Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Kämpfer gegen die Web-Windmühlen

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Mit seiner Kriegserklärung an das Web 2.0 hat der CDU-Abgeordnete Ansgar Heveling im Netz ordentlich Sturm gesät. Versuch einer geographischen Annäherung an einen Antihelden des Internets.

Mit seiner Kriegserklärung an das Web 2.0 hat der CDU-Abgeordnete Ansgar Heveling ordentlich Sturm gesät im Netz. Versuch einer geographischen Annäherung an einen Antihelden des Internets.

Korschenbroich – mit diesem Ortsnamen ist eigentlich schon fast alles gesagt. Fußballfreunden ist das beschauliche Städtchen zwischen Neuss und Mönchengladbach eventuell als Wohnort von Hans-Hubert („Berti“) Vogts bekannt. Korschenbroich grenzt zudem an Grevenbroich, die Heimat von Hape Kerkelings legendärer Kunstfigur Horst Schlämmer. Und gestehe ichs offen, als ich gestern zum ersten Mal den Namen des CDU-Abgeordneten Ansgar Heveling bewusst hörte, fragte ich mich im ersten Moment, ob das vielleicht auch so eine Kunstfigur aus dem reichhaltigen Fundus von Hape Kerkeling ist. Aber weit gefehlt, der Bundestagsabgeordnete aus Korschenbroich ist echt. Er vertritt den Wahlkreis mit der Schnapszahl 111: Krefeld-Süd, Meerbusch, Kaarst, Korschenbroich und Jüchen. Er ist damit, auch wenn sich einiges in mir gegen diese Feststellung sträubt und ich ihm 2009 meine Stimme nicht gegeben habe, sozusagen mein Volksvertreter.

Bild zu: Kämpfer gegen die Web-Windmühlen

Mit seiner vielbeachteten Kriegserklärung an die Netzgemeinde hat der Unionspolitiker ein ziemliches Fäkalgewitter heraufbeschworen. Seine Website wurde gehackt, und allerorten wird das Bild gezeichnet von dem tumben Mail-Ausdrucker, von einem ewiggestrigen Betonkopf, der das Internet nicht verstanden hat. Er selber bezeichnet seine rhetorische Breitseite im Nachhinein als einen „prononcierten, feuilletonistisch-überzeichneten Beitrag“, um die „einseitige und beengte Diskussion“ über Urheberrechtsfragen aufzubrechen. Belebung der Diskussion ist ja immer gut, aber so ein verbaler Schuss kann auch nach hinten losgehen, wie ein früherer Bürgermeister von Korschenbroich auch schon feststellen musste: Mit Blick auf die Ebbe in der Stadtkasse hatte anno 1986 der damalige Bürgermeister in Etatberatungen verlauten lassen, zur Sanierung des Haushalts „müsse man ein paar reiche Juden erschlagen“. Vorhersehbar, dass der Kommunalpolitiker sich mit diesem flockigen Spruch aus dem Amt katapultierte und seine Stadt bundesweit in Verruf brachte.

Seinen Hut wird Heveling jetzt nicht nehmen müssen wegen seines provokanten (und seien wir ehrlich: ziemlich wirren) Gastbeitrags im Handelsblatt. Er nutze das Internet selbst, so Heveling gegenüber ngz-online, es werde „eine große Zukunft“ haben. Aber man tut dem Politiker und seinem Wahlkreis sicher nicht Unrecht mit der Feststellung: Hier vor Ort begreift man das Internet nicht als vordringliche strukturpolitische Aufgabe. Machen wir doch mal eine kleine Rundreise durch den Wahlkreis: Der Krefelder Süden ist stark industriell geprägt und eingekeilt zwischen dem Hafenbecken und dem Schlotbaronat von Bayer in Uerdingen, das neudeutsch-euphemistisch Chempark heißt. Südlich von Krefeld liegt die Verbundgemeinde Meerbusch, sozusagen das Luxus-Schlafzimmer von Düsseldorf, dem Schreibtisch des Ruhrgebiets. Zweithöchste Millionärsdichte im Land und trotz des erheblichen Fluglärms in der Einflugschneise vom Düsseldorfer Flughafen gesalzene Immobilienpreise. Nicht, dass man hier aller Sorgen ledig wäre, aber solange der Opposition im Stadtrat keine radikaleren Maßnahmen einfallen als eine Pferdesteuer, jammert man doch auf sehr hohem Niveau.

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Westlich von Meerbusch erstreckt sich Kaarst, eine ziemlich unspektakuläre Gebietskörperschaft mit diversen für den Niederrhein typischen Ansammlungen von roten Backsteinhäusern mit ein paar Gewerbegebieten und Rübenäckern drumherum. Korschenbroich liefert ein ähnliches Bild, aufgelockert von zwei Schlössern im Ortsteil Liedberg und an der Stadtgrenze zu Mönchengladbach. Hier wird im Stadtrat übrigens derzeit die nachgerade revolutionäre Idee ventiliert, ob man auf die vielen Windräder in der Landschaft nicht eine Steuer erheben könnte.

Zu guter Letzt ist da noch die Stadt Jüchen, deren südliche Stadtteile Garzweiler, Otzenrath, Spenrath, Holz und Priesterrath allesamt im gigantischen Erdloch des Braunkohle-Tagebaus Garzweiler I und II verschwunden sind. Im Wikipedia-Eintrag zu Jüchen findet sich nicht einmal ein eigener Stichpunkt zu Wirtschaft, und im Unterschied zum benachbarten Grevenbroich, das sich mit seinen gewaltigen Kohlekraftwerken und Windanlagen als „Hauptstadt der Energie“ vermarktet, fehlt es Jüchen völlig an eigenständigem Profil als Wirtschaftsstandort.

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Man kann also davon ausgehen, dass Internet-Themen nicht unbedingt ganz oben auf der Liste der Anliegen stehen, die dem Bundestagsmitglied Heveling aus seinem Wahlkreis angetragen werden. Beim Thema Netz steht ihm womöglich das Stromnetz und die Frage näher, wie man die Gigawatt aus der Braunkohleverstromung mit den vielen Windrädern in der Landschaft optimal verschaltet bekommt. Und natürlich lebt man nördlich der Garzweiler-Mondlandschaft nicht hinter dem Mond, man ist auf Facebook präsent, wie sich das heutzutage gehört. Aber die entscheidenderen Social Networks sind hier immer noch die Schützenvereine, Karnevalsgesellschaften und Kirchen-Gemeinderäte.

