Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Leaks sind mit Trump auch nicht mehr das, was sie mal waren

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Gestern Abend wurde ein gelungenes Konzert in meiner Heimatstadt gekrönt, als das Bläserquintett als Zugabe die Arie “Der Vogelfänger bin ich ja“ erklingen liess. Die Musik komponierte Wolfgang Amadeus Mozart, der Text stammt von Emanuel Schikaneder, und als ordentlich frühmusikalisch gebildeter Sohn aus besserem Hause kann ich den Text natürlich auswendig, und sang innerlich mit:

Ein Netz für Mädchen möchte ich.
Ich fing sie dutzendweis‘ für mich.
Dann sperrte ich sie bei mir ein,
Und alle Mädchen wären mein!

trumpd

Ähm.

Nun wissen wir natürlich alle, dass Papageno eine Mischung aus grossem Begehren und miserabler Umsetzung ist. Er ist zwar ein Promi und “bekannt bei Jung und Alt im ganzen Land“, aber der Umstand, dass seine Methoden zum Frauenerwerb nicht eben zart sind, weist ihn als Theoretiker der Liebe aus. Erst später in der Oper lernt er, dass seine brutalen und rücksichtslosen Vorstellungen wenig helfen, wenn er eine Papagena und viele Kinder bekommen will. Aber wenn man nur diesen rabiaten Teil seiner Selbstvorstellung betrachtet, die er seinem heute oft jugendlichen Publikum als akzeptabel und angemessen darstellt: Dann ist der Promi Papageno einer, der denkt, Frauen wären Freiwild und er könnte mit ihnen tun, was er will.

Und so etwas wird in deutschen Opernhäusern gespielt! Die können froh sein, dass echte bildungsferne Feministinnen das nicht bemerken, und ihre Kinder auf Empfehlung einer Tagesspiegeljournalistin lieber ins Atze Kindertheater stecken, wo sie lernen, dass rosa und brav für Mädchen ganz schrecklich sind. Denn sonst stünden deutsche Opernhäuser 225 Jahre nach Schikaneders schockierenden Zeilen sicher in der Kritik, und Linksfraktionen würden fordern, die Mittel doch lieber in gendergerechte Refugeeopern befreundeter Autoren zu stecken. Aber Spass beiseite: Papageno ist ein schönes Beispiel dafür, wie man unter Auslassung des Zusammenhangs auch eine hübsche Dreingabe zum gesellschaftspolitischen Problem machen kann – dabei gibt in der Oper auch drei regulierende Damen, so viel wie Heiko Maas, Manuela Schwesig und Anetta Kahane zusammen, die Papageno wegen unerwünschter Äusserungen das lose Mundwerk mit einem Schloss versperren. Sehr modern!

trumpe

Womit wir bei Trump, dem Vielgescholtenen wären, dem nun 11 Jahre alte Aussagen über eine gescheiterte Annäherung an eine Frau und eine übergriffige Aussage bei der Begrüssung einer Schauspielerin zum Verhängnis werden. Trump hat 2005 vor einer Fernsehsendung den Fehler gemacht, gegenüber einem Moderator ins bereits eingeschaltete Mikrophon einige Sätze zu sagen, die nicht gut ankommen: Er hat zuerst in einem verächtlichen Tonfall beschrieben, wie er bei einer verheirateten Frau nicht landen konnte, und behauptete danach, berühmte Personen könnten jede Frau haben und übergriffig werden. Der Sender NBC zögerte, das Material zu bringen, weil es rechtlich zumindest problematisch war: Auch Donald Trump hat Persönlichkeitsrechte, und wenn private Aussagen ohne seine Zustimmung mitgeschnitten und veröffentlicht werden, wäre das in Kalifornien ein Verstoss gegen geltendes Recht. Wie praktisch für den Sender (und für Verschwörungstheoretiker), dass jemand das Material noch während der Rechtsprüfung an die Washington Post weiter geleakt hat, die es als nicht mitschneidendes Medium dann legal veröffentlichte.

(Ubrigens hat auch ein islamistisch motivierter Sprengstoffhersteller Persönlichkeitsrechte. Es ist legal, ihn festzuhalten und vielleicht auch, ihn mit einem Kabel zu fesseln. Ihn dann aber noch in den Schwitzkasten nehmen und ein Photo zu machen und das ohne sein Einverständnis einer Boulevardzeitung zu geben, ist eine eindeutige Verletzung seines unabhängig von seinen Taten bestehen bleibenden Persönlichkeitsrechts. Man sollte sich schon überlegen, ob man diese polizeilich-mediale Gesamtleistung wirklich mit dem Bundesverdienstkreuz würdigen möchte)

trumpa

Schon 2012 hatte ein geleakter Mitschnitt Trumps Vorgänger Mitt Romney alle Wahlchancen gekostet, als er auf einer Veranstaltung vor geladenen Gästen und einem verräterischen Barkeeper einen Vortrag hielt und offen darüber sprach, dass 47% der Wähler ihm nie ihre Stimme geben würden: Sie seien abhängig von staatlichen Transferleistungen, weshalb sich Romney um die Vermögenden und die Schwankenden dazwischen kümmern würde. Das war immerhin noch eine offizielle Veranstaltung innerhalb des Wahlkampfes mit Aussagen zur Politik, die die Wähler im Falle seines Sieges erwarten würde. So denkt er wirklich politisch gegenüber seinen Anhängern, konnte man bei Romney die Veröffentlichung erklären. Bei Trump ist es eine 11 Jahre alte Aussage im Vorfeld einer seichten Unterhaltungssendung über fraglos hässliche, aber private Ansichten, die nun vermutlich wahlentscheidende Bedeutung bekommen. Obendrein hat die Geschichte auch seinem Gesprächspartner Billy Bush die Anstellung gekostet – weil seine Reaktion vor 11 Jahren nicht den heutigen Wünschen des Senders entsprach.

Nun ist es nicht ganz ohne Ironie, wenn Trump vermutlich von einem alten Sager zu Fall gebracht wird, während er alle jene neuen Sager über Folter, Mauerbau und Kriegsdrohungen schadlos überstand, die bei Amerikas Konservativen im Gegensatz zum Mangel an Familienwerten vertretbar sind. Man kann dort offensichtlich anderen Menschenrechte aberkennen, aber nicht mit verheirateten Frauen schlafen wollen. Dass Trump aber wegen so einer alten, durchgestochenen Geschichte scheitert, und nicht wegen der regulären Auseinandersetzung um die Richtlinien seiner geplanten Politik, und dass man solche Mittel braucht, wo herkömmliche Mittel versagen – ist nicht gerade ein Zeichen der Stärke von Trumps Gegnern. Gegner, die momentan gegen ihn genau jene populistische Emotionalisierung ins Feld führen, die Tump vorgeworfen wird. Es geht bei der Wahl nicht mehr um Politik von Migration bis zu Steuern, sondern um ein Referendum um die Rechte der Frau und Sexismus. Es ist die Geschichte, bei der die ansonsten nicht gerade Emotionen auslösende Clinton emotional wirken kann.

trumpb

Auf den ersten Blick mag es so scheinen, als hätte die Kultur der Leaks und die daraus entstehende Empörung im Netz ein neues Opfer gefunden. Nur: Es gab auch die Iraq War Logs, die Embassy Cables, der NSA-Skandal und die Panama und Bahama Papers. Lauter emotionale Leaks mit grosser Erregung und geringer Auswirkung auf das Wahlverhalten. Parallel zum Sexskandal gibt es bei Wikileaks auch die gehackten Emails von John Podesta, Clintons Wahlkampfleiter: Es wird weitaus mehr über die Verwerflichkeit von Wikileaks als über die Aussagen Podestas gesprochen, jetzt, wenn Wikileaks nicht mehr die Bush-Administration vorführt – von der Behandlung Chelsea Mannings unter Obama ganz abgesehen.

Was soll nach diesem äussersten Mittel noch kommen, wenn es bei den Republikanern eine Art Papageno-Effekt gibt, und Wähler solche Skandale gar nicht mehr ernst nehmen, wie auch ihre Entstehung durch angebliche, früher die Wahrheit versprechende Leaks? Was passiert, wenn Wählern die Absage an das aktuelle politische System wichtiger ist, als eine Serie sexistischer Sprüche vor einer Fernsehsendung? Was ist, wenn Politik nur noch aus der Zuschauerposition erlebt wird, und man den Papageno bevorzugt, weil er trotzdem anders ist und gute Unterhaltung verspricht?

trumpc

Und was ist, wenn der nächste bunte Vogel aus den Pleiten von Trump, Romney und Palin lernt und den für den Wahlerfolg richtigen Mittelweg aus Provokation und scheinbarer Aufrichtigkeit findet? Denn auch nach der Wahl werden die Leute, die Trumps Vorschläge und auch einen grossen Teil seiner Eskapaden gut fanden, noch da sein, und auf den nächsten lustigen Papageno nach ihrem Geschmack hoffen.

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  1. scylla und charybdis
    Die Amerikaner haben die Wahl zwischen Bullshit und Chickenshit. Dreckig werden sie in jedem Fall und können sich selbst beim Auswählen noch blamieren mit Methodik und Begründung der Wahl.
    Ulysses hatte noch eine rational Wahl zwischen Untergang Aller und Tod von sechs Freunden. Für HRC spricht nichts und gegen Trump spricht viel.

    Doch fürchte ich, daß Trump gewinnt. Hillary ist einfach sehr, sehr verhasst.

    • Ich denke, dass die Meinung in den Medien anders als beim Wahlvolk ist – wäre es anders, wäre die Stimmung nicht so hysterisch. Und damit nutzt es sich einfach ab.


    • Hillary Clinton führt inzwischen mit 7 Prozentpunkten. Das Entscheidende ist jedoch, dass sie in den Swing States oder wie man sie auch nennt Battleground States führt. Experten sind zum Großteil der Meinung, dass die Wahl gelaufen sei und Trump den Vorsprung nicht mehr einholen kann.

    • Das ist in DE nicht anders
      Schon etwas saturiert vom „gelegentlichen“ Trump-Bashing auch auf den Mutterschiffen möchte man unseren Medien zurufen: Haltet ein, wir dürfen dort gar nicht wählen.

      Danke, DA, für den schönen Text.

    • Gern geschehen.

  2. Eine up-to-date Version der Zauberflöte
    Ich glaube, dass die Entscheidung Clinton oder Trump noch nicht gefallen ist. Drei Wochen bis zum Wahltermin sind eine lange Zeit im Twitterzeitalter.
    .
    Zu Papageno sah ich letztes Jahr eine witzige Aufführung in Amsterdam: die Zauberflöte als europäische Seifenoper. Die Königin der Nacht kam im Rollstuhl als wäre sie eine Kombination von Merkel und Schäuble. Sarastro hatte Junckers Rolle, Tamino sang für Tsipas, Der Tempel der Weisheit wurde nicht von Säulen gestützt, sondern von gigantischen Büchern über philosophische Themen. Die Herren des Tempels traten nicht in langen Gewändern auf, sondern trugen Anzüge, und ihr Meeting über das Schicksal von Tamino fand an einem U-förmigen Tisch mit Mikrophonen statt als wäre es ein Ratstreffen der EU Kommission.

    Ein Freund von mir, der viel von Singen versteht, sich aber weniger für Politik interessiert, war auch baff. Ihm leuchtete die Inszenierung zwar erst ein als ich ihn auf die politischen Parallelen hinwies, er aber hatte sich darüber gewundert, dass die Königin der Nacht in einen Rollstuhl saß – “im Anbetracht der hohen Töne, die sie singen muss”…… und das der Text an einigen Stellen seltsam modernisiert worden war.

    • Also ehrlich gesagt mag ich opern ja in der Ursprungsfassung sehr viel lieber – historische Gewänder, historische Themen, ohne überzogene Bedeutung. Ich will mich amüsieren und nicht schon wieder politisch belehrt werden. Ich will den Glanz vergangener Tage und nicht als Kleinklein schlecht angezogener Leute.

    • Ich fand die Aufführung absolut Spitze
      Die Musik, die musikalische Interpretation, die Idee von Europa, die Kulissen, die Regie. Für mich war es die Gesamtheit der europäischen Kultur zusammengefasst in einem zweistündigen Moment.

    • Ja, das ist durchaus möglich, manche machen das richtig gut. Aber meistens sind mir die damit verbundenen politischen Aussagen irgendwie zu platt (bezeichnenderweise ist meine Lieblingsoper Don Giovanni, in der alle negativ oder unerfreulich sind).

    • Zeitgeist hat sich auch schon indie Opernhäuser hinein gefresseb
      Die echten bildungsfernen Feministinnen schlafen leider nie und sind immer wachsam. Es reich ein wenig auf Youtube herum zu klicken, um festzustellen, dass es bereits politisch korrekt auf Linie gebrachte Inszenierungen dieses bös patriarchalischen, frauenfeindlichen und Männerbünde verherrlichenden, nicht aber nur sexistischen, sondern zu allem Überfluss auch noch rassistischen Opus des „dead white male“ Komponisten (muss man also nicht kennen) Mozart gibt. Da ist dann eben Monostatos kein Schwarzer, pardon Maximalpigmentierter mehr, sondern zum Beispiel ein weißer verwahrloster „Scherge“ (white trash quasi, das darf man sagen) oder irgendein anderer komischer Typ, der anstatt „Weil ein Schwarzer hässlich ist“ dann „Weil kein Mensch mag mein Gesicht“ intoniert. Soviel also zum Thema unbeschwerter Kunstgenuss also, der uns natürlich auch längst nicht mehr vergönnt wird. Naja, zumindest die derzeit in meiner (unbedeutenden und provinziellen) Heimatstadt laufende Inszenierung der Zauberflöte ist einstweilen noch frei von solchen Verschlimmbesserungen. Der wahrhaft progressive Geist hält eben zuerst in den Metropolen Einzug.

      hier:
      https://www.youtube.com/watch?v=F4j7a2hZDD8

      und hier:
      https://www.youtube.com/watch?v=jVQroWMjUzE

      Zum amerikanischen Wahlkampf fällt mir hingegen gar nichts mehr ein, das Ganze ist einfach nur ein erbarmungswürdiges Trauerspiel. Leider sieht es auf dem alten Kontinent auch nicht mehr viel besser aus. Bleibt also nur der Rückzug in die Sphären schöngeistiger Künste… das heißt, solange die Maas’sche „Task Force“ sich diesen Bereich nicht auch noch vorgeknöpft hat.

    • Etwas abseitig, dennoch:
      http://www.zeit.de/1977/51/blumen-ueber-dem-eisfeld

      Es gab und gibt sie immer, diejenigen, die nicht ideenlos Modernismus über alles machen, sondern einen klassischen Text (oder auch Oper) in eine andere Zeit oder einen anderen Ort transportieren können. Und zwar so, dass man den Eindruck hat, der Autor oder Komponist hätte das durchaus vielleicht auch so gemacht. Also dass es im Sinne des Schöpfers hätte sein können, nachdem was von ihm bekannt ist.

      Keine Inszenierung hat mich je mehr beeindruckt als die oben erwähnte. Der Hölderlin’sche Wahn-Sinn am damaligen Dreh- und Angelpunkt des Wahnsinns des zwanzigsten Jahrhunderts. Aber nicht am Anhalter Bahnhof, auf dem damals quadratkilometerweise leeren Potsdamer Platz, sondern sogar diesen Wahnsinn noch als fake, im Olympiastadion. Auswegloser geht nicht.

  3. Du feines Täubchen, nur herein
    Die Sohlenstreiche für Monostatos werden kommen. In Bristol wurde kürzlich eine Aida-Uniproduktion aus kolonialistischen Gründen gecancelt, Othello Shakespeare / Otello Verdi darf man seine Heimat nicht mehr ansehen (Blackfacing), auch wenn so die Dramaturgie auf Ehekrach banalisiert und zerstört wird.
    Wie immer restlose Begeisterung über Ihr Flanieren durch die Kulturgeschichte und Ihr kluges, so unglaublich einfallsreiches Brückenschlagen.
    Gar nicht zu reden, dass niemand die Verletzung der Persönlichkeitsrechte thematisierte: weder das merkwürdige Terroristenbild noch die Veröffentlichung privaten Gegrunzes wurden hinterfragt.

    • Mir ist schon klar, dass die SJW auch vor den Opern nicht halt machen würde. Das ich als Nichtwirklicharier sagen, dass ich Christopher Marlowes Juden von Malta trotzdem für seine Radikalität geschätzt habe?

      Dass diese Bilder da gar nicht gehen, ist doch ausserhalb von Springer jedem klar.

    • Und was grundsätzlich genauso wenig ging, war das Verschnüren
      Danisch hat auch nochmal darauf hingewiesen, dass das weder legal noch rechtens ist, es sei, der Täter befindet sich auf der Flucht und auch dann muss man noch sehr vorsichtig mit Gefangennahme usw. sein.
      http://www.danisch.de/blog/2016/10/14/der-jedermann-paragraph-%C2%A7-127-stpo/

      Welchen Aufstand hat es kürzlich gegeben, als ein Flüchtling an einen Baum gefesselt wurde, die Fesselnden wurden letztendlich angezeigt.

    • Ja, es ist schon komplex.

    • Don Alphonso, komplex?
      Hmm. Komplex?

      Dieser Ausdruck ist eher PC, oder nicht?
      Es ist doch eigentlich ganz einfach; in unserem postfaktischen Zeitalter: Fakten zählen nichts, Haltung zählt alles.

      Wenn ein paar anderweitig Nichtsnutze einen vermuteten Terroristen mit Kabelbindern an den Stuhl fesseln, ein paar Selfies anfertigen, und dann damit in der Gegend herumwedeln, ist der postfaktische Straftatbestand eindeutig: pro – einfach weil praktisch.

      Wenn Leute dafür sorgen, dass eine Kassierin keinen Herzinfarkt bekommt, oder gar zu Mus gemacht wird, ist das selbstverständlich anders, weil da gehen ja autochthone Deutsche gegen die derzeit präferierten Allochthonen vor, und das ist ein Sakrileg.

      Schwierig („komplex“) wäre es nur gewesen, hätten autochthone Deutsche die Sache mit den Kabelbindern ….
      … dann hätte KGE und / oder Jakob Augstein etwas länger überlegen müssen, wer der Gute und wer der Böse ist.
      Wahrscheinlich hätte man sich aber am Ende doch durchringen können, mit dem Finger auf die ungesetzliche Aktion der Kabelbinder-Binder zeigen zu müssen, weil das unmenschlich, unzivilisiert und ungesetzlich sei. Die Bösen sind ja bei denen fast ausschließlich die „Kartoffeldeutschen“.
      Da hatten sie Glück, um das Garn genau anders spinnen zu können: die – in diesem Falle! – hilfsbereiten Geflüchteten, die dafür ein Bundesverdienstkreuz erhalten sollten.

      Da vermisse ich eben ein Blatt, hinter dem sich ein kluger Kopf eben nicht versteckt, und stattdessen laut und deutlich sagt: „Leute, das geht doch überhaupt nicht! Eine (Straf-)Tat kann doch unmöglich durch die Ethnie des Täters zu einer Wohltat werden; oder anders herum. Das ginge gegen jedes Prinzip; inklusive der grundsätzlichen Bestimmungen des Grundgesetzes.“

      Komplex ist da überhaupt nichts, wenn man, wie es sich gehört, Fakten und Gesetze sprechen lässt.

      Ein wenig abseitig aber dennoch: Bisher hat sich hier kaum jemand aufgeregt, dass er, falls mit einem gefälschten Pass bewaffnet, unmittelbar ein Strafverfahren erhalten dürfte (ich probiere das lieber mal nicht! – Herr Wallraff?), während ‚zu uns Geflüchtete‘ aber ihren als gefälscht erkannten Pass (z.B. Syrien) dennoch sogar als Asylgrundlage anerkannt sehen.

    • Herr Dippel, Sie regen sich ebenso auf wie ich
      zu dem Foto des Verschnürten lese ich gerade in den Kommentaren zu
      http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/willkuer-statt-recht/

      dass die Person auf dem Foto zu 100pro eine Frau sei. Ich habe mir das in der Blöd nicht so genau angesehen, sah auf einem Bild nur eine Steckdosenleiste baumeln oder war das im Morgenmagazin, man weiß langsam nicht mehr, was hierzulande noch ernstzunehmen ist. Am besten lacht man über alles.

  4. Titel eingeben
    „Es ist legal, ihn festzuhalten und vielleicht auch, ihn mit einem Kabel zu fesseln.“
    Der erste Teil des Satzes … nun ja: der Danisch hat da mal in die zuständigen Gesetze gekuckt und fand dort nichts, dass das „festhalten“ in diesem Fall als „legal“ bezeichnet werden kann. Obwohl es wohl „richtig“ war; zumindest notwendig ob der -sorry, aber es ist die pure Wahrheit – Blödheit der dortigen Polizei.

    • Es würde einen deshalb keiner wegen Freiheitsberaubung verurteilen. Wenn jemand hochgefährlich ist, gelten andere Massstäbe als bei einem Eierdieb.

  5. ....am I the only person in this room who's been reading these NSA reports?
    Finde den Fehler:

    Hier der infantil schreiende, unsachliche und beleidigende Beitrag der Trump Unterstützer aus Hollywoods:

    https://www.youtube.com/watch?v=tP-Md-Mit6Q

    Und hier ist der sachliche, intelligente und ruhige Beitrag der ClintonFans:

    https://www.youtube.com/watch?v=hFpFDyKeqyA

    • wie Sie gesehen haben, schreibe ich keine „Wer für Trump ist darf auf keinen Fall ernst genommen werden und ist ein Schuft“ Beiträge.


    • Jon Voight und Clint Eastwood sind die einzigen berühmten Hollywood-Stars, die Trump unterstützen. Clint Eastwood ist z.B. ein Waffennarr, und die National Rifle Asscn. hat Trump endorsed, der noch mehr und potentere Waffen frei verkäuflich machen will.

      Auf Hillary Clintons Celebrity Liste finden Sie Namen wie Leonardo DiCaprio, Helen Mirren, Julianne Moore, Maryl Streep; Lady Gaga, Elton John, Snoop Dogg, Stevie Wonder, Santana, Katy Perry etc., etc., etc.

      Bei Trump finden Sie vor allem the United Unsympaticos, wie z.B. Wrestler, Mike Tyson und ähnliche.

    • Die aber auch ihr Publikum haben.


    • @ Don Alphonso
      Stimmt. Trump hat Jahrzehnte Wrestling unterstützt, das sehr beliebt ist in den USA. Würg.

    • Meines ist es auch nicht, aber antibürgerliche Progressive in Berlin und Hamburg spielen das sogar nach.

    • Well, we're not just gonna let you walk out of here...Smith and Wesson... and me
      @Tamarisque

      Sie verstehen nicht:

      Auf der Seite von Trump sind die, die immer ihre Meinung sagen, egal ob die nun der Umwelt gefällt. Es sind keine Heuchler und keine Lügner.

      Auf der Seite von Lügen-Clinton sind die, die wie DiCaprio den Amerikanern das Automobilfahren verbieten wollen, während man im Learjet durch die Welt fliegt um auf Luxusjachten im Mittelmeer Party zu feiern.
      (Die ganzen anderen Hollywood-Musikbusiness-Drogen-Schönheits-OP-Trullas, die Sie da aufführen, lasse ich mal weg. )

      Man mag sich im Luxusheim in Hamburg vielleicht noch an den Lügen der Highsociety erfreuen, die abgestürzte amerikanischen Mittelschicht hat die Lügen satt.

      Yep, die Realität ist blöd, vulgär und dreckig. Wie Trump.
      Aber sie ist die Realität. Und die Realität siegt am Ende immer.

    • Ein Tipp
      @Tamarisque schauen Sie sich mal „Comedy Central Roast of Rob Lowe“ an. Das ist noch nie was für Weicheier gewesen, allerdings wie man da mit Ann Coulter umsprang ( da wurde nur noch beleidigt, ohne auch nur so zu tun als wär es witzig gemeint), war schon so arg unter der Gürtel Linie, so dass man sich auf prominente Clinton Unterstützer nicht viel einbilden sollte. Und schon gar nicht sollte man, die für die moralisch besseren Menschen halten. Mich erinnerten die eher an Roth und Co.

      PS Falls Ihnen Ann Coulter nix sagt, schauen Sie sich mal dieses Video an und achten Sie auf das Datum und die Reaktionen des Publikums und der Mitdiskutanten. Im Nachhinein einfach göttlich. ^^

      https://www.youtube.com/watch?v=0-2uSG1xUEg

    • Die Heuchler der Stunde
      So viel Demut…

      https://www.youtube.com/watch?v=WXr58RrfYZs

  6. Wie immer... Getroffen!
    Meinen herzlichen Dank, werter Don!
    Dass 11 Jahre alte Mitschnitte den Wahlkampf derart beeinflussen können, führte mir vor allem eines vor Augen: Dank der Digitalisierung wird nichts mehr in Vergessenheit geraten können.
    Was für Privatpersonen gilt, denen das achtlos auf Facebook gepostete Eskapadenbild aus der Work-and-Travel-Zeit die Bewerbung vermasselt, gilt natürlich besonders für Anwärter aufs Präsidentenamt.

    Was aber, wenn Trump doch gewinnen sollte?
    Kündigt dann SPON den Nordatlantikpakt? Wird aus Prantlhausen gar zurrrrückgeschossen?
    Die mediale Hysterie ob dieser Wahl steigt täglich mehr ins Endlose, was den einzig wirklich traurig stimmenden Fakt mehr und mehr übertüncht:
    Trump gegen Clinton ist Pest gegen Cholera.

    • Danke. Ich glaube, die Medienreaktion wird da noch das allerkleinste Problem sein. Wichtig scheint mir a) ein konsequentes Recht auf Vergessen und b) ein selbstbewusstes Europa.

    • Pest und Cholera
      Ich nehme die Durchfallerkrankung.
      Die wichtigste Behandlungsmaßnahme ist der ausreichende Ersatz von Flüssigkeit, Zucker und Salzen. Dieser Ersatz erfolgt am besten intravenös, weil so der entzündete Magen-Darm-Trakt umgangen wird. In Ländern der Dritten Welt wird aber auch der orale Flüssigkeitsersatz (WHO-Trinklösung) einfach und erfolgreich praktiziert: Die WHO empfiehlt eine oral zu verabreichende Salz- und Glucoselösung in Wasser

      Pest
      Behandlung
      Behandelt wird die Pest heutzutage mit Antibiotika, und bei frühzeitiger Erkennung bestehen gute Chancen auf Heilung. Eingesetzte Wirkstoffe sind beispielsweise Streptomycin und Chloramphenicol sowie Kombinationen aus Tetracyclinen und Sulfonamiden. Chloramphenicol ist zwar hochwirksam, gilt aber wegen seiner Nebenwirkungen nur als Reservemedikament. Anzumerken bleibt, dass dies jedoch nur bei rechtzeitiger Diagnose der Fall ist. Die Letalität steigt exponentiell zum Fortschreiten der Erkrankung.
      In Entwicklung sind derzeit Hemmstoffe, die ein Enzym des Bakteriums blockieren sollen, das eine wichtige Rolle beim Aufbau der Zellschutzmembran spielt, ohne die das Bakterium nicht überleben kann.

      Man benötigt vor allem bei letzterer die böse Pharmaindustrie ;-)

  7. Es ist nicht weise, das zu verteidigen, was man ohnehin aufgeben muß.
    The big picture:

    Wir beobachten das Ende der 68er Lebenslüge.

    In der gesamten westlichen Welt.

    Ein solcher Umbruch erfolgt niemals in geordneten Bahnen.

    D.h.:

    Wenn Clintons Lebenslüge die Wahl gewinnt, dann ist der Bürgerkrieg unvermeidlich.

    Denn die Realität der USA ist weit entfernt von dem, was die Medien, die Politik und die Millionäre als Wahrheit bezeichnen.

    Trump als Präsident würde einen chaotischen, aber friedlicheren Übergang in die weitere Moderne ermöglichen.

    Aber leider sind alle Bobachter nicht in der Lage, die eigentliche Problematik zu erkennen. Sie glauben noch, es könne weitergehen wie bisher.

    Whatever, wenn die Realität nicht in die Kommunikation reingelassen wird, dann wird die Kommunikation von der Realität übernommen.

    Mit Gewalt.

    • Normalerweise war es ja frher so, dass sich alle Amerikaner nach der Wahl, egal wie es ausgegangen ist, hinter dem Präsidenten zusammenrotten. Die Wahl Bushs und das Impeachment ggeen Clinton haben das aufgebrochen, und, na, man wird sehem, wie das ausgeht. Wohl ist mir nicht, auch wenn ich froh bin, als Europäer, dass Trump nicht kommt.

    • Titel eingeben
      @ Goodnight
      Wie kommen Sie darauf, dass ein Mann, der Südkorea, Japan und sogar Saudi-Arabien atomar aufrüsten will, friedlich sei?
      Der auf ein iranisches Schiff, das einem amerikanischen annähert, sofort schießen lassen will?
      Der in Irak, Syrien und Libyen das Öl nehmen würde – O-Ton: „I’ll take the oil“, wonach er nachher Exxon beauftrage, „to fix it“?
      Der die potente Kriegswaffen in den USA frei geben will?
      Der das offene Waffentragen in allen Bundesstaaten einführen will?

      Dieser super aggressive Hetzer, der nichts als Hass verbeitet und dauernd lügt, nennen Sie freidlich. Wie kommen Sie darauf?

    • Der größte Feind der neuen Ordnung ist, wer aus der alten seine Vorteile zog.
      Erinnern wir uns an den Brexit. Und wie uns unsere England Korrespondenten aus London Millionärs-City in allen Medien versicherten, dass so ein Votum völlig undenkbar wäre.

      Hier mal ein Bericht einer Fahrrad-Urlauberin:

      https://www.welt.de/regionales/nrw/article158763919/Wo-die-Gruende-fuer-den-Brexit-offensichtlich-sind.html

      Nope, das ist kein Bericht eines gut bezahlten „Ich fahre Porsche und was fährst Du“- stellv. Chefredakteurs der Welt.
      Sondern der einer Clara aus Köln.

