Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Brandschatzt den Tegernsee!

| 59 Lesermeinungen

Krieg dem Mietwohnungsbau, Friede den Palästen und Villen: Auch nach 5 Jahren Propaganda für ungehemmten Klassismus demonstriert der schwarze Block lieber im schäbigen Hamburg, statt die wahren Nutzniesser in besten Lagen heimzusuchen.

Ich schleifte ihre Städte und brannte ihre Orte nieder, sie wurden für immer zu roten Ruinen gemacht.
Kamose

Vielleicht ist jetzt, 5 Jahre nach Beginn dieses Blogs, ein guter Zeitpunkt, Ihnen, liebe Leser, doch einmal darüber zu sprechen, wie es dazu kam. Viele von Ihnen beklagen sich oft über meine einseitige Sichtweise und die Ignoranz, mit der ich an Problemviertel vom Frankfurter Westend bis nach Blankenese herangehe, und Sie haben natürlich recht: Sexismus, Klassismus und innerdeutsche Stammesfeindlichkeit sind die Würze meiner Schreiberei, und das liegt nicht nur daran, dass ich ein reaktionärer, eingebildeter Tropf bin, sondern auch am grundsätzlichen Webfehler dieses Blogs. Eigentlich nämlich hätte es ganz anders aussehen und ausgewogen sein sollen, aber als das nicht ging, war ich dreist genug, es eben allein und ohne Rücksicht auf Leserverluste für die FAZ zu tun. Das mit dem Vergraulen hat über 110.000 Kommentare später nicht vollumfänglich funktioniert, und weil nun doch mehr als 1, 2 Restleser gibt, kann ich auch erzählen, was ich eigentlich geplant hatte.

Eigentlich sollte neben den Ansichten vom reichen Tegernsee ein weiteres Blog stehen, das aus Sicht der untersten Klassen berichtete. Dazu habe ich mir einen schrecklichen Ort herausgesucht, nämlich Hamburg St. Pauli. Dort gibt es ein famoses Blog mit dem Namen „Rückseite der Reeperbahn„, (welche, soweit ich weiss, die Einkaufsstrasse von Blankenese ist) von einem grandiosen Autoren namens Matt Wagner. Wir hätten uns nach meiner Idee zweimal die Woche ein Thema herausgesucht und erzählt, wie das in der reichsten und ärmsten Region des Landes zu bewerten ist. Deutschland aus Sicht der antagonistischen geographischen und sozialen Systeme, hier Berge und dort Sumpf, hier der klarste See des Landes und dort das ölige Hafenbecken, hier Kühe auf Almen und dort Rechtsanwälte, PR-Arbeiter und Designer in Büros, hier die Haxnfresser und dort die Leitungsschmutzwassertrinker, hier die Prozession und dort die Sündenmeile. Das ging sich leider nicht aus, und weil es so war, habe ich halt mein Konzept halbiert, auf den Hamburger Teil verzichtet und das gemacht, was nun Geschichte des fragwürdigen Journalismus geschrieben hat.

Die ursprüngliche Idee war natürlich, durch die Schilderung der entsetzlichen Zustände in Hamburg den Menschen vor Augen zu führen, wie gross die Klassenunterschiede wirklich sind, und mit Drohmails der Antifa, Protesten und Aufforderungen, mich zu entlassen, hatte ich fest gerechnet. Nun aber fehlte das Gegenstück, alles ist hübsch und beschaulich, und niemand hat sich bislang sonderlich daran gestört, wenn ich klassistisch, sexistisch, cis-heteronormativ oder sonstwie bayerisch war. Bis vor ein paar Wochen. Seit ein paar Wochen habe ich eine feministische Giftnatter in Stalkerform an der Backe, deren Kommentare ich hier ausbrennen muss, und die Antifa. Der Antifa bin ich jüngst in diesem und diesem Beitrag auf die Füsse getreten, und seitdem und zum ersten Male seit 5 Jahren erachtet sie es wegen dieser Petitessen als ihre klassenkämpferische Pflicht, mich hart anzugehen.

5 JAHRE UND JETZT ERST MERKEN SIE, WAS HIER PASSIERT! DA BRAUCHT IHR EUCH NICHT ZU WUNDERN, WENN WIR EUCH BEI DEN NEBENKOSTEN AUCH DIE BENZINRECHNUNG VOM S560 UNTERJUBELN, IHR GEISTIGEN BODENDECKER!

Da habe ich ja bislang richtig Schwein gehabt, mit solchen Randalierern. Die besondere Ironie liegt allerdings darin begründet, dass sie zwar an den Tegernsee schreiben, ihr Mütchen aber bipolar von Wasserwerfern in Hamburg kühlen lassen. Und da muss ich Ihnen die Geschichte meiner Grosstante B. väterlicherseits erzählen, die als schwarzes Schaf der Familie Bayern verlassen und in Hamburg Karriere und Geld gemacht hat, an der Seite eines nicht ganz ehelichen Kommerzienratsohnes mit Senffabrik in jener Stadt im Sumpf. Bekanntlich wurde die Innenstadt von Hamburg im zweiten Weltkrieg – ganz im Gegensatz zu Tegernsee, wo die Amerikaner ihre erste Regierung einrichteten, gleich bei mir um die Ecke – zusammengebombt. Und danach gab es enorm zinsgünstige Kredite, wenn man so etwas wie die jetzt berühmt gewordenen Essohäuser baute. Man musste nur zugreifen und Wohnraum für arme Leute schaffen. Das ist nicht ehrenrührig, kleine Wohnungen für Ärmere bringen oft enorm guten Return on Investment, weil sie, auf den Quadratmeter berechnet, teuer sind und aufgrund der begrenzten Möglichkeiten dieser Menschen alternativlos wie die Merkel’sche Politik. Man kann da nicht wie in Rottach frei zwischen den Villen wählen. Deshalb also baute die B. mit ihrem Mann auf St. Pauli ein grosses Miethaus, und zahlte die Schulden auf den Backen der Mieteinnahmen und der Inflation ab. Im Prinzip, erzählte sie, was das so gefördert, dass es geschenkt war. Und als sie starb, haben wir das geerbt. Neben ihren Photoalben vom mondänen Leben und anderen Dingen, die Sie, liebe Leser, nichts angehen.

