Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Der neueste Oktoberfestlügenhit

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Die Zeiten für Menschen ohne eindeutige parteipolitische Haltung sind hart: Ist man in sozialen Netzwerken etwas bekannter, und sagt man recht offen, dass man Gauland und seine Aussagen zur Wehrmacht wie auch seine ganze Partei massiv ablehnt, kommt einer daher und nennt einen Volksverräter, weil man sich für die AfD zu fein sei: In meinem Fall hat das der inzwischen gesperrte Account @felixaustria97 gemacht. Ist man aber auch regierungskritisch, und auf dem Höhepunkt der Debatte um das NetzDG und die damit verbundene Zensur durch die Regierung von Heiko Maas und Angela Merkel froh, dass man leicht nach Österreich radeln kann, meldet sich ein @littlewisehen und unterstellt mir gleich, ich hätte Probleme, in einem Rechtsstaat zu leben.

Nun ist littlewisehen kein gesperrter Nutzer, obwohl er mittlerweile schon länger damit auffällt, Andersdenkenden Sprachvorschriften zu machen, ihnen schlechte Eigenschaften nachzusagen oder ganz generell vieles anzugreifen, was seiner klar linken Haltung nicht ins Konzept passt. Hinter dem Kürzel steckt angeblich ein Wirtschaftsblogger und Anwalt, dessen Namen leicht festzustellen ist, aber wer weiss das schon? littlewisehen hat seinen Nutzern auch schon mal ein phantastisches Bild vom Tegernsee gezeigt und behauptet, er werde sein Wochenende hier verlängern:

Als Einheimischer wundert man sich über die frappierende Ähnlichkeit mit einem Bild aus dem Archiv der bekannten Webcam des Wallbergkircherls. Fast könnte man denken, die obere Leiste mit den Herkunftsangaben wurde für Twitter einfach abgeschnitten. Eine gewisse Vorsicht ist also angesagt, egal ob @felixaustria97 vor seiner Löschung den Grünen kinderschänderische Neigungen nachsagte, oder littlewisehens Thesen im Netz massiv verbreitet werden. Gestern war es mal wieder so weit: Er hat mit seiner Behauptung, die AfD würde in Sachen Oktoberfest lügen, einen Viralhit gelandet. Hintergrund ist ein AfD-Plakat, das behauptet “Oktoberfest: Gähnende Leere”. Littlewisehen setzt eine Pressemeldung vom ersten Wiesnwochenende dagegen und schreibt: Und wieder lügt die #AfD. Am ersten Wochenende kamen rund 100.000 mehr (!) als im Vorjahr, trotz ekelhaftem Wetter.

Auf der Welle reitet auch die BILD-Politik-Redakteurin Miriam Hollstein, die zur AfD “Weg mit den Fakten” sagt

Da kann das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Form von Quer/BRmit einer Fake News Behauptung natürlich auch nicht zurückstehen:

“Unfassbar, wie die AfD lügt”, titelt ein weiterer Internetaktivist:

Und auch der SPD-nahe Twitter-Account Deine SPD behauptet, es sei der erfolgreichste Oktoberfeststart seit Jahren gewesen, und bezichtigt die AfD der Wiesn-Lüge:

Nun ist nicht von der Hand zu weisen, dass 2016 tatsächlich am ersten Wochenende beim strömendem Regen rund 500.000 Besucher den Weg zum Fest fanden, und dieses Jahr rund 100.000 mehr gezählt wurden. Aber die Frage ist: Was bedeutet das wirklich für die Wiesn?

2016 war für das Fest ein Jahr des drastischen Rückgangs der Besucherzahlen am ersten Wochenende. So schlecht war es in den ganzen letzten 10 Jahren nicht mehr, und tatsächlich wurde die Situation damals wörtlich mit “gähnender Leere” im Focus und bei der Welt umschrieben. Das einzig vergleichbar schlechte Jahr seit 2000 war 2001 – direkt nach den Anschlägen auf das World Trade Center. So gesehen sind 100.000 Besucher natürlich etwas mehr, und wenn letztes Jahr unter anderem wegen der Furcht vor Terror, sexuellen Übergriffen und massiven Sicherheitsvorkehrungen tatsächlich noch weniger los war, bedeutet der Anstieg noch lange nicht, dass das Fest gut oder auch nur ausreichend besucht wäre.

Das zeigt sich, wenn man nicht nur das absolute Horrorjahr 2016 mit der leichten Verbesserung 2017 vergleicht, sondern das ganze letzte Jahrzehnt. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, das zu tun, was littlewisehen, Miriam “Weg mit den Fakten ” Hollstein, Quer „Fake News“ vom BR und Deine “der erfolgreichste Oktoberfeststart seit Jahren” SPD entweder nicht verstehen oder bewusst verschweigen.

2017: 600.000
2016: 500.000
2015 1.000.000 trotz durchwachsenem Wetter
2014: 1.000.000 trotz miserablem Wetter
2013: knapp 1.000.000
2012: 850.000 bei einem völlig verregneten Wochenende
2011: etwas unter 1.000.000 bei miserablem Wetter
2010: 900.000 bei kalter Witterung
2009: 1.000.000 bei schönem Wetter
2008: 1.000.000 bei einer richtigen Regenwiesn
2007: über 1.000.000 bei schönstem Wetter

Soviel zu “der erfolgreichste Oktoberfeststart seit Jahren”, den Deine SPD ins Internet lügt.

Betrachtet man also nicht nur den Extremwert vom letzten Jahr, sondern die tatsächliche Entwicklung und das Mittel der letzten 10 Jahre, und stellt man in Rechnung, dass für das erste Wochenende in den Medien nun Wörter wie “ruhig” und “entspannt” benutzt wurden, ist eigentlich klar, dass die Liebe zur Wiesn im Gegensatz zur zitierten SZ-Behauptung allenfalls sehr langsam wiederkommt. Die Zahlen sind ein Schlag ins Kontor – 300.000 bis 400.000 weniger Besucher am ersten Wochenende sind in der langfristigen Perspektive, und auf die gesamte Wiesn mit teilweise über 6 Millionen Bersucher bezogen, allein schon 5% weniger Besucher. Auf das Wochenende berechnet bleibt die Zahl 30-40% hinter den langfristigen Erwartungen zurück.

Möglicherweise hat es auch etwas damit zu tun, dass in Bayern wegen der Terrorangst und unlösbarer Sicherheitsprobleme die Sandkerwa in Bamberg abgesagt werden musste, und die Kirchweih in Hirschaid bei Bamberg letzte Woche kurz vor dem Abbruch stand, weil eine grössere Gruppe von Migranten Streit und sexuelle Übergriffe verursachten.

Die gähnende Leere, die die AfD erkennen will, ist Ansichtssache im Rahmen der Meinungsfreiheit – nicht mehr ganz so gähnend wie 2016, aber auch unabhängig vom Wetter immer noch zu wenig Besucher. Die 100.000 mehr, die Aktivisten, Medienvertreter und Parteienunterstützer im Chor als Argument gegen angebliche Lüge und Fake News vorbringen, reichen aber kaum aus, den massiven Rückgang zu erklären, der das Oktoberfest nach der Migrationskrise und der Offensive des islamistischen Terrors in Europa nun zum zweiten Mal trifft – zur Erinnerung: Der Wiesnauftakt wurde von einem Anschlag in London und einer Messerattacke in Paris überschattet. Egal ob der Lügenvorwurf durch die SPD-Freunde oder die “weg mit den Fakten”-Faktenfreiheit der BILD-Redakteurin oder die Fake News Phrase der Öffentlich-Rechtlichen: Im Wahlkampf zählt die ganze Wahrheit nicht besonders. Für Hunderte von Nutzern reicht in der Endphase eine Behauptung ohne jede tiefere Recherche durch einen Netzaktivisten völlig aus, um sie ungeprüft zu verbreiten – Hauptsache, die AfD kommt dabei als unglaubwürdig rüber. Das ist auch nicht besser als das ungeprüfte Verbreiten von AfD-Plakaten.

An der Erkenntnis, dass 600.000 Besucher am ersten Wiesenwochenende auch nach dem letzten Jahr immer noch eine äußerst schlechte Auslastung eines Festes sind, das spielend leicht mehr als 1 Million Besucher aufnehmen kann, führt kein Weg vorbei. Würde man sich ernsthaft nach den Gründen fragen, und etwaige Sorgen der Menschen ernst nehmen, statt sie mit Hinweis auf das geringe Allgemeinrisiko und ein paar Besucher mehr abzuwimmeln, hätte es die AfD mit derartigen Plakaten vielleicht weniger leicht, die Wähler anzusprechen. Es mag neben der Angst auch weitere Gründe geben: Die hohen Preise auf dem Fest oder ein generelles Ende des Wiesn-Hypes. Mit der die Realität negierenden Methode von littlewisehen überzeugt man vielleicht andere Twitteraktivisten. Aber kaum jemand, der sich wirklich Sorgen macht, fühlt sich vermutlich von diesem gleichtönenden Netzkonglomerat aus Medien, Parteien und Aktivisten ernst genommen. Und die AfD kann sich dank der fragwürdigen Zahlentrickserei mal wieder als Opfer einer Verschwörung der Medien präsentieren.

Nach der Wahl werden viele dann fordern, man müsste den Menschen endlich wieder besser zuhören, und Schuldige am Debakel suchen. Fake News, russische Hacker, nicht linientreue Journalisten – aber auf keinen Fall das eigene Versagen.

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729 Lesermeinungen

  1. Wiesn zwischen Merkellego, Zäunen und Security
    macht anscheinend wenig Freude. Ich habe heute Nachmittag, als ich die Empörung über die AfD und deren Wiesnplakat zur Kenntnis nahm, die Webcams aufgerufen…
    http://www.wiesn.tv/livecams/loewenbraeuturm

    alle zeigen, es ist echt nicht viel los in München, analog des letzten Jahres. Und wer wollte es den Leuten angesichts der täglichen Nachrichten, die ja alle nix mit nix zu tun haben, verdenken, abgesehen davon, dass bei den wenigsten das Geld ganz furchtbar locker sitzen dürfte.

    Übrigens baut Paris nun eine Mauer um den Eingangsbereich des Eiffelturms, aus Glas, schussfest, 2,50 m hoch, wohl auch wegen nix, Kosten 20 Mio. soll bis zum 14.7.18 fertig sein.
    https://www.tag24.de/nachrichten/paris-nach-terrorserie-diese-stadt-baut-eine-20-millionen-teure-mauer-336869

    • Ich bin am Sonntag zum Wiesenschluss über den mittleren Ring gefahren, und zwar entlang der Wiesn bzw Hauptbahnhof. Und es war wirklich wenig Verkehr. Und bitte, ich kenne München von früher, da war die Stadt danach voll mit Nachtschwärmern, die weiter feierten.

    • Kampfbilder - wie zur Amtseinführung Trumps!
      Da gab es doch auch schon einen von den MSM angezettelten Wettstreit über die Anzahl der Besucher – wo man auch das Mistwetter außer Acht lies und die Bilder verschiedener Zeiten vergleichend verwendete.
      Man eerkennt, es wird alles genutzt, Missliebige(s) zu diskreditieren.

      Ich bin übrigens gespannt heute auf die Rede bei der UN im Original.

    • Exakt, Frau Simon - Eiffelturm und Don Alphonsos Wiesen-Fakten usw . - - kommt alles von nix
      Und macht auch nix, denn nichtwahr – am wichtigsten ist „unverdrossene Indifferenz“ gegenüber den „statistisch gesehen“ –
      „lächerlich geringen Risiken“.

      „Und übrigens: 45% der Kriminalität durch Ausländer betrifft Kriminalität gegen Ausländer.“
      Aus dem Kopf zitiert von Plasberg gestern. – – Irgendwie machte er aber trotz solch flotter Nasenstüber an die Adresse der Dunkeldeutschen den Eindruck, er führe ein Rückzugsgefecht.

    • Was für ein Argument soll das denn sein?
      „Was regt Ihr Euch denn auf, wenn die sich gegenseitig abstechen?“

      Soll ich mich da freuen, einer weniger, oder wie ist das zu verstehen?
      Macht es wirklich etwas besser, wenn das Opfer keine deutsche Studentin, sondern eine rumänische Sexarbeiterin oder die Ehefrau des Täters ist?

      Die Linken haben entweder selbst oder unterstellen zumindest den Kriminalitätskritikern eine „sind doch nur N****r“-Haltung.

    • Ich hab das Plakat für eine Zukunftsvision gehslten
      Immerhin gibt es ja neben feministischer Miesmacherei gegen dralle Weiblichkeit (Neid?!) auch islamistische Strömungen, die das Oktoberfest als Sündenpfuhl darstellen

    • “Wos sogsd? Glei foid da Wadschnbam um.”
      Den Deutschen geht es so gut wie nie zuvor, das geht aus dem Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung hervor.

  2. In schlechter Lage braucht man gute Sprüche - das ist eine Krämerweisheit, aber keine Moral
    Text eingeben

  3. Titel eingeben
    Vielen Dank,
    sehr informativer, sachlicher und ausgewogener Beitrag, auch mit den verschiedenen Rückmeldungen in den Medien.
    Sehr wohltuend zwischen den teilweise hysterisch anmutenden Reflexen in den Medien.
    Auch Ihre sonstigen Beiträge schätze ich sehr wegen deren Sachlichkeit aber auch oftmals wegen des ironischen Untertons

  4. Huhu
    Lieber Don,

    ich freue mich, dass Sie wohlbehalten zurückgekehrt sind! War es arg im Schnee?

    Danke für die Grafik mit den Wiesnbesuchen, da kann sich jeder selbst ein Bild von der Ist-Situation machen. Ich persönlich denke, dass dieses ganze AFD-bashing kurz vor der Wahl, genau das Gegenteil von dem hervorruft, das es eigentlich bezwecken soll. Manchmal glaube ich sogar, da ist eine ziemlich clevere PR-Firma involviert;-)

    • es hilft der AsD, sich als Opfer darzustellen. Dabei kann das Ausbleiben der Besucher auch noch andere Gründe haben. Das Wetter allein kann es nicht sein, aber die Preispolitik ist unverschämt, und es gubt auch genug Alternativen.

    • Die PR könnte von den ÖR kommen,
      wer am Samstag abend die Wiesnparty live aus dem Zirkus Krone präsentiert bekommen hat, der konnte ja mit dem Sixpack vom Discounter dabei sein…und am Sonntag war ihm dann so schlecht, dass er da auch nicht auf die Wiesn konnte….

  5. Fake news und Zahlen
    Ich fürchte, die glauben das, was sie twittern wirklich. Hauptsache der AfD etwas „nachgewiesen“, das reicht für das Ansehen in den eigenen Kreisen.
    Das ist ähnlich wie mit der gerne genannten Funktion von Elektroautos als Stromspeicher. So schreibt die Zeit „Eine Million zum Schwarmkraftwerk verbundene E-Autos könnten dann die Gesamtleistung der deutschen Pumpspeicherkraftwerke glatt verdoppeln.“ Da hat man eine tolle Zahl „verdoppeln“, dass aber auch eine Million Elektroautos nur theoretisch den Strombedarf Deutschlands nur für wenige Minuten abdecken wird dann gar nicht nachgerechnet. Die schöne Botschaft reicht, die Realität stört nur.
    Beides ist wahrscheinlich gar nicht absichtlich, sondern einfach das Unvermögen einen Schritt zurückzutreten und nachzudenken.

    • Oh, ich glaube, ich schaue zu selten in Holtzbrincks Märchenpostille. Danke für den Hinweis!

    • Schwarmkraftwerk
      Und schon haben die Ökos wieder was neues erfunden: das Schwarmkraftwerk. Toll, hört sich an wie Schwarmintelligenz, was auch schon nur ein Hirnfurz eines drittklassigen Schriftstellers war.

      Und dann ist das Schwarmkratfwerk auch so billig, so um die 40 Mrd. €, wenn man den Durchschnittspreis eines E-Autos ansetzt. Und wie sind die Karren überhaupt miteinander verbunden, mit Kabel? Und sowieso, E-Autos können bislang Strom laden, aber nicht wieder ins Netz abgeben.

      Aber Fakten stören halt nur, besonders bei der Energiewende (und bei Merkel sowiso), dann lieber Fake-News.

    • aus meiner Zitatensammlung
      Das erinnert an: „Ein Produktmanager ist jemand, der denkt, dass 9 Frauen zusammen in einem Monat ein Kind austragen können“

    • Verdoppeln...
      …klingt gut!
      Laut Wikipedia haben die Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland im Jahr 2006 0,65% der Gesamtstromerzeugung erzeugt.
      Mit einer Million E-Autos ist man dann insgesamt bei 1,3% – WOW!

    • Ja, die ZEIT tut sich da echt hervor ...
      http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-09/fake-news-fluechtlinge-vorurteile-wahlkampf-afd

      Und wenn man dann den „Beitrag“ liest, dann steht da auch nicht mehr als „könnte aber sein, dass …“

      Viele Kommentatoren, die ein besseres Gedächtnis haben als die ZEIT-Redaktion, haben sich die Mühe gemacht, den ganzen Mist zu zerpflücken und mit Artikeln zu untermauern, die auch von der ZEIT veröffentlicht worden waren und genau das aussagten, was Frau Weidel aus der zitierten Studie schließt.

      http://www.zeit.de/2015/47/integration-fluechtlinge-schule-bildung-herausforderung

    • @kdm: Frohe Botschaft der feuilletonistischen Schwarmintelligenz über die Energiewende
      Der umweltbewußte Visionär aus dem Hause Holtzbrinck ist jemand, der auch weiß, dass 9 vorübergehend in Dienst genommene Leihmütter gegen Ablohnung zusammen in 9 Monaten 9 Kinder austragen können.

    • Die 1 Mio Elektroautobesitzer
      werden auch Besseres zu tun haben, als ihre rare Reichweite der Stabilisierung des Stromnetzes zur Verfügung zu stellen.

    • @al
      Jetzt heißt es wieder geht nicht. Nein es ist machbar, Herr Nachbar.

      Es geht auch nicht darum den kompletten Stromverbrauch durch E-Autos zu puffern, das ist freilich unmöglich, es geht darum Stromverbrauchsspitzen zu glätten, und dafür ist ein „Schwarmkraftwerk“ auf jeden Fall zu gebrauchen. Es braucht viele steuerbare bidirektionale Lader. Da laufen Versuche in München z.B.

      Die Autoindustrie bereitet sich darauf vor, sowohl BMW als auch VW haben mittlerweile einen CCS Anschluß, d.h. das Fahrzeug kann mit bis zu 50 kw geladen und auch wieder entladen werden.
      Je mehr erneuerbare Energie „Zappelstrom“ im Netz ist, desto höher ist die Ausfallwahrscheinlichkeit des Netzes. Umso wichtiger wird es, das Netz durch schnell wirkende Puffer auszugleichen, das kann jetzt eine stationäre Batterie sein, wie gerade eine in Südaustralien aufgebaut wird, die sogar 400 MWh groß sein wird, eine kleinere, wie in München aus gebrauchten Smartakkus oder jetzt in Lünen mit 13 MW Leistungsabgabe. (aus gebrauchten Nissan Leaf Batterien meines Wissens)
      Genauso funktioniert es mit dem „Schwarmkraftwerk“ nur momentan fehlt die Infrastruktur dafür, der intelligente bidirektionale Lader ist im Versuchsstadium.
      Die magere Reichweite die da verloren geht ist auch eine Mär, Audi hat für 2022? einen E Audi mit 800 km Reichweite angekündigt. Wie ich schon einmal schrieb 1000 km Reichweite werden wir bald sehen. Wenn dann 200 km ins Netz gepuffert werden und sie für den Spitzenstrom 50 cent je kwh bezahlt bekommen relativiert sich der Reichweitenverlust schnell.

    • Gutkonzerne
      „Schwarmkraftwerk“ würde beim Verbrenner bedeuten, das eine Raffinerie, wenn sie Überkapazität produziert, den Sprit, den sie nicht selber lagern kann, im Tank des Verbrauchers deponiert und bei Bedarf wieder abzapft.
      So fest ist mein Glauben an das Gute im Menschen, geschweige denn an das Gute in einem internationalen Öl- oder Elektrokonzern, nicht entwickelt, dass ich nicht vermuten würde, man würde mir das eine oder andere Literchen zusätzlich abzapfen, was bei 60 Millionen PKW und einem Liter „schwarzgezapft“ dem Öl-Multi auf einen Schlag und ohne etwas dafür zu tun einen Zusatzgewinn von 100 Millionen Euro, und zwar pro Tag, einbringen würde.
      Keine internationale Heuschrecke und kein Hedge Font Manager würde sich das entgehen lassen und wenn es nur dazu gedacht wäre, die eigene Portokasse aufzufüllen.
      Wie naiv muss man eigentlich sein, sein eigenes Material einem Energiekonzern als Lagerplatz zur Verfügung zu stellen, egal ob Elektro- oder flüssige Energie.
      Ich nehme an, dass dem User dann die Software der Batterie, um den „Energieklau“ des kleinen Mannes zu verhindern, den Zugriff auf einen variablen Teil des Energiespeichers untersagen wird.
      Wieviel das ist, wird der Endverbraucher weder beeinflussen können noch überhaupt wissen, wieviel da gerade gelagert oder gezapft wird.
      Solche „Geschäftsmodelle“ gibt es heute schon im „Digital Rights Managment“, wo dem legalen und bezahlenden Verbaucher der Gebrauch des erworbenen Produktes erschwert bis unmöglich gemacht wird, während der Schwarzkopierer oder illegale Film-Ripper damit machen kann, was er will und soetwas ähnliches gibt es bei den „Smart TVs“, die laufend „nach Hause telefonieren“, um einen Werbetreibenden darüber zu informieren, zu welchen Zeiten der „User“ vor der Glotze sitzt und welche Pornos er sich nachts reinzieht.
      Und weil viele diese TVs dann nicht ans Internet anschliessen, gibt es auch schon welche, die ohne Internetanschluss überhaupt nicht funktionieren.
      Soetwas gibt es auch bei Amazon, wenn EBooks durch eine Hintertür von den Readern derer, die sie legal erworben haben, gelöscht werden, weil Amazon irgendwo auf der Welt eine Copyright-Streit verloren hat und soetwas gibt es auch schon bei TESLA, wo über „Software-Updates“ Beschleunigungsverhalten oder Batteriekapazitäten willkürlich reduziert oder gekürzt werden, ohne den „Besitzer“ zu fragen, ob er das überhaupt wünscht.
      Die Millenials lassen das alles mit sich machen und in ihrer angeblich so gigantischen weltweiten Vernetzung regt sich nicht ein einziges Protestlüftchen, zum Beispiel dagegen, das Softwarwekonzerne wie Microsoft behaupten, mit der Bezahlung einer Software besässe man diese nicht, sondern erwerbe nur die Lizenz, sie zu benutzen.
      Was glauben die denn, was passiert, wenn Elektroautos in Zukunft an der Ladestation eine individuell einzigartige Kennung senden und sich „Softwareupdates“ reinziehen. Dadurch können die Autos vom Provider in jeder erdenklichen Form manipuliert und überwacht werden, wenn der sie nicht gleich ganz stilllegt.
      Nur wegen ein paar PPM NOx und Feinstaub begibt sich diese Generation sehenden Auges in die totale Abhängigkeit von internationalen Grosskonzernen, die nicht nur über ihre Kommunikation, sondern jetzt auch noch über ihre Fortbewegungsmittel vefügen können.
      Dass die ihre Macht zum Nutzen des Users verwenden, das glauben die Millenials hoffentlich selber nicht. Dann wären sie nicht nur naiv, dann wären sie richtig dumm.

    • Hello, Mr. Tesla!
      Blauäugig, oder doch Astroturfer?

      Zumindest sind Sie überzeugender als ich. Letztens schreib ein Kommentator, Ihre Worte ‚klängen gut‘. Meine Zahlen wurden nicht weiter berücksichtigt. Naja, jeder nach seiner Façon.

      „Die magere Reichweite die da verloren geht ist auch eine Mär, Audi hat für 2022? einen E Audi mit 800 km Reichweite angekündigt.“ – find ich einfach geil!
      Wenn Audi den ankündigt, kommt der bestimmt, in 5 Jahren. Würde ich auch drauf vertrauen, und sicher sein, dass das so sein wird, und auch in ausreichender Anzahl um einen ‚impact‘ zu machen.

      Ihre Kommentare kommen mir vor, wie die der Gutleute zwischen 4. September 2015 und der Domplatte bei ZON und SPON. Wenn auch zum Thema Sozialbeiträge, Fachkräftemangel und Rentensicherheit.

    • @ Dippel und Marx
      Sehr geehrte Mitforisten, Herr Dippel, daß ich überzeugender geklungen habe lag wahrscheinlich einfach daran, weil ihre Zahlen herbeiphantasiert waren und wenig Grundlage hatten.
      Herr Marx, also ich bin kein Millenial, ich bin mir der Gefahr durchaus bewußt, aber es ist mittlerweile völlig egal welches Auto Sie haben, oder ob Sie eines haben, sie sind immer verfolgbar(Handy). Seit 2015 hat jedes in der EU zugelassene Fahrzeug einen Notrufmelder an Bord der sowohl das GPS Signal über den genauen Standort weiß, als auch einen Telefonchip sein eigen nennt mit dem man genauso gut verfolgbar ist. An allen Autobahnen in D fährt man durch Mautbrücken hindurch, die alle Fahrzeuge hochauflösend filmen. Usw und so fort Smart TV genauso.
      Bei dem sog. „Schwarmkraftwerk“ sind sicher auch nicht alle dabei, sondern nur Leute die da freiwillig ihr Fahrzeug gegen Entgelt zur Verfügung stellen. Und so einfach ist es jetzt auch wieder nicht, die Fahrzeuge und den Lader, großflächig zu manipulieren um Großkonzernen einen fetten Gewinn zu verschaffen.
      Nachdem Tesla nichts anderes als ein rollender Computer ist, läßt sich auch Tesla hacken. Das kann man problematisch sehen oder für den Nutzer von Vorteil, weil er dann u.U. auch unliebsame Updates rausschmeißen oder blockieren kann.

  6. "Und investieren Sie in Reporter, die dahin gehen, wo es brennt."
    Das waren die Worte des Axel-Springer SE-Vorstandsvorsitzenden Mathias Döpfner in seiner vielbemurmelten Rede auf dem heurigen Zeitungskongress. „Journalismus – Die Taschenlampe des mündigen Bürgers“
    Soweit die Theorie gegen das Zeitungssterben.

    Und dann kommen Sie hier mit Fakten um die Ecke, die, Verzeihung!, jeder Praktikant vor der Veröffentlichung zusammengoogeln kann. Die wackelige Reputation – mal wieder im Oarsch.

    Meine Meinung ist schon länger, dass nur ein großer Personalaustausch viele Medienhäuser noch retten kann, wobei mir die meisten Arbeitsnachweise des Nachwuchses auch keine allzu großen Hoffnungen geben.
    Das Vertrauen ist, anders als es Döpfner im Blätterstudienwald pfeift, ziemlich angekratzt, und es findet sich kaum einer, der den ersten Schritt aus der Herde wagt.

    • Ach, naja, schauen Sie, niemand wird Frau Hollstein nachsagen, sie sei merkelfernst. Das alles überrascht überhaupt nicht. Wer sich auf die BILD oder den BR verlässt…

    • Titel eingeben
      Überraschend ist das alles wirklich nicht. Zumindest für die, die, vielseitig informiert, nicht den erstbesten Schmarrn für wahr nehmen und das Thema abhaken.
      Die Zahlen sprechen allerdings eine andere Sprache…

      http://www.br.de/unternehmen/service/medienforschung/medienforschung-radiodaten-100.html

      https://www.mediaimpact.de/artikel/BILD-Reichweite-BILD_736331.html

      Das es einem(!) Blogger überlassen wird, die kolportierten Zahlen vorher zu hinterfragen, nachdem ja die Wies’n schon mal mit kreativen Zahlen in Verbindung gebracht wurde, ist einfach unverständlich.

    • Mei, jemand muss es halt machen.

    • Titel eingeben
      Yap. Zumal ja Wochenende war.
      Stefan Niggemeiers „Übermedien“, David Schravens „Correctiv“ oder Patrick Gensings „Faktenfinder“ müssen ja auch mal ausspannen und durchschnaufen, bei dem Berg von Arbeit.

    • Der Faktenfunder hat gestern alles getan, die entsprechenden Zahlen zu übersehen. Was soll man von Zwangsgebührenfrüherantifa Gensing und seinen Leuten auch anderes erwarten?

    • Döpfner macht Propaganda: Die 1 zu 1 Nachzugs-Lüge
      Die Mär von einem Nachzügler pro Flüchtling klappt nur mit Abrunden (40%!) und einer Stichprobe, die gleich mehrere Fallstricke enthält.

      „Der Familiennachzug erreicht langfristig etwa den Umfang der anerkannten Schutzberechtigten.

      Von 1998 bis Mitte 2017 wurden rund 1,39 Millionen Visa für den Nachzug von Angehörigen nach Deutschland erteilt.
      Im selben Zeitraum wurden rund 967.000 Schutzsuchende in Deutschland anerkannt.“

      Zuerst stehen hier 1,39 Millionen gegen 0,97 Millionen, und man erreicht die Quote 1:1 nur durch das Verschweigen von über 400 000 Menschen.
      Der Faktor ist also schon nach den Zahlen hier 1,4.

      1998-2017:

      Was ist hier das Problem?

      – Hauptsächlich, daß die Visaanträge der Nachzugsberechtigten zum Großteil noch nicht bearbeitet werden konnten, weil es zuviele sind.
      Wir haben also Berechtigte, deren Anspruch noch nicht verwirklicht ist, was die Quote drückt, weil man sie gegen den vollendeten Nachzug anderer aufrechnet.

      – Der Wegfall des subsidiären Schutzes im Frühjahr ’18, was die Nachzugsberechtigten auf dann 390 000 ausstehende Fälle erhöht (Bild 29.08.).

      – 283 000 anhängige Klagen gegen Nichtzuerkennung des Schutzstatus, die bei ordentlichen Erfolgsquoten den Kreis der Berechtigten nochmals erweitern werden.

      ______________________________________________

      Ich bin sicher, das einzige, was in der Öffentlichkeit hängenbleibt, ist die 1:1 Ratio…

      ht tps://www.welt.de/politik/deutschland/article168711675/Langfristig-kommt-etwa-ein-Angehoeriger-pro-Fluechtling.html

    • Das Schrödersche Diktum
      „Bild, BamS, Glotze“ trifft halt die heutige Wirklichkeit nicht mehr ganz, jetzt gibt es auch noch das Netz und den Mobilfunk. Print- und Äthermedien werden kämpfen müssen, und bei dem Bildungsstand heutiger und künftiger Rezeptoren bin ich mir nicht sicher, ob die Altmedien mit Merkmalen wie „journalistische Qualität“, „sorgfältige Berichterstattung“ oder „Recherche“ punkten können.

    • Facebook ist mehr AfD, Twitter ist alles andere.

    • Manipulative Medien
      Niemand aus der Propaganda- Journaille braucht sich, trotz sinkender Auflagen, Abonnements und Einschaltquoten Sorgen zu machen, solange Friede Springer, Liz Mohn, u.a. eine gute Freundin ganz oben im Machtblock der neuen „(Sozialistischen) Einheitspartei Deutschlands“ hat. Nicht nur die sinkenden Besucherzahlen auf der Wies´n zeigen einen Trend, auch die sinkenden Auflagen und Abos von Presseerzeugnissen, sowie die drastisch sinkenden Einschaltquoten von bestimmten, politischen Formaten im TV zeigen eine Entwicklung an !! Aber, so wie die Zahlen in den Medien gefälscht oder falsch interpretiert werden, so werden auch die Wahlergebnisse am 24.09.2017 so zurecht gebogen, dass sie unserer, um die Zukunft unseres Landes besorgten, kinderlosen Bundeskanzlerin gefallen !

  7. Werter Don!
    Ich verstehe Sie (noch) nicht. Soll es heissen „Viel ist gut?“

    • Nein. Es heisst nur, dass die Auswahl der Zahlen falsch und un brauchbar ist.

    • Hmm...
      Danke Don. Jetzt verstehe ich es ein wenig besser: Es hat gestern (18.9.) eine AfD-Pressekonferenz gegeben, in der auch die Zahlen des Oktoberfestbesuchs kurz thematisiert wurden (ab Minute 30:15). Da wusste Frau Weidel nicht gut Bescheid. Fairerweise muss man aber für das AfD-Team sagen, dass das die schwächste Antwort war. Es gab natürlich auch noch andere Themen… ;-)
      https://www.youtube.com/watch?v=hkhj_Ww3JaU

  8. Auf den Punkt!
    Wenngleich ich der Meinung bin, dass solche Kampagnen der AfD weder schadet noch nützt. Dass mittlerweile seit Tagen (!) auf der Hauptseite unter „Meistgelesen“ und „Meistempfohlen“ jenes klitzekleine Einzelfällchen aus BY aufgeführt wird, das das Leben einer jungen Frau aufgrund der „erlebten“ Zuwendung dreier Afghanen wohl für immer zerstörte, allerdings umso mehr (und das zu Recht!). Von der Verantwortlichen natürlich wie immer kein Wort.
    Mich wird nächsten Sonntag gerade wegen solcher Eindeutigkeiten jedenfalls nichts überraschen.
    Ach ja: bitte noch einen saftigen Artikel zur Böll Stiftung. Bitte vor der Wahl! Vielleicht ist ja genau dieser Artikel dann der Grund für die letzten fehlenden Stimmen zu den 5%. Hach ja…

    • Sie überschätzen meinen Einfluss, und die FAZ ist nicht repräsentativ. Vermutlich ist sie weitaus mehr Hauszeitung der AfD-Anhänger, als es ihr gefallen kann.

    • Kommt halt mit dem Gebiet...
      Letzte große Zeitung mit einen Anspruch an Objektivität und Recherche zu sein.

      Die meisten AFD’ler werden zwar nicht unbedingt mögen was die FAZ schreibt aber sich darauf verlassen können das die Artikel frei von politischen Färbungen sind, d.h. wenn ein FAZ Artikel behauptet der Himmel ist Pink, dann liegt das nicht daran das in Partei X’s Wahlprogramm steht das Himmel Pink (oder nicht Pink zu sein hat, falls X = AFD) zu sein hat.

      Ist mittlerweile ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Leider.

    • Ich persönlich ertrage die Belehrung in der SZ nicht. Wer bin ich, dass ich mir von mies bezahlten Grattlern am Güterbahnhof erzählen lasse, was ich zu denken habe?

    • "FAZ- Hauszeitung der AfD"
      Ja, das HÄTTE sie werden können, denn fast alle AfD-Wähler, die ich kenne waren früher Faz-Leser… . Aber das ist lange vorbei, die FAZ hat sich da erfolgreich gewehrt.

    • Ich finde das, weil ich von der Afd auch nichts halte, nicht schlimm. Ich will nicht ins Bett mit Gauland und Co. Aber mit den wählern würde ich gern in einem kritischen Dialog bleiben.

    • Titel eingeben
      Ich mag den Don und seine Texte sehr ebenso die FAZ. Bin kein AFD-Anhänger, werde diese diesmal trotzdem als Denkzettel und Druckventil wählen (kein Mensch kann aber ernsthaft diese Gestalten in einer Regierung oder einer großen Fraktion im BT wollen). Ach ja, FAZ-Abonnent war ich auch lange Jahre, denn Informationen waren/sind hier ausgewogener als anderswo. Wenn man im Kommentarbereich ebenso wie hier im Blog seine Meinung (natürlichen in den Grenzen des Rechts und des guten Geschmacks) hätte schreiben können ohne dauernd der Moderation zum Opfer zu fallen, hätte ich mein Abo sicher noch. Leider geht es abseits dieses Blogs da weniger liberal zu, sondern dort wurde zunehmend mit dunkelrot-grüner Brille freigeschaltet. Sollte sich das mal wieder ändern, kommt auch mein Abo wieder. Einstweilen kann man sagen, die linke Moderation den Onlinebereichs hat der Printausgabe einen langjährigen Abonnenten gekostet. Web kills print, quasi. Schade aber ein Don allein reicht mir nicht, um das zu revidieren.

    • Diese Klagen höre ich leider recht oft.

    • Ich denke zu Gauland, von Storch, Höcke, Weidel, Guido Reil anders als Sie
      Don! Ich schätze diese Menschen und ihren Mut ebenso wie das, für das sie eintreten. Und ich schätze sie nicht zuletzt daher, weil es dei Einzigen sind, die unsere Problemstellungen überhaupt realisieren wollen und vernünftige Lösungen m Gepäck haben.

      Generell sollten in einer Demokratie alle Demokraten miteinander reden (nicht nur mit Wählern!). Bei aller Liebe zur Polemik taugt dafür nur der Austausch von ARGUMENTEN. Diffamierungen und Intrige, Rufmord und Verhetzung (ala Maas Stegner Merkle Gabriel pp) zerstören die schmale Basis der Vernunftbegegnung.

    • Lieber Don,
      nein, Hauszeitung der AfD Anhänger ist die FAZ sicher nicht.
      Als ich studierte, so in den 90ern, stand die FAZ allerdings – bei aller Objektivität der Berichterstattung – in den Kommentaren für eine politische Linie, die man heute nur noch in der AfD findet.
      Wohingegen der Tenor der heutigen Kommentare – ich überfliege manchmal online, die Druckausgabe lese ich nicht mal mehr kostenlos (habe noch übrige Gutscheine meines Ex-Abos, die ich wohl vererben muß) – so ziemlich mit der damaligen Süddeutschen deckungsgleich ist.
      Zur aktuellen „Berichterstattung“ bspw. der Herren Bender oder Soldt über die AfD äußere ich mich lieber nicht, der qualitative Unterschied zu Größen wie Karl Friedrich Fromme, Karl Feldmeyer, Reinhard Olt usw. (die übrigens später alle zur Jungen Freiheit gingen) ist immens.

      Ich sehe Teile des AfD-Personals durchaus kritisch (bspw. Ihren Felix Krull vom Tegernsee, zumal ich dessen Vorgänger, der letztlich von dubiosen Gestalten aus der Partei gemobbt wurde, ein wenig persönlich kenne und für einen anständigen und fähigen Menschen halte) und finde den stetig schärfer werdenden Ton und die Unversöhnlichkeit der politischen Diskussion (auf beiden Seiten) zum Verzweifeln.
      Aber, bitteschön, die Ursache dafür ist doch nicht dem Neuling auf dem politischen Parkett anzulasten, sondern den Platzhirschen, die sich für keine Verdrehung und Lüge zu schade sind, nur um die politische Konkurrenz kleinzuhalten. Und die den dafür fälligen Preis – erstens eine in atemberaubendem Tempo voranschreitende irreversible Destabilisierung unserer Gesellschaft und zweitens, daraus folgend, eine weitere Radikalisierung der politischen Landschaft – bereitwillig entrichten.
      Solange die Etablierten diesen verhängnisvollen Kurs nicht korrigieren – und das werden sie mit dem aktuellen Spitzenpersonal nicht – muß man (da ja keinerlei Gefahr besteht, daß möglicherweise fragwürdige Gestalten tatsächlich in Regierungsverantwortung kommen!) m.E. AfD wählen. Um die Etablierten zur notwendigen Kursänderung zu zwingen! Sonst macht man sich mitschuldig am absehbaren Untergang dieses Landes bzw. eigentlich des ganzen Kontinents.

