Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die Ausbeutung osteuropäischer Haushälterinnen zwischen Goldrand und Silberbesteck

| 98 Lesermeinungen

Was der klassischen Familie nützt, soll schleunigst verschwinden: Nach der osteuropäischen Prostituierten gibt es mit der Haushaltshilfe ein neues Abschaffungsziel des Feminismus.

Aber ich fürchtete das Unpassende. Es kommt ja alles in die Zeitungen.
Johannes Brahms an Clara Schumann

Die P. ist ein Engel. Charmant, witzig, immer gut gelaunt, und keine, die ihre Patienten achtlos ins Bett wirft. Die P. hat als Pflegerin einen sagenhaften Ruf und ziemlich viele sagen ihr auch, dass sie sich doch selbstständig und das Geschäft selbst machen sollte. Kunden, und zwar gut betuchte und grosszügig zahlende Kunden gäbe es genug: Die Überalterung unserer Gesellschaft, die Qualität der Altersheime und die Neigung der familiär eingestellten Reichen vom alten Schlag, ihre Anverwandten nicht einfach in einem Heim abzuladen, sorgen ganz von selbst für einen wachsenden Markt.

Allein: Die P. will nicht. Die P. ist zufrieden, wie es läuft, sie macht halt ihre Arbeit und das reicht ihr. Würde sie sich ausgründen wollen, man würde, um sich ihre Gunst zu erhalten, sicher behilflich sein, aber sie fühlt sich etwas zu alt und was sie verdient, reicht ihr. Wenn wirklich Not am Mann sein sollte, hat sie aber gute Kontakte in ihre Heimat. Dort hat der real existierende Sozialismus im Verein mit dem polnischen Katholizismus sagenhaft tatkräftige und kompetente Haushälterinnen entstehen lassen, deren Dienste dort aber nicht sonderlich geschätzt werden. Die P. jedenfalls kennt sich aus und kann immer eine ansonsten von den Zuständen im postkommunistischen Osten wenig begünstigte Frau vermitteln, die dann kommt und hilft. Platz ist in den Villen ja überreichlich vorhanden, die Bezahlung ist, am polnischen Niveau gemessen, exzellent, und die Nachfrage ist so gross, dass man sich Ausbeutungsverhältnisse gar nicht leisten kann.

Nicht jede sieht das so, es regt sich auch Protest, und dort wäre die P. fast so etwas wie eine Menschenhändlerin. Zwischen den bayerischen Villenvierteln und den zerfallenden Industriekombinaten des westlichen Polens liegt etwa der soziale Brennpunkt Berlin mit seinen vom Leben überforderten Randgruppen, die am Tag über Pop schreiben, weniger schöne Arbeit als kapitalistische Unterdrückung ablehnen, in der Nacht feiern und dazwischen kaum wahrnahmen, in welchen prekären Verhältnissen sie leben. Falls doch, stellen sie sich hin und fordern eine gerechte Verteilung der Vermögen in Deutschland, rrrrradikale queer-feministische Denkansätze und natürlich auch das Verbot der Ausbeutung von Migrantinnen, die durch ihre Arbeit andere, Berlinerinnen nicht gefallende Lebensmodelle wie etwa „nicht alleinerziehende Mütter“ ermöglichen. Ist die Polin erst mal weg, so die Theorie, ist die Frau mit der ganzen Arbeit allein und dann wird sie aufstehen und sich gegen die Unterdrückung des Mannes so zur Wehr setzen, wie man das in der Berliner Platte sehen will, und Hefte über Popkulturtheorie statt Landlust kaufen, Die polnische Haushälterin darf sich also schon mal als die legale Erbin der Prostituierten betrachten, über die im gleichen Ton gesprochen wird und zum Wohle des Weltbilds verschwinden soll. Das hilft natürlich in Osteuropa niemandem, aber sehr wohl der feministischen Theorie.

Da haben wir also auf der einen Seite die gelebte Realität der ansonsten ungenutzten Räumlichkeiten in übergross gebauten Villen und dem aus Sicht Osteuropas absurden Luxus, der hierzulande verfügbar, und mit einer Tätigkeit sogar teilweise finanzierbar ist. Wir haben wieder ein System der Empfehlung von Haushaltskräften, für die ein Leben in Deutschland allemal angenehmer als ein Dasein in Osteuropa ist, wo sie kaum gut bezahlte Stellen finden – was frau in Berlin gern vergisst, Osteuropa hat durchgehend immer noch schwer an den Folgen der Finanzkrise zu leiden, und die wiederum betrifft besonders die Frauen. Möglicherweise wäre das ganze System nicht nötig, vielleicht könnte das auch ein Mensch allein schultern und die Polinnen in Polen lassen, und vielleicht sind 300 m² auch ein wenig viel Wohnfläche gewesen. Aber es wäre etwas viel verlangt, zugunsten von Berliner Gesellschaftstheorie in eine kleine Platte zu ziehen und dort dann ohne Park mehr Zeit für eine Neuverteilung der Arbeit und Leistungen in der Familie zu haben. Ausserdem ist die Wiederkehr dieses vertraulichen Verhältnisses zwischen den Menschen in so einem grossen Haus auch etwas Nettes und erinnert an die grossen Zeiten vor 130 Jahren, da wir hier noch ein ganzes Hinterhaus für das Personal hatten, anders war das gar nicht möglich. Damals galten übrigens Ungarinnen als besonders zuverlässig.

Auf der anderen Seite… auf der anderen Seite höre ich solche Forderungen zur Abschaffung von Haushaltskräften als Mittel zur Durchsetzung neuer Rollenverteilungen der Geschlechter mit mehr Teilhabe für Frauen ausschliesslich von ganz bestimmten Frauen, die nicht wissen, was eine Villa an Arbeit bedeutet. Ich glaube sogar, die wissen überhaupt nicht, was das ist, Arbeit. Also jetzt mal im Sinne eines geregelten Erwerbslebens. Das sind dann mehr so „freie Autorinnen“ aus Berlin, und nach meiner bescheidenen Meinung heisst „freie Autorin“ oft genug „alles andere wäre ja Arbeit“ machen sie halt das, was sie für Kultur halten, was sie für Kultur halten, Pop, Theorie, Politik, Diskurs, 28 Quadratmeter in Neukölln und die Hoffnung, der Senat möchte weiterhin Projekte und Aktionen bezuschussen. Stünden sie in einem Konkurrenzverhältnis zu den besagten Polinnen, würde man sie bei uns wohl eher nicht nehmen: Nach allem, was sie von ihrer Haushaltstauglichkeit bei Twitter zeigen, wissen sie weder mit Goldrandgeschirr umzugehen, noch wie vorsichtig historische Perserteppiche gesaugt werden sollten. Grosso Modo kann man von unserer Seite aus sagen: Die Verschiebung unserer eigenen sozial Benachteiligten in den bürgerkulturfernen Release-Party-Kulturbetrieb der Hauptstadt verhindert eine vorteilhafte Anstellung als Dienstmädchen; da bleibt gar keine Alternative als die Polin, die am Abend lieber Karl Moik betrachtet, statt dass sie mit Freundinnen für radikalfeministische Popgruppen probt.

