keine 15% Akademiker. D.h. 85% Nichtakademiker. Und das ist hochgegriffen, da überwiegend Frauen, die noch deutlich geringere Akademikerquote in diesen Alterskohorten…wir wollen das nicht vertiefen.
    Diesen Trend noch unterstützend, nimmt im Alter die Intelligenz ab.

    Nun, wunderbarer Weise nutzen die Alten zudem ausschließlich das Facebook der 80er Jahre: ARD und ZDF.

    Ich bräuchte also keine Analytik Firma kaufen um dort Daten abzugreifen, ich müsste einfach nur Vertrauenspersonen in die Entscheidungsgremien dieser beiden Institutionen ARD und ZDF positionieren und könnte damit den vollständigen politischen Kommunikationsfluss zwischen Realität und Alten, d.h. 50% der Wähler, kontrollieren.

    Ich platziere dann einfach nette Info Häppchen, gesprochen von netten jungen Damen und Herren, zwischen einem lustigen Unterhaltungsprogramm.

    Und stelle damit sicher, dass ich für die nächsten 50 Jahre gewählt werde.

    So wie Putin.

    Aber ohne Wahlmanipulation.

    Völlig legal.

    Und ich müsste nichtmal in einem Bierzelt auftreten.

    Weil Bierzelt ist egal.

    Whatever, so würde ich es machen.

    Aber ich befürchte die Dame in Berlin macht es schon selber .

    Und wird daher noch 20 Jahre im Amt bleiben.

    • Text eingeben
      20 Jahre wird es dieses Land, so wie es jetzt ist, nicht mehr geben.
      Das hält noch höchstens 5 Jahre, eher weniger.
      Zum Ende beschleunigen sich die Dinge.

    • sehe ich genau so
      Die nächste Kanzlerette 2021 oder eher Frühjahr 2022 heißt Merkel unter Schwarz/Rot/Grün. Wetten.

    • Bildung durch Abitur? Selten so gelacht!
      Der war gut. Heute mehr Bildung durch mehr Abitur?

      Die 15%, die bei den Rentnern Abitur haben, haben meist erfolgreich eine anspruchsvolle Hochschulausbildung durchlaufen.

      Wer heute Abitur macht, ist zu mindestens 30% dazu intellektuell nicht in der Lage. Schauen sie sich doch an, was studiert wird, wer das studiert und was dabei rauskommt.

    • König von Deutschland Teil 2
      Und da jetzt die Babyboomer in Rente gehen, würde ich einfach jedes Jahr die Rente erhöhen. Deutlich. Auf Kosten der Steuerzahler, d.h der jungen Generation.
      Ich würde Schulen und Straßen verrotten lassen, damit ich weiterhin 30% des Bundeshaushalt als Zuschuss für die bankrotten Sozialsysteme bereitstellen könnte, so dass ich die Renten und die Pflege und die Krankenhäuser für weitere 10-20 Jahre finanziere.
      Rentner benötigen keine Bildung und keine Autobahnen.

      Wichtig wäre noch jegliche Kritik der unter 60 Jährigen in den sozialen Netzwerken und auf der Straße unter Kontrolle zu bekommen. Ich würde eine Netzdurchsetzungsgesetz in die Wege leiten und auf den Straßen die Antifa walten lassen.
      Dann wäre Ruhe.

      Irgendwann würde alles zusammenbrechen, aber bis dahin wäre ich bei der UNO als Sonderbotschafter.

      Wenn..

    • Bildung der Rentner
      So pauschal können Sie das wirklich nicht sagen. Das kann man nicht an der Akademikerquote festmachen. Meine Mutter (Jahrgang 37) hat in der Realschüler noch „Die Räuber“ gelesen. Heute gibt es Abiturienten, die das nicht kennen, wenn nicht ein wohlmeinender Referendar das Stück als HipHop-Schultheater-Projekt unter die Leute bringt.
      Mein früherer Chef, Jahrgang 44 und „nur“ Volksschule, wie das damals hieß, war ein überaus belesener und historisch informierte Mann.
      Neulich hat in einer Qizshow ein Student gesagt: „Albrecht Dürer? Tut mir leid, nie gehört, sagt mir gar nichts.“ Wer weiß, wo der sich politisch informiert – wenn überhaupt.

    • Lession of Life
      Goodnight schreibt jetzt 1000 Mal an die Tafel:

      Kritisiere niemals Rentner in einem Rentnerblock.

    • @Äppelwoi
      Die Wette gehe ich mit. Sachsen-Anhalt macht es vor.

    • @Goodnight um 17:21
      „Kritisiere niemals Rentner in einem Rentnerblock.“

      Wenn Sie Rentner durch Pensionär ersetzen, trifft es wahrscheinlich eher zu.
      MfG
      Alfred Haas

  24. Herrlich
    Habe herzlichst gelacht…Standgas einstellen…und dann gefrieren doch wieder die Gesichtszüge bei den letzten Abschnitten. Die Kluft zwischen oben und unten wird immer größer und der soziale Kitt, das Gefühl der Zusammengehörigkeit, bröckelt langsam.

    Man ist nicht mehr Diener des Staates, sondern Herrscher ohne direkte Verbindung zum Bürger. Ich vermute, daß der Mensch Söder dort eher als Fremdkörper erschien.

    Bin mal gespannt, wie das Wrtschaftsunternehmen kath. Kirche mit dem Kloster verfahren wird.

    • Die machen das platt, auf Teufel komm raus. Es ist nur ein Kloster inmitten von wiesen ohne besondere Aufgabe. Und dass es dabei um Macht und Geld geht, glaube ich sofort.

    • Hier in der Nähe gibt es auch ein Kloster.
      Es wird von Nonnen geführt und Tourismus praktiziert, das läuft.Es kommen auch Nonnen aus aller Welt zum Sterben hierher, manche sind über 90 und arbeiten, so gut sie noch können.Wenn der Hausmeister sie auf ihre Fitness anspricht, sagen sie, das käme daher, weil sie sich nie über einen Mann ärgern mussten…
      .

  25. denn...
    … wo man zusammenhockt, sind alle zuhause.

    Da braucht es keine hohlen Reden wie die von Dr. Merkel im Bundestag diesen Donnerstag.
    Denn… wir sind eben nicht alle Deutschland, es will ja nicht einmal jeder sein.

    Don, mit diesem Beitrag sprechen Sie mir aus dem Herzen. Schweren Herzen.

    So, genau so erlebte ich den Niedergang der CDU in einer ihrer Hochburgen – am Ende applaudierten höflich die Stammitglieder qua Geburt quasi, alles Andere war Pflichttermun für Karriereberufpolitiker.

    Politik als Job. Als Mission. Politik nicht mehr als Beruf.

    Danke für diesen Beitrag, er sollte uns allen in der Karwoche zu denken geben. Grandioses Finale, die FAZ sollte Ihnen die jungen Journalistinnen und Journaliaten einmal jährlich mitgeben, wie man gesellschaftliche Ereignisse beobachten und mitzuteilen lernt. Die schreiben ja fast nur noch über Medienereignisse, Hipster, Internet-Start-ups.

    Alles nicht das wahre Ereignis. Boots on the ground – alles Andere ist nichts.

    En würdiger Einstieg in ihre letzte Woche bei der FAZ. Respekt!

    Ich trinke weiter keinen Alkohol, solange Dr. Merkel im Amt der Bundeskanzlerin (oder gar in der EU-Bürokratie auf einem nich einzurichtenden Imperatorensessel) sitzt und Scholz unser Sozialsystem an Macron verkaufen lässt.

    Herzliche Grüße!

    • Danke. Die FAZ wrd schon wissen, was sie tut, da bin ich zuversichtlich, und nur weil mir etwas gefällt, muss es ja nicht jedem gefallen. Ich bin da ganz entspannt.

  26. Götterdämmerung...
    Könnte schon etwas daran sein, an den Sieben und Drei, mit einem Komma dazwischen. Denn es dürfte zu spät sein, um die Fehlern des alten Königs zu beheben. Der Neue startet schon als Bettvorleger und wird als Abwaschfetzen enden. Franz Josef dreht sich im Grab…

  27. Da Södah
    Dass unser neuer MP staatstragend kann, durfte ich schon vor zwei Jahren bei einem Neujahrsempfang bestaunen. Dass er diese Rolle sogar nach seinem „Sieg“ weiter spielt, erstaunt noch mehr.
    Da hatte wohl ein Imageberater die Hand im Spiel. („Markus, des geht so ned! Da z’reißns di in da Tagesschau..“)

    Ich hatte in den letzten Monaten verschiedene Gespräche mit hiesigen (jüngeren) Ortsverbändlern. Der Tenor war durchwegs derselbe:
    Solange Madame M an der Spitze bleibt und die CSU alles mitmacht, wird des nix mehr mit der absoluten Mehrheit. Freie Wähler um die 8%, AfD bei 12%, FDP bei 7%, da bleibt ned viel übrig aus dem „rechten Lager“.

    Da Södah hätte nur die eine Chance: Die Koalition im Bund im September aus Gründen platzen lassen, seine Minister aus Berlin abziehen und somit UlF stürzen. Seine Karriere wäre beendet, die CSU wieder über 50% und Mutti im Ruhestand.
    Win-Win-Win!

    • Ich wetter ein 6er Tragerl Josefibock gegen einen gebrauchten Teebeutel, dass das nicht passiert. Ausserdem würden die Grünen sofort mitmachen.

    • Ex Zeitleser
      „Der Tenor war durchwegs derselbe:
      Solange Madame M an der Spitze bleibt und die CSU alles mitmacht, wird des nix mehr mit der absoluten Mehrheit. Freie Wähler um die 8%, AfD bei 12%, FDP bei 7%, da bleibt ned viel übrig aus dem „rechten Lager“.

      Sehe ich Ähnlich. Meinem Nachbar (Bayern) reicht es jetzt und er will wohl jetzt in die AFD eintreten. Solche Leute, die ähnlich denken und die ich kenne sind meist arbeitender Mittelstand (oft 40-45 J männl., mehrerer Kinder, Häuschen).

      Ich hatte mir kürzlich einige Bundestagsreden angeschaut. Die AFD Redner sind erkennbar keine Profis und teils ungeschickt, m.E auch zu provozierend, polemisierend und zu emotional. Andererseits hat es da schon klassisch bürgerliche und gut qualifizierte Leute dabei, nicht nur Lehrer, Verwaltungsbeamte und Berufspolitiker, sondern etliche MdBs mit „normaler“ Erwerbsbiografie vom Polizisten bis zum Akademiker.
      Und man mag von der AFD halten was man will, aber endlich mal wieder Opposition und etwas Leben in der Hütte.

    • Jamaika
      Der Don hat natürlich recht. Die CSU MdB sind keine ganz folgsame Truppe. Einige bleiben wohl bei Stiefmutti. CDU, SPD und Grüne machen weiter Murks egal wohin.

    • Dann, werter Don, wären aber die Fronten endlich klar.
      Wenn die CSU keine Aussicht mehr auf eine absolute Mehrheit in Bayern hat, gibt es für diese Partei keinen Grund mehr, nicht in ganz Deutschland anzutreten. Die CDU würde in Bayern niemals so viele Stimmen dazu gewinnen, wie sie im Rest des Landes an die CSU verlieren würde. In dem Szenario (CSU bundesweit) würde die CDU unter 20 Prozent fallen.

    • BP@ Schönwetterschreiberling
      Man sollte in dem Zusammenhang auch die Bayernpartei nicht vergessen, gut möglich, daß sie im „heißen Herbst“ die 5% Hürde nimmt. Sie ist Fleisch vom Fleische der CSU. In meinem Umkreis höre ich immer öfter den Namen der Partei, die die einzige Chance ist dem Wahnsinn aus Brüssel eventuell zu entkommen.
      Bayern ist schließlich wirtschaftlich stärker als viele EU Staaten und somit locker alleine lebensfähig.
      Leider kann ich im Herbst nicht mehr mitwählen, bis dahin ist der Container gepackt, verschickt und ich wieder in der Sonne.

    • Lieber christianBW,
      „Die AFD Redner sind erkennbar keine Profis und teils ungeschickt, m.E auch zu provozierend, polemisierend und zu emotional. “

      Sehen Sie sich mal Dr. Gottfried Curio an. Habilitierter Physiker mit abgeschlossenem Musikstudium. Der redet wie ein Maschinengewehr, drechselt Sätze bis zum geht-nicht-mehr und bleibt dabei grammatikalisch korrekt.
      Sichr kein routinierter Politiker, aber eine echte Bereicherung für den BuntenTag.

      Die Antwort Gaulands als Oppositionsführer auf Merkels Regierungserklärung war auch hervorragend. Hochinteressant die Kameraschwenks auf Merkels versteinertes, völlig ausdrucksloses Gesicht.

    • Radiowissen, @Problembär
      LFA 2017
      Hauptzahler: Bayern 5,5 Mrd
      Hauptempfänger Berlin 4,1 Mrd
      neuer Höchststand.

      Nix mit wer zahlt schafft an.
      Außer einer Abstimmung mit den Füßen bleibt einem wohl nix übrig.

    • Das erledigen andere
      Und zwar meiner Vermutung nach: nach der Bayernwahl. Die CSU mit Söder kriegt die Packung, die eigentlich an Merkel adressiert ist, und dann ist Feuer am Dach.
      Beim ersten Misstrauensvotum ist Merkel weg. Nur: wer kommt danach? Spahn begeht gerade Selbstmord vor laufender Kamera, AKK ist nur eine Hofschranze… Linnemann? Willsch?Bellmann?
      Oder doch Merz?

    • @CG: Kein Kanzler
      ist bei einem Misstrauensvotum weg. Man muß gleichzeitig einen neuen Kanzler wählen. Ist die Erfahrung aus der Weimarer Endzeit kurz vor Hitler.

      Man wollte eine stabile Demokratie, koste es was es wolle, um dauernd wechselnde Regierungen mit den Rufen nach einen „starken Mann“ zu verhindern.

      Für Leute, die in der Demokratie wie Pattex an der Macht kleben, an denen wie an geölten Spagetti alles abgleitet und deren Partei aus Duracell-Klatschhasen besteht, hat unser GG keine Lösung.

  28. Titel eingeben
    Wenn man das so liest, ist es vielleicht am besten, wenn die Altbayern das für die damalige Rangerhöhung nötige Buckeln des nur noch Satrapen vor dem froschfressenden Zwerg Beutegut, nämlich Franken, wieder herausgeben und in die Unabhängigkeit entlassen. Von mir aus dürfen die Ludwig Widmungen auch bleiben.

    • Ja, vielleicht. Ich kann ja auf beiden Seiten als Mischling aus der Grenzregion die Kommunikation übernehmen.

  29. Bauernregel
    An Josefi er vor leeren Bänken spricht, an Martini ihn die Aigner sticht.

  30. ....
    Erschreckend wenn Söder so agiert. Denn der Trick wäre einfach, man muss der Gladiator für die Leute sein, nicht der Vermittler, wenn Söder das nicht ist, wenn er nicht rüberbringen kann „wir für euch“ dann wirds ganz ganz düster…
    Ich hoffe für die CSU aber mir wird bang.

    • Die FAZ hat gerade das hier retweeted:

      https://twitter.com/kathrin_sander/status/977088830221242369

      Das konservative Lager in Deutschland wird noch einiges mitmachen.

    • Lesekompetenz
      geht der Dame anscheinend vollkommen ab.
      Das fällt als erstes auf.
      Schnittmenge womit? … Untereinander, Weib!

    • ....
      Umso schllimmer, dabei beförderte ja die Fundamentalismusstidie vor ein paar Jahren die Wahrheit zutage, 55% mit konsistent fundamentalistischem Weltbild.

    • Shame isn't a strong enough emotion to stop us from doing anything at all
      Auch in der FAZ fehlt es an grundlegender Bildung, welche in der 7 Klasse an jedem ordentlichen Gymnasium gelehrt wird.

      Nennt sich Säkularisierung.

      Nun, die FAZ schämt sich nicht, was nach fehlender Bildung auch auf fehlende Erziehung schließen lässt.

      Wird Zeit, dass wir hier alle wegziehen.

    • Via Dame zum FAZ-Artikel von Konstantin Kuhle, Junge Liberale Vorsitzender
      Der Seehofer Horst ist also ein Sicherheitsrisiko… Ich halte den Umstand, dass durch die Übertolerierung erzreaktionärer Strömungen des Islams und dem Willfahren von dessen Forderungen nach Extrawürsten – die keine andere Religionsgemeinschaft in Deutschland und Europa in dieser Massivität vorbringt – sich das Alltagsleben für ein Gutteil der Bürger jenseits Neu-Wandlitz gerade drastisch ändert. Zu sehen z.B. daran, dass beim Neubau von Schwimmbädern Geschlechtertrennungen von vornherein mit eingeplant werden (Bonn).

      Konstantin Kuhle: „Frauen sind in bestimmten muslimischen Communities nicht gleichberechtigt. Mitunter dürfen muslimische Mädchen nicht am Schwimmunterricht oder an Klassenfahrten teilnehmen.“

      Das klingt nach „Ja, das mag es in Einzelfällen geben, ist aber doch nicht soo schlimm…“ und beschönigt m. M. die Situation, weil die mit dem Komplex „Extrawürste“ täglich Konfrontierten – Schulen, Schwimmbäder, öffentlicher Raum, ÖPNV – keine Ausweichräume in privilegiertere, angenehmere, sicherere Biotope haben.
      Vor 2015/16 hätte ich mir nicht träumen lassen, mal einer CSU-Position zuzustimmen, wobei ich den Satz in der Hinsicht sehe, den Extrawurstbegehrern Grenzen aufzuzeigen zum Wohle Aller. Wenn diese Debatte nicht endlich geführt und der verhängnisvolle, an allen Ecken sichtbare Einfluß der Radikalen gebremst wird, sehe ich Schwarz.

      Achmad Mansour in der WELT:
      „Mansour: Ich bin weniger Seehofer selbst dankbar, sondern für die allgemeine Debatte. Wir brauchen eine ehrliche Debatte um Glaubensinhalte, Strukturen und die Zukunft des Zusammenlebens. Ich bin dankbar dafür, dass diese jetzt geführt wird, auch wenn ich die Undifferenziertheit nicht teile. Ich finde es genauso unfair, dass Angela Merkel und Christian Wulff mit ihren Mantras, der Islam gehöre zu Deutschland, als die fortschrittlichen und moralisch-toleranten Stimmen dargestellt werden. …“

      Tongue in cheek: Wenn Seehofer sich mal wieder dreht, dann hoffentlich um 360°.

    • Einfach mal das C weglassen.
      DU und SU stellen sich der Wahl.
      Oder IDU und ISU (i= islamisch).
      Da würde es echt knapp werden mit der 5% Hürde.

      Oder Merkel und ihr SchleppNetz fordern eine Neugestaltung der deutschen Fahne: gelber Halbmond auf schwarz-rotem Hintergrund.

      Komm, traut EUCH – liebe kleine GroKo in Berlin.
      Zeigt mal Courage.
      Auf jetzt.

    • Some peace protesters are trying to kill me!
      In Südfrankreich hat ja gerade eben wieder einer gezeigt, wie sehr der Islam zu unserer modernen Gesellschaft gehört…

      Die handeln, wir quatschen…

  31. "einfach zu deutschlastig
    war gestern im Deutschlandradio/Kultur um 13.05Uhr zu hören. Stadträte mit Migrationshintergrund kamen zu Wort über die mangelnde Integration vieler ausländischen Mitbürger; sie sind eben auch nach 50 Jahren noch keine deutschen und mangelnde Sprachkenntnisse sind dann auch ein Hindernis, sich politisch zu betätigen. Die Migrationsquote von 20% in Essen spiegelt sich so auch nicht im Stadtrat wieder, das sei nicht gut für die Interessen. Die Grünen sind da aber sehr hilfreich, meinte eine Stadträtin mit Migrationshintergrund der Grünen aus Berlin. Als Diplomatentochter aus Kurdistan meinte sie dann: „Viele kennen sich allein mit dem Wahlgebaren gar nicht aus. Die Strukturen hier sind einfach zu deutschlastig.“
    Übersetzt heißt das wohl: Strukturen lockern durch Pass-Express – bei guten Sportlern geht das ja auch ruckzuck -, die Deutschen lernen Arabisch und Türkisch und zum besseren Verständnis und Miteinander übernimmt man auch deren Religion und Sitten, so daß gar nicht integriert zu werden braucht. Wir passen uns an. Und: Wir schaffen das.

    • ... das ist nichts Neues ...
      … so beginnt jede Landnahme und Besatzung:

      Man kommt zunächst in ein fremdes Land, verhält sich mehr oder weniger unauffällig, vernetzt sich mit Leuten gleicher Abstammung (Kulturvereine, Moscheen), bringt eigene Leute in Positionen (Cem, Hayali, Fahimi, Saleh usw.).

      Dann verlangt man – unterstützt von einer breiten Meinungsfront Toleranz für die eigene kulturelle Lebensweise, Speise- und Bekleidungsgewohnheiten, auch wenn sie andere offen abwertet (ich verweise gerne auf die Seite des Islaminstituts mit entsprechenden Rechtsgutachten).

      Dann erhebt man Forderungen und testet die Grenzen mit immer neuen Unverschämtheiten aus (eigene Feiertage, Deutsche hätten keine Kultur, müssten sich anpassen, könnten froh sein wenn…) und unterdrückt den Widerstand, durch bauliche Zeichen der Landnahme (unübersehbare Protzmoscheen z. B.) und konsequentes Zeigen eigener Trachten (Kopftuch) und Fahnen.

      Dann gründet man eigene Parteien, weil man unterdrückt sei und nicht „angenommen“, und unterwandert gleichzeitig konsequent und mit dem primitivsten, aber effektivsten Mittel, nämlich der Geburtenrate, Kindergärten und Schulen.

      Und bald schon wird der Oberbayer dafür bezahlt, dass er in Tracht in dem einen oder anderen Freilichtmuseum (Reservat) herumläuft. Ihm wird auch eine stockkonservative Heimatzeitung gegönnt und der Don kann irgendwo weiter Posten und wird nur ab und zu, wenn man ihn erkennt, vom Rad geschubst.

      Diese schöne Utopie wird von „Hochkultur“-Apologeten ganz offen bejubelt (z. B. H. Kassim); ihre Eintrittswahrscheinlichkeit ist infolge der Zuwanderungskatastrophe objektiv nicht gering.

    • Wir müssen endlich begreifen: "Deutschland ist bunte Vielfalt"
      Es gab vor kurzem einen kleinen „Skandal“ der sich in der FAZ so liest:
      „Heino verschenkt Platte mit Lieblingsliedern der SS“, weil dieser als einer von 47 „Heimatbotschaftern“ und eingeladener Gast sein Album „Die schönsten deutschen Heimat- und Vaterlandslieder“, der nordrhein-westfälischen Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) bei ihrem ersten, aufwendig beworbenen NRW-Heimatkongress geschenkt hat.
      O-Ton FAZ:
      „Das Problem: Viele der 24 Lieder auf dem Doppelalbum stammen zwar schon aus der Zeit der Befreiungskriege gegen Napoleon Anfang des 19. Jahrhunderts, fanden sich (…) aber auch im „Liederbuch der SS“.
      Bei Interesse dort Genaueres nachlesen…Heino sagte dazu „Man findet immer ein Lied, das missbraucht worden ist“, und insgesamt erinnert es ein wenig an die „Burschenschaftler-Gesangbuch“-Affaire in Österreich.
      Jedenfalls, die Ministerin weist ernsthaft darauf hin, „Heinos Geschenke – insgesamt zwei Schallplatten und vier CDs – seien „bei der Übergabe nicht unter dem Aspekt der politischen Korrektheit überprüft worden“, teilte Scharrenbachs Ministerium mit. Und die SPD weiß natürlich Abhilfe, wenn sie fragt, „warum Scharrenbach nicht von vornherein andere Heimatbotschafter „ins Schaufenster gestellt“ habe: etwa Ex-Fußballnationalspieler Gerald Asamoah oder TV-Koch Nelson Müller.“
      (Die waren zwar auch eingeladen, kamen aber nicht)
      Ich weiß von Herrn Asamoah nur, daß er wohl Fußball spielt und Nelson Müller kenne ich von seinen Sendungen im Dritten Programm, wo er als Lebensmitteltester und Koch auftritt und finde ihn ganz sympathisch.
      Nur habe ich das Problem, daß ich bei beiden mit dem Begriff „Heimat“, keine Verbindung zu Baden-Württemberg (wo Müller aufgewachsen ist), oder Deutschland assoziiere. Es ist ein Unterschied, ob Herr Müller und Her Asamoah Deutschhland als Heimat empfinden, was ihnen von Herzen gegönnt sei, oder ob man sie dazu benutzt, eine politische Botschaft zu überbringen. Die SPD hat da die Bodenhaftung anscheinend schon weitgehend verloren, die Grünen noch mehr.
      Was mir an der ganzen Geschichte jedoch sauer aufstößt, ist diese permanente, unterschwellige Belehrungsabsicht, mit der uns der regierungsamtliche verordnete Multikulturalismus ins Gehirn gedrückt werden soll.