      PS:
      Ihre Aversion gegen Gauland verstehe ich wirklich nicht, können Sie die mal ein wenig detaillierter begründen? Haben Sie den Mann schon mal live und ungefiltert reden gehört (vor 2 Wochen war er in Garmisch, nicht mal die sonst keine Verdrehung scheuende Lokalpresse hat was Negatives gefunden)?
      PPS:
      seit langem mal wieder ein wirklich guter (will heißen: neutraler und fairer) Artikel in der FAZ: Erika Steinbach und ihre Motivation, die AfD zu unterstützen:
      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/wahlkampf-fuer-die-afd-erika-steinbach-begruendet-entscheidung-15199407.html

    • AfD-Hauszeitung FAZ
      Ich teile so ein wenig den zugespitzt formulierten Eindruck des Don über die FAZ-Leserschaft. Vielleicht liegt es daran, dass viele Leser mit konservativer Einstellung (oft alte FAZ-Stammleser) in den letzten Jahren politisch heimatlos geworden sind, die FAZ aber eben doch in der Summe noch anders (ausgewogener) berichtet als andere große Presseorgane und damit für diese Gruppe erträgliche Inhalte bietet. Da gibt es dann bei den Rückmeldungen eine größere Schnittmenge zur AfD-Anhängerschaft als bei anderen großen (Online-)Zeitungen.

      Verstärkt wird dieser Eindruck aber auch durch die vielen Putin-Trolle, die sich bei jedem Rußland-Artikel (einschließlich derjenigen im Sportteil) zuverlässig zu Wort melden und wegen der Rußlandhaltung der AfD auch dieser Richtung zugerechnet werden.

    • In Memoriam Paul Sethe: Oasen , in denen noch die Luft der Freiheit weht!
      Paul Sethe war einer der fünf Gründungsherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zwischen 1949 und 1955 neben Hans Baumgarten, Erich Dombrowski, Karl Korn und Erich Welter.
      Er gehörte zu den führenden Journalisten der Nachkriegsära. Seinen Berufsstand betrachtete er als das „Gewissen der Nation“.
      Sethe schied aus, als seine Mitherausgeber (außer Karl Korn) seine Opposition gegen die Westbindung der Außenpolitik Konrad Adenauers nicht teilten. Sethe befürwortete eine Annäherung der Bundesrepublik an den Osten.
      Bekannte Aussprüche:
      „Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“
      „Frei ist, wer reich ist.“
      „Da die Herstellung von Zeitungen und Zeitschriften immer größeres Kapital erfordert, wird der Kreis der Personen, die Presseorgane herausgeben, immer kleiner. Damit wird unsere Abhängigkeit immer größer und immer gefährlicher.“
      Er wisse, dass es im deutschen Pressewesen Oasen gebe, „in denen noch die Luft der Freiheit weht, aber wie viele von meinen Kollegen können das von sich sagen?“

    • Hauszeitung der AfD
      Die FAZ ist mit Sicherheit nicht Hauszeitung der AfD. Das ist eher die Junge Freiiheit und Tichy’s Einblick.

      Ich persönlich bin aus 2 Gründen auf faz.net.
      1. Ab und zu werden auch hier lesenswerte Artikel veröffentlicht. Selten, aber immerhin. Denke dabei an beinahe legendäre Artikel wie den von Wolfgang Streeck zur Ära Merkel vom letzten Jahr

      2. Ist faz.net ein reichweitenstarkes sowie halbwegs erträgliches Leitmedium. Nachdem Journalisten bekanntermaßen in ihrer eigenen kleinen linksgrünen Filterblase feststecken, liest man hier notwendig auch das, womit sich andere reichweitenstarke Leitmedien thematisch beschäftigen. Spannenderweise ist das was ich in Leitmedien lese, auch exakt das, worauf ich in mehr als 80% aller persönlichen Unterhaltungen stoße, da viele Menschen einfach nur unkritisch nachplappern, was sie gesehen, gehört oder gelesen haben.
      Durch das Verfolgen von wenigsten einem Leitmedium erhält man also im Voraus Kenntnis darüber auf welche Meinungen, Argumente oder Argumentationen man in Zukunft treffen wird. Ist recht praktisch, wenn man eher ungewöhnliche Ansichten hat und hilft beim Reflektieren fremder, häufig anzutreffender Ansichten ungemein.

      Früher habe ich aus demselben Grund SPON gelesen. Bis zu dem Punkt, an dem SPON einfach nicht mehr erträglich war und vollends durchgedreht ist. 4. Quartal 2015 war das. Fällt nicht ganz zufällig zeitlich mit der Anstellung von Stokowski als Kolumnistin zusammen. Dann noch der zunehmend irre Unfug den bspw. Augstein, Dietz und Lobo von sich gaben… Seit dem gibt mir faz.net einen Einblick in das was Journalisten (und auch Politiker) so zu manchen Themen denken und auf welche Ansichten man in Unterhaltungen mit hoher Wahrscheinlichkeit stoßen wird.

    • AfD-Interna
      @Patrick.Feldmann

      Herr Höcke, der erst innerhalb der AfD den „Flügel“ incl. Internetauftritt und Devotionalientassenverkauf etabliert, ordentlich Stimmung macht und taktiert um Frau Petry dann Spaltung vorzuwerfen, ist für mich nicht hinnehmbar.
      Bei der Erststimme besteht ja glücklicherweise die Möglichkeit, jemanden aus der alternativen Mitte zu wählen.

  9. Freunde der Wies'n
    Sehen Linke neuerdings das Oktoberfest nicht mehr als Spießerauftrieb? Freuen sie sich ehrlich, wenn dort politikfreies Vergnügen ohne jeden Sinn für Ökologie, verbunden mit Drogenmissbrauch, sexistischen Anmachereien, populistischem Geschwätz massenhaft – je mehr je lieber – orgiastische Urständ feiert? Oder machen sie nur, was sie jedem politischen Gegenspieler ankreiden bis der Anwalt einen Klagegrund herauspräpariert: Kapital aus allem schlagen, was politisch verwertbar ist? Also gestern: Oktoberfest ist gelebter deutscher Sexismus, heute: Je mehr davon, desto migrations- und integrationsfreundlicher?
    Darf einer dann nicht mit dem Gedanken „kreizweis, du Opfa“ sein Kreiz bei ganz andern Parteien machen?
    Ihnen viel Spaß beim Radeln – und Donkscheh fias Posten.

    • Der Aspekt war drinnen, ist aber dem Platzmangel zum Opfah gefallen.

    • Neue Freunde
      „Sehen Linke neuerdings das Oktoberfest nicht mehr als Spießerauftrieb? “

      Es ist wie überall: Diese Leute haben den Staat, Medien und die „Zivilgesellschaft“ unter Kontrolle und sind jetzt naturgemäß die größten Besitzstandswahrer. Optimal würde es laufen, wenn das O-Fest eine Supi-Multikultiveranstaltung wäre, was es aber nicht ist, sondern an sich eine Özuguz-Traumtisierungsveranstaltung (Kultur jenseits der Sprache und „Volks“-Fest).

      Leider hat der Don recht: Ein eingezäuntes „Fest“ ist so attraktiv wie Fusspilz. Das wird nix mehr.

      Das O-Fest ist zudem aus linksgrüner Sicht, weil leicht abwertbar, eine gute und bequeme Folie (wie sich bei der 1. Oktoberfestlüge zeigte), also ambivalent.

      Es ist also nützlich.

    • Roter Oktober
      Die LINKE verwechselt vielleicht „Oktoberfest“ und „Oktoberrevolution“. Ist ja fast das gleiche. Nur das in München keine Panzerkreuzer anlegen.

    • @Nat. Fake News?
      Ersten ist es unfreundlich, hier ohne weitere Begründung auf Videos zu verweisen. Geben Sie sich ein wengig Mühe und schreiben Sie, was Sie meinen und was das Video beweisen/zeigen soll.
      Zweitens ist das Buch von Thorsten Schulte beim großen Buchladen A verfügbar – was also soll Ihr Geraune?

    • Wie bitte?
      @Claassen,
      wenn Sie selbst keinen Unterschied erkennen können zwischen dem anonymen Erwerb eines brisanten politischen Buchs („over the counter“ in Ihrer Bahnhofsbuchhandlung mit Hilfe eines 20€-Scheins) und einer Bestellung, bei der Ihr Name und Ihre Anschrift registriert wird, dann schlafen Sie bitte weiter. Andere sind da aufgeweckter und können mit dem Kürzel „DDR 2.0“ inzwischen etwas anfangen.
      Ich finde es fair, den Autor selbst in dieser Angelegenheit zu Wort kommen zu lassen. Und der bevorzugt für solche Dinge eben YT. Wenn Sie meinen, dass Thorsten Schulte damit Fake News verbreitet, dann ist das Ihr gutes Recht, findet aber angesichts der real stattfindenden Dinge, die in unserem Land passieren, nicht meine Zustimmung.

  10. Danke für die Recherche, lieber Don...
    …dem ist nichts hinzuzufügen. Genauso ist es leider mittlerweile.

    Revanchiere mich mit dem Hinweis auf einen lesenswerten Beitrag in ’spiked‘ zur jüngsten larmoyanten Hervorbringung von Frau Clinton:

    http://www.spiked-online.com/newsite/article/hillary-is-what-happened/20330#.WcA-pEGbGaM

  11. Danke Don
    Sie könnten es nicht besser beschreiben… Hut ab.. Nochmals DA

  12. Titel eingeben
    Denke selbst und traue niemandem sagt der Don.

    Auch allgemeine Wahrheiten muessen ausgesprochen werden. Danke dafür.

  13. Tja. Ich hatte 2015 prognostiziert, dass die unbegrenzte und unkontrollierte
    damalige Massenzuwanderung (denn Flüchtlinge waren nur 50%) die Idee von Massenimmigration auf Dauer killen würde. Weil die Idee a) ohnehin mehr als 60% der Deutschen nicht schmeckte und b) spätestens in dem Moment tot war, in dem grössere Teile der Bevölkerung sich gezwungen sahen, ihr Alltagsverhalten zu ändern. Was damals schon absehbar war. Und jetzt eingetreten ist.

    Jetzt sind wir also genau da. Wer wissen will, was die AfD so stark gemacht hat, muss sich nur an August bis Dezember 2015 erinnern. Und daran, dass den etablierten Parteien niemand mehr abnimmt, eine Widerholung wirklich verhindern zu wollen.

    Also – Sie vielleicht schon. Und ich auch. Aber nur deshalb, um die AfD nicht wählen zu müssen. Fröhliche Festivitäten in einem kulturell maximal bereicherten Deutschland …

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Nun, ich habe damals schon gewarnt, es wollten haltr nur wenige hören.

    • In der Tat: Don Alphonso hat gewarnt
      Mit Erlaubnis des Hausherren zur Erinnerung:

      http://blogs.faz.net/stuetzen/2015/09/09/ein-gelber-drache-silberne-teekannen-und-ein-abgerissenes-bein-5560/

      „Kein Syrer bekommt eine Wohnung, wenn man am Bahnhof Süssigkeiten verschenkt.(…) Es macht so lange Spass, bis sie auch Prioritäten werden setzen müssen. Das wird kommen, es wird bitter, und die Bilder werden hässlich sein. (…) Wir müssen Prioritäten setzen, und wir werden dabei hässliche Entscheidungen treffen.“

      http://blogs.faz.net/stuetzen/2015/10/01/die-40-meter-die-ueber-deutschland-entscheiden-5637/

      „Man wundert sich hierzulande vielleicht, wieso Massenschlägereien bei banalen Vorgängen wie der Essensausgabe oder im Kleiderlager entstehen. Die Antwort ist einfach: Es gibt eine hohe Erwartungshaltung. Die Flucht ist jetzt nicht gerade eine Schule der feinen Manieren. Die Menschen, die hier ankommen, sind durchsetzungsfreudig. Mit Höflichkeit kommt man nicht von Somalia nach Sizilien.“

      Ich hab mir damals auch den Hals wundgeredet, und alles was ich hörte war: „Aber da muß man doch helfen!“. 9 von 10, die zu mir damals so geredet haben, singen immerhin heute ein anderes Lied!

    • Tja. Die Deutschen hatten halt keine Erfahrungen aus Italien.

    • Der Don war ja nicht der einzige, der gewarnt hat.
      Nur wollte man damals den (im wesentlichen) alten Reaktionären nicht zuhören, die völlig korrekt eine Reihe der Probleme kommen sahen, die heute mit 2 Jahren Verspätung auch Einzug in unsere Medien gefunden haben.

      Ich bin mir schon ziemlich sicher, dass CDU, SPD und FDP eine Widerholung von 2015 tatsächlich vermeiden wollen. Und sei es nur, um die AfD nicht weiter zu stärken. Ich bin mir allerdings fast genauso sicher, dass keine der drei Parteien in Regierungsverantwortung tun würde, was zur Vermeidung notwendig ist. Und genau das ist das Einfallstor der AfD, es sind nicht völkischer Nationalismus oder biodeutsche Familientümelei, die die Partei in Umfragen auf 10% bringen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Wer seinen Unmut laut äußerte, wurde sofort zurechtgewiesen
      und so blieb das Volk über ein Jahr lang still und redete nur mit jenen, die ebenfalls leise vor sich hin murmelten, alldieweil sie das alles überhaupt nicht lustig fanden.

      Heute ist es so, dass alle schimpfen, aber was nützt es heute? Die vor zwei Jahren schon ihre Bedenken hatten sehen sich bestätigt, die anderen schimpfen nun dafür umso lauter. Was nach wie vor völlig unverständlich ist, dass Merkel explizit auch immer noch die aufnehmen will, die keine Papiere aber natürlich ein Smartphone haben.

      Das ist so hirnrissig, wer da mit Vergewaltigungszahlen kommt, insinuiert nach Merkels Meinung, dass alle Asylbewerber Vergewaltiger seien, dabei hätte es doch auch vorher schon usw. Wer kann sich z.B. an Massenvergewaltigungen, egal ob öffentlich oder nicht vorher erinnern?
      Der im GG verankerte Asylgedanke ist zur Farce geworden, die Würde des Menschen gilt nicht mehr alle.

    • Einer der letzten Warner...
      brachte es sogar mit seinem Buch auf die Spiegel-Bestsellerliste, Platz 2. Dann, vor kurzem, out of the blue and all of the sudden, war er verschwunden, der gute Silberjunge Thorsten Schulte – aus allen corporate bookstores in Germany: https://www.youtube.com/watch?v=DXheBffkYew

      Was lernen wir daraus? Lieber ein Maas auf der Wiesn als ein Maas in Berlin.

    • Warnen reicht nicht mehr...
      Live it out (better to burn out than to fade away):
      https://www.youtube.com/watch?v=t4Y1wDdMYH4
      Don macht es vor – alle zusammen haben wir noch 4 Tage Zeit.

    • Was soll das?
      ‚Jetzt sind wir also genau da. Wer wissen will, was die AfD so stark gemacht hat, muss sich nur an August bis Dezember 2015 erinnern. Und daran, dass den etablierten Parteien niemand mehr abnimmt, eine Widerholung wirklich verhindern zu wollen.

      Also – Sie vielleicht schon. Und ich auch. Aber nur deshalb, um die AfD nicht wählen zu müssen.‘

      Wie sang noch gleich Brecht zitierend dieses hinrgepiercte, volltätowierte Silikonwesen aus Rostock: ‚Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber.‘ – Sang sie wirklich, mit nachdenklicher, antifaschistischer Miene, obwohl ein sehr guter Freund von ihr kurze Zeit zuvor lebensbedrohlich gemessert worden war. – Das passiert halt, wenn man sich nicht mit einer Armlänge Abstand von potentiellen Angreifern fernhält…

      Meine Herren, es ist unschön, aber auf den Weihnachtsmann und die x-te wundersame Pirouette der großen Vortänzerin mit den aneinandergewachsenen Fingern und Daumen zu glauben, ich weiß nicht.

      Sie und ihresgleichen werden mit einer überwältigenden Mehrheit von 80 % Zustimmung wiedergewählt werden, niemand von denen benötigt dann auch noch die Absolution derer, die von Anbeginn alles so klar gesehen haben – und schon gar nicht die derer, die erahnen, wie das Schauspiel in den nächsten Akten weitergeht.

      Sonntag entweder im Bett liegen bleiben, etwas Gutes einer kleinen Partei, die gewiß an der 5 % Hürde zerschellen wird tun – nicht die FDP wählen, die alle Möglichkeit gehabt hätte, sich klar auf der Seite der Bevölkerungsmehrheit zu positionieren – nicht die CSU wählen, die zu feige war, den Bund mit der Schwesterpartei zu lösen und den Dolch gegen A.M. zu führen, den diese zuvor jedem Rivalen in der CDU in den Rücken gestoßen hat – oder halt doch mit beiden Füßen widerwillig stampfend und gekreuzten Fingern Gebrauch von der einzig möglichen Notwehroption machen.

      Es ist nicht verkehrt konservativ, national und sozial eingestellt zu sein, es ist nur blöd, wenn das entsprechende Narrativ in die Hände A-Sozialer oder Autoaggressiver gerät und man beiden keine Grenzen zu setzen vermag.

      Und, wehrter Don, an diesem Punkt hilft leider auch das ewige Mahnen nicht weiter.

      Aber was rede ich, die Würfel sind eh gefallen.

      Klonovsky zitierte heute Kafka: Ein altes Blatt.

    • Interessanter Buch-"Boykott" ...
      Ich kriege das Buch online über amazon, Mayersche, Thalia, Weltbild und Buecher.de ohne Probleme. Alles innerhalb von Sekunden über google gefunden.

      Muss sich also um typische youtube-Video-Fakenews handeln. Nein, ich will das auch nicht diskutieren, nachdem ich für mich die Fakten etabliert habe.

      Gruss,
      Thorsten haupts

    • @Thorsten Haupts: Ich habe nur den Anfang des Videos geguckt, um zu prüfen, ob ich den Link aktiv lassen soll. So weit ich es verstanden habe, war nicht die Rede davon, dass Thalia das Buch auf Anfrage nicht beschafft, es ging darum, dass es nicht wie die anderen Spiegel-Besteller _im Laden_ vorhanden ist und prominent präentiert wird in dem entsprechenden Display. Die Begründung dafür war tatsächlich mehr als dünn. Nicht immer so schnell mit dem Etikett fake news zur Hand sein, nur weil was grad nicht in die eigene Weltsicht passt.

    • Tschuldigung mark, aber die Rede hier im Forum war von "Buch verschwunden".
      Und nicht von „Nicht der Bestsellerliste angemessen präsentiert“. Das kann man zu Recht kritisieren, aber das ist dann eine andere Aussage.

      Ich persönlich werde mir den Titel eh nicht zulegen. Dazu sind meine Lese-Erfahrungen mit allem, was aus dem Kopp-Verlag kommt, einfach zu schlecht.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Hatte es so verstanden, dass Sie sich auf das Video beziehen. Die Fehlwiedergabe des Sachverhalts im Forum würde ich trotzdem eher als Stille-Post-Phänomen denn als fake news betrachten, aber das ist mein persönliches Empfinden. Man ist heute mit dem Totschlag-Topos fake news eh viel zu schnell bei der Hand. Und ebenso erweisen sich viele sogenannte „Faktenchecks“ in den Medien bei Licht besehen als Propaganda pur. Wie das ZDF beispielsweise dieser Tage die Meldung über die drastische Zunahme von Vergewaltigungsdelikten in Bayern schöngerechnet und runtergespielt hat, das war schon hohe Schule. Aber ich will da jetzt nicht weiter abschweifen…

    • Fehlgebrauch von "Fake News" durch deutsche Medien - keine Widerrede
      Vielleicht bin ich gerade deshalb etwas empfindlicher für massive Übertreibungen und Fehldarstellungen auch anderswo.

      Das Kleinreden der immer massiver bekanntwerdenden Kriminalitäts- und besonders Sexualstraftatsraten durch unsere Bereicherungen ist die unvermeidbare Folge der Propaganda von 2015, die deren Proponenten wohl selbst geglaubt haben. Und für die Medien notwendig, um wenigstens die Bereitschaft zur Aufnahme von Kriegsflüchtlingen aufrechtzuerhalten (die Schlacht um die Zustimmung der Deutschen zu Massenzuwanderung wurde bereits 2016 verloren).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • @Thorsten Haupts um 17:23
      Werter Herr Haupts,
      man kann zum Kopp-Verlag durchaus unterschiedlicher Meinung sein, aber dort werden Bücher angeboten, die Sie sonst nicht finden (weder im stationären noch Versandhandel). Selbstverständlich besorgen Ihnen alle Händler auch von Ihnen gewünschte Titel (falls von deren Großhändlern angeboten) – nur Sie müssen wissen, was Sie bestellen müssen.
      In gedruckten Angeboten habe ich Finis Germania nur im Kopp-Verlag (September 2017) gefunden.
      OT: Im gleichen Verlag wie Finis ist 2013 ein Büchlein Polen 1939 erschienen. Ist ja jetzt durch Reparationsforderungen Polens wieder aktuell. (Ich muß das in den nächsaten Tagen wieder heraussuchen).
      MfG Alfred Haas

    • Wie bitte? "Verschwunden" unpassend nach Manipulation der Spiegel-Bestsellerliste?
      @Haupts,
      Bücher.de hat die Spiegel-Bestsellerliste sozusagen in eine Deletionsmutante umgeschrieben (Minute 5:40 im obigen Link). Auch da ist Schulte mit seinem „Kontrollverlust“ einfach verschwunden. Punkt.
      Auf den Unterschied zwischen einem anonymen Bucherwerb und einem Bestellvorgang bin ich weiter oben schon eingegangen. Ich möchte mich nicht wiederholen.

    • Willkommen im age of temporary truth (high speed truth)
      @Haupts,
      im Moment haben Sie wieder „mehr Recht“ als ich. Zum Zeitpunkt des Videos sah es noch anders aus. Ich selbst hätte erwartet, dass der Schalter von „boko haram“ auf „boko halal“ nach der BTW umgelegt wird. Aber offenbar ging es schneller – vielleicht auf Druck der Meinungsbildung, die durch das Schulte-YT ausgelöst wurde. Vielleicht war es aber auch nur eine PR-Aktion der nicht mehr akzeptablen Sorte…

      Ich muss zugeben: Leute wie mich nervt diese Hochgeschwindigkeitswahrheit einer Creshire Cat.

  14. Mal wieder ein Dankeschön
    Werter Don,

    mal wieder ein Dankeschön für Ihr sysiphusartiges Bemühen, dem Trend zu billiger postfaktischen Berichterstattung entgegenzuwirken.

    Man sollte ja meinen, daß das überall verfügbare Neuland Recherche einfacher gemacht haben sollte (ich gehe davon aus, daß die ihre dort oben eine Sache von vielleicht einer Stunde oder so war). Doch scheint es nicht mal mehr zum googlen reicht, wenn man eine Geschichte, die einem in den Kram passt, verbreiten will.

    Wie sagen Sie immer: Traue und glaube keinem. Denke selbst.
    Dem ist nichts hinzuzufügen.

    Bis auf eines: Am Sonntag um 18:00 im Wahllokal seiner Wahl auftauchen und sein Bürgerrecht der Wahlbeobachtung auszuüben.
    https://www.bundeswahlleiter.de/service/glossar/w/wahlbeobachtung.html
    Damit keine postfaktischen Wahlergebnisse entstehen…

    • Ganz ehrlich: Dass irgendwelche Nordgewächse darauf reinfallen – mei. Aber wer in Bayern lebt und arbeitet, weiss sogar als O-festhasser wie ich, dass die Million am ersten Wochenende eine Frage des Prestiges ist. Gerade beim BR würde ich daher sagen: Das ist vermutlich eine bewusste und gezielte Täuschung.

    • Wahlbeobachtung
      In der Stadt, in der ich lebe – NRW – regiert die SPD länger als die Kims in Nordkorea. Denen trau ich ALLES zu!

      Ich muß leider am Sonntag arbeiten, sonst würde ich mich selber in ein Wahllokal setzen, und beobachten.

    • Wahlbeobachter
      Jeder, der den Wahlhelfern misstraut, kann sich selbst als Wahlhelfer registrieren lassen. Die Gemeinden suchen in der Regel händeringend nach Freiwilligen.

    • @Silvestris
      Keine faule Ausrede, bitte. Schicken Sie Ihren Bruder/Freund, Ihre Frau/Tochter, Ihren Sohn oder Neffen oder Ihren Großvater. Sollte halt nicht gerade ein/e SPD-Sympath* sein.

      Ich mach seit Jahren regelmäßig Wahlbeobachtung. Ihnen passiert nix, von den komischen Blicken der grünen AuszählerInnen (ja, weiblich zu 90%) hier in BaWü abgesehen. Kratzt mich nicht!

      Und auch hier glauben immer noch viele daß nicht getrickst wird. Es geht nur um die vom steuerzahlenden und wertschaffenden Bürger* prall gefüllten Futtertröge. Sogar bei der CSU, der ein einsdreiundneunzig grosser feiger Kläffer vorsitzt. Weiterfressen, grunzend-pupsend am Freßtrog. That’s all!


    • Jeder … kann sich selbst als Wahlhelfer registrieren lassen.
      Ja. Aber das muß man schon ein bißchen frühzeitiger machen als 4 Tage vor der Wahl.
      Mir unverständlich wieso jetzt wenige Tage zuvor auf einmal so oft von Wahlhelfern geredet wird, wenn die Anmeldefrist längst versäumt ist.
      Zum Wahlbeobachten (bei der Auszählung zugucken) kann man sich auch noch am Wahltag entschließen, als Wahlhelfer muß man sich rechtzeitig beim Wahlleiter melden.

  15. Agenda vs. Verhaltensänderung
    Mir scheint, recht viele auf der „links“ einzuordnenden Seite des politischen Spektrums hyperventilieren angesichts der von diesen befürchteten Mandaten bei der bevorstehenden Bundestagswahl.

    Was mich da allerdings sehr wundert ist doch, dass diese meinen, andere als ihre Blase zu beschäftigen, wenn nicht gar zu belästigen und sie somit abzuhalten, tatsächlich im Realen dagegen anzugehen.

    Empörung in der warmen, trockenen Stube halt, und nicht ernstzunehmen, da nur die eigene Klientel bedient wird statt aktiv für anderes im Realen zu wirken.

    —–

    Im übrigen:

    Ich handele mit Tapeten und ich bin äusserst erstaunt, dass in der letzten Zeit äusserst viel Tapeten mit „romantischen“ Motiven gekauft werden, also Landhausstil, Rosen- oder Blumenmotive, eher realistisch abgebildet als abstrakt.

    Da frage ich mich schon, ob das nicht darauf hindeuten könnte, dass es eine Tendenz geben könnte, sich das Heim heimelig zu machen, der Realität des grauen und vielleicht nicht wirklich befriedigenden Alltags durch Festivitäten wie das Oktoberfest einen Gegenpol zu geben.

    Einen Raum eben, den man selber beeinflussen kann, der nicht oktroyiert wird, der keinem Hype folgt, der die Leute daheim sein lässt, was sie sein und erleben möchten.

    Tapetenkäufe können vielleicht mehr aussagen über das Empfinden der Bürger unseres Landes als manch Getwittertes von Aktivisten.

    • Der Trend geht ganz klar zu Laura Ashley. die Küche kühl, der Rest aber kuschlig.

    • Weis der Blog was der Blog weis
      Danke für den Hinweis. Ich freue mich oft wenn
      Leute ihre Meinungen auch mit ihren Erfahrungen aus
      dem beruflichen Umfeld unterfüttern.

      Ich denke unser Blogwart* nimmt das auch gerne auf.

      *Es soll welche geben die eher diktatorisch herrschen.
      Ich habe den Eindruck das dies hier nicht der Fall ist
      und jeder Blogger der andere Meinungen zulässt ist
      zwangsläufig auch ein Blogwart da er i.d.R. nicht
      alles zulassen kann. Und natürlich reizt
      das Wort zum Spiel.


    • die Küche kühl, der Rest aber kuschlig.
      Nix da, Küche muß auch kuschlig sein.

    • Ich hätte
      auch darauf achten sollen, aus welchen Gegenden welche Käufe kommen usw, was demografische Faktoren angeht.

      Das habe ich nicht und ich werds für Vergangenes nicht machen, aber vielleicht künftig mehr drauf achten.

      —–

      Noch etwas zu Gender:

      Eltern, Großeltern oder wer auch immer Tapeten für Kinder- oder Jugendzimmer kauft, kümmert sich wenig um Genderkram.

      Blautöne auf der einen Seite, rosa und pink gehen ebenso gut, neutral sind dann Tapeten mit Teddybären oder Elefanten oder Eulen – da kann ich wirklich nicht zuordnen :)


    • @Thomas Cgn: aber vielleicht künftig mehr drauf achten.
      Das könnte interessant werden.

  16. Die Feierlaune wird nach der Wahl in DE noch mehr abnehmen ...
    …. bei dem was so alles versprochen wurde und dann halt auch finanziert werden muss.
    .
    Ihr lasst Euch von Euren gutmenschelnden und sessefurzenden Beamten und Politclowns mit dicken Pensionen weiter schröpfen … und begehrt nicht auf.
    .
    Justiz und speziell die Polizei mit deutlich besseren Gehältern und Pensionen verbeamten; alle übrigen Beamten sind mir einerlei.

    • @Köstlich - vieles ist finanzierbar
      Was wurde denn versprochen?
      CDU-Schäuble brüstet sich mit schwarzer Null bei Neuverschuldung, und bietet an, von den exorbitant hohen Steuereinnahmen aktuell sage und schreibe 15 Milliarden jährlich an Einkommensteuerentlastungen zu diskutieren!

      ca. 20-25 Milliarden gehen ZUSÄTZLICH zu den Sozialausgaben an Asylberechtigte.

      Sprachkurse – unterfinanziert
      Schulen – Diskussion, ob wir jetzt sanieren wollen…

      Ich habe 10 Jahre kommunal für Mäßigung, Schuldenabbau und gezieltem Aufbau der Grundschulbildung (wo wir noch in ca. 60 Jahre alten Gebäuden und ebensoaltem Inventar in meiner Stadt lehren, mit bezahlten Freiwilligen als Lehrkräften) gekämpft. Hat mich nicht beliebt gemacht, dass Ausgaben nicht beliebig verteilt werden können, während die gehobene Gesellschaft der Beamtenschaft hier wohnend sich gerade das kommunale Theater in ein Drei-Sparten-Haus ausbaute, zzgl. etlicher neuer Museen dank – EU-Fördermitteln!

      Inzwischen fühle ich mich mißbraucht. Weil es nie um nachhaltige Finanzpolitik ging. Und auch derzeit nicht geht.

      Das Argument, es müsse Geld auch erst erwirtschaftet werden, bevor es ausgegeben werden kann, gilt – aber nicht für alle.

      Und darum bin ich momentan revolutionär eingestellt.
      Ich habe etwas zu verlieren? So what!

      Meine Kinder, die sind nun alt genug und sie haben begriffen, dass sie überall auf der Welt ihr Glück finden können, auch hier in ihrer Heimat, aber niemals um den Preis, sich von Despoten ihre Freiheit rauben zu lassen. Notfalls müssen sie sich ihre Freiheitsnische eben mühsam suchen, aber das ist bestimmt kein Grund, sich still leidend – von dogmatischen Politikern (oder gar Diktatoren) malträtieren zu lassen.

      Und so empfinde ich die bundesdeutsche Medienlandschaft in weiten Teilen: als indoktrinierte Handlanger von etablierten Parteienvertretern, die uns wirklich ausnehmen.

      Dieses Jahr bezahle ich mit meinen Steuern: Schlepperclans in Lybien, hunderttausende Gerichtsverfahren, die UNO, Asylberechtigte, die oftmals jedoch vermögend sind, hier jedoch ausnahmslos wie arme Habenichtse alles erhalten, wofür ich Abgaben und versteuertes Einkommen bezahlen muss.

      Ich teile gerne. Aber ich hasse es, für dumm und dämlich gehalten zu werden – und verarscht zu werden. Das, geht gar nicht.

      Widerstand.

      Es wäre so viel finanzierbar, z.B. Förderschulen oder effektive Sprachkurse für alle, aber… man muß es eben wirklich wollen. Und effektiv daran arbeiten, nicht nur für die Galerie und Wählergunst Programme und Programme und Programme auflegen, die sinnlos Geld in die entsprechend aufgebaute Sozialindustrie spülen.

      Gegen die aktuelle Verlogenheit: Widerstand.

      Und ich bin kein politisch extremer Mensch. Aber ich bin es leid, umgehend als Nazi bezeichnet zu werden, nur weil ich nicht gehorsam folgen will, wo ich etwas anders sehe als Giovanni Di Lorenzo, der Schnacker.

    • Werter Micha, es ist wohl besser, Mann ist da mittelfristig raus ...
      … aus dem EU-Jun(c)ktim, Target, Correctness und Asylwahn in DE.
      .
      In Genf feuert Frau neuerdings auch 500 Euro Scheine bündelweise in die Toiletten einer Bank und der umliegenden Restaurants.
      .
      In Lutry am Ufer sitzen, bei einer Flasche Rose lässig die Schnipsel sammeln, zusammenpuzzeln und an eine Euro-Zentralbank senden. Mit nur einem oder zwei gepuzzelten Scheinen wäre der Tag auch schon gerettet.
      .
      Das Leben könnte wirklich einfach finanzierbar sein …

    • Finanzen
      @vonmicha

      Solcherlei Rechnungen sind ganz einfach, sofern man die Staatverschuldung trickreich als Einkommen wertet und nicht nach alter Hausfrauenart als Schulden.

  17. Kurz und trocken
    Für einen mutmaßlich friedlichen Menschen könnten Sie in der rohen Welt des Boxsports vermutlich gute Haken austeilen. Feiner Artikel, sowohl dem Anlass als auch dem läppischen Wahlkampfgehabe der üblichen Verdächtigen angemessen knapp.
    Wie sagte hier jemand neulich: Der Don ist das neue Westfernsehen. Ohne das würde ich den Wahlkampf kaum aushalten. Bitte mehr davon.

    • Danke, ich habe das Beispiel halt gebracht, weil es zeigt, wie Netzaktivisten inzwischen das beeinflussen, was BR und Bild-Leute inzwischen auch behaupten. Dass ein linker Leuteanraunzer das macht: Egal. Dass aber so viele einsteigen: Oha.

  18. nicht das erste mal das die AfD mit Fake News auffällt.
    Nun, die AfD-nahe Politikerin Erika Steinbach hat schon im Februar 2016 ein Foto gezeigt das Deutschland im Jahr 2050 zeigen soll.
    Ein blondes Kind, umringt von dunkelhäutigen Menschen die es fragen woher es kommt.
    Nach knallharten Recherchen konnten mehrere Experten nachweisen das dieses Bild – anders als Erika Steinbach behauptet – nicht aus dem Jahr 2050 stammt. ;-)

    p.S.: könnte der Grund für den Rückgang der Besucherzahlen auf der Wiesen nicht die fortschreitende Verelendung der deutschen Rentner und Arbeiter sein, die regelmäßig kurz vor Bundestagswahlen auftritt ?
    Da ja inzwischen alle Rentern auf Flaschensammeln angewiesen sind und alle Arbeiter als Leiharbeitssklaven zum Mindestlohn ackern ist es doch kein Wundern das niemand Geld für die Wiesen hat ! ;-)

    • Eine Fake News der AfD kann ich nicht erkennen – haben Sie den Beitrag wenigstens gelesen?

      Frau Steinbach hat das in ihrer Zeit bei der CDU getan, man kann das also nicht der AfD anlasten.

    • Titel eingeben
      „fortschreitende Verelendung der deutschen Rentner und Arbeiter sein, die regelmäßig kurz vor Bundestagswahlen auftritt ?
      Da ja inzwischen alle Rentern auf Flaschensammeln angewiesen sind und alle Arbeiter als Leiharbeitssklaven zum Mindestlohn ackern ist es doch kein Wundern das niemand Geld für die Wiesen hat ! ;-)“

      Keine Not für den rhetorischen Lächler.
      Aber ja doch. In Berlin jeden Abend. Rentner mit Taschen und Taschenlampen.
      Unterrichte Studenten und (qualifizierte) Migranten, und die sprechen mich hin und wieder darauf an.

    • Ach Alphons,
      Meister der Ironie. Hier etwas zu schnell gelesen.

    • @ panna Kraweel
      Hier auch. U.a. eine alte Frau mit einem Fahrrad, die sich nicht zu schade ist für die Bierflaschen, die die jüngeren Sammler liegen lassen. Eine andere, die die Kupfermünzen aus einem Brunnen klaubt, egal bei welchen Temperaturen.

    • Lieber Don,
      ich fürchte, Ihnen ist Alreechs gar nicht mal so subtile Ironie entgangen….
      :-)

    • wolfpunkt@web.de
      Münchner Merkur bringt manchmal was:
      https://www.merkur.de/lokales/muenchen/ludwigsvorstadt-isarvorstadt-ort43328/rentnerin-76-am-hauptbahnhof-beim-flaschensammeln-erwischt-jetzt-ist-sie-vorbestraft-8697128.amp.html
      Die alte Dame soll 2000 Euro Strafe zahlen für 1 (!) leere Bierflasche, die sie der DB-Verwaltung entfremdet hat! Eine Drecksbagage hat bei der Bahn das Sagen. Und wehren kann man sich dagegen nicht, wenn man kein eigenes Auto hat.
      Und was für eine Drecksbagage sich neuestens „Richter“ nennt und „Im Namen des Volkes“ ihrem gut bezahlten Hobby nachgeht, bedürfte ebenfalls einigen Abscheus.

  19. Nennt mich arrogant, aber das wäre kein Argument
    „…und etwaige Sorgen der Menschen ernst nehmen…“.

    Binsenweisheit, die jeder gerne sagt, aber niemand umsetzen kann. Die Angst nehmen heißt Polizeistaat, Massenausweisung und Propaganda. Wenn selbst verhinderter Terrorakte auf ’ner lächerliche Einfallkarte landen, um Angst vor kriminellen Einwanderer zu schüren (und seien wir ehrlich, einen anderen Zweck hat dieses halbausgegarte, pseudojournalistische Projekt nicht), dann weiß ich nicht weiter. Die Gefahr ist da, klar, aber die Geheimdienste funktionieren besser, als alle suggerieren. Das gilt auch für Polizei und Justiz.