Vor diesem Hintergrund ist es zumindest ansatzweise zu verstehen, wie der Politiker Heveling das Netz als Gegensatz zu einer relativ heilen und überschaubaren analogen Welt begreifen kann. Hier das reale Leben mit seiner traditionellen Ordnung der Dinge, dort die Anarchie und Unüberschaubarkeit, der gefühlt rechtsfreie Raum, in dem die persönlichen Beziehungsgeflechte und die gelernten do’s and don‘ts nicht mehr den verbindlichen Maßstab für alle liefern. Hier im Rhein-Kreis ist nicht nur die Erinnerung an die letzten beiden Weltkriege präsent, sondern auch diverse Relikte der französischen Besatzung, etwa die Reste von Napoleons ehrgeizigen Nordkanal-Projekt, das riesige Hoffnungen weckte, dann aber schlagartig fallengelassen wurde, als die politische Großwetterlage sich änderte und die Niederlande ebenfalls unter napoleonische Herrschaft geriet. Damit war die Notwendigkeit hinfällig, die Holländer von der Rheinschifffahrt abzuschneiden. Viele Orts- und Straßennamen (Brabanter Heerstraße) tragen Erinnerungen an weiter zurückliegende Kriege, und an diese kollektive Erinnerung appelliert Heveling mit seinem Horrorgemälde, in dem „nach dem Abzug der digitalen Horden und des Schlachtennebels nur noch die ruinenhaften Stümpfe unserer Gesellschaft in die Sonne recken und wir auf die verbrannte Erde unserer Kultur schauen müssen“.

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Das mag man zu Recht für überzogen, alarmistisch oder gar apokalyptisch halten. Aber – das möchte ich einigen Mitgliedern der Netzgemeinde an dieser Stelle noch ins Gebetbuch schreiben – um diese Horrorvision zu widerlegen, war der Hack von Hevelings Homepage das denkbar schlechteste Mittel. Denn im Zweifelsfall wird ihn das noch in der Auffassung bestärken, dass man mit diesen Piraten, Hackern, Tauschbörsianern und anderem Netz-Gelichter mal ordentlich Schlitten fahren müsste.

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57 Lesermeinungen

  1. "Aber die entscheidenderen...
    „Aber die entscheidenderen Social Networks sind hier immer noch die Schützenvereine, Karnevalsgesellschaften und Kirchen-Gemeinderäte.“
    Das gilt für alle Gebiete Deutschlands ausserhalb von Grosstädten. Und bei Licht betrachtet selbst für die (nur die Vereine heissen anders) – vielleicht mit der Ausnahme des „Irgendwas mit Medien“ Berlin :-).
    Und das Bemerkenswerte an Netizens ist ihre banale Durchschnittlichkeit. Will heissen, im beleidigen anderer Weltmeister. Aber selbst auf harmlose Verunglimpfungen mit nackter Gewalt reagierend. QED.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  2. Naja, unter nackter Gewalt...
    Naja, unter nackter Gewalt verstehe ich anderes als so einen Hack. Aber wie gesagt, ich hätte es lieber gesehen, man hätte sich in der Auseinandersetzung mit Argumenten begnügt (auch wenn zugegebenermaßen die wirre Tirade nicht allzuviele Anknüpfungspunkte für Sachdebatten geliefert hat).

  3. Wollte erst einen launigen zum...
    Wollte erst einen launigen zum Fasching passenden Komment ablaichen. Besann mich dann eines Besseren und beschloss, mich erst mal zu ACTA und TRIPS schlau zu machen.
    .
    Ja, und Hacken geht einfach nicht.
    Auch wenn eine irre emotionale Rede schwer mit sachlichen Argumenten begleitbar ist. Wusste schon Schopenhauer (mit seien Dos und don’ts des „38 Tricks, um immer Recht zu behalten“). Anders ausgedrückt:
    „Do not argue with idiots: they draw you down to their level and beat you with experience!“
    .
    Ignorieren wäre die bessere Wahl (und bessere Strafe) bei solch irrer Rede gewesen.
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    Denn nicht nur ein bisschen narzisstisch ist dieser Purche garantiert (das was er unentwegt den Netz-Citoyens vorwirft). Sonst wäre er kein Politiker geworden. Die sind das immer, I know*. Narzissten hassen nichts mehr, als nicht beachtet zu werden.
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    *[Die Verfasserin war zwei bis drei Jahre in einem politischen Ortsverein tätig. Dann nicht mehr und das voller Überzeugung. Ganz unten, wo vonundzu-Gudsis sich schon immer zu fein waren. Auch da an der Basis, bei den Hinterbänklern, blühen Narzissmus/Selbstdarstellungsdrang wie von alleine.]

  4. An die Devise "nicht mal...
    An die Devise „nicht mal ignorieren“ hätte ich mich auch gehalten, aber die Gelegeheit, hier mal ein bisschen Lokalkolorit beizusteuern (und ein paar eigene Fotos zweitzuverwerten), war einfach gar zu günstig.
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    Kann mir auch gut vorstellen, wie Heveling sich zunächst einen gefeixt hat, von wegen, dass es ja sooo einfach ist, bei den Netzlern bestimmte Reaktionen zu triggern.
    .
    Einer meiner Ex-Kollegen war übrigens in der Nachbarstadt lokalpolitisch aktiv, jüngstes Stadtratsmitglied und Nachwuchshoffnung, und das hat mich schon einen gewissen Respekt vor der Kärrnerarbeit gelehrt (die da drin steckt, wenn mans nicht gerade als von und zu Gutsi reingeschoben bekommt).

  5. Ich möchte einfach nur Danke...
    Ich möchte einfach nur Danke sagen, für diesen unterhaltsamen Artikel, der sowohl sprachliche wie menschliche Größe hat.
    Es wäre einfach gewesen, kräftig mit drauf zuhauen, auf diesen verirrten Ritter der Analogwelt. Insofern hat der Versuch Respekt verdient, die Hintergründe dieses abstrus wirkenden Gedankenguts zu beleuchten.
    Ein paar mal musste ich laut lachen, vor allem über die „Verbundgemeinde Meerbusch, sozusagen das Luxus-Schlafzimmer von Düsseldorf, dem Schreibtisch des Ruhrgebiets.“
    (Anmerkung: ich wohne im Schreibtisch)
    Herrlich :)

  6. Ja, Respekt schon....
    Ja, Respekt schon. Irgendwie.
    Man muss schon Freude daran haben, im Rampenlicht zu stehen, und sich seelisch auch noch gut davon ernähren können. Sonst hält man die Kärrnerarbeit nicht lange durch.
    .
    Tipp für Schnelle, die nicht so lange durchwurschteln wollen: die FDP. Brauchen jeden.

  7. Das muss auch Spaß machen....
    Das muss auch Spaß machen. Schon die Rede von den „ruinenhaften Stümpfen“, die sich irgendwohin recken, und dem „digitalen Blut“ ist ja ganz wunderbar irr. Ganz ehrlich hat der Mann schon deshalb meine Sympathie, weil er so quer zu den Denkwelten all der alternativlosen Internetversteher drauflosfabuliert, dass er allemal souveräner dabei wegkommt als diejenigen, denen er die ersehnte Vorlage für den Wichs des Tages geliefert hat.