      Die Wahrheit kommt über Fahrradfahrer, sei es in der Welt oder im FAZ Blog.
      Da hilft der deutsche Lügenpresse auch nicht mehr Fleischmanns letzter Aufschrei: „Nur richtige Rechtschreibung kann Wahrheit berichten“….

    • Es ist nicht ganz unrichtig, dass viele Journalisten vergleichsweise entkoppelt sind, speziell was Regionales angeht.Aber wie man bei der Berliner Wahl ja sah, ist die Region gar nicht so weit weg. Man muss nur mal mit den Leuten reden.

    • I'll give you my gun when you pry it from my cold, dead hands
      @Tamarisque

      Mal wieder missverstanden:

      Trump wird für einen friedlichen Übergang in die folgenden Moderne sorgen.

      Denn Trump wird die Stimmung des Volkes in die Politik tragen und dort Strukturveränderungen erzeugen, die das Volk wieder etwas beruhigen wird.

      Clinton wird weitermachen wie bisher bzw. die 68er Wahnideen forcieren, d.h. political correctness, Entkopplung der Banken, bis hin zur Entwaffnung der weißen Mittelschicht. Das wird sich the heart of America nicht gefallen lassen. Hillary ist da wie Merkel, völlig ohne Wissen über die Grundlagen ihrer Nation.
      Abgesehen davon, dass Clinton den kalten Krieg forcieren, über Menschenrechtswahn weitere internationale Konflikte erzeugen und sich gerade so aus den nationalen Konflikten retten wird, anstatt diese zu lösen.
      Die US Army setzt gerade auf Clinton, d.h. das erste Mal auf einen Demokraten, da sie hier einen Konflikt mit Assad, Putin etc. erwarten.

    • Tamarisque, gegen Hillary ist Trump der reine Friedensengel
      oder wie soll man die Aussage „Can’t we just drone this guy“ verstehen? Wird dann jeder Missliebige per Drohne ausgeschaltet? Hillary wäre beschäftigt, das schon, und zwar reichlich. Aber friedlich ist doch wirklich etwas anderes.

      Ich glaube, es macht wenig Sinn, hier zu sagen, der ist aber viel böser als die oder was auch immer. Beide Kandidaten haben einen mittleren bis schweren Dachschaden, die CIA/NSA wird dann schon wissen, was zu tun ist.

    • Ach, goodnight...
      Da können sie argumentieren wie sie wollen, es gibt zu viele Missverständnisse bei dem Thema als, dass man da noch was aufräumen könnte.

      Zunächst mal verschwindet hinter all den Zukunfts Projektionen das eigentliche Problem: Ein Land, das mehr Militä, und einen für dieses einen Etat hat der so gross ist wie der der nächsten zehn Staaten zudammen, so ein Land, dass noch dazu für sich selber andere, nur selber gemachte Regeln beansprucht wie die, die für alle anderen zu gelten haben, so ein Land kann dem Volk als Kandiaten für den Job des angeblichen Anführers wirklich nichts anderes als den übelsten Abschaum, und diesmal gleich aus beiden politischen Richtungen bieten?

      Man sollte sich zu schade für Diskussionen sein, wer denn nun das kleinere Übel sein würde. Und ich bin da ganz anderer Meinung als Don Alphonso, weil ich keineswegs glaube, dass Trump an Kriegen interessiert ist, ganz im Gegensatz zu Clinton. Was diese beiden Pfeifen im eigenen Lande kaputt machen, das sollte uns nicht kümmern.

      Neben einem 11 Jahre alten Video in dem eine ganz normale Unterhaltung zwische zwei Amis gezeigt wird, wie man sie jeden Tag tausendfach an US Theken hören kann, bietet man jetzt auch noch Zeuginnen auf, die 40 (vierzig) Jahre alte Vorfälle beklagen.
      Der Hilary Teil dieses lächerlichen Landes, das die ganze Welt abhört, bombardiert und manipuliert baut einer eventuellen Nederlage bei der wahl bereits vor, und kündigt heute schon an im Falle einer Niederlage Wahlfälschung durch Putin vorzuschieben?
      Wir reden von dem Land das schon mal wenn es um des Profites Willen sein muss schon mal ein paar rechtmässig und demokratisch gewählte Präsidenten, zB Mossadegh und Allende, ermorden lässt.

      Europa sollte sich dringenst eines Besseren besinnen und sich endlich von dieser im Niedergang befindlichen Weltmacht lossagen und sich auf seine eigenen Interessen besinnen, denn dass diese Leute im Falle eines Falle nicht die geringsten Hemmungen jhaben werden einen Weltkrieg mit Nuklear Waffen vom Zaun zu brechen, das sollte eigentlich jeden klar sein. Die Zeit dafür läuft nämlich aus!
      Wenn nicht, nun dann bekommt ihr halt was ihr verdient.

    • I'm a lawman. Do you know what a lawman is..? He's a killer of men.
      @TDV

      Sie sind intelligent genug zu erkennen, wie die USA wirklich ist:
      Die aktuell brutalstmöglichste Nation.

      Ihre Erkenntnis wird jedoch von Moral gesteuert. Einer Moral, die sie sich erst im durch diese Nation garantierteren Schutzbereich entwickeln konnte.
      Denn erst die Brutalität dieser Nation ermöglichte die Bedingung für das Entstehen so elaborierter Konzepte wie Moral, Umweltschutz, Emanzipation etc. in diesem unserem Land.

      D.h. sie sollten endlich erkennen, dass dort draußen, in der Welt, immer Brutalität herrschen wird. Sie verschwindet nicht. Sie kann nur kontrolliert oder bekämpft werden.

      Und dafür brauchen wir einen Sugardaddy. D.h. eine USA.

      Ansonsten müssten wir die EU aufbauen, doch dazu sind wir nicht in der Lage, weil wir im Schutz der USA nie gelernt haben, mit Gewalt umzugehen. Wir sind einfach zu schwach.

      Der September 2015 war nur möglich, weil eine ganze Nation die Grundlagen ihrer Existenz meinte ignorieren zu können.

      Die Grundlage unserer Existenz ist und bleibt:
      Gewalt.

      Und die USA sind und bleiben die Meister der Gewalt.

      Weil die Bürger der USA im Kern brutal sind. Die USA ist ein Land der Pioniere, d.h. ein Mann und eine Frau, die beide eine Waffe einsetzen, um ein Stück Land zu erobern und es jederzeit zu verteidigen.

      Das ist die USA.
      Alles andere sind BS Berichte unserer Korrespondenten aus Silicon Valley oder deutsche Touristen aus NYC.

      Ergo:
      Die einzige Alternative zur USA wäre Russland.

      Oder wieder selbst brutal werden.

    • @goodnight
      Sie sehen da sehr viel Richtiges, und wenn sie bei mir den Begriff der Moral durch den der Ethik ersetzen, haben sie den Kern getroffen.
      Was sie übersehen ist, dass mir Staaten und deren Machenschaften an sich herzlich egal sind. Was wir Zivilisation und Kultur nennen ist nichts als manchmal kurzfristiges zufälliges Aufblühen. Im Blog haben wir mit der Zauberflöte, bzw Mozart, ein Musterbeispiel. Ein unfassbares Genie, das wie die meisten Genies leider in ihrem Genie nicht angemessenen Zeiten leben müssen. Was ihre Leistungen nicht nur zeitlich begrenzt, sondern wie Mozarts Libretti natürlich auch inhaltlich. Dass sich an diesem Zustand nicht wirklich was geändert hat, kann man am Schicksal von ähnlichen Genies wie Lennon oder Michael Jackson sehen.

      „…wie die USA wirklich ist: Die aktuell brutalstmöglichste Nation.“

      Ja, wahrer kann man das kaum audrücken, nur ich denke beim selben Gedankengang auch gleichzeitig, dass alle Imperien einerseits auf Gewalt gebaut sind, andererseits aber auch alle irgendwann durch Gewalt ihr Ende finden. Und der Niedergang ist deren gefährlichste Phase, weil sie angesichts der Zerstörung der Illusion in der die Menschen solcher Länder nun mal leben, wild und dumm um sich schlagen werden. Und im Gegensatz zu Rom wo man „nur“ Schwerter und Kreuzigungen hatte, haben die USA Atombomben. Die Frage ob ein Atomkrieg kommt ist also lächerlich, die Frage ist wann…
      Man unterstellt mir hier allzu oft ich sei an Änderung, Besserung oder Lösungen interessiert. Ich bin lediglich am Verständnis dessen was da tatsächlich IST interessiert, um für mich und die meinen ein möglichst gutes Leben in sicheren Umständen zu planen. Wie ich schon mal klar gestellt habe, ich bin ein a-sozialer Mensch im eigentlichen Sinne des Wortes. Ob es Hilary gelingt Europa in einen Krieg gegen Russland zu hetzen oder Trump eine Nuklear Bombe auf den Iraq oder sonst wo wirft, ist mir egal.
      Für mich ist die US Wahl nichts weiter als Kino. Was mich dabei wundert ist, dass die Leute noch dümmer sind als ich das immer behaupte. Anstatt darüber zu reflektieren was es für ihr Leben bedeutet, wenn ein Land wie die USA nur mehr zwei solche perverse Kasperles als Kandiaten aufstellen kann, da vergleicht man ernsthaft deren Meriten und, ganz Experte, erklärt auch noch der Dümmste warum er welche Wahl trifft oder treffen würde.

      „Die einzige Alternative zur USA wäre Russland.“
      O.K. Lassen wir aus Platzgründen mal China beiseite, das das Gewalt Prinzip selbstverständlich versteht, aber wenigstens von Generation zu Generation fähigere Führer aufzubieten in der Lage zu sein scheint. Also genau das Gegenteil „unseres“ Westens.

      Wenn man die Gewalt als Grundlage Politik akzeptiert, so muss ich in einem Putin, der ja nun mal tatsächlich das ist, was Russland derzeit braucht, das wesentlich kleinere Übel als zB die beiden letzten und den künftigen ProfUS, erkennen. Das kann sich ändern. Aber wer meint deutsche/europäische Nibelungentreue zu USA und NATO, mit ihren primitiven permanenten Drohungen und Sanktionen sei besser als eine Annäherung an Russland, das ganz andere Sorgen als ein Krieg gegen Westeuropa hat, der sollte sich mal das Schicksal eben jener Nibelungen erinnern. Die Amis können sich keinerlei Skrupel erlauben was einen EU/Russland Krieg angeht. Wenn den Deutschen das gefällt, bitte… Man kann bei dem Thema ja ab und zu hier ein paar Geistesgrössen-Foristen kennen lernen. Wie gesagt, es ist euer Leben!

      Durch meine relative Armut bin ich freier als Don Alphonso der Besitzende, der deshalb was die deutschen Zustände angeht, zu einer anderen Einstellung gezwungen ist. Ich habe damit einfach nicht allzu viel zu tun, ich finde es halt interessant, ja, fast schon unterhaltsam über solche Dinge zu spekulieren

      Zum Unterschied zwischen Trump und Hilary:

      http://www.japantimes.co.jp/opinion/2016/10/16/commentary/world-commentary/trump-is-most-offensive-but-clinton-is-frightening/

      Zum „Rechts“staat USA:

      http://www.rollingstone.com/politics/taibbi-on-amy-goodman-arrest-for-covering-dakota-pipeline-story-w444754

    • And a car will slow beside you, and a door will open, and someone you know....
      @TDV

      Yep, nur die Frage für uns Pragmatiker ist dann:
      Wird die USA es zulassen, dass sich Deutschland Putin annähert?

      Ich denke: Nein.

      Und jedem sollte klar sein, dass weder die USA noch Putin im Sandkasten spielen.

    • goodnight....
      Sehen sie? Das ist ein weiterer der Gründe warum für Europa ein Präsident Trump besser wäre… aber wen interessiert das schon. Ein Mann der vor 11 Jahren stolz gesagt hat, er greife Frauen gern mal an die Pussy? Nein, dann lieber Atom-Krieg….
      Und mir wirft man vor, ich halte die Deutschen für blöde…. bzw, dass ich es laut ausspreche.

  8. Sex sells!
    War es nicht Trump, der bereits früh im Wahlkampf damit gedroht die Frauengeschichten Bill Clintons gegen Hillary Clinton zu instrumentalisieren? Stürzen sich nun Fernsehsender und Medien, die Clintons Wahlkampagne unterstützen auf Trumps Ehefrau und das Liebesleben seiner Töchter, um mit gleicher Münze heimzuzahlen? Hat nicht Trump selbst Präsident Obama in entwürdigender Weise mit einer Medienkampagne überzogen, die suggerieren sollte, dass Obama a) nicht in den Vereinigten Staaten geboren und b) Moslem ist.
    Ich denke mal, hier musste einer selbst von dem Gift kosten, das er sonst anderen gerne zum Trinken gab.
    Und warum lesen wir viel lieber Geschichten über Sexskandale als über Iraq War Logs, die Embassy Cables, der NSA-Skandal und die Panama und Bahama Papers. Einer der ältesten Weisheiten der Presse: Sex sells!

    • Ja, sicher. aber dass sowas nötig ist, so einen wegzuräumen und dass es kein anderes Mittel gab, gibt mir schon zu denken.

    • Gefallen
      Don Alphonso, der Gedanke gefällt mir!:
      „dass sowas nötig ist, so einen wegzuräumen und dass es kein anderes Mittel gab, gibt mir schon zu denken.“

      Das hätte einen ganzen Beitrag oder mehr verdient, scheint mir. Das ganze Waffenarsenal muss aufgefahren werden, um vielleicht, hoffentlich, gerade so eben, es [noch] einmal zu schaffen, die Kurve zu kratzen, und den/einen Kandidaten des Establishment durchzuboxen.
      Was heißt das denn? Das kann doch eigentlich nur heißen, dass vom Establishment nicht viel mehr, und Besseres, kommt als von der Trump-Tüte.

      Eine Umdrehung weiter gedacht, und an einem anderen Ort, den wir mal Deutschland nennen wollen, ergibt sich dort nicht ähnliches? Da gibt es offenbar eine Partei, die aus dem Stand – oder einem Beinahe-Nichts – kommend, und ohne großartige, charismatische Leute, einfach mit ein bisschen Wahrheiten und ein bisschen Polemik den etablierten Politikbetrieb zum Straucheln bringen kann.
      Soweit, dass der Verfassungsschutz diese Partei verbieten lassen prüfen soll, und alle etablierten Parteien eine Wagenburg aufziehen, dem Wähler vermittelnd, offenbar zitternd, dass es ab sofort egal sei wen man wähle, solange es nur eine Partei dieser Wagenburg ist.
      Mit ein klein wenig Abstand stellt sich das Bild dann ganz logisch auf: so etwas kann nur passieren, wenn diese Parteien nichts aufzubieten wissen, das diese greenhorns in den Schatten stellen kann.
      Wenn die Wahrheiten dieser newcomer logisch und wahr genug sind, die Kartenhäuser der letzten 10, 15 Jahre ins Wackeln zu bringen; zum Beispiel mit der Frage nach dem Sinn und den Vorteilen die von der Eurozone auf den Normalbürger übergeschwappt wären. Oder ob Griechenland auch mit 280 Milliarden ‚gerettet‘ hätte werden müssen, wenn der Retsina weiterhin mit Drachmen bezahlt werden könnte. Oder der Frage, ob ‚wir das [wirklich] schaffen [können]‘.
      Das sind doch alles keine dummen, oder ‚rassistischen‘ Fragen. Nur, dass die Herrschenden wiederholt erzählen, dass bloß die Leute ‚da unten‘ das nicht verstehen, zu ungebildet sind, oder gar ein Problem (Gauck).
      So etwas ist dumm.
      Und wenn dann diese neue Partei noch etwas Polemik daruntermischt, und ein bisschen an Blut und Boden appelliert (was ich ebenfalls für dumm halte), aber auch an Werte und Traditionen, ja, Don Alphonso, was muss dann nicht auch in diesem Deutschland alles aufgefahren werden! in der verzweifelten Hoffnung, die ‚wegzuräumen‘!?

      Oder, noch eine Umdrehung weiter, wie ehrlich, ernst und demokratisch ist es dann um diese Altparteien bestellt, wenn sie da keine Antworten zu haben, außer der es gäbe keine Alternative!? Das ist doch wie 1984, wie Animal Farm, wie SciFi, wie Fahrenheit 451.
      Dann kann man sich doch eigentlich nur den Bremer Stadtmusikanten anschließen, und den Etablierten entgegenhalten: „Etwas Besseres als euch findet sich leicht!“

    • Das ist die halbe Wahrheit
      Ja, Trump hat bis vor kurzen die sog. Birther-Theorie bzgl. Obama als Medienwaffe eingesetzt.

      Er hat sie jedoch sehr medienwirksam (ca. 1 Stunde Liveübertragung auf CNN ist viel bei dem Gegenwind den Trump erhält) fallen gelassen.

      Grund ? Es ist rausgekommen wer die Birther-Theorie damals, 2008, in den Medien platziert hat. Ein Schelm wer jetzt nicht, korrekterweise, Hillary gedacht hat.
      Trumps Erklärung war, vekürzt dargestellt, „Wenn die Theorie vom Clinton-Lager gepusht wurde kann sie nicht stimmen und ich fühle mich doof sie geglaubt zu haben weil wir alle wissen das (Standardsatz über Hillary’s Liebe für die Wahrheit)“.

      Es is bezeichnend wie wenig Spiel diese und andere Erkenntnisse über Clinton und die Demokraten in der deutschen/internationale Presse finden. Überparteilich, um mal ein anderes Blatt zu zitieren, sieht anders aus.

      Man könnte eine Woche lang Sonderseiten damit füllen einfach die Wikileaks-Leaks zu ent- oder bekräften aber nö, das würd ja nicht gegen Trump gehen wenn in den Wikileaks sich nicht das sog. Oppo-Material welches die Demokraten über Trump angesammelt haben auftaucht.

  9. Das hat Tradition ...
    Wenn ich mich richtig erinnere, kommt in einem Roman Faulkners (ich glaube „The Mansion“/“Das Haus“) ein Wahlkampf-Duell in Yoknapatawpha County vor zwischen einem schurkischen Profi-Politiker und einem unerfahrenen, aber anständigen Gegenkandidaten – ein Weltkriegs-Heimkehrer. Der Kampf erscheint aussichtslos für den Gegenkandidaten, aber in den dortigen Sitten und Gebräuchen erfahrene Freunde kommen ihm zu Hilfe, und bestreichen die Hosenbeine des Profi-Schurken vor einem Freiluft-Auftritt heimlich mit Hundepisse (sorry), was dann natürlich während der Wahlkampfrede sämtliche streunenden Hunde der Umgebung herbeilockt. Der resultierende Auftritt schadet dem Profi-Kandidaten in der lokalen öffentlichen Meinung so sehr, dass sein fast aussichtsloser Gegner schließlich die Wahlen gewinnt.

    Und aus England kann man in den Pickwick Papers von Charles Dickens einiges über schmutzige Wahlkampfmethoden erfahren: der Sohn eines Kutschers erzählt, wie gelegentlich eine Kutsche mit Anhängern einer Partei auf dem Weg zum Wahlbüro umkippt und die Insassen im Kanal landen, um sie am wählen zu hindern. Wofür der Kutscher natürlich ein entsprechends Honorar von der Gegenpartei erhalten hat.

    Merke: auch klassische Demokratie ist nicht immer sauber, erlaubt aber immerhin einer Mehrheit, eine unliebsame Regierung ohne Blutvergießen loszuwerden.

    Ceterum censeo:
    Im übrigen widme ich der lieben guten Frau im Kanzleramt das folgende, immer noch aktuelle Video:
    Spitting Image: „Go Now“
    http://www.youtube.com/watch?v=vr-Ia45UJ6Q

    • Naja. Wer bei anderen Regime Change machen will, darf sich nicht wundern, wenn er auch gechanged wird.

    • Auf den Punkt gebracht
      @Thomsen

      Danke. Auf den Punkt gebracht.

      Der Slogan „Merkel muß weg“ ist mir immer schon zu platt gewesen, auch wenn er stimmt. Unsere „nakte Kaiserin“ ist nun einmal rechtmäßig gewählt im Amt. Noch.

      Der Link zum YouTube-Video:

      http://www.youtube.com/watch?v=vr-Ia45UJ6Q

      „Go now“, ist erfrischend, lange nicht so herzhaft gelacht.

      Danke für diesen köstlichen Link.

      Man sollte jedem Delegierten des kommenden CDU-Parteitages einen USB-Stick mit diesem Filmchen drauf in die Einladungsmappe respektive „Willkommensmappe“ packen! Nix mehr mit neun Minuten à la Stalin. Go now ist die Devise. Mal schauen, ob es denn hilft.

      @ Don

      Mein Name passt ja gut hier rein.

  10. Massenhysterie und ihre Steuerung
    Beide beschriebenen Phänomene kann man bezogen auf ihre direkten Auswirkungen kaum beurteilen. Trump oder Clinton? Ich bin glücklicherweise Deutscher und muss mich nicht entscheiden. Die „Festnahme“ des Syrers durch Syrer? Ich will weder den Attentäter noch Selbstjustiz ausübende um mich herum.
    Was man aber beurteilen kann, ist die immer mehr um sich greifende Massenhysterie. Bei jedem Vorkommnis wird bar jeder Argumentation pro/contra gehypt. Das Schlimme ist, dass viele Menschen genau das nicht sehen und mitlaufen. Da hat sich seit Jahrhunderten anscheinend nichts an der Psyche des Menschen geändert.
    Selbst wenn man nur, wie hier gerade geschehen, auf das Hypen und die rechtlich problematische Festnahme hinweist, wird das schon vorauseilend von der FAZ Kommentarabteilung gelöscht. Wenn selbst solche Menschen so handeln, macht mir das Gedanken.
    Danke für Ihre Worte!

  11. Nix Neues. Hat Tradition, ey!
    Ach was!
    Es ist doch nix Neues, nix apokalyptische Gesellschafts- oder Demokratieveränderung zum Schlechten.

    War doch immer schlecht, äh war doch immer so. Hat Tradition, Politiker, die man weg haben will, mittels vergangener, aber rechtzeitig durchstochener Sex-Eskapaden im entscheidenden Zeitpunkt zu Fall zu bringen.

    Nie klappt sowas richtig mit dem Vorwurf Waffenenthusiasmus, Kriegstreiberei, oder Pleitegängerei, auch kaum mehr mit Untreue oder Falschaussagen.

    Ganz groß im Sex-Dinger rechtzeitig durchstechen war auch schon immer Great Britain. Seit ich auf der Welt bin.

    (Wobei es einen längst toten Komiker bei der BBC auch zu Recht erwischte, der wohl wirklich Dreck am Stecken hatte. Aber auch hier: zu spät.)

    Ist aber schon eine komische Demokratie in den Staaten. Wer dort z.B. als links gilt, geht hier kaum noch als CSU durch …
    Aber, dass sie so verklemmt aber gleichzeitig waffennarrisch und extrem paranoid sind, wissen wir nicht erst seit Nixon.

    Eins sehe ich anders:

    Dass jetzt ein Wesen wie Trump hochkommt, welches sogar Hardcore-Republikanern das Wasser in die Augen treibt, hat viel damit zu tum, dass hüben wie drüben vom Teich immer häufiger vom Wählervolk geglaubt wird, wer es zu Reichtum gebracht hat und wer ordentlich kriminell, stumpf und bösartig ist, nur der kann ein Land zu was bringen.

    Dieser Glauben nimmt auch hier im noch etwas feineren Europa ebenfalls zu. Einen Berlusconi (zig Weiber, Orgien, kriminell, krakig vernetzt, zig Unternehmen, reich) hatten wir schon.

    Im Osten geht auch noch was. Putin. Er wird – auch in Europa von manchen – umso mehr verehrt, je mehr Dreck er am Stecken hat.

    • Putin ist ja schon sowas wie Trump des Ostens in noch zynischer und intelligent.

    • @der andere Gast
      Ich kann mich irren, aber es geht bei der Entrüstung über Trump wohl weniger um eine Bettgeschichte/Sex, als um die frauenverachtende Haltung, die aus seiner Äußerung über Männer in Machtpositionen und deren Umgang mit Frauen spricht.

      Die heimliche oder nicht ganz so heimliche Bewunderung für „Machos“ wie Putin, Trump findet sich natürlich leider auch bei Frauen.

    • Die bayerische Variante:
      „A Hund is‘ er scho’…“

    • Sie irren sich
      wenn Sie Amerikaner für prüde halten. Im Persönlichen ist es einfach nicht der Fall, zumindest nicht überwiegend.

      Amerikanische Öffentlichkeit ist es.

    • @Don Alphonso/15.10. 16:31/Putin
      „Putin ist ja schon sowas wie Trump des Ostens in noch zynischer und intelligent.“

      Da möchte ich widersprechen. Putin ist trotz seiner öffentlichen Auftritte kein populistischer Hobby-Demagoge, sondern ein absoluter Polit-Profi, geschult vom KGB, sicherlich mit einem großen ebenso professionellen Mitarbeiterstab. Seine Auftritte sind wohlkalkuliert, wie fast alles, was Putin unternimmt. Und alle seine gewaltsamen Provokationen sind so berechnet, dass sie unterhalb der Schwelle bleiben, unter welcher der Westen zum Eingreifen gezwungen ist, aber maximal wehtun.
      Auch wenn er in Nachbarländern einmarschiert und deren Territorien besetzt, schafft er es, ohne auf nennenswerten Widerstand zu treffen. Ich finde, dass man hier die Handschrift eines fast hundertjährigen Geheimdienstes erkennen kann, der seine Herrschaft trotz Nameswechsels (Tscheka, GPU, NKWD, KGB, FSB) und sogar über einen Ideologiewechsel und eine wirtschaftliche Revolution hinweg erhalten hat. Vom Rückgrat der sowjetischen Parteiherrschaft zum Rückgrat der kapitalistisch-demokratischen Herrschaft. Putin spielt Schach, während man in Europa noch immer bei „Mensch ärgere Dich nicht“ ist.

      Wenn Putin also den Macho macht, so verfolgt er damit ein kalkuliertes Ziel zur Steigerung seiner Popularität bei seinem russischen Wahllvolk. Und er scheint seinen Apparat wirklich unter Kontrolle zu haben.

      Was Trump als Präsident machen würde, weiss man noch nicht, aber sicherliche wäre es nicht so wohkalkuliert. Jedenfalls hat er, anders als Bush senior, keine CIA-Erfahrung, so dass es fraglich ist, ob er seinen militärisch-geheimdienstlichen Komplex unter Kontrolle bekäme, oder von diesem als Hampelmann manipuliert würde.

      Und sicherlich würde er nicht Schach spielen – sondern ? Ich weiss es nicht.

    • Titel eingeben
      @Thomsen: Ihrer Analyse von Putin stimme ich weitgehend zu, und ich denke, man kann anerkennen, dass er für sich recht erfolgreich darin ist, an der Macht zu bleiben und seine Interessen durchzusetzen. Muss man nicht mögen, muss man nicht gutheißen, aber es wäre dumm, davon die Augen zu verschließen und ihn zu unterschätzen.

      Was Trump angeht, scheinen Sie diesen als das genaue Gegenteil von Putin zu sehen, der emotional, planlos, zufällig irgendwie in die Kandidatenrolle gefallen ist. Ich glaube, das ist nicht zutreffend. Ich halte Trump für genauso raffiniert, strategisch, berechnend wie Putin, nur spielt er eben auf einem anderen Instrument. Ein großer Teil hat damit zu tun, dass er viel dafür tut, dass ihn die Leute unterschätzen. So wie es z.B. die 16 Gegenkandidaten taten, die er innerhalb seiner Partei überwand.

      Was vielen bei diesem Wahlkampf schwer fällt: es kommt bei dem, was die Kandidaten äußern, null, aber auch null auf irgendwelche Fakten an, und jedweder Aussage mit Blick auf zukünftige Absichten, Strategien, Politiken usw. irgend eine Bedeutung zuzumessen, halte ich für völlig sinnfrei. Die reden irgendwas, um irgendwem zu gefallen.

    • Titel eingeben
      @trippmadam: die Frage ist ja, wer ist so ehrlich und gibt zu, dass das Alphatier Trump mit diesen Aussagen über Männer in Machtpositionen und deren Umgang mit Frauen, bzw. den Umgang der Frauen mit Männern in Machtpositionen, zumindest nicht komplett daneben lag?

  12. Selbst wenn Trump mit "nur" 45% verlieren sollte, wäre das eine schallende Ohrfeige
    für die US-amerikanischen Funktionseliten. Um das zu begreifen, muss man sich nur klarmachen, was es in Deutschland bedeutete, wenn eine Partei in einer Bundestagswahl gegen praktisch sämtliche Medien 45% holte, nur unterstützt von der „Jungen Freiheit“ und „Russia Today“.

    Ich habe Trump im Nobvember letzten Jahres richtig die Kandidatur und im Mai diesen Jahres möglicherweise voreilig die Präsidentschaft prognostiziert. Bei der Verfolgung der Diskussionen in den USA wie bei uns bleib mir eine Erkenntnis nicht erspart- unsere Funktionseliten haben immer noch nicht einmal eine klare Vorstellung, WARUM sie in solcher Bedrängnis sind.

    Deshalb würde ich mir noch immer den Wahlsieg Trumps wünschen, obwohl er als Präsident wie als Mensch offenkundig völlig ungeeignet ist. Herrschende Funktionseliten verstehen letztlich auch nur die Sprache der Macht – und dazu müssen sie abgewählt werden, mit anderen Mitteln verändern sie sich nicht. Weil sie ohne die Niederlage die Nachricht, die ihnen der Erfolg solcher Aussenseiter vemitteln müsste, nicht zur Kenntnis nehmen. Können oder wollen – ich vermute aktuell das Erstere, was weit gefährlicher ist, als das Zweite.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Man muss sich nur Gabriel zu CETA anschauen, und zur ganz sicher verhassten Autobahnprivatisierung. Null bodenhaftung, solang die SPD mitspielt und es zusammen mit der CDU reicht.

