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Das moderne Leben: Gedichte im XING-Postfach

| 31 Lesermeinungen

Frauen sind auf Internet-Konferenzen so selten wie der sibirische Tiger, denn ihr Fell scheint interessanter als ihr Knurren. Für eine gemeinsame Sprache braucht es jedoch nicht mehr Wissen über Technik, sondern einen Crash-Kurs in modernem Leben.

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Frauen sind auf Internet-Konferenzen so selten wie der sibirische Tiger, denn ihr Fell scheint interessanter als ihr Knurren. Für eine gemeinsame Sprache braucht es jedoch nicht mehr Wissen über Technik, sondern einen Crash-Kurs in modernem Leben.

Typisch Barcamp! Dort auf den Fotos vom Wochenende steht zwischen den bärtigen Kapuzenpulloverträgern ein langhaariger Nerd – komplett in schwarz. Doch dieser Nerd – für den auch die hübsch gegenderte Form „der Nerd“ bleiben muss – ist eben kein blasser Rollenspieler, der sich für ein Wochenende im Namen der Netzpolitik hinter seinem Bildschirm hinein in das pralle Konferenzleben gewagt hat. Dieser Nerd bin ich. Meinen Teint nennt man bei rothaarigen Frauen „vornehme Blässe“, BILD-Kolumnist Franz Josef Wagner schreibt über den Wikileaks-Gründer Julian Assange weniger schmeichelhaft: „Julians Gesicht ist bleich. Es hat die Farbe des Nichtlebenden. In der Computerwelt scheint keine Sonne.“ Hätte Julian meine unzähligen Sommersprossen auf den Wangen, hätte Franz Josef Wagner vielleicht einen Vergleich in Richtung Hexenverbrennung gewagt, wer weiß das schon.

Damit ich Männern wie Wager oder Assange auf der ersten Ebene der Augenhöhe begegne, trage ich zu der schwarzen Seidenhose ziemlich hohe Absätze. Solche Schuhe trage ich fast nur noch, seitdem ich nahezu ausschließlich mit Männern zusammenarbeite, die väterliche Gefühle für mich hegen. Zehn Zentimeter ersetzen ein paar Jahre Berufserfahrung, auch Männer auf der Karriereleiter wissen das: die ganz Kleinen kommen ganz selten ganz oben an. Oder sie verlieren die Haare dabei. Meine Mähne glänzt dank Macadamia-Spülung; auf den strengen Karriere-Knoten am Hinterkopf verzichte ich, ich lache zu gerne. Ganz schwarz also, vom Schneeregen zerzaust und gutgelaunt falle ich dennoch auf diesem netzpolitischen Barcamp ein wenig aus der Reihe. Mein Aussehen kostet mich im Bad morgens zehn Minuten. Mein Tag beginnt vermutlich sehr ähnlich wie der von den Männern, die ebenfalls noch vor oder während des ersten Kaffees den ersten Tweet verschicken (ein Zeichen für Internetsucht, wie man in dieser Woche in der Enquete-Kommission Internet und Digitale Gesellschaft lernen durfte). Dennoch beginnt mein Morgen wieder einmal unter völlig anderen Voraussetzungen.

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In der Welt von Kristina Schröder, Alice Schwarzer und der CSU kommt eine Frau wie ich sie bin nicht vor. Die meisten Frauen kommen in diesen Wertewelten nicht vor. Wie zauberhaft, dass sie unsere Sprachrohre sein sollen. Ich bin Feministin, seitdem ich als 5-Jährige feststellte, dass in der katholischen Kirche, die meine Kindheit prägte, Frauen nicht gleichberechtigt und außerdem Symbol für das Sündhafte sind. Ich bin außer an den Tagen, an denen ich nur drei Minuten Zeit vor dem Kleiderschrank habe, ein Fashionvictim (das Internet hat das verschärft, natürlich), lese jedoch noch mehr politische Blogs als Modeblogs. Ich werde mein Kind nicht trilingual, aber mindestens in einer Programmiersprache erziehen und die Filtersoftware einzig auf BILD.de ausrichten. Ich arbeite fast ausschließlich und sehr gerne mit Männern zusammen, auch über ihnen; ich kann gemäß meiner Autorinnen-Natur viel trinken – auch nach dem Bikram Yoga – und lasse mir durchaus in den Mantel helfen. Ich mag keine Blumen, aber Bärte, und gutes Essen nur ein klein bißchen weniger als guten Sex. Ich kann mir nichts besseres vorstellen, als diese Frau zu sein. Aber ich muss vor lauter Freude darüber nicht gegenüber Sexismus abstumpfen. Nicht gegenüber Diskriminierung. Und nicht gegenüber Dummheit.