  8. Seine Polemik richtet sich...
    Seine Polemik richtet sich gegen Heavy-Internet-User, die anderer Ansicht bzgl. dem Recht an geistigem Eigentum sind, nicht gegen alle Benutzer oder das Internet allgemein. Wer da nicht anknüpfen kann, sollte einfach mal die Literatur zur Urheberschaft und internationalem geistigen Recht recherchieren.
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    Die These, dass diese Heavy-Internet-User nicht die Mehrheitsmeinung darstellen, ist nun wirklich nicht weit hergeholt. Gerade nach diesen Baggerbildern könnte man durchaus zu der Erkenntnis kommen, dass er die Menschen repräsentiert, die ihn gewählt haben. Obgleich dieses Bild eines provinziellen Keingeistes beinahe Irreführend ist. Schließlich drehen sich die Fragen des geistigen Eigentums nicht darum, dass sich Nerds mit voller Bandbreite Prons saugen können. Vielmehr geht es um wirtschaftliche Interessen von Multinationalen Konzernen und dem Wissensvorsprung des Technologiestandortes Deutschland.
    .
    Mit seiner Polemik hat er natürlich eine selbsterfüllende Prophezeiung geschaffen, denn die Reaktionen darauf sind einfach nur infantil. Wenn es sowas wie einen Netz-Citoyen gibt, dann ist er unmündig und die Adjektive narzisstisch und totalitär treffend gewählt.

  9. <p>@Holger Grethe: Sehr gern...
    @Holger Grethe: Sehr gern geschehen. Kann sein, dass Jan Weiler (der aus Meerbusch-Strümp stammt) den Zusammenhang von Schreibstube und Schlafzimmer auch schon vor mir so ähnlich formuliert hatte. Was ich im Beitrag übrigens nicht erwähnt habe, ist, dass das Kfz-Kennzeichen NE – mit „Neureiche Exildüsseldorfer“ buchstabiert wird. Aber als Bewohner des Schlafzimmers kenne ich natürlich auch die weniger repräsentativen Staub-Ecken und Schattenseiten – etwa, dass in Relation zur Einwohnerzahl im beschaulichen Osterath voriges Jahr mehr Autos brannten als in Berlin.
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    @Vroni: Um sich jetzt bei der FDP als Neuling so richtig reinzuhängen in der Hoffnung auf kometenhaften Aufstieg muss man aber schon sehr antizyklisch denken. ;-)
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    @nnier: Gut, ich musste natürlich auch lachen, als ich Hevelings Beitrag mit Hitlerisator vertont und mit Bewegtbildern einer Führer-Rede unterlegt gesehen habe. Aber in der Summe schenkt sich sein Beitrag nichts mit dem ganzen halbstarken Höhöö-Echo, das darauf unweigerlich folgte. Da möchte ich dann sehr schnell nicht mehr unbedingt Teil einer Jugendbewegung sein.

  10. @veil of ignorance: Wenn er...
    @veil of ignorance: Wenn er nur die Heavy-User meint (worauf man mit einiger exegetischer Mühe freilich schon kommen kann) – warum sagt ers nicht rundheraus, statt sich einen abzuschwurbeln und hinterher noch rumzueiern, es ginge ihm gegen das Lebensgefühl von Web 2.0? Natürlich sehe ich auch, dass er mit seinen Positionen zu SOPA etc. bis zu den Schultern im Hintern der Copyright-Kartelle steckt und deswegen alle jene zum Feindbild aufbaut, die sich deren Verwertungslogik nicht widerstandslos unterordnen. Das ist aber alles andernorts schon rauf unter erzählt, von daher ging es mir darum, einen etwas anderen Ansatz zu versuchen.

  11. "... warum sagt ers nicht...
    „… warum sagt ers nicht rundheraus, „.
    .
    Exakt. Hätte er tun sollen. Er wollte doch laut der Handelsblattglosse eine „offene Kommunikation“.
    .
    Dann wurde er halt ebenso „offen“ gehackt.

  12. <p>Vroni, Ein Kommentar an...
    Vroni, Ein Kommentar an anderer Stelle brachte mich grad noch auf den Gedanken, dass Hevelings Pamphlet auf mich wirkt wie eine erste ins Unreine geschriebene Gedankensammlung. Also alles mal zusammentragen, was einem so an Gedanken und Bildern so durch den Kopf geht. Und dann vielleicht aus Versehen auf „Datei senden“ geklickt – vor der eigentlichen Schreibarbeit, das ganze noch in eine nachvollziehbare Struktur und Argumentationskette zusammenzufügen und überflüssiges Füllmaterial rauszustreichen.
    .
    A propos Glosse: Erst viel zu spät gesehen, wie FAZ-Medienredakteur Michael Hanfeld das Thema nutzt, um paar Leuten wie Mario Sixtus und Thomas Knüwer eins mitzugeben:
    http://www.faz.net/…/medien-glosse-heveling-11632954.html

  13. Um ehrlich zu sein, es wirkt...
    Um ehrlich zu sein, es wirkt wie ein hinausgehauener Blogeintrag.
    Aus Dons früheren Zeiten in der Blogbar waren ähnliche saftig schäumende Werke zu bewundern (natürlich für eine gute Sache: gegen naturpralle Startups und nicht für Pipa-po, hust.)

  14. Tja, wieviel "ewiggestriges",...
    Tja, wieviel „ewiggestriges“, wieviel Schützenverein und Trüffelschwein steckt noch in Jedes von Uns? Jede Menge Adolf und glücklicherweise auch eine Menge Schweitzer und ein wenig Albert, wenn wir die beiden letzteren doch allgemein vermehren könnten! Und wieviel Don Alphonso steckt in Marco … oder umgekehrt? Die „Stützen der rheinischen Gesellschaft, die Schönen und Reichen vom Düsseldorf schlafen also in Meerbusch. Ganz in Ihrer Nähe. Sehr schön fand ich den Bezug zur Geschichte der Region und die Prägung, die die Menschen dort dadurch erfahren haben. Das trägt sehr zum Verständnis der Menschen und auch dieses Abgeordneten bei. Angst ist zu spüren. Angst vor und während der Veränderung. Frau Merkel macht vielen Angst, weil Sie davon wenig spürt, insofern sind diese beiden Menschen an den jeweiligen Enden der CDU zu finden, Frau Merkel zieht vorne und der Herr Heveling hält hinten fest. Hoffentlich hat Frau Merkel noch lange Kraft (da fällt mir die Hannelore ein!), um die Hinten mitzuziehen: Ade Schützenverein! Und ich bin ebenfalls kein CDU-Wähler, aber …
    Nebenbei: Dank an Sie und Thorsten Haupts für die beruhigenden Worte im vorletzten Beitrag.

  15. Da stehe ich mit meinem Bezug...
    Da stehe ich mit meinem Bezug zu @DA ja nicht alleine.

  16. <p>@Marco:</p>
    <p>Danke für...

    @Marco:
    Danke für den Hinweis auf Hanfelds Artikel. Yep, die „Netzgemeinde“ hätte noch weit öfter solche saftigen, puren und gedankenarmen Polemiken verdient :-).
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  17. <p>Vroni, Ich weiß, was Du...
    Vroni, Ich weiß, was Du meinst. Aber meistens ging seine Geschwindigkeit dabei mehr auf Kosten der Orthographie und nicht so krass zu Lasten der Stringenz. Das Elabrorat von Heveling hingegen stand wohl zuerst im gedruckten Blatt und dann erst online, wenn ich das richtig verstanden habe. Nun ist das Handelsblatt zwar eine der Zeitungen mit den kürzesten Vorlaufzeiten hierzulande, aber einmal Gegenlesen lassen wäre doch sicher noch drin gewesen, vermute ich. Es sei denn, Heveling hat erst auf den allerletzten Drücker geliefert.

