Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Unbedingt die Kommentare lesen

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Der Österreicher als ein solcher, das lernt man in Bayern in der Schule, trat mit den sog. Ungarnstürmen des 9. Jahrhunderts in das Licht unserer strahlenden Geschichte, und seitdem hat sich da auch nichts verbessert.

Aber mal abgesehen davon ist das noch lang kein Grund, als Grüne Jugend in den berlinslawischen Grenzmarken Deutschlands die freie, gleiche, demokratische Wahl des Bundespräsidenten durch das ganze Volk mit einem Patt zwischen den Kandidaten von Grünen und FPÖ mit diesen Worten zu beurteilen:

austria

Besonders peinlich ist die gestrige xenophobe und hetzerische Einlassung nach dem heutigen Sieg des grünen Kandidaten Alexander van der Bellen, der laut Eigenaussage eigentlich gern die Gräben zwischen den Lagern zuschütten würde.

So schnell also ist man hierzulande kollektivschuldig ein Naziland – für Österreicher dürfte da auch der Umstand interessant sein, dass auf Deutschlands zweitgrösster Nachrichtenplattform die Rede davon ist, dass Gewalt gegen das, was als “Nazis“ gilt, “durchaus denkbar“ ist. Eigentlich geht es die Deutschen ja nichts an, was ein anderes Volk demokratisch so tut, aber das hat die Urgrossväter der Grünen Jugend bei den Polen und dem Danziger Korridor auch nicht interessiert ohne jeden Zweifel darf das allgemeine politische Klima wieder als frisch vergiftet gelten. Denn der Anwurf wird von zig Nachwuchspolitikern verbreitet, die vermutlich alle für sich in Anspruch nehmen, politisch klüger als eine Tüte Crystal Meth zu sein. Gerade so, als ob man jetzt erst entdeckt hätte, dass in Österreich ein Stimmungsumschwung stattfindet, weg von den skandalerschütterten und verfilzten Staatsparteien SPÖ und ÖVP, die jahrzehntelang das Land unter sich aufteilten – inklusive vieler echter Nazis.

Dabei konnte es jeder kommen sehen, der sich etwas mit Internet und Politik beschäftigt. Die wichtigste und vermutlich auch beste Debattenplattform in Österreich bietet seit jeher die Zeitung “Der Standard“, das publizistische Herzstück des anderen, des linksliberalen Österreich. Gegründet mit personeller Hilfe aus dem linken Magazin Falter, und mit einer ausserordentlich fähigen Onlinemannschaft versehen, hat es die nach gedruckter Auflage kleine Zeitung zu einer Grossmacht im Internet gebracht. Der Kommentarbereich des Standard ist so etwas wie der digitale Salon der österreichischen Linken, mit einem Schwerpunkt auf das “Rote Wien“: Eben jene jungen, offenen und aufgeklärten Menschen schrieben dort, die gerade dafür sorgten, dass van der Bellen nach der krachenden Niederlage in der ersten Runde mit Hofer gleichziehen konnte.

austric

Zumindest war das früher so. Im Standardforum wurden de facto die Proteste gegen die blauschwarze Regierung von Haider und Schüssel koordiniert, die Creme des Widerstandes sorgte unter den Beiträgen für Gegenöffentlichkeit, und das mit viel Schmäh, Charme und Witz. Der Standard bedankte sich, indem er mit der Rubrik #User den Lesern eine eigene Plattform schenkte, auf der sie ihre eigenen Sichtweisen unter den Redakteuren – wenngleich auch von ihnen betreut – verbreiten können. Man kann beklagen, dass der Standard hier auch erkennbar filternd eingreift und vor allem Autoren zu Wort kommen lässt, die auf der Linie des Blattes oder links davon liegen. Ungeachtet dessen zeigt der Standard aber vorbildlich, wie Interaktion mit den Lesern zum digitalen Erfolg einer Printmarke beitragen kann. (Und wenn ich offen bin: Ich selbst habe von den Standardleuten viel über Communitypflege gelernt)

Die Sache ist nur: Man sollte die Kommentare wirklich lesen. Gemeinhin gilt besonders unter linken Autoren die feste Überzeugung, dass man Kommentare nie lesen sollte, das seien alles Irre, Nazis und widerliche Mobber – beim Standard gab es dazu früher keinen Anlass, denn die Zeitung und ihre Haltung sorgten dafür, dass sich Autoren und Kommentare in einer ideologischen Filterbubble bewegten. Es schrieb das andere Österreich, das moderne, aufgeschlossene Wien, nicht die Bierdimpfl aus Tirol, oder gar Burgenländer und Kärntner, die man als aufgeschlossener Wiener heute immer noch diskriminieren darf wie früher den Balkan.

austrig

Das andere Östereich schreibt heute immer noch, der Standard ist alles andere als ein Forum der FPÖ. Aber in den letzten Jahren der Machtteilung zwischen SPÖ und ÖVP mehrten sich dort die kritischen Stimmen, und speziell Kanzler Faymann wurde von den altgedienten Kommentatoren seit Beginn der Flüchtlingskrise als Merkels Handlanger misstrauisch beäugt. Man konnte in den Foren des Standard recht unverblümt lesen, dass die Leser Angst vor der wirtschaftlichen Entwicklung haben, die nicht im mindesten so rosig wie in Deutschland ist: Österreich stagniert, hat eine hohe Arbeitslosenquote und wegen der Finanzkrise und der Verwicklung seiner Banken enorme Risiken zu schultern. Es gab beim Standard, wie in Deutschland auch, überoptimistische Beiträge zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt – und darunter offene Befürchtungen, dass sich das auf die Beschäftigung und das Gehalt der Einheimischen auswirkt. Derartige Kommentare hätte es früher beim Standard kaum gegeben und wenn doch, hätte sie die Phalanx der Rechtlinksgläubigen niedergemacht. Die Zeiten sind vorbei. Es sind einfach zu viele, und sie vertreten ihre kritische Meinung durchaus zivilisiert und ausgewogen.

Wer verstehen will, was in Österreich passiert ist, kann dort lernen: Das, was mitunter als “Blaufärbung“ des Kommentarbereichs bezeichnet wird, ist erkennbar Ausdruck der sich ändernden Einstellung von Debattierenden. Anlässe, die auch der Standard zur Kenntnis nehmen musste, gab es speziell in Wien genug: Der Skandal um muslimische Kindergärten, brutale Konflikte zwischen migrantischen Jugendgangs, der Anstieg der Drogendealertätigkeit mit der Flüchtlingskrise, eine brutale Gruppenvergewaltigung, dann noch ein Mord am Brunnenmarkt wie aus einem Horrorfilm, dazu das für Österreich und Wien typische Versagen der Behörden. Der Standard ist längst nicht mehr der Hort der Liberalen, die sich ein besseres Österreich wünschen, sondern eher ein Platz für Zyniker, die von den Parteien und ihren Vertretern insgesamt enttäuscht sind. Und oft genug sagen, dass sie den Hofer wählen, weil die anderen Parteien die vorangegangenen Wahlschlappen noch immer nicht verstanden haben.

austrif

Wer hier mit der Logik der Grünen Jugend Nazis am Werk sieht, verkennt den Umstand, dass eher schlecht gebildete Rechte die Boulevardzeitung Krone kaufen, und Bürgerliche bei der “Presse“ umsorgt werden. Es gibt in Österreich eine strukturelle und durch Versagen und Skandale verursachte Schwäche der Parteien, die bislang die Macht unter sich aufteilten, und die Grünen sind in Wien Teil des Systems. Sie stehen für eine Politik, die nicht nur bei ihren Gegnern, sondern auch bei vielen ihrer bisherigen Befürworter nicht mehr wählbar erscheint. Das äussert sich nicht wie bei der AfD mit Wut im Stillen, sondern ganz offen auch dort, wo man solche Meinungen am wenigsten erwarten würde. Der Standard gibt dem ehemaligen Trotzkisten Robert Misik eine Internetkolumne, die seit jeher extrem FPÖ-kritisch ist – darunter macht man sich in den Kommentaren über ihn lustig. Das ist der Zustand im Zentralorgan des Lagers, das pro forma mit SPÖ, Grünen und NEOS als fortschrittlich gelten könnte.

Wenn dann als Bemühung in letzter Sekunde auch noch Frauen mobilisiert werden sollen – der Standard hat mit “die Standard“ auch ein Angebot, das sich speziell an Frauen richtet – stösst das auch nicht auf ungeteilte Zustimmung bei den Lesern. Der Standard hat in diesem historischen Konflikt zwischen den Lagern für van der Bellen wirklich getan, was er konnte, und darüber die ungeteilte Zustimmung seiner ureigensten Leser verloren.

austrie

Ich bin Bayer und für uns sind Österreicher entlaufene Sklaven, die zurück in unsere Leibeigenschaft gehören, wie schon im 10. Jahrhundert. Aber bis es so weit ist, würde ich deutschen Auguren der Wahl in Österreich wirklich nahe legen, die durchaus differenzierten und reflektierten Kommentare beim Standard zu lesen. Wenn massenweise Leute von der Linken öffentlich bekunden, dass sie mit van der Bellen wenig anfangen können und die herrschenden Parteien einen Dämpfer brauchen, erklärt das einiges über die sehr speziellen Verhältnisse im Nachbarland, das die Asylkrise zu allen anderen Krisen auch noch obendrauf bekam. Sehr viele Österreicher haben sich entschieden, Hofer ihre Stimme zu geben, und selbst bei linken Zeitungen kann man unter den Beiträgen lesen, warum sie das tun. Diese Leute schrieben das, damit ihre Wahlentscheidung nicht unverstanden bleibt.

Wir Journalisten haben beruflich aufgrund der Sprachbarrieren keine Angst vor Migranten als Konkurrenten und vor ihrer Zuwanderung in Sozialsysteme, die wir mit der Künstlersozialkasse kaum finanzieren. Wir könnten uns informieren und sollten das auch tun. Es ist möglich. Allerdings habe ich diesen Beitrag zu schreiben begonnen, bevor ich bei SPON diesen Teaser sah.

austrib

Man kann es sich mit den Erklärungsmodellen natürlich auch so einfach machen. Und damit eine Situation herbei hetzen, in der kommende Wahlerfolge der Rechten eine Art Beschäftigungsgarantie für solche Mahner sind, die bei der Grünen Jugend sicher gut ankommen .

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430 Lesermeinungen

  1. Titel eingeben
    “ Eine Situation herbei hetzen“, genau das ist es, überall.
    Herausragende Analyse, gehört auf die erste Seite.

  2. Ich stiess vor knapp 2 Jahren, bei der vorwiegend im englischsprachigen
    Internet geführten „Debatte“ um GamerGate auf einen ziemlich klugen Beitrag in einem für die USA linken Onlinemagazin. Der Autor des Beitrages wusste zu berichten, es gebe bei US-amerikanischen Rechtsextremisten (nein, nicht AfD – echte „weisse Herrenrasse“ Rechtsextremisten) die Strategie, den Leuten zu verkaufen, sie hätten nur noch die Wahl zwischen ihnen und den „White Guilt“, „Rape Culture“, „Cultural Appropriation“ Liberalen.

    Diez stellt in seinem Beitrag die Leute vor dieselbe Wahl. Wer nicht für die Linksliberalen bis Linksbizarren ist, der ist Steigbügelhalter für Rechtsextremisten (für Diez – alles rechts der Grünen Jugend). Ah ja …

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Das Prinzip heisst Manichäismus, und ist eigentlich etwas veraltet und nur was für Abergläubige.

    • Ja, so scheint es....
      Es scheint mir auch so, dass es eine fortschreitende Entwicklung zu immer konsequenterem Manichäismus gibt. Aber so zu tun, als sei dies nur von einer Seite aus so, wäre denn doch ein gefährlicher Irrtum…

      Immerhin gibt es auf der rechten Seite mit der AfD bereits ein Sammelbecken aus dem sich „Gemässigte“ bereits zurückgezogen haben.

    • TDV, bisher war es geradezu das Markenzeichen von Rechtsradikalen und
      -extremisten, nur noch schwarz und weiss zu kennen, nur noch „Wir“ gegen „Die“. Hat es wohl auch bei Linksextremisten gegeben, aber ich habe mich in den letzten 15 Jahren mehr mit der rechten Seite beschäftigt.

      Was neu ist? Dass diese Art von Freund/Feind-Denken in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, lagerübergreifend. Ich konnte früher auch mit radikalen (politischen) Gegnern trotzdem noch privat ein Bier trinken, das scheint gerade unter den Jüngeren zunehmend unmöglich zu werden?

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Herren- und Gutmenschen
      [Don Alphonso, ich habe Ihre E-Mail nicht. Also kann ich nur so kommunizieren: Seit einer Woche kann ich hier nicht eingeloggt posten, nur als Gast, und beim Mutterschiff es es – dort richtigerweise – umgekehrt, und es funktioniert dort. Treten Sie doch den IT-Fritzen mal auf die Füsse, bitte!]

      Das ist doch gewollt. Wo habe ich gelesen, was Merkel Renzi erzählt hat, letzte Woche? War es nicht sogar hier? Sie wurde zitiert mit „Grenzen sind unmenschlich.“.
      Seltsamerweise wurde das nur kurz ‚gezeigt‘, und dann verschwand es wieder. Vielleicht auch nicht seltsam, so wie das Kleinstgedruckte in Verträgen oder die Beipackzettel bei Arzneien?

      Das ist so neu nicht, wie es hier klingt. Egal welche Konsequenzen, „Grenzen auf“ ist ‚alternativlos‘. Und das ist medial auch en vogue und wird vehement so vertreten. Und wer das nicht vertritt, ist ein Nazi.
      Wunderbar! Was für ein einfaches Leben; zwei Sorten von Menschen. Und die einen sind Gutmenschen, die anderen Herrenmenschen.
      Deshalb sehe ich wenig Chancen für die AfD. Sie wird ständig von allen Seiten in einer konzertierten Aktion gelöchert. Von der einen als braunes Schmuddelkind, von der anderen als Ausländerversteher. Wobei die letztere Front auch von innen kommt.

      FPÖ, FN, PVV, AfD, etc. sind die eigentlichen Stacheln im Fleisch der Herrschenden.
      Die Polizei, so stand zu lesen, hat den Kampf gegen Wohnungseinbrüche aufgegeben und rät zu verbesserten privaten Sicherungsmassnahmen.
      Hier konnten wir lesen, dass es unsinning ist, die Polizei zu rufen, weil sie nichts tut, und wenn sie was tut, die Verursacher ganz glimpflich davonkommen.
      Und auch, dass der Einsatz der Polizei auf der Domplatte in Ordnung war, und stattdessen:“ Warum habt ihr euch nicht gewehrt und die Ausländer anständig verprügelt?“ aus quasi offizieller Richtung.
      Wie oft haben in der letzten Zeit Frauen hören müssen, dass ’so wie Sie sich anziehen, ist es kein Wunder, wenn Sie begrapscht/vergewaltigt werden‘.
      Und dass es eigentlich reicht, die Leute auf Armeslänge zu halten.

      Wenn ich das alles ausdestilliere, wird hier das Wort geführt für einen brutalen Sozialdarwinismus. Als ob es ‚in Ordnung‘ (oder sogar wünschenswert?) wäre, wenn die Leute auf der Strasse ihre Dinge selbst regelten, mit Fäusten, Messern, und zur Not Schusswaffen. Also, so klingt das wenigstens für mich manchmal.
      Den Herrschenden können Situationen wie in Syrien, Eritrea, Libyen, Irak, … gelegen kommen. Je mehr Menschen sich aus dem Genpool verabsentieren, umso mehr Platz gibt es für umso mehr Wiederaufbau. Später. Und Wiederaufbauzeiten sind phantastische Zeiten für die Überlebenden und mehr noch für die Wirtschaftsbonzen. ‚A clean slate‘ sagt man im Englischen.
      Was man dafür bräuchte wäre ein voll polarisierte Bevölkerung. Da wird derzeit dran gearbeitet, so wie Sie richtig feststellten.

    • Titel eingeben
      „…es gebe bei US-amerikanischen Rechtsextremisten … die Strategie, den Leuten zu verkaufen, sie hätten nur noch die Wahl zwischen ihnen und den „White Guilt“, „Rape Culture“, „Cultural Appropriation“ Liberalen.“

      Tatsache ist: eine andere Wahl haben die Amerikaner auch nicht mehr.

      (@DA – Entschuldigung, falls das off topic wirkt, aber ich finde, das gehört zum Gesamtbild:)

      Lesen Sie mal den „Legal Enforcement Guidance on Discrimination on the Basis of Gender Identity or Expression: Local Law No. 3 (2002); N.Y.C. Admin. Code § 8-102(23)“ des Staates New York

      http://www.nyc.gov/html/cchr/html/law/gender-identity-legalguidance.shtml

      „1. Failing To Use an Individual’s Preferred Name or Pronoun (…)

      Examples of Violations

      a. Intentional or repeated refusal to use an individual’s preferred name, pronoun or title. For example, repeatedly calling a transgender woman “him” or “Mr.” after she has made clear which pronouns and title she uses.

      b. Refusal to use an individual’s preferred name, pronoun, or title because they do not conform to gender stereotypes. For example, calling a woman “Mr.” because her appearance is aligned with traditional gender-based stereotypes of masculinity.

      c. Conditioning an individual’s use of their preferred name on obtaining a court-ordered name change or providing identification in that name. For example, a covered entity may not refuse to call a transgender woman her preferred name, Jane, because her identification says that her first name is John.

      (…)

      IV. PENALTIES IN ADMINISTRATIVE ACTIONS

      The Commission can impose civil penalties up to $125,000 for violations, and up to $250,000 for violations that are the result of willful, wanton, or malicious conduct. The amount of a civil penalty will be guided by the following factors, among others: (…)“

      Wenn ich ein Wort dafür finden müßte, wäre das „Kulturtotalitarismus“.

    • It rains... you get wet.
      Witzig, dass hier alle darüber klagen, dass die Kommunikation entlang von Differenzen operiert.
      So als wenn man darüber klagt, dass es Tag und Nacht gibt.
      Rechts/Links ist keine Verschwörung, es existiert. Zwischen unsere Ohren. Und all das Jammern wird es nicht da raus befördern. Weil keine Alternative in der Kommunikation existiert.

    • Richtige Diagnose (man kann nicht nicht kommunizieren), falsche Schlussfolgerung.
      Denn man kann das kommunikative Gegenüber entweder ernst nehmen oder abwerten, verachten und beschimpfen.

      Die Wahl hat man. Und wenn Medien- und Politikmehrheiten beschliessen, zu Beschimpfung als Standardwaffe zu greifen, dann werden sie (wieder einmal) lernen, mit dem Echo zu leben. Auch gut.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • What will you do if they break you? If you continue to fight, what will you become?
      Herr Haupt,

      haben Sie mich gerade abgewertet, indem sie zwischen „richtige Diagnose“ und „falscher Schlussfolgerung“ unterschieden haben (Achtung: Differenz!), und dabei mich auf die „falsche Schlussfolgerungs-“ Seite setzten, indem sie die dann die ausgeschlossene „richtige“ Seite nachliefern?
      Unerfreulich.
      Folglich schließe ich mich ihrer falschen „richtigen“ Schlussfolgerung an und teile Ihnen mit, dass sie falsch liegen, wenn sie eine mögliche Alternative zur Abgrenzung in „Ernst nehmen“ erhoffen. Die einzige Alternative zur Abgrenzung ist die Grenzöffnung, d.h. die Einbindung, d.h. die Auflösung der Differenz in der Einheit. Kohl war darin gut, Merkel wollte folgen, hat aber dann die falsche Grenze geöffnet.
      Whatever, Sie beobachten hoffentlich, dass ihre Reaktion, die sie als Selbstverteidigung verkaufen („mit dem Echo leben“) wiederum kein Ausweg sondern eine Unterwerfung unter die Regeln der Kommunikation darstellt. Auch sie wandern auf eine Seite und bekämpfen die andere. Denn in einer Differenz ist nur die Differenz möglich.

      Ohne Meldung

    • Hey, es ist immerhin das digitale Zeitalter...
      …mehr als 0 und 1 ist den Leuten da nicht zuzumuten!

    • @@@
      Ja, Thórha, dieses vor sich Hinplätschern in der Politik der fünf Einheitsparteien, das allen gefiel, solange Besitz und Privilegien nicht gefährdet aussehen, das ist wohl vorbei. Und gerade Ihnen muss ich sicher nicht erklären, dass es ausschliesslich daran lag, dass plötzlich zu viele sahen, dass Kaiserin Merkel eben tatsächlich genauso nackt war, wie das ihre Gegner immer gesagt haben.
      Das daraus folgende, leider viel grössere und unangenehmere Problem ist derzeit, dass weit und breit, in keiner Partei ein Nachfolger zu erkennen ist. Und bei allem Respekt vor dem Wunschdenken der Masse, ganz bestimmt keiner die Konsequenzen des von der Dame M geschaffenen Problems wenigstens mittelfristig wieder unter Kontrolle können bringen könnte.

      Sie schreiben auch: „Denn man kann das kommunikative Gegenüber entweder ernst nehmen oder abwerten, verachten und beschimpfen.”
      Erklären sie es mir, wie soll ich die (ich will sie der Einfachheit halber mal so nennen) Rechten ernst nehmen, wenn die sich weigern die Ursachen für die Flüchtlingswelle wenigstens mal zu diskutieren, von Beseitigen will gar nicht erst anfangen… Auch in all ihren Beiträgen werden die tatsächlichen Ursachen NICHT EINMAL erwähnt!
      Ich muss also Goodnight (abgesehen vom Kohl) Recht geben!

      Früher hiess es immer „Mögest Du in interessanten Zeiten leben!“… und nun sind die meisten auch wieder nicht zufrieden.

      @Uwe
      Merkel hat das tatsächlich gesagt? „Grenzen sind unmenschlich“? nun, da hat sie mal eine Wahrheit ausgesprochen.
      Man kann ja von so jemandem nicht wirklich verlangen, dass sie auch versteht, dass dies zwar wahr, aber eben nur dann sinnvoll ist, wenn man selber keine Wirtschaftspolitik betreibt und dann auch die US Terrorpolitik unterstützt, die dann irgendwann als unausweichliche Folge solche Völkerwanderungen von Armuts- und Bürgerkriegs-Flüchtlingen auslöst.

      Ja, auch ich bin natürlich ganz der Meinung, dass Grenzen unmenschlich sind und habe deshalb auch keinerlei Problem damit, dass Länder, die aus reiner Habgier in der Lebensqualität von anderen, ärmeren Ländern rumfuhrwerken, denen es ohnehin schon aus eigener Inklompetenz dreckig geht, irgendwann die Rechnung für ihre Unmenschlichkeit bekommen. Als Konservativer, besser: als Wertkonservativer, halte ich Gerechtigkeit für ein hohes Gut, und viel gerechter als einen Verursacher für die Kosten seiner Taten (zB an der Wahlurne) bezhalen zu lassen, geht es kaum.
      Die Verlogenheit dessen was den blöden Wählern als „Entwicklungshilfe“ verkauft werden kann, solange es den eigenen Säckel füllt, schreit geradezu nach Strafe.
      Somit: Wohl bekomms!

      Sie sehen also an meinem Beispiel ihre Behauptung „Und wer das nicht vertritt, ist ein Nazi.“ Ist falsch!

      Als richtig wird sich wohl möglicherweise erweisen: „Wiederaufbauzeiten sind phantastische Zeiten für die Überlebenden“. Leider wird man in DE dann nicht noch mal einen Ludwig Erhardt als Organisator haben.

      So wie es derzeit aussieht, gute Details dazu gibts hier:
      http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/05/24/us-stratege-friedman-die-nato-besteht-weiter-auch-wenn-die-eu-zerfaellt/
      werden die USA über die Zukunft des zerfallenden Europa entscheiden.
      Und da es gerade die Deutschen nicht verstehen wollen: Gnade euch Gott, falls Hilary der nächste US Präsident wird….

    • @tdv - Fluchtursachen:
      Ich teile Ihre bekannte, ziemlich monokausale, Analyse der Ursachen schlicht nicht.

      @goodnight:
      Quark. Man muss Differenz überhaupt nicht auflösen, solange sich eine klare Mehrheit den Spielregeln für Differenzentscheidung unterwirft. In einer rechtsstaatlichen Demokratie wie der deutschen heissen diese Spielregeln Parlamentswahlen und Herrschaft des Rechtes, durch unabhängige Gerichte entschieden.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Is there an echo in here? Your objection's been recorded.
      @Haupts

      Vanillepudding.

      (P.s.: der Witz der Demokratie liegt ja gerade darin, dass man die Differenz auflöst, indem man die Einheit dem Votum einer mehrheitlichen Seite der Differenz unterwirft.
      Ist kompliziert zu denken, aber sie schaffen das, Soldat)

    • Grenzen sind unmenschlich?
      @tdv
      Ich glaube nicht das dies die Wahrheit ist…
      Eher anders herum, den für jeden Menschen gibt es
      Grenzen. Egal in welcher Hinsicht…

      In diesem Sinne einen sonnigen Samstag noch… ;)

  3. Nachbar uns voraus?
    Möchte man sich angesichts der Wahl fragen. Und wäre die Antwort „ja“ – was hieße das? Könnte es auch heißen, daß bei uns – in D – kein liberales Organ mit Reichweite ins bürgerliche Lager existiert, welches auch Fakten recherchiert, zur Kenntnis nimmt und bringt, von denen in Presseverlautbarungen der Bundesregierung nichts steht? Wenn der „Standard“ nicht mehr nur das eigene Stammpublikum bedient – ja wäre das nicht auch bedenkenswert für die Organe in D, welche unter Leser- und Erlösschwund leiden, weil man als Leser dort nicht mehr die Wirklichkeit findet, die man vor oder nach oder während der Arbeit vor Augen hat?
    Ein kleiner Hoffnungsschimmer besteht ja doch.
    M. A. Titz

  4. Pseudogute Pseudodemokraten
    Ja, Sie treffen es mal wieder wunderbar. Die toleranten, weltoffenen Qualitätsjournalisten die dann bei näherem Hinsehen eher intolerante und faule Stubenhocker sind, die nicht mal so weit über ihren intellektuellen Tellerrand blicken können, dass ihnen die Leserkommentare auffielen (einige SPON-Leser haben ihren Abscheu nur noch mühsam unter Kontrolle, wenn Augstein schreibt scheint es).
    Der Ihren Artikelschluss zierende Herr Diez postet übrigens gerade auf Facebook:
    Georg Diez
    21 hrs · Berlin ·
    Wir vermieten unsere wunderschöne, helle 180qm-Wohnung in Mitte, Nähe Alexanderplatz, vom 15. August 2016 bis 15. Juni 2017. Bei Interesse, PM an mich.
    We are renting our nice and bright 180sqm-Apartment in Mitte, close to Alexanderplatz, from August 15, 2016 til June 15, 2017. If interested, pm to me.

    Passt doch.

    • 180qm-Wohung mit Familie? Oh Gott. Der arme Mensch. Da muss man ja zum kommunisten werden, bei solchen beengten Verhältnissen.

      Bloss nicht Journalismus machen! Man endet arm und asozial in Berlin-Mitte.

    • Man wundert sich.....
      Die Lügenpresse war ja angesichts der Gleichschaltung zB zu den Themen Banken, Syrien, Ukraine und Putin ja eigentlich arg „rechts“.
      Da finde ich die überschiessende Freude angesichts eines Diez ein wenig übertrieben.

      Wollen wir uns jetzt wirklich damit beschäftigen ob bei rechts oder links mehr Deppen schreiben?

    • Vorschlag
      Herr Diez könnte doch ein Vorbild in Sachen linker Teilungsgesinnung sein und seine schöne Wohnung – natürlich zu einer Miete weit unter Marktverhältnissen – an eine syrische Großfamilie vermieten. Wie wäre das?

      Oder ist er etwa nicht zu persönlichen Opfern bereit für die armen Menschen, die da kommen?

    • Verschenken.

    • Hat jemand mal einen Link und/oder einen Screenshot zum Angebot?

    • 180m² ETW, Berlin-Mitte
      Das war mal eine Etage mit drei 60m² Wohnungen und Heimat für drei Familien.

      Jetzt ist es eine Position im Portfolio eines Spiegel-Journalisten.

    • Ich habe als Alleinstehender mehr Platz. Ich mein, der hat auch Familie. Das muss man sich mal vorstellen. Peinlich.

    • resourcen grabbing
      Don, dein Domizil am Tegernsee tangiert niemanden weiter.
      Auch nicht deine Kollektion an teuren Rennrädern oder Barockkunst.

      Asozial wird es, wenn sich Leute aus spekulativen Gründen in die begrenzten Resourcen der unteren Mittelschicht einkaufen.

      „Ja mei, sollens halt Kuche esse, wenns koah Brot ham“

    • Augen auf bei der Partnerwahl
      Eventuell hat ja auch ein SPON Journalist eine gut verdienende Partnerin oder einen gut verdienende Partner gefunden. Unabhängigkeit kann viele Quellen haben. Leider wird die Unabhängigkeit selten genutzt, denn ihr Feind, die Bequemlichkeit, lauert überall. Dabei ist es doch Reibung, die Wärme erzeugt und eben Unbefriedigend wenn Journalismus bequem ist. Mir würde es gefallen wenn der Spiegel und Gruner und Jahr die leerstehenden Büros in ihren Gebäuden hier in Hamburg an unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge vergeben, oder als Büros für soziale Projekte. Hier, Tür auf, Bildschirm, Drucker, Kaffeemaschine, zack….

      Immer wieder muss ich unangenehm aufstoßen, wenn Menschen ihre Ängste als Meinung deklarieren und ihre Meinung eben als die gute, richtige, soziale weil sie sich mal entschieden haben als sogenannte Linke oder patriotische Europäer aufzutreten. Bei dieser fiesen Vereinfachung meinerseits bleibt absichtlich kein Unterschied vom sogenannten Linken zu Pegida. Und ich habe Freude an dieser Art Provokation.

      Zu einer Meinung in einem politischen Diskurs gehört zunächst umfassende Information, wie im Journalismus auch. So tummeln sich im linken Eintopf viele Antisemiten, für die auch die DDR kein Unrechtsstaat war und Trotzki und Stalin trotz Völkermord und ungeahnter Verbrechen zitierbar bleiben. Das es diese Linken gibt macht doch die Rechten kein bisschen annehmbarer. Es ist mit ein wenig gedanklichem Aufwand möglich aus dem Wort „Rechtspopulisten“ das Wort „Pestrochen“ zu machen. Es bleiben sogar noch Buchstaben übrig.

      Da wir kein Rückkaufsrecht auf die Waffen und Logistik haben (und die Bundeswehr es auch nicht bezahlen könnte), mit denen Krieg geführt wird und Flucht als letztes Mittel bleibt, sind wir verpflichtet den Opfern Schutz zu gewähren. Wir haben zuerst daran verdient und es macht uns nicht arm. In meiner täglichen, künstlerischen Arbeit mit Menschen aus aller Welt (und darunter sind viele die fliehen mussten aus ihrer Heimat) bleibt mir häufig die Spucke weg über den öffentlichen Diskurs.

      Ich kann jeden nur bitten einmal bei einem Glas veganen Bio Rotwein das Gefühl zuzulassen.
      Augen schließen und fühlen : „Heute Nacht muss ich fliehen. Alles gewohnte verlassen. Meine Chance zu überleben auf der Flucht ist 50prozentig. Hier in meiner Heimat ist sie geringer.“ What a feeling… (Diesen Gedanken habe ich von einem 16 jährigen Afghanen fast wörtlich übernommen)
      Wer sich traut kann weiter fühlen:“ Dann bin ich angekommen in der Mitte Europas. Im Reichtum. Ich danke meinem Gott dafür (auch wenn viele meine Religion ängstlich beäugen oder ablehnen) denn ich habe überlebt, das ist ein guter Anlass für Gottvertrauen. Ich bekomme wenig Geld zum Überleben aber darf nicht legal arbeiten und sobald ich arbeiten darf nehme ich jemandem seine Arbeit weg (die dieser Deutsch-Österreichische Ureinwohner ja sowieso nicht bekommen hat, warum auch immer). Ich soll den starken Wunsch haben mich zu integrieren und bestenfalls zu assimilieren und gleichzeitig darauf schielen wieder zu verschwinden. Dann bringe ich ja westliche Werte mit und kann meine zerstörte Heimat europäisieren. Weil es ja so angenehm war hier“… mmmm…

      Insgesamt ist die Migrationssituation viel zu komplex, als das eine angstbasierte Reaktion eine Lösung beinhalten kann. Einfache Antworten dienen als Witz, als Ventil, aber nicht als politische Agenda.
      Das Beispiel mit der Partnerwahl des Journalisten funktioniert da ganz prima.

      Gut, dass ich die Kommentare gelesen habe.

      Danke für den Blog, verehrter Don Alphonso. Immer wieder ein Genuss.

      Frohsinn, ihr

      Don Balto von Arkel

    • Titel eingeben
      @ Links-Grüner Bourgeois

      „Don, dein Domizil am Tegernsee…“
      Ich befürchte sie müssen ein wenig mehr recherchieren bevor sie solche Meinungen von sich geben…

      Das ganze Besitz Problem müsste grundsätzlich neu geregelt werden, auf einzelnen rumzuhacken ist dumm! Wer Familie hat und sich 180qm leisten kann, der tut denen die ihm am nächsten stehen etwas Gutes. Nur Neider können da was dran problematisch finden.
      Der Immobilien Besitz sowohl von Diez als auch von Don ist völlig legal, wem das nicht gefällt, der kann nicht jahrzehntelang die Einheitsparteien wählen und dann loskeifen wie eine Oma deren Pudel man auf den Schwanz gestiegen ist!

    • Titel eingeben
      @Don Balto von Arkel

      Im Prinzip bin ich ganz bei Ihnen, aber….
      Ein extrem dümmlicher Fettsack hat mal etwas sehr Wahres gesagt: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“

      Ich kannte zu meiner Zeit in DE etliche „illegale“ Menschen und habe stets jedem dabei geholfen sich eine Existenz aufzubauen und bei mehreren ist es mir auch gelungen.
      Das jetzige Problem ist ein anderes. Es kommen, wie sie sicher wissen, eine Million pro Jahr, und die Lage in deren Ländern wird sich ganz bestimmt nicht bessern. Und wie selbst die in dieser Hinsicht wohl unverdächtige Wagenknecht schreibt, gibt es selbstverständlich eine Obergrenze!

      Was also genau schlagen sie denn vor? Sie können ja kaum vorschlagen, dass die Bürger eines Landes nicht ein ebenso grosses Recht hätten unerwünschte Zuwanderer draussen zu halten, als jene das Recht haben, alles zu tun sich ein besseres Leben zu organisieren.

  5. Jetzt erst recht!
    Die Gräben werden tiefer gelegt.
    Wenn ich Establishment wäre, ob in Österreich oder in Brüssel und überleben wollte,
    würde ich aus dem Wahlergebnis den Schluß ziehen: Jetzt erst
    recht! alles gegen rechts.

    Wie vor 60 oder 100 Jahren: alles gegen links.

    • Das nächste Problem wird Italien, da hat man ja gerade in Brüssel alle Augen zugedrückt, um dem DEefizitmeister Renzi das politische Überleben zu sichern. Die Krise geht also weiter.

      Oh, und in Italien sind die Brüsselfeinde links und rechts.

    • Probleme, Probleme.
      Italien also.
      .
      Nanu, sind denn die üblichen Verdächtigen Griechenland, Spanien, Portugal auf einmal zu Geberländern geworden? Wackelt Frankreich nicht auch recht heftig, sowohl wirtschaftlich wie politisch?
      .
      United Kingkong ist eine Sache für sich, entweder die bleiben in der EU und wir haben in kurzer Zeit die nächste Bankenrettung an der Backe oder sie vertschüssen sich (endlich kriegt de Gaulle seinen Willen, was hat das aber auch gedauert) und machen ihre Genze unüberwindlich für Flüchtlinge und deutsche Autos.
      .
      Italien also. Spät vereint, früh wieder getrennt, so könnte es laufen. Ein schöner Gedanke, dass es nächstens wieder einen Kirchenstaat in alter Pracht und Grösse geben wird. Der derzeitige Papst hat wohl mit dem Amt auch die Gabe der Prophetie erhalten, er will ja der Papst der Armen sein*). Ist vielleciht bald soweit.

      ———-
      *) Es macht einen erheblichen Unterschied, ob der römische Franz eine Kirche für die Armen oder eine arme Kirche will. Gerade in deutschen Kreisen wird da zu wenig sorgfältig unterschieden. Könnte Wunschdenken sein, vielleicht liegt es auch an der Übersetzung.

    • Brüsselfeinde
      der große Feind der EU war die Finanzkrise.
      Erst mußte die EU sich mit Grippe ins Bett legen, nun wird sie auf die Intensivstation umgebettet.
      Der Pflegeaufwand und die lebenserhaltenden Maßnahmen werden
      immer umfangreicher und unbezahlbarer.

  6. Über die grün-braune Rationalität
    Lieber Don,

    ich habe mir in den vergangenen Tagen die Standard-Foren auch etwas genauer angeschaut, habe aber nicht den Eindruck, dass dort viele Hofer gewählt haben.

    Sie haben völlig recht, wenn Sie darauf hinweisen, dass der „Refugees-Welcome“-Quatsch auch unter eingefleischten Linken dort in den vergangenen Monaten auf erhebliche Ablehnung gestoßen ist – und zwar im Wesentlichen aus Gründen, die auch jeder FPÖ-/AfD-Sympathisant so unterschreiben könnte. Aber die allermeisten haben sich geweigert, die logische Konsequenz zu ziehen: Sie haben Hofer trotzdem nicht gewählt. Auch wenn ein FPÖ-Präsident mein Herz ebenfalls nicht eben hätte hüpfen lassen: Das ist das eigentlich Tragische, denn wer die Massenzuwanderung ablehnt, hätte bei rationaler Abwägung Hofer meiner Meinung nach eindeutig seine Stimme geben müssen. Jede andere Wahlentscheidung ist irrational.

    Übrigens glaube ich im Leben nicht, dass van der Bellen irgendwelche Gräben zuschütten wird. Hofer hätte das freilich auch nicht getan. Man steht im Leben halt manchmal vor schwierigen, harten Entscheidungen, die es erfordern, sich klar zu positionieren. Österreich hat sich – mit hauchdünner Mehrheit – für van der Bellen entschieden, um nicht als „Nazi-Land“ dazustehen. Mit vereinten Kräften ist es noch einmal gelungen, einen blauen Präsidenten abzuwenden und einen grünen ins Amt zu heben, der nur gerne so tut, als sei er farblos.

    Alles im grünen Bereich also. Im Sommer kommt dann aber wohl am Brenner das böse Erwachen, sicher auch für den ein oder anderen Standard-Leser, der mit seiner Wahlkarte ein allerletztes Mal wacker gegen den das braune Nazi-Schnitzel gekämpft hat.

    (Dass die „Grüne Jugend“ in Wahrheit eine zutiefst rassistische Bewegung ist, die nur das Glück hat, dass ihr Hass momentan gesellschaftlich weitgehend akzeptiert ist, versteht sich ohnehin von selbst.)

    • Nun, ich hätte auch nicht erwartet, dass diese Leser Hofer wählen. Aber ihre Einschätzung der Lage ist deutlich anders als die der Grünen oder der Wiener SPD, und wenn da schon Abweichungen artikuliert werden, zeigt sich eben die Schwäche des linken Lagers. Jemanden wählen, weil er nicht der andere ist, ist nicht eben viel.

    • Don...
      „Jemanden wählen, weil er nicht der andere ist, ist nicht eben viel.“

      Genau dies scheint aber der Trend zu sein. Einfach nur mal nach Amerika schauen. Das war dort schon beim Übergang von Bush zu Obama so und wird jetzt noch extremer. Dazu kommt dann, dass die Folgen des Resultates dort eine ganz andere Dimension haben, als die Österreicher.

      In DE Ist man übrigens ja noch nicht mal so weit. Kein Nachfolger, geschweige denn echte Konkurrenz für Merkel irgendwo in Sicht!
      Bin schon gespannt wann man Kretschmann als „echte Alternatrive“ aufzubauen beginnt!

    • Keine Sorge, es gibt auch noch genug Leute, die voll überzeugt die Sache der Extremen fördern, siehe Grüne Jugend oder Expiraten bei der Linken.

    • Kein Quatsch
      Weder ist „Refugees-Welcome“, das hat was mit Werten, Grundrechten und – im Extremfall – Fassbomben zu tun, Quatsch, noch ist die Grüne Jugend eine „in Wahrheit zutiefst rassistische Bewegung“, so wenig, wie Österreich ein Naziland ist. Dass Jugendliche die Keule manchmal zu heftig schwingen – nun denn. Aber wir Erwachsenen sollten uns vor Verallgemeinerungen und Zuschreibungen an ganze Gruppen hüten.

    • @Martin
      Die Ideologie, die hinter „Refugees Welcome“ steht, ist ja etwas ganz anderes als die prinzipielle Bereitschaft, (in einem vernünftigen Rahmen) Flüchtlinge aufzunehmen oder größere Aufwendungen zu ihrer Versorgung vor Ort zu tätigen. Ich möchte jetzt nicht zum x-Mal alle Gesichtspunkte anführen, die diese Ideologie als „Quatsch“ ausweisen (was ich übrigens noch für zurückhaltend formuliert halte). Deshalb nur so viel: In Wahrheit hält es niemand, der sich mit Flüchtlingsschutz auskennt (und nicht ganz andere Motive als humanitäre verfolgt…), für eine gute Idee, seine Grenzen für obsolet zu erklären und jeden aufzunehmen, sofern er das Geld und die Kraft hat, durch halb Europa zu marschieren. Das hat auch mit „Werten“ oder gar „Grundrechten“ nichts zu tun.

      Und die „Grüne Jugend“ bezeichne ich aus klarer Überzeugung heraus als eine „in Wahrheit rassistische Bewegung“. Natürlich ist das zugespitzt und polemisch. Es gibt dort sicher auch harmlose Kifferchen, Haschkeks-Nascher und anderweitige Idealisten, die nicht primär Hass antreibt. Aber im Großen und Ganzen steht hinter dieser Truppe, teils sogar sehr bewusst, eben sehr wohl ein extremer Hass auf alles, was dem „bunten“ Deutschland bzw. Europa im Wege steht, das man gewaltsam herbeimigrieren möchte. Dieser Hass, der sich z.B. in Parolen wie „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“ offenbart, ist letztlich weitgehend derselbe, den auch Nazi-Glatzen pflegen – nur eben mit anderen Feindbildern und gesellschaftlich (noch) weitgehend akzeptiert.

    • Exakt
      Angesichts meiner heutigen Müdigkeit, bin ich froh, Ihrem Beitrag einfach nur zustimmen zu können.

  7. 100% Zustimmung
    Vielen Dank für den heutigen Blog!
    Ich habe den Eindruck als wäre man von der Toskana näher am Puls als vom Traumschiff Berlin aus. Ich kann Ihren Kommentar an meiner eigenen Person komplett nachvollziehen.
    Mit freundlichen Grüßen!

  8. Was ist Xenophobie?
    Wieder ein schöner Blog von Din Alhonso, vielen Dank. Nun hat der unsympathische Grüne, der sich beim Rededuell mit seinem Rivalen dauernd vorbei benahm, einen knappen Wahlsieg davongetragen. Das finde ich allein insofern bedauerlich, dass kein Mann mit Wiener Charme Österreichs Präsident geworden ist, sondern ein überheblicher Mann mit ungehobelten Manieren und hölzerner Wesensart, welche wohl hier am deutschen Nordpol nicht trefflicher auftreten könnte.

    Apropos xenophob:
    Warum ist es in den deutschen Foren völlig okay, die Griechen als faul, verantwortungslos und verschwenderisch zu beschimpfen? Warum ist es okay, über die Südeuropäer, einschl. Italiener zu behaupten, dass sie, im Gegensatz zum Norden, eine „andere“ Mentalität hätten? Warum ist es Rassismus, wenn ähnlich negative Eigenschaften über Muslimen bzw. Nordafrikaner oder Araber geäußert werden?

    Eben fand ich auf Google News mehrere Nachrichten, laut welchen Obama vor etwa zwei Wochen ein Gesetz erlassen hat, laut welchem die Anwendung der Wörter negro und oriental bundesweit verboten ist, weil sie als rassistisch diskriminierend gelten.
    Negro verstehe ich, aber was ist an oriental diskriminierend?
    Ist das eine Vorstufe für UNOS Pläne der Internet-Zensur?

    Wenn nun bald solch eine UNO-Totalkontrolle@www installiert wird, müssen wohl Listen mit den verbotenen Worten in die jeweilige Landessprache übersetzt und an die Bevölkerung verteilt werden, damit die Bürger wissen, wo ihre Meinungs- und Redefreiheit aufhört. Nö. Sorry, das reicht nicht. In jedem Land sitzt dann jeweils eine eigene Expertenkommission, welche über die verbotenen Worte entscheidet. Damit genug Experten neue lukrative Jobs bekommen und ganze Kommissionen in die UN Headquarters nach New York zu beratenden Sitzungen geschickt werden können…

    • @Tamarisque
      Dazu gibts heute bereits Nachrichten Nachschub.

      Im traditionellen deutschen vorauseilenden Gehorsam haben die Telecom Unternehmen entgegen der Rechtsspechung des BVG berieits fleissig Daten gespeichert:

      http://www.heise.de/newsticker/meldung/Vodafone-Bundesdatenschutzbeauftragte-haelt-Infos-zur-freiwilligen-Vorratsdatenspeicherung-zurueck-3215757.html

      Ich wundere mich (zugegebenermassen aus sicherer Entfernung) immer wieder, wie man in dem Flüchtlings Dilemma das eigentliche Problem zu sehen glaubt, wenn doch die Totalüberwachung (die ja nicht-registrierte Zuwanderung gar nicht erfasst) solch unaufhaltsame Fortschritte macht.

      Ich warte tagtäglich auf die erste Stellungsnahme eines rechten Politikers, der den Bürgern erklärt nur die Totalüberwachung aller würde dem Problem der potentiellen Terroristen unter den Zuwanderern Herr werden. Ich nehme an, sollte der erste „Anschlag“ (mit oder ohne HIlfe des BND) kommen, wird man das Thema „Keine Freiheit für die Feinde der Freiheit“ auf die Tagesordnung setzen, und der grosse blöde Haufen wird begeistert zustimmen.