Aber in Hamburg, vor diesem Haus, marschiert der schwarze Block. Er stört die Mieter, er beleidigt die armen Sparer, die dumm genug sind, solche billig nach dem Krieg gebauten Häuser und Wohnungen zu kaufen, und absurderweise für Gentrifizierer gehalten werden, weil sie sich dafür und eine angeblich gute Lage 30 Jahre in Zinsknechtschaft bei Banken begeben. Gegen diese armen Menschen randaliert die Antifa. Die wahren Gewinner, oder besser, ihre Erben, die nichts dazu getan haben, als nett zu ihrer Grosstante zu sein, die sind nicht dort in St. Pauli. Die sind, das kann ich auf 10 Meter Breite genau sagen, auf meiner Terrasse am Tegernsee. Und sonst nirgendwo. Wirklich. Der ganze Tegernee wird umsiedelt von Menschen, die irgendwann auf solche Arten zu Vermögen kamen. Kein reicher Privatier würde freiwillig in St. Pauli leben. Die sind alle hier. Sei es, weil sie aus guten Häusern kommen oder sei es, weil sie in jene Firmen investieren, die in Berlin und Hamburg Leuten einreden, sie müssten da jetzt teuer kaufen und zu den Gewinnern gehören. Statt dessen schauen sie hinten hinaus auf das ölige Wasser oder verhungerte Modewochenmodelle und davor randaliert die Antifa. Also, alles wie immer eigentlich. Die Nichtelite macht sich klassenkämpferisch gegenseitig fertig, die einen versuchen, mehr Miete herauszupressen und die anderen, die mit Gewalt zu mindern, und wir haben unsere Ruhe.

Aber ich habe 5. Geburtstag mit diesem Blog und da bin ich grosszügig. Lieber Mob, liebe Berliner Linkspiraten, liebe Antideutschen, und Flüchtlingshelfer: Kommt an den Tegernsee. Wenn die CSU nicht tagt, gibt es kaum Polizei, nur ein paar Vorderladerschützen und Jäger, ganz harmlos. Es gibt keine Wasserwerfer, nur die Wasserwacht. Es gibt enorm viele ältere Menschen, die sich kaum wehren können, und Randale nur vom Umschalten aus dem Fernsehen kennen. Die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt, und niemand rechnet mit Euch. Hier ist viel Platz für Graffiti, und statt Tränengas haben wir Heilklima. Besetzte Häuser haben wir nur in Form von Hotels, aber den ein oder anderen Steuerflüchtling könnt ihr hier schon verteidigen. Ich glaube, es gibt kein Feindbild, das wir hier nicht bedienen können. Am Gymnasium Tegernsee hat man sich gegen eine Ganztagesbetreuung ausgesprochen, weil die Mütter das hier dank des Reichtums meist selber machen: Da ist auch viel Bedarf für die Feministinnen, die unseren Müttern erklären, wo die Problematik der Privilegien von 300 Quadratmetern Wohnfläche, Personal, Pool und überzähligen Bentleys zu finden ist. Ja, es mangelt bei uns am Bewusstsein, da habt ihr viel zu tun.

Ich würde also eine Spontandemo vorschlagen, vom Rathaus Tegernsee bis zur Abschlusskundgebung am goldenen Stern an der Überfahrt (->Schnittchen). Ihr lasst Euch einfach morgen früh vom Chauffeur nach Tegel bringen, fliegt nach München, und fahrt mit dem Limousinenservice nach Tegernsee, aber bitte keine US-Fahrzeuge, die sind nämlich stillos und man verwechselt Euch mit einem Junggesell*Innenabschied, und das wäre der Revolution nicht zuträglich. So gegen 14 Uhr werde ich da auch sein, und zwar am Seehaus, auf einer Bank, einen Tee trinkend, schräg gegenüber von Eurer Versammlung, wo sonst die Blasmusikkapelle spielt. Danach zieht ihr an der Schlosspromenade vorbei zum Sandy Beach. Dann durch den Park nach Rottach, und auf der Uferpromenade, die Araber mit „Hoch! Die! Internationale! Solidarität!“ grüssend, zur Überfahrt. Danach zerstreut Ihr Euch und macht, was Ihr eben so tut.

Und ich berichte dann wirklich gerne über Eure Forderungen und deren tatkträftige Umsetzung. Ihr müsst deshalb keine Drohmails schreiben, und vor dem Haus von Matt Wagner auch nichts abfackeln. Das ist Eure Chance, endlich einmal angemessen zu demonstrieren, und so ein Tag am See tut Euch sicher auch nicht schlecht. Ja, ich gebe Euch sogar Ratschläge, wo man die besten Pralinen für die Daheimgebliebenen findet, die wegen des Seminars „Absolute Queerfeminismus 101“ keine Zeit hatten.

Wenn nicht? Nun, dann habt Ihr sicher Verständnis, wenn wir angesichts dieses fehlenden Engagements und der ausgefallenen Unterhaltung diese unpolitische Neigung nutzen und noch schnell die nächste Mieterhöhung ankündigen. Wer genug Geld hat, um bei Matt Wagner zu randalieren, kann auch etwas zu meiner kleinen Privatfeier für 5 Jahre Stützen der Gesellschaft beitragen. Seht es sportlich, 15% gehen locker, das bin ich Grosstante B. und meinem Ruf als Kommerzienratsohnesserben schuldig, und danach haben Eure Genderfreundinnen angesichts auslimitierter Konten weniger Anlass, mit Euch über Eure geschmälerten Privilegien zu reden. Das ist auch ganz nett, und macht vielleicht sogar den Blick auf die graue Alster erträglicher, an der ihr Euch, so vermute ich, 150 Quadratmeter zu viert teilen müsst. Schrecklich.