  18. <p>Das Geheule einer...
    Das Geheule einer selbsternannten Netzavantgarde macht es solchen Akteuren wie Heveling natürlich leicht. Ihre Annäherung, Marco, unterscheidet sich da wohltuend. Schöner Lokalkolorit – übrigens, das dort gelegene Schloss Dyck ist immer eine Reise wert.

  19. @salonsurfer: Bei Schloss Dyck...
    @salonsurfer: Bei Schloss Dyck war ich mal Oldtimer-Abgase schnuppern, aber drin war ich noch nie. Weiß gar nicht, ob außer dem vielgerühmten Garten irgendwas zugänglich ist. Bei einer meiner letzten Radtouren dort auf dem Rückweg von der Vollrather Höhe wollte ichs wissen, da war leider das Tor zu. Sehr reizvoll und nur wenige km entfernt liegt Schloss Liedberg auf einer kleinen Kuppe, eine Halbruine wie Heidelberg in Miniaturausgabe. Das obere Foto im Beitrag zeigt den alten Ortskern von Liedberg, einem Stadtteil von Korschenbroich.
    .
    @Thorsten Haupts: In der Pauschalität, die auch viele ernstzunehmende Einlassungen zu Hevelings Pamphlet völlig ausblendet oder mitdiffamiert, würde ich Michael Hanfelds Beitrag ehrlich gesagt nicht mitunterschreiben wollen. Ich bin auch weiß Gott kein Fan von allem, was die Herren Sixtus und Knüwer so alles vom Stapel lassen Tag für Tag, aber so einen Contenance-Verlust, die beiden als Knallchargen zu titulieren, hätte ich dem sonst sehr streng, aber staatstragend formulierenden Kollegen nicht zugetraut. Für mich heißt das, dass deren Kritik am Zeitungswesen ihm als Verlagsvertreter doch irgendwo zugesetzt haben muss.

  20. @Marco:
    Ich schrieb schon:...

    @Marco:
    Ich schrieb schon: Saftig, pur und gedankenarm :-). Nur bin ich – im Gegensatz zu Ihnen (?) – der Auffassung, die selbsternannte Netzanvantgarde samt deren ebenso gedankenlosem wie lautstarkem Fussvolk täten mehr solcher Attacken ganz gut. Ich bin der Auffassung, dass Mehrheiten nicht immer schweigend dulden müssen.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  21. Manchmal wäre es besser, man...
    Manchmal wäre es besser, man schreibt nicht so viel. Und denkt mehr. Bevor man schreibt. Schließe mich da ruhig mit ein.

  22. @Oliver-August Lützenich:...
    @Oliver-August Lützenich: Natürlich besteht nicht die ganze Verbundgemeinde nur aus Westviertel, es gibt neben sehr exklusiven Wohngebieten auch eine ehemalige Stahlwerksiedlung und einen recht großen mehr oder weniger bürgerlichen Normalo-Bereich. Tja, wieviel Don A. steckt in Marco S. – immobilienmäßig sicher nicht viel, dort der Besitzer, hier die Mieter, mehr muss man dazu nicht sagen. ;-)
    .
    Ansonsten ist mir als Zugezogenem vieles von dem hiesigen Brauchtum und Lokalkolorit auch fremd geblieben, manches sehe ich vielleicht gerade deswegen klarer, aber anderes (wie zum Beispiel in Einblicke in das Schützenvereinstreiben) bleibt meinen oberflächlichen Betrachtungen größtenteils verborgen. Was auch damit zu tun hat, dass ich kein übermäßig geselliger Typ bin, und Kneipendunst für mich nicht den Duft von Freiheit und Abenteuer ausmacht…

  23. @Thorsten Haupts: Ich verfolge...
    @Thorsten Haupts: Ich verfolge diese Alt-vs.-Neu-Debatte ja nun auch schon seit den 90ern, das Blogger-gegen-Journalisten-Ding seit über acht Jahren, und was den Unterm-Strich-Lerneffekt von solchen Attacken (in beiden Richtungen übrigens) angeht, vor allem bei den Vetretern, die es am nötigsten hätten, sich mal was hinter den Spiegel stecken zu lassen, bin ich inzwischen ziemlich uneuphorisch, um es mal zurückhaltend auszudrücken. Was bewirkt Hevelings-Bulldozer-und-Blut-und-Boden- Rant gegen das Web 2.0 denn für Einsichten bei denen, die er eigentlich meint? Und ist deren Häme und das Zurückballern aus allen Rohren geeignet, Herrn Heveling klar zu machen, dass er sich da womöglich etwas arg vergaloppiert hat? Oder werden Knüwer und Sixtus nun in sich gehen, weil ein FAZ-Redakteur sie als Knallchargen tituliert hat? Eher nicht. Dann kriegt der bei nächster Gelegenheit wieder eins reingewürgt, ich weiß doch, wie das läuft. In einem gebe ich Ihnen aber recht, man muss sich nicht alles bieten lassen, und wenns hochdrückt, dann lieber raus damit als runterschlucken und sich ein Magengeschwür holen. ;-)

  24. Gerade bei handelsblatt.com...
    Gerade bei handelsblatt.com gelesen: Eine Replik auf Ansgar Heveling – Kulturkampf? Könnt ihr haben! von Frank Rieger
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    http://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/eine-replik-auf-ansgar-heveling-kulturkampf-koennt-ihr-haben/6133880.html
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    Darunter geht es wohl leider nicht mehr!