    • Titel eingeben
      „bedauerlich, dass kein Mann mit Wiener Charme Österreichs Präsident geworden ist“ …
      .
      …weil: „Charme“ ist die Chance des Betrügers.

    • Charme
      ist auch die Chance des Offenlassens und möglicher Versöhnung über Gräben hinweg, Klaus!

    • Scrabble
      uNo, WhO = NWO

    • Verbotene Wörter
      „… müssen wohl Listen mit den verbotenen Worten in die jeweilige Landessprache übersetzt und an die Bevölkerung verteilt werden, damit die Bürger wissen, wo ihre Meinungs- und Redefreiheit aufhört.“ – So kompliziert machen die das nicht! Es existiert schon längst und geht einfach ohne Übersetzung:
      Wenn ich im deutschen(!) ebay als zufriedener Käufer eine Bewertung mit folgendem Wortlaut eingebe: „Danke, das war schnell und preiswert.“ Wird das beanstandet – wegen unzulässiger Wortwahl. Raten Sie mal, welches Wort das Problem ist. Es ist „war“ (Krieg). Ich ändere dann: „Danke, das ging schnell und preiswert.“ und die Welt ist in Ordnung. Das ist schon seit Jahren so. Ich habe bei einem E-Mail-Provider schon erlebt, dass „die“ als „sterben“ gewertet wurde. Müsste eigentlich ein Fall für Gender Mainstreaming sein.

    • Normal
      Auch wenn’s shocking daherkommt:
      Ich halte das eine oder andere Wort für normal. Echt. Wie kann ein normales Wort zum Unwort werden, weil es etwas oder jemanden charakterisiert? Es *ist* ein Unwort, wenn es absichtlich pejorativ verwendet wird. Allerdings die die meisten sogenannten Unworte lediglich beschreibender Art.
      Rassismus ist doch, jemanden als ‚anders‘ wahrzunehmen, und dann ein Wort zu erfinden, das hoffentlich denjenigen nicht beleidigt. Rassismus, weil es ja eine klare Feststellung ist, dass jemand anders ist, man das auch so empfindet, aber aus Rücksicht eine flaue Umschreibung wählt. Bald müsste dann auch ‚black‘ verboten werden?
      Auch wenn’s shocking ist: Für mich ist der Rassismus überwunden, wenn ich einen Neger als Neger bezeichnen kann. Over. Weil er einer ist. Der Rassismus könnte dann nur aus der Konnotation entstehen, nicht aus dem Wort.

      Außerdem, wenn man das erst einmal angefangen hat, ist kein Halten mehr. Und es ist falsch. Man stelle sich vor, ich schriebe in einem wissenschaftlichen Aufsatz ‚an afro-american‘. Hallo, so etwas gibt es objektiv und wissenschaftlich korrekt überhaupt nicht.

      Wenn ich ‚Zigeuner‘ sage, meine ich eine Gruppe von Menschen, die keinem Staat eindeutig zuzuordnen ist, die als ‚Roma und Sinti‘ nett umschrieben, immer noch mit genau den gleichen Attributen gesehen werden, mit denen Menschen gesehen wurden, als es noch ‚Zigeuner‘ hieß. Weswegen es jetzt in Mode kommt, statt ‚Roma und Sinti‘ eine andere, wiederum nicht pejorative Bezeichnung zu finden. Die mit den langen Röcken?

      Worauf ich hinaus will, ist doch, dass es überhaupt nicht hilft, blödsinnige und gar falsche Kunstworte und Konstruktionen zu erdenken, einen vermeintlichen Stereotypen zu umschreiben. Der Stereotyp bleibt doch.
      Ein sinnvoller ‚Kampf‘ wäre gegen einer gegen Stereotype. Und auch das nur begrenzt. Denn ich, werde ich als ‚Deutscher‘ bezeichnet, also das ist auch nicht besonders schmeichelnd. Was stellt man sich unter einem Deutschen vor? Vielleicht einen humorlosen Mitläufer, einen trinkfesten schlechten Liebhaber, einen Rechthaber, wenig Kultur, naja. Natürlich könnte der eine oder andere sich beleidigt fühlen, weil er dies oder das nicht ist, oder sich wenigstens nicht damit beschrieben findet.
      Konsequenz daraus ist doch, letzten Endes gar keine Attribute mehr verwenden zu können, oder sie nicht grundsätzlich stereotypisierend zu verwenden.
      Und das wäre mein Anliegen. Dass ich ‚Neger‘ sagen kann und darf, um einen bestimmten Menschen zu kennzeichnen, äußere Merkmale, objektiv, ohne einen bestimmten Menschen damit in eine bestimmte, pejorativ besetzte Schublade zu legen.

  9. Peace has cost you your strength! Victory has defeated you!
    Don, vielen Dank bei Ihren Bemühungen doch noch eine stabile, intelligente und handlungsfähige MITTE ausfindig zu machen.

    Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass ihre Bemühungen zum Scheitern verurteilt sind.

    Mitte war gestern.

    Einfach mal mutig sein und ganz tapfer die Realität beobachten:

    Die Volksparteien in Österreich haben sich innerhalb von wenigen Monaten selbst ausgelöscht. (Eigentlich war es nur eine einzige Entscheidung, d.h. die Grenzöffnung)
    Nun ist das Land gespalten in….na…was wohl: Links und Rechts.
    Dort nennt sich das zwar Grün und Blau, ist aber genau das:
    Linksliberale Spinner(innen) in den Städten versus stockkonservative Bauern auf dem Land.

    Die von Ihnen genannten Salonlöwen sind die Reste einer Mitte, die gerade in all den Kommentaren jammert, dass sie nicht nach Links oder Rechts wechseln will. Die sind intelligent genug, um zu beobachten, dass diese Ausdifferenzierung gerade stattfindet, aber nicht so intelligent, die Unausweichlichkeit zu begreifen. Da schwingt noch all die individualistische Erziehung der 68er mit, all die naive Hoffnung auf die Macht des Einzelnen.

    Aber an Ende steht die Entscheidung.
    Auch Sie, geehrter Don werden am Ende nach Rechts abbiegen.
    Die Unschuld opfern. Das, wovor alle Angst haben.

    Zunächst wird die Hoffnung noch kurzfristig obsiegen, so wie heute in Österreich. Der Glaube, dass wir so weitermachen können wie bisher, keine Kursänderung notwendig wird, klare Schnitte vermieden werden können und alles vielleicht doch gar nicht so schlimm ist.
    Dann wird man sehr schnell feststellen, dass „Grün“ (das neue Links) keine gute Idee für eine Verteidigung der Moderne gegen osmanische Despoten und Nordafrikanische Verbrecher darstellt.

    Es wird noch einige Opfer geben, wie in Köln und Bonn, dann kommt die Panik, und dann bricht alles weg.

    Wir beobachten 1929-1933 reloaded.
    Denn wir begehen genau die gleichen Fehler.
    Anstatt frühzeitig konsequent und ein bisschen böse zu handeln (Wehret den Anfängen), wird erst gehofft, dann ignoriert, dann vertuscht, dann gedroht, dann bekämpft und am Ende …. am Ende werden wir wieder fragen: „Wie konnte das nur passieren?“

    • Naja, man wird ja sehen, wohin das alles führt. Die Realität bei SPON ist keine, die es in meinem Umfeld nach der Selbstabsprengung eines Berliner „Wir haben mit Deinen Freunden geredet“-Kreises noch gäbe. Man sollte sicdh da von den Medien nicht kirre machen lassen, und mal durch ein bayerisches Neubaugebiet fahren.

    • Everyone will die! And the universe will not even notice.
      Don,

      die Beobachtungen bleiben an der Oberfläche, da wir nicht die Strukturen betrachten. All das Erschrecken über die Dummheit von Menschen ist nicht zielführend, da Menschen immer nur schwache Wesen, die sich den Gegebenheiten immer maximal anpassen. Man sollte daher nicht viel von einem SPON Schreiber, einem ARD Redakteur oder CDU Bundestagsmitgliedern erwarten.
      Viel wichtiger wäre eine Diskussion über die Strukturen.

      Die Gegenwart zeigt, dass unsere demokratischen Strukturen den Test der Zeit nicht bestehen können. Eine Flüchtlingswelle reichte, um die Demokratie in diesem Land zu ruinieren. Eine Kanzlerin konnte gegen die Mehrheit der eigenen Partei, der Wähler und gegen bestehende Regeln und Gesetze entscheiden, und diese Entscheidung in kürzester Zeit durchsetzen.
      Das ist das Problem. Ein Strukturfehler.

      Anstatt hier anzusetzen, prügeln wir uns lieber mit einem Diez auf der Straße des Internets.

      So sind wir halt. Passen uns an. An die Regeln der Kommunikation. Die uns nach Rechts oder Links führen. Unausweichlich.

    • Titel eingeben
      Erschreckend, wie hier manche allen anderen Dummheit vorwerfen und dann, klug klingende englische Sätze über ihr Elaborat setzen. Wieso? Wieso Englisch?
      Ist das (immer noch) super schick? Wie in den fünfziger Jahren? Ich warf damals als 13, 14-jähriger dummer Junge auch mit englisch-klingende Floskeln um mich; aufgeschnappt aus Popsongs von Elvis, Fats, Jerry Lee… aus dem AFN.
      Aber hier (und woanders) in den Kommentaren schreiben doch Erwachsene?! Wieso machen die das? Klingen ihre Sprüche auf Deutsch womöglich zu banal? zu doof? …so wie damals, wenn man das vermeintlich schicke Popmusik-Englisch mal übersetzte.

    • Mr.
      Hmm, „Kursänderung“ und „klare Sch(r)itte“ ohne genau zu sagen was das seien soll … dann, erst ganz am Ende, kommt der braune Hammer, die Angstmacherei, dieses mal verkleidet als „Verteidigung der Moderne.“ Genauso wie die FPÖ versteckt sich der Schreiber zuerst hinter scheinend moderaten Wörter aber am Ende sieht mann genau um was es geht. Warum nicht mit Zuversicht in die Zukunft blicken? Warum nicht anerkennen das sich die Welt verändert und das man neue Wege finden muss um mit diesen Veränderungen umzugehen? Warum nicht erkennen das wir, als Weltgemeinschaft, die Resourcen haben die Zukunft um einiges besser zu gestalten als die Vergangenheit? So, und wenn ich a bisserl was falsch geschrieben habe, bitte um Verzeihung, nicht meine Erstsprache!

    • I don't mind being the smartest man in the world
      Hallo Klaus,

      Zunächst möchte ich anmerken, dass es niemals in meinem Interesse lag, anderen Personen eine wie auch immer geartete Dummheit vorzuwerfen.
      Das wäre ja auch dumm, da die Kommunikation Dummheit als andere Seite der Intelligenz voraussetzt. Dummheit ist folglich condito sine qua non intelligenter Kommunikation, was wiederum eine Frage der Konstruktion wäre.

      Whatever, die Überschriften sind in der Regel berühmte Zitate. Daher in original Sprache.
      Einfach googlen, und zB. Watchmen entdecken. lesen. Kann ich nur empfehlen.

    • talk to the hand
      Bob,

      please use native language. Your German makes no f.cking sense
      :-)

    • Die Matrix
      Links, Links, Links-Rechts, Links.

      Die Faschisten der neuen politischen Weltordnung (Mitte) marschieren schon lange.

    • Perfekt!!
      Goodnight, so klar und deutlich habe ich mein eigenes , inneres Grauen noch nicht so unerbittlich dargestellt gesehen. Aber es stimmt alles, so wie es da steht In unserer eigenen Familie sind die Gräben schon so tief wie noch nie: bisher linksliberale Eltern (wir) driften angesichts dieses Osmanen -und Afrika-Horrors immer weiter nach rechts….voller Schamesröte und Schock, unsere Töchter schwingen Fahnen mit „Deutschland Verrecke“ o.ä. und entwickeln eine immer rabiatere, überheblichere und unerbittlichere Phrasendrescherei bzgl. „Refugees Welcome“ und werden fast feindselig unserer angeblichen Scheiß-Einstellung gegenüber Menschen, die ja alle, alle das Recht haben, hierher zu kommen – am besten, noch viel mehr. Ja, und wir sind so zerrissen wie nie und werden doch keinen Schritt weichen, weil wir wissen, dass es noch sehr bitter werden wird in diesem Land. Der weitere Verlauf wird uns insgesamt weit mehr nach rechts rücken, als wir uns es jemals hätten vorstellen können, das ist wirklich bitter, aber das, was das linke Spektrum da an Wahnsinn entwickelt, ist einfach ein Horror….ein noch größerer als die Alternative. Denn was anderes bleibt nicht, wie Du schon beschrieben hast.

    • Gentlemen, you can't fight in here! This is the War Room.
      Dr Strangelove,

      bitte beachten, dass auch hier in allen Kommentaren immer fröhlich zwischen sich und den anderen unterschieden wird, d.h. fröhlich die Differenz erzeugt wird, die man beklagt.
      Das ist der blinde Fleck der Kommunikation.

      Alle rufen nach Mitte, aber keiner erzeugt die Mitte, weil keiner Mitte definieren kann. Denn Mitte existiert nicht als Mitte. Die Mitte ist immer nur die Einheit einer Differenz.
      Übrigens sind alle Parlamente dieser Welt genauso aufgebaut: Als Differenz.
      Und wenn einer wie Erdogan dann diese Differenz in eine Einheit überführen will, so kommt die „ich bin die Mitte der Gesellschaft“ Merkel daher, und klagt leise, dass er doch bitte das Parlament wieder spalten soll.

      Alles so lustig,hier und dort, wenn man die Paradoxien beobachten kann.

      Weitermachen.

    • @Ingrid-Luise
      Vielleicht sollten sie einfach ihre eigene Vorstellung von links mal frisch anschauen, durchdenken: “updaten”.
      Es erstaunt mich doch immer wieder sehr wie man die Politik von Merkel über Gabriel zu Kretschmann als „links“ bezeichnen kann…. Das ist doch lächerlich!
      Dumme Menschen sind einfach nur dumm und ob die sich als links oder rechts betrachten ist doch völlig egal.
      Tatsache ist nun mal, das DE an den Zuständen in der Heimat der Flüchtlinge nicht unschuldig ist, sich weigert daraus zu lernen, oder Konsequenzen zu ziehen, und auch jetzt zu nichts Besserem in der Lage ist als die Bundeswehr dort hinzuschicken.
      Was also können sie an dem Verhalten ihrer Töchter denn nicht verstehen? Ich gehe jetzt mal davon aus, dass diese in einem Alter sind in dem das “übers Ziel hinaus schiessen“ noch normal ist und dass sie zumindest in gewissen Grenzen natürlich völlig Recht mit ihrem Urteil haben.

  10. Zusatz Obamas Gesetz
    Sorry, hatte vorhin nur die Schlagzeilen gelesen, die ja meisten recht plakativ klingen. Die Worte werden aus den Bundesgesetzen entfernt und nicht sonstwie „verboten“. Nicht, dass ich nicht glauben könnte, dass so etwas auch einmal verordnet wird, wie meine Nachlässigkeit konkret beweist.

  11. Kommentare sind wie Graffiti auf Toilettenwänden
    Nicht nur die Wortgewalt auch der edelsten Federn wird m.E. überschätzt, was diese an Kommentaren nach sich ziehen, sofern es „Moderatoren“ meistens „Zensoren im Sinne des Hauses“ taugt allenfalls als gefühltes Abbild der Wirklichkeit. Wahlen bringen schon eher Erkenntnisgewinn, weswegen Interessenten daran schrauben und das Wahlvolk, vulgo Stimmvieh, medial massiv manipulieren.

    Was allerdings Stimmung kippen lässt, sind wirtschaftliche Einschnitte, die darum die Regierenden mit dem größten Füllhorn wirtschaftlicher Wohltaten vermeiden, zumindest abfedern. Wo das nicht mehr geht, vermehrt beim abgehängten Prekariat, da droht dem „System“ Ungemach in der Wahlkabine. Schlimmeres Ungemach droht dem „System“ vom „Aufmarsch der Straße“, sprich von Demonstrationen. Zum Glück für das „System“ demonstrieren weniger Junge als die Alten, welche von Erfahrung und Information mehr wissen.

    Was die Polarisierung weiter treibt sind neben sozialen die kulturellen Konflikte, die mit blumigen Kanzelreden, medialen Besinnungsaufsätzen Stimmvieh einlullen oder mit hetzender Sinn-, Wort- und Faktenverdrehung Stimmvieh in Reih‘ und Glied formieren. All die Anstrengungen in Wort, Schrift, Reden, Gesprächsrunden, bis hin in die kulturellen Kreise mit Musik, Bildern, Theater verlieren massiv an Einfluß, wenn sich die wirtschaftlichen Faktoren entscheidend verschlechtern. Dann hilft nur der Staat und die Polizei, am besten der Polizeistaat. Bislang hält kleben Sozial- und Asyl-Industrie die Brüche, halten Arbeit, Verdienst, Kriminalität und Konsum selbst soziale Brennpunkte leidlich stabil.
    http://n0by.blogspot.de/2016/05/rhein-ruhr-ruinen-sozial-verelendender.html
    Das muss nicht so bleiben. Pessimisten fürchten, dass dies nicht so bleiben kann.

    • ???
      Also seh das ganz optimistisch.

      Und ich meine damit den korrekt beschriebenen Sachverhalt.

  12. Misik jetzt auf allen Kanälen
    Zum Artikel passt, dass ZEIT-online gerade Herrn Misik mit dem Aufmacher-Artikel zur Bewertung der Präsidentschaftswahl in AU betraut hat. Ich mag Hofer und die Blauen auch nicht, nur sollte man dann, wenn man als Zeitung noch irgendwie ernst genommen werden will, dazu in der Lage sein, unabhängig über den Wahlausgang zu berichten oder, wenn man sich das nicht zutraut, berichten zu lassen. Selbst die ARD-Tagesthemen haben das gestern erstaunlicher Weise mit einem Schauspieler hinbekommen, nicht so zeit-online. Aber vermutlich lese ich die Seite ohnehin nur, um mich über fehlendes journalistisches Niveau aufregen zu können, weil es das dort früher immerhin einmal gab, enttäuschte Jugendliebe sozusagen …

    • Naja, Zeit halt. Da gab es auch schon mal einen pro-Merkel-Beitrag von Misik wegen der Flüchtlinge. Muss man sich mal vorstellen, die Erdoganfreundin und TTIP-Kanzlerin wird von einem linken Guru hofiert. Es ist halt nicht leicht, momentan auf der richtigen Seite zu stehen.

    • Titel eingeben
      Das kenne ich, auch ich habe sie mal geliebt, das muss die Zeit kurz nach Dönhoffs Tod gewesen sein, als noch ein wenig alter Geist im alten Flagschiff des bundesrepublikanischen Bildungsbürgertums wehte. Lang ists her.

  13. Ach Don...
    Der Kommentarbereich beim DerStandard ist seit Jahren von Putin-Lutschern unterwandert. Die Kommentare da spiegeln in keiner Weise eine linke Meinung wieder. Dies trifft aber genauso auf alle anderen Zeitungsforen mit einer liberalen Löschpolitik zu. Die Aussage lässt sich auch auf die Quantität erweitern. Der arbeitslose Nörgler mit zu viel Zeit an der Hand und die bezahlten Schreiberlinge aus Moskau bilden einfach eine besonders laute Minderheit.

    • Da geht es nur nicht um Moskau, und dass es eine Änderung im klima gibt, kann man nicht ganz verleugnen. Natürlich sind da auch Spinner unterwegs, aber mir geht es speziell um jene, die wirklich nachdenken und das auch ausdrücken.

    • unübersichtlich
      Ich vermute, die vom Autor beschriebene Haltung der „linken Journalisten“, Kommentare nicht zu lesen, ist sehr begründet. Ich warte noch auf eine gute Analyse, wie sehr die Foren von „Putinlutschern“ (sehr hübsch) unterwandert sind, zum Zwecke einer Destabilisierung wie in der Ukraine. Ich kann mir vorstellen, man könnte zu dem Schluss kommen, dass man wirklich nichts auf Online-Kommentare und die dort widergespiegelten Meinungen geben sollte. Es könnte tatsächlich der falsche Eindruck entstehen, die Mehrheit in Deutschland sei gegen Merkels Politik, aber das glaube ich nicht; abgerechnet wird am Wahltag, und da haben die vielen, die wirklich keine Zeit haben, sich in Online-Foren zu tummeln, das gleiche Stimmrecht – die vielen, für die es nicht nur um „Massen“-Einwanderung geht, sondern um Grundrechte und um Menschenwürde.

    • Bei mir sehe ich solche Leute nicht. Ich hatte mal am Rande bei Twitter mit so einer Art „Flirty Fishing“ zu tun, aber man sieht ja an den Wahlergebnissen, dass es da echte Probleme gibt.

  14. Publizistische Eskalationsstufen en masse...
    Es gibt noch eine weitere, publizistische Eskalationsstufe: „Frauen wählten Van der Bellen, frustrierte Männer Hofer“, titelt heute der Schweizerische Bund. Aha. Dem Wutbürger steht zunehmend der Wutjournalist gegenüber, wie die NZZ kürzlich zu Recht anmerkte. Alles Wut also!

    • Ich halte es für extrem gefährlich, die Arbeiter – um die geht es – zu unterschätzen. Und Frauen – zur Beobachtung der AfD folge ich drei AnhängerINNEN. Sieht nicht so aus, als wären die irgendwie immun, ganz im Gegenteil

  15. so is!
    ja, weiter diezen, augsteinen und loboen, bis die verhältnisse sich tatsächlich so präsentieren, wie die kommentatoren insgeheim zu hoffen scheinen und es kaum erwarten können. endlich zurück in die 30er oder jene 12 verhängnisvollen jahre, in denen der antifa-kampf über einen realen gegner verfügte, den zu bekämpfen es wahre helden erforderte. in solche rollen bis hin zu einer schriftstellernden existenz im exil mag sich der spätpubertäre spiegelkommentator hineinfantasieren, wenn er sich an die tasten setzt, nicht in der tat aber im kurz schweifenden geist der präventiv angewandten gewalt des schwarzen blocks nicht ohne sympathie verbunden, der’s ungeduldig und bei geringfügigstem oder willkürlich herbeigeführtem anlass schon mal richtig krachen lässt.

    der spiegel-nachwuchs mag da natürlich nicht nachstehen …

    http://www.bent o.de/politik/wahl-sterreich-was-denken-junge-menschen-ueber-norbert-hofer-und-van-der-bellen-582142/#refsponi

    • Ich kann mir offen gesagt nicht vorstellen, dass solche Texte jemanden abhalten, AfD oder FPÖ zu wählen, wie übrigens auch nicht Misik, der vom gleichen geistigen Kaliber ist. Aber der Standard hat durchaus Leute, die sehr gut und genau arbeiten und deshalb für die FPÖ ein Problem sind. Nur, das allein reicht noch nicht mal bei der eigenen Leserschaft. Das sagt nichts über den Standard, aber viel über das Parteiensystem.

  16. Es war Wahlbetrug
    Am Donnerstag vor der Wahl ist das ganze Szenario im Internet durchgesickert, die genaue Angabe des Wahlausgangs (50.2-49.8) sowie dass die Briefwahl dann den Auschlag geben wird, mit genau der Prozentzahl, wie wir sie nun sehen können.
    Spannend nur, ob neben engagierten Leuten, die solche Infos leaken, es auch noch andere gibt, die das weiter aufdecken.

    • Hofer hat seine Niederlage eingestanden, und ich glaube da auch nicht an Wahlbetrug.

    • Das ehrt sie, Don....
      „…und ich glaube da auch nicht an Wahlbetrug.“

      Immerhin zeig doch der Kommentar, das schwachsinnige Verschwörungstheorien keineswegs ein Privileg der Linken sind.
      Ich hoffe sie werden sich an diese Tatsache zu gegebener Zeit erinnern?

      Mangels irgendeiner Form von glaubwürdiger Führung in DE, wird da bald so einiges kommen, wenn man sich an den BEIDEN Enden des Spektrums wieder daran erinnert, dass Lautstärke beim Krakelen heutzutage der Nachweis für Wahrheit ist!

    • Nun ja, man hat schon Pferde kotzen sehen, und in Bremen haben im letzten Jahr „die lieben kleinen“ linken Schüler im letzten Dezember so falsch gezählt, dass die AfD einen Sitz mehr bekam.

      http://www.radiobremen.de/politik/dossiers/wahl15/wahlstimmen100.html

      Aber die FPÖ könnte ja durchaus die Wahl anfechten.

    • Titel eingeben
      Unregelmässigkeiten mit der Briefwahl gab es 2013 bei uns zuhauf.
      Wenn das Ergebnis so knapp ist wie in Ö und die
      Wahl ideologisch so aufgeladen ,
      kann man da schon mal genauer hinschauen,
      ohne gleich eine Verschwörung zu wittern oder
      Menschen mit dem ausgelutschten Begriff des
      Verschwörungstheoretikers zu diffamieren.
      Das ist auf Dauer so unendlich ermüdend.
      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/briefwahl-pannen-bei-bundestagswahl-a-924888.html

    • @ Foxrommel
      Nennen Sie doch bitte Ihre Quelle(n).

    • TDV - 24. Mai 2016 um 05:44 Uhr
      TDV:
      „Immerhin zeig doch der Kommentar, das schwachsinnige Verschwörungstheorien keineswegs ein Privileg der Linken sind.“

      Wenn Sie das Wort „Verschwörungstheorie“ / „conspiracy theory“ in den Mund nehmen, sollten Sie immer daran denken, dass dieses Konstrukt proaktiv von entsprechenden Institutionen (wie zB NSA/„no such agency“) entwickelt und aktiv in Umlauf gebracht wurde, um Kritik an unpopulären politischen Entscheidungen und Politikern im Keim zu ersticken.
      Es ist der gleiche Mechanismus und die gleiche Kommunikationstrategie, die auch der PC (political correctness) unterliegt, die eine offene Debatte und somit eine offene Gesellschaft verhindern soll.
      Die Folgen sehen wir in unseren Städten.

      Wer ist denn jetzt schwachsinnig, ich oder das Manipulationsopfer wie Sie eines sind? :)
      Nix für ungut.

    • Foxrommel....
      Sie sollten sich an das halten, was tatsächlich geschrieben steht. Ich hab zu meinen Lebzeiten vom Golf von Tonkin über Saddams WMDs zu Al Gores Wahl Niederlage den Drohnen Mordbefehlen während des Frühstücks im Oval Office so einiges mitbekommen und die Vorwürfe gegen Verschwörungstheorien gingen wohl meistens gegen „links“, oder?

      Was die Ö Wahl angeht, so fehlt mir der Glaube, dass der Ausgang dort einen wesentlichen Unterschied macht. Denn akzeptable Lösungen haben, egal in welchem Lande, weder die einen noch die anderen.
      Das ist es ja was mir so gefällt.

  17. AUT und Arbeitspensum
    Der Ausgang der Wahl in unserem Nachbarland und dieser Ihr Beitrag unmittelbar nach l‘ Eroica fordern zwei Kommentare geradezu heraus:
    1. Die Apostel(innen) des Mainstreams werden beglückt juchzen und uns weiterhin zulabern.
    2. Wann schlafen Sie eigentlich?

    • Heute Nacht. So gegen 11 bin ich nach langer Fahrerei ins Bett und habe dann heute zu schreiben begonnen, was mir gestern eingefallen ist.

  18. deutsche farbenspiele
    Brauner Nazi – Grüner Nazi.

    Deutsches Nazitum hat viele Farben.

    Nur die Mentalität ist immer die gleiche.

  19. Solange sie diese Arroganz nicht ablegen, werden die "Volksparteien"
    weiter verlieren. Kein fortschrittlicher Moderator verpasst die Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass angeblich dumme Männer die „Populisten“ wählen. Die Rechten „geifern“ also? Was macht die Antifa währenddessen?
    Selbst wenn man die AfD nicht gewählt hat, nimmt man erstaunt zur Kenntnis, dass die deutschen Muslime sich anmassen, die Verfassungskonformität des AfD-Parteiprogramms zu beurteilen und Änderungen daran zu verlangen. Wer oder was legitimiert sie dazu? Allah?
    Noch wäre es Zeit, eine Befriedung der unterschiedlichen Meinungen zu versuchen. Ich habe grosse Sorge, dass wir in einem Jahr, wenn die ersten Selbstmord-Attentate- vielleicht bei der EM in Frankreich- passiert sind, mit moderaten Lösungen nicht mehr zurecht kommen werden.

    • Das war heite vermutlich ein kontrollierter und bewusst beigeführter Eklat, der beiden Seiten zur Selbstvergewisserung diente. Der Zentralrat hätte aber auch einpacken können, wenn er demütig aufgetreten wäre. Ob er sich damit einen Gefallen getan hat, weiss ich aber auch nicht.

    • Der ZDM, Ditib dominiert,
      hat hier etwas für ihn ganz Neues erfahren müssen:eine gesellschaftlich u.politische Kraft, die ihm nicht gefallen will.
      Das kennt Hr.Mazyek nicht!

  20. Früher unterhaltsam
    Jetzt leider etwas arg vorhersehbar. Können Sie erst seit Schirrmachers viel zu frühem Ableben so richtig vom Leder ziehen? Wenn Rechts-Polemiker 50 % bekommen und die Kriminalstatistik rund doppelt so viele rechts- als linksgerichtete Gewalttaten verzeichnet – dann sind natürlich trotzdem, – nein: erst recht! – immer nur die Liberalen, Linken und Grünen schuld. Jetzt kann man es ja sagen, endlich, nicht wahr?

    • Darf ich fragen, was das mit dem Thema des Beitrags zu tun hat?

      Ich weiss nicht, ob Sie Frank Schirrmacher kannten. Ich will hier nur so viel sagen: Er war immer um eine vielschichtige Debatte bemüht, und wollte verstehen, was Leute denken, die nicht wie er denken. Mir geht das bei der FPÖ genauso: Ich habe diese Partei 2000 besser kennengelernt, als mir lieb war. Ich finde sie persönlich absolut unwählbar. Aber zu sagen, dass Österreich ein Naziland ist, kann es ja wohl auch nicht sein.

    • Kriminalstatistik
      Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast…

      Spätestens nach Köln und den damit einhergehenden Einblicken in Kommunikationsstrategien der Politik an die Öffentlichkeit sollte man bei Zahlen mit eventuell politischer Brisanz kritisch sein.

      Was ist mehr, was ist weniger, was hat welche Qualität, was weiß man, was vermutet man, was behauptet man. Ich befürchte, das ist leider alles nicht ganz so einfach ersichtlich wie man das gerne hätte.

    • Das Geheimnis der Statistik ist die eher geringe Aufklärungsquote. Ungeklärte Straftaten betreffen alle, nur die geklärten betreffen dann wirklich zuweisbare Täter.

      SWofern man sich überhaupt darum kümmert, siehe den Streit in LLübeck um Ersttäter und Bagatelldeikte.

    • Ein Hakenkreuz als Feigenblatt?
      Rechte Straftaten könnten dann anhand von ihren Zielen und eindeutigen Zeichen/Parolen eher zugeordnet als viele linke Straftaten, die man auch unter Vandalismus ablegen kann, sofern es keine eindeutigen Bekenntnisse gibt. Aber wer weiß das schon.

    • Kriminalstatistik?
      Viele sind so verklebt, dass sie nicht mal Zahlen lesen können. Offizielle Zahlen (das Interessante steht am Schluss; http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2015/05/pks-und-pmk-2014.html):
      Die Zahl der politisch motivierten Straftaten ist 2014 erneut angestiegen. Insgesamt wurden 32.700 Straftaten (+3,3%) und 3.368 Gewalttaten (+18,3%) registriert. Die Zahl der politisch motivierten Gewalttaten hat seit Beginn der Erfassung 2001 einen absoluten Höchststand erreicht. Die Zahl der Straftaten im Bereich PMK-rechts liegt auf dem hohen Niveau des Vorjahres (17.020), die Zahl der rechtsmotivierten Gewalttaten ist überdurchschnittlich um 22,9% auf 1.029 angestiegen. Im Bereich PMK-links ist die Zahl der Straftaten gesunken (-6,5%), die Zahl der linksmotivierten Gewalttaten bleibt hingegen auf dem hohen Vorjahresniveau (1.664; +0,3%). Straftaten, die dem Bereich PMAK zugeordnet werden, haben sich 2014 fast verdreifacht (2.549, +191,6%); die Gewalttaten haben sich mehr als verdoppelt (390, +133,5%).

      Die Zahl der Körperverletzungen ist 2014 um 29,4% auf 2.285 gestiegen. Ein überdurchschnittlicher Anstieg ist im Bereich der politisch motivierten Ausländerkriminalität (PMAK) zu verzeichnen (+152,7% auf 278 Fälle). Jeweils 40 Prozent der Körperverletzungen entfallen auf PMK-links und PMK-rechts. Insgesamt ist es 2015 zu 15 versuchten Tötungsdelikten gekommen. Auf die Bereiche PMK-links und PMAK entfallen jeweils 7 versuchte Tötungsdelikte, eine Tat war rechtsmotiviert. Im Bereich PMK-links ist ein Todesopfer zu beklagen.
      Man rate, wie die Zeit titelt.

    • Wir wissen doch, was diese Front der Medien in Sachen Gewalt für legitim hält: Im Tagesspiegel war auch ein Loblied auf die Antifa.

    • OT: Statistiken sind so ne Sache
      @ krethiundplethi
      Bitte beachten Sie bei den Statistiken über die Kriminalität der Rechten und Linken, dass Angriffe der Kurden gegen Türken z.b. in der Statistik als rechte Gewalttat aufgeführt wird.
      Wenn das auch für alle Gewalttaten der letzten Monate von Syreren gegen Afghanen, etc. in den Unterkünften gilt, dürfte das Bild stark verzerrt sein.

    • Titel eingeben
      „Rechte Straftaten könnten dann anhand von ihren Zielen und eindeutigen Zeichen/Parolen eher zugeordnet als viele linke Straftaten, die man auch unter Vandalismus ablegen kann, sofern es keine eindeutigen Bekenntnisse gibt. Aber wer weiß das schon.“
      .
      …und vice versa. Je nach politischem Bedarf.

    • Linke Gewalttaten werden notorisch verharmlost
      Ich habe momentan leider keine Zeit ausführlich Stellung zu nehmen, aber @KrethiundPlethi ist sicher des Lesens mächtig.

      Linke Gewalttaten werden notorisch verharmlost

      http://www.welt.de/debatte/kommentare/article155643518/Linke-Gewalttaten-werden-notorisch-verharmlost.html

    • Titel eingeben
      Freilich. Nur welche politische Richtung hat momentan die Aufsicht über die Polizei, den Verfassungsschutz und die berichtenden Ämter und die Mehrheitsmeinung in der Presse? Wer streicht das Förderungsverbot bei Extremismusverdacht von Gruppierungen und verdoppelt die Zuwendungen an diese?
      Es gehört nicht viel Phantasie dazu sich auszumalen, dass WENN es einen gewollten Spin bei der statistischen Betrachtung gäbe, in welche Richtung der gehen würde.

      @Desperado
      „Bitte beachten Sie bei den Statistiken über die Kriminalität der Rechten und Linken, dass Angriffe der Kurden gegen Türken z.b. in der Statistik als rechte Gewalttat aufgeführt wird.“

      Stimmt das wirklich? Das wäre in der Tat ziemlich verzerrend. Kann ich nicht so recht glauben.

    • Titel eingeben
      http://www.rp-online.de/panorama/linksextreme-gewalt-gegen-polizei-aid-1.5991239

      Nach einer Anfrage der FDP im NRW-Landtag waren 80% der Gewalttaten gegen Polizisten in NRW im vergangenen Jahr dem linken Spektrum zuzuordnen. Insgesamt überstieg die Anzahl der linken Gewalttaten mit 1.194 damit deutlich diejenige der gesamten Gewalttaten von 2014.

      Im oben verlinkten Welt-Artikel steht etwas davon, dass zu rechten Straftaten auch Propaganda- und Symbolstraftaten zählen, was de facto von Links anscheinend gar nicht existiert.
      Ist eigentlich nachvollziehbar: Mao, Lenin, Stalin, das Anarchie-A, Hammer und Sichel etc pp sind alles keine strafbaren Symbole, folglich taucht deren Verwendung auch nirgends auf. SS-Runen, Hakenkreuz, Hitlerporträt hingegen schon und füllen die Statistik.

  21. Das Beste aus Pest und Cholera
    Vor dem gestrigen Sonntag dachte ich mir: Was würde ich um Himmels willen wählen, wenn ich Österreicher wäre?
    Auf der einen Seite ein doch zu nationaler Burschenschaftler, flankiert von einem Parteichef, der pünktlich eine Debatte um die Wiedervereinigung Tirols lostritt. Südtirol müsste ja schön blöd sein: so eine schöne Autonomie wie von Italien kriegen die nie wieder. Geht’s noch?
    Auf der anderen Seite ein tattriger, unglaublich bräsiger, selbstzufriedener Salon-Grüner mit keiner anderen Idee im Angebot, als den Rechtspopulisten zu verhindern. Gestützt von einer Schickeria , die sich einen Gesellschaftsspaß daraus macht, eine Ultra-Moral zu predigen, die in jeder Hinsicht von anderen bezahlt wird. Schlimm!
    Nach dem Wahlkrimi muss ich sagen: Mehr hätte der österreichische Wähler aus diesem Angebot von Pest und Cholera nicht machen können. Der Bräsige gewinnt so knapp, dass es eine brutale Klatsche für die ganz große Koalition der Bien-Pensants ist, die offensichtlich allerletzte Bewährung. Die FPÖ muss zu Recht nachsitzen: der Frust war groß, aber nicht groß genug für Hofers (und Straches) Präsidialherrschaft.
    Mein Respekt an das österreichische Wählerkollektiv! Besser ging nicht. Ob es aber etwas hilft?

    • Am Ende werden sich dann nach der nächsten Wahl ÖVP und SPÖ darum prügeln. wer für seine fehlende Wahlempfehlung für VdB mit Strache ins Bett steigen darf. Das ist bequemer, als etwas am System zu ändern.

    • Treffend
      Eine ordentliche Analyse und Beschreibung des Dilemmas. Ein Dilemma das in Deutschland auch noch auf uns zukommt. Die Jahre der GroKo, die ja in Österreich schon fast betoniert erschien, machen es auch bei uns nicht leichter – mit einer solchen Regierung ist Verschwörungstheoretikern und anderen Spinnern Tür und Tor geöffnet. Mir graust. Mir graust vor allem vor mir selbst – eigentlich links sozialisiert – bin ich fast versucht Seehofer recht zu geben. Alles bloß nicht Petry und ihre Entourage von alten, gefährlichen Männern. Manchmal fragt man sich wie schleichend dieser Prozess vorangegangen ist, dass Nationalismus und Autoritarismus in Europa wieder Einzug hielten.

    • Versagen
      „das für Österreich und Wien typische Versagen der Behörden“

      Radelt der Don nicht gelegentlich vom Tegernsee nach Tirol?
      Vielleicht sollte er sich auch von Ingolstadt den Nibelungenweg gönnen.

      Multiples Staats(organ)versagen ist vorläufig noch auf den Reichshauptparasiten Wean konzentriert. Dort herrschen zumindest französische (wenn auch nicht unbeding Pariser) Zustände.

      Im Inn- oder Mühlviertel könnten ihm schon noch landbairische Zustände begegnen.

  22. Titel eingeben
    Verlinkung auf der Standardseite wäre top! Beitrag trifft es exakt.

  23. Vergessen Sie SPON
    Die linke Kolumnisten-Clique um Augstein versucht immer wieder, dem Salon-Chef Augstein die Schau zu stehlen mit Fieber-Phantasien aus dem linken Lager. Aber es will und will einfach keinem gelingen.
    Heute fehlt es Diez mal wieder an historischen Einsichten und journalistischer Handwerklichkeit. Wen meint er denn nun heute mit dem Bürgertum? die CDU, die CSU, die AfD, oder gar die Grünen, oder doch die SPD? Vielleicht sollte er sich erst einmal mit Begriffen und Inhalten auseinandersetzen. Vielleicht zusammen mit Augstein.

  24. Titel eingeben
    Es wäre schön wenn FAZ.net ebenfalls die Kommentarfunktion öffnen tät – denn wie auch Sie schon so treffend bemerkten: Die Leserkommentare sind mitunter weit erhellender als so mancher bemühte und doch stereotype Artikel.
    Aber nein, die FAZ mag der (konservativen?) Leserschaft keine Möglichkeit geben seine Meinung beizutragen.
    …wie es bei Tichy zu lesen war (war es Herles?): „Der Leser hat zu zahlen und das Maul zu halten“

    • Das wird hier unterschiedlich gehandhabt und ich habe immer klar gesagt, dass ich nicht bloggen werde, wenn jemand auf die Idee käme, bei mir die Kommentare zu schliessen. Versucht aber auch niemand. Entscheidungen anderer können anders sein, keine Frage.

  25. Wenn ein deutscher Journalist
    Wenn ein deutscher Journalist enthält der Text meist Vorurteile usw. Ihr Text ist wohltuend anders.

    • Vorurteile habe ich auch, haufenweise. Aber Leibeigenschaft ist wirklich besser als ihr Ruf.

    • Herrlich....
      „Leibeigenschaft ist wirklich besser als ihr Ruf.“

      Werd ich künftig öfter zitieren….

    • Ich kann das gerne mal erklären. In Bayern etwa gab es in der Aufklärung das Angebot, die Leibeigenschaft mit einer Einmalzahlung zu beenden – das haben die Bauern praktisch nie gemacht, weil es ersten zu teuer war und sie zweitens mit dem System gut leben konnten So würden wir das auch mit den Österreichern machen. Leibeigenschaft durch München wäre billiger und effektiver als korrupte SPÖVP-Blutsäuferei.

    • Hmmm.....
      Dass Leibeigenschaft in absolutistischen Zeiten durchaus auch Vorteile haben kann, wird keiner bestreiten dem die Umstände bekannt sind.

      Sollten wir uns also auf noch absolutistischere Zeiten vorbereiten?

  26. Das leicht entrückte Gekicher der CDU-Funktionäre
    Die Merkel hört nicht aufs Volk? —
    Entrücktes Gekicher bei den Hauptamtlichen Funktionären:
    Aufs Volk!!
    Sie hört ja nichtmal auf uns…

    • Ja. Sicher. Vieles erinnert hier an postdemokratische Zustände von Österreich.

    • Danke, habe gerade herzlich gelacht
      Jetzt weiß ich, wie ich die Antwort meines Bundestagsabgeordneten (CDU) auf meinen bislang einzigen Brief an einen wie ihn einordnen darf.

    • Autokratistan
      So ist das in von AutokratInnen regierten Ländern wie Deutschland und der Türkei.

  27. Staatsmedien
    Es war ja bezeichnend, dass auch die deutschen Staatsmedien unverholen Werbung für van der Bellen gemacht haben. Obwohl sonst so politisch korrekt, sehen die Berufslinken des öffentlich rechtlichen Rundfunks anscheinend Österreich als 17. Bundesland und agieren als ob es die kleindeutsche Lösung nie gegeben habe.

    Als GEZ, pardon, Haushaltsabgaben Zahler frage ich mich, ob ich aufgrund der Zwangsfinanzierung der linkspopulistischen Kampagnen nicht selbst gegen die Neutralitätspflicht staatlich finanzierter Medien verstoße. Hinterher werfen mir die „Spätgeborenen“ vor, keinen Widerstand geleistet zu haben.

    Aber die Staatsgewalt schickt Gebührenverweigerer ja unerbittlich ins Gefängnis. Und wehe man macht dann beim Knastfernsehen nichtndiemAugen zu!.

    • Es fehlt in Deutschland einfach etwas am Basiswissen über speziell österreichische Verhältnisse. Ich habe da unten gearbeitet und absolut desaströse Erfahrungen nicht nur mit ÖVP und FPÖ gemacht, sondern genauso mit Gusenbauer und seiner SPÖ – siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Gross

      Österreich hatte und hat keine Gewaltenteilung wie in Deutschland, darunter leidet das Land bis heute und für manche ist der Ausweg eben die Partei, die radikal dagegen ist. Die Deutschen sehen die völkisch-nationalistische Komponente und übersehen, dass der Erfolg der FPÖ mehr auf dem Kampf gegen Establishment und Strukturen beruht, die die Menschen von einer Mitwirkung ausschliessen. Das heisst nicht, dass die FPÖ etwas besser macht. Aber darum geht es dem Wähler scheinbar nicht.

    • Titel eingeben
      @DA: Sie sprechen da einen sehr wahren Punkt an, den wir Deutschen praktisch immer übersehen, und der Österreicher nie: Österreich ist nicht das 18. Bundesland (das 17. ist bekanntlich Malle) nur mit komischem Dialekt, Häusern mit Stuck und besserem Kaffee, sondern eine grundlegend andere Gesellschaft. Die nicht sehr zwischen Bürger und Staat unterscheidet, weil ihr eine Erfahrung wie 1848 fehlt. Die sich dagegen sehr im Dreieck Geld, Bildung, Amt bewegt und fast zwanghaft bemüht ist, von allem und jedem die entsprechenden Koordinaten zu ermitteln, um sich selbst besser oder schlechter zu fühlen. Und die strukturell xenophob ist, traditionell gegen die ehemaligen KuK Länder gerichtet, die man gerne als von Emporkömmlingen regierte autonome Regionen des eigenen Landes ansieht. Die die Deutschen dulden, weil diese Geld bringen, aber nicht mag. Naja, am wenigsten schlimm sind sie halt, is eh klar.

      Der Dualismus Schwarz/Rot, der die Gesellschaft neben der oben erwähnten horizontalen Schichtung nach wie vor apartheidsähnlich vertikel spaltet, mit Sportvereinen, Zeitungen, Banken, Wohnvierteln „für die“ und „für uns“, sei nur erwähnt, in zu erklären braucht es Bücher.

      Und man verwechsele Wien nie mit dem Rest des Landes. Die Stadt und der Rest des Landes sind einander oft herzlich abgeneigt.

      Wäre aber doch mal ein Thema für hier, so eine Art „Einblicke in die österreichische Seele“, vielleicht im Team mit einem örtlichen Blogger.

    • Sicher, aber jetzt hat ja „der Richtige“ gewonnen und Ursachenanalyse würde nur zeigen. dass der deutsche Parteienzirkus auch auf österreichische Verhältnisse zurutscht. Ich weiss nicht, ob das hier in Deutschland gut ankäme.