    Doch einer Person wie meine Tante, die nach Osamas Tod Angst hatte, nach Paris zu fahren, weil sie Racheakte befürchtet, deren Sorgen kann man ernst nehmen, aber nicht abnehmen. Nichtmal mit tausend Polizisten vor Ort. Denn dann heißt es: Bei so vielen Polizisten, muss die Gefahr ja dringend sein. Und das berührt noch nicht mal jene Verzerrungseffekt, die dem Nachrichtenkonsum inherrent ist (die Nazis wussten schließlich, warum sie die Boulevard Medien ihrer Kontrolle unterwarfen). Mittlerweile gibt es genügend „Nachrichtenformate“, die sich darauf spezialisiert haben, jeder Verbrechens Meldung ein #dankemerkel hinterherschieben. Die meisten werden nicht aufhören, wenn die Seehofer-Spahn Achse gegen Merkel putscht, um einen gnadenlosen Law & Order Kurs durchzusetzen und vermutlich den nächsten Kulturkrieg aulösen. Sobald ein Türke seinem Nachbarn eine über die Rübe haut, weil der ihm auf den Rasen scheißt, bricht doch eh die nächste Sicherheits- und/oder Integrations“debatte“ aus. Denn integrierte Deutsche lassen sich auf den Rasen scheißen, und wer seine Probleme mit Fäusten löst, ist sowieso ein unzivilisierter Unhold.

    So.

    Achja und die Besucherzahlen des Oktoberfestes sinken seit 2013, besonders seit 2015, wo die Besucherzahl unter die 6 Mio. rutschte (laut Wikipedia – ja ich weiß, aber ich bin kein Journalist, der Recherchieren muss). Das ist nur ein kleiner Einwurf für die weitere Debatte, damit dieser etwas konstruktiven Wert hat.

    Beste Grüße,

    ein arroganter Linker, oder wie man mich sonst „kritisieren“ will

    • "die Nazis wussten schließlich, warum sie die Boulevard Medien ihrer Kontrolle unterwarfen"
      Unsere Regierung so zu bezeichnen, ist doch Häitspietsch, oder? Außerdem erfolgte die Unterwerfung, soweit ich weiß, freiwillig.

    • Sagen wir mal so: In manchen Medien lässt man manche Themen eher andere Leute machen. Zeit Online hat auch Asylkritiker, aber die wollen auch morgen noch was essen.

    • clear and present danger
      Tja, da mögen die Geheimdienst ja ganz wunderbar den Terror verhindern können, aber die sich massiv ausbreitende Gewalt auf den Straßen, die jeden Tag Opfer fordert, die ist irgendwie so gar nicht unter Kontrolle.

      Die Realität der Bürger ist eine eindeutige und reale Gefährdung in Parks, dunklen Straßen und Bahnhöfen. Nachts und auch am Tag.
      Das ist die Beobachtung der Bürger. Und solange die Bürger das beobachten, solange ist die Zukunft der Linken keine Zukunft mehr.
      Würde die Linke eine moderne gewaltfreie Welt garantieren können, so wäre auch ich ein Linker. Aber leider seit Ihr dazu nicht in der Lage.

      So einfach ist das.

      Danke.

    • Gern geschehen.

    • @linkes Gesocks
      wer seine Probleme mit Fäusten löst, ist sowieso ein unzivilisierter Unhold.

      Haben Sie das der Antifa und all denen, die Hamburg zerlegt haben auch schon gesagt? Kann sein die wissen das noch nicht.

      Und es geht hier auch nicht darum wer wem auf den Rasen scheißt. Es geht darum wer wen auf Volksfesten mit LKWs niederfährt oder in der U-Bahn die Axt schwingt.

      Und dann: versuchte Terrorakte sind für Sie also ein Bagatelldelikt. Da fällt einem nichts mehr zu ein. Ich möchte echt nicht in einem Staat leben wo Leute wie Sie das Sagen haben.

      Und was das Law and order angeht: in welchem Dunstkreis würden Sie Maßnahmen ansiedeln, die nur darauf abzielen Andersdenkende mundtot zu machen statt sich einer offenen Diskussion zu stellen (vor der man keine Angst haben dürfte wenn man denn schon eine „offene“ Gesellschaft [auch dazu ließe sich viel sagen] haben will).

      In dem Zusammenhang: wenn die Linken immer so tun als hätten sie Ratio und Intelligenz gepachtet (ein Mythos, denn es haben beispielsweise viel mehr „nicht linke“ Schriftsteller Nobelpreise bekommen als die Sozialismustechnokraten à la Brecht) dürften gerade sie vor einer offenen Diskussion keine Angst haben.

    • Boulevardmedien
      Also ich benötige keine Boulevardmedien zur Meinungsbildung. Da reichen meine eigenen realen Beobachtungen, nur ein Beispiel: Ich (Frau) und meine Freundin besuchen abends eine weitere Freundin, 8 Minuten zu Fuß entfernt. Rückweg gegen 22 Uhr, auf dem Gehweg lungert eine Männergruppe migrantischer Herkunft herum, auf dem Boden sitzend und Platz einnehmend. Unangenehmes Gefühl, also runter vom Gehweg auf den auf der anderen Straßenseite. Nach ein paar Metern sehen wir, dass dort an der Ecke ebenfalls ein Mann dieser Herkunft lehnt. Wir fühlen uns beobachtet, also wieder runter vom Gehweg und den Rest gehen wir mitten auf der Straße, diese ist wenigstens ausgeleuchtet und wenig befahren. Aufatmend sehe ich weiter vorn eine Frau mit größerem Hund.

      Ich muss dazu noch sagen, dass ich diese Freundin mittlerweile lieber mit dem Rad besuche, da bin ich schneller und muss nicht auf den Gehsteigen laufen.

      Das war nicht immer so. Es hat sich was verändert. Bei linken Freunden spreche ich das Thema lieber nicht an, die wollen das nicht hören und es gab auch schon ziemlich Streit deswegen. Meine Konsequenz ist, dass ich nächstes Monat wegziehe, in einen sehr bürgerlichen Ort außerhalb der immer weiter absteigenden Viertel unserer Stadt.
      Man möchte doch noch ein wenig Lebensqualität haben.

      Ihre ideologischen Phrasen haben nichts, aber auch gar nichts mit meinem realen Leben zu tun. Und das ist das grundlegende Problem mit den Linken.

    • Ja, aber dazu werde ich auch noch etwas schreiben. Die Polizei nennt sowas „alltagsirritationen“.

    • "Die meisten werden nicht aufhören...
      …wenn die Seehofer-Spahn Achse gegen Merkel putscht, um einen gnadenlosen Law & Order Kurs durchzusetzen“ – hören Sie bitte auf, mir Hoffnungen zu machen! Ich hab‘ schon Tränen in den Augen!

      „Sobald ein Türke seinem Nachbarn eine über die Rübe haut, weil der ihm auf den Rasen scheißt, bricht doch eh die nächste Sicherheits- und/oder Integrations“debatte“ aus.“ – und zu RECHT!

      Auch wenn es einem „Linken Gesocks“ nicht passt: in Deutschland gilt das GEWALTMONOPOL DES STAATES! DA HAT NIEMAND EIN RECHT, EINEM ANDEREN „ÜBER DIE RÜBE ZU HAUEN“, wenn es nicht Notwehr gegen körperliche Gewalt ist. PUNKT!

      „Denn integrierte Deutsche lassen sich auf den Rasen scheißen, und wer seine Probleme mit Fäusten löst, ist sowieso ein unzivilisierter Unhold.“

      EXAKT! 100%! FULL MARKS!

      Integrierte Deutsche rufen die Polizei. Sie befürworten FAUSTRECHT? Bitte, da gibt es genügend andere Länder auf der Welt! Und TSCHÜSS!

      (@DA – sorry wegen der Großbuchstaben, aber das mußte sein!)

    • Die entwerten nun mal jede Aussage.

    • Ideologische Phrasen
      Ergänzung: meine Antwort von vorhin ging an @linkes Gesocks, hab ich in der Anrede vergessen.

    • "dass ich nächstes Monat wegziehe"
      Schön, dass das bei Ihnen so schnell möglich ist. Aus meinen Lebensumständen ergibt sich, dass ich erst in ein paar Jahren aus den Suburbs einer Großstadt flüchten kann, wo ich inzwischen zur Minderheit der schon länger hier Lebenden gehöre.

    • @AHE
      So ist es leider. Ich bin abends weniger auf der Straße, meist mit Mann; wenn ich sommers nach Geschäftsschlußzeiten im T-Shirt statt langärmeligem Hemd hinaus bin, wurde ich an der Ecke schon angestarrt.

      „…Bei linken Freunden spreche ich das Thema lieber nicht an, die wollen das nicht hören…“

      Aber so was von! Was meinen Sie, bis wo mir die Einschwörungen auf die „einzig richtige“ Meinung stehen, die systematische Begriffsverschiebung, die aus Kritik „Hate Speech“ gemacht hat und das sich-wegducken bei der Frage, wie denn „kein Mensch ist illegal“ nun praktisch aussehen soll.
      Wie nachgebetet wird, dass „keiner weniger haben“ werde, sogar von krankheitsbedingten Hartz-IVlern, die doch gerade in dieser Hinsicht sensibel sein müssten. Ich verstehe es nicht.

      Ein Fahrrad hat Maria L. leider auch nicht geholfen. Ich verfolge diesen Prozess gerade mit stillem Zorn. Da stellt sich ein Häuflein AfDler durchsichtig vors Gericht und eine weitaus größere Gruppe Refugees-Welcome-Aktivisten protestiert dagegen, dass diese das Opfer für ihre Zwecke instrumentalisierten, darunter auch viele junge Frauen in Maria L.s Alter. Ich finde das zwar altersgemäß und ehrenwert, denke aber doch bei mir: „Mädchen, merkt ihr denn nicht, dass dieser Mann euch exakt dasselbe in derselben Brutalität angetan hätte wie Maria L. und der anderen Frau in Griechenland, die beide das Pech hatten, zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen zu sein.“

    • Alltagsirritationen...
      danke für den Lacher, lieber Don.

      Kreative Bewertung der vielen Einzelfälle, die alle nichts mit nichts zu tun haben. Kam die Polizei allein oder auf Geheiß von oben auf diese Kreation?

    • Bestehen oder gehen
      @Hausschwein: Sie haben mein Mitgefühl. Vor 3 Jahren habe ich noch nicht daran gedacht, wegzuziehen. Ich kann es glücklicherweise, andere nette Nachbarn, auch mit MiHiGru, können es v. a. aus finanziellen Gründen nicht – im Problemviertel sind die Mieten halt noch bezahlbar.

      @Achenbach: „keiner soll weniger haben“ – diese Aussage widerspricht doch der anderen gern getätigten Phrase „wir müssen von unserem Wohlstand abgeben, da wir (der Westen) daran schuld sind, dass es den anderen (der Rest) so schlecht geht. Wobei heute in der lokalen Zeitung ein Interview mit zwei Altpolitikern abgedruckt ist, in dem beide gaaanz vorsichtig mal nebenbei erwähnen, dass man Flaschenpfandsammlern, verarmten Rentnern und anderen, „denen es nicht so gut geht“ wohl nicht wirklich beibringen kann, dass sie „von ihrem Wohlstand abgeben müssen“ …

    • deutliche Sprache
      @Renate Simon

      „….Alltagsirritationen…
      danke für den Lacher, lieber Don.

      Kreative Bewertung der vielen Einzelfälle, die alle nichts mit nichts zu tun haben. Kam die Polizei allein oder auf Geheiß von oben auf diese Kreation?….“

      Raten Sie doch mal….. Ich kann Ihnen aber versichern, daß im „operativen Bereich“ (und die Pressestellen zählen da nicht zu) eine deutlichere Sprache für solche Vorfälle und die Täter gefunden wird.

    • Deutliche Sprache - bei der Basis
      @Oskar der freundliche Polizist

      Schön, mal wieder von Ihnen zu lesen. Ich gehe davon aus, dass die Basis schon sehr deutlich spricht, nur halt nicht nach draußen. Man möcht doch zu gern mal Mäuschen spielen, denn diese ewigen und täglichen Einzelfälle dürften doch arg an den Nerven zerren und viele Ihrer Kollegen verzweifeln lassen. Denn wann hat’s z.B. das gegeben, dass bei einem Einsatz die Einsatzkräfte Schutz brauchen. Die Zeiten werden nicht ruhiger, allenfalls diejenigen, die schon länger hier leben.

    • Neues von den Nationalen Fake News
      Zitat: „die Nazis wussten schließlich, warum sie die Boulevard Medien ihrer Kontrolle unterwarfen“.

      Sie meinen das Jahr 1923, als die sozialistische Berliner Reichsregierung die Bayerische Armee, die bis dahin dem Bayerischen König unterstand (der es auch versäumt hatte, Bayern im Ersten Weltkrieg offiziell in den Kriegszustand zu versetzen), ihrer zentralen Befehlsgewalt unterstellen wollte und ein Münchner Lokalredakteur dieses scharf verurteilte- Durch Befehl des Berliner Kriegsministers von Seeckt wurde seitens Berlin dann veranlasst, den Redakteur zu verhaften, die Zeitung zu verbieten und die schon gedruckten Exemplare zu konfiszieren.
      Das machte diesen Redakteur so wütend, dass er zum Sturm auf Berlin aufrief und weil sich die Bayerischen Generäle weigerten, den Berliner Haft- und Zenmsurbefehl auszuführen, gelang es diesem Redakteur sogar, ein paar hundert Meter Wegstrecke seines langen Marsches zurückzulegen, bevor er von normalen Münchener Polizeitruppen verhaftet wurde.
      Bayern weigerte sich dann, den Redakteur an das Land Sachsen auszuliefern, wo man ihm in Leipzig bei dem für „Hochverrat“ zuständigen Landgericht den Prozess machen wollte.
      Stattdessen klagte man ihn in einem normalen Provinz-Gericht in München an, wo er eine relativ milde Strafe erhielt, hatte er doch für Pressefreiheit und Demokratie gekämpft.

      Dieser Münchner Richter wird heute als DER Ur-Nazi geächtet, weil er nicht gesehen hatte, dass der, für den er irgendwie Verständnis hatte, der Leibhaftige persönlich war, dessen Namen man nicht aussprechen, geschweige denn, ausschreiben darf. Es reicht, wenn man „Autobahn“ sagt, dann weiss man, wer das war.
      Der arme Richter. Der war das erste Opfer offizieller staatlicher „Fake News“ und ist es heute immer noch.

  20. Danke
    Einmal mehr eine Wohltat, Ihr besonnener und die Dinge durchdringender Blick.

    Was mich noch interessiert hätte, seit wann plakatiert die AfD eigentlich das Wiesnplakat? – Zumal: So etwas hat ja auch einen gewissen Vorlauf, da ist es doch bei Lichte betrachtet klarer als bei dem hübschen Tegernseefoto, daß das Foto nicht aus 2017 sein kann.

    Und was mich auch interessieren würde: Ob es sich nicht bei dem Wiesnfoto in der SZ nicht ebenfalls um ein Archivfoto handelt oder ob es tatsächlich am vergangenen Wochenende mal irgendwann zwischendurch so etwas wie Gedränge gab.

    Ansonsten: Mich heute zum Thema Wahlplakate und Lügen irgendwo zu folgendem Kommentar hinreißen lassen:

    „Endlich mal jemand, der auf die Inhalte und deren Stringenz auf Wahlplakaten ein besonderes Augenmerk legt, ich dachte schon, ich wäre der einzige, dem da zuweilen Ungereimtheiten auffallen. – Hier bei uns in der Gegend plakatiert so ein jecker Karnevalsverein mit Worten wie ‚Klugheit, Besonnenheit, Entschiedenheit, Sicherheit, Ordnung, einem durch Deutschland gestärkten Europa…‘ – Er gibt sogar vor, ein großes Ohr zu haben für die kleinen Dinge, der Polizei den Rücken zu stärken – und das alles, für ein Deutschland, in dem wir alle gut und gerne leben…“

    Nix Neues also, Wahlwerbung wie immer, mit wenig Kontakt zur Wirklichkeit…

    Klugheit und Besonnenheit klingt weniger so:
    https://youtu.be/jEvfSJ6Id9E?t=4m1s

    als so:
    https://www.youtube.com/watch?v=AFvDyuEHzrU

    • Ich denke, dass die AfD sich das schon vorher überlegt hat. In Bayern haben sie vermutlich ine recht flotte Agentur, wenn ich die Keitungskreis um Bystrom so anschaue. Bei uns gibt es mehr AfD-Plakate als SPD, und auf dem Land wird das noch heftiger.

  21. Hintersinniges; Fest verhaltenen Zustroms
    Wider und wider
    Zirkelschlüsse -hochgelobt
    wider nur wider.
    Fortschritt-verblödender nur,
    scheuklappenträges Gehirn.

    • Politlyrik
      Das könnte vom Schtuegerter Kretschmann sein, der ist auch
      Politlyriker und weniger ein Freund klarer Aus.-u. Ansagen.

  22. Titel eingeben
    Die zum Einsatz gekommene Kulturtechnik des Peitschenschwingens ( a.k.a ) auf der Hirschaid kann man auch hier betrachten: https://www.youtube.com/watch?v=rS2f5psAPHs

  23. Titel eingeben
    Die Republik im September 2017, Intensivstation:

    Die guten Sitten liegen im Koma, die dreiste Lüge tanzt geifernd und keifend ums Bett, derweil das Gerücht am offenen Fenster hockt und wüsten Irrsinn ins Land hinauskreischt. Respekt und Anstand liegen schon längst ausgeweidet im Leichenkeller.

    Die internen Zahlen und Prognosen müssen fürchterlich sein, anders ist der ganze durchgeknallte Wahn gegen eine gewisse Partei ja nicht mehr zu verstehen.

    Man ist jedesmal froh, wenn man in diesen wirren Zeiten eine so ruhige und besonnene Betrachtung einzelner Aspekte des aktuellen Irrsinns lesen kann, wohlrecherchierte Fakten ohne Getöse und Verdrehung.
    Dank an den Hausherrn dafür!

    • Ich glaube, die Parteien haben vor allem Angst wegen den Rückmeldungen ihrer Strassenteam und vom Haustürwahlkampf. Die Leute fühlen den Unterschied zu früheren Wahlen. Und es kann sein, dass es die SPD diesmal wirklich pulverisiert. Mit guten Gründen.

    • Hysterie
      Immer wenn ich mit Leuten rede die Merkels Politik befürworten, und in die immer gleichen trüben, verständnislosen Augen blicke wird mir klar dass die eine schwere Zeit haben müssen. Irgendwie spüren die ja schon was sie anrichten, um so hysterischer müssen sie auf andere einschlagen.
      Denen sind Legitimationsmittel und Identität abhanden gekommen: Statt sich wie gehabt als Beschützer von Witwen, Waisen, Eigentum, Frauen, Robbenbabies und Schwulen aufspielen zu können sind sie als Lobbyisten von Faustrecht, Antisemitismus, Homophobie, Frauenhass und Religionsterror geendet. Hatten die sich vorher so nicht vorgestellt. Da darf man schon mal etwas durchdrehen, zumal das Ganze irreversibel ist.
      Besinnung und Reue sind etwas für Individuen. Gesellschaften ändern einfach die Regeln und Messverfahren, und legen noch ne Schippe drauf. Das kann kein gutes Ende nehmen, leider.

    • Nicht nur für die SPD
      ist es dann nicht mehr das Land, indem sie gut und gerne
      leben. Selbst schuld.

    • Die Macht der Bilder
      Beim Öffnen des bekannten (un)sozialen Netzwerks marschierte mir eine Woche lang ein gesponserter Martin Schulz entgegen, umgeben von schönen jungen Menschen nichtdeutschen Phänotyps. Nun bin ich – 50+, weiblich, unsportlich, Brillenträgerin – wohl eher nicht die Zielgruppe dieser Agenturaktivität, bekam aber den Impuls, virtuell die Beine in die Hand zu nehmen. Mein und die angrenzenden Viertel ändern sich gerade alles andere als schleichend in unschöner Weise – Hidjabs en masse und sich zudröhnende Nordafrikaner und all das, was weder Agenturen noch Parteiobere zu sehen bekommen oder zur Kenntnis nehmen wollen. Die reinste Antiwerbung also. Die SPD hat die Klientel, für die zu stehen sie behauptet, im Regen stehen lassen und bekommt jetzt, fürchte ich, die Quittung.

    • Das langsame Vordringen von ethnisch reinen Wasserpfeifenbars in die Innenstädte ist auch so ein Thema.

    • ethnisch reine Wasserpfeifenbars in Innenstädten
      Die versuchen Ordnungsamt und Polizei noch über CO-Werte in den Griff zu bekommen, bei auffällig vielen Funden an unversteuertem Tabak und anderen „recreational drugs“ – „freies Unternehmertum“ trifft Unfallverhütungsvorschriften. Eine Bar, deren Gäste mangels Belüftung beim Vorheizen der Kohlen wegen Kohlenmonoxidüberdosen ins Krankenhaus kamen, kompensierte das am nächsten Tag findig mit einem Holzkohlengrill auf dem Gehweg. Ein O-Amtsmitarbeiter dazu: „Die meinen, es müsse alles so gehen wie bei ihnen zuhause.“

    • Panik
      Spricht aus allen Aussagen von Schulz.

      Im sog. Duell faselt er was von €600 mehr für eine Familie (im Monat, Jahr, Jahrzehnt?), jetzt will er 30% mehr für die Pflegekräft bezahlen. Das sind ca. €1000 brutto pro Monat mehr bei einen Vollzeitkraft in Hamburg mittleren Alters. Wer das glaubt (wo soll das Geld herkommen, wer bezahlt dafür), glaubt auch an die Zahnfee. Krankenschwestern, die keine Kugelschreiber bekommen, „sucht doch erstmal die Arztkittel durch“, glauben selten an die Zahnfee.

    • @Dauergast
      Das habe ich auch nie verstanden, bei den grünlinken Welcome-Aktivisten. Jahrhunderte gekämpft gegen die frauen-, juden- und homofeindlichen Auswüchse der christlichen Kirchen, insbesondere der katholischen, holen sie sich jetzt dasselbe „in grün“ in großen Scharen ins Land. Die Leute haben offenbar zu wenig echte Probleme im Leben.

  24. 20km
    Rund 20 km liegen zwischen den verschiedenen Weinbergen, an deren Lese ich mich heute beteiligen durfte. Arbeit an der frischen Luft macht hungrig, ich denke da an Knödel – die hat es hier doch schon länger nicht mehr gegeben. Kein Wunder bei den Perspektiven, da kann einem der Appetit wirklich vergehen.
    Bei uns ist das ja etwas anderes, gegessen wird da immer – noch dazu in der Pilzsaison! Wir hätten es ja kürzlich fast mit etwas richtig Kolossalem versucht, nach bewährten Vorbildern. Ist natürlich wieder nichts geworden, dafür wird’s aber jetzt noch teurer.
    Also noch an Guadn und Grüße in die jeweiligen konstruierten Angsträume

  25. Gelinkt
    Ich bin auch drauf reingefallen. Mei. Wählen geh ich eh nicht, obwohl es sonst sicher nicht die Afd geworden wäre. Weil es mich alles so anwidert, bleib ich zuhaus, weil es alles so eine Zumutung ist dieses Mal. Wegen solchen Sachen. Was schert es mich, mit wieviel Prozent genau Merkel, Göring-E und Lindner zusammen regieren, oder der Gabriel. Wohl dem, der da etwas zum Wählen findet, das ihm zusagt. Macht es halt unter euch aus.

    • Schade,
      ich stelle mir grad vor, es gäbe eine App, die alle Nichtwähler aufruft, sich gemeinsam für eine oder zwei kleine Parteien zu entscheiden – und schon machte es bum.Warum macht das eigentlich keiner?

    • Weil da kaum jemand mitmachen würde. Sogar ich überzeugter wähler tue mir sehr schwer.

    • Man sollte wählen gehen
      rechnen doch die Parteien mit einer sehr niedrigen Wahlbeteiligung, die grad denen, die wir nicht mehr ertragen, doch sehr zupass kommen dürfte.

      Also kriegt euren Arsch hoch und geht wählen, evtl. reicht’s auch noch für Briefwahl, aber wählt um Himmels willen.

    • Am Sonntagmittag dürfen Sie an mich denken,
      @ liebe Frau Simon, dann gehe ich wählen, wie immer.

      Was ich noch sagen wollte: Hier gibt es einige, die zum Auszählen ins Lokal gehen, um zu beobachten.Hier ist es eine Schule, von der das Ergebnis tel. ins Rathaus gemeldet wird. Von dort dann zum Landratsamt usw. Wenn man dann so ein Telefonat nicht mithören kann,ist die Lauer doch für die Katz, oder?

    • @Philomena
      So was ähnliches habe ich auch schon gedacht. Wäre ich die AfD, würde ich zur Nicht-Wahl von Rot-Grün-Gelb-Schwarz aufrufen. Etwa in dem Sinne:

      „Wenn Sie Merkel nicht mögen und uns auch nicht, verstehen wir das. Dann machen Sie Ihr Kreuz wenigstens bitte ganz woanders, bei der Tierschutzpartei, den Bibletreuen Christen, der PARTEI, der ÖDP oder sonstwo.“

      10 oder 20% für „sonstige“ sind keine verschenkten Stimmen, alleine schon, weil dadurch vielleicht die Grünen unter die 5%-Hürde gedrängt würden.

    • Ganz ehrrlich, ich kann mir das noch nicht ganz vorstellen. Es wird eng für die Grünen, und daher gehen ihre Wähler zu den Wahlen.

    • Titel eingeben
      Wenn Sie dann demnächst vielleicht nicht mehr wählen dürfen, dann erinnern Sie sich bitte an den selbstmitleidigen Schmarrn, den Sie da geschrieben haben. Es ist schon zum Verzweifeln. Noch nicht mal zu der letzten kleinen pseudo-demokratischen Handlung bereit, aber jammern. Wenn es nur dazu dient, dass der versammelten, voll gefressenen, abgehobenen Blasen-Mischpocke alle 4 Jahre der Arsch auf Grundeis geht, dann sollte man das wenigstens zelebrieren. Wie einen guten Wein. Wenigstens das, solange es noch geht.
      Danke für die Recherche DA.

    • Gern geschehen.

  26. Demospräsentation
    Lieber Don,

    danke für Deine Objektivität bei der Betrachtung der täglichen Miseren.

    In meinen Augen aber präsentiert sich die AfD nicht nur „mal wieder als Opfer einer Verschwörung der Medien“, sie ist es tatsächlich.

    Deine Vorlieben für Leibeigenschaft und Laissez-faire der südlichen Alpen (sie waren nicht umsonst Jahrhunderte lang Deutsch) verstehe ich ja aber noch leben wir in einer Zeit und einem Land die behaupten demokratisch zu sein und da sollte es doch wenigsten eine Partei geben die den Demos präsentiert und nicht für die eigene Kleptokratie, oder?

    • Ich verstehe, wenn dieser Eindruck bei so einem Chor entsteht. Aber die AfD liegt ja tatsächlich oft deutlich daneben. Schön wäre eine offene und ehrliche Debatte, anstelle solcher Shitstormmobs. Denn so macht man die AfD nur unnötig gross.

    • Demos
      Gäb’s offene und ehrliche Debatten, gäb’s keine AfD, schon richtig.

      Dann gäb’s aber auch keinen €, kein Schengen, keine Bankenrettung, keine Merkel, kein „2015“, etc. pp. Das ist ja das Problem!

      Deshalb muß die AfD möglichst stark werden, sonst machen die anderen immer weiter wie bisher.

    • Wissen Sie, ich kenne die Lega Nord und die FPÖ aus der Herrschaftspraxis: Da wurde auch nichts besser, die Probleme wurden unter Selbstbereicherung nur verlagert.

    • Titel eingeben
      Liegen die anderen Parteien nicht ebenfalls „oft deutlich daneben“? …wenn nicht gar v i e l deutlicher?!

  27. Hübscher Beitrag, der jedem , dessen Glas leer ist, Fakten bis zum Rand
    .

    ..
    einschenkt, auch wenn niemand , der besonders ,,aktiv“ ist, danach dürstet.

    Bemerkenswert auch, wie das linke Hendl seine IM Merkel verteidigt, gemeinsam mit dem grundrechtsunaffinen Maasmännlein .

    Nicht nur , dass Kritik an beiden gleichgesetzt wird mit Feindseligkeit gegenüber dem Rechtsstaat ,

    auch die Formulierung ,, in Rechtsstaat zu leben “ klingt mehr nach Großstadtdeutsch , als nach Hörsaal .

    Ich war auf der Wies’n überhaupt nur zweimal , als Kind , und dann in den Achtzigern als Erwachsener .

    Mir ist das zu sehr Masse , und eine Übernachtung in München genau zu der Zeit , samt Fahrerei hin ubd zurück, und Wuzlerei auf der Wies’n, und

    Warterei, die ich eh nicht mag ,

    ist einfach zu aufwendig .

    Das hat also mit der Islamisierung nichts zu tun .

    Kleinere Feste in meiner Umgebung sind mir da lieber , aber die leiden jetzt schon unter dem Wahnsinn aus dem Morgenland .

    Wie Leute jemanden wählen könen ,der sie offen verachtet , das Land verachtet , man denke an die Fähnchenszene ,

    wie eine ehemals konservative Partei völlig im SED- Sumpf versinken
    kann ,

    wie Medien unles-und hörbar werden können ,

    trägt schon psychotische Züge .

    Nach NOCH vier Jahren Merkel mit irgendwas ,

    wird man das Land vollends nicht wiedererkennen .

    Und das alles ohne jede Not, Brüssel kann quäken, was es will, gegen Deutschland könnte es nichts ausrichten, wenn wir eine Regierung hätten.

    Und natürlich kann man Grenzen gegen Invasionen schlecht Bewaffneter schützen, überhaupt kein Problem.

    Da reichen Polizeieinheiten und der Torso der Bundeswehr allemal.

    WENN man es politisch will.

    Deutschland geht vor die dummen Hunde .

    Fesch.

    • Otto Moser, ...
      … das dumme Hendl meint ja vielleicht auch dass es bei Stalin einen Rechtsstaat gab!

      Deutschland hat sich demographisch schon abgeschafft.
      Sarrazin ist wirklich ein Prophet!

      Das er so schnell in diesem Umfang recht bekommt, hätte ich mir seinerzeit nicht denken können…

  28. Das eigene Versagen
    .
    Tja, das eigene Versagen einzugestehen, das fällt
    fehlsozialisierten Menschen ganz eklatant schwer.

    Das Schlimme ist: Davon gibt es viele.

  29. Da haben sich echt zwei gefunden, die springen echt über jedes Stöckchen des anderen
    Irgendein Rechtsausleger sagt was bescheuertes (und meistens mindestens 80% außerhalb des demokratischen Konsens), dass wird dann von allen außerhalb der AfD als bescheuert bezeichnet. Die üblichen Linksausleger verdrehen und verkürzen dass dann ein wenig, woraufhin sich die AfD-Anhänger geschlossen drüber aufregen und den Rechtsausleger in Schutz nehmen. Das sehen dann die Linksausleger wieder als „Nazi“….

    • Hier gibt es nun mal ein unterliegendes Problem. In meiner Heimatstadt gab es wieder einen „Einzelfall“ mitten in der Altstadt, bei dem man sich halr Gedanken macht. Das wegzureden ist dumm. Die Gefahr ist nun mal da.

  30. Der heißeste Platz in der Hölle ist für jene bestimmt,
    die in Zeiten der Krise neutral bleiben (Dante). Man muss angesichts der Zustände bei uns im Land klar Stellung beziehen. Wo ich stehe weiß jeder, der hier meine Beiträge liest. Fakt ist, dass gewissenlose Politiker unserem Land FAHRLÄSSIGERWEISE Probleme eingebrockt haben, die uns noch viele Jahre lang Kopfzerbrechen machen werden (siehe entsprechenden aktuellen Artikel in der FAZ zum Familiennachzug). Fakt ist, dass kein anderes Land so etwas macht. Fakt ist, dass man im Ausland den Kopf über uns schüttelt. Fakt ist, dass man etwas ändern muss und dass es so nicht weiter gehen kann. Fakt ist, dass hier in diesem Forum eine ganze Menge (schätzungsweise über 85%)offensichtlich hochgebildeter Leute so denken wie ich. Fakt ist, dass man die, so man denn bei klarem Verstand ist, nicht einfach als rechte Wirrköpfe abtun kann. Ich selbst komme ursprünglich eher aus der linksliberalen Ecke.

    Fakt ist auch, dass durch den Linksrutsch einer ehemals bürgerlich Partei die für eine Demokratie notwendigen oppositionellen Strukturen verschwunden sind. Fakt ist, dass sich mit dem Ende des Kalten Krieges das Linke historisch überlebt hat, bei uns sonderbarerweise aber seit einigen Jahren wieder hoffähig gemacht werden soll.

    Fakt ist auch, dass unsere Meinungsfreiheit, ein weiterer Eckpfeiler der Demokratie, in Gefahr ist und dass es keinen ersichtlichen Grund gibt warum man öffentliche Diskussion über bestimmte Dinge blockieren will. Eine parlamentarische Demokratie (parler=reden) lebt von der Diskussion, vom Austausch konträrer Argumente und nicht vom Aufoktroyieren einer verordneten Einheitsmeinung. Fakt ist, dass beispielsweise jemand wie der jüdische Publizist Henryk M. Broder (siehe „Achse des Guten“) das offensichtlich genauso sieht.

    Fakt ist vermutlich auch, dass der Grund für diese offensichtliche gesellschaftliche Massenneurose in den Ereignissen der „12 Jahre“ zu suchen ist und paradoxerweise umso schlimmer wird je weiter wir uns auf der Zeitachse vom Krieg entfernen. Ich selbst halte nicht viel von Psychiatern und würde im Falle von Problemen keinen aufsuchen, aber es soll ja ein paar Leute geben, denen im Fall einer Neurose eine Therapie geholfen hat. Aus der Literatur weiß ich, dass man offen über ALLES reden muss wenn man eine Neurose erfolgreich therapieren will. Wenn sich der Patient auf die Couch legt und er und der Psychoklempner sich gegenseitig anschweigen, oder schlimmer noch, dem Patient Redeverbot erteilt wird ist die Therapie von vornherein zum Scheitern verurteilt.

    Nun ist es vor allem bei uns und vor allem bei Strebern ein Karrierefaktor, sich möglichst eilig möglichst antinazi zu geben (Harald Schmidt: „Humanismus ist der Trick gegen den Karriereknick“). Wenn aber jeder nur mit halsbrecherischer Geschwindigkeit entweder explizit oder durch eine anderweitig zur Schau getragene Haltung versichert, er sei keine Nazi, so ist dies dann gewissenlos wenn er dazu beiträgt eine dringend notwendige öffentliche Diskussion zu unterbinden, noch dazu aus eigensüchtigen Motiven (Karriere). Ehrliche Charaktere wollen nur dass man offen über Dinge REDET-nicht mehr, nicht weniger. Dass die eiligen Antinazi-Plakatierer sich selbst als jemand outen, der möglicherweise Dreck am Stecken hat kann man in dem französischen „qui s’excuse, s’accuse!“ (wer sich entschuldigt klagt sich an) belegt sehen.

    Und das Reden MUSS in einer Demokratie erlaubt sein. Vor allem im vorliegenden Fall, denn sonst bleibt das Land in seiner Neurose stecken, die zuerst von den 68-ern und dann von ihren ideologischen Adepten, den Grünen, immer weiter befeuert wurde. Die weite Teile der Gesellschaft erfasst hat und beispielsweise dafür verantwortlich ist, dass wir ein völlig zerrüttetes Bildungs- und Schulsystem haben.

    Es ist offensichtlich zu welcher Kategorie Leute wie dieser LittleWiseHen (wenn das ein Mann sein sollte weiß er wohl nicht mehr ob er Männchen oder Weibchen ist, warum sollte er sich sonst selbst als Henne bezeichnen?) zählen. Dazu fallen mir nur zwei Dinge ein: in der Bibel steht an einer Stelle „setze dich nicht mit dem Narren an einen Tisch“ und Pope’s Spruch „a little learning is a dangerous thing“, denn mehr als nur ein ganz klein wenig weise ist er ja wohl kaum. Es zeigt auch, dass die 68-er/Grünenkiste nun vollends im Spießersumpf gelandet ist.

    Viele, die so wie ich in dieser Demokratie geboren und aufgewachsen sind (und die immer bereit waren ihre Werte zu verteidigen) stehen fassungslos vor dem, was in den letzten Jahren daraus geworden ist. Und wenn man sich ansieht wie zuvor eher dem rechten (oder zumindest sehr konservativen) Spektrum zuzuordnende Medien sich zu einer fast schon linksradikalen Position hin gewendet haben kann man nur den Kopf schütteln und sich fragen was die damit bezwecken wollen wo die dabei rauskommen wollen.

    Die Leute verstricken sich nur immer weiter in die Neurose, und es ist ein zentraler Bestandteil derselben, dass sie es nicht mal merken. Sie haben sich möglicherweise auf einen Umweg zu sich selbst begeben, der entweder ins Unendliche führt oder zumindest Hunderte von Jahren (oder noch viel länger) dauern wird. In der Zwischenzeit geht unser Land vor die Hunde und kein zurechnungsfähiger Mensch kann einem erklären warum das so sein soll und wem damit gedient ist.

    Man muss sich echt fragen ob die nicht alle total durchgeknallt sind.

    • Ich sehe auch nach den aktuellen Problemen mit der Integration und der weitgehenden Unfähigkeit, die Leute in echte Arbeit zu brimgen, ein massives Problem bei diesem Nachzug. Warum wir hier eine 7-stellige syrische Minderheit haben sollen, begreife ich auch nicht. Mir fehlt dazu die Debatte und der gesellschaftliche Konsens.

    • @ DON
      Selbst der so vielgepriesene und von den Medien hochgeschriebene Monsieur Macron hat erst kürzlich im Beisein von Mutti angeregt, in Afrika Schutz- oder Auffangzonen (oder wie er es nannte) zu schaffen. Dies würde vor allem massiv dazu beitragen Wirtschaftsasylanten abzuschrecken.

      Ich habe noch zu keinem Zeitpunkt verstanden warum auch nur ein einziger Asylbewerber aus Syrien über Tausende von Kilometern zu uns herkommt wenn es doch mit Leichtigkeit möglich sein MUSS, die Leute in unmittelbarer Nachbarschaft, also etwa in Ländern wie (dem wie Syrien ebenfalls arabischen und noch dazu hyperreichen) Saudi-Arabien unterzubringen.

      Wenn die UN von heute nicht nur ein tatenloser Dummschwätzerverein wäre (Trump hat recht, die muss unbedingt reformiert werden) würde sie sich um solche Dinge kümmern und nicht um Wonderwoman-Broschüren. Auch in Syrien selbst wären Schutzzonen möglich wenn es denn nur um den Schutz geht. Und nicht darum, dass die Leute von profitgeilen Schlepper- und Schleuserbanden hierhergelockt werden, wobei man ihnen ein vollkommen falsches Bild von unserem Land vermittelt.

      Dass verantwortliche Politiker hierzulande tatenlos dabei zusehen ist mit dem Adjektiv „verantwortungslos“ noch unzureichend beschrieben.