  25. Jemand der berufs- und...
    Jemand der berufs- und gesetzmäßig etatistische Schutzgelderpressung betreibt, der darf auch einmal gehackt werden. So merkt die arme Seele einmal, was er anderen immer antut. Wer das Eigentum anderer nur mit dem Mund schätzt und sich tatsächlich regelrecht daran vergreift (Heveling ist ein hoher Finanzbeamter), soll auch nicht jammern, wenns ihm einmal selbst so ergeht. Und man komme mir jetzt bitte nicht mit der „heiligen Kuh“ angeblicher „demokratischer Legitimation“, die hier den Unterschied machen soll. Dann sind wir tatsächlich beim Jakobinertum, auf daß Herr Heveling offensichtlich seine Politik und Religion baut. Eine Schande für die Heilige Kirche. Aber da ist ja in Deutschland ohnehin schon viel verloren, woran die CDU einen fetten Brocken Schuld trägt.
    Doch zurück zur wirren und verzweifelten Reklamation der polizeistaatlichen Lufthoheit über das Internet seitens Heveling: Wer sagt denn, daß Ansgar (germanisch: Gottes Speer – der Gott ist hier der Staat) überhaupt die Netzgemeinde adressiert hat? Für mich hört sich dies deutlich eher nach Selbstvergewisserung an. Heveling adressiert sich selber – und seinesgleichen. Er redet sich sozusagen ein, daß alles noch gut werde und man den freien Ordnungen des anarchen Netzes schon noch seine etatistischen und fiskalistischen Verordnungen wird überstülpen können. Immerhin ist dies in der realen Realität auch gelungen. Daher auch sein Hinweis auf ein angebliches Geschichtsverständnis, welches einfach nicht mehr bedeutet, als daß der Sieg der modernen Jakobiner ja auch schlicht wirklich und wirksam ist. Und er zählt sich nun einmal zur Nomenklatura – und ist es auch.
    Was treibt Heveling zur hochstimulanten Selbstvergewisserung? Im Internet funktionieren Freiheit und Ordnung. Und das ganz ohne herrschende Demokraten, ohne Parteien und ohne Regierung. Das ist bedrohlich für die, die nur vom Status in einem Herrschaftssystem leben und die genau wissen, daß sie unter Marktbedingungen schlicht nicht gefragt wären. Es kann also nicht verwundern, daß Heveling seine selbstvergewissernden Glaubenssätze – so offen und im Grunde schonungslos – absondert. Hier ist seine Person existentiell betroffen und bedroht. Derart bedrängt kennt die Seele dann leicht keine Hemmungen mehr und weist den Weg zu martialischem Ausschlag.
    Wir sollten also großzügig mit diesem wunden Hund sein. Nehmen wir Heveling an die Hand und erklären ihm in aller Ruhe, daß die Freiheit des Netzes demnächst in allen Bereichen unserer Welt sich ausbreiten wird. Und überzeugen wir ihn, daß er auch in dieser neuen Welt seinen Platz finden wird, wenn auch nicht mehr durch staatlich sanktionierte fiskalische Nötigung, Erpressung, Diebstahl oder gar Raub. Machen wir ihm Mut: Auch ein Herr Heveling wird sich in dieser freieren Welt nützlich machen können und Leistungen anbieten, die andere gerne und freiwillig abnehmen. Wir sind verpflichtet, Herrn Heveling zu erklären, daß zwar „seine“ Welt untergeht, er sich dafür jedoch in einer besseren neuen Welt wiederfinden wird, mit mehr frei gefundenen Ordnungen und weniger bevormundenden Verordnungen. Eine Welt der Subsidiarität, in der nicht die Kleinen besteuert, behindert und gegängelt werden, damit die Großen staatlichen Rechtsschutz kostenlos bekommen, sondern in der die Menschen selbst Möglichkeiten finden, Urheber und Autoren, Verleger und Medien auf eine ihnen jeweils gerechte Weise zu wertschätzen. Diese subsidiare Sicht ist auch die der Katholischen Soziallehre. Ein Umstand, den das Kirchenvorstandsmitglied Heveling vielleicht einmal mit realem Leben ausfüllen sollte – anstatt einen auf christdemokratische Bevormundung zu machen.
    Also, Herr Heveling, haben Sie Mut, seien Sie zuversichtlich. Alles wird gut . Und versprochen: Wir werden ihnen helfen, in der kommenden Gesellschaft ein ehrliches Leben zu führen. Und seien Sie ganz sicher: Es gibt ein Leben auch nach des Vater Staats Tod.

  26. Ich wäre ja auch dafür,...
    Ich wäre ja auch dafür, jetzt mal langsam wieder runterzukommen, aber „Kulturkampf“ ist gegenüber der „Krieg“- und „digitalen Blut“-Rhetorik von Heveling schon erkennbar verbal abgerüstet.
    .
    @Vroni: Genau, und deswegen sage ich jetzt Gute Nacht für heute!

  27. Noch ein hübscher Hinweis:...
    Noch ein hübscher Hinweis: Die besagte Person ist mit seinen eigenen Leuten auch piratös unterwegs, wenn es der Sache nutzt.
    .
    http://blog.odem.org/2012/01/urheberrechtstrolle.html
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    Sieht so aus, als würde bald digitales Blut fliessen. (Können wir Korschenbroich nicht an die Russen abtreten?)

  28. Die Netzgemeinde würde die...
    Die Netzgemeinde würde die Sache so beschreiben:
    „Kombst du Internet, wirst du nackig gemacht. So einfach ist das“
    Meine Recherche auf den einschlägigen Imageboards ergab, dass dieser Herr nicht mal einer epischen Trollierung würdig ist, meist wird er garnicht erwähnt. (Typische Neubiene das, kann bestimmt nicht mal triforcen)

  29. @Don Alphonso: Korschenbroich...
    @Don Alphonso: Korschenbroich liegt in meinem meistfrequentierten Radelrevier, da möchte ich nicht unbedingt eine Grenze mit Visumszwang passieren müssen. Vielleicht kann man ja mit den Holländern über eine limburgische Enklave reden – im Tausch etwa gegen das Designer Outlet in Roermond, das eh überwiegend von den Moffen frequentiert wird (warum auch immer).

  30. „Der kleine Ansgar möchte...
    „Der kleine Ansgar möchte von seiner Mami aus dem Internet abgeholt werden.“
    Diesen Spruch des besserwisserisch auftretenden Hinterwäldlers Ansgar Heveling fand ich auf Odem (blog.odem.org) im Kommentarbereich. Herrlich. Das kommt davon, wenn man bei Papi Staat als Finanzbeamter legal Räuber spielen darf – und sich dann auf die freie Wildbahn verläuft und nicht mehr die Spielregeln diktieren kann. Da muß dann Mutti ‚ran. Wie schon bei dem anderen ungezogenem Jungen, der ja Staatspräsident spielt und nicht von seinem Spielzeug lassen will.

  31. @Psychologe: Ihre Thesen von...
    @Psychologe: Ihre Thesen von der Selbstvergewisserung haben einiges für sich. Aber wenn das nur so sicher wäre, dass sich die Freiheit des Netzes (die bei Licht besehen eine ziemlich relative ist) auch in anderen Weltbereichen ausbreiten wird. Zu den sogenannten Facebook-Revolutionen habe ich mich in früheren Beiträgen schon ausgelassen, und ich neige da eher zu den Ansichten von Evgeny Morozov, dass Internet nicht per se zu Freiheit führt, sondern genausogut das Potenzial haben kann, als Überwachungsinstrument etwa unsere Freiheit zu beeinträchtigen. Diese potenziell dunkle Seite des Netzes komplett zu ignorieren und zu glauben, der Löwe würde demnächst bei den Lämmern weiden und alles werde gut, nur weil wir jetzt das Internet haben hielte ich für ziemlich leichtsinnig. Diese Freiheiten, von denen Sie reden, die fallen der künftigen Gesellschaft nicht in den Schoß, die wollen erkämpft sein, das sollte uns das Gezerre um SOPA, PIPA, ACTA und den ekligen Rest dieser Buchstabensuppe klar machen. Und eigentlich sollten wir auch Herrn Heveling für seinen Rant dankbar sein, der uns wachrüttelt und vor Augen führt, dass wir noch eine ganz schöne Wegstrecke vor uns haben.