    • Emil Meins
      Tja, das ist eben Gesinnungspolitik nach Merkels Geschmack.
      Aber zum Wochenende ein wenig SOULMUSIK, Yeaaah …

      ht tps://www.youtube.com/watch?v=L-NCtA9kBQY

    • ... die Heino-Platte ist leider lt. a-zon
      … vergriffen. Ich kaufe die, auch wenn ich Heino nicht abkann, weil mir diese linksgrün-ver*** Haltung zu „brandgefährlicher Musik“ gehörig auf die Nerven geht … die haben das schon mit Wagner so getrieben, weil der H. den Wagner so sehr mochte. Dass der H. auch den „Sozialismus“ toll fand und Vegetarier war, Hunde liebte, keine Kinder hatte und in einer offenen Beziehung lebte und Bücher schrieb – also gewissermaßen geborener Prenzlberger war, ist dagegen unerheblich, natürlich…

  32. @ Don Alphonso, wandelnder Heimatbegriff, Söder muß mehr Strauß wagen
    „Die CSU ist selbst Opfer des sich wandelnden Heimatbegriffs, und zwischen radikalen Lebensschützern und den jungen Familien in den Bergen, die Kinderplanung nach Karriere machen, ist es schwer, einen Platz zu finden. Das im Zelt war die stockkonservative Basis.“

    – Das ist wohl wahr.
    Im Zweifel wollen die neuen „Karriere-Eltern“ lieber ein abgesenktes Niveau im Abitur für ihre Kinder als den Stolz auf das bayerische Schulsystem für s Gemüt.
    Lehrer klagten gelegentlich, dass die CSU diesen Klagen nachgab und das Niveau relativierte.

    – Und, wem soll Söder zum Mönch machen, um das Kloster zu erhalten , wenn das die katholische Kirche nicht schafft?

    Freue mich auf Ihre weiteren Reportagen in Ihrer Blogart zum bayerischen Landtagswahlkampf: Lebensprall, historisch gewichtet im Don-Alphonso-Sound und analytisch.

    Meine These zu Söder:
    Nur als bayerischer Tribun wird er es nicht schaffen, sondern nur als idealtypisch-nationaler (a la modernisierter Strauß).

  33. Toll formuliert
    Herrlich geschrieben mit dem Brauereichef als Glanzstück.

    Aber die Leere machte eher die Kälte. Ich war deswegen nicht dort. Und wir sind hier letztlich alle reihum krank gewesen und manche mehrfach. Schade, dass Josefi nicht im Mai ist.

    Die Hausgeburt ist übrigens nur eine Lösung, wenn das Kh schnell erreichbar ist. Eine Geburt am WE mit Komplikationen dürfte ein Horror sein, zumindest im Tal. Das Kh muss innerhalb von zehn Minuten erreichbar sein. Das geht am WE nur mit Hubschrauber.

    • Es war einfach keine ordentliche Stimmung, alles andere sind Ausreden. Es hat nicht gebrannt. Es fehlte das Feuer. Sonst wäre es schon warm geworden.

    • Don Alphonso seine Triere nimmt Rammgeschwindigkeit auf oder ad unum omnes.
      Die bayrischen Auxiliartruppen verweigern eben langsam die Gefolgschaft.

      Der repagulum fällt in 8 Tagen.
      Aber der Don brennt heller als je.
      Respekt!

    • Sobald die Söders
      in Amt und Würden sind,
      betragen sie sich
      s t a a t s m ä n n i s c h,
      bzw. sie meinen, sich so
      betragen zu müssen.

      hab ich früh schon bei Leuten
      festgestellt, die zu
      Gemeinderäten gewählt wurden.

  34. Opponent
    Vorbei ist es mit der Meyerei.
    Ich dachte die Zeitung heisst FAZ und nicht BAZ.

    Was sich auch verändert hat bei der CSU ist das Verhältnis zur Bundeswehr. Früher eng.

    Heute sind die Grosskopfeten von der CSU(schreibe ich das richtig?) alles möglich gewesen, aber nicht Soldat.
    Herrn Meyer hätte es auch gut getan – man wird etwas demütiger.

    • Die FAZ beendet die Verbreitung neuer Beiträge in meinen Blogs. Ob es mit mir vorbei ist? Das hoffen viele. Viele werden aber auch enttäuscht sein.

  35. Es ist im Grunde ganz einfach-
    Wahlen in Bayern werden auf dem Land gewonnen, oder eben verloren.
    Die Franken wird Söder hinter sich versammeln können, Altbayern wird die härteste Nuß.
    Geld über die Städte und Regionen zu kippen wird nicht genügen, wenn die öffentlichen Haushalte unabsehbar mit immensen zusätzlichen Dauerbelastungen versehen werden.
    Jede kleinere Konjunkturdelle bringt die Sache kommunal zum Einsturz.

    Mit echtem Bürokratiemonsterabbau kann man den Rest der nötigen Stimmen holen.

  36. Abschiede, wohin man blickt ...
    Vielen Dank für die Einblicke.

    Abschiede, wohin man blickt.

    Die sterbenden Klöster als Sinnbild.
    ____________________________

    Zu Söder: Er hat vor der Bayernwahl nicht mehr Zeit, zu retten, was zu retten ist. Sonst hat auch er seine Zeit gehabt, und Peter Bystron füllt dann die Zelte bis auf den letzten Platz …
    _____________________________

    Dem Don Sonne, trockene Straßen und demnächst einen gelungenen Neuanfang mit altbewährten Mitteln !

    • sterbende Klöster
      Es sterben vorwiegend die Frauenklöster der Art, die halb kontemplativ und halb karitativ waren.
      Meine Späher berichten mir, dass das erzbischöfliche Ordinariat dort eine „geistliche Gemeinschaft“ (männlich) ansiedeln will, man müsste mal raus finden welche. Neben den neueren mit eher moderner Pastoral gibt es da auch wieder stärker belebte (mit Neueintritten !) von der konservativen Art, einschließlich Pflege des Ritus Extraordinarius in linguam latinam.
      Die Akzente verschieben sich halt.

    • Frauenklöster
      haben den Trend verschlafen, werter prince Matecki.
      Warum haben sie sich nicht auf Feminismus und
      Gender gestürzt und so die Netzfeministinnen vor ihren
      prekären Verhältnissen inkl. Altersarmut bewahrt.

      Das hat doch über die Jahrhunderte funktioniert.

    • Frauenklöster
      @E.R.B.:
      Was, bitte schön, soll denn ein Kloster mit Feminismus und Gender anfangen? Insoweit es eine im weitesten Sinne noch benediktinische Grundlage hat, sollte dort auch gearbeitet werden („ora et labora“) – und wer soll das bitteschön dann machen?!?
      Und Armut gehört eigentlich per definitionem zu einem Kloster, das ist Bestandteil des Gelübdes…

  37. Verflixt Don, ich hatte heute doch noch garnix geschrieben! Aber...
    …. dem Santo Annunciatore Horst Corte di Lago ruhen……neben der AfD, derzeit noch viele (mMn unberechtigte) Hoffnungen auf eine Richtungsänderung. Aber erst nachdem die Unaussprechlichen in Bayern im Herbst 18% eingefahren haben werden. Aber wenn´s einem frühzeitigen Zerbrechen dieser Witz-Zusammensetzung unter der Schüssel dienen könnte, bitte!
    .
    Ach ja, „Gute Nacht, Kameraden, bewahrt ein festes Herz und Fröhlichkeit in euren Augen, denn fröhlich kommt der Tag daher wie Glockenschlag – und für ihn sollt ihr taugen.“
    .
    Ob Heino das auf seiner Platte hat, weiß ich nicht. Auf jeden Fall: Liederbuch der Bundeswehr „Hell klingen unsere Lieder“*, Seite 124, gleich über „Kein schöner Land“
    .
    *) Allerdings Ausgabe 1976, noch ohne Janitscharentexte (ja,ja, man denkt ja auch schon, quasi „von hinten her“ in Ursulas Armee an muselmanische Feldgeistliche)

    • Dort wo die Blumen blühn
      dort wo die Täler grün,
      dort war ich einmal zu Hause.
      Wo ich die Liebste fand,
      da liegt mein Heimatland.

    • Ex Zeitleser
      an den werten Mitforisten und Militärexperten vom Neckar

      Unsere Verteidigungministerin sprach sich doch noch Anfang 2016 deutlich und euphorisch dafür aus, dass die Bundeswehr mehr Frauen und Bewerber mit Migrationshintergrund rekrutieren sollte und dass darunter auch viele Muslime sein werden. Ähnlich wie die vielen prognostizierten motivierten Fachkräfte für die Wirtschaft ( n. Zetsche ), sollten diese die Personalprobleme der BW lösen.

      Nun seit 2017 ist es da – wenn ich mich nicht täusche – etwas leiser geworden. Ich denke etliche Bürger haben sich auch nach den pro Erdogan Kundgebungen in D und anderen Vorfällen etwas gefragt, wie es im Zweifel mit der Loyalität einer solchen bunten Söldner-Truppe ausschauen könnte.

      Als unfreiwilliger W15 Ex OG denke ich, dass mindestens ein Drittel der Tätigkeiten und Maßnahmen, die ich während meiner Zeit erlebte, heute nicht mehr politisch „konform“ wäre. Meine Güte Massenunterkünfte, ärztliche Zwangsuntersuchungen inklusive Röntgen, Strahlenbelastungen, Gewaltmärsche usw. da waren Marschlieder a la Heino Petitesse. Und schon damals in den 1980iger waren wir BWler für Ältere, für Ossis oder die Verbündeten USA, F, GB doch ziemliche Weicheier. Und was für ein Zustand heute!

      Als zugreister „Bayer“ darf ich im Herbst wählen. Da gibt es nicht viel Optionen, wenn man endlich ein Signal Ri Berlin, respektive eine Richtungsänderung der Merkelpolitik will. Bisher haben sie dort den Schuss nicht gehört. Im Zweifel wird das auch die CSU schmerzen, auch wenn sie Bayern durchaus nicht ohne Erfolg agiert. Aber dramatisch wird in Bayern die SPD untergehen.

    • von und an die Militärexperten (auch die vom Neckar)...
      Die gute Frau vdL tut momentan alles, um noch so lange im Amt zu bleiben, bis sie zur Nato-Generalsekretärin weggelobt werden kann (Mutti tut da schon).

      So spricht sie ja so gerne von den 20.000 Bewerbungen für die BW, was alles an der tollen Werbekampagne liegt, die sie eingekauft hat. Daß davon nur 680 (oder so) geblieben sind, wird verschwiegen. Aber welcher Mann will schon in der rosa Truppe dienen…
      Daß die Erhöhung der Truppenstärke unter solchen Bedingungen illusorisch ist, wird verschwiegen. Die Truppe wird weiter auf Verschleiß gefahren und einfach das Austrittsalter erhöht, um irgendwie nur die Mannstärken zu halten. Eine Rentnerarmee… Und die Abschaffung der Wehrpflicht als eines der vielen Beispiele für kurzfrist-denke-Wählerstimmenfang-Aktionen verunmöglicht ebenso eine schnelle Aufstockung der schrumpfenden Truppe.
      Gleiches gilt fürs Material. Die Sparbremse der letzten Jahrzehnte hat die dt. Rüstungsindustrie so weit schrumpfen lassen, daß eine Truppenaufstockung mit entsprechendem Gerät gar nicht ginge. Geht nur, wenn man den nicht funktionierenden Bestand auf Papier beibehält.

      Dumm ist, daß das alles nicht in den Plan passt, mit Putin einen Agressor aufzubauen, gegen den man sich wehren können muß – das alte Spiel vom aufbauen eines äußeren Feindes, um innen zu einigen: in D und in der EU…

    • Tja, das kommt halt bei solchen Reformen raus.

  38. Einfach Klasse
    prima, unverwechselbar und sehr vergnüglich – trotz der üblen Aussichten. Danke – bis zum nächsten Stück – und einen herzlichen Gruß aus Baden.

  39. größter Fehler
    Sehr geehrter Don Alfonso,

    der größte Fehler der CSU war 2015, dass sie nicht sofort die Regierung verlassen haben sondern nur gemault haben und trotzdem an ihren Posten festgeklebt blieben.

    Das wird sich m.E. 2019 rächen, und lustigerweise wird man den Markus dafür verantwortlich machen, so geht Politik!

    Mit freundlichen Grüßen
    T.F.

  40. Nein danke
    Den Strauß habe ich in meiner Jugend aus tiefstem Herzen gehasst, und auch nach einem jahrzehntelangen Lernprozess weg von links kann ich mich nicht zu Sentimentalitäten gegenüber diesem Herrn durchringen. Das Problem ist doch nicht, dass es solche politischen Schreckgespenster nicht mehr gibt. Das Problem ist, dass die Linken von Strauß und Co deren arrogante Anmaßung und den Anspruch auf alleinige Deutungshoheit inzwischen übernommen haben. Als auf dem Land Aufgewachsener habe ich das rechte Meinungskorsett nicht gesprengt um mich jetzt einer linken Gesinnunsdiktatur zu unterwerfen. Das Bierzelt beim Josefifest ist nur noch das Museum eines Gestern, ähnlich wie das DDR-Museum in Berlin…

  41. Worte und Taten
    Ich darf einmal Roland Tichy verlinken, der in die gleiche Kerbe schlägt:

    ww w.tichyseinblick.de/tichys-einblick/der-islam-gehoert-nicht-zu-deutschland-aber-wir-haben-ihn-doch-zugelassen/

    Es wird wirklich spannend. Bisher ist ja alles nur rhetorisches Geplänkel ohne folgende Taten und kann mir nicht vorstellen, daß sich hierfür politische Mehrheiten finden lassen, nicht in diesem föderalen System mit der Tagesschau und den Grünen als Inquisitoren. Bis dann irgendwann die ganzen ungedeckten Wechsel eingelöst werden müssen und es plötzlich lautet: banka rotta.

    Vor kurzem testierte jemand in der Wirtschaftswoche unserer Großen Vorsitzenden das ökonomische Verständnis eines Viertklässlers. So schaut’s aus. Oder wie Billy C. mal anmerkte: It’s the economy, stupid.

    • Es wird wirklich spannend,
      denn wie man vorhin lesen konnte, will Herr Laschet die staatliche Anerkennung des Islams, vergleichbar mit den Kirchen. Nicht verwunderlich, denn Madame Merkel hatte es in ihrer Regierungserklärung, wenn auch fein in einem Nebensatz versteckt, schon angekündigt.

  42. Titel eingeben
    „Der Staat, der sich mehr um sich selbst als um die Bürger kümmert, ist in seiner Gesamtheit der Grund für diese amüsant und bissig vorgetragene, aber inhaltlich knallharte Kritik“. Das ist der Punkt!

    Die Leute haben die Nase voll: Von den Hofreiters, die ihnen erzählen, dass sie in Oberbayern, in der Eifel, in der Lausitz kollektiv ÖPNV fahren sollen statt individuell Diesel. Von einem Lehrer, der NRW-Innenminister wurde und empfiehlt, von Messermenschen halt Abstand zu halten. Von einem Bundespräsidenten, der zusammen mit der Bertelsmann-Stiftung ein Symposium gegen die freie (online-)Meinung abhält. Von all den nutzlosen Bürokraten auf Parteiticket und den anderen Aftersassen der Politik und der Parteien.

    Wenn da auf dem Land mal einer wirklich zündende Reden hält gegen die großstädtischen linksgrünen Eliten, knallt das explosive Gemisch. Denn die meisten Deutschen lieben Deutschland und ihre Heimat, aber immer weniger diesen Staat und seine Apparatschiks, die sich Deutschland (und dessen Geld und dessen Zukunft) zur Beute gemacht haben .

  43. sorry
    sorry, 2018 natürlich.

    Mit freundlichen Grüßen
    T.F.

  44. Mittlerweile bin ich froh, dass Sie gehen..
    Die FAZ wird immer mehr zu einem linksliberalen Klopapier mit click-bait-Attitüde..
    Zu Anfang fand ich es schrecklich, dass sie gehen.. Aber nun bin ich froh.. Sie haben mit Ihrem Anstand, ihren brillianten Texten das bürgerliche Feigenblatt abgegeben, waren der Alibi-Bürgerliche (und das als alter Sozi!) das den Verfall dieser einst stolzen Zeitung verdeckt und bemäntelt hat..
    Es ist gut, dass sie sich dafür nicht mehr hergeben (ob nun aktiv oder passiv) und wir nun der Metamorphose der FAZ in die TAZ gelassen zusehen können

  45. Kommentare
    @DA
    Die Leser auf Faz.Net kommentieren den Beitrag von Konstantin Kuhle, doch recht kritisch würde ich sagen.

  46. Er kann es nicht
    JA – wie so viele, die es nicht können…
    Wenn der Kurz aus Österreich ein Bayer wäre…

  47. Wie hätte es brennen sollen?
    Entweder macht er auf Vox populi und ist außerhalb von Bayern ein Paria oder er bleibt rechte Blockflöte. Er entschied sich für die zweite Variante und Horsti wird es ihm nach der Wahl schon sagen.

  48. So etwas gibt es tatsächlich?
    Na, alle Achtung. Ich glaube, das läuft unter „Männerstolz vor Königsthronen.“ Da hätte es Herrn Söder wohl angestanden zu sagen, „Herzlichen Dank für die offenen Worte, kommen Sie doch in der nächsten Woche in mein Büro, bringen Sie noch ein paar Kollegen mit und ich höre mir ihre Sorgen in Ruhe an und wir überlegen, was wir tun können.“ Aber welcher Politiker macht so etwas noch?

  49. Danke
    Der Gastgeber möge mir meine Bauchpinselei verzeihen. Dieser Bericht aus dem Bierzelt ist wirklich großartig.

    Ich habe ihn sehr genossen. Hier im Norden weht ein anderer Wind.Da stellen sich komissarisch regierende Bürgermeisterinnen, Modell Presswurst hin und behaupten, dass jeder Nicht-Stalinist ein Nazi ist.

  50. Ex Zeitleser
    „Ich glaube, die meisten hatten sich den Söder als politischen Rammbock gegen Berlin und Merkel vorgestellt“

    Das trifft es ziemlich genau. Ich muss zugeben auch ich habe da etwas feines raffiniertes erwartet.

    Hm und auch mit seinem Kabinett hat Söder etwas überrascht. Da sind etliche Minister für die Galerie dabei, die bei den Medien und in den Städten gut ankommen, aber nicht so im Reutberger Bierzelt.
    Nur ein Beispiel dazu ist die neue Landwirtschaftsministerin, die bislang von ihrem Werdegang, Stallgeruch und Ihrer Qualifikation gar nichts mit Wald, Bauern oder Landwirtschaft zu tun hatte. Zunächst hat sie die Qualifikation „junge Frau“. Das kann man auch Signal an Grüne, Ökos und Tierschützer und natürlich als ein Zeichen gegen die konventionelle Bauern und ihre bisher starken Verbände sehen. Ich sag mal das ist schon mutig, denn so wenig Wähler sind die „Bauern“ und ihr Umfeld in Bayern nicht.

    • Bauern...
      Vielleicht hat er ja einfach nur in der Statistik nachgesehen, und „hauptberuflich Bauer“ sind auch in Bayern nur noch ganz wenige Prozent (3 habe ich mal gehört, aber das scheint dann doch ein wenig niedrig – einstellig ist es aber sicher).
      Da denkt er wohl, das sei zu vernachlässigen – und vergißt dabei, daß ein sehr großer Anteil der Anderen (der Jungen, aber sowieso auch der Rentner) aus bäuerlichen Familien stammen und auch als Software- oder sonstiger Ingenieur noch bodenständig denken.

  51. Herr Dr. Söder
    …ist ein Kind seiner Zeit. Ausser zwei Schnupperlehren (i.e. Volontariate) keine Berufserfahrung und nirgends geerdet. Ein Katrin-Dagmar-Göring-Eckardt-Typ, Berufspolitiker, ungelernt bis aufs Reden schwingen und dumm daherreden.

    Sowas lebt in einem Feudalsystem wie jeder andere Beamte – weder dem Volk noch dem Standort verpflichtet. In USA heisst Feudalismus neuerdings ‚Deep State‘.

    Logisch, wenn solche Zombies, angeblich Volksvertreter, nur noch in gepanzerten Limousinen und Begleitschutz ihre Schlösser verlassen. Es braucht panzerbrechende Waffen wie die AfD. Abwählen funktioniert nicht.

    Merkel bewegt ihren Hintern neuerdings nicht wegen Seehofer – wie vorher auch nicht – sondern wegen Gauland. Merkels Prügelknabe heisst wiederum SPD – auch eine feudale Institution.

    q.e.d.

  52. Diese Landtagswahl
    in Bayern, ist die wirklich so wichtig. Für die deutsche Politik?

    Wenn die BK so weiter machen will wie bisher, darf bis dahin
    (Oktober 2018) nichts passieren was die Öffentlichkeit durchrüttelt.

  53. Vor langer Zeit brachte man mir bei: Schuster bleib bei deinem Leisten
    @Nahuatl – “Tölz fördert jetzt meines Wissens ein Geburtshaus mit 50000€, obwohl die Hebamme, die das Projekt vorangetrieben hatte, nicht in der Lage war, innerhalb eines halben Jahres, oder noch länger, so etwas wie einen Businessplan zu ertellen.”
    Ehrlich gesagt würde ich von einer Hebamme nicht erwarten, dass sie die Fähigkeit hat, einen Business Plan zu erstellen. Die Hebamme, die mich und meine Brüder zur Welt brachte, verstand viel vom Umgang mit werdenden Mamas und Papas, neugeborenen Babies und neugierigen kleinen Mädchen, aber einen Business Plan? Das ist etwas für BER und Consulting Companies.
    .
    @Herrn Söder – wenn man keine Begabung für klassische Bierzeltauftritte hat, sollte man es ganz lassen. Man kann auch erfolgreich Politik machen ohne laute Rednerauftritte indem man diese Aufgabe Begabteren überlässt und nur von Zeit zu Zeit mal vorbeiguckt.

    • Dafür gibt es ja Fachleute
      Die kann man engagieren.
      Meines Wissens gibt können Existenzgründer sogar kostenlos bei einer Außenstelle des Arbeitsamtes (heißt das noch so?) Hilfe in Anspruch nehmen.

      So ist halt die Gefahr groß, dass man 50000 Steuergelder versenkt.

      Generell eine Schweinerei, was Hebammen mittlerweile alles selbst finanzieren müssen.

      https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/58475/Rund-8-500-Hebammen-arbeiten-fest-angestellt-in-Kliniken
      https://www.deutschlandfunk.de/geburtshelferinnen-unter-druck-warum-hebammen-immer-oefter.862.de.html?dram:article_id=388768

      Entschuldigen Sie die vielen links, aber aus unerfindlichen Gründen ist mir die Sache ein Anliegen.

