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Fazit – das Wirtschaftsblog

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Für alle, die’s genau wissen wollen: In diesem Blog blicken wir tiefer in Börsen und andere Märkte - meist mit wissenschaftlicher Hilfe

Immer Ärger mit der Geldmenge

| 56 Lesermeinungen

Banken schwimmen im Geld, aber die Wirtschaft will keine Kredite. Kann das gutgehen? Der Sonntagsökonom von Gerald Braunberger.

Von Gerald Braunberger

Kann es eine wachsende Geldmenge ohne nachfolgende Inflation geben? Diese Frage stellt sich spätestens, seitdem die Zentralbanken in Industrienationen wie den Vereinigten Staaten, der Eurozone, Japan, Großbritannien und der Schweiz die Krise mit einer gesteigerten Geldproduktion bekämpfen. So hat die Europäische Zentralbank im Dezember den Banken rund 500 Milliarden Euro für drei Jahre zu einem Zinssatz von einem Prozent zur Verfügung gestellt. Ende Februar werden sich die Banken ein weiteres Mal für drei Jahre billig Geld von der EZB leihen können.

Illustration: Alfons HoltgreveHier entsteht Geld durch Kreditaufnahme der Banken bei der Zentralbank. In monetären Analysen erfasst man dieses Geld in der sogenannten Geldbasis, auch „Geldmenge M0“ genannt, die neben dem Bargeldumlauf die durch Kreditaufnahme entstandenen Guthaben der Banken bei der Zentralbank umfasst. Diese Geldmenge M0 ist in der jüngeren Vergangenheit sehr stark gewachsen, weil die Guthaben der Banken bei der Zentralbank zugenommen haben. Wenn sich Banken bei der EZB Geld leihen, das sie anschließend auf ihren Konten bei der EZB parken, werden hiervon die Güterpreise aber nicht erfasst, denn dieses Geld erreicht die reale Wirtschaft nicht.

Wer die Geldversorgung der Wirtschaft untersuchen will, muss daher auf eine Geldmenge schauen, die den Geldbestand der Unternehmen und Privatpersonen erfasst. Hier schauen viele Ökonomen auf die „Geldmenge M3“, die – etwas vereinfacht – neben dem Bargeldumlauf die von Unternehmen und Privatpersonen bei Banken und Sparkassen gehaltenen Einlagen umfasst. Das auf diesen Konten gehaltene Geld entsteht ganz überwiegend durch Kredite, die Unternehmen und Privatpersonen bei Banken und Sparkassen aufnehmen. Wegen der schwachen Konjunktur und der schwierigen Lage vieler Banken wachsen im Euroraum die Geldmenge M3 und das Kreditvolumen nur mit geringen Jahresraten von rund 1,5 Prozent.

Die Untersuchung führt deshalb zu einem widersprüchlichen Befund: Die Geldmenge M0, die etwas über die Geldversorgung der Banken besagt, wächst sehr stark, während die Geldmenge M3, die etwas über die Geldversorgung der gesamten Wirtschaft aussagt, sehr langsam zunimmt. Welcher Schluss leitet sich hieraus für die Inflationsgefahren ab? Wie üblich in der Ökonomik, sind alle einfachen Antworten trügerisch.

Das geringe Wachstum der Geldmenge M3 und des Kreditvolumens sowie die schwache Konjunktur und die erzwungene Zurückhaltung vieler Banken bei der Kreditvergabe sprechen dafür, dass in absehbarer Zeit im Euroraum eine erhebliche Güterpreisinflation kaum zu befürchten steht. Aber ist es auf längere Sicht nicht möglich, dass sich das starke Wachstum der Geldmenge M0 in einem starken Wachstum der Geldmenge M3 und damit in einem erheblichen Inflationspotential niederschlagen wird? Zur Beantwortung dieser Frage bedürfte es einer festen Vorstellung von den Wirkungsketten, doch leider wird gerade hierüber seit mehr als 200 Jahren ein Streit ausgefochten, der bis heute nicht entschieden ist.

Eine Auffassung besagt, dass die Zentralbank über die Steuerung der Geldmenge M0 auf längere Sicht auch die Geldmenge M3 und damit das Inflationspotential steuern kann. Dies vertraten im 19. Jahrhundert die Mitglieder der sogenannten „Currency-School“ und in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Vertreter des Monetarismus. Diese Auffassung setzt einen einigermaßen stabilen Zusammenhang zwischen den Geldmengen voraus und die Annahme, dass M3 von M0 beeinflusst wird und nicht umgekehrt. In vielen Fällen ist diese Interpretation nicht falsch, aber sie stimmt nicht immer, und vor allem stimmt sie nicht in der aktuellen Krise. Denn gerade heute kann von einem stabilen Zusammenhang zwischen M0 und M3 keine Rede sein. Wäre er immer stabil, müsste niemand in dieser Welt (zumindest in schweren Krisen) Keynesianer sein.

