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Rohstoffreichtum macht oft arm

23.07.2013, 09:25 Uhr  ·  Öl- und Gasfelder, Minen voller Metalle und Kohleflöze sind keine Garantie für Wirtschaftswachstum. Sie können sogar Armut verfestigen.

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An den Kapitalmärkten denken viele Menschen wirklich global: So fragt man sich dort seit einiger Zeit, ob Australien von der „Holländischen Krankheit“ ergriffen worden ist. Als „Holländische Krankheit“ bezeichnen Ökonomen ein Phänomen, das in den Niederlanden nach der Entdeckung eines großen Erdgasfeldes vor rund einem halben Jahrhundert beobachtet werden konnte. Der plötzliche und unerwartete Rohstoffreichtum sorgt für zusätzliche Einnahmen aus dem Ausland und damit für eine Aufwertung der eigenen Währung. Unter dieser Aufwertung leidet vor allem die exportorientierte hoch entwickelte Industrie des Landes.

Im Endeffekt gehen also Kapazitäten dort verloren, wo die Produktivität am höchsten ist, während die Rohstoffbranche und – über die zusätzlichen Einnahmen – auch die Binnenwirtschaft zunächst profitieren. Da aber sowohl die Rohstoffbranche als auch die Binnenwirtschaft meist weniger produktiv sind als die im internationalen Wettbewerb stehende Industrie, leidet langfristig das wirtschaftliche Wachstumspotential des Landes, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Der plötzliche Rohstoffreichtum, der sich zunächst als wirtschaftlicher Segen erwies, stellt sich auf längere Sicht als ein Geschenk mit bedenklichen Nebenwirkungen heraus.

Der Begriff der „Holländischen Krankheit“ wurde vor vielen Jahren von den Kollegen des englischen Wirtschaftsmagazins „The Economist“ geprägt, da nach der Entdeckung des großen Gasfeldes die Industrie in den Niederlanden eine schwere Zeit durchlitt. Der Begriff „Holländische Krankheit“ hat sich in Ökonomenzirkeln ausgebreitet, aber Untersuchungen belegen, dass es für die Krise der niederländischen Industrie auch andere Gründe gegeben haben mag als den plötzlichen Rohstoffreichtum.

Ganz eindeutig erscheint die Diagnose auch im Falle Australiens nicht. (Hier ist eine Analyse auch der Politikoptionen.) Natürlich hat die australische Rohstoffbranche in den vergangenen Jahren erheblich von der starken Nachfrage vor allem aus China profitiert; nicht zufällig sind in Australien mit BHP Billiton und Rio Tinto zwei der größten Minenkonzerne der Welt beheimatet. So ist es kein Wunder, dass am Devisenmarkt der australische Dollar seit dem Jahr 2000 gegenüber der führenden Währung der Welt, dem amerikanischen Dollar, in der Tendenz – bei vorübergehenden Schwankungen – an Wert gewonnen hat.

Richtig ist auch, dass die australische Industrie ebenso wie übrigens die Landwirtschaft seit langer Zeit Wettbewerbsfähigkeit verliert, aber wie im Falle der Niederlande erklärt sich dieser Niedergang möglicherweise nicht zwingend vor allem mit der Nachfrage nach Rohstoffen. Mit der „Holländischen Krankheit“ ist es wie mit vielen anderen ökonomischen Phänomenen: Sie klingt plausibel und es ist vermutlich in der Realität auch etwas daran richtig, aber als Alleinerklärung für einen grundlegenden strukturellen Wandel einer ganzen Wirtschaft wirkt sie etwas überfordert.

Nun sind die Niederlande und Australien reiche Nationen, in denen die Rohstoffbranche mit der Industrie im Wettbewerb stehen mag. Viele rohstoffreiche Länder zum Beispiel in Schwarzafrika, in Lateinamerika oder in Asien sind immer arm geblieben und haben niemals eine leistungsfähige Industrie entwickelt. Auch für arme Länder lässt sich die Frage stellen, ob ihr Rohstoffreichtum nicht zu ihrer Armut beigetragen hat: Ökonomen sprechen in einem solchen Falle von einem „Ressourcenfluch“. Auf diesem Gebiet existieren unterschiedliche Forschungsansätze, die zum Teil zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen gelangen, so dass von einem gesicherten Wissen noch nicht die Rede sein kann.