    • Sollte
      Sehr geehrter Herr Haupts,
      Ihre Hoffung in Ehren. Doch: Sollte Trump gewinnen, wird sich gar nix tun.

      Von wegen die Funktionseliten sind dann aus die Maus.

      Sie werden nach seiner Wahl sehr lebendig werden und erfolgreich versuchen, ihn überall auszubremsen, wo es nur geht. Der US-Senat ist mächtig. Zudem ist Trump zwar bauernschlau, aber dumm. Wer in seinen Synapsen derart grobmotorisch unterwegs ist wie dieser Rüpel, merkt Intrigen grundsätzlich erst dann, wenn sie fertig sind.

      Der US-Senat hat ja schon Obama ausgebremst.
      Um wieviel schöner wird es für ihn sein, Trump vorne- und hintenrum genussvoll auszubremsen. Dass sich auch noch das ganze US-Volk nach der Wahl immer hinter seinen Präsidenten stellt, dass mag ich bei Trump anzweifeln.

      Man sollte sich noch einmal House of Cards ansehen.

      Trump wird – wenn er es denn werden würde, was ich nicht glaube – nach außen als stark auftretender Präsident gepriesen werden, innen wird er schwach sein. Noch schwächer als Obama. Was tun derartige schwache Präsidenten? Außen Kriege führen, damit ihr Ansehen innen nicht vollends vor die Hunde geht.

      Ich mag dieses Szenario ganz und gar nicht.
      War Bush II nicht so ein in der Innenpolitik schwacher Typ?

      Aber ich mag auch Clinton nicht.

    • Gefährliche Wünsche
      Der Wunsch, eine Funktionselite abzuwählen, die die realen Probleme nicht mehr löst, ist oft übermächtig! Aber die Alternative ist entscheidend. 1933 wollten sich viele mit Hilfe eines politischen Aufsteigers auch der ungeliebten Kabinette der Barone, der „Novemberverbrecher“, der „Systemparteien“ entledigen. Nein, eine Demokratie bietet immer bessere Alternativen. Auch bei uns besteht jetzt wieder ein politischer Wettbewerb. Zwischen Rot-Rot-Grün und den anderen Parteien wird vor der nächsten Bundestagswahl wieder ein richtig spannender Wahlkampf geführt werden. Und auch die Republikaner in den USA hätten glaubwürdigere Kandidaten gehabt. Die Führung der Republikaner hat einfach zu viele Kandidaturen laufen lassen. Da hat sich der finanzstärkste und rücksichtsloseste schnell durchgesetzt.

    • Wenn ich mir anschaue, wie die SPD unter Sigmar Gabriel ist, kann ich mir das nicht vorstellen. Ausserdem wird es für R2G im bund nie reichen. Das wird m-E. so wie in Österreich, eine bleierne Zeit, und die Apparate teilen sich das Land auf.

    • als ob Abwahl hülfe!
      Auch Abwahl scheint nicht zu helfen. In BaWü hatten wir das: Eine seit Schülergedenken konservative Regierung stetig mit abnehmendem Einfluß, eine riesen Mauschelei zugunsten eines mittelgroßen U-Bahnhofs mit Geldverschwendung allergrößten Stils im Herzen eines speziell für seine Sparsamkeit (wenn nicht schon Geiz) bekannten Bundeslandes, und einen MP, der erst auf doch ziemlich friedliche Demonstranten mit Wasser schießen lies und sich anschließend vor der Verantwortung drückte, derselbe, der verfassungswidrig Monopoly spielte, und das sind nur die allseits bekannten Schnitzer. Die betroffene Partei wurde vom Wähler sensationell zur Opposition degradiert und hat was gelernt daraus? Nix, gar nix. Die glauben trotz lebender Beweise des Gegenteils im kommunalen Bereich noch immer, der Wähler sei bloß auf den alten Silberrücken reingefallen und es werde alles wieder gut. Von echter Verarbeitung des Geschehens leider keine Spur. Man vertritt trotzig seine alten Standpunkte und trickst sich weiter durchs parlamentarische Dasein.

    • Missverständnis.
      Natürlich wäre Trump als Präsident eine Nullnummer. Aber (nur) sein Wahlsieg würde – wie Wahlsiege der Rechtspopulisten in Europa – den Einheitsbrei der derzeitigen Funktionseliten aufbrechen können. Darin bestünde seine einzige wichtige Funktion.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • @Jens B: Politischer Wettbewerb? Staun! Worum genau?
      Ob Hartz IV jetzt 50 Euro mehr oder weniger wird, wann genau das Elektroauto befohlen wird (morgen oder erst übermorgen) und ob man statt 400.000 Zuwanderern (wie 2016) nicht doch besser 600.000 im Jahr nimmt?

      Das nennt sich bei Ihnen „politischer Wettbewerb“? Äh – nein :-).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • @Thorsten Haupts
      Für uns in Deutschland wird weitaus interessanter sein, was innerhalb des nächsten dreiviertel Jahres in Österreich, den Niederlanden, in Frankreich und in den 3 ausstehenden Landtagswahlen gewählt wird.

      Obwohl mich der Gedanke eines amerikansichen Präsidenten Trump, der medienwirksam auf Angela Merkel oder Martin Schulz trifft, durchaus amüsiert… Wirklich wichtig ist der Wahlausgang in den USA ob der innenpolitischen und europäischen Probleme nicht.

    • @JensB
      „Und auch die Republikaner in den USA hätten glaubwürdigere Kandidaten gehabt. “

      Das stimmt nicht, das war eigentlich durchgehend die alte Leier – Steuersenkungen für die Reichen, Ablehnung von Sozialprogrammen, Freihandel, Befürwortung von Masseneinwanderung (samt Amnestie für illegale Einwanderer) und Kriegspolitik im Stile von Bush 2. Trump war der einzige Kandidat, der sich auch nur ansatzweise von diesem abgestandenen Brei abgehoben hat, und deshalb war er erfolgreich. Die traditionellen Republikaner sind erledigt, sie haben ihre Basis zu lange ver**scht und gedacht, die würden sowieso alles schlucken und hätten keine Alternativen; das war ein Irrtum.
      Es ist bedauerlich, dass Trump als Mensch so unmöglich ist und wohl deshalb die Wahl verlieren wird. Hoffentlich werden die von ihm gesetzten Impulse in Zukunft von kompetenteren Kandidaten aufgegriffen.

    • Trump wäre für Europa das kleinere Übel...
      Man sollte bei Vorhersagen den Zahlen die die US Medien Maafia veröffentlicht nicht trauen. Ich habe zwar von Anfang an Clintons Sieg prophezeit, aber je länger es dauert… wissen kann man da anscheinend noch gar nichts. ThorHa da hat völlig Recht wenn er feststellt: „unsere Funktionseliten haben immer noch nicht einmal eine klare Vorstellung, WARUM sie in solcher Bedrängnis sind.”
      Das gilt für die USA natürlich mehr als für die deutschen Parteien der „Mitte“. Es ist unfassbar komisch wenn man US TV glotzt und sogar bei einem Bill Maher sehen muss, dass er wie der Rest nicht begreifen kann, dass sich hier nicht zwei verschiedene Policies, sondern eine Politik und eine Anti-Politik gegenüber stehen. Und deshalb beeindrucken diese Anti-Trump Nachrichten auch kaum mal einen einzigen seiner potentiellen Wähler, weil man ja gar keine Absicht hat mit ihm den besseren Politiker zu wählen.

      Und der andere Gast erinnert ja ebenso richtig daran, dass ein Wahlsieg Trumps letztlich nicht allzu viel Konsequenzen haben wird, denn wir haben ja an Obama gesehen, wie lächerlich gering die Macht eines US Präsidenten letztlich ist.
      Gerade in den USA ist deshalb der Optimismus eines ThorHa, eine Trump Wahl würde dort etwas „aufbrechen“ arg verfrüht. Die eigentlichen Machthaber und Entscheider werden auch „unter“ Trump einfach so weiter machen wie bisher und ein auf Trump folgender Präsident wird mit Sicherheit wieder ein normaler Parteityp sein. Denn innenpolitisch wird sich Trump als Versager erweisen, besser wird es den Leuten unter ihm nicht gehen, auch wenn die ja bereits seit einiger Zeit anwachsende Weltwirtschaftskrise nicht seine Schuld ist.
      Für Europa dürfte Trump die bessere Wahl sein, man sollte das praktisch sehen. Sehr viel ernstere Folgen als seine Wahl dürften 2017 die Wahlen in den anderen europäischen Staaten haben. Ich bin sicher die Ergebnisse werden bisher noch kaum vorstellbare Folgen für die EU haben.

    • Ausserdem wird es für R2G im bund nie reichen.
      falsch!
      r2g hat im Moment eine Mehrheit im deutschen Bundestag.
      Sitzverteilung:
      Union 310
      SPD 193
      Linke 64
      Grüne 63
      macht 320 für r2g
      Das Merkel Kanzlerin ist liegt ggf an Gabriel und seinen Freunden.


    • Selbst wenn Trump mit „nur“ 45% verlieren sollte, wäre das eine schallende Ohrfeige
      Zu Zeiten der Bonner Republik hätte man Muße gefunden, das so zu empfinden. Heutzutage ist sowas aber einfach: irrelevant. Schnee von gestern.

  13. Anders gefragt:
    Was ist, wenn die Wähler erkennen, dass sie keine reelle Chance haben, durch Wahlen den gewünschten Richtungswechsel in der Politik herbeizuführen? Welche Folgen wird es für Deutschland haben, dass es im Bundestag keine nennenswerte Opposition zur Politik der nur der Zahl nach großen Koalition gibt und eine wirklich kritische Auseinandersetzung mit deren Versagen (Griechenlandrettung, Energie- u. Flüchtlingspolitik, Zusammenspiel Justizminister – amedeu antonio Stiftung) in den Medien nur ausnahmsweise, z.B. hier, stattfindet.

    • Dann wird es halt sozial ungemütlich. In Bayern gehen sie dann in die Kirche und in den Sachsen zum „Heimatschutz“.

    • Hmmm
      In dieselbe Kirche, deren Obere mit erhobenem Zeigefinger immer mehr Hingabe verlangen und Ihren eigenen Glauben für ein höheres Wohl opfern?

    • @Jens Schmidt
      Sie sollten diese politischen „Frühlingskatholiken“ nicht allzu ernst nehmen. Die verschwinden wieder … Die wahren Katholiken wissen, was sie an ihrer Kirche haben.

  14. Wunderbares Mütter-Trio Maas, Schwesig, Kahane
    Unsere konservative Heiko hat hier in Europa immerhin den Vorteil, anderen Menschenrechte wie Meinungsfreiheit vorenthalten und eheneutral rumvögeln zu können.

  15. The Manhattan Groper
    Lieber Don Alphonso, Sie haben sich auf ein heikles Terrain gewagt und schreiben doch über Trump. Alle Achtung: Sie haben das sehr geschickt gemacht. Es stimmt, dass ein Sexskandal in den USA jedes andere Thema überschattet. Pech für Trump, gut für Clinton.

    Aber so einfach ist das nicht. Erstens sollte man das Tape hören, um den richtigen Eindruck zu gewinnen, zweitens hat sich herausgestellt, dass er offenbar seine eigene Verhaltensweise, sexuelle Übergriffe zu begehen, beschrieben hat und damit prahlt. Und genau danach hört es sich auch.

    Aber Trump selbst redet am meisten davon in senen Wahlveranstaltungen. Er schaltet den Teleprompter einfach ab und schimpft auf die kranken Lügnerinnen, die ihm nun auf die Pelle rücken.
    Dnn nzwischen haben sich 12 Frauen gemeldet, welche genau solche Übergriffe schildern.

    Natürlich kann man jetzt behaupten, nur der notorische Lügner Trump erzähle die Wahrheit, während alle 12 Frauen lügen. Genauso hätte man auch behaupten können, dass alle von den katholischen Priestern missbrauchten Männer gelogen haben.

    Der Mitdiskutant Antesde hat das in einem vorherigen Blog auf den Punkt gebracht: Trump verhält sich ähnlich, wie die nordafrikanischen Neuzugänge am Silvester in Köln es auch getan haben. In beiden Fällen geht es um Macht und um Größenwahn. Und um fehlenden Respekt gegenüber Frauen.

    Wer Trump verteidigt, sollte sich die Frage stellen, ob er nicht mit zweierlei Maß misst.

    Ich mochte Hillary Clinton noch nie, doch Trump kann ich nicht ausstehen. Liegt daran, dass ich ihn schon viel früher für einen unsympathischen Schmierlappen hielt.

    Hier, Donald in jüngeren Jahren, ein Mann des einfachen Volkes, als was er sich im Wahlkampf verkaufen will: „“I consider myself, in a certain way, to be a blue-collar worker“ — Donald Trump
    https://twitter.com/timjhogan/status/785583459557224450/photo/1?ref_src=twsrc%5Etfw

    Zeig mir, wie du eingerichtet bist, und du zeigst, wer du bist.
    Es sind viele Bilder, und die untersten sind die schlimmsten. Dann folgen Bilder der Hausherrin:
    http://www.idesignarch.com/inside-donald-and-melania-trumps-manhattan-apartment-mansion/
    Interior Decoration, wie sie von afrikanischen Diktatoren, neureichen Chinesen und osteuropäischen Oligarchen goutiert wird. Gruselich.

    • Ich veteidige ihn nicht. Ich schreibe nur über Leaks und stelle die Frage, ob sie wirken.


    • @ Don Alphonso

      Damit waren auch Sie gar nicht gemeint. Daher schrieb ich auch, dass Sie das sehr geschickt formuliert haben, denn Sie haben sich nicht positioniert. So haben Sie Ihren Lesern den Freiraum gegeben, darüber zu diskutieren. Vielen Dank dafür.

    • Ach so. Gern geschehen!

    • The assassin always dies, baby. It's necessary for the national healing.
      Sorry, Sie verstehen nicht.

      Trump ist erfolgreich, weil er die Lüge bekämpft.

      Es geht nicht um Trump oder Clinton, sondern darum, dass die Moderne nicht mehr nach den herrschenden Modellen der 68er funktionieren kann.
      Letztere wurden von der Realität der amerikanischen Mittelschicht schon lange als Lüge enttarnt.

      Trump ist nun der Hofnarr, der diese Differenz zwischen dem Weltbild der Politik/Medien und der Realität der amerikanischen Mittelschicht in die Kommunikation aufzeigt. Nicht mehr und nicht weniger.
      Trump hat keine Antwort, er ist nur der Vorreiter einer Revolution, der Zerstörer der alten Ordnung. Und in dieser Rolle ist Trump ganz wunderbar, weil mutig und gnadenlos und vulgär und brutallsmöglich.

      Intelligente Beobachter lassen sich daher nicht von dem Menschen Trump irritieren, sie beobachten die Strukturen, die einen Trump ermöglicht haben.
      Und diese Strukturen sind wahrzunehmen und zu berücksichtigen. Denn sie werden die Zukunft bestimmen. Die Zukunft der USA und damit die Zukunft der Welt.

    • I consider myself, in a certain way, to be a blue-collar worker
      Hat man Trump je vorgeworfen Intellektueller zu sein?
      Eher nicht.

      Also geht es bei ihm auch nicht um White-Collar-Crime wie ggf bei der bei Intellektuellen beliebten Clinton in ihrer Eigenschaft als Schreibtischtäterin.

      Ich denke so falsch ist Selbsteinschätzung von Trump nicht.
      Unterschicht die zu Geld gekommen ist und die ggf geschickte Steueranwälte hat.
      ggf sollte man Trump mit Reagan vergleichen der in linksliberalen Kreisen auch äußerst unbeliebt war. Seine Amtszeit war aber Erfolgreich.


    • @ Goodnight
      Und womit bekämpft Trump die Lügen?
      Mit noch mehr Lügen.
      Das ist das Traurige.

      Natürlich war die Zeit reif für einen wie Trump, einen Reality-TV-Star, als welchen Trump Jahre lang Erfahrungen gesammelt hat.

      Trump ist die Fleisch gewordene Reality Show. Der Horror, den sich die Amerikaner selber hoch gezüchtet haben.

      Das Einzige, was mich hierbei stört, ist das Gefühl, dass manche ihn für weniger gefährlich halten als das Establishment. Trump wird keinerlei Rücksicht auf das Volk nehmen, sondern sein eigenes Establishment aufbauen, um davon für sich und seinen Clan zu profitieren. Ähnlich, wie das die Russen tun. So, wie es sein Vobild Putin tut. Die adepten Oligarchen in spe sitzen schon in seinem Beraterteam.

      Etwas Anderes zu erwarten oder ihn gar mit Bernie Sanders als eine Art Revoluzzer zu vergleichen ist für mich allzu naiv.

    • Diese Bilder sagen wirklich alles
      @Tamarisque

      Oh Dank für diese Bilder. Die sagen wirklich alles.
      Allerdings ging mir dieser hype um den Trump gewaltig auf den Zeiger.

      Und nun steigt auch noch der Don auf dieses Thema ein.
      Dennoch. Ein wenig recht hat er auch.

      Was mich an diesem Thema im Allgemeinen, nicht auf den Don bezogenen, so stört: Die deutschen Medien zeigen volkspädagogisch (wie hinterfotziges in diesem Zusammenhang und political incorrect) seit Monaten mit dem Finger auf den pösen Trump. Quasi auch ein Ablenkungsthema von hiesigen Themen. Damit haben sie bei mir nur oppositionelles Desinteresse erreicht.
      Sue bräuchten einfach nur sachlich berichten und dann kann der Medienrezipient sich doch möglicherweise tatsächlich eine eigene Meinung bilden.Beispielsweise mit dolchen Photos aus dem Link von Tamarisque.

      Und dann diese Haltung als ob man der US-Souverän höchstpersönlich sei.

      Wir Guten, den würden wir hier nicht wählen, dafür sind wir viel zu gut.

      Obwohl es schon so ist, daß die Welt im Takt der US-Präsidenten tickt. Leider. Nach den zwei furchtbaren Busch Junior-Perioden (Ich korrigiere: Dschordsch Dapppelyouu Busch) dachte man es kann nur besser werden.

      Dann dieser Messias mit seinem „yes we schaffen das“.

      Der war mir seit seinem Wahlkampfauftritt vor der Siegessäule in Berlin suspekt.

      Will R2G die eigentlich pc-mäßig abreißen oder wenigstens umbenennen?

      Vorschlag „Wir schaffen das Säule“.

      Und was hat er geschafft, außer das er gut reden kann?

      Ok, seine Gesundheitsversicherung.

      In Guantánamo sitzen immer noch Häftlinge ohne ein faires Verfahren seit vielen vielen Jahren ein.

      Der Nahe Osten brennt nahezu vollständig unter anderem dank US-(Krieges) Politik, wovon er allerdings einen großen Teil geerbt hat.

      Insofern eigentlich ein wichtiges Thema. Aber ständig diese Volksaufklärung der volkserziehenden Medien.

      Und immer in diesem Impetus.

    • Es geht mir darum, wie Leaks wahrgenommen werden. Das ist mein Aspekt, der Rest ist Beiwerk.

    • You need me. You need me badly. Because I'm your last contact with human reality.
      @Tamarisque

      Natürlich wird es mit Trump nicht schön. Er ist ein debiles Wohlstandskind, ein Riesenbaby welches eigenständig keine 10 Meter laufen kann.

      Aber, wir beobachten aus unterschiedlichen Perspektiven:

      Sie, wie viele hier, gehen noch davon aus, dass die Vergangenheit in der Gegenwart und in der Zukunft Bestand hat bzw. haben wird. D.h., Sie betrachten eine moderne Welt, in der sich Regeln und Recht und Wahrheit und Wohlstand durchsetzen werden.

      Aus meiner Perspektive ist das mit dem Wohlstand seit dem Jahre 2008 nicht mehr, seit 2015 ist da auch nix mehr mit Regeln und auch das Recht und die Wahrheit haben in den letzten Monaten an Bedeutung verloren.

      Wir bewegen uns mit großen Schritten zum Wahnsinn.

      Aus meiner Perspektive ist daher zu fragen, wie man den Wahnsinn stoppen kann. Das wird nicht einfach. Das wird nicht schön. Das wird Opfer kosten. Aber es ist notwendig, um den ganz großen Knall zu verhindern.

      D.h. aus meiner Sicht ist Trump ein notwendiges Übel, d.h. ein kleiner Konflikt, der Opfer kosten wird, aber den großen Knall verhindern könnte.

      Clinton ist die Illusion, das „Yes, we can“, das „Wir schaffen das“, die kurzfristige Dosis an Betäubungsmittel, der Weg in die Apokalypse.


    • @Tamarisque
      Und womit bekämpft Trump die Lügen?
      Mit noch mehr Lügen.
      Das ist das Traurige.

      Der aufrichtige Kandidat mag des Wählers Traum sein, allein, die Art der Kandidatenkür macht es unmöglich, daß eine Person mit etwas Sinn für Dezenz durchkommt. Entweder Rodeo oder is nich. Entweder PR-Profi oder is nich.
      In Anbetracht der Tatsache, daß diese Person Geheimdienste im Zaum halten muß und die internationale Politik zumindest kommunikativ bestimmt, geht es halt einfach nicht, jemanden mit empfindlichen Weichteilen zu nehmen. Dem trägt die US-amerikanische Kandidatenkür Rechnung.
      Trump wird keinerlei Rücksicht auf das Volk nehmen, sondern sein eigenes Establishment aufbauen, um davon für sich und seinen Clan zu profitieren.
      Mag sein, daß er so agiert – aber das ist der Lauf der Welt und inzwischen allgemein gängig, und die Mittelklasse ist schon froh, wenn sie nicht weiter niedergeschlagen wird und nur etwas – statt massenhaft – Korruption an der Spitze finanzieren muß.
      Sie mögen ihn, weil er sich hinstellt und sagt, er macht den Job, und dabei glaubwürdig ist und nicht den Eindruck erweckt, es wird noch sehr viel schlimmer.

  16. Bitter
    Netter Artikel der mal wieder Denkanstöße liefert. Ist schon bitter das erst eine 11 Jahre alte äußerst peinliche Aufnahme auftauchen muss, damit Trump seine Wahlchancen schwinden sieht und die Elite der GOP den einigermaßen gesichtswahrenden Rückzug antreten kann……..
    Auch wenn ich der (gestärkten) Hoffnung bin, dass Trump uns jetzt erspart bleibt, so muss ich doch insgeheim @Haupts recht geben, das wohl nur eine Wahl von Trump wieder sowas ähnliches wie Bodenhaftung bei den politischen Eliten in den USA und vielleicht auch in Europa zur Folge gehabt hätte.
    Mit Bernie Sanders hat es ja nicht sein sollen!

    • Sanders wäre auch meine erste Wahl gewesen, aber den hat man ja effekti verhindert.

    • B. Sanders
      Sozialisten und ihre irrwitzigen, von ökonomischem Sachverstand vollkommen befreiten, linken Heilsversprechungen haben es in den USA naturgemäß schwer.

      Mal abgesehen von geistigen Kindern nimmt die einfach niemand ernst.

      Allerdings wäre mir der nächste Sozialist, der an den amerikanischen Institutionen mit seiner Wirtschaftspolitik scheitert (analog zu Obama), auch deutlich lieber gewesen als Trump und Clinton.

    • We'd have to rule by terror. You know what that is? Terror is nothing but despair.
      Sanders?

      Sanders ist ein altes Baby, dass sich an den Schwachsinn der 68er Lehre klammert, weil er sonst nichts gelernt hat. Er ist völlig debil und schwach.

      Hillary ist wenigstens eine charakterlose Schauspielerin, die den debilen weiblichen und farbigen Fans dumme kleine Märchen erzählen kann, ohne dabei rot zu werden. D.h. Hillary kann Macht, d.h. sie kann Menschen nach Belieben benutzen.

      Letztlich kann man eine ungemeine Zersplitterung der Wählerschaft in den USA beobachten:
      Dort die debilen Wohlstandskinder, die meinen, Sanders Illusion von Friede und Liebe und grüne Wiesen weiter träumen zu können.
      Nebenan die verängstigten Mittelschicht, Frauen, Farbige und Immigranten die nicht mehr an Märchen, aber noch an den amerikanischen Traum glauben wollen und Clinton anhimmeln, in der Hoffnung, dass sie die alten guten Zeiten von Bill zurückbringt.
      Auf der anderen Seite, die gefallende Mittelschicht, die noch an das Land, aber nicht mehr an Politik glauben und deshalb einen Irren wie Trump nach Washington schicken, damit alle aufwachen, aus dem Traum.
      Und dahinter steht schon das Heartland Amerikas, mit geladenen Waffen: die Tea Party.

      Wenn man genau hinschaut, kann man das exakt auf die BRD übertragen, man muss nur (in dieser Reihenfolge) die Grünen, die CDU/SPD, die AFD und die NPD einsetzen.
      Es ist überall der gleiche Prozess: das Ende einer Epoche.

  17. Wir (maj.pluralis) bestimmen, wer Praesident spielen darf
    „Don Alphonso sagt:
    15. Oktober 2016 um 16:14 Uhr
    Normalerweise war es ja frher so, dass sich alle Amerikaner nach der Wahl, egal wie es ausgegangen ist, hinter dem Präsidenten zusammenrotten. Die Wahl Bushs und das Impeachment ggeen Clinton haben das aufgebrochen, und, na, man wird sehem, wie das ausgeht. Wohl ist mir nicht, auch wenn ich froh bin, als Europäer, dass Trump nicht kommt.“

    Sie liegen falsch, lieber D.A.

    Trump hat die „Wahl“ schon gewonnen, das steht seit langer Zeit fest.
    Bitten Sie bitte nicht um „Beweise“. Beobachten Sie, was passiert.
    das reicht.

  18. Don, wenn Sie uns die Zauberflöte als Betätigungsfeld anbieten,
    so sei mir doch in der Retrospektive Gelegenheit gegeben die Silvesternacht auf der Domplatte neu zu bewerten.
    .
    Duett, Handelnde Personen

    Pamina=Pamela (die Honigsüße)
    deutsche Jungfrau (nur im Bez. auf das Alter, vorgeglüht und mit klarer Kenntnis von precedenten Ereignissen n´importe où)
    .
    Papageno=Aaqaa (bedeutet so viel wie: Besitzer)
    nordafrikanischer Jungmann (im Heimatland Surplus, angelockt von im www. kursierenden BANF*-Werbeseiten-und Filmchen http://www.bamf.de/DE/Startseite/startseite-node.html und das das gütige Selfielächeln einer der größten zeitgenössischen Politiker*Innen.

    * Nicht zu verwechseln mit: Bundes-Arbeitsgemeinschaft für Familien-Mediation
    .
    Allora.

    – Pamela: Bei Männern, welche Liebe fühlen, fehlt auch ein gutes Herze nicht.
    .
    -Aaqaa: Die süßen Triebe mitzufühlen, ist dann der Weiber erste Pflicht.
    .
    – Beide: Wir wollen uns der Liebe freu´n, wir leben durch die Lieb´ allein.
    .
    – Pamela: Die Lieb´ versüßet jede Plage-ihr opfert jede Kreatur.
    .
    – Aaqaa: Sie würzet uns´re Lebenstage, sie wirkt im Kreise der Natur.
    .
    – Beide: Ihr hoher Zweck zeigt deutlich an, nicht Edlers sei als Weib und Mann. Mann und Weib und Weib und Mann, reichen an die Gottheit an.

    Im Nachhinein könnte man Huntsman´s und der Korrektspeechpresse Zögern ein gewisses Verständnis entgegenbringen. Es kommt eben alles auf die Perspektive an.
    .
    Ach, eh ich´s vergesse: Chor der Dompröbste, äh Priester (II, 19)

    …….Bald fühlt der edle Jüngling neues Leben, bald ist er unserm Dienste ganz ergeben….
    (DdH)

    • ...en pensant...
      Bei Mozart kommt bei mir immer ein deutlich fühlbarer Zorn auf.
      Dass dieser wunderbare Mann gezwungen war solch albern-kindische, saudumme Geschichten zu vertonen.
      Während meines Musik Studiums hatte ich mal kurzfristig die Idee das Finale des Don Giovanni umzu schreiben, leider waren mein kompositorisches Talent und mein Durchhaltevermögen wesentlich kleiner als meine Liebe zur Philosophie… Die Oper sollte damit enden, dass Giovanni den dümmlichen Komtur zum Teufel schickt und Anna sich eingedenk ihrer einen erfreulichen Nacht bei ihm und Elvira zum Feste einfindet…
      Manchmal ist man seiner Zeit einfach zu weit voraus, man stelle sich Stokowskis Kritik der Oper vor!

      (Für Fachleute: Nein, nicht den Leopold, sondern die Dumpftusse beim SPON)

  19. Titel eingeben
    Wer meinte, 2012 den Hollywood-Streifen „Die Qual der Wahl“ (The Campaign) unter ‚Comedy‘ einstufen zu können, muss nun eine Umbewertung vornehmen: ‚Science-Fiction‘ wäre korrekt!
    Gespannt sein darf man auf Steinmeiers Verbalakrobatik, falls er beim Antrittsbesuch bei der neuen US-Regierung persönlich auf „Hassprediger“ Trump treffen sollte.

    • Steinmeier ...
      … ist so lange im Geschäft, er wußte, was er da sagte.

      So vermutlich war Steinmeier schon über die ausgegrabenen Quellen frühzeitig informiert.

  20. "... Was soll nach diesem äussersten Mittel noch kommen,.."
    Na, das was schon mehrfach gelaufen ist: Die bislang beleglose Zuweisung der Urheberschaft für dieses oder jene leak. Mitsamt Angriffsdrohungen auf die Staatliche digitale Infra-Struktur des der Urheberschaft Bezichtigten. Während dieselben Akteure schon vor längerer Zeit aller Welt mitteilten, künftige Cyber-Angriffe auf die eigene Infrastrukur als Kriegserklärung zu werten.