      Und noch eins, Stichwort „better safe than sorry“: neben Dingen wie Rede- und Meinungsfreiheit garantiert unser Grundgesetz allen Bürgern, die in seinem Verantwortungsbereich leben das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Es ist ja nun NACHWEISLICH so, dass es bei uns schon etliche Tote und auch Verletzte (mit möglicherweise bleibenden Schäden) als Folge von Terroranschlägen gegeben hat.
      Ein hoher und nicht zu begründender Preis für eine Asylpolitik deren Motivation wohl hauptsächlich in einem (bitte den Begriff zu entschuldigen) schwachsinnigen „virtue signalling“ besteht (vor allem auf dem Hintergrund der o.a. schlüssigen Argumentation).

      Wenn man all das sieht fragt man sich: was ist nur los mit diesem Land?

    • Es gibt halt die Meinung des Volkes und die Meinung von Politik und Medien, die sich verrannt haben und das nicht zugeben können.

    • Zur Psychiatrie
      Bezüglich des politischen Inhalts möchte ich Ihnen und Ihrem Beitrag nicht widersprechen, aber was die Psychiatrie angeht, versagt Ihre Bildung und scheint Anekdötchen aus der ersten Hälfte des 20. Jh. zu entstammen. Dafür begründen Sie dann allerdings sehr viele politische Fehlentscheidungen mit Unzurechnungsfähigkeit und „durchgeknallt“ sein, und dass bringt uns zur Psychiatrisierung des politischen Gegners, und damit zum finstersten Stalinismus. Sachfragen sind sachlich zu lösen.

    • @Don 7:08 Uhr
      Scheiben Sie, werter Don, auch nur einmal „die Meinung des Volkes“ in einem SPON-Forum, so können Sie sich auf zigrohriges Flakfeuer von links bis „mittig“ gefasst machten:
      „Wir“ sind nur laut.
      „Wir“ sind nur eine krakeelende Minderheit.
      „Wir“ sind dunkel.
      „Wir“ sind Untermenschen.

      Ein P.S. für den Lachmuskel: Augstein beschimpfte Broder im SPON als Nazi. Dem muss man die Medikation neu einstellen.
      Ein P.S. für den Herzmuskel: Wenn ich richtig rechne, hatten wir beide, werter Don, in diesen Tagen unser Zweijähriges! Deshalb ein dickes Danke an Mutti, dass sie mich mit ihrer Heldentat und der daraus resutlierten Gleichschaltung zur Suche nach ordentlichem Journalismus nötigte.
      Und natürlich ein herzliches Vergelt’s Gott, dass Sie in diesen zwei Jahren nicht umgefallen sind!

    • Ähm – unser Zweijähriges? Ich verstehe das nicht.

    • Wg. Unser Zweijähriges
      Seit zwei Jahren lese ich Ihren Blog.
      Fiel mir nur gerade so auf, da ich um die Wiesnzeit mit meiner Suche nach alternativen Informationsquellen begann.

      Wie gesagt: Vielen Dank für’s nicht Umfallen!

    • Ach so. Gern geschehen!

    • "Psychiatrisierung des politischen Gegners"
      Richtig! Der Begriff „islamophob“ weist auch auf eine nicht-normale
      psychische Disposition hin. Man glaubt offenbar, sich derartiger Methoden aus dem Werkzeugkasten des Totalitarismus wieder bedienen zu können.

      „Durchgeknallt“ – Ja, man versucht halt zu verstehen, warum eine so katastrophale Politik gemacht wird.

      Meine Lieblingsthese ist, dass diese Politik aus reinster Blödigkeit und Unfähigkeit entsteht und aus dem Umstand, dass man die schlimmen Fehler (so blöd ist man dann doch nicht, dass man die im Nachhinein nicht erkennen könnte) auf gar keinen Fall eingestehen wird. Wie man das nennt (Machtgeilheit?), weiss ich auch nicht.

    • Stichwort Psychiatrisierung des politischen Gegners
      Ich mache das ja auch gerne.
      Die Psychiatrie hat ja die Aufgabe eine
      individuelle Fehlentwicklung zu erkennen
      und Abhilfe zu schaffen. Was ihr öfter gelingt
      als man denken mag aber leider nicht immer.
      Glücklicher Weise sind die wenigsten davon
      Straftäter die man sichern muss wenn man sie
      nicht bessern kann. Dafür gibt es auch
      besondere Einrichtungen.

      Im Stalinismus hielt man Leute für psychisch Krank
      die meinten das man das System ändern könnte.
      Ich dachte eine Zeit lang das dies nur eine perfide Methode
      war. Heute denke ich Sie hatten wirklich geglaubt das jemand
      der gegen die Sowjetunion vorgeht Größenwahnsinnig sein muss.

      Die Idee das wir es Heute mit einer Massenneurose zu tun haben
      hat ja auch den Vorteil das man glauben darf das man etwas ändern kann. Eine Massenhysterie hatten wir ja kürzlich im Zusammenhang
      mit der friedlichen Nutzung des Dieselmotors. Auch die lässt sich
      behandeln in dem man versucht wieder Objektiv zu werden und
      Risiken angemessen bewertet.

      Nötig dazu ist eine differenzierte Betrachtung, eine
      angemessene Kommunikation und als Voraussetzung eine angemessene Grundhaltung.

      Das erwarte ich von den politisch tätigen,
      in Abwandlung des Begriffes vom psychiatrisch tätigen.

      In meiner Weiterbildung zu Fachkrankenpfleger
      war ein Teil der Aufgabe m.E. Entwicklung einer
      angemessenen Grundhaltung. Das ist deshalb besonders
      wichtig weil die psychiatrisch Tätigen das wichtigste
      Instrument der Behandlung sind.
      (Die Medikamente können oder müssen sie im Zweifel
      vollständig absetzen, den Kontakt zu Menschen völlig
      zu unterbinden ist gar nicht denkbar)

      Was nutzt ihnen ein unzuverlässige Kraft die fast nur an
      sich selbst denkt. Wenn der Patient seinem Behandler nicht trauen
      kann wird es schwierig. Nur mit Zwang erreicht man auf die Dauer nicht viel. Der Patient muss spüren können das man auch in seinem
      Interesse handelt, nur dann lässt er sich auch auf etwas ein was
      für ihn zunächst einen Nachteil darstellt.

      Ich denke dieses Bild lässt sich Problemlos auf die Politik übertragen.
      Wenn ich den Leuten nicht mehr vertraue weil sie mich
      enttäuscht haben wende ich mich von ihnen ab.

      Dieses vertrauen zurückzugewinnen ist langwierige mühselige Arbeit.

      Ich hatte eine Patientin die ca 1-2 mal im Jahr mit einer
      Zwangseinweisung zu uns kahm.
      Nach ca 10 Jahren kahm sie das erste mal freiwillig.

      Wie lange hatte es gedauert bis die Leute wieder
      nach Schmidt ein SPD-Mitglied als Kanzler haben wollten?
      Und wie lange vor Brandt?
      Wir werden sehen wie es weitergeht.

      PS Psychiatrische Störungen sind m.E. allgemeine menschliche
      Möglichkeiten. Behandlungsbedürftig werden sie wenn sie das normale Maß überschreiten. Die stationäre Behandlung wird erst nötig
      wenn die ambulanten Möglichkeiten nicht mehr ausreichen.

      Davon abgesehen:
      Das Universum ist ein Irrenhaus und die Erde
      ist die geschlossene Abteilung die keiner verlässt.

      Erhalten sie sich Handlungsfähig im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

    • @zwei Antwortende
      @PzDiv Atatürk: ich finde die Psychiatrie hat einen viel zu hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Viele laufen wegen jedem Wehwehchen zum Psychoklempner (und nicht wenige von Letzteren halte ich schlicht und einfach für Scharlatane, nicht erst seit Nanny-TV), wodurch enorm hoher volkswirtschaftlicher Schaden entsteht. Und ich versuche keineswegs, schon gar nicht im Sinne stalinistischer Methoden, politische Gegner zu „psychiatrisieren“. Da schießen Sie weit übers Ziel hinaus.

      Der ehemalige Präsident des BDI, Dr. Hans-Olaf Henkel hat vor kurzen ein Buch verfasst mit dem Titel „Deutschland muss auf die Couch“. Auch da wird die Frage aufgeworfen wie weit das was in den letzten Jahren hier lief noch normal und rational begründbar sein kann.

      Ich habe viel Kontakt zu Ausländern, US-Amerikanern und Franzosen beispielsweise. In der ihnen eigenen, mitunter leidenschaftlichen Art gehen vor allem letztere die Wände hoch in Bezug auf die von unseren Politikern zu verantwortende Asylpolitik. Die Leute fühlen sich bedroht durch das was auf sie noch zukommen kann. Ich verzichte hier darauf Adjektive wiederzugeben mittels derer sie sich darüber äußern für wie normal sie so etwas halten.

      Es kann als gesellschaftlicher Konsens gelten, dass eine eurokritische Haltung in Verbindung mit Ängsten vor unkontrollierter Massenzuwanderung der Hauptgrund für den Brexit war. Eine weitreichende politische Entscheidung.

      Ich war lange Jahre Lehrer und habe dort erlebt wie man Schüler unablässig im Sinne eines vollkommen überzogenen, unreflektierten und unangemessenen Toleranzbegriffs indoktriniert. Vermuteter (oder wohl eher offensichtlicher) Grund für das alles: eine verselbstständigte und aus dem Ruder gelaufene Schuldneurose.

      Kein Geringerer als der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat erst kürzlich die Frage aufgeworfen ob Europa vorhat sich mit dieser Asylpolitik selbst zu zerstören.

      In russischen Medien (für wie ausgewogen man die halten kann darf zwar hinterfragt werden, aber dennoch) wird permanent diese Asylpolitik in der schärfsten Form angegriffen.

      Da gibt es für mich nun folgende Frage: Sind die US-Amerikaner (die unsere Asylpolitik nach meinem Eindruck mehrheitlich ablehnen), die Briten, die Russen, die Franzosen (insgesamt etwa eine Milliarde Menschen) und noch viele andere auf dem Holzweg oder besteht vielleicht doch die Möglichkeit, dass die Geisterfahrer eher hierzulande unterwegs sind? Die Art und Weise wie man sich hier bei uns, z.B. von Seiten vieler Medien angesichts solcher Dinge wie Trump-Wahl oder Brexit in die Tasche lügt und sich die Wirklichkeit biegt statt das Ganze zum Anlass zu nehmen sich ein paar Fragen zu stellen ist für mich schlicht und einfach Realitätsverweigerung. Und es hat schon pathologische Dimensionen erreicht.

      Dies festzustellen ist keine „Psychiatrisierung des politischen Gegners“, es ist eine rationale Argumentation auf der Basis sachlicher Analyse, Punkt.

      @Keller: wie meinen? Alles sehr kryptisch was Sie hier schreiben. Das müssten sie schon näher ausführen um es verständlich zu machen. Ich kann nur mutmaßen, dass Sie mir Ähnliches wie PzDivA… unterstellen wollen. Lesen Sie dazu bitte meine Ausführungen weiter oben.

    • Psychiatrie 2.0
      Zitat: „Psychiatrische Störungen sind m.E. allgemeine menschliche
      Möglichkeiten. Behandlungsbedürftig werden sie wenn sie das normale Maß überschreiten. Die stationäre Behandlung wird erst nötig
      wenn die ambulanten Möglichkeiten nicht mehr ausreichen“.

      Meiner Meinung nach werden Normabweichungen oft mit psychischen Störungen verwechselt. Dabei sind Normabweichungen das, was die Gesellschaft und die Menschheit nach vorne bringt.
      Einhundertmillionen Mal pro Sekunde dasselbe machen, so wie sogenannte „künstliche Intelligenz“, hat mit „Intelligenz“ nicht das geringste zu tun, das kann auch jede Scheis..hausfliege.
      Menschliche Inteligenz denkt „out of the box“, ein Computer, intelligent oder nicht, braucht diese Box, um zu existieren.

      Behandlungsbedürftig sind psychische Störungen, wenn sie zu Eigen- oder Fremdgefährdung führen, oder wenn ein Patient darunter leidet. Das objektive Maß der Störung spielt dabei keinerlei Rolle.

      Die kollektive Krankheit der Deutschen ist das durch die Hungerblockaden im Ersten Weltkrieg, die als „Reparationen“ verkleideten Plünderungen danach, die Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg, die sogenannten Kriegsgefangenschaften nach dem Krieg und das massenhafte absichtliche Verhungernlassen von Zivilisten un mittelbar nach 1945 und nicht zu vergessen die absurde Beschuldigungskamapagne der Alliierten, die damals „Vereinte Nationen“ hiessen, erzeugte kollektive „Stockholmsyndrom“, auch „Trauma Bonding“ genannt, in dem das Opfer einen Pakt mit seinem Peiniger eingeht, die Welt durch dessen Augen sieht, um ein psychisches „Band“ herzustellen, das das Überleben ermöglicht.
      Das passiert bei jedem Opfer von Geiselnahmen, Mordversuchen, Verhungernlassen und Vernachlässigung. Es ist ein kindlicher Mechanismus, der Kindern das Überleben auch mit gewalttätigen und ablehnenden Eltern ermöglicht. Der wird von Erwachsenen dann einfach reaktiviert. Zu behaupten, das gäbe es bei uns nicht, ist schon fast ein Symptom. Das ist nicht besser, als zu behaupten, die Erde sei eine Scheibe.
      Trauma Bonding bedingt die Sucht, sich für alle Verletzungen, Untaten, Pogrome und alles Böse, das auf der Welt passiert, selbst zu beschuldigen, den Peiniger von allen Untaten freizusprechen und durch hochneurotische Kompensationsversuche, wie der, der gerade stattfindet, seine vermeintliche Schuld abzuarbeiten.
      Das ist hochgradig selbstgefährdend.

      Allein es fehlt in diesem Land auch nur das geringste Maß an Einsicht.
      Der Patient D. suhlt sich in seinem Schuldstolz, auch „Schuldkult“ genannt, weil es ein kollektives Symptom bezeichnet, und merkt nicht, dass er alles „Antideutsche“ unbewusst unterstützt. Für die ehemaligen Alliierten, die wieder „Vereinte Nationen“ heissen, ist das eine Win-Win Situation, weil der, der sie eigentlich anklagen sollte, sich selber beschuldigt und sie entlastet. Dadurch können sie ihren „positiven Heldenkult“ feiern, wir unseren Negativen.
      Diese Bahnhofsklatscherei und das Teddybärenwerfen am Münchner HBF hatte deshalb mehrere Funktionen: dem Peiniger zu zeigen, das man sich „bessern“ will, vermeintliche Schuld abzutragen und letztendlich kollektiven Selbstmord zu begehen. Und mit Frau Merkel hat man jemanden gefunden, der Öl in dieses brennende Feuer giesst.
      Herzlichen Glückwunsch, kann man da nur sagen.

    • @Harry Charles
      „Ehrliche Charaktere wollen nur dass man offen über Dinge REDET-nicht mehr, nicht weniger“

      sagen Sie, zu Recht. Das Problem ist aber, dass man, wenn man das Problem schon nennt (was noch im Bereich der Illusion ist, aber man kann ja mal so tun als ob …), auch was dagegen UNTERNEHMEN müsste. Und da steht man dann wieder mit dem Gesicht vor der Wand. Denn WAS sollte man unternehmen (können), um die Situation zu ändern oder gar zu reversieren, wenn man nicht einmal was gegen die Leute unternehmen kann, die mit Mehrfachidentitäten dem Sozialstaat massiv schaden und deren Angaben man nicht kontrollieren darf, weil man die Leute nur zu freiwilligen Kontrollen einladen darf und ihnen nicht übelnehmen darf, wenn sie diese Einladung ablehnen. Natürlich darf man ihnen dann auch keine Leistungen streichen, denn das wäre ja unmenschlich.

    • Sehr vereehrte Kritiker
      Ich unterstelle gar nichts
      und ich sehe auch keine wesentlichen
      Widersprüche zu anderen Erklärungen
      darüber was die Aufgabe der Psychiatrie
      sein soll.

      Mich ängstigen diese Begriffe nicht.

      Mir geht es u.a. um die verwendeten
      Bilder die hin und wieder hilfreich sind
      um allgemeine Dinge zu beschreiben.

      Wenn Politiker von mir erwarten das ich annehme
      das Sie die Heilsbringer sind wie Ärzte in der Psychiatrie
      dann messe ich sie an der in der Psychiatrie notwendigen
      Haltung um eben die Not zu wenden.

      Der Kandidat der SPD wurde im Schulzhype zum Erlöser
      stilisiert , scheiterte aber rasch beim Vergleich mit der Amtsinhaberin
      um ein Beispiel zu nennen.

      Ein anderes ist der von mir erwähnte Mangel
      an Vertrauen in die Akteure das zT enttäuscht wurde.
      Es müsste aber heißen: Das zu rechtfertigen ist
      und nicht:…wieder zu gewinnen.
      Das macht die Sache aber nicht einfacher.

      PS: Zur Neurose gehört eine Sie verursachende Erfahrung.
      Wir haben es nicht mit einer Störung mit organischer Ursache zu tun.
      (Die muss ein Psychiater immer ausschließen.)

      Mich interessieren Ermutigungen mehr als Zurechtweisungen
      und mich interessiert rationale Analyse mehr als moralische
      Herablassung. Trotzdem sind Sprachbilder hin und wieder hilfreich.

      vgl Der Kranke Mann am Bosporus vor über 100 Jahren

      https://de.wikipedia.org/wiki/Kranker_Mann_am_Bosporus

      Es ist also nichts völlig neues.
      Wie Krank die €U ist will ich gar nicht diagnostizieren.
      Aber Kerngesund ist sie wohl nicht.

      Die andere Frage wäre ob es völlige Gesundheit überhaupt geben kann.
      Vermutlich ist Gesund wer nicht ausreichend untersucht wurde.

    • @ Marx
      herzlichen Dank für die Unterstützung und den kompetenten Beitrag. Kompliment auch für Ihre übrigen Lesermeinungen. Sie scheinen Mediziner oder Wissenschaftler zu sein-was Sie schreiben klingt alles sehr fundiert. Ich möchte dennoch ein paar Dinge ergänzen:

      Vor allem an den Schulen spielt das „virtue signalling“ eine ganz wesentliche Rolle. Wenn man diese analysiert kann man zu folgenden Schlüssen kommen: die 68-er haben mit der Schuldkultbarriere angefangen nach dem Motto „ohne plakative Schuldbekenntnis keine Karriere.“ Da die 68-er dann an den Universitäten und etwas später zunehmend auch an Schulen Einfluss gewannen (bis hin zu dem Punkt wo sich ihre Ideologie heutzutage verabsolutiert/verselbstständigt hat) wurden junge Menschen, die naturgemäß ehrgeizig sind (vor allem an Gymnasien) immer stärker in diesem Sinne indoktriniert.

      Bis hin zu der absurden Einstellung „du musst dein Land (und damit irgendwo auch dich selbst) kaputt machen, damit du leben oder zumindest Karriere machen kannst.“ So wurden Schulen, an denen es auch nach dem Krieg noch lange sehr sinnvolle Fächer wie Heimatkunde gab, zu Gehirnwäscheanstalten umfunktioniert, mit dem Ziel „am eigenen Ast zu sägen“. In den 1970-er/80-er Jahren, als diese Entwicklung noch in den Anfängen war hat das auch kaum gesellschaftliche Schäden verursacht.

      Ich war viel im Ausland und weiß, dass da auch an Schulen Patriotismus eine bedeutende Rolle spielt. Zumindest werden Schüler dort nicht in dem Maße gegen ihr Land erogen wie hier.

      Mit der Zeit hat das Ganze eine Massendynamik erreicht, die dann in dem verheerenden „Refutschi Wällkamm“ gipfelte, das Sie beschreiben. Man kann der Schülerschaft eigentlich keinen Vorwurf machen, sind sie doch lediglich die Produkte einer völlig fehlgeleiteten Pädagogik. Das alles hat schon längst überkritische, ja verheerende Ausmaße erreicht.

      Und was vor allem schlimm ist: es sind Prozesse, die sich verselbstständigt haben und viel zu wenig hinterfragt werden. Geschickt hat man ideologische Minengürtel gelegt, die eine kritische Hinterfragung all dessen fast unmöglich machen. Aber genau das muss geschehen wenn wir weiter kommen wollen. Es handelt sich hier um einen historischen Prozess im Sinne Hegelscher Dialektik. Die Bürgerlichkeit der Nachkriegs, aber Vor68-er Periode war die These, die 68-er dann die (vielleicht notwendige) Antithese und jetzt müsste die Synthese erfolgen.

      Kann Sie aber nicht wenn Sie von denen blockiert wird, die sich als Establishment in der Antithese behaglich-spießig breit gemacht/eingerichtet haben und jetzt nicht zugeben wollen, dass sie nur eine Durchlaufstation der Geschichte waren. Die Synthese wird aber kommen-so oder so. Die kam immer und sie fragte noch nie nach irgendwelcher etablierter Spießigkeit. Da können sich die 68-er und ihre ideologischen Nachfolger (vor allem Grüne) noch so winden, die Geschichte wird über sie hinwegrollen.

      Es ist nur eine Frage der Zeit und danach wieviel gesellschaftlicher Schaden noch entsteht wenn die Synthese länger unter Aufbietung irrwitziger Ressourcen blockiert wird.

      Eins noch Herr Marx: auch wenn ich Ihnen sonst in fast allem zustimme, Ihre Ansicht, der Schuldkult bei uns würde immer noch von den USA oder anderen, zumeist westlichen Ländern befeuert ist schlicht falsch. Die regen sich längst über das auf, was bei uns los ist, das gilt für F, GB (Brexit) und die USA (Trump). Ich kenne diese Länder als studierter Anglist/Romanist sehr gut-das dürfen Sie mir schon glauben. Denen können wir die ganze Kacke der letzten Jahre nicht zur Last legen, die ist hausgemacht.

      Deutschland war schon zu Beginn der 1960-er Jahre wieder voll akzeptiertes Mitglied der Völkergemeinschaft-in einer zunehmend vernetzten Welt, wo einer auf den anderen angewiesen ist und vor allem die wirtschaftlichen Verflechtungen stetig zugenommen haben auch das einzig Vernünftige oder Logische.

      All das wurde von den 68-ern dann wieder in Frage gestellt. Eine Entwicklung, die in den aberwitzigen und abnormen Zuständen der Gegenwart/letzten Jahre kulminierte.

      Unser Land muss aus diesem Selbstzerstörungsmodus heraus. Sonst wird es nicht nur sich selbst kaputt machen (es steht kurz davor), sondern auch der Welt enorm viel Schaden zufügen, andere mit in den Abwärtsstrudel reißen.

      Es gibt viel zu reformieren-vor allem im Bereich Pädagogik/Bildung. Eine Mammutaufgabe, aber man muss mal den Anfang machen-und nicht zu lange warten.

    • @ Keller um 18:21
      Der Kandidat der SPD wurde im Schulzhype zum Erlöser
      stilisiert , scheiterte aber rasch beim Vergleich mit der Amtsinhaberin

      Sie machen wohl Witze (aber ganz schlechte)! Dass Schulz indiskutabel ist wird kein normaler Mensch in Abrede stellen. Und da braucht er Mutti nicht als Offset. Sie kennen doch wohl den Spruch mit der Pest und der Cholera?

      Und noch eins: Ich finde, Sie sollten sich nicht als Hobbypsychologe betätigen. Entweder Sie haben Ahnung von der Materie oder lassen es sein. Was Sie hier schreiben klingt meist zusammenhanglos, daher unverständlich und nicht sehr professionell. Nehmen Sie sich doch Herrn Marx zum Vorbild. Also versuchen Sie bitte sich klarer auszudrücken, man kann ja kaum verstehen was Sie sagen wollen.

      Nichts für ungut.

    • @ Empörter Gast
      Sie können was tun: gehen Sie zur Wahl!
      Ich jedenfalls habe noch keiner Bundestagswahl so entgegengefiebert wie dieser.

      Wollen mal sehen!

    • Reden muss in einer Demokratie erlaubt sein ...
      … reicht nicht einmal.

      Es muss auch gemacht werden – und das ist bloß Vorbedingung für das Finden tragfähiger Kompromisse mit brauchbarem Interessensausgleich.

    • Das böse "SchuKu-Wort"
      @ Harry Schulz:
      stellen Sie sich ein von seinen brutalen und sadistischen Eltern, die keinerlei Mitgefühl kennen und keine schwere Menschenrechtsverletzung auslassen, schwerst misshandeltes Kind vor, das irgendwann irgendwie aus diesem Martyrium herauskommt.

      Fortan sieht es überall Fernsehsendungen, Filme und Plakate, liest Bücher und lernt in der Schule, was die eigenen Eltern für heldenhafte Kindererzieher und geniale Pädagogen waren und sind.

      Zusätzlich wird mit Bildern und zusammengeschnittenen Propagandafilmchen, die mit hämischen Kommentaren angeblicher Fachleute übertextet sind, jeden Tag irgendwo auf der Welt darauf hingewiesen, was für ein übles, böses, verbrecherisches und abgrundtief schlechtes Wesen dieses Kind ist und auch war und wie die Eltern darunter gelitten haben.
      Das Ganze wird ironischerweise mit zusammengeschnittenen Propagandafilmchen aus dem Archiv dieser selben Eltern als Beweis unterlegt. Die, die die sehen, und sich über Papa Goebbels alte Propaganda mokieren, merken nicht, dass sie gerade selber darauf hereinfallen.

      Zusätzlich wird dem Kind gesetzlich verboten, sich zu rechtfertigen oder zu verteidigen.

      Brauchen Sie einen Doktor in Psychologie, um sich vorzustellen, was mit diesem Kind geschehen, wie es sei Leben und den Sinn seines Daseins sehen und was es damit machen wird?

      Denken Sie jedes mal daran, wenn die Amerikaner zu den V-Day Feiern aufmarschieren, und die „Greatest Generation“ feiern, irgendwelche Museen irgendwo hinstellen, die mit gefilterten und gefakten Informationes das eigene Bild blütenweiss und das Andere rabenschwarz malen.

      Ich war vor langer Zeit, als ich mich noch nicht für soetwas interessierte, zufällig im jetzt abgesoffenen WWII Museum in New Orleans. Dort hing ein angebliches deutsches Original-Schriftstück aus dem 2. Weltkrieg, das mit „An dem Führer von das Ostland“ überschrieben war, Adresse: „Reichskanzlei bei Berlin“.
      Das strotzte nur so von Fehlern, für die jeder Erstklässler bei uns die Schamesröte an den Kopf bekommen würde.
      Dieses „Dokument“ war auch im Internetauftritt des Museums präsentiert und dort habe ich die Fehler gezählt und beschrieben und sie dem Museum schriftlich per EMail mitgeteilt.

      Ich halte es für keine Schande, wenn ein Kunstsammler mal auf einen gefälschten van Gogh hereinfällt, solage er ihn hinterher aussortiert und nicht als „echt“ verkauft.

      Das habe ich dazugeschrieben.

      Eine Antwort darauf habe ich nie bekommen, aber ein paar Wochen später waren die Fehler plötzlich alle korrigiert – in dem Original-Dokument!

      Noch zwei Monate später ist New Orleans durch einen Hurricane zum Unterseeboot geworden und das Original-Dokunent dekoriert jetzt den Grund des „Golf of Mexico“.
      Für mich war es die Initialzündung, mich für Geschichte zu interessieren und ich lese NUR Original-Dokumente, auch unter dem Aspekt, ob die Rechtschreibung halbwegs stimmt.
      Den Amerikanern, die 1945 800 Tonnen original Blanko-Briefbögen amtlicher deutscher Stellen mit Original Stempeln und Siegeln nach USA geschafft haben, wird es nicht schwer fallen, noch ein „Original-Dokument“ herzustellen, das sollte meiner Meinung aber mal von einem echten Deutschen gegengelesen werden und unsere SchuKu-Fetischisten sollten mal darüber nachdenken, für was sie sich eigentlich alles schämen.
      Und dem nächsten, der mir auf der Straße hinterherschreit: „My Grand Father was in the Camp“ antworte ich: „My grandather too, he was the commander“.
      Das ist Fake News vom Feinsten, mal sehen, was passiert.

    • An Harry Charles: Ich schreibe als Leser
      nicht als gelernter FachKrpfl id Psych a.D.

      Ich bin ja nicht hier um zu arbeiten.
      Ich habe oft eine Suchhaltung und versuche
      meine Erfahrung einzubringen und das was ich
      wahrnehme oder zu empfinde zu beschreiben.
      Meine Schreibweise spiegelt das sicherlich.
      Das sich das nicht so leicht konsumieren lässt
      finde ich aber nicht so tragisch.
      Ich übermittle auch keine absoluten Wahrheiten.
      Ich gebe aber zu das es nützlich sein kann
      wenn der Inhalt auch verstanden wird.

      Hier geht es nicht um einen psychiatrisch pflegerischen
      Beitrag zur Behandlungsplanung sondern um Sprachbilder.

      Zum Schulzhype:
      Dies soll keine Doktorarbeit werden,

      aber ggf hätte ich doch genauer zitieren sollen.
      Hier der Link zum Original (ich meine das er recht hat.)

      https://www.nzz.ch/video/nzz-standpunkte/

      bei ca 6:34

      (Di Fabio ist auch Soziologe)

    • @ Marx um 12:58
      Sie scheinen ja eine Art USA-Phobie entwickelt zu haben. Kann es sein, dass es sich dabei um eine typische Abart des Ost-Antiamerikanismus handelt?

      Ich will Ihre Erfahrungen nicht rundherum bezweifeln, denke aber es sind Einzelfälle. Sie haben da eine sehr selektive Wahrnehmung entwickelt. Und es gibt im angloamerikanischen Bereich (GB+USA) einen gewaltigen Unterschied zwischen dem was Medien darstellen und dem was der Durchschnittsbürger denkt. Bei letzterem kommen wir durch die Bank sehr gut weg. Die Zahl der US-Soldaten, die nach dem Krieg hier gedient haben (und ihrer Angehörigen) dürfte sich mittlerweile auf ein paar Millionen belaufen. Die haben Deutschland früher immer als ein an vielen Stellen sehr schönes Land bester Sauberkeit, guter Sicherheit und qualitativ hochwertiger Produkte kennengelernt. Und das spricht sich in den USA natürlich herum. Warum denken Sie sind unsere Autos (und auch Maschinen, etc.) in den USA solche Verkaufsschlager?

      Ich bin sogar überzeugt davon, der Umstand, dass Donald Trumps Großeltern beide aus dem pfälzischen Kallstadt kommen (der Name also auch) hat nicht unwesentlich zu seinem großen Wahlerfolg beigetragen. Das früher stabile und wirtschaftlich erfolgreiche Deutschland ist den USA in vielerlei Hinsicht ein Vorbild. Die bei uns entwickelten Selbstzerstörungstendenzen, die sich vor allem in den letzten Jahren inflationär entwickelt haben sind dort im Gerede und rufen überwiegend Ablehnung hervor.

      Natürlich gibt es in den USA auch immer noch einzelne Medien und Teile der Filmindustrie, die mit billig-archaischer Kriegspropaganda und daraus resultierender Selbsterhöhung (gefragt vor allem bei ungebildeteren Charakteren mit schwachem Selbstbewusstsein) auf die leichte Tour Kohle machen wollen. Das ist aber nicht repräsentativ und auch nicht ernst zu nehmen (auch in GB werden vor Fußballspielen von Boulevardblättern immer Uraltressentiments und -klischees ausgepackt, der Durchschnittsbrite ist aber deswegen keineswegs antideutsch eingestellt).

      Wenn allerdings diese billige Masche teilweise erfolgreich ist, so liegt das nicht an USA/GB, es liegt an uns selbst, an unserer Selbstdarstellung, unserem Selbstverständnis, unserem (mangelnden) Selbstvertrauen.

      Nietzsche sagte: „Wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“ Der Abgrund, das ist in dem Fall der von den 68-ern angeleierte und später dann vor allem von den Grünen immer wieder befeuerte (ja, man kann es so nennen)“Schuldkult“. Wer sich selbst zum Paria macht, den machen auch andere dazu.
      Ich hab’s glaube ich schon erwähnt, im Französischen gibt es dazu den Spruch „qui s’excuse, s’saccuse.“ (wer sich entschuldigt klagt sich an).

      Es gibt aber in USA/GB auch andere Sichtweisen, selbst im Hinblick auf die Kriegsgenerationen: fast jeder (selbst junge Leute) kennt z.B. im angloamerikanischen Bereich den „Roten Baron“, den legendären Weltkrieg I-Jagdflieger Manfred von Richthofen. Gucken Sie mal auf YouTube, da gibt es etliche US/GB-Filme über ihn. Die berühmte britische Komikertruppe Monty Python hat sich sogar nach seiner Jagdstaffel, dem „Fliegenden Zirkus“ benannt („Monty Python’s Flying Circus“). Bei uns kennt den kaum noch jemand. Im angloamerikanischen Bereich gilt Manfred von Richthofen nicht nur als Sinnbild eines herausragenden Piloten, eines Asses (ace), sondern auch des ritterlichen Soldaten. Im Unterschied zu hier sind das dort nämlich noch Tugenden.

      Außer vielleicht an Universitäten (und die charakterschwachen Durchgedrehten dort sind für mich nicht mehr maßgeblich) schätzt man in GB, F und den USA eher einen selbstbewussten (wenngleich nicht unbedingt hypernationalistischen) Deutschen.

      Ich habe sogar Fälle erlebt, wo Deutsche, die dort eilig versichert haben, „sie seien nicht stolz darauf ein Deutscher zu sein“ schief angesehen und zum Teil sogar verbal rüde zurechtgewiesen wurden.

      Ich selbst habe mich dort immer selbstbewusst gezeigt, deutsche Errungenschaften/Erfindungen/kulturelle Leistungen angesprochen und dadurch bewusst gemacht was es in der Welt von heute alles nicht geben würde ohne die Deutschen.

      Auch waren viele immer wieder erstaunt zu hören, dass die englische und deutsche Sprache nah miteinander verwandt sind. Es hat nichts mit Nationalismus zu tun, es ist ein linguistischer Fakt (kann man in jeder besseren Enzyklopädie nachlesen), dass das Englische aus dem Deutschen entstanden ist (Angelsachsen!) und dass beides germanische Sprachen sind. Ich weiß darüber deshalb so genau Bescheid weil ich englische (und französische) Sprach- und Literaturwissenschaft studiert habe.

      Hoffentlich konnte ich Ihre Phobien/Ihre, wie ich finde, in weiten Teilen inadäquate Sicht ein wenig zurecht rücken. Mein Rat: wenn Sie in ein angloamerikanisches Land kommen, seien Sie ein selbstbewusster, aber kein extrem nationalistischer Deutscher, dann kommen Sie selbst am besten weg und erweisen obendrein Ihrem Land den besten Dienst.

      Bitte denken Sie mal über diese Dinge nach!

    • Zusatz
      dass Donald Trumps Großeltern beide aus dem pfälzischen Kallstadt kommen

      Damit meinte ich natürlich die Großeltern väterlicherseits.
      Friedrich (engl. „Frederic“) Trump und Elisabeth Christ wohnten einander genau gegenüber (Kallstadt, Freinsheimer Straße).

      Die genaue Historie kann ja jeder googeln (es gibt auch YouTube Videos) wenn er will.

  31. Für Inkompetenz und Falschaussagen
    sind immer die anderen zuständig. Und es ist allemal leichter, eine Falschaussage zu kopieren, die ins eigene Weltbild passt, als selber zu recherchieren.
    Ich vermute, die AfD wird einen unglaublichen Erfolg bei /mindestens/ dieser Wahl erzielen, aus genau den von Ihnen genannten Gründen – und möglicherweise (hoffentlich?) nicht so sehr aus politischer Überzeugung heraus. Aller Wahrscheinlichkeit nach allerdings wird sie nicht „liefern“ können es überdies schaffen, sich selbst zu zerlegen.
    Und dann geht’s doch weiter so.

    • Die Angst vor ihr ist jedenfalls gross. Was man heute aus beim Merkelauftritt in Niederbayeern so sah. war schockierend. Das hätte ich nicht erwartet.

    • Titel eingeben
      Was hat Sie denn in Niederbayern so schockiert, Don Alphonso? Jeglicher Eklat ging leider an mir vorbei.

    • Merkel wurde da niedergebuht.

    • Ach so, niedergebuht
      aber das wird sie doch in jedem Ort, in dem sie auftritt. Warum sollte das ausgerechnet in Niederbayern anders sein, wenn ihr das auch im eigenen Wahlkreis passierte?

      Allein die diversen Sicherheitszonen anlässlich Merkels Auftritten. Grundsätzlich hätte man in jeder Stadt ein Video laufen lassen können, denn sie hielt immer die gleiche Rede, auf die immer und überall gleich vom bösen Volk reagiert wurde.

    • weil in Niederbayern die CSU bestimmt, was passiert, und da ist so etwas extrem unüblich.

    • In der Oberpfalz
      muss es aber auch nicht nett für die Kanzlerin gewesen sein. Bekannte von mir waren dort und meinten, dass die Proteste schon etwas stärker waren, wie in der Heimatzeitung beschrieben.
      http://www.idowa.de/inhalt.regensburg-bei-merkels-besuch-gab-es-viel-beifall-aber-auch-protest.272ac184-47da-436c-9da3-d68ec1e34e87.html

    • Ich glaube, da will niemand die Stimmung noch anheizen. Ich kenne auch andere Berichte, es gibt auch heftige Videos.

    • Wie war das am Ende von Kohls Amtszeit Don.
      Kohl muss weg, riefen/sangen nicht nur
      die Anhänger der SPD.
      War das in Bayern anders?
      Als Strauß Kanzler werden wollte verliefen
      die Proteste auch nicht geräuschlos.

      Was ist heute anders außer dem Umstand
      das wir es nicht mehr gewohnt sind?

      Hier F. Müntefering 2,4 Minuten zum Thema.

      https://www.zeitzeugen-portal.de/videos/BSgAvMk9fJg

      PS ggf überlegen Gabriel und der Kandidat ob sie
      nicht doch mitsingen sollten

    • Narrativ
      Laut Medien passiert das Unmut zeigen gegenüber Merkel doch nur im finsteren Osten.
      Nicht das hier im Forum ein sorgsam gepflegtes Narrativ übel angekratzt wird…

    • @Klaus Keller
      Heute ist vieles anders. Kohl wurde mal mit Eiern beworfen, nachdem sich die blühenden Landschaften nicht schnell genug einstellten. Proteste gegen AKW waren in den 80ern auch heftig. Aber all dies war kein Dauerzustand. I.d.R. Politiker aller Couleur konnten früher ihre Wahlkampfveranstaltungen weitgehend friedlich abhalten.

      Heute werden (hier in Teilen Dresdens jedenfalls) Wahlplakate aller Parteien regelmäßig zerstört. Die AfD wird in eine Art und Weise von den etablierten beschimpft, dagegen hat man den Grünen vor 35 Jahren geradezu den roten Teppich ausgerollt. Einen Kanzler unter Dauertomatenbewurf – nun auch im Westen – hat Deutschland auch noch nicht gesehen.