HINWEIS:

Wer kein geistiger Bodendecker ist, kann angesichts der technischen Probleme auch gern das Kommentarblog zur Stimmabgabe nutzen.


59 Lesermeinungen

  1. Sogar die Schweine haben
    auch ungleiche Augen.

  2. Kein reicher Privatier würde freiwillig in St. Pauli leben
    Jo mei, wie wahr. Der kontrastierende Vergleich der Kühe auf den saftigen Wiesn zu den grossstädtischen Rechtsanwälten sollte unbedingt weiter ausgebaut werden…

    • Ich habe eine gern in Hamburg verweilende Gastautorin im Gepäck, die kann vielleicht mal was dazu machen.

  3. Herzlichen Glückwunsch
    zum fünfjährigen Geburtstag und weiterhin so unterhaltsame Blogbeiträge!

  4. Titel eingeben
    Text eingeben

  5. ...und kleine Wohnungen für Ärmere bringen oft ...
    ..ein enorm gutes Return on Investment.“

    Wer wundert sich da noch dass, das Establishment so scharf auf Armutseinwanderung
    ist.
    Die originellen sozialen Verhaltensweisen werden ja auch bei den Reichtumswanderen
    toleriert.
    Bedauerlich, dass die Protestler diese Toleranz so vollumfänglich vermissen lassen.

    • Das ist richtig. Gerade mit sog. Armutsflüchtlingen und Schichtschlafen (pro Monat 20 Euro im 2-Stockbett, drei davon im Raum) kann man irrwitzig viel Geld verdienen. Das wird hier momentan so gemacht, weil es Arbeit gibt und die Leute keine Bleibe finden.

    • Titel eingeben
      Ist die Verknappung gezielt herbeigeführt, oder wird nur aufgrund des Nachfrageüberschusses der Profit maximiert?

      Herzlichen Glückwunsch zum 5. Geburtstag, und auf viele weitere Jahre!

    • Das
      War schon ein Nachfrageüberschuss.
      Merkwürdig ist nur, dass Bayern dies nicht wünscht.
      Der jetzt propagierte Populismus gegen Armutseinwanderung war länger abzusehen.
      In den Länderstatistiken zur Bevölkerungsentwicklung scherte B. schon zu Beginn des
      vergangenen Jahres aus.
      Es hatte sich durchgesetzt nicht mehr vorrangig die Geburten-/Sterbefälle zu veröffentlichen,
      sondern die Wanderungsgewinne. Hier ist Bayern führend und verzichtete im Gegensatz
      zu den anderen diese Zahlen zeitnah zu veröffentlichen.

    • Siehe auch...
      … die letzte Umfrage: CSU 1,x % Zuwachs im Vergleich zur Herbstwahl und Seehofer beliebter denn je! – Sonst noch Fragen zu Bayern?!

    • OHa!
      „..Schichtschlafen (pro Monat 20 Euro im 2-Stockbett, drei davon im Raum)…“

      Da hat wieder jemand Sendungen des Klassenfeindes geglotzt…. ja?

      Häppi Börsdai….

    • Wir haben da so einen Fall eines aus Rumänien zugeanderten Herren, der hier gerade grossflächig Randlagen an- und dann untervermietet. Irgendwann reicht jemandem hier sein Gehabe und dann passiert etwas Unschönes.

    • Irrwitzig viel Geld?
      20 Euro im Monat für ein Bett ist auch bei Schichtschlafen ein äußerst sozialer Tarif und eine irrwitzige Rendite sehe ich angesichts des Aufwandes auch nicht wirklich.
      Dafür müsste der rumänische Vermieterkollege noch einen Teil des Kindergeldes einkassieren, sonst wird das nichts.

    • Pardon, pro Nacht. nicht pro Monat.

    • Wohnraumverknappung
      Das liegt vor allem am anglo-amerikanischen Wohneigentumswahn, der medienbeguenstigt Deutschland heimsucht. Waehrend selbst die Mittelklasse in der Vergangenheit oft mit Mietswohningen zufrieden war, und Paare zumeist langfristig beisammen waren, will ploetlich jeder kaufen, sich auf Lebenszeit verschulden, was dann oft aus Geldknappheit zu Spannungen und letztendlich Trennung fuehrt. Und dann braucht das ehemalige Paar eine weitere Wohnung, welche aufgrund der Niedrigzinsen dann auch am besten gleich gekauft wird.
      In ca. 15 Jahren wird es dann einen dumpfen Knall geben, wenn all diese Bruchbuden auf den Markt draengen, aber das ist dann das Problem Anderer und interessiert derzeit Niemanden.

      Wenn der grossteil einer Bevoelkerung mietet, bleiben Immobilienpreise niedrig, Mieten bezahlbar, und Inflation minimal. Aber dann verdienen Banken weniger, die Regierung kassiert weiniger Steuern, und die Unterklasse ist nicht in Schuldsklaverei. Solche Zustaende kann der modern Sozialstaat natuerlich nicht zulassen. Wo kommen wir den hin, wenn die Leute merken, dass sie den Staat nicht zum leben brauchen?

  6. Auf Kurs bleiben!
    Ich fürchte nur, die fahren jetzt wieder nach Hamburg zur Flora – das kennen sie, das schätzen sie, dort sind die Medien und sie alle abends in der Tagesschau. Rambazamba am Tegernsee, ist ja uncool beim Seehofer und es gibt keine guten Bilder.