Für das Berliner Selbstgerechtigkeitsempfinden mag es seltsam scheinen, aber es ist nun einmal so, dass die Gesellschaft über eine wohlhabende Oberschicht verfügt, und auch viele Gruppen, die gern und gut bezahlt für sie arbeiten. Wir haben das übrigens auf gesamtgesellschaftlicher Ebene nicht minder, ohne dass ich je ernsthafte Klagen der Berlinerinnen zur Lage des Reinigungspersonals der U-Bahn oder der Theater, die ihnen die Stadt zur Verfügung stellt, gehört hätte. Jeder, der schon einmal in Berlin den öffentlichen Personennahverkehr benutzte und das überlebt hat, wird fraglos nach der Besichtigung eines besseren Viertels erkennen, wo hilfreiche Geister mehr Freude am Dasein haben werden. Dort, wo sie jetzt der Bannstrahl der Berlinerinnen trifft und sie angeblich brutal ausgebeutet werden.

Meine Erfahrungen sind da anders; vollkommen zutreffend etwa hat unsere Haushälterin damals erkannt, dass aus mir nichts werden würde, dass ich mir niemals eine richtige Perle würde leisten können, und deshalb alles selbst können müsste: Kochen, putzen, waschen, reparieren, Heizungen auffüllen, Teppiche ausklopfen, Kronleuchter zum funkeln bringen, Holz hacken, backen, Torte servieren, mit dem Pastetenheber balancieren, dekantieren, Gemälde abstauben und Silber polieren. Das war eine harte Schule und tatsächlich verbringe ich jetzt jedes Jahr zwei Sonntage damit, die Teekannen und Leuchter an beiden Wohnorten schön zu machen. Das sind nun mal die Folgen der bürgerlichen Kultur, davon profitiert meine Familie, unser Ansehen ist gut, und die Gastlichkeit wird gerühmt. Nach meiner bescheidenen Meinung kann man nachweisen, wie wichtig und lobenswert die Hilfe im Haushalt für die Restkultur in diesem Lande ist. Haben Sie schon einmal einen feministischen Text über die Bedeutung des Pastetenhebers im ordentlichen Haushalt gelesen?

Woran das liegt, darüber kann ich nur grobe Vermutungen anstellen, die nur unwesentlich besser als hochwissenschaftliche Genderstudies fundiert sind; ich habe ein wenig den Eindruck, dass dort – wie übrigens auch bei uns, das steht überhaupt nicht in Frage – die Vorstellung herrscht, die Welt würde besser fahren, könnte man sich ihren Gepflogenheiten anpassen. Den Wunsch, Polinnen zu verdrängen und an ihrer Stelle bei uns ehrbar zu leben, kann man wohl ausschliessen. Vielleicht möchten sie auch einfach nur mehr pflegeleichten Plattenbau. Oder mehr Zuschüsse für ihre Kunstprojekte: „Wenn Ihr schon nicht bereit seid, Euren verkommenen Lebensstil zu ändern, dann gebt uns wenigstens Planstellen, Geld, Blogs und Theater, damit wir Euch sagen können, wie verkommen das ist.“

Die P. könnte übrigens auch Ratschläge geben, wo es in Polen wirklich tolle Industriehallen für umsonst gibt, in denen man sicher grandiose Performances machen kann, mit viel Wald aussenrum und bröckelnden Dörfern. Das ist dann gerecht, nehme ich an.

HINWEIS:

Ob das Versagen des Bildhochladers gerecht ist, weiss ich nicht – aber aufgrund der technischen Unzulänglichkeiten möchte ich um die Benutzung des Kommentarblogs bitten.


98 Lesermeinungen

  1. Nachdem ich mich von meinem Lachkrampf erholt habe, beschränke ich mich heute mal auf:
    Yes, Don, way to go. Und danke für das treffende Bonmot, heisst “freie Autorin” oft genug “alles andere wäre ja Arbeit”.

    Mit lachtränenden Grüssen,
    Thorsten Haupts

    • Ich überlasse das Feld, das ich bestellt habe, ungern den Giftnattern. das ist alles.

    • Frauke Amgelin
      Ausnahmen bestätigen, wie immer, die Regel: Katrin Rönicke Freie Autorin.

    • Lachkrampf
      Ich kann mich Ihrer Meinung vorbehaltlos anschließen.

    • Das ist erfreulich!

    • Aber sicher doch....
      Solange jemand MEINEN Standpunkt mit solcher Arbeit vertritt, ist das etwas gaaanz anderes.

    • Oft genug, lieber Tyler, heisst nicht immer.
      Und ich schätze Texte, in die Arbeit investiert wurde, was bei 10 vor 8 oft genug nicht der Fall ist.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Ich packe das nicht. Wirklich, diese dummdreiste Art diesen geistigen Bodendecker mit ihrem Ansproch, dass man der fetten Kultursau weiter den Oasch schmieren möchte, gepaart mit der Unfähigkeit, sich jenseits von MIMIMI auszdrücken: Es erweckt den Wunsch, dass diese ganze Pseudokulturszene mit dem Caterpillar in die Spree geschoben werde.

    • Diese Art von mimimi, Don, gehört aber seit 50 Jahren
      zur geistigen Grundausstattung der besseren Gesellschaft, bzw. der, die sich für besser hält (Professoren- und Doktorenmilieu).

      Der verdankt Deutschland die weltweit einmalige Tatsache, dass sich die obere Mittel- und Oberschicht mit Theater- und Opernsubventionen die von ihr goutierte Kultur von der Allgemeinheit bezahlen lässt. Hat doch bisher ganz gut gklappt, immer mit dem Verweis auf das „breite Kulturangebot für alle“.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Titel eingeben
      In einem Wort: Zehlendorf.

    • Titel eingeben
      perfekt erkannt und formuliert!