Der Ökonom Daron Acemoglu und der Politologe James Robinson haben in den vergangenen Wochen in ihrem Blog „Whynationsfail“ mehrere Erklärungsversuche zusammen getragen und einzuordnen versucht. Allen Erklärungsversuchen gemein ist das Bestreben, den Einfluss des Rohstoffreichtums auf die Effizienz des Staates zu untersuchen.

Eine Analyse stammt von dem iranischen Ökonomen Hossein Mahdavy. Sie wurde im Jahre 1970 veröffentlicht, als der Iran noch eine Monarchie und noch kein islamischer Staat war. Sein Argument lautete, dass Einnahmen aus Rohstoffgeschäften zu einem schwachen und ineffizienten Staat führen, weil dem Staat das Geld mühelos in die Kassen fließt, ohne dass er ein leistungsfähiges Steuersystem entwickeln muss. Acemoglu und Robinson haben mit einer ähnlichen Begründung vor wenigen Jahren die These aufgestellt, dass die spanischen Edelmetallfunde zu Beginn des 16. Jahrhunderts in Lateinamerika die Effizienz des damaligen spanischen Staates und damit auf Dauer seine Machtstellung innerhalb Europas erschüttert hätten. Acemoglu und Robinson räumen aber auch ein, dass Mahdavys These noch für andere Länder getestet werden müsste.

Mehrere Arbeiten haben sich in den vergangenen Jahren mit der Frage befasst, ob Rohstoffreichtum und hier speziell ein Reichtum an Ölquellen in einem Land die Demokratisierung eher fördert oder verhindert. Hier gibt es unterschiedliche Ansichten. Ein Argument lautet, dass Ölreichtum in einem totalitären Staat die Demokratisierung eher verhindert. Die Argumentation geht so: Wegen des Ölreichtums haben die Machthaber besonders viel zu verlieren; schon alleine deshalb besitzen sie ein sehr großes Interesse, ihre Macht zu konservieren. Das reichlich fließende Geld aus dem Ölverkauf erleichtert ihnen zudem die Konservierung der Macht, da sie über die Mittel verfügen, Institutionen wie Polizei, Militär und Geheimdienste zu schmieren.

Diese Argumentation klingt sehr plausibel, aber sie stößt nach Ansicht von Acemoglu und Robinson auf ein Problem. Die vom Rohstoffreichtum zur Unterdrückung der Demokratie führende Kausalitätskette ist brüchig, weil es auch genügend arme Länder mit totalitären Machthabern, aber ohne bedeutende Einnahmen aus Rohstoffen gibt.

Und so existiert eine Gegenthese. Sie besagt: Rohstoffreichtum verhindert nicht die Demokratie, sondern kann sie sogar fördern. Hier lautet das Argument, dass die Machthaber mit den Einnahmen aus dem Rohstoffverkauf Sozialleistungen finanzieren können und sich auf diese Weise Wählerstimmen kaufen. Ohne Rohstoffeinnahmen müssten die Machthaber zur Finanzierung von Sozialleistungen die wenigen Reichen hoch besteuern, was möglicherweise einen Staatsstreich beförderte.

Schließlich verweisen Acemoglu und Robinson auf eine interessante Analyse ölreicher Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Demnach ist der Umgang mit den Ölkonzernen mitentscheidend für die seitherige politische und wirtschaftliche Entwicklung gewesen. Länder, die ihre Ölförderer verstaatlicht haben, bewegen sich in die Richtung von Mahdavys Iran im Jahre 1970: Der Staat kommt einfach an Geld und besitzt keinen Anreiz, besonders effizient zu arbeiten. Ohne einen effizienten Staat gedeiht die Wirtschaft aber meist nicht gut. Acemoglu/Robinson sind nach jahrelangen Untersuchungen zu dem Schluss gekommen, dass sich viele arme Länder mit großflächigen Reformen sehr schwer tun. In einer solchen Situation halten sie es für sinnvoll, zumindest die Rohstoffbranche effizient aufzustellen – und das heißt, sie vom Zugriff der Machthaber zu entfernen.

 

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Dieser Beitrag ist eine überarbeitete Version eines Artikels, der als “Sonntagsökonom” in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung erschienen ist.

 
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Lesermeinungen zu diesem Artikel (9)
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[...] Wenn dem Räuber die plötzlich...

