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Fazit – das Wirtschaftsblog

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Für alle, die’s genau wissen wollen: In diesem Blog blicken wir tiefer in Börsen und andere Märkte - meist mit wissenschaftlicher Hilfe

Fratzscher wird öfter zitiert als Sinn

| 6 Lesermeinungen

Marcel Fratzscher© dpaMarcel Fratzscher

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, war im ersten Halbjahr der meistzitierte Ökonom in deutschen Medien.

In einer Untersuchung des Schweizer Instituts Media Tenor übernimmt er Rang eins von Hans-Werner Sinn, der im Frühling als Präsident des Ifo-Instituts in den Ruhestand gegangen ist und damit auf Rang drei zurückfällt. Auf Rang zwei steht Sinns Nachfolger, Clemens Fuest, dicht hinter Fratzscher.

Ungleichheits-Forscher Thomas Piketty, der im Vorjahreszeitraum noch auf Rang fünf stand, findet kaum noch Resonanz. Fratzscher dagegen hat mit seinem Buch die Ungleichheits-Debatte dominiert. Das war für ihn der Schlüssel dazu, sich in der Gesamtauswertung an Rang eins zu setzen.

Die Zitate-Auswertung ist einer von mehreren Teilen des F.A.Z.-Ökonomenrankings. Für die Untersuchung durchkämmt Media Tenor nicht nur die Ressorts Wirtschaft und Politik in überregionalen Zeitungen und Zeitschriften, sondern auch einige Sendungen in öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern und die 7-Uhr-Nachrichten im Deutschlandfunk.

Insgesamt werden Ökonomen zu Wirtschafthemen häufiger zitiert. Inzwischen stammen rund fünf Prozent der wesentlichen Aussagen in den Medien von Wissenschaftlern.

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6 Lesermeinungen

  1. Pingback: Wochenrückblick: Was diese Woche wichtig war

  2. Masse statt Klasse!
    Ein armseliges Kriterium zur Kompetenz von Ökonomen. Allein dass Herr Fratscher hier den ersten Platz belegt (jüngste Kostprobe aus einem Focus-Interview:…“Die Szenarien unserer DIW Studie basieren auf Erfahrungen aus der Vergangenheit. Etwa, dass nach fünf Jahren 50 Prozent der Flüchtlinge, die bleiben können, noch arbeitslos sind. Das mag man als optimistisch oder pessimistisch ansehen, aber vor allem ist es ein Erfahrungswert. Darüber können wir gerne diskutieren.“) zeigt die Fragwürdigkeit des Ökonomenrankings.

    • Niemand sagt, dass damit eine Aussage über die Kompetenz getroffen ist. Trotzdem ist es interessant, diese Zahlen zu kennen.

  3. Sollte es an den gefälligeren Thesen liegen,
    die Herr Fratzscher verbreitet?

    Also daran, dass das was er schreibt dem Gros der Journalisten besser gefällt als dass, was Herr Sinn veröffentlicht?

  4. Titel eingeben
    Und wieder eine Statistik. Schön, dass es diese mathematischen Dinger gibt, die alles 1:1 ganz echt widerspiegeln. Oder, wie in diesem Fall, Werbung für ein zu kaufendes Buch sind. Ich weiß nicht.

  5. Pingback: Kleine Presseschau vom 11. Juli 2016 | Die Börsenblogger

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