  2. "Da brauchen Sie nur so Ihren Weidenkorb hinzustellen, und schon purzeln die Ideen."
    don weidenkorb, ähh weidenfels, würde womöglich auch in der aktuellen faz fündig werden, „historisches – oder nicht-berlin – oder: wie man vom campingplatz aus philosophiert“.
    .
    deutschland heute. https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/zu-gast-bei-iny-lorentz-wieso-sollten-wir-literarisch-schreiben-12693252.html

    in der tat, lord weidenfeld hatte seine westviertel vermutlich rechtzeitig auf einer insel aufgeschlagen. und war hier trozdem hoch gelobt. wenn auch nicht bei allen bekannt.

    ansonsten das thema „polnische pflegekraft“ sicherlich mehrheitsfähig. und herrn don’s beobachtungen und mutmaßungen sind die allgemeinen. ein lob der freiheit also! jeder, wie er will!

  3. So fleissig wie der Don hier schreibt muss man annehmen dass er
    ein paar Gemälde zuviel erstanden hat oder aus anderem Grund soviel Knete braucht. Wer weiss schon ob er nicht doch bald Vater wird?

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    Sie entstauben mit Straußenfedern, ich bin entzückt!

  5. Titel eingeben
    Der Staatsfeminismus hat dafür gesorgt, dass Jungen im Bildungssystem systematisch benachteiligt werden: vom Kindergarten, über die Schule bis hin zu den Universitäten.
    Durch Quoten in der Wirtschaft und Gesellschaft werden Männer strukturell diskriminiert. In den Medien kursieren nur negative Männerbilder, ganz zu schweigen von Lügen wie dem Gender-gap und dem Verhunzen der deutschen Sprache zugunsten von orwellschen Neusprech.
    Unschwer zu erkennen, dass diese Entwicklungen besonders junge Männer benachteiligt. Die älteren Herren hat es nicht betroffen. Die Quote, kein Problem. Gerne gibt man jungen Damen eine Chance, sofern sie gut aussehen. Ich hoffe inständig, dass die Einschläge noch näher kommen. Vielleicht kapiert es irgendwann jeder.

  6. ... das Silber verstecken?
    Zapper lot, geschaetzter Don Alphonso. Ich bin hoechst beeindruckt dass sie da dies und jenes in ihrem Domizil polieren, putzen, entstauben und sonst „ship shape“ machebn.
    Beachtlich.
    Hoffentlich kann ich ihre Begutachtungen meiner Putzi uebersetzen in der Hoffnung dass auch sie sich anstrengt und das alte Silber — besonders die Pastetenheber — auf Hochglanz zu bringen.
    Die schaut mich immer etwas verdaechtig an — obwohl sie schon ein Jahrzenht in unserem Haushalt regiert — ob ich sie kritisiere wenn ich den Glaz des Silbers nicht ueberschwenglich obe.?
    Ich habe kaum Mut was zusagen und bleiben bei einer „entente cordiale“. Ich inspiziere das angeblich geputzte Silber nur wenn sie nicht da ist. Aber man Weiss ja nie wo die sich versteckt? Ich weiss natuerlich wer der Boss im Hause ist, und bleibe untertaenig..
    Mein Nachbar der in Friedenszustand mit seiner Putzi steht, sagt mir bei jeder Gelegenheit dasss das ganze Putzen, Reinigen Staubverteilen und sonstiges nicht fuer Maenner past. Chauffinist, was?
    „That’s women’s work“ sagt er und verdrueckt sich so schnell wie moeglich wenn die Putzi am wirken ist. Ob der was Weiss was uns sterblichen Putzen entging?
    Obviously he’s „Old School.“
    Kein Wort von Ausbeutung.
    Harmonie ueberall … ausserdem ist meine aus Brasilien …. und die singt so schoen wenn die den Vacuumcleaner herumsteuert.
    Samba anyone?

    • Pop and Punk and circumstances
      Völlig richtig. Mein Chauveur echauviert sich oft. Das beschlägt das Glas. Aber man kann nicht alles haben.

    • More pomp and circumstance
      Mein Chauffeur bleibt eschauffiert als Chauvinist verdaechtigt zu werden.
      Ob die Putzi da was angestellt hat? Ob die unter einem nom de plume Kommentare verteilt?Man weiss ja nie was da heute so alles vor sich geht … mit der NSA hier, Datensammlern dort, und dem sonstigen Cyberspace Kompost.
      All, pretty demanding stuff.
      I am not amused.
      Cheers All !

    • ...
      Peut-être!
      La pomme des hommes als nom de plume. Die Souvleuse des Coiveurs. Who knows. Pretty picturesque times. Salsa anywhere. Eastern girls and western boys.
      Stories from bad girls who are mostly the good ones. Da purzeln die Gedanken.

      Cheers Mister; it was a pleasure!

  7. Warum soll Arbeit nur einen Wert haben, wenn sie anstrengend ist?
    Wenn man tut was man kann, ist es nie anstrengend.

    Alles weitere ist eine Frage von Angebot und Nachfrage.

    Die hier gemeinten freien Autorinnen verhalten sich vollkommen ökonomisch.

    Wenn die Nachfrage nach dem eigenen Angebot unbefriedigend ist, sieht man zu
    wie man die Konkurrenz ausschalten kann.
    Geht auch über einen Preiskampf.

    Erlebt jeder täglich im Supermarkt, wie gute Produkte verschwinden um minderwertigen-
    dann grell verpackt und mit Etiketten versehen, die das Produkt als unbedingt zukunftsfähig
    ausweisen – Platz zu machen.

  8. Schaffen wir die Feministinnen ab. Im Gegensatz vzu den Prostituierten und
    Haushaltshilfen und Pflegekräften sind die zu nichts nütze, und schaden nur.

  9. Titel eingeben
    Wusste gar nicht, was alles der klassischen Familie nützt::
    „Was der klassischen Familie nützt, …… Nach der osteuropäischen Prostituierten….. “ ;)

  10. Butler
    Waere ein Butler gesellschaftlich Aktzeptabel?
    Mit Quotilde an jeder Ecke mus man(n) sich ja seinen Platz im Arbeitsleben suchen.

  11. Hoffentlich
    Können die Damen von 8/10 sich mal einigen, was sie wollen.
    Soll nun persönliches Eigeninteresse an ‚Care-Arbeit‘ einen gesellschaftlich/politischen Stellenwert erhalten, geht es um feministische Interessen oder um Ausgleich allgemeiner gesellschaftlicher
    Anliegen?
    Auch wenn wir in Zeiten leben in denen das Private politisch ist, darf man doch fragen:
    Jedermann-/ frau Privates?
    Damit dürfte jede Gesellschaft wie klein oder groß sie ist, überfordert sein.

  12. glitschiges graubrot für alle und Tuper statt Silber
    weg mit den Pasteten Weg mit unnötig bunter Vielfalt. ein modell Fahrrad, aber keinesfalls berggängig, ein Trabant mit 70g co2 je km sollte Allen genügen und sich gut exportieren lassen.