      Es brodelt gewaltig unter der Oberfläche. Und es wird schlimmer werden, wenn nach der Wahl erstmal Steuern und Sozialbeiträge massiv erhöht werden. Bricht dann noch die Wirtschaft ein und/oder der Euro zusammen, wird es rundgehen in diesem Land. Das alles bei weiter anhaltendem Asylbewerberansturm von ca. 200000 / Jahr. Aus der großen Welle von 2015 ist ein stetiger Fluß geworden, totgeschwiegen und weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit, obwohl es offizielle Zahlen vom BMI gibt. Keine schönen Aussichten.

    • @DA
      In einem der letzten Blogs (bei der Blogfrequenz verliert man den Überblick:) glaub ich war es, hab ich schon einmal darauf hingewiesen, daß die Zeiten der 80% CSU in Niederbayern vorbei sind und, daß sich Teile der CSU vom Wahlvolk meilenweit entfernt haben.
      Die CSU wird bei dieser Wahl Federn lassen müssen, absolute Mehrheit war gestern. Es wird „häßlich“ werden.

    • Wir werden sehen. Allein für die Angst vder Politiker hat es sich gelohnt.

  32. "der inzwischen gesperrte Account @felixaustria97"
    und der fröhlich twitternde „littlewisehen“ macht eben den Unterschied, oder?

    Ich kann mir gut vorstellen, dass in diesem und anderen Internet-Medien eine Menge von AfD-sympathisierenden Vollpfosten unterwegs sind, die blöde Dinge von sich geben. Wie Ihre Darstellung zeigt, werden deren Accounts aber durch die Zensurtruppen abgeräumt, während die Propagandahelfer freie Bahn haben.

    Gäbe es eine andere Partei, die kritisch zur unkontrollierten Zuwanderung
    (und anderen wichtigen Themen) stünde, hätte ich vielleicht diese gewählt.

    • Der Mann war wohl nahe an der Identitären Bewegung und was ich sonst von dem las, war jetzt nicht so, dass ich es hier freischalten würde. littlewisehen agiert geschickter. Das muss man respektieren.

  33. Die letzten Zuckungen des Ancien Regimes in Frankreich – relevant für uns?
    Leider geht es bei uns nicht um Fakten sondern ums Einseifen der Weniger-Informierten (weil die meisten mit ihrem Lohnerwerb voll ausgelastet sind) und Dummen (auch nicht wenige). Daher heult das gesamte Establishment auf.
    Dabei gibt es verblüffende Parallelen zu den letzten Jahren des französischen Absolutismus. Die Elite (damals Adel&Klerus) hatte sich vollkommen vom Volk und seinen Fragen und Nöten gelöst. Bei einer Hungersnot soll die Königin Marie-Antoinette gesagt haben „Wenn Sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen“. Über solche Ermunterung würde sich mancher hiesige Rentenbezieher oder Flaschensammler-Senior gewiß auch freuen.
    Verglichen mit der französischen Revolution von 1789 läuft es bei uns ja noch in eher ruhigen Bahnen. Daß die Sicherheit von Frauen im öffentlichen Raum abhanden gekommen ist, nehmen wohl viele Männer achselzuckend hin (vielleicht sollte man auch auf Rudeljagd gehen?).

    Diese relative Ruhe könnte aber schnell in eine dem terreur ähnliche Situation umschlagen,wenn irgendeine wichtige Systemkomponente kippt. Das könnte – Nachzugsthematik – eine Wahrnehmung der Überfremdung sein, konkret z.B.: In der Schule wird nicht mehr deutsch gesprochen gelernt eh nichts mehr. Oder eine in die Realwirtschaft durchschlagende Finanzkrise. Anders als 2008 haben die Notenbanken ihr Pulver verschossen, die weltweiten Schulden sind wesentlich höher als damals usw. Oder ganz schlicht, daß bei einem Zerfall des Euro, ausgelöst durch die Wahlen in Italien in 2018 (eurofeindliche Parteien hätten derzeit die Mehrheit) die Deutschen bemerken, daß die riesigen Forderungen an das Eurosystem (lesenswert: http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/land-kommt-mit-dem-euro-nicht-zurecht-hans-werner-sinn-die-wahrscheinlichkeit-faellt-dass-italien-im-euro-bleibt_id_7406792.html ) verloren sind, sie also umsonst gearbeitet haben („wir bauen die BMWS, und gegen wertlose Schuldscheine fahren die Italiener damit herum“).
    Ein einzelnes solches Ereignis, oder gar das Zusammentreffen mehrerer könnte die Situation völlig umschlagen lassen. Vielleicht sollte man nicht nur in Google, Tesla & Co., sondern auch in Hersteller von Guillotinen investieren?

    • Ich fürchtem nach der Wahl geht der Kampf gegen alle, die nicht linientreu waren, erst richtig los. Wer unangenehme Fragen stellte, wie Strunz oder meine Wenigkeit, hat dann ein Problem.

    • Titel eingeben
      Vergessen Sie es, für Revolutionen und Putsche waren die Deutschen schon immer zu bieder, oder soll man blöd sagen

    • Naaa, Putsch doch ned.
      Obwohl: ich kenne jetzt das pol. Weltbild (falls vorhanden) in den oberen Rängen der KSK nicht so genau, also … (war da nicht auch grad was?)

      Aber: das mit dem (dann fehlenden) Zaster als Wirkgrund für eine Politikänderung halte ich für ein durchaus realistischeres Szenario. An jedem Ende (und jeden sich herausbildenden Neuampfang) entscheidet immer noch der Taler (mit). DA weiss das z.B.

    • Zum Thema TARGET-2 Salden
      Hans-Olaf Henkel in der ZEIT:

      „Seit nunmehr sieben Jahren rettet Merkel den Euro zulasten Deutschlands. Ihre demonstrative Ablehnung von Eurobonds ist nur noch ein Popanz, denn EZB-Chef Draghi hat ihr dieses Problem längst abgenommen. Dafür hat er einen Berg von inzwischen über 850 Milliarden Euro an Target-2-Salden bei der EZB aufgetürmt.

      Diese sehen wir nie wieder! Oder glaubt jemand ernsthaft, dass Forderungen zu Nullzinsen und ohne verbindliches Rückzahldatum je eingetrieben werden können?

      In meinem ehemaligen Unternehmen wäre ich gesetzlich verpflichtet gewesen, solche Forderungen sofort auf „null“ abzuschreiben; Merkels Finanzminister hat sie aber faktisch immer noch zum vollen Nennwert in seinen Büchern stehen – so viel zur Nachhaltigkeit der „Schwarzen Null“!“

      ht*tp://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-09/bundeskanzlerin-angela-merkel-politik-helfersyndrom/komplettansicht

    • @Don Alphonso: Vielleicht gibt es ja bald eine neue Linie
      Ich glaube ( und hoffe) nicht, dass Sie ob Ihrer Widerspenstigkeit etwas zu befürchten haben. Vielleicht ändern sich die Fronten gerade. Frank Plasberg hat eine Sendung zur Kriminalität bei Flüchtlingen gemacht, wo er pseudoinvestigativ die Sorgen „der Menschen“ aufnahm. Ich empfand das als widerlich. Nicht weil es falsch war, sondern weil ich mich noch sehr gut an den Plasberg von 2015 erinnere. Der so gaaanz anders war. Der Wind dreht sich, die Fahnen werden allmählich umgehängt, die Opportunisten überzeugen sich, dass sie keine Schurken sind, sondern immer schon richtig lagen, irgendwie halt. Taten sie ja auch. Immer dem Moment nach. Wer kann denn dafür, dass neue Momente nachrücken? Es gibt immer einen neuen Horizont, egal in welche Richtung man geht. Man wird Ihnen, DA, verzeihen, dass Sie schon etwas länger recht hatten. Aber natürlich nur, wenn Sie demütig bleiben. Sollten Sie demnächst gegen die AfD schreiben, und gegen die Verleumdung aller (!) Zuwanderer als Vergewaltiger etc. , dann wird das nicht unbestraft bleiben. Nichts ist so irritierend wie ein Fähnchen, das ständig gegen den Wind steht. Das empört jede echte Wetterfahne. Viel Glück also. Und bei der Gelegenheit, Danke für die letzten zwei Jahre.

    • wenn irgendeine wichtige Systemkomponente kippt ...
      Sie dürfen davon ausgehen, dass es keine 30 Jahre dauern wird bis zumindest Gesundheits- oder Pensionssystem, oder beide, so weit verdünnt / -schlechtert sind, dass sie kaum noch wiederzuerkennen und von einem Zusammenbruch nicht mehr zu unterscheiden sind (etwa so wie jetzt schon größere Teile des Schulsystems).

    • wolfpunkt@web.de
      Die Anekdote mit Marie Antoinettes dumm-naiver Aussage, ist nun freilich gut erfunden. Manches Historische bedarf zur Verdeutlichung dieser Erfindungen. Aber Herrn Tauber (CDU) darf man wirklich (faktisch) zitieren: „Hätten Sie etwas Ordentliches gelernt, würden Sie nicht drei Minijobs benötigen.“
      Mich würde interessieren, auf welch surreale Aussagen sich dieser akademisierte Dummschwätzer versteigen würde, sollte er Claudia Roth, Göring-Eckart, Volker Beck charakterisieren.

  34. Widerspruch
    Ich lese ihren Blog ja recht gerne, weil dieser in der Beschreibung von Oberflächenphänomenen teilweise recht treffend ist. Aber ausgerechnet die Bamberger Sandkerwa als Beleg für eine Richtigkeit der AfD-These von der gähnenden Leere auf allerlei Volksfest aufzuführen, ist schon ganz schon weit hergeholt. Die Absage hatte neben der aufgrund der Enge im Sandgebiet schon immer prekären Sicherheitslage ganz andere Gründe, die hier zu diskutieren zu weit führen würde (und das eigentliche Thema verfehlte). An der Sandkerwa, bzw. die Reaktion der Bevölkerung auf deren Absage ließen sich eher Belege für das schiere Gegenteil finden:
    http://www.br.de/nachrichten/oberfranken/inhalt/wilde-sandkerwa-feiern-in-bamberg-100.html
    Die überall greifbare Panik äußert sich doch wenig im Rückzug ins behaglich Private, sondern in beständiger Suche nach dem nächsten Rausch, zu dem ich auch die Merkel-Beschimpfung auf der öffentlichen Wahlveranstaltung zählen würde.

    • Man mag das in Bamberg ja anders sehen, aber bei uns hat die Begründung schon für Beunruhigung gesorgt. Ich hätte aber auch ein Beispiel aus dem Altmühltal nennen können, das wegen zu hoher Sicherheitsrisiken abgesagt werden musste.

  35. Titel eingeben
    Das Problem sind nicht littlewisehen oder Miriam“Merkel-Fangirl“Hollstein, sondern die vielen Follower die deren ungeprüften Behauptungen hinnehmen.
    Als Beispiel für littlewisehen Kenntnissen sei das Rechtsgutachten von Di Fabio genannt und seine Auslegung, die er wahrscheinlich direkt aus der Alpen-Prawda bezogen hat.
    https://twitter.com/littlewisehen/status/902275804830236673

    • Ich weiss über die Person nur, dass sie mich nicht leiden kann und ich vieles, was da steht, nicht einfach so glauben würde.

  36. Zwei Gründe...
    fallen mir da ein:

    1. Jedesmal wenn das Oktoberfest ‚zwischen den Jahren‘ in Medien ist, wenn nicht grad über Lügen gestritten wird, geht es um heftige Preiserhöhungen.

    2. Großveranstaltungen besuchen? In diesen Zeiten? Wo man nicht mal sicher sein das im Falle eines Falles die Verantwortlichen gefunden, geschweigen denn bestraft werden? Nein danke.

    Persönlich ist da auch noch 3.

    Da sind ungefähr 500000 mehr Leute als ich bei meinen Freizeitaktiviäten treffen will.

    • Ich bin auch kein Fan davon, aber es ist doch klar: Wer als Terrorist wirklich in die Medien kommen will, fährt in einen Weihnachtsmarkt oder in einen nationalen Feiertag oder zu einem Monument oder eben zu einem welrberühmten Fest.

  37. Sandkerwa
    Sehr geehrter Hausherr,

    haben Sie vielen Dank für den erleuchtenden Artikel! Als jemand, der im vergangenen Jahr schon eifrig die erste Oktoberfestlüge mitsummte, bevor er endlich auf Ihr geschätztes Blog stieß, weiß ich diese Art von Aufklärungsarbeit sehr zu schätzen.

    Zur Bamberger Kerwa eine Anmerkung eines Ortskundigen, der im Bekanntenkreis regelmäßig den Frust eines betroffenen Wirts mitanhören darf:

    Die Kerwa kämpft schon seit wenigstens fünf Jahren mit den „unlösbaren Sicherheitsproblemen“. Das Dilemma ist, ein attraktives, offenes (keine „gated community“) Volksfest in einer wunderschönen, vom 2. Weltkrieg unbeschadeten Altstadt abhalten zu müssen/können. Da konkurrieren Stände und Bierbänke mit vom Ordnungsamt vorgeschriebenen Fluchtwegen. Der Stadtrat hat – mit der Katastrophe von Duisburg im Hinterkopf – natürlich klare Prioritäten und die Wirte es neben dem zunehmenden Druck vom Ordnungsamt auch mit immer mehr „Kundschaft“ zu tun, die ihre Getränke selber mitbringen und nur den Urin auf der Sandsteinfassade da lassen.

    Ich kenne die offizielle Kommunikation der Absage von Bürgerverein/Stadt nicht und bin sicher, dass die Terrorgefahr nochmal verschärfend auf die bestehende Problematik wirkt. Persönlich hatte ich mich aus den oben genannten Gründen aber schon vor zwei Jahren auf ein baldiges Ende der Sandkerwa eingestellt.

    Herzlich,

    Ihr Earp

    • Ich habe hier zufälligerweise einen Einblick in die gestiegenen Sicherheitsvorkehrungen, ohne die es nicht geht. Ein Altstadtfest brauchte hier dieses Jahr zum ersten Mal Betonblöcke, Schikanen und 50 Meter Auslaufzone für etwaige Autos, die trotzdem durchbrechen. Früher gab es nicht mal ein Absperrband.

  38. Bevor ich es vergesse..
    Werbetechnisch ist der Stern mal innovativ und gut. Das ist die Lösung für Adblocker, denke ich.

  39. Prophecies
    Ich beobachte keinen Konflikt zwischen Deutschen und kriminellen Zuwanderern. Ich beobachte nicht mehr Polizisten auf der Straße, keine Verschärfung des Strafrechts, kein konsequenten Durchgreifen, keine Abschiebungen.

    Ich beobachte hingegen einen Konflikt zwischen linken Deutschen und rechten Deutschen. Ich beobachte verbale und reale Gewalt gegen Rechte und vice versa. Ich beobachte wie die Gewalt auf die Deutschen übergreift. Ich beobachte einen Rechtsstaat, der die Gewalt nicht mehr kontrollieren kann und will, der vielmehr selbst von Gewalt übernommen wird.

    Ich beobachte eine Gesellschaft, die im Kern verrottet ist. Eine Gesellschaft die sich in einen Bürgerkrieg treiben lässt, von der Gewalt, die sich auf den Straßen ausbreitet. Eine Gesellschaft, die nicht Willens ist, Sicherheit für seine Bürger zu garantieren. Eine Gesellschaft, die die Sicherheit von Gewalttätern garantiert, zu Lasten der Sicherheit der Bürger.

    Eine Gesellschaft die schreit und weint und jammert. Die lügt und betrügt und verdeckt und vertuscht. Weil sie nicht mehr in der Lage ist, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

    Im Kern verrottet. Und daher perfekte Beute für Millionen anderer Menschen.

    Whatever, es wird im Bürgerkrieg enden.

    Sagte ich schon vor 2 Jahren. Da haben alle noch gelacht.

    Jetzt lachen nicht mehr so viele.

    Egal. Gleich komm der Don und sagt, dass die CSU das alles in den Griff bekommen wird.

    Und alle nicken und hoffen und beten….

    Keiner begreift, dass die Zeit für Aussitzen und kleine Weichenstellungen vorbei ist.

    Die von uns erzeugte Gegenwart ist nicht mehr die Zeit für Schwächlinge. Nicht mehr für Abwägungen, wer in welcher Koalition welche Mehrheiten und welche Positionen erlangen könnte….

    Kindergarten ist nicht mehr. Nicht in Euren Köpfen, aber da draußen, in der Realität. Und erst wenn ihr erwachsen werdet, könnt ihr die Probleme da draußen lösen.

    Sorry.

    • Nein, aber ich sage, dass es woanders schlimmer ist.

      https://twitter.com/PolizeiBerlin_E/status/909140547943718913

    • Logisch
      Das ist kein „Bürgerkrieg“, sondern der Bürger muss sich das Recht zurückerobern, von dem er bisher meinte, es sei durch die Staatsgewalt geschützt.
      In uralten Zivilisationen gab es keine Staatsgewalt, da herrschten Faustrecht und das Recht des Stärkeren.
      Erst später, mit der Gründung grösserer sozialer Einheiten wurde das „Recht“, seines Nachbarn Weib, Vieh und Gesinde zu begehren und an sich zu nehmen, durch Gesetz eingeschränkt, beziehungsweise erst definiert und eine „Gewalt“ eingeführt, die dieses Recht durchsetzt. Das Individuum delegiert damit seine Macht an die Exekutive, gehören tut sie dieser Exekutiven damit aber noch lange nicht.
      Dafür, dass diese Macht sinnvoll ausgenützt wird, bezahlen die, die von dieser Gewalt profitierten, durch ihre Steuern und Abgaben.
      Da die Definitionen von Besitz, Freiheit, Recht und Macht aber sehr unterschiedlich ist (sie brauchen nur die Definitionen des Besitzes an Produktionsmitteln der ehemaligen DDR und BRD zu vergleichen), gab es territoriale Grenzen, die das Gebiet bezeichneten, auf das sich eine bestimmte Rechtsdefinition erstreckte.
      Wenn die Exekutive, also Frau Merkel und Konsortinnen, öffentlich verkünden, „unsere Grenzen nicht schützen zu können“, was bedeutet: „es nicht zu wollen“, dann haben sie das Todesurteil für diesen Staat unterschrieben, denn der Bürger muss davon ausgehen, dass die Staatsmacht, für die er bezahlt, weder seine körperliche Integrität, noch seine Freiheit, noch seinen Besitz schützen wird oder will, oder kurz gesagt: das Recht nicht mehr durchsetzen wird. Den Effekt sehen sie überall, wenn sie nur die Augen offen lassen.
      Also hat der Bürger das Recht, die durch den Staat nicht mehr ausgeübte Autorität wieder an sich zu nehem. Der Staat besitzt, wie bereits oben gesagt, diese nämlich nicht, sie wurde ihm vom Besitzer nur delegiert, sie war ihm nur geliehen.
      So traurig das ist, aber das führt tatsächlich in einen Bürgerkrieg und wenn der Staat die Macht, die eigentlich die Freiheit des Bürgers garantieren soll, dazu missbraucht, diese Freiheiten zu unterdrücken, dann besteht nicht nur das Recht, dann besteht die Pflicht, dagegen aufzustehen und wenn diese nur darin besteht, sein Kreuzchen nächste Woche nicht bei dieser Totengräberin der Demokratie namens Merkel zu machen.
      Was zählt, ist nämlich nur der Effekt, nicht die Mittel, und wenn dieser Effekt gewaltfrei und demokratisch erreicht werden kann, gibt es niemanden, der glücklicher ist, als ich.

    • @Don
      „Nein, aber ich sage, dass es woanders schlimmer ist.
      https://twitter.com/PolizeiBerlin_E/status/909140547943718913

      Da gibt es in diesem alten postapokalyptischen SF-Film mit Charlton Heston „der Omega-Mann“ – die überlebenden Menschen sind durch Biowaffen zu lichtscheuen gefährlichen Psychotikern mutiert – eine Szene, in der die Freundin ins Kaufhaus möchte und er widerstrebend rät „Bleib im Erdgeschoß, in der Nähe der Ausgänge und IM HELLEN.“
      Wie komm ich nur auf so was…?

    • Obacht
      Werter Goodnight,

      über Ihren letzen Absatz musste ich etwas grinsen.

      „Kindergarten ist nicht mehr. Nicht in Euren Köpfen, aber da draußen, in der Realität. Und erst wenn ihr erwachsen werdet, könnt ihr die Probleme da draußen lösen.“

      Die Realität ist nicht da draussen, sie entsteht in den Köpfen.
      Die Realität von Ihnen. Die Realität vom Don, die Realität von mir.
      Jeder hat seine ganz eigene Realität. Zusammengesetzt aus Bruchstücken
      (unser Hirn würde die ganze Zeit total überlasten sein, wenn wir Teile nicht ausblenden würden), die wir wahrnehmen. Aufgefüllt mit unseren Erinnerungen, unseren Erfahrungen, unseren Emotionen und so weiter. So entsteht Realität. Und nicht anders.
      Sie können gerne dazu Fachpersonal, wie Psychiater, Hirnforscher oder andere Menschen, die in diesen Fachbereich arbeiten, befragen, falls Sie mir das nicht abnehmen wollen.

      Solange Sie nicht verinnerlicht haben, was Realität ist, brauchen Sie nicht andere anzuhalten erwachsen zu werden. Denn genau das zu kapieren ist erwachsen sein (!).
      Tja und die Probleme. Mei, manche werden wir lösen können, manche nicht.
      Manche Probleme werden am Haufen der ungelösten Probleme enden.
      Probleme lösen sich aber nicht, in dem man am Computer kluge Texte aus seiner Realität verfasst, sondern indem man anpackt. Da draussen,
      in der „Realität“.

      Und nein, kein Sorry.

    • soooo real
      @Deoham

      Nope. Es existiert eine Realität. In der Kommunikation der Gesellschaft. Und diese ist die einzige, auf die sich in der Kommunikation zu beziehen ist.
      Was einzelne Personen so zwischen ihren Ohren bewusst zu denken zu meinen, das ist völlig irrelevant, denn auch das einzelne Bewusstseinsystem muss sich an die Kommunikation der Gesellschaft orientieren, wenn es teilhaben will, an der Gesellschaft.

      Ergo: Die Realität ist nicht singulär oder beliebig. Die Realität ist das, was die Gesellschaft zur Realität erklärt.

      Sie sollten andere, d.h. bessere Wissenschaftsliteratur Lesen.

    • Der kommende Bürgerkrieg
      Im Kern sind die meisten Deutschen rechts und konservativ. Das eine rechte Hälfte der Deutschen gegen eine linke Hälfte kämpfen wird sehe ich nicht. Wirklich hartgesottene Volksverräter sind nicht so zahlreich. Höchstens 20%.

    • Unpolitisch sein heißt politisch sein, ohne es zu merken.
      @Thomas

      Nur zur Erinnerung:

      1848, 1918, 1932…

    • Gute Nacht, ...
      … ich hoffe, dass Sie kein so guter Prophet sind wie Sarrazin, kann es leider auch nicht ausschließen.

      Selber versuche ich mich auch auf dieses Szenario als ein mögliches vorzubereiten…

    • Thomas Marx ...
      … wie schon oft liefern Sie wieder einmal eine bestechende Analyse!

      Um einen Vorwand für Steuereintreibung zu haben, muss ein Staat äußere und innere Sicherheit bieten!

      Ansonsten sind Selbstbewaffnung und Steuerstreik erste Bürgerpflicht, zumindest in der Theorie (und Satire – muss man das dazusagen? und warum?)

      Wie ist jemand zu bestrafen, der Steuern kassiert und die Grundaufgaben des Staates nicht erfüllt?

      Vielleicht fällt Ihnen dazu auch gelegentlich was ein…

    • @Thomas Marx
      Sehr geehrter Herr Marx, richtig Ihren Ausführungen ist nichts hinzuzufügen. Nur an einen Bürgerkrieg glaube ich nicht, denn da müßten sich ähnlich starke Gruppen von Bürgern um die Verteilung von Geld und Steuerlast balgen oder seltener ums Recht.
      Wer wollte/könnte dies in einer saturierten und überalternden Gesellschaft tun?
      Nein es wird ein kein Bürgerkrieg, ein Krieg gegen die Bürger schon eher und dieser hat m.M. schon begonnen, schauen Sie nur auf die Straße und die Reaktion der Politiker darauf.
      Bald wird Sterbehilfe legalisiert werden um ein sozialverträgliches Frühableben für die „Belastungsgeneration“ zu ermöglichen. Der nächste Baustein des Krieges gegen die Bürger neben Verordnungs- und Gebühreninflation.

    • Bürgerkrieg
      @Problembär

      Durch viele von denen, die noch nicht so lange hier leben, gäbe es genug Personal für einen Bürgerkrieg. Wie uns Frau Merkel nahebringen will, sind diese ja auch Bürger.
      Zum großen Teil nicht zimperlich.

    • Gesetzestreue
      @Thomas Marx
      Daß bisher im Großen und Ganzen Recht und Ordnung geherrscht hat, lag ja nicht nur daran, daß Polizei und Justiz ihre Arbeit ganz gut gemacht haben, sondern auch daran daß sich die meisten Menschen im Land an Gesetze gehalten haben -nicht in erster Linie aus Angst vor Strafe, sondern aus Einsicht darin, daß geordnete, zivilisierter Umgang miteinander erstrebenswert ist.

      Eine Justiz, deren oberste Prioriät Resozialisation ist, und keine Handhabe gegen Verbrecher hat, die man nicht resozialisieren kann, weil sie nach unseren Maßstäben nie sozialisiert waren, kann dieser Schwemme an Verbrechern nicht Herr werden.

  40. Weinkrämpfe und tiefe Verzweiflung ...
    … werden wir bei denen sehen, die auszählen. Denn welche Gruppe der Bevölkerung hier vorwiegend tätig ist, ist ja klar. Und in der Folge, im Bewusststein, etwas Richtiges zu tun,wird es massive Wahlfälschungen zuungunsten der AfD geben. Etwa, wie es schon vorgekommen sein soll, ganze Bezirke mit Null Stimmen für die Rechtspartei. Gibt es eigentlich ausländische Wahlbeobachter?

    • Sie AfD schickt wohl recht viele Leute ins Rennen.

    • Nochmal: Wahlhelfer!
      Ich wähle Afd und bin selbst Wahlhelfer. Kann also aufpassen. Das könnte jeder andere auch.


    • Wahlhelfer ist was sehr anderes als Wahlbeobachter!
      Wenn man Wahlhelfer werden will, muß man sich einige Wochen oder Monate vorher beim Wahlleiterbüro melden.
      Wahlbeobachter kann und darf jeder sein, der sich am Wahltag ruhig ins Wahllokal stellt und den Wahlhelfern mitteilt, er wolle nur beobachten (wichtig ist Ruhe und Zurückhaltung, denn Störer werden zu recht rausgeschmissen).

    • Nochmal-und-nochmal-und...
      Ich wähle um ca. 17:45 Uhr und 20 Sekunden oderso die AfD und latsche dann einfach um 18:00:01 Uhr in das Wahllokal rein, lungere rum und notiere mir die ausgezählten Stimmen und stehe neben dem Leiter des Wahllokals, wenn der die ausgezählten Stimmen übers Mobiltel. durch die Leitung an das Landeswahlleiterbüro odersonstwohin durchschnattert.

      Man(n) muß kein Wahlhelferlein sein!

      Danach verlassen mich (und andere auch) allerdings die Kontrollmöglichkeiten. Allerdings hoffe ich bei der Phase der Stimmenkummulation auf den signifikanten gegenseitigen Stimmen-Neid der „etablierten“ Nichtsnutzparteien, auf daß sie sich gegenseitig nix gönnen.

      The hope dies bekanntlich too last.

    • Realität
      Realität ist das, was nicht weggeht, wenn man aufhört, daran zu glauben.
      — Philip K. Dick

    • Ich kenne den Unterschied
      zwischen Wahlhelfer und Wahlbeobachter. Verwunderlich ist nur, dass die so Misstrauischen nicht bereit sind, einen halben Sonntag zur Mithilfe bei einer Wahl zu opfern. Und ja, ich bin auch an fünf Tagen die Woche vollzeit berufstätig und derzeit din „Haupternährerin“ unserer Familie. Ich finde es halt ein bissen arrogant, diese Haltung, wer sich da einbringt ist halt doch nur sowas wie ein Lakai.

    • @Rheintochter
      Ich finde es gut wenn Sie sich ehrenamtlich bei der Wahlorganisation betätigen. Von Lakaien habe ich nichts geschrieben. Wir nehmen am Wahlsonntag unterschiedliche Rollen ein, engagieren tun wir uns beide, viele machen gar nix, nicht mal ein Kreuzchen irgendwo. Das gibt’s leider auch.

    • @Rheintochter
      Wissen Sie, das Männern, die AfD wählen, sofort der Pimmel abfällt und die Frauen kommen augenblicklich in die Wechseljahre und es wächst ihnen ein hässlicher Bart (am ganzen Körper und man kann ihn nicht abrasieren)?

  41. Ich denke, die AfD muß ja noch nicht mal als "Opfer" auftreten.
    Die Lügen der Systemlinge sind inzwischen so omnipräsent, daß es vollkommen reicht, überhaupt auf-/anzutreten.
    Ob es die letzte oder die jetzige Oktoberfestlüge ist… Ob es Gabriels Aufstand gg.
    jene Merkelflüchtlings“Politik“, die seine spd nicht nur gestützt, sondern forciert und erpresst hat, ist- Verständige hören diesen Leuten nicht mehr zu. Ich lese auch nicht die Postille des cafemarat oder der rotenfauna- all diese Figuren sind im besten Fall (der selten eintritt) üble Zeitdiebe. Eigetnlich aber sind sie Freiheitsdiebe!

    • Gabriel war doch der, der andere als Pack bezeichnete und sagte, das Land könnte jedes Jahr 500.000 Flüchtlinge verkraften. Soll er sie halt selbst bezahlen.

    • Insbesondere Herr Gabriel ...
      … hat sich in den letzten Jahren selber komplett ad absurdum geführt. Man kan ihn nicht eine Sekunde lang für voll nehmen. Er ist meiner Meinung nach jemand, der seiner eigenen Partei – nicht zuletzt durch seine Arroganz – genau so viel geschadet hat wie der unsägliche Herr Stegner. Hätte die SPD noch einen Funken Verstand, hätte sie die Situation so ausnützen können, dass sie jetzt eine echte Chance auf die Kanzlerschaft hätte. Aber wer durch die Ideologie- und Gutmenschenbrille die eigene Klientel nicht mehr sieht, der hat es nicht besser verdient.

    • Eine Wahlpleite der SPD wird ihn auch wegfegen.

    • Das mit dem selbst bezahlen und Verantwortung tragen ist halt so eine Sache -
      und da halten sich die Damen und Herren Politiker eher zurück.
      https://www.tichyseinblick.de/meinungen/jesus-hat-keine-willkommens-kultur-gepredigt/
      Mit anderer Leute Geld wohltätig zu sein – wo gab es denn so was schon mal? In solch irrem Umfang?
      Auch mit dem direkten Kontakt zu denen, die sie da riefen, finde ich schier keinen, weder bei den MSM noch bei den uns Verwaltenden, der auf Dauer seine Tür öffnete und über eigene Erfahrungen berichten kann.

    • SPD
      Die SPD sieht selbst, wie total sie sich verrannt hat. Deshalb hat Gabriel auch Schulz zum Verlieren geholt. In Niedersachsen geht die SPD auch fest davon aus, dass sie (hochverdient) abgewählt wird.

      Die momentane SPD ist zerrissen zwischen dem Versuch, mit Feminismus (aber ohne Schutz von Frauen) oder Islamfreundlichkeit (aber ohne Interesse für Inhalte) zu punkten. Wieso sie darüber die Arbeiter fast komplett verloren haben, verstehen sie anscheinend nicht. Der Versuch, sie mit Beschimpfungen zurückzuholen, ist jedenfalls wenig aussichtsreich.

      In der neuen Grundschule meines Sohns sind viele Russlanddeutsche. Vom Schulhof bringt er mir Aussagen mit wie: „Wie kann jemand etwas anderes als die AFD wählen?“, „Merkel ist völlig verrückt und macht das Land kaputt, aber die SPD ist noch schlimmer.“, „Unser Lehrer hat auf der Busfahrt mit uns Wahlplakate gezählt. Eins wollte er nicht zählen, ich fragte warum. Weil es von der AFD ist. Aber es ist doch ein Plakat? Also gut, zählen wir es. Mitschüler (leise flüsternd) Unsere Eltern wählen die alle, aber der (Augenverdrehen) hat keine Ahnung.“ „Wer wählt denn sowas? (angewidert auf ein Martin-Schulz-Plakat zeigend) Meine Eltern (diesmal ganz langweilig deutsch, Vater Lagerarbeiter, Mutter Verkäuferin, beide sehr nett und eigentlich SPD-Kernklientel) ganz bestimmt nicht!“

      Von der Sorte höre ich täglich mehr. Speziell die Russlanddeutschen (aber auch Polen) verstehen die Welt nicht mehr. Für sie gab es keine Willkommenskultur, für ihre Wünsche hat mein kein offenes Ohr, stattdessen lieben die Deutschen anscheinend nur Muslime (was nach dem Verhalten hier keiner verstehen kann). Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung scheint auch nur Muslime als ihren Aufgabenbereich zu sehen. Ich kann den Zorn verstehen, bei dem allgemeinen Putin- und Russlandbashing bei gleichzeitigem Höchstverständnis und maximaler Toleranz für alles islamische. Nicht verstehen kann ich SPD und CDU (war mal DIE Partei für Russlanddeutsche).

      Die einzige Hoffnung die ich momentan noch habe, ist die Erinnerung an die Republikaner in den 90ern. Damals haben die anderen Parteien schnell das Asylrecht geändert (Claudia Roth: abgeschafft – wann entschuldigt die sich endlich mal für all ihre Fehlbehauptungen?), die Republikaner sind in der Versenkung verschwunden. Manchmal brauchen Politiker und Medien, die sich verrannt haben, eine externe Kurskorrekturmotivation. Ob es noch hilft ist fraglich, aber nur bei einem wirklich schlechten Ergebnis für die SPD diesmal sehe ich noch die Möglichkeit für eine Selbsterneuerung der Partei.

    • Ich kenne genau das aus meinem recht grossen polnischen Bekanntenkreis von der Ärztin über die Plegerin bis zum Maurer. Die erzählen mir alle, wie es ihnen hier ging, als sie angekommen sind. Kein Sprachkurs, keine bezahlte Unterkunft, kein Essen, sie alle haben Jahre durchgeackert. Was sie wählen, frage ich nicht.

    • In welchem Einwanderungsland bekommen qualifizierte Einwanderer einen "Sprachkurs"?
      Meines Wissens in keinem! Die Sprachenkenntnis ist Voraussetzung, um überhaupt eine Chance zur Aufnahme bekommen.
      Es gibt Sprachkurse, aber die bezahlt jeder selbst- dann lernen die Leute normalerweise auch etwas.

      Die Integrationsindustrie hilft nur einem: sich selbst/ihrem Geldbeutel!

      Wer wirklich ankommen will – und nicht nur mit Teddys beworfen werden will -, der passt sich an! Muslime können und wollen das nicht. Wenn ich nach Bayern gehe, dann habe ich keine andere Wahl. Unsere polnischen/lettischen/israelischen Nachbarn sprecehn selbstverständlich perfektes Deutsch. Und neu hinzugekommene Nachbarn aus Equador bemühen sich darum- was oft auch schon reicht!

    • Der nette Herr Gabriel
      der in 2015 sich sobutz einen Button der Blöd ans Revers heftete, andere als Pack bezeichnete und nun von nix mehr wissen will
      https://s6.postimg.org/s3hft2qlt/gabriel_bildbutton_2015.jpg

    • Russlanddeutsche und Polen wählen zu 80% die AfD
      und Herr Feldmann, Sie haben völlig recht. Der polnische Bekannte, in den 80ern nach D gekommen, war glücklich, überhaupt in diesem Land zu sein. Ansprüche stellen wäre keinem seiner Landsleute in den Sinn gekommen, da wurde in der Unterkunft alles selbst gereinigt, der Hausmeister gefragt, ob was zu richten sei und dann die Unterkunft auf Vordermann gebracht, nach Arbeit gefragt und alle haben Arbeit gefunden.

      Erinnern Sie sich an den Hilfeschrei der Hauptamtlichen in Düsseldorf, die Leute suchte, die Essen in die 5. Etage zu den armen hilfsbedürftigen Asylbewerbern tragen wollten? Sowas kam beim polnischen Bekannten und seinen Kumpels gar nicht gut an und in der Stadt schüttelte man den Kopf.

      Wenn man allerdings Asylbewerbern ein Haus, 5.000 Euro Willkommensgeld und vieles mehr verspricht, wie es wohl die Deutsche Welle oder wer da noch immer so etwas in den Äther plärrt, macht, muss sich niemand über das sehr übersteigerte Anspruchsdenken der Ankömmlinge wundern.
      Und auch nicht wundern, wenn der Steuerzahler das so ganz allmählich nicht mehr komisch findet.

    • wo soll die DW das gemacht haben?

    • ht tp://www.allesroger.at/artikel/merkel–co-ein-haus-fuer-jeden-fluechtling

    • Werden alle Neuankömmlinge im Kontext Integration zu Ruhrpott-Kowalski-Schimanski's??
      Ich befürchte nein.

    • Das ist eine höchst fragwürdige quelle, der ich erst mal nichts glauben würde.

    • Journalistenwatch...
      das Problem bei solchen Quellen ist ja nicht der eigene Unglauben sondern das man seltenst den Anfang der Geschichte mitbekommt.

      Die Story ist jetzt draussen in der Welt und bis sie zum Don kam haben schon weissgottwieviel Leute gelesen und geglaubt.

      Sicher müsste man ja da jetzt nachgehen – woher kommt die Story? Wo war sie zuerst? Hatte sie Resonanz im Ausland?

      Aber schlußendlich ist das für die Katz, die Meinung sind bereits gefasst, am Kaffeautomaten weitererzählt und aus dem Bewusstsein wieder abgehakt.

    • Lieber Don, wie sagen Sie immer?
      Alles lesen und selber denken.

      Es ist doch nicht nur bei dem blöden Tweet des BamF und den unsäglichen Selfies Merkels geblieben, die sie ja immer noch macht. Von irgendwoher müssen die Schleuser ihre Weisheiten, die sie an gutgläubige Reisewillige weitergeben, doch haben. Und da geht im Netz die Mär, dass all das hier auf die Leute wartet und darum ist die Enttäuschung groß, wenn festgestellt wird, dass dem wohl doch nicht zu 100% so ist.
      Wir versuchen ja, immerhin wohl an die 60-80% zu kommen, aber das reicht vielen nicht, weil ja dies und das versprochen wurde.