    5 Jahre Stützen, herzlichen Glückwunsch von mir, wäre ein tolles Konzept gewesen, mit St. Pauli. Und vielen, vielen Dank für ihr unermüdliches Freischalten all die Jahre hier bei der FAZ. Auch wenn es noch so sehr stürmt, pfeift und trötet, immer auf Kurs bleiben, Don! Schwachmaten gibt es schon genug ;-)

  7. Glückwünsche oder, in Ihrem Fall AUGURI
    zum fünften Geburtstag der SdG
    Herzlichen Dank für die vielen Beiträge und
    für die Pflege der lebhaften Gesprächer hier.

  8. Titel eingeben
    Werte Don, ich habe in München studiert. Dabei kam es mir zuletzt öfter in den Sinn, dass dort vermutlich niemand mit Steinen schmeißen würde. Wenn doch würde man die angemessenen Mittel finden und es gäbe wohl kaum Aufreger wegen des Polizeieinsatzes. Dass die bayrische und Münchner Polizei hingegen perfekt ist, steht auf einem anderen Blatt. Alleine alle zwei Wochen Kontrollen im Univiertel sind eines der kleineren Übel.

    Zu Hamburg sei gesagt, Sie hatten bisher offensichtlich einfach den falschen Stadtführer und waren leider noch nicht in den richtigen Ecken der Stadt unterwegs. Es gibt in Hamburg mindestens soviel Reichtum, wie am Tegernsee. Es ist dort nur teilweise versteckt hinter hohen Zäunen und Schmiedeisernen Toren bzw. Rhododendron Hecken.

    Ein Teil der Hamburger Mittelklasse (Lehrerehepaar, SPD Wähler und Links, abbezahltes Einfamilienhaus und regelmäßiger Zeit/Taz Leser) findet es sehr envogue gegen die Polizei zu sein und würde gerne jeden Flüchtling aufnehmen, auch wenn dieser nichtmal den Namen sagen möchte (Ghanaische Söldner aus Syrien, denen der Arsch auf Grundeis geht). Die Flüchtlinge, die ein dt. Minister ins Land holt werden sowieso weit vor den Toren ihres kleinen Wohlstandviertels untergebracht. Deshalb kann sich dies Kaste, diese Art von Einstellung auch erlauben. Wenn dann Kinder ebenjener aus Frust und Langeweile Steine schmeißen und sich als Weltverbesserer fühlen (und dies eventuell noch auf Twitter posten, mit dem Iphone (hergestellt von glücklichen und jungen Foxconn Mitarbeitern)) dann ist die Welt in Ordnung.

    kaktus

    • In München empfiehlt es sich nicht, ...
      … auch nur irgend_welche Händel mit der Polizei zu haben …

      Der Kater,
      die einen oder anderen Berichte gelesen habend, wo die liebe Münchner Popelei eine harte Hand pflegte. Beim Verhör zusammenschlagen, so nette Dinge.

  9. Titel eingeben
    Auch von mir herzlichen Dank für fünf Jahre herausragende Unterhaltung.

    Ich denke manchmal, dass reich sein kaum angenehmer sein kann als heutzutage in Deutschland. 89 % der Leute haben keine Ahnung, wie die Umverteilung funktioniert. Da wird gegen Firmen, Banker und Manager gewettert, aber nicht gegen die, in deren Auftrag die vorgenannten Knechte losziehen. Selbst ein Ackermann liefert doch am Ende nur ab und wird mit einem ordentlichen aber doch nur Trinkgeld heimgeschickt.

    Da denken welche, sie fördern die Umwelt, wenn sie „Ökostrom“ kaufen, während die Investoren des Hedgefonds, dem der Offshore-Park gehört, genüßlich das Gaspedal des neuen Cayenne drücken.
    10 % wissen bescheid, sind aber selber reich. Und 1% schüttelt den Kopf.

    Solange die Randalierer noch nicht mal auf die Idee kommen, 1000 Meter weiter zu den echten Nutznießern zu ziehen, brauchen Sie sich am Tegernsee in 1000 Kilometern Entfernung keine Mühe mit den Einladungen zu geben.

  10. Titel eingeben
    Herzlichen Glueckwunsch zum fuenfjaehrigen Jubilaeum Ihres Salons, dessen Esprit bis zum Amazonas herweht. Auch wenn der Tegernsee fuer hiesige Verhaeltnisse ‚a Laachn‘ ist, so sind die Gespraeche vom Ufer des Tegernsees doch weitaus unterhaltsamer und spannender als das Gemurmel der Geister ueber den Wassern hier vor Ort.

  11. Der fliegende Messlatte
    Recht herzlichen Dank fuer ihre amuesanten Beobachtungen werter Don Alphonso, und die Erklaerung dieses Brandschatzes am Tegernsee.
    Da wurde es mir bewusst dass in der Tat aussergewoehnlicher Reichtum dort die Stuetzen der Gesellschaft bestens untermauert. Gut so.
    Dazu noch Felicitations zum fuenften Anniversaire ihres Blogs. Bitte fest weiter so. Ist ja auch egal was Antifahelden, Tree Huggers, und sonstige Savants der Human Condition zu meckern haben. Let them eat cake.
    Als Massstab regionalen Wohlstands werter Don Alphonso, empfehle ich bei ihrer naechsten Expedition nach Hamburg, am Flughafen herumzuwandern und die privaten Jets die man hier und dort, und auch in den Hangars findet, zu bewundern. Es ueberrascht. Einige haben sogar US Registrierung. Wie auch so mancher durchreisende Oligarch der dort anhaelt um den Fortschritt am Bau seiner Superyacht im Norden zu begutachten.
    Eine Expedition nach einer Bayrischen Metropole, wird wohl auch die Groesse und Qualitaet der dort stationierten Flotte von Privatjets zeigen — und das koennte als Vergleich zwischen Nord und Sued dienen. Als Massstab des Wohlstands; als Messlatte fuers alte und fuers neue Geld.
    Nur fragt man wie wichtig die Betuchten Jetflyers wohl sind die Stuetzen der Gesellschaft zu verstaerken, fuer die turbulenten Zeiten die uns in Zukunft erwarten?
    Greed is good, hoert man ab und zu von weniger-gut Betuchten.
    Andere sagen zu jedem der es hoeren will: „I’ve got mine“. Und knurren voller Genugtuung, die Ueblen.
    Nur Old Money redet selten darueber. It’s just not done, in good circles.
    It’s not cool.