    • Titel eingeben
      Der Trabant war ein Produkt der unmittelbaren Nachkriegszeit, da zählte mehr die einfache ,leicht reparierbare Technik als der Benzinverbrauch und der Schadstoffausstoss.
      Für mich muss ein Pkw zuverlässig und verkehrssicher sein, Höchstgeschwindigkeiten von > 250 km/h , elektrische Eierwärmer und Volumen wie ein gepanzerter Mannschaftswagen der Bundeswehr brauch ich nicht, daher hätte ich auch nichts gegen einen Einheitspkw.

    • Köstlich
      Und da sagen die anderen immer ich würde nie einen Witz verstehen.
      Wie wäre es denn mit Maultiergespannen oder einfach laufen.
      Ist obendrein noch gesund.

  13. Warnung
    Die didaktische Absicht des obigen Beitrages ist klar: Die ost-mitteleuropäischen Einwohner zwischen Elbe und Oder sollen am Beispiel der polnischen Haushalts- und Pflegekräfte lernen, daß man mit Demut, dienender Hingabe und Bescheidenheit, gepaart mit Witz und guter Laune, vermeiden kann, den west-mitteleuropäischen Herren nutzlos auf der Tasche zu liegen. Ob die Unterbringung im feuchten Keller einer postmodernen Villa von zweifelhaftem Geschmack am Tegernsee einem renovierten Plattenbau in Frankfurt/Oder vorzuziehen ist, bleibt aber offen. Auch mangelt es in Brandenburg an Fachschulen für Domestiken. Hier sollten die Auszubildenden lernen, wie man echtes Silber von Plastebesteck unterscheidet, wie man es putzt und daß man Orientteppiche nicht mit dem Kärcher reinigt. Die jungen Dinger müssen auch wissen, was man als Amme zu liefern hat und daß an Silikonbusen die Kinder der Mächtigen und Reichen verhungern.

    In der kleinen Uckermark leben inzwischen 1.600 polnische Familien. Sie verdienen gutes Geld in der Sonderwirtschaftszone Szczecin, oft schon im tertiären Bereich, wohlhabende und fleißige Zeitgenossen, ganz anders als z.B. Berliner, Kölner und Münchner, die ja alle aus recht zweifelhafter Tätigkeit Gewinn ziehen. Die polnischen Neusiedler lieben die schöne Landschaft Brandenburgs, die Stille und die niedrigen Immobilienpreise. Ihr Personal bringen sie aus der Heimat mit. Da aber auch im blühenden Polen Löhne und Preise schnell steigen, ist abzusehen, bis die ersten Haushaltshilfen aus den Jurten des Fernen Ostens angeworben werden.

    Insofern kam der Beitrag des Don zur rechten Zeit.

    • Richtig
      Unsere osteuropäischen Nachbarn einschließlich der Ukraine steuern pfeilschnell
      auf eine alternde Gesellschaft zu.
      „Sie sind alt bevor sie reich wurden.“
      Das gleiche demographische Bild in Thailand.

      Auf die Jurten würde ich nicht viel geben, wenn China ruft.

  14. Weihnachtsplätzchenbackquoten
    Als mein Mann gestern Abend seine langen Finger in die Elisenlebkuchenplätzchendose steckte, sagte ich ihm so ganz beiläufig: ‘Sei froh dass wir in den Niederlanden leben. In meinem Blog steht, dass es in Berlin so ein paar Tussis gibt, die wollen verbieten, dass ausschließlich Frauen Weihnachtsplätzchen backen, die dann von ihren Männern aufgefressen werden, die nie Weihnachtsplätzchen backen. Wenn die sich durchsetzen, dann wird es in Deutschland von 2016 an, wenn die Rot-Rot-Grünen an der Macht sein werden, Quoten geben, wer Weihnachtsplätzchen backen muss oder darf.’ Da hat er noch schnell die Vanillekipferldose aufgemacht und sich auch noch von denen bedient und gemeint: ‘vorgezogene Altersversorgung’.

    • Ein paar Sachen sollte man wirklich noch machen, solange es geht- blöderweise kann ich als Kunstfigur ohne Unterleib aber nicht.

    • Da gibts nur ein Problem....
      Irgendwie schaffen es nur sehr wenige Männer zu begreifen wie einfach Backen tatsächlich ist.

      Mit weniger als einer Stunde Aufwand kann man ganze Lobeshymnen von den mit Selbstgebackenem Beschenkten hören. (…und man entlastet zugleich die arme Polin)
      Gerade in Zeiten des Internets kann man dort wirklich jede nötige Hilfe finden. Generell sehr zu empfehlen: Auf der Web-Seite der BBC die Vorschläge zu Brot Variationen von Paul Hollywood (der heisst tatsächlich so, man sollte sich davon nicht abschrecken lassen…)

      Geheimtip: Das Gugelhupf Rezept für 20.000 Euro

    • Danke für den Tip
      ich möchte es ihnen heimzahlen, wertes Mandelauge,
      Lutz Geissler schreibt faszinierende Information zu Brot und Brötchen.
      einen Vorgeschmack erhalten Sie unter Plötzblog

      Und jetzt auf Deutsch Harold McGee on food and cooking.
      In Nippon schauen Sie vielleicht zuerst in die englische e-book Version zum staunen und freuen.

      Beide Bücher kennen Sie womöglich schon – dann teilen wir diesen geschmack eben.

    • Tyler, backen ist einfach.
      Stimmt genau :-).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  15. Volltreffer....
    und Lachflash…

    Danke

  16. Die Semiotik der Semantik
    Grenzen zwischen Prêt-à-porter und Haute Couture sind fließend.

    Teorema – Geometrie der Liebe, P. P. Pasolini, katholischer Kommunist, die Kleidung stilsicher.

  17. Wird ein komisches Gefühl
    …für die heute 30-jährigen sein,wenn sie dereinst alt und grauhaarig sind und der gesamte
    Globus mit ihnen.

    • Titel eingeben
      Nö, wieso. Man merkt nur das Örtliche. Und örtlich kommt es nach der absterbenden Welle der Babyboomer wahrscheinlich wieder ins Lot.

  18. Generös sein
    Die „Restkultur in diesem Lande“ schmeckt mir jetzt gerade.
    .
    Wenn die besagten Haushaltshilfen etwas gelenkig daherkommen, wird es mit der Ausbeutung nicht gar so schlimm. Ein Testament zu gunsten Dritter ist schnell geändert. Und im Tagesgeschäft bleibt auch was über. Geben und Nehmen ist das Thema, man kann nix mitnehmen.