Vielmehr ist man auch in dieser Krise auf den alten Rivalen der „Currency-School“ aus dem 19. Jahrhundert zurückgekommen: Die Anhänger der „Banking-School“ – wie im 20. Jahrhundert viele Keynesianer (*) (wenn auch nicht unbedingt Keynes selbst) – vertreten die Ansicht, dass sich die Unternehmen und Privatpersonen durch Kreditgewährung das für sie notwendige Geld selbst erzeugen und es keinen Zusammenhang zwischen der Geldmenge M0 und der Geldmenge M3 gibt. Hier kann die Zentralbank nur versuchen, durch Veränderungen der Leitzinsen, der Mindestreservesätze und/oder der Inflationserwartungen Einfluss auf die Kreditentscheidungen von Unternehmen und Privatpersonen zu nehmen. Ein lehrreiches Papier über die Art und Weise, wie Geldpolitik missverstanden wird, stammt von Piti Disyatat, einem Ökonomen von der Bank of International Settlement.

Freilich: Auch wenn die Bedeutung der Geldmenge M0 gerade in schweren Krisen von Monetaristen überschätzt worden sein mag, sollte man sie als Indikator nicht abschreiben. Denn die Zentralbanken weiten ihre Geschäfte unter anderem aus, um die Renditen von Anleihen zu senken. Dies geschieht entweder, indem Zentralbanken wie die Fed und die Bank of England unmittelbar in großem Stil Anleihen kaufen. Die EZB kauft zwar direkt viel weniger Anleihen, aber dafür setzt sie unausgesprochen darauf, dass Banken zumindest einen Teil der billig zugeteilten Gelder zum Kauf von Staatsanleihen verwenden. Diese erhofften Renditesenkungen sollen nicht nur die Finanzierung von Staaten erleichtern (wobei sie die Gefahr einer Spekulationsblase am Anleihemarkt erzeugen). Sie sollen auch die Wirtschaft ankurbeln: Fallende Renditen für Staatsanleihen haben oft fallende Renditen für Unternehmensanleihen zur Folge. Unternehmen können sich so billiger verschulden, um etwa Investitionen zu finanzieren. Nach einer modernen Interpretation versuchen Zentralbanken durch Anleihekäufe die Renditestrukturkurve zu steuern – ein, wie sollte es anders sein in der Geldlehre, in Wirklichkeit sehr altes Konzept, das sich mindestens bis Irving Fisher und Knut Wicksell zurückverfolgen lässt und für das in Deutschland vor wenigen Jahrzehnten einer meiner akademischen Lehrer, Wolfgang Gebauer, eingetreten war. Auch wenn die Steuerung früher durch Zinspolitik und weniger durch Quantitative Easing bewerkstelligt werden sollte – damals befand sich die Geldpolitik noch nicht an der Nullzinsgrenze und die Anleiherenditen waren höher als heute.

Ein weiterer Wirkungskanal kann über den Aktienmarkt beobachtet werden. Er ist nach dem Nobelpreisträger James Tobin („Tobins q“) benannt (auch wenn der schwedische Ökonom Knut Wicksell ein wichtiger Vorläufer war) und vergleicht den Marktwert eines Unternehmens mit den Wiederbeschaffungskosten des Sachkapitals des Unternehmens, sprich: den Investitionskosten. Wenn der Marktwert eines Unternehmens als Folge stark steigender Aktienkurse wächst, beginnen sich reale Investitionen immer mehr zu lohnen.

Insofern kann eine starke Zunahme von M0 durchaus indirekt Einfluss auf das Wirtschaftsleben nehmen. Gleichwohl gilt: Inflation ist kein aktuelles Thema, sie kann es im Zuge einer wirtschaftlichen Erholung aber sehr wohl werden.

(*) Man denke etwa an den um das Jahr 1960 in Großbritannien veröffentlichten Radcliffe-Report, an dessen Erstellung unter anderem Keynes‘ Lieblingsschüler Richard Kahn beteiligt war und der seinerzeit auch über Großbritannien hinaus viel Aufmerksamkeit fand.

 

Dieser Beitrag ist eine überarbeitete Version des „Sonntagsökonom“ aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 5. Februar 2012. Illustration: Alfons Holtgreve

 

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56 Lesermeinungen

  1. @ bhayes
    >>> Ich habe bisher...