    • Ist Frau Merkel schlecht beraten?
      @ Buddler
      „Merkel wird von deutschen Juristen und Ökonomen genauso schlecht beraten wie weiland Bush, deshalb auch ihre Kaskade des Scheiterns.“

      Merkel war schon vor ihrer ersten Kanzlerwahl eine Anhängerin der Chicago Schule. Ihre Vorbilder hießen laut einem Interview in WamS von damals: Milton Friedman, Margaret Thatcher und Katarina die Große. Meines Erachtens wird die genauso beraten, wie sie beraten werden will: nach der neoliberalen Agenda.

      Ich habe oft das Gefühl, dass Merkel unterschätzt wird, weil sie eine Frau ist: Eine mollige mütterliche unauffällige Dame, die so herzlich lächeln kann, kann nicht „böse“ sein. Ihr wird Planlosigkeit und Untätigkeit vorgeworfen, während sie ihre marktkonforme Politik mit einer gut durchdachten Strategie eisern aber unauffällig durchführt.

      Unauffällig und vorsichtig, weil sie sicher den politischen Werdegang ihres Vorbildes Thatcher genau verfolgt und etwas daraus gelernt hat.

      Die Aufstände gegen Margaret Thatcher in 1981 sahen wild aus. Das wird in Deutschland nicht passieren. Diese Zeiten sind vorbei, auch in UK. Und gelernt hat die britische Politik daraus langfristig auch nichts.
      https://www.google.co.uk/search?q=riots+against+margaret+thatcher&biw=1600&bih=775&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwjWmKL8zKzMAhUBuBoKHbftAo4Q_AUIBygC

    • @Tamarisque
      Ich befürchte bei ihrer Einschätzung der Dame M liegen sie falsch.
      Wir reden vom Problem der Flüchtlingswelle. Und da hat sie von Anfang an die Dimensionen nicht verstanden, die das haben wird. Dass man das hätte sehen können, sollten sie wissen, denn sie haben auch damals bereits hier mitdiskutiert.
      Und dann, als das Desaster bereits abzusehen war hat sie, wie das bei ihr üblich ist, versucht das Thema auszusitzen. Und nun versucht sie mit dem Überweisen von einigen Milliarden Euro an eine der übelsten Figuren überhaupt in der Politk, das Ganze in den Griff zu kriegen. Wobei sie natürlich auch da nichts anderes als über den Tische gezogen wird.
      So dumm wie die Frau ist nämlich noch nicht mal ein Erdogan!

      Man kann darüber diskutieren ob ein „so wenig als möglich Eingreifen“ in ruhigen Zeiten, also wenn die Wirtschaft ein gemässigstes Wachstum zeigt, nicht die am wenigsten schädliche Politik sein kann und sowas wie M am rechten Ort. Aber in Zeiten wie diesen gedeiht das Desaster, wenn der „Normalo“ seinesgleichen zu Kanzlern wählt..

    • Merkels Jüngerschaft des Neoliberalismus @Tamarisque
      Ich denke, Sie haben da vollständig recht- auch weiter unten mit Ihrer Darlegung der neoliberalen Camouflage(also das Liberale als Vorwand für die Abschaffung des Sozialen zu nehmen und den Staat zum Schuldner der Superreichen zu machen!).
      Merkel ist ganz sicher nicht eine Pragmatikerin wie man bis vor einigen Jahren noch glauben konnte. Ihre Sprache („marktkonforme Demokratie“, „alternativlos“ pp) ebenso wie ihre Handlungen deuten ganz klar auf einen neoliberalen Ideologismus. Merkel ist damit ein Symptom jener neoliberalen Globalisierung, die letzlich international die Ungleichheit und Kriege gefördert, Staaten destabilisiert… und in keiner Weise dem sogen. Freien Handel gedient hat (Beisp.US-Protektionismus gerade in der Neoliberalisierung).
      Die Fehlallokation (besonders bei Linken) als „Auswuchs des Kapitalismus“ trifft es aber nicht. Das Problem ist nicht, dass manche mehr haben als andere, sondern dass in diesem Modell der Nexus zwischen Besitz und sozialer Verantwortung aufgehoben ist. Abstrahiert bedeutet das: Handeln/ Macht ist ohne Verantwortung. Damit ist auch die Freiheit vollkommen obsolet, denn die Dinge geschehen „alternativlos“!

    • @TDV
      „Aber in Zeiten wie diesen gedeiht das Desaster, wenn der „Normalo“ seinesgleichen zu Kanzlern wählt..“

      Ich redete nicht vom Flüchtlingsproblem, sondern über ihre Politik im Allgemeinen – das sollte eigentlich verständlich sein. Frau Merkel ist mitnichten ein „Normalo“, nur weil sie äußerlich den Eindruck macht, unscheinbar und bieder wirkt, sondern eine mit allen Wassern gewaschene Machtpolitikerin, die ihr Handwerk bereits in der DDR gelernt hat.

      Was die Flüchtlingswelle betrifft, so habe ich meine Meinung hier tatsächlich schon geäußert, und auch die ist nicht so einfach. Frau Merkel hat bei den unerträglichen Zuständen am Mittelmeer und an den Grenzen sowie bei den Brandanschlägen in Deutschland Monate lang tatenlos zugesehen. Sie hat erst dann reagiert, als die internationalen Medien die EU und besonders Deutschland scharf kritisierten. Ihr internationaler Ruf ist ihr offenbar eh wichtiger als das, was ihr Wahlvolk denkt. Und so hat sie überreagiert, hat eine offene Einladung ausgesprochen; die Konsequenzen waren ihr in dem Moment egal. Schnell wurde daraus mit Hilfe der Medien eine Willkommenskultur gebastelt, die Aktion als christliche Menschenliebe gedeutet… Sie hatte ihr kurzfristiges Ziel erreicht: überall Jubel über die edle Geste. Diesmal hat sie sich jedoch auf lange Sicht gründlich verschätzt.

    • staatlich gestützte "freie" Märkte
      @ Patrick Feldmann
      Zustimmung. Allein die massiven Maßnahmen, mit welchen der Staat den Unternehmen und den Märkten unter die Arme greift, führt den Begriff liberal ab absurdum. Unternehmen, indem z.B. Hungerlöhne staatlich aufgestockt werden oder Rettung der TBF Banken. Merkel bzw. die EU, in welcher Deutschland den größten Einfluss ausübt) haben eine seltsame Zusammenführung des Staates als Helfer der Märkte aufgebaut (nichts Anderes ist das interventionistische Füttern der Märkte mit Geld zum Nulltarif, auch dies zu Lasten der Gesellschaften der EU oder das Banken-Dauerrettungsmechanismus ESM).

  28. Oh mei der Diez
    Georg Diez, das Intellektualismus-Surrogat, die bleischwere Sartre-Simulation aus der Spon-Cloud. Auch auf allen Weltmeeren der Kultur zuhause, natürlich. Ich les des Zeugs von dem nimma, ich pack des ned, wenn einer ollawei so gschwolln daherredt, oba eigentlich doch nix zum Sogn hod, nix wos ma ned scho woanders xmal besser glesn hod, da wo ers a her hod. Ich les do eh meist blos die Kommentare bei dera Spon-Webseid, des taugt ois nix, des is ois a ziemlicher Schnarrn. Dene ihr Bento, ja geh weida. Wo samma denn.

    • Ich bin da auch nur drübergestolpert. Und hätte es nicht gebracht, wenn es nicht so gut zum „Nazis schlagen ist legitim“-Text der letzten Woche gepasst hätte,

  29. Was soll man sagen...
    Ihr Kollege hat das in seinem Kommentar zur letzten Anne Will-Sendung ebenfalls gut aufgegriffen. Für viele Politiker und Journalisten kommt Kritik zu Fragen von Migration und Flüchtlingspolitik (wer könnte da im heutigen Diskurs überhaupt noch unterscheiden) automatisch entweder von Nazis oder unmündigen Bürgern, welche man infantilisiert und die man „mitnehmen“ und „ihre Ängste nehmen“ muss. Dass die Leute vielleicht einfach wohlbegründete Meinungen, Urteile oder Interessen haben könnten, wird als Unmöglichkeit betrachtet. Wenn man es also nur mit Unmenschen oder Idioten zu tun hat, kann man die ja getrost ignorieren.

    Die Leserkommentare zeigen da ein ganz anderes Stimmungsbild. Dass wir es hier mit zwei vollkommen unterschiedlichen Perspektiven auf eine soziale Realität zu tun haben, ist für sich genommen kein Problem. Problematisch ist dies nur insofern als das Merkels Linksschwenk in Kulturfragen (Finanzpolitisch ist sie natürlich weiterhin neoliberal, der Liberalismus stört sich natürlich auch nicht an offenen Grenzen, nur war die CDU eben nie eine ausschließlich liberale Partei, man hat hier peu a peu alles wertkonservative, religiöse, etc. pp aufgegeben, weil man die so genannte Mitte der Gesellschaft erreichen wollte, man kennt das ja schon von der SPD unter Schröder, dabei handelt es sich natürlich um ein wahrhaftig transnationales Phänomen) eben dazu geführt hat, dass diejenigen, welche – sei es aus wirtschaftlichen, kulturellen, ja lebensweltlichen Gründen keine Masseneinwanderung wünschen keine Repräsentation durch die politischen (und auch die medialen) Eliten besitzen. Dieses Missverhältnis wird natürlich von den Rechten dankbar aufgegriffen. Insofern stößt es mir als Linken sauer auf, dass Merkel mit ihrer idiotischen Politik zu einer weiteren Zerfaserung der deutschen Politik geführt hat, welche uns auf lange Sicht eine Wagenburg etablierter Parteien bescheren wird, welche sich von den Populisten von rechts (und im deutschen Fall weniger relevant) von links abgrenzen. Merkel kann das egal sein, denn in dieser politischen Arithmetik kann ihr niemand die Kanzlerschaft streitig machen. Sie hat sich gewissermaßen alternativlos gemacht, hinterlässt uns aber nichts als verbrannte Erde.

    • Ich glaube, dass Politiker und Journalisten keine Einblicke in die reale Lebenswelt derer haben, die wirklich arbeiten. also Rohre biegen, Reifen schleppen oder CNC-Fräsen bedienen (Übrigens verstärkt durch die Frauenquote in angenehmen Berufen, die nie in der Produltion waren“. Da schluckt man als Bürdersohn natürlich auch erst mal, aber wenn man monatelang mit solchen Leuten arbeitet, versteht man sie etwas besser. Mich hat da das ausgraben mit Leuten, die auf ABM-Massnahme waren, sehr geerdet.

      Das gleiche gilt für Migration. Ich weiss nicht, welche Lager meine Kollegen meist so besuchen, aber ihre Realität und meine passen vorn und hinten nicht zusammen. Ich war heute am Supermarkt von Mantua und wurde ganz erheblich bedrängt: Das ist hier der gelebte Alltag von Migranten aus Subsaharastaaten. Es ist auch Alltag, wenn man in grösseren Städten unterwegs ist – versuchen Sie mal, den Dombezirk von Pisa ohne Anmache zu verlassen. Wie man solche Personengruppen dazu bringen soll, bei uns dann 1-Euro-Jobs zu übernehmen, wenn es am Supermarkt 20 Euro durch Bedrängung gibt, soll mir die Politik mal schlüssig erklären. Das sind nämlich genau die Fälle, die man nicht zurück nach Somalia bringen wird. Über solche Probleme muss man reden, oder sie wachsen einem, siehe Wien Brunnenmarkt. über den Kopf.

    • @Don Alphonso
      Es gibt auch viele Jobs, die von Frauen ausgeübt werden und durchaus unangenehm sind.
      Wer in der Altenpflege tätig ist und Bettpfannen ausleert hat durchaus Einblick in
      „die reale Lebenswelt“ und körperlich anstrengend ist dieses Arbeitsfeld überdies.

      Das Narrativ von den vielen Frauen, die sich vor anstrengender Arbeit drücken, ist ein unschöner Teil des Geschlechterkampfs.

      Die krampfigen Gendertrullas mit ihren gesamten Lehrstühlen möchte ich davon ausnehmen.
      Sie sind tatsächlich unproduktiv und überfüssig.

    • 40% der Frauen haben Hofer gewählt – da kann man ja mal überlegen, wer das war. Landwirtinnen kann ich mir bei VdB nicht so vorstellen.

    • Prophylaktisches Kritikverbot
      @ Don Alphonso
      „Wie man solche Personengruppen dazu bringen soll, bei uns dann 1-Euro-Jobs zu übernehmen, wenn es am Supermarkt 20 Euro durch Bedrängung gibt, soll mir die Politik mal schlüssig erklären. Das sind nämlich genau die Fälle, die man nicht zurück nach Somalia bringen wird. Über solche Probleme muss man re-den, oder sie wachsen einem, siehe Wien Brunnenmarkt. über den Kopf.“

      Das ist der springende Punkt. Es ist eine andere Mentalität (und schon wäre es rassistisch, wenn man nur einmal wagt, auf solche Unterschiede hinzuweisen und dabei ein Wort wie „Mentalität“ fällt).
      Ich hatte nämlich schon mal gedacht, dass diese Menschen durchdrehen werden, wenn sie irgendwo kaserniert und zwangsumsiedelt („Ortsgebundenheit“) einen 1€-Job machen müssen. Dass dies sie zu (noch mehr) Hass anstacheln wird, liegt wohl an der Hand.

      Den Menschen solche Zustände zuzumuten, quasi als Arbeitssklaven und gleichzeitig den Kritikern aus „Pietät“ den Mund zu verbieten, ist unerträglich.

      Aber vielleicht dienen die Denktabus rein prophylaktisch eben dem Zweck, jegliche Kritik rechtzeitig komplett zu eliminieren, aus einem guten Grund…

    • Ganz ehrlich, ich bin absolut ratlos. Ich bin froh, dass ich das beim Schreiben ausleben kann und nicht beim Wählen ausleben muss.

    • Als Archäologe
      trifft man tatsächlich viele arme und sehr hart arbeitende Menschen mit denen Journalisten nie reden, die aber ein gutes Stimmungsbild abgeben. Mir und meinen Kollegen war immer klar, dass der arabische Frühling scheitern würde, der Bürgerkrieg in Anatolien nie ausgestanden war und Erdogan aller neo-liberaler Wirtschaftspolitik zum Trotz eine islamische Republik anstrebte.

      Der Gegensatz in der Wahrnehmung zeigte sich immer dann, wenn wir Archäologen mit deutschen Diplomaten zu tun hatten (wie Sie wissen, gehört das DAI zum auswärtigen Amt). Die Diplomaten sprachen mit Politikern, Wirtschaftsvertretern und Journalisten, hatten aber keine Ahnung was auf dem platten Land vorging.

      Wer lange im Nahen Osten unterwegs war, weiss, dass seit den neunziger Jahren die Hälfte der Bevölkerung dort auf gepackten Koffern sass, um nach Deutschland, Frankreich oder Benelux auszuwandern. Aber die Juristen im AA hat das natürlich nicht interessiert. Die CIA und der MI6 haben dagegen die angelsächsischen Kollegen systematisch abgegriffen (und sich mit tollen Satellitenphotos aus den 60er Jahren bedankt), was ganz generell zu besser informierten Regierungen führte – bis Bush meinte, die Experten seien zu parteiisch (gone native) und dann auf die ahnungslosen NeoCons hörte.

      Merkel wird von deutschen Juristen und Ökonomen genauso schlecht beraten wie weiland Bush, deshalb auch ihre Kaskade des Scheiterns.

    • Titel eingeben
      „Wie man solche Personengruppen dazu bringen soll, bei uns dann 1-Euro-Jobs zu übernehmen, wenn es am Supermarkt 20 Euro durch Bedrängung gibt, soll mir die Politik mal schlüssig erklären.“
      .
      Diese Personengruppen gibt es auch in der deutschen Bevölkerung. Zu erklären gibt es da nichts. Es erklärt vielleicht eine gewisse Nostalgie der Bedrängten gegenüber Politikern vom Schlage Schicklgruber oder Dschugaschwili.
      .
      Der Königsweg ist natürlich der 1-Euro-Job als Zubrot zu Leistungen nach SGB und zusätzliche Einnahmen durch Bedrängen usw. Die Schlauen unter diesen Personengruppen wissen das längst und handeln entsprechend.

    • @Buddler Beiträge wie Ihrer sind ein echter Gewinn
      – und da gibt es hier immer wieder Einige!

      Ich lese natürlich die Artikel von D.A. ihrer selbst u. des Themas willen, aber zunehmend auch vieler Kommentare willen. Da gewinnt das Eine am Anderen!

    • Geerdete Kinder des Bürgertums
      @ Don Alphonso
      „Ich glaube, dass Politiker und Journalisten keine Einblicke in die reale Lebens-welt derer haben, die wirklich arbeiten. also Rohre biegen, Reifen schleppen oder CNC-Fräsen bedienen (Übrigens verstärkt durch die Frauenquote in ange-nehmen Berufen, die nie in der Produltion waren“. Da schluckt man als Bürder-sohn natürlich auch erst mal, aber wenn man monatelang mit solchen Leuten arbeitet, versteht man sie etwas besser. Mich hat da das ausgraben mit Leuten, die auf ABM-Massnahme waren, sehr geerdet.“

      Das macht den Unterschied zwischen der deutschen und anderen Gesellschaften aus, wie z.B. der finnischen und der amerikanischen. Während Kinder aus bürgerlichen deutschen Familien im Sommer in tollen Reisezielen Urlaub machen, schicken die Eltern dort die Kinder zu einem Ferienjob, damit sie geerdet werden und das „wahre Leben“ kennen lernen. Alternative sind Sprachkurse im Ausland. Ich z.B. hatte einen Ferienjob in der Gärtnerei einer Klinik, wo die Töchter des Chef- und des Oberarztes, die ich aus der Parallelklasse kannte, auch einen Ferienjob machten. Hier in Deutschland wäre das wohl undenkbar. Ich lebte schon lange in Deutschland, als mir jemand den dezenten Hinweis gab, dass in Deutschland nur arme, benachteiligte Kinder einen Ferienjob machen. Ich sollte wohl so etwas nicht erzählen, um mich nicht im „falschen Licht“ zu präsentieren. Das hat sich aber zum Glück inzwischen etwas geändert, nehme ich an.

    • ab 16 war ich in der Produktion, das war bei uns so üblich und das haben praktisch alle auch so gemacht und machen wollen. Und da war kein Management-Dad, der das mit einem Urlaub verhindert hätte.

  30. DER SPIEGEL sinkt und sinkt - , DER STANDARD leuchtet, Don Alphonso zeigt sich honett
    Um Georg Diez auf SPON zu paraphrasieren:

    Der Mittelstand sieht dem Schwund des SPIEGEL bisher ohne größere Regungen zu.

    Wo sich LeserInnen öffentlich vom SPIEGEL abwenden, finden sich gerne Hinweise auf Diez (und Augstein, Susanne Beyer): Wg. Flachköpperei, Bräsigkeit u Anmaßung.

    Ich gucke ebenfalls immer mal wieder beim STANDARD online in die Kommentare; und denke: Das ist Geist von Dvorschaks (Das Neue Forum) und Nennings (Das Forum) usw. Geist.

    Dass die Wiener Jusos jungdumm daherreden, ist ihr Privileg, – dass sie aber nahtlos an z. B. Robert Menasse anschließen können (FPÖ=“faschistisch“), ist nicht mehr so einfach, das räume ich ein.

    Wg. Don Alphonso: Durchaus chevaleresk, dass Sie den Wienerinnen von standard.at die Honneurs machen wg. Vorbildfunktion.

    Und nachdem leztes Jahr hier Jean Paul zitiert wurde und diesjahr bereits Heinrich Seuse als geistiger Anker diente, sehe ich auch Ihre Leserschaft mit einiger Freude mitwirken an der Verbesserung der Welt.

    Es wäre doch schön, wenn Wien mit der besten Mietshauspolitik aller europäischen Großstädte weiterhin so top-lebenswert bliebe, wie es nach Guardian-Ranking immerhin seit Jahr u Tag ist (No. 1 oder 2 – auf der Welt).
    Keine Ahnung freilich, wie es den Hausbesitzern da geht, hehe; aber ich tippe: Aa ned schleschd.

    • Generell finde ich es ja gut, wenn Journalisten auch mal provozieren, aber bei Diez erwartet man ja fast minütlich, dass er sich für einen Platz unter den Gerechten der Völker vorschlägt. Man erinnere sich aud seine Auslegung des Antisemitismus-Begriffs auf Christian Kracht: Das war eine rein arische Empörung, kein Jude wollte da mitdreschen. Man nennt sowas „überidentifiziert“ und „Opferkomplex“. Keine Ahnung, was das Gejammer dem SPON bringen soll, eine Debatte snbtsteht so jedenfalls nicht.

      Den Vogel schiesst der Herr übrigens ab, wenn er sich auf Schirrmacherr beruft. Intellektuelle Leichenschändung,

  31. Titel eingeben
    Es ist immer wieder schön einen Beitrag von Dir, lieber Don, zu lesen.
    Allein durch die verlinkten Wikipediaartikel lernt man immer wieder etwas dazu (Ungarnstürme, sehr köstlich!).
    Nun aber zurück zu dieser Kolumne.
    Ob der Tweet der Grünen Jugend xenophob ist, darüber kann man geteilter Meinung sein. Ignorant, sehr ignorant, ist er auf alle Fälle. Persönlich bezeichne ich solche Aussagen immer als ideologische, manchmal auch als „idiotologische“, „Granatgrätsche“. Es mutet von aussen fast witzig an, da sie sich denselben Methoden bedienen, wie die verhassten Brau..ähh…sorry Blauen. Ich gebe zu, dass ich, als liberaler Mensch, die auch nicht besonders mag, aber solange sie keinen inhumanen geschichtskittenden Schmarrn von sich geben, kann ich ganz gut mit den Erzkonservativen leben bzw. diskutieren. Nicht alles, was sie von sich geben, ist grundlegend falsch.
    Provozierende Meinungen sind mittlerweile Gang und Gäbe (mache das, wie andere, Hi Don ;), auch ganz gerne), nur frage ich mich wohin das fast schon weimarerische Republik-esque Verhalten hinführt. Eine Steigerung ist kaum noch möglich, und wenn wäre sie echt erschreckend.
    Ob Beiträge von SPON, wie von Dietz oder Augstein, zur Beruhigung des Klimas beitragen, ist mehr als fraglich. Wir werden es sehen.

    • Ich wüsste nicht, wie man das anders nennen sollte. Rassistisch ist es nicht, denn genetisch sind Südslawen und Nordslawen ähnlich. Aber Österreicher sind ganz klar eine Gruppe von Fremden mit fremdartigen Einstellungenm und die werden als „Nazi“ bezeichnet. Insofern ist das klar fremdenfeindlich. Gibt es einen besseren Begriff dafür?

    • @Don
      Sorry wegen der Verspätung Don, musste nochmal etwas über die Antwort sinnieren. Persönlich mache ich zwischen Xenophobie und Rassismus keinen
      Unterschied mehr, da die Überlappung, in Sachen Bedeutung, zu gross ist,
      und viele sich gern hinter dem einen (Xenophobie) verstecken, wenn es sich eigentlich um den anderen Begriff (Rassismus) dreht. Anwesende hier ausgeschlossen. Du hast aber schon Recht. Es mutet schon etwas „fremdenfeindlich“ an. Aber um etwas Schärfe aus der allgemeinen, sehr aufgeheizten Stimmung zu nehmen, tendiere ich zu ignorant.
      Der Verfasser ist ein ignoranter Kletznbeni, der um sich zu profilieren, ein völlig überzogenes Schlagwort benutzt hat. Lässt eigentlich aus psychologischer Sicht ziemlich tief blicken. Erwachsen ist etwas anderes.
      Und deshalb kann ich diese Leute nicht Ernst nehmen.

    • Ich verstehe einfach nicht, warum man andere Massstäbe an Totalitäre anlegen soll, nur weil sie ihre Menschenverachtung rot lackieren.

    • @Don
      Es ist menschenverachtend, aber im höchsten Masse ignorant,
      denn ich glaube nicht, dass alle, die Hofer gewählt haben, politisch Rechtsaussen zu finden sind. Das Wort „Nazi“ wird mittlerweile so inflationär
      für jeden Pfiefkaas verwendet, dass es seine Schärfe verloren hat.
      (selbst ich wurde schon als Nazi bezeichnet, nur weil jemanden meine Antwort nicht gefallen hat). Was machen dann z.B. die grünen Hanswurschtn, wenn sie wirklich vor einem „Nazi“ stehen? Ein Adjektiv anhängen? Du Nazi, bleeda? Sorry, das ist doch lächerlich.
      Deswegen halte ich es nicht für sinnvoll, mich auf die gleiche Stufe, wie die die ihr Schmalz zwischen den Ohren nicht verwenden, zu stellen und im selben Masse zu antworten. Die haben dann ihr Pulver verschossen, während ich noch die ein oder andere „Waffe“ im Arsenal rumstehen habe,
      falls es mal wirklich darauf ankommt.
      Mir gehts hier nicht darum, Euphemismus zu betreiben um das Geschrieben
      runterzuspielen. Ich will nur aufzeigen, was der Tweet eigentlich ist:
      Saudumm, und was wäre eine Beleidigung für das rosa Tier.

      Wir werden wahrscheinlich jetzt nicht die gleiche Meinung darüber haben,
      es ist auch nicht zwingend notwendig, trotzdem will ich mich bei dir für die angenehme Diskussion bedanken. Merci.

  32. Warum denn in die Ferne schweifen
    Kommentare in hiesigen Blättern zeigen ebenso den Unmut des Volkes. Sehr schön beim JvA-Artikel nebenan zu sehen.
    Leider sind vielerorts Kommentare nicht mehr zugelassen, sie gäben aber jedem Journalisten oder Politiker ein Stimmungsbild der Bevölkerung. Vorausgesetzt, sie würden von denjenigen auch gelesen.

    Dass das wohl nicht geschieht, machte M. Dreyer gestern bei Will wieder so schön deutlich, völlig abgehoben und neben der Spur schwafelte sie im schönsten Politikersprech, man müsse den Bürger mitnehmen, seine Ängste aufnehmen… die die meisten Politiker nicht im Geringsten kümmern. Wie sonst soll man sich die Zustände erklären, die wir haben.

    Auf die Belange des besorgten Bürgers wird keine Rücksicht genommen, da werden Statistiken vom Innenminister veröffentlicht und vor massenhaftem Anstieg der Einbruchskriminalität gewarnt und gemahnt, sich selbst zu schützen. Stunden später las man dann nebenan von der Kanzlerin auf den Straußsatz, dass rechts von der Union keine demokratisch legitimierte Kraft entstehen dürfe:
    „Der Satz ist einerseits richtig, weil wir uns als Union stets so verstehen müssen, dass wir zur Mitte hin integrieren, auch indem wir zum Beispiel als Partei der Sicherheit Lösungen für die innere und äußere Sicherheit anbieten, Ordnung und Steuerung in als ungeordnet empfundene Zustände bringen. Damit geben wir konkrete Antworten auf reale Sorgen und Anliegen der Menschen.“

    Wer leidet jetzt unter Realitätsverlust, der besorgte Bürger oder die Kanzlerin?

    Ich würde sagen, die haben alle den Schuss noch immer nicht vernommen, das äußerst knappe Wahlergebnis in Österreich sollte hier als Vorgeschmack und Warnung dienen.
    Aber wie ich den Laden kenne, wird sich nichts ändern, denn zu Veränderungen sind die etablierten Parteien gar nicht mehr imstande. Lieber schimpft man weiterhin die AfD, die sich einen Wahlkampf wirklich sparen kann, den erledigen die anderen für sie und auf die Rechten, wobei nicht einmal klar ist, wer unter diese Kategorie fällt. Wahrscheinlich jeder, dem grün-links, wozu auch längst die CDU gehört, nicht mehr behagt.

    • also ich lese alle – das muss ich ja und schalte auch fast alles frei. Ich weiss nicht, ob das die deutsche realität abbildet, aber es klingt auch nicht viel anders als das, was ich so auf dem Boden höre.

    • Realitätsverlust? Mitnichten, Frau Simon.
      Für die, welche als gewählte Politiker die Wähler „mitnehmen“ wollen, ist die Realität das abgeschirmte Parlament, und vielleicht noch das Wahlkreisbüro. Solange die Diäten fließen, stimmt alles. Und auch die seit einiger Zeit lebendigere CSU wurde erst wach, als die Mandatsverluste zu dräuen begannen. Dito die RP-CDU mit der Oppositionsblondine. Falls – Entschuldigung – wenn die SPD NRW verliert wird vom Willy-Brandt-Haus ein Forschungsauftrag vergeben werden: „Was haben wir falsch kommuniziert?“.
      Nur Wahlergebnisse ändern was; öffentlicher Diskurs starb mit „Notizen aus der Provinz“
      M. A. Titz

    • Der ängstliche Bürger
      Ja, Frau Simon, das geht mir ähnlich. Man hat bei diesen oftmals unpolitisch denkenden Menschen, die zwar als Politiker geführt werden wollen, aber eher Verwalter von Ideologie, Status Quo oder Pfründen sind, wirklich ein Problem, Ihnen noch zuhören zu können.
      Sie fühlen sich nicht als gewählte Vertreter der Bürger, sondern wollen die Domina spielen oder den Therapeuten. Immerzu sprechen Sie nur im metaSprech über die negativen Gefühle Anderer/ der Bürger (Angstburger, Wutburger, was empfinden die Bürger etc.) als wäre es unmöglich jemanden als Vernunftwesen wahrzunehmen mit berechtigten Interessen und guten Gründen. Daher auch das Pseudolinguisieren mit halbverstandenem Vokabular (Phobien überall)
      Und all diese Schalheit dann überwürzt mit Obrigkeits-und Staatsgläubigkeit.

      Da tut kritische Infragestellung wie hier durch Don A. mehr als gut!

    • @ M. A. Titz, p. Feldmann
      Abgeschirmt vom wirklichen Leben mit Bodyguards und in der Luxuslimousine ist das Volk natürlich weit genug weg und kann nicht direkt lästig werden. Wie anders geht es da in Bern zu, die Bundesräte trifft man auf dem Platz oder gegenüber beim Essen. Sich so schutzlos zu präsentieren, hätten unsere viel zu viel Angst und da Sie grad NRW erwähnen… ich weiß nicht, wie lange Kraft und Jäger ihre Verschleierungstaktik noch durchhalten wollen. Wenn ich mir Laschet zwar auch nicht vorstellen kann, kann‘s schlimmer eigentlich nicht mehr werden.

      Was mich immer wieder auf die Palme bringt ist, dass uns Politiker allesamt für geistig extrem minderbemittelt und auch noch für vergesslich halten. Da schwafelt Merkel 20 Minuten davon, was wir nun alles lernen müssen, unwidersprochen von Buhrow u.a. Dabei habe ich schon im September das geschrieben, was Merkel nun als neuen Lernstoff deklariert, aber leider lesen Politiker ja keine Kommentare.
      Politiker, gewählte Vertreter der Bürger… ja gewählt wurden sie zwar, aber es geht doch nur darum, den eigenen Lebensunterhalt zu sichern und das möglichst geräuschlos und ohne Konflikte mit der Fraktionsführung. Jeder einzelne hört in seinem Wahlkreis Volkes Meinung, aber spätestens auf dem Weg nach Berlin ist das vergessen und wenn das Volk dann die AfD wählt, ist das Geschrei groß, aber ohne Einsicht, dass das eine reine Notwehrmaßnahme des Bürgers ist.

      Die Regierung bräuchte ein neues Volk, die Anfänge sind ja gemacht, ich bin gespannt, wie das weitergehen wird. Man rechne nicht mit einem guten Ende.

    • Dreyer vs. reales (Er)leben der Bürger
      Zufällig habe ich Sonntag abend beim Reinzappen zu Anne Will gerade die Phrasendreschmaschine Malu Dreyer erwischt und sprachlos über ihr fortgesetztes Nichtverstehen(wollen) und Realitätsentrücktheit gleich weitergeschaltet.

      Hier mal schnell einen Ausflug in die Realität: Nicht nur in unserer Stadt werden systematisch Häuser „entmietet“, um daraus lukrative Flüchtlingsunterkünfte zu machen. Ein besonders dreister Fall hat es gerade mal wieder in das hiesige links gestrickte Provinzblatt geschafft, da das Versagen (oder Vorsatz?) der Stadtverwaltung beim besten Willen nicht mehr zu entschuldigen war, diese vielmehr merkwürdig darin verstrickt zu sein scheint.

      Aktuell aus meiner Realität: In unserem Haus wurden Mieter (HartzIV-Empfänger) betrügerisch mit vorgeschobenen Eigenbedarf rausgekündigt, jetzt wurde in der Wohnung ein Hostel für osteuropäische Wanderarbeiter eingerichtet. Bemühungen, diesen Zustand zu beenden, haben noch nicht gefruchtet, von der Stadt wird man alleine gelassen.

      Die betreffenden Immobilenhaie sind keine „Biodeutschen“, daher wurde ich gewarnt, mich wegen Maßnahmen gegen die Zustände nicht in die „rechte Ecke zu stellen“.

      Ich könnte Bücher über die Erlebnisse im Familien- und Freundeskreis schreiben, die wir der Prämisse zu verdanken haben, dass Regeln und Gesetze nur für den dummen Bürger gelten und dort auch restriktiv durchgesetzt werden, und dass Stadt, Staat und Polizei gegen „Neubürger“, die diese Gesetze einfach nicht beachten, nicht vorgehen können oder wollen („da können wir leider nichts machen“ etc.).

      Tja, die offenen Grenzen und die EU-Erweiterung sind wirklich ein Segen für den Bürger, dem das bloß noch nicht richtig „kommuniziert“ wurde.

      Sorry, war etwas Off Topic, aber erklärt vielleicht einiges und warum die Menschen so „mitgenommen“ sind (Politikerphrase Nr. 2435 „man muss die Menschen mitnehmen“).

    • Titel eingeben
      „dass uns Politiker allesamt für geistig extrem minderbemittelt und auch noch für vergesslich halten.“
      .
      …offensichtlich zu Recht. Sie wurde und (wetten?!) sie wird ja immer wieder gewählt. Da ist die kleine Zahl von denkenden, nachdenklichen Menschen (wie hier im Blog und anderswo hier & dort) zu vernachlässigen. In unserem politischen System zählt die Masse. Und welche Zeitung hat immer noch die höchste Auflage, wird also freiwillig von den meisten gekauft? Dazu das Unterhaltungs- und Propaganda-TV, das diese Masse Mensch bestätigt.
      Da sind wir ein verlorenes Häuflein. Leider.

    • The German Iron Lady Copycat
      @ Renate Simon
      „Aber wie ich den Laden kenne, wird sich nichts ändern, denn zu Veränderun-gen sind die etablierten Parteien gar nicht mehr imstande. Lieber schimpft man weiterhin die AfD, die sich einen Wahlkampf wirklich sparen kann, den erledi-gen die anderen für sie und auf die Rechten, wobei nicht einmal klar ist, wer unter diese Kategorie fällt. Wahrscheinlich jeder, dem grün-links, wozu auch längst die CDU gehört, nicht mehr behagt.“

      Nun, Frau Merkel, ihre Weggefährten, geneigte Talkshow-„Experten“, ihre Medienfreunde und besonders ihre zwei mächtigen Freundinnen und natürlich die ÖR haben in gemeinsamer Anstrengung bereits zwei Parteien als Drohung erkannt und als Gefahr eliminiert: die Linke, als die als möglicher Koalitionspartner der SPD/Grüne hätte gefährlich werden können und die Piraten, die ihr hätten Stimmen kosten können.

      Frau Merkel ist durch die devoten Medien und durch ein politmüdes, apathisches Volk verwöhnt worden. Sie kommt doch mit allem durch, darauf verlässt sie sich auch dieses Mal, und ja, sie wird es vermutlich auch diesmal schaffen, zwar ziemlich lädiert, aber immerhin.

      „Was mich immer wieder auf die Palme bringt ist, dass uns Politiker allesamt für geistig extrem minderbemittelt und auch noch für vergesslich halten.“

      Aber das ist doch die Realität: vergesslich und minderbemittelt. Sonst würde Frau Merkel nicht durchgehend seit fast 11 Jahren regieren.

      Frau Merkels Wahlversprechen lautete in ihrer zweiten Wahlkampagne wortwörtlich: Stärkung der Starken. Das Versprechen hält sie eisern sogar in ihrer dritten Amtszeit. Dieser Spruch hat die Bürger wohl damals gefallen, denn sie glaubten, dass sie damit gemeint gewesen waren.
      Stattdessen hat sie in verklausulierter Form eines der neoliberalen Grundprinzipien ausgedrückt: den Trickle-down-Effekt.

    • Sie haben ja recht mit allem, was Sie sagen.
      @ Tamarisque, KDM

      Nur, ich habe die Frau noch nie gewählt, ja nicht einmal die Partei, umso ärgerlicher finde ich das alles ja. So ärgerlich, dass ich mir eine hübsche Magenschleimhautentzündung eingefangen habe, die mich arg beutelt, dazu noch eiternde Nebenhöhlen, mein Glück ist fast perfekt.

      Ich hoffe, liebe Tam, Ihnen geht es ein wenig besser, wenn Sie hier den TDV machen? Gegen Ihr Weh ist meins läppisch, wenn auch unangenehm und ziemlich schmerzhaft.

      Wie auch immer, klar macht die Frau im nächsten Jahr weiter, wer sollte sie aufhalten. Meine Anfragen an Bosbach werden z.Z. nicht beantwortet, steht er doch in Respekt und Bewunderung vor der Dame, was mir völlig unverständlich ist. Mein Hinweis auf ein Einwanderungsgesetz wurde von ihm abgeschmettert, dann hätten wir ja noch viel mehr Einwanderer als jetzt, was mir nicht ganz einleuchten will, wir hätten doch das Gesetz zur Steuerung und Begrenzung der Zuwanderung… Die Beantwortung meiner Frage, wer da was begrenzt und steuert, blieb der gute Mann bislang schuldig.

      Ich hörte gestern von dem polnischen Bekannten, dass es tatsächlich noch Leute gibt, die meinen, die Zuwanderer würden uns bereichern, inwiefern wusste der gut betuchte Kunde zwar nicht zu sagen, aber es wäre doch alles wunderbar. Entweder wollte der die Hose nicht runterlassen oder er glaubt tatsächlich, dass dem so ist.

      Anscheinend sehe ich das alles viel zu pessimistisch, anders kann ich mir vieles nicht mehr erklären. Und schon meckert mein Magen wieder, ich sollte mich nicht mehr so aufregen. Wäre ja ein Witz, wenn mich wegen der Alten auch noch der Schlag träfe.
      Solange nebenan JvA solche Elogen auf die Kanzlerin hält, zugleich mit Steltzners Stänkerei, ist doch fast alles wunderbar. Die FAZ bekleckert sich wirklich mit Ruhm, aber ich verspürte keine Lust, meinen Senf dazuzugeben.

      Was unsere wohl nicht so besorgten Mitbürger angeht, tja, das ist ein Kapitel für sich. Solange es der Einzelne nicht kräftig am Geld und eigenen Leib spürt, wird wohl keiner wach. Die beiden Witwen und das TV tun das ihre, auf dass der Dämmer anhalte.

      Allerdings glaube ich nicht, dass Merkel daran dachte, Wachstum und Reichtum würden bis zu den unteren Schichten dringen, da trickelt nix und diese Güte hat sie nicht. Wachstum ist eine Chimäre, die zwar gern berufen wird, aber was um Himmels willen soll denn noch wachsen? Und gleich wenn, den Leuten fehlt das Geld zum Konsumieren, das bringt aber auch noch keinen auf die Barrikaden.

      Also liebe Mitstreiter, was können wir tun? Hier schreiben ist ja gut und schön, ändert aber nichts an der Lage.

    • @Renate
      @Renate

      „Politiker, gewählte Vertreter der Bürger… ja gewählt wurden sie zwar, aber es geht doch nur darum, den eigenen Lebensunterhalt zu sichern und das möglichst geräuschlos und ohne Konflikte mit der Fraktionsführung. Jeder einzelne hört in seinem Wahlkreis Volkes Meinung, aber spätestens auf dem Weg nach Berlin ist das vergessen…“

      „…ja gewählt wurden sie zwar…“

      Ist das alles was Ihnen dazu einfällt?
      Diese Leute sind nicht vom Himmel gefallen! Die wurden in freien, demokratischen, rechtsstaatlich legitimierten Wahlen FREIWILLIG von der Mehrheit der wählenden Bürger mit dieser Macht ausgestattet.

      Nehmen sie sich mal die drei Minuten Zeit für die Realität:

      https://www.youtube.com/watch?v=07w9K2XR3f0

    • Ach Tyler, das weiß ich doch
      Sie rühren in tiefen Wunden. Allerdings finde ich Listenplätze gar nicht witzig, denn das sind diejenigen, die allesamt brav nicken, keine Ahnung haben, über was sie eigentlich abstimmen und auch noch gut dafür bezahlt werden. Ich muss immer an die ESM-Abstimmung denken, noch besser konnten die Listenplätzler ihr Desinteresse und Versagen nicht zeigen.

      Wenn ich mich trotzdem immer wieder aufrege, ist das zum einen meinem kindischen Gemüt geschuldet, das die Trotzphase wohl noch immer nicht überwunden hat, zum anderen macht es mich einfach fassungslos und wütend, was sich Politik bei uns leistet.

    • Iron Lady Copycat
      Liebe Renate Simon,
      erstens wünsche ich Ihnen gute Besserung! Eine Nebenhöhlen- und Magenscheimhautentzündung sind unangenehme Krankheiten, das ist schlimm genug und beeinträchtigt das Befinden in hohem Ausmaß.

      Manchmal ist es auch gut, den Ärger und die Wut auszudrücken, damit das Negative den Körper als Ballast nicht belastet. Da bin ich manchmal ziemlich direkt und empfinde das als Befreiung. Aber „den TDV machen“, das war gut. So lange ich die Wörter Spießer und dumm meide, geht es noch, oder. ;-)

      Ich wollte Ihnen nicht unterstellen, dass Sie Merkel gewählt haben. Sorry, wenn Sie es so aufgefasst haben. Was mich tatsächlich ärgert, ist die Dummheit der Menschen, welche sie nicht schon längst durchschaut haben. Aber so schätze ich Sie überhaupt nicht ein. Ich wollte nur mit Ihnen ein bisschen im Einklang über die Dame meckern…

    • @Tamarisque
      Sorry, mein Hirn ist z.Z. vernebelt, nicht ganz funktionstüchtig, ablästern ist natürlich ganz in meinem Sinne und in Sachen IM Erika doch eine stets lohnende Sache. Hat mich doch schon bei deren erstem Erscheinen auf der Politbühne fast der Schlag getroffen, ich allerdings nicht annehmend, dass sich die Sache auch noch amtsmäßig so hebt und in die Länge zieht. Da muss einen doch die nackte Verzweiflung ob der Blödheit der Wähler packen. Die Leute wollen für dumm verkauft werden, sie werden auch nach Strich und Faden belogen und das Schlimme ist, sie merken’s nicht einmal.

      Danke für die Genesungswünsche, die ich hiermit erwidere.

  33. Wie konnte das passieren?
    „Wie konnte das nur geschehen?“ fragt sich die Obrigkeit der öffentlichen Meinung, und müsste doch nur auf „meist empfohlen“ in der FAZ, die grünen Balken auf heise oder gar Tichys Freischärler klicken. Sogar Flankenspieler wie Fefe oder Danisch aus eigentlich alternativem Milieu sind eindeutig und kaum zu missverstehen. Aber der Krug muss wohl solange zum Brunnen, bis er bricht und der Zauberlehrling hat das Problem seines endlichen Systems immer noch nicht verstanden.

    • Die Linksloberalen hatten ja mit den Piraten durchaus eine gute Chance – nur wurde die von den Extremen ruiniert.

  34. Denn Sie wissen nicht, was Sie dem Land antun!
    Don Alonso, Sie haben absolut recht mit Ihrem Kommentar; schaut man sich auch noch andere Twitter Meldungen der Grünen Jugend an, dann kann ich nur noch den Kopf schütteln: Armes Deutschland – das soll deine Jugend sein?

    Aber man kann diese Truppe überhaupt ernst nehmen? Ich glaube nicht! Nehmen Sie den Vorstand der Grünen Jugend: alles Leute, die noch studieren und bisher keinen müden Beitrag zum BSP der Gesellschaft geleistet haben. Schaut man sich die Fächer an, die viele in diesem Vorstand studieren, dann wage ich die Vorhersage, egal ob sie ihr Studium beenden oder nicht, daß die meisten von Ihnen nach den Studium wiederum vom Steuerzahler leben werden.

    Und warum sollte es in der Grünen Jugend anders sein als in der Grünen Partei? Claudia Roth, abgebrochenes Studium, hat nie etwas richtig zu Ende gebracht. Joschka Fischer, abgebrochene Lehre, Gelegenheitsarbeiter, Schläger! Katrin Göring-Eckardt, abgebrochenes Studium! Drei Politiker/ -innen, die sich ihren „feinen“ Lebensunterhalt und Ihre üppige Pension vom Steuerzahler gesichert haben! Was soll die Jugend von diesen Vorbildern lernen?

    Wie schrieb der Spiegel in einer Überschrift am 21.11.15 zum Parteitag der Grünen: „Parteitag der Grünen: …denn sie wissen nicht, was sie wollen“. Zu der Grünen Jugend kann man da nur sagen: Sie wissen nicht, was sie dem Land antun, geschweige denn, ob sie eine Ahnung von der österreichischen Politik haben!

    • Ich glaube nicht, dass die Grüne Kifferjugend etwas mit Deutschland zu tun hat. Wen ich aus der Ecke so erlebt habe, ist immer ein Spezialfall. Ich würde da auch nicht vom Führungspersonal auf alle Mitglieder schliessen.

  35. Ja, der Diez.Was für ein Schwachmat.
    Das Bürgertum hatte Angst bis auf die Knochen, vor 30% Linksextremisten, die in Horden gerottet Kommunismus geschrien haben die Strassen unsicher gemacht haben und weiteren 30% Rechtsextremisten, die in Horden gerottet Faschismus gefordert hat und die Strassen unsicher gemacht haben.

    Linksliberale wie Diez und 90% der übrigen Rotweinsäufer fehlt einfach die Intelligenz und das Gefühl bzw. die Erfahrung aus dem „richtigen“ Leben, wo man erst etwas bekommt, wenn man etwas geleistet hat.

    Immerhin: Sie haben kaum Kinder, dh. das Problem legt sich in einer Generation wieder.