    • Was selbständige Unterneher so alles finanzieren müssen
      Wenn es sich nicht lohnt kann es nützlich
      sein sich einen anderen Job zu suchen
      oder im Krankenhaus zu arbeiten.

      Viele landen mit ihren Versuchen
      der Selbständigkeit auf der Nase.

      Warum sollte es im Entbindungspflegegeschäft
      anders sein.

      Was benötigt eine junge Ärztin um
      auf dem Lande oder in der Stadt eine
      Praxis zu eröffnen.

      Wen interessiert das denn?

      Ich habe nicht den Eindruck das es in der
      Debatte in erster Linie um das Kindeswohl
      und das der Mutter geht.

      Das ist aber das was mich interessiert
      und nicht die Klage einer ggf aussterbenden Berufsgruppe.

    • Herr Keller
      Als Frau und Mutter finde ich es immer übergriffig, wenn Männer mir einreden wollen, Hebammen seien verzichtbar.

    • @Klaus
      Sie haben da sicherlich besseren Einblick als ich.
      Mich stört die Privatisierung des Gesundheitswesens, und mit Privatisierung meine ich Kommerzialisierung, und die Folgen für alle.
      Für die Angestellten mehr Arbeit, für die Selbständigen höhere Kosten oder gleich Geschäftsaufgabe, für die Patienten schlechtere Versorgung.
      Im Bekanntenkreis hört man, dass die Kaiserschnitte als „Wunschgeburtstermin“ schöngeschwafelt werden, unter dem Strich, oder wie einige Deppen neuerdings denglischen: „am Ende des Tages“, richten sich die Geburten nach dem Arbeitsplan der KH-Angestellten.
      Das Hausgeburtsthema hat was von Henne-Ei, kann auch sein, dass der Trend (v.a. unter Impfverweigerern) in Richtung Hausgeburt geht, weil der Ablauf im KH zu eng getaktet ist.

    • als Kermit
      zur Fränkischen Fastnacht
      in Veitshöcheim reicht’s doch.

    • An Rheintochter: Wer Hilft der Mutter bei der Geburt des Kindes?
      Damit beschäftigen sich 2 Berufsgruppen wenn ich mich nicht
      irre und in beiden Berufsgruppen arbeiten Männer und Frauen.

      Wahrscheinlich werden Hebammen nicht aussterben.
      ggf gibt es künftig bei uns aber fast nur noch welche
      die Festangestellte der Krankenhäuser oder der Gemeinden
      sind weil sich das Geschäftsmodell:
      Freischaffende Hebamme; nicht mehr trägt.

      Wenn es in einem Kreis zu wenige gibt sollte
      der Kreis welche anstellen.
      Wenn der Kreis zu wenig Geld dafür hat soll
      er sich überlegen was blöder ist:

      Keine ambulante Geburtshilfe zu haben oder kein Hallenbad.

      ggf hilft auch ein Blick über den Zaun,
      also die Frage wie machen es die anderen
      (A, CH, F usw).

      vor 20 Jahren gab es schon Berichte das
      Gynäkologen in den USA kaum noch ihre Versicherungsprämien bezahlen können.

      Der Hinweis darauf zeigt das es immer schief gehen kann
      und die Eltern suchen „Schuld“ dann oft nicht bei
      Mutter Natur sondern bei der Hebamme,
      der Gynäkologin oder dem Krankenhaus.

      Davon abgesehen gibt es die Neigung
      Gewinne zu privatisieren und Verluste zu
      sozialisieren.

      Das gilt m.E. nicht nur für das ambulante operieren
      sondern galt auch in der Geburtshilfe.
      Wenn das Becken zu klein ist geht auf natürlichem Weg gar nichts.

      Und somit Landet eine Risikogruppe automatisch im KrHs.
      Da auch bei normalen Geburten etwas schief gehen kann
      benötigt man schon das KrHs als Backup.
      Je weiter der Weg zum Krhs ist desto ungünstiger ist es
      m.E. im Notfall.

      Ich bin dafür die vielen Möglichkeiten die Hebammen
      anbieten können, Krankenhausnah zu nutzen.

      ggf geht es aber auch noch um etwas anderes.
      Ich Verbuche das unter anderem unter dem Begriff Sozialromatik.

    • An Nahuatl u.a. zu Wunschgeburtstermin
      Ich werde zunehmend konservativ.

      Wenn ein Chirurg etwas konservativ behandeln
      will bedeutet dies das er nicht operiert,
      habe ich einmal gelernt.

      Man greift zum Messer wenn es nicht anders geht
      da jede OP, ja jede Anästhesie ein Risiko in sich ist.
      Die Narkose einer Schwangeren ist nicht ohne.
      Man wünscht sich idR nüchterne Patienten
      damit kein Magensaft aufsteigt.
      Bei Schwangeren drückt nicht nur das letzte Schnitzel.

      Das Kliniken effizient arbeiten wollen
      kann ich verstehen.
      Wenn ich für eine Geburt eine Fallpauschale bekomme
      die überhaupt nichts mit den individuellen Problemen
      zu tun hat, ich aber mein Budget einhalten muss,
      habe ich ein Problem.

      Lesen sie mal den passenden Artikel im Mutterschiff
      über Überlegungen der Bundesregierung die Vergütungen
      im KrHs zu verändern. (und achten sie darauf ab mal jemand
      vom DBfK interviewt wird)

      https://www.dbfk.de/de/index.php

      Ein Politiker in Offenbach, auch Aufsichtsrat
      des Krankenhauses meinte Sinn gemäß
      das KrHs sollte verstärkt planbare OPs durchführen
      (Wie private Kliniken auch)

      Der Mann kennt den Auftrag seines „eigenen“
      Krankenhauses nicht.
      Ein Kreiskrankenhaus ist eben keine Gesundheitsfabrik.

      – Man könnte mal prüfen was der
      „Aufsichtsrat“ bekommt. M.E. ist diese Tätigkeit
      Teil seines Bürgermeisters seins gewesen und
      mit diesem Gehalt abgegolten.

      – Man könnte auch mal die Gehälter vergleichen
      die der Chef des Zentralkrankenhauses der Bundeswehr in
      Koblenz bekommt und was sein Kollege vom KrsKrHs erhält.

      Geld im Gesundheitswesen ist aber auch ein lustiges Thema.
      Nehmen wir: Moderne Medizin nahe am Menschen
      (Blöder Werbespruch eines städtischen Krankenhauses)

      zB Wenn sie viel Geld bezahlen, bekommen sie die
      neuesten Medikamente. Sind in der Versuchsreihe
      also weit vorne wenn man folgendes annimmt:

      Idee – erste Tests – Versuchsmaus – Versuchskaninchen –
      Versuchsaffe – Probant – Privatpatient – viele Jahre Erfahrung –
      Kassenpatient.
      (Das der Chefarzt seinen Privatpatienten eine Vergütung
      zahlt wenn sie Teil einer Studie sind habe ich noch nicht
      gelesen.)

      Als gelernter FKrPfl i.d. Psych bin ich in der
      Reihe lieber weiter hinten.

      PS
      Das die Qualität der Behandlung besonders gut ist
      wenn sie besonders schnell einen Termin bekommen
      bezweifle ich.

      Das es ethisch unproblematisch ist wenn es schneller geht
      wenn sie mehr bezahlen, bezweifle ich auch.

      Mein Tipp u.a.
      Wählen sie einen anderen Bundesminister für Gesundheit
      und seien sie froh das UvdL die Bundeswehr beschädigt
      und nicht das Gesundheitswesen.

      Soldaten können sich Risiken aussuchen
      und sich auch leichter wehren da sie bewaffnet sind.
      Patienten oft nicht(deshalb werden bei uns bisher so wenige
      Ärzte erschossen, ich nehme aber an das sich das noch ändert)

      PPS
      Ich hoffe es war nicht zu viel Don, und nicht zu daneben.

    • “A doctor to room XX, IMMEDIATELY.”
      Als ich mit meiner zweiten Tochter schwanger war, riet mir meine Ärztin im 8. Monaten beim ersten Anzeichen von Wehen sofort ins Krankenhaus zu gehen. Also folgte ich ihrem Rat. Aber das Krankenhaus kannte den Ratschlag meiner Ärztin nicht und lies mich erst einmal warten. Am Empfang behaupteten sie, ich sei aus den Staaten und nur nach Vancouver gekommen, um dort umsonst unter dem kanadischen Medical System mein Kind zu gebären. Ich zeigte meinen Führerschein aus Britisch Columbia, aber es überzeugte die Dame am Empfang nicht. Jedoch sah die Dame nach einigem Palaver schließlich ein, dass sie wegen verweigerter Hilfeleistung Probleme kriegen könnte und ich wurde in ein Gebärzimmer geleitet. Aber es erschien weder eine Krankenschwester noch ein Arzt. Nach knapp einer Stunde war meine Tochter nah daran, zur Welt zu kommen, und ich sagte zu meinem Mann: ‘Entweder du findest so schnell wie möglich einem Arzt, oder du musst selbst den Job der Hebamme übernehmen.’ Entsetzt über den Gedanken rannte mein Mann los und kam mit einer Krankenschwester zurück. Die guckte in den Geburtskanal, lief zum Intercom und rief: “Ein Arzt zu Zimmer XX, SOFORT.” Den Klang ihrer entsetzten Stimme beim “IMMEDIATELY” werde ich nie vergessen. Eine Studentin erschien innerhalb weniger Minuten und praktizierte innerhalb von weiteren paar Minuten ihre erste Geburt (ohne Aufsicht einer Hebamme oder eines Arztes). Wenn die Geburt schief gelaufen wäre, hätte ich sehr guten Grund zur Klage gehabt…. Aber glücklicherweise trug die Natur das Versagen der Beteiligten mit Humor.

  54. Text eingeben
    Bitte mehr Scharia!
    Wer A sagt, muss auch B sagen.

    • Nein
      Es gab einen ordentlichen Prozess in Freiburg mit einer sorgfältigen Beweisaufnahme. Er geht lebenslang in den Knast, wie er schon vorher dunkel ahnte.

      Es kostet was. Ich zahl das zwar gern für die Maria, Hätte es aber besser gefunden, wenn die Frau Doktor meine Rente finanziert und ein langes glückliches Leben gehabt hätte.

      Werde die Maria nie vergessen. Das war für mich der Kipp-Punkt, für andere war es Silvester 2015.

      Dieser Fall ist ein Zeichen für eine absolut entgleiste Politik. Wenn der Rechtstaat sich besinnt auf seine Werkzeuge und die Montgomery et al. aufwachen, könnten wir noch einiges hinkriegen.

    • Keine Angst
      Mehr Scharia wird kommen. Nachdem die Scharia heute schon fester Bestandteil in bestimmten Wohngegenden in D ist, werden ihre Kinder noch die flächendeckende Ausbreitung erleben, ganz sicher, ist demographisch gesetzt.

    • Oberländer: nicht rechtskräftig.
      Bei irgendeiner Revision wird irgendein Richter oder irgendeine Richterin feststellen, dass sich der Hintergrund des jungen Mannes auf die Tat ausgewirkt habe, und deshalb mildernde Umstände anzusetzen sind. Wenn es die Öffentlichkeit (und Herrn Oberländer) nicht länger interessiert.

    • @ Oberländer wg. "Maria" in Freiburg - ich stimme Ihnen zu. Am stärksten irritiert mich
      in diesem Zusammenhang die auch in der südbadischen Regionalzeitung „Südkurier“ vorgebrachte Idee, der Fall „Maria“ sei wieder ein „tragischer“ „Einzelfall“.

      Morde sind fast immer Einzelfälle. Und die Tragik – nun ja, mit der Tragik wird ohnedies häufig sehr sinnfrei hantiert. Also auch hier.

      Aber es ist weder anteilnehmend noch korrekt, so zu reden.

    • "Dieser Fall ist ein Zeichen für eine absolut entgleiste Politik."
      … nicht nur, sondern er wird jetzt ja von den linksgrünen Meinungsmachern (welt, ts, faz – leider auch) flächendeckend völlig schamlos und ernsthaft zum Versöhnungszeichen ausgerufen, nach dem Motto: Jetzt hat der Rechtsstaat alles befriedet.

      Ist es nicht:

      – der wäre ohne die unverantwortliche MUFL-Politik (gebt euch alle für 17 aus und am besten als Syrer/Afghane) nie hier gewesen.
      – hätte man ihn als illegal eingereisten an der Grenze abgewiesen, sofort rausgewofen, er wäre nie hier gewesen;
      – hätte man nicht ein Netzwerk „Anständiger“ mit viel Geld für seine Betreuung bezahlt, er wäre nicht hiergewesen;
      – hätte man ihm kein Geld (angeblich „Taschengeld“ von 400 Euro als „kickback“) gegeben, der wäre nicht hiergewesen.

      Es gab Zeiten, da sind Verantwortliche wegen eines Einkaufswagenclips zurückgetreten. Heute reichen nicht einmal mehr ermordete junge Frauen.

    • Sirisee,
      ‚reicht‘
      Nichts kann reichen wenn die perpetuator alternativlos sind. Denken Sie mal darüber nach.

    • @Dieter Kief
      oje, der Südkurier.
      da ist der Zeitungsname
      das einzige, was ansprechend
      ist und gefühlsgeladen:
      Saint-Exupery >Courrier du Sud<

    • inkompatible Systeme
      Es geht noch darüber hinaus. Wenn er schon im Iran eingelocht worden wäre (denn dort soll er auch eine Altlast haben), hätte er die junge Dame in Griechenland nicht von den Klippen gestoßen. Die dürfte lebenslang traumatisiert sein.

      Man kann hier nicht Männer aus völlig anderen Rechtssystemen unkontrolliert ins Land lassen. Es gibt Länder, da wird man von der Familie erschossen, oder man läuft frei herum. Daher braucht man Grenzkontrollen und sollte dazu übergehen, niemanden ohne Originalpapiere ins Land zu lassen.

      Die Schweden haben einen Mann reingelassen, der zuvor in den USA straffällig geworden und ausgewiesen worden war. Warum nehmen den dann die Schweden auf? Resultat: Ermordung von Elin Krantz. Vor den Bildern wird gewarnt (graphic content).

      Warum haben die den aufgenommen? Oder ist er einer von denen, die sich untergemischt haben unter Kriegsflüchtlinge, also subsidiär Schutzberechtigte aus Syrien und dem Irak? Wie geht das bei einem Farbigen? Das ist ein Skandal. Und der muss mal richtig benannt werden, und zwar mitten aus der Mitte heraus. Das Ganze. Der ganze Riesenskandal. Der Asylmissbrauch, das Aufweichen des subdidiären Schutzes, die Lächerlichkeit, das jeder Afrikaner da mitrennen kann.

      Das könnte der Söder durchaus. Es gibt genug, was man aus der Mitte aufspießen kann, und auf die Twittermeute, vor allem die, die gerade noch Windeln getragen hatten, darf man nicht hören.
      Außerdem müssen die Feministinnen die Frauen damit konfrontieren nach dem Motto: Das könntest du sein. Zu kurzer Rock, beim Joggen, auf dem Rad, im falschen Bus nachts.

    • @Oberländer
      „Außerdem müssen die Feministinnen die Frauen damit konfrontieren nach dem Motto: Das könntest du sein. Zu kurzer Rock, beim Joggen, auf dem Rad, im falschen Bus nachts.“

      Mittlerweile müsste es wohl eher heißen:
      „Außerdem müssen die Frauen die Feministinnen damit konfrontieren nach dem Motto: Das könntest du sein. Zu kurzer Rock, beim Joggen, auf dem Rad, im falschen Bus nachts.

    • Oberländer, if memory serves right hatten Sie mal angedeutet, wen Sie zum 24. September
      beglückt haben wollten?

      In jedem Falle, dieser Tage lohnen sich Bundestagsdebatten. Wenigstens stückweise. Da ich gerade mit Polsterarbeiten beschäftigt bin, was mir auf der einen Seite grossen Spass macht und auch Kreativität zulässt, und auf der anderen Seite Multitasking erlaubt, einer Rede zu folgen, habe ich das mal getan.
      Da gab es diesen Antrag, von 12,6% der MdBs, zum Thema Grenzkontrollen. Und es gab eine Antwort der anständigen 87,4% der MdBs, nach der *jeder* an der deutschen Grenze Aufschlagende der das Wort ‚Asyl‘ in Mund oder Hand trägt, einen Anspruch auf ein komplettes Asylverfahren in Deutschland habe. Auch wenn er bereits in Österreich [z.B.] ein solches erfolglos durchlaufen habe.

      Ich zweifle, dass 87,4% der Gewählend-Habenden das auch so sehen. Sehr sicher bin ich allerdings, dass 87,4% dieser Menschen nicht wissen, was in ihrem Namen im Bundestag als vermeintlich in ihrem Namen gesagt wird. Es gibt Momente, an denen man TDV nur ‚Daumen hoch!‘ signalisieren kann.

      Es täte mir Leid, wenn mein Memory altersbedingt nachgelassen hätte. Aber Sie hatten das so klar und eindeutig formuliert, weiter oben hier, dass ich meinte, etwas dazufügen zu sollen. Natürlich haben Sie vollkommen Recht.
      Ach, noch etwas: Sie waren, again, if memory serves well, frankophon. Da gibt es ein wunderbares kleines Büchlein, ganz neu, un livre choc: La Part du ghetto. Erschienen am 21. März 2018 bei Fayard. Ich habe ein Stückchen daraus gelesen. Erst wollte ich es bestellen, dann dachte ich, es würde mir schaden. Da steht, wie Deutschlands banlieus in spätestens einer Generation aussehen werden. Zwangsläufig.
      Ich glaube kaum dass dieses Buch ins Deutsche übersetzt wird. Es beschreibt die Wirklichkeit: „Wir können das nicht schaffen“. Und wenn Maas und Kahane Übersetzung und Erscheinen nicht verhindern können (ja, es klingt zur Not wie ‚Hass‘), wird der Spiegel dafür in altbekannter Weise Sorge tragen dass es auf keiner Bestsellerliste je auftaucht.

      Nichts für ungut, [Herr?] Oberländer.

  55. Liebe Genossinnen, liebe Genossen, wertgeschätzte Bajuwaren...
    … schauen Sie nicht nur nach Bayern, schauen Sie darüber hinaus.
    ….Facebook
    Habe Ihnen mal den Chart in € reingestellt.
    Wie unschwer zu erkennen ist, war Facebook schon- wenn man nur die Charttechnik betrachtet- Ende 2017/Anfang 18 ein Verkaufskandidat, tauchte unter den Nasdaq – Index ab.
    https://www.finanzen.net/chart/facebook
    Sollte Facebook wieder über diesen krabbeln, kann man eine Position eröffnen.
    Machen Sie was, draus. )
    Facebook wird nicht untergehen.
    Cheers ;)

  56. Titel eingeben
    Ich vermute, Söder hat sich mit einer Koalitionsregierung ab Herbst schon abgefunden; die Kabinettsumbildung war mutiger als erwartet, aber für die absolute Mehrheit ist kein Momentum da. Da hätte die CSU in Berlin die GroKo verlassen und Merkel in die Minderheitsregierung zwingen müssen.

    Gleichzeitig gilt nach wie vor, dass die Opposition in Bayern nicht ansatzweise so etwas wie eine Alternative bietet. Eine 40+x Partei und wahrscheinlich fünf (!) Kleinparteien im Landtag.

  57. Ach, das Mutterschiff,
    lieber Don, hat jetzt den Geleitzug ganzseitig aufgerüstet durch den Discountergiganten Aldi, und der hat seinem Zerstörer Jauch(e) auf die Brücke gestellt: weiß oder rot empfehlt der Herr Kapitänleutnant. Für 5,98€ das Zauberwasser. FAS Seite 5 vom 18.03. Vielleicht noch ein Schweinenacken für 3,98€/Kg in Meisterqualität dazu? Wenn es nicht gar so traurig wär, könnt man lachen. Wo ist die Balzacsche Reinheit der Luft, die in die Unschuld der Sitten geht.

    Sie wissen, wann man aufhört. Nicht erst, wenn der letzte das Licht aus macht. Und den Rebellblogger gibts doch auch noch. Ohne Fratzenbuch, hoffe ich.

    Was machen eigentlich die Radvorbereitungen? Meine Räder waren schon gut in Tritt, so doch das Wetter……

    Ach, vielleicht, indem wir hoffen, ist das Unheil…………..

    Schönen Tag allerseits

  58. früher, in einer anderen kleinen bayerischen Stadt,
    nicht der Ihren an der Donau, sondern der kleinen an der Sempt, da hätte sich der Brauer sowas früher nicht getraut. Naja, dort hat sichs der Markus eh mit der Neubesetzung des Umweltressorts nachhaltig bei den Seinen verdorben.

  59. Zumindest
    …scheint es in Bayern noch kaum Staatsterror durch geförderte „Antifa“ zu geben. Das sieht im Norden leider ganz anders aus, wie diesem (entschärften) Twitter-account zu entnehmen ist, der u. a. die erfolgreiche Einschüchterung potentieller AfD-Kandidaten zur Kommunalwahl feiert:

    „#Antifa wirkt: Die AfD in #Ostholstein macht zur Kommunalwahl einen Rückzieher. Aufgrund von vermeintlichen Personalmangel tritt die Partei nur noch zur Kreistagswahl an – #NoNazisSH #NoAfD #NIKA #NIKASH “

    ht tps://twitter.com/antifainfo?lang=de

    Bin mal gespannt, wie sich der Angriff (mit schweren Verletzungsfolgen) auf einen Merkel-muß-weg-Demonstranten durch „aufrechte Merkel-Verteidiger“ vom letzten Montag auf die Teilnehmerzahl der nächsten Demo in Hamburg auswirken wird: Leider ist es ja verständlich, daß viele nicht Leib und Leben riskieren können und wollen.
    Andererseits hoffe ich auf (auch) norddeutschen Beharrungswillen bzw. eine „jetzt erst recht!“-Haltung derer, die ihre Meinungsfreiheit nicht aufzugeben bereit sind.

    Vielen Dank für die lebendige Reportage und die damit verbundene Hoffnungsverbreitung, daß es zumindest in Bayern noch „gallische Dörfer“ gibt, die – ganz bestimmt – nicht so schnell aufgeben werden!

  60. Unbegründete Preußenfurcht
    Vor den Preußen müssen sich Bayern nicht fürchten, denn denen geht’s nicht anders als den Bayerischen Klöstern – Gott hab‘ sie seelig. Aber vor „Berlin“ sollten sie sich schon – mehr als bisher – in Acht nehmen. Als in den 70ern der LFA noch in Richtung Süden floss und dort davon – z.B. in kleinen Kreisstädten am Main – fehlende Gymnasien gebaut wurden, da begann an der Spree schon die große flächendeckende Vollverblödung, indem man Oberschüler von allen Mühen des Denkenlernens befreit hat. Und der resultierende morastige Zustand der Spreeanrainer trifft heute nicht nur die Verwaltung der Stadt; auch die des Staates spiegelt heute die Folgen jener großen Bequemlichkeit.

  61. Welch grosses Lese Vergnügen, danke. Fast schon Polt-mässig...
    Genauso und nicht anders stelle ich mir die heutige Realität in meiner Heimat Bayern vor. Und genauso möchte ich sie von einem Journalisten berichtet sehen.

    Die Dinge könnten so einfach sein. Aber leider hat gerade in den Medien jeder seine eigene Agenda und da müssen Fakten oder Informationen halt leider hinter der Meinungsmache zurückstehen.
    Und das in Zeiten in denen relativ gesehen nirgends wirklich grosse Not herrscht. Wie wird das erst alles aussehen, wenn der eben ausgebrochene Wirtschaftskrieg zwischen USA und China ausartet und nicht nur die Aktien zum freien Fall aufrufen?

    Dann Merkel in Berlin, Söder im Maximilianeum und die vdL mit ihrer Armee, mit den unbrauchbaren Gewehren und ohne Socken für den russischen Winter?

    Das war echt schwer vorherzusehen: Die Welt wird seit ein paar Jahren von Monat zu Monat interessanter! Wie sagt man? Megageil!