    Best Wishes to all for 2014.

    • ...
      Wieso das viele Englisch, Herr Egon(!) Weissmann(!) — ist das denn (immer noch) schick?

    • Vom Zensor ertappt
      Leider habe ich keine Ahnung was schick ist, oder nicht, werter „Zensor“ — wie sie fragen.
      Mir ist Englisch gelaeufiger da ich mit dem aufgewachsen bin und damit lebe. Aber so mancher Ausdruck ist schwierig auf Deutsch zu uebersetzen, deshalb das Denglish.
      Sobald ich die maechtige Sprache der Deutschen beherrsche — was wohl eine Lebenszeit des Lernens benoetigt — hoffe ich zensur-festes Deutsch zu schreiben.
      Bis dann, geschaetzter Zensor: Her mit dem schick. weg mit dem chic.

  12. Titel eingeben
    ceterum Don Alphonso censet Tegernsee delendam esse..

  13. Titel eingeben
    Wenn man wie Du am beschaulichen Tegernsee wohnt

  14. Rettet den Tegernsee
    Ich bin gegen die Brandschatzung, weil dann ein warnendes Beispiel vernichtet wird.

    • Jawohl
      Warum den Tegernsee brandschatzen, dass ist so asymmetrisch.

      Wenn es eng wird sollen die Anwohner das unter sich aus machen,
      Wie die Fußballrowdies auch.
      Immer auf Hilfe von außen hoffen, damit das mit der Solidarisierung
      nach innen ja klappt.
      Wär doch gut wenn die 1% mal spüren was Entsolidarisierung bedeutet.

  15. Titel eingeben
    Die Antifa handelt nur nach dem Sprichwort: Schuster, bleib bei deinen Leisten!

    Bei diesen Menschen lohnt sich die Unterscheidung zwischen Wissensbreite und -tiefe; in den Dingen, über die sie sich informieren wollen (Kritik am Kapitalismus, alternative Staatstheorien, Gendertheorie) häufen sie unheimlich viel Wissen an, aber den Gesamtzusammenhang zu erkennen und sinnvolle Lösungsansätze zu suchen sind sie nicht gewillt.

    Letztlich ist zu sagen, dass diese Menschen es nicht einsehen, dass sie mit ihrer Meinung in der Minderheit sind und somit zwar nicht ideologisch, aber zumindest verfahrenstechnisch so schlecht sind wie die (Neo)Nazis, die sie kritisieren, indem sie nämlich ihre Weltanschauung als so absolut deklarieren, dass sie für deren Durchsetzung selbst das Mittel der Gewalt legitimiert sehen.

    • Absolute Weltanschauung
      „Letztlich ist zu sagen, dass diese Menschen es nicht einsehen, dass sie mit ihrer Meinung in der Minderheit sind und somit zwar nicht ideologisch, aber zumindest verfahrenstechnisch so schlecht sind wie die (Neo)Nazis, die sie kritisieren, indem sie nämlich ihre Weltanschauung als so absolut deklarieren, dass sie für deren Durchsetzung selbst das Mittel der Gewalt legitimiert sehen.“

      Also die Weltanschauung die gegenwärtig am meisten mit Gewalt durchgesetzt wird und sich bei diesen destruktiven Treiben auch absolut legitimiert sieht, ist die realexistierende, parlamentarisch-bürgerlich-marktkonformen Demokratie. Die so „freiheitlich“ ist, dass sie der Bevölkerung alle 4 Jahre sogar die Option lässt, eine von gleich mehreren marktkonformen Systemparteien zu wählen, welche dann eine „alternativlose“, marktkonforme „Realpolitik“ exekutiert. Wer sich dem Bekenntnis zur „alternativlos“-besten aller Welten verschließt, ist natürlich Extremist, Terrorist oder wenigstens ein Spinner, welcher die einzig richtige Weltanschauung, die der herrschenden Ordnung, aus seiner Verblendung heraus nicht sehen kann und sofern er nicht ob jener „Alternativlosigkeit“ einsichtig ist, diese eben mit dem Schlagstock und Pfefferspray beigebracht bekommt.

      Was der Markt verlangt und die korrupte Politik beschließt, setzt dann der polizeiliche Gewaltapparat um. Oder das Militär, wenn Profit- oder Machtinteressen im Ausland gedient werden soll.
      Aber sicher, klar, es ist natürlich etwas vollkommen anderes.
      Wenn die Polizei jemanden in den Knast wirft, wenn er sich gegen die heiligen, wahren Gesetze des Marktes stellt, wie ein Obdachloser der uneinsichtig ist, das er die Lebensmittel die er braucht nicht einfach stehlen darf, als wenn die kriminelle AntiFa die Schaufensterscheibe einer Bank einwirft.
      Das eine ist eben Recht, das andere Unrecht. Weil nämlich die, die beschließen können was Recht und Unrecht ist, die „guten“ sind. Immer. So einfach ist das.

    • Dasselbe Missverständnis wie beim Don auch....
      „Das ist Eure Chance, endlich einmal angemessen zu demonstrieren…“

      Man missversteht warum demonstriert wird…. Meint ihr beide wirklich man demonstriere in HH um dort was auf die Schnelle zu ändern? Es geht um Aufsehen, um Agitation, das ist alles. Es geht denen darum Bewusstsein zu schaffen, mehr und merh Leute anzusprechen, in Zeiten zunehmender Verarmung nicht die dümmste aller Ideen.
      Gut, die Idee, man könne irgendwie die „Massen“ mmobilisieren ist natürlich dämlich, aber ich bin mir nicht so sicher ob man das überhaupt will.