  36. DANKE
    Danke, Don Alphonso, vielen Dank für diesen differenzierten Beitrag. Bis vor wenigen Jahren habe ich mich politisch immer als eher links gesehen.
    Die Grünen waren für mich in meiner Jugend die einzig gängige Partei. Aber langsam und immer mehr, kann ich mich mit dieser, wie ich inzwischen gerne sage, linken Gesinnungsdiktatur in den deutschen Medien und auch in bestimmten Bereichen der Gesellschaft nicht mehr
    identifizieren. Wer auch nur einen kleinen Einblick in die politischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts hat, der wird wissen, dass es keineswegs nur die (und dass Folgende meine ich bitterernst) menschenverachtende und bösartige Nazidiktatur gab. Nein, es gab auch etliche linke totalitäre Diktaturen. Und es gibt sie leider bis heute. Diese linken Diktaturen waren nicht im mindesten weniger bösartig und menschenverachtend als die Rechten. In vielen ehemaligen Ostblockländern, in China und anderen asiatischen Ländern, in südamerikanischen Staaten und bis heute in ganz extrem Nordkorea wurden millionenfach Menschen der herrschenden Staatsdoktrin geopfert.
    Diejenigen, die alle schnell als Nazis diskriminieren (und teilweise sogar die Gewalttaten gegen diese aufrufen), die nicht mit der eigenen politischen Haltung übereinstimmen, sollten sich gut überlegen, was sie da tun. Es könnte nämlich sein, dass sie dem totalitären und menschenverachtenden Geist des Nationalsozialismus näher sind, als die vermeintlichen „Feinde“. Denn rechte und linke Diktaturen haben sich im praktischen Umgang mit den Menschen in nichts unterschieden. In beiden Fällen waren abweichende Weltanschauungen und Ansichten nicht erlaubt. Wer sich dessen trotzdem schuldig machte, musste das mit seinem Leben oder Arbeits- bzw. Vernichtungslagern bezahlen. Momentan nehme ich eine bedenklichen Linksruck aller staatlichen Medien und eine starke Radikalisierung der politisch Linken wahr, die einhergeht mit einer immer stärker werdenden Dämonisierung der Andersdenkenden.

    Post Scriptum: Ich habe Abitur gemacht und an einer deutschen Kunsthochschule ein Grafikdesignstudium absolviert. Mein Mann, der meine Meinung teilt, hat zwei Studienabschlüsse. Wir sind also keineswegs die in dieser Diskussion so gerne bemühten Hartz-4-Empfänger der unteren Schichten. Auch in Österreich sind nicht 49,65% der Einwohner mental zurückgebliebene Kuhbauern oder asoziale Bezieher von Mindestsicherung, wie das österreichische Äquivalent zu Hartz 4 dort heißt.
    „Wer nichts aus der Geschichte gelernt hat, ist dazu verdammt, ihre Fehler zu wiederholen“.

    • @ Gast Zustimmung
      Das von Ihnen Dargelegte offenbart deutlich, dass Ideologie in der Regel mit totalitärem Denken einhergeht und schon im Kern Verachtung des Menschen und seiner Freiheit ist.
      Und als Katholik muß ich mit Bedauern feststellen, daß selbst Inhalte wie ^Liebe deinen Nächsten ^ zu ideologischen Enterhaken geschmiedet werden (denke da an die Kohabitation katholischer Bischöfe mit Merkels humanitaristischem Imperativ).

    • dito
      Es geht mir wie Ihnen, bin auch sehr erschrocken wie einfach sich die Welt in schwarz und weiß einteilen lässt, wie undifferenziert unser Leben geworden ist. Erschreckend ist nur das die Methoden zur Umsetzung des Guten sehr der Vergangenheit ähneln. Mag sein das sich Individuen weiterentwickeln, nehmen wir sie als Masse gibt es Phänomene die mich immer sehr erschrecken.

  37. Titel eingeben
    Danke vielmals für diese differenzierte Betrachtung. Ich habe Angst vor einer weiteren Polarisierung beider Seiten – links und rechts – und damit langfristig drohenden Unruhen! Beide Seiten werden in ihrem Wahn durch die Medien noch unterstützt – links indem sie in ihrer Meinunh bekräftigt werden und glauben die einzige Wahrheit zu besitzen und rechts indem sie an eine Verschwörung durch die restliche Welt glauben und noch mehr aneinander rücken! Leider zeigen sich für beides – bereits wenige Stunden nach dem Wahlergebnis – Anzeichen

    • Das Problem ist, dass VdB von vielen nur gewählt wurde, um Hofer zu verhindern. Das ist keine sonderlich gute Basis für konstruktive Politik. Beide Seiten haben wohl eher – durchaus zutreffend – den Eindruck, die Wahlemn verloren zu haben, und das wird weiter Ärger machen

    • Don Alphonso - 23. Mai 2016 um 23:35 Uhr
      Don Alphonso:
      „Das Problem ist, dass VdB von vielen nur gewählt wurde, um Hofer zu verhindern. Das ist keine sonderlich gute Basis für konstruktive Politik. Beide Seiten haben wohl eher – durchaus zutreffend – den Eindruck, die Wahlemn verloren zu haben, und das wird weiter Ärger machen“

      Und das ist ist der Hauptgrund, warum dies wirklich ein Pyrrhussieg ist.
      Die FPÖ ist ja auch überraschend gut gelaunt nach dieser Wahl.

    • Naja, sie hat halt ihr Sprektrum enorm erweitert. Früher galt 25% als unüberwindliche Hürde, dann 30% und jetzt…

  38. Es ist die Sprache
    Rechte „Gewalttäter“ – Linke „Aktivisten“. Das ZDF nannte die „Brexit“ Befürworter heute Abend „Europa Hasser“.

    Die meisten Medien welche uns in den letzten Jahren erklären wollten „Die Linke“ vormals „PDS“ davor „SED-PDS“ davor „SED“ sei eine „liberale Partei“ mit demokratischen Überzeugungen – und selbst die „DDR“ eine Art Kuscheldiktatur gewesen, wenn es überhaupt eine „richtige“ Diktatur war, rufen nun mehr oder weniger offen oder verdeckt aber in jedem Falle unverblümt zum Bruch der angeblich so heiligen demokratischen Werte wie der Toleranz gegenüber Wahlergebnissen auf.

    Denn „linke“ Gewalt ist besser als „rechte“ Gewalt. Denn die richtet sich gegen Menschen, während sich „linke“ Gewalt immer nur gegen Sachen… obwohl, die RAF, ach nein, die gab es doch nicht in der Welt der heutigen „Grünen Jugend“ oder „Spiegel Kolumnisten“. Ich glaube ja immer noch, es ist dem Opfer herzlich egal aus welcher Richting der Baseballschläger schwingt, wenn er nur hart genug trifft. Tatsächlich gibt es Menschen die das ernsthaft (!) leugnen.

    Es ist wie es immer war, nur wenn die „Richtigen“ vorn liegen, kann es sich um echte Demokratie handeln. Vom Feldherrenhügel der moralischen Überlegenheit aus jedenfalls, lässt sich das trefflich beurteilen, so scheint mir.

    Danke auch für diese Ausgabe, lieber Don.

    Gruß Subjektor

  39. Was ich ja nicht verstehe
    Wenn die Österreicher die Altparteien für verfilzt und korrupt halten, warum wählen sie dann FPÖ? Der Haider Jörg hat Kärnten in den Ruin getrieben und die FPÖ Minister der Schüssel Regierung haben mehr Skandale angehäuft als die Altparteien in 40 Jahren zusammen. Wenn man die eigene Unfähigkeit beweisen will, hat die FPÖ ganze Arbeit geleistet.

    Im übrigen gibt es mit den NEOS oder den Grünen halbwegs unbelastete Alternativen. Nur das diese Parteien eben nicht mit gefühlsgeladenen Radauparolen auf Stimmenfang gehen. Man muss einfach davon ausgehen, das knapp 50% der Präsidentschaftswahlen in Österreich ein bisschen blöd sind.

    • Man hat ja gesehen, mit was für dreckigen Methoden die Grünen den NEOS mit ihrer Kandidatin reingegrätscht haben, für Van der Bellen. Und man denke an den nicht vollzogegen Rücktritt der heiligen Maria von Wien.

      Ja, die die FPÖ ist eine üble Veranstaltung. Aber Grasser war dann ja parteilos, Haider war BZÖ und Strache, so unschön er ist, hat sich bislang als unsinkbar erwiesen, siehe „Bierbestellung“.

    • Hypo-Alpe-Adria
      Ich war lange vor der Zeit als Haider Kärntner Landeshauptmann in Jugoslawien auf Urlaub. Da habe ich zwei sehr große Hotelkomplexe im Rohbau gesehen mit einer Tafel: „Hier baut die Hypo-Alpe-Adria …“ Als ich vier Jahre später dort vorbeikam, war es immer noch ein Rohbau mit der gleichen Tafel. Die Hypo-Alpe-Adria war schon vor der Zeit von Haider klinisch tot. Haider hat sie „ausgeweidet“ und dann ins Ausland verkauft. Den Rest kennen wir alle, aber das diese Bank vor Haiders Zeiten schon fertig war weil sie sich im Osten übernommen hat davon spricht keiner. Soviel zur Hypo-Geschichte.

  40. Es graust einem
    Das Gros der österreichischen Journalisten hat sich bei Van der Bellen und Kern zum Deppen gemacht. Gut, den Zeitungen steht das Wasser bis zum Hals, ohne Presseförderung wäre Feierabend. Aber dieses Ausmaß an Anbiederung und Kriecherei, so schlimm war es bisher nicht. Beim ORF, den ich früher doch mehr oder wenig in Ordnung fand, schienen alle Dämme gebrochen. Ich glaube wirklich, viele Redakteure nehmen sich ein Beispiel am deutschen ÖR, wenn das dort reingeht, warum nicht auch hier.

    Beim Standard-Brüssel-Korrespondenten, der auf Twitter einen Euphorie-Amoklauf für VdB veranstaltete, enttäuschte es besonders. Es ist so lächerlich und offensichtlich, dass er vor allem anderen die Absicherung seines Brüssel Jobs im Auge hat und den Kandidaten unterstützt, der offen für die Abschaffung aller nationaler Kompetenzen eintritt.

    Sie hatten heute mit Ihrem #SPÖ natürlich sofort das Wesentliche erfasst: Es ist vollkommen Holler wer in der Hofburg sitzt (beide Kandidaten waren indiskutabel: der eine aus der übelsten deutschnationalen Ecke, ein Zeichen, dass die FPÖ Null Personalreserven hat, der andere würde von Herzen die Unterstützung der „Grünen Jugend“ begrüßen). Die Kern-SPÖ, der es ausschließlich um Machterhalt um jeden Preis geht, wird es aber als Revisionsauftrag der letzten Monate verstehen und nach den Städteergebnissen hätten sie auch recht.

    Wien hat nun nach der überraschenden Gemeinderatswahl zum zweiten Mal eindeutig für Migrationsfreundlichkeit votiert. Die Stadt hat sich auch schon vor der Flüchtlingswelle dramatisch verändert. Man kann dies gut oder schlecht finden, für mich wird es immer mehr zu Ihrem Berlin.

    • In Wien sitzen genug Leute, die vor den Blauen Angst haben müssen. Bezeichnenderweise funktioniert da die Zweite Republik wie früher und wie in Tiroler Bergdörfern. eine befreundete Joutnalistin der News sagte mir mal, dass die SPÖ sich nicht ändern wird, solange sie in Wien die Macht hat.

      Presseförderung… das wäre mal ein ganz eigenes Thema. Aber halt auch sehr österreichisch..

  41. Alternativlos...
    …ist doch unsere Politik. Dies gilt nicht nur für Merkel, sondern für alle etablierten Parteien. So und nicht anders stellen diese Parteien die Notwendigkeit zur Wahl der „demokratischen Kräfte“ dar (als ob ein solches Selbstverständnis demokratisch wäre…).

    Solange sich hieran nichts ändert und so lange die Eigentümerstrukturen so vieler Blätter so bleiben wie sie sind – so lange wird sich hier im Diskurs nichts ändern. Bis dann der große Knall kommt. Aber dann kann man ja wieder „betroffen“ sein und die Schuld beim dummen, unmündigen Nazivolk suchen, das einfach die alternativlose Politik nicht verstanden hat. Ich glaube, dass Politiker hierzulande keine Spiegel besitzen.

    • Naja, das Alternativlos war auch lang das Grundprinzip Österreichs, und man sieht, wo es endete. Darüber kann man schon ma nachdenken. Selbst wenn bei uns die Grünen de facto mit in der Regierung sind.

    • Titel eingeben
      Der Meinung bin ich auch. Ich erachte unsere aktuelle Politik sogar als schädlicher für die Demokratie als den Wandel. Durch ihre Haltung beschleunigen Sie diesen nämlich – ggf. über gewisse Grenzen hinaus.

      Dies zu erkennen und zu ändern erfordert Selbstreflexion. Diese besitzen die aktuellen „Top“-Politiker aber nicht. So war auch meine Einlassung zu den Spiegeln gemeint…

  42. faz.net lockt mit einem Bild
    http://media0.faz.net/ppmedia/aktuell/1244393809/1.4249342/stoererbig/die-stimmung-in-oesterreich.jpg

    zu Ihnen, das aber in Ihrem Beitrag nicht erscheint. Text zum Bild:

    „Wozu differenzieren, wenn man „Nazi“ sagen kann: Vernichtende Urteile über Österreich haben Konjunktur. Dabei finden sich im Internet Gründe für das Wahlverhalten in dem Land – und zwar ausgerechnet im digitalen Salon der linken Elite.“

    Ist wohl beides nicht von Ihnen oder?

    • Von mir ist „Wozu differenzieren, wenn man „Nazi“ sagen kann: Vernichtende Urteile über Österreich haben Konjunktur. Dabei finden sich im Internet Gründe für das Wahlverhalten in dem Land“.

      Aber so ist das nun mal bei aktueller Nachrichtenlage. Mein Bild war auch eher so meh.

  43. Titel eingeben
    Wieso nicht vom Führungspersonal auf die Mitglieder schließen? Parteien und deren Jugendorganisationen müssen dem Grundsatz der Binnendemokratie entsprechen. Konsequenz: Mitglieder sind Personen, die mehrheitlich von ihrem (speziellen) Führungspersonal geführt werden wollen. Wer ist der größere Tor, der Tor oder der Tor der ihm folgt?

    • Die aktuellen Spitzenleute der Grünen Jugend werden als Berufsrevoluzzer von der Partei gut versorgt, schauen Sie einfach mal, was Erik Marquardt so alles treibt, oder wen Volker Beck so engagiert hat.

    • Titel eingeben
      Grüne Jugend, Junge Union, wo ist da noch der Unterschied? Die Krawatte.

  44. Standard-Kommentare
    Erst seit September 2015 lese ich öfter den Standard, einfach weil ich das Gefühl hatte aus deutschen Medien nicht ausreichend informiert zu werden. Über die Situation an der deutsch-österreichischen Grenze wurde dort ausführlicher berichtet. Die Kommentare lese ich dort auch gerne, die Wut auf Merkel ist unübersehbar gewesen.
    Den Rechtsruck in Österreich hätte es ohne die Merkel- Grenzöffnung mit faymannscher Zustimmung und medienunterstütztem wikommenskultur-Trara in diesem Umfang nicht gegeben.

    Die Kommentare hier bei Ihnen lese ich natürlich besonders gerne, auf manche freut man sich schon richtig. Oft sind ja auch spannende Links dabei.

    Auch auf ihre Kommentare, verehrter Gast aus Wien, möchte ich nicht verzichten.

  45. Die Melonenpartei
    Die großdeutsche Großmannssucht*frauensucht hat bei den Grünen ein gutes Unterkommen gefunden. Als Deutscher, der auch im ferneren Ausland gelebt hat, schäme ich mich jedes Mal wenn gerade linker Moralismus die Welt wieder am deutschen Wesen genesen lassen will. Dass es das nicht nur in Deutschland gibt, beweisen Junker und EU überflüssigerweise dauernd.

    Nicht ganz unsinnig, wiewohl anfangs für mich überraschend, beschrieb ein entfernter Bekannter vor 3-4 Jahren die Grünen als MELONENPARTEI: außen grün, innen rot und imKern braun.

    Wie wenig das allgemeine Schlagzeug *Rechts-Links-Schema* taugt, die Geister zu unterscheiden, wurde mir nicht zuletzt daran deutlich, dass der von Hitler hochverehrte O.Spengler eben diesen Hitler als sozialistischen Parvenue verachtete.

  46. Grüne Tubbies
    So sehn sie am Anfang der Polit-Karriere aus:
    – mal googeln nach „Grüne Tubbies“ auf youtube (von extra 3?) –
    – und am Ende wie C. Roth und KGE. (z.B. Wikipedia, für C.R. auch jede Menge gruselige Bilder im Netz).

    Im Ernst, es gibt da auch vernünftige Leute wie Boris Palmer oder W. Kretschmann, aber die geben in der Partei nicht den Ton an.

    Übrigens, man kann den sprachlichen Spieß auch mal umkehren und z.B. folgende Begriffe in die Debatte werfen:
    „Nukleophobie“, „Waldsterben-Phobie“, „Schulmedizin-Phobie“, „Gen-Phobie“, (nicht mit blauer „Genderphobie“ verwechseln!) „Glyphosat-Phobie“, „Carbonophobie“, allgemeine „Chemophobie“,“TTIP-Phobie“ („…und wenn das alle sind, kannste Dich freun“ – K. Tucholsky) mit einem Wort „Ängste schüren“ bei den Öko-Populisten.

    Allgemein herrscht dort „Dexterophobie“, und die härteren Fälle (C.R.) lassen sich vielleicht unter „Germanophobie“ subsummieren („Deutschland, du …“). Dazu kommt bei manchen auch „Katholophobie“ und in besonderen norddeutschen Fällen auch „Bavarophobie“ und eben „Austriakophobie“ hinzu.

    Aber „Man muss mit den Leuten auf Augenhöhe reden, ihre Ängste ernst nehmen und sie dort abholen, wo sie stehen.“ (Politikerweisheit).

    • Ich finde, man sollte solche Fehlgriffe ruhig auch mal weiter bekannt machen. Die Leute sollen wissen, wer sich hier als Alternative anbietet und was die so treiben.

  47. Glück
    Österreich ist flächenmäßig etwas größer als Bayern, hat aber weniger Einwohner (8 zu 12 Mio. – gibt’s wirklich so viele echte Bayern?), dafür 8 Außengrenzen zu anderen Staaten, so viele wie sonst in Europa nur Deutschland und neuerdings Serbien. Es herrscht demnach ein munteres Kommen und Gehen. In den östlichen Nachbarländern verdienen die Menschen etwa 300 bis 400 Euro im Monat, diese Grenzen markieren ein Wohlstandsgefälle, das nur mit dem zwischen den USA und Mexiko vergleichbar ist und man denke an die Rezepte, die der republikanische Präsidentschaftskandidat dafür vorschlägt. Im Westen ist die Schweiz, das reichste und innovativste Land Europas. Das Anfangsgehalt eines ETH Absolventen beträgt laut NZZ 11.000 CHF. Die Fliehkräfte, die hier herrschen, kann man sich ausmalen. Irgendwie kriegt man das in Österreich im Großen und Ganzen trotzdem recht gut hin. Für Verdruß sorgt das blame game, das zuletzt in der Flüchtlingsfrage gespielt wird. Die angekündigte Kontrolle der Grenzen hat zwar die deutsche Regierung gerettet, sie tut aber so, als wäre es ein Vergehen und behauptet, ihre europäische Initiative und das skurrile Abkommen mit der Türkei hätte das Flüchtlingsproblem gelöst. Detto die Brennergrenze, wo Frau Merkel mit Herrn Renzi und den EU-Granden Österreich angreift, weil es verhindern will, dass Flüchtlinge aus Italien durchgewunken werden. Plötzlich ist Österreich der Missetäter. Und so geht das dahin. Für rechte Politik scheint mir Dänemark ein besseres Beispiel als Österreich. Es denkt nicht daran Flüchtlinge aufzunehmen, hat die schärfsten Einbürgerungsgesetze Europas, seit Jahren ist eine ganz widerliche rechtspopulistische Partei Königsmacherin in der Politik und nach allen verfügbaren Statistiken sind die Dänen das glücklichste Volk der Welt. Dazu hat es eine blühende Exportwirtschaft und stellt den nicht gerade friedfertigen NATO-Generalsekretär. Man sieht, wie sich Glück herstellen läßt. Das ist doch viel spannender und lehrreicher als das patscherte Österreich!

    • Titel eingeben
      Nato Generalsekretär Stoltenberg
      kommt aus Norwegen.
      Aber sonst wissen die Dänen gut zu leben.
      Ich wohne in der Nachbarschaft. Schönes Land.
      Sehr eigenwillige Menschen.
      PC hat sich dort(und auch in Finnland nicht) nie so etabliert wie in Schweden und Norwegen, wäre mal interessant zu untersuchen,
      wie dieser Unterschied zustande kommt.

    • Titel eingeben
      Das Leben meint es eben gut mit Dänen und mit denen, denen Dänen nahe stehen (wie schon die Dänin Vivi Bach und der Österreicher Dietmar Schönherr wussten).

  48. Titel eingeben
    Im Jahre 1980 habe ich mal eine Arbeitsstelle gekündigt, weil ich zweimal die Woche nach Italien rein und hinaus fahren musste. Was ich in Kiefersfelden und Sterzing an Manieren der Herren Zollinspektoren der Republik Österreich erleben durfte, das war unglaublich. Ich musste mich zwingen, nicht die Motor-Kettensäge mitzunehmen, um vor Ort einen von denen zu zersägen. Verdient hätten es Dutzende.
    Dreieinhalb Jahrzehnte später muss ich beruflich da häufiger hin und ich beginne die Almdudler-Konsumenten zu verstehen. Die wollen in ihrem Land so leben, wie ihre Eltern es auch gewohnt waren. Mit +/- 30 baut man sein Haus und weiß mit 65, dass die Rente 50 % höher ist als beim vergleichbaren Malocher in D´land. Und die Rentner bevölkern abends die Kneipen, so dass der Austausch mit den Nachbarn seine traditionellen Wege geht.
    Und möglich wurde das, weil Österreich sich vom Konzept der Hermann-Göring-Werke verabschiedet hat, vulgo Voestalpine. Wie bei uns auch, sind die Mittelständler die Leistungsträger. Kennt jemand hier Aspöck, Palfinger und Schwarzmüller? Eben. Und die Leute wählen nicht mehr die Altparteien-Mafia. Die wollen eine Partei, die die Mafia nach hause schickt. Da darf der Haider gern besoffen vor einen Findling fahren, er hat es den Alten gezeigt. Nur das zählt. Und dass die Freiheitlichen selber die Hand aufhalten ist eh wurscht. Hauptsache, bei uns zuhause ist Ruhe.

  49. REM-Phasen und Dilemma
    Auch dieses Rütteln an der Wiege der etablierten Parteien wird sie nicht aus ihrem Tiefschlaf wecken. Erst der Verlust der Macht wird zumindest die derzeitigen Vertreter aus ihren Träumen reißen. Sowohl hier als auch in Österreich. Ehrgeizige Nachfolger an der Basis werden vermutlich früher aufwachen bzw. sind vielleicht schon wach, aber es wird noch Jahre dauern, bis sie dem derzeitigen Personal in Amt und vermeintliche Würde folgen. Und dann wird es wohl zu spät sein.

    Nebenbei erwähnt, wenn sich etablierte und in ihrer eigenen Wahrnehmung elitäre Politiker dazu herablassen würden, Kommentare zu lesen und daraus reale Konsequenzen resultieren würden, dann wäre das gemäß derzeitigem Zeitgeist „Populismus“, also quasi „Nazi“.

    Ich muss zugeben, das Dilemma, in welches sich die etablierten Parteien manövriert haben, belustigt mich. Selbst im unwahrscheinlichen Fall, dass einige aus ihrer Tiefschlafphase aufwachen, werden sie absolut nichts gegen den eigenen Machtverlust tun können, ohne vollständig mit ihren vorherigen Taten sowie Aussagen zu brechen und gleichzeitig ihre Gegner zu legitimieren. (Genau das ist meines Erachtens in Österreich passiert)

    Empirisch lässt sich das sogar bedingt verfizieren. Am Beispiel CDU: Wieviele Minuten Dauerbeklatschen gab es dem beim letzten CDU-Parteitag für die Parteivorsitzende? Oder eben am Beispiel AfD (als politisches Konglomerat, dass sich in Totalopposition gegen die etablierten Parteien positioniert und dementsprechend solche Stimmen auf sich vereinigt): nach 3 Jahren Existenz steht sie bei ca. 15% landesweit. Bei gleichbleibender Tendenz von 5% pro Jahr, wird sie wohl 2017 bei ca. 20% bundesweit landen. Einfach mal weiter bis 2021 rechnen…
    Der Punkt bleibt unabhängig von der Messung derselbe: seliger Tiefschlaf.

    Zusätzlich erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist, dass die offensichtlichen Konsequenzen des politischen Totalversagens der letzten Jahre und Jahrzehnte nicht weniger werden – Aussitzen also keine Option darstellt.

    Hab ich schon erwähnt, wie sehr mich dieses Dilemma der Etablierten amüsiert?

    • Titel eingeben
      Da sind wir schon zwei….

    • Dauerklatschen
      „Wieviele Minuten Dauerbeklatschen gab es dem beim letzten CDU-Parteitag für die Parteivorsitzende? “

      Wen das nicht an die Schilderungen Solchenizyns erinnert, der hat ihn nicht gelesen: Da wurde notiert, wer als erster das Klatschen einstellte und sich wieder hin setzte, und derjenige mit einer Fahrkarte nach Sibirien belohnt.
      So etwas schreckliches droht CDU-Abweichlern nicht, weshalb schon nach 10 Minuten der erste den Mut hatte aufzuhören.
      Welche Konsequenzen es für ihn hatte ist leider nicht überliefert.

  50. Titel eingeben
    Das ist jetzt schon die xy. Kolumne von „DonAlphonso“ und ich muss wieder einmal sagen: Genial! Warum schafft es das in genau dieser Pointiertheit nicht auch mal ins eigentliche Blatt? Wer viel im Internet unterwegs ist, sich für die FAZ begeistert und die grundsätzliche Ausrichtung dieser Kolumne kennt, der freut sich jedes mal. Aber was ist mit den vielen – älteren? – FAZ-Lesern, die nur die gedruckte Zeitung lesen? Könnte man da nicht einmal Raum schaffen. Diese differenzierte Herangehensweise, das wirkliche Interesse an der Wahlentscheidung (anstatt des plumpen „Die Österreicher wollen keine Ausländer“ – so ein Schmarrn, sie wollen bloß nicht die Form der Zuwanderung, wie in den vergangenen Monaten) , das ist so wohltuend, schlichtweg gesunder Menschenverstand. Wie knallhart haut einem dann die Kolumne von Georg Diez auf SPON ins Kontor, die mit völlig platten, dummen und auch falschen historischen Analogien daherkommt? Und gerade solche Hetze, die in der Sache nichts beiträgt, aber eine tolle Überschrift und damit klicks geriert, trägt dazu bei, dass die Bürger sich immer unverstandener fühlen – obwohl immer mehr versuchen z.B. in den Kommentarspalten ihrer Verzweiflung differenziert Ausdruck zu verschaffen. Danke, DonAlphonso! :)

    • „Warum schafft es das in genau dieser Pointiertheit nicht auch mal ins eigentliche Blatt?“

      Weil mir Internet mehr Spass macht. Ganz einfach.

    • Titel eingeben
      Schade! Ganz einfach: Schade!

  51. Was Sie
    über den Standard schreiben, trifft genauso auf die Kommentare in der New York Times zu. Lesen Sie mal die 400 Kommentare zur letzten „The Stone Kolumne,“ die sich mit Österreich befasst. Sie werden sehen, dass auch viele amerikanische Liberale (denn Linke gibt’s in den USA nicht) die Reflexhaltung „alle Muslime gut, alle weisse Europäer Rassisten“ nicht (mehr) mittragen, weil sie offensichtlich so absurd ist.

    • Ja, das ist so. Mir als Linkem geht es genauso. Ich habe in Bayern ja noch den Einfluss der Kirche erlebt, und ich will das auf keinen Fall nochmal erleben. Völlig egal, wie die Religion heisst.

    • Traurig
      „die Reflexhaltung „alle Muslime gut, alle weisse Europäer Rassisten““

      Ich habe keine einzige Person gesehen die jemals so eine Haltung eingenommen hat.

      Das ist auch eine reine Fiktion und rechtsradikale Propaganda. Ich bin ein links-linker Mensch. Es waren IMMER die Linken die kritisch gegenüber Religion und religiösen Menschen waren. Immer. Es waren wenn überhaupt immer nur die Rechten die Religion ständig verteidigen.

    • Der ewige Gegner
      @Traurig, gewiss, die Religion als Überbau, um die wahren sozialen Verhältnisse zu verschleiern usw. Wenn die wahren Verhältnisse aber darin bestehen, dass sie von aussen gesteuert werden, von bösen, weissen Kapitalisten, so ist der polit. Islam entweder das Ergebnis einer Machenschaft der CIA oder ein zwar fehlgeleiteter, aber doch verständlicher Affekt, ein Aufstand der Menschen gegen ihr westliches Kolonialregime und seine Puppen. In jedem Falle bleibt der Hauptgegner derjenige, der es war und auch für immer bleiben soll. Ich finde das im Grunde o.k. Man verzettelt sich nicht, konzentriert die Schlagkraft auf das für einen selbst wesentliche d.i. die „bürgerliche Gesellschaft“ – einen ewigen Gegner – und hält damit die Theorie/Soziologie einfach.

    • @Traurig
      Da muss ich Ihnen widersprechen und empfehle Ihnen folgendes Buch von Thomas Maul:

      „Die Macht der Mullahs: Schmähreden gegen die islamische Alltagskultur und den Aufklärungsverrat ihrer linken Verteidiger“

  52. Titel eingeben
    Ein sehr guter Beitrag
    Allerdings schließt sich „links“ und „liberal“ ja wohl völlig aus. Aber ansonsten ist es ermutigend, wenn wir lesen, dass es sogar im linken Lager eine Tendenz gibt, die Vernunft zu erkennen; auch wenn es zunächst nur für Österreich zutrifft.

    • Wieso? Wenn man nicht ganz irre Definitionen verwendet, stehe ich klar links von der SPD und bin auch eindeutig liberal. Das Problem ist nur, dass da gerade Streit wegen der Definitionen ins Haus steht.

    • Wieso, Don?
      Die rechts-links-Dialektik suggeriert doch nur eine Scheinsicherheit der Verortung. Eindrucksvoll zeigte sich dies erst vor 2 Tagen für mich im Gespräch mit 2 sehr gebildeten Neubekannten.
      Wir waren , was die Herleitung unserer Grundwerte (bspw.Menschenrecht aus der Vorstellg.der Gottesebenbildlichkeit jedes Menschen und eben NICHT als konventionales Zugeständnis) absolut einig. Beide bezeichneten sich als links und #agnost.Katholiken#(eine mir neue Variante). Einigkeit bestand auch inhaltlich bei sozialer Gerechtigkeit, die ja im wesentlichen nicht nur ein Verteilungsproblem ist.
      Gegen Ende des Gespräches lobten Beide allerdings die Aktivität ihres Nachwuchses in der Antifantilen Bewegung, die ich als einen regressiv faschistoiden Aktionszweig unter linker Ägidie sehe.
      Die Beiden schwören Stein u.Bein darauf, authentisch Links zu sein. Mir fehlt der Wille zu solchen Einordnungen, weil sie keinerlei Leitstruktur ergeben, sondern nur Pseudodiskurse fördern! UND ICH WÄRE DEUTLICH GESPANNT, WIE EINE DISKUSSION ÜBER DIE BEGRIFFSDEFINITION RECHTSLINKS ablaufen würde.

  53. Baucontainer
    Wir leben in D (und in Oesterreich?) in einer Gesellschaft, die es schafft (hundert)tausenden Migranten Baucontainer oder Besseres zum Wohnen zu besorgen; der Steuerzahler finanziert das ob er will oder nicht. Gleichzeitig gibt es in D alleine geschaetzte 300.000 obdachlose Deutsche, denen wir keinen Container zum Wohnen hinstellen koennen! Alleine dieses kleine Beispiel zeigt, welch schizophrene Politik gemacht wird. Und das ist die Ursache fuer das Erstarken der Rechten in Europa. Ich habe leider nicht mehr viel Hoffnung, dass der etablierte Politkbetrieb in D und in der EU das Problem auch nur erkennt, geschweige denn umsteuern will, kann und wird!? Ich sehe Parteien wie die AfD erst mal als Warnschuss, wenn sie aber wie die FPO in Oesterreich ca. 50% der Stimmen auf sich vereinigen koennen, dann fuerchte ich mich vor einem neuen Nationalsozialismus in Europa! Oesterreich scheint mir da anfaelliger als D, hat man sich dort doch nach dem Zweiten Weltkrieg als Opfer der Nazis stilisiert, ohne die eigene Mittaeterschaft wirklich aufzuarbeiten!? Aber vielleicht taeusche ich mich, und wir sind auch in D wieder in einer Situation wie in den 1930er Jahren?

    • das
      habe ich schon vor gut 25 Jahren genau so gehört.

    • Wo kommt das Geld her? Warum war es nicht vorher da?
      … das sind die Fragen, die sich die Leute stellen.

      Jeder sieht die infrastrukturellen Defizite; im ÖPNV, den Schulen, öffentlichen Schwimmbädern, den Straßen, dem ausbleibenden sozialen Wohnungsbau. Die Zwei-Klassen-Medizin, die zu großen Klassen in Schulen, die Pfandflaschen sammelnden Rentner, die explodierenden Wohnungsmieten. Die Sozialisierung der Verluste der Finanzkrise bei gleichzeitiger Privatisierung der Gewinne zuvor, die Milliardenzahlungen zur Eurorettung Griechenlands.

      Und dann kommen Millionen Migranten, Geld ist da und „wir schaffen das“. Diese Diskrepanz verstehen viele nicht und die Politik tut nichts um sie zu erklären. Das sich das nicht mal rächt. Wobei, das Erstarken der AfD ist da vielleicht schon mal ein Vorgeschmack.

    • Keine Erklärung seitens Politiker
      @ Dörflicher Akademiker
      „Wo kommt das Geld her? Warum war es nicht vorher da?
      … das sind die Fragen, die sich die Leute stellen.
      Jeder sieht die infrastrukturellen Defizite; […]

      Und dann kommen Millionen Migranten, Geld ist da und „wir schaffen das“. Diese Diskrepanz verstehen viele nicht und die Politik tut nichts um sie zu er-klären. Das sich das nicht mal rächt. Wobei, das Erstarken der AfD ist da viel-leicht schon mal ein Vorgeschmack.“

      Eine der Leitthesen der neoliberalen Theorien ist die Schwächung des Staates und Entziehung der durch den Staat ausgeübten Kontrolle sowie der Abbau des Sozialstaates. Maßgebliche Bereiche der traditionell staatlichen Bereiche wurden schon privatisiert, und dies selbst dann, wenn es den Steuerzahler teuer zu stehen wird. Beispiele: Privatisierung der Straßenbau und Instandhaltung (erst jüngst durch eingegangene PPP Verträge, die dem Privatsektor erhebliche finanzielle Vorteile bieten), weitgehende Privatisierung des Gesundheitswesens (Kliniken, in welchen teure, ziemlich nutzlose US Medikamente, Gerätemedizin, unnötige Operationen und dubiose elektronische US Made Gadgets großzügig durch die gesetzlichen Krankenkassen großzügig finanziert werden, ‚cause it’s business, stupid!), Privatisierung behördlicher Leistungen, möglichst auch des Bildungswesens, private Finanzierung der Forschung etc. etc.

      So, wie der Zustand der Schulen, Straßen, des Gesundheitswesens etc. aussieht, ist also keine Frage des Geldes, sondern der politisch gesetzten Prioritäten.

      Es sieht nur so aus, als ob das Geld plötzlich da wäre. Das Geld war schon immer da. Sonst gäbe es keine Bankenrettung in Milliardenhöhe. Es ist da, weil man sich davon Vorteile für die „Märkte“ verspricht. Der Arbeitgeberverband hat die Politik positiv beurteilt (und nachher revidiert: zu spät!), der US-ungarische Milliardär Soros, der auch der EU beratend beisteht, hat es so empfohlen. Mit Hilfe eines Billiglohnsektor-Arbeiterheers, das man zum 1€-Jobben rekrutieren kann, entsteht Wachstum!, so die Wunschvorstellung der marktradikalen Wirtschaftsgurus (besonders als Vorbereitung für das TTIP). Ist halt nur ein bisschen „Kapitalistenbeistand“ auf Kosten des Steuerzahlers. Dumm nur, dass er auch diesmal nicht gefragt wurde…

      Wie sollte die Politik das erklären? Um sich zu entlarven…? Never ever.

  54. Ohne Boden kein Rasen
    Die grüne Jugend braucht halt die braune Basis, in der sie sich festkrallen kann.
    Protestparteien überall, links und rechts, nur dass man sich selbst jeweils als Mitte bezeichnet.

    Das Blöde ist nur, wer macht denn jetzt die (politische) Arbeit?
    Protest macht nicht nur bildlich niemals satt, sondern auch ganz konkret.

  55. bürgermeister
    bei uns ist er nicht mal Bürgermeister geworden.!!!!!!

  56. ETH- Absolventen ....
    In der Schweiz verdient JEDER SCHWEIZER überdurschnittlich viel, weil msn das Angebot an Arbeitskräften künstlich knapp hält. Davon ausgenommen sind lediglich Fremdarbeiter, due man nach getaner Arbeit wieder aus dem Land wirft. Eine wilkommene Gelegenheit, sich auch als Deutscher mal so richtig als Untermensch zu fühlen ist die Arbeitsaufnahme in der Schweiz.

    • Aus dem Land geworfen ...
      … wurden jedenfalls die Habsburger. Wenn deren Nachkommen nun völlig hanebüchenen Unsinn von der obigen Sorte verbreiten, muss das an den traumatischen Erfahrungen liegen, die sie – eigentliche Ur-Schweizer – bei der gewaltsam unternommenen Heimkehr in ihre Stammlande erfuhren. Tja, Migration ist komplex, zu komplex für Simplizisten.

  57. Wäre er doch bloß bei seinen Leisten geblieben...
    Alphonso wäre besser bei seinen Leisten geblieben: Irgendeinen schöngeistigen Schmarrn aus Bella Italia zu kunst- oder kulturhistorischen Themen drechseln, mitunter amüsant, aber auch immer egozentrisch. Aber die Flüchtlinge und die Politik überhaupt haben ihn vollkommen aus der bourgeoisen Contenance gebracht, den Armen. Hinter der Fassade der Belle Epoque lauert auch nur Zynismus, Kälte und der Anspruch, ihm seine kleine Welt zwischen Tegernsee und Toskana nicht kaputt zu machen. Wie rührend.

    • Ich schreibe ihnen gern mal einen Beitrag über den Herrn aus einem Subsaharastaat, der hier beim schlechteren Supermarkt die Leute fast von ihren Einkaufswägen wegschubst, um sie dann zurück zu bringen und den Euro zu kassieren. Und dann dürfen Sie mir breit erklären, warum die deutsche Politik mit ihrer Vorstellung, solche jungen, gut vernetzten Männer mit 1-Euro-Jobs bei uns integrieren zu können. Das ist nämlich das Problem: Dass es durchaus Methoden gibt, in einer Minute einen euro zu verdienen, schwarz und ohne Integration und ihre Pflichten. Und dass man hier in Italien auch sieht und erlebt, wie das dann läuft. Das ist einfach die Realität, mit der wir uns auseinander setzen müssen. Wenn wir darüber eeden, dass diese Leute vielleicht für 3 Euro/Stunde Parks säubern oder Alte pflegen, sage ich Ihnen: Da werden diese Leute eben rational überlegen, ob es nicht bessere Alternativen gibt

    • @ Christian Wert: Bitte definieren auch Sie den Begriff "FLÜCHTLING"
      Dieser inflationäre Gebrauch des Wortes ist im 8. Monat nach Grenzöffnung einfach nurmehr unverschämt und zählt für mich als Verdummung des Lesers. Nur übertroffen durch den Maaschen Duktus des „Menschen in Not“:

      http://www.taz.de/Rueckkehr-eines-irakischen-Fluechtlings/!5301706/
      http://www.krone.at/Welt/Gefeierte_Fluechtlingsfamilie_verliess_Deutschland-Zurueck_im_Irak-Story-511339

  58. Es bleibt eine Leere,
    kein Konzept oder wenigstens eine Idee, wie es konstruktiv weitergehen gehen kann. FPOe oder AfD koennen es ja wohl nicht sein, die den Weg zeigen oder gar anfuehren sollen angesichts der Ausgrenzung, Rueckwaertsgewandheit, Vereinfachung, des Hangs zur Entdemokratisierung, wirtschaftspolitischer Konzeptlosigkeit oder Konfusion etc. Diez hat insoweit schon recht, dass man das nicht uebersehen darf und aus Aerger ueber die Etablierten sie noch mit Stimmen staerkt. Kurios, dass man jetzt die Gruenen zu den Etablierten rechnet. Aber es ist schon so, dass sich CDU/CSU, SPD und Gruene mit ihrer Durchwuehl-Politik in Widersprueche verheddert haben und sehr viel Angriffsflaeche fuer Kritik bieten, besonders mit ein paar Richtungswechseln, die tiefgreifende Folgen fuer die Menschen im Lande haben, effektiv fuehlbar oder erwartbar in jedem Winkel des Landes. Man koennte sicher auch Gutes sagen zu der Regierungspolitik aber eben auch eine verheerende Abkopplung des politischen Berlin von den Waehlern konstatieren. Will jetzt nicht weiter ausholen.
    Wollte Ihnen zurufen, dass mir (auch) bei Ihnen die Idee eines Auswegs fehlt. Sehen Sie nicht als vermutlich als Ihre Aufgabe! Mir ist das aber auf die Dauer zu wenig, dass Sie in der Kommunikatiion des linken Spektrums vor allem des Bundeshauptstadt-Slums faschistoide Tendenzen aufspiessen, grenzwertige Sprueche fuehrender SPDler und Gruener vorfiuehren, zeigen wie die Linksliberalen speziell der aus Prantelhausen es sich einfach machen, ein wenig Hintergrund zum wirtschaftlichen Niedergang, gepaart mit zu viel linken Mitarbeitern, des Guardian unter Rushbridgher bringen, und heute immerhin den Standard als unabhaengige Plattform loben – auch weil sie das jetzt in der Argumentatiion gegen die gruene Jugend in Berlin brauchen, die Sie (als Buhmann) vorfuehren, obwohl sie politisch ziemlich irrelevant ist.
    Bisher hat mich immer interessiert, wie Sie als liberaler Aufklaerer mit dem ‚Beifall von der falschen Seite‘ umgehen. Mittlerweile scheint mir, dass Sie diesen Beifall suchen, solange er gepflegt daher kommt und Sie darueber weiter kommuniiseren koennen.
    Wo bleibt das „Positive“ werter Don? (ich weiss nicht wie man Sie anders anspricht). Neuerwerbungen antiker Bellezen, wunderbare Ausfluege oder harte Ritte auf oldtimer- Fahrraedern, zuenftige Besuche am Tegernsee gekleidet in Objekten grosser Handwerkskunst, Musse in den uebereichen Kirchen und schoenen Ecken zwischen Gardasee und Siena sind, bei aller Sympathie, natuerlich kein Programm fuer die Massen, die mit Merkels Politik unzufrieden sind, allenfals fuer kulturbeflissene FAZ-Leser wie fuer mich ohne finanzielle Sorgen. Man kann es auch Vanitas nennen,

    • Die Grünen haben halt personell ins Klo gegriffen und sind, was das Personal angeht. völlig verschlissen. Allein, dass sowas wie der Beck passiert und keine Aufklärung kommt, für wen und warum er die Substanz gekauft hat Dass so einer dann krank geschrieben wird, bei voller Lohnfortzahlung, das regt natürlich viele auf, die zum Souverän gehören und bei solchen Handlungen den Job verlieren würden.

    • Weimar Endlosschleife
      Es scheint, als sei Berlin-Mitte das zugrunde liegende Problem.

      Zu viele Drogen, zu viele Nutten, zu viele Wirrköpfe und zu viele Politiker und Journalisten auf zu engem Raum.

    • Help Wanted.
      „Die Grünen haben halt personell ins Klo gegriffen und sind, was das Personal angeht. völlig verschlissen.“
      .
      Die anderen auch. Alle.
      .
      Wer tut sich das heute noch an, Politik zu machen. Obwohl, es gibt da welche, die habens erkannt und dazu die nötige Traute:
      .
      Die AfD besetzt im Landtag von Sachsen-Anhalt 25 Sitze, zum Zeitpunkt der Wahl hatte der Landesverband etwa 300 Mitglieder.
      .
      Frühes Kommen sichert gute Plätze. könnte man da sagen.

  59. Danke!
    Vielen Dank für diese treffsichere Analyse. Es tut gut, so etwas zu lesen.

  60. not my president
    Lieber Don!
    Nach vielen Wahlen ist es mir eigentlich egal, was man darüber nördlich des Inn so von sich gibt.

    Ihr Beitrag ist informativ und wie immer gut gearbeitet. Danke! Während meines Studiums und noch mehrere Jahre danach lasen wir zuhause den Standard, sind aber seit knapp 10 Jahren zur Presse gekommen. Beschreibt wohl auch unsere (meine Familie mit Hund und Katz) soziologische Entwicklung. Van der Bellen ist Heinzi Fischer 1.1. und Systemerhalter. Dass es man es trotz des enormen Aufgebotes nur denkbar knapp schaffte van der Bellen ins Amt zu hieven spricht für mich Bände. Praktisch sammelte sich die gesamte SPÖVP (selbst der Bauernbund!) und der Rest hinter van der Bellen und blies der ORF zur Generalmobilmachung. Es bleiben Spuren.

    PS: Über Tiroler heißt es: das sind Bayern, die in die Berge auswanderten und dabei das Lachen verlernten …..