    @ bhayes
    >>> Ich habe bisher nur einige seiner Werke gelesen („Der Weg zur Knechtschaft“, „Die Verfassung der Freiheit“ usw.), aber ich habe wenig Zweifel, dass die anderen genauso gut sind.
    .
    Tja, wie konnte ich das nur ahnen
    ;-)

  2. @ bhayes
    >>> Ich habe bisher...

    @ bhayes
    >>> Ich habe bisher nur einige seiner Werke gelesen („Der Weg zur Knechtschaft“, „Die Verfassung der Freiheit“ usw.), aber ich habe wenig Zweifel, dass die anderen genauso gut sind.
    .
    Das reicht in der Tat um zu erkennen, wessen Interesse er Vertritt. Als du das kapiert hast, wurde dir natürlich sofort klar, dass „sich seine Analyse und Konzeption dadurch auszeichnet, dass sie unwiderlegt ist“. Tja, wie konnte ich das nur von Anfang an ahnen
    ;-)

  3. @Systemfrager: Hayek ein...
    @Systemfrager: Hayek ein Scharlatan?
    Ich halte ihn umgekehrt für einen der brilliantesten Denker der Menschheit, einer der größten Freiheitsdenker,
    Ich habe bisher nur einige seiner Werke gelesen („Der Weg zur Knechtschaft“, „Die Verfassung der Freiheit“ usw.), aber ich habe wenig Zweifel, dass die anderen genauso gut sind.
    Im Gegensatz zu den meisten anderen Leuten zeichnet sich seine Analyse und Konzeption dadurch aus, dass sie unwiderlegt ist (bzw. der Analyse, bei den Konzeptionen kann sich punktuell streiten, aber eben nur punktuell) und am wenigsten irgendwelche Gruppen zulasten anderer bevorzugt; sie basiert nämlich letztlich direkt auf dem Grundsatz der grundsätzlichen Gleichrangigkeit aller. Die meisten anderen Ordnungen dagegen sehen – z.T. geschickt verklausuliert – vor, dass bestimmte Gruppen andere Gruppen oder Einzelpersonen bestehlen oder knechten dürfen.
    Bei einer freiheitlichen Ordnung, wie Hayek sie vertritt, dagegen, wird gerade das verboten. Wobei wohlgemerkt sehr wohl anerkannt und befürwortet wird, dass die Gemeinschaft Hilfebedürftige unterstützt und Allgemeingüter zur Verfügung stellt; diese Thematik wird von ihm ausführlich diskutiert. Von einer strikten Ablehnung des Staates kann also nicht im Geringsten die Rede sein, ganz im Gegenteil muss dieser in bestimmten Punkten sehr stark sein, z.B., um Dumping zu verbieten.

  4. @ bhayes
    Wenn jemand viel Geld...

    @ bhayes
    Wenn jemand viel Geld hat, der kann schon dafür sorgen, dass ihm eine Einbrecher das Geld nicht klaut. Wer kann ihm dann überhaupt Geld nehmen.
    – Der Staat. Steuern
    – Die Inflation (Gelddrucken)
    Warum hasst also der Reiche nichts so sehr wie den Staat und die Inflation. Ist klar! Möge die Wirtschaft zusammenberechen und die Welt unergehen, kein Gelddrucken.
    .
    Deshalb muss der reiche Ausbeuter verschiedene Ausreden finden, warum die Steuern schlecht sind und warum das Geld stabil sein soll. Solche unsinnige Ausreden lieferten Mises, Hayek & Co. Das hat mit der Wissenschaft nichts zu tun. Diese Menschen waren reine Scharlatane, Ideologen der Reichen. Was sie geschrieben haben, war eine reine Propaganda gegen 99%, und zwar der dreckigster Art. Ich habe ziemlich alles von dennen gelesen. Hast du auch was gelesen?

  5. @Systemfrager: Freiheit,...
    @Systemfrager: Freiheit, Gesellschaftsordnung
    Siehe als Referenz „Die Bürgergerechte Gesellschaft“: http://www.deutschland.net/content/die-b%C3%BCrgergerechte-gesellschaft
    Diese behandelt übrigens auch explizit das Geldsystem.
    Die konsequente Umsetzung dieser Ordnung hätte zuverlässig die jetzige Überschuldungskrise verhindert.