    Es könnte sogar so interessant werden, dass auch die Frage betreffs der Freisinger Oberhoheit über das Kloster bald in den Hintergrund treten könnte, denn die immer wahrscheinlicher werdende massive Erhöhung des Wehretats wird sich allein durch Kürzung von HartzIV und Renten nicht finanzieren lassen.

    • Ahoi lieber TDV oder Kinder und Frauen zuerst.
      Ja, die Sache mit der Glaskugel. Aber sind wir mal EHRLICH.
      Der Ausguck ist schon heiser: Eisberg voraus!

      Die Lenzpumpen schaffen es nicht mehr lange die Schlagseite zu verhindern.
      Alle Beiboote sind schon im Wasser und Merkel schickt ihr (aller)letztes Aufgebot an Deck.

    • Wirtschaftskrieg? Nein.
      Medienhysterie.

      Alle diese Sprüche Trumps sind Teile seiner Verhandlungstaktik = Trumps Trumpf gegen Politiknixwissenschaftler und wirtschaftsfernste Plolitiknixberatinneren.

      Wieso unterschätzen noch so viele Twittleralsweltguckler die Infantilität nur vorgaukelnden Präsidenten der VS?

      Ist das die große ANGST der von abgestandener Macht dumm gewordenen Masturbationselite?

    • Da dürfte sie recht haben Dr...
      Sie haben aber, glaube ich, gar keine so rechte Vorstellung davon, wie unterhaltsam es ist diesen Film aus über 10.000km Entfernung anzuschauen.

      Ich bin mir aber eigentlich sicher, egal wie sich der Zirkus weiterentwickelt, ein Volk, das viermal hintereinander eine Merkel wählt, das wird sich von den Medien, im Verbund mit den Social Media davon überzeugen lassen, dass die deutsche nach wie vor die beste aller Welten ist.

      Mittlerweile sind die weltweiten militärischen Konstellationen so, dass es nach einem dritten Weltkrieg kaum mehr Unterschiede zwischen Siegern und Verlierern geben wird.
      Das wird für aufrechte Deutsche ein Fortschritt sein, nachdem man im letzten Jahtrhundert ja zwei von der Sorte in den Sand gesetzt hat, und nach einem Dritten in allen Ländern die Leute erzählt bekommen werden, sie hätten gewonnen.Und sie werden es glauben… Eisberg oder nicht!

      Fakten oder Tatsachen und Wahrheiten wird es nicht mehr per se geben, nur das Internet entscheidet noch ob etwas wahr ist. Ein Mensch der in 50 Jahren Kant liest, der wird sich damit wohl lächerlich machen.

      Wie gesagt, aus der Ferne ist das alles sehr unterhaltsam. Wenn ich im Sommer Europa besuche, werde ich mir vorkommen wie Alice im Wunderland.

  62. Erstklassig!
    Hervorragend ge- und beschrieben. Ein Vergnügen zu lesen!

    Die Reden von Strauß und seinen Widersachern wie Schmidt und Co waren ein Genuss! Warum? Die alten Herren, damals jung, besaßen Verstand und Redefähigkeit. Beim Zuhören konnte man vor Begeisterung oder Wut toben, je nach eigener Position. Und man stritt im kleinen Kreis weiter, mit Überzeugung und Elan, ohne sich aber zu zerstreiten und den anderen in die Ecke zu stellen.

    Heute gehe ich ermüdet durch Langeweile ins Bett.

    „Noch acht Tage bis zur Freiheit“ …??? War’s so schlimm?
    Dann bin ich gespannt, wie es in Freiheit weitergeht.
    Wenn dieser Text der Anfang war- ich folge gern!

  63. Warum es in der Schweiz für die dortige CSU-Version so viel besser läuft, verstehe ich nicht.
    Die Schweizer Volkspartei (SVP) räumte 2015 bei den Nationalratswahlen 29 % ab. Ungeniert bewirtschaftet sie ausländerfeindliche Themen, verwendet Hetzplakate und hat per Volksentscheid ein Minarettverbot in die Verfassung gedrückt.
    Die SVP deckt das gesamte rechte Spektrum ab.
    Ähnliches versucht der alte bayrische Kini wohl gerade.
    Eine AfCH gibt es nicht- sie könnte gleich mit der SVP fusionieren.

    Die Regierungspolitik der SVP ist aber massvoll. Sozialdemokraten (SP) unterstützen in Gemeinden teils SVP-Kandidaten. Um die politische Verfolgung von Minderheiten macht sich in der Schweiz trotz SVP-Dominanz kaum jemand Sorgen.

    Einen Fraktionszwang gibt es in der Schweizer Politik übrigens nicht. Jeder ist für die eigenen Verlautbarungen selbst verantwortlich – und wird mitunter von seinen SVP-Parteigenossen gleich einmal öffentlich scharf angegriffen.
    Wo Meinungsfreiheit uneingeschränkt gilt, haben es political correctness und Scheuklappendenken relativ schwer.
    Die Staubsaugerfunktion der SVP am rechten Rand dürfte den anderen Parteien gelegen kommen.

    Auf https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/politik/wahlen/nationalratswahlen/parteistaerken.html
    sehen Sie, dass dem poilitischen Parteienspektrum der Schweiz die Zersetzungen in den Nachbarländern erspart bleibt – auch und gerade den Sozialdemokraten.

  64. Fragen über Fragen
    Die Frage die sich mir stellt ist:

    Hat Söder, bevor er Ministerpräsident wurde, die Rolle des Wadenbeissers und Scharfmachers nur gespielt?
    Oder spielt er jetzt gegen seinen Charakter die Rolle des vereinenden Staatsmannes?

    Oder gibt es gar keinen öffentlich authentischen Söder?

    Jedenfalls sehr dubios.

    • dogs that barks don't bite
      Hat Söder jemals gebissen?

    • Südlichkeiten, doch kein Südmotiv
      analog zu Benn, Söder:
      Schmutzeleien, doch kein Schmutzmotiv.

    • Aufklärung
      Andere Politiker machen doch keine andere Politik. Niemals nimmer nicht. Warum?
      1. Auf dem Höhepunkt des NSA-Abhörskandals stellte sich heraus, daß auch die Merkel abgegriffen wurde. Auf n-tv empörte sich ein ehemaliger CIA-Grande:“Das war vollkommen unnötig. Die macht sowieso, was wir wollen.“
      2. Schäuble auf einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz: „Wir sind seit dem 8. Mai 45 keinen Tag souverän gewesen.“
      3. Als die Ditfurth endlich auch mal bei der Atlantikbrücke auftreten durfte und dort über die Amis herzog, sprang einer von denen auf: „Wenn wir gewollt hätten, würde es Euch Grüne überhaupt nicht geben.“
      4. Uns Horsti: „Die gewählt sind, haben nichts zu sagen und die was zu sagen haben, wurden nicht gewählt.“
      Und nun erklären Sie mir bitte mal, was da anders werden soll, nur wenn ein Hansl oder auch eine Hänslin ausgewechselt wird.

  65. In diesem unseren Lande
    Ein köstlicher Artikel und köstlich-geistreiche Kommentare! Herzlichen Dank an alle!!

  66. Der lange Schatten des Kini ist verblasst
    Der letzte wirkliche König von Bayern war FJS und der ist 1988 verstorben. Der Rest waren nurnoch mehr oder weniger traurige Reichsverweser. Sehr lange Zeit lebte man davon, in der Bundeshauptstadt das Zünglein an der Waage und als Schwesterpartei noch wichtiger als der kleine Koalitionspartner zu sein. Mit der Wiedervereinigung schrumpfte nicht nur das Stimmgewicht Bayerns, nein auch die CDU degenerierte von einem süddeutschen Schwergewicht zu der Merkel-Partei. Für die Berliner Republik ist Bayern sehr, sehr weit weg und Merkel regierte wie eine unglückliche Kopie des Kaisers Wilhelm II und scherte sich nicht um die Belange und Befindlichkeiten des bayrischen Königs und dessen Alpenvolks. Vielleicht hätte man an die seeligen Tage von einst anknüpfen können, wenn die CSU die Abdankung der Kaiserin durchgesetzt hätte, aber so?

    Da schwätzt der Altkönig Horst das Eine und kurz darauf schwätzt die Kaiserin das genaue Gegenteil.

    Auch im letzten bayrischen Bierzelt hat man mittlerweile begriffen, dass Deutschland in einen berlinerischen Zentralstaat umgekrempelt wird und die Bayern mit ihrem Kini garnichts zu bestellen haben. Der neue König Marco I hat Angst gleich als Bettvorleger in Kaiserin Merkels Schlafzimmer zu enden, wenn er den Mund zu voll nimmt und im Bierzelt Forderungen aufmacht, die er nicht einlösen kann.

    Die goldenen Zeiten Bayern sind vorbei, als richtig viel Schweigegeld nach Bayern floss und dort die Landschaften erblühen ließ. Jetzt zahlen auch die Bayern für Glanz und Gloria in Berlin und dürfen sich genauso mit den Folgen der Berliner Politik herumschlagen, wie alle anderen auch.

    Die CSU und Bayern ist für Merkel entbehrlich geworden. Solange irgendjemand noch die CDU wählt, sieht sie sich im Amt bestätigt und koaliert auch mit jedem. Und bei Schwarz-Grün ist sowieso nicht wirklich Platz für eine CSU.

    Da ist es völlig egal, wer dann in Bayern künftig das Zepter schwingen wird.

    Zuletzt ein kleiner Tipp:
    Wer ein Kloster will, der muss auch kräftig seine Kinder als Mönche oder Nonnen dorthin schicken. Aber das ist ja schon so mit den Stammhaltern schwer geworden.

    • .....
      Die CSU müsste es auf die Probe ankommen lassen, auch in der CDU gibts genug die von Merkel die Schnauze voll haben.

  67. Der Don kann Reporter !!
    Das liebe ich so an Ihren Blogs: immer wieder diese Überraschungen über Ihre vielseitigen Talente.
    Der Umzug zu Ihrer neuen URL wird eine Massendemonstration werden.

  68. Fehlende Bodenhaftung sonst garnix
    Essener Tafel, 300.000 Asylklagen bei den Verwaltungsgerichten, immer weniger Abschiebungen selbst bei kriminellen Ausländern, Gebetsräume in öff. Schulen, 350 Mio Euro für nicht in D lebende Kinder von Ausländern, Geldwäsche-, Prostitutions- und Mafia-Paradies Deutschland, Steuerhinterziehung durch Firmen und Reiche, Dividenden-Stripping, Immobilienspekulation vs bezahlbaren Wohnraum, Bundeswehr ohne funktionierende Ausrüstung, 4 (!) Staatssekretäre für Scholz, 30 neue Mitarbeiter für Digitalfrau Bär etc. Es ist viel zu tun, packen wir es an!!!

    • Well, if you want to sing out, sing out
      Im Grundgesetz in Artikel 67 ist ein (Konstruktives) Misstrauensvotum für Deutschland vorgeschrieben. Diese bedeutet, dass es nicht möglich ist, den Regierungschef einfach abzuwählen. Mit der Abwahl muss auch ein neuer Bundeskanzler gewählt werden welcher eine neue Regierung bildet. Die Ab- und Neuwahl erfolgen in ein- und derselben Abstimmung.

      Mal sehen ob nach dem 14. Oktober 2018, die KroKo rechnerisch noch die Mehrheit im Reichfestspielhaus zu zu gläsernen Kuppel besitzt.

      Schwierig wird nur der Schulterschluss zwischen Alice Elisabeth Weidel und Sahra Wagenknecht. Diesen Schulterschluss (links/rechts) hatte ich schon 2009 in der FAZ angeregt. Der einzig positive Antwort kam damals von einem bekennenden Anhänger des ganz rechten Flügels.

      Ich denke, daß sich da (leider) im Wesentlichen nichts geändert hat. Alice Weidel hat in der berühmten Sendung (wo sie die Sendung verließ), Sahra Wagenknecht durch die Blume ein Friedensangebot gemacht, daß diese mit Eiskälte abschmetterte. Dass die Wagenknecht diese Tür, bar jeden politischen Gespürs zugestoßen hat, zeigte mir mit aller Deutlichkeit wie tief diese durchaus kluge Frau noch ihren stalin. Kaderdenken gefangen ist.

      Das sich der linke Flügel mittlerweile mitten in einer antidemokratischen neoliberalen Regierung befindet erschüttert mich wirklich. Es zeigt mir wie weit ich politisch nach rechts gedrängt wurde (ohne das ich meine politischen Ansichten geändert hätte).

      Meine Kinder sind damit aufgewachsen, das ich gegen alle austeile und auch vor politisch unkorrekten Aussagen (Autobahn, Bimbo, heim ins Reich, Schwarzer Neger (habe ich aus dem Film Soulman gepickt) nicht zurückschreckte. Oft hieß es dann nur: Oh Pappa, …

      Und was soll ich sagen, es hat funktioniert. Alle 3 Mädels können selbstständig denken und finden Merkel indiskutabel. Ich habe vielleicht einige Schlachten verloren, aber untern Strich den Krieg gegen die Verdummung meiner Kinder gewonnen.

      und wenn du frei sein willst, sei frei
      denn es gibt Millionen Dinge die du sein kannst
      du weißt dass es sie gibt.

    • Kleiner Tip...
      Auch wenn man nur ungern daraufhinweist, manchmal gibt es sogar im Spiegel ttsächlich Gutes zu lesen.
      In #12 gibt es ab S.116 ein Interview mit Rüdiger Safranski zu lesen.

      Zumindest die eine Hälfte davon, also jene in der Safranski spricht ist des Nachdenkens wert…..

      (Einfach per mail anfragen geht auch, ich schicke gerne ein pdf Kopie)

    • Es gibt keine Pflicht zur Fremdenfreundlichkeit
      habe ich gelesen, @ TDV. Print und online sind schon ein Unterschied.

    • @Dr. Seltsam
      Wir haben bei der Erziehung unserer Tochter ähnliches versucht und langsam zeigt sich ein positives Resultat.

      Und:
      Es macht mich wehmütig, einen Songtext von Cat Stevens zu lesen, aus der Zeit, als er noch nicht zu Yusuf Islam geworden war.

    • "Schwierig wird nur der Schulterschluss zwischen ...Weidel und ...Wagenknecht"
      In der Tat. Das wird schwierig. Warum sollte Frau Wagenknecht denn die AfD und hier insbesondere Frau Weidel unterstützen? Denn darauf liefe meiner Ansicht nach eine Kooperation hinaus.

      Die AfD stellt bereits die drittstärkste Fraktion im Bundestag (u.a. mit Stimmen von ehemaligen Anhängern der Linken) und sie hat gute Chancen, die sPd bei der nächsten Bundestagswahl vom zweiten Platz zu verdrängen.

      Nehmen wir mal ganz hypothetisch an Linke und AfD hätten irgendwann eine gemeinsame Mehrheit. Die AfD ist stärker und könnte dann Anspruch auf den Posten der Kanzlerin erheben. Warum sollte die Linke das unterstützen? Welche politischen Ziele kann die Linke mit der AfD besser durchsetzen als mit anderen Parteien?

      Aber gut. Vielleicht geht es Ihnen ja um eine persönliche Allianz zwischen Frau Weidel und Frau Wagenknecht. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass soetwas Frau Wagenknecht innerparteilich überhaupt nicht helfen würde. Im Gegenteil. Alles andere als eine deutliche Distanzierung von der AfD und auch insbesondere von Frau Weidel kann ihr innerhalb der Linken nur schaden.

      Sie schreiben: „Dass die Wagenknecht diese Tür, bar jeden politischen Gespürs zugestoßen hat, zeigte mir mit aller Deutlichkeit wie tief diese durchaus kluge Frau noch ihren stalin. Kaderdenken gefangen ist.“

      Hm. Nein. Wirklich nicht. Man muss nicht in stalinistischem Kaderdenken gefangen sein, um die AfD oder Frau Weidel abzulehnen.

      Sicherlich hebt sich Frau Weidel von dem Klischeebild des „alten weißen Mannes“ ab, dass viele mit der AfD verbinden.

      Wikipedia: „In Biel lebt sie mit einer aus Sri Lanka stammenden Schweizer Film- und Fernsehproduzentin in einer eingetragenen Partnerschaft.[12] Das Paar zieht gemeinsam zwei Söhne groß.“

      Sie wirkt nicht rassistisch oder homophob. Damit ist Frau Weidel sicherlich als Zugpferd für die AfD geeignet. Allein ihre Existenz an herausgehobener Stelle in der AfD träg dazu bei, das Bild von der AfD zu verbessern.

      Nur sind damit doch noch keine besonderen politischen Gemeinsamkeiten mit Frau Wagenknecht gegeben.

      Gibt es denn im Lebenslauf von Frau Weidel Anhaltspunkte, die darauf hindeuten, dass eine gemeinsame Politik mit der Linken (und insbesondere mit Frau Wagenknecht) sich aufdrängen würde?

      https://de.wikipedia.org/wiki/Alice_Weidel

      Betrachten wir mal einige der aufgeführten Stationen des beruflichen Werdegangs von Alice Weidel laut Wikipedia:

      „Von Juli 2005 bis Juni 2006 arbeitete sie als Analystin im Bereich Vermögensverwaltung bei Goldman Sachs in Frankfurt am Main.“

      „Von März 2011 bis Mai 2013 arbeitete sie bei Allianz Global Investors Europe in Frankfurt am Main.“

      „Nach einer kurzen Station bei Heristo machte sie sich als Unternehmensberaterin selbständig. In dieser Funktion war sie 2015 kurzzeitig für Rocket Internet und das Start-up Foodora tätig.“

      Mir fällt da zunächst einmal auf, dass diese Stationen eher kurz sind. Sollte Frau Weidel vor einer Versammlung ihren Lebenslauf vortragen, dann klingt er beeindruckender, wenn sie die Jahreszahlen weglässt. Sicher, sie hat auch studiert und sogar eine Doktorarbeit vorzuweisen. Was fehlt ist eine kontinuierliche deutlich länger als 2 Jahre dauernde Karriere in einem Unternehmen oder auch eine erfolgreiche mehrjährige Selbständigkeit.

      Das bedeutet natürlich nicht unbedingt, dass Frau Weidel keine Leistung bringen kann. Nur, dass für mich der Beweis ihrer Leistungsfähigkeit hier noch nicht zwingend erbracht ist.

      Auch die Art der Stationen die ihren Lebenslauf schmücken sind jetzt für jemanden, der zur Linken gehört nicht unbedingt ein Grund für Begeisterung:
      Goldman Sachs, Allianz Global Investors Europe und zuletzt eben Unternehmensberaterin (dazu hat ein bekannter Kabarettist das nötige gesagt: Volker Pispers – Berufsgruppen die diese Welt nicht braucht)

      Aber gut, wichtiger als wo jemand herkommt ist ja wo er (oder sie) hinwill.

      Und wo will Frau Weidel hin? (wieder Quelle Wikipedia): „Sie sprach sich auch für einen Euroaustritt Deutschlands aus und forderte die Rückkehr zu einer goldgedeckten Währung.[38] Weidel hat Steuervereinfachungen und die Abschaffung der Erbschaftsteuer gefordert.[23][39] Sie plädierte gegen den Mindestlohn.“

      Kaum vorstellbar (um hier nur mal die offensichtlichsten Punkte zu nennen), dass Frau Wagenknecht oder die Linke der Abschaffung der Erbschaftssteuer oder der Abschaffung des Mindestlohns zustimmen.

      Hier also nochmal meine Eingangsfrage: Warum sollte Frau Wagenknecht denn die AfD und hier insbesondere Frau Weidel unterstützen?

  69. Titel eingeben
    Werter Don,

    das ist einmal wieder ein sehr schönes und gelungenes Stimmungsstück. Ich verfolge Ihre Kolumne nun schon seit Sie anläßlich einer Italienreise die Politik der Langobarden mit den heutigen Verhältnissen verglichen haben, was ich damals schon überaus trefflich und vergnüglich fand. Und das hatte ich so auch noch nirgends gelesen. Seitdem ist viel passiert. Und bei manchen Ereignissen hatte ich das Gefühl sie wären da der einzige „Journalist“ gewesen, der sich seinen gesunden Menschenverstand und eine gewisse noble, doch niemals überebliche, Unabhängigkeit bewahrt hat. Jedenfalls Danke für all die vergnüglichen und mit Gewinn verbrachten Lesestunden und Grüße aus dem Bollwerk gegen die Preißn (Franken).

  70. Permesso Don? Nicht direktes Thema, aber..
    … meine im letzten Jahr durch meiner Enkelin verursachte, inzwischen längst verheilte Wunde im Daumen-Spann der rechten Hand sagt mir: Allah wird evtl. kurzfristig im Raum Sète – Häutungsberg 72 Jungfrauen zur Disposition halten müssen. Actuellement, ce serait tout.

  71. Das Wort vor dem Wochenende
    Schönen Dank an den Herrn Don für den wunderbar anschaulichen und informativen Text. Den Stil mag ich eh. Bleibt zu hoffen, dass den Text auch mal Leute lesen, die bisher nur die üblichen Verdächtigen als meinungsbildend akzeptieren.

    Es gab vor dreißig Jahren in meiner Region mal einen Radiosender, der das gebracht hat, was die Leute vor Ort interessiert hat. Die Sendungen waren immer mehr samstags Stadtgespräch! Ich habe damals mal einen angehenden Journalisten auf den tollen Sender angesprochen: Er meinte nur, solcher „Kirchturmspitzen-Journalismus“ hat nichts mit seinen eigenen und den allgemeinen journalistischen Qualtitätsansprüchen zu tun. Das hat mich damals erstmal sprachlos gemacht. Über den Sender wird heute noch gesprochen. Der angehende Journalist ist nicht wieder prominent aufgetaucht.

    Globalisierung funktioniert nur, wenn das Miteinander vor Ort nicht noch weiter leidet. Diese Einsicht muss man wohl unseren Herren und Damen Volksvertretern solange deutlich machen, bis sie es endlich mal begreifen. Auch diesbezüglich war der Reutberger Abend (und der Bericht darüber !) ein Lehrstück.

  72. Titel eingeben
    Wir sollten den Don nicht als „Journalist“ bezeichen, da dieser Beruf inzwischen – eigentlich schon seit Karl Kraus – nur noch negativ besetzt ist. Ein paar Ausnahmen bestätigen nur die Regel.

    • Und er beschreibt halt
      history in the making…

    • Dann wird es Zeit, Begriffe wieder positiv zu besetzen.
      So ganz kampflos sollte man Positionen, Begriffe und Sprache jedenfalls nicht hergeben. Der Don versucht ja genau das mit dern Kategorien, über die er so prima schreibt. Selbst wenn ich auf die meisten gegenwärtig publizierten Feuilletonschreiber nicht gut zu sprechen bin, möchte ich die generelle Kategorie nicht verdammen.

      Armleuchter gibt’s in allen Bereichen. Schon vor Karl Kraus. Der Begriff „Kirchturmspitzen-Journalismmus“ war ja vom Urheber auch verächtlich gemeint. Ich sehe das jedoch – vor allem nach Auseinandersetzung mit dem Thema – deutlich positiv, wenn nicht sogar als Auszeichnung.

      Bald ist Ostern. Ein Wesenszug unserer Kultur ist die Vergebung. Sonst hätten alle Angst, Fehler zu machen und das Denunziantentum würde noch weiter blühen. Also suche ich auch weiter nach gutem Journalismus.

  73. Meisterlicher Beitrag!
    Während die FAZ glaubt, auf einen Autor derart herausragender Beiträge verzichten zu können, rätselt der Leser weiterhin, worauf sich Glaube und Zuversicht stützen. An Texten vergleichbarer Qualität herrscht jedenfalls kein Überangebot.

    Besser und bissiger kann man die Bürgerferne und das schiere Unvermögen der etablierten Statthalterherrschaften nicht bloßstellen. Der Beitrag lässt daneben ahnen, was Leute wie August Maerz, aber auch DA und ungezählte andere in einer echten, d.h. direkten Demokratie zu leisten imstande wären. Den Bürgern bliebe etliches an Zumutungen, dummem Geschwätz, angeblich Alternativlosem und Unvermeidlichem erspart.