    • Danke. Ich weiss nicht, ob man bei der Presse generell besser informiert wird, aber bei der Flüchtlingskrise hat man dort Finger in die Wunde gelegt, die beim Standard oft unberührt blieb. Man merkt, dass es den Leuten vom Standard peinlich ist, so etwas wie den Brunnenmarkt oder die u6 verteidigen zu müssen. Trotzdem ist das eine exzellente Zeitung und immer noch mein erster Anlaufpunkt in Österreich.

  61. Dr. Med.
    Van der Bellen ist ein Präsident, der unter mysteriösen Umständen das erreicht hat. Wahlkarten-„Betrug“ stellt seine Präsidentschaft in den Schatten. Als „Grüner-Politiker“ spaltet Herr Van der Bellen die Gesellschaft, weil seine kommunistische Gesinnung nur mehr ausschließt. Er ist nicht Konsensfähig. In allen essentiellen Fragen in der Gesellschaft steht Herr Van der Bellen auf der Seite der Dekadenz und des Untergangs.
    Beweis:
    -Gender-Irrsinn, Anerkennung von Home-Ehen, Befürwortung von Abortus und Kinderfeindlichkeit, Adoption der Kinder von Homo-Paaren, feindliche Familienpolitik und allgemeiner Christenhass, stellen
    unüberwindliches Hindernis für eine gelungene Präsidentschaft.
    -Verrat an Österreich, unserer Kultur und Identität, denn Herr Präsident ist ein „Freigeist“ und Kosmopolit, der eigene Bevölkerung am liebsten in „TOTO“, gegen Asylanten (vornehmlich Muslime!) austauschen würde.
    -Er schließt 50% Österreicher aus seinem Präsidentschafts-Konzept aus, weil er die FPÖ als Partei vollkommen ablehnt und als rechtsextrem beurteilt. Manchmal betitelte er diese Partei als „NAZI`s“.

    Er sagte transparent und dezidiert: „Einen Kanzler STRACHE würde er nicht angeloben, selbst dann nicht, wenn er die absolute Mehrheit erreichen würde.
    -Das alles denunziert diesen „Grünen“-Totalitaristen als „parteiisch“ und unobjektiv.
    Fazit:
    Van der Bellen hat Österreich polarisiert und dann vollkommen gespalten. Er hat keine Qualitäten um diesen Graben zuzuschütten, weil er kein Staatsmann ist. Er wird den Graben noch mehr vertiefen und dadurch Österreich großen Schaden zufügen. Er ist Fehl am Platz, weil er ein Teil des NWO-Plans und satanischer Kräfte ist.
    Eine verlorene Seele!

    • Ich bin gespannt, ob er es auf eine Staaatskrise ankommen lassen würde. Allerdings glaube ich auch, dass Strache einen anderen vorschicken würde.

  62. Umarmen und erdrücken
    Ich teile den liberalen Frust über die politische Polarisierung, aber der einzige Ausweg aus dem Dilemma ist, dass sich die etablierten Parteien die Finger schmutzig machen und das tun, was FJS getan hat: sich aus der Mitte weg zu bewegen und die Ränder zu umarmen und dabei zu erdrücken.

    Ich erinnere mich an ein Interview aus den frühen 90er Jahren in dem ein führender CSU Mann gefragt wurde, ob denn der Jörg Haider in die CSU aufgenommen werden würde. Ja, war die Antwort, aber er würde bei uns nichts werden. Das ist zwar schön dreckig, aber sehr effizient. Wegen dieser Taktik liegt die CSU in Bayern trotz 9% AfD bei 48% und was immer man über die CSU sagen mag, Rechtsradikale sind das nicht.

    Würde Merkel die CDU nicht nach rechts abgrenzen, hätten Leute wie der Gauland noch eine politische Heimat, wären aber fast einflusslos. In einer Volkspartei muss man eben auch mal Leute ins Boot nehmen können, die ein Geschmäckle haben. Sonst geben Volksparteien nun mal ihre Ränder an radikale Parteien wie die AfD und die Linke ab. Das war schon in Weimar so, eine Epoche die unsere Politiker vorgeben, gut zu kennen.

    • Naja, der Seehofer gilt halt den Linken der Restrepublik auch schon als „an der rechten Wand“. Klassiker der Fehleinschätzung, wenn man nicht weiss, wie Bayern früher war.

    • Bayern
      wurde schon immer von Restdeutschland falsch verstanden, aber es funktioniert nun mal seit fast vierzig Jahren einfach besser.

      Ich mochte die CSU auch nie, schon gar nicht unter FJS, aber es war nie eine braune, deutschnationale Partei wie die AfD. Trotzdem war ich ihr immer dankbar, dass sie den rechten Rand klein gehalten hat. Merkel macht ihn gross, weil sie auf dumme Demoskopen hört, die meinen, demographisch läge die Zukunft in der Mitte.

      Das mag so sein, aber die AfD Wähler sind eben nicht nur Rentner die in 20-Jahren (!!!) wegsterben. Da sind auch viele junge Wähler dabei (von denen es in Deutschland gar nicht so viele gibt), die nicht gegen ihre ureigenen Interessen stimmen werden, und es werden vermutlich immer mehr. Wenn die CDU Frau Merkel nicht weg-putscht, wird die AfD permanent Teil der deutschen politischen Landschaft so wie Grüne und Linke auch. Mein Vorschlag wäre Steinmeier als Übergangskanzler. Da würde die SPD auch mitmachen und die Union würde nicht mehr von Merkel runtergezogen.

    • Nein, das ist wie bei der FPÖ: Gewählt wird die Partei von den jüngeren Leuten, die den ganzen Genderkrempel, die Politberater, Dunya mit ihren Verbindungen zur Asyllobby und die Demoskopen letztlich mit ihrer produktiven Arbeit bezahlen.

    • Wahl in Bayern
      Interessant wäre bei den Umfragen in Bayern zu differenzieren, ob für den Bund oder das Land Bayern gewählt würde. Ob 48 Prozent bereit wären, ihre Stimme für eine Partei zu geben, die Merkel weiterhin als Spitzenkandidatin hat, ist schon die Frage.

      Insbesondere, wenn die Masseneinwanderung so weiter geht:
      https://www.bayernkurier.de/ausland/13674-die-massenflucht-wird-nicht-enden

    • Genau
      Ausserdem ändern die Leute ihre politischen Ansichten im Laufe ihres Lebens. „Chi non è di sinistra da giovane è senza cuore, ma chi non è di destra da vecchio è senza cervello,“ wie unsere italienischen Freunde so schön sagen. Und man darf natürlich auch nicht vergessen, dass Rebellion gegen die Eltern heute heisst, gegen die 68er und deren moralische Überlegenheits-Attitüden zu opponieren.

      Gerade weil die 30-40 Jahre alten AfD Unterstützer aber eben nicht ins „wütende alte weisse (!!!) Männer-Klischee“ passen, dass denkfaule Kolumnisten 1:1 aus den US übertragen haben, kann die CDU diese Wähler noch erreichen, aber halt nicht mir Merkel, die in ihrer Berliner Blase Restdeutschland nicht zur Kenntnis nimmt und meint, die Feinde ihrer Politik seien Neonazis wie daheim in Mecklenburg.

    • Vom Rande aus gesehen...
      @BVP

      Sorry, mit manchem haben Sie ja durchaus recht, aber so ganz konsistent wirken Ihre Ausführungen im Ganzen auch nicht.

      Erstens sollte man sich schon mal davor hüten, die AfD als „braune, deutschnationale Partei“ zu bezeichnen. Deutschnational ist sie, braun ist sie – bis auf wenige Einsprengsel im Osten – nicht. Beides gleichzusetzen ist ohnehin völliger Unsinn, wenn auch in manchen Kreisen dieses Landes verbreitet.

      Zweitens besteht das Problem ja gerade darin, dass die Konservativen bzw. „Rechten“ in der CDU den Boden unter den Füßen verloren haben und auch in der CSU nicht mehr über den Einfluss verfügen, den sie früher einmal hatten. Andernfalls wäre es weder zur Abschaffung der Wehrpflicht noch zur Griechenland-Rettung gekommen und schon gar nicht zur wahnwitzigen Grenzöffnung Merkels. In Griechenland sind übrigens gerade wieder einmal Sparbeschlüsse verabschiedet worden, die völlig wirkungslos sein werden, die dafür aber geradezu unmenschlich sind (ob man das als Bestandteil des immer wieder beklagten „Linksrucks“ der CDU sehen will, sei man dahingestellt; ich würde es ja anders nennen…).

      Auch diese ständigen, von aller Welt bemühten „Ränder“-Bilder verstehe ich beim besten Willen nicht. Um es mal ganz deutlich zu sagen: Mit der Politik der offenen Grenzen hat die Union – gemeinsam mit der SPD – eine Linie verfolgt, die noch vor wenigen Jahren so nur von tatsächlichen Linksextremen vertreten worden ist (und die von den Verfassungsschutzbehörden damals, je nachdem, ohne Zweifel sogar das Etikett „verfassungsfeindlich“ angepappt bekommen hat). Bürger, die dies ablehnen, stehen nicht irgendwo am „Rand“. Mit Ausnahme Schwedens würden Sie in jedem anderen Land der Welt für verrückt erklärt, wenn Sie eine solche Politik fordern.

      Ich glaube aber auch nicht, dass die CDU die AfD noch verdrängen kann, ganz egal, was sie jetzt noch macht. Dafür fehlt ihr schlicht das Personal, das einen neuen Kurs glaubhaft vertreten könnte. Wenn man sich mal anschaut, was da von unten „nachkommt“, gibt es kaum Spielräume. Das sind Leute, die im Grunde genauso gut auch bei der „Grünen Jugend“ sein könnten. Letztlich müsste die CDU die vergangenen zehn Jahre auch personell revidieren. Das geht nicht einfach so (und würde übrigens dazu führen, dass sie dieselben Abgrenzungsschwierigkeiten bekommen würde wie die AfD).

      Außerdem denke ich, dass viele eher konservative bzw. „rechte“ Wähler der CDU die Ereignisse der letzten Monate nicht einfach so verzeihen werden. Sollte man die gegenwärtigen Probleme einigermaßen in den Griff kriegen, mag die AfD nicht dauerhaft mit 15% bis 20% rechnen dürfen, aber sie wird genug zusammenkratzen können, um sich dauerhaft über Wasser halten und auch Einfluss nehmen zu können.

      Mich erstaunt ja aber auch, dass die Funktionäre von Union und SPD ernsthaft zu glauben scheinen, die von ihnen beabsichtigte „Integration“ von weit über einer Million nahezu völlig unqualifizierter Zuwanderer aus Afrika und dem arabischen Raum werde weitgehend geräuschlos vonstatten gehen. Ganz im Gegenteil: Das wird noch ganz gewaltig knirschen im Gebälk, und die AfD muss nichts weiter tun, als mit dem Finger auf die Probleme zu zeigen und zu sagen: „Haben wir ja gleich gesagt!“. Und wenn es nicht gelingen sollte, den Zustrom über das Asyl dauerhaft auf (deutlich) weniger als die 200.000 Personen zu begrenzen, von denen die CSU schwadroniert, ist die AfD wohl noch das geringste Problem, das die anderen Parteien bekommen werden.

      Was die jüngeren Wähler angeht: Dass da in Wahrheit viele bei der AfD ihr Kreuzchen machen und es in Zukunft noch deutlich mehr werden könnten, ist natürlich völlig richtig. Der Don benennt auch die Motive völlig zutreffend: Es gibt einfach Grenzen, was Leute bereit sind, an Ausplünderung hinzunehmen. Wir haben jetzt einen Staat, der z.B. Unsummen für „Gender“ ausgibt, aber Schulen vergammeln lässt, der sich in weiten Teilen des Landes nur noch eingeschränkt imstande sieht, die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten, der aber (fürs Erste) knapp 100 Milliarden Euro für eine Zuwanderung aufwenden möchte, die jedes andere Land der Welt – wiederum bis auf Schweden – aus gutem Grund scheut wie der Teufel das Weihwasser. Und wie’s in Schweden aussieht, kann jeder, der möchte, erfahren.

      Ich glaube, dass es nicht übertrieben ist zu sagen, dass sich da ein gewaltiges (Frust-)Potential aufstaut, zumal zu denjenigen, die die Zeche zahlen müssen, noch die Leute hinzukommen, die existentiell auf den Sozialstaat und dessen Akzeptanz durch die „Zahler“ (!) angewiesen sind. Die vielen Arbeitslosen, die z.B. in BW die AfD gewählt haben, wissen ganz genau, was die „linke“ Politik Merkels für sie unweigerlich bedeuten wird, wenn es so weitergeht: einen neuerlichen dramatischen sozialen Abstieg durch den massiven Rückbau oder Kollaps des Sozialstaates. *Deshalb* wählen sie die AfD (rationalerweise) selbst dann, wenn man dort über eigene soziale Grausamkeiten nachdenkt.

    • @ Krampus, Sei mir net bes
      aber wenn ich so lese was Sie und andere AfD Anhänger hier absondern, wähl ich bei der nächsten Wahl ganz sicher links, denn eine Regierungsbeteiligung der AfD wäre weitaus schlimmer als das gegenwärtige Durchwursteln der grossen Koalition.

    • @BVP
      „Sei mir net bes…“

      Ach, keine Sorge: Das wäre ich allenfalls, wenn Sie die CDU wählen würden – und ob Sie 2017 noch so reden, wird sich zeigen.

    • Ja, ja der Krampus und seine Zahlen
      Denken sie mal über ihre Milchmädchen Rechnung bei den Wahl Prozenten nach.

      ALLE AfD Sympathisanten, abgesehen von den paar nazis, sind Protestwähler. Die wollen nicht die AfD, sondern Teile deren Programms und vor allem wollen sie eines nicht, die anderen Parteien, die sich als Mitte bezeichnen. Die AfD, so lächerlich das auch sein mag, ist derzeit „das kleinere Übel“ und und das ist seit Jahrzenten schon der Wahlgewinner in dieser tollen Republik.
      Die Afd wird also stets ihr Potential an WählerSTIMMEN ausschöpfen, während ihre PROZENTE von der geringen Wahlbeteiligung abhängen. Solange die Leute, und natürlich völlig zu Recht, von den Merkel und Gabriel der Republik die Schnauze voll haben, wird die AfD ihre 20% haben.
      Sobald der Rest irgendwann mal wieder einen normalen Mesnchen als Kandidat anzubieten hat, einen der wählbar ist, dann ist es mit den tollen % der AfD wegen der enorm höheren Wahlbeteiligung ganz schnell wieder vorbei.
      Stellen sie sich vor, man stellt Kretschmann auf. Leute, die weder Merkel noch Gabriel und ganz bestimmt nicht die AfD wählen würden, die würden die Wahlbeteiligung ganz schnell in die Höhe bringen und euer lächerlich Spuk ist wieder vorbei…. ;-)

    • Umarmen und erdrücken
      „Würde Merkel die CDU nicht nach rechts abgrenzen, hätten Leute wie der Gauland noch eine politische Heimat, wären aber fast einflusslos. “
      Ja, sehe ich genauso. Und ich bin nicht mal aus Bayern.
      Die CSU hat sich übrigens deutlich schärfer nach ganz rechts abgegrenzt als es die CDU jemals getan hat. Die großen Neonaziveranstaltungen, ich nenne mal als Beispiel die Wiking-Jugend, fanden in Niedersachsen oder Osthessen vollkommen ungestört statt.
      Als sich in Osthessen das ganze mal eines Tages auf bayrisches Staatsgebiet verirrte, stellte die bayrische Polizei schnell und gewalttätig klar dass man in Bayern keinen solchen Artenschutz genießt.

    • @TDV
      „Stellen sie sich vor, man stellt Kretschmann auf. Leute, die weder Merkel noch Gabriel und ganz bestimmt nicht die AfD wählen würden, die würden die Wahlbeteiligung ganz schnell in die Höhe bringen und euer lächerlich Spuk ist wieder vorbei…. ;-)“

      Was Sie schreiben, ist – mal wieder – in weiten Teilen völliger Unsinn. Die Wahlbeteiligung bei den Landtagswahlen vom März war z.B. hoch, selbst in Sachsen-Anhalt. Und woher sollen die Stimmen für Kretschmann denn überhaupt kommen, wenn es nicht gerade um das (noch) saturierte BW geht? Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass Leute, die die Politik der Massenzuwanderung – mit ihren absehbaren dauerhaften Folgen – ablehnen, auch in Zukunft in größerer Zahl Kretschmann wählen würden, und ansonsten gibt es kaum Nichtwähler, die man wieder zur Wahl veranlassen könnte.

      Im Übrigen trifft es auch nicht zu, dass der Erfolg der AfD sich nur aus Protestwählern speisen würde, bis auf „ein paar Nazis“. Es gibt immer mehr Leute, bei denen sich die Einsicht durchsetzt, dass die AfD dauerhaft als Gegengewicht gebraucht wird. Aus Protest wird so Stück für Stück Überzeugung – auch eine Folge der ständigen Wählerbeschimpfung. Das sind aber ganz sicher keine „Nazis“.

      Wie wenig schlüssig Ihre Behauptungen sind, kann man auch an dem politischen Großtrend in ganz Westeuropa sehen, der nicht nur der AfD, sondern auch der FPÖ, dem FN, den SD usw. anhaltende Erfolge beschert. Es ist alles viel banaler: Die Massenzuwanderung führt unweigerlich zu massiven Problemen, und gewählt wird dann eben, wer sich glaubhaft dagegen positioniert.

      Ansonsten würde es mich ja durchaus freuen, wenn es zur AfD eine Alternative gäbe. Die gibt es aber leider nicht, und es sieht auch nicht danach aus, dass es in absehbarer Zeit eine geben wird. Die mir von Ihnen schon einmal zur Wahl empfohlene Linkspartei ist es jedenfalls ganz sicher nicht. Die hat vielmehr gerade eines ihrer wenigen halbwegs vernünftigen Mitglieder herausgeekelt, weil jeder, der noch in den Dimensionen der Nation denkt, dort eben bereits als „Nazi“ gilt.

      Da hilft es auch nicht, wenn Sie einen Zwinkermann hinter Ihren Beitrag packen: So, wie es aussieht, werden Sie die AfD in Deutschland nicht mehr los, und wenn die anderen Parteien genug Schei**e bauen, kann sie sogar weit mehr als 20% einheimsen.

    • Ach, Krampus....
      Mit ihrem Schlusssatz werden sie wohl Recht behalten.
      Allerdings werden sie bei mir nur selten Beiträge zum Thema Wahlen finden, in denen ich nicht daran erinnere, dass deren Ausgänge seit Kohls Zeiten schon, der unwiderlegbare Nachweis dafür sind, dass der Urnenpöbel die eigentliche Ursache für ALLE unsere Probleme sind und, dass diese traurige Tatsache auch der Grund ist, warum sich nie was zum wirklich Besseren wenden wird.

      Etwas das ich mit unverholener Freude und einem Glas guten Rotweins in der Hand, aufs Meer hinausblickend, vom anderen Ende der Welt aus geniesse.

  63. erwartungsgemäß ausgefallen,
    ja es hätten sogar ein paar ganze Prozent mehr sein können, nach all der Volksfrontromantik (und den handfesten Interessen dahinter, man sehe bloß VdBs Unterstützerkomite an…)
    .
    Das Agieren der Journalisten braucht man nicht groß erklären; daß auch ein Teil der Wiener Hofer-Wähler im zweiten Wahlgang dann wieder umgeschwenkt haben, rührt daher, daß es hier viele ökonomische Verflechtungen und Abhängigkeiten gibt, die den Begünstigten auch bewußt sind. Und so lange das alles finanzierbar bleibt (Lastenausgleich) bleibts auch so.
    Die Ergebnisse im Westen erklär ich mir (beeindruckt von all den schönen alten und neuen Holzhäusern…)mit vorideologischem öko-Grün. Innviertel und Kärnten: alte Mentalitäten und im Burgenland: reale Erfahrungen als (vorher sehr friedliches und verträgliches) Grenzland.
    .

  64. Pingback: Der Ruhrpilot | Ruhrbarone

  65. Titel eingeben
    als ehemaliger Gruener kann ich mich nur noch in Grund und Boden schaemen. Der neue Faschismus kommt von links.

  66. Wer bekommt das Nazi-Schnitzel?
    Der Unterschied zu österreichischen Medien mag darin liegen, dass es Heurigenseligkeit bei uns nicht gibt. In Österreich fehlt der Schliff unserer strammstehenden Redaktionen. Der Dr. Goebbels kommt vom Exerzierhof der preuss. Rheinprovinz. Unsere vergöbbelte Medienlandschaft ist in Österreich so nicht denkbar.

    Hitler war ein Import, der in Bayern versiffte, in Berlin aufblühte, also nicht in der Verantwortung der Ösis. ‚Nazi-Schnitzel‘ ist dumm und geschichtslos und gehört auf die deutsche Speisenkarte wie der Hiroshima-Burger auf die angloamerikanische. Österreich isst böhmisch und ist Boheme, d.h., g’schlampert – gottseidank. Merkel-Preussen verdirbt mir den Magen.

    • @ gast
      Ich denke, SO deutlich muss man das sagen!
      Das „Nazi-Argument“ fällt auch sonst im Wesentlichen denen auf die Füße, die es so liebend gern als Allheilmantra projektieren und projezieren.

  67. traurige Sache
    Es ist leider traurige Tatsache, dass man als Wähler eines Kandidaten gleich als „Nazi“ gilt. Der Herr Hofer mag einer Burschenschaft angehören, da das aber nicht illegal ist, ist es sein persönliches Recht dabei zusein. Das muss man weder gut finden, noch selbst so einer Vereinigung angehören.
    In der Stichwahl ging es im Van der Bellen-Lager ja nur um „Hofer verhindern“. Das ist Schade, dass man kein wirkliches „Programm“ anbietet, sondern lediglich den Gegenkandidaten „anpatzen“ will.
    Ich bin weder Rassist, noch unterstütze ich solches Denken, welches man den Hoferwählern immer unterstellt. Aber der Herr Hofer hat abseits des, angeblichen, „Nazi“-Verhaltens wenigstens gute Argumente gebracht. Er hat sich klar gegen TTIP (zumindestens in der aktuellen Fassung) positioniert und wollte für direkte Demokratie eintreten.
    Da Österreich schon seit jeher immer Flüchtlinge aufgenommen hat, sind wir sicher kein Volk der Verhetzer oder Rechtsextremen (die gibt es zwar ganz sicher, aber sicher sind nicht mal ansatzweise 50% der Österreicher Nazis). Nur so wie letztes Jahr kann es nicht weitergehen. Ich wohne nicht weit der ungarisch-burgenländischen Grenze entfernt und das Chaos, welches letzten Jahres hier herrscht ist nicht akzeptabel. Unkontrollierte Masseneinwanderung ohne jedwede Kontrolle der Flüchtlinge (in den Medien gerne mit „sehr viele Frauen und Kinder“ abgetan – das Bild das man vor Ort hatte ist eigentlich komplett das Gegenteil) ist für die Bevölkerung nicht tragbar.
    Leider schießen viele „Linke“ gerne auch übers Ziel hinaus. Wohnen in Containern ist nicht akzeptabel? Als vorübergehende Lösung sicher besser als unter freiem Himmel. Auch Beschwerden wegen „unhygienischer“ Zustände im Flüchtlingslager Traiskirchen, wegen verschmutzter Toiletten – die Verschmutzungen kommen nicht von irgendwo.
    Auch dir Forderung nach einem 4-€ Monatsticket für Asylsuchende in Wien wird ihren Beitrag zu den vermehrten Hoferwählern geleistet haben. Ein Einzelfahrschein kostet 2,20€.
    Ein weiterer Grund für die Hoferwähler ist auch die kritische Haltung der EU gegenüber. Die EU bietet viele Vorteile, aber auch viele Pflichten, an die wir uns alle halten sollen (müssen). Für den Flüchtlingsansturm wurden einfach Regel ignoriert/gebrochen (Dublin III) – eine vernünftige Verteilung lässt ja weiter auf sich warten, denn das wäre das einzig Richtige, um mit dem Ansturm fertig zu werden. Aber da müsst „Mutti“ endlich mal sagen, dass die „Einladung“ jetzt vorbei ist. Der Deal mit der Türkei ist doch schon zum Scheitern verurteilt.
    Aber in Zeiten, wo uns zB.: vorgeschrieben wird, dass Allergene auf allen Speisekarten verpflichtend sind (wie konnte die Menschheit eigentlich bis jetzt überleben?) und jegliche Verstöße bestraft weren (können), ist es plötzlich möglich, sich das Land auszusuchen, in dem man Asyl beantragt? Grenzkontrollen dürfen nicht stattfinden, und wenn zeigt man mit dem Finger auf Österreich – ich kann mich nicht erinnern, wann man das letzte mal z.B.: auf Ungarn gezeigt hat?
    Wir Österreicher sind keine Rassisten, aber wir müssen irgendwann auch anfangen, auf die Zukunft zu blicken (die der Kinder/Enkelkinder…), denn das Sozialsystem wird dem nicht ewig standhalten können.
    Zig Tausende Flüchtlinge wollen, wenn sie hier bleiben, auch einen Job, eine Wohnung und Bildung für die eigenen Kinder. Da weder Arbeitsplätze noch Wohnraum aus dem Boden schießen, ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis es zu einem Zusammenbruch kommen wird.

    • Max, für eine solch ausfühliche Darstellung hab ich im Moment nicht den Esprit
      …aber vor einigen Tagen wurde in einer Diskussionsrunde im ÖR (ZDF, ARD ?) eine unvorstellbare Zahl von noch nicht registrierten und mehrfach existierenden Schutzsuchenden genannt (es sollen 500 000 sein).
      .
      In einer Nachbargemeinde wurde letzten Donnerstag eine 70-jährige Frau von ihrem von einer Besorgung zurückkehrenden Ehemann tot in ihrem Einfamilienhaus aufgefunden. Die Polizei konnte den Täter anhand eines zurückgelassenen Zettels mit einem englischen Text, arabischen Schriftzeichen und DNA-Spuren bereits nach einigen Tagen festnehmen. Es soll sich um einen Pakistani handeln, der unter Mehrfachidentität bereits ebenso mehrfach durch Diebstahl und Körperverletzung straffällig geworden war. Die weiteren Ermittlungen könnten jetzt auch für die Sozialbehörden peinlich werden. Aber in diesem Land ist nichts mehr peinlich-und außerdem alles EINZELFÄLLE, so sagt man uns.
      .
      Übrigens, der Ehemann soll einer von den GUTEN sein-mein Beileid trotzdem.

  68. Exzellenter Kommentar
    Besonders verstörend ist wie man sich in Deutschland mit diesem Wahlergebnis ‚beschäftigt‘, dass eigentlich im Allgemeinen quer durch die Presse eigentlich gar kein Interesse besteht die Gründe für das Ergebnis zu hinterfragen. Selbst das Lesen der Standard-Kommentare würde schon für einige Erleuchtung sorgen aber eigentlich will man ja gar nicht, es wird stattdessen heruminterpretiert bis es ins Weltbild passt.

    Jeder vernünftige Mensch sollte das kalte Grausen kriegen wenn er liest dass über 86% der Arbeiter und gering Qualifizierten Hofer gewählt haben. Man hat de facto die österreichische Arbeiterschaft ‚verloren‘, ein Vorgang der in diesem Ausmaß seit 100 Jahren nicht mehr zu beobachten war und hierzulande wird das vollkommen schizoid als Sieg des (Ein-)Bildungsbürgertums über die ungebildeten Deppen gefeiert, eben die Idioten die ja gar nicht verstehen würden was das Problem ist.

    Auf die Idee dass es eben jene Arbeiter und gering Qualifizierte sind die Existenzängste haben, dass es diese Leute sind die von gesellschaftlichen Verwerfungen als erste erfasst werden kommt niemand. Der Wiener Anwalt oder Salzburger Chefarzt wird nicht durch Unmengen an Zuwanderern in seiner Existenz bedrängt, der Fabrik- oder Landarbeiter aus der Provinz allerdings hat die mindestens legitime Angst von billigeren Arbeitskräften verdrängt zu werden. Der Oberstudienrat in Linz oder der Versicherungsmathematiker in Bregenz haben kein Problem eine bezahlbare Bleibe zu finden, es sind die Leute in prekären Verhältnissen die nun massive Probleme bekommen weil sich einfach die Konkurrenz vervielfacht hat. Und so weiter und so fort. Natürlich sind es die ‚einfachen Leute‘ die zuerst Aufheulen!

    Aber all das interessiert ja nicht wenn man viel schöner ‚Nazi!‘ plärren kann und sich mit derartigen Niederungen des Lebens nicht zu beschäftigen braucht, wenn man einfach beträchtlichen Teilen der Bevölkerung Österreichs unterstellt einfach zu Blöde zu sein um die Dinge ‚Richtig‘ zu sehen. Mein Gott die Ersten fangen schon an laut nachzudenken dass man ja das Wahlsystem ändern müsse um dafür zu sorgen dass auch das ungebildete Pack richtig wählt.

    Es wird oft behauptet der stärker werdende Populismus wäre eine Gefahr für Demokratie und Nation. In der Realität allerdings hat solcher immer extremer werdender gutmenschelnder Elitarismus eine ungleich höhere Sprengkraft für unsere Gesellschaft.

    • Stimme zu!
      Auch ich kann diese Beobachtung leider teilen. Viele in meinem Umfeld haben jedweden Kontakt zu bestimmten Gruppen der eigenen Bevölkerung verloren. So erklärte mir zuletzt eine Ärztin beim Abendessen in größerer Vortragsrunde, sie kann nicht verstehen, wie eine Flüchtlingsfamilie mit € 3.000,– überhaupt auskommen kann. Auf meinen Einwand, dass dies viele österr. Familien nicht verdienen schaute sie mich mit großen Augen an und meinte „Wirklich!?“.

      Ich sehe, dass bereits sehr viele „Durchschnittsverdiener“ in Alter von Norbert Hofer sehr, sehr rudern müssen um mit Kindern, Haus- und Wohnungskredit, Pflege der Eltern etc. über die Runden zu kommen. Ein Urlaub in Italien, wie sich das vielleicht noch vor Jahren auch mit den Kindern ausging, ist da bei vielen nicht mehr drin und auch kein besseres Auto. Dazu kommt, dass man sich in den Familien sehr große Sorgen um den Sohn und die Tochter macht, wenn diese, z. B. in Innsbruck oder Wien ausgehen.

  69. Die müssen sich echt nicht wundern das man AFD, FPÖ, SVP oder Front National wählt
    Ganz ehrlich ich würde als Deutscher auch die AFD wählen und als Österreicher die FPÖ und als Schweizer habe ich die SVP gewählt !

    Ich bin zwar ein liberaler offener Mensch und bin der Meinung Homosexualität ist okay und für den Drogenkonsum ist man selber verantwortlich und Sexualität sollte frei sein und mit der Kirche habe ich nix am Hut aber diese bösen Rechtspopulisten sind ja die einzigen Parteien die auf die Probleme von mir als norlalem werkstätigen Bürger eingehen.

    Wenn in Berlin irgendwelche Arabischen Clans die Kontrolle übernehmen und die Polizei nur zuschauen kann, Schulen geschlossen werden vom Gesundheitsamt und die Mahlzeit in der Schule für Kinder irgendwas um 1 Euro Kosten darf maximal aber die andern Parteien drüber diskutieren warum es unbedingt Toiletten für das dritte Geschlecht braucht und niemand aufklären und bestrafen will das ein Flughafen seit Jahren Milliarden verbraucht und nie eröffnet wird aber ich damit rechnen muss dass ich einfach sinnlos totgeschlagen werde dann komme ich mir doch als Steuerzahler verarscht vor und wähle jede Partei egal was für Spinner sie sonst sind die wenigstens nur ansatzweise versuchen die Probleme zu lösen.

    Oder wenn in Bonn ein 17 Jähriger einfach so grundlos totgetreten wird weil man es lustig findet auf den kopf zu springen und zu treten und sämtliche Parteien und Medien ein riesendrama machen weil es den Rechten nutzen könnte ich meine wie fühlt man sich als Eltern wenn das eigene Kind sinnlos getötet wird und alle erklären einem mann soll ruhig bleiben und das nicht aufbauschen es könnte den Rechten nutzen anstatt das die Empörung da ist weil sinnlos ein Junger Mann getötet worden ist und die einzigen Parteien die sich dafür interessieren sind nur die bösen blöden Rechtspopulisten.

    Tut mir ja leid für die Leute die vielleicht drunter leiden müssen wenn Rechtspopulisten an die Macht kommen aber als arbeitender Familienvater bleibt mir ja keine andere Lösung als diese Parteien zu wählen.

    P.s. und was das Abstimmungsverhalten von Männern und Frauen anbelangt ich denke die Frauen haben nur ein bisschen mehr Angst ihre politisch unkorrekte Wahl zu äussern als nämlich die Schweiz über die Minarettsinitiative abgestimmt hat haben sehr viele Frauen in meinem Bekanntenkreis nur ganz heimlich gesagt das sie dafür waren aber Angst hatten das sie als Rassistisch gelten würden wenn sie es zugegeben hätten aber das sie als Frauen doch sehr viele Probleme mit dem Islam und den Rechten der Frauen im Islam ihre Mühe hätten.

    • Ich kann das verstehen...
      Obwohl ich alles Verständnis für JEDEN Flüchtling habe, kann ich auch sie verstehen. Menschen haben nun mal nur dieses eine Leben und wer in einem Katastrophem Land geboren wird, egal ob durch die eigenen Landsleute oder unsere US Freunde ruiniert, der hat selbstverständlich das Recht woanders hinzugehen, wenn er weiss, dass es dort besser ist. Zum Problem wurde es erst als die Massen kommen wollten. Denn auch die Leute dort haben das Recht sich gegen eine zu massive Zuwanderung zu schützen, wenn sie den eigene Wohlstand gefährdet.
      Vom „schlechten“ kulturellen Einfluss mal ganz abgesehen.

      Als der ganze Zirkus begann habe ich mir die 16 Thesen des Ulfkotte angesehn um zu wissen worüber ich rede. Ich fand acht banale, die ich unterschreiben würde und acht dumpf-lächerliche. Da war mir klar, dass eine solche Partei Erfolg haben würde, nicht weil man sie wirklich will, sondern weil die Alternativen alle noch schlechter sind.

      Als Aussenstehender (Linker) würde ich Menschen wie sie heutezutage als Mitte bezeichnen. Jeder Mensch hat grundsätzlich das Recht ab einem gewissen Punkt egoistisch dem eigenen Wohlergehen den Vorrang einzuräumen. Links wäre für mich in diesem Fall wenn man sich der Verantwortung für den eigenen Anteils an den Fliucht-Ursachen bewusst bleibt.
      Im Falle der Schweiz wäre das wohl in erster Linie der Fa Nestle?
      Ist das Geschäftsgebaren dieser Verbercher Firma, was Trinkwasser und Milchpuler Profite weltweit aus Ländern der Dritten Welt angeht, in der Schweiz allgemein bekannt?

    • @TDV
      Da sehe ich jetzt aber einen Bruch in der Argumentation.

      Natürlich hat jeder nicht nur das Recht, sondern sogar den Instinkt, dieses eine Leben möglichst sinnvoll zu gestalten. Und für Millionen, vielleicht Milliarden, ist das nicht irgendwie esoterisch zu verstehen, sondern in Richtung Überleben. Im Sinne von food, shelter, clothing.
      Das bestreitet nicht einmal die AfD. Also, das ist weniger Erkenntnis als Selbstverständlichkeit.

      Der Streitpunkt ist doch, wie weit alle anderen Menschen das mitmachen müssen. No borders – no nations sagen, dass dann jeder Mensch auf diesem Globus die gleiche Chance haben muss, in der braunen Masse zu leben (braun: hier nicht politisch gemeint!).
      Andere sind der Meinung, dass – auch unabhängig von den von Ihnen jeweils angeführten Gründen für diese Situation – effektiv das eigene Hemd dichter sitzt als die Hose, und dass es einfach nicht geht, alle aufzunehmen, ohne im Hier die gleiche Situation heraufzubeschwören.

      Das endet doch in einer Unauflöslichkeit: Eine von beiden Gruppen können dann nicht dazu kommen, ihr Recht durchzusetzen und ihrem Instinkt zu folgen.
      Die Deutschen haben offenbar mal wieder, wie schon früher in der Geschichte, am wenigsten Antrieb, ihre individuellen Bedürfnisse zu befestigen und opfern lieber sich und ihr Land für ein grosses Ganzes.
      Zur Not eben ersaufen, solange man weltweit gelobt wird für seine ‚All refugees-welcome‘-Politik.

      Nestle, naja, als Fluchtursache ist das für mich schon sehr weit hergeholt! Es ist wahrscheinlich viel einfacher, sein Leben ohne Nestle zu führen, als seine Familie monatelang durch unsichere Gefilde gen Gelobtes Land (neuerdings offenbar DE) zu führen.

    • Uwe, da haben sie was überlesen...
      Ich mach mal copy and paste:

      „Denn auch die Leute dort [gemeint ist: hier in DE] haben das Recht sich gegen eine zu massive Zuwanderung zu schützen, wenn sie den eigene Wohlstand gefährdet.
      Vom „schlechten“ kulturellen Einfluss mal ganz abgesehen.“

      In meiner Welt gibt es übrigens kein Recht. Was es gibt ist entweder genug Macht um etwas wie ein Recht einzufordern, oder Leute die diese Macht nicht haben. Jeder ist frei zu entscheiden was er tun will, er allein muss mit den Konsequenzen der Entscheidung leben.

      Ich habe seit ich 18 bin immer in einer Welt von no borders, no nations gelebt, und nehme an, dass ich meine restlichen, höchstens 20 Jahre, das auch noch schaffen werde, wenn auch die Computer an Airports und Häfen das immer schwerer machen….

      Wenn ich in Nigeriua, Bolivien oder Kambodscha aufwachsen würde und einen Computer benutzen kann, dann weiss ich wer für mein Elend verantwortlich ist. Meine eigene Verbrecher Regierung wird vom reichen Westen oder Osten aus Habgier an der Macht gehalten. Welche Rücksicht haben andere andere Leute die anderen Stassten im Reichtum leben, da wohl verdient?

      Nein, jeder sollte sich aufmachen… nicht ist mir verhasster als die Heuchelei. Merkel dealt mit Leuten wie Erdogan?
      Und ich soll auf deren Legitimität Rücksicht nehmen?

  70. Koo mr do was mache, die Zweite
    Déjà de l´autre coté… sagte im vorangegangenen DexM
    23. Mai 2016 um 10:55 Uhr

    Koo mr dô was mache?*
    .
    * im Schwabenland courant wenn es darum geht an einer Chose noch irgendwas zum Positiven (für wen auch immer, meistens für den Fragenden) zu wenden……
    .
    ….Ich rede hier von der gerade stattfindenden Auszählung der Briefwahl. Vienna calling! Es wird doch positiv für die Bento-Truppen ausgehen?
    .
    Man konnte „ebbes mache“. Die öffentlichen Medien und gewisse „Repräsentanten“ in D stimmen ein fast unhörbares Triumphgeheul an, selbst die Betroffenheitsstimmchen von Gerster vibrierte vor Glück.

  71. Salis
    „Wie gut es doch tut, als urbaner Mensch mit urbanen Menschen zu verkehren. Und wie leicht stellt sich in Wien dieser Kontakt ein. … Dort ist eine Stadt, eine Stadt, ein Volk, das seit den Türkenbelagerungen, den Kriegen mit den Franzosen und den Preußen, seit der Hitlerei und infolge der Zerstörungen der Kriegszeit und der Verluste an Menschenleben und materiellen Gütern lauter Katastrophen erlebt hat – und von neuem intakt, in seiner Unveränderbarkeit Eigenart, lebensfroh, fleißig, auch verhältnismäßig wohlhabend und seiner selbst sicher dasteht. Die fünf Mächte, die von 1938 bis 1955 das Land militärisch besetzt hielten, die Deutschen, Russen, Amerikaner, Engländer und Franzosen, scheinen keine Spuren hinterlassen zu haben. Die Stärke der Österreicher beruht, glaube ich, auf ihrer Schicksalsgläubigkeit. Auch auf ihrem Beharrungsvermögen. Nicht weich, wie manche meinen, sondern zäh, auch nicht hart, aber unangreifbar in ihrer Substanz: so haben die Österreicher überdauert. ‚Was heißt siegen, überstehen ist alles.“ Man überstand Kriege, Zusammenbrüche, Diktaturen und Besetzungen. Jetzt gehört man sich wieder selbst an, und zwar in Freiheit. (Zit. J. R. Von Salis) Diese sehr humane Beschreibung des eminenten schweizer Historikers, der auch in Wien gelehrt hat, sind ein Trost, wenn man das atemlose und ständig aufgeregte Gekreische in den Medien, Blogs etc. verfolgt. Es ist bloß ein Wimpernschlag in der longue duree der Geschichte. Die Deutschen und die Bayern werden das vermutlich nie verstehen.

    • Doch, doch ! Cum crano salis...
      verstehen die Deutschen sehr gut. Oder waren die Verteidiger des damaligen Abendlandes-und speziell die vor Wien und Richtung Belgrad nur Angehörige von Gebieten, die heute der Alpenrepublik zugehören? Sicher nicht.
      .
      Sehen Sie, wir (also noch viele) verstehen sehr gut. War es nicht ein in Paris geborener Badener, also nach heutiger Lesart ein Deutscher, Generalleutnant aller kaiserlicher Truppen und ein siegreicher Feldherr in den Türkenkriegen, Befehlshaber der
      Truppen des Schwäbischen Reichskreises und Reichsgeneralfeldmarschall des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Sieger in über in 20 Schlachten, die Osmanen zurückdrängend, während sein eigenes Heimatland, die Markgrafschaft Baden perfide zur gleichen Zeit von den welchen Franzosen des anderen Louis gebrandschatzt (dafür gönne ich ihnen heute noch gelegentlich, wenn ihr Chauvitum mal wieder überschäumt, ihren selbstgemachten Bataclan, man verzeihe mir, hüben wie drüben)
      .
      Gestern berichtete mir ein Kamerad aus der Militärdienstzeit, dass im badischen Rastatt ein Lokal, daß sich eingedenk dieses Herren „Zum Türkenlouis“ nannte, vor einiger Zeit auf Druck gewisser anatolischer Zuwanderer und schon länger autochthoner Teebeutelschwinger einen nichtssagenden Namen geben mußte.
      .
      Abgesehen davon, daß ich den alteingesessenen Einwohnern von Rastatt ein gewisses Hosensch…..tum unterstelle, ist so ein geschichtsvergessendes Ding nur mit der Fraktion jener möglich, die jetzt die Truppen des AvdB (kein Motorclub) in, ich dachte immer, felix Austria, stellen. Wien, Wien, nur du allein….;kann rechts herum und links herum getanzt werden.
      .
      Ich werde es hoffentlich nicht verpassen, in meinem Restleben jene Wiener Kaffeehauswirtin zu beehren, die ich aus der Ferne unbekannter Weise in mein Herz geschlossen. Der g´scheider Weaner weiß Bescheid. Habe die Ehre.

  72. Wer ist schuld (an der Verblödung der Debatte)?
    Das Establishment sagt: All die bornierten Hass-Kommentatoren da draussen auf Facebook.
    .
    Ich würde sagen: Das Establishment, das sich als Kartell organisiert und dadurch die von der Verfassung vorgesehen normalen Wege der demokratischen Willensbildung versperrt, umgeht, aushebelt irrelevant macht. Es ist der feuchte Funktionärstraum vom postdemokratischen Klüngel-Paradies, der hier zerbricht.
    .
    Schlußfolgerung:
    Wir brauchen einen Wechsel des politischen Systems, hin zu einer plebiszitären Demokratie. Darin sehe ich die einzige friedliche Methode, das Kartell aufzulösen. Politiker wie Gauck und Lammert haben das auch schon begriffen, und daraus erkläre ich mir ihre Gereiztheit.
    .
    Erst wenn das Kartell aufgebrochen wurde, werden auch Fazzkes und Sponntis wieder klügere Kommentare schreiben.

    • Immer dasselbe
      Das Problem ist nicht das Kartell.

      Das Problem ist das Volk, mit dem man sowas machen kann.
      Und dagegen wollen sie mit Plebisziten angehen, weil statistisch gesehen alle Jubeljahre auch noch das allerdümmste Volk mal recht hat?

      Nein, von all den unfassbaren politischen Systemen, auf die die Menschen je gekommen sind, ist die Demokratie (leider) nun mal das das kleinste Übel, die am wenigsten katatstrophale Staatsform.

  73. Der Druck im Kessel wurde weiter erhoeht
    Die noetigen personellen und strukturellen Veraenderungen werden von den sg. etablierten Parteien verhindert werden, da sie mittlerweile keine politischen Organisationen mehr sind, sondern zuerst die neofeudalen Macht- und Versorgungsinteressen der Berufspolitikerkaste bewahren wollen.

    Diese Parteien haben die Faehigkeit und den Willen zur Selbstreinigung und Erneuerung verloren. Die Alimentierung ihrer Waehlerklientel hat neue Dimensionen erreicht, die Gleichschaltung der Medien laeuft parallel weiter.

    Es gibt m.E. zwei gesellschaftliche Zukunftsszenarien: Implosion oder Explosion. Ein ‚weiter so, alternativlos‘ wird ein rasches Ende erfahren, wenn die naechste Krise kommt (wenn, nicht falls).

    In Oesterreich wurde das bedingungslose ‚weiter so‘ gewaehlt – womit der Druck im Kessel steigt. Nach den Wahlen in 2 Jahren erwarte ich dort eine politische Explosion, spaetestens.

    Wie es in Deutschland weitergeht ist schwerer vorhersehbar. Optimismus ist nicht angesagt.

    @Begriffe: Die „Nazi-Keule“ sollte nur auf die Gruppierungen angewendet werden, die diese kranke Ideologie verherrlichen. Dazu gehoert eben auch die Judenvernichtung, chavinistisch-rassistische Angriffskriege etc. Der Begriff Nazi sollte nicht banalisiert werden!

    Viele, die gegenwaertig mit der „Nazi-Keule“ bedacht werden, sind „nur“ Rechts-Faschisten, oder einfach nur rechts von der ‚erlaubten‘ Meinung.

    Die Verwendung des Begriffs Faschismus in der gegenwaertigen Diskussion wuerde es leichter machen, auch die Gefahr des wachsenden Links-/Oeko-/Anarcho-Faschismus zu identifizieren und zu diskutieren.

    Es gilt, die Demokratie zu schuetzen, mit allen Mitteln, gegen die Aushoehlung von innen und gegen die Frontalangriffe der Radikalen – von links und rechts.