[...] Wenn dem Räuber die plötzlich überkommenen ökonomischen Mittel den Verstand rauben All die hier genannten Erklärungsversuche zeigen so wenig ökonomischen Sachverstand wie offenbar den der „holländischen Ökonomen“. Dagegen viel Laienpsychologie und ein wenig Räuberphilosophie. Die alles entscheidende Frage ist doch die, ob nämlich die Rohstoffe als solche nur ausgebeutet werden – auf dem Weltmarkt verhökert -, oder ob sie an Ort und Stelle weiterverarbeitet werden. Schlicht, ob mittels der Rohstoffe die Produktivität der betroffenen Ökonomien günstig beeinflusst wird, oder unterlaufen. Ob also die Wertschöpfungskette bis zum Ende durchdekliniert wird, oder auf niedrigster Stufe abgebrochen. Und schließlich: ob man bei der Mehrwertausbeute mehr auf die relativen Effekte oder auf die absoluten setzt. Die Ökonomien mit hoher Produktivität beuten die mit niedrigerer aus. Und dies, obwohl hier in aller Regel die relative Ausbeutung der Lohnarbeit der absoluten entgegensteht. Das weiß die Welt nicht erst seit Karl Marx. [...]

0 Herold Binsack 25.07.2013, 19:38 Uhr

Wenn dem Räuber die plötzlich überkommenen ökonomischen Mittel den Verstand rauben

All die hier genannten Erklärungsversuche zeigen so wenig ökonomischen Sachverstand wie offenbar den der „holländischen Ökonomen“. Dagegen viel Laienpsychologie und ein wenig Räuberphilosophie. Die alles entscheidende Frage ist doch die, ob nämlich die Rohstoffe als solche nur ausgebeutet werden – auf dem Weltmarkt verhökert -, oder ob sie an Ort und Stelle weiterverarbeitet werden. Schlicht, ob mittels der Rohstoffe die Produktivität der betroffenen Ökonomien günstig beeinflusst wird, oder unterlaufen. Ob also die Wertschöpfungskette bis zum Ende durchdekliniert wird, oder auf niedrigster Stufe abgebrochen. Und schließlich: ob man bei der Mehrwertausbeute mehr auf die relativen Effekte oder auf die absoluten setzt. Die Ökonomien mit hoher Produktivität beuten die mit niedrigerer aus. Und dies, obwohl hier in aller Regel die relative Ausbeutung der Lohnarbeit der absoluten entgegensteht. Das weiß die Welt nicht erst seit Karl Marx.
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Die aus Rohstoffen zu gewinnende primitive Wertschöpfung mag zunächst viel Geld ins Land fließen lassen (auf Kosten natürlich der Lohnarbeit die absolut ausgebeutet wird). Doch wird dies nicht nur schnell von der heimischen Staatsmacht, will heißen: von deren korrupten Knechten, abgeschöpft, sondern vielmehr der produktiveren Konkurrenz (auf dem Weltmarkt) zum Opfer gebracht, bzw. zum Schaden einer produktiveren Binnenökonomie, welche sich auf dem Weltmarkt auf höchstem Niveau zu behaupten hat. Ein Übriges leistet dann der Preisdruck durch den Weltmarkt, dessen Preise sich an der jeweils höchsten Produktivität orientieren. Also immer tendenziell niedrigere Preise durchsetzen lässt. Kapitalmangel statt Kapitalüberfluss ist dann das Ergebnis. Und schließlich gar eine negative Leistungsbilanz – trotz der hochbewerteten eigenen Währung. Und was die genannten Strukturen dann nochmal verfestigt.
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Die „Holländische Krankheit“ erklärt sich (für Holland) schlicht dadurch, dass die Aufwertung der holländischen Währung einem rein spekulativen und solchermaßen anfänglich gewonnenen Effekt folgte, welcher nämlich ganz offensichtlich im Widerspruch stand zu den hier beschriebenen Evidenzen in der realen Ökonomie – auf lange Sicht. Letztlich handelt es sich um ein Versagen der ökonomischen Wissenschaften, welche es versäumt haben, dieses Szenarium zu prognostizieren. Die Holländer hätten das Gas vielleicht nicht auf dem Weltmarkt feil bieten dürfen. Selber verbrauchen oder weiterentwickeln, das wäre wohl die vernünftigere Lösung gewesen. Noch besser vielleicht, wenn Holland die Ausbeute verpachtet hätte, an ein Land der 3. Welt, mit einer schon hausgemachten niedrigeren Produktivität. Zudem noch die Pachteinnahmen genau dort investiert hätte, zwecks Steigerung der Produktivität – dort –, und als Resonanzeffekt auch zuhause. Doch wäre der Kapitalismus eben kein Kapitalismus, wenn ihm ein solches Denken möglich wäre. Hier stimmt tatsächlich der Vorwurf der Gier. Das Kapital denkt nämlich nicht wirklich ökonomisch, sondern eher wie ein Räuber, dem die plötzlich überkommenen ökonomischen Mittel den Verstand rauben.