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Ein dickes Fell bedeutet nicht gleichsam Abstumpfung und das Einstellen von Kritik. Auf einer der ersten Fachkonferenzen zu Internetdingen, auf die ich als Referentin eingeladen war, diskutierte ich mit anderen Gästen im Rahmer einer Podiumsdiskussion. Dort trug ich sogar einen Hosenanzug, obwohl ich in kleidsameren Sachen als in diesem unsäglich unvorteilhaften, viel zu breit stillschweigend akzeptierte Dresscode für Frauen in Verantwortung, viel freier und provokanter vortragen kann. Das Ausmaß der sexistischen Kommentare bekam ich erst später mit, da ich mit denken und sprechen beschäftigt war, das Publikum war jedoch weniger mit denken beschäftigt, als die Twitter-Wall mit Inhalten zu befüllen, die weniger mit den vorgetragenen Inhalten, als mit meinem Äußerem zu tun hatten. Was passieren muss, damit in einem beruflichen Umfeld studierte, mehr oder wenig gut bezahlte, erwachsene, vermutlich sogar mit Frauen liierte Männer anfangen, die Wortbeiträge einer Frau mit Kommentaren zu versehen, die jegliche der zuvor genannten Attribute widerlegen und einzig allein den Schluss zu lassen, dass diesen Männern nur ein einziges Wort gerecht wird: strunzdumm, ist mir ein Rätsel. Aber es passiert. Und dieses Verhalten ist kein Problem der Twitterwall, denn dieser Müll wird in der analogen Welt genau so produziert, wo die Protagonisten männlich dominierter Berufe fleissig daran arbeiten, den Widerspuch ihrer Kolleginnen gegenüber Machotum zu ermatten. Ein halb witziges, halb wahres: „Wir haben dich nur eingestellt, weil du gut aussiehst.“ Die Auswahl der hübschesten Praktikantinnen im Beisein anderer Frauen. Das Einstellen und Befördern vom Zwillingen der Vorgesetzen. Das Ignorieren, dass rein männliche Rednerlisten einen Kongress nicht beleben. Die Angst vor der Quote, das Verstecken hinter der Ausrede: „Frauen sollen sich melden, wenn sie mitspielen wollen.“ Den meisten dieser Dinge stehe ich in der Hinsicht schmerzfrei gegenüber, dass sie mich selbst nicht mehr treffen, da ich Dummheit gegenüber mir selbst nicht verletztend empfinde. Dummheit ist langweilig.

Vergleichbar langweilig sind die Flirtversuche, die auf Tech-Konferenzen ein elendes Dasein fristen. Obgleich ich den Großteil meiner Woche unter Männern verbringe, 80 Prozent der Telefonnummern in meinem Firmen-Smartphone zu männlichen Vornamen gehören – die Affären herausgerechnet – heißt das nicht, dass meine Welt außerhalb von Büros und Messehallen unter akutem Testosteronmangel leidet. Meinen Freund versetzte meine Barcamp-Begeisterung anfänglich in Sorge; er hatte Angst, ich könnte dort einen Mann kennenlernen. Zur Beruhigung las ich ihm, Lyriker, sehr oft Gedichte vor, die mir Männer, laut Selbstauskunft Social-Media-Experte, über das Business-Netzwerk Xing schickten, nachdem ich auf einer Konferenz keinen Kaffee mit ihnen trinken wollte. Gedichte. Oder anderweitig Frivoles. 

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Nicht nur mir wäre geholfen, wenn sich endlich mehr Frauen am Buffet von Medienkonferenzen träfen oder auf zugehörige Panels eingeladen würden, und mir mein Frausein erst am Abend auffiele, da vielleicht die Füße schmerzten. Ausgeglichene Geschlechterverhältnisse, nicht durch die Messe-Hostessen, führen für sowohl die Damen als auch die Herren zu mehr Wohlbefinden, vielleicht sogar zu mehr Flirtkompetenz. Es geht also nicht nur um die belächelten Emanzen, die magere Frauenanteile bemängeln, auch Männer profitieren. Sie profitieren sehr viel mehr als von der etwaig erhaschten Telefonnummer. Sie profitieren vor allem davon, dass all die fähigen Frauen nicht mehr verächtlich auf ihr schütteres Haar und schmalen Horizont schauen, sondern auch mit ihnen zusammenarbeiten möchten, und nicht mehr nur mit den Männern, denen schon immer zuerst wichtig war, was eine Frau im Kopf hat.