  19. Polin
    „Kochen, putzen, waschen, reparieren, Heizungen auffüllen, Teppiche ausklopfen, Kronleuchter…“ u s. w. UND parallel dazu noch solche armselig-impotenten Texte schreiben – ist das Voraussetzungen für eine Stelle bei FAZ?

    • Ich werde den Verdacnt nicht los, dass dieser und andere gelöschte Kommentare ein Trollversuch sind – bei einem weiss ich ja, dass es von einem „Nachbarblog“ kommt und hier gehe ich stark davon aus.

  20. Das neue Mantra
    wurde bei den Leserkommentaren hübsch auf den Punkt gebracht:

    ‚Was spricht dagegen etwas zu verbieten?‘

    • Wird heiter werden
      …wenn alle anfangen sich gegenseitig zu verbieten.

      Der Höhepunkt wird wohl erreicht sein, wenn ThorHa’s Professoren- und Dottoreseliten
      diesen Stil lieb gewinnen und Vollzug fordern.

    • Wo war das?

    • ...
      Fundstück unter Herrn Kaubes Prostitutionsgesetz.

    • Die Kultursubventionisten des Nachbarblogs wollen dagegen erlauben,
      nämlich: Mehr Geld.

      Don, sorry, aber hoffentlich bleibt mir das 10 vor 8 Blog noch lange erhalten. So ein wunderschöner Bolz- und Spielplatz. Bin halt Egoist:-).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Ich weiss nicht, ob diese schlechten Wortscherze da drüben auf Dauer erträglich sind. Offensichtlich nehmen sie sich ja ernst.

  21. ...
    „…die Neigung der familiär eingestellten Reichen vom alten Schlag,ihre Anverwandten
    Nicht einfach in einem Heim abzuladen, sorgen ganz von selbst für einen wachsenden Markt.
    So ist es !
    Natürlich ganz abgesehen davon, dass diese Lösung auch preiswerter ist.
    So wird sie auch die nicht so Reichen von neuerem Schlag, überzeugen.

    Schließlich muss man sich nicht an den Investitionskosten, den Verwaltungs- und Organisationskosten beteiligen.
    Das allein macht die ‚handwerkliche‘ Leistung preiswerter als jedes soziale Angebot.

    …und ja, ich halte das auch für einen Wachstumsmarkt.
    Nur sollte man sich nicht wundern, wenn man von allen Seiten „Wind von vorn“ bekommt.

    Man ist ja der mündige Bürger, solange bis man anfängt darauf zu bestehen.

  22. Naja
    Was man auch immer von Berlin und staatlich finanziertem Kultur-, Sozial- und Politikbetrieb halten mag, „Pop, Theorie, Politik, Diskurs, 28 Quadratmeter in Neukölln und die Hoffnung…“ klingen für mich immer noch besser als wohlhabenden süddeutschen Bürgern den Dreck hinterherzuräumen.

    • Da kennen Sie die hiesigen Lebensverhältnisse schlecht. Ich sag mal, wenn man hier aufräumt, bekommt man Lob, wenn man in Berlin dagegen Leute auffordert, nicht mit Flaschen zu werfen, bekommt man ein Messer in den Bauch. Und es regt sich nicht mal mehr jemand drüber auf. Da hat der Süden schon seine Vorteile.

    • ...
      „Pop, Theorie, Politik, Diskurs, 28 Quadratmeter in Neukölln und die Hoffnung…“

      Nur echt mit nem Stempel vom Bezirksamt.
      Ein Stempel vom Senat berechtigt zu 50 Quadratmetern.

  23. 10/8
    Wird Dank Herrn Haupts und Vroni wirklich unterhaltsam.

    Da zieht ein großer Besenwagen vorbei und der Leutnant begutachtet die Schweißperlen –
    Zu wenig!
    Durchschlageübung fortsetzen – 30 Stunden Zeit das Ziel zu erreichen.

    Während Vroni die Stichpunkte für die spätere Manöverkritik zusammenträgt.

    • Blogs sind ja eigentlich nicht zum Trollen von Minderfähigen da, sondern zum Debattieren, insofern ist das wohl nicht ganz das Ziel gewesen. Ziel war, Stimmen von Frauen sichtbar zu machen. Ergebnis ist die beste Propaganda gegen Frauenquoten, die man sich vorstellen kann.

    • Die beste Propaganda gegen Frauenquoten...
      Was soll man erwarten, wenn als einzige alternative Lebensperspektive
      ‚wohlhabenden Süddeutschen
      Bürgern den Dreck hinterherzuräumen…‘
      gesehen wird.

  24. Berlin-Bashing
    Irgendwie finde ich auch das , wenn auch witzige, permanente Berlin- und Norddeutschlandbashing in diesem Blog etwas penetrant. Ca 99,99999999% der Weltbevölkerung leben ausserhalb Süddeutschlands und weit ab vom Tegernsee, ohne deswegen viel zu vermissen. Ich finde, der Süden wird überschätzt, hier in Niedersachsen haben wir den Harz und die Nordsee und können auch 20 km Fahrrad fahren,ohne xxx Höhenmeter zu überwinden.
    In Berlin war ich zuletzt vor dem Mauerfall, damals war das eine interessante Grossstadt mit niedrigen Mieten ( 50 Mark für 70 qm mit Ofenheizung ohne Dusche) und vielen interessanten kulturellen Einrichtungen und Events. Ob Ingolstadt oder Tegernsee bessere Orte zum Leben sind, ist wohl Einstellungs- und Geschmackssache, es gibt genug Menschen, die dort nicht begraben sein möchten.

    • Man muss das im Kontext sehen: Es gibt hier auch ein Blog, in dem etliche offensichtlich minderbeschäftige, minderkompetente Berlinerinnen den Berliner Lebensstil zwischen Nörgelaktivismus und unvermarktbarer Kunstszene das Wort reden. Es gibt so viel Hubelbeiträge über die Stadt – lassen Sie doch mal ein Blog einfach aus dem wohlhabenden Süden kommen und sich ein wenig gegen das geschmierte Berlien aufregen.

    • Möve?
      Was ist denn eine Möve?

  25. Blogs bashen
    Dieser Gumbrecht kann eine Viertelstunde lang reden, ohne was zu sagen. Welch ein Wortschwall, welch ein Hochgebirg. Er sollte Aeronautik lehren und nicht Literatur.

  26. 43 nach 4
    Was die Stadtforscherin und Kuratorin schreibt ist aber richtig.