    • Ein Bewusstsein zu schaffen?
      Für Medieninzenierungen?

    • Titel eingeben
      All die angesprochenen Punkte sind einleuchtend. Jedoch muss die Frage gestellt werden, wer und wie viele vom Gesellschaftsvertrag, den wir eingegangen sind, der dazu geführt hat, dass wir jetzt in dieser Regierungsform leben, profitiert. Das Durchsetzen von Interessen geht einher mit der Sicherung des Lebensstandards für die in diesem Lande lebenden Menschen.

      Dass die gewählte Lösung keine Optimale ist, ist klar. Dass die von der Antifa gewünschte Änderung des politischen Systems für den Großteil der Menschen zumindest in diesem Land eine Verschlechterung des Lebensstandards nach sich ziehen würde, wage ich zu behaupten. Dass dadurch eventuell die Länder, die auf der Verliererseite der Globalisierung stehen, nicht mehr so derbe ausgebeutet würden, könnte sein. Aber dass das in absehbarer Zeit zu einer Verbesserung der dortigen Lebensstandards führen würde bezweifle ich. Unter Betrachtung dieser Gesichtspunkte macht es für den Großteil der Bürger in diesem Land keinen Sinn, eine Änderung zu wünschen. Und hier versagt die linksextreme Position, ihre eigene Tragweite einzuschätzen: Wenn neunundneunzig Leute das Eine wollen und ein einziger was anderes, dann hat der andere, mal salopp gesagt, die Klappe zu halten.

    • Gesellschaftsvertrag
      “ Jedoch muss die Frage gestellt werden, wer und wie viele vom Gesellschaftsvertrag, den wir eingegangen sind, der dazu geführt hat, dass wir jetzt in dieser Regierungsform leben, profitiert.“

      Ich habe keinen Vetrag unterschrieben. In meiner näheren Umgebung hat dies auch keiner getan. Ich habe auch bislang noch nie irgendeinen macht- und posteninteressierten Politclown gewählt und damit zu irgendwas legitimiert.
      Ich kann auch nicht aus dem Gesellschaftsvertrag aussteigen wenn mir dieser nicht passt, ich kann mich nicht nicht an die Regeln des Status Quo halten, weil sofort ein Polizist, ein Bauamtsleiter oder sonstwer kommt und mit Sanktionen droht.
      Da ist die „freiheitliche Demokratie“ grundsätzlich nicht anders als die Monarchie oder der realexistierende Sozialismus; es gibt ein einziges Machtmonopol, wer sich dagegen stellt landet irgendwann vor Gericht. Die Demokratie unterscheidet sich von anderen Herrschaftsformen vorrangig im Strafmaß.
      Wurden früher im Faschismus Pazifisten und Kriegsgegner guillotiniert, so bekommen sie heute Geld- bzw. Freiheitsstrafen.
      Der Staat (und seine Vorgänger) ist auch nicht aus dem nichts entstanden, am Anfang war die Elite der alten Ordnung bzw. im Falle der BRD, die Interessen der Besatzungsmächte, die den Staat und seine Regeln wesentlich prägten. Die Theorie des Gesellschaftsvertrages taugt daher eher für die Tonne als die Wirklichkeit.

    • Die Künigungsmöglichkeiten des Gesellschaftsvertrages wären in jedem anderen Bereich klar sittenwidrig.

  16. 2000 Mitbürger haben ihm die Rücktrittsschuhe gebracht, Mappus,...
    …auf die Halbhöhe zur Villa Reitzenstein, 2009, in die noble Halbhöhenlage Stuttgarts, dort auch viele Nutzniesser, wie am Tegernsee, viele Villenbesitzer drumherum, die hatten ihren Spaß, gepfiffen und getrommelt, Anwälte, Projektentwickler, „Consultants“, undsoweiter, zu Kaffee und Kuchen eingeladen haben sie aber nicht – warum wohl?

  17. Reisekostenerstattung
    Sorry, aber Ihr schöner und durchaus unterhaltsamer Blog weist nach wie vor einige Denkfehler auf:
    1.) Entgegen landläufiger Meinung sind die Kombatanten des „schwarzen Block“ meist nicht so arm, meist haben Ihre Eltern Villen am Tegernsee, die sie irgendwann mal erben. Da ist nicht gut Steineschmeissen, sonst muss man es von den Aktiengewinnen renovieren. Außerdem ist es in diesen Gesellschaftsklassen unüblich, der Großmutter Steine an den Kopf zu werfen.
    2.) Die arme Bevölkerung hat leider kein Geld für Benzin oder preiswerte Bahntickets, das muss in Essen und Miete investiert werden und ist auch dann immer noch zu wenig, vor allem, wenn eine Waschmaschine angeschafft werden soll oder ein Paar Schuhe.
    3.) Anwälte verdienen in einer Stunde (sic!) soviel, wie ein H4er für drei Wochen zum existieren erhält, da muss man sich genau überlegen, ob man es sich wirklich leisten kann, zur Demo zu gehen und als friedlicher Teilnehmer eventuell versehentlich verhaftet zu werden, das soll schon mal vorgekommen sein.
    4.) Daraus folgt, dass weiterhin gut situierte Nachkömmlinge reicher Gesellschaftsmitglieder in ärmere Stadtviertel ziehen werden, um sich dort für ihre schreckliche Kindheit an der armen Bevölkerung zu rächen. An den eigenen Eltern rächt man sich nicht, sonst erbt das Häuschen am Tegernsee womöglich der Tierschutzverein. Daher lebt man in seiner späten Jugend lieber etwas aus, was revolutionär und subversiv erscheint, auch wenn es anderen Menschen wehtut. Im Zweifel zahlt Vati halt den Anwalt.
    Wenn Sie sich die Elternhäuser sogenannter Rädelsführer und Berufsrevolutionärer ansehen, werden Sie feststellen, dass diese meist Kinder des gehobenen Großbürgertums sind. Die haben meistens Langeweile und werden gerne auch mal öfter auf die von Ihnen geschilderte Weise gesellschaftlich aktiv. Bitte nicht immer alles auf die armen Schweine schieben.
    5.) Merke: Der Studentenmercedes ist Realität! (Gibt es übrigens stilvoll auch in schwarzer Lackierung.) ((Mal Vati fragen…))