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Niedrige weibliche Bewerberzahlen für Führungspositionen, müssen nicht bedeuten, dass Frauen nicht führen wollen. Sie wollen es nicht in diesem Unternehmen. Es bräuchte keine Frauenquote, gäbe es einen Aktionsplan für den Abbau von Dummheit und den engstirnigen Vorstellungen, wie eine Frau, wie ein Mann zu sein hat, vor allem im Beruf. Sehr klug hat das Katharina Borchert, mittlerweile Geschäftsführerin von Spiegel Online, vor Jahren schon in ihrem Blogeintrag „Von der Freiheit Frau zu sein“ auf den Punkt gebracht: „Ich sehe nicht ein, warum wir uns von der intellektuellen Kurzsichtigkeit anderer Menschen in unserem Leben einschränken lassen sollten. Ich will mit Geschlechterrollen und -klischees ganz nach Belieben spielen, die Vorzüge meiner Weiblichkeit schamlos ausnutzen und trotzdem in einer Diskussion über das Zuwanderungsgesetz ernst genommen werden. Kurz: Ich will alles sein dürfen, was ich sein kann. Und wer da nicht mitkommt, dem kann ich nur ganz dringend einen Crash-Kurs in modernem Leben empfehlen.“ Diese Sätze darf sich jeder notieren, egal ob schlecht rasiert oder zu stark geschminkt.

Den Link zu dem gesamten Text, aus dem dieses Zitat stammt, hat mir ein Mann geschickt, den ich im Internet, auf einem Barcamp, oder irgendwo anders kennengelernt habe, wo es viele Gadgets, aber wenig Frauen gab. Feminismus steht jedem Mann. Mir steht sein Kapuzenpullover.

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31 Lesermeinungen

  1. Sehr schöner Beitrag,...
    Sehr schöner Beitrag, danke!
    Auch wenn ich das Zitat von Frau Borchert so nicht unterschreiben würde. Alleswoller(innen) waren mir schon immer suspekt. Soll jede einfach ihr Ding machen; das reicht doch.

  2. Liebe Violandra. Herzlichen...
    Liebe Violandra. Herzlichen Dank für diesen herzerfrischenden Artikel. Ich kann Sie nur von Anfang bis Ende unterstützen.
    Beispiel: Ich habe an einer technisch-naturwissenschaftlichen Uni studiert. (17% Frauen an der Uni, 5% im Studiengang) Kein schönes Klima, das. Ein Professor meinte einmal zu Recht: „Was hat sich unser Landesvater bei der Gründung der Uni gedacht. Rein technisch-naturwissenschaftlich – ich bitte Sie: Das ist doch wider die Natur.“ Und so war es auch. Grobheiten und Ungeschlachtes statt Nettigkeiten.
    Anderes Beispiel: Ein Studienteilnehmer versucht an meine (liirte) Mitarbeiterin heranzukommen, die er nur ein paar Sekunden gesehen hat: „Ich muß sie wiedersehen – sie geht mir nicht aus dem Kopf!“
    Ich frage mich dann genau wie Sie, liebe Violandra, wo diese Leute ihr Hirn abgelegt haben.
    Ein ordentlicher Geschlechterproporz mehr Frauen in technischen Berufen und Führungspositionen würde einfach zur Entspannung beitragen.

  3. Man möchte aufstehen, eine...
    Man möchte aufstehen, eine ausschweifende Armbewegung machen, sich wieder hinsetzen und es mit Füllfederhalter unterschreiben.

  4. Liebe Lisa, das leistet ja...
    Liebe Lisa, das leistet ja praktisch dein Kommentar, sag ich mal so.

  5. Verehrte Violandra,
    .
    "Grober...

    Verehrte Violandra,
    .
    „Grober Keil auf groben Klotz.“
    Wenn Sie so reden können wie Sie schreiben, werden Sie mit den dumpfen Protagonisten sicher fertig; eine Quote machte Sie dabei allenfalls zum Gespött.
    Glauben Sie aber nicht, dass man Ihren Sachargumenten offener gegenüberstünde, wenn sie von einem Mann vorgetragen würden.