  32. Der gute Text zuammen mit dem...
    Der gute Text zuammen mit dem oben verlinkten Artikel des Postillon leuchtet sehr schön aus, wovon die hevelingschen roten Flecken Symptom sind – es gibt tatsächlich einen Kulturkampf. Daß auch H. neben allem Geräusch wieder das Copyright ins Spiel bringt, zeigt den ernsten Teil des Streits, ACTA und SOPA etwa werden hier die schweren Geschütze sein. Das wird wohl ein Kampf wie gegen die preußische Zensurinstruktion 1842 pp. Die hatte das damals neueste Massenmedium zum Gegenstand, das Zeitungswesen.
    Eine interessante Schlachtordnung heute: die etablierten Zeitungen bekämpfen die dahergelaufene Meinunsgbildung in ‚diesem Internet‘, ACTA u. SOPA bekämpfen die nicht pekuniär kanalisierte Nutzung produzierter Inhalte und alle Politker miteinander bekämpfen die ‚Umsonst-Kultur‘. Fehlte ja noch, daß dann so etwas wie ein Bürgergeld gefordert wird, wo kämen wir da hin !
    Was die Mastodonten nicht wahrhaben wollen oder können, ist, daß die Umsonst-Kultur zwei Seiten hat: die meisten der selbstberufenen Produzenten von Journalismus, Kritik, Kommunikationsformen, ja sogar Software – machen’s umsonst !
    Natürlich ist das eine „Umsonst-Kultur“: wir nehmen ‚umsonst‘, weil wir ‚umsonst‘ geben, Herr Oberförster !

  33. @KL: Guter Punkt, auch mal...
    @KL: Guter Punkt, auch mal diese andere Seite der Gratiskultur herauszustellen. Aber leider wird auch dieser Aspekt von den Vertretern des aufmerksamkeitsökonomischen Establishments vielfach eher als Unterminierung ihrer Wertschöpfungsmodelle und Monetarisierungsstrategien betrachtet oder als irrelevant abgetan.

  34. Satire ist unmöglich...
    Satire ist unmöglich geworden.

  35. Genau, und wenn die...
    Genau, und wenn die Etablierten das sagen, ist es eine Ermutigung, dieser Aufmerksamkeit treu zu bleiben: alles Neue ist am Anfang irgendwie klein und untüchtig, „irrelevant“. Sonst wär’s ja nicht neu.

  36. Um das ganze schön mit dem...
    Um das ganze schön mit dem Frostartikel zu verlinken, taugt Kreislers Gassenhauer „Gelsenkirchen“.
    „Brennstoffdemokratie“ – so nannte er damals nicht Russland oder die Niederlande, sondern NRW/BRD.
    Glückauf!

  37. "Was die Mastodonten nicht...
    „Was die Mastodonten nicht wahrhaben wollen oder können, ist, daß die Umsonst-Kultur zwei Seiten hat: die meisten der selbstberufenen Produzenten von Journalismus, Kritik, Kommunikationsformen, ja sogar Software – machen’s umsonst !“
    Weshalb es auch überhaupt keine Urheberrechtsdebatte gäbe, würden sich die geschätzten Konsumenten darauf beschränken, auch nur „Umsonst“ Produziertes zu geniessen. Warum tun sie´s nicht?
    Wenn man mal davon absieht, dass sich in allen bereichen, wo es um Nachrichten geht, die „Umsonstler“ im Regelfalle blitzschnell auf etablierte Nachrichtenangebote zurückführen lassen. Und die werden kienswegs umsonst produziert, sondern nur als Verzweiflungsakt ohne gegenleistung ins Netz gestellt.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  38. @ThorHa
    "Umsonst produziertes"...

    @ThorHa
    „Umsonst produziertes“ kann es ebensowenig geben wie ein Leben umsonst.
    .
    Ansonsten haben Sie es schön gesagt: Um mich heute zu informieren, brauche ich niemandem mehr Geld zu bezahlen. Und das wird auch so bleiben.
    .
    Ja, irgendjemand wird auch in Zukunft die Arbeit der Journalisten machen müssen, und irgendwer wird sie auch machen. Nur das Finanzierungsmodell wird ein ganz anderes sein.
    .
    Die armen heutigen Zeitungsverleger und andere Rechtehändler kommen mir schon ein bißchen vor wie die schlesischen Maschinenstürmer im 19. Jahrhundert. Ihre bisherige Welt läßt sich nicht anders retten als durch restriktive, protektionistische Maßnahmen, sprich die Kriminalisierung der Konkurrenz, die sich nicht der Zunftregel unterwerfen will. Und das in einem Zeitalter der totalen Liberalisierung, in dem Wirtschaftsunternehmen ein „Menschenrecht auf Meinungsfreiheit“ zugestanden wird.
    .
    Über ökonomischen Aspekt der „Verzweiflung“ ließe sich nachdenken. Im Grunde funktioniert die ganze Marktwirtschaft nur deswegen, weil irgendwer seine Leistungen, aus purer Verzweflung, versteht sich, billiger verkaufen muß als er eigentlich möchte.

  39. @HansMeier555:
    "Ansonsten...

    @HansMeier555:
    „Ansonsten haben Sie es schön gesagt: Um mich heute zu informieren, brauche ich niemandem mehr Geld zu bezahlen. Und das wird auch so bleiben.“
    Schon okay. Das glauben viele Menschen. Ich halte es mit den wenigen, die sich wirklich informieren wollen. Und werde noch mehr Geld für Publikationen wie den „Economist“ ausgeben, in dem nicht nur dpa Meldungen abgepinnt und Presseerklärungen wiedergekäut werden. Den anderen gönne ich den Netzjournalismus von Herzen :-).
    „Im Grunde funktioniert die ganze Marktwirtschaft …“. Wenn man das unter Ihrem Aspekt sehen will, sicher auch richtig. Um einen meiner früheren Lieblings-diskussionsgegner zu zitieren: Unternehmer wollen chinesische Löhne zahlen und deutsche Preise nehmen, Arbeitnehmer das exakte Gegenteil. Märkte funktionieren dann, wenn die „Verzweiflung“ auf beiden Seiten greift.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  40. @HansMeier555: Für Ihren...
    @HansMeier555: Für Ihren letzten Satz gebührt Ihnen der alternative Wirtschaftsnobelpreis (falls es sowas gibt).
    .
    @Thorsten Haupts: Wie auch immer man dazu stehen mag, wie die Urheberrechtsdebatte geführt wird – dass sie geführt werden muss, steht für mich außer Frage. Ein bestimmtes Recht ist ja nie absolut zu sehen, sondern immer auch in Abwägung mit anderen, konkurrierenden Rechten, und da gilt es eben tragfähige Rechtsgüterabwägungen zu treffen. Wenn heute nicht als Unrecht erkannt werden dürfte, was gestern noch Recht war, dann hätten wir hier immer noch Leibeigenschaft, Todesstrafe und dergleichen mehr. Die 70-Jahres-Grenze für Gemeinfreiheit nach dem Ableben des Urhebers etwa ist eine willkürlich gezogene Grenze, kein Naturrecht oder gar Gottesurteil, und willkürlich gezogenen Grenzen lassen sich auch willkürlich verschieben oder gar einreißen, wenn der gestalterische Wille da ist. Und ich weiß nicht, was schlimmer ist, das Bestreben auf Nutzerseite, alles für möglich wenig bis gar kein Geld zu bekommen oder der grassierende Abmahnwahnsinn – oder Initiativen wie ACTA, SOPA & Co., die nichts anderes sind als Ermächtigungsgesetze für die Content-Kartelle, quasi-hoheitliche Aufgaben zu eigenen Gunsten und unter weitgehender Ausschaltung normaler rechtsstaatlicher Prozeduren zu übernehmen. Und das sage ich als jemand, der sich noch nie auch nur ein Musikstück, Computerspiel oder einen Film irgendwo „für umme“ runtergeladen hat. So gesehen könnte es mir im Prinzip egal sein, zumal ich als Urheber von Texten ja auch im weitesten Sinn vom Status Quo profitiere. Aber es ist halt auch eine Frage der Verhältnismäßigkeit, und die sehe ich bei den derzeitigen Vorhaben zur Verschärfung bestehender Vorschriften nicht mehr gegeben.