    • Titel eingeben
      Ist es richtig, von Demokratie zu sprechen, wenn es an demokratischen Werkzeugen mangelt? Für mich ist so etwas keine Demokratie, allenfalls eine Pseudodemokratie. Und, was ist denn mit den Radikalen der Mitte, oder wie würden Sie das sonst bezeichnen, was da so gänzlich undemokratisch seit Jahrzehnten geschieht?

    • @ OM
      Da sie es nicht zu kennen scheinen, schauen sie mal hier nach:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Postdemokratie

    • Postdemokratie, TDV,
      beinhaltet die Aussage, es hätte zuvor eine Demokratie gegeben. Das aber verneine ich schon immer. Daher gibt es für mich auch keine Postdemokratie. All das, was gemeinhin als Demokratie bezeichnet wird, selbst in der Schweiz, obwohl die wohl am weitesten in Richtung Demokratie fortgeschritten ist, ist für mich nicht mehr als Pseudodemokratie.

    • Titel eingeben
      Man kann es Pseudodemokratie nennen und liegt sicher nicht falsch.

      Aber Leute wie Schumacher, Erhardt, Brandt kann man nun mal nicht auf eine Stufe stellen wie das Gesockse, das die heutige Republik regiert. Dazu kommt die Macht der Konzerne, speziell der Medien.
      Können sie in Colin Crouchs Buch alles genau nachlesen. Der Mann ist Professor in Cambridge und sicher kein Linker.

      Die Mitte sehe ich immer dort, wo man ALLE Interressen zur Kenntnis nimmt und abwägt, anstatt einer Agenda zu folgen.

    • Demokraten?
      Also Schuhmacher war sicher kein Demokrat, Erhardt war es nicht und Brandt im Grunde auch nicht. Ob es überhaupt Demokraten geben kann, wage ich zu bezweifeln. Denn jede/r versucht nunmal, zuerst seine bzw. ihre Vorstellungen zu verwirklichen. Sie oder ihn daran hindern zu können, das wäre Demokratie. Demokratie ist also eher eine Frage der Machtverteilung, als daß es eine Frage der Mächtigen wäre, die gäbe es dann nämlich nicht mehr.

      Die Parteien zeigen das übrigens sehr deutlich, waren und sind sie doch alle nicht demokratisch organisiert. Nicht unter Schumacher, Erhardt, Brandt, Merkel oder Seeheimer Kreis. Demokraten?

  74. Wiener Besonderheit: Gemeindebau
    ein erheblicher Teil der Wiener Mietwohnungen befindet sich im Besitz der Gemeinde und wird nach sozialen Kriterien vergeben; sozial und ökonomisch erfolgreiche Mieter sind in den (etwas teureren und besser ausgestatteten) Genossenschaftsbau „aufgestiegen“; die alten Gemeindebauten der 1. Republik sind von Rentnern, Marginalen und, nachdem die Vergabekriterien gelockert wurden, Zuwanderern besiedelt. Es gibt viele Konflikte und eine eigene, vor ein paar Jahren gegründete Truppe von akademisch überqualifizierten und prekär beschäftigten Mediatoren, die sich großteils rührend bemühen, — trotzdem: auf den Wahlsprengelgrafiken sind die oft riesigen alten Gemeindebauten als blaue Flecken der Unzufriedenheit erkennbar. Dem versuchte man u.a. auch mit der Drohung, die FPÖ würde die Wohnungen privatisieren, sie müßten von den Mietern wie ETW gekauft werden, zu begegnen. Was lachhaft ist, die Mieter hätten das Geld einfach nicht und der FPÖ ist das auch ganz klar. Der Vorschlag zur Privatisierung kam von der ÖVP, eine ihrer vielen Dummheiten in der Stadtpolitik. Auch der Vorschlag zur Lockerung der Vergabekriterien kam von der ÖVP, erstaunlich, weil ja vor allem die Besitzer alter Mietskasernen von der Zuwanderung und vom üblichen Überbelag profitiert hatten.
    .
    Wien gilt als drittgrößte serbische Stadt, sehr viele dieser Zuwanderer
    kommen nun ebensoschwer in den Arbeitsmarkt hinein, wie ihre türkischen Kollegen. Aber sie wählen, traditionell antimuslimisch, FPÖ während die Türken – über Communityinstanzen wie Moscheen oder Kulturvereine vermittelt, weil zu Hause ausschließlich türkisch ferngesehen wird – eher rot wählen.
    .
    Rot-grüne Bestrebungen zur Einführung des Ausländerwahlrechtes zumindest auf kommunaler Ebene haben durchsichtige Ziele. Die meisten dieser neuen Wähler werden bedauerlicherweise nie so gut Deutsch erlernen daß sie selbst Medien verfolgen können, es geht nur darum, ihre Wort- und Anführer für die Parteien zu gewinnen, traditioneller Klientelismus halt.

  75. Don Alphonso sagte 24. Mai 2016 um 09:11 Uhr
    „Ja, das ist so. Mir als Linkem geht es genauso.“
    .
    Jetzt wird er aber gefall-süchtig, der Don. Wobei das Bild so mühsam aufgebaut.

  76. Solange nur das Netz frei bleibt und allgemein zugänglich ...
    Wir hatten jetzt mehrfach & ganz in Ruhe diesen, nachfolgend verlinkten Text gegen das gelesen, was hier richtigerweise berichtet und zitiert wird.

    „RT Deutsch Spezial: Die Logik des neuen Kalten Krieges – Teil 6“

    https://deutsch.rt.com/meinung/38442-rt-deutsch-spezial-logik-neuen/

    Welche Ergänzung also nur durch die Freiheit des Netzes gewährleistet ist.

    Und wie durch und durch kleinbürgerlich dagegen das wirkte, „da helfen Appelle á la Don Alphons vermutlich eher nicht“? So wie die Bürolebenswelten, so auch der Kopf?

    https://www.youtube.com/watch?v=XRgyOH-CwUU

  77. Dolce Vita
    Gedenken wir kurz Ennio Flaiano: Es gibt (in Italien) zwei Arten von Faschisten – die Faschisten und die Antifaschisten.
    Ihr Lob für den Standard in allen Ehren, dann aber bitte dessen mehrheitlich unreflektiertes Willkommensgesülze nach der Grenzöffnung auch nicht unerwähnt lassen…Nach Köln schrieb man dann- auch im Falter – endlich doch etwas differenzierter. Empfehle auch in diesem Zusammenhang Herrn Nikowitz vom Profil, der ist nämlich nicht nur witzig…Gruß und Respekt aus Wien

    • Titel eingeben
      „Es gibt zwei Arten von Faschisten – die Faschisten und die Antifaschisten.“

      Der ist wirklich gut.

  78. So isses
    Sehr geehrter Don,
    es muss mal gesagt werden. Ich lese Ihre Kolumnen regelmäßig und kann Ihnen nur danken, dass Sie mir immer wieder das Gefühl geben, dass ich irgendwie doch nicht so blöd bin, wie manch andere Vertreter der schreibenden Zunft mich dastehen lassen wollen. Auf meinen gesunden Menschenverstand (den ich hoffentlich habe) trifft Ihre vorzügliche Analyse und beides deckt sich dann in Harmonie.
    Traurig nur, dass die „Macher“ in Politik und Leitmedien – falls sie Ihre Kolumnen auch lesen – anscheinend keine Lehren daraus zu ziehen gedenken. Das ist nicht nur traurig, das ist eine Katastrophe, die mich fast verzweifeln lässt. Man sieht den Zug auf den Abgrund zurasen, aber der Lokführer ignoriert sämtliche Haltesignale.

  79. Titel eingeben
    Allerdings gibt es in der österreichischen Online Landschaft ebenfalls die Entwicklung, dass die bürgerliche Presse mit ihrem Online Forum den „Konkurrenzkampf“ praktisch verloren hat. Viele User sind ins Standard Forum gewechselt und zentrieren dort das Meinungsbildung weiter während das ehemals ebenfalls angesehene Presse-Forum nur mehr ein Sammelbecken für den (gebildeten) rechten Rand ist.
    Ich denke, dass dies ebenfalls einen guten Teil zum Meinungsschwenk online beiträgt.

  80. Wer austeilt, muss auch einstecken können
    Drum winselt mal nicht rum, wenn man Euch „Nazis“ nennt.
    Das zeugt nur von mangelndem Sportsgeist!
    Wenn Ihr recht Kerle seid, dann pöbelt einfach in der selben Manier zurück. Hinterher gehen dann alle ein Bier trinken.

    • Herr Meier, es ist dabei längst nicht ausgemacht, WER "nazi" ist!
      Und für die notwendige politische Auseinandersetzung für unser LAnd und Europa bringen solche Anwürfe schlicht nichts, sondern vergiften das Klima!

      Ich sage jedenfalls nicht wie im Kindergarten: „selber!“

    • Ein Bier trinken? Das geht danach zur Zeit oftmals nicht mehr,
      weil die Stachel einfach zu tief ins Fleisch eingetrieben werden, nur weil die geäußerte Meinung nicht zur eigenen passt.
      Die schwarz-weiß Politik, die nichts kennt, was irgendwie sich wie ein Kompromiss anfühlen könnte spaltet – bis ganz weit nach unten, in Freundschaften und Familien.
      Und sie vereinzelt.
      Aber vielleicht ist das das Ziel, nachdem sich Arbeitslose, ökonomisch Schwache, Alleinerziehende, Wohnungslose und auch von Gewalt Betroffene eh schon als Einzelfälle fühlen.

    • Ich diskutier nicht mit arroganten Schnöseln
      … die sich zu fein sind, mich als Nazi zu bezeichnen.

    • Ich diskutier nicht mit arroganten Intellektuellen,
      die sich zu fein sind, mich als „Nazi“ zu bezeichnen und solche Ausdrücke dann immer gleich mit Köllnisch Wasser wegtupfen wollen.
      .
      Plädiere für den umgekehrten Weg, die Nazi-Beschimpfungs-Theorie.
      Alle brüllen auf Befehl Du Nazi Du Nazi Du Nazi bis die Nachbarn die Polizei alarmieren.
      .
      Und dann gehen alle zusammen ein Bier trinken.

  81. Nach Jahren alternativloser Politik
    @BVP – Meines Erachtens ist die Frage nicht, ob die AfD permanent ein Teil der politischen deutschen Landschaft wird, sondern ob sie es bei der nächsten Bundestagswahl auf eine relative Mehrheit bringt. Die deutsche Politik ist mit Frau Merkel festgefahren. Sie war in der Lage, alle potentialen Gegner auszuschalten und kann handeln ohne auf ihre Parteigenossen Rücksicht zu nehmen. Selbst wenn es eine Rebellion gäbe, warum wollte und sollte Steinmeier als Übergangskanzler in der Lage sein, den Karren aus dem Dreck zu ziehen?
    .
    Die Vereinigten Staaten sind in einer ähnlichen Lage. Die müssen damit rechnen, Trump als Präsident zu kriegen, weil das republikanische Lager nicht in der Lage war, sich auf eine gemeinsame Gegenstrategie zu einigen.

    • AfD, Trump
      Die AfD kann noch verschwinden, denn noch sind die meisten ihrer Wähler klassische Protestwähler. Was sie vereint ist die Wut auf Merkel und die Grenzöffnung. Tritt Merkel ab, werden die Grenzen ganz offiziell geschlossen, und zehntausende Migranten so abgearbeitet wie die Albaner, ist die Luft schnell raus.

      Wenn das nicht geschieht, haben wir bald amerikanische Verhältnisse. Spaetestens seit Nixon’s Southern Strategy werden weisse Amerikaner von der GOP mit rassistischen dog whistles gelockt. In acht Jahren Blockade-Politik gegen Obama ist der rassistische Animus der Republikaner weiter befeuert worden. Und jetzt wollen die primary voters eben keine dog whistles mehr, sondern jemand der endlich offen sagt, was die Republikaner seit über 40 Jahren immer nur angedeutet haben.

      Trump ist das Ende einer logischen Entwicklung. Die AfD kann das Ende einer logischen Entwicklung werden, aber es ist nach knapp einem Jahr noch nicht zu spät – zumindest hoffe ich das.

    • Titel eingeben
      Der Protest beschränkt sich nicht auf Merkel oder die Flüchtlinge. Denn das erklärt nicht den anhaltenden Schwund bei der SPD und den Linken. Die Flüchtlinge waren nur der Tropfen, der das Faß zum Überlaufen brachte. Und da die CDU/CSU auch ohne Merkel zu keiner anderen Politik fähig wäre, spielt Merkel kaum noch eine Rolle.

      Die AfD hat dagegen schon das nächste Faß aufgemacht, die Bedeutung des Islam in und für Deutschland. Ein Thema, das immensen Zündstoff beinhaltet und mit dem die etablierten Parteien schon seit Jahren heillos überfordert sind. Kommt dann noch der Sozialstaat auf die Tagesordnung, dann kann nichts und niemand mehr die AfD aufhalten, das scheint mir sicher.

    • Alternative für Merkel?
      Die CDU hat es über Jahre versäumt, politisches Personal für die Merkel Nachfolge aufzubauen. Im Gegenteil, Leute wie Merz u.a. wurden vergrault.
      Der sozialisisch anmutende Parteitag im letzten Herbst nach Merkels katastrophalen politischen Fehlentscheidung mit dem 10 Minuten langen Dauerbeklatschen von Merkel besagt alles.
      Sie hat offenbar nur wenige Vertraute, auf die sich vielleicht noch hört, Pro Asyl Altmeier, Frau Schavan angeblich.

      Dann der nächste politische Fehler, der Türkei Deal.
      Gleichzeitig wird klar, dass die Griechenland Rettung in die nächste Runde geht, weitere Milliarden vom deutschen Steuerzahler, um den ach so schlimmen Grexit zu verhindern.
      Zudem kommen jetzt wieder Tausende Migranten aus Afrika über Italien.
      Außerdem drohende Bargeld Abschaffung, negativzins.
      Nein, CDU, das wird nichts mehr. Das werden die Wähler nicht so schnell vergessen.

    • @Lisbeth Heuse
      Aber, aber….. einen republikanischeren Kandidaten als Hilary hatten die Republikaner seit etlichen Wahlen nicht mehr!

    • Weltmeister der Willkommenskultur
      @Desparado, um noch was drauf zu legen: während Frau Merkel TTIP beschleunigen will, kaufen sich die Chinesen durch den TecDax ( KUKA, Aixtron ). Wohin man blickt, strategische Fehlentscheidungen bei den Deutschen, nicht nur bei der CDU, auch an den Unternehmensspitzen ( Bayer will Monsanto kaufen, BMW will es ruhig angehen lassen mit dem Elektromotor … ). Das Land wirkt paralysiert, unfähig auf die Wirklichkeit zu reagieren. Da tut es ihm gut, dass es sich selbst als „Weltmeister in Willkommenskultur“ lobt.

  82. Und passend zum Thema eine schöne taz-Geschichte:
    http://www.taz.de/Studentenverbindungen-unter-Schutz/!5303355/

    Tenor: Rechte sind selber schuld, wenn sie physisch gewalttätig angegriffen werden oder ein Brandanschlag auf sie verübt wird. Das „rechts“ wird dann mit zwei Einzelfällen belegt, Beweisvortrag abgeschlossen.

    Ah ja … Sorry liebe gemässigte Konservative, Liberale, Sozialdemokraten – die AfD war nicht nur überfällig, sondern dringend notwendig! Wenn Selbstjustiz jetzt schon in einem publizistischen Zentralorgan der deutschen Linken offen gefeiert wird.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Pardon?
      Die Grünen und ihr Hausblatt sind doch nicht die Linke. Das ist eher ein Verhältnis wie zwischen CSU und Bayernkurier. Das alles wird man aus Gewohnheit, bei großzügiger Betrachtung oder in der Parteienlandschaft noch irgendwie als links der Mitte einordnen, aber dann wäre in Bawü die wählende Mehrheit links der Mitte, was ja völliger Quatsch ist. Die Grünen sind heute Mitte und kompatibel zur aktuellen CDU, viele Schnittmengen von Religiosität bis Wirtschaftspolitik, und 2017 koalieren sie miteinander im Bund, und gerechtfertigt werden wird das in der taz (und wohl auch der FAZ). Kein Linker wird da den Schampus aufmachen, es sei denn aus sinistren Motiven heraus wie „jetzt haben wir sie endlich da, wo wir sie haben wollten“ oder „jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört“. Denn danach bei rotrotgrün werden sie in der Folge eher kleine Biobrötchen backen müssen (Dinkel, Aufback von Alnatura). Vorher gibts da aber noch die Palastrevolution.

  83. Herr Alphonso, ihr Artikel ist ein Armutszeugnis
    Die Grüne Jugend ist nicht „linksextrem“. Links-links sind sie. Linksextrem ist man wenn man Dinge wie den Kommunismus fordert und die Abschaffung von Privateigentum und die Stürzung der demokratischen Regierung. Tun Sie das? Nein. Das sind ganz normale Linksdemokraten wie demokratische Sozialisten.

    Bitte zitieren Sie mir mal linksextreme Positionen aus den Parteimanifesten grüner Jugendgruppierungen.

    Grüne Parteien generell werden sogar immer weiter zur politischen Mitte. Wie man auch in Österreich am Erfolg VdBs erkennen kann.

    In der Zwischenzeit sind sie Trittbrettfahrer auf der typischen rechtsradikalen Propaganda. Was soll denn bitte diese Beschuldigung der Opfer? Die Linken sind Schuld am Erfolg der Rechtsradikalen? So ein Schwachsinn. Jeder mündige Bürger der Menschenrechte und Freiheit als Grundlage unserer Gesellschaft anerkennt sollte sich gegen diese Menschen stellen. Gegen die FPÖ, gegen die AfD.

    Es ist hier vollkommen egal wie sich Linke oder sogar „Linksextreme“ (die es nicht einmal in nennenswerten Mengen gibt) verhalten.

    Es geht hier nicht um links gegen rechts.

    Es geht hier um Menschlichkeit und Vernunft. Etwas das parteien wie die FPÖ oder AfD nicht besitzen.

    Generell sehe ich kaum Wahrheiten in ihrem Text. Sie wissen ja nicht einmal etwas über Österreichs Wirtschaft die Sie hier als Argument verwenden wollen. Österreichs wirtschaftliche Entwicklung sieht schlechter aus als Deutschland? Wie bitte? Das mediane Familieneinkommen in Österreich hat das in Deutschland in den letzten Jahren überholt, Arbeitslosenzahlen in Österreich sind geringer als in Deutschland. Ö hat auch einen höheren HDI als DE und wird sich in den nächsten 20 Jahren dahingehend auch besser entwickeln. Was reden Sie da also überhaupt?

    Sie begehen hier den Fehlschluss der goldenen Mitte. Sie gehen davon aus, dass die Rechtsextremen eine raitonale Position einnehmen und dass die Mitte-Linken „links“ und Linken „linksextrem“ sind. Und dann begehen machen sie das absolut inakzeptable Argument, dass beide Seiten gleich richtig/falsch liegen und man Kompromisse machen muss um die beste Lösung zu finden. Genau diese Einstellung ist das, was unsere Länder immer weiter ins Rechtsextreme drückt.

    Interessant. Und jetzt sagen Sie mir bitte auch was Toleranz gegenüber diesen Rechtsradikalen jemals bewirkt hat. Rechtsradikale sind die kriminellste Bevölkerungsgruppe. In Ländern wie Deutschland begehen sie über die Hälfte allen ideologisch motivierten Verbrechens. Und sie werden ständig stärker während Linksextremismus nicht einmal der Rede wert ist und sogar ständig abnimmt. Rechtsradikale Meinungen werden salonfähig weil sie die Opfer ihrer Propaganda für dessen Verhalten zur Rechenschaft ziehen während Sie die Dummheit und Lügen der Rechtsradikalen offenbar nur als Ausdruck von Besorgtheit und als verständlich und gerechtfertigt darstellen.

    Sie spielen rechtsradikalen Parteien mit ihren Ausführungen direkt in die Hände. Kaufen sich ein in deren Propaganda. Vollkommen ungerechtfertigt. Wie entschuldigen Sie das?

    • Herr/Frau Schauderhaft!
      Don Alphonso ist Eines ganz gewiss nicht „Trittbrettfahrer“ bei irgendjemand…!
      Ansonsten spricht Ihr Text auch ganz für sich. Ich bin mir nicht ganz sicher WER sich hier „entschuldigen“ muss-( rein rethorisch ) für intellektuelle Unredlichkeit.

    • Viele Wort - Alter Inhalt
      @ Schauderhaft
      Sie sind mit Ihrem Kommentar das Paradebeispiel für das was zur Zeit verkehrt läuft.
      Sie sagen man solle Rechtsradikalismus bekämpfen. Absolute Zustimmung!
      Sie sagen aber nicht wer für Sie die Rechtsradikalen sind. Alle die eine andere Meinung haben als Sie? Alle die in der Flüchlingspolitik nicht 150% hinter der Regierungspolitik stehen? Sagen Sie mir das mal…
      Ihr letzter Absatz ist da typisch: „Sie spielen rechtsradikalen Parteien mit ihren Ausführungen direkt in die Hände“. Wie oft habe ich dieses Totschlagargument schon hören müßen!
      Diffamieren und pathologisieren das ist zur Zeit die Methode von Leuten wie Ihnen, aber Argumente habe ich schon lange keine mehr gehört!

    • Fehlschluss der goldenen Mitte
      Der einzige Fehlschluß (in Deutschland) ist der, die „Volksparteien“ als Mitte anzusehen. Denn sie vertreten ganz einseitig neoliberale Positionen, die mit „Mitte“ überhaupt nichts mehr zu tun haben. Und das, das fördert unausweichlich (rechts-) extreme Reaktionen.

      Ein Kompromiß ist dagegen aber immer die Mitte, oder?

    • Antanzen...
      Muss ich mich jetzt her prügeln, um Barberowski zu widerlegen..??

    • O.M.
      Mitte ist heutzutage dort wo die Mehrheit ist, ich bin sicher das haben sich die Nazis 1933 auch gedacht. Mitte hat mit Inhalt nichts zu tun, es definiert sich ausschliesslich über die Mehrheit!

      Es ,uss oihnen doch schon aufgefallen sein, dass sich Merkels Politik exklusiv danach ausrichtet. Ist auch lange gut gegangen. Dass sie an ihrem „Wir schaffen das!“ festhält liegt wohl an den Umfrage Prozenten die man ihr tagtäglich auf den Tisch legt.
      In einer Welt die „Political Correctness“ und Gut-Menschen“ für positive Werte hält, funktioniert das ja auch und Merkel ist die perfekte Kanzlerin für solche Menschen.

    • Mitte ist heutzutage dort wo die Mehrheit ist
      Das wäre schön, TDV. Auch wenn Merkel sich in manchen Dingen an der Mehrheit orientiert, was ihr ja auch durchaus vorgeworfen wird, so ist das doch kein exklusives Ausrichten. Dann müßte ihre Politik ganz anders aussehen, dann würden ihre Werte vermutlich durch die Decke gehen.

      Sollte die Mehrheit für political correctness sein und aus Gutmenschen bestehen, so wäre das halt so und in einer Demokratie zu akzeptieren. Aber das glauben Sie doch selbst nicht, oder?

      In meinen Augen ist Merkel längst kein Thema mehr und ob sie es noch schafft, bis zur Bundestagswahl wieder mehrheitsfähig zu werden, wage ich angesichts der Probleme zu bezweifeln. Und mit Problemen meine ich nicht die Krisen, sondern das Ende des Sozialstaates, das all diese Krisen überlagert. Denn das ist es, was all die Krisen gemeinsam haben, sie zerstören durch falsche politische Antworten den Sozialstaat, die Gesellschaft. Und das zusätzlich zum generellen Neoliberalismus, zu TTIP oder zu anderen politischen Irrwegen. Die Lebensqualität der Mehrheitsgesellschaft sinkt seit Jahren und das wird nicht ohne Folgen bleiben. Die Mitte der Gesellschaft entspricht eben nicht mehr der politischen Mitte.

      Die Nazis mußten 1933 auf die Mitte keine Rücksicht nehmen, haben das auch nicht, wurden auch nicht an die Macht gewählt, sondern Hitler wurde von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. Erst danach haben die Nazis für eine kurze Zeit durch ihre Innen- wie Außenpolitik eine größere Zustimmung erfahren, die aber ohne Krieg, Holocaust und Verfolgung politischer Gegner nicht lange angehalten hätte, da es an finanziellen Mitteln fehlte, die „heile“ Scheinwelt aufrechtzuerhalten.

    • Herr Meier,
      gern mal vollständig und korrekt schreiben: die Wähler haben Hitler nicht mit absoluter Mehrheit gewählt, aber seiner Partei die mit Abstand höchsten Prozente zukommen lassen. (Natürlich spreche ich von den letzten demokratischen Wahlen.)
      Und nu?
      Hindenburg hat denjenigen mit der Regierungsbildung beauftragt, der ganz offenbar der erste war beim Wählerwillen.
      Ob die Zustimmung danach, oder gleich danach, oder durch Druck der SA, oder sonstwie wuchs, ist von lediglich akademischem Interesse. Weil die Weimarer Demokratie danach tot war.

    • vollständig und korrekt
      Ach Herr Dippel, die NSDAP war 1933 zwar die stärkste Partei, hatte aber nur 288 von 647 Sitzen im Reichstag. Von einer regierungsfähigen Mehrheit kann also überhaupt nicht die Rede sein. Daher ist es vollständig und korrekt, daß Hitler nicht vom Volk gewählt, sondern von Hindenburg ernannt wurde.

      Der springende Punkt aber ist das kurz darauf von allen Parteien außer SPD und KPD verabschiedete Ermächtigungsgesetz, mit dem sich das Parlament – so wie es jetzt durch TTIP droht – selbst entmachtete. Denn wäre das nicht geschehen, hätte Hitler vermutlich keine Chance gehabt, länger als seine Vorgänger zu regieren. Ziemlich sicher wäre uns dann auch so einiges erspart geblieben.

      Und wie wir sehen, hat sich bis heute politisch nicht wirklich viel geändert, sieht man einmal von der Entwicklung der SPD und dem Verbot der KPD ab. Es ist ein Trauerspiel.

  84. Der Sommer wirds richten
    Vielen Dank für Ihren Artikel. Normalerweise würden solche Auswüchse der Intelligenzparalympics (Vorsicht! Ableismus!) bei der Grünen Jugend an mir vorbei gehen.

    Ich denke, dieser Sommer wird zeigen, was die altideologischen Parteien in Österreich gelernt haben oder was auch nicht (eine „Altpartei“ ist die fpö auch, aber sie hängt nicht Utopien und Begriffen von vor über 50 Jahren nach).

    Von Libyen kamen heute 2700 Willkommenzuheißende nach Italien. Der Strom steigt wieder an und Italien wird unmöglich 70000/Monat aufnehmen können und sie also nach Norden weiterleiten. Die Sache wird vorläufig am Brenner enden und dort wird nun Österreich die Entscheidung fällen müssen, gesetzt den sehr wahrscheinlichen Fall, die EU hat bis dahin keine praktikable und für die Massen akzeptable Lösung gefunden. Frau Merkel selbst hat es ja sogar erkannt, was passiert, wenn der Strom erneut ansteigt, nämlich, dass dann die Österreicher den Brenner dicht machen werden. Ob das mit einem van der Bellen auch noch der Fall ist, ist einerseits fraglich. Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass dieser Mann einen Welcome-Sommer 2.0 starten wird bzw. daran mitarbeiten. Dafür ist man mit über 70 vielleicht doch schon etwas zu weise, vor allem nach einem so dünnen Wahlergebnis (bei dem zusätzlich beachtlich ist: Hofer hatte im 1. Wahlgang 35%, im zweiten 50%, also zusätzliche 15% für sich mobilisiert).

    PS: den Standard als Diskussionsforum kann man ebenso empfehlen, wie als Informationsforum in Sachen österreichisches Gemüt. Zudem sind manche Kommentare auch zum Schreien komisch und man kann teils Tränen lachen, aus allen Richtungen (es gibt dort zb. auch zwei, drei sehr dem Erdogan zugeneigte Accounts und man glaubt nicht, was manche Köpfe so produzieren!). Eine so doch recht offene Diskussionskultur (es wirkt, als gäbe es recht wenig Löschungen), findet sich in D nur bei telepolis, wo es aber nicht so lustig zugeht.

    • Mit Genuss gelesen,
      Staatskrise.
      Unaufgeregt und recht haben Sie,
      dieser Sommer wird vieles richten.
      Interessante Zeiten.

  85. Putin wird's freuen
    Sehr geehrter Herr Haupt!
    Notwendiger and überfälliger erscheint mir nicht die AfD, sondern eine AfM, Alternative für Merkel. Spätestens nach Frau Merkels Selfi mit Flüchtling hätten die Herren Kauder und co eine Alternative installieren müssen. Jetzt können sie nur noch darauf warten, bei der nächsten Wahl von einer AfD-Frau abgelöst zu werden. Dann wird Frau Merkels CDU die Bundesrepublik und Europa voll an die Wand gefahren haben und Putin wird sich seines Erfolgs freuen.
    Mit freundlichen Grüssen
    L.H.

    • @Lisbeth Heuse
      Ich befürchte sie sehen das nicht realistsich genug.
      Eine andere AfM als die AfD wird es nicht geben, oder sehen sie irgenwo irgendwelche Anzeichen?
      Es dürfte nach der nächsten Wahl eine Koaltion Alle-ausser-AfD (und LInke) geben und zwar mit denselben inkompetenten Figuren die wir heute schon kennen.

      Was Putin angeht, so sollte sie aber mal wirklich ihre Informations Quellen wechseln…

    • @TDV
      Es dürfte nach der nächsten Wahl eine Koaltion Alle-ausser-AfD (und LInke) geben und zwar mit denselben inkompetenten Figuren die wir heute schon kennen
      Ich fürchte, das könnte eintreffen, selbst bei 30% für die AfD. Jedenfalls wird das so von CDUCSUSPDGRüne angestrebt.

  86. Ähnlich wie Don hier analysiert Bettina Röhl das Geschehen,
    geht aber noch darüber hinaus: Nicht nur die „nazi-Hetze“, sondern auch der Pyrrhus-Sieg des Kollegen Van der Bellen könnte dazu führen, „dass der nächste Bundeskanzler, den Van der Bellen vereidigen wird, Heinz-Christian Strache heißen könnte.“ http://www.rolandtichy.de/kolumnen/bettina-roehl-direkt/van-der-bellen-maerchenonkel-als-bundespraesident-spaltet-oesterreich/
    P.Feldmann

    • Hetze und kleinere Übel...
      Ich gestehe, daß ich Bettina Röhl alleine schon wegen ihrer Sprachgewalt lese. Sie kommentiert das Ergebnis der Österreich-Wahl aus einer anderen Perspektive:

      „Alexander Van der Bellen ist mit einer fatalen Fehlanalyse in sein neues Amt gestartet. Dennoch könnte er das kleinere Übel für Österreich und Europa bedeuten. Der Hass aus dem Establishment aus ganz Europa flankiert durch linksradikalen Hass der Straße wäre bei einem blauen Bundespräsidenten Norbert Hofer womöglich aus dem Ruder gelaufen und unkalkulierbar geworden.“

      Diesmal reitet sie aber zu sehr auf einem Grundgedanken herum…, lesenswert allemal…

  87. Titel eingeben
    Das Don-Pic irritieret mich, wie hat er den Sprung von der Romantik bzw. Neoklassik ins Hier & Jetzt so schnell geschafft? Dass der Standard die Deutungshoheit in Österreich übernommen hat ist mir neu. Zu meiner Zeit war das die „Presse“. Der Standard wurde gerade aus der Taufe gehoben. Aber ich bin ja auch schon älter, da ist dann fast alles, immer mehr und immer schneller, neu…. Als Rheinländer hege ich auch keine sklavischen Gefühle gegenüber „den“ Österreichern. Mir erschien die damals seltsam neutrale Alpenrepublik im letzten Winkel des freien Europa ein bisschen skurril aber auch liebenswürdig. Vermutlich beruhte das auch auf Gegenseitigkeit. Jedenfalls lernte ich in 5 Jahren Wien, dass es selbst in einem so kleinen Land (Staat) einen gewissen Unterschied macht, ob man in Vorarlberg, Wien oder im Burgenland lebt. „Den“ Österreicher dürfte es also kaum geben. Selbst Claus Peymann hat das für sich nicht geschafft….

  88. Pingback: Ist Österreich wirklich gespalten? | Ceiberweiber

  89. Kommentare lesen und sonst ?
    Man kann nur richtig wählen.

    Der Diez trauert, schlabbert seinen Cafe in Mitte und schreibt verworren die angebliche neue Naziherrschaft herbei. Na er hängt halt so an seinem noch gesicherten Journalistenposten. Aber wehe die Elite wechselt, könnte ja sein. Die Erkenntnisse wechseln ja auch, wie man draußen und hier im Forum sieht.

    Alle hier sind und waren irgendwie links und liberal und trauern auch.

    Im Westen keine Komfort – Zone mehr, erst keine Blöcke mehr , keine zweigeteilte Sicherheit mehr, kaum noch Industrie, nur noch alles global und digital , dann Euro- Katastrophe und Dublin – Desaster, Krieg überall, nur noch Mittelmeer dazwischen, wenn überhaupt .

    All die schönen Menschheits- Beglückungs -Ideen , ewig und wahr geglaubt , Luxus- Problemchen für ein kurzes Zwischendurch,
    sind, ach Du schreckliche Erkenntnis , völlig untauglich, zerschellt am orientalischen Flüchtlingsstrom und dem EU -Euro-Desaster und Vielem mehr.
    Was nutzen einem alle Gedanken um das richtige oder falsche Links-Sein oder das neue “ rechte Links-Sein „.
    Das neue rechte Links-Sein, dass manch Altes doch nicht verkehrt sein könnte ! ?
    Was wählt man kommendes Jahr ? Wenn man die richtigen Erkenntnisse in die Tat umsetzen will , kann man nur AFD wählen. Die Bayern sind fein raus, die haben die CSU.
    SPD und CDU können nur noch zu ihrem Glück gezwungen werden. Oder soll gewartet werden, bis es eine islamische Partei gibt .
    Vielleicht gibt es eine weise Entscheidung wie heuer in Felix Austria, da müssen sich jetzt alle anstrengen.

    • Die Islamische Partei gibt es schon : "BIG"
      – hat mir aber auch erst ein junger Bonner Ratsherr erzählen müssen, denn die Wahlplakate lassen einen darauf nicht kommen!

      Ansonsten Zustimmung zu Ihren Überlegungen!
      mfG PF

  90. "die Kommentare lesen"
    Ehrlich gesagt sind die Leserdiskussionen das einzige, was mich an Spon, Zeitonline und ähnlichen Internetpräsenzen überhaupt noch interessiert.
    Die Informationen, die diese Medien bringen, sind oft von zweifelhaftem Wahrheitsgehalt und ziemlich penetrant mit politisch korrekter Meinung vermischt, das ist einfach schlechtes journalistisches Handwerk.
    Die Kolumnen und Kommentare sind der Regel auch nicht lesenswert, was zB Diez, Stokowski ,Berg &Co bei Spon bringen, ist mehr Agitprop als erkenntnisfördernde Analyse.

    • Die Möve sagt - 24. Mai 2016 um 15:52 Uhr
      Die Möve:
      „Ehrlich gesagt sind die Leserdiskussionen das einzige, was mich an Spon, Zeitonline und ähnlichen Internetpräsenzen überhaupt noch interessiert.“

      Sehr richtig, und oft von überraschend hoher Qualität, mit konkreten sachlichen Argumenten (wahrscheinlcih von wirklichen Leuten vom Fach) und nicht selten mit schlagenden Gegenargumenten. Somit dann sehr peinlich für den Schreiberling.

      Kein Wunder, dass diese Absolventen der Journalistenschulen die Kommentarfunktionen gerne abgeschaltet sehen. :)

    • So sehe ich das auch ..l
      Das Gewäsch eines Dietz, Berg, Lobo, Mely und wie diese Leute heißen, kann ich auswendig schreiben. Versatzstücke, schlechtes Deutsch (Greenspeak) und PC-Spin (greenthink).

      Deshalb wird das immer schriller und immer stärker wird das 3. Reich 2.0 herbeigeschrieben, das bei diesen Leuten ein wirklicher Sehnsuchtsort ist (deshalb ja auch der Erfolg von „er ist wieder da“ u.ä.). Kranke Nazidevotionalienschnüffelei.

  91. Linksextrem - Links - Arroganz und Ignoranz - Rechts - Rechtsextrem
    Also ich würde beide österreichischen Kandidaten in der von mir spezifizierten „Mitte“ einordnen.

    Ich finde es mittlerweile auch falsch, das Abstimmungsverhalten mit politischen Richtungen oder Ideologien gleichzusetzen. Es ist der reine Protest an der Realpolitik und an demokratischen Defiziten – ohne Rücksicht auf Verluste. Denn der Protest, die Protestwahl, ist das einzige gewaltfreie Mittel, welches den Bürgern geblieben ist, die Realpolitik zu verändern – koste es, was es wolle. Das davon das rechte Spektrum mehr profitiert als das linke, ist in meinen Augen vor allem den klaren Aussagen zu den Problemen der Bürger geschuldet. Ob die angebotenen „einfachen Lösungen“ tatsächlich zu einer Verbesserung der Situation führen werden, ob sie überhaupt tragfähig wären, ob sie richtig dargestellt und verstanden werden, all das spielt kaum noch eine Rolle. Das Maß ist voll.

    Es ist halt absurd, von Ängsten und besorgten Bürgern zu sprechen, wenn sich das Thema Armut von Kinderarmut bis Altersarmut durch alle Generationen zieht, wenn die kalte Enteignung aufgrund einer Zinspolitik, die die Bürger gleichsam in Sippenhaft nimmt, die ganze Gesellschaft trifft, wenn der Kontrollverlust während des Zustroms von Flüchtlingen dazu führt, daß dieser schamlos ausgenutzt und Hilfe mißbraucht werden kann. Wenn die Politik in Gänze erkennen läßt, daß sie verschiedene Gruppen der Gesellschaft ganz unterschiedlich behandelt, Gerechtigkeit, Solidarität, Menschenwürde und Glaubwürdigkeit zum alles überragenden Thema werden, dann ist das keine Frage politischer Richtungen mehr, dann ist das Ausdruck einer in neoliberaler Auflösung befindlichen Gesellschaft, der es an Gemeinschaft fehlt.

    Eine derart zerstörte Gesellschaft ist zwangsläufig auf der Suche nach einer starken Hand, die das Chaos im Sinne der Rückkehr zu „geordneten Verhältnissen“ zu beenden vermag, zu beenden verspricht. Die herrschenden wirtschaftlichen und politischen Eliten hätten zwar die Möglichkeiten dazu, nutzen sie aber nicht. Und es ist auch nicht ernsthaft damit zu rechnen, daß sie die Möglichkeiten nutzen werden, da die politischen Eliten damit ja Fehler nicht nur einräumen, sondern diese auch noch gegen den Widerstand der wirtschaftlichen Eliten beseitigen müßten. Dazu aber sind die etablierten politischen Eliten schon lange nicht mehr imstande, wie sich an der Krisenbewältigung ganz allgemein und unübersehbar zeigt. Die starke Hand muß also eine andere sein und da bleibt nur das bislang noch nicht praxiserprobte rechte Spektrum.

    Dies alles spiegelt sich in den Medien und den Beiträgen aktiver Leser selbstverständlich wieder. Die Grenzen der politischen Spektren scheinen zu verschwimmen. Tatsächlich ist es aber wohl eher so, daß die Realos der Flügel sich mehr und mehr annähern, sich in einer Mitte treffen könnten, die allerdings nichts mit der Mitte der Volksparteien und ihrer Anhängsel gemein hat. Denn diese vertreten schon lange eine eigene Mitte, die Mitte ihrer eigenen und der Interessen ihrer elitären Klientel, nicht die Mitte der Gesellschaft oder eine davon abgeleitete politische Mitte. Bleibt nur die Frage, ob diese neue, gesellschaftlich orientierte Mitte, tatsächlich Realität würde. Daran habe ich ernsthafte Zweifel. Und vielleicht ist das auch der Grund, warum die Medien derart desorientiert erscheinen, vom staatstragenden bzw. regierungsfreundlichen ÖR einmal abgesehen. Daß die Medien mittlerweile, rein wirtschaftlich betrachtet, überwiegend auch nicht mehr unbedingt so unabhängig sind, wie man es sich für unabhängige Medien wünschen würde, trägt sicher auch nicht unwesentlich zu deren „Desorientierung“ bei.

    Insgesamt ist das schon eine sehr verfahrene Kiste, es ist einfach schon zuviel aus dem Ruder gelaufen, um ernsthaft vorhersagen zu können, wie das Ganze enden wird. Nur etwas scheint mir ziemlich sicher, für die ehemaligen Volksparteien wird das kein gutes Ende nehmen. Ob es dann aber ein gutes Ende für uns nimmt …

    (schon wieder 30 neue Antworten, die ich noch nicht gelesen habe ;-)

    • @OM
      Ja, sehr gut analysiert und das eigentliche Problem erkannt: Der völlig Mangel an Angeboten an Politikern für eine Zukunft die aus dem Schlamassel rausführt.

      Was diese Feststellung angeht „Daß die Medien mittlerweile, rein wirtschaftlich betrachtet, überwiegend auch nicht mehr unbedingt so unabhängig sind, wie man es sich für unabhängige Medien wünschen würde, trägt sicher auch nicht unwesentlich zu deren „Desorientierung“ bei“,

      da kann ich ihnen weiterhelfen. Ein gewisser Pispers erklärt unmissverständlich:

      https://www.youtube.com/watch?v=fLuNp0gTWQY

    • Es hat schon seinen Grund, TDV,
      warum Volker Pispers den Böhmermanns weichen mußte. Einen Fernsehpreis hätte der nie bekommen. Leider hat er ja eine Pause auf unbestimmte Zeit eingelegt, obwohl, seine Auftritte verlieren aufgrund der politischen Stagnation ja nichts an Aktualität. Nach Dieter Hildebrandt hat sich mit ihm ein weiterer Großer des politischen Kabarett von der Bühne verabschiedet. Bis neulich. ;-)

    • Harte Zeiten für zynische Satiriker...
      Bemerkenswer fand ich Die Anstalt zum Thema, wie man da herumeierte, das war schon peinlich, zumindest in dieser einen Sendung.

      Viel besser war da gestern zumindest der Anfang zum Thema TTIP.
      Das war ganz grosses Kabarett, sogar mit einem Schuss Loriot!

      http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2739330/Die-Anstalt-vom-24.-Mai-2016?bc=kua884728#

    • Titel eingeben
      Also, ganz ehrlich, die Anstalt wirkt auf mich eher einschläfernd. Und das ist wirklich sehr freundlich ausgedrückt, beim Zaunkönig war dann auch Schluß. Kein Vergleich zu Hildebrandt oder Pispers.

      Zu TTIP gibt es auch eigentlich nur zu sagen, daß die Paralleljustiz das endgültige Ende der Demokratie und den endgültigen Sieg des Kapitals bedeuten würde. Alles andere folgt daraus.

      Etwas der Lächerlichkeit preiszugeben, so wie in der Anstalt, hat aber nicht wirklich etwas mit dem zu tun, was Hildebrandt und Pispers machten. Die brachten die Dinge klar und deutlich auf den Punkt, ohne Comedy. Da blieb so manchem Gast vor Ort das Lachen denn doch im Halse stecken. An manch betretenem Gesicht war deutlich abzulesen, daß Wirkungstreffer erzielt wurden.

      Was Loriot betrifft, der hielt der Gesellschaft ja ganz allgemein den Spiegel vor, bisweilen auch sehr tiefsinnig. Zu TTIP hätte der sich wohl nicht geäußert.

    • Zur Anstalt
      Mit Loriot meinte ich die nette Einleitung die man von Loriot, bestimmt nicht zufällig, kopiert hatte.
      Und der erste Sketch zur Macht der Lobbyisten, der war recht eindeutig und bei Hildebrand und Polt genauso ausgesehen….

      Hier bin ich ganz bei ihnen:
      „Zu TTIP gibt es auch eigentlich nur zu sagen, daß die Paralleljustiz das endgültige Ende der Demokratie und den endgültigen Sieg des Kapitals bedeuten würde. Alles andere folgt daraus.“

      Nur, wie sie wissen gehört da von meiner Sicht aus unbedingt immer dazu: Ein Volk das sich sowas widerstandslos bieten lässt, verdient sowas auch.
      Sie sind derjenige der die Blödheit der Masse verharmlost ….

      Und nicht vergessen, wir stehen erst am Anfang einer enormen Umwälzung und niemand kann auch nur annähernd vorhersagen wie das irgendwann mal alles aussehen wird.
      Weltwirtschaftskrise, Machtverfall der USA, Auflösung der EU und wohl auch des Euro, die Flüchtloingsmassen plus derer die Aufgrund des Klimawandels noch dazu addiert werden müssen.
      Und das alles mit dem Politiker-Darstellern die man in DE zur Verfügung hat und einem Volk das sich ALLES bietne lassen wird?

    • Sie sind derjenige der die Blödheit der Masse verharmlost ….
      Von Verharmlosung würde ich nicht sprechen, TDV. Und im Grunde bin ich ja auch ganz bei Ihnen, frage mich aber dennoch, ob die Masse wirklich blöd ist, oder ob es sich eher um Frustration und Resignation handelt, die sich da Bahn brechen.

      Andererseits oute ich mich mal als etwas aktiveren TTIP-Gegner und behaupte, daß der Widerstand der Bürger in Europa durchaus wahrnehmbar ist. Leider sind die demokratischen Mittel eben begrenzt und am Ende fürchte ich, daß die Paralleljustiz sich nicht verhindern läßt. Dann aber muß wirklich und schnell etwas geschehen, dann muß der Bürger Farbe bekennen und für die Demokratie kämpfen. Mit Willy Brandts „Mehr Demokratie wagen“ ist es dann bitter ernst.

      Loriot habe ich schon verstanden, war ja nicht zu übersehen bzw. zu überhören, paßt aber in meinen Augen in diesem Zusammenhang einfach nicht, will man ernstgenommen werden. Für Selbstironie wie bei Loriot ist da einfach kein Platz.