  6. @Systemfrager: Keynes &...
    @Systemfrager: Keynes & Co.
    Keynes war ein Anhänger des intellektuellen Wichtelismus, jemand, der eine Analyse von Ökonomie nur vorgespielt hat. Sein Ziel war letztlich immer, den Parteikadern Vorwände zu liefern, den Menschen auf perfide Weise, am besten durch Gelddrucken, Kaufkraft zu stehlen, damit die Parteileute es ihren Klientelen zuschanzen konnten.
    Übrigens: Es gibt gar keinen Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften, nur einen Preis der Parteikader Schwedens für Propagandaleistungen in Sachen „Wie tische ich der Bevölkerung die Lüge auf, dass man den Politikern ständig mehr Kaufkraft überantworten soll – am besten hintenherum durch Gelddrucken – damit sie es nach freiem Gutdünken ausgeben können“. Dieser Preis nennt sich raffinierterweise „Preis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank im Gedenken an Alfred Nobel“; die Reichsbank wiederum ist am dortigen Parlament aufgehängt, welches – natürlich – von Parteikadern dominiert wird. Mit den echten, naturwissenschaftlichen Nobelpreisen hat das alles NULL zu tun.
    Der einzige Grund, warum auch einige nicht-Propagandaleute wie von Hayek diesen Preis erhalten haben, ist, dass es sonst zu auffällig wäre, wenn alle Ausgezeichneten ständig immer nur fordern würden, die Bürger sollten den Politikern ständig mehr Geld geben.
    (Ich überzeichne etwas, um die Punkte deutlich zu machen).

  7. @ bhayes
    Ich weiß, du weißt...

    @ bhayes
    Ich weiß, du weißt es auch, was da steht, also brauchst du es nicht zu lesen
    Es ist für jene, die nicht wissen, was Mises, Hayek & Co bedeuten
    .
    Das System der individuellen Freiheit als Rückkehr des Totalitarismus
    Die Freiheit als Feind der Gerechtigkeit, des Wohlstandes und der Demokratie
    http://www.forum-systemfrage.de/Aufbau/ba/42a/ba42a.php?df_name=baDF40&tbch=ba&schp=neolib&ordner=42a

  8. Die Steigerung der Geldmenge...
    Die Steigerung der Geldmenge führt imho umso rascher zur Inflation, je schneller das Geld für Konsumausgaben verwendet wird.
    .
    Die kürzliche extreme Ausweitung im Euroraum wurde von den Banken vorwiegend dafür verwendet, Staatsanleihen zu kaufen und wirkt daher nicht direkt inflationär.
    .
    Wird dies jedoch über längere Zeit so fortgesetzt, wird es zu einer Abwertung des Euros führen was dann automatisch einen Import von Inflation bewirkt.
    .
    Ob es dann noch gelingen wird, die Geldwertstabilität zu erhalten ist zu bezweifeln.

  9. Es gibt nur eine Schule der...
    Es gibt nur eine Schule der Ökonomie, die was taugt und zwar die österreichische (von Mises, von Hayek & Co). Gerade diese hat als einzige Recht in der Analyse der aktuellen Überschuldungskrise und zwar zu 150%.
    Und diese Schule sagt sehr klar, dass Gelddrucken, egal auf welche Weise, sich immer negativ auswirkt. Ist ja auch logisch. Oder würden Sie z.B. mit jemanden Monopoly spielen, der eine eigene Gelddruckmaschine hat und ständig frische Scheine präsentiert? De facto werden diejenigen, da nahe an den Gelddruckenmaschinen stehen, bevorzugt, sie stehlen den anderen nämlich Kaufkraft, genau wie bei Falschgeld.
    Man sollte sich hierbei auch nicht von den ganzen Propagandalügen von Pseudoökonomen oder gar Politikern oder sonstigen Interessenkreise beeindrucken lassen, das, was da geboten wird (Krugmann etc.) ist zu 95% Propaganda und Agitation, um den Menschen Sand in die Augen zu streuen.
    Das fängt schon bei der „Berechnung“ der Teuerungsrate an, diese ist in Wirklichkeit massiv politisch manipuliert; auch wird den Menschen verschwiegen, dass selbst ein Nettolohnausgleich auf diesem Niveau bedeutet, dass einem der technische Fortschritt vorenthalten wird.
    Aber da hört die Manipulation noch lange nicht auf, sie zieht sich durch alle Teilaspekte hindurch. Die Menschen sollen bloss nicht merken, wie sehr sie durch das Gelddrucken bestohlen werden.

  10. Die monetäre Analyse ist auf...
    Die monetäre Analyse ist auf den Hund gekommen.
    Auch die von Keynes, aber vor allem die rechts-konservative liberale Analyse (Neoliberalismus)
    Der Nobelpreis für Hayek und Friedman war ein reiner Missbrauch, ein ideologischer Betrug, eine Strategie der westlichen sozialdarwinistischen und asozialen Eliten den menschenfresserischen Kapitalismus des 19. Jh durchzusetzen.
    .
    Wir müssen zurük zur realen ökonomischen Analyse, zu einem Paradigma, das nicht auf dem Geld und den Präferenzen beruht, sondern bei der Produktion beginnt: zurück zur kreislauftheoretischen und nicht partikel-mechanischen Analyse

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