  41. Lieber Meier3x5,
    "Im Grunde...

    Lieber Meier3x5,
    „Im Grunde funktioniert die ganze Marktwirtschaft nur deswegen, weil irgendwer seine Leistungen, aus purer Verzweflung, versteht sich, billiger verkaufen muß als er eigentlich möchte. „.
    .
    Das giltet :-) nur für gesättigte Märkte. Also fast alle.
    Und giltet nur, wenn die Firmen auf vernünftiges (Marken-)Branding verzichteten.
    Dann allerdings ist die Verzweiflung riesengroß.
    .
    Daneben gibt es auch noch die Kameraden, die ohne Not mit Billigpreisen anfangen. Das Ziel ist dann, dass sich ihre direkte Konkurrenz kaputtbilligt. Wer mehr Geld in der „Kriegskasse“ hat, der überlebt das Verderben bringende Scharmützel, bastelt dem Unterlegenen ein unfriendly takeover, zieht sich die Filets raus und kann sich dann das silberne Monopolistenmäntelchen anziehen.
    (Gold nur für schmerzbefreite Präsidentenvollposten)
    .
    Weitere böse „marktwirtschaftlichen“ Taschenspielertricks gern auf Anfrage.
    Ihre freundliche Marketingabteilung „Billichwillich“

  42. @Marco:
    Üüüüberhaupt kein...

    @Marco:
    Üüüüberhaupt kein Widerspruch. Grund zur Überprüfung und zum Nachdenken gibt es zur Genüge. Ich vertrete die Position „Pro Urheberrechtsvergütung“ auch nur deshalb so vehement, weil sie in der öffentlichen Debatte zumindest im Netz die eindeutige Minderheitenposition ist. Und weil ich an die Notwendigkeit von Regeln glaube – keine Gemeinschaft ist funktional, in dem jeder meint, er könne Regeln deshalb verletzen, weil die bestehenden „ungerecht“ sind.
    Zur Verteidigung von ACTA oder SOPA ist mir daher auch noch nie etwas eingefallen. Zu gängigen Begründungen von Kritik an diesen Vorhaben dagegen durchaus – die „kostenlos“ Position ist einfach, gedankenarm und im Kern eine Raubritterposition („Ich kann es, also nehme ich es mir“). Witzigerweise finden meist dieselben Leute, die diese Position konsequent vertreten, exakt dasselbe Verhalten bei Finanzjongleuren einfach abscheulich …
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  43. @ThorHa

    "nur als...
    @ThorHa
    „nur als Verzweiflungsakt ohne Gegenleistung“ – Das könnte zu dem Kleinen, Schiefen, Brüchigen gehören, das Neues am Anfang an sich hat. Die Juden, denen im Mittelalter die Zünfte und daher die meisten Berufe versperrt blieben, mußten „aus lauter Verzweiflung“ ihren Unterhalt mit Tätigkeiten außerhalb der Zünfte verdienen. Und im 19. Jahrhundert erwies sich plötzlich, daß sie dadurch seit Generationen für den freien Markt und die Wissensgesellschaft geschult waren (darum ihre frühe Überlegenheit im Kapitalismus, die so viele Dummköpfe zu Antisemiten werden ließ).
    Und nun könnten die Verzweiflungstäter der ‚Umsonst‘-Produktion Vorboten einer neuen Zukunft sein. Sie werden ja vielleicht erzogen, ihre Produktion als Substanz ihrer Anerkennungswürdigkeit zu betrachten und zu verteidigen – statt Kontostand oder Karrierestufe.
    .
    Daß die, die ‚umsonst‘ nehmen, heute nicht nur von denen nehmen, die ‚umsonst‘ geben, liegt vielleicht doch eher am Zustand, nicht am Prinzip. Die frühen bürgerlichen Unternehmer konnten auch nur großen Erfolg haben, wenn sie ein landesherrliches Privileg oder mindestens Protektion hatten – nicht sehr marktwirtschaftlich. Neue Handlungschancen wachsen eben in alten Verhältnissen.
    .
    Frank Rieger hat in seinem Beitrag im „Handelsblatt“ ein paar genauere Überlegungen formuliert, wie man zwischen der gegenwärtigen Blockierung und der utopischen rechnungslosen Freizügigkeit Mittelwege finden könnte. Vielleicht liegt die Zukunft eher dort, wer weiß.
    Ich behalte erstmal die Chancen der Umsonst-Kultur im Blick.

  44. @KL:
    Da weder Sie noch ich die...

    @KL:
    Da weder Sie noch ich die prinzipielle Knappheit von Resourcen und die Notwendigkeit, sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen, ausser Kraft setzen könne, gebe ich jeder Art von Umsonst-Kultur nur eine seeeehr endliche Lebensspanne. Was nicht heisst, dass es nirgendwo funktioniert. Aber wo es um echte Informationen geht, sind Recherche, Reisen und kenntnisreicher Überblick ganz sicher NICHT kostenfrei.
    Wenn morgen alle „kostenlosen“ Nachrichtenangebote aus dem Internet verschwänden, brächen übrigens übermorgen alle „kostenlosen“ Zweitverwertungen zusammen. Ausnahmslos.
    Die Umsonst-Kultur ist zur Zeit ausschliesslich parasitär, nicht symbiotisch, wie alle dauerhaft funktionierenden Strukturen. Das mag sich ändern, allerdings ist für mich nicht erkennbar, wie und wohin. Denn der Stolz auf und die Anerkennung über ein gutes Produkt machen nicht satt.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  45. @Thorsten Haupts
    Die Werbung...

    @Thorsten Haupts
    Die Werbung nennt sich ja auch „Information“. Denn Werbung will keiner im Briefkasten haben, aber Information darf man einwerfen. Kostenlos!
    Gruss,
    HM555

  46. In diesem Zusammenhang...
    In diesem Zusammenhang (Web-Windmühlen) eine interessante Theorie von Martin Andree, die für mich eigentlich schon recht real daherkommt (so sehe ich es auch), nur eben gut zusammengefasst:
    http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article13848780/Liebling-das-Netz-schrumpft.html
    .
    Summary:
    1. Der Digital Dream ist ausgeträumt. Das Internet gehört einigen wenigen Monopolisten. Die Kleinen verdienen nichts und weniger als im echten Leben.
    .
    2. Die Konzentration der Inhalte ist im Web doppelt so stark wie offline.
    Auszug: „Der Grund für diese ungeheure Konzentration und die gleichzeitige Benachteiligung der kleinen Anbieter liegt im Search-Layer des Netzes, dessen Algorithmen die starken Player bevorzugt. Popularität wird sofort belohnt und erzeugt so einen selbstverstärkenden Prozess.“
    Achtung: Google-Kritik, Schlagwort Algorythmus, klingeling.
    .
    Und jetzt wieder zurück zu den Urheberrechten, die die großen Musikverlage/Labels/Verwertungsindustrien im Netz schärfer und strenger haben wollen, damit sie ihre Dinosaurier-Vormachtstellung aus der offline-Welt halten.