  6. Ich kann mich stellenweise...
    Ich kann mich stellenweise extrem gut mit Dir identifizieren. Danke für Deinen Blogbeitrag. Viva la Revolution! Viva la Barcamps. ;)

  7. Männer schicken Frauen...
    Männer schicken Frauen Gedichte über Xing zu, nachdem sie die Frau einmal auf einem Kongress gesehen haben?
    Seltsames Volk …
    Aber jetzt weiss ich endlich, was die alle bei Xing treiben …

  8. @egghat Es handelt sich um...
    @egghat Es handelt sich um wahre Anekdoten, die mehr als ein Mal passiert sind. Wenn Kristina Schröder sich um Jungenbildung sorgt, dann müssen wir Männern dringend einen anderen Begriff von Werben und Romantik vermitteln. Das Dichten möchte ich nun wirklich nicht Krawattenträger auf XING überlassen. Selbst nicht, wenn sie im Deutsch-LK waren.

  9. Mei o mei, das Zitat von...
    Mei o mei, das Zitat von Katharina Borchert:
    „Ich sehe nicht ein, warum wir uns von der intellektuellen Kurzsichtigkeit anderer Menschen in unserem Leben einschränken lassen sollten. Ich will mit Geschlechterrollen und -klischees ganz nach Belieben spielen, die Vorzüge meiner Weiblichkeit schamlos ausnutzen und trotzdem in einer Diskussion über das Zuwanderungsgesetz ernst genommen werden. Kurz: Ich will alles sein dürfen, was ich sein kann. Und wer da nicht mitkommt, dem kann ich nur ganz dringend einen Crash-Kurs in modernem Leben empfehlen.“
    .
    Das ist genau der aggressive Eklektizismus, vor dem sich Männer, dumpfe wie fortgeschrittene, fürchten. Sogar ich fürchte mich vor solchen Frauen. Wie soll das in der Praxis gehen: „Die Vorzüge der Weiblichkeit schamlos ausnutzen.“? Mit Mords-Décolleté? Gern, very impressive. Aber jemand, dem die Möpse vorne fast rausfallen, kann ich nicht ernst nehmen.
    Überspitzt genug ausgedrückt?

  10. Was mir immer bei diesen...
    Was mir immer bei diesen Konferenzen aufgefallen ist: es gibt einige Frauen dort – bis knapp über 30 – dann nichts mehr – dann 1-2 über 50. gab mir zu denken.
    Und was die dargestellten Reaktionen der Männer betrifft – kein Thema mehr ist frau erstmal aus dem faltenlosen Alter raus… ab dann werden Kommentare schon bösartiger – eben alles nur nicht sachlich.

  11. Wunderbar! Inhaltlich, wie...
    Wunderbar! Inhaltlich, wie auch stilistisch eine sehr erquickliche Lektüre!

  12. Ich will mit...
    Ich will mit Geschlechterrollen und -klischees ganz nach Belieben spielen, die Vorzüge meiner Männlichkeit schamlos ausnutzen und trotzdem in einer Diskussion über Yoga ernst genommen werden. Kurz: Ich will alles sein dürfen, was ich sein kann. Und wer da nicht mitkommt, dem kann ich nur ganz dringend einen Crash-Kurs in modernem Leben empfehlen.“
    Ob Frau das immer noch so toll findet wenn man es mal von der Männerseite betrachtet ?

  13. Vielen Dank für diesen...
    Vielen Dank für diesen fantastischen Text.

  14. Anbandelungslyrik auf Xing?...
    Anbandelungslyrik auf Xing? Öha – da tut sich ein interessantes Forschungsfeld für aufgeschlossenere Germanisten-Generationen auf. Unsereins wurde ja noch mit Minnesang und ähnlich überholtem Mittelalterkram gelangweilt.
    .
    Eyn Twitter so geleret wasz,
    dasz er an der Timeline lasz…

  15. Ein paar Proben aus den...
    Ein paar Proben aus den Gedichten, bitte!

  16. Der letzte Abschnitt ist auch...
    Der letzte Abschnitt ist auch der, über den ich dann doch gestolpert bin. Erst mit weiblichen Reizen an die niederen Instinkte der Männer appellieren, und dann plötzlich erwarten, dass sich deren Blut wieder im Kopf sammelt?
    Und was wären dann die „Vorzüge der Männlichkeit“? Soll ich jemand mit körperlicher Gewalt zum Zuhören zwingen und dann erwarten, dass er/sie mir dann noch auf einer intellektuellen Ebene vernünftig zuhört?