    • jesus, maria ond josef oder josefi isch em letschda.
      En hergotts nama, isch id gfluchet.

      Des isch jo des elend. Hollet hald amol mischgabla raus ond zoigend wo dr badle da moscht holled. Des ganze bleade geblär, god mer amend scho grad of da sengl. Wenn ma bloss amol rächt bragmatisch sei wär, däd me dia ganz bagasch zom deifel jaga. Leud sand id bled, ohne reue hosch nichts in dr scheuer. Do mosch hald a amol aschbagga zwammaglemma ond gugga wia weid dei courage reucht. Ohne fuer, koin rauch – des isch hald so. Es kommd amol a zeit, do kasch de neme drugga. Bisch a rächter kärle odr hald blos en rächter seggl.

      Hergottskramend, wandr wada bis dia saukärle älles versaued.
      A bisle me, kennd mr scho awada. Abr, mid ersatzdeul kasch hald kön grieg id gwenna.

      A dreifach hoch auf da Baldringer Haufa.

      Gehabt euch wohl.
      Anno domini 1822

  74. @ Don Alphonso
    Sehr geehrter, fast schon verehrter Verfasser mit der besten Beiträge in der FAZ, wo kann ich Sie bzw. Ihre Beiträge zukünftig lesen?

  75. Titel eingeben
    KDM – da geb ich Ihnen vollkommen recht. Deswegen habe ich die Bezeichnung in, sozusagen, ironische Anführungszeichen gesetzt. Als was hat sich eigentlich Karl Kraus bezeichnet? Wortkünstler war jedenfalls letzterer ebenso, wie unser Don einer ist.

  76. Solche Texte fördern übrigens die Prokrastination
    Lieber DA,
    Bei Schriftwerken wie dem Ihren oben geraten die Pedenzen des Tages beim gewohnheitsmässigen morgendlichen Blick in den Blog gefährlich schnell in Vergessenheit. Schon beim kurzen Anlesen relativieren sich unter immer breiterem Grinsen vermeintliche Dringlichkeiten.
    Ihre Orientierung nach Ihren Kolleginnen auf faz.net hätte mir viel Zeit und zweckfreien Genuss erspart.

    • ich bleib dann auch gern
      im Prokrastinationsbett liegen.

    • DA wird als triftiger Grund anerkannt.
      Sie können es sich ja für nächstes Jahr zum Fasten vornehmen. Für die ganz Harten: schon dieses Jahr ab 11.11.

      Aber das wäre der Buße dann wohl doch zu viel.

    • kleinet Tip zur Zeitersparnis
      lesen Sie Don und die NZZ und machen Sie sich danach an die Arbeit. Klicken Sie NICHT auf Tagesschau, FAZ, Welt, Spon usw. Sie verpassen nichts und ersparen sich Ärger!

  77. Unfehlbarkeit kann tödlich sein - Capt. Hank Quinlan (Orson Wells)
    Touch of Evil

    Unfehlbarkeit kann tödlich sein (Badge of Evil), die Romanvorlage zu dem Film „Im Zeichen des Bösen, USA, 1959“

    Plakatives Spiel der Übersetzer mit der englischen Sprache.

    Ein Hauch von Fehlbarkeit, „die erste Ansprache des Volkes…“

    Plakative Rhetorik ist auch die Sache der von uns Beauftragten.
    Diese Rhetorik nötigt mir einen amtlichen Opferbeauftragten ins Vokabular.
    Männerbündelei?
    Der Havard Historiker Naill Ferguson ordnet die sich im Fernsehprogramm von dem Kind Reem rhetorisch auskontern lassende besserwisserische Kanzlerin geschichtlich falsch ein?
    Das war kein Wendepunkt in der Taktik der Kanzlerin und in der deutschen Geschichte?
    Diverse Spielarten des verstorbenen Kommunismus waren religiös?
    Die Wallmeistertruppe, zur Pflege der Abwehr, (-abgeschafft-, -Bundeswehr-), war in den Lesermeinungen ein Thema.
    Persönlich bin ich übrigens praktizierenden Muslimen freundschaftlich
    und verwandtschaftlich verbunden.
    Ich fürchte nicht die Muslime.
    Ich fürchte die deutschen Parteien.
    Die Reutberger Brauerei Genossenschaft ist ein Lichtblick.

  78. Auch wenn bei der FAZ nur eine Randmeldung,
    das Schlachten geht weiter. Immer weiter. Allahu Akbar.
    .
    https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/schuessen-in-supermarkt-mindestens-drei-tote-15509033.html

    • @Rabe : Vielleicht Made In Germany
      Hierzu gerade aus einer Diskussion unter Sicherheitsfachleuten auf Radio France Internationale:
      – Die Arrière-base dieses Terrorismus wird in Deutschland vermutet.
      – eine juristische Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland findet nicht statt.

      Dass derart unvorsichtige Äusserungen trotz staatlich verordneter Völkerfreundschaft wiederholt werden, scheint mir zweifelhaft. Schliesslich schaffen wir das!

  79. Söder kanns nicht rchtig und hofft, so ca. davonzukommen. Kloster ohne Nonnen und Nönneriche
    – wos wuist,Gustl – sullns schwaze Afrikanerinnen ooschffn, um dem Kloster aufz‘ helffa? – War Dir des recht? Wuist du des weakli?

    Die neue Zeit ist angebrochen und da passiert sowas allenthalb: Eine Mühle, schrieb Enzensberger lakonisch in seiner Sammlung von „Balladen aus der Geschichte des Fortschritts“ mit dem Titel „“Mausoleum““ – also der Allgäuer Enzensberger schrieb da über ein Mentekel der neuen Zeit: „Eine Mühle, aber kein Müller mehr“ – den Müller braucht nur noch der Fremdenverkehr im Museumsdorf, die richtige Mühle braucht jetzt halt den Anlagentechniker – des glangt no scho, und schwuppdich kommt wirklich wieder Mehl aus der Mühle, o b w o h l der Müller verschwunden ist.

    Bei Klöstern ist das anders: Ein Kloster, aber keine Nonnen und Mönche mehr – das ist schwierig. Da der August Maerz (was für ein Name für diesen Bier-Vorsteher – mir schmilzt da Herz) schon gut von seinem starken Genossenschaftlerbier geladen hatte, wäre er bestimmt auch mit einer witzigen Antwort vom Söder zufrieden gewesen.

    Wenn ich die Worte des Don aber recht las und deute, so künden sie von keinerlei Einlassungen Söders in der Klostersache. Der Söder hätte demnach eine Steilvorlage nicht umgewandelt.

    Kann sein, der MP Söder übt noch, kann sein, er hat nicht genug Geistesgegenwart oder Mutter- und Sprachwitz.

    „Im Endeffekt, Moppel“ (Alwin Streibl – auch ein Franke) – also im Endeffekt, mein‘ ich, wird der Söder einfach schauen, was sich so richten lässt mit neuen Gewerbegebieten und „solchane Krämopf‘, Moppel“ (Alfred Leopold – noch ein Franke) – und hoffen, dass am Schluss, wenn nach der Wahl die Verluste bilanziert werden, keiner seinen Skalp fordert, und er weiteramtieren kann.

    – Ich sehe nicht, dass Söder höher zielte als bis dahin, und stimme allen, die das weiter oben ja auch gesagt haben, hunderprozentig zu.

    Es ist halt eine Landtagswahl, und der Söder passt in dieses Format.

  80. Bayern verändert sich
    Dafür wird die Demographie sorgen. Klöster und Dörfer sterben mitsamt ihrer schönen Kultur. Die weiten Flure die noch übrig sind werden mit Gewerbegebieten zubetoniert. Die Steuereinnahmen sprudeln und immer mehr Geld wird umverteilt als Ausgleich der Neokolonialen jüngeren Vergangenheit. Was neues kommt, daran kann niemand mehr was ändern.
    https://www.nordbayern.de/region/zwei-frauen-13-kinder-mehrfach-ehe-darf-fortgesetzt-werden-1.7369834

  81. Märchenhaft
    Märchenhaft ist Ihr Text, ist es nicht die Geschichte von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen? Gefahren, wo man sie nicht vermutet, Wege, die plötzlich durch Wegelagerer (Twitter etc) unsicher werden und die Baba Jaga in Berlin- da soll man nicht kleinlaut werden? Zumal der alte König ja auch noch nicht wirklich weg ist, sondern vermutlich noch vergiftete Pfeile im Köcher hat.

  82. Kitman's Law
    DA: „Söder betont immer wieder seine gute Beziehung zum Bundestagsabgeordneten der Region, er kritisiert wie alle Brüssel und auch Berlin, und wann immer er Identität und Heimat anspricht, wird die Zustimmung laut – aber halt nie so laut wie davor, als sehr viel deutlicher gesagt wurde, wo hier die Probleme liegen.“

    Kitman’s Law: Pure drivel tends to drive ordinary drivel off the TV screen.

    (Kitmans Gesetz: Reines Geschwätz zielt darauf ab, das übliche Bildschirmgeschwätz zu verdrängen.)

  83. köstlich und erschreckend
    Sehr geehrter Don,
    habe mich köstlich über ihre Beschreibung der Geschehnisse amüsiert und andererseits hat mich auch der blanke Zorn eingeholt.
    Die Probleme, die der März, August benennt, sind genau die Probleme, die überall in ländlichen Gauen des schönen deutschen Vaterlandes durch die „real existierende“ Politik der alternativlosen Politikerkaste inzwischen vorhanden sind. Und Abhilfe ist nicht in Sicht.
    Die Wahl in Bayern wird ein Fanal! Die CSU ist so hohl, wie es die SED im Sommer 1989 war.

    Sehr geehrter Don, nur ihretwegen rufe ich die Seite der FAZ noch auf. Zukünftig wird das also unterbleiben. Darf ich eine Bitte äußern? Bitte verraten Sie doch rechtzeitig, wo man sich zukünftig an Ihrer spitzen Feder erfreuen kann. Ansonsten würde mir etwas zur geistigen Erbauung fehlen!
    Hochachtungsvoll!

  84. eins-zwei-drei; Sitzenmachen!
    habe köstlich gelacht:

    1. Gauland sagte kürzlich, AfD könnte die SPD als 2. Volkspartei ablösen. Wenn die leeren Bänke des Don weiter anwachsen, könnten se irgendwann NO. I werden. NO. II is nächste BT-Wahl.
    2. Meine Frau(=BioOssi) stutzte, “ Der Söder is doch garnich sooo schlecht, oder?“ als ich aus Don zitierte.
    3. …am köstlichsten war die Vorstellung des Brauerei-GF mit zwei Masskrügen, … ich habe selber mal einem Starkbierfest, annodunnemal, in Rosenheim beigewohnt. Die Polizei erlaubte sich seinerzeit gegen 24:00 Uhr eine Alkoholkontrolle durchzuführen, 46(?) Führerscheine weg!!! … am nächsten Morgen der Rosenheimer Landrat im Radio, wörtlich gemäß Erinnerung:

    „Ein NORMALER Bayer kann auch nach 5 Mass Bier noch PRIMA autofahren! Was die Polizei gestern veranstaltete ist eine bodenlose Frechheit! Himmelkruzitürken!“

    DER Landrat war nich zufällig mit DEM Brauerei-GF – über ein paar Ecken – verwandt?

    Man vermisst hier nicht Luis Trenker, die Berge usw. aber diese spez. bayerische Bierzelt-/Biergartenatmosphäre, die hat was…

    • CSU - Generalsekretär Otto Wiesheu 1983 mit 1,99 Promille frontal
      Ein Toter, ein Schwerverletzter…..

      Obs 5 Maß waren? Bayrische Folklore?

    • Ja, das war die alte CSU. Gut, dass das vorbei ist.

  85. Die Lage der CSU
    haben Sie, geehrter Don, mit dieser feinen Reportage aus dem Bierzelt gut beschrieben. Mal schauen, was der Horst in Berlin überhaupt bewirken kann. Söder schätze ich genauso ein: Er hat sein Ziel schon erreicht.

  86. Mein Gott (sagt der Agnostiker)
    und die F.A.Z. läßt D.A. gehen! so ein Bericht ersetzt 2 Hefte der Bundesanstalt für politische Bildung, oder mindestens 3 Leitartikler. Was das Mutterschiff hier an „impact“ verliert geht auf keine Kuhhaut.
    An den beiden Tischen, im Frühjahr, vorm Konditor Klaus in Warngau, da sollte der Söder Markus mal die Ohren spitzen und hören, was die Leut‘ so sagen, und dann die Politik danach machen. Dann wär‘ der wieder bei 60% oder mehr. Aber so wie jetzt, da hat der Maerz ganz recht gesprochen, da winkt der Abschied als Volkspartei.
    M. A. Titz

  87. Vielen Kommentaren kann ich mich anschließen
    Die CSU wähle ich nur kommunal mit anderen Parteien, weil das Persönlichkeitswahlen sind.

    In der Tageszeitung war vor der BT – Wahl zu lesen, daß viele Parteimitglieder das Merkel – Bashing übel fanden. Auch im BR konnte man das hören vor den Mikrofonen. Ganz schlimm fand ich persönlich den Fanclub, den Theo Waigel mit anderen pro Merkel ins Leben gerufen hatte. Der Seehofer hatte es nicht einfach, denke ich mal.Der Huber ist auch immer so einer.Mich widert es an, wie Altpolitiker noch das große Wort führen und meinen, ohne sie ginge es nicht. Siehe auch Blüm.

    Manchmal frage ich mich, wie wir vor 40 Jahren nur gelebt haben, was die Hebammen z.B. betrifft. Überall nur noch Bürokratie, die viel Zeit verschlingt.Hier müssen die Älpler vor jedem Weidetor, das ja geschlossen sein kann, in Brusthöhe der Radfahrer vor dem warnen.Der könnte ja in seinem Tempo und nach unten auf den Weg sehend, das sonst nicht checken.Eigenverantwortlichkeit überall ade.Lachhaft.So kommt eins zum Anderen, daß denen, die Besitz haben, das Leben nur noch erschwert.In einem Oberbayerischen Wald wurden die Wurzeln der Fichten, die sich über den schmalen Weg ausbreiteten, kurzerhand weggehackt, damit es sich besser radeln lässt.Der Besitzer(?) hat dann in Brusthöhe der Radler eine Schnur gespannt und einer flog ohne Verletzung.Beweisen konnte man das nicht. Da er aber Besitzer ist, musste er haften.

    Eigentum verpfichtet macht keinen Spaß mehr, weil Eigentümer keine Rechte haben.

    • Radler....
      Vor etlichder Zeit sind im Kottenforst bei Bonn mal zwei Radler nachts (beide ohne Licht) dermaßen ineinander gefahren, daß sie die Feuerwehr mit Geräten befreien mußte, die man sonst nur bei schweren Autounfällen benötigt.
      Da das allerdings schon eine Weile her ist, wurde die Firma, die den Weg asphaltiert hat, nicht zur Rechenschaft gezogen.

    • Gestern Abend war ich auf einer Versammlung
      Neben mir ein netter, älterer Herr mit „Mitsprache“.MTB wollen tatsächlich einen Weg durch eine schöne, sehr besuchte Klamm, der Bgm. vorneweg.Mein Nachbar ist Pensionär und hat „geforstet“. Heraus kam, dass er mit seinem Verein mehr Macht hat, als die Anderen es ( noch nicht) wissen, durch ein eingetragenes Ewigkeitsrecht.Welch ein Glück für alle!

      Diese doch meist rücksichtslosen, egoistischen Fahrer verscheuchen uns hier alle Wanderer.Mein Nachbar sagte mir, dass fast alle Entscheidungsträger unserer Kreisstadt diesen Sport betreiben.Seit fast 20 Jahren in der Hand von FW…

  88. Analytikerin der Macht
    Wenn Merkel allen anderen deutschen Politikern etwas voraus hat, dann dass sie Machtoptionen präzise kalkulieren kann. Seehofer kann das nicht. Er hat in den vergangenen Jahren immer sehr viel gegrantelt, aber nie energisch gehandelt. Selbst halbherzige Versuche, wie etwa der, von Guttenberg als heldenjüngslingshafte Führerinnenreserve zu installieren, haben sich wegen allzu großer Durchsichtigkeit und schlechter Recherche zum verdienten Desaster entwickelt.

    Merkel hatte das alles stets auf der Rechnung und konnte daher ruhig bleiben. Dazu kommt, dass sie schlau genug war, sich nicht durch skandalisierbare krumme Touren angreifbar zu machen.

    Wer Merkel so überraschen wollte, dass ihre Macht wirklich wankt, müsste sich zu einer TAT entschließen, die sie nicht bereits antizipiert hat. Ein Bruch der Koalition seitens der CSU bei der richtigen Gelegenheit wäre so etwas. Zwar stünden die Grünen sicher bereit, die Lücke zu füllen. Die Frage wäre, ob die CDU – von den Aftersassen Merkels abgesehen – ihr nach so einem unerhörten Vorfall auf diesem Weg folgen würde.

    Meine Hoffnung besteht darin, dass Söder schlauer ist als Seehofer. Er weiß vielleicht, dass er unter dem Radar Merkels bleiben muss, bis die richtige Gelegenheit kommt. Das müsste ein äußeres Ereignis wie 2011 oder 2015 sein.

    Aber vielleicht reicht Söders Ehrgeiz tatsächlich nur bis dahin, ein Duodezfürst von Merkels Gnaden zu sein.

  89. Don hat´ s nicht freigeschaltet,....
    …dass ich befürchtete, dass im Raum Sète bei Montpellier Allah vermutlich kurzfristig 72 Jungfrauen zu Disposition stellen müsse. Das hätte mir meine juckende Kriegsverletzung aus dem vergangenen Jahr gesagt. Und gerade sehe ich – es ist es ja schon geschehen, dort. Allahuakbar. Kein lebenslänglich, keine Sicherungsverwahrung, keine Therapie….

    • in Frankreich
      sind diese Täter am Ende IMMER tot. Die Franzosen sind nicht so dumm, denen noch Geld hinterher zu werfen. Mehr als ein paar Kugeln braucht es nicht. Das ist französische Politik und das wissen alle diese islamischen Idioten. Manchmal gibt es davon auch Bilder, wie der fliehende islamische Täter auf dem Balkon von hinten energisch durchsiebt wird. In Frankreich meint kein „Journalist“, er müsse daraus einen Skandal machen. Eine Berichterstattung wie nach Bad Kleinem wäre in Frankreich völlig undenkbar

    • Das ändert aber nichts daran, dass die Franzosen die Probleme zu lange ignoriert haben, teils aus Appeasment mit der islamischen Welt.

  90. Danke, wieder
    Wow! Märchenhaft einleiten, mit einer kalten Dusche beenden, dazwischen keine unnötige Worte verlieren – woran erinnert mich das blos…?
    So können selbst „Fremde“ mit den Bayern fühlen!
    Wer auch immer bei FAZ diesen Unfug, Ihre Blogs zu ersetzen, initiiert hat, kann er sein geplantes „kreatives Experimentierfeld“ gleich an seine Gonga-Gonga hängen. Selbst dort wird das niemanden interessieren.
    So schaut’s aus.

  91. Bayern als Bollwerk der deutschen Heimat fällt dann wohl aus.
    „Wenn die Leute nachher im Bierzelt nicht mehr zusammen hocken, ist es ein ganz schlechtes Zeichen.“

    Nun, der Söder und der Spahn, die würden sich sicher gut ergänzen. Die erinnern mich an die Anfänge der neuen Politikergeneration, die mit den Yuppies der FDP, ich weiß schon nicht mehr, wie der mit dem Bambus noch hieß, begann. Allesamt Teflonbubis, ohne jede Verbindung zur Basis der Partei oder den Bürgern, einzig auf die Karriere bedacht und mit einem Politikverständnis ausgestattet wie Merkel.

    Wer will mit denen schon in einem Bierzelt zusammenhocken. Das ist doch reine Zeitverschwendung und führt nur zu hohem Blutdruck, bei sich selbst. Denn wer das Absondern leerer Worthülsen und das Dreschen hohler Phrasen braucht, der der kann ja den ÖR nutzen, den er schließlich finanzieren muß.

    Aalglatt sind sie geworden, die Politiker. Auslegungsfähig und immer mit Hintertür wird gesprochen, auf konkrete Aussagen könnte man ja festgenagelt werden. Frei nach Adenauer und Müntefering wird der Bürger als lästiges Übel noch so gerade toleriert. Hauptsache das Aussehen stimmt und man kann zeigen, wer man ist bzw. glaubt zu sein. Dumm nur, wenn dann im Ausland solche Showeinlagen nicht honoriert werden, Kopftuchzwang herrscht und Präsidenten einen mal eben so zur Seite schieben wie ein lästiges Insekt. Dabei, mir kam es immer schon so vor, als hätten deutsche Politiker im Ausland so etwas von Landeiern, die in der Stadt sofort auffallen.

    Tja, der Söder und der Horst, beide machen auf ihre Art momentan keine gute Figur. Nicht in Bayern, nicht in Berlin und nicht im Rest der Republik. So ist es halt, wenn bellende Hunde nicht beißen. Irgendwann werden sie nur noch ignoriert.

  92. Er ist kein Blöder!
    Söder erfindet sich immer wieder neu was die Außendarstellung angeht.

    Und mit mehr als 45% rechnet sowieso keiner und es wird auch nicht auf seine Rechnung geschrieben werden. Niemand erwartet von ihm, dass er in einem halben Jahr alles seit 2015 rückgängig machen kann. Was er definitiv machen muss ist die weitest mögliche Distanz zu Kanzlerin et al. einzuhalten. Daran muss er noch sehr arbeiten. Zitat: „Ich bewundere Merkel“. Sonst können es auch gerne weniger als 40 Prozent werden.

    Ansonsten solide Regierungsarbeit und keine groben Fehler und er kann das schaffen was FJS und Eddi nicht geschafft haben. Ich bin mir sicher die CDU-Basis wird sich dann in vier Jahren geradezu an seinen Hals werfen. Die Verwerfungen werden bis dahin unübersehbar sein und das Geld zum Zukleistern wird fehlen.

    Schöner Bericht!!

    • Naja, ich werde mir das jedenfalls anschauen und berichten. Für 45% muss er schon sehr überzeigen, und das am sonntag war es nicht.

  93. lesenswert
    Ein guter Artikel aus dem Jahr 2015 in der ZEIT über den MPS

    https://www.zeit.de/2015/37/bayern-csu-markus-soeder-ministerpraesident


    • Wie lautet denn die Bilanz des Söder nach drei Jahren? Reden können die alle viel, aber liefern müssen die eben auch, selbst der Söder.

      Hätte Horst geliefert, spräche niemand mehr über Söder. Und Söder wird es genauso gehen, mit oder ohne Bierzelt.

      Nur einer, der vom Bahnhof mit dem Flieger starten wollte, wird wohl, neben FJS, für immer in Erinnerung bleiben.

  94. Trek
    Finis Bavaria. Also wenn das so ist – wenn auch die Ober Bayern mitkriegen das der Horst und das Kleinvieh längst auf Laschet Linie sind – das M Wort nehm ich schon gar nicht mehr in den Mund – dann wird’s aber wirklich Zeit für ein Refugium Outside EU. Schad das ich nicht mehr Trinke. Selten so eine schöne Beschreibung bayrischer Braukunst gelesen. Nüchtern ist dieses Land nicht mehr zu ertragen. Die gesamte Anne Wilms Klasse ist ja schwer von sich besoffen.

  95. Huhn*_In
    Auch wenn es ein wenig (aber nicht sehr, weil landwirtaschaftlich relevant und auch ein Beitrag zur PISA-Studie) Off-Topic ist:

    Laut SPON hat eine der #metoo-Protagonistinnen, Drew Barrymore, in einer Talk Show gesagt: …wen sie aus einer Auswahl von Filmpartnern für am wenigsten talentiert halte: „Jake Gyllenhaal, damit ich keine Truthahn-Eier essen muss.“

    Es sei ihr egal, ob der 37-jährige US-Schauspieler sie jetzt hasse, sagte sie. Aber die Aussicht sonst Hoden des Vogels verspeisen zu müssen, habe sie zu dieser Antwort gezwungen. „Sorry, Jake, es waren die Truthahn-Eier!“ ZItat Ende

    Vielleicht sollte maleiner der kleinen Drew erklären, warum es Hühner-Eier gibt, aber keine Hähner-Eier.