    Erst dann kommt endlich nichts mehr. Oder jedenfalls nicht mehr viel.
    Fall-Out und so …

    Gruß auch an die Polnischen Nachbarn …

  21. Amerika hat's gut, wenn nicht besser
    dort gibt es immerhin Aufreger um den pöbelnden Trump und die sich bei Banken einschleimende Clinton. Was haben wir? Biedermeier in Reinformat. Nun huldigt auch noch die Junge Union der Kanzlerin, Frau Bundeskanzlerin, Sie haben geliefert. Die JU fühlt sich ja so abgeholt und sagt, die Truppe steht.
    Ich frage mich, was die vorher geraucht haben.

    Ich wünschte wirklich, hier würde mal etwas vom amerikanischen Dampf in den Kessel kommen, dann müssten wir uns nicht die beiden Kasper aus Amerika zum Aufregen ausleihen. Wählen müssen wir sie eh nicht, wenn auch mit den Folgen leben, aber eben nicht von uns zu ändern.

    Wir werden erstickt vom Mehltau, der aus Berlin über die Republik wabert. Hätten wir irgendwo ein bisschen Trump, käme vielleicht endlich Leben in die Bude und würde die Leute aufwecken.
    Immerhin gäbe es dann wenigstens was bei uns zu lachen.

    • Falls Sie es nicht gelesen haben: Möglicherweise gibt es Neuwahlen in Sachsen.

    • Doch, habe ich gelesen, aber
      das liegt ja nun der Selbstherrlichkeit der Frauke Petry und ist wenig amüsant.

    • Titel eingeben
      Mutti’s Jüngste haben ihr die Gefolgschaft erklärt. Die etwas älteren Brüder werden ihr ceteris paribus im Dezember die Gefolgschaft erklären. Der etwas verschrobene Onkel aus Bayern wird das wohl auch machen, mindestens damit Mutti samt sonstiger Sippschaft ihn nicht besuchen kommt.

      Damit bleibt Mutti all denjenigen erhalten, die sie zukünftig als Projektionsfläche benötigen.
      Läuft!

      @Neuwahlen in Sachsen

      Habe ich gesehen. Ich habe auch mal auf die aktuellen Umfragewerte in Petry’s Heimatland geschaut…
      Ich bezweifle, dass es zu Neuwahlen kommt.

    • Hihi
      Bei einer Neuwahl würden SPD und Grüne wohl derzeit permanent mit voller Hose durch Sachsen rennen.
      Der Jammerauftritt von Roth in Dresden und dieser unsympatische Antifaschwurbler Kasek als Grünenführer, dürften derzeit dafür gesorgt haben, dass die Grünen aus dem Landtag fliegen.
      Die hatten es eh zuletzt nur auf 5,7 % gebracht.
      Und Gabriels Pack nimmt man hier extrem persönlich, eben so das Geschwurbel von Oppermanns über Sachsen vor paar Tagen.
      Einstellig ist da derzeit durchaus drin.

    • Neuwahl in Sachsen
      @Don Alphonso: Wirklich genial das Timing ;-)

      Seit 2014 ist die Tatsache bekannt, dass die AfD-Liste willkürlich geändert wurde, aber jetzt, da die al-Bakr-Affäre zum Staatsversagen aufgeblasen wird, erinnert man (R2G + zuarbeitende Journaille) sich an diese ‚olle Kamelle‘, offenbar in der Hoffnung, selbst Honig daraus saugen zu können. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt …

      Sie können den Beitrag gern unterdrücken, aber das Wort „Journaille“ wiederhole ich hier ausdrücklich.

    • Das ist hier zulässig.

    • Ich glaube nicht an Neuwahlen, die sind doch nicht lebensmüde
      @EraserFS, Jens Schmidt

      da können Rechtsexperten noch so lamentieren, dass das nicht verfassungsgemäß gelaufen ist. Man biegt das garantiert doch noch so hin, sonst flöge man womöglich aus dem Parlament.

      Jetzt wird auch wieder vom Pegida-Effekt geschwafelt, eine Wirtschaftsflaute im Osten und Schulz sieht Europa am Rande, alles so weit rechts. Ich komme aus dem Lachen nicht mehr raus. Man muss heute Focus lesen.

    • Titel eingeben
      Renate, man sollte vorsichtig sein mit dem was man sich wünscht!

      2017 werden etliche Wahlen in Europa überraschende Konsequenzen haben, die tatsächlich eine Art Erneuerungsprozess einleiten.
      Ob die Dinge anschliessend besser oder nur noch schlimmer sein werden, wird sich ebenso wie bei einer Wahl Trumps erst nachher feststellen lassen.

      Was mich wundert, überall scheint man zu vergessen, dass der alte Satz nach wie vor richtig ist: Its the economy, stupid!
      Ich glaube zu sehen, dass es der wirtschaftliche Niedergang überall ist, der dies alles auslöst. Der Mittelstand wehrt sich und wird reagieren, ist zwar auch nicht schlauer als der Rest, hat aber in DE die etablierten Parteien im Verdacht der Inkompetenz.
      MaW: vieles könnte ganz böse in Hose gehen.

    • Biedermeier ist der neue Punk und Merkel rockt
      Wir alten Säcke tun uns ein wenig schwer, diese neue Welt zu verstehen, gell? Wir täten aber besser daran, mal mit den Jungen zu kommunizieren als sie zu verurteilen


    • hat aber in DE die etablierten Parteien im Verdacht der Inkompetenz.
      Paßt.

    • @Renate Simon:Amerika hat's gut, wenn nicht besser
      „Hätten wir irgendwo ein bisschen Trump, käme vielleicht endlich Leben in die Bude und würde die Leute aufwecken.
      Immerhin gäbe es dann wenigstens was bei uns zu lachen.“

      In Deutschland wäre ein „bisschen Trump“ natürlich kein Selfmade-Großkapitalist, weil das unsere Gesellschaftsordnung und Tradition irgendwie nicht zuläßt, sondern ein demagogischer Staatsdiener/Beamter – und da haben wir doch den Herrn Höcke … mit typisch deutschem Stallgeruch.

      Wollen Sie etwa den als Gegenkandidaten/Kontrastprogramm zu Merkel sehen?

    • Tyler, die Zeiten, als Wünschen evtl. noch geholfen hat, sind vorbei
      Schulz hat insofern recht, dass Europa tatsächlich nach rechts driftet. In F wird le Pen gewinnen und bei uns die AfD hochprozentig in den Bundestag einziehen.
      http://www.foederalist.eu/2015/12/eu-lander-rechte-parteien-regierung.html

      Heute ist im Mutterschiff die Besprechung von Ian Kershaws „Höllensturz“, der die Lage in Europa von 1914 bis 1949 analysiert hat. Geschichte wiederholt sich zwar nicht, Parallelen zu jetzt lassen sich aber durchaus ziehen.
      Den Mittelstand, den Sie erwähnen, gibt’s kaum noch, weder hier, in Amerika schon gar nicht. Es gibt überall nur noch Arm und Reich und wer da das Sagen hat, ist uns auch klar. Don hat heute Puh getwittert https://newrepublic.com/article/137798/important-wikileaks-revelation-isnt-hillary-clinton?utm_content=buffer87471&utm_medium=social&utm_source=twitter.com&utm_campaign=buffer

      Genau, puh, da ist die Macht. It’s the economy, stupid! und nichts anderes.

      @ Thomsen

      Ich hatte keinerlei Vorstellung beim Schreiben, wer hier den Trump geben könnte. Höcke? Ich habe mich mit dem Mann nicht beschäftigt, er interessiert mich nicht, ebenso wenig wie die ganze AfD, die uns auch nicht aus dem Elend führen würde. Es könnte m.E. kein Politiker sein, zumindest wüsste ich niemanden darunter mit dem nötigen Charisma. Aber ich war in meinem langen Leben immer der Meinung, dass wenn einer kommt, der die Massen bewegen kann, sich die Deutschen wieder hinreißen lassen, diesem Jemand zu folgen. Ich sage das ohne jede Wertung, einfach nur so aus meinem Gefühl heraus. Wobei ich keinem Leithammel folgen würde, dazu bin ich zu renitent und bockig und absolut kein Herdentier.
      Aber wie das funktioniert, sehen wir in Frankreich.

      Ein Höcke, soweit ich ihn überhaupt beurteilen kann, käme hier m.E. bundesweit auf keinen tragenden Ast. Ich finde den Mann allein von Fotos her schon absolut lächerlich.

    • Thomsen
      Der Kandidat der ihnen vorschwebt könnte Maschmeier sein, und der Gasmann sein Wahlkampf Manager.

    • "Its the economy, stupid!"
      @TDV
      „Was mich wundert, überall scheint man zu vergessen, dass der alte Satz nach wie vor richtig ist: Its the economy, stupid!

      Von daher ist Wirtschafts-, Börsen- und Militärpolitik-Lektüre gerade wesentlich interessanter als das, was die Brot und Spiele-Fraktion aus Übersee mir da an Ablenkung anbieten könnte. Die wirklich relevante Musik spielt eh im Drehtür-Bereich zwischen Wall-Street und der Puppen-Spieler-Fraktion. Entsprechend ist man dort über jedes sich bietende Vakuum nicht wirklich betrübt.

      „Ich glaube zu sehen, dass es der wirtschaftliche Niedergang überall ist, der dies alles auslöst.“

      Wenigstens einer. Was am Ende typischer Weise passiert, weiß jemand wie Soros jedenfalls ziemlich genau. Spätestens also seit den Soros-leaks hätte jeder die 2 Seiten derselben Medaille erkennen können. Entsprechend wurde kaum berichtet.

      Fragt sich also, was für Menschen-Freunde all jene daran Mitwirkenden also wohl tatsächlich sind, die kurz vor dem Big-Bang die Pufferzone zwischen Finanz-Elite und Pleps mit hochbrisantem gesellschaftlichem Konflikt-Potential zu füllen bereit waren und es immer noch sind …

      Was besonders spannend werden dürfte in dem Moment, wenn die Lichter des Spiel-Kasinos ausgehen werden. Wenn also unser Schwarzer Schwan oder irgendein anderer tatsächlich anfängt, Domino zu spielen …

    • @Renate Simon/Trump/Höcke
      „Ein Höcke, soweit ich ihn überhaupt beurteilen kann, käme hier m.E. bundesweit auf keinen tragenden Ast. Ich finde den Mann allein von Fotos her schon absolut lächerlich.“

      So etwas haben andere einst auch gesagt:
      „Arme Marion. Deine Führer – häßlichste Mann von der Welt!“ (Klaus Mann: der Vulkan / aus dem Gedächtnis zitiert)

      Aber jetzt ernsthaft – ich befürchte nichts von B. Höcke, aber er repräsentiert einen Types, den ich schon längst für ausgestorben gehalten hatte, und es gefällt mir nicht, wie begeistert ihm die Demonstranten in Erfurt zugejubelt haben. Die Aufnahmebereitschaft für diesen Typus ist mir unheimlich.

      Andererseits ist er ziemlich geschickt, kann reden, und haarscharf an Tabus entlangsegeln, so daß seine politischen Gegner vor Wut schäumen, und man ihm doch nach kühler Überlegung teilweise Recht geben muss. zB. was die Fahne der deutschen Demokratie angeht, oder die über tausendjährige Geschichte Deutschlands – nämlich seit Otto I. Mit seinem Gerede von den „Vermehrungstypen“ hat er allerdings die Grenze des akzeptablen überschritten: er marschiert sozusagen mit einem Fuss drinnen und einem Fuss draussen. Und seine Anhänger jubeln wie die Follower von Trump.

      Ich finde die Alternative:
      entweder Merkel+Willkommenskultur oder AfD+Deutschnationale zum K …

      Eine (womöglich konservative aber meinetwegen auch sozialdemokratische) Politik der Vernunft wäre mir lieber.
      Auch die Lucke-AfD hatte als mögliche Opposition meine Sympathien.

      Aber mit Islamfeinden und Rassentheoretikern usw. habe ich nichts am Hut.

    • Thomsen, Sie sprechen das an, was ich doch seit Jahren meine
      Höcke, wie gesagt, ich habe ihn bei meinen täglichen Streifzügen durch die Presse immer nur am Rande wahrgenommen, aber doch mitbekommen, dass er wohl genau der Typus ist, der die Massen bewegen kann. Das erschreckt mich außerordentlich, wahrscheinlich weigere ich mich deshalb, mich mit dem Mann auseinanderzusetzen. Allerdings wird es nicht helfen zu denken, es kann nicht sein, was nicht sein darf, es wird sich jemand aufschwingen, ob nun ein Höcke oder ein anderer, und dem dummen Wähler sagen, wo es langzugehen hat. Und der Wähler/Bürger wird das dankbar annehmen, anderes zu hoffen habe ich wenig Anlass.
      Im Irak bewegen sich gerade 1 Mio. neue Flüchtlinge , Afrika hat noch mehr zu bieten, das wird Leuten wie Höcke den gewünschten Auftrieb geben.

      Islamfeind ist ein herbes Wort, ich sehe den Islam mit seinen vielen strittigen Ausrichtungen äußerst kritisch. Wir haben unsere Glaubenskriege hinter uns, neue bräuchten wir wirklich nicht.

      Nicht nur Höcke ist Rassetheoretiker. Friedman, Barnett, Sutherland, um nur die zu nennen, können wir getrost hinzurechnen, die den Europäer kräftig durchmischt mit einem max. IQ von 90 wünschen, schlau genug, um zu arbeiten, aber zu blöd zum Denken.

      Wir können uns hier fusselig reden, es wird so kommen, wie Barnett u.a. schon schrieben und wir werden dabei untergehen. Das wird auch ein Höcke nicht verhindern.

    • Ja, ja, Renate, die Flüchtlinge...
      Die Woche gabs ein informatives Video warum nicht nur aus dem Iraq, sondern eben auch dem, Rest von Afrika ein paar weitere Millionen kommen…

      http://www.aljazeera.com/programmes/specialseries/2016/10/shadow-war-sahara-161009025023817.html

      Äusserst interessante Details, die sie in deutschen Medien vergeblich suchen-

  22. Trump, Clinton, und anderes
    Trump sagte einst anstößiges und Frau Clinton tolerierte anstößiges?
    Sie blieb ja bei ihrem Ehemann dem vorgehalten wurde an einem Joint gesaugt zu haben, ach Quatsch eine Praktikantin hätte an ihm saugende Handlungen vorgenommen. Ach Mist nein, wenn die Hände nicht im Spiel waren war es ja keine Handlung und überhaupt war es wohl ein Reinigungsakt sonst hätte Clintons Ehemann ja nicht gesagt das er keine sexuelle Beziehung mit der Dame gehabt hatte. Frau Clinton jedenfalls hat ihm heiligenartig alle Schandtaten verziehen. Oder war das Strafvereitelung im Amt? Das wäre auch nicht schön.

    Hat sich die Zeitung/der Rundfunksender der/die das Material veröffentlicht hat/haben jemals über die Vorratsdatenspeicherung beklagt ? Wahrscheinlich schon wenn es nicht das eigene Archiv betroffen hat. … Wie heist es im AT so schön: Du sollst nicht….
    von mir habe ich nicht gesprochen.

    PS2 In den USA geht man u.U. davon aus das Menschen ihr Verhalten nicht ändern also nicht lernfähig sind. Wenn es anders wäre würde man nicht dieses alte Material wiederkäuen.

    Das soll auch für manche Wissenschaftler gelten die sich ihre Thesen nicht widerlegt lassen sondern sich so verhalten das am Ende ihre Thesen mit ihnen sterben.
    – Ich hoffe/befürchte mache 68er Thesen auf die gleiche Art und Weise verschwinden.

    Wenn ich den Wahlberechtigten in den USA einen Tipp geben darf.
    Zu gläubig ist auch nix. Ich würde Trump wählen, ggf in ein Paar Jahren wieder, aber nur wenn er in der Zwischenzeit nicht die falschen Sexualpartner/innen hatte oder die falschen Länder bombardieren lies.
    Ich kann aber noch nicht sagen welches Kriterium wichtiger ist.
    Das käme auf das Land und die Damen und Herren an.

    PS Die Präsidenten der USA dürfen nur 1 mal im Amt bestätigt werden.
    Das hätte ich für Deutschland auch gerne. Wenn wir Pech haben bekommen wir demnächst 20 Jahre Sigmar Gabriel ohne Bewährung aufgebrummt.

    • noch ein wenig Material zu Frau Clinton
      …Sie kündigte zur Bekämpfung der islamistischen Terrororganisation ISIS verstärkte Bombenangriffe in Irak und Syrien, eine Stärkung „antiterroristischer Aktivitäten“ weltweit und eine Ausweitung geheimdienstlicher Tätigkeit in den USA selbst an.

      Anders als Obama sprach sie sich nach einem Raketentest Irans für neue Sanktionen aus. In einer Debatte mit Bernie Sanders sprach sie sich für die Einrichtung einer Flugverbotszone in Syrien aus („And, yes, I do still support a no-fly zone because I think we need to put in safe havens for those poor Syrians who are fleeing both Assad and ISIS and have some place that they can be safe.“).

      Interessant ist die Idee das es besser ist wenn die USA die Bomben werfen und nicht die Syrer selber.
      Es ist auch klar das eine Flugverbotszone IS nicht schadet da der IS nach meiner Kenntnis über keine Luftwaffe verfügt.

      ggf kommt es hier nur nicht an das es neben dem Sexualleben noch andere Dinge gibt.

      weiter … Zum Umgang mit vertraulichen Unterlagen:
      Ein Untersuchungsbericht des Generalinspektors des Außenministeriums, der im Mai 2016 veröffentlicht wurde, bewertete diese Praxis als Verstoß gegen Dienstvorschriften, wonach alle amtlichen E-Mails auf Speichern des Ministeriums hätten aufbewahrt oder aber ausgedruckt und archiviert werden müssen.Auch hielt sie sich nicht an die Regel, umgehend nach dem Ende ihrer Amtszeit sämtliche beruflichen Dokumente dem Ministerium zu übergeben. Ihre frühere Behauptung, den privaten Server lediglich aus Bequemlichkeit benutzt zu haben und ihre Zusicherung, zur Klärung der Vorwürfe beizutragen, wurden dadurch unglaubwürdig.

    • KK
      Man ignoriert das in DE und sogar im Blog hier viel zu gerne, dass Clinton in erster Linie noch mehr Krieg bedeuten wird. Da sind die Deutschen genau wie die Amis: Solange der Krieg woanders ist, ist das alles schon ganz o.k.

      Das mit der Flugverbotszone hat in erster Linie damit zu tun, dass dort nunmal die von der USA und den Saudis finanzierte und bewaffnete Rebellen Organisation Al Nusra bombardiert wird, und auch sonstige Landsknechte. Blackwater hat ja nur den Namen geändert, das Business und der Krieg sind dasselbe.
      Denn diese, wie die Amis diese Leute so gerne bezeichnen: „Sand-Nigger“ die gehen Amerikanern wie immer am Allerwertesten vorbei.

    • Journaille muß
      schon deswegen ein „erlaubter“ Begriff bleiben, weil er von Karl Kraus stammt!

  23. Trump Anhängern geht es um etwas anderes
    Sie wollen das etablierte und korrupte Zwei-Parteien System zu Fall bringen. Fefe hat dazu auch etwas interessantes geschrieben https://t.co/JJKvm5Y1xU

    Damals, als die Affäre um das blaue Kleid und den Blowjob im Oval Lffice hochkochte, dachte ich noch wie armselig das sei, Politikern aus ihrem Sexleben einen Strick zu drehen. Heute weiß man ja mehr, über die Aktivitäten von Bill Clinton und die Vertuschungen und Einschüchterungen seiner Opfer durch die Vorzeigefeministin Hillary.
    Interessant übrigens auch, wie hoch im Ansehen z.B. John F. Kennedy heute noch steht, ungeachtet seiner Frauengeschichten. „Grab them by the pussy“ ist eine Aussage, die ich mir bei ihm im privaten Rahmen durchaus auch vorstellen könnte.
    Und ja, was bei Bush und anderen noch recht und billig war, gilt jetzt als unfein und unerhört. Doppelstandards feiern derzeit Hochkonjunktur.

    Die Podesta Mails verfolge ich so gut es geht, angesichts der Fülle des Materials ist es schwierig; doch es ergibt sich ein interessantes und für die Kandidatin wenig schmeichelhaftes Bild.

    Wie dumm viele Menschen doch sind. „Trump will dies und das machen!“. Trump kann auch als Präsident herzlich wenig machen. Es gibt das „check and balances“ System, ohne Berater und den Kongress kann auch Trump nicht schalten und walten wie er möchte.
    Hillary ist ein anderer Fall, die ist gut vernetzt und kennt die Mechanismen der Machtausübung in- und auswendig. Von daher halte ich sie für weitaus gefährlicher. Doch zu viele lassen sich von ihr, und Aussagen wie „Because it’s 2016“ oder „it’s time for a woman as president“ einseifen (ein soziales Konstrukt als Präsident, ich muß doch bitten).

    Es ist eine Schlammschlacht, die Trumps Anhängern genau vorführt, warum sie ihn wählen wollen, sollten sie je wankelmütig werden. Und er wird das Rennen machen, das prophezeie ich seit langem.
    In anderen Worten: Read my lips!

    Ich sage danke für den abermals tollen Beitrag, und wünsche Ihnen, werter Don, ein schönes Wochenende.

    • Na da bin ich gespannt. Drei Wochen sind ja noch eine lange Zeit. Ich gebe auch gern zu, dass ich mich mit den USA nicht so auskenne, aber froh bin, hier zu leben.

    • Samsara
      Ist ja erfreulich, dass Fefe auch mal schnallt, wenn auch erst vor einer Woche. Ich schreib ja genau das hier seit Monaten schon.
      Ihre US Einchätzung deckt sich mit meiner, abgeshen von einem Punkt. Ich habe keine Ahnung wer die Wahl gewinnen wird, beobachte das alles aber mit grosser Freude. Ganz grosses Kino!

  24. Mehr Glück als Verstand?
    Trump.

    Eines hat sich während des letzten Jahres herausgeschält: Das Establishment wollte ihn nicht. Auf keinen Fall. Egal, wer Gegenkandidat sein würde. Erst hat man noch auf die anderen republikanischen Kandidaten gesetzt, und Stimmung für diese und gegen Trump gemacht.
    Als die dann doch alle wegbrachen, hat man sich hinter Clinton geworfen und sogar Obama musste richtig einsteigen. Nach der ersten Fernsehdiskussion mussten alle schreiben, dass Clinton die klare Gewinnerin sei; aber ganz überzeugt war das Establishment noch immer nicht, dass Trump garantiert untergehen würde. Also hat man tausende Stunden Material durchforstet, um etwas gegen ihn zu finden, das ihn unmöglich macht. Und hat dann diese überflüssigen, blöden, Sprüche von Anno Dunnemals aus dem Ärmel ziehen können. Damit wird er wahrscheinlich doch nicht Präsident.

    Dafür hat er eine faire Chance zu überleben. Aus dem Fehler in 1963 hat man gelernt, und beschlossen, es nie mehr dazu kommen zu lassen, einen amerikanischen Präsidenten aus dem Amt räumen zu müssen. Weil man es im Vorlauf versäumt hatte, den Sieg aufzuhalten.
    So eine Posse wie damals würde man nicht noch einmal aufführen wollen, einen halb-durchgeknallten Ex-Spion und zu den Sowjets übergelaufenen Scharfschützen unter einem Vorwand in ein Zimmer zu locken, aus dem man JFK womöglich hätte erschießen können, und – als der offenbar mal der Öffentlichkeit die Wahrheit erzählen wollte – von zwei Polizisten deutlich offen zwischen sich, und auch noch ein wenig in die Luft zu hieven, damit ein Nachtklubbesitzer namens Jack Ruby ihn nicht verfehlen konnte. Und den als Mörder dann auch ziemlich sang- und klanglos an einer Lungenembolie im Gefängnis sterben zu sehen … .
    Sowas würde es nie wieder geben dürfen. Deshalb kann Trump sich womöglich glücklich schätzen, dass in unseren Tagen alles aufgefahren wird, um nie wieder jemanden Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika werden zu lassen, den das Establishment nicht will.
    Denn dann braucht man auch kein Schmierentheater, um ihn ins Jenseits zu befördern.
    Ich könnte Trump, der ja auch schon 70 ist, nur empfehlen, seine letzten Jahre mit seiner attraktiven Frau und seinen Kindern – und wenn er unbedingt will mit ein paar Seitensprüngen angereichert – zu verbringen. Das ist deutlich attraktiver, als im nächsten Frühjahr die Primeln von unten zu zählen.

    • Das ist eine theorie unter vielen. Allerdings klingt die NBC-Geschichte für mich etwas fischig, und ich wäre nicht überrascht, wenn der Informant der WaPo nicht den ein oder anderen Wink bekommen hätte, das zu tun.

    • The American grizzly embodies the spirit of America... Not that ridiculous eagle...
      Ich denke, der Secret Service macht sich eher darüber Sorgen, dass Clinton gewinnt.
      Die NRA ist nicht gerade Clinton freundlich, und wenn die Dame den Supreme Court neu besetzen wird, um dem weißen Amerikaner seine Waffe aus der Hand zu reißen, dann werden wir das Herz Amerikas sehen.
      Gnade uns Gott.

  25. "Wenn Du ein Star bist, dann lassen sie dich ran."
    Nein, wer hätte das gedacht? Da lohnen Liebesdienste verdiente VW-Gewerkschaftler ebenso wie Bunga-Bunga-Spielchen der hohlen Politik und selbst ein gestandener US-Präsident beschmutzt das blaue Kleidchen seiner Praktikantin mit Sperma, was sie so für Zigtausende versteigern konnte, ja selbst honorige Lehrer und Priester in ihren Klassen und Seminaren versündigen sich an ihren anvertrauten Kindern. Dass es käufliche Liebe gibt, dass Geld und Macht Puppen gleich Marionetten in Schlafzimmern tanzen lassen, das ist der Stoff aus dem die Träume sind. Filme, Bücher, Gazetten, Magazine nudeln das ewig gleiche Thema endlos durch: Und ewig lockt das Weib! Wie dichtet Brecht so schön sexistisch, animalisch, verrucht und verdorben? „Da ist nun einer schon der Satan selber/der Metzger er und alle andern Kälber/wer kocht ihn ab, der alle abkocht Weiber….“ Da fragt man sich, wie lange alte, weiße Männer im Stil von Don Alphonso noch bei aller Behutsamkeit und Vorsicht, bei aller Ausgewogenheit und politisch akkurater Korrektheit überhaupt uns noch unterhalten dürfen? Aber Shades of Grey als Bestseller vermarkten, angeblich mehrheitlich von lüsternen Damen gekauft und gelesen. Trump 4 President, er scheint kein professioneller Lügner zu sein.

    • Lange. Sehr lange. Ich bin ja fast schon ein verstaubtes Sofa auf dem Dachboden.

    • Noby hat auch mal recht... BRavo!
      Ich weiss immer nicht so ganz, soll ich lachen oder soll ich staunen.

      Da tun alle so als seien die Sätze die er da gesagt hat etwas äusserst Sensationelles! Und die Medien wiederholen und wiederholen und merken es nicht mal, dass dies alles Wasser auf Trumps ist. Da kann man auf CNN 70jährigen Damen dabei zusehen wie sie sich an vor über 40 Jahren Passiertes erinnern, und die der einen Seite sind entrüstet und erschüttert und entsetzt, oder tun zumindest so, und die anderen lachen sich schief, wie viele der Clinton Wahlkampf Helfer wohl hauptberuflich (ach nein, die Volunteers werden von ihrer Multi-Millionärin gar nicht bezahlt) damit beschäftigt sind neuen Dreck zu finden, ohne zu behgreifen, dass diejenigen die Clinton wählen, das ja sowieso schon tun, und diejenigen die Trump wählen, das trotzdem tun werden. Egal was man findet…
      Welch grossartige Intelligenz allüberall. God’s own country…
      Man sollte nicht vergessen, dies ist das Land das sogar sowas wie den Georg W wählt ud Reagan für einer der grossen Präsidenten hält. Dann versteht man das alles ganz einfach

    • We met, we made it. What do you think it was? True love?
      Ich hatte in den frühen 90er Jahren meine SpringBreak Erfahrungen in Orlando Beach.

      Ergo:

      Bill Clinton und Donald Trump sind die gleichen Charaktere, der Unterschied ist nur, dass Bill Clinton die Doppelmoral aufrechterhält und Donald Trump nicht.

      Und diese Doppelmoral ist den Amerikanern wichtig, denn sie ermöglicht erst Springbreak.

      D.h.: Hillary verteidigt das, was sie Trump vorwirft.
      Das ist der Witz.

    • Das Gute an Bill...
      Was mich an WJ Clinton damals beeindruckte war, dass er den Nerv hatte den anderen Volldeppen zu erzählen er habe nicht inhaliert.
      Die haben das tatsächlich gefressen.
      Und danach auch noch: I never had sex with that woman! Ganz in der US Tradition, dass ein Blowjob kein richtiger Sex ist. Und da konnte das ganze christlich verklemmte Gesindel nicht mal widersprechen.

      Hilaryous!

  26. Dass Sie als (vorsichtig formuliert) Feminismuskritiker,
    in Clinton das bedingungslos kleinere Übel erkennen (wie um 16:14), will mir einfach nicht in den Kopf. Was dann nicht nur auf die USA zukommen wird, will ich mir lieber nicht vorstellen. Ich bleibe dabei: Trump wäre als Antifeminist das kleinere Übel (ein Übel sicher, aber eben das kleinere). Es braucht einfach jemanden, der den Genderblödsinn wieder zurechtstutzt. Wer soll das sonst sein? Ein Hofer oder AfD werden nicht reichen.

    • Genderwahn als Petitesse
      … jedenfalls gegen die Verfügungsgewalt über Atomwaffen – und deswegen sollte Trump Präsident werden? Ich schreibe dies unvoreingenommen, fürchte nur die grösseren Reibungsverluste bei Trumps Sieg. Aber dieser abwegigen Idee, Trump nur wegen seines non-pc Geschwafels (und Verhaltens?) den Vorzug zu geben, ist Don A. wohl bewusst ausgewichen, ist einfach zu abwegig.

      Mutti Tina muss Kanzlerin bleiben, sonst hat uns das Ausland nicht mehr lieb – geht’s noch?