    Ich hab‘ mir solche Seminare auch mal reingezogen.
    Leider vollzieht sich die Realität der Selbstvermarktung bei manchen so, dass sie im ausgefallenen Fummel auf beknackten Vernissagen zwischen Nudelhipstern stehen und sich den Stuss, den sie fabriziert haben von denen erklären lassen. Am schlimmsten sind diese That-remembers-me-Analytiker.
    Oder man zieht die Schweigenummer ab und macht sich dadurch interessant. Tuschel, tuschel, da hinten ist die Künstlerin – sie spricht wenig. Irgendwann traut sich dann so ein Kunstgnom her und lächelt. Und lächelt. Und lächelt. Bis frau es nicht mehr mit ansehen kann und ihn anherrscht. Hey du fucka, fass das nicht an! Ansehen ja, aber nicht anfassen. Spätestens jetzt geht der Preis in die Höhe. Self Marketing, verstehste.
    Da ist mir so eine kompetente Kuratorin und Stadtforscherin wesentlich lieber.

    • Stadtforscherin
      …sind das jetzt die Nachfahren der ‚Feldforscher‘ ?

      Fremder geht’s nimmer?

      Lauter E.T.’s?

  27. Titel eingeben
    dachte ich, dass Sie Spaß machen und habe mir den Blog einmal angeschaut und musste erschüttert feststellen, dass dort von Spaß keine Rede sein kann. Man könnte beinahe meinen, dass die FAZ durch Einbeziehung solcher Exemplare die Konservative Sache durch maximalst unschöne Beispiele misslungener Emanzipationsbestrebungen stärken möchte. Das ist gelungen.

    • Es ist halt sehr klischeehaft: Viel Forderung ohne Leistung, viele Ansprüche ohne selbst etwas umzusetzen ausser die ureigensten Interessen, und wer zahlt hat nicht mitzureden, sondern froh zu sein, dass er einer gerchten Sache hilft und wenigstens kein Vergewaltiger ist. Das sind so Fälle, da verstehe ich die CSU, warum sie gegen en Bundesfinanzausgleich klagt.

    • ...
      @Zunächst

      Das war mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht die Absicht des Feuilleton-Chefs.
      Es war m. E. keine gute Idee, für Frauen eine eigene Rubrik zu schaffen. Das hat so einen Beigeschmack. Analog dem Begriff der Frauenliteratur. Ein Sammelbecken für die Belange der Frauen ist aus meiner feministischen Sicht abzulehnen. Zudem gibt es ja auch keine als Männerblog deklarierten Bereich für die Anliegen der Männer.

    • Moritz
      Kinky,
      das sehe ich nicht so eng. Frauenbelange – Männerbelange – Klapperschlange.
      Aber sie sollten wenigstens spannend klappern ähm schreiben. Das hätte ich als Blog-„Kurator“ denen auferlegt. Sonst Rausschmiss.

      Aber so wird das nichts.

      Männistenblogs, Väterblogs out there sind genauso langweilig. Weil auch sie zu eng an ihrem Sujet kleben – und darin gefangen, eng zuweisen, schimpfen und provozieren, rumkackeiern. Wenn sie jedoch ihr Geschreibsel ähm Blog Zarathustras miese Kaschemme nennen würden, dann hätte das mal saftige Mileage und selfirony.

      Wenn also solche Dames und Herres wenigstens kreativ oder hintertrieben schimpfen würden. So richtig mit Effet, so richtig erfrischend (oder wie Werber sexistisch sagen: den Kunden an den Eiern packen). Aber dazu sind sie dann wieder zu vorsichtig und verstecken sich hinter akademischen Begriffen und sonstiger Floskelei.

      Das wird immer nie nix, frag gestandene Autoren. Gutes Schreiben geht in meine Augen immer erst dann los, wenn man seine eigene Jammermeile mal hinter sich lässt. Diese ganze triefende Nabelschauliteratur (ich, ich, ich) der 70er, 8034 jahre war doch so ein abschreckendes Experiment. Selbstironie helps a lot, aber dazu sind viele nicht fähig. Und das ist der Hauptpunkt, den ich der Frauen- (und Männer-)Schreiberey vorwerfe: null Humor. Null Standfestigkeit.

    • Titel eingeben
      Ich fürchte Sie haben meine leicht ironische Unterstellung der FAZ gegenüber nicht ganz verstanden. Selbstverständlich war es „keine gute Idee“ im Sinne derer die tatsächlich die Emanzipation als wünschenswerten Prozess auffassen, wozu ich die Autorinnen nicht zählen würde. Meine Überlegung ging daher darüber schon hinaus und ich unterstellte der FAZ Vorsatz in der Diskreditierung des Feminismus, als sie das ermöglichte. Dies wäre geglückt.

      Es ist schade, dass wichtige Themen wie Emanzipation von eben jenen Beispielen besetzt werden. Vielleicht aber auch nicht, vielleicht emanzipieren sich andere, während jene nur darüber jammern, wieso andere daran Schuld sind, dass sie es nicht können. Gesellschaftstheorie sieht anders aus. Also ernstzunehmende.

    • dies und das
      @Zunächst

      Doch habe ich verstanden. Im Don-Blog wird Ironie nie gekennzeichnet.
      Ob da Vorsatz im Spiel war, kann ich nicht beurteilen. Ich sehe eine Unbeholfenheit.
      Ich bin weit davon entfernt, dies den fachlich hochkarätigen Frauen anzukreiden.
      Ein 8 vor 10-Bashing gibt es von mir nicht.

      @Vroni, dear

      Ja, das ist 70er-Jahre. Und ja, es ist etwas dröge. Aber ich finde nicht, dass man das in Vice-Sprache kleiden muss, um es in endgeilen Shice zu verwandeln, dem Aufmerksamkeitswert halber.
      Und ich verstehe auch, warum sich die Autorinnen dort sich nicht an der Konversation beteiligen. Die ist teilweise unter aller Kanone!

      (kleines OT an Sie: Ich hatte das Privileg, gerührt von Ihrer Bildergeschichte zu sein. Habe aber keinen Kommentar hinterlassen. Habe mich nicht getraut. Ich hole es jetzt nach. Like!)

    • @Nabelschauliteratur
      Wenn Kunst die maximale Distanz ist (meine Auffassung meines Sujets), dann hat – Webneusprech – Mimimi nichts in der Kunst zu suchen. Ein Blog ist aber eher die Importance to be Earnest. Hup-hup! Und wir wissen doch, dass a red not selfish ist. Vertrackt. Ach iwo. Ich gehe jetzt eine der von Tyler/Tokio empfohlenen Hollywood-Rezepte nachkochen.