    Truthähne (Engl.: Turkey) haben zwar als „Hoden“ bezeichnete Hödelchen (die einmal jährlich ein paar Samenzellen produzieren und daher die Größe eines Stecknadelkopfes haben dürften), während die prächtigen Eier der Truthühner (Engl.: Turkey) die doppelte Größe derer des gemeinen Haushuhns haben und eine Delikatesse sein sollen.

    Bei „Truthahneiern“ sollte man also wie bei Hühnereiern eher an „Truthuhn-Eier“ denken, als an Truthahnenhoden.

    Blöd eben, wenn man in seiner Sprache nicht genuin gendern kann und „Truthahn“ und „Truthuhn“ beides „Turkey“ heißen und noch blöder, weil „Turkey Eggs“ auch als „Türkeneier“ missverstanden werden kann (Türkei, Engl.: Turkey).

    So sind schon Empörungshashtags entstanden, nur weil man keine Eier von Türkenhühnern mag.

    • Titel eingeben
      Die Hoden vom Hahn sind etwa so groß wie kleine Tomaten, der wiegt 2 kg. ich Züchter und schlachte selber.Ein amerikanischer Truthahn wiegt mind. 15 kg, dementsprechend werden die dann etwas größer sein. die richtigen Eier von der Pute schmecken wohl auch nicht sehr gut.

    • hm, woit eigentlich nix mehreres schreim, weil hier soviele Bayern-Kenner sind,
      aber das stachelt mich dann doch: Der Sperling, besonders der Bayrische Schwallenschör-Sperling BSS, auch BCP (bavarian Chevauleger passer) hat die größten Testikel im Verhältnis zum Körpergewicht. Ich als Mann müsste demnach 4700 Kilo wiegen, das stimmt auch fast und mein wirklicher Name ist Erwin Lindemann und ich bin 930 Jahre alt. Auf meine Vergangenheit im OSB habe ich schon des Öfteren hingewiesen.

      Also echt, dieser Bayernverbrüter-Schwachsinn hier wo sich selbsternannte Oberland-Schickimickis (nixgengDi, Du vastesdes) mit Husumer TeestubenbetreiberX ahnungslos aber verständnisvoll über uns austauschen – warum macht Ihr das? Warum schreibt Ihr bei Sachen mit, die Ihr nicht ansatzweise begreift? Ist Euch langweilig?

      Für uns Indigene nämlich ist die kommende LTW eine sehr ernste Sache. Die CSU hat ihre unbestrittenen Meriten, aber sie hat uns beim dritten Hahnenschrei zum vierten Male verraten. Es reicht. Söder fängt neu an, ich halte ihn für einen guten, ehrlichen Mann. Wie er die allgemeine Hatz bis zur LTW bewältigt, ist die eine Baustelle. Die linksgrünen CSU-MdB-Kauder-Fratzen in den Griff bekommen, ist die nächste. Und auch sonst darf nicht viel passieren. Wir bei den Rechtspopulisten werden das ausschlachten, Tipp ist 34/25/rest/rest/rest/rest…..

      Ich bin kein CSUler, aber mich ärgert und ich finde es falsch, dass hier allgemein abfällig über CSU-Politiker geschrieben wird. Qwis stimmte nicht alles. Aber die CSU-Ahnenreihe hat uns in Bayern mehr als gutgetan, man kukle das im Vergleich zu anderen Bundesländern. Die Kritik an Otto Wiesheu ist vollkommen unrecht. Eine Straftat, ja. Ich habe den Mann 3 Mal in Aktion erlebt und ihn jedesmal bewundert. Man hat damals eines unserer großen Talente hingerichtet.

  96. ChristianBW sagte am 23. März 2018 um 14:42 Uhr
    „Unsere Verteidigungsministerin sprach sich doch noch Anfang 2016 deutlich und euphorisch dafür aus, dass die Bundeswehr mehr Frauen und Bewerber mit Migrationshintergrund rekrutieren sollte und dass darunter auch viele Muslime sein werden….“

    Da Don so oft sein Rohmaterial in Ingolstadt und Umgebung zu finden pflegte (man denke nur an den sagenhaften Moos-Artikel) hatte ich immer gehofft er schreibt mal über die gelungene Ausbildung „junger Männer“ mit dem Einladungsbillet unserer lieben Frau (ulF) am Ausbildungszentrum Pioniere.
    .
    Das Ausbildungszentrum Pioniere im bayerischen Ingolstadt ist die zentrale Ausbildungsstätte für die Pioniere des Deutschen Heeres.
    Dort sollten, wie Ende 2016 oder 2017 bekannt wurde, unter der Leitung deutscher „Himmelstoße“ eine Anzahl „junger Männer“ im Maurer, Betonbauer, Straßenbauer oder Zimmerleute ausgebildet werden. Wie man hörte, mit sehr mäßigem Erfolg.
    .
    Warum nur hat uns Don diese Erkenntnisse verschwiegen und stattdessen über Fahrradtreter und Schalterraum-Herumlungerer informiert? Na gut, zu Barras hat er halt keinen richtigen Draht.
    (DdH)

    • zur Historie
      Die Vorgänger der Pioniere waren die sogenannten Genietruppen, d. h. nix mit ‚10000 Volt inne Arme und im Kopp kein Licht‘, wenn also die zugewanderten Jungs – pardon: Mädels und Jungs den schwarz=rot=grünen Berliner Vorstellungen ansatzweise entsprochen hätten, wären sie da genau richtig gewesen, und das ohne jede Nachschulung!
      Hat aber wohl so nicht geklappt, ich würde auch gerne mehr dazu hören und lesen.
      Gruß K

  97. "Everything that can inhibit, frustrate or damage the exercise of the powers of reasoning...
    … is a potential threat [to human flourishing]“

    Es gibt geschickte Diebe, Weisheit und gesellschaftlich gültige Werte.

    Das erste ist eine Fähigkeit, die nicht jedem guttut. Das zweite ist allgemein und absolut gut. Das Dritte aber ist ohne

    – ausgehandelte,
    – eingehaltene,
    – bewertete,
    – bewehrte (!),

    Grundlegung ein Windspiel nutzloser Beliebigkeit.

    Und darin, diesen Zustand zu behalten, sind Meister alle Machtkleber wie Söder und natürlich Berliner Konsorten. Zwar weniger vom Reden her, aber vom Handeln schon. Von Söder halt jetzt auch schon mal unter „staatstragend“ geübt.

    Werte zu diskutieren ist schon schwierig gegen Pseudo- und Ersatzreligionen (erkennbar an -ismen und -ismussen). Ich übersetze die alle zu Ihr müsst, damit wir nicht müssen. Auch oder gerade wo Atheismus als Staatsreligion draufstand ist halt mit Blut nicht wenig gekleckert worden.

    Werte vereinbart werden eher auf Zeit und mehr mit Gewalt als Argument. Einhalten nur, wenn es „nutzt“. Utilitarismus ist auch so eine Religion der Moderne wie der Islam und in demselben. Tribalismus mit fatalen Folgen auch.

    Wertekonsens wurde und wird nur noch in Enklaven gelebt. Sachsenkam, Land, Geldige Gegenden und Marinas haben ihre Regeln, hart geahndet, wer sie bricht, weiß aber schon länger Bescheid.

    Multiwerti ist nie folgenlos für auf Vertrauen gebaute Gemeinschaften, die kulturell historisch einen Wertekonsens voraussetzen.

    Wenn wir zulassen, dass Leute wie Söder sich auch distanzieren oder raushalten, wenn es um Wertefestigkeit geht, dann haben wir verloren.

    Noch ist es nicht zu spät. Vielleicht nimmt er sich das hier zu Herzen. Nur wer seine Hausaufgaben macht, kann Freiheit genießen. Fremdaufgaben bringen Fremden etwas oder beschreiben die Aufgabe des Eigenen. Passt beides nicht.

    • Woanders werden sie ja schon angefeidnet, wenn sie die Mafia als solche benennen, und Verbrechen ablehnen.

  98. Sperrklauseleffekte
    Na, dass man in Bayern zur Abwechslung mal nicht auf markige Phrasen hereinfällt und stattdessen das Handeln bewertet, bei einer Landtagswahl die Bundesebene inhaltlich gegenüber der Landesebene priorisiert und einen wieviele? Jahrzehnte anhaltenden Trend durchbricht, glaube ich erst, wenn ich es als faktisches Ergebnis vor mir sehe.

    Der CSU wird aber absehbar zu schaffen machen, dass AfD, FDP und Freie Wähler wohl nicht wieder an der Sperrklausel scheitern werden, nachdem die CSU schon 2013 Probleme bei weniger als 5% an der Sperrklausel scheiternden Stimmen gehabt hätte.*

    Kontrolle: https://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/bayern.htm

    Jep, seit mehr als einem Jahr liegen alle 3 Parteien durchgängig über 5%.
    Das sind wenigstens 15%, die der CSU in irgendeiner Form fehlen werden. Die AfD hat man im selben Zeitraum auch nicht mehr unter 10% gesehen, daher sind 20% realistischer. Dann noch die linksgrüne bayerische Basis zwischen 25-30% (traumhaft!) dazugerechnet und die CSU hat einen Spielraum von 0-5% zu ihrer heißgebliebten absoluten Mehrheit.

    Also als CSU-Funktionär wäre ich ja mächtig sauer auf Seehofer und Merkel.

    *Das waren 2013 14,2% bzw. die Berechnungsbasis des Wahlergebnisses betrug extrem geringe 85,8% – und nur dadurch entsprachen die 47,7% der CSU faktischen 55,6% bzw. einer absoluten Mehrheit.

  99. Fraktur ist die eine Sache doch das ist die Tauf.
    „Pakkt an! Laßt seinen Corpus posteriorum fallen auf diesen nassen Schwamm, daß triefen beide Ballen! Der durst’gen Seel‘ gebt ein Sturtzbad obendrauff, das ist dem Sohne Gutenbergs die allerbeste Tauff!“

    „Wir Jünger unseres Meisters Gutenberg thun anmit Jedermänniglich unserer Kunstgenossen kund und zu wissen (in Teutschland und anderen Landen), daß der Jünger der wohledlen Kunst „Don Alphonso“ nach altem Brauch und altherkömmlicher Sitte die Wassertauff „ad posteriora“ ehrenhalber erhalten hat und damit in sämmtliche uns von alters her überlieferten Rechte und Privilegien eingesetzt ist.

    Krafft derselben gebiethen wir allen unseren Kunstgenossen, den genannten Jünger Gutenbergs „Don Alphonso“ als richtigen Schwartzkünstler anzuerkennen und ihn allerorts in zunftgerechter Weys als erprobet aufzunehmen.“

    Dies sei unverrückbar und geboten.
    Don Alphonso ist nun „zu Grüßen“ als ehrbarer Geselle.
    Reingewaschen von allen Sünden seiner Lehrzeit.
    Anerkannt als edler Geselle unserer Zunft.

    Der Zunftmeister
    Dr. Seltsam

    Zum bekräftigen deselben Thun werden weiterhin geboten:

    Der Schwammhalter
    Die Zeugen
    Die 4 Pakker

    Zu unterzeichnen mit bekanntem Namen.

    Gott grüß die Kunst!

  100. Wo einem der Schuh drückt…
    Ich war noch nie in Bayern…
    …nur mal kurz auf der Autobahn tuschiert, aber das zählt ja nicht.

    Aber wie Sie ihre Heimat und die Menschen beschreiben, das hat schon etwas Berührendes.
    Manchmal musste ich schmunzeln, wie z. B. beim Chef der Brauereigenossenschaft, der sich erst einmal vor versammelter Mannschaft einen großen Schluck genehmigte.
    Bei mir, in der schönen Uckermark, hätte sich das niemand getraut und in Berlin schon gar nicht, da geht es mehr um ….
    Präsentation und Agitation.
    Aber dieser Mann kämpft für etwas:
    Für sich, für seine Angestellten, und dass alles gut wird.

    Naivität ist ehrlich, sie ist rein, manchmal wünsche ich mir, wir wären wie kleine Kinder, die einfach sagen können, wo einem der Schuh drückt.
    Aber wir werden erwachsen…

    Danke Don Alphonso

    • Gern geschehen. Man wird hier nicht Chef einer Genossenschaft, wenn man nicht mit den Menschen kann.

    • Ex Zeitleser
      In Bayern gibt es gerade auf dem Land noch Besonderheiten und meines Erachtens einerseits noch Formen von Basisdemokratie und andererseits ein traditionelles ausgeprägtes Selbstbewusstsein gegenüber der Obrigkeit, so wie das in Preussen nicht denkbar wäre.
      Die Tradition des Wilderes und Wildschützen noch lebt eben doch noch weiter.

      Ich habe in Bayern auch etwas politische Kontakte und bin öfters in München. Bei Anhörungen und politischen Terminen/Empfängen sind da z.B. auch Vorsitzende/Vertreter von Wald- und Weidegenossenschaften aus dem Allgäu, Jagdgenossenschaften, Nutzungsrechtler, Weideberechtigte usw. eingeladen. Da gibt es Veiel alte Formen der Selbst-Organisationen und Zusammenschlüsse, die man schon in München kaum mehr kennt. Und selbst ein regionaler Bauernfunktionär kann, wenn er einigermaßen fit und vernetzt ist, direkt vom Stall aus in München Minister anrufen und zwar nicht nur den der Landwirtschaft. Selbst erlebt.

  101. Zum Ende in Hochform
    Ganz vorzüglich. Wunderbar. Meine Mutter sagt auch, der Söder macht es nicht lang. Gewogen und für zu leicht befunden. Das wird noch schneller gehen, als man denkt. Alleine der Finanzminister auch wenn er nur 20 km Luftlinie von mir aufwuchs und die Wissenschaftsministerin…..Infinitive jest

  102. was ich auch vermissen werde sind die Zitate am Anfang....
    Text eingeben

  103. Nachtrag
    den letzten Satz zu den beiden Ministerinnen nehme ich mal zurück und warte ab …

  104. hammaned
    Nun ja, der Söder wirds schwer haben. Er wird als Beckstein enden, etwas unterhaltsamer und als schaumgebremster Want-to-be Radaupolitiker. Die Traute fehlt ihm, und es ist auch schon zu spät.
    Extra Strauß-Fan war ich auch nie, der hatte schon seine demokratischen Defizite. Aber er kam erstaunlicherweise sogar bei vielen „Preissn“ gut an. Ein „Hund war er scho“ !
    Und das Bier hat ihm mehr als gut geschmeckt. Drum haben sie ihn, zwengs seim aufgeblähten Bauch nach etlichen Maß Oktoberfestbier, ’88 ned in den Regensburger Tomographen reindrücken können, zwecks Diagnose. (Kommentar eines behandelnden Arztes seinerzeit: „Wenn er unserm Krankenhaus auch so einen modernen Tomographen wie seim Freund Dr. Argirov spendiert hätte, hättn wir ihn schon reingebracht…., und er hätt überlebt“).

    Trotzdem, wer weiß:Den El Marco pusht seine genauso ehrgeizige Frau, eine reiche Unternehmenserbin. Und vielleicht hat sich bis zum Herbst so manches gedreht. Diesmal Drehhofer andersrum.
    salu, der Pfröpfler

  105. Titel eingeben
    DA: „Drinnen war es laut, aber der Berichterstatter musste schnell zu seinem Auto, und nach ein paar Schritten war der Ausklang der Hymne schon fast nicht mehr zu hören…“

    „He flung himself from the room, flung himself upon his horse and rode madly off in all directions.“ (Stephen Leacock, Canadian Economist, 1869-1944)

    (–> „Er stürzte aus dem Haus, warf sich auf sein Pferd, und ritt wie verrückt in alle Himmelsrichtungen davon.“)

  106. Unsinn
    „Heino verschenkt Platte mit Lieblingsliedern der SS“

    Die SS hatte keine Lieblingslieder, sondern nur Leibmusikalstücke.

  107. In bavaria captivitas
    Jeder, aber auch jeder hochwohlgeb. bayer. CSU-König wird auf immer und ewig vor der Schwesterpartei kuschen.

    Der Grund ist bekannt:
    [CSU_Bundespolitik] – CDU = 0

    Ohne die Bundes-Schwester würde der CSU bestenfalls der Traum von 50%+ zu Hause bleiben, und das war’s dann.

    FJS hat nach Kreuth das Maximale herausgeholt mit der Kanzlerkanditur für 1980. Das Ergebnis ist bekannt.

    1976, als im November in Kreuth die Trennung in die Welt posaunt und im Dezember wieder zurückgenommen wurde, lachten wir uns schlapp in unserer Juso-Blase.
    Für uns war damals die Welt in Ordnung. Der Sozialismus rockte.

    Das war vor Jahren.

    • Da war die SPD ja auch noch keine Splitterpartei.

    • @ _waschbeton - In bavaria captivitas - wirklich auf immer und ewig?
      Merkel wurde nochmal im Amt bestätigt. Ohne Begeisterung. Mit deutlich weniger Stimmen als dem Anteil der Regierungsfraktionen entspricht.

      Möglicherweise haben die Abgeordneten vor allem sich selber bestätigt. Denn mit der Kanzlerwahl sind erstmal Neuwahlen verhindert worden.

      Wer jetzt Bundestagsabgeordneter ist, kann es auch weiter bleiben.
      Ein konstruktives Misstrauensvotum (aka Abwahl Merkels und Ersetzung durch XY) gefährdet die Abgeordneten nicht.

      Für künftige Wahlen ist Merkel aus meiner Sicht nur noch Ballast.

      Wenn die CSU sich bei den nächsten Landtagswahlen eine Klatsche holt und die absolute Mehrheit in Bayern weg ist, warum soll sie dann noch ein Expandieren der CDU nach Bayern fürchten?

      Und wieviele Mandate kann die CDU potentiell in Bayern erringen, wenn sie sich dort gegen CSU, FW und AfD bewähren muss? Vermutlich nicht allzu viele.

      Die CSU, die nichts mehr zu verlieren hat, kann also viel glaubwürdiger mit der Expansion in den Bund drohen.

      Ja, es stimmt. Wenn die CSU die Fraktionsgemeinschaft verlässt, kann die Restkoalition noch die Grünen mit dazunehmen. Die Grünen machen sicher gerne mit. Auf dem Papier wäre das eine stabile Regierung.

      Die CSU Abgeordneten könnten in einer solchen Situation mit ihren CDU-Kollegen im Bundestag reden und fragen: Wollt Ihr wirklich als Koalitionäre von Rot-Grün und mit dem Ballast einer Kanzlerin-Merkel gegen eine bundesweite CSU antreten?

      Die Wahlkreise aller bereits gewählten CDU-Abgeordneten sind ja natürlich nicht in Bayern. Also selbst wenn die CDU in Bayern stimmen gewinnt, nützt dies den bereits vorhandenen CDU-Abgeordneten nichts bei der nächsten Wahl.

      Ein mögliches Vorgehen der CSU könnte also sein, mit der FDP zu einer Einigung zu kommen und mit Hilfe der AfD die Kanzlerin Merkel abzuwählen. Dazu braucht es aber CDU-Abweichler. Denkbar wäre auch ein offener Putsch.

      Die CSU könnte versuchen einen geeigneten CDU-Kandidaten zu finden. Wenn es gelänge einen Prominenten aus der CDU zu überreden, wäre eine Abwahl Merkels möglich.

      Denkbar wäre z.B. Volker Kauder, der als Fraktionsvorsitzender seine CDU-Fraktion kennt und gut einschätzen kann, ob Aussicht auf Erfolg besteht. Zwar war er bisher auf Seiten Merkels, aber ich vermute, selber Kanzler werden, würde ihn auch reizen.

      Wenn die Abwahl misslingt, ist natürlich Kauders Karriere am Ende. Daher sollte die CSU den ganzen Vorgang organisieren (also Zustimmung von FDP und AfD einholen und schonmal vorbereitend mit einigen CDU-Abgeordneten reden).

      Die Frage, die sich den weniger mutigen Bundestagsabgeordneten vor der nächsten Wahl stellt ist nur: Was ist riskanter? Mit Merkel gegen die CSU in den Wahlkampf ziehen und womöglich vom Volk abgewählt werden, oder sich beim Misstrauensvotum gegen Merkel zu stellen und bei Erfolglosigkeit nicht mehr auf die Liste zu kommen.

      Fazit: Die CSU steckt derzeit noch in einem Dilemma. Aber die CSU als Gefangene der Merkel-CDU, auf immer und ewig? Ich glaube nicht.

    • Gut gedacht,
      Kpax, und in sich schlüssig.
      .
      Das Problem ist dann für die CSU-Ausserbayern, woher sie politikfähiges Personal bekommt. Gut, einige ehemals CDU-Funktionäre werden ihre Chance nutzen. Langt aber nicht.
      .
      Ich erinnere mich noch schaudernd an die DSU Sachsen, das war von den Kandidaten her Geisterbahn.

    • Ich glaube, CSU ausserhalb von Bayern würde nicht funktionieren.

  108. mag sein,
    dass der Söder mehr Bierseppel garnicht kann. Wenn, dann er aber am ehesten. Er ist aber nicht Parteichef, kann also formal gar keine Regierung platzen lassen.

    In vielen kritischen Kommentaren wird m.E. übersehen, dass die CSU nur zur Hälfte Reutberg ist, die andere Hälfte ist aber Merkel. Und die Hälfte ist mächtig. Siehe auch wegparken von Friedrichs.

    Söder kann gar nicht anders.
    Er muss auf die Magengeschwüre hoffen, die der Seehorst herbeireden will (oh ist das böse;). Könnte dann eine Minderheitsregierung unter Duldung durch die Neuen werden.

    • Naja, früher war es halt so, dass man im bierzelt vollgas gab und dann sagte, da könnte man kaum mehr zurück. Wenn das schon vollgas war, bleibt nicht viel zum verhandeln.

  109. Söder versus oder und Seehofer
    Nun ja.

    Am Tag der Wahl zum Ministerpräsideten von Bayern haute Seehofer einen raus, der Söder die Aufmerksamkeit und Achtung stehlen sollte. Und Söder sah beim ersten Sitz auf dem Platz des Ministerpräsidenten aus wie ein Bub, der zum Klassensprecher gewählt wurde und auf das Lob des Lehrers oder der Klassenkameraden hofft.

    Vermutlich ist es einfach eine Frage der Zeit, bis sich Söder in seine Rolle findet. Der wird schon noch deutlicher in Bierzelten reden. Und auch entsprechend handeln, wie es es eben einem Landeschef möglich ist. Da bin ich ziemlich sicher.

    Interessanter ist eher, ob Seehofer seinen Worten folgen wird oder ob er sein Amt überwiegend nutzen wird, Söder zu schaden.

    Immerhin hat Seehofer angekündigt, bis zum Herbst so einige Kabinettsbeschlüsse herbeiführen zu wollen.

    Das ist genau der Knackpunkt.

    Schafft er das, ist die SPD am Ende, da die zugestimmt hat. Schafft der das nicht, bleibt dem nur die Wahl, die Regierung zu verlassen, um sein Gesicht zu wahren. Und vermutlich liegt dem daran viel.

    Söder muß sich halt einfach mal schütteln und zu dem zurückfinden, dass ihn zum Ministerpräsidenten machte, dann werden Bierzeltauftritte und wohl auch politisches Handeln wieder stringenter und von sehr viel mehr Beifall bedacht werden.

    An sich liegt es nur am Verhalten dieser zwei beiden. Und als entfernt Lebender kann ich das natürlich nicht gut einschätzen.

    —-

    Ein Wort zu den ewigen Untergangsapologeten, die immerzu Auswanderung propagieren:

    Bitte, wandern Sie aus, suchen und finden Sie Ihr Glück anderswo.