    • Da haben wir das Problem....
      „Andererseits oute ich mich mal als etwas aktiveren TTIP-Gegner und behaupte, daß der Widerstand der Bürger in Europa durchaus wahrnehmbar ist. Leider sind die demokratischen Mittel eben begrenzt und am Ende fürchte ich, daß die Paralleljustiz sich nicht verhindern läßt. Dann aber muß wirklich und schnell etwas geschehen, dann muß der Bürger Farbe bekennen und für die Demokratie kämpfen. Mit Willy Brandts „Mehr Demokratie wagen“ ist es dann bitter ernst.“

      Sehen sie, genau das meine ich.
      Ausreden, Ausflüchte und Hoffnung auf die Zukunft…. die sich nicht verwirklichen lässt.

      Bitte… es ist eure Welt.

    • Nein, es ist unsere Welt, TDV.
      Was hat das, was ich schrieb, denn mit Ausreden oder Ausflüchten zu tun? Ich nutze die friedlichen Mittel des Rechtsstaates, habe mich nicht grundlos für den Alias Der Querulant entschieden. Das Prinzip Hoffnung kann ich allerdings nicht verleugnen. Andererseits ist eine Eskalation niemals ausgeschlossen, es kommt halt darauf an, wie stark ich selbst von politischen Entscheidungen negativ tangiert werde. Allein für Dritte zu kämpfen, halte ich nicht für sinnvoll. Untertanen kann man halt nicht helfen.

  92. unbedingt Kommentare lesen
    Ja, lieber Don, würden die Politfiguren in Washington-Brüssel-London-Moskau-Peking das tun, würden sie endlich merken, dass die Menschen schon längst erkannt haben, dass diejenigen die am Monopoly-Tisch sitzen, falsch spielen, betrügen, lügen, morden, das offen zugeben und alles minutiös dokumentieren, auf 100 Jahre geheim halten, den entsetzten Zuschauer aber frech ins Gesicht grinsen, dass sie a) bedeppert san, b) sie das alles zum Wohle und Schutz der Demokratie und Freiheit tun müssen. Nun haben Sie mit dem 9.Jahrhundert angefangen. Halbe Wahrheit ist auch ein Stück Wahrheit, da ja die Simpsons in der FAZ zu Hause sind, wenn wundert es dann, wenn es damit nicht so genau genommen wird, wie der stinkende Haufen in den USA und Europa hat zu dieser Dimension wachsen können, ohne es wirklich zu begreifen. Begreifen wir endlich die Entwicklungsgeschichte der Khazzaren und der Freimauerei, die die Formel: Geopolitik=Religion+Geldmacht perfekt beherrschen. Der gemeinsamer Nenner ist : Schuld. Sie haben noch eines gemeinsam, den Weltkommunismus. Der Streit drum ist allerdings darüber, welche Art davon, in der geplanten NWO. Der kapitalistische oder der muslimische, beide Rassen-Ethnien- u.Kulturlose und geschipt. Rothschild gegen Kalifat. Zinsen gegen Zinsfreiheit, FEMA-Camps als billigen Produktionssklavereibetrieb oder Scharia für andersdenkende. Oder so ähnlich. Was China und Russland wirklich wollen und welche gewichtige Rolle sie dabei spielen, ist schwer zu durchschauen, nun, es geht simpel und einfach um den weltweiten Besitz und die Macht über die 4 Elemente. Nicht mehr und nicht weniger. Folgen wir doch einfach mal den Urwurzeln und schlagen die biblische Geschichte auf, die in 1500 Jahren entwickelt wurde, aus der sich die Gesinnungsströme-Abend/Morgenland, Herrschaft und Geldmacht, Dynastien, Familienclans und Königreiche und deren Inzucht-Familiengesetze unreines hässliches und krankes Blut über Generationen hervorgebracht hat. Bis zur heutigen Zeit. Schaut man sich in Ruhe alle Stammbäume an, bemerkt erstaunliches, nur um den ergaunerten Reichtum und Macht nicht teilen zu müssen. Kranke Hirne inbegriffen. Doch zurück zu den Urwurzeln. Ursprung allen Leids von heute sind die Khazzaren und Israel, besonderes Augenmerkt auf Israel, die widerrechtlich das Heilige Land besetzt halten, beschworen von Treue und Schutz von Killary, Trump und Merkel, den jüdisch- zionistischen, kapitalistischen Kommunismus, als ihre Vorstellung der NWO. Die Geschichte und Ausbreitung des Khazzaren-Kartells ist und bleibt den meisten Menschen unbegreiflich, da unvorstellbar, ebenso die Geschichte und Entwicklung der Freimaurerei und deren weit verzweigten Bruderschaften und Großorganisationen und Unterorganisationen und wo sie überall das Sagen haben. Das ist schockierend, da völlig unbekannt und verschwiegen wird, obwohl sie es permanent bis in die Kinderwelt zur überall Schau stellen. Wer kennt schon Adam Weishaupt. Nun ist es aber so, dass die meisten Mitglieder selbst, wenig bis keine Ahnung haben, wessen Herren sie wirklich dienen. Typische Hirachiegewalt. Welcher Pfarrer oder Provinzbishof weiss um die sichtbare und doch geheime Partnerschaft des Papstes mit dem Satanismus und der Freimaurerei. Jeder der in einen Dom oder Kathedrale eintritt, wird unwissend die vorhanden Details und Symbole bewusst nicht bemerken. That is the trick. Wo leuchtet nicht der 5-Zackige Stern, wo steht nicht der einsame Phallus rum, als Gebäude, Gedenkmonument, selbst auf Friedhöfen. Ignorierte Gewohnheit. Ein beliebtes Instrumentarium in Konzernen und Großbetrieben und der Geldmacht. Pyramidenstruktur halt, oben thront das einsame Auge, welches alles und jeden im Blick hat. Je tiefer man sitzt um so weniger wird gewußt, wer von oben eins aufs Haupt kleckert. Hauptsache man ist mit von der Partie und genießt Ansehen und Reputation. In Ihrem Artikel sprechen Sie auch den National Sozialismus an. Müssten diese nicht NASO heißen oder ist es eigentlich der Wolf im Schafspelz, weil es vielleicht korrekterweise National-Zionismus heißt, die die Menschen auf diesem Globus das Leben seit hunderten von Jahren, besonders die letzten 100, so unerträglich macht, diese aber durch die technische „ Lebensqualitätsverbesserung“ durch Livestyle Appesoires permanent Honig um den Bart geschmiert bekommt und dabei nicht bemerkt, im Begriff ist, massivst dezimiert zu werden. Ein künstliches, virtuell erschaffenes Schlaraffenland als Wegbegleiter zur Hölle. Mission accomplished, Satan ist im Augenblick euphorisch, es schon so weit gebracht zu haben, weil wir an unserer Ignoranz und Selbstherrlichkeit und Selbstüberschätzung mit satten Bäuchen ersticken wollen, massivst manipuliert durch Geo-Engeneering und E-Smog. Eine gewollte, geplante totale Vernebelung von Geist, Seele und Hirn in einem mit Schwermetallen vergifteten Körper, wo Mist drin ist, kann nur Mist rauskommen, oder wie Werner es schon sagte, wo Sch**** drauf steht ist auch Sch**** drin. So einfach ist das. Dank Gates, Apple und Zuckerberg, Jünger der Zionisten haben schon längst Killary, die für min.100 Jahre Urlaub auf Guantanamo machen müsste, was sicherlich ihr lieber wäre, als gesteinigt zu werden, zur nächsten Präsidenten berechnet, Kopf an Kopfrennen, selbstredend, so auch van der Bellen, so auch die Piefkes der Firma BRiD GmbH. Haben wir es doch schon längst bemerkt, dass Computersysteme immer dafür sorgen, dass bei den MSM die Zahlen spannend passen,knapp daneben ist halt auch vorbei. Alles 0 und 1 oder 1 und 0 ? Egal, Hauptsache so wie geplant, grad so wie es farcebook es zwitschert. Erinnern wir uns an Diakonus Fischer,der die Demokratie als Kind der Freimaurerei deklarierte um es dementsprechend mit aller Sorgfalt und Liebe groß zu ziehen.Ob die Welt nach der Neuordnung noch in Ordnung ist, darf rein Menschlich gedacht und gesprochen, im höchsten Maße angezweifelt werden.The NWO Mission is NOT accomplished,WW

    • 666 is no longer alone.
      Sehr geehrter Robert,
      schön und Wahr gesagt.

      So sind alle daran gewöhnt nicht an den Ketten zu rütteln.
      Zu kurz sind sie gefasst.

      Nur noch ein Band der Wahrnehmung ist erlaubt –
      und davon nur eine Faser.
      Lüge ist Wahrheit. Wahrheit ist Lüge.

      Es ist: Das letzte Äon.

    • Ernst gemeinter Beitrag?
      Hab Ihren Kommentar nur überflogen…soll das eine Parodie sein? Wenn ja, worauf?
      Und Absätze wären schon hilfreich bei so einem Ungetüm.

    • NASO-Robert, das wird Ärger geben,
      Sie haben hoffentlich eine Kopie in Word, ausgedruckt und dann gelöscht? Ich vergaß, hilft ja alles nichts, wenn´s hart auf hart geht? Sie sind beruflich/gesellschaftlich unabhängig? Das ist gut. Für weiteren Bestand hier würde ich nicht mal einen falschen Pfifferling (Hygrophoropsis aurantiaca) geben.

    • Großes Theater
      Ich fürchte, dass Sie das falsch drauf haben:
      „Ob nur eine dünne Oberschicht oder auch die übrige Bevölkerung die neue Religion annahm und praktizierte, ist umstritten. Überliefert ist, dass es auch Christen und Muslime unter den Chasaren gab. Die Chasaren waren wichtige Bundesgenossen des Byzantinischen Reichs gegen das Sassanidenreich und die arabischen Kalifate.“ Chasaren, wikipedia

      Sie bewegen sich damit bewusst oder unbewusst in den Antisemitismus und werfen, wie üblich bei Antisemitismus von rechts, Chazaren (also Juden), Freimaurer und Royale in einen Topf.

      Ich glaube nicht, dass Sie ein bot sind, obgleich das Bild inklusive eingearbeiteter Geomanipulationsvorwürfe und Satanismusunterstellung (alles Vorwürfe an den Westen bzw. die USA) gut passen würde. Jedenfalls war in der FAZ heute auch diese Arbeit interessant:
      http://www.faz.net/aktuell/politik/automatisierter-hass-im-netz-dank-software-robotern-14245829.html

    • undefined
      Den langen obigen langen Kommentar hat bestimmt ein Hassroboter geschrieben!

    • Titel eingeben
      Sind Sie einer dieser Hassroboter?

    • @Robert, @Tommy, @Oberländer "grosses Theater?"
      Bewusst oder unbewusst – jedenfalls zweifellos antisemitische Paranoia und Konglomerat von Verschwörungstheorien , welches womöglich zur Abschreckung stehenbleibt….?

  93. Skylla und Charybdis
    „Wie man solche Personengruppen dazu bringen soll, bei uns dann 1-Euro-Jobs zu übernehmen, wenn es am Supermarkt 20 Euro durch Bedrängung gibt, soll mir die Politik mal schlüssig erklären. Das sind nämlich genau die Fälle, die man nicht zurück nach Somalia bringen wird. Über solche Probleme muss man re-den, oder sie wachsen einem, siehe Wien Brunnenmarkt. über den Kopf.

    Das ist eine Fazette von Italien, die städtische. Schon vor über dreißig Jahren wollte sich jemand in Firenze über meine Kamera hermachen. Damals waren das uritalienische Kleinmafiosi. Diese Kriminalität hat nur den Besitzer gewechselt. Aber wir haben das hier auch in der Entwicklung – letztlich haben diese Kriminalstrukturen schon expandiert, als Globalisierung noch eine schwammige Idee war, Aquarium war früher der Hinweis. Geldwäschepizzeria, leer, Fast-Food-Chinese, und der Staat hat weggeschaut. Den Höhneß einsperren fand er recht, die Pizzeria gibt’s weiter, oder.

    Da gibt es nur eins: Mit genau passendem Geld einkaufen. Mich würde interessieren, ob er wer auch immer Sie als deutsch ausgeschaut hat und deswegen angemacht hat. Wir gelten im Ausland a) als reich und b) als Opfer, das sich nicht wehrt. Wir haben ein für uns sehr bedrohendes Image inzwischen. Wir sind BMW/Daimler/Siemens und daher reich und auszunehmen bei anzunehmender fehlender Gegenwehr. Sie kennen sicherlich die Gitarrenaussage Ihrer Kollegin Fried. Da lachen welche über die „Refugee-Welcome-Fraktion“, mein nahöstlicher Taxifahrer in Bln zum Beispiel kürzlich. Die lachen über uns und finden uns maximal naiv, und das tut weh in einem Land, in dem man in ca. zehn Jahren geschafft hat, den Spritverbrauch zu halbieren bis dritteln, im Land der Diesel, Otto, Benz, Robert Koch und Röntgen. Und Wernher von Braun, den die Amerikaner weiter machen ließen.

    Die, die gar nicht gehen, die also von Anfang an nur in der Kriminalität aufgehen, muss man zwangsausschaffen.
    Sorge macht auch die Hostilität untereinander, die zu einem toten Eritreer führte. Afghanen gegen Syrer, alle gegen Christen, Iraker oder Syrer gegen Jesiden etc. Sorge macht, dass sie ihr Chaos zu uns exportieren und hinten angeschoben werden von Staaten wie SA oder von Terrororganisationen. Wir könnten also erweiterte Kampfzone werden, und diese 50/50-Spaltung, die in D gefühlt ähnlich ist, bereitet das mit vor.
    Diese potentielle Entwicklung scheint Teilen der Landesführung zu entgehen, weil sie in Glaskugeln leben.

    Schwierig ist auch, dass die Supergescheiten von jeher in Arztpraxen, Anwaltskanzleien, bei der FAZ und in Führungsetagen verschwinden und fast den gesamten gesellschaftlichen Diskurs abgeben an Studenten, häufig -tinnen, der Geisteswissenschaften, oft linksdominierter Fachgebiete.
    Die Entwicklung tut manifest weh und bei Weiterführung wird das Land in zehn bis zwanzig Jahren in die Binsen gehen, weil Gefahren übersehen, Schattenseiten nicht benannt werden (sollen, dürfen).

    Die AfD, auf die alles abstrahiert wird, als wäre sie allmächtig, ist das geringere Problem. Niemand in Europa wird wieder Andersgläubige in KZ’s packen, niemand, es sei denn, Minderheiten würden zu Mehrheiten, denn dort hat sich die Verachtung und der Antisemitismus seit 1945 konstant gehalten.
    Linke Juden wie Misik sehen das nicht, sie starren auf die alte Schlange und denken nie an Medusa oder die Tatsache, dass das Böse häufig das Hemd wechselt und mit Tarnkappe kommt.

    Die eine Hälfte wählt also FPÖ/FN?/PVV/AfD, weil sie die für das geringere Übel hält, die andere Hälfte wählt irgendwas, weil sie die für das größere Übel hält. Das wir hier ein wenig Skylla und Charybdis haben, ist aber allen klar. Und im Ausland sagt man, dass D daran schuld ist, besonders die Führung. Überall, wo ich frage, Holland, Frankreich, England, Italien. Die deutsche Führung verhasst, der Bürger belächelt. Übel.

    • Ich lebe ja einen Teil des Jahres hier und sehe die Veränderungen. Ich schreibe die Woche mal darüber.

    • @Don
      Das wäre sehr willkommen, wenn Sie weiter aus der Realität berichten – wie leben die Zugelaufenen eigentlich. Es sind ja keineswegs alle in irgendwelchen behördlich bekannten Unterkünften, sondern vermutlich der geringste Teil. Die für die 70er Jahre typische „Arbeitersozialisation“, d.h., Fabrikjobs, findet mangels Stellen ja eher nicht statt. Ein Teil kommt womöglich als Landarbeiter unter (Tomatenpflücken o.ä.), ein Teil in Küchen, aber das ist vermutlich auch ein geringer Anteil. Was machen die anderen?

    • Nein, ich fürchte, die Realität ist da noch weitaus härter. Es geht einfach um Geldbeschaffung ohne Rücksucht auf geltende Gesetze, sofern man eben damit durchkommt. Normalität in den Enbtwicklungsländern, Normalität auch bei uns.

  94. Die Zukunft ist nicht so rosig!
    Haben wir mit Van der Bellen den Falschen gewählt? Nein! Es war nämlich egal, wen wir hätten wählen sollen.
    Ein Beispiel:
    Jemand nimmt einen Kredit auf, z.B. 100.000, um sich z.B. eine Wohnung zu kaufen.
    Zurückzuzahlen wären incl. Zinsen z.B. 120.000. Das Geld erhalten jetzt jene, mit deren Leistungen der Bau der Wohnung ermöglicht wurde. Wenn jene jetzt alle eigenen Kredite zurückzahlen und keine Schulden mehr hätten, verringert sich der Gesamtschuldenstand? Nein, der Wohnungskäufer hat jetzt 100.000 und zusätzlich muss er noch 20.000 für die Zinsen des Kredites irgendwoher auftreiben, die es zum Zeitpunkt der Kreditvertragsunterzeichnung noch gar gibt, weil sie noch nicht aus dem Nichts herbeigezaubert wurden. Gelingt ihm das nicht, verliert er infolge Insolvenz seine soeben gekaufte Wohnung.
    Aus makroökonomischer Sicht vergrößert jeder Versuch des einzelnen, seine Schulden zu tilgen, den Gesamtschuldenstand. Deshalb steigt der Schuldenstand auch permanent.
    Das Geld aus diesen Schulden sammelt sich bei den sehr wenigen, denen mehr als die Hälfte allen Vermögens gehört. Die Armen sorgen durch ihren Überlebenswillen für den Vermögenszuwachs der Reichen und Superreichen.
    Das ist so im Zinseszinssystem. Für jede Schuld müssen Zinsen gezahlt werden, das Geld kommt aus dem Nichts, wenn ein Kreditvertrag unterschrieben wird und es ist immer mehr zurückzuzahlen, als Geld entstanden ist. Die einzige echte Tilgung ist ein Schuldenschnitt, aber der ist, wie das Beispiel Griechenland zeigt, bei den Gläubigern nicht beliebt, weil mit realisierten Vermögensverlust verbunden.
    In den Maastrichtkriterien wurde als Verschuldungsobergrenze eine Schuldenquote von 60 Prozent vertraglich festgelegt. Die Höhe der Verbindlichkeiten darf maximal 60 Prozent vom BIP betragen. Nur die Höhe der Verbindlichkeiten ist die Zinseszinsexponentialfunktion. Das BIP müsste demnach ebenfalls exponentiell wachsen, sonst können die 60 Prozent nie eingehalten werden. Selbst ewiges lineares Wachstum hilft da nicht, wobei schon dieses nicht möglich ist.
    Vermögen selbst ist kein Ruhekissen. Alles Vermögen, das nicht Geld ist, muss freiwillig oder unfreiwillig zu Geld gemacht werden, um zahlungsfähig und nicht insolvent zu sein.
    Solange Wachstum möglich ist, funktioniert das System, deshalb wird in der Politik permanent das Wachstum beschworen. Jede Budgetdebatte im gesamten Europa besteht aus den bekannt frommen Wachstumssprüchen für die dummen Wähler. Wenn das Wachstum stagniert, weil der Markt gesättigt ist oder das Wachstum gegenüber der Exponentialfunktion zu sehr zurückfällt, dann kommt es zur Masseninsolvenz und der finalen Rezession eines Schuldenzyklus. Wie zuletzt 1930 einhergehend mit der Radikalisierung der Gesellschaften durch den Überlebenskampf, den eine Massenenteignung mit sich bringt. Diesem Szenario werden wir mit dem jetzigen Finanzsystem auch heute im 21. Jahrhundert nicht entkommen. Nicht der einzelne, nicht eine einzige Firma, nicht ein einziger Staat.
    Inkassos, Gebührenerhöhungen, Verwaltungsabgaben, Überziehungszinsen generieren Schulden OHNE gleichzeitige Geldgenerierung. „Verringerung der Luftzufuhr durch Strangulierung“ kann man auch sagen. Aber auch der, der stranguliert, stranguliert sich im Endeffekt selbst. AM ENDE HÄNGT DER HENKER AUCH.
    Der Unterschied zur realen Titanic ist der, dass der Kapitän und die Offiziere sich bereits im Rettungsboot befinden.

    • It's not that simple...but
      You’re Goddamn right!

    • AM ENDE HÄNGT DER HENKER AUCH.
      Wenn es doch nur so wäre. So ist es aber nicht. Und am Ende ist es sogar nicht einmal ein Problem des Geldes, der Zinsen oder des Wachstums, sondern eine Folge des Privateigentums. Aber so ehrlich wollen „wir“ dann doch lieber nicht sein, denn wer will schon auf sein privates Eigentum verzichten?!

    • Schön beschrieben, energy007
      Das ist einer der Punkte der viel zu selten auf das Trapez kommt, wenn überhaupt, und fast immer nicht verstanden wird. Die Sache mit der Exponentialfunktion. So gering die Steigerungsraten auch sein würden, eine Exponentialfunktion bleibt immer übrig. Das haben Sie sehr treffend und klar geschrieben: Wer ‚Wachstum‘ sagt, sagt auch ‚exponentielle Steigerung der Konsumption‘. Das ist so hirnrissig, und so durchsichtig, dass diese Seite der Medaille immer verschwiegen wird. Sonst würde das ja kein Mensch mit Sinn und Verstand mitmachen!

      Nicht ganz richtig ist das Ende Ihrer Ausführungen. Der Henker hängt sich nicht zwangsläufig selbst. Die Frage ist die des Eigentumsüberganges. Geld und Geldwertes sind eben nicht gleich. Wer so viel hat, dass er seine Ausgaben aus einem Teil seines Gesamtvermögens bestreiten kann, hat nach dem Zusammenbruch noch immer den nicht zu Geld gemachten Teil für sich.
      Es wird dann eine Mehrheit geben, die ihr Leben mit Geld bestritten und bezahlt hat und keine grösseren Vermögen besitzt, und die fangen dann (wieder) bei null an.
      Alles an Vermögen, das bis dahin auf die anderen übergegangen ist, bleibt denen natürlich erhalten: Produktionsmittel, Immobilien, Grundstücke, Schiffe. Die Werte werden dann zwar neu festgesetzt, niemand weiß wie, aber die Vermögenden können natürlich dann immer noch ihr Vermögen in die Waagschale bei einem irgendwie gearteten Tauschgeschäft werfen. Während ein fiktiver Mensch mit 100 Prozent ausschließlich Geldvermögen nichts mehr haben *kann*, wenn die Geldmenge exponentiell gestiegen ist, die Konsumption aber dahinter zurück geblieben ist.

      Warren Buffett hat das mal anders ausgedrückt: ‚There’s class warfare, all right, but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.‘
      In der Frühzeit des Kapitalismus hatte man mal gedacht, man müsse den Leuten das Geld mit Gewalt wegnehmen (oder erst gar nicht geben). In unseren Tagen ist man schlauer und weiß, dass man nur zuwarten muss. Zuwarten, und den längeren Atem haben, am Schluss vermögend genug zu sein, nicht sein gesamtes Vermögen gegen Lebensnotwendigkeiten eintauschen zu müssen.

      @Meier: Nein, Herr Meier, kann ich so (‚am Ende ist es sogar nicht einmal ein Problem des Geldes, der Zinsen oder des Wachstums, sondern eine Folge des Privateigentums‘) nicht sehen. Verzicht auf jegliches Privateigentum hieße, der Staat hat am Ende alles. Wäre das etwa anders, besser?

    • Biblisches Zinsverbot
      Dass das Papier geldsystem in seiner jetzigen Form früher oder später zusammenbrechen wird, nehme ich auch an. Daher kommen vermutlich die EU Pläne der Bargeldabschaffung. Dann hat man unmittelbaren Zugriff.

      Dass zinssysteme immer nach einer Zeit zusammenbrechen, wusste man offenbar schon seit biblischen Zeiten und hat das zinsnehmen verboten.

    • Vielen Dank für die Rückmeldungen
      „AM ENDE HÄNGT DER HENKER AUCH“ habe ich deshalb verwendet, weil unser Finanzsystem einfach „ewiges“ Wachstum braucht. Eine neue Währung allein nützt nichts, denn sie bringt noch kein Wachstum. Es gäbe noch alle Wohnungen, Autos, Fernseher, etc. Wegen einer neuen Währung ein weiteres Auto anschafft, den dritten und vierten Fernseher, die man einfach gar nicht mehr ausgepackt in den Keller stellt, weil man sie aus Wachstumsgründen und zur Insolvenzabwehr hat kaufen müssen. Wer macht das schon? Das müssten wir jetzt einfach auch machen, dann wäre wieder genug Geld im Umlauf, wenigstens kurzfristig. Zuletzt war echtes Wachstum durch echte Bedürfnisse erst wieder ab dem 8. Mai 1945 gegeben und wird es erst wieder geben nach einem Bürgerkrieg oder einem Krieg gegen Russland. An beidem wird schon eifrig gearbeitet. Die Simulation des ewigen Wachstums als Abfolge von Aufbau und Zerstörung. Sobald die ersten Granaten explodieren denkt keiner mehr an die wahren Ursachen. Dann wird die extrem kleine Finanzelite aufatmen können und die nächste Zinsengaleere vom Stapel lassen.

    • Der Staat hat am Ende alles, Herr Dippel?
      Welcher Staat? Gäbe es dann noch Staaten, wenn nichts mehr verteidigt werden müßte, wenn allen alles gehört? Ich weiß ja, daß diese Vorstellung so fern dessen ist, was heute gedacht wird, daß es schon einige Überwindung kostet. Aber Staatseigentum gäbe es dann eben ebensowenig, nur noch Gemeineigentum.

      Selbstverständlich bedeutet der Wegfall des Eigentums im Sinne des heutigen Eigentumsbegriffes nicht, daß dann alle ein und dieselbe Zahnbürste benutzen. Vielmehr würde die Gesellschaft, was ihre Versorgung mit Gütern beträfe, auf einen gleichen Standard gebracht. Auch wäre es durchaus denkbar, daß entsprechend der Leistung noch Unterschiede bestünden, nicht aber aufgrund von Vermögen, Geld oder Privateigentum.

      Ich weiß, ich weiß, das ist heute noch reine Utopie. Aber am Ende ist das der einzige Weg, der der Menschheit ein Überleben ermöglicht.

  95. Ein-Euro-Jobs als Integrationshilfe – eine heute beschlossene Sache...
    … ein Modell für ganz Europa!

    Man muss das doch verstehen. Die Nordseekrabben werden seit Jahren nach Nordafrika zum Pulen verfrachtet. Ist doch viel besser, wenn die nun vor Ort gepult werden können. Wegen der Hygiene, Haltbarkeit und so…

    Ich mag Nordseekrabben und will meine Krabben frisch verzehren! Nicht noch einmal gefroren zwischendurch.

    Ähnlich ist das doch mit den Schlachtbetrieben. Der Deutsche verlangt nun mal nach günstigem Schweinefleisch. Gequält werden die Schlachthöfe jetzt schon von den ins Maßlose steigenden Forderungen der illegal beschäftigten Rumänen, die mit 3-4€/Std. noch meckern, wenn sie ein bisschen auf das Geld warten müssen.

    Auf die Lösung von derlei gravierenden Standortrisiken lässt Mutti nicht lange warten. Der Nordafrikaner wird ins platte Land an der Nordseeküste zwangsumsiedelt, um Krabben zu pulen, bekommt noch eine pittoreske Moschee cum Koranschule gespendet, was will er noch mehr…?

    • Granat pulen
      An der Nordseeküste wurde Bonifatius erschlagen,weil die Friesen sich nicht missionieren lassen wollten.Das sollten Sie doch bedenken, bevor Sie Koranschulen dort befürchten.;)

      Ich esse Krabben am liebsten frisch vom Kutter, wenn ich zur rechten Zeit vor Ort bin in Neuharlingersiel oder Dangast.Pulen kann ich slbst ganz gut.

  96. Standard
    Standard Eigentümer Bronner (NYTimes gesteuert) ist mit Ex SPÖ Minister Scholten (alias Pfeffferkorn) Organisator und permanenter Teilnehmer beim Bilderbergertreffen, und er ist einer von unsre Leit, auch der Misik gehört zu unsre Leit. Und bei BnaiBrith treffen Sie sich mit dem Ehrenmitglied Merkel, die sich ja freut in der Knesset in ihrer Muttersprache hebräisch zu reden.

    • Googeln Sie mal meinen Realnamen, da werden Sie auch Sachen von unsre Leit finden, speziell bei mir echte Ostküste. Wo der Misik einer von unsre Leit sein soll, möcht ich auch mal wissen. Eine geschürzte Unterlippe reicht da nicht aus.

    • Titel eingeben
      Ich finde es ja bemerkenswert, was Sie freischalten, Don Alphonso, Respekt dafür.
      Der Kommentar von „Moische“ zeigt aber auch, welche Entwicklungen noch kommen könnten…in Krisenzeiten wie jetzt kommen eben auch alte Welterklärungsmuster wie Antisemitismus wieder hoch.
      Daran tragen aber m.E. die politisch Verantwortlichen, die diese Krisen ausgelöst oder verschärft haben, eine sehr große Mitschuld.

    • Kommen Sie, nicht so zögernd.
      Zitieren Sie schnell noch aus den „Protokollen der Weisen von Zion“, schliesslich wird darin das Programm für die „jüdische Weltherrschaft“ offengelegt.

      Ohne Gruss,
      Thorsten Haupts

  97. Interessiert eh keinen
    Interessiert eh keinen, aber was spielen Kommentare in Foren und auf Nachrichtenseiten für eine Rolle?
    Überall kann jeder alles faken, und Russland, China wie auch zig deutsche und bestimmt auch österreichische Unternehmen benutzen u.a. Kommentare um Stimmung zu machen.
    Bevor man diese analysiert sollte man vielleicht darüber nachdenken, dass das bezahlte Schreiber sein können. Und der Fakt macht das lesen dieser eigentlich schon überflüssig.
    Interessiert also eigentlich niemand mit Grips in der Birne was wer wo unter Artikel schreibt.

    • Das glaube ich beim Standard nicht, da sitzen wirklich tolle Leute im Communitymanagement, die da sehr wohl gut trennen können. So ein Forum wie dort entsteht nicht, wenn man nichts tut.

    • Manipulation wird unterschätzt
      Manipulation der Meinung durch Userkommentare wurde (wird) in Österreich höchst professionell betrieben (http://diepresse.com/home/techscience/internet/4588499/Gekaufte-Postings_PRAgentur-manipulierte-fur-Firmen-und-Politik) und wird gemeinhin unterschätzt.
      Don’s Analyse ist bezüglich Missbrauch für Meinungsmache etwas naiv und einseitig: auch wenn es wohl vermehrt Migrations-kritische Stimmen der durchschnittlichen Standardposter gibt, so wurde das Forum durchaus von rechten Meinungsmachern unterwandert. Es haben sich unter anderem in letzter Zeit undifferenzierte, sprachlich schwache und im Ton rüde Posts deutlich gemehrt, die trotzdem viele positive Bewertungen erhielten, während man früher bereits für eine niveaulose Ausdrucksweise gnadenlos gerügt wurde. Dieser Umstand lässt auch das „Communitymanagement“ überbewertet erscheinen, die zensieren halt ein bisserl.

  98. Tja …
    Ich habe nur die Befürchtung, dass uns genau sowas bevor steht. Nach 13 Jahren „Alternativlos Politik“, „schwarzer Null“ und systematischer Desinformation durch die Medien von Axel Springer bis ZDF sind viele orientierungslos. Und ich kann mich natürlich wie die SPD und die Grünen hinstellen und das alles leugnen und in die rechte Ecke schieben, aber das löst ja das Problem nicht.

    Die Situation ist derzeit so verfahren, dass ich gar nicht wüsste, wo man anfangen soll. :-(

  99. Titel eingeben
    Ein guter Artikel. Ich hoffte, Leute wie z.B. Herr Plöchinger von der SZ läsen ihn auch, und ließen sich vom Standard in puncto Communitymanagment inspirieren. Es würde den großen Onlinemedien in Deutschland gut tun. Und dem öffentlichen Diskurs sicher auch.

    Wo es gerade um Kommentare von politisch heimatlos gewordenen geht:
    Dieser Tage entspann sich eine sehr interessante Diskussion. Die Journalistin Annabell Schunke beklagte in einem Artikel auf Tichys Einblick ihre politische Heimatlosigkeit und äußerte Sympathien für die AfD, die sie aber gleichwohl nicht wählen könne, aufgrund zu großer inhaltlicher Differenzen. Sie (die AfD), sei ihr (A. Schunke) zu unliberal, insbesondere in puncto Familienpolitik und Frauenbild.
    Dieser Artikel wurde derart lebhaft diskutiert, dass Frau Schunke sich genötigt sah, einen weiteren Artikel zu verfassen, in dem sie ihre Sicht zu den Themen Frauen und Familie detaillierter erörterte.
    Auch dieser Artikel wurde eifrig kommentiert, weswegen Frau Schunke wiederum noch einen dritten Text verfasste, indem sie ihre Erfahrungen mit den Leserkommentaren verarbeitete.

    Insgesamt war diese Debatte eine der besten, die ich zum Themenfeld Parteienkrise und Politikverdrossenheit bisher erlebt habe. Ich hoffe, es gibt mehr davon.

    • Danke für den Hinweis! Werde ich daraufhin lesen.
      Text eingeben

    • @UJ
      Ich habe die von Ihnen empfohlenen Artikel von Frau Schunke gelesen.
      Ich empfinde Ihre (Schunke) Auseinandersetzung als ehrenwert und persönlich glaubwürdig, aber mir geht Sie in vielen Punkten argumentativ unscharf an der Sache vorbei.
      Bspw. empfinde ich als wertekonservativer Liberaler (also nicht FDP!) , und als solcher war ich Parteimitglied der AfD bis Herr Lucke den Nur-Ökonomen-Waschgang anwarf und behauptete: Nur so, könne man weiß waschen! (deshalb und aus priv.Gründen mein Austritt)- also aus der Position eines Liberalen sehe ich viele liberale Ansätze in der AfD (mehr als bei der FDP). Liberalität bedeutet, dass wir einen Staat brauchen, der stark in seinen Kernkompetenzen ist (klein aber fein), der aber nicht versucht, alle Bereiche der Gesellschaft durchzuredigieren oder gar (wie derzeit) juristisch durchzubuchstabieren. Liberal bedeutet, dass die Freiheit des Einzelnen nur existent ist, wenn sie auch konkret praktiziert wird, der Einzelne also nicht primär Objekt staatlichen Misstrauens ist (wie in linken Argumentationen allgemein üblich.*). Damit fallen alle Umerziehungsprojekte hin „zum besseren Menschen“ dorthin, wo sie hingehören: in die Mülltonne!

      Die Argumentation Frau Schunkes in Bezug auf Abtreibung finde ich sehr scherenschnitthaft. Sie arbeitet mit proklamativen Versatzstücken wie „Selbstbestimmung der Frau“ als wenn diese isolierbar wären. Wer sagt, dass es Freiheit ohne Verantwortung gibt. Und (so schlicht, so wahr)- meine Freiheit endet, wo sie die Freiheit des anderen tangiert/beienträchtigt. Letztlich müsste Sie also den Rechtsstatus des Embryo als werdender Person angreifen. Das tut sie so klar nicht.

      Kurz: ich finde es ehrenhaft und kann Ihr in etlichen Punkten zustimmen, aber mich überzeugt es nicht. Also alles ganz wie im wirklichen Leben.
      Trotzdem danke
      mfG PF

      ps * Entgegen der verbreiteten Annahme, dass man als junger Mensch nur ein Herz habe, wenn man links sei, dass also der naive Glaube an das Gute im Menschen synonym mit Links sei, – sehe ich das Gegenteil: in linker Ideologie ist der Einzelne jemand, dem zu misstrauen ist. Prinzipiell scheint er zügellos, egoistisch. Die Grundannahme ist, dass der Mensch schlecht ist, dass man ihn redressieren müsse, um eine bessere Welt zu schaffen… usf.
      Kurz: ich bin viel zu sehr Individualist, um links zu sein. Und ich traue NUR der Entwicklung, die jemand aus sich heraus gehen will, zu, dass er dadurch besser wird. Wo ich das jetzt schreibe, fällt mir auf, dass ich damit als Rousseauist erscheine. Aber all dies ist schon lang genug und die Richtung stimmt.

  100. Shortcut oder der deutsche Sonderweg
    @ TDV
    24. Mai 2016 um 05:25 Uhr
    „In DE Ist man übrigens ja noch nicht mal so weit. Kein Nachfolger, geschweige denn echte Konkurrenz für Merkel irgendwo in Sicht!
    Bin schon gespannt wann man Kretschmann als „echte Alternatrive“ aufzubau-en beginnt!“

    Wie man weiß, so hat Frau Merkel im Laufe der Jahre wiederholt und gewissenhaft für die politische Eliminierung ihrer Gegner oder der Parteien gesorgt, insofern diese ihr gefährlich werden könnten. Jedoch nicht so bei der SPD. Von der SPD wusste sie genau (allein durch die Freundschaft zu von Dohnanyi), dass diese als ihr Bettvorleger landen wird, während das Risiko durchaus bestand, entscheidende Stimmen der CDU an ambitionierte jüngere Politiker der Linke bzw. Piraten verlustig zu werden. Bei der AfD dauert die Demontage noch ein wenig. Also keine ernsthaften Rivalen in Sicht!

    Ja, der gute gemütliche Kretschmann! Er könnte den Kurs begradigen und kürzen, um dort anzukommen, wo die Österreicher bereits angekommen sind, ohne Machtanstieg und Involvierung der bösen AfD. Um sicherzustellen, dass Muttis bewährter Weg weitergeht.

    • Verdammt....
      … sie haben mich erwischt. Den Kretschmann halte ich derzeit auch für den einzigen…. ich hab ihn weggelassen, weil ich seine Gedanken zur Flüchtlingssituation nicht kenne. Ist Ihnen da was bekannt?

      PS und OT: Haben sie Michael Moores Lob für Finnland in seinem letzten Film „Where to invade next“ gesehen?

    • Ausgerechnet Kretschmann?
      @Tamarisque, TDV
      jetzt enttäuschen Sie mich aber heftig. Für mich ist der nix anderes als der vdB, mir mindestens so unsympathisch und irgendwie nicht koscher. Dem traue ich ja noch weniger als Merkel, so das möglich ist.

    • Kretschmann,
      das deutsche Pendant zu Österreichs v.d. Bellen, das meinten Sie doch, oder.
      Einstellung zur Flüchtlingsfrage? In einer Koalition werden alle platt gemacht und fügen sich de Stimme der höheren Mächte.

      ***
      Meinte Mr. Moore womöglich das „neoreformierte“ Finnland der vielen Brotschlangen überall im Land?
      https://www.google.fi/search?q=leip%C3%A4jonot&biw=1600&bih=775&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwi07_yGitfMAhVhIMAKHQUBAw8Q_AUIBigB
      Auf einem der Fotos der Text: Wohlstand auf dem Niveau der 70er Jahre. Doch in den 70er Jahren musste niemand in Finnland für sein Essen Schlange stehen.
      Die Anzahl der Brotschlangen wächst ständig, selbst in den wachstumsstarken Jahren um 2007. Im Stadtteil Myllypuro in Helsinki ist sie ca. 800 m lang ist, 800-900 Menschen warten Stunden lang selbst in eisigster Kälte. Die Politiker trauen sich erst gar nicht dorthin…
      Ein Mann hat im Vorbeifahren die Schlange aufgenommen: https://www.facebook.com/hannu.wallberg/videos/10208214992790469/?fref=nf

      Oder war es hierfür? Finland to join NATO summer war games in Poland.
      Wahrlich ein neutrales, sozial gerechtes Traumland, mein Finnland!

    • @@
      Renate, es ging nicht um die Wertschätzung dieser Kasperle Figur aus dem Schützenverein, es geht einzig und allein um die Wählbarkeit, d.h. die Wahlbeteiligung. Denn allein diese entscheidet darüber wieviel % die AfD am Ende hat… denken sie es mal durch!

      Tamarisque, warum so negativ? Einfach mal glotzen, DANN urteilen! Es lohnt sich….

    • Um die AfD zu verhindern, Grün wählen?
      Tyler, das kann’s doch nun wirklich nicht sein. Ich habe noch nie Grün gewählt und gedenke, das für den Rest meiner Tage auch nicht zu tun. Die CDU wird 2017 eine Koalition mit den Grünen anstreben, der Gedanke an KGE und ähnliche Figuren könnte mir den Angstschweiß auf die Stirn treiben, aber das werde ich zum Glück nicht mehr erleben.

      Kretschmanns Meinung zu den „Flüchtlingen“ hebt sich nicht sonderlich von der Merkelschen ab, die gleiche Bigotterie.

    • Ausgerechnet Kretschmann
      @ Renate Simon, meine Bemerkungen über Kretschmann waren lästerlich gemeint. Durch Mittelohrentzündung entsteht ein dumpfes Gefühl im Kopf, das ist qualvoll. Hoffe sehr, dass Sie bald gesund sind.

      @ TDV
      Film Michael Moore, habe den Abschnitt über Finnland gesehen, Danke.
      Aber was nützt das Ganze, wenn diese wunderbaren Kinder und jungen Menschen in eine Welt da draußen entlassen werden, die sonst eine Kopie des deutschen Hartz-IV-Systems ist? Haben Sie die Brotschlangen denn nicht gesehen? Die gibt es überall im Land. Und da stehen eine Menge gebildete bzw. gut ausgebildete Leute.

      So etwas gab es nach dem Krieg noch nie, das hätte ich nie für möglich gehalten. Die Schlangen sind entstanden, nachdem eine konservativ-liberale Regierung das Land neoliberal „reformierte“. Nun müssen die Menschen entscheiden, ob sie z.B. lebensnotwendige Medikamente für ein chronisch krankes Familienmitglied bezahlen oder verhungern. Der Anblick tut mir in der Seele weh.

      Die Finnen wussten sich nicht anders helfen als die Rechtspopulisten zu wählen. Und was hat das gebracht? Die sitzen jetzt in der Regierung mit den „Tätern“, welche das Verkommen des Landes zu verantworten haben.

      Erlauben Sie mir doch einen gewissen Zynismus ob des tollen Schulsystems angesichts der sonst erbärmlichen Zustände in meiner ehemaligen Heimat.

    • Aber Renate...
      Gleich in zwei Kommentaren missverstehen sie mich.

      Ich beschreibe was ich sehe, oder möglicherweise kommen sehe, das hat doch nicht das Geringste damit zu tun, ob ich das für gut, oder gar eine Lösung halten.
      Ein Urnenpöbel, der von Merkel langsam abrückt, und für die AfD nicht dumm genug oder ungebildet genug ist, der könnte an Kretschmann als dem besseren Gut-Menschen und als dem, was man heute einen Grünen nennt, gefallen finden.
      Eine Alternative zu dem seh ich momentan keine, aber ich bin ja auch weit weg und kann nur nach den Medien urteilen.

      @Tamarisque
      Ich verstehe kaum etwas von Finnland und meinte eigentlich nur den Filmabschnitt. Bin aber überrascht von der von ihnen beschriebenen Realität.
      Ich wusste nicht, dass auch in den Nord-LÄndern, die man gemeinhin für tatsächlich zivilisiert hält, es wohl die Weltwirtschaftskrise ist, die alles was es an Gutem gibt zerstört ??? Lieg ich da richtig?

  101. Zwei Anmerkungen
    1) Die grösste Gruppe von Ausländern, die Österreichern die Arbeits- und Studienplätze streitig macht, sind übrigens die Deustchen. Ich war einer davon, betreibe jetzt aber als Freiberufler sozusagen Geldtransfer nach Österreich.

    2) Die FPÖ ist wie die AfD mit Sicherheit nicht die Lösung der echten Probleme der „kleinen“ und „mittelständigen“ Leute. Im Gegenteil, die FPÖ hat vor nicht allzu langer Zeit mitregiert und den später parteilosen, nicht verurteilten aber offenschtlich korrupten Finanzminister gestellt.

    3) Die FPÖ ist ein maßgeblicher Getalter des Raubs von Volkseigentum durch einen neoliberalen Privatisierungs-Kurs – wie bei der AfD. Was soll das dem kleinen Bürger mit seinen Problemen nutzen?

    4) Die Hypo-Alpe-Adria kostet jeden Österreicher > 2000 Euro. Da könnten wir mit den Zinsen jedes Jahr zwei Flüchtlingskrisen bezahlen. Wenn man die geplatze Bank pro Einwohner auf Deutschland hochskaliert, kann man davon alle Schulden Griechenlands tilgen. DAS sind echte Probleme. FPÖ sei Dank.

    Was ich dabei nicht verstehe ist, wie man auf die Worthülsen dieser Parteien reinfallen kann. Sie sind ein grosser Teil der echten, gravierenden Probleme und haben keine konstruktiven Lösungen für irgendein Problem.

    5) Unsere „Freunde“ aus den USA destabilisieren vehement und an den Völkerrechten vorbei seit Jahrzehnten eine Region der Welt. Und jetzt kommen die Menschen, denen mit unseren Waffen das Haus unter dem Hintern weg geschossen wird, zu uns. Und das stört Euch? Dann hört verdammt nochmal damit auf, Waffen zu liefern, die Kriegstreiber zu hofieren, und menschenunwürdige Sklavenarbeit in Form von Rohstoffen und Waren aus Afrika, China, Indien, Pakistan, usw. zu importieren.

    Wieso glaubt hier eigentlich jeder, er hat den Urlaub am Mittelmeer, jedes Jahr ein neues iPad, 6 Wochen Urlaub, 12 Feiertage und 40 Euro die Stunde „verdient“, wenn er 7 Stunden an 5 Tagen im Büro sitzt und in den Bildschirm glotzt?

    Und der leibeigene Chinese, der 7 Tage die Woche 12 Stunden an der ungesicherten Zweihandpresse steht? Was hat der verdient? Seine 2 Dollar Stundenlohn?

    Entweder Grenzen sind frei passierbar für Waren, Kapital und Menschen, oder gar nicht.

    • Fast alles zutreffend
      jetzt warte ich auf die Liste zur Bellen-Fraktion. Punkt 5 ff können Sie schon mal übernehmen, wohl auch Punkt 4.

    • FPÖ und AfD "nicht die Lösung".
      Stimmt ganz sicher. Aber sie werden auch nicht als „Lösung“ gewählt. Und solange das nicht wirklich verstanden wird, werden sie stärker werden.