    • Äh... Kinky So Sie sind vom Fach.
      Text eingeben

    • ...
      Sie können Anträge auf Drittmitteleinwerbung klassifizieren

    • Nö,
      ich kann nicht mal Gleitmittel klassifizieren.

  28. erst gehen die regale - und dann kommen auch keine polinnen mehr - soma für die wand.
    .
    nette unterhaltung und wegmarke auf dem weiteren weg nach unten. selbstverständlich ist es, wie beschrieben. aber die generation@ wird mit ziemlicher sicherheit bereits in gut zwanzig jahren schon längst keine nette, tüchtige, sozial-intelligente polin mehr finden.
    .
    die fernehwerbung zeigte den trend womöglich ja heute schon überdeutlich: „weg mit den doofen alten bücherregalen, her mit ein paar lustigen, selbstfabrizierten onlineprints. ist ja auch nicht für immer. bloß ein bißchen abstiegsbegleitung für den moment, also abstiegsbegleitung ablenkender art.“ soma für die wand. https://www.youtube.com/watch?v=Ef0T-UnmE1M
    .

    • Sofa in der Hand
      Derweil das vor den Toren aufgeschlagene OT-Zeltlager eine Plus-Google-Gruppe bildete.
      Seien Sie nicht so hart mit uns. Wir mühen uns redlich.

  29. Jetzt wird es lustig..
    Frau Springer erwartet allen Ernstes, dass man sich mit ihrem Text auseinandersetzt.
    Gemeint ist wohl abarbeitet. Das ist ihre Vorstellung eines Blog.

    …und Vroni müht sich klarzustellen, dass ein interessanter Text dafür Voraussetzung ist.

    • Am besten vielleicht noch mit Unkostenpauschale pro Beitrag und ausschliesslich zur Frage, wie man das böse Internet los wird und Künstler bereichert.

      Es tut mir alles so leid.

    • Leid sollte Ihnen tun,
      Dass Sie einfach gute Ideen so unters Volk schmeißen.

      Da ein D.A. männlich und so ganz ohne Unterleib, würde ich eine Flatrate empfehlen.

      Bei den Damen trau ich mich das nicht.

      PS. Stellen Sich doch mal vor, Sie könnten die Spammer und Trolle alle zur Kasse
      Bitten, statt sich umsonst aufzuregen.

  30. @Zunächst
    Beim nochmalige Lesen Ihres Beitrags von 15:10 Uhr musste ich feststellen, doch nicht gänzlich zu verstehen, was sie genau meinen.
    Die Emanzipation als wünschenswerten Prozess ist doch auch nicht Thema des Blogs.
    Und, soweit ich das erkennen kann, auch nicht der Feminismus. Einige Beiträge beschäftigen sich damit. Bei der Kuratorin, z. B., geht es doch überhaupt nicht um Feminismus. Und sie schreibt doch auch nicht unter dem Label „die neue Frau“.
    Und ob „die Frauen“ das als wünschenwerten Prozess ansehen oder nicht, ist doch egal.
    Mich stört, dass das Blog so als Frauenblog diskreditiert wird und auch die dort schreibenden Frauen. Die sind doch keine homogene Masse. Die einzige Gemeinsamkeit ist, dass es Frauen sind.
    Mir kommt das Blog vor, wie ein Reservat für Frauenbeiträge.
    Aber ich denke, wir sind trotz dieser unterschiedlichen Auffassung, sehr nahe beeinander.
    Man redet in Kommentaren öfters aneinander vorbei. Das macht es manchmal so mühsam.

    • Titel eingeben
      @kinky So, Ich habe auch nie behauptet, dass die Autorinnen das tun würden, aber natürlich werden diese, ob sie es wollen oder nicht, unter einem bestimmten Label zusammengefasst. Es ist ja nicht so, dass es dort der Emanzipation unverdächtige Beiträge über die Freuden des Kochens und des Shoppings gäbe. Ihr Frausein ist mitnichten ihre einzige Gemeinsamkeit.
      Mich würde allerdings interessieren, was Sie an den Beiträgen der Kuratorin so interessant finden? Da wird über ein paar Zeilen gejammert, dass es für das eigene Tun nicht die als gerecht empfundene Belohnung gibt und auf kritische Nachfragen wird dann Unverständnis unterstellt und weiter gejammert. Ich bitte Sie, das kann es nicht sein. Wer ernst genommen will, der argumentiert anders. Es werden sich da vielleicht ein paar wenige finden, die sich gegenseitig bestätigen, dass sie die gleichen Probleme haben und sich dann endlos darüber auslassen und so kann man eben auch die Zeit rumkriegen. Hier geht es doch nicht um eine vernünftige Diskussion, sondern um ein paar Randerscheinungen, die sich für nichts außer sich und ihre Belange interessieren. Und dann ist es nichtmal amüsant geschrieben, sondern grottenlangweilig.

    • ...
      Die ganze Rubrik ist völlig beknackt. Ich. Heute. 10 vor 8. Wer denkt sich so etwas aus?
      Was soll das ein? Klingt für mich wie der Einfall einer schlechten Werbeagentur.
      Das AOK-Magazin würde das nicht machen. Das sind Profis.
      Ich hab‘ du darst für mich entdeckt. Du darfst. Hab‘ du darfst für mich entdeckt. So kommt mir das vor. Die iWoman in der iWelt. Modern, intellektuell, weltgewandt. Ich. Heute. 10 vor 8.
      Es geht, wie schon gesagt, um die Rubrik, nicht um das, was die da schreiben.
      Die Aufforderung zu einer fetzigeren Schreibe macht die Sache nur noch schlimmer.

    • PS
      Die Kuratorin beschreibt nicht ihre Probleme, sondern skizziert das Thema der Wertschätzung für Kulturgut. Sie beschreibt die inflationäre Verwendung der Begriffe Design, Kunst, Kreativität etc. und die damit einhergehende Nivellierung.
      Das Inflationäre schadet dem Image und der Anerkennung. Der Overkill, darum geht es ihr und die mangelnde Sachkenntnis des Konsumenten aber auch der Produzenten.
      Das Leise, Schwierige, Anstrengende wird durch Lautes und sich in den Vordergrund drängendes verdrängt. So verstehe ich ihren Artikel. Ich könnte das jetzt noch vertiefen, aber das würde hier zu weit führen.
      Ich teile diese Meinung mit ihr, bin da aber etwas weniger pessimitisch.
      Ich denke, da wo jeder look at me ruft, ist der, der das nicht macht, der interessantere.
      Und die anderen sollen halt mit ihrem „soma für die wand“ glücklich werden, um den klugen „Gast“ zu zitieren.

    • Modern, intellektuell, weltgewandt. ICH.
      Fände ich gut, wenn die Schreibenden, das glaubhaft vermitteln könnten.