    • Studentenmercedes
      Wenn es denn kein Oldtimer oder SL ist, würde ein Student normalerweise keinen Mercedes fahren.
      Porsche & Co. sind für die Erhöhung der Paarungschancen wesentlich sinnvoller.
      Die Limousine kommt dann mit den Kindern, erst nach der Scheidung kommt dann wieder der Sportwagen.

  18. Erstaunlich,
    wie Kamp der Kulturen durch Guetertrennung verhindert wird…

    • Also ich finde es prima. Und sie waren natürlich auch nicht am Tegernsee, ich habe nachgeschaut.

  19. Werter Don,
    mit Ihrer treffgenauen Terminologie („feministische Giftnatter“) ziehen Sie die Femen-Rollkommandos geradezu auf sich. Wenn die den Kölner Dom finden, finden die auch den Tegernsee. Groß genug ist er ja. Der Entblöß(d)ungsterror kann zu akuten Traumatisierugen führen.
    Also, bleiben Sie uns erhalten! Es ist gar öde sonst.

    • Natürlich überlase ich denen nicht das Feld! Das wäre ja noch scheusslicher! Die müssen dauernd daran erinnert weden, dass sie Witzfiguren sind.

  20. Titel eingeben
    Verehrter Don Alfonso !
    Bisher habe ich Sie immer füer einen Kenner angesehen. Aber Ihre Fehleinschätzung zur Statthaftigkeit großvolumiger Motoren dringt sogar hinaus bis zu mir ins schwäbische Niemandsland jenseits des Tegernsees. Merke: ein rechtschaffener Herr nimmt keine Fahrzeuge unter 8 Zylindern mit weniger als 17 Litern Benzinverbrauch unter seine Lenkung und schon gar nicht in seine Sammlung auf.
    Alle meine Fahrzeuge sind US Importe. Dazu zählen auch meine Ferraris und der Ihnen bereits bekannte 53 Study. … Also: Reissen Sie sich gefälligst zusammen und machen Sie nicht bereits nach 5 Jahren schlapp !

  21. Ich wage die Prognose, dass die Antifoxis zu Hause bleiben
    in irgendeiner traurigen Vorstadt, irgendwo eine Latte saufen gehen und das war es. Denn diese Leute stürzen sich am liebsten als Pulk und anonym auf Schwächere oder schmeißen feige und vermummt mit Steinen oder Kotbeuteln, und fühlen sich daher in einer Tegernseer Konditorei und älteren Damen und wohlerzogenen Töchtern sicher nicht wohl.

    Und zu den Queerfeministen: Ich habe noch die Zeit erlebt, als in der Uni versiffte Räume plötzlich Frauenräume wurden, die „Man“ nicht mehr betreten durfte ohne mit vorwurfsvollem Blick und Geschrei hinauskomplimentiert zu werden. Der Fehler, der damals gemacht wurde, war die verschüchterte Toleranz: Man warf diese Leute nicht einfach im hohen Bogen und einem Fusstritt in das Gesäß hinaus. Verlachen wäre auch eine Alternative gewesen. Aber wir waren zu schüchtern, vereinzelt und durchsetzt von anerzogenen indifferenten Schuldkomplexen. Vor einiger Zeit war ich dann wieder in der Uni und durfte eine „Diskussion“ bewundern, in der nach langen Geschäftsordnungsdebatten als Ergebnis Frauen 2 Arme heben durften, dann durften sie sofort und privilegiert etwas sagen und das Mikro verwaltete ein Eifriger mit dem souveränen Auftreten eines FDJ-Führers.

    Auch da dachte ich: Warum werden solche Veranstaltungen nicht einfach ausgelacht, sondern allenfalls durch Flucht boykottiert ? – und da ich weiss, dass dieser Blog im Grunde genommen ja nur darauf abzielt, die Leute über das Lächerliche zum Lachen oder wenigstens zum Schmunzeln zum bringen, ist er ein guter Blog, und sollte sich mal eine Feme nach Tegernsee verirren, kann ich ihr zur Entblößung das Saunaparadies empfehlen, aber man sollte früh da sein, weil die Parkplätze schnell belegt sind und bei den Bodyschriften bitte bedenken, dass viele Brillenträger sind und in der Sauna nicht wirklich etwas sehen können und man schreit dort, der Höflichkeit halber, auch nicht, kann aber einen Salat essen und für die Hamburger gibt es sogar eine Sauna in einer Art Barkasse, das ist aber nicht allerwärmste.

    Also dem Schreiber großes Lob und weiterhin duck’sches Geschick bei der Wahrung und Mehrung der Famlienreichtümer.

  22. Guter Vorschlag!
    Ein grandioser Text, voll Nestpinklermutes aber auch etwas Hinterhältig! In einem Artikel eines Konkurrenzanbieters für Infomatrialien, laß ich, dass bayerns Polizei gern überpräsent und im eifrigen Gebrauch von Schusswaffen in Deutschland unangefochtener Statistikführer ist. Sollten diese Rosenheim Cop´s bei Euch da unten auf einen schwarzen Flashmob treffen, so wäre vor Entsetzen ein hysterisches Überengagement sicherlich zu erwarten. Hat die Antifa Eier in der Hose, nimmt Sie die Einladung an und macht einen heroisch – exemplarischen Einsatz, um die Befindlichkeiten der Nation und die Differenzen im Nord- Südgefälle für Medien nachvollziehbar offensichtlich! Außerdem wäre dann das Gefahrengebiet im Schanzenviertel mal für ein paar Tage leer gefegt und würde nicht als lokales Phänomen an Strahlkraft einbüßen! Friede den Hütten!