  17. Freifrau von Ávila.
    Meinen...

    Freifrau von Ávila.
    Meinen Knecht!
    .
    :Troll
    Fürwahr! Er dient Euch auf besondre Weise.
    Die Voyager ist schon auf langer Reise.
    Aus dem Städele wollt er hinaus,
    Er ist sich seiner Thorheit halb bewusst;
    Typographie, Fotographie, das Rad, und nicht ein Haus
    Und von der Erde jede höchste Lust,
    Pascal, Basic, Arkitektur, Alkohol, Tanz und Rausch
    Ein Schlussstein steckt in tief bewegter Brust.

  18. Hatte ne Vorgesetzte, die das...
    Hatte ne Vorgesetzte, die das probierte.
    Die Kerle im Headquarter beeindruckte das: nada, niente.
    Blumensträuße hat sie wohl geschickt bekommen, vielleicht auch Minne-Gedichte.
    Aber fürs Geschäft brachte die Mischung von rassiger Weiblichkeit und kühlem Geschäftsgebaren nicht das Erhoffte. Der Kombi reizte männliche Wesen eher noch mher zu konkurrieren. Zum Beispiel zu versuchen, ihr in sportlicher oder unsportlicher Manier „die Hosen auszuziehen“. Um in deren Sprache zu bleiben.

  19. Auf den Punkt.
    Vielen Dank!...

    Auf den Punkt.
    Vielen Dank!

  20. Wie wahr!...
    Wie wahr!

  21. nur en passant:
    beim...

    nur en passant:
    beim creativity &communication barcamp in stuttgart war die frauenquote bei 50%.
    ganz von selbst.
    es geht also.

  22. Zum Glück habe ich die...
    Zum Glück habe ich die Freiheit eine Frau, die einerseits weiblichen Vorzüge schamlos ausnutzen möchte, zum anderen in einer Diskussion über das Zuwanderungsgesetz Ernst genommen werden möchte und sowieso alles nach belieben sein möchte, nicht Ernst nehmen muss. Wer das noch immer nicht versteht, dem hilft auch kein Crash-Kurs in modernem Leben mehr. Dem hilft es auch nicht zu erklären, dass nicht nur die niedrigen Bewerberzahlen bedeuten Frauen wollten nicht führen, sondern ganz simple Befragungen von Frauen zu diesem Ergebnis kommen. Wobei ich mich wiederum trotzdem fragen muss wie eigentlich die Autorin auf die Idee kommt, dass die niedrigen Bewerberzahlen ein Hinweis darauf sein könnten, Frauen wollten dennoch führen? Aber das dürfte wohl Frau Borchert erklärt damit erklärt haben, alles nach belieben sein zu dürfen, zumindest wenn es Vorzüge bietet. Jedoch feststeht, von Frauen die den ganzen lieben langen Tag nichts anderes ausser Rollenbildern, Flirtkompetenzen, Paarungsverhalten und derlei im Kopf haben, werde ich mich sicherlich nicht führen lassen. Und spätestens ab hier dürfte das „führen wollen“ seinen Vorzug verloren haben.

  23. Ni hao! oder „es klappt“...
    Ni hao! oder „es klappt“ (行 [行] xíng)
    Lyrik des Mahjongspiels,
    Verlierer wer zuerst zuckt.
    Mit unbewegter Miene
    Im Sortiment führen.
    Der Tölpel sieht nur
    Den Rockschlitz.

  24. Ich sehe nicht ein, warum wir...
    Ich sehe nicht ein, warum wir uns von der intellektuellen Kurzsichtigkeit anderer Menschen in unserem Leben einschränken lassen sollten. Ich will mit Geschlechterrollen und -klischees ganz nach Belieben spielen, bunte Krawatten zu gelben Sakkos tragen und trotzdem in einer Diskussion über das Zuwanderungsgesetz ernst genommen werden. Kurz: Ich will alles sein dürfen, was ich sein kann. Und wer da nicht mitkommt, dem kann ich nur ganz dringend einen Crash-Kurs in modernem Leben empfehlen.
    Ich denke, die Autorin versucht ein ernste Sache, die berufliche Diskriminierung von Frauen auf einer oberflächlichen Ebene abzuhandeln. Vielleicht, da es eben trotz aller Bemühungen nicht so einfach ist, je nach Job und Branche sehr unterschiedlich und jede/r die/der selber daran arbeitet, wenig davon profitieren wird, weil ein Mittelstrckenlauf nicht in eine Sprintkarriere passt.
    Was lernen wir daraus? Barcamps bereiten nicht auf das richtige Leben vor.