      „Und der leibeigene Chinese …“
      Oh Gott, plattester Antikapitalismus vom feinsten. Der leibeigene Chinese lebte vor gerade mal 25 Jahren zu 90% auf dem Land, betrieb Subsistenzwirtschaft knapp oberhalb des reinen Überlebeniveaus und war gebildet, wenn er ein wenig schreiben, lesen und rechnen konnte. Wie der leibeigene Deutsche von 1850 auch. Was glauben eigentlich alle, wie Deutschland, Grossbritannien oder die USA zu wohlhabenden Ländern wurden? Wunder Gottes? Der Kolonialismus wars nicht – das war ökonomisch ein Zuschussgeschäft.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Zuschussgeschäft????
      Für Leopold von Belgien ganz sicher nicht.

    • Für den nicht, für die 0,01% von Händlern, Minenbesitzern,
      Grossgrundbesitzern meistens auch nicht. Nur war das nicht mein Argument. Für die Kolonialstaaten war der Kolonialismus ein zum Teil aberwitziges Zuschussgeschäft, die einzige historische Ausnahme war AFAIR die indische Kronkolonie.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • @THorha
      Falls sie noch mitlesen, THorHa

      “Thorsten Haupts sagt: 25. Mai 2016 um 08:43 Uhr
      @tdv – Fluchtursachen:
      Ich teile Ihre bekannte, ziemlich monokausale, Analyse der Ursachen schlicht nicht. “

      Was mich nach 45 Jahren Philosophie Studiums mal interessieren würde: Woher wissen sie denn, dass mono-kausale Ursachen immer und bei jedem Thema falsch sind?
      Man lernt ja gerne….

      Speziell also für Sie, und alle anderen die Menschheit hoch Einschätzenden:

      http://www.spiegel.de/panorama/leute/museum-of-modern-art-besucher-halten-brille-fuer-kunstwerk-a-1094395.html

      Thorsten Haupts sagt: 25. Mai 2016 um 14:36 Uhr
      „Und der leibeigene Chinese …“
      Oh Gott, plattester Antikapitalismus vom feinsten. “

      Da haben sie freilich Recht, nur…
      In meinen Kreisen sieht man es tatsächlich mittlerweile als Problem an, dass der Kapitalismus ohne permanentes Wachstum nicht existieren kann. Angesichts der real existieren Zustände, die ein Wachstum nicht ermöglichen, und die verbrecherischen Not-Lösungen, wie Neagtiv Zinsen und künstliche Inflation, usw… wie sehen sie denn die Zukunft des Systems. Sie kennen mich ja gut genug, ich weiss, dass unser aller Wohlstand dem Kapitalismus zu verdanken ist, aber was kann man denn künftig noch tun????

  102. Ich werds vermutlich noch einige male schreiben müssen
    es wundert mich, wie hier die Glaskugeln oder Karten oder sonstige Mysterien einige erkennen lassen, dass es mit Merkel vorbei wäre.

    Es könnte sein, klar.

    Doch meiner Einschätzung nach ist es gänzlich anders.

    Es sei denn, Schäuble würde aufbegehren.

    • Eben.
      Es ist da keiner, der Kalif anstelle der kalifin werdne könnte, dafür hat die Kalifin gesorgt.
      .
      Wer es tun könnte, ist die CDU selber. Es haben da einige guten Grund, um ihre bequemen Posten zu bangen. Aber auch die sagen sich, erst mal überwintern bis nach 2017, vielleicht geht sie ja dann von allein.

    • Titel eingeben
      nach 2017, vielleicht geht sie ja dann von allein
      Äh, nein. Sie hat, wie sie mal gesagt hat, „Freude am Regieren“ und hat die CDUCSU zu einer völligen Präsidialabnickpartei flachgeklopft. Falls die AfD nicht wider alles Erwarten einen absolut extremen Erdrutschsieg 2017 hinlegt (d.h. das müßte 52% oder mehr sein, also eine eigene absolute Mehrheit, die auch nicht weggezählt würde), wird Merkel sich als Koalitionspartner eben die erstarkten Grünen vornehmen – aber sie wird weiterhin Kanzlerin bleiben, denn das Triumfeminat hält.

    • @colorcraze
      Perfekt gesagt… mich wundert immer, dass so viele dies so Offensichtliche nicht sehen können, oder wollen…

  103. Titel eingeben
    Ich habe das Standard-Forum selber über ein Jahrzehnt benutzt und mir sind – ab Beginn des Irakkrieges im Jahr 2003 – vor allem bezahlte Agitatoren aufgefallen. Und eine immer weiter fortschreitende Hetzerei gegen andere Meinungen.

    Eine entsprechende Entwicklung konnte man auch auf dem Heise-Forum erleben.

    • Titel eingeben
      „…vor allem bezahlte Agitatoren aufgefallen. Und eine immer weiter fortschreitende Hetzerei gegen andere Meinungen.“
      .
      Kann man das so verstehen: Alle, die nicht Ihrer Meinung sind, sind „bezahlte Agitatoren“?
      ….sowas wie die angeblichen „Putinversteher“, die unserer Qualitätspresse contra gaben, im Fall von deren (freundlich ausgedrückt:) einseitiger Ukraine-Berichterstattung?

    • Titel eingeben
      „Bezahlte Agitoren“ bzw. von PR-Agenturen geheuerte Spin-Trolle gibt es wohl schon, aber ich bezweifle, daß die so sehr viele sind. Die allermeisten schreiben nach wie vor unbezahlt.
      Was das Hüten von Kommentaren angeht, ich schätze mal, so bis 200, 300 pro Artikel kann man als Artikelschreiber ganz gut ab, aber wenns mehr wird, wird es schwierig und kann aus dem Ruder laufen.
      Davon abgesehen ist die Kunst des Rausschmeißens auch eine schwierige, wie man an Dons Bär-und-Hase-Gehoppel in seinem Privatblog erleben kann.

    • Titel eingeben
      Sie dürfen gern fragen, WIE ich das genau meine, kdm.

      Und dümmliche Überinterpretationen bitte unterlassen.

  104. Grüne = Links??
    Ich bin zwar nicht so in der Materie drinnen, wie das in Österreich so läuft, kann mir jedoch vorstellen, das es dort nicht viel anders ist als hier in D.

    Seit wann sind denn Grüne noch dem linken Spektrum zuzuordnen? Ich nehme diese Fraktion als (blind) forschrittsfeindliche, kriegstreiberische, bevormundende Clique wahr, die heute nicht einen einzigen der Werte vertritt, für welche sie früher mal stand.

    Wenn ich mir so Sachen wie den Sozialabbau in D, welcher mit Schröder und den Grünen in form der Agenda 2010 seinen Anfang nahm ansehe, oder die Aufhebung jeglicher Regularien für die Finanzmärkte, den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg in Jugoslawien, Hirnfürze wie den staatlich vorgeschriebenen „Veggie-Day“, und neulich die Aussage von Frau Katrin Göring-Eckardt: „Die Grünen waren nie eine pazifistische Partei“ (kann man eigentlich noch ekliger aufs Grab von Petra Kelly spucken??) höre, wird mir schlecht.

    Dazu noch die dauernden Liebeleien und Koalitionen mit den Schwarzen, immer schön auf die möglichen Plätze am Futtertrog schielend, welche durch den baldigen wegfall der SPD frei werden…. Bah..

    Und das Beste dabei ist, dass Sie felsenfest von ihrer Haltung überzeugt sind und jede andere Meinung mit aller Macht unterdrückt wird. Man braucht sich nur mal mit dem jutebesackten SUV Fahrer der vorm Naturland Markt vorfährt unterhalten. In der Regel sinds dann ehemalige 68er, welche sich nach dem Studium mit ordentlichem Job genauso von der Kohle korrumpieren haben lassen und es nicht mal merken. Es sind die selben Besitzstandswahrer wie die Konservativen, nur halt mit Birkenstocksandalen. Traurig.

    Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster und behaupte, dass bei den Grünen eindeutig faschistoide Züge vorhanden sind, was sie damit nicht besser als die Rechtsfaschos macht.

    Das ist für mich auch die Erklärung für das was in Österreich bezüglich der Präsidentschaftswahl und auch der Standard-Foren abgeht.

    • Grün != Grün
      Die Unterschiede der Grünen in Deutschland zu den Grünen in Österreich sind zum Glück noch signifikant vorhanden, wenn auch kleiner werdend.

      In Deutschland gibt es aus meiner Sicht eh nur mehr zwei Parteien. Die CDU (inkl. ihrer Tochter-Fraktionen CSU, FDP, SPD, AfD und Grüne) und die Linke. Der/die „kleine“ und „mittlere“ Deutsche kann doch sinnvoll eigentlich nur mehr die Linke wählen.

      Das ist in Österreich zum Glück noch nicht ganz so weit.

    • Es gibt keine ehemaligen 68er,
      es sei denn, sie sind tot. Rein vom Alter her betrachtet kommt das auch wohl eher in Betracht, als daß 68er noch politische Führungsrollen innehätten bzw. jemals gehabt hätten. Nur weil jemand zu jener Zeit ein paar Steine geworfen hat, war und ist das noch lange kein 68er.

      So, das mußte mal gesagt werden.

    • Die Linke
      ist leider wegen ihres pathologischen Israelhasses (Marvi Marmara etc.) und der ungebrochenen Zuwanderungsbefürwortung für mich nicht wählbar.

    • @Jan, Otto, Krächzit
      @Jan: Danke für die Bestätigung meiner Befürchtungen.. Ich bin da also doch nicht so allein….

      @OttoMeier: Okok… Gebe Dir recht, Ich denke jedoch, Sie wissen wie ichs gemeint habe. ;)

      @Krächzit: Da muss ich entschlossen widersprechen! Die Linken sind keine Isrelhasser, sondern Zionismuskritiker. Das ist ein Unterschied. Auch ich verstehe mich als Zionismuskritiker, verbitte es mir jedoch aufs schärfste mich als Israelhasser oder Antisemit einordnen zu lassen. Genau diese Pauschalisierung, die Sie hier gegenüber der Linken in die Welt hinausvermuten macht die Diskussion unnötig schwer, obwohl es eigentlich nichts als Hetze von jemandem, der sich ganz offensichtlich nicht mit der Materie beschäftigt hat, ist.

    • Petra Kelly
      Gerade deshalb, Selli, habe ich geschrieben. Ansonsten kann ich mich nur anschließen. Schön, daß es noch Menschen gibt, die (sich) an Petra Kelly erinnern.

  105. Titel eingeben
    @robert der bandwurm bekommt bald seine lösung aufgetischt und dann wirds gut

  106. Patrick Feldmann sagte am 24. Mai 2016 um 17:11 Uhr
    „Die Islamische Partei gibt es schon : „BIG“
    – hat mir aber auch erst ein junger Bonner Ratsherr erzählen müssen, denn die Wahlplakate lassen einen darauf nicht kommen!“
    .
    Ich weiß ja nicht wo Sie wohnen, aber die Wahlplakate in Baden-Württemberg waren nicht zu übersehen. Auch wer da plakatierte war zu erkennen, obwohl der Parteiname „Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit“ schon sehr skurril anmutet. Vor allem weil Innovation (außer der Nutzung der neuen Medien) in dieser Bevölkerungsgruppe ja groß geschrieben wird.
    .
    Die Wahlergebnisse können Sie auf Wiki nachlesen, alle im Null-Komma-Bereich, obwohl der Bevölkerungsanteil (je nach Bundesland bei > 10% liegen dürfte). Ich gehe davon aus, dass sich diese Leute, wenn sie überhaupt durch Wahl am politischen Leben ihrer neuen Heimat teilhaben, sich eher bei den Grünen besser aufgehoben sehen.
    .
    Im Gegensatz zu vielen demolierten AfD-Plakaten habe ich in unserer Gemeinde kein einziges beschädigtes BIG-Plakat gesehen. Merhaba.

    • @deja BIG
      In Bonn waren die Plakate multikulti- dass es sich um eine islam.Partei handelte, war nicht ersichtlich. Das mit d3n AfD-Plakaten muß ich leider bestätigen- ich habe sie mehrmals hängen müssen(abgerissen von der hiesigen cdU).

      Wahlverhalten der Muslime ist nicht einheitl.- wie auch?!
      Bei der AfD finden Sie säkulare Muslime als Parteimitglieder, als Funktionsträger und als Wähler.
      Bei der cdU hier in NRW säkulare und graue Wölfe. Bei der sPd DITIB-Fundamentalisten…
      Die grünen dürften die wenigsten muslim.Wähler haben…

  107. Titel eingeben
    Die Kommentare hier lese ich mit manchmal soviel Gewinn wie die Texte.
    Doch eine Kombination beginnt, mich zu irritieren. Ein Forist zitiert die „deutschen wirtschaftsnachrichten“ als Quelle und beschimpft unseren Bundeskanzler Helmut Kohl auf das unflätigste.

    Doch, Danke an Don Alphonso für dieses grosszügige Offenhalten eines einmaligen Komnentariats.

    • Tut mir leid...
      … ich werde mich künftig bei Kommentaren vorher an sie wenden und erkunden ob sie Einwände haben.

      Darf ich dies als Kommentar einstellen?

      Neues von der Lügenpresse.
      „Griechenland bekommt die nächsten 10 Milliarden. Elf Stunden haben die Euro-Finanzminister verhandelt – jetzt ist klar: Griechenland erhält im Gegenzug für sein jüngstes Spar- und Reformpaket die nächsten 10,3 Milliarden Euro aus dem Hilfspaket.“

      Im ganzen Artikel keine Erwähnung WER dieses Geld tatsächlich bekommt ausser, dass ein Drittel sofort an den IWF geht. Ebenfalls unerwähnt bleibt, dass es sich um das Geld der Steuerzahler handelt und selbstverständlich ist die Kommentarfunktion abgestellt.“

      Bitte lassen sie mich wissen ob sie das billigen und grüssen ihren Bundeskanzler.

      PS: Zitiert aus der FAZ…

    • Armer schwarzer Kater
      1. Oktober 1982

      Kalter Putsch (Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt) in Deutschland.
      Helmut Kohl (CDU) und Otto Graf Lampsdorff/Genscher (FDP) machen gemeinsame Sache und reißen die Macht an sich.

      Um über 300 anhängende Strafverfahren gegen sich, hochrangige Beamte, Vertreter aus Wirtschaft und Politik wegen Vorteilnahme, Amtsmissbrauch, Steuerhinterziehung, Subventionsbetrug und Bestechung zu verhindern erklären sie die Demokratie und Rechtstaatlichkeit in Deutschland für beendet.

      Von nun an herrscht eine Allianz aus Politikmafia, Banken, Wirtschaftslobbyisten über das Volk. Tausende von schwarzen Kassen werden von dem Parteienkartell auch im Schutz des EU-Parlament angelegt.

      Es beginnt eine groß angelegte Umverteilung des Geldes und der Werte in Europa. Die Moral stirbt. Nichts ist mehr heilig und alles ist erlaubt.

      1989 – Wiedervereinigung/Liquidierung der DDR

      Im Frühjahr 1990 wurde das DDR-Volksvermögen auf 620 Milliarden Mark beziffert. Dieses Kapital galt es so schnell wie möglich zu verteilen.

      1. März 1990 wird eine „Anstalt zur treuhänderischen Verwaltung des Volkseigentums“ eingerichtet.

      So überhastet, wie man die Währungsunion beschlossen hatte, so soll nun auch die DDR-Wirtschaft liquidiert/geplündert werden.

      Dem 1. Treuhandchef Reiner Maria Gohlke war das nicht geheuer:

      „Ich wollte nicht jede halbe Stunde irgendeine Milliarde unterschreiben und dann zum nächsten Tagesordnungspunkt übergehen.“ Diesen Part übernahm dann sein Nachfolger Karsten Rohwedder.

      Betrügern wurde Tür und Tor geöffnet. Die Leuna-Affäre ist hier nur ein Beispiel.

      Und Helmut Kohl thronte über allem.
      Wusste von nichts.
      Konnte sich nicht mehr erinnern.
      Und nannte keine Namen.

    • Gut erkannt TDV
      Sie haben sich zurecht angesprochen gefühlt.
      Den „deutschen Wirtschaftsnachrichten“ wollen Sie nicht abschwören? Das ist als Quelle ein niveau bodenlos.
      Ich lese mal sezession, mal jf, mal taz, zeit. Selten sz, selten welt. Aber pi, „dwn“, Stern, Bunte, das Goldene Blatt sind nicht lesbar, nicht zitierbar und sollten auch für Sie höchstens eine Anregung sein, in ordentlichen Quellen nach einem Sachverhalt zu suchen.
      Danke

    • @Melursus
      Auch ich schaue täglich in die DWN, gar nicht in die TAZ grrrrrrrrrrr, die Zeit eignet sich allenfalls noch zum Fischeinwickeln und die SZ boykottiere ich wie die TAZ, da ich nicht mehr wüsste, was ich dort lesen sollte. Sie ist längst nicht mehr das, was sie vor Jahren noch war.
      Dafür lese ich die Welt, was mir früher nicht im Traum eingefallen wäre, kann ich nur empfehlen.
      Ebenso Tichys Einblick, hin und wieder achgut, Cicero, NZZ, Standard, Preuß. Allgemeine, Tagesspiegel usw. Ich müsste meine Tabs jetzt arg verschieben, um alle aufzulisten. Danisch gehört auch zum täglichen Repertoire, wie die JF.

      Ich finde in den DWN allemal Meldungen, die andere nicht oder dann zeitversetzt bringen und empfehle Ihnen, auch hin und wieder einen Blick reinzuwerfen, denn Ihre Auswahl ist doch sehr eng gefasst. Machen Sie sich frei von rechts oder links oder mittendurch, einfach lesen, denn lesen bildet oder hilft zumindest bei der Bildung der eigenen Meinung. Das Niveau kommt dann von allein.

    • Dr Seltsam & Melursus
      Seine grösste Leistung haben sie ganz verschwiegen: die Einführung des Euro.
      Alle Fachleute, die nicht der CDU angehörten und bezahlt wurden, wussten damals, wie übrigens jeder selber Denkende, dass die Einführung einer gemeinsamen Währung ohne gemeinsame Finanz-, Steuer- und Wirtschaftspolitik in genau die Katastrophe führen würde, in der man jetzt ist. Gerade überweist man wieder 10 Milliarden „an die Griechen“. Alle Qualitätsmedien inkl der FAZ natürlich, verschweigen natürlich, dass dies Geld keineswegs an die Griechen geht sondern an die Kreditgeber wie Banken und den IWF! Ehrlich zu lesen bekommt man das nun mal nur in den DWN.

      Melursus, Sie werden bei mir kein generelles Lob für die DWN finden. Aber ich nehme mit die Freiheit angesichts einer Lügenpresse, die auch noch gleichgeschaltet ist, ALLE Möglichkeiten zur Information zu nutzen und wenn ich die DWN hier zitiere, dann weil sie mal wieder eine WAHRE Meldung gebracht haben, die in ALLEN anderen Medien verschwiegen worden ist.

      Ich weiss nicht was es da dran auszusetzen gibt.

  108. Bedrängung in Mantua
    Was geschah? Wurden Sie etwa – unter dem Vorzeigen spitzer Gegenstände – von diesbezüglichen Fachkräften zu einer spontanen Eigentumsübertragung veranlasst?

    • Es gibt bei den „Clandestini“ generell Graubereich, in denen sie leben und die sie praktizieren. Warten Sie ein paar Tage…

  109. "Denk" - "eine besondere Form von Meinungsfreiheit"
    oder „mehr Demokratie wagen“ in NL.

    http://www.welt.de/politik/ausland/article155649010/Europa-hat-jetzt-eine-erste-reine-Migrantenpartei.html

  110. rennräder
    ich weiss, das ist jetzt echt offtopic, aber: kann man vieleicht auch mal ein paar bilder der feinen rennräder sehen irgendwo? ich stolpere immer wieder drüber, dass der autor eine sammlung hat und so langsam bin ich echt neugierig. :-).

  111. Die Spaltung der Gesellschaft
    Jetzt haben wir die von den Finanzeliten so herbeigesehnte Spaltung der Gesellschaft.
    Europa war bisher zu friedlich für deren Pläne.
    Der nächste Krieg wird vorbereitet. Die RESET Taste muss betätigt werden BEVOR die Anforderungen durch das exponentielle Anwachsen der Zinsen aus der Verschuldung an die Wirtschaft auch dem letzten klar werden lässt, woran das Scheitern der Wirtschaft begründet ist. Der Druck im Kessel Europa wird jetzt erhöht durch das fast schon panische Hereinholen der Einwanderer. Damit sie möglichst schnell kommen, werden sie nach Europa gebombt.
    Bei der Betrachtung aktueller Bilder von Bürgerkriegsstädten sieht z. B. der 101 jährige Rockefeller genau das, was sein mittlerweile 6. Herz höher schlagen lässt. Wachstum in Hülle und Fülle. Wie in Europa 1945. Ewiges Wachstum als Abfolge von Aufbau und Zerstörung, ermöglicht durch eine bewusst über das Finanzsystem nicht informierte Bevölkerung.

  112. Danke
    Danke Don Alphonso, dass Sie hier wirklich alles freischalten. So sieht auch eine breite Öffentlichkeit, dass viele AfD-Anhaenger nicht nur Konservative sind, die sich – zu Recht – über Merkel’s Grenzöffnung ärgern. Da sind ja tatsächlich viele Deutschnationale, Rassisten und Antisemiten dabei, was auch meiner persönlichen Erfahrung mit AfD-Fans entspricht.

    Als Münchener waren viele meiner Schulfreunde immer weltoffene Konservative, die nichts gegen Sozis, Grüne und Muslime hatten und die die ganz Rechten mit einem „des ko ma fei ned so sogn“ zur Raison brachten. Das war noch vor dem Internet.

    Heute kann der rechte Rand im Internet (und auch hier) sehen, dass sie nicht alleine sind und sich zusammenraufen. Ein Schulfreund von mir hat das so gemacht. Nach zwei Bier hat der immer gerne auf die Türken und die Schwulen geschimpft, gab aber nach einem „des ko ma ned so sogn“ wieder eine Ruhe. Jetzt ist er sich eine passende deutschnationale Frau gesucht und sagt bei galanten Abendessen Sachen, die wirklich selbst für CSU-Anhänger schwer erträglich sind. Und da wundert er sich, dass er nicht mehr eingeladen wird und seine alten Freunde nicht mehr mit ihm reden.

    • Die Frage ist, wie man „Anhönger“ definiert. Ich sehe durchaus, dass viele AfD-Anhänger sehr wohl i9mmun sind gegen Elsässer und Politically Incorrect, und da wird die Partei auch noch einiges durchmachen. Auf der anderen Seite sehe ich auch, dass die Partei teilweise nach links schwenkt und dort abräumt, wo die PDS und SPD versagen,,

    • Ja, PDS und SPD
      arbeiten nicht im Interesse der Arbeiter und „kleinen Leute.“ Deshalb ist die SPD ja auch mittlerweile die Partei der Studienräte, während die CDU zur tatsächlichen Arbeiterpartei geworden ist. Und die verliert jetzt eben viele Wähler an die AfD, nicht nur weil der konservative Flügel Merkel unerträglich findet, sondern weil viele Arbeiter die Willkommenskultur tragen bzw. ausbaden müssen. Denn Arbeiterkinder müssen mit Flüchtlingskindern zur Schule gehen und Arbeiter werden Flüchtlinge als Nachbarn haben.

      Das kann alles mehr oder weniger gut gehen, aber ich verstehe schon, dass nicht der Handwerksgeselle oder der Kranführer die Willkommenskultur am Münchener Hauptbahnhof gepflegt haben, und sich jetzt ungefragt vorkommen, wenn es um die Integrationsleistung geht, die eben nicht Studienräte und kaufmännische Angestellte erbringen müssen, sondern Arbeiter in sozial schwachen Vierteln.

      Trotzdem glaube ich, dass es in der AfD zu viele Leute gibt, die die Partei für viele auch konservative Wähler unwählbar machen (siehe viele Beiträge in diesem Forum). Es hat ja auch mit dem Jörg und der FPÖ ein Weilchen gedauert, bis die irgendwo regierungsfähig wurden.

    • Ist ja schön "Redefreiheit", dass Sie hier Ihren Text losgeworden sind, aber
      wo finden Sie hier im Forum „Deutschnationale, Rassisten und Antisemiten“, die sich auch als „AfD-Fans“ deklarieren?
      a) es gibt einen Bereich, den sich vllt. ein gefälliger Linker nicht vorstellen kann, in dem man nationale Interessen definiert (wie das in allen Westeuropäischen Ländern gang und gäbe ist), ohne dass man dafür die Waffel „deutschnational“ hertragen muss!
      b) wo sehen Sie hier im Forum „Rassisten und Antisemiten“ (außer in 2 Beiträgen, die da sehr verdächtig sind. Genau in diesen Beiträgen ist aber gerade NICHT die Rede von AfD oder Sympathie zu ihr).

      Also: schöne Geschichte aus eienr Stadt, die ich vor 20 jahren gerne hinter mir gelassen habe, – nur KEIN BEfund fürs hiesige Forum!
      mfG PF

    • "Da sind ja tatsächlich viele Deutschnationale, Rassisten und Antisemiten dabei,"
      Aber ja doch. Und die AfD-Führung ist weitgehend ein Haufen Quartalsirrer. Wenn Sie einem Konservativen jetzt noch verraten, wie und wo er als Zuwanderungsskeptiker noch eine politische Heimat findet, also eine Alternative zur AfD, hätten wir das Problem AfD vermutlich in wenigen Wochen abgeräumt.

      Ich habe nicht einen einzigen Unionspolitiker gesehen, der sich gegen das Refugees Welcome Freudenfest öffentlich profiliert hätte, obwohl er damit nur die Beschlusslage der Partei widergegeben hätte (Seehofer mal ausgenommen). Möglich, dass die restlichen WischiWaschi-Konservativen heutzutage alle einfach nur zu feige sind. Läuft dann für den Zuschauer auch darauf hinaus, dass es sie im bestehenden Parteiensystem nicht mehr gibt.

      Im übrigen wetten ja de facto auch alle anderen Parteien öffentlich darauf, dass die jetzt gerne beschworenen „anständigen Konservativen“ bei der Wahl zwischen Pest und Cholera doch lieber Cholera hätten. Was mich angeht – nö.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Meinungsvielfalt
      „Danke Don Alphonso, dass Sie hier wirklich alles freischalten. So sieht auch eine breite Öffentlichkeit, dass viele AfD-Anhaenger nicht nur Konservative sind, die sich – zu Recht – über Merkel’s Grenzöffnung ärgern. Da sind ja tatsächlich viele Deutschnationale, Rassisten und Antisemiten dabei, was auch meiner persönlichen Erfahrung mit AfD-Fans entspricht.“

      Ja, dass Merkels Politik denen Auftrieb gibt liegt in der Natur der Sache und war lange vorher abzusehen. Wobei die Antisemiten mehrheitlich auf der anderen Seite zu finden sein dürften.

      Ich schätze es auch sehr, dass hier so liberal freigeschaltet wird. Ich hoffe nämlich immer noch, dass irgendwann einmal jemand ein vernünftiges Argument für die Politik der ganz großen Koalition vorbringt. Dann könnte ich nachts wieder ruhig schlafen und das für Humanismus halten. Ich schätze die Bequemlichkeit nämlich ebenso wie die andere Seite es tut.

    • Ich fürchte, da kann ich ihnen nicht helfen.

    • @Thorsten Haupts
      „Und die AfD-Führung ist weitgehend ein Haufen Quartalsirrer.“

      Ich habe jetzt einige Beiträge von Ihnen gelesen, und ich frage mich immer wieder, warum genau Sie das schreiben. Ich meine mich erinnern zu können, dass Sie auch einmal geschrieben haben, dass Sie keine starke Einwanderung von Arabern oder Afrikanern nach Deutschland wollen. Damit gelten Sie, so leid es mir tut, bei ALLEN etablierten Parteien (ja, gerade auch CDU/CSU) als Rassist, der aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden und geächtet werden muss. Da ist es auch völlig egal, ob Sie sich als „Zuwanderungsskeptiker“ bezeichnen…für den deutschen Mainstream sind Sie im Grunde ein Nazi. Warum Sie noch meinen, die AfD bashen zu müssen, obwohl Sie deren Positionen an und für sich zu teilen scheinen…mir unverständlich. Wenn es nur um Stilfragen geht, ist das ja als Grund eher dürftig.

    • @tommy: Ach was? Ich gelte in der Union als Rassist?
      So wie Seehofer? Oder DeMaiziere? Sie haben ein komisches Weltbild …

      Ich habe noch immer keinen Zweifel daran, dass auch eine Mehrheit in der Union Massenzuwanderung entschieden ablehnt. Deren Spitzenvertreter sind nur inzwischen zu feige (oder zu bequem) geworden, die Konsequenzen dieser Ablehnung auszubuchstabieren oder (Gott bewahre) diese Haltung öffentlich offensiv zu vertreten.

      Und die „Quartalsirren“? Ich wollte nicht in die fünfziger zurück, ich will keinen Staatsfunk mit Staatsauftrag „deutsche Identitätsbildung“, ich will Frauen nicht staatlich zum Kinderkriegen bedrängen, ich will keinen (Un)Rechtsstaat nur für Deutsche mit Ariernachweis auf deutschem Boden … Usw.

      Würde mich alles nicht davon abhalten, die AfD trotzdem zu wählen, wenn die Zuwandererzahlen wieder ansteigen. Aber ich wüsste dann wenigstens, dass ich eine sehr unangenehme Entscheidung getroffen habe, um die etablierte Politik wieder einzuhegen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • tommy....
      Eigentlich immer dieselbe an frage an sie….

      „…dass Sie keine starke Einwanderung von Arabern oder Afrikanern nach Deutschland wollen. Damit gelten Sie, so leid es mir tut, bei ALLEN etablierten Parteien (ja, gerade auch CDU/CSU) als Rassist, der aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden und geächtet werden muss. “

      Ist ihnen nie der Gedanke gekommen, vielleicht in einer ganz stillen Stunde, oder sogar im Suff, dass manche andere Leute mehr und sogar „Besser“ über manche Themen nachdenken als das in ihren Fähigkeit liegt?…. Na… Selbstzweifel sind ihresgleichen fremd, gell?

      Aber… Warum sollte Selber-Denkenden irgendwas an der Meinung der Opportunisten in den Etablierten Parteien, oder gar der Meinung der Urnenpöbel liegen, der meint sowas ernsthaft wählen zu müssen?

    • Titel eingeben
      @Thorsten Haupts:
      Worauf genau stützen Sie die Annahme, dass die AfD einen „Unrechtsstaat mit Ariernachweis“ errichten wolle?
      Und tut mir leid, aber wenn Sie die Ansicht vertreten, dass Sie keine Masseneinwanderung von Arabern oder Afrikanern wollen, dann sind Sie zumindest in diesem einen Punkt einfach näher dran bei Björn Höcke als bei Seehofer oder DeMaiziere. Da können Sie sich noch so sehr hinter Ihrem Wunsch nach konservativer Respektabilität verstecken…für Leute wie Sie wird es in der CDU nie wieder einen Platz geben. Die CDU hat sich eindeutig positioniert, und ohne Aufgabe ihres „christlichen Menschenbildes“ kommt sie aus der Sache auch nicht mehr raus, denn die Kirchen sind DIE Befürworter der aktuellen Einwanderung schlechthin (und die Katholiken sehen ihre Zukunft ohnehin im globalen Süden…ein alter weißer Mann wie Sie, der an seinen unverdienten Privilegien festhalten will, ist dann eben der für das Zusammenkommen der Menschheitsfamilie nötige Kollateralschaden…nicht weiter relevant).
      Wenn Sie glauben, das liegt alles nur an Merkel und Sie kriegen nach deren Abgang Ihre schöne 80er-Jahre CDU wieder (oder was Ihnen so vorschwebt), dann träumen Sie weiter…wird Ihnen nicht helfen.
      @TDV:
      Ihr peinliches Gekeife interssiert mich nicht.

    • Bitte— Contenance, auf beiden Seiten. Wirklich. Danke.

    • @Don Alphonso
      Grundsätzlich haben Sie Recht…falls ich zu harsch gegenüber Herrn Haupts gewesen sein sollte, tut mir das leid. Ich kann seine Meinung in der Sache nicht ganz nachvollziehen, das ist aber natürlich kein Grund, ungehalten zu werden.
      Was Herrn TDV allerdings angeht, so halte ich seine Beiträge zu großen Teilen schlichtweg für überflüssig. Dass er mich (und anscheinend zahlreiche andere Kommentatoren) für dumm hält, habe ich zur Kenntnis genommen…ein interessanter Debattenbeitrag ist die fortwährende Wiederholung dieser Einschätzung m.E. nicht.

  113. DIE SACKGASSE DER EVOLUTION ?
    nun die wahl dieses älteren, weissen, heterosexuellen und potenten herren wurde in wien, den hauptstadtslums von felix austria entschieden………. da tauchen schon fragen auf:

    Mozart war salzburger
    Beethoven kam aus bonn
    Haydn kam aus niederösterreich
    Schubert aus alsergrund
    Mach kam aus brünn
    Doppler aus salzburg
    Kaplan kam aus mürzzuschlag
    Brahms aus hamburg
    Hermann Maier aus altenmarkt
    usw.

    Johann Hölzel kommt aus wien

    für den älteren, weissen, heterosexuellen herren stimmten auch viele in vorarlberg, aber das gehört – befolgt man die regel, was gott getrennt hat, soll der mensch nicht verbinden – garnicht zu felix austria.

    wie ist es um die poltischen eliten bestellt, wenn ein bahnmanager bundeskanzler wird ?

    stellen wir uns vor, Rüdiger Grube würde die liebe frau beerben. sicher, eine gewisse rationaliät würde wieder einkehren.

    oder Andreas P. Meyer (ex Deutsche Bahn) von der SBB würde noch mehr aufsteigen und noch mehr clevere gehaltsdeals machen ? aber für ein gutes bonmot ist der immer gut, solange er in Bellinzona nicht ganze werke schliessen will.

  114. Unkontrollierbar hat schon Mater Rhabana (*) gesagt
    @Colorcraze – Ich stimme Ihnen völlig zu, Putins Ziel ist die maximale Koalition, dann hat er via Mutti alle unter Kontrolle.
    .
    @TDV – Ich bin mir ziemlich sicher, dass Mr Putin es sehr gerne hätte, wenn ich meine Informationsquellen wechsle. Aber mein Gehirn ist mein Gehirn und der Spion, den er zur Zeit neben mein Haus gepflanzt hat, hat da wenig Einfluss — genauso wenig wie die Putin-Kopie, die vor wenigen Jahren auf der anderen Seite wohnend beobachtete (oder seine Tochter, die einige Zeit meinen Lieblingsradweg übersah).
    .
    (*) Mater Rhabana war die Direktorin des Mädchengymnasium der Ursulinen, wo ich als Evangelische erzogen wurde.

    • Lassen sie es mich mal deutlich fragen
      Finden sie dass Putin der falsche Mann für ein „nach-Soviet-Union“ Russland ist?

      Glauben sie wirklich, dass Putin mangels anderer Probleme militärisch eine Bedrohung für West Europa darstellt?

      Finden sie, dass die zunehmende Stationierung der US/NATO Truppen an der russischen Westgrenze, eher den Frieden sichert oder einen Krieg provoziert?

  115. Pingback: Eine Situation herbei hetzen : Burks' Blog

  116. @Lisbeth Heuse
    Was Putin so vorhat, hab ich keine Ahnung, nicht mal Vermutungen. Er ist für mich eine Black Box. Allerdings fand ich seine Syrien-Aktionen ausgesprochen „verläßlich“ – anders als andere tat er, was er ankündigte. Ich schätze ihn so ein, daß es ihm egal ist, ob Merkel weiterhin (=AfD 52 %), will sagen, er kommt mit beidem klar.
    Trump oder Hillary ist vermutlich mehr Unterschied.
    Obwohl, andernseits, beim Saker gab es das :
    http://thesaker.is/germany-sitrep-researcher-c-talks-to-scott-may-18th-2016/
    Demnach ist Europa bereits verkauft für die nächsten 20 Jahre.

    • Zeile halb verschluckt
      Es sollte heißen
      „Ich schätze ihn so ein, daß es ihm egal ist, ob Merkel weiterhin (=AfD 52 %), will sagen, er kommt mit beidem klar.“

    • ganz richtig....
      Man muss Putin nicht mögen, ein Freund radikaler, persönlicher Freiheit wie ich wird das ganz sicher nicht. Aber auch ich finde, dass er wohl der richtige Mann, zur richtigen Zeit, am richtigen Platz ist, und er ganz andere Sorgen als einen Krieg gegen Europa und NATO hat.

      Das Problem dürfte wohl mehr darin liegen, dass das deutsche, Merkel-wählende Volk wie üblich zu allem eine Meinung hat, aber eben genau wie immer, vom Fehlen der nationalen Souveränität nicht den Hauch einer Ahnung.
      Das Problem der Konseravtiven in DE war ja, dass sie niemals etwas Besseres als den Simpelton und Saumagen Freund als Kanzler anzubieten hatten.
      Ein „Konservativer“ hätte nach 89 diese Souveränität, wenn nötig einseitig mit Gorbatschows Unterstützung einfordern können.
      Jetzt ist man nicht mehr als ein Vasall der USA, die zumindest unter Hilary keine Skrupel haben werden, Europa und Russland in einen Krieg zu verwickeln um den eigenen Niedergang noch ein paar Jahren hinauszuschieben.
      Ja, blöd gelaufen, wenn man auf Trump hoffen muss….

      Es wird interessant… erst der Sommer mit er nächsten Welle aus Nord-Afrika und dann im Nov die US Wahlen!

    • Zeile wieder verschluckt
      Aargh, spitzer Pfeil vorne und hinten wird offenbar als „unbekanntes XML-Tag“ interpretiert. Deshalb zum dritten Mal, jetzt mit ausgeschriebenen html-Entities (&lt;=< und &gt;=> und &amp;=&):
      Ich schätze ihn so ein, daß es ihm egal ist, ob Merkel weiterhin (=AfD < 30%), oder mit einem neuen Gesicht (=AfD > 52%), will sagen, er kommt mit beidem klar.

  117. Von der schlechtesten an die Beste der Klasse
    @colorcraze – Es braucht nicht viel Phantasie, um zu wissen, was Putin vorhat: Die EU auseinanderbrechen zulassen und sich die ehemaligen UDSSR Staaten wieder einzuverleiben, beziehungsweise unter Russische Kontrolle zu bringen. Frau Merkel, die bekanntermaßen in den Zeiten des Kalten Kriegs in die Moskauer Schule ging, was eine Pfarrerstochter aus der DDR nur konnte, wenn sie mehr als systemtreu war, wird schon seit Jahren darauf angesetzt, den EU-Break-up dieses Plans zu erreichen. Ich halte Frau Merkel für den Typ, Beste in der Klasse. Das war sie schon zu DDR Zeiten und ist es auch jetzt. Man sagt ihr was sie tun soll und sie tut es. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob sie selbst versteht, dass Putin ihr Weisungsgeber ist (via seine Mittelsmänner/frauen).
    .
    In den Augen Putins (und der Amis) ist Europa sicherlich seit Merkel und nicht nur für die nächsten 20 Jahre verkauft. Aber ich kann darüber nur grinsen.

  118. Artikel zu Griechenland-Milliarden und zur Putin Diskussion
    @TDV
    Konkursverschleppung mit Griechenland geht in die nächste Runde:

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=33533#more-33533

    Putin vor der Wahl in Russland:

    https://www.bayernkurier.de/inland/13782-wahlen-in-zeiten-der-krise

    • Danke, kenn ich...
      Lassen sie es mich wiederholen:

      „Man muss Putin nicht mögen, ein Freund radikaler, persönlicher Freiheit wie ich wird das ganz sicher nicht. Aber auch ich finde, dass er wohl der richtige Mann, zur richtigen Zeit, am richtigen Platz ist, und er ganz andere Sorgen als einen Krieg gegen Europa und NATO hat.“

      FInden sie das richtig oder nicht? Und wenn nein, warum?

  119. 365 Kommentare wehleidiges Gewinsel
    Soo viel Text und Aufregung wegen ein paar peinlicher Nazi-Vorwürfer auf Twitter….
    .
    Man Euch (oder sonstwen) „Nazis“ genannt, ja und?
    .
    Dann pöbelt halt einfach zurück.
    .
    Hinterher gehen dann alle zusammen ein Bier trinken.

  120. The accident waiting to happen
    Es gibt eine uralte empirische Regel: Jeder kulturelle und soziale Trend, der sich zuerst in den USA manifestiert, tritt spätestens innerhalb von ca. 5 Jahren in Europa ebenfalls auf. (In anderen Bereichen, wie bspw. Technik, Konsumtrends, Finanzmärkte viel schneller.)

    Anlässlich des letzten Obama-Wahlkampfs wurde regelmäßig eine bestimmte Beobachtung wiedergegeben. Angesichts ihrer häufigen Wiederholung ist davon auszugehen, dass sie ursprünglich der US-Medienlandschaft entstammt: Dass die amerikanische Gesellschaft „tief gespalten“ ist. Das trifft zu und der vorläufige Höhepunkt dieser Entwicklung ist in Rhetorik und republikanischer Mehrheit für Trump zu sehen. Übersehen wird häufig, dass die Extremheit noch viel größer ist, da der Kommunist Sanders, Vertreter der politisch-korrekten Fraktion, fast sein Gegenkandidat geworden wäre.

    Auch die Spaltung der europäischen Gesellschaften, die sich in Deutschland analog zu Österreich im Aufstieg von AFD und Grünen zeigt, war schon lange vor der aktuellen Entwicklung zu erkennen. Sie hat sich nur nicht sofort gezeigt. Dazu waren erst Merkels moralisch vermarktete Hypertrophien notwendig. Der Vorläufer der heutigen Entwicklung zeigte sich im Paternalismus und autoritären Gedankenkontroll-Tendenzen des linken Spektrums. Der Widerstand dagegen mobilisiert sich spät und viel moderater als in den USA, aber auch viel später.

    Nur genauer Zeitpunkt und Anlass waren nicht prognostizierbar. Kristallisationspunkt für sowohl die Entladung vorhandener Spannungen, als auch für den Aufbau neuer ist die sog. Flüchtlingskrise. Dass Merkels selbstbezogener und erratischer Politikstil Auslöser sein würden, war nicht fernliegend. Viel wichtiger ist aber: Was geschehen ist, ist lediglich der „acccident waiting to happen“, der quasi eine Gelegenheit gesucht hat.

    Die Führungsnation der westlichen Welt sind und bleiben die USA, in jeder Beziehung. Unter Berücksichtung einiger weniger struktureller (Schein-)Unterschiede: Wer etwas über Westeuropas und insbesondere Deutschlands Zukunft kennen will, wird sie jenseits des Atlantiks erkennen können.

    • Echt witzig...
      Dass ein Schwätzer wie sie, das so sieht wundert einen nicht.

      Die Spaltung in den USA ist tiefer als es ihresgleichen lieb sein kann.
      Sie besteht zwischen denen, die die Schnauze von Politics as Usual vollhaben und denen, die zu zurückgeblieben sind um zu sehen, dass die eine Partei die es in den USA gibt, die mit den beiden Flügeln, dem der Rechten und dem der Reaktionären, niemals in im Sinne der Bürger regieren wird.
      Obamas Politik hat wenigstens etwas Gutes bewirkt, seit seinem Machtantritt können nur noch Voll-Idioten die Lügen der Constitution ernst nehmen. Und für die Blöden ist Hilary der perfekte Kandidat.
      Ich warte wie gesgat die Wahlen ab, weil ich nicht weiss, ob sich die Bernie Fans tatsächlich dazu breitschlagen lassen, diese widerlich korrupte Frau zu wählen, oder ob ihnen Change, sogar einer zu Trump, nicht doch lieber ist, egal was da kommt!
      Wenn Trump gewählt wird, so wird das enorme Konsequenzen nach sich ziehen und das amerikanische Volk hat Respekt verdient.

  121. Zeit Online...
    Ich glaube manche Medienvertreter arbeiten an dem Projekt AFD >30%. Da wir aus allen Rohren gefeuert und der persönlich rassistische Jargon fällt den gar nicht auf.
    Die wissen wirklich nicht was sie tun…

    http://www.zeit.de/gesellschaft/2016-05/integration-studie-bund-verwaltung-migrationshintergrund

    http://www.zeit.de/sport/2016-05/sport-integration-afd-dosb-vielfalt-ingo-weiss-breschkai-ferhad

    • Die Medienvertreter wissen schon was sie tun
      ob Spaltung der Gesellschaft oder in der Flüchtlingskrise, es
      geht um Macht und Einfluß. Innenpolitisch wie global wollen
      sie dabeisein, wenn die Karten neu gemischt werden.
      Frau Merkel hat ihre Untätigkeit in der Flüchtlingskrise immer
      damit begründet, dass dieses Problem nur global gelöst werden
      kann – und jetzt sagt sie es auf dem G7 Gipfel in Tokio.

      Der große Merkel Plan. Die Flüchtlingskrise zu nutzen um geopolitischen
      Einfluß zu gewinnen, damit niemand mehr an den Vorstellungen Berlins
      und der EU vorbeikommt.

    • Titel eingeben
      Es ist schon bemerkenswert, wie Leute wie diese in dem Zeit-Artikel über Sport interviewte Frau Ferhad argumentieren – „Der deutsche Sport ist noch zu weiß“. Da ist geradezu mit Händen greifbar, dass der „Antirassismus“ von Aktivisten aus den USA übernommen wird, in dem „Weiße“ zunehmend offen als Problem dargestellt werden.
      In den USA organisiert sich da mittlerweile zunehmend eine militante Gegenbewegung, die Beziehungen zu den europäischen Identitären unterhält und als „Alt right“ eine eigene Popkultur im Internet aufbaut.
      Wenn die Dinge so weiter laufen wie bisher, wird die AfD irgendwann im Rückblick einmal als eigentlich ziemlich gemäßigt gelten.

  122. Auftrag ausgeführt!
    Welchen? Nun, den aus der Überschrift: „Unbedingt die Kommentare lesen!“

    Nicht ganz einfach, mit deutlich über vierhundert. Aber, wie stets bei Dons Blog, kurzweilig, häufig amüsant, immer lehrreich. Und alle sind weiterführend, bringen den Leser zielgerichtet auf neue Gedanken. Zum Beispiel führt der Kommentar von Herrnfrau (?) „Schauderhaft“ unmittelbar zum Gedanken „nomen est omen“.

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