  23. Idyllen sammeln
    die einen hier, die anderen dort.
    Dass sie gleichermaßen fad sein können: Reeperbahn, Tegernsee und andere Verwahrlosungsidyllen mag auf der ausgestrecken Hand liegen.
    Aber sowas würde sowieso niemand schreiben.

  24. Was Armut und Verarmung bedeutet
    …ist doch sattsam bekannt.
    Man liest, dass immer mehr Menschen in den Industrieländern verarmen und
    Reichtum sich bei immer wenigeren sammelt.
    Für mich ein Ausleseprozess unter den Reichen.

    • Wohingegen
      Die Armen das Privileg genießen sich vermehren zu dürfen.

    • auch der Krill
      scheint sich angesichts menschlicher Klimaprognosen zurückzuziehen: die ehedem notierte wundersame Vermehrung allerlei Spezln mag noch bis zum peak vlt so weitergehen: absehbar bleibt allerdings auch das.
      Was an Verwahrlosungsphänomenen indes kaum etwas zu ändern scheint.

    • Ändern wird sich nichts
      Nein, die globale Händlerwelt – auch wenn jetzt digitalisiert – wird ihre
      Kernkompetent Überfluss und Mangel nach Belieben herzustellen, nicht
      Eingebüßt haben.

  25. hans
    Dem Don alles Gute zum Fünften, trotz immer noch fehlerhafter gesamtgesellschaftlicher Ansichten. Man lädt nicht zur Randale ein, vielmehr muss die Äktschn ganz spontan sein. Wo kämen wir hin, wenn es neben Sozialtourismus auch noch Krawalltourismus gäbe. Außerdem müssen die Termine mit den Heimspielen von HSV und St. Pauli abgestimmt werden, da wird gefechtsmässig geübt. Zudem ist davon auszugehen, dass das örtliche Proletariat am Tegernsee wenig Neigung zeigen wird, aus lauter Solidarität angereisten schwarzen Schafen Deckung zu geben. Der Tegernseer Kessel wäre dann schnell geschlossen, auch wegen fehlender Rückzugsmöglichkeiten in benachbarte Gassen oder U-Bahn-Tunnel. Es fehlen weiterhin Lokalitäten, wo man sich anschließend seiner hehren Taten rühmen könnte, und ob der BR einen Übertragungsbus hinschickt, ist auch noch nicht sicher. Der Verbreitung der Revolution sind daher enge Grenzen gesetzt, Dons Tafelsilber bleibt weiterhin sicher, der Tegernsee eine no-go-area für Systemwechsler und Steineschmeisser. Fazit: Die Zusammenrottung von Kapital und Kapitalisten dient der inneren Sicherheit mehr als die Sanierung maroder Stadtviertel. So wie der Don seine barocken Bauwerke bereist und dafür weder Kosten und Mühen scheut, scheint es eine schwarzvermummte Klientel zu geben, die eine gleiche Affinität zu vermodernden Altbauten in mittelprächtigen Lagen hegt. Während einerseits staatlicherseits millionenschwere Renovierungsmaßnahmen klaglos hingenommen werden, ist der private Sektor noch nicht ganz so weit. Ein Zeichen für Stamokap? Wollten nicht die Linken in Berlin einen solidarischen Fong auflegen zwecks Ankauf ansonsten der Genderifizierung anheimfallender Senatsimmobilien? Man hört nichts mehr davon. Warum wohl?

  26. hans
    Der wahre Held der Arbeiterbewegung bereist jetzt Kiew, um sich neue Anregungen zu holen.

  27. ridicule
    Ersteinmal: Gratulation, sie schreiben großartig. Aber… Dieses doch recht enge Themenfeld des „höfischen Geplauderes“ zeigt nach fünf Jahren trotz Ihres Talents schon recht deutliche Verschleisserscheinungen. Da Sie sich ja selber als „Kunstfigur“ bezeichnen, fände ich es an dieser Stelle sehr viel interessanter, einen Kunstgriff zu vollziehen und für die nächsten fünf Jahre selber von der anderen Seite der Medaille zu berichten. Wäre vor allem schön zu beobachten, wie Ihre Oberschichten-Fans in diesem Forum auf einen solchen Kurswechsel reagieren…

    • Ach, ich wre seit dem tag niedergeschrieben, kritisiert, angegangen und auf dem absteigenden Ast erkannt, seitdem ich ins Internet schreibe. Und seitdem fasle ich einfach so vor mich hin. Etwas anderes kann ich nicht, und so sehr, dass ich da jetzt Kracher loslassen würde, um mich irgendwie zu beweisen, bon ich einfach nicht und werde es auch nie sein.

  28. Soooo...
    Macht man das in Bayern.
    Der MP wünscht eine PKW-Maut, der ADAC nicht.

    Schwupp, hat der ADAC einen Datenskandal an der Backe.

    Herr Seehofer zeigt sich ob der Datenschwindelei, die offenbar das
    Ergebnis nicht veränderte, sondern nur über den Grad der ‚Follower‘
    täuschte, nicht überrascht.

    Der Mann kennt sich aus!!!

  29. Sagen wir mal so
    Zum Anwerfen gibts gleich gar keinen Grund.
    Der Lust zum Anwerfen kann Einhalt geboten werden: mit etwas Disziplin könnte es gar zum ausgewachsenen Menschen zureichen.

    Wäre doch schon mal sowas wie eine Perspektive imao.

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