      Guru, Guru, … Blut ist im Schuh…

    • Titel eingeben
      Wie sich jemand im Kommentarblog richtig erinnerte, war 10 vor 8 immer werbebeginn im Fäähnsääh. Vielleicht daher der Titel.

  31. Zuschauen, Entspannen, Nachschenken
    Wäre es nicht an der Zeit, dass wieder zusammenwächst, was zusammengehört?
    Die Burgfräuleins, Liebbaber Fontanes, berliner Kolorite und die Anhänger gepflegter Dachterassen.
    So schlecht ist die Technik jetzt nicht, dass man mit uns nicht mehr reden müsste.
    Zerzaustes Haar, das ist nicht immer Schmuddelkind. Wir können auch flämische Malerei.

    • Das schaut im Backend erheblich anders aus, leider. Grund sind massive datenbankprobleme, die vor Januar kaum repariert sein werden. Ich müsste dann wieder jeden Kommentar freischalten, und wenn zusammen mit Spam 20 aufgelaufen sind, versagt im Backend das Javascript. Lesen kann ich cie Kommenare hier auch nur so mittelprächtig. Es ist also alles nicht ganz so einfach, wie es sich vielleicht darstellt, wenn man vorne kommentiert und hinten reisst sich Don Alphonso die Beine aus.

    • Wie
      reißt man sich ohne Unterleib Beine aus?

    • Titel eingeben
      :-(( sehr schade, daß die Administration hier immer noch so bescheiden ist.
      Falls der FAZ an mehr Traffic und mehr Internet-Reichweite gelegen ist: also, in die Blog-Admin-Oberflächen mitsamt dahinter reibungslos laufender Technik zu investieren, wäre dann das Mittel der Wahl…

    • Anatomisches Wunder
      „blöderweise kann ich als Kunstfigur ohne Unterleib aber nicht.“ versus „hinten reisst sich Don Alphonso die Beine aus.“ Wie geht das?

    • Qualität der Front-/Backends
      nix draus machen, ein Siegel Online bekommt sein Forum seit Monaten „nicht auf die Reihe“.
      Man könnte es also auch noch schlechter treffen.
      Die Investitionsentscheidung(en) bzw. IT-Kompetenz der Macher gibt aber auch mir ein Rätsel auf. Früher hätte man einfach die Rechnungen der Lieferanten ausgesetzt, bis ein Projekt (und ein Forum/Blog ist ja kein Mautsystem ;) ) sauber abgeschlossen hat. Bedingt natürlich ein qualifiziertes Pflichtenheft, woran es heute oft scheitert.

  32. FAZ-Blogs
    Was ist bloß aus der Themenbreite der FAZ-Blogs geworden, da wurden einige gute Schreiber_innen aussortiert und jetzt wird dreimal die Woche Kantinenessen serviert. Bei all dem wechselnden Personal kann doch keine anregende Debatte entstehen, zumal das – wie Vroni schon richtig bemerkte – in einer wenig orginellen Schreibe geschieht. Diese theoriegeschwängerten Beiträge aus dem hippen Großstadtleben – an wen sind sie eigentlich adressiert?
    Wo also bitte, bleibt das anregende Lesefutter, liebe FAZ-Blog-Macher?

    • FAZ-Blogs sucks
      Das einzige Blog, das was taugt, ist Don Alphonso. He rocks da house. Und selbst das wird auch noch kaputtgemacht durch stümperhafte Technik.
      DeM fokussiert zu sehr diesen Überwachungskram, das hängt den Leute vermutlich mittlerweile zum Halse raus. Das kann man überall lesen. Wostkinder ist ganz okay. Mir aber zu grünalternativ und studentisch. Ist aber seriös und sympathisch.
      Was fehlt ist eine Frau, die so selbstbewusst auftritt wie Don Alphonso; ohne das Konzept zu abzukupfern. Eine, die sich nimmt, was sie will und nicht in so einem Frauenreservat ihr Dasein fristet.

  33. Berufsangaben
    Die ‚freie Autorin‘ ist das sowas wie die ‚Schmuckdesignerin‘.

  34. Die unbemerkt genossene Quittenmarmelade?
    Der Umgang mit den Fotografien in diesem Text spricht für jemanden, der sich ganz eindeutig einige Gedanken darüber gemacht hat. Formal ähnlich, würden sie, in dieser Hinsicht, den Ansprüchen an eine fotografische Reihe genügen. Die Anschnitte, also der Umgang mit dem fotografierten Objekt, hat seine Ursprünge in der Neuen Sachlichkeit – wenn man sich auf die Geschichte der Fotografie bezieht, die noch eine andere ist als, ganz pauschal gesagt, die der Bildenden Kunst.
    In dem Nachbarblog, der hier stellenweise ziemlich übel abgehandelt wird, geht es um genau dasselbe, wie in diesem Blog hier auch des öfteren: Anerkennung für Qualität. Wie ist es möglich, schöne Texte voller Anerkennung für Quittenmarmelade zu schreiben, gleichzeitig „Rezepte“, die von Bildenden Künstlern entwickelt wurden, recht anständig umzusetzen und zugleich die Rezeptentwickler als Mi-Mi-Mi-Menschen abzukanzeln? (Nur für die, die sich noch so gar nicht mit der Thematik auseinandergesetzt haben – neue Bildvorstellungen werden tatsächlich von Künstlern entwickelt und früher oder später von der Werbung kopiert. Es sickert halt so durch. Auch wenn man im Leben noch nie in einer Ausstellung war, wird man mit dem, was sich Mi-Mi-Menschen so ausdenken, konfrontiert.)
    Ich versteh’s schlicht nicht, frag mich dann, ob ich diejenige bin, die irgend etwas übersieht, oder, vielleicht doch einige andere… das Herr Alphonso davon ausgeht, das seine Fotografien zufällig so geworden sind, wie sie sind, glaube ich eigentlich auch nicht.
    Vielleicht kann mir jemand etwas, das auf mich völlig paradox wirkt, ja erklären?
    Mit besten Grüßen!

  35. Wer mit dem Feuer spielt ...
    „Sie leistete Aufklärungsarbeit darüber, wie wir diesen Reibungsverlusten so entgegen wirken können, dass sich Begabungspotenz und Karrierearrivanz für Frauen in der Musik in erheblich stärkerem Maße zur Überschneidung bringen lassen. Bibliotheken gehören zu jenen unschätzbaren Orten, an denen sich Bewusstsein entzünden lässt.“

    Frisch aus dem „Ich“-Blog auf den Frühstückstisch, Kommentar erübrigt sich.

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