      Wissen Sie, verscheißert werden wir von unseren Medien, gestern las ich, dass Asylbewerber innert 7 Wochen den Hauptschulabschluss geschafft haben… Da kann ich nur sagen, gut, dann glaube ich mit bald 72 nun an den Weihnachtsmann und auch noch an den morgigen Lottogewinn. Heidenei.

    • Mit "i" geschrieben ist die ARD-Interviewpartnerin möglicherweise noch da:
      h ttps://www.facebook.com/shirin.ismail.988

    • Mit anderer Leute Geld wohltätig zu sein ...
      … ist halt das Grundrezept der sogenannten „repräsentativen“ „Demokratie“.

      Da geht es eher um einen Wettbewerb im Belügen und Bestechen der Wähler mit deren eigenem Geld. Die „Repräsentanten“ kassieren im wesentlichen bloß…

    • Pöstchen
      @Don Alphonso
      Ein gutdotierter Posten für den Herren wird sich schon finden, die Seilschaften sind installiert.

  42. Wiesn-Besucher
    Wenn man Besuchsverbote ausspricht, sind eben weniger Leute auf dem Oktoberfest.
    Aus dem Polizeibericht:

    „Auf dem Oktoberfest untestützen auch Taschendiebfahnder aus Berlin die Münchner Polizei. Den Fahndern fielen zwei Männer auf, die in einem Festzelt auffällig suchend herumliefen. Sie konnten beobachten, wie die beiden Verdächtigen Jacken nach Diebesgut durchsuchten und wenig später drei Jacken entwendeten.
    Danach erfolgte die Festnahme des 16-jährigen und 19-jährigen Afghanen. Den beiden Tätern wurde ein Betretungsverbot für das Festgelände ausgesprochen.“

  43. Das eigentlich Erstaunliche ist,
    dass diesem grobmotorischen Zwerg nicht ein Einheimischer die Sch… aus dem Leib prügelt, wie ein Kommentator bemerkt hat.

    Und wer meint, dieser Ausdruck sei zu proletenhaft, der sei auf Roger Willemsens Invektive gegen Heidi Klum verwiesen.

  44. Rollerball
    Ein spannender Wettkampf zwischen Fakten und Fake News:

    „Gegenüber dem ARD-faktenfinder erklärte die Oktoberfest-Pressestelle der Stadt München, dass die Besucherzahl im langjährigen Mittel liege.“
    http://faktenfinder.tagesschau.de/afd-oktoberfest-101.html

    • Wie langjährig? 100 Jahre? Die ARD war doch nur zu faul für echte Zahlen.

    • Subtil
      „100 Jahre?“

      So ist es. Das die ARD mit ihrem „Faktenfinder“ derart subtile Faktenverbiegung betreibt, ist erhellend und erschreckend zugleich. Denn dies findet nicht in einer Fußnote statt, sondern prominent in einem großflächigen Beitrag auf der „Titelseite“, geschmückt mit einem riesigen Banner(Bild).

    • Bundesumfrageamt
      Kleine Korrektur: Dass die ARD…

      Warum agiert die ARD so?
      Liegt es daran, dass die schon von oberster Gerichtsbarkeit kritisierte Einflussnahme der Politik auf die Öffentlich-Rechtlichen immer krasser wird?

      „Bundeskanzlerin Merkel nutzt das ihr unterstellte Bundespresseamt wie kein deutscher Kanzler vor ihr, um den Deutschen den Puls zu fühlen: Durchschnittlich alle zweieinhalb Tage lässt sie eine Umfrage erheben. Dabei ist es der Kanzlerin wichtig, die Ergebnisse und den Gegenstand dieser Umfragen geheim zu halten.“
      Quelle: Kai Schlieter, Die Herrschaftsformel

      Aufgabe und Positionierung des Bundespresseamtes unter Merkel sind nicht uninteressant. Ohne Verschwörungstheorie lässt sich sagen, dass von dort aus die Nabelschnur auch Richtung private Medien verläuft.

    • Gelernt ist eben gelernt...
      „Bundeskanzlerin Merkel nutzt das ihr unterstellte Bundespresseamt wie kein deutscher Kanzler vor ihr…“

      Die Machterhaltungsstrategien und LassmichaufdemKanzlerSesselweiterpupsen-Taktiken der Kanzlette.
      ZuL ! (Zuschauen und Lernen).

    • Langjähriges Mittel-Fake
      Das mit dem „Mittel“, langjährig oder nicht, ist ein altbekannter Trick, mit Statistik zu betügen.
      Ein „Mittel“ gibt es nämlich in der Medizin, zum Beispiel „Abführmittel“, aber nicht in der Mathematik oder Statistik, jedenfalls nicht als allein stehenden Begriff.
      Dort gibt es den „arithmetischen Mittwelwert“, der grob die Mitte einer Gausschen Verteilungskurve darstellt, oft auch „arithmetisches Mittel“ bezeichnet, der die Summe aller Messwerte, geteilt durch die Anzahl der Messungen darstellt, und den „Median“, der der „mittlere“ Wert einer Messreihe ist, die aus sehr breit gestreuten Werten besteht.
      Auch den kann man als „Mittel“ bezeichnen.
      Für korrekt gerechnete Statistik muss man bei breit gestreuten, sehr unterschiedlichen (nicht normalverteilten) Werten den Median, bei relativ gleichen Messwerten, die vielleicht nur zufällig ein wenig streuen (normalverteilt), den Mittelwert bilden.

      Fiktives Beipiel: Im Jahre 2007 kamen zum kollektiven internationalen Stammtischbesäufnis zum Zwecke, den Empörungskult der pseudogutmenschelnden AntiFa wieder für ein Jahr zu befeuern („Münchener Oktoberfest“), 1 Million Besucher, 2008 kamen 10 Millionen, 2009 kamen 100 000, 2010 kamen nur 20, 2011 dafür 20 Millionen.
      Das sind 5 sehr breit gestreute Werte, deren arithmetisches Mittel ( 6,22 Millionen beträgt ( 31 100 020 / 5).
      Der Median (der dritte Wert in einer aufsteigenden Reihe von Werten) ist „1 Million“.

      Je nachdem, was man mit der Statistik jetzt aussagen will, kann man jetzt sagen: „Im Mittel kamen eine Million“ oder „Im Mittel kamen 6,6 Millionen“.
      Weil man, wenn einer einen festnageln will, immer eine Ausrede hat.

      Wenn deshalb vom „Mittel“ geredet wird, ist der Verfasser ein Idiot, ein Betrüger oder einer vom SPON.

  45. In unserer Tageszeitung...
    … las ich die Überschrift, dass die Besucherzahlen drastisch zurückgegangen seien und man gespannt auf dieses Jahr ist.2003 war ich an einem Nachmittag dort und es war nett im Weinzelt.Als wir gingen, kamen die Massen und mir war unwohl.

    Ich denke schon, dass sich heutzutage die meisten Gedanken machen, ob der Gefahren. Außerdem scheinen die Preise zu hoch zu sein.Da bleiben dann nur noch unsere Dorffeste hier abseits der Bedrohungen.

    Quer mit Christoph Süß kann man vergessen, nicht nur in dieser Sache.Heute mal ins MoMa geschaut, junge Männer wollen in den BT und werben um Stimmen. Einer 24 Jahre, Jurist im schnieken Anzug, der Andere 28 Jahre, auch Jurist, in Jeans mit Blazer. Beide, auch der Reporter,sahen aus wie Ende 30, alle mit Brille.Verkaufen konnten sie sich gut, im Werksleben standen sie wohl nicht…Mir wäre mal ein junger Handwerksmeister lieber.Oder eine iunge Konditorin…

  46. Genauso ist es doch
    Danke für die Klarstellung sehr geehrter Don.

    Ich würde mich als ideale Zielgruppe beschreiben. Ich liebe das erste Wochenende, die Trachten und das ganze drumherum. Finanzielle Mittel mich dort prächtig zu amüsieren sind auch reichlich vorhanden. Aber heutzutage warte ich lieber bis mein Freund wieder da ist und wir am letzten Wochenende zusammen hingehen. Die Münchner U-Bahn war am Freitag spätnachmittag vor Anstich am Marienplatz und vor allem Sendlinger Tor so leer, das habe ich in der Art noch nie gesehen vor der Wiesn. Die Hotelpreise sinken seit Wochen, auch ein Indiz dass was nicht stimmt. Gestern dann die Jubelmeldungen über den Besucheransturm und ich habe meinen Ohren nicht getraut. Jetzt passt das Beobachtete wieder zur Berichtertstattung, dankeschön dafür und auf eine friedliche Wiesn <3

    • Gern geschehen! Ich bin bei den Zahlen generell immer etwas, naja, vorsichtig, aber dass es anders als sonst ist, ist offensichtlich. Das mit den hotelpreisen ist spannend, danke für den Hinweis.

    • Wenn die Marie fehlt
      werden auch die Schausteller grantig.

      ht tp://www.focus.de/regional/muenchen/oktoberfest/nach-nur-vier-tagen-oktoberfest-wiesn-schausteller-klagen-ueber-besucher-flaute_id_7611912.html

  47. Just my 2 Reichspfennig
    Checkt die Security in den Zelten eigentlich regelmäßig den Alkoholpegel der einzelnen Besucher? Würde ich ja empfehlen, bei den ganzen verkleideten Terror-Muselmanen, die heimlich nur Spezi trinken.

  48. Ich war dabei
    Sehr geehrter Don Alfonso,

    im Gegensatz zu Ihnen bin ich ein Münchner Oktoberfest-Fan! Da ich im Schnitt pro Jahr mindestens 10 mal auf die Wies’n gehe, glaube ich mir bezüglich der Zahlen ein Bild machen zu können.

    Die von Ihnen genannten Zahlen entsprechen genau meinem Gefühl, lediglich 2001 war es wesentlich schlechter, aber auch nur in der 1. Wies’nwoche, in der 2. war es wieder der ganz normale Wahnsinn.

    Man braucht sich aber nicht zu wundern, denn als ich einmal einen freien Journalisten der SZ fragte, wie denn seine Chancen stehen, dass er fest angestellt werde, meinte er „60 : 60“.

    Mit freundlichen Grüßen
    T.F.

    • Danke. Wie es ausgegangen ist, wird man ja erst nach der Wahl sehen. Ich habe jedenfalls nirgendwo gelesen, dass es diesmal richtig voll war.

  49. "mies bezahlte[n] Grattler"?
    Mich hat schon öfter gewundert, wie Don Alphonso über das angeblich geringe Salär von Journalisten herzieht. In meinem Familienkreis kenne ich zwei, einer fest angestellt, einer freiberuflich, nicht bei der Lokalzeitung. Wenn man hört, was da für Einkommen erzielt werden, treibt es einem Akademiker im Staatsdienst das Wasser in die Augen.

    • Von SZlern höre ich immer nur Klagen, wenn es um das Thema entlohnung und das kurze Band der Besitzer aus dem Schwäbischen geht.

  50. Fake News to the Second Power
    ZON (genauer: ein Gastautor) hat gestern bereits weitere Fake News der AfD entlarvt – und zwar unter dem Titel „Wie die AfD mit falschen Zahlen Vorurteile schürt“ zum unbestritten katastrophalen Bildungsniveau der hiesigen Migranten. Die AfD in personam Weidel hat sich auf die These des Bundesinstituts für Berufsbildung (BBI) zu den Schulabschlüssen von Migrantinnen und Migranten berufen, wonach man sämtliche Personen, die überhaupt keine Angaben zu ihrem Abschluss gemacht haben, dem Kreis derjenigen ohne jeden Abschluss zurechnen müsse. Damit habe die AfD in skandalöser Weise „fake news“ verbreitet – wohlgemerkt die AfD, nicht das BBI, von dem die These stammt und das dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (Frau Wanka) untersteht.
    Nun war die These des BBI mE in der Tat alles andere als seriös – die fehlende Auskunftsbereitschaft von Migranten über die eigene Ausbildung mit dem Fehlen der letzteren gleichzusetzen wäre wohl nur zulässig, wenn man valide Erkenntnisse darüber hätte, dass (ausländische) Ungebildete ihre Unbildung systematisch verschweigen. Dazu habe ich allerdings nichts gelesen (aber auch nicht recherchiert).
    Die „seriöse“ Gegenthese auf ZON lautete nun, dass die Leute fast alle bestens ausgebildet seien. Dies ergebe sich aus deren Selbstauskünften im Rahmen diverser repräsentativer Befragungen. Auf den Gedanken, dass Leute Falschangaben machen könnten, weil dies für sie vorteilhaft sein könnte und weil man ihre Angaben in D ohnehin nicht überprüfen kann, war dem Verf. ersichtlich nicht gekommen. Auch das ist dann wohl fake news – sozusagen Fake News im Quadrat.
    Wer auf diesem Niveau Meinung macht, sollte sich über die AfD-Erfolge in Anbetracht des täglich dokumentierten intellektuellen und administrativen Totalversagens von Politik und Medien in unserem Staat nicht wundern. Dass das AfD-Personal in weiten Teilen zumindest bizarr ist und in letzter Zeit zunehmend wirklich widerliche Dinge sagt, die den Verein eigentlich unwählbar machen müssten, macht die Lage nicht besser, weil von der herrschenden Klasse keine Besserung der unhaltbaren Zustände zu erwarten ist. To cut a long story short: Ich will eigentlich gar nicht in die Wahlkabine…

    • "Ich will eigentlich gar nicht in die Wahlkabine…"
      Machen Sie’s einfach kurz und schmutzig, es sieht ja keiner.

    • Yep.
      Und die Kommentatoren haben den „Beitrag“ genüsslich auseinandergenommen. Selbst „vincentvision“ hat’s die Sprache verschlagen :o)

    • Bitte um Beispiele - "wirklich widerliche Dinge"!
      das war’s schon.

  51. Wiesn - aber sicher
    Es war dieses Wochenende tatsächlich sehr ruhig auf der Wiesn – mir gefällt das gut. Weniger behagt mir der dahinterstehende Sicherheitsaufwand.

    Beim Hauptzugang von der S-Bahn-Haltestelle Hackerbrücke standen gestern abend, bei schönstem Sonnenschein und sehr wenig Wiesngängern: Hinter und vor der Brücke jeweils zwei quer gestellte Polizeibusse (war da nicht mal so eine Szene in dem US-Film „Auf dem Highway ist die Hölle los“, wo einer dann durch so eine Sperre durchbricht…?); dazwischen ein Polizeibus mit Schlagergedudel aus Lautsprechern auf dem Dach; normale Polizeikräfte mit Leuchtwesten; ein Manipel schwarz gekleidete Polizeikräfte zum Leute-Beobachten mit Knopf im Ohr; noch ein Polizeibus mit Periskop/Beobachtungskameras auf dem Dach; vorne weitere Polizeibusse; und der private Sicherheitsdienst der angrenzenden Firmen.

    Man umrundet einige Waschbeton-Panzersperren aus zerteilten Litfaßsäulen und Blumentrögen aus den 70er Jahren, die früher die Münchner Fußgängerzone „verschönerten“. Anschließend kann man am Bavariaring hinter der Wiesn entlangspazieren, oberhalb des berüchtigten Speihügels, der dem Entleeren von Körpersäften und dem Schlamm-Fango dient. In diesem Bereich gab es letztes Jahr einige wenige Vergewaltigungen und Grabschattacken an Dirndlträgerinnen, die dort ihren Rausch ausschliefen. Aber dieses Jahr tut man wirklich alles, um so kurz vor der Wahl häßliche Schlagzeilen zu verhindern. Ähnlich einem Fußballstadion steht hinter einem massiven High-Tech-Rollzaun alle paar Meter ein Schutzengel des privaten Sicherheitsdienstes, mit dem Rücken nach außen gedreht, und wacht über den Schlaf der torkelnden Bacchanten.

    Derweil dringt dumpf aus dem riesigen, taschen- und rucksackfreien Bauch der Bierzelte weiter unten, der Jubel und das „Prosit der Gemütlichkeit“, das hier wirklich in vollkommenster Sicherheit gefeiert werden kann, da alle diese Maßnahmen natürlich auf die 11 EUR pro Maß umgeschlagen werden. Aber das Gefühl der Leichtigkeit, die das Oktoberfest in seinen besten Momenten ausstrahlte, das Menschen aus aller Welt anzog, diese Leichtigkeit geht da schon vor der ersten Mass verloren.

  52. Ex Zeitleser
    Wer denkt die Debatte zu den Problemen der Migration sei inzwischen ehrlicher und weniger ideologisch geworden oder der Kontrollverlust der Behörden respektive des Staates hätte sich spürbar verbessert wird doch täglich eines besseren gelehrt…

    – Da verschwinden mal einfach so 50 irakische Flüchtlinge (aus dem Schleuser-Lkw) spurlos mitten in Deutschland. Und zwei der Tatverdächtigen der Vergewaltigung in Höhenkirchen sind mal wieder polizeibekannt… Bei uns in der Regionalpresse vor einigen Tagen wieder ein Fall von Sozialbetrug und mit 8 Identitäten ….

    Solange die Probleme durch Politik und Medien dermaßen „ignoriert“ und teils relativiert, Kritiker immer noch reflexartig in die rassistische rechte Ecke gestellt werden und sich der Staat so vorführen und vera… läßt ziehe ich die Notbremse und wähle gezielt gegen diese Politik.

  53. Vielleicht beruhigt das Don?
    „LIEBE“= „LIE“(LÜGE) „BE“(SEIN)?:=)

  54. Selbst nicht besser
    Na ja, gähnende Leere ist natürlich schon übertrieben. Viel schlimmer finde ich jedoch, dass genau die gleiche Klientel, die jetzt laut „Lüge“ schreit, bei anderen Gelegenheiten in die gleiche Kerbe haut.
    Ich denke an den „einbrechenden Tourismus“ in Dresden – angeblich wegen Pegida. Da ging es um gerade mal 3 Prozent weniger Ankünfte. (Bei ausländischen Gästen gab es allerdings ein Plus von über 6 Prozent.) Oder um die Horrorprognosen bezüglich des Brexit oder der Wahl von Trump. Die USA und GB waren ja bei der Qualitätspresse praktisch schon auf dem Niveau der 3. Welt. Und zum Westen gehörten sie laut SPD auch nicht mehr.

    Wenn es in ihre Narrative passt, dann sind solche Übertreibungen kein Problem.

    • Ich warte ja immer noch auf Trumps 3. Weltkrieg.

    • Titel eingeben
      Ein Grund für den „einbrechenden Tourismus“ in Dresden war auch das Russland-Embargo, …meine ich zu erinnern, gelesen zu haben.

    • Trump
      könnte der erste US-Präsident seit langem sein, der mal keinen Krieg anzettelt (und verliert). Das wäre immerhin mal ein zivilisatorischer Fortschritt.

    • Zu Dresden
      und den Übernachtungszahlen gab es eine eindeutige Stellungsnahme vom lokalen Tourismusverband in einer Auseinandersetzung mit Annekatrin Klepsch von den Linken. Auszug:

      —-
      „Völlig daneben“ liege Klepsch jedoch mit ihrer Einschätzung, dass die Aussagen zu den Bedenken ausländischer Touristen über die innere Sicherheit in Deutschland „nicht repräsentativ“ seien und man „Ängste schüren“ wolle. „Gerade heute erreichte uns eine Mail eines Reiseveranstalters, der alle Stadtführungen in Dresden abgesagt hat, weil sämtliche Klassenfahrten aus Japan aufgrund der Terrorgefahr in Europa gestrichen seien. Und diese Mail ist kein Einzelfall“, so der TVD.

      Der Einbruch der Gästezahlen im Juli 2016 sei unter anderem „direkt auf die Vorfälle in Würzburg und Ansbach zurückzuführen“. Auch andere Branchen hätten wegen der erhöhten Terrorgefahr mit gehäuften Absagen aus Asien und den USA zu kämpfen. „In Hongkong gab es sogar eine Reisewarnung. Uns ist völlig unklar, was es da noch zu ‚schüren‘ gibt“, schreibt der Verband in seiner Stellungnahme.
      —-

      Details nachzulesen unter

      https://www.sachsen-depesche.de/wirtschaft-finanzen/sicherheitsdebatte-tourismusverband-dresden-will-keine-%E2%80%9E%C3%A4ngste-sch%C3%BCren%E2%80%9C.html

      PS: Ich weiß, daß das einen rechte Postille ist, aber was soll man machen, wenn es sonst nirgendwo mehr steht?

    • OK, akzeptiert.

  55. Statistische Zeitreihen sind halt nicht jedermans Sache
    Es passt ganz gut: Gestern wurde bei Frank Plasberg zum Thema Anstieg der Kriminalität versucht, die Aussage von Frau Weidel, dass die Zahl der Delikte durch die Decke geht, zu entkräften. Da wurden dann nur die Zahlen vom Vorjahr herangezogen, wobei Zuwächse zwischen 80% und 135% gegenüber dem Vorjahr genannt wurden. Auch hier wurde darauf verzichtet, die letzten Jahre zum Vergleich heranzuziehen. Wenn ich mich recht erinnere, dann hatten Sie das doch schon mal sehr gut aufgearbeitet. Man hätte nur recherchieren und um die aktuellen Zahlen erweitern müssen. Früher hätte ich Faulheit vermutet. Heute? Absicht?

    Wie dem auch sei: Vielen Dank und weiter so.

    P.S.:
    Drei Zinnen? Da war doch was? Und: Die Strecke würde mich interessieren!

    • Das kommt noch! Nur war mir das Thema gerade noch sehr wichtig.

    • Na ja im Mutterkutter beklagt sich ein Lohnschreiber (im Redaktionsverzeichnis steht er nicht)
      ganz empört über Franks Werbesendung für die AfD. Gab es da verschiedene Sendungsvarianten ?

    • Frank Plasberg - Werbesendung für die AfD?
      @Ulrich Dust: Da könnte es sich um ein Wahrnehmungsproblem handeln! Ich hatte allerdings stellenweise den Eindruck, dass Frau Weidel nur zuschauen brauchte und die anderen Diskussionsteilnehmer für sie – in ihrem Sinne – argumentierten. War aber vielleicht auch nur mein Wahrnehmungsproblem. M.E. hat Herr Plasberg halt das getan, was er immer macht – und was man erwarten kann: Zuspitzen und moderieren. Wenn dabei angeblich Werbung für die AfD rauskommt, dann liegt das doch an den Diskussionsteilnehmern, oder?

    • Um zu verstehen, was Hans Hütt ist, können Sie bei der Zeit seinem Beitrag „Neue Rechte: Die Heimatvertriebenen“ lesen. Ich wil hier nicht unsonszt keine Links zu dieser Person.

    • Hans Hütt ...
      … hat in einem Kommentar in der FAZ zu einer Diskussionssendung gefordert, dass sich Ungarn an die Amerikanische Verfassung halten möge.

      Mehr muß ich nicht wissen, in meinem Verständnis von Verfassungen einzelner Staaten.

    • Hans Hütt
      Man liest sein CV auf seiner Homepage hier:
      http://www.hans-huett.de/?page_id=8684
      und reibt sich die Augen.

      Der Fachmann staunt, der Laie wundert sich.

  56. Ich bin am Wochenende zufällig in der Sauna in eine politische Diskussion geraten.
    Die Mehrheit der Leute gab an, AfD zu wählen. Unter anderem gehörte auch ein Facharbeiter dazu, dessen Großvater Ehrenmitglied und dessen Mutter langjährige Stadträtin der SPD waren, aber nach seinen Worten wird die gesamte Familie AfD wählen. Es herrschte ein Hass, gerade auf die SPD, den habe ich so noch nie erlebt. Zu der Gruppe gehörte auch ein pensionierter niederländischer Polizist, der erklärte, in die muslimisch geprägten Viertel in den niederländischen Großstädte gehe er nur noch anlässlich Veteranentreffen (er war Mitglied in einer niederländischen SEK); alle Mann in voller Uniform einschl. Barett. Wenn er alleine unterwegs sei, habe er immer ein Schlagwerkzeug dabei.

    Was mir besonders auffiel, war, dass die auch anwesenden AfD-Gegner sehr kleinlaut waren und nur noch sehr zaghaft Gegenposition bezogen. Das war vor ein paar Monaten noch ganz anders. Immer wiederkehrende Aussage der AfD-Wähler war: ‚Dann sollen die mich doch Nazi oder Rassist nennen. Das ist mir scheißegal.‘

    Mein Eindruck: die Stimmung kippt in Richtung AfD. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich in ein paar Monaten die Vertreter der etablierten Parteien nicht mehr in der Öffentlichkeit zeigen können.

    • Ich glaube, die AfD-Wähler haben inzwischen begriffen, dass sie keine kleine Gruppe mehr sind, die man so einfach unterbügeln kann. Daher auch die Anti-Merkel-Proteste.

    • Arbeiter und Sozialdemokraten
      Ich habe über Verwandtschaft ein Stimmungsbild aus einer ÖBB Werkstätte, da ist man früher nur mit SPÖ Parteibuch reingekommen, die wählen wohl inzwischen alle FPÖ.

      Beim Mittagessen in der Berliner Filiale: „Kennen Sie jemanden, der noch SPD wählt?“ Allgemeine Heiterkeit am Tisch. Merkel gab es noch, für die SPD war nur noch Verachtung zu spüren. Die verlieren wohl die meisten Wähler an den Tod, das wird die nächsten Jahre richtig bitter für die. Daher auch das heranschleimen an den Islam.

    • Von den Niederlanden lernen heißt siegen lernen.
      Die SPD-schwesterliche niederländische Partij van de Arbeid kam von 24,8 % im Jahre 2012 auf 5,7 % im Jahre 2017. Man beachte, dort liegt anscheinend der reguläre Wahlrhythmus schon bei den von einigen auch hier angestrebten 5 Jahren. (Gratis-Vorschlag für die Propagandisten dieser Reform: „Bis zu 20 % weniger politische Lügen pro Jahr!“) Am besten wäre es natürlich, die Wahlperiode der bestehenden Regierung rechtzeitig auf 100 Jahre zu verlängern, solange die nämlich noch von der geistigen Elite getragen wird.

      Aber vielleicht sollte man das alles auch eher wie Pierre Desproges sehen, ein schon fast seit 30 Jahren toter französischer Komiker:

      « La naïveté grotesque des enfants fait peine à voir, surtout si l’on veut bien la comparer à la maturité sereine qui caractérise les adultes. Par exemple, l’enfant croit au Père Noël. L’adulte non. L’adulte ne croit pas au Père Noël. Il vote. »

      „Der Anblick der grotesken Naivität der Kinder schmerzt einen, vor allem im Vergleich zur gelassenen Reife, welche die Erwachsenen auszeichnet. Zum Beispiel glaubt das Kind an den Weihnachtsmann. Nicht so der Erwachsene. Der Erwachsene glaubt nicht an den Weihnachtsmann. Er geht wählen.“

  57. "Lumpen san's alle"
    Wie ich lesen durfte, hat die Großmutter des werten Autoren das politische Establishment ihrer Zeit mit diesem Satz bedacht. „Liagn deans alle“ wäre wohl eine passende Zusammenfassung des vorliegenden Artikels.

    Ein weiterer Punkt auf der langen Liste der Begründungen für meinen mittlerweile stark ausgeprägten Unwillen, überhaupt irgendjemandem in diesem Land meine Stimme zu geben.

  58. Ländliche ! Kirmes in NRW am 23. September 2017
    Verlautbarung der Gemeinde:
    Die Sicherheitsanalyse ergab keine besondere Gefahrenlage.
    Das Sicherheitskonzept wurde an die aktuelle Situation angespasst.
    Daher werden alle Zufahrten zum Veranstaltungsbereich mit den neuen, modernen, gemeindeigenen Betonfertigelementen zum Schutz vor LKWs abgesperrt.
    Sicherheitspersonal und Polizei werden, wie schon im letzten Jahr, verstärkt im Einsatz sein.
    Auf die Mitnahme von grösseren Taschen, Rucksäcken oder bedrohlich wirkenden Gegenständen möge verzichtet werden…
    Danke Merkel !
    Deutschland hat sich durch Ihre Politik verändert – zum Schlechtern !

    • Wir lassen uns unsere Art mit Betonbausteinen zu leben nicht nehmen!

    • Merkelklözchen
      @smaug
      gegen Motorräder und Axtschwinger vermag das auch nicht zu helfen.

      Auch sollen die Betonklötze, sofern nicht stabil im Boden verankert, von einem LKW auch verschiebbar sein….

  59. weitere Eskalation der gegenseitigen Bezichtigungen nicht ausgeschlossen
    Netztaffine 68er (ZON!) befürchten, dass die AfD „einen“ neuen Nihilismus befördert, dh. den Glauben an die Zukunft, den Fortschritt, die klassenlose Gesellschaft, oder was man sonst für eine notwendige Utopie hält (EU, Euro), gefährdet.

    Einfache Gemüter sollen möglichst intuitiv, den Parolen einer ökologisch genannten, moralinsauren Meinungsvorherrschaft des unbedingten industriellen Wachstums folgen („Das an-schaffen wir!“) und fahrlässige Risiken bei der künftigen Altersvorsorge eingehen (EZB/Euro), dh. nur noch von der Hand in den Mund leben dürfen.

    Für die normalen Billigheimer (dt. Michel) werden die Muskelspiele der beteiligten Fraktionen jedoch immer weniger durchschaubar, weshalb es ja auch notwendig geworden ist, in den Medien mit entsprechende Applaushintergrundgeräuschen oder Follower- oder Clickzahlen zu dokumentieren, wo die „richtige Gesinnung“ verortet ist.

    Angesichts moderner Physik(=Metaphysik) und Technik wird Demokratie immer „schwieriger“, gerade auch um die benötigten Mittel für immer kostspieligere Forschung und Entwicklung aus Steuerzahlers Taschen aufzubringen. Sind „biedermeierliche, kleinbürgerliche“ Denkansätze noch tragbar um „existenziell notwendige“ wissenschaftliche Forschung (=bereits Daseinsvorsorge) weiterhin üppig zu finanzieren oder ist die für tot erklärte „Moderne“ damit überfordert, wie uns Postmoderne glauben machen wollen und deshalb andere (ggf. neofeudale) Wege der wirtschaftlichen Zuteilung (Allokation) beschreiten wollen??

    Die sinnvolle Filterung von Meinungen kann nur subjektiv, „subsidiär“ gelingen, also durch jeden einzelnen, früher auch Bürger* genannt. Damit Erkenntnistheorie, unbedingter Zweifel oder Kritik der reinen Vernunft aber auch weiterhin greifen können, muss ein ungehinderter Informationsfluss und Meinungsfreiheit aufrecht erhalten bleiben. Dies ist eine politische Aufgabe, die eine neue Partei übernehmen sollte, da die alten daran offensichtlich scheitern.

    Die Flut von Thesen und Antithesen kann nicht wirklich nach Maßgabe von Maas und Konsorten, also durch Zensur, geregelt werden, wenn wir unsere Selbstachtung als denkende politische und moralische Wesen nicht verlieren wollen.

    Dem steht aktuell die Aneignung der gesellschaftlichen Zukunft entgegen, vulgo Politik genannt, die sich als besserwisserischer Versuch versteht, das höchste Gut in Form eines möglichst festzementierten Claims abzustecken, um den Vorrang der eigenen Alimentierung zu sichern (auf Kosten der gutmütigen Restgesellschaft).

    Die Macht dazu verleiht ihr eine auf Quasi-Korruption gestützte Verflechtung mit Arbeitgeberverbänden, die die Steuerlast lieber beim Konsumenten sehen (sozialisieren), als beim Produzenten, der möglichst ungestört, monopolorientiert (max. Marktanteil/max. Profit ) agieren will. Die alte Frage also, wer hat uns verraten?

    Wer mehr Bürgerrechte, Transparenz und soziale marktwirtschaftliche Ausgestaltung fordert oder aufrecht erhalten will, kann also nicht auf allgemeine Zustimmung bei den Etablierten stoßen, die Demokratie, Subsidiarität und Föderalismus so gut als möglich zu vermeiden suchen, wie so mancher „Teufel“, der das Weihwasser religiöser Selbstgerechtigkeit meidet und damit postmodernen „Nihilismus“ im Zeitalter des überraschend prall gefüllten Dunkels im Kosmos, dh. „Aberglauben des Selbst“, praktiziert.

  60. Schöner Beitrag.
    Aber auf @littlewisehen sind Sie auch nur gestoßen, weil sich die Münchener Anwaltsschickeria bei Ihnen tummelt, oder?

    • Ich weiss nicht, ob er wirklich Anwalt ist. Er hat sich mal über mich aufgeregt, das ist alles. Ich finde es nur erstaunlich, wenn man am T-See leben soll und dann so eine Bildauswahl hat. Aber was weiss ich schon. Zeit hat er jedenfalls jede Menge.

    • Anwalt
      Laut http://www.rechtsanwaltsregister.org ist er seit 1994 als RA in München zugelassen.
      Den Angaben nach -nur Handy Nr. und Adresse in Wohngegend- betreibt er wohl hauptberuflich keine Kanzlei.

    • Titel eingeben
      littlewisehen wurde 2002 aus der RAK München gelöscht. Entweder ist er kein RA mehr, oder er verwendet den Namen des ehemaligen Anwalts als Tarnung.

    • Jedenfalls habe ich Zweifel, dass er wirklich am T-See ist. Ich sehe da nie ein bild von ihm. Erstaunlich (was nicht heisst, dass er da nicht mal gewesen ist),

  61. Links-Sein erschöpft sich...
    …seit dem Krieg immer mehr darin, lediglich „Sprachkritik“ zu üben, denn Sprache wurde zu dieser Zeit erstmals als das eindeutige Gewalt- und Machtmittel identifiziert, das sie eigentlich schon immer gewesen ist. Wichtige Beiträge lieferten Victor Klemperers Lingua Tertiae Imperiae ebenso wie die kulturkritischen Schriften Adornos.

    Tatsächlich hatte Sprache im Dritten Reich – wie in den anderen totalitäre Staaten der Zeit – einen großen Anteil an der Gesamtkatastrophe. Man denke nur an die Nürnberger Gesetze – Worte, nichts als Worte, die aber die Grundlage für die systematische Ermordung der Juden lieferten.

    Das ursprüngliche, zivilisierende und befriedene Potential der menschliche Sprache (bzw. der Schrift), ohne welches die Europäische Hochkultur nie entstanden wäre, hat in seiner höchsten Ausprägungsform zu einem Rückfall in die Barbarei geführt. Deswegen auch Adornos Rede von der Dialektik der Aufklärung (=Sprache)
    Adornos Schüler nahmen unter bundesrepublikanischen Verhältnissen diese Kritik auf und sahen plötzlich den Faschismus, wenn auch nur in symbolischen Formen, hinter jeder Ecke hervorluken. Bei den 68ern nahm es in seiner vulgarisierten, poppigen Form geradezu wahnhafte Züge an. Man schaue sich Godards „La Chinoise“ an…

    Aktuell erleben wir die Wiedergänger dieser Studenten, und zwar in Gestalt der „Kulturwissenschaftler“. Im Unterschied zu ihren Vorgängern sind sie seltener von Adorno verdorben worden, sondern von Vertretern der sogenannten French Theory, die da wären Foucault, Deleuze, de Man, Derrida und nicht zuletzt Judith Butler. Was diese Bande miteinander teilt, ist ein Ansatz, der noch viel radikaler ist als es der Ansatz Adornos war. Hier wird das Prinzip der Analyse zur Dekonstruktion erweitert. Ausgehend von der prinzipiellen Arbitrarität sprachlicher Zeichen, wie man in der Linguistik sagt, machen die Poststrukturalisten vor der Sprache als ganzer keinen Halt mehr: ihr Ziel ist die Binarität der Sprache zu überwinden – denn Binarität ist reduktionistisch und steht damit auch schon wieder unter Faschismusverdacht. Mann, Frau, Mensch, Natur, Nation, Staat, Gerechtigkeit, Recht, Freiheit, Schönheit und Hässlichkeit, Kultur (Ping:Özoguz) und Barbarei – alle Begriffe, die die westliche Welt im positiven geprägt haben, sind zum Abschuss freigegeben.

    Nun ist es sinnlos mit solchen Leuten überhaupt nur zu diskutieren, denn ihre Stringenz hat tatsächlich etwas entwaffnendes. Sie fragen einen, „Ja was ist denn die Nation?“, „was ist denn bitte ein Deutscher?“ – „Das sind doch alles nur Konstrukte!“ Und tatsächlich eignet allen Begriffen etwas willkürliches. Sprache als ganzes ist eine Konvention. Eben das passt ihnen daran nicht. Die Willkür ist das Problem, Willkür ist der Todfeind der Linken. Wo Willkür herrscht, herrscht
    Ungerechtigkeit.

    Letztlich träumen unsere Kulturwissenschaftlicher also – und unsere Medienlandschaft ist voll von ihnen – von einer Welt ohne Sprache. Bzw. von einer rein poetischen Sprache, die von der realen Welt komplett abgekoppelt ist. Denn nur eine solche Sprache wäre frei von Willkür und damit von Ungerechtigkeit.

    Damit wäre der Mensch dann wieder in seinen Urzustand zurückgekehrt. Wie es damals, vor 100.000 Jahren unter Menschen lief, wissen wir alle. Sogesehen werden die neuen Linken – und wir mit ihnen – Opfer ihrer eigenen Denkungsart. Sie träumen von einer Welt ohne Diskriminierung – die für sie ja fast immer sprachliche Diskriminierung ist – ohne zu erkennen, dass die Welt, die ansteuern, noch viel gewalttätiger wäre, als die, welche sie kritisieren. Einen Vorgeschmack erleben wir ja gerade. Aber es wird noch viel schlimmer werden. Manche Wissenschaftler finden das sogar „spannend“.

    • Titel eingeben
      Das Wort „Hund“ hat noch niemanden gebissen.

    • @Baron Samedi
      Bei Lesen Ihres letzten Satzes erschien vor meinem geistigen Auge eine Szene aus dem Film „Alien 4“: Wissenschaftler haben mit Aliens experimentiert, natürlich ist alles ausser Kontrolle geraten, und da gab es diese Szene, wo die Wissenschaftler eingesponnen auf ihren unvermeidlichen Tod warten und trotzdem noch ganz verzückt über das Ergebnis ihrer schrecklich fehlgeschlagener Experimente räsonieren.

      (Entschuldigung für den Ausflug in die Populärkultur.)

    • Dekonstruktion der Sprache
      Interessant ist dabei vielleicht auch, daß sie für diese Dekonstruktion auch versucht haben, eine Sprache zu verwenden, die nun wirklich genau definiert ist, die der Naturwissenschaften. Die sollte wohl mit ihrer anerkannten Genauigkeit den schwammigen übrigen Begriffen eine künstliche Präzision verleihen, wobei allerdings noch nicht einmal ansatzweise versucht worden ist, tatsächliche Bezüge herzustellen (was wegen mangelnder Kenntnisse vermutlich auch nicht gelungen wäre).