    • Ich bin weder von Trump noch von Clinton überzeugt und froh, in einem Land der Ersten Welt zu leben.

  27. Im atlantischen Westen nichts Neues
    Dass Clinton kriminell, korrupt, leichtsinnig und verantwortungslos ist, ist schon vor Monaten geleakt und seit Langem bekannt. Nur von Deutschlands Medien wurde es naturgemäß nicht sonderlich verfolgt.
    Man kann es aber über die Umfragenberichterstattung zurückschließen.
    Bzw. hier sieht man das noch:
    http://www.realclearpolitics.com/epolls/2016/president/us/general_election_trump_vs_clinton-5491.html

    Konsequenz? Keine.

    Sowohl Demokraten als auch Republikaner stehen mehrheitlich nicht hinter dem Kandidaten ihrer jeweiligen Parteien, sondern wollen wenn überhaupt den jeweils anderen Präsidentschaftskandidaten verhindern.
    Deswegen beeindrucken Leaks dort auch kaum noch jemanden.
    Wie sollten sie auch. Dass, je nachdem wen man fragt, Clinton oder Trump Personifikationen Satans sind, ist doch schon bekannt.

    Dass bspw. der satanische Trump die Welt – oder noch viel schlimmer die USA – im nuklearen Höllenfeuer untergehen lassen wird, ist demokratisch beschlossener Fakt. Was interessiert es denn noch, dass sich der trumpische Satan mit Frauen umgibt, die relativ freundlich als „Gold-Digger“ bezeichnet werden, die naturgemäß fast alles mit sich machen lassen und diese Erfahrungen sein Frauenbild prägen?

    PS: Auf dieser Basis lässt sich zumindest prognostizieren, dass die Wahlbeteilung im November ein historisches Tief erreichen wird.

    • Titel eingeben
      Passen sie mal auf, dass sie sich mit ihrem letzten Satz nicht ganz fürchterlich täuschen. Wir sind sowas ja nicht gewöhnt, aber das dort, das wird eine ECHTE Wahl. Das ist nicht Merkel contra Gabriel.


    • das wird eine ECHTE Wahl
      Schaunwer mal… es gibt auch diverse Gerüchte von vorbereiteten Wahlfälschungen, wie die Entscheidung qua Wahlmännern doch nicht der Entscheidung der Wähler folgen könnte, und schließlich daß der jetzige Präsident die gesamte Wahl suspendieren könnte.
      So hochgekocht ist es selten mal, das kann man schon sagen.

  28. Glatzenverdecker
    Sie fragen, ob leaks noch einen Effekt haben. Ich denke schon und weiß nicht genau, ob die Frage richtig gestellt ist. Der wirklich wichtige leak ist der Podesta-leak, und daher glaube ich, dass der andere nur zustande kam, wie auch immer, um von dem wichtigen abzulenken. Niemand schrieb mehr über den Podesta leak, jeder wollte Boulevardmedium sein und stürzte sich auf das, da elf Jahre alt, außer für Melania irrelevante Trump-Material.

    Die Frage müsste also eher lauten: Wie viele Leute lassen sich immer noch derart verschaukeln?

    Ihren Vergleich mit Papageno finde ich sehr putzig. Papageno ist ja für uns am ehesten Dietrich Fischer-Dieskau, obwohl es schon viele wunderbare Nachfolger gab. Und Everding ist für uns Münchener (und Umland) das Unübertroffene. Also dieser Vergleich ist wunderbares Stilmittel, ganz herrlich, nun ja, bis auf die Stimme und das Aussehen. Trotzdem vielen Dank.

    An Lisbeth Heuse:
    Eine Zauberflöte, in der Juncker in Sarastro gesehen wird, würde ich sofort verlassen. Evtl. würde ich die Tür zum Foyer knallen. Ich möchte Sie an dieses Video erinnern, in dem J. alle fast umarmte und Krawattenvergleiche anfing, sie wissen schon welches.
    Dass Sie sowas gut finden können, ist mir ein Rätsel. Vielleicht waren Sie eher verliebt in Ihre eigene Inspiration.
    Don schreibt hier von Persönlichkeitsrechten. Ich fordere die für Autoren, auch verstorbene. Es ist ein Unding, wie man mit ihnen umgeht.

  29. Henry James
    „Hang it, there’s only a month left; let us be vulgar and have some fun – let us invite the President.“ Henry James, „Pandora“.

  30. Chaos
    Wir sahen neulich im Staatskundeunterricht eine Dokumentation, die beide Kandidaten durchs Leben begleitete. Wenn mir Trump zuvor schon unangenehm war, so wuchs das durch die Biographie noch mehr. Die Abneigung wäre mir jedoch wurscht, weil er sich auf Grund seiner politischen Unerfahrenheit mit Beratern umhegen müßte, die ihn steuern, und den Filz in den Institutionen mit dem eigenen ersetzen. Hauptsache, er hält sich die Neocons vom Leibe.
    Die saßen und werden mit Clinton im Außenamt sitzen, und stellvertretend dazu paßte die Szene in der Doku, als Clinton auf ihrem Handy die Nachricht erreichte, daß der libysche Staatschef hinweg sei. Da saß sie auf ihrem Stuhl umgeben von Getreuen, lachte und sagte: „We came, saw, and…he died“. Mir lief es da kalt den Rücken runter. Haben diese Leute keine Ahnung davon, daß in einem Unterdrückungsstaat mit Clanstruktur der gewaltsame Führungsaustausch von außen zu weitreichendem Chaos führen würde? Man lernt das im ersten Semester der Einführung in die Politwissenschaften. Möglich ist auch, daß es ihnen egal ist, beides wäre eine Disqualifizierung.
    Innenpolitisch traue ich Clinton viel zu, gerade im Bereich Gesundheit hätte sie viel zu geben, aber über ein innenpolitisches Ministeramt hätte sie niemals hinauskommen dürfen. Niemand braucht eine „Ich kam, sah, und siegte!“ Römerin, wobei das für Rom noch eine Beleidigung ist. Obama konnte außenpolitisch bremsen, Trump kann man bremsen, aber Clinton? Die Weltkarte neu malen mit Auswirkungen wie zu Zeiten des progressiven Moralisten Wilson mit grauenhaftesten Folgen? „America is already great, because we are good!“ Auch hier wieder eine Clintonszene, wo sich einem die Nackenhaare aufstellen… Dagegen ist Trump ein Schnupfen.

    • Ja, sie macht einem Angst
      Differenzierter Kommentar. Vielen Dank.
      Bevor MH 17 auf dem Boden aufschlug, wusste sie bereits, es waren die Russen.

    • Oberländer...
      Man wusste in dem Augenblick das es die Russen waren, als man bei genauerer Überprüfung keine Radarspuren finden liessen, die von dem Abschuss LKW zum Flugzeug führten.
      Nur die Russen sind so raffiniert…. eindeutig: Schuldig!

      Vergleichen kann man das mit den deutschen Medien vergleichen, die jenem Al Bakr natürlich sofort Verbindungen zu ISIS nachwiesen, obwohl nichts dergleichen bekannt war.
      Das Beste das ich aus DE in den letzten paar Jahren gehört habe war das neue Wort von der „Lügenpresse“. Und dazu ausnahmsweise ein Lob den Bürgern, ich dachte die Medien könnten bei gemeinsamer Anstrengung das Wort unterdrücken.

  31. Titel eingeben
    Ein paar Dinge sind seltsam und laden zu Fragen ein.

    Warum erzählen die (inzwischen wohl schon 12) Damen erst 3 Wochen vor der Wahl an Trumps Übergriffe? Oder taten sie das schon länger, wurden aber nicht beachtet? Hätten sie im Juli 2015 ausgepackt und evl. Anzeige erstattet (je nach Verjährungsfrist), so hätten sie vielleicht Trumps Nominierung verhindert oder sogar eine Verurteilung oder einen Vergleich erzielt. Die heftigste Anschuldigung ist nicht Belästigung sondern Vergewaltigung einer 13 Jährigen im Jahr 1994 im Haus des später wegen Kindesmissbrauchs verurteilten Jeffrey Epstein. Hier wurde tatsächlich Anzeige erhoben, aber zu spät um die Nominierung zu verhindern oder eine Verurteilung vor der Wahl zu erreichen.

    • Einfach....
      Mna hat das alles eingesammelt weil man zu Recht befürchten musste, dass Wikileaks da was in der Hinterhand zur Veröffentlichung hat. Für solche Tge muss man den Medien doch was anbieten das die an Stelle der Wahrheit schreiben können.
      Man muss sich das mal vorstellen… Diese Frau wird vom FBI dazu aufgefordert alle e-mails zu übergeben und was macht sie? Sie schickt ihre Angestellten mit diversen Harddiscs und smartphones und Vorschlaghammern in den Hof um diese zu zerschmettern und so [Mässigung bitte! Don] läuft nicht nur frei rum, sondern wird zur Präsidentin hochgejubelt?

  32. Berichterstattung um Präsidentschaft
    dreht sich ausschließlich um Trumps rüpelhaftes Verhalten. Warum sieht man nicht, dass anderes entscheidend ist. So, wie es gerade in Syrien und Ukraine läuft, ist ein Krieg zwischen USA und Russland möglich. Trump ist derjenige, der das Engagement der USA als Weltpolizist zurücknehmen will, die Annäherung an Russland anstrebt. Das wird jedoch nie angesprochen. Es ist mir, gelinde gesagt, wurscht, wie viel Frauen Trump hatte, oder obszöne Sprüche gemacht hat. Fur uns ist wichtig, dass es zwischen den Supermächten nicht knallt. Wenn Trump eine Normalisierung der Außenbeziehungen anstrebt, dann ist das alleine schon für mich Grund genug, mich mit ihm zu solidarisieren.

  33. was passiert ...
    > Was passiert, wenn Wählern die Absage an das aktuelle politische System wichtiger ist, als eine Serie sexistischer Sprüche vor einer Fernsehsendung?

    was passiert, wenn wählernd korruption und landesverrat wichtiger sind als sexistische sprüche?

  34. Die USA sind regelrecht im Delirium
    es war nur eine Frage der Zeit, bis solche „Enthüllungen“ gemacht werden würden. Es wird aus Trumps Generation vermutlich keinen einzigen Mann geben, der nicht irgendwann einmal anzügliche Äußerungen Frauen gegenüber gemacht hat.
    Die Überreiztheit der heutigen Gesellschaft und ihre Irrwitzigkeiten sollten dabei kein Maßstab sein. Was Trump getan hat ist bestenfalls ein „Kavaliersdelikt“ (kein Wortspiel intendiert), politisch ohne Relevanz. Dass irgendwelche Wichtigtuer und Hillary-Anhänger so etwas auskramen würden war so vorhersehbar wie der Sonnenuntergang. Ist noch die Rede von dem was Bill Clinton sich vor Jahren geleistet hat? Und trotzdem nicht zurückgetreten ist, obwohl seine schmutzige Wäsche buchstäblich vor der ganzen Weltöffentlichkeit gewaschen wurde. Der zähneknirschend von seiner Gattin gedeckt wurde, aus reinem Machtkalkül. Es scheint fast so, als ob die Betrogene jetzt ihre Präsidentschaft (zu der es hoffentlich nicht kommen wird) dazu nutzen möchte, sich an anderen Männern dafür zu rächen, an wehr- und machtlosen Vertretern der Arbeiterklasse beispielsweise, die sie selbst zynisch als „deplorables“ (Bedauernswerte) bezeichnet, auch wenn sie sich ihnen gegenüber herablassend als sozialistische Heilsbringerin geriert.
    Ein paar andere Dinge bewegen und ärgern mich (lieber Moderator, wenn das zu krass ist, bitte [nur] diesen Abschnitt löschen, aber ich muss es mal loswerden): das der leider in der westlichen Welt grassierende Feminismus sich heir austobt, zum Schaden von uns allen. Sie wollen Hillary als ihr Symbol unbedingt an die Macht hieven, ungeachtet der Konsequenzen. Diese werden so aussehen: die USA gehen unter, werden möglicherweise innenpolitisch im Rahmen einer neuen Sezession gespalten, außenpolitisch isoliert. Mit einer Frau als Präsidentin stehen sie gegen den Rest der Welt, bei dem weder Feminismus noch die übelste Ausprägung davon, der gender-Irrsinn, irgendeine Rolle spielt. In Russland (über 300 Millionen Leute) sind nicht mal die Frauen dafür, noch viel weniger in Ländern wie China (1,3 Milliarden), Indien (>1 Milliarde) oder der muslimischen Welt. Der islamistische Terror wird dann eine ganz neue Dimension entfalten. Die werden amerikanischen Soldaten mit noch weit mehr Hass entgegentreten, weil sie eine Frau als Oberbefehlshaberin haben. Nicht Trump, sondern Hillary wird die Welt in Aufruhr versetzen. Die Rüstungsausgaben der USA werden durch die Decke gehen und die USA wirtschaftlich ruinieren. Kriege, Krisen, Instabilität, die USA sind dann am Ende.
    Und innenpolitisch wird eines immer übersehen: die Hass-Kampagnen gegen die „alten weißen Männer“ werden die Gesellschaft von innen heraus spalten: wenn die, die das Land aufgebaut haben, denen es seine Organisation und seine Prosperität verdankt, sich plötzlich aus allem zurückziehen (weil sie sich nicht noch dafür beschimpfen lassen wollen, Leistungs- und Verantwortungsträger zu sein), dann werden Strukturen kollabieren, von denen man bis jetzt davon ausging, dass sie selbstverständlich seien. Die USA, nein die ganze westliche Welt geht unter. Ist der mit Hass und Gift forcierte politisch-korrekte gender-feminazi-Fanatismus, die Selbstgerechtigkeit verblendeter und weltfremder Ideologen das alles wert? Der Feminismus macht keine Gesellschaft besser. Da wo es ihn nicht gibt sind die Leute, auch die Frauen wohl viel zufriedener. Die Wahl von Hillary würde die Büchse der Pandora öffnen-und einen Geist aus der Flasche lassen, der uns alle vernichtet.
    Ich sehe diese Erwägungen als sachbezogen an.
    man sollte die Zukunft der USA nicht den dekadenten, weltfremden Glitteratis um Hillary überlassen.
    Also: Donald Trump ist für mich der Mann der Stunde!


    • @ Harry Herrmann
      „es war nur eine Frage der Zeit, bis solche „Enthüllungen“ gemacht werden würden. Es wird aus Trumps Generation vermutlich keinen einzigen Mann ge-ben, der nicht irgendwann einmal anzügliche Äußerungen Frauen gegenüber gemacht hat.
      Die Überreiztheit der heutigen Gesellschaft und ihre Irrwitzigkeiten sollten da-bei kein Maßstab sein. Was Trump getan hat ist bestenfalls ein „Kavaliersdelikt“ (kein Wortspiel intendiert), politisch ohne Relevanz.“

      Viele Männer haben sicher anzügliche Äußerungen gemacht, aber nur sehr wenige werden damit geprahlt haben, dass sie sich frank und frei gesetzwidrig verhalten haben konnten, nur weil sie einen Star-Status genießen (in Deutschland StGB § 218). Und so, wie es jetzt aussieht, so entsprechen die Prahlereien tatsächlich dem Verhalten von Trump, jedenfalls laut Aussage von inzwisschen 12 Frauen. Sicher, man kann natürlich behaupten, dass diese Frauen lügen und Trump die Wahrheit sagt. Sie müssen denen ja nicht glauben, oder.

      „Und innenpolitisch wird eines immer übersehen: die Hass-Kampagnen gegen die „alten weißen Männer“ werden die Gesellschaft von innen heraus spalten: wenn die, die das Land aufgebaut haben, denen es seine Organisation und sei-ne Prosperität verdankt, sich plötzlich aus allem zurückziehen (weil sie sich nicht noch dafür beschimpfen lassen wollen, Leistungs- und Verantwortungs-träger zu sein), dann werden Strukturen kollabieren, von denen man bis jetzt davon ausging, dass sie selbstverständlich seien“

      Ich schätze mal, dass 99% der Männer in Trumps Alter verrentet, pensioniert oder Privatiers sind. Was soll da noch kollabieren? „Sachbezogen“ ist solch eine maßlose Übertreibung nicht. Die Welt wird sich weiter drehen, with or without…

    • @Harry Herrmann
      Es ist ja nicht so, dass Hillary Clinton die erste Staatschefin werden würde. Es hat im zwanzigsten Jahrhundert Indira Gandhi, Golda Meir, Maggie Thatcher, Corazon Aquino und Benazir Bhutto gegeben. Kein einziges der von ihnen regierten Länder ist bis heute untergegangen, einige der genannten Damen haben Kriege geführt und gelegentlich auch gewonnen.

      Ebenfalls hat man aus keinem der von Frauen regierten Länder von feministischen Racheaktionen an den dortigen Männern gehört. Und die Bevölkerungsentwicklung zumal Pakistans legt auch nicht nahe, dass die Männer unter der Regierung von Frau Bhutto vor Gram impotent geworden wären.

      Es geht also. Frauen können das. Auch die USA werden nicht untergehen, wenn Hillary Clinton Präsidentin wird.

    • Herr Herrmann, Mann!
      „Der Feminismus macht keine Gesellschaft besser. Da wo es ihn nicht gibt sind die Leute, auch die Frauen wohl viel zufriedener. “

      Sie sollten den Genderquatsch nicht mit wirklichem Feminismus gleichsetzen.

      Die arabische Welt, Indien und viele afrikanische Staaten haben eine Verbesserung für ihren weiblichen Bevölkerungsanteil bitter nötig.

      Ich empfehle dazu das Buch
      „Misogynie: Die Geschichte des Frauenhasses“ von Jack Holland.

      Die verblasenen, staubtrockenen Ideen der Gendertrullas und Betroffenheitsverwalter werden meiner Meinung nach nicht mehr allzulang ernstgenommen werden und werden auch keine Imperien zu Fall bringen.

  35. "nicht gerade ein Zeichen der Stärke von Trumps Gegnern"
    Naja, er hat’s sich selber eingebrockt. & seine Seite ist ja auch nicht zimperlich, was Vorwürfe, Lügen & Leaks angeht. Der Mitschnitt selber hat ihm wohl eher wenig geschadet (Habe irgendwo gelesen, daß seine Werte bei Frauen danach sogar stiegen.), aber seine Reaktion & v.a. jetzt die ganzen Vorwürfe von (tatsächlichen oder/& angeblichen) Begrapschten werden ihm wohl den Garaus machen.
    Wikileaks bringt andererseits eine Menge Material über Clinton (persönliche Animosität von Assange vielleicht?). Kann also auch wieder in die andere Richtung gehen.

    Teufel oder Beelzebub? Es gibt auch andere Kandidaten (deutlich besser qualifiziert als z.B. Trump), aber die fallen leider in den USA unter den Tisch.

  36. @Samsara
    “Trump kann auch als Präsident herzlich wenig machen. Es gibt das „check and balances“ System, ohne Berater und den Kongress kann auch Trump nicht schalten und walten wie er möchte.” Da bin ich mir nicht so sicher. Vor einem halben Jahr sah ich eine Sendung im niederländischen Fernsehen, da sagte Trump so etwas wie: „I will get rid of the IS. I will not tell you how. I will not give a press conference before. When my term as president is over, the IS will be gone.“ (Im niederländischen Fernsehen werden solche Reden nicht synchronisiert.)
    Mir schoss durch den Kopf, der will eine Atombombe auf das IS Gebiet werfen. Nach der Trump Rede wurde einer der führenden Republikaner im Kongress interviewt. Der Mann war sichtlich nervös. Das bestätigte mein Eindruck. Der verstand Trumps Plan. Was wäre, wenn Trump den dafür zuständigen Generälen diesen Auftrag gäbe? Da gibt es sicher Falken, die ihn durchführen. Der Kongress kann das nicht unterbinden, weil er seine Unschuld in dieser Beziehung verloren hat. Schließlich hat er Obama nicht nur zugestanden, Drohnen zu werfen, wohin er wollte – ohne Kriegserklärung oder Genehmigung der Legislative, sondern auch vorgeworfen, dass er zu zahm sei. Ob auf der Drohne eine Sprengbombe sitzt oder eine nukleare, ist kein fundamentaler Unterschied.
    .
    Eigentlich kann man nur hoffen, dass statt des amerikanischen check and balance, die Kinder von Trump ihren Vater zur Vernunft bringen. Denn wenn Trump eine Atombombe auf den IS wirft, dann gibt es mehrere moslemische Staaten, die im Besitz solcher Waffen sind und eine auf NY abwerfen…. was der Anfang vom globalen Ende wäre.
    .
    Unter diesen Umständen fände ich es viel vernünftiger, sich zu überlegen, wie man mit Trump umgehen kann, sollte er Präsident werden, als zu glauben und hoffen, er könne mit Sexkram geschlagen werden. Die Kandidatur unter den Republikanern gewann er auch — gegen alle Hoffnungen. Frau Clinton dagegen hat schon einmal verloren.

    • Frau Heuse, bitte...
      Der Mann blufft. Er ist ein Hans Wurst der Wahlkampf macht. Das wollen seine Fans halt hören, also liefert er.
      Sogar ihm wäre klar, dass er im Oval Office und nicht im Trump Tower sitzt.

    • Titel eingeben
      Auch ich sage ganz offen, obwohl es mich nix angeht: Ich möchte lieber einen albernen Clown als USA-Präsident als diese hinterhältige, verlogene, verkorkste, machtgeile, mörderische Frau Clinton.
      Noch lieber wär mir dieser Dritte im Bunde, den sie aber vorher rausgeschmissen haben; zu viele normale Menschen standen hinter ihm, die alle DAS wollen, was diese die US-Politik bestimmenden Oligarchen auf keinen Fall…

  37. n0by sagt:
    15. Oktober 2016 um 18:41 Uhr „Trump 4 President, er scheint kein professioneller Lügner zu sein.“
    Na, da haben Sie aber nicht richtig aufgepasst. Der lügt häufiger & unverschämter als Clinton. (& das will was heißen.) Es gibt diverse fact checker online. Sollten Sie sich mal ansehen.

  38. Ich verstehe die Cliton-Gläubigkeit der dt Medien nicht...
    Haben Sie nichts aus Obama gelernt? „Yes we can“, tolle Reden in Berlin, doch das Ende vom Lied: Europa hat an Stellung verloren, Obama hat die Kriegsführung heimtückischer und lautloser gemacht und Guantanamo – ja was wurde daraus eigentlich?
    Wäre McCain wirklich schlimmer gewesen?

    Und nun Trump. Ein leicht zu durchschauender Mensch, den man sicher einfacher lenken kann als Clinton. Dieser traut nicht nur die amerikanische Öffentlichkeit nicht über den Weg. Auch wir Europäer sollten uns bei ihrem Sieg warm anziehen. Dagegen ist Trump erfrischend ehrlich. Und mir ist ein bekanntes Übel lieber als ein unbekanntes.
    Was wird Clinton aus Obamas Politik machen? Wird sie einen Snowden begnadigen? Den Drohnenkrieg beenden? Den Handel fair gestalten? Amerikas Armuts und Rassismusprobleme lösen?
    Worauf freuen sich die deutschen Medien da eigentlich?

    • McCain
      „Wäre McCain wirklich schlimmer gewesen?“

      Wahrscheinlich schon, da wäre ein „Präventivschlag“ auf den Iran oder sogar Krieg mit Russland nicht unwahrscheinlich gewesen. McCain muss man m.E. tatsächlich als kriegslüstern bezeichnen, da war Obama bei all seinen Fehlern die bessere Wahl für die Welt.
      Clinton macht mir allerdings Angst, die wird auf jeden Fall die Lage in Syrien eskalieren, das ist den Leuten in Deutschland aufgrund der einseitigen Medienberichterstattung in der potentiellen Tragweite nicht hinreichend klar.

    • .
      „Und nun Trump. Ein leicht zu durchschauender Mensch, den man sicher einfacher lenken kann als Clinton.“

      Es ist genau andersherum: Trump wird bekämpft bis aufs Blut gerade weil das Establishment sich davor fürchtet ihn nicht kontrollieren zu können (der Verlauf des bisherigen Wahlkampfes ist der beste Beleg dafür, da es der GOP ja auch nicht gelungen ist ihren Kandidaten zu bändigen). Bei Frau Clinton ist das anders, denn die Dame ist schließlich schon lange genug im Geschäft und von ihr weiß man einfach, das sie nach den Regeln spielen und niemandem auf die Füße treten wird.


    • Und nun Trump. Ein leicht zu durchschauender Mensch, den man sicher einfacher lenken kann als Clinton.
      Glaub ich nicht. Eher umgekehrt. Trump ist nicht so sehr vom bisherigen business as usual oder „weiter so“ festgelegt wie Clinton. Ich schätze mal, eine – wenn auch relativ knappe – Mehrheit der Amerikaner sieht das auch so.

  39. Sehr schön, werter Don
    Um es klar zu sagen, Herr Trump ist ein widerliches A-Loch, und ich möchte ihn nicht als Präsidenten der USA sehen. Frau Clinton wäre das kleinere Übel, obwohl es wahrscheinlich die Wahl zwischen Teufel und Beelzebub ist. Was mich aber mittlerweile schockiert, ist die Schnelligkeit, wie man sich Urteile bildet, egal auf welchen Informationen und Quellen sie sich gründen. Und dann vorschnell aber mit Verve Konsequenzen zu fordern. Jüngstes Beispiel wäe da, jene drei syrischen Männern für das Bundesverdienstkreuz vorzuschlaen, weil sie den mutmaßlichen Terroristen al-Bakre festgesetzt haben. Ohne die genauen Hintergründe zu kennen. Und egal, ob sie diese Männer damit in Gefahr brächten oder ob diese vielleicht nicht doch (geneigte) Mitwisser sein könnten. Hauptsache man bedient die eigene Weltsicht. Solch blinder Aktivismus ist allen politischen Lagern eigen. Die Begriffe „links“ und „rechts“, der eine = fortschrittlich und emanzipatorisch, der andere = verharrend und autoritär, taugen mittlerweile nicht mehr.
    Ich sah mich von Haus aus eher „links“, dann „grün-alternativ“ und als Frau „feministisch“ sowieso. Seit längerem merke ich aber, dass diese Verortung nicht mehr stimmig ist, sich die Koordinaten zu verschieben, wenn nicht sogar aufzulösen beginnen. Ich habe verliere zunehmend meine politische Heimat und weiß gar nicht mehr, wie und wohin ich mich da neu verorten soll?!?
    Dieser Relativismus überall, dieses Argumentieren von der Warte des ängstlichen oder auch überzeugten „do no harm“ aus, ist schlimm. Da werde ich hellhörig und wurde es auch schon früher. Bspw. an der Uni in den 80er Jahren, als in einem Seminar der Ethnologen zum Thema „Beschneidung von Frauen“ (nicht etwa „Genitalverstümmelung“ genannt) eine Kommilitonin diese grausame Praktik als „Initiationsritus“ für Frauen bezeichnete, etwa vergleichbar mit Konfirmation und Firmung in unser Gesellschaft! Schon damals war ich fassungslos, konnte aber nicht wirklich dagegenhalten, da ich zu schüchtern und nicht selbstbewusst genug war. Heute sähe das aber ganz anders aus! Und heute, im 21. Jhd., treibt man die einstmals richtige Forderung nach Frauenemanzipation unter dem Rubrum „Gender“ dermaßen auf die Spitze, dass es bald x-fache Möglichkeiten von geschlechtlicher Identifikation oder eben gar keine mehr gibt. Auf der anderen Seite hat aber gerade „frau“ das größte Verständnis für Vertreter/-innen einer so dermaßen patriarchalischen und fast atavistischen Kultur, wie man sie in vielen islamischen Gesellschaten vorfindet. Da komm ich echt nicht mehr mit.
    So, und jetzt schaue ich mir einen „James Bond“ mit Sean Connery an, da waren die (Geschlechter)Verhältnisse wenigsten noch klar. Kleiner Scherz…

    • Titel eingeben
      Muss man sich irgendwohin (und dann auch noch:) „verorten“? Ist es nicht besser, man denkt sich seinen Teil und handelt danach?

    • @Gästin aus Ffm
      Ich habe sogar schon von Auseinandersetzungen über die Bezeichnung „Genitalverstümmelung“ gehört, bei denen so getan wurde, als ob man das Wort besser nicht verwenden sollte, um die betroffenen Frauen nicht zu kränken.
      So, als ob diese noch nicht mitbekommen hätten, dass sie verstümmelt worden waren und man sie lieber nicht darauf aufmerksam machen sollte.

      Das sind die Gebiete, in denen politische Korrektheit und auftrumpfende Blödheit ineinander übergehen.

  40. Reiche weisse und arme migrantische Grabscher
    Die Gemeinsamkeit zwischen Donald Trump und den Beschuldigten von Köln ist, dass sie die desselben Vergehens bezichtigt werden. Diverse Frauen haben Trump sexueller Übergriffe bezichtigt. Lt. amerikanischen Justizministerium ist jede sexuelle Handlung ohne Einwilligung sexual assault. Der Unterschied zwischen Donald Trump und den Beschuldigten von Köln ist, dass für Trump die Unschuldsvermutung gilt, während die Ausländer auf der Kölner Domplatte schon für schuldig erklärt wurden, bevor es Gerichtsurteile gibt. Auch der Autor hat die Unschuldsvermutung, die für die Kölner mutmaßlichen Grabscher gilt, ignoriert. Hier genügen ihm Beschuldigungen, während Trumps eigene Einlassungen als private, hässliche Ansichten bezeichnet werden. Ansichten die sexual assault als normales Gerede abtun. Einmal mehr macht der Autor – wie schon beim Oktoberfest-Thema – Unterschiede in der Bewertung von sexueller Belästigung.

    • Unschuldsvermutung gilt individuell auf einzelne Personen. Nicht für eine Gruppe. Man kann sehr wohl sagen, dass die Mafia Leute umbringt. Beim Mafioso Alphonso Porcamadonna gilt dagegen die Unschuldsvermutung.

      Also hören Sie doch einfach auf, sich hier lächerlich zu machen, wenn Sie schon zu feige sind, die eigentlich nötigen Angaben zu machen.