0 Karl-Heinz Andresen 25.07.2013, 12:56 Uhr

So offenbart sich erneut,

daß stets eine Vielzahl von Einflüssen zu gewissen Entwicklungen beitragen können.
Das ist weder neu, sensationell noch besonders bemerkenswert.

Allerdings wären Entwicklungen andererseits ohne bestimmte Umstände kaum oder anders eingetreten.
Die "Holländische Krankheit" kann da als Beispiel wohl herhalten.

Ob nun nationale Rohstoffvorkommen generell anfällig machten, bestimmte Entwicklungen im Lande zu befördern, mag auf der Hand liegen.

Welche es hingegen jeweils wären, hinge ab von lokalen Besonderheiten.
Diese sind recht unterschiedlich zu gewichten.

Demnach bleiben Unwägbarkeit, Unsicherheit und Spekulation.
Die aufgeworfene Frage ist kaum oder nur unter wissenschaftlichem Höchstaufwand seriös zu beantworten.

0 Fionn Huber 25.07.2013, 12:08 Uhr

Auf der andern Seite

handeln mit Rohstoffen macht in Zug (Bev. 110'000) reich (viz. GLobal ENergy COmmodity REsources)

5 Andreas Noreikat 25.07.2013, 10:06 Uhr

Privatisierung der Rohstoffindustrie und Masseneinwanderung

Wer könnte wohl ein Interesse daran haben ? Hmmm, ... da fällt mir jetzt gar nichts ein.
Rohstoffreichtum macht arm : Statoil.
Ölreichtum behindert Demokratisierung in totalitären Staaten: Die genannten Venezuela, Nigeria sind keine totalitären Staaten.
Effizienter Staat: Welcher rohstoffarme Staat aus dem gleichen geograph. Raum hat denn einen "effizienten Staat" aufgebaut ? Malawi, Yemen, Somalia, Marokko ?
Spanische Edelmetallfunde: Der span. Machtapparat hat weit höhere Einnahmen aus der Besteuerung (sic !) der Niederlande erhalten.
"Wählerstimmen kaufen" ist keine Demokratisierung und der moderne Staat finanziert seinen Machtapparat nicht durch "Reiche hoch besteuern", sondern durch Etatverlagerungen und durch Verschuldung.

0 Peter Mohler 25.07.2013, 07:25 Uhr

Gutverdiener, männlich - schrecklich

Wie kann man mit 65 schon 45 Jahre gearbeitet haben? Man fängt mit 15 an, also als Lehrling oder gar Ungelernter. Wird man so zum Gutverdiener, wohl eher nicht. Den Arbeitgebern, die lange Jahre alle Älteren loswerden wollten, werden jetzt die, welche durchgehalten haben zu teuer und dafür ist jedes Schlagwort aus der politischen Schreckenskammer recht. Igitt, Männer werden bevorzugt, das darf doch nicht sein.
Und, oh Schreck, demnächst werden gar 15% eines Jahrganges das Privileg einfordern.
Zum Schluß noch der soziale Schwenker zur Erwerbsmindrungsrente. Wenn es ehrlich gemeint sein sollte, dann hätten die Arbeitgeber doch sagen sollen, dass die Einsparung bei den Gesunden denen zukommen sollen, deren Gesundheit in der Arbeitswelt verschlissen wurde. Echt peinlich.

4 Robert Schneemann 23.07.2013, 18:17 Uhr

Welche Länder der ehem. Sowjet Union sind es denn?

Welche Länder der ehem. Sowjet Union sind es denn, die sich durch Privatisierung der Ölindustrie zu Demokratien entwickelt haben?

2 Mark Möschl 23.07.2013, 14:16 Uhr

spoiled brat effect

Angenommen Sie haben 2 Kinder, und sehr sehr viel Geld.
Geben Sie dem einen Kind alles Geld, und dem anderen nur gute Ratschläge und einen warmen Händedruck.
Was denken Sie welcher wird nach vielen Jahren den besseren Charakter entwickelt haben ?

Antworten (1) auf diese Lesermeinung

Jahrgang 1960, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt in der F.A.Z.