  47. @Vroni: Danke für den...
    @Vroni: Danke für den interessanten Link. Rennt bei mir (Du ahnst es bereits) offene Türen ein. Mir schien die Geschichte vom Long Tail schon immer zu schön um wahr zu sein – weil sie die Economies of Scale (und damit einen ganz gewichtigen marktbeeinflussenden Faktor) völlig ausblendet. Was das Informationsangebot und dessen Nutzung angeht, habe ich in früheren Debatten auch schon ewig die These vertreten, dass die Kumulativgesetze (wo viel ist, da geht noch mehr hin) gerade auch in der Aufmerksamkeitsökonomie ihre Geltung haben. Von daher überrascht es mich null, dass im Web die Monopolisierungstendenzen sogar noch stärker wirken als außerhalb. Dass die Suchalgorithmen diese Tendenz noch verstärken, war mir dabei ehrlich gesagt gar nicht so bewusst. Ich denke auch nicht, dass das der treibende Faktor dieser Entwicklung ist. Schließlich organisiert die Suchmaschine nicht das komplette Surf- und Informationsverhalten; um zu gucken, was auf der Welt passiert ist, steuern die meisten doch nicht google an, sondern gucken erst mal bei Spon, tagesschau.de oder faz.net. Dort werden natürlich auch die Geschichten prominenter platziert, die mehr Klicks erwarten lassen, insofern brauchen wir da nicht die allmächtige Tante Gu als Gesamterklärung heranziehen für Phämonene, die auch onhe ihre direkte Mitwirkung so laufen. Oder in den Shops, da braucht es auch keine Search-Layer made in Mountain View, um Bestseller und Ladenhüter zu identifizieren und die Platzierung der Artikel im Online-Shop entsprechend zu arrangieren. Aber dass Tante Gu mit ihren arkanen Rechenschiebern da noch on top kommt, ist natürlich richtig.

  48. @Marco -...
    @Marco – Aufmerksamkeitsökonomie und economies of scale:
    Wir hatte ja vor kurzem eine Kurzdialog darüber, wie ich das Internet sehe :-). Aus dieser Sicht noch ein Gedanke: Ich bin sicher, für die meisten Allerweltsnutzer steht die pure Bequemlichkeit im täglichen Vordergrund, hinter der Sicherheits-, Dateschutz- oder Zugänglichkitserwägungen weit zurückstehen. Auf gut Deutsch – die publizierten Netzapologeten verstehen den typischen Netznutzer überhaupt nicht. Netzneutralität, Informationszugang, Wettbewerb? Sorry, mir als Durchschnittsnutzer relative wurscht. Ich will bequem einkaufen und wissen, wo es den nächsten Änderungsschneider gibt. Und zwar pronto, aktuell gehalten und immer auf die gleiche Weise gesucht und präsentiert, damit ich das in Autoroutinen verschieben kann. Diese Haltung ist – aug natürliche Weise – monopolfreundlich und monopolbegünstigend.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  49. Ja, das kommt noch hinzu. Mir...
    Ja, das kommt noch hinzu. Mir selber sind im privaten Nutzerverhalten solche Tendenzen ja auch ja nicht völlig fremd. Aber hier sehe ich mich in einer Mittlerrolle. Nicht, um den bereits Bekehrten zu predigen bin ich gekommen… ;-)

  50. Beim Einkauf von...
    Beim Einkauf von Nahrungsmittel ist man bereit etwas bewusster geworden und denkt nach, bevor man wie ein tapsiges Kind dahin und dorthin greift und einfach jetzt udn sofort bequem HABEN WILL. Bequemlichkeit alleine ist da bereits pfui.
    Das Bewusstsein wird bei einigen beim Netzverhalten noch kommen.
    Das Dumme ist, dann sind im Netz die Tücher endgültig verteilt. Pech gehabt.

  51. @Vroni:
    :-)))))))))) Bis wir...

    @Vroni:
    :-)))))))))) Bis wir bei DEM Bewusstsein sind, reden wir von mindestens einer Generation. Und da der Mensch tatsächlich nur eine begrenzte Aufmerksamkeitskapazität hat, geht das dann zu Lasten einer anderen Aufmerksamkeit. Genügend Stoff für die Weltuntergangspropheten der nächsten Generationen ist also immer vorhanden. Für die Utopien auch – die gehen immer davon aus, der Mensch könne seine Aufmerksamkeiten unbegrenzt erweitern.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  52. Ach ThorHa,
    meine...

    Ach ThorHa,
    meine Kernbotschaft lautet: Pech gehabt! Auch an Sie. Sie haben dann eben auch Pech gehabt. Meine Kernbotschaft lautet nicht: Ach, wir müssen die lieben kleinen Netzbewohnerchen und den lieben kleinen ThorHa jetzt sofort auf Bewusstsein missionieren!
    .
    Die Botschaft war: Man muss endlich kapieren (und sich dann dabei nicht künstlich aufregen), was passieren wird, wenn die Leute immer nur an sich und das Nächstliegende denken. Wenn Sie vielleicht auf dahin gelegentlich Ihre geschätzte rare Aufmerksamkeitsspanne erweitern wollen.
    .
    Mein Chef sagte immer: „Die Leut sind wie die Tiere, die denken immer nur 1 Sekunde gerade aus!“ Das möchte ich gerne korrigieren: „Manche Tiere sind schlauer als der Mensch.“
    .
    Außerdem sollte die Menschheit samt ihrer „klugen“ Zyniker nicht so hochnäsig den Kyniker geben, den nix etwas angeht, sie benimmt sich längst wie ein Schädling und ist vom interstellaren Räumkommando nur vergessen worden.

  53. Verehrte Vroni,
    ich habe Grund...

    Verehrte Vroni,
    ich habe Grund zur Vermutung, Sie seien der grössere Zyniker von uns beiden :-).
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  54. Nein, nicht Zyniker,
    sondern...

    Nein, nicht Zyniker,
    sondern mit einem gewissen hilflosen Zorn ausgestattet.
    In München sagt man so: „Machds nur so weida!“ Dieser Satz trift die zornige Gefühlslage auf das Dumme im Menschen ganz gut.

  55. Darf ich fragen, worauf genau...
    Darf ich fragen, worauf genau Sie zornig sind. Darauf, dass die Menschen sich nicht so verhalten, wie SIE das für richtig halten?
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  56. Es ist weniger von der Sorte...
    Es ist weniger von der Sorte „sie sind einfach so dumm – und ich bin ihr Chef!“ (aus Asterix) Es ist eher eine Art Weltschmerz.
    .
    Wollt eigentlich nix mehr dazu sagen, denn Ihre Fragen sind, wie soll ich sagen, allmählich schwierig bis arg von der Seite.

  57. @Vroni:
    Ich habe mit meiner...

    @Vroni:
    Ich habe mit meiner Frage gegen einen bestimmten Comment verstossen. und bitte um Verzeihung – ich wusste es besser.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

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