    • Allein Ihre Argumentation ist Frauen-Schändung
      Schade, dass wir keine Michelle MaBelle haben, die wirklich für Frauenrechte eintritt, sondern nur eine Manuela Schwesig, die sie interkulturell verscherbelt.

    • Wow... Ines!
      Da muss ich meinen Hut ziehen…

      Ich musste das zweimal lesen, bevor ich mir sicher war, dass das nur Ironie sein konnte.

      Danke! Mehr davon!

    • @ Arme weisse AktivistInnen
      … Ach, Hallo!! Wir hatten Sie schon vermisst.

      Immerhin, diesmal ist es konkret und substantiiert anhand von spezifischen Umständen dargelegt. Mir gefällt das, ehrlich.

      Was aus meiner Sicht noch fehlt: bei der Domplatte sind Übergriffe erwiesen. Bei Donald Trump meines Wissens bislang nicht. Aus meiner Sicht ist das kein Detail – der Kerl gilt tatsächlich als unschuldig.

      Verstehen Sie mich nicht falsch, ich sähe den Typ so gerne verurteilt. Aber wir haben ja bei Gina Lisa und den sonstigen Hetzkampagnen gesehen, was es bringt, wenn aus Tugendfuror die Unschuldsvermutung über Bord geht.

      Nur zu, wir sind gespannt auf den nächsten Versuch. Haben Sie denn auch einen Namen…?

  41. Wer will schon einen Sexualstraftäter zum Präsidenten
    Der Autor weiß es vermutlich selbst besser, als er zu erkennen gibt, aber es ist ein Unterschied, ob man versucht mit einer verheirateten Frau zu schlafen oder ob man es für eine akzeptable Verhaltensweise hält, einer Frau ungefragt in den Schritt zu greifen, um sie so zu „verführen“.
    Und offenbar handelt es sich dabei um mehr als nur Männersprüche – obgleich diese bereits ausreichen würden, ihn für ein solches Amt zu disqualifizieren.

    • Die Frage ist da „Consent“. Es gibt Menschen, die Mächtigen nahe sein wollen. Ich finde das nicht schön, aber es ist so und darüber spricht Trump. Wenn er gegen Gesetze verstösst -anzeigen, verklagen, verurteilen.

    • Wie kann die Frage "consent" sein?
      Wenn er nach eigener Aussage gar nicht fragt, ist „consent“ logischerweise raus. Zumal es sich ja nicht um Frauen handelt, zu denen er eine intime Beziehung hat, wo er „consent“ voraussetzen kann. Inzwischen haben diverse Frauen bestätigt, dass Trump genau so handelt, wie er es ja selbst gesagt hat. Das reicht vielleicht nicht für eine strafrechtliche Verurteilung, um ihn nicht zum Präsidenten zu wählen sollte es für einigermaßen vernunftbegabte Menschen allemal reichen.

  42. Ihr Artikel kommt etwas spät,
    denn Mlle Clinton war diese Woche sehr einsilbig bezüglich Trumps Vergehen, spätestens seit sie sich mit Al Gore in Miami sehen lies. Man könnte auf den Gedanken kommen, dass es da einen Zusammenhang zu Gore`s ehemaligen Vorlieben für Masseusen gibt aber da ich hierzulande in der Einheitspresse nix davon gelesen habe, war das sicher nur ein Hirngespinst.

    • Mein Gott, Menschen wollen Sex. So ist das nun mal, auch bei gore. Da rege ich mich nicht drüber auf.

  43. Allein weil der mir zuwidere (zwidane) Mainstream aus Doofpolitikern
    und wahrheitsherausgeforderten Medien samt der üblichen Riege der ach so liberalen Wünstler Trump so verteufeln, habe ich ihm immer einen Platz eingeräumt in meiner Sympathie-Lounge.

    Das ernstere Thema ist aber, dass die eiskalte und zu allem bereite Clinton, mehr noch als die versoffene und verstolperte EU-Nomenklatura, nach dem Motto- Konzerne zahlen, Schlampen tanzen, die Obama-Politik einer Kriegsvorbereitung in Europa, wegen Ukraine oder sonst einem Vorwand, fortsetzen würde.

    Bei Trump weiß man wirklich nicht, was er politisch vorhat, er selbst vielleicht auch nicht, und wieviel (oder wenig) er davon umsetzen könnte.

    Sein Sexualleben oder seine Haltung zu machtfaszinierten Frauen sind mir völlig wurscht, ich bin ja nicht der Reichsittenblockwart.

    Aber ich gestehe ehrlich, ihn, trotz aller Peinlichkeit und trotz all der mangelnden Leuchtkraft seiner meisten Anhänger, zu favorisieren.

    OK, es sieht nicht gut aus für ihn, ich wähle dort drüben nicht, ebensowenig wie die hiesigen Politgutties und das triefende Feuilleton – ich warte einfach ab (na, was denn sonst !?) .
    Vielleicht ist er, oder ein fetter Skandal Clintons, noch für eine Überraschung gut.

    Ansonsten möge mir die Erde leicht werden.

  44. Trump und "modern"?
    @ Goodnight
    Die Anhänger von Trump sind sicher echt, sie lügen nicht, sie sind desillusioniert und wütend, mit jedem Recht.

    Das Traurige ist aber, dass ein Milliardär „con man“ denen Illusionen verkauft, die nichts wert sind. Einer, der reihenweise kleine Leute verklagt, der kleinen Handwerkern das Leben zerstört hat, ein Meister in betrügerischen Machenschaften, das ist Trump, und das ist alles gut dokumentiert.

    Laut dem Pulitzer-Preis-Gewinner-Organisatin Politifact gab es noch nie einen Präsidentschaftskandidaten, der so viel und so dreist lügt wie Trump.
    Zwei Gerichtsverfahren wegen Betrugs sind gegen ihn anhängig, und die Staatsanwaltschaft New York ermittelt wegen Missbrauchs von Spendengeldern. Trump hat seit 2008 keinen Cent in die eigene Stiftung mehr eingezahlt, aber benutz fremde Spenden für seine privaten Zwecke, z.B. um $ 248.000 Gerichts- und Anwaltskosten zu bezahlen.

    Trump ist ein Neocon, schlimmer als GWB. Wenn Sie sich seit Frühjahr 2015 in den amerikanischen Medien regelmäßig informiert hätten und so wie ich so gut wie jede Rede von Trump gehört hätten, wüssten Sie das. Wenn Sie so gut informiert wären, würden Sie mir auch nicht vorwerfen, dass ich das alles nicht verstünde.

    „Man mag sich im Luxusheim in Hamburg vielleicht noch an den Lügen der Highsociety erfreuen, die abgestürzte amerikanischen Mittelschicht hat die Lügen satt.“

    Dieser Satz beweist Eines, dass Sie sich Ihrer Vorurteile bedienen. In Wirklichkeit kennen Sie nur ein winziges Stückchen Fassade von mir. Ich bin ziemlch enttäuscht von solchen Projektionen. Gesellen Sie sich jetzt zu TDV? Ist das hier eine Art Old Boys‘ Club?

    Trump: Keine Lobby? Kein Establishment?
    “Jets owner, Hollywood producer, Wall Street titans helped drive Trump’s $18M day”
    Wallstreet Giganten sammeln Spenden für einen “Ousider. Quelle: Fox News, 29.9.16

    Und weil Trump angeblich mit dem Establishment nichts zu tu haben will, berief er ausgerechnet den ultrareligiösen Pence als VP, der in seinem Bundesstaat eine so diskriminierende Gesetzgebung gegenüber Homosexuelle umsetzte, dass große Unternehmen drohten, den Bundesstaat zu verlassen, woraufhin er das Gesetz rückgängig machte. Pence, rein zufällig der Liebling der Milliarden schweren Koch-Brothers, der größten Financiers der ultrarechten Republikaner!

    Trump is proposing tax changes that would greatly benefit the commercial real estate business, which is his primary field, and would greatly benefit his own family. And when I asked his campaign last week whether he was proposing any tax changes that would cost him and/or his family any money, I got no reply.
    https://www.washingtonpost.com/news/wonk/wp/2016/10/02/the-most-shocking-part-of-donald-trumps-tax-records-isnt-the-916-million-loss-everyones-talking-about/

    Er will corporate tax auf 15% reduzieren. Erbschaftssteuer für Millionenvermögen komplett abschaffen.
    Das ist Trickle-Down Ökonomie.

    Er ist nicht gegen Freihandelsabkommen, sondern nur dann, wenn sie den Amerikanern nicht genug nützen, d.h. er will härtere Bedingungen nachhandeln.

    Den Iran-Atom-Deal will er sofort canceln.
    Er wird sofort die Annäherung an Cuba rückgängig machen.
    Er will die inzwischen beschlossenen Einschränkungen der Finanzmärkte rückgängig machen.
    Er will die Förderung der fossilen Energien massiv erhöhen.
    Den Klimawandel hält er für einen „hoax“.
    Er lobt fortwährend die Effizienz von Exxon & Co., die ihm helfen würden, das Öl von Irak und Libyen zu „nehmen“ (I’ll take the oil). Wenn man das Öl stiehlt, so nennt man das traditionsgemäß Kolonialismus.
    Er ist für die atomare Aufrüstung von Japan, Südkorea und sogar Saudi-Arabien.
    Last but not least: Trump will das US Militär massivst aufbauen. Er schimpft dauernd, wie schwach das US Militär sei.
    N.B.! Dass er angeblich „gegen“ den Krieg in Irak bzw. Libyen war, ist eine durch Ton- und Videoaufnahmen erwiesene Lüge.

    Von den unseriösen und betrügerischen geschäftlichen Machenschaften will ich erst gar nicht anfangen.

    Alles in Videos oder Tonbandaufnahmen festgehalten, habe alles selbst gesehen und gehört. Der 248k Scheck ist auf Washington Post abgebildet.

    Traumps Berater-Team besteht aus Inhabern der größten US Hedge Fonds, einem Fracking Unternehmer, einem Zigarettenfabrikanten, Bankern und Immobilienspekulanten.

    Er wird von der weltgrößten Casino-Besitzer (Sands Las Vegas, Macao und Singapore) unterstützt, nicht von denjenigen, die mit neuen Technologien oder guten Ideen reich geworden sind.

    Das Unverständlichste für mich ist, dass es oft Linke und intelligente Menschen sind, z.B. sogar Lafontaine, die naive Illusionen über diesen unberechenbaren unbeherrschten Mann hegen. Man muss Hillary Clinton nicht mögen, um diesen Mann als indiskutabel abzulehnen.

    Last, but not least: Trump ist ultrarechts, seine Anhängerschaft besteht u.a. aus sog. white supremacists, Mitgliedern des KuKluxKlans, Neonazis und anderen schrägen Gruppierungen. Das ist kein Zufall.

    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie Trump das Land jemals im Sinne von „modern“ vorantreiben könnte, außer dass er sich und seinem Family Clan Geschäftsokkasionen zuzuschustern will – das ist alles, was ich ihm zutraue.

    • If voting changed anything, they'd make it illegal.
      Sie verlieren sich in der Komplexität der Kommunikation.

      Kein Mensch kann nach Wahlprogrammen wählen.
      Die Komplexität von Wahlen wird immer auf eine entscheidende Unterscheidung runtergebrochen.
      Die Wahl 2017 in der BRD wird von der Flüchtlingspolitik bestimmt, d.h. es wird nur noch für oder gegen die Willkommenskultur entschieden. (auch wenn Merkel verzweifelt versucht Wirtschaftsthemen in den Vordergrund zu schieben, indem sie hofft eine Steuersenkung ermöglichen zu können)

      Die Wahl in den USA im Jahre 2016 wird von der Unterscheidung Wahrheit/Lüge dominiert. Trumps Wahlkampf hat nur ein einziges Thema: Alle Tabus brechen, alle Lügen aufdecken, einfach alles sagen, was bisher nicht gesagt werden durfte.
      Und damit ist es ihm gelungen, den Wahlkampf zu dominieren, da er die entscheidende Differenz besetzen konnte.

      Und all seine Gegner versuchen verzweifelt dagegen anzugehen, ohne jedoch wirklich Erfolge zu verzeichnen.

      Man muss die Kommunikation verstehen, dann versteht man die Welt der modernen Menschen.

      Trumps Team ist das gelungen.

    • Titel eingeben
      Liebe Tamarisque,

      Ich schätze ihre Kommentare immer sehr. Vielen Dank für Ihre ausführlichen Recherchen. Leider ist mein englisch sehr eingeschränkt und die Übersetzungen häufig mehr als mangelhaft. Wenn ihre Aussagen zutreffen, dann hat der eine Kommentator recht. Die Wahlen sind gelaufen und ihre Befürchtungen werden eintreffen. Nicht wegen der Wähler, sondern weil es so gewünscht wird. Bei den Unterstützern sind die von Ihnen genannten Folgen beabsichtigt.

    • Rattenfänger von Hameln Made in the US
      @ Goodnight:
      „Kein Mensch kann nach Wahlprogrammen wählen.
      Die Komplexität von Wahlen wird immer auf eine entscheidende Unterschei-dung runtergebrochen.“

      Glauben Sie wirklich, dass ich so dumm bin, dass ich das nicht weiß.

      Der Sinn meines Posts, den ich nicht an irgendwelche Wähler, sondern an die Leserschaft von Dons Blog gerichtet habe, war die Informationen zu liefern, die man durch deutsche Medien niemals gewinnen kann, um zu durchleuchten, was bei der Politik dieses verlogenen „Freundes“ des einfachen Volkes tatsächhlich dahintersteckt.

      Sie werden unschwer erkennen, dass das keine Politik für den kleinen Mann ist, und friedlich ist sie auch nicht.

      Seine größte Anhänger-Gruppe besteht aus blue-collar workers und Nichtakademikern. Glauben Sie, ich würde denen zutrauen, dass sie sich wirklich informieren? Sein Programm interessiert sie gar nicht. Sie glauben an ihn, wie man an einen Guru oder an einen Sektenführer glaubt.

      „Man muss die Kommunikation verstehen, dann versteht man die Welt der modernen Menschen.“

      Sie meinen wohl die modernen Reality-Show Fans oder Hinterwäldler, die offenen Auges in ihren Verderb laufen, weil sie glauben, Trump sei so etwas wie ein Messias: „I alone can fix it“! Ist das Agieren eines Rattenfängers von Hameln reloaded in the US denn für Sie „modern“?

      Nein, und noch mal nein. Auch dies ist hat Methode und gehört zum Wahnsinn: die systematische Verdummung der Massen. DAS beherrscht Trump, und seine Agitation besitzt interessante Parallele zum Dritten Reich, was von den intelligenten, gebildeten Amerikanern brillant analysiert wird. Das ist das Erschreckende an Trump.

      „Trumps Team ist das gelungen.“
      Ob das ihm gelungen wird, werden wir am 8.11. wissen.


    • @ Goodnight
      „Sie verlieren sich in der Komplexität der Kommunikation.“

      Mir reicht das allmählich. Dauernd unterstellen Sie mir, dass ich etwas „nicht verstehe“. Habe ich den Ruf als die „Dumme“ im Blog? Ist das TDVs Respektlosigkeit zu verdanken? Ist er hier der große opinion maker?

      Oder aus welchem Grund sonst Ihre wiederholte Abfälligkeit? Auch in Bezug auf meine Lebensumstände. Ich bin Ihnen stets freundlich gegenüber getreten und verstehe das nicht.

      Obwohl Finnisch meine Muttersprache ist, sind zwei Bücher von mir in etlichen Universitätsbibliotheken im deutschsprachigen Raum erhältlich. Die Bücher werden nicht mehr verlegt, ich müsste sie wieder updaten. Eines der Bücher wird zum Rekordpreis auf amazon gebraucht angeboten. Wie ist das bloß möglich?

      Dass ich mich in der Menge der Kommunikation „verliere“, soll wohl ein Witz sein.


    • @ Nur ein Leser
      Vielen Dank für Ihr Kompliment.

      Die verlinkte Information gibt es leider nicht in deutscher Sprache.

      Ja, wer immer auch gewinnt, so wird es so weiterlaufen, wie bisher. Bei Trump ähnliche wie bei den Neocons (an die Friedensliebe glaube ich nicht) oder als Obamas „Yes we can-Legacy“, also business as usual.

    • Titel eingeben
      Tam wie sie leibt und lebt…. Grundregel #1

      Frauen sind die besseren Menschen. Hatte wir das out-of-Forum nicht vor ein paar Jahren schon mal?
      Nichts an diesen beiden ist auch nur die winzigste Diskussion wert, aber sie versuchen immer noch ihre Werte sogar durch diesen Schlamm zu retten. Erstaunlich!

      Warum geniessen sie das alles denn nicht einfach nur? Zurücklehen und abwarten, die beiden werden noch liefern. Da kommen noch Enthüllungen und zwar von beiden Seiten. Und ich befürchte wie immer werden die von Wikileaks die besseren, und deshalb möglicherweise sogar Wahl entscheidenden sein.

      Einfach mal durchdenken, diese, ihre SChlussfolgerung: „Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie Trump das Land jemals im Sinne von „modern“ vorantreiben könnte, außer dass er sich und seinem Family Clan Geschäftsokkasionen zuzuschustern will – das ist alles, was ich ihm zutraue.“

      Wo genau sehen sie denn da einen Unterschied zu der „2 Dosen Hairspray täglich“ Frau aus Arkansas?

    • Ich habe fertig!
      @ TDV

      Können Sie mich endgültig in Ruhe lassen!

      Ich weiß nicht, so ich schreibe, Frauen seien die besseren Menschen.

      Die phantasieren dauernd etwas in meine Posts heinein, um mich hier dumm und einseitig aussehen zu lassen.

      Ebenso unterstellen Sie mir Meinungen, die ich gar nicht habe.
      Das ist offenbar ansteckend, weil diese miese Art hier von anderen übernommen wird.

      Aber don’t worry, ich habe nur den ersten Satz gelesen. Das reichte mir.

      Ich kann das endgültig nicht mehr ertragen. Sie sind ein boshafter Mensch, und ich habe fertig!

  45. @Oberländer
    Zu meinem Geburtstag im Februar bekam ich eine Karte von Juncker, in der er mir handschriftlich alles Gute wünscht. Verlassen Sie jetzt auch den Blog – Tür knallend am Mutterschiff?

  46. Hysterie
    Ein herrlich ironischer Text und so wahr! Mit der Hysterie liegen Sie, glaube ich, ganz richtig. Diese unglaubliche Medienhysterie nebst Sexskandalen, diversen Leaks und angeblicher Einflussnahme Putins deutet schon daraufhin, dass das Rennen in Wahrheit viel enger ist oder war die als die Medien uns weis machen wollen. Nach der ersten Debatte erschien in Newsweek ein Artikel, in dem es hiess, im Clinton
    Lager herrsche nackte Panik, weil die MObilisierung wichtiger Gruppen nicht so funktioniere wie erhofft. Die Schwarzen, die Obama zum Wahlsieg verholfen hätten, würden Clinton nicht in gleichem Maße unterstuetzen, die Sanders-Anhaenger wären in weiten Teilen nicht bereit, Clinton zu wählen und dazu noch die vielen Unzufriedenen. Ich glaube, das erklärt vieles.

  47. Titel eingeben
    Ich denke, dass ich seit ungefähr einem Jahr hier mitlese. (Um das nicht passiver zu machen, als „mit-“ klingt: Mit riesiger Freude, machmal sogar Vorfreude.)

    Ich denke, dass ich auch fürderhin wenige Kommenatre schreiben werde. Nur dies für heute nacht mit Disraeli, weil es mir wichtig erscheint: We agree to disagree.

    Herrlich wäre es, wenn der Don, dem ich für die Freuden und Tröstungen des letzten Jahres danke, genauso wie die Kommentatorenschaft den Schwarzweißmalereien weiterhin die Grautöne vorzöge. Und seien sie noch so jaufenbunt.

  48. Hunger Games
    Es wird wohl eine glühendere Schlüsselfigur kommen müssen, um in den USA wieder für Recht und Ordnung zu sorgen, damit die verbrämten Steigbügelhalter im Bundestag wissen, wann man den Hals-wieder-drehen muss.

    Aus dem Film >>Der Patriot<<
    Zitat(ungefähr):
    „Ein Schäfer muss sich um seine Herde kümmern und manchmal die Wölfe abwehren.“

    Clinton und Trump sind ja Freunde http://www.cicero.de/weltbuehne/us-wahlkampf-ist-donald-trump-wirklichkeit-ein-demokrat-wahlhelfer-hillary-clinton/59687 und wenn man das mal in einen Topf wirft, dann kommt für mich folgendes raus:
    – Trump saniert sich monetär
    – Clinton gewinnt
    – alles war ein Fake
    – Wahl Ende

    Wer Clinton wählt, wählt Krieg. Kann man das so stehen lassen?

  49. "Gestern Abend wurde ein gelungenes Konzert in meiner Heimatstadt gekrönt"
    – ein sehr schön auffällig schiefes Bild – und auch noch gleich ganz zu Anfang? Da will wohl einer seine im Grunde doch starke Herkunft aus, seinen Einsatz für und die Rückbindung ans Durchschnittliche betonen? Uns Lesern kanns recht sein, egal wie auch immer, der Leser ist schließlich auch immer ein Durchschnitt, nur die Durchschnitte variieren von Feuilleton zu Feuilleton ein wenig, der Leser aber bleibt immer derselbe.

    • Ich bin Elitist und befürworte Ungleichheit und Klassengrenzen, ja. Und?

    • Das schiefe Bild des gelungenen Konzertes
      Wenn sie die Erfahrung anderer (erleben eines gelungenen Konzerts)entwerten bringt das auch nichts. Mozart war einer der Komponisten die auch für den normalen Bürger komponiert haben. Noch stärker war das bei Beethoven der Fall. Es war damals auch üblich sich als Bildungsbürger die Noten zu kaufen um die Sachen selber zu spielen zB als Klavierauszug.(Beethovens Werk besteht nicht nur aus 9 Symphonien) Das sich heute große Teile der Gesellschaft nicht mehr mit dieser Art Musik beschäftigen liegt nicht an reichen Eliten. Es liegt eher daran das man ständig mit Mist beschallt wird den die Leute für gut halten weil sie nichts besseres kennen.
      Als Gegenbeispiel könnte man die BBC mit ihren Konzertreihen nennen die unter dem Namen Proms (kurz für Promenadenkonzerte) berühmt geworden sind. Bedanken sie sich also u.a. bei ARD und ZDF.

  50. Die Wahl Trumps wird das Kartell nicht "aufbrechen"
    Die Wahl Trumps könnte die Dinge nur zum Schlechteren verändern: Immer schneller in Richtung Lateinamerika.
    .
    Was Trump jetzt schon erreidcht hat, ist eine gewaltige Verrohung, eine Brutalisierung im Umgang, ein Angriff auf das Minimum an politischer Kultur, ohne das keine Demokratie auskommt, ebensowenig der Rechtsstaat oder die Marktwirtschaft.
    .
    Ansonsten ist die Wahl zweitrangig.
    .
    Worauf es ankommt ist, dass all die Leute, die Sanders unterstützt haben, Wege finden, wie man jenseits dieser blöden Personen-Wahlen irgendwas erreichen kann.

  51. Das Wort zum Sonntag
    ach Gottchen, zufällig läuft das Wort zum Sonntag, grundsätzlich vergebene Liebesmüh bei mir. Der Pastor schwätzt von weißen Männern, die hinter Frauen stehen und figurnachbildende Gesten machen und er hat nichts dazu gesagt und ärgert sich jetzt deshalb. Sogar Trump war Thema dieser kurzen Predigt und die vielen Frauen, die sich von dem gedemütigt fühlen und so viele tausend Frauen erleben das täglich… demnächst werde er, der Pastor die Männer dann ansprechen.

    Die Frage, wie er Männer ansprechen will, die seine Sprache nicht verstehen, blieb offen, aber die kamen bei ihm ja auch gar nicht vor.
    Es ist so alles so schrecklich, ich habe schon Muskelkater vom Lachen.

    • @Frau Simon
      Wir sind eben Abtrünnige, Frau Simon, Sie und ich und viele andere. Wir haben Misogynie und Heteronormativität so intenalisiert, daß sie uns nicht mehr auffallen. Ich empfehle einen Crashkurs in Gender Studies, oder einen Belästigungs-Workshop im feministischen Buchladen um die Ecke ;)

      Das Wort zum Sonntag habe ich früher gepflegt ignoriert, als ich dann richtig erwachsen wurde (hust, so ab 40…) habe ich es tatsächlich öfter mal angesehen, und manches Mal waren ganz gute Themen und Denkanstöße dabei.

      Mittlerweile hechelt auch dieses zwangsgebührenfinanzierte pastorale TV Intermezzo ganz unverhohlen dem Zeitgeist hinterher, politisiert und diffamiert.

      Bald ist es so weit, dann laufe ich mir eine Asprey Handtasche wie M. Thatcher sie hatte, marschiere in die ARD Zentrale und schreie „I want my money back!“.

    • Feiner Honig
      „Bald ist es so weit, dann laufe ich mit eine Asprey Handtasche wie M. Thatcher sie hatte, marschiere in die ARD Zentrale und schreie „I want my money back!“.“

      Eine Kulturbereicherung wie D.A.s „fikifiki“, vor dem Bundestag( http://blogs.faz.net/stuetzen/2016/09/25/keinen-mueden-cent-fuer-den-privilegierten-gender-iwan-6952/ ). Mit laufender Kamera müssen beide festgehalten werden! Ich fröne meinem Kopfkino, herrlich.

    • Ach Samsara, der Crashkurs in Genderkrams
      käme vergeblich. Danisch regt sich ja ständig darüber auf und wenn ich dann die verlinkten Hinweise lese, komme ich mir komplett hirngeschädigt und blöd vor, alldieweil ich überhaupt nicht verstehe, was ich da gerade lese.

      Den Buchladen vor Ort meide ich seit Jahren, zwei Besuche dort haben mir gereicht. Die Damen wirkten alle ein bisschen wie Alice S., wählten sicher grün, das zu verkaufende Angebot war ihnen allerdings nicht geläufig. Beratung Fehlanzeige, bloß keine schweren Fragen, also kaufe ich meine Bücher seit langem nur noch online.

      Der Marsch zur ARD, Köln als größte Anstalt wäre nicht schlecht, mit der Forderung I want my money back, wäre hübsch, könnte mich glatt anschließen. Zumal der GEZ nun vom Gericht erklärt wurde, sie sei keine Behörde und darum nicht befugt, Zwangsvollstreckungsmaßnahmen durchzuführen. Da ginge also was.

  52. Globale Entwicklung
    Die derzeitige Situation und Entwicklung in den USA ist ja leider in vielen westlichen Ländern (und nicht nur dort) zu beobachten. Auch wenn sie natürlich in unterschiedlichen Ausprägungen und Varianten Auftritt. Eine sehr interessante Analyse und einen globalen Überblick findet sich im folgenden Artikel:

    https://zeitschrift-ip.dgap.org/de/ip-die-zeitschrift/archiv/jahrgang-2016/september-oktober/geister-der-vergangenheit

  53. Mit den Leaks ist das so eine Sache
    Romney verlor wohl aufgrund seiner 47% Aussage, die immer und überall wiederholt wurde. Herman Kaine stolperte über eine Blondine. Senator Stevens aus Alaska über den Vorwurf der Bestechung, der sich „leider“ erst nach verlorener Wahl als falsch herausstellte. Die Aufnahmen von Trump und dem Bus flackern in den USA immer noch täglich über den Bildschirm. Was ist all diesen Menschen gemeinsam? Sie sind Republikaner.

    Es gibt dann auch noch die Wikileaks, die den gesamten Sumpf der Clintons nachweisen, aber es kaum in die Nachrichten schaffen, und wenn, nur kurz und mit langatmiger Erklärung.

    Wie der Don sagte, gewisse Gruppen meiden die sachliche Auseinandersetzung. Sie wissen schon warum. Dass Hillary nicht turmhoch vor Trump liegt zeigt dass sich die Massen nicht mehr ganz so leicht manipulieren lassen. Insbesondere wenn diese, alle Jahre wieder, wenige Tage oder Wochen vor der Wahl auftauchen.

  54. Bedenkenswertes und Problematisches
    Bedenkenswertes:

    Viele mockieren sich darüber, dass Trump vielleicht „nur“ wegen dieser älteren Fernseh- und Radioaufzeichnungen verlieren könnte.

    So etwas war zu erwarten, hat Trump doch selber dieses Schlachtfeld gewählt, indem er immerzu die Seitensprünge des ehemaligen Präsidenten Clintons angesprochen hat.

    Wer jetzt darüber erstaunt ist, sollte sich vielleicht einmal fragen, ob entsprechend Vorliegendes nicht auch automatisch gegen Trump geäußert würde.

    Problematisches:

    Das scheint mir wirklich ein Problem zu sein. Das ein Hetzer und Lügner wie Trump nur mit seinen Mitteln zu schlagen ist.

    Ich bedaure enorm, dass dadurch z.B. Clinton nicht gezwungen wurde, ihre frühere Begeisterung zu Freihandelsabkommen mit ihrer späteren Ablehnung zu begründen.

    Trump hat jegliche sachliche Debatte und Auseinandersetzung im dortigen Vorwahlkampf wie auch im Präsidentschaftswahlkampf durch seine Art unmöglich gemacht und allein deshalb schon gehören seine sexistischen Übergriffe an die Öffentlichkeit gebracht.

    Es hätte genügend politische Themen gegeben, wo jener hätte attackieren können, doch wer meint, ein gottgleicher Star zu sein, der aus sich heraus alles machen könne, der darf auch so attackiert werden.

    Zu meinem Bedauern, wie gesagt, ich hätte eine sachpolitische Debatte über diverse Themen bei weitem bevorzugt.

    • and I deeply regret any distress that my comments may have caused you.
      Nope, es wäre die völlig falsche Strategie gewesen, sich auf eine sachliche Diskussion mit einer Frau Clinton einzulassen.

      Trump gewinnt seine Wählerschaft indem er all das sagt, was man nicht sagen darf.