    Aber jammern Sie nicht in jedem, aber wirklich jedem Blogbeitrag über das Elend in Deutschland und zeichnen Sie das Glück sonstwo nicht als Elysium.

    Wandern Sie aus, lassen Sie das Rumjammern und das Heulen einfach sein.

    Oder werden Sie konstruktiv.

    Vielen Dank.

    • Wie man es dreht und wendet, die Aussichten für die CSU sind schwierig. Das liegt auch an der Lage in Italien und den Hunderttausenden, die dort warten.

    • nochn Tip
      für die Fernwehgeplagten:
      Wandern Sie nicht aus, machen Sie den Fernseher aus.

      Und gehens mehr spazieren.
      Wie der Nietzsche, Friedrich schön erkannte:
      Traue keinem Gedanken, der nicht in der Bewegung an der frischen Luft geboren wurde.

    • Danke für das schöne Zitat.

  110. Allenthalben die Neigung zum „Zweit-xxxxxxx“...
    …Zweitfrau mit Zweitneger, mit Zweitwagen (Saab für den Winter / Mini-Cabrio für den Sommer), Zweitwohnsitz im Ausland (Cavalaire-sur-Meer, Juan-les-Pins….), Zweitwohnung im Mutterland (München / Tegernsee), Zweiteinkommen, Zweitmeinung, Zweit-Winterurlaub, Zweit-Standbein, Zweitregierung neben Brüssel mit „zweite Welt“ in Bälde….
    .
    Nun die bayerische Zweitvariante vom Bettvorleger für ulF. Dem ersten imaginierte man noch den Löwenkopf an. Beim zweiten reicht es nur noch zum präparierten Barney Geröllheimer-Kopf (ist von meiner Gattin, pardon)
    (DdH)

  111. Berlin forever ;-)
    Klara: „Bei mir, in der schönen Uckermark, hätte sich das niemand getraut und in Berlin schon gar nicht, da geht es mehr um … Präsentation und Agitation.“

    Als eingeborener Ur-Berliner, (in der Sache knallhart, stur bis zum Abwinken, und dennoch tolerant bis zum Umfallen), muss ich immer wieder feststellen, dass meine Heimatstadt und seine wunderbar durchgeknallten Einwohner völlig falsch eingeschätzt werden. Ich meine, wir leisten uns z.B. gleich vier Tierparks: Einen Zoo im Westen, einen im Osten, ein Abgeordnetenhaus am Potsdamer Platz und dann noch ein großes Freigehege für die bundesdeutschen Wichtigtuer, die hier um jeden Preis „was mit Politik“ machen wollen, welches wir „Regierungsviertel“ nennen. Na ja, und wer nicht spurt, sondern agitiert und propagandiert, kommt in eine so kleine Gitterbox, wird mit dem Taxi nach Tegel gebracht und dann in Brüssel wieder ausgesetzt.
    Religiös verwirrte Dorftrottel, Faschos, Öko-Terroristen und Genderaggros rauchen wir Berliner hier frisch gevögelt zum Frühstück in der Pfeife, da wird auch nicht lange diskutiert. Und darum geht es schließlich im Leben…

    • Dann, lieber Gazelleriker...
      …haben Sie aber schon lange nicht mehr gevögelt und die Pfeife ist schon lange kalt, denn die religiös verwirrten Dorftrottel, Linksfaschos, Ökoterroristen und Genderaggros regieren alle ihr Reichshauptslum und zwar deshalb, weil diese von ihren „wunderbar durchgeknallten Einwohnern“ gewählt wurden.

    • Gibt es noch für die geschilderten Frühstücksgewohnheiten
      ein 2. Berlin ? Im aktuellen Berlin sprechen Senatszusammensetzung und Verwaltungshandel sehr stark für dies Theorie.

    • "Religiös verwirrte Dorftrottel"
      Hm, Dorftrottel, das waren doch früher die, die vernehmlich laut vor sich hin-, also mit sich selbst redeten.
      Heut haben sie zudem noch Tampons in den Ohren.
      .
      Manche Dinge bleiben wohl immer gleich.
      .
      Der Gumbrecht wird mir in seinem Abschiedstext nebenan noch sympathischer; auch weil er kein Taschentelefon hat. Hallo, Sinnesbruder!

  112. Endspurt
    Welch ein finales Feuerwehr von hochbegabtem Federführer! Vielen Dank Don, für die erneut erhellenden Zeilen für den bayernunkundigen Leser. Bis bald in einem anderen Theater.

  113. Stürzt sie trotzdem
    2018 ist ein „Jahr der Geduld“, dass hat Söder zumindest ansatzweise gezeigt. Für Seehofer kann das natürlich nicht stimmen, denn sein letztes Gefecht, wird er womöglich nicht abwedeln. Soll er die ehemalige Partei der Arbeiter stürzen, dann hat er nicht nur für
    seine Christen was getan, sondern auch für all diejenigen, die über Jahrzehnte enttäuscht wurden.

    Sie werden in Bayern wahrscheinlich noch mehrere Überraschungen bekommen, die die Lage von Grund auf verlagern wird. Allein schon was Sie zu Italien anmerkten. Solche M ä n n e r wie der Maerz August braucht Deutschland, und keine Waschweiber, wie in Berlin!

    Hier versucht man schon wieder mit unbedarften Wahlslogans, die Dummen auf die Bürgermeisterwahl vorzubereiten. Nur gut, dass man die radikale Zelle hat hoch gehen lassen. Wenn Die Linke hier nicht fällt, haben die hiesigen nichts gelernt.

  114. Bayern
    Außergewöhnlicher Artikel. Der Don in Höchstform.

    Trotzdem erlaube ich mir ein paar Anmerkungen:
    – ich bin selber (Jahrgang 1961) in Oberbayern aufgewachsen und zwar im bundesweit einzig FDP regierten Landkreis. Das war nicht furchtbar. Ganz im Gegenteil. Mir scheint der liebe Don hat eine postnatale CSU- Störung. Vielleicht war es eine SPD Hebamme?
    – Wie war es denn in den 70er bis 90er Jahren in zB NRW? Der Filz zwischen SPD und Gewerkschaften usw war doch mindestens so schlimm. Nur dass das Ergbnis dieser SPD Politik deutlich anders ist als das de CSU.
    – die CSU hat in einer Landtagswahl demokratisch ! Ende der 90er Jahre eine 2/3 Mehrheit erreicht. Ganz ohne Facebook. Das war nicht das Ergebnis von Vetternwirtscht.
    – warum hat der Bayer FJS gewählt? Weil Dr FJS a Hund war. Und jeder Bayer mechat a gern a Hund sei.
    – und da Söda is ebn koa Hund. Aber a Preis is a a ned. Drum hoda eventuelll a Schance. Weils imma no besser is via ois was in Bärlin passiert.

    Das Hauptproblem in Deutschland besteht jedoch darin, dass es in der Regierung keine Amtszeitbeschränkung auf. 2 Perioden wie in jedem anderen zivilisierten Land gibt.
    Wenn wir das hätten, hätten wir viele Probleme nicht.

    • Amtszeitbeschränkung und Volksabstimmung...
      … ist u.a. was Deutschland, neben der kräftigen Reduzierung der Bundestags- und Landtagsabgeordneten dringend braucht, wenn diese „Groko“ zusammen mir der Raute bald und endlich am Ende ist.

      Solange müssen wir leider wohl noch warten (und zahlen).

  115. So schreibt
    die auch unverzichtbare Stütze der FAZ. Aber vermutlich sind die FAZ-Herausgeber in den letzten fünf oder zehn Jahren inhaltlich-personal teilweise auch selbst den Anne -Will-und-Markus-Söder-Weg gegangen, und da liegt der eigentliche Hund begraben.

    Und wenn nun Don Alphonso nicht mehr in der FAZ schreibt, dann wird er dem Volk und den Menschen und der Öffentlichkeit und der Sprache und der öffentlichen Sprache und Denke eben woanders Stütze und Hoffnung und Problembeschreiber bleiben.

    Man ist fast versucht zu sagen ‚wenn die das alles so wollen, dann kriegen sie das eben so‘.

  116. @ Hans_Nase sagte am 23. März 2018 um 22:41 Uhr
    „von und an die Militärexperten (auch die vom Neckar)…
    Die gute Frau vdL tut momentan alles, um noch so lange im Amt zu bleiben, bis sie zur Nato-Generalsekretärin weggelobt werden kann (Mutti tut da schon).
    So spricht sie ja so gerne von den 20.000 Bewerbungen für die BW, was alles an der tollen Werbekampagne liegt, die sie eingekauft hat. Daß davon nur 680 (oder so) geblieben sind, wird verschwiegen. Aber welcher Mann will schon in der rosa Truppe dienen…“
    .
    Rosa Truppe? Aua, da wäre ich vorsichtig! Böswillige Menschen könnten die Waffenfarbe der Panzertruppe als „rosa“ auslegen. Richtiges Rot hat die Ari und ihre Topos, die ABC-Abwehrtruppe trägt Bordellrot. Das hätte sie, die PzTr, seriös historisch betrachtet nicht verdient. Die richtige Farbe ist ohnehin grün, am Kragenspiegel aber nur. Und so wie mir bekannt, machte das Zentralorgan des Bundeswehrverbands (las ich mal so um 2009 auf dem Pott, dort wo ich ggf. auch den Stadtplan von Rom studiere.) auch nur einmal Reklame mit einer „Kommandantin“ eines Bergepanzers „Büffel“, einer schicke junge blonde Frau mit rot lackierten Nägeln und Pferdeschwanz. Frau Stabsunteroffizierin (Hufeisen unten geschlossen)
    .
    Ich stellte mir schlagartig vor, wenn diese „Kommandantin“ auf dem Standortübungsplatz in Dornstadt (gibt’s in der Form, so wie die Rommel-Kaserne, nicht mehr, ist jetzt von Griffespitzertruppe belegt) mit ihrer Mannschaft in die 1 Meter tiefen Schlammlöcher herabsteigen sollte um, bis zur Hüfte in der Sch*****, das 100 kg schwere Ende der Bergetrosse an einem mit Wasserschlag liegen gebliebenem Leo 2 anzuschlagen. Zu zweit! Der Fahrer muss ja sitzen bleiben, für die Vorspannung der Trosse. Au weia, die Fingernägel.
    .
    Im gleichen Blättle, paar Seiten weiter, der Inspekteur der Sanitätstruppe. Na ja, so deutlich konnte er das auch wieder nicht sagen. Afghanistan, Bergung von Verwundeten (nur die maskuline Form der Blessierten). Na ja, es soll mit den Sanitäter*Innen „ so manche Probleme gegeben haben, also sei „suboptimal“ gewesen, das neudeutsche Wort für „nix geht“. „Die Anzahl der männlichen Bewerber zu erhöhen könnte sich als zweckmäßig erweisen….bla, bla, bla“.
    .
    Da hatte der Kommodore des Jagdgeschwaders 51, der olle Mölders mehr Eier in den Breecheshosen , als er während der Luftschlacht um England gegenüber dem Fettsack Göring seine Me 109-Mühlen gegen die Spitfires der Engländer zur Bedingung für den Erfolg machte. Man biss ihm den Kopf nicht ab. Er fiel erst später im „Kampf für die schlesische Heimat“, wie das damals hieß.
    .
    Näää, dat wird nix mehr mit einer Armee von Häuptlingen unter Führung einer Squaw, die mehr Oberstaber und Oberstleutnante als Obergefreite im Dienst hat und bei der ein 15-km-Spaziergang für republikweite Aufruhr sorgt.
    .
    Aus der Ferne grüße ich den Metzgergesellen und Stabsfeldwebel a. D. Furtenbacher, dort irgendwo bei Pfullendorf.
    (DdH)

  117. Abschied
    Ein grandioser ergreifender Abschied des Autors des zum 31.03. ebenfalls eingestellten Nachbarblogs „Digital/Pausen“ in Gedanken und im Gedenken an Frank Schirrmacher:
    https://blogs.faz.net/digital/2018/03/24/finale-mit-grauen-haaren-1488/

    • Titel eingeben
      Danke für den Hinweis auf den Gumbrecht’schen Finale-Text.
      Bitte lesen.

    • Danke für den Hinweis, kann mich meinem Vorschreiber
      kdm nur anschliessen.
      Nicht dass ich da viel von gelesen hätte oder lesen würde. Aber die Art und Weise ist doch katastrophal. Finde ich.
      ‚Unser‘ Don Alphonso ist im Prinzip versorgt, und ich frugte mich sowieso schon lange, wieso er ’noch immer dabei wäre‘. Anders natürlich als die Betreiber einer beinahe gleichnamigen Webseite.

      Und nun wird der Doktorvater von Schirrmacher eiskalt im Alter von 70 gekündigt. Offenbar grundlos. Weil man was Neues machen will. Gut, viel Spass dabei! Mein Bookmark ist schon seit einigen Wochen gelöscht, ich klicke auch auf kein ‚faz‘ mehr, bis auf – noch – blogs.faz.net.
      Keine Ahnung welcher Herr jetzt am Mainufer das Sagen hat. Jaja, ‚was Neues machen‘. Gut und schön. Aber wenn der Gastgeber hier sowieso jedes Jahr kündigt, und Gumbrecht 70 ist, hätte man ja durchaus auf die Kündigung warten können, und parallel etwas neues vom Stapel lassen (Mainufer!), und bei nächster Gelegenheit die bestehenden Blogs auslaufen lassen. Dieses „Ach, übrigens, am Monatsende wird Ihr Blog dann eingestellt“ ist keine Art.

    • Nicht grundlos, wie gesagt, die FAZ will sich neu orientieren und das, was Schirrmacher anschob, ist halt mitunter nicht mehr gefragt. Es gibt da einen Onlinechef, einen Blogbeauftragten und einen Herausgeber, die alle offewnsichtlich andere Vorstellungen haben. Das ist normal in diesem Beruf, und bei der FAZ gilt der freie Mitarbeiter wenig.

    • Gumbrecht gab Hinweise
      Vielleicht, vielleicht auch nicht, ich spekuliere da natürlich.

      Er führte aus, dass er einerseits eine Mail bekam und dann noch eine förmliche Zustellung mit Zustellungsnachweis. Die Sache sollte also wasserdicht geregelt werden.

      Nun, ich kenne die arbeitsrechtlichen Regelungen freiberuflicher Schreibender nicht.

      Doch ist mir eines aufgefallen:

      Herr Gumbrecht schrieb, es hätte nie einen unterschriebenen Vertrag gegeben. Das bedeutet wohl, Die Herren Schirrmacher, v. Blumencron und Gumbrecht waren Männer, bei denen ein Handschlag gilt.

      Bei dem jetzigen Verantwortlichen ist das vermutlich eben nicht so.

      Und ich kann mich ja gut irren, doch ich sehe in den Worten von Gumbrecht einen Hinweis darauf, dass er arbeitsrechtlich den Verantwortlichen der FAZ für Onlineangelegenheiten in den Regen stellen könnte.

      Da er eben sagen könnte, unbefristeter Arbeitsvertrag mit dieser Laufzeit. Nun haltet Euch mal an die gesetzlichen Kündigungsschutzregeln.

      Dann sähe der derzeitige Verantwortliche vermutlich recht alt aus, ich möchte kein Bildnis mit grauen Haaren verwenden.

      Möglicherweise ist es bei Don Alphonso ähnlich, vielleicht auch nicht, weil dieser ja oft schrieb, er hätte seine Kündigung angeboten. Wie gesagt, in dem Rechtsgebiet kenn ich mich nun wirklich nicht aus.

      Jedenfalls zeigt es mir, Herr Gumbrecht ist ein Mann von Format und Anstand.

      Der jetzige Onlinechef der FAZ ist dieses anscheinend weniger, ich möchte mich ja, da ich spekuliere, vorsichtig ausdrücken.

    • Sie spekulieren gar nicht so schlecht.

      Die Sache ist halt, ich habe Charakter und tue, wss geboten ist. Ansonsten wünsche ich der FAZ viel Erfolg bei ihren Experimenten. Um mich muss man sich keine Sorgen machen.

    • Naivität Verantwortlicher
      Solche wundert mich wirklich.

      Man kann doch erwarten, dass sich Rennomierte auskennen oder im nächsten Gespräch fundierten Rat erhalten.

      Man kann natürlich auch erhoffen, dass sich Ehrenleute zurückziehen, wenn man diese brüskiert.

      Ich habe aufgemerkt, als beim zweiten Nachdenken über den Beitrag von Herrn Gumbrecht der Gedanke kam, dass die grauen, das Ende nahende kündenden Haare der FAZ gelten könnten, als Prophezeiung eines Mannes, der vieles unter der Sonne gesehen hat.

      Schon skurril, dass die FAZ einen Blogbeitrag bringt, der ihr sagt, Du bist ergraut, einmal will ich noch mit Dir sein, dann wars das.

      Denn nichts anderes sagt das Sonnett von Brecht.

  118. Bayern war mal wunderbar.
    Kein Wunder, daß jeder der konnte, sich dort mindestens einmal im Jahr zum Urlaub einquartierte, wenn icht gar auf Dauer.

    Aber, wie sagen die Engländer so schön: „Wenn’s dem Esel zu wohl ist, dann geht er auf’s Glatteis tanzen.“

    Das Gleiche gilt übrigens für das Musterländle Baden-Württemberg.
    Dort glaubt man ernsthaft, sich eine grüne „Regierung“ erlauben zu können.

    Auch im Bund dasselbe: Raute Erika meint immer noch oder schon wieder, daß wir und in Deutschland eine Verteidigungsministerin Ursula und einen Außenminister Heiko leisten zu können…

    Das ist wahre Dekadenz.

  119. we're all Humpty
    Humpty Dumpty sat on a wall,
    Humpty Dumpty had a great fall.
    All the king’s horses and all the king’s men
    Couldn’t put Humpty together again.[

  120. Die Zukunft der Politik, nicht nur in Bayern, wurde ja schon deutlich. § 219a StGB
    Die SPD wollte ihn abschaffen, die CDU nicht. Zunächst hatte die CDU nichts dagegen, im Bundestag darüber abzustimmen, dann hat es der Koalitionsvertrag verhindert. Denn, es ist ja vereinbart, in jeder Abstimmung gleich abzustimmen, um wechselnde Mehrheiten zu verhindern. Wenn das nicht möglich ist, wie beim § 219a StGB, dann wird in Zukunft also garnicht abgestimmt bzw. entschieden.

    Nahles sagte dazu: „Wir sind nicht in der Sache zurückgetreten, aber im Verfahren der Union entgegengekommen. Das ist doch eigentlich ein guter Kompromiss.“ Wie dumm ist das denn?!

    Falls also Sachentscheidungen nicht stattfinden, weil man sich in der Regierung nicht einigen kann, dann ist das Nichtentscheiden ein guter Kompromiß.

    Womit, so frage ich mich, wollen die Parteien dann in der nächsten Wahl um Stimmen werden, wenn für die Wähler überhaupt keine Unterschiede mehr erkennbar sind? Sieht so die Neustrukturierung der SPD aus?

    Für CDU und SPD gilt, was für Seehofer und Söder gilt: Den Worten müssen Taten folgen. Sonst tschüß.

  121. Dass Sie mir - ich glaube zum ersten Male - etwas gelöscht haben, und zwar
    meine ‚Einzelfälle‘, ist verständlich – und auch wieder nicht.
    Verständlich in der heutigen Diskussionskultur, und, wenn man sich aufregen will, geschmacklos.
    Aber als Enkel einer Jüdin, finde ich, durfte ich so etwas sagen. Es führt nämlich die Einzelfalldebatte wunderbar ad absurdum. *Jeder* Verstoss gegen das Recht, bzw. Strafrecht, ist nämlich ein Einzelfall.

    167136 Wohnungseinbrüche fanden in 2015 in Deutschland statt (soll heissen, so viele wurden angezeigt). Jeder davon ist ein Einzelfall. Das meine ich wirklich so! Verschiedene Täter, Methoden, Orte, Ziele, Zeiten, Motivationen. Haben das die Gutmeinenden damals auch über jeden Einbruch und Einbrecher gesagt?

    Das BKA (im Zweifelsfalle hilft Dr. Google) hat für die ersten 9 Monate des Jahres 2017 203900 Straftaten ausgewiesen, bei denen ein Flüchtling als *Tatverdächtiger* (fett im Original) ausgewiesen wird. Wenn es sich dabei also jeweils um Einzelfälle handelt, von mir aus, ist eben zwangsläufig *jede* Straftat ein Einzelfall. q.e.d.

    Ergo könnte man – in Anlehnung an den Vorschlag, Vergewaltigung nicht mehr als solche zu bezeichnen, sondern vom Opfer als einer ‚Erlebenden‘ zu sprechen – das Wort ‚Straftat‘ (das so furchtbar hart und unmenschlich klingt) auch durch das Wort ‚Einzelfall‘ ersetzen. Es hätte also, nach Auskunft des BKA, im Jahre 2016 6.372.526, also gut 6 Millionen Einzelfälle (ohne jede Berücksichtigung der Täterherkunft) gegeben.

    Schneeflöckchen, Weissröckchen ….

    • Hier spricht Marco Settembrini (eingeloggt als der Hausherr). Habe den Kommentar nicht freigeschaltet, weil man ihn böswilligerweise so falsch verstehen kann, dass dem Blogautor und der Plattform Schaden entstehen kann. Habe wirklich lange überlegt, denn bei ähnlichen Gedanken hatte ich mich auch schon ertappt. Wenn Don Alphonso, der den Kommentar inzwischen gesehen haben dürfte, ihn auch nicht freigeschaltet hat, gehe ich davon aus, dass er das ähnlich sieht. Gerade die industrielle und generalstabsmäßige Dimension der Shoah legt es nicht wirklich nahe, von sechs Millionen Einzelfällen zu sprechen, auch wenn ich natürlich weiß, wie es von Ihnen gemeint war.

    • @ Uwe Dippel - soso, so eine Tante war das - ich dachte mir aber schon, dass bei Ihnen etwas
      nicht richtig normal wäre, hehe!

      Und jetzt wieder todernst, ne:

      Die Behauptungen (Feststellungen/Bemerkungen/Reflexionen) von höchst anerkannten Leuten (Rabbinern usw.), mit jedem Menschen, der sterbe, sterbe eine Welt (wahlweise eine ganz eigene Welt) usw., und deshalb sei der Tod eines jeden einzelnen eine Sache, die das Menschenmaß („was sind wir Menschenkinder, doch eitel arme Sünder, und wissen gar nicht viel“) bereits übersteigt – solche Behauptungen sind ja nicht gerade selten.

      Dann geht das über die Station Massenmord zum Völkermord unter vorindustriellen Umständen hin zum industrialisierten versuchten Völkermord bei den Türken und dann bei den Nazis (auch die Masssentötung der Armenier trägt hie und da bereits industrielle Züge).

      Und dann sind zu bedenken: Die ja durchaus bekannten Fälle von vollendeter Ausrottung. Sehr unschön, sehr real, aber vergleichsweise wenig beachtet, leider.

      Und wo fängt man an: Bei den Pikten, bei den alten Ägyptern usw. – oder doch bei den Neandertalern?

      (Den für die Neandertaler tödlichsten Vorteil habe sich Sapiens verschafft, als er den Hund an sich band, so dass Neandertalensis‘ physische Überlegenheit bei nächtlichen Angriffen kaum mehr zum Tragen kam, liest man – das leitet freilich wieder zurück zu Hitler – und zu seinen bekannten Schäferhunden „Blondi“ und“Muck“).

      Hitler eignet etwas Ubiquitäres, und das ist (auch) gespenstisch.
      (passt alles überhaupt nicht zu dem sonnigen Nachmittag, der mich nun aber mit Macht hinauslockt!)

    • "Die krachende Kündigung aus Frankfurt..." (Schirrmachers Doktorvater) betrifft Sie ja wohl
      nicht? Sie bleiben uns doch erhalten odr?