  25. Brunsbüttel - "fehlende...
    Brunsbüttel – „fehlende praktische Erfahrung im Produktionsbereich“ hat den schwedischen Staatskonzern Vattenfall nicht davon abhalten können frau zur Kernkraftwersleiterin ernennen zu wollen.
    Quote?, Gender?, Ausschnitt?

  26. Mann erhebt sich nach dem...
    Mann erhebt sich nach dem Vortrag schlägt die Handflächen ausschweifend gegeneinander, unterstützt dies mit einem „Sehr gut!!!“ Ruf und setzt sich.

  27. " Ich sehe nicht ein, warum...
    “ Ich sehe nicht ein, warum wir uns durch die intellektuelle Kurzsichtigkeit anderer
    Menschen in unserem Leben einschränken lassen sollten.“
    Ein wunderbarer Satz und eine schöne Überleitung zum neuesten Blogbeitrag
    bei den SdG.

  28. Die "Moderne" ist ja nun auch...
    Die „Moderne“ ist ja nun auch schon etwas älter geworden. Hier eine Dame in geistiger „Führungsposition“ (wie man auf neudeutsch zu sagen pflegt). Wer so noch lachen kann mit 97 Jahren, der lacht über jedes Seniorenheim.
    Congratulation!
    http://passouline.blog.lemonde.fr/2010/12/19/pour-saluer-jacqueline-de-romilly/

  29. Warum soll ich irgendetwas von...
    Warum soll ich irgendetwas von meiner Anwesenheit auf einer netzbezogenen Konferenz irgendeiner Art erwarten, wenn ich aus Erfahrung weiß, daß generell mein Können an meinem Aussehen gemessen wird – und zwar von Männern und Frauen? Es gibt Ausnahmen, aber die sind selten. Im Allgemeinen gilt: Fett = Dumm, selbst wenn der fette Mensch gerade einen Verlag gegründet oder ein Buch geschrieben hat. Weiblichkeit verstärkt die Einschätzung; Männern wird mangelhaftes Aussehen leichter verziehen (von Männern und Frauen).

  30. habe ich gerade mit fräude...
    habe ich gerade mit fräude und empathie gelesen – meinen dank für ihre beobachtungen und worte !
    (achja, „schubladisierungen“ – als u.a. geek, emanze/feministin, kosmopolitin, dipl.ing. habe ich mich göttinseidank nicht nur aus solchem „alte/langweilige-männer-mansplaining-impostor-syndrome-zirkus“ ausklinken können und privatisiere mich mit gelassener und enthusiastischer fräude)
    http://geekfeminism.org/

  31. Tja, sogenannte "Medien-Geeks"...
    Tja, sogenannte „Medien-Geeks“ … da gibts auch Frauen, und auch wenige. Unter den „echten“ Geeks (die mit richtig professionell Unix und Netzwerk und Programmieren usw.) finden sich leider noch weniger Frauen – wobei sich die wenigen Frauen fragend am Kopf kratzen warum eigentlich.
    Jetzt bin ich (nicht weil ich eine Frau bin) im Programmkomitee des nächsten Frühjahrsfachgesprächs (traditionelle Konferenz der GUUG http://guug.de/ffg), und dieses Jahr hat überhaupt keine Frau auch nur einen Vortrag eingereicht. Dabei beißen diese Geeks nicht und freuen sich, wenn man da gelegentlich auch mal mit weiblichen Geeks sprechen kann … die sind wirklich nett, unsere Technik-Geeks und tolerant, wenn man sie auch so toleriert wie sie sind – als technisch kompetenten Kollegen, von dem man lernen kann, der von einem was lernen kann, als Mitmensch, egal auf welche Toilette sie gehen. Also warum sich da nicht mehr Frauen blicken lassen weiss ich leider auch nicht.
    (Manchmal wird man dann von den Männern gefragt, warum nicht mehr Frauen in dem Umfeld arbeiten und auf Konferenzen gehen – ich weiss es nicht, ich verstehe es ja auch nicht. Es lohnt sich ja nicht nur weil es Spaß macht. In diesen Berufen wird man auch meistens sehr ordentlich bezahlt)
    Also: Unixlerinnen, Systemadminstratorinnen, Netzwerkerinnen (ich meine TCP/IP, nicht Xing oder Facebook) und ähnliche weibliche Technikerinnen – vom 22.03. bis 25.03.2011 gibt es eine wirklich nette Konferenz in Weimar …

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