      Das ist das gleiche Erfolgsrezept, dass der Don hier anwendet.
      (Ups, darf man das sagen ;-) )


    • Don Alphonso ist gebildet und subtil. Für meine Begriffe spielt er mit solchen Inhalten. Trump dagegen agiert auf der untersten Stufe der menschlichen Würde, die er durch seine wüsten Beschimpfungen und seine Aggressionen dauernd verletzt. Das ist pure und primitive Agitation, und so lieben ihn seine Fans.

  55. OT - Syrer
    Einige hier hielten laut ihrem Kommentar Danisch u.a. für Strafrechtsexperten und begründeten damit die Rechtswidrikeit des Festhaltens des vermutlich Attentats-planenden Syrers.

    Ich habe keine Kabelbinder daheim. Also hätte ich dem vermutlich eine Weinflasche über den Kopf gezogen und gehofft, der Schädel würde halten, jener aber widerstandslos sein.

    Kritisierenswert ist sicherlich das Foto mit dem da schon Wehrlosem im Schwitzkasten, das geht zu weit.

    Aber jene sich auf Danisch Berufenden wegen was weiß ich haben, mit Verlaub, nicht alle Tassen im Schrank.

  56. Hillary: 675000 Dollar von Goldman Sachs für drei Reden
    und der Inhalt findet sich unter zerohedgedotcom. — Trotz intensiven Bemühens kann ich bei Frau Clinton keinen Charakter finden. Vor die Wahl gestellt, wäre mir Papageno hinsichtlich des Amtes lieber. Was frühere Präsidenten – Kennedy/Monroe: Ihr Song im Four Seasons: „Happy Birthday Mr. President, happy birthday to you“… – privat angestellt haben, dürfte kaum zurückstehen.

    • Nun, das ist in den USA ja nicht unüblich. Auch deutsche Sparkassen sind nicht unspendabel für Parteigrössen.

    • Reich & reich
      oder der Milliardär(macht nichts), gehört nicht zur „Elite“ gegen
      die Millionärin (unerhört!), die gehört zur „Elite“, ist wohlk intllektuell gemeint, das geht schon gar nicht, ungebildet ist ein Muß!

  57. How does it feel?
    „It’s the economy, stupid!“ damit gewann 1992 Bill Clinton.
    Der anständigen und vernünftigen Mittelschicht und dem
    sog.„Kleinem Mann“ wurde dann der Boden unter den Füßen
    weggezogen.
    .
    Die jetzige Show mit dem alten $ex-Punk und
    $hillary, the maneater soll wovon ablenken?
    > Von dem militärisch-industriellen Komplex der US-Wirtschaft,
    der alles beherrscht und agiert wie er will.
    .
    Und unsere atlantisch vermoosten Althippies, nebst unseren willigen, schlichten Kirchenmäusen – finden das per se gut.
    Die jubeln sicher über den Verzweiflungsnobelpreis für Dylan.
    .
    Hey, hat nicht jeder „Rollin Stone“ mehr Lebensweisheit inna Birne als diese bequemen Heuchler …
    >er hat nämlich kein Moos angesetzt!

  58. Titel eingeben
    Kürzlich nannte eine amerikanische Freundin den Wolkenkratzerbauer und Kandidaten Donald „Pussy“ Trump. Irgendwie mitleidslos.

  59. The american dream
    Hierbei dürfte es sich letztendlich um die bis in die unteren Schichten vorgedrungene Erkenntnis handeln, das der amerikanische Traum geplatzt ist. Die Globalisierung in Verbindung mit nicht vorhandener Wettbewerbsfähigkeit exportierte amerikanische Blue Collar – Arbeitsplätze. Vom Zuwachs der Finanzindustrie nach der Deregulierung profitierten nicht so sehr die Massen. Der neue Traum vom Reichtum durch Immobilienbesitz wurde dann 2007 zerstört. Dass Obama überhaupt Präsident werden konnte, ist dem Versagen George Walker Bushs geschuldet. Die Gesellschaft radikalisierte sich weiter unter Obama (siehe Tea Party Bewegung), der vor allem als Schwarzer und als Sozialist gesehen wird. Viele in den USA versprechen sich weder von den Demokraten noch von den Republikanern eine Lösung. Trump als von vielen Enttäuschten als Nichtmitglied des politischen Establishments gesehener Selfmademan gibt vor, all dies ändern zu können. All dies erinnert mich an den Anfang einer Bewegung zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Damals allerdings mitten in Europa. Mit der nächsten Finanz – oder Wirtschaftskrise sollten sich die Probleme dann weiter ausweiten und auch zunehmend internationalisieren. Selbst Europa wird sich hier wohl nicht heraushalten können, sogar wieder weiter in den Mittelpunkt der globalen Auseinadersetzungen geraten.

    • Titel eingeben
      Da bin ich nicht ihrer Meinung, denn Europa könnte sich sehr wohl heraushalten!
      Wir beide entstammen völlig verschiedenen politischen Lagern, aber beide sehen wir dasselbe. Das heisst, es ist ganz offen da, man muss es nur sehen wollen.

      Lösung vom zerfallenden Empire. Austritt aus der US Hilfsarmee NATO.
      Statt Aufrüstung und Aufmarsch an der „Ost-Grenze“, brav hinter Hilary.
      Friedliche Annäherung an Russland, aber keine Umarmung Russlands.

      Wem ein Krieg zwischen Westeuropa und Russland lieber ist, der darf gern weiterhin dieselbe Politiker Mischpoke Deutschlands und der anderen EU Staaten wählen.

      Aber bitte nicht hinterher wieder alle möglichen Ausreden anbringen.

  60. Die Kollegen aus dem redaktionellen Teil
    machen sich über Trump und seine Korruptionsvorwürfe lustig, obwohl die gerade veröffentlichten E-Mails belegen das diese zu 100% zutreffen, in dem beschreiben wie Clintons Team versucht Journalisten auf ihre Seite zu ziehen (Journalisten wird der exklusive Zugang zu Informationen angeboten wenn diese sich erkenntlichen zeigen und dabei helfen gelegentlich eine Story zu platzieren) oder dokumentiert wird wie sich Journalisten gemeinsam mit Mitgliedern aus Clintons Team überlegen, wie man Trump am besten in die Pfanne hauen könnte und entsprechende Vorschläge unterbreiten, was NICHT die Aufgabe von Journalisten ist!? Aber es kommt noch viel schlimmer, denn mittlerweile ist auch eine E-Mail aus dem Jahr 2008 veröffentlicht worden, aus der hervorgeht das ein CitiBank-Manager Obama einen Monat vor der Wahl einen Vorschlag für die Zusammensetzung seines Kabinetts unterbreitet, der dann nach der Wahl zu 80% so wie beschrieben umgesetzt wurde. Und das sage noch einer, das System sei nicht ‚rigged‘? Natürlich ist es das und das kann dank Julian Assange jeder sehen, der das sehen will !

    Einige Herrschaften können froh sein, das sich die meisten Menschen mehr für ‚Pussy, Money, Weed‘ (Lil Wayne) interessieren als für solche Themen, denn sonst hätten wir hier schon längst einen Majdan, der sich gewaschen hat:

    Les Misérables – Do You Hear the People Sing?

    Do you hear the people sing?
    Singing the songs of angry men?
    It is the music of the people
    Who will not be slaves again!
    When the beating of your heart
    Echoes the beating of the drums
    There is a life about to start
    When tomorrow comes!

    Will you join in our crusade?
    Who will be strong and stand with me?
    Somewhere beyond the barricade
    Is there a world you long to see?

    Then join in the fight
    That will give you the right to be free!

    ;)

    • Wir dürfen in Deutschland nicht wählen, insofern spielt die Meinung hierzulande keine Rolle.

    • Titel eingeben
      @DA: sicher dürfen wir nicht wählen, aber wenn die von der Presse herbeigeschriebene Kandidatin endlich gewählt wurde und der pöhepöhse Frauenanfasser nicht, dann sind wir in Deutschland alle so froh, dass unsere Lieblingskandidatin Präsidentin ist, dass wir diese klitzekleinen unschönen Dinge wie Ramstein als Drohne-Hub, NSA und abgehörtes MerkelMobil oder auch die Kreigstreiberei im Nahen Osten gaaaanz schnell vergessen, denn in den USA ist eine, die haben wir ganz lieb. viel lieber als den bösen Putin, vor dem wir bitte angst haben sollen.

      Im Ernst, ich sehe diese ganze Clinton-Arschkriecherei in der Presse als einen Versuch, die Risse im Ansehen der USA in Deutschland zu flicken, und den doch recht angegammelten Ruf zu reparieren. Indem die erhoffte Präsidentin möglichst positiv besetzt wird.
      Trump ist halt dummerweise bisher nicht ohne Erfolgsaussichten, Clinten dummerweise ganz furchbar, und der Wahlkampf außerordentlich dreckig, daher lässt sich nicht alles zudecken.

    • Wie wahr, Don, nur...
      Wer wäre ihnen denn lieber als Kanzler?

      Merkel? Gabriel? Petry? oder… Wagenknecht?

      Man darf vielleicht den Profus nicht mitwählen, aber verantwortlich sind die Deutschen für das alles trotzdem anteilig!

  61. Verkommenheit der "Guten"
    Die New York Times hat bezüglich der letzten „Enthüllungen“ über Trump praktisch offen zugegeben, nicht gegenrecherchiert zu haben. Die Zeitung sähe einer Klage gelassen entgegen, denn es könne keine Rufschädigung sein, weil Trump sich seinen Ruf ja bereits selbst geschaffen hätte. Mit anderen Worten: Wenn meiner Meinung nach der Ruf meines politischen Gegners bereits ruiniert ist, darf ich ungestraft weitere rufschädigende Information über ihn veröffentlichen, auch wenn diese falsch ist.

    Man wendet sich schaudernd ab. Am Ende werden die Trumps, Hofers und Petrys dieser Welt gewinnen, weil jedem einigermassen redlichen Menschen Hand und Mundwerk erlahmen, sobald er oder sie versucht, deren Gegner (wie etwa Clinton) zu verteidigen.

    Und die anderen, die weniger nachdenken und denen es weniger um Redlichkeit zu tun ist, die haben sowieso eine Rochus auf das Establishment, weil sie fühlen, dass die Leute an der Spitze sie verar…en. Auch diese haben ihren Rochus zu Recht.

    Der Aufstieg der Populisten ist nur die Kehrseite der Verkommenheit der politischen und journalistischen Klasse (was ja nicht ausschliesst, dass einzelne Politiker und Journalisten integer sind).

  62. Zeitgeist hat auch schon in den Opernhäusern Einzug gehalten
    Die echten bildungsfernen Feministinnen schlafen leider nie und sind immer wachsam. Es reich ein wenig auf Youtube herum zu klicken, um festzustellen, dass sie bereits ihren zivilisatorischen Einfluss auf die Inszenierungen dieses bös patriarchalischen, frauenfeindlichen und Männerbünde verherrlichenden, nicht aber nur sexistischen, sondern zu allem Überfluss auch noch rassistischen Opus des „dead white male“ Komponisten (muss man also nicht kennen) Mozart geltend gemacht haben. Da ist dann eben Monostatos kein Schwarzer, pardon Maximalpigmentierter mehr, sondern zum Beispiel ein weißer verwahrloster „Scherge“ (white trash quasi, das darf man sagen) oder irgendein anderer komischer Typ, der anstatt „Weil ein Schwarzer hässlich ist“ dann „Weil kein Mensch mag mein Gesicht“ intoniert. Soviel zum Thema unbeschwerter Kunstgenuss also. Naja, zumindest die derzeit in meiner (unbedeutenden und provinziellen) Heimatstadt laufende Inszenierung der Zauberflöte ist einstweilen noch frei von solchen Verschlimmbesserungen. Der wahrhaft progressive Geist hält eben zuerst in den Metropolen Einzug.

    hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=F4j7a2hZDD8

    und hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=jVQroWMjUzE

    Zum amerikanischen Wahlkampf fällt mir hingegen gar nichts mehr ein, das Ganze ist einfach nur noch ein erbarmungswürdiges Trauerspiel, und dessen mediale Aufbereitung nicht minder. Leider sieht es auf dem alten Kontinent auch nicht mehr so viel besser aus. Bleibt also nur der Rückzug in die Sphären schöngeistiger Künste… das heißt, solange die „Task Force“ von Herrn Maas sich diesen Bereich nicht auch noch vorgeknöpft hat.

  63. Es gibt
    doch noch Hoffnung: McMullin gewinnt in Utah, Trump New Hampshire und der Rest geht wie vorhergesagt aus, dann haben weder Clinton noch Trump 270 Stimmen zusammen. Bei den republikanischen Dolchliebhabern im Repräsentantenhaus müsste der Rest reine Formalie sein: Clinton wollen die auf gar keinen Fall, Trump schon gar nicht – also lasst uns Tor 3 nehmen, den eleganten Ausweg. Eh voila, 1 gewonnener Staat mit gerademal 6 Wahlmännern reicht zum Präsidentenamt.

    Klar, die Chancen auf diesen Ablauf sind hochgradig mies mit einem Haufen „wenn“. Ist eher so eine Funzel am Ende des Tunnels, leider eine sehr schwache Funzel…

  64. Don Alphonso sagt: 16. Oktober 2016 um 10:10 Uhr
    „Wir dürfen in Deutschland nicht wählen, insofern spielt die Meinung hierzulande keine Rolle.“

    In den meisten Fällen übernehmen die deutschen Kollegen im Rahmen der US-Berichterstattung die Position der großen Leitmedien in den Vereinigten Staaten (vor allem die der NYT und der WaPo – und zwar unabhängig davon ob es um die Präsidentschaftswahl, den NATO-Russland-Konflikt in der Ukraine oder in Syrien oder Verträge wie TTIP geht), die das natürlich auch so machen. Und auch wenn die Mehrheit der hier lebenden Menschen in der Tat nicht mitbestimmen darf wer der nächste Präsident der VS wird, ist die im redaktionellen Teil vertretene Meinung noch aus einem anderen Grund von Bedeutung: und zwar weil sich Journalisten derzeit (fast) im Wochentakt darüber beschweren, das ihre Arbeit nicht ausreichend gewürdigt wird und ich denke, das ich in meinen Betrag aufgezeigt habe das es dafür durchaus Gründe geben kann die bei der Presse selbst zu verorten sind. Denn wenn man immer nur versucht Probleme wegzulachen (so wie da interessanterweise auch HRC regelmäßig macht!) oder den Lesern im Rahme der Berichterstattung immer nur die Argumente präsentiert, die die eigene Position stützen und alles ignoriert, was den eigenen Standpunkt in Frage stellen oder den politischen Gegner entlasten könnte, dann darf man sich nicht wundern, wenn immer mehr Menschen das Vertrauen in die etablierte Medien verlieren und versuchen sich die fehlenden Informationen anderweitig zu beschaffen.

  65. Hier habe ich noch ein lustiges Spielchen gefunden:
    Scandal Poker – Trump Vs. Clinton

    http://blog.dilbert.com/post/151695975701/scandal-poker-trump-vs-clinton

    Ergebnis: was Skandale angeht nehmen sich beide Kandidaten nicht viel (auch wenn in diesem Fall Trump hauchdünn gewinnt).

  66. Zauberflöte
    Schone Zweideutigkeit. Aber im Ernst;Wie diskutiert man mit einem Sexisten, Rassisten intellektuellen Viertklässler, nototischen Lügner und Betrüger?
    Diese Einschätzungen sind nicht von mir, sind aber sämtlich öffentlich.
    Wie diskutiert man mit Pegida?
    Wie mit Menschen, die nicht an Fakten interessiert sind? Da wird´s haarig, sind nur emotiona lerreichbar, da muß
    man wohl Psychiater sein, ab in die Anstalt!
    Donald wird nicht Präsident. Das mit den heilgen Hallen hat er auch nicht verstanden, mal abwarten, was ihm dann einfällt.

  67. Titel eingeben
    “ und dass man solche Mittel braucht, wo herkömmliche Mittel versagen – ist nicht gerade ein Zeichen der Stärke von Trumps Gegnern.“

    Was können denn Trumps Gegner dafür, dass offenbar ein signifikanter Teil der amerikanischen Männer (bei den Frauen war er ja schon immer unten durch) empathiebefreite Oberä****e sind?

    Diesen Männer ist offenbar völlig egal, wenn Trump verkündet, Familien von „Terroristen“ zu ermorden, weil das sind ja nur irgendwelche Araber ganz weit weg… Aber jeder Männer hat zumindest eine Mutter/Tochter/Schwester und die Vorstellung, dass irgendein Schwein denen zwischen die Beine greift erzeugt dann offenbar doch noch einen Funken Empathie.

    Was eigentlich mit den trotzdem vorhandenen Millionen von Männern (und paar Frauen) los ist, die Trump immer noch unterstützen, will man sich gar nicht vorstellen.

    Angesichts dessen kann ich auch das amerikanische Phänomen der „SJWs“ ein bisschen nachvollziehen.

  68. Man hört was man hören möchte
    Dieser Text beginnt mit der Musik.
    Dazu eine Beobachtung. Hier aber L.v.B. in Verbindung mit F.SCH.
    Das Stück nennte sich Ode an die Freude und ist auch Europahymne.

    Ich hatte mich in der Nacht im Internet verirrt du war auf Aufnahmen von Flashmobs gestoßen bei denen es u.a. um die Aufführungen des o.g. Stücks ging.

    Zitat:
    Wem der große Wurf gelungen
    eines Freundes Freund zu sein
    Wer ein holdes Weib errungen
    Mische seinen Jubel ein,
    ja wer auch nur eine Seele sein nennt auf dem Erdenrund
    und wers nie gekonnt der stehle
    weinend sich aus diesem Bund.

    Relevant sind die Sätze
    wers nie gekonnt der stehle weinend sich aus diesem Bund.

    Man will die Versager natürlich nicht dabei haben und möchte sie ausschließen. Wenn man zB den Überschuss der jungen Männer in Staaten mit Überbevölkerung betrachtet ist klar das der ärger macht. Da klappt es nämlich nicht mit dem erringen holder Weiber da man keine Jobs hat und somit nicht begehrenswert ist.(Das Problem wird dadurch gesteigert das die holdesten selber Geld verdienen)

    Der Schlusschor der 9. klingt so hübsch, ist anrührend und hat so viel Tiefgang und man merkt es kaum das sich die die €U die richtige Hymne ausgesucht hat und zwar weil sie auch zynisch ist.

    Die Grünen werden das auch noch merken und die Aufführung unter Strafe stellen ;-)

  69. So why don't you go hump somebody else's leg, mutt face, before I push yours in.
    BTW:

    Hier mal ein Einblick, in welcher Welt unsere Politiker leben:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/krieg-in-syrien-der-druck-auf-assad-und-putin-muss-wachsen-14481416.html

    Im Pentagon und im Kreml lachen die sich gerade schlapp über (sorry, folgendes ist x-rated) die Deutschen ohne Eier, die beim Sex mitreden wollen.

    Und die FAZ bringt das… weil sie auch seit Beginn ihrer Tage der Illusion anhängt, Deutschland wäre international von Bedeutung.

    Hallo Deutschland, bitte aufwachen, aus dem Märchen Eurer Existenz.

    Ihr habt kein wirkliches Militär. Und daher habt Ihr auch die Klappe zu halten, wenn die großen Jungs sich um Syrien prügeln.

    • Goodnight
      Ich glaube das wissen wir hier auch fast alle und von der Bevölkerung will auch niemand bei den „großen“ Jungs mitspielen. Aber wer hört da schon hin? Und auch die „großen “ Jungs holen Deutschland immer wieder gerne ins Boot. Einer muss doch bezahlen und die Scherben aufsammeln bzw die Bedürftigen und Opfer aufnehmen. Sind wir doch im Zuge unserer Kollektivschuld immer wieder gut in die Pflicht zu nehmen.

      Doch mal so nebenbei die Frage an sie: „Was sollen/können wir denn tun? Was schlagen sie denn so vor?“ Und kommen Sie mir jetzt nicht mit Wahlen!

    • "Ihr habt kein wirkliches Militär."
      Zur Allgemeinbildung:

      http://www.aljazeera.com/programmes/specialseries/2016/10/shadow-war-sahara-161009025023817.html

      „Ihr habt kein wirkliches Militär.“ Das mag stimmen, nur leider wird man bei einem Krieg in Europa keine Rücksicht nehmen.

      Es ist auch nicht die Frage ob man ein richtiges hat oder nicht. Ich sehe den Krieg im Iraq (Syrien zähle ich da dazu!) mit wachsender Erheiterung. Was meinen diese Kasperles eigentlich was passieren wird, wenn man die ISIS Leute und andere Schwachköpfe von dort vertreibt? Wo werden die wohl hingehen wenn man ihnen ihr eigenes Land nicht lässt? Was die wohl mit ihren Waffen und Bomben machen werden?

      Naja, vielleicht lösen sie sich ja in Luft auf?

  70. "Es gab auch die Iraq War Logs...
    die Embassy Cables, …NSA…, Panama…, Bahama …“
    UND den Film GOOD KILL aus 2014, der zeigt, wie inzwischen die Playstation modifiziert vom Militär angewandt wird. Erschreckend.

  71. Let's go, Donald
    Ich fände einen Wahlsieg von Trump gut. Allein schon um die dummen Gesichter unserer politischen und medialen Gutmenschen-Elite über die Wahlentscheidung der ja achso doofen Amis zu sehen.

    • @ Let's go, Donald
      Dumme Gesichter bei der „Gutmenschen-Elite“ sind sicher lustig. Über deren Weltentrücktheit und Selbstgerechtigkeit schreibt ja der Don regelmäßig.

      Mir wäre es aber lieber, wenn die dummen Gesichter daher rühren, dass der Don ihnen die eigene Dummheit aufzeigt – was machen wir denn mit der Putin´schen Hochkultur, wenn The Donald keine Lust hat, das Baltikum zu schützen?

      Ich wäre da vorsichtig, was Sie sich herbei wünschen. Wenn The Donald so wird, wie er gerade redet, legt die Axt an Verhältnisse, an denen wir genau so hängen wie der Mandelmich-Latte-Macchiato-Stammtisch.

    • Wir brauchen mehr VB in diesem Land
      dann klappt das schon. Ich habe vorgestern bei der Meldung schon so lachen müssen, obwohl einem grundsätzlich bei jeder Äußerung dieses Mannes Tränen ob der Einfalt kommen müssten. Was wünschte CR in Dresden?

  72. Am faszinierendsten an der ganzen Debatte finde ich ja
    wie sich hier bei den Stützen das sonst eher homogen agierende Kommentariat spaltet. Divide et impera, ick hör dir trapsen. Sieht man sonst eher selten hier.

    Übrigens, mir kann keiner erzählen, die kämen nicht aus der gleichen Fertigung. Da wurde auf dem Basismodell nur ein anderer Kopf aufgeschraubt:
    http://i.dailymail.co.uk/i/pix/2009/12/22/article-1236134-072C49F1000005DC-739_468x593.jpg

  73. Wahnsinn oder Madness?
    @ Goodnight
    „Sie, wie viele hier, gehen noch davon aus, dass die Vergangenheit in der Ge-genwart und in der Zukunft Bestand hat bzw. haben wird. D.h., Sie betrachten eine moderne Welt, in der sich Regeln und Recht und Wahrheit und Wohlstand durchsetzen werden.“

    Nein, das ist nicht richtig. Das Gegenteil ist der Fall, und das sehe ich sehr klar schon wesentlich länger als die Meisten.
    Ich weiß auch nicht, wie Sie darauf kommen, dass ich so dumm und/oder nicht informiert bin.

    „Aus meiner Perspektive ist das mit dem Wohlstand seit dem Jahre 2008 nicht mehr, seit 2015 ist da auch nix mehr mit Regeln und auch das Recht und die Wahrheit haben in den letzten Monaten an Bedeutung verloren.“

    Nicht erst in den letzten Monaten. Dies ist nur einem größeren Anteil der Bevölkerung, die bisher in einem naiven Traum geschlummert hat bzw. sogar die gleiche Politik wieder gewählt haben, klar geworden.

    Sie können es nicht wissen, aber ich gehörte auf SPON, als das Forum noch eine gewisse Qualität aufwies, zu einer sehr kleinen Gruppe Diskutanten, die z.B. das Ausmaß der Risiken an den Finanzmärkte erkannte und das Platzen der Finanzblase voraussah. Wir wurden dort als verrückte Verschwörungstheoretiker beschimpft, die den Weltuntergang heraufbeschwören wollten, aus Hass gegen den Kapitalismus.

    Eye-Openers waren für mich Bücher von Joseph Stiglitz, Naomi Klein und Jean Ziegler und die gleichgesinnten Mitstreiter im SPON Forum. Nachdem ich dort Jahre lang meine Finger auf den Tasten meines Laptops wund geschrieben habe, gegen den Wahnsinn und die Blindheit der Menschen, die das nicht erkennen, habe ich keine große Lust mich noch über irgendetwas aufzuregen oder zu wundern oder jedes Mal das alles noch zu wiederholen.

    „Wir bewegen uns mit großen Schritten zum Wahnsinn.“

    Da sind wir doch schon längst angekommen. Spätestens beim Platzen der Spekulations- bzw. US Immobilienblase. Die Bankenrettung und besonders ein unkündbarer, unwiderruflicher Geheimvertrag wie der ESM, mit welchem ich mich damals detailliert beschäftigt hatte, war schon der reinste Wahnsinn. Das, was die Eurozone den Griechen zugemutet hat, war Wahnsinn, bzw. Symptome/äußerliche Zeichen des Wahnsinns des Systems. Usw. unsw. Dass den Blinden in Deutschland Taxifahrten nicht mehr erstattet werden, während die Neuzugänge angeblich mit Taxi und Dolmetscher zum Arzt gefahren werden, ist Wahnsinn. Auch, dass manche Gegenden in Deutschland nicht mehr unter Kontrolle der Justiz sind, wegen Personalabbau bei der Polizei z.B. – eine endlose Liste des Wahnsinns…

    „Aus meiner Perspektive ist daher zu fragen, wie man den Wahnsinn stoppen kann. Das wird nicht einfach. Das wird nicht schön. Das wird Opfer kosten. Aber es ist notwendig, um den ganz großen Knall zu verhindern.
    D.h. aus meiner Sicht ist Trump ein notwendiges Übel, d.h. ein kleiner Konflikt, der Opfer kosten wird, aber den großen Knall verhindern könnte.
    Clinton ist die Illusion, das „Yes, we can“, das „Wir schaffen das“, die kurzfristi-ge Dosis an Betäubungsmittel, der Weg in die Apokalypse.“

    Tja, und hier trennen sich die Meinungen schon wieder. Es gibt keinen großen Knall. Dafür sind die Amerikaner zu degeneriert. Höchstens werden dort kleine Gruppen der extremen Rechten etwas herumballern, was aber zu nichts führen wird. Einen für US Verhältnisse linken „Revoluzzer“ wie Bernie Sanders gibt es nicht, und selbst wenn es ihn nicht gäbe, ließe man ihn nicht hochkommen.

    Das System kann nicht bekämpft werden. Dafür wurde sogar in der EU Sorge getragen. Wussten Sie, dass die Spanier, die jetzt seit neun Monaten keine Re-gierung haben, im Zuge der Massendemonstrationen, welche in 2011-2013 gegen den Kapitalismus, Austerität und Massenarbeitslosigkeit richteten und hier in den Medien nur als Randnotiz behandelt wurden, zu nichts führten, außer dass die Spanier ihre Gesetze dergestalt verändert hatten, dass Demonstranten de facto den gleichen legalen Status genießen, wie Terroristen. Es wurde mit hohen Strafen verboten, Videos mit Bildern über Polizeigewalt ins Netz zu stellen. Wegen der scharfen Gesetze ist das Demonstrieren in Spanien praktisch unmöglich, es sei denn, man hat Lust im Gefängnis zu landen. Warum habe ich diese Information aus der britischen Presse? Warum wurde alles, was ich damals versuchte im SPON Forum zu schreiben, zensiert? Ja, das ist Wahnsinn, nicht wahr.
    https://www.theguardian.com/world/2014/dec/20/spain-protests-security-law-parliament
    https://www.theguardian.com/world/2015/mar/12/spain-security-law-protesters-freedom-expression

    Der Lissaboner Vertrag sorgt auch dafür, dass mögliche Aufstände in jedem EU-Land durch Waffengewalt gegen die eigene Bevölkerung eliminiert werden können.

    Trump wird das Land so weiterführen, wie das GWB gemacht hat: durch Trickle-Down-Ökonomie. Außenpolitisch traue ich ihm alles zu. Aus dem Grund zittern die Esten jetzt schon vor Angst, dass sie von der NATO im Stich gelassen werden.

    Hier bin ich mit Ihnen einer Meinung: Europa ist zu schwach und braucht die USA als Schutz, als seinen „Big Daddy“. Aber das bedeutet auch den Schutz gegen die potenzielle Aggression seitens Russland. Leider verstehen die Deutschen nicht, welche Bedeutung das für Länder wie Finnland, Polen und die baltischen Republiken besitzt.

    Und ja, es gibt keine Alternative. Ein Land wie Russland, das den technologi-schen Vorsprung des Westens nicht wettmachen kann und ein niedrigeres BIP (gross domestic product at purchasing power parity per capita) als Griechenland, Ungarn und Polen vorweisen kann, dessen Gesamtvolumens (GDN nominal) geringer ist in Brasilien, Italien und Südkorea, taugt nicht zum Big Daddy der EU, dessen Gesamt-BIP das größte der Welt ist und ungefähr so hoch wie der USA.

    • Zeichen der Zeit
      Liebe Tamarisque,

      … zusammengefasst nennt man das: „Die Neue Weltordnung“.
      Da bleibt kein Spielraum für Diskussionen. Nur das 95 % der Menschen dies nicht erkennen.
      TDV lieg schon richtig, wenn er vom dummen Volk redet. Es wird sehr hässlich. Ein Pflaster für die Notversorgung wird nicht reichen.