    • @Frauke Amgelin: Bin zwar nicht explizit mitgekündigt, aber ohne das DeM-Blog schwebe ich hier ja künftig im luftleeren Raum. Wenn also das DeM-Blog unter anderer URL weitermacht, werde ich wohl dabeisein. Marco Settembrini

    • @Uwe Dippel
      .
      Starker Kommentar!
      Jetzt hätte ich gern ihren nicht veröffentlichten auch gelesen.

    • Wir wollen das bitte nicht vertiefen. Hatte es ja angedeutet: Die Shoah als 6 Mio. Einzelfälle deklariert, natürlich mit Zunge in der Backe, aber das geht nicht, wenn soundsoviele Leute nur drauf warten, hier was zu finden, was Angriffsflche liefert. Jenninger fiel für Harmloseres in Ungnade. Marco Settembrini

    • Sehr geehrter Herr Settembrini, ganz herzlichen Dank
      für die explizite Erklärung, und Ihre Überlegungen. Ich glaube wirklich, dass es der erste Kommentar von mir war, der nicht freigeschaltet wurde. Und ich habe auch Verständnis dafür. Auch wenn, danke dass Sie das schon schrieben, eine wirkliche Meinungsfreiheit anders aussehen würde.

      Es gibt zwei Gründe, weshalb ich dennoch dachte, ihn wenigstens anbieten zu wollen. Der erste ist im freigeschalteten Kommentar erwähnt. (Herr Kief, reading is an art in our days, please!)

      Der zweite: ein wütender Gutmeinender hatte mir auf dieses Argument ‚entgegengeschleudert‘: „Das gilt dann aber auch für die Wehrmachtssoldaten!!“ Die Logik nicht nachvollziehen könnend, trotz dass es ein Oberstudienrat-Geschichtslehrer war, entgegnete ich voller Ehrlichkeit und Überzeugung „selbstverständlich!“. Ja, meinte jener, dann wäre es in Ordnung.
      Ein grundständig netter Kerl, aber eben doch konfus. Finde wenigstens ich. Nicht weil ich falsch läge, aber dennoch entgeht mir der Sinn der angebotenen Gleichung.

  122. stark off-topic, aber für viele Herzensangelegenheit
    Dass es nichts mehr wert ist, ist mir scheißegal, denn ich habe beschlossen, es niemals zu verkaufen. Irgendwas ist passiert. Seit es nichts mehr wert ist, ist mir das Auto nicht mehr egal. Ich würde es natürlich nicht Liebe nennen, es ist ja nur ein Auto. Aber wir wollen zusammenbleiben.
    https://w ww.welt.de/debatte/kommentare/article174848238/Es-ist-eine-Groko-Tag-11-Mein

    Geht mir auch so. Ich werde vor allem nicht unter Wert verkaufen.

    Ach ja, Don: Ich würde den Daimler nicht verkaufen. Der Trend ging eh schon immer zum Zweitwagen.

    • Werter Oberländer ... genau so muss man das sehen ...
      … und sich nicht von dem ganzen medialen Geschrei verrückt machen lassen.
      .
      So lang die Karre fährt ist sie auch was wert!
      .
      Wer sein Auto unter Wiederverkaufsaspekten fährt und beurteilt, ist ne arme Wurst und hat einfach relativ zu viel in die Karre investiert. Kauft halt nen ollen Benziner mit 150tkm ohne Elektrogedöns an Bord für Eur 2000 als Zweitwagen – der läuft noch Jahre ohne zu mucken.
      .
      Öl, Wasser und Bremsen regelmässig kontrollieren und alle 2 Jahre etwa 1000 Eur nach jeder Obrigkeitskontrolle investieren … und läuft.

  123. Schwarzblau ist die Haselnuss
    Don, ich glaub Ihnen ja, aber a bissl in Schutz nehmen muss man den Margus scho:
    Auf dem Berchinger Rossmarkt sprang der Funke über – aber erst ab seiner Kritik an Merkels Peuplierungspolitik.

    1983 kamen die Grünen in den Bundestag. 1985 wurde Joseph Fischer hessischer Minister für Turnschuhe und Umwelt. Die letzte Bundestagswahl war 2017.
    Was kommt 2019? Wie 1970 die österreichische Minderheitsregierung von der FPÖ gestützt wurde, könnte im Maximilianeum die AfD die CSU mit einer Mehrheit versorgen. Für die Regierung Sinowatz mussten sich der Großbürger hebräischen Glaubens Bruno Kreisky und der ehemalige SS-Obersturmführer Friedrich Peter zusammenraufen. Da werden sich die CSU-Oberen ja grad noch mit einem Blaustrumpf wie Frau Weidel einigen können.

    Einfach mal im NZZ-Archiv alte Artikel über die frühen Kohl-Jahre lesen – unwahrscheinlicher als Rot-Grün einst war, ist Schwarz-Blau heute bestimmt nicht.

    Markgraf Sebastian der Kurze – Herrscher eines abgegangenen bayerischen Lehens – wäre nicht traurig. Und der berühmte US-Schauspieler Stormy Hair sicher auch nicht.

    Ich befürchte nur, dass Seehofer nach dem Verlust der absoluten Mehrheit wieder nach München zurückwill – er ist ja schon mal einem fränkischen Luthrischen nachgefolgt, nachdem der die absolute Mehrheit verlor.

  124. OT
    Die SPD mal wieder. Sie wundert sich, dass ihre Armuts-
    und Gerechtigkeitsdebatte ins Lehre läuft.

    Lt. Weltonline sind etwa eine halbe Million neue HartzIV
    Empfänger durch die Flüchtlingskrise dazugekommen,
    trotzdem hat die Gesamtzahl der Empfänger*verringert.
    Das ließ sich schon an der Arbeitslosenstatik für Febr 18
    ablesen. Da veringerte sich die Zahl der als HartzIV
    gemeldeten Arbeitslosen im Jahrevergleich doppelt so schnell
    wie die Nicht-HartzIV Arbeitslosen. D.h. die Arbeitslosigkeit
    der Einheimischen sinkt dramatisch, verbleiben die Migranten,
    die die Arbeitslosigkeit stabilisieren.
    Was die SPD nicht hindert sich weitere Programme für die
    Einheimischen auszudenken, um deren Arbeitswillen auf
    die Beine zu helfen.

    *Bedarfsgemeinschaft

    • Wenn Sie schon OT sind, Binvonhier,
      erlaube ich in Anlehnung an meine Begründung zum Lauschen von Bundestagsdebatten (weiter oben) eine Bemerkung anzuhängen, die in diese Richtung passt:

      Genau, die SPD schon wieder! Kaum 10 Tage im Amt, nach tagelangen Debattenmarathons im Bundestag ist die SPD schon wieder genau da, wo sie vorher war; und weshalb sie am 24. September landete wo sie aufschlug. Nach tagelangem Hinhören hat die SPD die most boring and most uninspired Reden gehalten, von allen Parteien. Jetzt mal unabhängig, mit welcher ich übereinstimme. Ja, sogar die Grünen profilierter. Individueller. Einfach nur schwabbelig und diffus. An manchen Stellen habe ich mich gefragt, und eigentlich nur bei der SPD, „Für wen redet ihr eigentlich hier? Oder bloss weil es Redezeit gibt und damit eine Möglichkeit zur Selbstdarstellung?“ Die Koalitionsthemen wurden von der CDU abgedeckt, und die SPD hat im Grunde abgenickt. Wenn auch an manchen Stellen vorsichtig eine kleine Dissenz andeutend … .
      Es geht also genauso weiter wie gehabt. „Same procedure as last GroKo, same procedure as each GroKo“.

      Es *kann* sein dass das Politbarometer die SPD steigen sieht. Es kann aber auch sein, dass ganz einfach nur TDV Recht hat.

    • Haben sie das mit Michelle Müntefering gelesen, die mit fragwürdiger Qualifikation einen Spitzenjob bekam? Wer wählt sowas?

    • Meinungsmarkt
      Politbarometer. Politik ist ein Meinungsmarkt, da können Zustimmungswerte auch mal steigen, selbst wenn der übergeordnete Trend negativ ist.

      Qualifikation. Danisch zerlegt gerade die der MINT Hochstaplerin, Sabine Jeschke. Vielleicht hätte die DB besser bei einem Unternehmen wie Aimsun zugreifen sollen, wie jetzt die Mobility Sparte von Siemens, statt ein Universalgenie ohne Credentials in den Vorstand zu setzen. Politische Verbindungen haben die ja eh genug.

    • Staatsbetrieb halt.

    • Von der SPD lernen, heisst ....
      ?
      In dieser Woche habe ich von der SPD gelernt, unter brandendem Applaus der Anständigen, Kunst müsse nicht nur für alle sein, nein Kunst müsse auch von allen sein.
      Nur die Unaussprechlichen waren mal wieder anderer Meinung.
      Und der Durchschnittswähler versteht mal wieder Bahnhof, hört nur nett einlullende Wörter. Und wenn dann die Werke von Kienholz durch die Werke von Geflüchteten ersetzt werden, merkt er das eh nicht.
      Museum Ludwig lässt grüßen.

  125. Die erste Volksansprache und der Letzte macht das Licht aus
    Auch im Königreich Bayern herrscht nichts außer Partei und Parteiführer.

    Weil Demokratie Volksherrschaft sei, aber ein Volk nur herrscht, sofern es sich selbst beherrscht, und es bis dahin noch viel Ansprache um nichts und wieder nichts geben wird, darf der Don vom Tegernsee vielleicht der Letzte sein, der hier das Licht ausschaltet.

  126. Kreisky
    @Bay. Transatlantiker
    Ma ja. Da ist aber die Vorgesachichte schon eine andere. Kreisky war mit dem „Braunen“ im Ständestaat im Gefängnis. Hängt das Bild vom Schuschnigg noch im Parlamentsclub d ÖVP?

    BTW: Deswegen glaube ich auch an ein Zerbrechen d Koalition ÖVP-FPÖ. Zwei „Todfeinde“ in einer Koalition. Die Durchsuchung im BVT zeigt, dass die FPÖ die „Hausaufgaben“ gemacht hat

  127. Margus
    zu Berching.
    Also d Margus stiegt auf und fällt mit d Unterstützung d oberpfälzer CSU insbesondere Füracker. Da hat er einen entscheidenden Teil Altbayerns rausgebrochen im Machtgefüge gegen Franken. Man wird sehen wie dessen Performance ist als Finanzminister und ob die Nicht-Söderianer die „Neumarkter“ „Saubauern“ – nach dem Saumarkt dort – und obwohl Füracker aus dem alten (armen, Notstandsgebiete im Truppenübungsplatz Hohenfels teilweise aufgegangenen) und in den ob der Nähe zu Nürnberg neureichen Landkreis Neumarkt eingemeindeten ehemaligen Landkreis Parsberg (Lupburg) stammt – von der Spitze der CSU d Oberpfalz wegbekommen; die Machtzentren d oberen Pfalz leigen ja normalerweise anderswo.

  128. @Marco Settembrin
    Cetereum censeo…. Sie können jeden Ihrer Blogs bei Ihren Clickzahlen aus der Sonderausschüttung d VG Wort finanzieren

    • BertholdIV
      24. März 2018 um 15:30 Uhr

      Werter Herr Berthold,

      Wie läuft das mit den Clicks? Könnten Sie das kurz erklären? Danke.

      MFG

  129. Abschied einer Kunstfigur
    @Don Alphonso sagt 24. März 2018 um 07:12 Uhr:
    Die FAZ beendet die Verbreitung neuer Beiträge in meinen Blogs.

    Dann ist dies der letzte Thread.

    FAZ und die Kunstfigur passten gut zusammen, denn D. A. personifizierte einen traditionellen Typ von FAZ-Leser. Einen Retro-Typ, immer auf Besitzstandswahrung aus und mit Nostalgie an den Zeiten der ständischen Gesellschaft hängend, einschließlich der Leibeigenschaft. Kein Rechtsextremist, aber ein verstaubter Rechtsaußen. Der den Niedergang der Gesellschaft beklagt, den seine Klasse verursacht hat. Und dabei unfähig und unwillig ist, Zukunft zu thematisieren.

    Danke für Ihre Beiträge und die damit geschaffene offene Plattform für interessante und engagierte Kommentare!

    • Vergiftetes Lob
      „…Niedergang der Gesellschaft beklagt, den seine Klasse verursacht hat“.

      Ha ha, das ist ja wohl nicht Ihr Ernst in Goslar oder sonstwo.

      Den Niedergang der Gesellschaft haben – einzig und allein – die 68er zu verantworten, wo u.a. Taxifahrer zum Außenminister mutierten. – Heute beraten diese hochqualifizierten Underachiever Konzerne wie Gazprom, Nabucco, …

      „Glück auf“ bleibt da nur noch zu sagen.

    • "Niedergang der Gesellschaft"?
      Natürlich ist alles ganz schlimm.
      Schlimmer geht’s ja gar nicht.
      Ich komme nur nicht drauf von welchem gesellschaftlichen Höhepunkt wir gerade abwärts fallen….

    • Naja, laut Merkel und Söder, dass es uns noch nie so gut ging wie heute, angeblich. Das kommt davon, wenn man Bankchefs bewirtet und Staatsimmobilien an Investoren verscherbelt, da kennt man dann Leute, auf die das zutrifft.

    • ein verstaubter Rechtsaußen?
      .
      Der Don war hier nie ein Rechtsaußen. [noch nicht mal Rechts]

      Politisch war er immer Links – mir persönlich viel zu Links.
      Er ist halt auch Besitzstandswahrer. Das kann mit linker Ideologie
      nur schief gehen.
      Linke und Besitz = das kracht immer.

    • Nein, ich hasse einfach alle anderen gleich. so einfach.

    • @Josephine In der Tat:Es kann so schön einfach sein.
      Die 68er waren’s also. Wenigstens nicht die 175er oder die Radfahrer. Immerhin. Nun ist es heraus.

      Pispers:
      Ist der Feind erkannt, hat der Tag Struktur. Und das ist ja dann auch schon mal was.

    • Ich komme hier leider nicht mehr dazu, etwas zu schreiben, aber ich mache mir da auch schon meine Gedanken, ob die 60er davor wirklich so schlimm waren.

    • Gern geschehen, aber es geht hier noch weiter und danach woanders. Für mich gibt es keinen Bruch, es ändert sich nur die URL und das CMS.

    • Grigorij, es ist wirklich so einfach.
      68er haben in ihrem blinden Wahn sämtliche gesunden Strukturen zerstört – deswegen hingen sie ihrem großen Vorbild Mao so an – haben aber ebenso wie dieser nur verbrannte Erde hinterlassen.

      Das Resultat sehen wir heute: Keine Linie, keine Werte, kein Anstand, keine Moral – alles futsch! Nicht mal mehr „Guten Tag“ können die sagen.

  130. Selbstzensur
    …ist die schlimmste Art der Zensur.

    Dann haben es die destruktiven Kräfte ins Innerste geschafft. Wenn etwas hart aber korrekt formuliert ist, sollte nicht zensuriert werden. Ausser Anstandsregeln werden geritzt oder es wird gehetzt.

    Was soll an Einzelfall schon geschichtklitierend oder hetzerisch sein? Da ist Le Pen Senior ein ganz anderes Kaliber mit „Gas******* sind ein Detail der Geschichte“ . Das ist hetzerisch, was auch jedem klar war, der noch alle Tassen im Schrank hat.

    Aber vielleicht ist es eine Frage des Alters. Je Älter man wird, desto Klartext die Ansage. Das Alter macht zielstrebig. Gegenvergeltung? Einen drauf gelassen.

    Was ist ein Einzelfall? Spannende Frage. Das überfahrene Kind? Der erschossene Polizist? Die vergewaltigte Frau? Der verarmte Alte? Ich bin gegen Gedankenzensur, sofern die Anstandsregeln eingehalten werden. Sonst gehen wir erneut weit hinter die Aufklärung zurück. Hin zu Ätschi-Bätschi-Politik-Karneval. Intellektuelles Mittelalter.

    Alle Macht der offenen und kritisch-respektvollen Diskussion.

    • Die moderne Schere im Kopf
      heisst Political Correctnes.
      Das ist selbsterziehend und viel intelligenter als Buchenwald, Bautzen oder das Fallbeil.

  131. Freude
    Ich habe gerade die letzten Beiträge von Don rekapituliert und da ist mir gekommen, dass bei Lektüre dieser Beiträge einigen FAZ-Feuilletonredakteuren der Säuregrad der Magensäfte gefährliche Grenzwerte überschritten haben dürfte.
    Ich sehe sie in Gedanken, wie sie sich bei der Lektüre krümmen – das ist mir eine helle Freude!

  132. @Don
    Lieber Don!

    Die Trennung von der FAZ tut Ihnen gut. Ein wirklich toller Beitrag. Er kommt für mich gleich hinter meinen Lieblingsbeiträgen über die Tankstellenangestellte und Ihren Überlegungen, einen der „Schutzsuchenden“ (würg) als Silberkannen-Teesklaven einzusetzen.

    Da wir z.Zt. privat sehr viel um die Ohren haben, konnte ich die letzte Zeit Ihre Blogs kaum lesen. Ich habe Sie und die Kommentatoren wirklich vermisst. Wohin auch immer Sie im Internet umziehen, ich ziehe mit.

  133. Gum-Brecht
    Com Brecht.

    Wie intelligent, wie würdig. Und eine Verneigung vor Frank Schirrmacher.

    Podcasts gibt es ja schon lange. Noch nie einen zu Ende gehört. Interessiert mich nicht. Lesen interessiert mich.

    Herrlich, wie Gumbrecht das Devote im Hotel beschreibt. Ohne das Devote des Deutschen wäre manches besser.

  134. "Die krachende Kündigung aus Frankfurt"
    „In einer höflichen Mail vom FAZ-Online Chef, erfuhr ich [HANS ULRICH GUMBRECHT, im aktuellen Blog ‚Digital Pausen: Finale mit grauen Haaren‘] Mitte des vergangenen Monats dass man “mit neuen Formaten experimentieren” wolle, weshalb der Blog einzustellen sei…“

    … das müssen ja krachende FAZ-Experimente sein ohne Spielraum: im Digitalen! … die kein Nebeneinander erlauben???

    So: uns FAZ-Lesern krachend kündigt wurde.

    Wir sind vor Wochen gleich von Bord gegangen, komplett mit allen Abonnements, subito.

    Für Ihre immense Arbeit und Qualitäten hier:
    Danke Herr Gumbrecht. Danke Don.

    • Ich bin dankbar für diesen Gumbrechttext, er beschreibt die Abläufe recht gut – nur ohne den Shitstorm, den ich dann noch hatte. Ziehen sie ruhig Ihre Schlüsse, bedenken Sie, dass es eine gute Zeit war.

  135. Titel eingeben
    Was mir hier schon länger fehlt, ist ein Kommentar von Wimmerl d.Ä.. Der Niedergang Bayerns war schon vor 40 Jahren vorgezeichnet. Die Bauern kauften in NRW hergestellte Ackerschlepper eines US-Konzerns. Ich habe einige höchstpersönlich nach Tuntenhausen gebracht. Warum keine Schlüter, Eicher oder Fendt?
    Zur Entschuldigung der bayrischen Wirtschaft möchte ich anmerken, dass ich von Freising auch Schlüter, sogar solche mit dem Achtzylinder-Reihenmotor, nach Warburg gebracht habe. Die Ostwestfalen mit ihren Lössböden wussten, was Traktion ist.
    Der neue Ministerpräsident weiß es wohl nicht. Er hat keine Traktion.

    • Ich war leider nicht beim Milchviehhalterabend. da hätte man vielleicht Erklärungen gefunden. Es stehen aber noch haufenweise alte Traktoren bei vielen Leuten hier rum. vielleicht ist das was fürs neue Blog.

  136. Aus dem Nähkästchen
    Nehmen sie sich alle die Zeit und hören zu, was Vera Lengsfeld aus ihr damaligen Zeit, in der sie M begleitete und vertraute. zu sagen hat. Mitunter wird es für viele sicher erhellende Momente, sowie Bestätigungen geben, die nicht nur die politische Laufbahn von Frau Lengsfeld beleuchtet, sondern auch die Republik allgemein. Jetzt schon ein kleines Zeitdokument. diVlkwKt1aU

    • Tja, wer Merkel vertraut…

    • @dr. plagiator : Ein Zeitdokument für die süßen, lieben Enkelkinder!
      Vera Lengsfeld spricht, ohne sozialistisches Physikstudium, sachlich, der Logik entsprechend!
      Ich bin beeindruckt und sage Danke für die klaren Worte.
      Wenn der Schäfer ein Wolf ist, wohin sollen die Schafe flüchten?
      Auswandern? – Kanada, Australien, Neuseeland haben restriktive Einwanderungsgesetze!
      Es geht im Kern um die Fähigkeit der Einwanderer, sich zu integrieren, nachzuweisen, dass sie die Qualifikation eines guten Mittelklassebürgers haben.
      Sprache, Berufserfahrung. Passen sie in die Gesellschaft.

    • Video ist auf dem alten Kanal wegen "Urheberrechte"(?) nicht mehr abrufbar
      Neu: cOKRRgubP44

      hehe

    • Danke, Dr. Plagiator
      …für den Link

    • Meinten Sie diesen Link:
      BgLyxnjJCtA
      Für mich sehr erhellend.
      M. A. Titz

  137. Wahltaktische Manöver
    „Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zeigt sich angesichts der Pläne des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) für eine eigene Grenzpolizei verärgert. Der Vize-Chef der Gewerkschaft, Jörg Radek, sagte der Deutschen Presse-Agentur: ‚Die Kollegen von der Bundespolizei sehen darin eine Geringschätzung ihrer Arbeit. Außerdem schafft das zusätzliche Verwaltungsstrukturen.‘ Die Ankündigung Söders sei ganz offensichtlich ein „wahltaktisches Manöver“ mit Blick auf die bayerische Landtagswahl im Oktober“

    Ein wahltaktisches Manöver? Heißt das, dass er die Bavarisierung des Grenzschutzes wieder zurücknimmt, wenn er die Wahlen gewonnen hat oder sind das schon wahltaktische Manöver der neuen Generation a la Trump?

    Wenn Söder jetzt auch noch in der Energiepolitik solche wahltaktischen Manöver hinlegt, dann kann er gerne auch Frau Merkel öffentlich nicht nur bewundern, sondern sich im Fasching als Merkel verkleiden.

    „Mich erinnert er an den talentlosen Kollegen, der hinterrücks trotzdem aufsteigt.“

    Ja, so erfolgreich wie Schulz müsste man erst einmal sein.

    Wieso eigentlich „hinterrücks“? Wurden nicht sein Jahren Wetten darauf abgeschlossen, dass Söder Nachfolger von Seehofer wird? Der war schon so lange im Fokus, dass er nie einen Überraschungsangriff hätte starten können. Also hat er gewartet, die Füße still gehalten und seine Chance genutzt, ganz ohne Erbfolgekrieg. Dass er Seehofer nicht gekillt und dessen Knochen abgenagt hat, kommt ihm vielleicht auch noch zu Gute, jetzt wo der im Bund ist und Söder kein Sperrfeuer von dort gebrauchen kann.

  138. @dr. plagiator: Die Zensur funktioniert perfekt!
    Die Zensur ist die jüngere von zwei schändlichen Schwestern, die ältere heißt Inquisition.
    Johann Nepomuk Nestroy (1801 – 1862),

  139. Scheint so
    Was mich stutzig macht ist, dass es heute passierte. Das Video selbst, stand seit dem 17.03. drin. Man könnte Schlussfolgern, dass es entweder in der hiesigen Anstalt des zukünftigen Hausgeistes einen Maulwurf gibt, oder auf Twitter, die Brigade „Roter Zensurismus“ den Löschauftrag gab.

  140. Lieber Don, vermutlich war das der vorletzte Don-Text im Faz-Blog
    danke für all die Geschichten über die Jahre.
    Blieb im Text hängen an: „habe Vertrag für Blog abgeschickt“.
    Please let us know, wir sind süchtig.

    Und schöne Ostern an die Community.

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