      Das hat sich dann ein Physiker zum Anlaß genommen, die Dekonstrukteure selbst zu dekonstruieren: Er hat einen nachweisbar sinnfreien Text in entsprechender Diktion verfaßt (über „transformative Hermeneutik der Quantengravitation“) und bei einer angesehenen sozialwissenschaftlichen Zeitschrift eingereicht. Dort wurde sie gerne angenommen und 1996 veröffentlicht – was sich dann zur sogenannten „Sokal-Affäre“ auswuchs.
      Sokal hat im Jahr danach mit einem Kollegen (Bricmont) ein Buch verfaßt, und das Thema noch einmal ausführlich dargestellt („Eleganter Unsinn“)

    • Ergänzung
      Die Nürnberger Gesetze waren eine Kopie der Rassenhygienegesetzgebung des US Bundesstaates Kalifornien. Rassehygiene selbst war unter der Bezeichnung „Eugenics“ eine Wissenschaft, die von den Amerikanern erfunden und von den Nazis, ebenfalls mit Unterstützung der Amerikaner, zelebriert wurde.
      Das wurde nach dem Krieg in unseren Geschichtsbüchern umgeschrieben.
      Alle diese hochintellektuellen „Analysen“, wie „Sprache“ oder was auch immer, zu Pogromen oder Massenvernichtung führen könnten, sind deshalb für die Mülltonne gemacht. Weil es Analysen virtueller Geschichtsversionen sind, sie stützen sich auf aus politischen Gründen umgeschriebene, fiktive Geschichte, Fake News von Millionen von Seiten Umfang.
      Komplettieren Sie diese Geschichte, dann analysieren Sie nochmal.

      http://waragainsttheweak.com/

      http://www.sfgate.com/opinion/article/Eugenics-and-the-Nazis-the-California-2549771.php

    • Sprache ist ein Machtinstrument dritter Ordnung
      Sorry,
      flächendeckend ist es 1. Ernährung 2. Kleidung.

      Da finden die Eingriffe und Machtdemonstrationen
      in den Alltag der Vielen statt. Siehe Grüne, siehe Islam.

    • @ E.R. Binvonhier
      Naja, gerade die Grünen bzw. der Islam sind ja gute Beispiele für Bewegungen, die das Sein an das Bewusstsein anpassen wollen, statt vernünftigerweise vom Sein auszugehen ergo: realistisch-vernünftig auf die historischen und überhistorischen Umstände des menschlichen Lebens zu reagieren. Unter den Grünen finden Sie im Übrigen eine Menge Anhänger der sogenannten „cultural studies“, welcher wir die aktuellen Exzesse im Bereich Gender, Multikulti, Umweltpolitik etc. zu verdanken haben.

    • bezweifle ob Sie überhaupt die Dialektik der Aufklärung gelesen haben
      da stehen Sachen drin,
      davon Sie berichten könnten.

      Was mir gerade so einfällt, sinngemäß:

      Das Christentum ist nicht nur hinter das Judentum zurück gefallen…

      Propaganda ist Mist, sie macht Sprache zur Maschine…

      Also an die wenig sprachlose APO und die Agit-prop-Gruppen aus den Münchn. Universitäten kann ich mich noch lebhaft erinnern, wie sie zB. im Stechschritt durch die Münchner Sonnenstraße marschierten, gegen die USA und den Vietnamkrieg mit Hoschimin- und Mao-Parolen demonstrierten….

      Geendet hat der Protest später mit der RAF. Meinten Sie diese Sprachlosigkeit?

    • @ pathfinder
      Es geht bei der dialektischen Bewegung doch im Grunde um jene vom „Mythos“ zum „Logos“ und wieder zurück. Das mythische Denken, sprich das ideologische, hat in diversen Formen, hauptsächlich in Gestalt der Religionen, das menschliche Leben bis zur Aufklärung geprägt, salopp gesagt. Sinn und Zweck aufklärerischen Denkens war und ist es immer noch, an die Stelle des Mythos – des „gelogenen“ Wortes wie Platon sagen würde – den Logos zu setzen, das rationale, logische Denken.

      Was Adorno in der Dialektik beschreibt ist, wie der Kapitalismus, als Hervorbringung einer vermeintlich rationalistischen Weltsicht, seinerseits nicht davor gefeit ist, wiederum ins Mythische zu kippen, d.h. das Logos wieder zu verdrängen und den Mythos, die Ideologie, an die Macht zu bringen. Nichts anderes ist ja im Dritten Reich passiert, weshalb Horkheimer schrieb, „wer über den Kapitalismus nicht sprechen will, möge vom Faschismus schweigen“.

      Ich denke, derzeit droht der Backlash ins Irrationale, Mythische nicht von Rechts, sondern verrückterweise von Links, wo man sich ja traditionell auf der Seite des „Logos“ verortet. Was „Kulturwissenschaftler“ heute so produzieren, hat allerdings nicht mehr viel mit Vernunft zu tun. Das ist pure Mythologie. Im Grund scheint man sich nach prä-aufklärerischen Zeiten zu sehnen, daher auch die Affinität zum Islam. Man sieht in Muslimen beseelte Wilde, wie wir sie selber einmal waren und träumt davon, auch wieder so zu werden…

    • wollen Sie mir "Dialektik" erklären ?
      @Samedi

      **Es geht bei der dialektischen Bewegung -doch im Grunde- um jene vom „Mythos“ zum „Logos“ und wieder zurück.**

      Na da danke ich aber. So lakonisch sehe ich die Bewegung nicht.

      Wo würden Sie denn Metaphysik verorten, kulturphilosophisch?
      Hat Metaphysik Ressourcen, die nicht nur moderierend wirken können?
      Müssen wir auf diese verzichten, weil die strukturellen Bedingungen im Kultur- und Hochschulbetrieb hoffnungslos politisch, ideologisch belastet sind?

      Müssen wir uns mit dem Verlust unser traditionellen kulturellen Identität abfinden, die sowohl weder vollständig auf Mythos als auch auf Logos verzichten kann oder wurden wir bisher nur nicht artgerecht erzogen?

      Die Konstruktion Dialektik, auf die Sie verweisen, ist doch selbst kein taugliches Instrument um die Wirklichkeit zu verstehen und vor allem (!) praktisch zu gestalten. Sie wollte mit der gerade erlittenen Barbarerei abrechnen, wie Sie richtig feststellen. Der Erfolg war zweifelhaft (ua RAF).

      Ich sehe weniger den Gegensatz, also These, Antithese, als hilfreich. Wir sollten die Dinge als Komplemente begreifen und klären, wie Koexistenz auf Gegenseitigkeit, Glaubens- und Meinungsfreiheit auch weiterhin möglich bleiben. Werden wir deshalb besser konkret.

      Mir liegen ein geschwätziger Materialismus und seine Lakaien (Kulturrevolution, realer Sozialismus, fragwürdige Forschungsprojekte in vielen Bereichen, ja auch diese! ) mindest genauso schwer im Magen wie reaktionäre Wiederbelebungsversuche religiöser Einrichtungen.

      Ist Materialismus Mythos oder Logos?
      Brauchen wir Staaten um Nationalökokomie betreiben zu können?
      Wie sähe die Alternative aus, keine Geldmärkte, Feudalismus pur, die frühen Hochkulturen als Vorbilder?

      Wer geht es an?

      PS:
      Den Islam verstehe ich bis heute nicht. Mein Drang ihn zu verstehen hält sich auch in Grenzen. Ich bin Agnostiker.

      Um was es im Grunde geht, steht so gesehen also aktuell nicht in der Dialektik-d-A, die ein recht zeitgenössisches Dokument ist, sondern, wie Sie durchaus richtig erwähnen in Strömungen, die die Zukunft in der einen oder anderen Weise usurpireren wollen, mit durchaus fragwürdigen Mitteln (Islam), worin ich Ihnen ausdrücklich zustimme.

  62. Sind diese Supertwitterrer denn wirklich so entscheidend für den Erfolg der AfD?
    Dass Herr Hütt in seinem Artikel heute gleich in der Unterüberschrift anprangert, H. Plasberg hätte seine Fragen wohl aus dem „AfD Chat“ abgeschrieben und somit impliziert, dass politisch inkorrekte Fragen nicht mehr gestellt werden dürften, DAS treibt der AfD Wähler zu. (http://www.fa z.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik/tv-kritik-zu-wahlsendungen-franks-horrorshow-15205471.html)

    Die totale Intransparenz und Verheimlichung, was z.B. die Kriminalitätsentwicklung aufgrund der Zuwanderung und Kosten derselben angeht, DAS treibt der AfD die Wähler zu. Das Westfernsehen, pardon, die NZZ, hat dies wunderbar auf den Punkt gebracht: https://www.nzz.ch/meinung/kommentare/die-fluechtlingskosten-sind-ein-deutsches-tabuthema-ld.1316333

    Ich weiß nicht ob es für die Regierung nicht besser gewesen wäre, stets mit offenen Karten zu spielen und vernünftig zu kommunzieren. Es merken halt immer mehr, wie der Hase wirklich läuft und ziehen die entsprechenden Schlüsse.

  63. Amüsant
    Guten Morgen Don,

    die Hollstein schreibt: Weg mit den Fakten!

    Dafür hier: Weck mich mit Fakten!….Und hierfür natürlich vielen Dank!

    Was mich eher schon wieder beunruhigt, ist Ihre Anmerkung über die möglichen Konsequenzen für nicht Linientreue in den Medien nach der Wahl. Können Sie sich nicht vorstellen, daß durch eine stärkere Opposition die Freiheiten eher größer werden? Oder reicht der Arm schon so weit und sind Repressalien schon in Vorbereitung?

    Wenn ich mir die Berichterstattung in der FAZ anschaue, habe ich manchmal den Eindruck (auch in Verbindung mit den freigeschalteten Komentaren), daß dort nüchtener Meinungspluralismus auf der einen Seite abnimmt, tendenziöse Berichterstattung und die Schere im Kopf jedoch immer offensichtlicher ansteigt. Sie scheinen mir einer der wenigen, die da kein Blatt vor den Mund nehmen. Wird dort tatsächlich bei den Herausgebern Druck aufgebaut oder funktioniert es über die Schiene Ausschluß von Informationskanälen.

    Passen Sie auf sich auf.

  64. Puma für die Führerin
    O.T., aber auch reizvoll: Gestern beweinte der Regierungssender unsere Staatslenkerin, weil die bei ihrem Wahlkampfauftritten Gegenwind erfährt. Das ist soo gemein und soo undemokratisch. Ja, sogar kritisch. Aber dann jubilierte der Regierungs(funk)sprecher: „Nun besteigt unsere geliebte CDU-Vorsitzende Frau Kanzlerin Dr. Angela Merkel ihren Bundeswehr-Puma-Hubschrauber und fliegt zum nächsten Wahlkampfauftritt!!“ Bei aller regierungsunterworfener Kniefälligkeit, für die ich den unfreiwillig köstlichen Deutschlandfunk so liebe, hat mich eines doch überrascht: die Bundeswehr hat also gegen alles eigene Gejammer doch funktionierendes Flugmaterial?
    .
    Daraus ergeben sich zwei Fragen:
    .
    1. Gehen wir davon aus, dass unsere geliebte Bundeswehr dem eigene Material in diesem Fall traut und sicher ist, Merkel unbeschadet ans (Wahl-)Ziel zu bringen (Schelm, wer da anders unterstellt): gibt es dann eine Hubschrauberwartung erster und eine Hubschrauberwartung zweiter Klasse? Also Hubschrauber für Merkel (muss funktionieren) und Hubschrauber für Soldaten (dürfen auch abstürzen)?
    2. Ist es legal, dass eine Parteivorsitzende das (in diesem Fall taugliche) Material der Bundeswehr für eigene Wahlkampfvorteile missbraucht? Wenn ja, ist so eine Vorteilsnahme aber legitim?

    • Zu 2.
      Merkel (CDU) zahlt wohl für die Flüge. Jedoch hat ein Anwalt nun eine Anzeige wegen Untreue gegen Deutschland gestellt. Merkel zahle viel zu wenig für ihre Reisen, so der Vorwurf.

      Das perlt genau so ab wie die mehr als 1000 Strafanzeigen die bisher gegen sie gestellt wurden (Landesverrat o.ä., Sie können recherchieren in der Netzglaskugel Ihrer Wahl). Teflon mit ÖR-Beschichtung. Plus BGH-Hitzeschutz.

    • Puma?
      Das wäre interessant – aber auch passend!
      Pumas hat nämlich nur die Bundespolizei (früher Bundesgrenzschutz) – und da man die Grenzen ja nicht schützen (kann / darf / muß – nichtzutreffendes bitte streichen), können die Hubschrauber auch anderweitig verwendet werden.

      Die entsprechenden Hubschrauber der Bundeswehr sind vom Typ Cougar – wobei allerdings die technischen Unterschiede gering sind.
      Soweit ich weiß, sind aber die BP-Hubschrauber olivgrün lackiert, die BW-Hubschrauber der Flugbereitschaft weiß.

    • Die CDU zahlt viel zu wenig dafür
      irgendwo las ich, dass eine Flugstunde um die 15.000 kosten würde, der Hubschrab ist aber viel länger unterwegs und die CDU zahlt wohl nur 3.000, wenn’s überhaupt sooo viel war.
      Dazu kommen ja noch die Leute aus dem Kanzleramt, Altmeier, Christiansen, Seibert u.a., die den Wahlkampf organsieren und angeblich mit 450 Euro-Jobs stundenweise ausgelagert werden.

      Für mich ist das eindeutig Vorteilsnahme, aber Merkel herrscht ja im Alleingang wie die Made im Speck.

    • Wagenknecht
      Zum Reiseverhalten von wahlkämpfenden Politikern:

      Wagenknecht hatte wohl laut meinem Lieblingssender WDR 2 gestern einen Auftritt in Wuppertal.
      Wie sagte der Radioberichterstatter fröhlich plaudernt:

      „Danach ging es mit Blaulicht zur nächsten Veranstaltung.“

      Aha.
      Muss mir auch mal so ein Ding im Baumarkt besorgen, wenn ich wichtige Termine habe.

    • Ich versuche es mal
      Bundespolizei-Flugdienst

      Die Polizeihubschrauber des Bundes kommen u. a. für folgende Zwecke zum Einsatz:
      zur Überwachung der Grenzen, einschließlich des Küstenmeeres im Bereich der Nord- und Ostsee
      für den Transport von Polizeikräften bei Großeinsätzen
      zur Unterstützung des Bundeskriminalamtes
      für die Hilfe bei schweren Unglücks- und Katastrophenfällen im In- und Ausland sowie
      für den Luftrettungsdienst

      Ferner werden die Polizeihubschrauber des Bundes auch für die Beförderung von sicherheitsgefährdeten Personen des politischen und parlamentarischen Bereichs des Bundes und der Länder eingesetzt sowie für die Beförderung von Staatsgästen der Bundesregierung. Aufträge aus diesem Bereich führten die Hubschrauber der Bundespolizei bis nach Kaliningrad (Königsberg) und Lvov (Ukraine). Auch Papst Benedikt XVI. war bei seinen zwei Besuchen in Deutschland Fluggast der Bundespolizei.

      aus
      https://www.bundespolizei.de/Web/DE/05Die-Bundespolizei/04Einsatzkraefte/04_Flugdienst/Flugdienst_node.html

      ggf fällt ihr Transport unter
      Hilfe bei schweren Unglücks- und Katastrophenfällen im In- und Ausland

      Hier ein Link zum interessanten Jahresbericht 2015
      wo man u.a. sehen kann wo die Leute Überall helfen.

      https://www.bundespolizei.de/Web/DE/Service/Mediathek/Jahresbericht
      e/jahresbericht_2015_file.pdf?__blob=publicationFile&v=5

      Die Hubschraubbären sind idR Blau
      Katastrophenschutz Orange (die machen auch Rettungsflüge)
      Der Transporthubschraubär für die Kanzlerin ist vermutlich ein
      AS332 L1 Super Puma

      Hier in der Nähe wurde sie bis zum Sportfliegerlandeplatz geflogen
      und von da im geschützten Audi A8 in die 1,5km entfernte Innenstadt gefahren. Sie wurde aber nur ein wenig ausgebuht.
      (Südhessen. Ich überlege grundsätzlich die Flucht ins nahe Bayern)

    • Das Zitat ist echt?
      Unglaublich.
      Im übrigen ist es ja noch ein Zeichen von Aufmerksamkeit, wenn Gegenwind kommt.
      Was sagt eigentlich der Regierungssprecher, wenn sie völlig ignoriert wird?
      Beispielsweise von Geschäftsführern, die, nachdem sie fette Aufträge bekommen haben, gar nicht mehr zum Kotau erscheinen, sondern lieber ihre Geschäftsberichte vor der Belegschaft vorstellen?
      Das ist dann aber schon irgendwie richtig böse, oder?

    • Was hatte ich vergessen?
      Der immer scheusslicher in meinem Kopf wütende Alzheimer hat mich den alten Witz vergessen lassen, der auf heutige Verhältnisse übertragen gehen würde, wie:
      Frage: „Was ist schwarz und rot und schwarz und rot und schwarz und rot?“ Antwort: „Angelika Merkel, wenn sie vom Hubschrauber-Rotor geschreddert wird“.
      Aber ich weiss wirklich nicht mehr genau, wie dieser Witz damals ging.

    • @ Thomas Marx
      Falsche Partei(en):

      Was ist grün und wird auf Knopfdruck rot?
      (Nein, nicht der Schily.)

      Ein Frosch im Mixer.

  65. Ein klein bisschen Logik...
    Noch eimal:

    Hier besteht ein Kategorienfehler. Die Afd ist nicht das Problem. Die Afd ist die Folge des Problem.
    Das Problem ist die Kriminalität durch Zugewanderte.
    Dieses Problem wird von den Regierenden und den Medien totgeschwiegen.
    Nur die Afd redet über das Problem.
    Folglich wird die Afd gewählt.

    Easy as f.ck

    Und was machen die Regierenden und die Medien?
    Sie erklären die Afd zum Problem.

    Ohne zu erkennen, dass die Afd nichts anderes ist, als die Stimmen der deutschen Bevölkerung.

    Die Regierenden und die Medien betrachten die unzufriedene deutsche Bevölkerung als das Problem!
    Was sie bekämpfen wollen.

    Sagte ich mal etwas von Bürgerkrieg?

    Eigentlich hat er schon begonnen…

    • Civil War, werter Goodnight?
      Ach was! Dazu muß irgendjemand als Erster (kann auch eine Gruppe sein) seine Birne rausstrecken und wer will hier schon der Erste sein. All-In bei dem Grad an Wohlstand? Nix mit Kohlhaas, zuviel zu verlieren.

      Grade hier in Deutseland. Hier könnten sie per fiktivem GaGroKo-Gesetz und GG-Änderung vom Staat Kinder konfiszieren lassen. Entsprechend medial (ÖR) begleitet natürlich. Es gäbe an der einen oder anderen Haustüre (z.B. meiner) ggf. ein paar hässliche Szenen mit nachfolgendem Kärcher-Bedarf, das wär’s dann aber auch.
      Vorhänge zu, Jalousien runter bei allen Nachbarn. That’s all!

      Bzgl. AfD und der medial-widerlichen Vert(a)uschung von Ursache und Wirkung haben Sie natürlich meine volle Zustimmung.

    • Take the pain
      Gewalt scherrt sich eine Dreck um Wohlstand. Es ist den Anwesenden nicht klar, was Gewalt ist, wie Gewalt operiert und wie sie sich ausbreitet.
      Nur zur Info:
      Die Menscheit brauchte bis 1945 um die Gewalt zu bändigen. Von Menschheitsbeginn an gerechnet.
      Gewalt ist ein Monster das die Welt länger als wir beherrschte. Gewalt Ist in uns. Sie kann jederzeit wieder da loslegen, wo sie 1945 beendet wurde.

      Merkel hat 2015 die Bücher der Pandorra geöffnet, sie hat die Gewalt reingelassen.

      Und die wird auch durch Wahlen nicht verschwinden.

      Ihr habt immer noch keine Vorstellung davon, in welcher Merde wir sitzen.

    • Noch'n Versuch
      Es wird auf Grund der immer weiter steigenden Gewaltkriminalität eine zunehmende Brasilianisierung (zumindest in den Ballungszentren) zu verzeichnen sein. Diejenigen sie es sich leisten können werden sich abschotten, der Rest kann sehen wo er bleibt. Sao Paulo z.B. läßt höflichst grüßen (Merde römisch I).

      Es wird keine Solidarisierung, kein Zusammenwachsen der Gesellschaft in Folge der sich verändernden Verhältnisse stattfinden (s.o. „Vorhänge und Jalousien“). Ggf. Ausnahmen in den nachbarschaftlichen Verhältnissen jwd (Merde römisch II).

      Mehr Gewalt auf jeden Fall ja. Aber (erstmal) unstrukturiert. Diejenigen die es vorwiegend treffen wird standen im Herbst 2015 nicht in München am Bahnhof. Over and out.

    • Cause I couldn't stop if I started. Do you get it?
      @Blackberry

      Nope.

      Deutschland ist nicht Brasilien. Wir leben in einem Sozialstaat, d.h. Sozialismus. Hier ist jeder mit 50-70% seines Einkommen am Staat beteiligt. Hier sitzen alle in einem Boot, hier ist kein Raum für Familienclans, abgeschottete Subsysteme etc. Am Ende trifft es alle, und zwar schneller als anderswo.
      Folglich ist Deutschland sehr stabil und sehr unflexibel, wenn es sich ändern muss. Das kann man gerade beobachten.
      Aber wenn das Loveboot Deutschland einmal den Kurs um 180 Grad ändert und zum Zerstörer wird, dann wird es diesen neuen Kurs ebenso stur und wahnsinnig bis zum Untergang verfolgen.

    • Die Merde stinkt doch längst zum Himmel
      ich mag ja kaum noch lüften.

      Das Problem am Sonntag wird nur wieder sein, dass viele in der Kabine eine plötzliche Lähmung der Arme überfällt, die nur eine bestimmte Länge des Wahlzettels zulässt. Die Hand will einfach nicht weiter nach unten und so macht halt die Masse ihr Kreuz da, wo sie es immer macht und klagt dann am Montag weiter über die Verhältnisse.

  66. Zombieland
    http://www.wiwo.de/politik/kritik-an-unions-wahlkampf-cdu-politiker-merz-denkt-an-polit-comeback/5572872.html
    .
    Hab ich gerade gelesen. Merz!? Der Titelbetrüger Guttenberg ist schon Zombie genug. Und Untote gibt’s in der Politik schon reichlich.

    • die ahnen alle, dass es mit Merkel nicht mehr lange dauert und man eine andere CDU will.

    • Betonung auf andere.
      Das geht nicht mit den Versagern von gestern…

    • Gelsen oder überflogen?
      Bei mir erscheint als Datum 2009 rechts oben. Der Mann wäre sehr selbstlos, auf mehr als die Hälfte seines Einkommens zu verzichten und wieder Politiker zu werden. Meist werden Leute Politiker, um mehr Einkommen zu erzielen, nicht um sich zu verschlechtern.

    • Merz
      Bestimmt warten einige bereits im Schatten auf ihre Stunde.

      Falls die AFD (ich bin kein Fan, wähle sie aber aus Notwehr) Platz 2 schafft und die Merkel CDU abstürzt auf unter 32% könnten Merkel und ihre Knechte innerhalb der Partei gestürzt werden, Eine neue CDU Führung könnte mit der Gauland AFD und evt. FDP regieren. Alles scheint möglich in diesen Tagen.

    • @ Thomas
      Genau das denke ich mir auch schon länger. Nur wer wird in der Lage sein, den FC Raute inkl. Kapitänin endgültig vom Platz und unter die Dusche zu schicken?

      Möglicherweise macht sie es selbst unter irgendeinem Vorwand (gesundheitliche Gründe z. B.)…

    • Wer in der CDU sollte das wohl veranstalten?
      Soweit ich mich erinnere, waren die Ministerpräsidenten Anwärter auf die Kanzlerschaft. Da ist aber momentan niemand Gescheit’s, denn dass AKK aus dem Saarland angreift kann ich mir nicht vorstellen. Von Merkels Gnaden ins Amt, nee, das wird nichts.
      Und wenn man sich die MPs der CDU nun alle so anschaut, der neue in SH ist doch ein Würstchen, so ist da niemand, der einen Putsch anführen könnte. Spahn, vergessen Sie’s, der könnte sich nie und nimmer in der Bevölkerung durchsetzen und wäre m.E. auch nicht geeignet. Die Ausrangierten will doch auch keiner mehr sehen.

      So ungern ich Schäuble habe, er hätte beizeiten putschen können, aber der ist so loyal, dass er sich wohl nun auf den Bundestagspräsistuhl schieben lässt. Der Mann wurde von Kohl kaltgestellt, von Merkel dann gleich drauf mit ihrem offenen Brief gegen Kohl, die stellt Schäuble nochmal in den Senkel.

      Meine Mutter würde sagen, wer nicht hören will, muss fühlen.

    • @Thomas
      „Eine neue CDU Führung könnte mit der Gauland AFD und evt. FDP regieren. Alles scheint möglich in diesen Tagen.“

      Niemals, eher regiert Merkel mit SPD und Grünen, Sachsen-Anhalt machts vor. Erst wenn SPD/CDU/Grüne/FDP gemeinsam weniger als 50% haben, wird sich in diesem Land etwas ändern. Dann aber wird es zu spät sein.

  67. Fake News aller Orten...
    Lieber Don,

    vielen Dank für Ihren unermüdlichen Kampf gegen „fake news“, wo immer sie auch zu finden sind.

    Da möchte ich nicht zurückstehen. Denn natürlich ist es zwar zu begrüßen, dass der Herr Hütt im Mutterkutter ( http://www.fa z.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik/tv-kritik-zu-wahlsendungen-franks-horrorshow-15205471-p2.html sich ) heldenhaft in bündnisgrüner Gesinnungsethik als Hüter des einzig Wahren und Guten gegen Herrn Plasberg übt, der gestern abend offenbar aus dem cordon sanitaire aller billig und gerecht Denkenden des ÖR-Rundfunks ausgebrochen ist (ich muss gestehen, ich schaue sowas nicht).

    Ich will nun die Ausführungen von Herrn Hütt – da OT – gar nicht im Detail aufgreifen, aber da wir hier gerade über fake news plaudern – etwas störte ich mich dann doch an der folgenden Behauptung, mit der Herr Hütt sich gegen die jüngst erfolgte Abschiebung von Straftätern nach Afghanisten wendet:

    „Auch Straftäter haben den Anspruch auf Schutz von Leib und Leben. Die Todesstrafe ist hierzulande bekanntlich abgeschafft.“

    Vielleicht hat Herr Hütt da nur missverstanden, dass die fraglichen Personen von unserer Staatsgewalt gar nicht hingerichtet, sondern nur abgeschoben wurden. Vielleicht hat er aber das noch verstanden, dann aber Art. 33 der Genfer Flüchtlingskonvention übersehen, der da lautet:

    „Artikel 33
    Verbot der Ausweisung und Zurückweisung
    1.
    Keiner der vertragschließenden Staaten wird einen Flüchtling auf irgendeine Weise über die Grenzen von Gebieten ausweisen oder zurückweisen, in denen sein Leben oder seine Freiheit wegen seiner
    Rasse, Religion, Staatsangehörigkeit, seiner Zugehörigkeit zu einer
    bestimmten sozialen Gruppe oder wegen seiner politischen Überzeugung bedroht sein würde.
    2.
    Auf die Vergünstigung dieser Vorschrift kann sich jedoch ein Flüchtling nicht berufen, der aus schwer wiegenden Gründen als eine Gefahr für die Sicherheit des Landes anzusehen ist, in dem er sich befindet, oder der eine Gefahr für die Allgemeinheit dieses Staates bedeutet, weil er wegen eines Verbrechens oder eines besonders schweren Vergehens rechtskräftig verurteilt wurde.“

    Abschieben in gefährliche Länder ist also durchaus erlaubt, wenn die Gefahr nicht diskriminierend ist, und sie geht sogar bei diskriminierender Gefahr jedenfalls dann, wenn gewisse strafrechtliche Verurteilungen vorliegen, wie das hier dem Vernehmen nach der Fall gewesen sein soll.

    Auch das deutsche Asylrecht sieht entsprechende Vorbehalte für den Asylanspruch von Straftätern vor und differenziert dabei z.T. nach der Art der Straftaten, für welche rechtskräftige Verurteilungen vorliegen (Spoiler Alert: verurteilte Sexualstraftäter kann man danach rechtlich gesehen mittlerweile vergleichsweise rasch abschieben, wenn man denn will).

    Da also Herr Hütt mit dem oben zitierten Ausspruch offenkundig „fake news“ verbreitet, wäre doch seitens der FAZ eine Richtigstellung zu erwägen.

    Alternativ könnten vielleicht Sie, lieber Don, da ja auch Föjetong, ihm bei passender Gelegenheit mal vorsichtig die Rechtsquellen nahe bringen; ich denke da an fortgeschrittene Stunden der nächsten Betriebs-Weihnachtsfeier oder so …

    Mit herzlichem Gruße
    SchallundRauch

    • Ich habe den Link bewusst inaktiviert. Ich packe den Hütt nicht mehr, sorry.

    • Hütt
      und seine Plasberg-Kritik sind mir heute morgen auch als erstes negativ aufgefallen. Das AfD-Bashing in der FAZ nimmt langsam sehr primitive Form an. Zusammen mit dem kindgerechten outfit der homepage und den immer weniger journalistisch guten Artikel scheint diese Zeitung im freien Fall auf die mittlerweile übliche mainstream-Berichterstattung zu sein. Zum Glück kann man auch ausländische Zeitungen lesen.

    • Ich lese den Hütt nicht
      gerne Lübberding oder Hanefeld, aber niemals nich den Hütt. Geht nicht, mir platzte der Kragen bei sowas. Drum schau ich immer erst, von wem der Erguss ist und wech damit.

    • dieser Herr Hütt
      Danke für Ihren Hinweis, S&R. Dieser „Kommentar“ ist mir auch ganz übel aufgestoßen (nicht nur wegen der „Todesstrafen-Einlassung).

    • Hütt
      Hütt ist, wenn (im ggs zu Lübberding oder Meyer) man den die fake news NICHT in den Kommentaren berichtigen kann.

      Unredliche Schreiberlinge wie Hütt haben Angst vor der Leserschaft.

    • Nun ja, zumindestens nach dem Redaktionsverzeichnis
      ist er ein prekärer ? (kenn die Preise nicht) Lohnschreiber.

    • Redaktion?
      Ich kenne ja auch nicht die Redaktionslisten aller Überregionalen auswendig. Mußte dann auch mal suchen zwecks journal. Vita. Der Herr wird in der FAZ nicht gelistet. Ist er im Mutterkutter nur Gast?

      Dann Google: taucht bei Zeit und taz auf. Gut, kann man dann inhaltlich auch nichts anderes erwarten. Aber: warum veröffentlicht er im Mutterschiff? Was soll das? Das ist doch geschäftsschädigend. Ich habe es weiter oben schon kurz angerissen: Was treibt einen Herausgeber oder mehrere dazu, in einer Tageszeitung mit der publizistischen Vergangenheit wie der FAZ so etwa abzudrucken? Denen muß doch klar sein, daß so etwas auch wirtschaftliche Auswirkungen haben muß. Dadurch verliert man mehr Leser als man dazugewinnt. Obwohl ich mir nicht vorstellen kann, daß jmd. von der taz zur faz wechselt:-)))

      Wie gesagt, ich verstehe es nicht. War selbst jahrelang Abonennt der FAZ, aber mit sowas….

      Meinungspluralismus ist ja schön und gut. Und wenn die Herausgeber meinen, dafür auf Journalisten aus Prantlhausen, Berlin oder Hamburg zurückgreifen müssen, bitte.

      Aber wie schon Scholl-Latour sagte, wer meint halb Kalkutta aufnehmen zu müssen, wird selbst zu Kalkutta.

      Und ich bin mit Fest und Reich-Ranicki angeködert worden…seufz.

    • Ja, sic Transit Gloria Mutterkutter
      Man denkt sich fast: „Wenn das der Schirrmacher wüsste …. !!!“

      (Ähnlichkeiten mit Werken Otto Basils sind rein zufällig…)

  68. AfD verbieten? Man kann nur plaudern?
    Gelegentlich sieht mancher (Thomas Straubhaar in der „Welt“) die Wählerstimmenbäume der AfD in den Himmel wachsen.
    Kaum.

    Neulich diskutierte ich in einer Runde die „Integration“ und beleuchtete die Kontroverse um Aydan Özogus, der Integrationsministerin, die – abstrakt-akademisch nachvollziehbar aber geschichts- und weltfremd – „Deutsch“ nur als Sprache sieht und ansonsten ihr „Wir sind `s“ als einen Prozeß des Aushandelns zwischen denen, die schon länger hier sind und denen die neu dazu kommen, betrachtet.

    U.a. mit Papieren von Vera Lengsfeld (gegen Özugus), dem Tagesspiegel (Kurzfassung Özugus und u. a. ein Papier Tenor:Grundgesetz allein reicht nicht) und dem Verweis auf Theo Sommer in der Zeit (der Frau Özugus, SPD, ähnlich schief liegen sah, wie wohl neulich Thea Dorn bei Anne Will Frau Professorin Gesine Schwan, SPD).

    Da am Morgen vor der Diskussion die „Medienlage“ so war, dass der Meinungshimmel brannte (Nazis kommen in den Bundestag, so S. Gabriel u. ä.) ging es nicht ohne Alexander Gauland.

    Ich erlaubte mir knapp 10 min von seiner Youtube-Wahlkampfrede in Nürnberg, der erst wg. „entsorgen“ verboten werden sollte (an Stelle nach den ersten 20 min seiner Rede bis zur 29. Minute von ca. 37 Minuten) zu zeigen. Verbunden mit der Fragestellung, ob man die AfD nicht einfach verbieten kann?

    – Es wird zumindest schwer werden, denn Gauland schwärmte das Parlament, den Bundestag, an sich an und wollte ihn wieder in Funktion setzen, so wie er ihn gerne hätte. Mit richtigen Kontroversen. Wie früher als er die Reden noch in der DDR im Westradio verfolgte.

    Also keine von vornherein totalitäre Schussfahrt Richtung Führer- oder Generalsekretärsstaat. Ich war selbst überrascht.

    Ein Teil der Gruppe entzog sich der Diskussion, aber es wurde gezischelt. Die AfD kam dabei nicht gut weg.

    Greift die Tabuisierung schon oder spaltet nun die „Flüchtlingskrise“ tatsächlich „die Gesellschaft“, wie die Bild-Bremen letzten Freitag titelte?

    Ist die Don-Alphonso-Formel…“ich plaudere nur“ eine Rückzugsposition? Für wie lange?

    • Ich plaudere auch mit vielen früheren Wählern der SPD. Insofern bin ich wirklich gespannt, wie die Wahl ausgeht. Entweder die Leute verheimlichen ihre SPD-Nähe oder da komt was Heftiges auf uns zu, über das wir dann plaudern müssen.

    • Titel eingeben
      „entsorgen“ ist übrigens kein N’zi-speech sondern kam erst in den Siebzigern auf = der harmlose „Entsorgungspark“ anstatt die deutliche Atom-Müll-Halde.

    • Etwas heftiges
      Das erwarte ich auch. Die Etablierten werden dann wohl endlich mal beginnen müssen zu überlegen, wieso der Wähler, nicht nur der ostdeutsche, so gemein ist.

    • Lieber Herr Jahn,
      Wie Goodnight es immer so schön betont: unsere Gesellschaft ist in einem Lernprozess, der auf Schmerzen basiert. Der Lernfortschritt ist daher davon abhängig, wer wie schnell die Schmerzen spürt.

      Das klassische SPD-Wählermilieu sind diejenigen, die um dieselben Mietwohnungen konkurrieren, wie die Flüchtlinge, die in denselben Wohngegenden wohnen, wo das Sicherheitsgefühl als erstes leidet, und denen früher höhere Sozialleistungen mangels Geld der öffentlichen Hand verweigert wurden und die nun feststellen, dass plötzlich massenhaft Geld für Immigranten da ist. Daher leidet die SPD in der Wählergunst am frühesten und am stärksten, wobei die enttäuschten Wähler dann nicht unbedingt nur zur AfD, sondern ggf. sogar eher zur Linkspartei neigen (was dem linken Selbstverständnis dieser Wähler geschuldet ist, aber eigentlich inkonsequenz ist, weil die Linke ja auch alle immigrieren lassen und niemanden abschieben will).

      Grünen-Wähler (gehobenes, kleinbürgerliches Milieu und Beamte) sind wirtschaftsfremd, verdienen meist mehr und wohnen tendenziell dort, wo die oben genannten Probleme nicht so schnell auftauchen. Daher wird der Lernprozess dort bei vielen länger dauern, zumal diese Wählerschaft sich selbst stark über ihr „virtue signaling“ definiert und daher darauf abzielender Meinungsbildung durch Medien leichter folgen dürfte.

      CDU-Wähler weisen nach meiner Einschätzung die breiteste Streuung über die Sozialen Schichten auf, sie leben verglichen mit den Anhängern anderer Parteien aber eher ländlich und sind (mit Ausnahme der Rentner) weniger von sozialen Leistungen abhängig. Sie sind daher zwar schon beunruhigt über die trotz allen Bemühungen der ÖR-Medien zunehmende Berichterstattung über die schlechtere Sicherheitslage und das Vertrauen in Frau Merkel hat nachgelassen, aber selbst im Regelfall noch nicht so betroffen, dass dass sie schon wirklich lernen würden, und die Beschwichtigungsversuche der regierenden Parteien verfangen bei ihnen noch recht gut. Daher ist der Wählerverlust hier bislang auch eher gering.

      Soweit meine (vollkommen subjektive) Einschätzung, basierend auf einzelnen Gesprächserfahrungen, und nun mein Bitte an Sie: in welchem sozialen Mileu würden Sie die „Runde“, von der Sie erzählten, verorten ?

      Müsste ich spekulieren, so würde ich raten: der Anteil der Handwerker und „einfachen Leute“ ist eher gering, sondern es waren vermutlich eher Akademiker und bürgerlich geprägte Personen, die in eher gehobenen Lagen wohnen und wenig in Gebieten verkehren, die als sozialer Brennpunkt angesehen werden könnten. Ich mag natürlich komplett daneben liegen….

      Mit besten Grüßen
      SchallundRauch

    • Nazisprech
      Das Wort „Volk“ ist wegen dem „völkischen“ Aspekt der Nazis ja auch ganz arg „pfui“.
      Warum es dann eine „Nationale Volksarmee“, „volkseigene Betriebe“, Volkskommissare, die Volksrepubliken China und Polen sowie den Volkspalast in Berlin gab, muss mir noch einer verraten. Oder waren das alles Nazis?

    • Die SPD wird sagen: das Wahlergebnis ist
      …ungerecht!
      Oder Fake News. Und die pösen Wähler sind dann alle Pack und Nazis.

    • Herr Thomas Marx
      Ist das mit Volk alles Nazi? Nein, aber schon alles Pfui, jedenfalls Ihre Beispiele – es hat schon immer besondere Gründe, wenn jemand seine Meinung als die des ganzen Volkes zementieren will.