      Im Grunde ist der Punkt ohne Widerkehr schon überschritten.
      Liebe Freunde, macht euch nichts vor – es herrscht Krieg.
      Meine Anspielung auf den Terminator und das MG 42 war kein Spaß.
      Sicher habe ich keine im Keller liegen – aber mit Bildern und Metaphern haben es die Leute ja nicht mehr – es wird einfach nicht mehr verstanden.

      Wer querdenkt und Missstände sieht oder anprangert ist ein Verschwörungstheoretiker.

      Die Agenten der NWO haben alle Macht. Die Macht geht schon lange nicht mehr vom Volk aus oder tat es nie wirklich. Die Wahrnehmungsblase für die Bevölkerung der Erde, die die Agenten der NWO erschaffen haben, ist „alternativlos“.

      „Wir schaffen das“ … „Yes we can“ – zwei Sprachen , eine Aussage!

      Es ist alles so offensichtlich – man kann nur noch den Kopf schütteln und staunen.

    • Das beschauliche Leben im Schatten der USA nähert sich seinem Ende.
      Zunächst etwas Persönliches, Tamarisque. Sie sollten sich gegenüber anderen Diskutant/inn/en nicht rechtfertigen, das haben Sie nun wirklich nicht nötig. Die Qualität Ihrer Beiträge liegt weit über dem Durchschnitt hier. Da sich die Teilnehmer an solchen Blogs in der Regel nicht persönlich kennen, sollte und muß das Persönliche im eigenen Interesse draußen bleiben, es sei denn, es hätte unverfänglichen Charakter, der einzig illustrativen Zwecken dient. Aber was schreibe ich das, das wissen Sie sicher auch selbst.

      Nun, ich habe Familie in den USA, New York, die jüngst mal wieder zu Besuch in Deutschland waren. Da kam das Thema auch mal kurz auf, kurz, da wir nach Möglichkeit politische Diskussionen vermeiden, die die kurzen Zusammentreffen denn doch unnötig belasten können. Dabei lagen die Sympathien deutlich erkennbar bei Trump. Clinton hatte bei meiner der amerikanischen Mittelschicht angehörenden Verwandtschaft keine Chance und Sanders war bei ihnen überhaupt kein Thema. Als Obama zur Wahl stand, waren sie übrigens für Obama.

      So weit ich das beurteilen kann, ist ein Vergleich zwischen der amerikanischen und der deutschen Gesellschaft unmöglich. Sie sind grundverschieden. Daher fällt es uns auch schwer, das Verhalten der Amerikaner zu verstehen. Auch Obama ist mit seinem „Yes We Can“ gescheitert, obwohl er es besser hätte wissen können und müssen. Auf der einen Seite ein Volk von Einzelkämpfern, auf der anderen Seite die unbedingte Treue zur Nation, ein Widerspruch, ganz ohne Solidarität, der für viele von uns kaum verständlich ist, der aber von Trump und Clinton geradezu verkörpert wird.

      Ein Widerspruch wie der, immer nach den USA zu rufen, wenn es irgendwo auf der Welt brennt, die USA dann für ihr Handeln oder auch nicht Handeln zu kritisieren, sich selbst aber immer hinter den USA zu verstecken. Ein Widerspruch wie der, äußerlich für Deutschland eine Führungsrolle in Europa zu reklamieren, Europa innerlich aber abzulehnen.

      Trump verkörpert den starken Mann, von dessen Stärke der Amerikaner sich verspricht, selbst profitieren zu können. Wer oder was dabei auf der Strecke bleibt, ist den Amerikanern dabei völlig gleichgültig. Daß sie selbst dabei auf der Strecke bleiben könnten, kommt in ihrer Vorstellungswelt einfach nicht vor. Amerikaner denken nicht in Generationen, sie sind auf das Jetzt und Hier, auf ihr eigenes Leben fixiert.

      Na ja, selbstverständlich bezieht sich meine Einschätzung nur auf mein persönliches Wissen, auf die Mehrheit der Amerikaner, so wie ich sie kennengelernt habe. Sie werden ziemlich sicher Trump wählen, ganz egal wie die Prognosen auch aussehen mögen, welche Dinge über Trump noch bekannt werden. Er repräsentiert die amerikanische Stärke, so wie die Amerikaner sich selbst gerne sehen. Alles Unschöne wird dabei einfach ausgeblendet. Eine kränkelnde Clinton dürfte es da schwer haben.

      Ganz egal, wer nun das Rennen macht, es wird für den Rest der Welt Konsequenzen haben. Die USA werden verlangen, deutlicher als Obama es tat, daß sich der Westen unterwirft. Ein Leben auf Kosten der Amerikaner, so sehen die das, wird es danach nicht mehr geben.

  74. @Gast 11: 41 “im Ernst; Wie diskutiert man mit ….”
    Sagt Ihnen der Name Bob Woodward etwas, der Journalist der Watergate aufdeckte? Der hat zusammen mit einem Kollegen mit Trump diskutiert, i.e. ein Interview geführt.

    https://www.washingtonpost.com/news/post-politics/wp/2016/04/02/transcript-donald-trump-interview-with-bob-woodward-and-robert-costa/

    Der interessanteste Teil – mit Bezug auf meine Beobachtung vor einem halben Jahr – ist dieser:
    .
    BW: Okay. What would be the most challenging situation that, say you’re president, or the next president, might face? And this is a serious issue. I asked President Obama this a number of years ago. And he said, what I worry about most — sitting in the Oval Office, and I think he really meant this — I worry the most about a nuclear weapon going off in an American city.
    .
    DT: Okay.
    .
    BW: That is the game-changer.
    .
    DT: It’s funny, it’s very interesting. I’m surprised he said that, because I heard him recently say that the biggest problem we have is global warming, which I totally disagree with. Okay?
    .
    BW: But he told me . . . .
    .
    DT: Okay.
    .
    BW: Sat there. And I thought, you can read between – do you agree with that?
    .
    DT: It’s very interesting. I have . . . I absolutely agree. I think the single greatest problem that the world has — we have an ISIS problem, and we have — but the single greatest problem that this world has is a nuclear, the power of nuclear. The tremendous power. You look at Hiroshima and multiply it times a thousand.
    .
    BW: And he’s, President Obama’s having this summit now, right here in Washington, down the street. And he is a strong advocate for eliminating nuclear weapons entirely.
    .
    DT: Okay.
    .
    BW: Would you agree with that?
    .
    DT: Well, if it’s done on equal basis, absolutely.
    .
    BW: You would.
    .
    DT: But the problem you have now. . . . Done on an equal basis. The problem you have now is you have Pakistan. And you just see what happened in Pakistan. It’s not like, you know, that’s a perfect situation. You have India. You have so many countries now with nuclear already. You have some very bad people trying very hard to get nuclear. So I think that’s something that in an ideal world is wonderful, but I think it’s not going to happen very easily.

    BW: Would you pick up the baton on that effort on his part?

    DT: I would love to see a nuclear-free world. Will that happen? Chances are extremely small that will happen. Look, Russia right now is spending a tremendous amount of money on re-doing their entire nuclear arsenal.

    RC: When you look at foreign policy . . . .

    DT: By the way, I love that. But from a practical standpoint, not going to happen.

    • Also bitte...
      Wie können sie es wagen hier einen Trump einzubringen der die Welt realistisch sieht?
      Wollen sie das Fundament der Überzeugen der Menschen zerstören.

      Ich war ja nie ein Freund von Mr Yes-we-can, aber dass er so dämlich ist, das ist mir neu: „And he is a strong advocate for eliminating nuclear weapons entirely.“
      Naja, wahrscheinlich hat er auch dies, wie das meiste vom Rest nur mal so ins Blaue gesprochen und weiss natürlich, dass sowas in der Realität nicht möglich ist, sogar Trump weiss das. Ich hoffe er hat wenigstens schlaflose Nächte, aus Angst eine dieser Waffen könne noch während seiner Amtszeit im Homeland hochgehen.
      Aber mal wieder typisch für den Dummschwätzer, zu inkompetent um Guantanamo zu schliessen, aber über die Abschaffung der Nuklear Waffen schwafeln…

  75. Beleidigungen von Foristen
    Der Autor hat meinen Kommentar als lächerlich bezeichnet und den Umstand, dass ich nur als Gast registriere als feige. Dennoch wird mein Kommentar veröffentlicht. Es ist somit nicht verbindlich, sich anders als absolut anonym zu registrieren.
    Der Autor outet sich.


    • Gib Dir halt mal einen Namen, Noob, und benutze den.
      „Gast“ ist hier jeder, der hier reinstolpert – und das heißt in der Folge, „Gast“ ist eine multiple Persönlichkeit.

  76. Pauschalisierung und Hetze
    Der Autor hat meinen Kommentar zur Unschuldsvermutung gegenüber Migranten beantwortet mit:

    „Unschuldsvermutung gilt individuell auf einzelne Personen. Nicht für eine Gruppe. Man kann sehr wohl sagen, dass die Mafia Leute umbringt. Beim Mafioso Alphonso Porcamadonna gilt dagegen die Unschuldsvermutung.“

    Wenn jemand sagt, dass Migranten in Köln Frauen begrabscht haben, ohne das es zu Gerichtsurteile gekommen ist, handelt es sich um Vorverteilung und Pauschalisierung.

  77. OT: Wer meinte hier letzte Woche, BAB bleiben Ländersache?
    GGänderung, Fernstraßen übernimmt der Bund, ich hätt drauf wetten können.

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/planung-und-bau-laender-ueberlassen-dem-bund-die-fernstrassen-14483926.html


    • Danke für Ihre Zwischenmeldungen zu diesem Thema, das ungerechtfertigterweise völlig untergeht.
      Wie sagte doch mein Neffe, mit dem ich auf der italienischen Autobahn unterwegs war: „jetzt tun sie wieder Geld abzupfen.“.

    • colorcraze, die Diskussion um Hillary und Trump lenkt doch so schön ab
      die Presse tut ja nun alles, dass dem so ist, obwohl wir diese Leute gar nicht wählen.
      Im Windschatten lässt sich vieles klammheimlich regeln und was mich am meisten aufregt, dass diese Kungeleien im Hinterzimmer bei Merkel in Berlin stattfinden. Bei der Gelegenheit hätte sie ihre öffentlich geäußerte Forderung nach mehr Abschiebung durchsetzen sollen, aber das war wohl nicht Thema. Dass sich Gabriel dann hinstellt und meint, eine Privatisierung der Autobahnen wird es nicht geben, ist der Witz überhaupt. Was hat der Mann schon alles dummgeschwätzt. Ist das GG geändert, wird auch die Privatisierung laufen, zur Freude der Versicherer, die sich daran beteiligen wollen.


    • Der erste Schritt auf dem Weg zur Privatisierung. Daß Gabriel diese ablehnt, ist ein sicheres Indiz dafür, daß es so kommen wird. Schäuble hat da nämlich ganz andere Visionen.

  78. Selbstverderbende Kräfte
    In der (nicht)repräsentativen parlamentarischen Demokratie sind die selbstverderbeneden Kräfte einfach übermächtig. Drum ist es auch müssig, sich über die Medien bzw. die Opposition aufzuregen, „die ihren Job nicht machen“.
    .
    Wer mit solchen Schmierenwahlkämpfen (wie jetzt Trump vs Clinton) nicht zufrieden ist, müsste sich für Volksentscheide einsetzen, für eine „Demokratie ohne Adjektive“.
    .
    Wer sich davor fürchtet, soll halt weiter brav das kleinere Übel wählen und auf Zimmerlautstärke weiter rummosern wie bisher schon.

    • Naja....
      … viele Jahrzehnte war das ja ungefährlich, aber wer weiss, was da heutzutage alles möglich ist, der kann schon mal vom rummosern zum jammern übergehen.


    • müsste sich für Volksentscheide einsetzen
      Warum das? Damit es dann Schmierenvolksentscheide gibt?

    • Tagwerk oder geh einfach deinen eigenen Weg der Freiheit
      … nun ja, es vergeht ja kein Tag ohne eine Wahnsinns-Schwachsins-Meldung über das totale Versagen von Politik/Medien/Machteliten und ihr Tun bzw. Nicht-Tun. Über Dummheit, Krieg und Zerstörung von allem was einem Lieb sein kann.

      Da bleibt einem nur, über Handfestem wie Bratkartoffeln, Freunden und Familie, den Verstand zu bewahren.

  79. In NC haben wurde in eine GOP-Repräsentanz ein Molotow-Coctail geworfen.
    Jetzt werden die Kollegen aus dem redaktionellen Teil wahrscheinlich gleich einen Kommentar verfassen in dem steht, das Trump wegen seiner Rhetorik „selbst schuld“ daran sei und ihn scharf attackieren, weil er die Angreifer in einer Reaktion auf den Twitter als „Tiere“ bezeichnete hat:

    Animals representing Hillary Clinton and Dems in North Carolina just firebombed our office in Orange County because we are winning @NCGOP

    https://twitter.com/realDonaldTrump/status/787782613633208320

    Aber bevor das geschieht möchte ich die Gelegenheit nutzen und darauf Aufmerksam machen, das auch auf FAZ.net noch vor wenigen Tagen das Video gefeiert wurde, in dem Robert De Niro erklärt, er würde Trump „gerne eine aufs Maul“ hauen. Und auch wenn die Herren Frankenberger, Zastrow und deren Kollegen in den USA das wahrscheinlich nicht wahrhaben wollen: auch die Medien tragen mit ihrer Berichterstattung, die neben Aufrufen zur Gewalt (Kirchick durfte auf FAZ.net und in der L.A. -Times sogar schon von einem Militärputsch träumen: http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-amerika/warum-ein-putsch-gegen-donald-trump-nicht-unmoeglich-ist-14349139.html) mittlerweile fast nur noch aus Hetze und übler Nachrede besteht, dazu bei, das die Lage immer angespannter wird. Aber vielleicht ist das ja sogar gewollt?

    Republican HQ in Orange County firebombed with Molotov cocktail, police say

    http://wncn.com/2016/10/16/republican-hq-in-orange-county-firebombed-vandalized-police-say/

    Und noch ein Lektüretipp:

    „Muss man Donald Trump hassen?

    Kisslers Konter: An der Person und am Programm des Präsidentschaftskandidaten gäbe es viel auszusetzen. Die Abscheu aber hat das Argument besiegt, die Abneigung die Auseinandersetzung. Eine fatale Entwicklung, gerade in Deutschland.“

    http://www.cicero.de/weltbuehne/uswahlkampf-muss-man-donald-trump-hassen

    • Cicero?
      …. immerhin, der kennt seine rechten und linken deutschen Spiesser: „Donald Trump wird gehasst, und dieser Hass tritt sehr stolz auf, sehr selbstgerecht, er gefällt sich ungemein.“

  80. Die Geister, die ich rief!
    Wenn man sich ansieht wie Sanders von der Demokratischen Partei ausgebremst wurde, spricht das nicht für einen Glauben an die ureigensten Regeln der Demoktratie in dieser Partei.
    Den Republikanern ist das bei Trump nicht gelungen oder nicht versucht worden ( da darf sich jeder raussuchen was besser ins Bild passt) .

    Insofern ist diese automatisierte Begeisterung für Clinton schwer nachvollziehbar.
    Bei all dem bashing von Reagan und und den Bushs-
    Nur mal zur Erinnerung, die Wurzeln der US Finanzkrise liegt in der der politisch gewollten Ausweitung der Kreditevergabe (Freddy mac, Fanny Mae) unter Bill Clinton.

    Eine Gesellschaft deren Elite an den Universitäten sich mit save spaces und trigger warnings beschäftigt, während woanders Köpfe abgeschnitten und Sklavenmärkte eröffnet werden – da iss nicht so weit her mit Elite.

    Wenn Trump die Chance nutzt sich hier anders zu positionieren – why not.

    Man muss seinen politischen „Gegner“ schon für blöd halten, dass der die Mobilisierungstechniken und Strategien der Guten alten 68er Pressure Groups und Campact nicht auch kopieren könnte.

    Ist halt eine neue Erfahrung das man, nach dem Marsch durch die Institutionen, jetzt selbst das „Schweinesystem“ ist.

    • Danke....
      Ich mag ihren letzten Satz, eine Wahrheit die niemand auszusprechen wagt

    • Nichts ist so, wie man es uns glauben machen will oder alles nur Fassade der NWO.

      Ich sage nur: Farm der Tiere (G. Orwell.)

      ..

  81. Die Konfustion nimmt zu
    Trump steht ganz offen für Insistiren auf Lügen, Dummheiten, Soziopathie und Inkompetenz.

    Damit im Grunde für all das, wofür auch seine Gegner insgeheim stehen. Sie versuchen allerdings, es hinter political und sonstiger correctness zu vestecken. Allerdings hat auch dieser Kaiser schon lange keine Kleider mehr an und ist zudem furchtbar häßlich. Summa summarum, inhaltlich herrscht eigentlichEinklang und Gleichheit.

    So sieht der Offenbarungseid einer Gesellschaft aus. Europa ist den Amerikanern (wie üblich, gähn…) ein paar Jahre hinterher. An Gaucks dümmlichem Zitat von den „Dunkeldeutschen“ – knapp vorbei an Nazirethorik von Untermenschen – und den ebenso rücksichtslosen Schmähungen an seine Adresse, kann man aber erkennen, dass alle Voraussetzungen gegeben und wir auf gutem Wege sind.

    Ach ja, und … Zerfallsprozesse werden selten durch Reformen gelöst.

  82. Möglicherweise leicht am Ziel vorbei
    @Don, das folgende tut der Qualität Ihrer Beiträge keinen Abbruch. Dennoch nach meinem Verständnis zwei Voraussetzungen des Blogbeitrags nicht:

    1. Trump hat in einem Aufnahmewagen von NBC zum Moderator gesprochen, in Gegenwart eingeschalteter Mikrofonen und Kameras. In einer solchen Situation Übergriffe im Stil der Kölner Sylvesternacht-Attacken als nützlich zu propagieren und sich auf unerlaubtes Abhören zu berufen ist aberwitzig. Ein echtes Leak und vertrauliche Gespräche sehen anders aus. Auch wenn die Verwendung des Begriffs in der englischsprachigen Presse vorkommt, sie dürfte sachlich falsch sein.

    2. Ergänzend dazu ist das „Recht auf Vergessen“ falsch zitiert. Es gilt nicht für Personen „des öffentlichem Lebens“. Außer bei deren Privatleben, aber das findet schwerlich in Aufnahmewägen von Fernsehsendern statt. Es geht bei Privatheit also immer um Güterabwägung.
    Dass man Kandidaten an Worten und Taten beurteilt, und zwar möglichst bevor sie im Amt übergriffig werden, gehört zum Kern von Demokratie und Rechtsstaat.

  83. Assange hat kein Internet mehr
    so kann man sich zwar auch wehren, aber deshalb verschwindet ja die Wahrheit nicht…
    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/wikileaks-gruender-assange-hat-kein-internet-mehr-14486206.html

    • Super ne?
      @dr. plagiator

      Gestern wurde in den ö-r Nachrichten schon massiv vor 1 Million Flüchtlinge aus dem Irak gewarnt, äh darauf hingewiesen.
      Ich frage mich, wozu dieser Aufwand, der IS hat sich fast überwiegend nach Libyen verzogen, was soll das? Sind die Pipelines denn noch immer nicht in trockenen Tüchern?

    • Nein!
      Die Art und Weise, wie man das der Welt(deutsche Medien beachten) wieder publik macht, ist höchst lächerlich.

      Vor den Augen der Welt, entkommen die Barbaren mit Hilfe der Allianz. Es wiederholt sich.

  84. The times they are a-changin'
    @ Dr. Seltsam
    18. Oktober 2016 um 09:41 Uhr

    Lieber Dr. Seltsam,
    NWO, ganz genau. Und unsere LF ist eine treue Vertreterin, obwohl sie versucht, das geschickt zu kaschieren, was ihr dank den MSM auch nicht schwer fällt. Es hat zu lange gedauert, bis der Groschen bei Teilen der Bevölkerung gefallen ist, aber die inzwischen Wütenden werden nichts ändern können, weder hüben noch drüben, dafür ist gesorgt.


  85. @ Otto Meier
    18. Oktober 2016 um 13:06 Uhr

    Lieber Otto Meier, herzlichen Dank für Ihre freundlichen Worte und für Ihren aufschlussreichen Post.

    Ja, es ist der glühende Patriotismus, den die Amerikaner teilen. Ich kann das vielleicht besser verstehen, weil ich in einem sehr patriotischen Land aufgewachsen bin. Der Unterschied ist, dass in meinem Ursprungland daraus natürlich kein Herrschaftsanspruch hergeleitet wird, sondern die Heimatliebe sich lediglich auf die Selbst-verteidigung und Existenzberechtigung eines kleinen Landes bezieht. Bei den Amerikanern kommt der Anspruch auf den Status einer Supermacht hinzu, und Trump spricht diesen Anspruch an, indem er seinen Fans verspricht: [I] Make America great again. Damit meint er, dass sein Amerika in „Old Glory“ wieder die unangefochtene Führungsmacht der Welt wird, nach deren Pfeife die ganze Welt zu tanzen hat. Wenn man seine Hetzreden verfolgt, die er auf seinen Ral-lys hält, wird dieser Anspruch sehr deutlich.

    Mit diesen Sätzen haben Sie das Phänomen Trump sehr treffend beschrieben:
    „Trump verkörpert den starken Mann, von dessen Stärke der Amerikaner sich verspricht, selbst profitieren zu können. Wer oder was dabei auf der Strecke bleibt, ist den Amerikanern dabei völlig gleichgültig. Daß sie selbst dabei auf der Strecke bleiben könnten, kommt in ihrer Vorstellungswelt einfach nicht vor. Amerikaner denken nicht in Generationen, sie sind auf das Jetzt und Hier, auf ihr eigenes Leben fixiert.“

    Was seine Anhänger am Meisten anzieht, ist die Beteuerung, dass er kein Establishment sei, sondern ein „Outsider“. Damit ist er in ihren Augen eine Art Pionier, und das lieben die Amerikaner am Meisten. Und obwohl er nachweislich ein Riesenvermögen geerbt hat, bleibt die Überzeugung beharrlich bestehen, dass er ein Self-Made Milliardär sei, also eine Verkörperung des American Dream, ein Held.

    Ja, sicher ist Trump ein Outsider in Bezug auf das Ostküsten WASP Old Money, in dessen erlauchten Kreisen er nicht aufgenommen wird. Das sind nach wie vor diejenigen, welche die politische Macht besitzen und hinter den Kulissen die Strippen ziehen: Gründer und große Anteilseigner von Banken wie Goldman Sachs bzw. Konzernen und deren Nachkommen. Trumps Ego wittert vermutlich die Möglichkeit, diese Bastion der Macht durch die Präsidentschaft zu zerschlagen, um sein eigenes Establishment aufzubauen, mit seinen Milliardär-Buddies, die als Casino-Besitzer, self-made Hedge-Fonds Besitzer und Immobilienspekulanten in den old money Kreisen ebenso als Emporkömmlinge gelten und zu dieser feinen Gesellschaft ebenfalls keinen Zugang haben.

    Um noch mal zu Ihren ersten freundlichen Sätzen zurückzukommen:
    Ich lese viel in den US Blogs, z.B. bei Washington Post, bei welchen eine unbeschreibliche Meinungsfreiheit herrscht, die Teilnehmer in Bezug auf Clinton >< Trump sich gegenseitig wüst beschimpfen und dauernd persönlich beleidigend werden, wobei es sie überhaupt nicht berührt, weil sie sofort, ohne jede Zensur-Einschränkung und ohne Hemmungen die Beleidigung mit gleicher Münze heimzahlen können, und das tun Männer und Frauen gleichermaßen, kein Unterschied. Das ist das andere Extrem, das ist man hier nicht gewöhnt: Hier sollte man das brav schlucken, um seine „Würde“ zu bewahren. Und btw: Wer Unterstellungen und falsche Behauptungen über eine Person ausspricht, ist *zuerst* persönlich geworden. Für mich wäre es unterwürfig, so etwas einfach zu schlucken, und ich tendiere zu einer etwas gesitteteren Version der amerikanischen Art. Dazu habe ich in den Stützen außerdem etwas geschrieben.

    • Bemerkungen zu Obama, Trump und Clinton
      @Otto Meier, Tamarisque

      in der Welt ist ein Interview mit Ex-NSA und CIA-Chef Michael Hayden, in dem er zu den og. Stellung nimmt.
      Dass er in Bezug auf Afghanistan das Blaue vom Himmel lügt (die USA haben bin Laden und die Rebellen massiv militärisch beim Kampf gegen die Sowjets unterstützt, man denke nur an die Stinger-Raketen), ist ein anderes Thema.

      Seine Bemerkungen zu Obama und Trump sind interessant, er sieht in beiden keinen großen Unterschied, aber lesen Sie selbst. Zweiter Teil des Interviews, der erste lässt sich über den Artikel aufrufen.

      https://www.welt.de/politik/ausland/article158854515/Ich-habe-die-Welt-nie-komplizierter-erlebt-als-heute.html


    • Jeder kann alles erreichen, das ist die grundsätzlich falsche Überzeugung, der die Amerikaner nachhängen. Daß sie Trump für jemanden halten, der dieser Prämisse entspricht, ist typisch amerikanisches Wunschdenken fern jeglicher Realität. Das hat schon etwas Religiöses. Und das in einem Land, in dem (nur) mit genügend Geld letztlich alles möglich ist. Trump ist zwar nicht jeder, aber Trump hat genug Geld, um Präsident werden zu können. Ich laß mich mal überraschen.

      Was die Diskussions- bzw. Streitkultur betrifft, so lege ich persönlich Wert auf Sachlichkeit. Wenn es daran fehlt, ist für mich jede Diskussion sofort beendet. Na ja, manchmal auch nicht sofort sofort. Aber auf endlose Geplänkel kann ich gut verzichten, schließlich will ich ja niemanden überreden, sondern allenfalls überzeugen. Daß das fast nie gelingen kann, liegt in der Natur der Sache. Damit muß man sich abfinden, ansonsten sollte man Diskussionen im Netz grundsätzlich meiden. Des eigenen Blutdruckes wegen.

  86. TDV, Shadow War in the Sahara
    Die Bedeutung von Mali ist mir schon länger klar, dass sie gravierend ist, ist mir allerdings neu. Wenn wir uns in Mali beteiligen, muss das ja einen Grund haben, Sicherung der Uranvorkommen, die angeblich den Franzosen gehören und da ist man dann um keine Ausrede verlegen, immer dieser Terror aber auch.

    Warum man nun im Irak solch ein Theater um Mossul macht, verstehe wer will. M.E. geht es wohl nur um zwei Pipelines, die über Syrien und wie auch immer verlaufen, an der einen ist die EU heftigst interessiert und wohl beteiligt. Dass man damit zwangsläufig nun wieder etliche Flüchtlinge in Bewegung setzt, die sicher alle zu uns wollen, denn wer zahlt besser, ist doch der reine Hohn.

    http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2012/03/es-sind-die-pipelines-was-sonst.html
    Den Schall-und Dings-Artikel fand ich jetzt grad bei der Suche nach der Karte der geplanten Röhren. Aber meine Worte…

    Der Ex-Chef der CIA/NSA Hayden meinte in der Welt, die USA hätten mehr für die Flüchtlinge tun müssen, was um Himmels willen hindert die denn an irgendwelcher Hilfe, die nicht in Form von Waffen u.a. geleistet wird.

    Es geht, wie ich schon zigmal hier sagte, immer nur um Gelände und Ressourcen, die dort vorhanden sind, um sonst gar nichts. Alles andere ist Dreck. Wenn man den Terror bekämpfen wollte, sollte man sich aus den Gegenden heraushalten, alles andere ist doch Kappes.

    Nun sind wir beide schon so alt und regen uns immer noch auf, dabei war es noch nie anders und wird sich auch nie ändern.

    • Titel eingeben
      Ist zwar nicht mehr so wichtig aber ihre Frage: „…was um Himmels willen hindert die denn an irgendwelcher Hilfe…“

      Die banale, aber eben auch unerwünschte Wahrheit ist die, die Trump mal wieder losgelassen hat und die man als Vorwurf gegen ihn verdreht:

      KEINER will mehr Muslime ins Land lassen, aber Gut-Menschen dürfen sowas halt nicht aussprechen… mna nimmt einige wneige handverlesen auf, entscheidend ist aber dass man seit dem 9/11 weiss, dass man da wohl den Falschen auf die Zehen gestiegen ist, die wagen es die selben Mittel zu benutzen wie die Amerikaner. Denn auch der Gott der Muslime hat, genau wie der christliche auch, seinen Fans erklärt, dass sie und nicht die anderen das erwählte Volk sind.
      Die haben sich gesucht und gefunden…

  87. Was soll der Flachsinn?
    Für Politiker gilt nicht das gleiche, wie für Privatpersonen, Fussballstars, usw.

    Wenn so jemand z.B. öffentlich behauptet ein Tierfreund zu sein, um die Stimmen der Tierfreunde zu ergattern, privat aber erzählt, er liebe Affenhirn, lebendig erhitzt und verspeist, (Ja, sowas gibts) ist es in Ordnung, diese Äußerung öffentlich zu machen.
    Vereinfacht: Wenn sich jemand um ein öffentliches Amt bewirbt, darf er durchaus aufgrund privater Äußerungen der Lüge überführt werden.

    Ich bin auch überrascht, dass ein geistvoller Mensch, wie unser Don einen Trump in Schutz nimmt! Naja, Intelligenz bedingt nicht immer Klugheit.

    Heidegger hatte mal über Hitler gesagt:“Aber er hat so schöne Hände.“

  88. Wenn einer nicht ganz dicht ist, hat Er kein Recht zu regieren.
    Guten Abend,

    was soll das ein Mann der angeblich oder auch vielleicht viel Geld hat
    soll regieren, soweit ok wenn Er dann an sein Volk/Mitbürger denkt.
    Aber nein, Mauerbau/Staheldraht, alles das was andere Menschen erst
    noch vor kurzem als ihren Alltag erleben mussten und ein Trump jetzt
    für Mexikaner und Schwarze wieder einführen will.

    In einem ist Er ehrlich, Er will die Macht und nach Ihm die Sinflut.

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