    • Ich hab oben den smiley vergessen ;-)
      Text eingeben

  69. Fake News oder unterschiedliche Sichtweisen
    Früher waren dies unterschiedliche Sichtweisen auf eine Welt, die nun einmal nicht eindimensional daherkommt. Dabei bleibt der Blick auf das Zukünftige auf der Strecke. Wohin es gehen sollte, weiss man eigentlich bei keiner der Parteien, die im nächsten Bundestag sitzen werden.

    • Ts, ts, Heutige Journalisten und Politiker haltren schon die Frage
      „Elektroauto jetzt oder erst in 5 Jahren“ für weltanschaulich ausreichend unterschiedlich, mehr muss nicht sein.

      Snowflakes sind heute wirklich alle, die angebliche „Härte“ der AfD-Sprache hätte linke Sozialdemokraten oder GRÜNEN-Gründer nur zum Lachen gebracht.

      Und selbst der Haufen ist unendlich weinerlich, wenn es ans Einstecken geht. Babyboomer halt, im grünen Biedermeier politisch sozialisiert …

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  70. Der Fairness halber
    sollte aber zu der Grafik gesagt werden, dass der Besucheranstieg von 2016 auf 2017 prozentual der zweithöchste ist (nur von 2001 auf 2002 liegt er höher). Dies spricht dann durchaus für den Rückgewinn eines Sicherheitsgefühls. Die sich stetig verschlechternden Wirtschaftslagen in Ländern, aus denen sonst zuverlässig Touristen kamen, sollte ebenfalls erwähnt werden. Leicht durchschaubar auch die Rhetorik „Ich mag die nicht…aber…“. Unschön ist es auch, diffuse Angstgefühle zu schüren – die AfD zeigt bereits eindrucksvoll, wie man einen Wahlkampf erfolgreich dadurch führt, dass man allein auf Emotionen setzt. Kant hatte da schon recht – die emotio trübt der ratio das Auge. Sehr gut erkennbar gestern bei Plasberg, als es Weidel gelang, in nahezu jedem ihrer Sätze zwischen Flüchtlingen und Sicherheit einen Kontrast aufzubauen. Insgesamt aber im Tenor richtig: Mit Fakten oder Rationalität hat das ganz sicher nichts zu tun.

    • Es gibt genug Länder, in denen es kräftg aufwärts geht. Bayern ujnd Süddeutschland sowieso, Norditalien, spanien, Polen, USA. Wenn Sie mal die Zahlen anschauen, werden Sie auch bemerken, dass der Ausbruch der Finanzkrise keine sonderlichen Spuren hintrlassen hat. Derbe Ausreisser nach unten gab es beim Wiesnattentat und bei 9/11 und jetzt zweimal nacheinander. es ist ja schön, wenn Leute wieder kommen, aber gut war dieser Auftakt ganz sicher nicht.

    • Titel eingeben
      die AfD zeigt bereits eindrucksvoll, wie man einen Wahlkampf erfolgreich dadurch führt, dass man allein auf Emotionen setzt.
      Hat das je eine Partei anders gemacht?

    • ...und in einigen Ländern gibt es inzwischen Reisewarnungen für D.
      Auch das sollte man einbeziehen.

    • Tschuldigung - aber bei welcher Partei finde ich nochmal Rationalität?
      Also: Ausgearbeitete Gesetzesentwürfe, klare Zahlenangaben zu Be- oder Entlastungen im Steuersystem, Unter- oder Obergrenzen zu Migration oder Flüchtlingsaufnahme, deutliche Zahlenangaben zu Mehr- oder Minderpersonal im öffentlichen Dienst etc. etc.?

      Alles andere ist Emotion …

      Gespannt wartend,
      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Marie Antoinette
      You can’t have your cake and eat it.

  71. Emotionen zuhauf
    Es ist prima, lieber Don, daß Sie erneut auf einen Fall von Desinformation und Fehlinterpretation hinweisen, der die Emotionen hoch kochen läßt. Leider ist das Beispiel nur ein Beleg, wie stark dieses Land im Angesicht politischer und sozialer Herausforderungen auseinanderdriftet.
    Linksgrüne Maßlosigkeit und Realitätsferne von Maas bis Merkel haben diesen Staat partiell in eine Lage gebracht, wo die Alltagserfahrungen vieler Menschen mit den Aussagen der Politikelite und der ihnen vielfach sehr nahe stehenden Medien zur bundesdeutschen Wirklichkeit nicht mehr übereinkommen.
    Die Folgen sind unübersehbar: ein zunehmend vergifteter Kampf um Deutungshoheit. In dem jede Seite nach den Schwachstellen der Gegenseite sucht. So ist ein Streit um die Wiesn für die eine Seite vielleicht weniger brisant als die Frage nach der Veränderung der Kriminalitätsraten durch unkontrollierte Zuwanderung.
    Solange in dieser Gesellschaft kein Grundkonsens über zentrale Fragen des politischen Lebens einkehrt, und danach sieht es derzeit nicht aus, wird jedes kontrovers zu diskutierende Thema eine solche wüste Reaktion auslösen.
    Übel ist daran allerdings, daß unterschiedliche Meinungen, die zunehmend von Fehlwissen geleitet sind, mit bösartigen Beschimpfungen stets einher gehen müssen.
    So ist man kein Nazi, wenn man das Handeln der Wehrmacht nicht nur in dunklen Farben beschreibt. Ebenso wenig sind Eltern Rassisten, wenn sie sich gegen die Zumutung wehren, daß ihre vierzehnjährige Tochter dunkel getönte Klassenkameraden von 15 Jahren haben soll, die sich vornehmlich durch einen vollständigen starken Bartwuchs und ähnliche körperliche Merkmale auszeichnen.
    Solange die große Politik die Mehrzahl der von den Menschen als heikel und belastend empfundenen Fragen mit Vorliebe in die Schmudelecke stellt, weil sie keine nachvollziehbaren, d,h, für jedermann verständnlichen Anworten parat hat, werden die Emotionen hoch kochen.
    Zudem steht heutzutage mit dem Internet als Katalysator der Gefühle und Meinungen ein für jedermann zu nutzendes Werkzeug zur Verfügung, welches leichter, schneller und weitreichender als jedes andere Medium in der Geschichte breite Öffentlichkeit herzustellen vermag.
    Daher stellt sich mir letztendlich nur eine Frage, bekommt die Medizin der vielfältig zugänglichen Information wirklich allen Menschen gut?

  72. Gauland - ad hominem
    Der oben erwähnte Gauland, der mit dem braunen Rentnerjackett, outet sich mit seinem „Stolz auf unsere Soldaten in zwei Weltkriegen“ entweder als Überzeugungstäter oder als Dummkopf (weil er Bürgerliche verprellt, aber die, die seinen Satz gut finden, ihn sowieso schon wählen).

    Eigentlich hat er ja eine interessante Biographie, und ist im Gegensatz zu Merkel/Kasner in die richtige Richtung über die DDR-Grenze geflohen:

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Alexander_Gauland

    Erika Steinbach lobte bei ihrer AfD-Einstandsrede in Pforzheim, daß Gauland in Frankfurt unter CDU-Bürgermeister Walli Wallmann (wo sie auch war) ganz brauchbare Arbeit geleistet habe. Wenn man dann aber die damalige „Gauland-Affäre“ betrachtet, zeigte er sich charakterlich als typischer, intriganter Politiker, der ganz tief mit drinsteckte im CDU-Parteifilz:

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Aff%C3%A4re_Gauland

    Dieser Charakter als AfD-Spitzenmann trägt nicht gerade zur Wählbarkeit der Protestpartei bei. Außer man steht schon auf dem Standpunk, daß man auch einen Besenstiel wählen würde, nur um Merkel wegzukriegen.

    Was mir auch neu war: Martin Walser hat einen Schlüsselroman geschrieben, in dem die Figur Gaulands vorkommt!

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Finks_Krieg

    Ob das wohl einen Einfluß hatte auf Jakob Augsteins Haltung zur AfD? Der ist schließlich das Kuckuckskind von Martin Walser. Hier schließt sich wohl ein Kreis.

    http://www.sueddeutsche.de/medien/rudolf-und-jakob-augstein-spiegel-erbe-martin-walser-ist-mein-vater-1.54280

    (Da mußte man ja einen Knacks bekommen, bei solchen Familienverhältnissen…)

    • Was für den einen eine Provokation ist,
      ist dem anderen eine Selbstverständlichkeit.

      zB Leistungen von Soldaten in einem Krieg.
      Hier ist sicherlich nicht der Massenmord gemeint.

      Militärs wollen traditionell Wissen was
      in einer Schlacht funktioniert und was nicht.
      Deshalb gibt es die Kriegsgeschichte.
      Nicht nur US Militärs haben sich deshalb die
      Verläufe der Gefechte im WWII sehr genau betrachtet.

      In der NZZ gab es einen (2016?)Artikel über die Geschichte
      des Panzers. Verfasst von einem Offizier der Schweizer Armee.
      In einem Nebensatz beschrieb er warum die Ostfront des WWII
      für die Schweizer Armee interessant war.
      Wie verteidigt man sich gegen einen zahlenmäßig stark
      überlegenen Gegner, war Sinn gemäß die Fragestellung.

      Für Linke ist das wahrscheinlich eine Provokation.
      Eine andere Geschichte wäre die eines ex Luftwaffenpiloten
      der den Israelis erklärt wie man Luftkämpfe gewinnt
      (ich nehme an in den 1950er Jahren)
      Ein Tipp war so dicht wie möglich an den Gegner heran zukommen,
      denn der Munitionsvorrat ist sehr klein und schnell verschossen und
      ohne Munition gewinnen sie gar nichts.

      Als ex KrPfl würde ich sagen das auch die Leitungen der Sanitätssoldaten interessant waren. Leider gehörte die Teilstreitkraft auch zu jenen mit sehr hoher Verlustrate.
      (die Bundeswehrsoldaten in Afghanistan tragen nicht ohne
      Grund idR keine Rotkreuzarmbinde. So ein Stabsarzt oder Rettungssanitäter ist gar nicht so einfach zu ersetzen
      aber ein beliebtes Ziel wenn er tätig werden muss)

      Auch das ist deutsche Militärgeschichte.

  73. Titel eingeben
    Das Wahlplakat ist sowieso hochgradig dämlich – die Gründe des Besucherrückgangs sind reine Spekulation; könnte beispielsweise der exorbitante Preis für die Mass Bier damit zu tun haben? Tendenziell ist es schlicht und einfach eine scheußliche, laute Hölle mit Besoffenen, soweit das Auge reicht; völlig unabhängig von Frau Merkels Politik.
    Die AfD tut sich mit so einem Plakat keinen Gefallen; es gibt genug durch Fakten belegten Unfug der Regierung, den sie statt dessen anspechen und kritisieren kann und sollte.
    (That said – trotzdem danke für das Aufdröseln des tatsächlichen Sachverhaltes.)

    • Das erwähne ich ja auch im Beitrag. Aber man kann auch fragen, warum es leer bleibt, wenn die Wirtschaft so brummt.

  74. Vollständigkeit
    2016 gab es ebenfalls ein miserables Wetter zum Auftakt. Wieso wird dies nicht erwähnt, bei den anderen Jahren jedoch schon?

    • Kann ich gerne noch nachholen – es fällt trotzdem gegen die anderen Auftaktwochenenden mit schlechtem Wetter ab.

  75. Kerle, Kerle , Saupreißn bavarische....
    … jedes Jahr wirds teira…
    Heid schon 10 Pfennige …. die Zeidung.
    https://www.oktoberfest.net/wp-content/uploads/2013/05/historische-wiesn-1899.jpg

  76. Einfach schlechtes Handwerk
    Vielen Dank Herr Alphonso, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, die Besucherzahlen der letzten Jahre zusammen zu suchen. Das wäre allerdings eigentlich die Aufgabe der etablierten Presseorgane gewesen, allen voran der Süddeutschen, die gestern in Ihrem Lokalaufmacher den Eindruck vermittelt, die Wiesn könnte sich vor Besuchern kaum mehr retten. Aber presse-handwerkliches Arbeiten, wie man es in jeder Journalistenschule und in jedem akademischen Studium lernt, ist schon lange nicht mehr Usus in den Korrekte-Gesinnungsfabriken der aktuellen Presselandschaft. (Der Autor war übrigens 20 Jahre lang Redakteur in einem öffentlich-rechtlichen Sender)

  77. Der Kampf um Berlin - 2017
    Danke, Don, dass Sie so zügig und klar reagieren!
    Gestern Abend bin ich kurz auf die ARD-Tagesschau-Website gegangen, um deren Themen zu überblicken – und mich sprang direkt an, dass ein Bericht eine erneute Falschbehauptung der AfD anprangerte: wegen eines Internet-Bildes zum Oktoberfest, das die Angstnummer fährt.

    Ich habe dann die Themen kurz überblickt und bin wieder raus aus der ARD-Website, weil es mir reichte.

    Einmal, ein einziges Mal, eine solche Aufmachung, wenn kurz vor einer Wahl oder Parlamentsentscheidung wie immer die Bertelsmann-Stiftung oder ein gewerkschaftsnahes Wirtschaftsforschungsinstitut, oder aber ein Hochschulexperte eine Studie paßgenau veröffentlichen? Einmal dazu getitelt: hallo, Leute, aufgepaßt – hier wird mit (zum Beispiel) mit dem Thema „Bessere Bildung“ klare Interessenpolitik betrieben, wenn Studien exakt das parteipolitische Ziel in die Medienlandschaft veröffentlichen!

    Nein, nichts dergleichen zu sehen. Aber nun dauernd gegenüber der AfD, während sich SPD, Grüne und Linkspartei sowie Merkel und Schäuble in jedem Auftritt um tatsächliche Entscheidungen und korrekte Darstellung von gesellschaftlichen und politischen Zusammenhängen herumdrücken!

    Don, es gibt Gründe, warum es falsch ist, die AfD als Heilsbringer blind zu überhöhen, wie es etliche ihrer Anhänger tun. Aber! Es gibt auch in der AfD weiterhin viele vernünftige Meinungen, die allerdings niemals in der ARD oder bei Ihnen als Thema landen werden, weil sie eben… vernünftig und ruhig politisch aktiv sind.

    Ein Duo Gauland-Höcke erhält durch die noafd-Positionierung in den Leitmedien seit dem ersten Tag der Parteigründung faktisch nur Rückenwind – weil diese Dämonisierung (oder in ihrem Fall legitimen, da klaren und fairen, aber dennoch: Abwertung) wiederum ihren extremen Parolen einen optimalen Nährboden bietet.

    Viel entscheidender, warum ich derzeit für wichtig erachte, dass die AfD in das Parlament auf Bundesebene kommt, ist die Tatsache, dass über wesentliche politische Fragen ja gar nicht mehr in Medien, Parlament, Parteien oder Regierung diskutiert wurde, würde, wird, wenn jetzt nicht die national-konservativen Kandidaten ihre Meinung parlamentarisch einbringen können.

    Wer diskutiert über gekaufte EU-Staatsbürgerschaften aus Zypern, Malta et al?
    Wer diskutiert über allgemeine Wehrpflicht als deutlich friedlichere Alternative zu einer EU-Söldnerarmee, wie sie im Weißbuch der UvdL verankert wurde?
    Wer plant und bereitet die Rückkehr von syrischen Kriegsflüchtlingen nach Syrien vor, um das Land dort wieder aufzubauen, nachdem aktuell die britischen und US-amerikanischen Spezialkämpfer das Schlachtfeld verlassen und sich zurückziehen?

    Das Oktoberfest ist eine – entschuldigen Sie – in meinen Augen lachhafte Farce, internationales Geschäftsmodell mit pseudo-flokloristischer Attitüde. Die viele kleinen lokalen und regionalen Feste, die nun abgesagt werden – darüber findet sich kein Wort bei den Landesanstalten der ARD. Wo diese doch nicht politisch berichten, da sie ja von den Bürgern finanziert seien, wie ich gestern im NDR im O-Ton hörte von einer ARD-Vertreterin bei den privaten Zeitungsverlegern. Aber… man müsse doch kooperieren, um den rechtspopulistischen Parolen jetzt zu begegnen, da müssten doch alle zusammenhalten!

    Ich verstehe, warum viele Menschen, die sich eben nicht schriftlich wie ein Journalist oder Rechtsanwalt artikulieren können, einfach nur noch pfeifen.

    Und beobachten Sie doch einmal objektiv, wie mit AfD-Anhängern umgegangen wird: man wird sehr persönlich und privat in der Ansprache! noafd-Luftballons werden samstags verteilt und durch die Stadt getragen. Eine moralisch-mutige Demokratieverteidigung? Nein. Diese Bürger wollen gar nicht über irgendeine Sache diskutieren – sie lehnen mich als AfD-Wähler als Person ab.

    Aber ärgern darüber – das ist verboten!
    So wird Politik gemacht in Despotien: Du wirst solange bedrängt, bis Du einen Fehler machst – und für diesen mußt Du dann – ganz korrekt und legal – büßen. So macht man das auch aktuell in Russland mit Kulturschaffenden.

    Also, nehmen Sie es nicht persönlich: wie Linke plötzlich das Oktoberfest zu lieben lernen – mir wird einfach nur blümerant und ich möchte speien. Diese Doppelmoral ist nicht zum Aushalten.

    Und ich wähle diesmal AfD, wissentlich, dass sie etlichen Unsinn verlautbaren lassen. Aber dennoch ist mir lieber, dass wir über drängende Probleme reden, als dass wir uns das Oktoberfest schönreden, wo an diesem Fest nichts mehr schön ist als die Gewinnmarge!

    • Wäre es ein soziales Medium
      bekämen Sie von mir ein Sternchen.

      Mir graut schon davor, wie sich 2-3 grinsende Parteischranzen vor die Kameras begeben und etwas vom Auftrag des Wählers faseln.

      Ich bin gespannt, welche Positionen noch alle ernsthaft von den Blockparteien vertreten werden, bloß weil sie das Gegenteil dessen sind, was die Afd fordert.

      Ich weiß nicht, wie plakatiert wird, bisher habe ich es nur in München miterlebt.
      Hier, im Oberland, sieht man nur wenige Plakate, wenige von der CSU, Sicherheit versprechend, und einige verschmierte von der Afd, pro Heimat und pro Volksabstimmungen.

      Wahrscheinlich ist es schlichtweg so, dass erst ab einem Verhältnis Wähler/Plakat von größer 1 plakatiert wird.

    • Wenn die AfD Protagonisten künftig im Parlament...
      Erstens: das Handwerk und die Methodik einer kleinen und großen Anfrage (Auskunftspflicht/Berichterstattung ungeschönter Fakten und Zahlen!) erlernt, versteht und seriös fundiert durchzieht

      und

      Zweitens: die Ergebnisse (Zahlen, Werte, Schlußfolgerungen) daraus in klarer, verständlicher, ungeschwurbelter, nicht-ideologisierter Sprache ohne Schaum vorm Mund unters Volk (dem Steuermichel) bringen kann

      dann

      wird’s wirklich interessant.

      Vor allem auch deswegen wird seitens des „Establishments“ (Politkaste, Medienkaste, wer ist eigentlich von wem abhängig?, Profiteure, Nachplapperer, Kirchen, Gewerkschafen, Stiftungen, ÖR-Korruptiker sowieso, …) gegen die AfD und ihren potenziellen WählerInnen geschlagen, geschimpft, getreten und gespuckt. Es saugt sich’s grad so schön… so ungestört (mit der AfD wird das Immunsystem des Wirtes stärker werden).

      Alles klaro? Auch darum muß (endlich) ein „Fragesteller“ ins Parlament. Viele haben das immer noch nicht begriffen. Mein Neffe (17, darf noch nicht wählen) hat’s ge-checkt.

    • @ Nahuatl,
      ich war heute in der Kreisstadt und habe CSU- und SPD- Plakate gesehen. Nachmittags in Oberstdorf hauptsächlich CSU und FDP, 1x SPD. Von der AfD nirgends eine Spur. Im Dorf hier sehe ich 1x die Bayernpartei.

  78. Entschlossenheit unserer Staatsdiener
    http://www.bz-berlin.de/berlin/fast-alle-fluechtlinge-aus-dem-schleuser-lkw-sind-verschwunden
    .
    Da machen die lieben „Flüchtlinge“ (war in Wirklichkeit kein einziger Flüchtling dabei) grinsend, was sie wollen, und der genasführte Staat zeigt grimmige Entschlossenheit: „Man wolle nun mit aller Entschiedenheit abwarten, ob von den flüchtigen Flüchtlingen noch einer wieder auftaucht.“
    So geht Staat im kaputten Merkelland.


    • mit aller Entschiedenheit abwarten
      Faszinierend, diese Aussage. Man würde sie eher im Kabarett vermuten.

    • genasführt....
      nicht der Staat wird genasführt, der will das genau so.
      Die Bürger werden genasführt, und alle vier Jahre (bald 5) fällt das damit zusammen, dass auch die Wähler genasführt werden.
      Aber nicht von den 51, sondern vom Staat.

    • @ Fastgast
      Dem Link folgend komme ich zu einem Text in dem u.a. steht: „Man wolle nun abwarten, ob sich die Menschen bei einer anderen Erstaufnahmeeinrichtung meldeten.“ Meine Frage an Fastgast ist: Haben Sie der schöneren Polemik wegen „mit aller Entschiedenheit“ eingefügt oder wurde der Teil im Original entfernt und auch sonst das Ende geändert?

  79. Die Vorhaltung von FakeNews gegen angebliche "FakeNews"...
    Natürlich behauptet auch „correctiv“, der aufgeblasene Netzwerk Wahrheitsfilter, eine FakeNews der AfD und daß alles supi laufe. Entweder keiner hat wirklich recherchiert oder es wird gezielt gegen die AfD im Konzert agitiert. Die Methode ist dann Redundanz und die ist das probat bessere Mittel zur Platzierung von Meinungen als die Wahrheit.

    Herzlichen Dank für die immer mühevollere Dekonstruktion von Scheinrealitäten…

  80. Titel eingeben
    Von Münchener Freunden wurde mir berichtet, dass besonders die amerikanischen Besucherzahlen eingebrochen seien.

    Offenbar ist man in diesem Teil der Welt unterdurchschnittlich bereit, sich von Merkels Amri oder seinen goldigen Gesinnungsgenossen über den Haufen fahren zu lassen.

    Dort hat man ja auch das Merkel-Pendant Crooked Hillary in die Schreibstube verbannt …

  81. Alles eine Frage der Schnittführung
    Danke für die Einordnung (ein hier ausnahmsweise zutreffendes, oft aber mißbrauchtes Lieblingswort des Kommentariats).

    Mich hat das kontextfreie Hurra-Geschrei über die 100.000 mehr als im Vorjahr irgendwie an den Witz erinnert vom Leichtathletiktreffen UdSSR / USA, bei dem die USA haushoch siegen, und dann meldet die Prawda:

    Ehrenvoller zweiter Platz für die UdSSR bei internationalem Sportwettkampf / USA nur Vorletzter.

  82. „Sich nicht gemein machen ...
    … mit einer Sache“, forderte H. J. Friedrichs für seine Zunft, eine Art Fortschreibung oder Interpretation des Kategorischen Imperativs für Journalisten.

    Lange her, und von den zahlreichen Opportunisten jeder Sorte als lästige Mahnung längst vergessen. Heute mag selbst der spirituelle Flügel der SPD, die EKD, den in der Sache gebotenen Abstand nicht mehr dulden, zu schweigen von den in ganz anderer Weise geprägten oder sonstwie festgelegten Weltbetrachtern und Lobbyisten.

    Ja zweifellos, „Die Zeiten für Menschen ohne eindeutige parteipolitische Haltung sind hart“. Ein Eiertanz, nach allen Seiten gleichermaßen Distanz zu halten, wenn einem diese Distanz nicht nur als mangelnde Loyalität, sondern umgehend als Gefolgschaft des Gegners ausgelegt wird.

    Für die Leser stellt sich ein vergleichbares Problem. Wie Distanz halten, wenn man buchstäblich in jeder Richtung, in die man sich neugierig begibt, in lauter Sch‘.. tritt?

    Dennoch gibt es zu diesem beschwerlichen und oft absichtlich missverstandenen Bemühen um Distanz keine vernünftige Alternative.
    Überaus erfreulich und dankenswert, dass Sie diese Haltung in Ihrem Blog immer wieder aufs Neue vorleben, auch wenn Ihnen so manche/r gern was ankleben möchte.

    • Gottchen
      Erwachsen werden bedeutet, dass man in nicht optimalen Umfeld nichtoptimale Entschediungen treffen muss.
      Vulgo: Das man sich den Realitäten des Lebens stellt.

      Keine Ahnung, wer Euch solange im Kindergarten sitzen gelassen hat.

  83. Finks Krieg und Schall und Rauch
    Finks Krieg von Martin Walser erwischte ich mal als Posten
    in einer 2.Verwertungsbuchhandlung und verschenkte es
    reihenweise. Es ist: dat Lebben!
    Zumindest kann man sich vorstellen, das es gelegentlich so läuft.
    Ein toller Martin Walser.

    Das Sein und und das Bewußtsein hängt sicher mehr als Schall & Rauch zusammen, da haben Sie – danke für die freundlichen Zeilen – sicher recht.
    Grosstadt, Lebensgeschichten…sollte man aber auch nicht vernachlässigen.

    Aufarbeitung der totalitären Vergangenheit und – möglicherweise – eine ungenügende Historisierung derselben, spielen wohl auch eine Rolle, durch welche Brille man wie sieht.

    Und, ganz ohne einen Schuss „Michael Kohlhaas“ im Blut, reichte
    es nicht einmal zur Plauderei.

    • Zehn Cent
      a propos Verwertungsbuchhandlung. Beim Klonovsky (19. September, runterscrollen) gibt’s ein Foto, auf ein berühmtes Buch von einem Händler verramscht wird. Für 10 (zehn!) Cent (Cent!)

    • kdm
      Heiko Maas für 10 cent. Warum nicht?
      Klonovsky verschärft mit Kafka noch dazu.
      Danke für den Hinweis.

    • 10 (zehn!) Cent (Cent!)
      Kein Schnäppchen. Immer noch teuer.

    • Was wiegt so ein Buch?
      300 Gramm vielleicht? Also 30kg für 10 Euro? Das ist noch zuviel. Aber für 5 Cent, hätte ich meine Kohleofen noch, könnte man ernsthaft darüber nachdenken, die Bücher einem sinnvollen Verwendungszweck zuzuführen.

  84. Lieber Don,
    Kluge Antworten zum Thema AfD von Max Otte:
    https://www.wallstreet-online.de/nachricht/9903012-max-otte-waehlt-afd-interview-wallstreet-online


    Gibt es keine Chance, dass die CDU eine Politik betreiben wird, mit der Sie sich anfreunden können?
    Unter Angela Merkel nicht. Sie hat gerade wieder betont, dass sie keine Obergrenze will und dass sie alles wieder ganz genauso machen würde. Diese Frau reißt unser Land sehenden Auges in den Strudel.
    —–

    • Mir ist schon klar, dass wir nur Probleme und keine Lösungen einladen. Aber eine Lösung ist die AfD auch nicht. Die offene Debatte ist eine Lösung.

    • Lieber Don,
      „Die offene Debatte ist eine Lösung.“
      Da haben Sie völlig recht.
      Preisfrage: welche der mutmaßlich um nächsten Bundestag vertretenen Fraktionen wird den größten Beitrag zu einer offenen Debatte über bisherige Tabuthemen leisten?
      Und welche Fraktionen werden alle Hebel in Bewegung setzen, um genau diese zu verhindern?

    • Die offene Debatte ist eine Lösung.
      Auch im Bundestag. Eine Partei rechts von der Union
      wird vermutlich bald so normal sein wie eine Partei
      links von der SPD.

      Bei der Ehe für Alle (Fakenews des Jahres, ich kann
      weder ein Pferd noch 4 Frauen heiraten, nicht einmal eine
      zwölfjährige als Haushaltshilfe) stimmte Dr Merkel auch mit Nein.
      Die AfD hätte da schon helfen können auch wenn Frau Dr. Merkel
      diese Hilfe gar nicht hätte haben wollen.

      Es wird auf jeden Fall spannender.
      Ich überlege ob ich alle meine Aktien verkaufe.
      Das hatte sich beim Brexit-Votum auch gelohnt.
      Ich konnte in der darauf folgenden Woche billiger einkaufen.
      Das könnte wieder passieren wenn es unklare Verhältnisse gibt.

      ggf gibt es ja Schwarz-Rot-Gelb.
      Die passende Flagge hätten wir schon.

    • @K.K.
      Wenn Sie mit dem Kaufen etwas warten wollen, kein Problem:
      „Sell Rosh Hashanah; Buy Yom Kippur“

    • An Vergessen: Zur Versöhnung zu kaufen
      ist eine schöne Idee.

      Verkauft habe ich heute Vormittag.
      Danke für den Tipp.
      Man kauft dann nach dem Festtag nehme ich an.

      Ich habe mir bei Wikipedia die
      Erläuterungen dazu durchgelesen.
      Ich wurde etwas wehmütig weil ich an eine
      ehemalige Kollegin denken musste die meinte:
      Vertragsverlängerung? Ich gehe wieder nach Israel.
      Das ist auch schon 10 Jahre her.
      Ich habe noch eine Kaffeedose von ihr.

      Schöne Festtage wenn Sie feiern.

  85. Um wieder ein bißchen Spaß an der Freud reinzubringen
    https://twitter.com/actual_seidou/status/909202023458975746

  86. lasst Zahlen sprechen...
    danke Don mal wieder für den schönen Text und auch Dank an die Kommentatoren. Aber während hier noch Oktoberfestbesucher gezählt werden, hat die SPD schon mal das Familienministerium um 124 Leute aufgestockt, mit „hochkarätig dotierten Jobs“. Der Artikel ist heute in der Welt und ich vermute mal, man darf das glauben. Es bleibt spannend.

    • Die übliche Versorgung des Klientels.

      Ob da vielleicht auch die ein oder andere Aufschrei-Feministin trotz fehlender Ausbildung berücksichtigt wurde?

    • Akosia, das klingt nach verbrannter Erde!
      Und angesichts der Tatsache, daß man Politiker oder Beamter ist, um diesem Staat, diesem Land, diesem Volk zu dienen und nicht um ignorant all das in den Staub zu treten, Probleme zu verursachen, die ohne eine/n nicht vorhanden wären, das Land schwächt, das Volk leugnet, um sich dann nur noch persönlich zu bereichern (derweil der eigene Spitzenkandidat von „sozialer Gerechtigkeit“ faselt… – ja, gibt es denn außer Gerechtigkeit noch andere GerechtigkeitEN?) , dann erinnert das an die Korruption afrikanischer und lateinamerikanischer Despoten(ich schließe Nordkorea einfach mal mit ein). Wenn Barley und Schwesig dahin wollen, dann stimmt die Richtung!

    • Das ist doch der Grund,
      warum alle immer kuschen und den Fraktionszwang pflegen. Mit Meinungsfreiheit und Demokratie hat das alles nix zu tun.
      Wenn ich schon höre, man gehe in die Politik, um mitzuwirken. Verlogene Bagage alle zusammen.Im Hinterstübchen denken die meisten ganz anders.Mäuschen möchte ich mal sein.
      Danksagung an die Klientel würde ich es nennen.


    • Familienministerium um 124 Leute aufgestockt
      Wie, in den letzten Wochen und Monaten? Kurz vor der Wahl??
      Oder schon länger?

  87. Wenn hinter dem politischen Wettstreit der Blockparteien gegen die AfD ein eigenes Programm
    stehen würde… wenn es denn überhaupt ein politischer Wettstreit um Ideen und nicht nur Straßenschlägertum wäre, dann hätten die Blockparteien auch sicher mehr Vertrauen in ihre eigene Position!

    Wenn bspw. ein Hr.Altmeier (irgendsoein Kanzleramtsminister..) proklamiert:
    „Nicht wählen zu gehen ist nach Ansicht von Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) immer noch besser, als sein Kreuz bei der AfD zu machen. In einem Interview mit der Bild-Zeitung antwortete Altmaier auf die Frage, ob ein Nichtwähler besser sei als ein AfD-Wähler: „Selbstverständlich.“
    Dann zeigt das -neben mangelndem demokratischen Bewußtsein (denn wie soll ein Wählervotum denn zustande kommen als über Wahl?!)- vor allem einen Mangel an Vertrauen in die eigene politische Position und ein Vertrauen auf eigene Argumente!

    Dies ist ein Offenbarungseid der Spezial-Demokraten, der seinesgleichen sucht.

    Nachzulesen bei jouwatch

    • Rein rechnerisch hat Altmeier recht
      denn jede nicht abgegebene Stimme ist eine für Merkel. Ich freue mich schon auf UvdL, wenn sie jubelnd von der gewonnenen Wahl erzählen wird. Erinnern Sie sich an den entsprechenden Auftritt dieser Dame bei einer Talkshow? Da werden massive Verluste in große Gewinne umgedeutet, andere hatten ja schließlich noch viel mehr eingebüßt.

      Warum muss ich nur immer an Nordkorea denken, an deren Atombomben kann’s nicht liegen.

    • Die Erste, die bei uns
      zu Hause allergisch auf UvdL reagiert hat, war meine Frau- zu dem Zeitpunkt war ich gegenüber dieser Tochter Dregers noch halbwegs tolerant. Ich bin dann allerdings hellhörig geworden und seither habe ich jegliche Äußerung dieser Frau (also nicht meiner!) weggeschaltet. Insofern: ich erinnere mich nicht an die Wahlkampflüge dieser Frau, Frau Simon. Ich kann es mir aber gut vorstellen!

      Ja, unsere Elite beherbergt einige Früchtchen, bei denen man nur noch an Nord-Korea denken kann (spontan fallen mir Maas und sein williger Helfer Stegner ein, Merkel und 15 Min. Ovulationen für nada, Kim Jong Schulz, Schwesig Privatschule etc.). Ich bin froh, daß Merkel keine Atomwaffen hat, sonst würde sie Ungarn noch damit bedrohen…

    • Titel eingeben
      was für ein Blindgänger;-) damit werden viele Nichtwähler aus Trotz zur Wahl gehen und genau dort ihr Kreuzchen machen, wo Herr Altmeier es quasi verbietet

    • Lieber Patrick Feldmann,
      der Vater unserer unsäglichen Flinten-Uschi war Ernst Albrecht, nicht der geschätzte Alfred Dregger. Dessen Filius Burkard ist übrigens Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses (CDU).

    • Herr Feldmann, Sie sind zu tolerant
      UvdL, das Röschen, war mir von Anfang an suspekt. Die Story, wie sie an ihren Wahlkreis kam ist schon spannend. Nur weil Pappi MP war, meinte Röschen wohl, sie könne das auch und besser, man will dem Pappi ja beweisen, dass sich seine Erziehungsarbeit gelohnt hat.

      Die Frau hat bisher in keinem Amt, wirklich in keinem, eine substantiell wertvolle und beständige Arbeit geleistet. Wenn sie mit der BW fertig ist, ist die BW auf Jahre kampfunfähig, mangels Material jeglicher Art. Aber immerhin gibt es dann ein Verteidigungsministerium, aufgeblasen wie ein Luftballon oder nun das der Frau Barley. Man könnte meinen, die Vollbeschäftigung muss ja irgendwie gesichert werden.

    • Interessant wär's schon...
      Die Zahl n zu erfahren, nach der sich n hochintelligente BLÖD-Leser* als Resultat dieses verbal hinausgeschossenen grosskalibrigen Altmaier Projektils doch noch wahltechnisch durch Fernbleiben zugunsten der CDU umentscheiden werden wollen machen (n>0).
      Wir werden es nie erfahren…

    • Ich halte Nicht-Wählen für keine demokratische Alternative
      Es gibt nicht umsonst in etlichen Demokratien Wahlpflicht.

      Demokratie ist etwas ganz Praktisches. Im guten Fall hat man: ein Problem, man streitet mit Ideen und Argumenten und die Wähler haben die Möglichkeit, der Idee, der Person, den Argumenten, die sie überzeugen, zuzustimmen bzw. die anderen abzulehnen! Es ist nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht jedes Einzelnen, die Verantwortung für sein Umfeld und die Weise seines Lebens möglichst weit selbst zu tragen. (Verzeihung Don, daß ich hier die Grundfesten der Leibeigenschaft einreiße)
      Wahlverweigerung macht nur in einer Diktatur/Autokratie Sinn, da kann sie eine Erklärung/ Forderung nach Freiheit sein- als Widerspruch, der sonst nicht formulierbar ist. Spätestens mit der AfD ist ein Widerspruch möglich, selbst wenn man mit manchen Inhalten nicht übereinstimmen will. *
      Ich bin mir nicht ganz sicher, ob der Dackel von Merkel das auch so sieht, aber es ist so und konsequent müßte man anmerken, daß ein Land, in dem Teile des Regierungsapparates dazu aufrufen, nicht zur Wahl zu gehen, – im strengen Sinn keine Demokratie mehr sein kann!

      Ja Albrecht, nicht Dregger- danke, (Herr) Trenelt!
      Aber das war vor meiner Zeit politischen Wachzustandes. Mir geht es etwas so wie Hadmut Danisch, ich bin wider meinen Willen politisch erweckt worden (weil einige Politiker zu dreist, die Menschen im Land verarschen wollten- sowas nehme ich immer als persönlichen Affront).

      * Das, was ich da beschreibe: Negativ-Wählen ist nur die Notlösung.
      Die AfD betreffend sehe ich die „Notlösung“ als unterkomplex an, denn die AfD vertritt klare und definierte Inhalte, die weder Klientel“politik“ (also Bestechung) noch Märchenpolitik(Merkel, die Grünen, die Linke) sind.

    • Altmaier zeigt doch nur, wies geht,...
      …die Zeugen Angelas und ihren Zensurminister nebst Hofstaat und grünen Bessermenscheneschatologen in die gerechte und verdiente Bedrouille zu bringen!
      Wir haben jetzt eine einzige Chance, diese Clique abzuwählen. Wenn das Wahlergebnis schlecht genug ist, werden die CDU-Direktkansidaten endlich putschen, vermute ich. Wer lässt sich schon gern die Butter from Brot nehmen ?
      Wir sollten die Chance zum Wechsel nutzen.
      Und nun wissen wir beiläufig auch mehr über Altmaier, für den der Nichtwähler offensichtlich besser ist als der AfD-Wähler. Aha! Ich begreife: Ein abgewählter Altmaier ist ein guter Altmaier. Er kann ja Koch werden.

    • Die Blöd fragt besorgt, darf ein Kanzleramtsminister so etwas sagen?
      http://www.bild.de/politik/inland/bundestagswahl2017/die-grosse-nicht-waehlen-debatte-peter-altmaier-53257998.bild.html
      und hat dazu Aussagen von Falter, Funke, Niedermaier, Schöppner, Weidel und Oppermann.

      Altmeier empfiehlt „staatstragende Parteien“ zu wählen und ich überlege schon die ganze Zeit, wen oder was er damit meint. Denn der Staat sind wir, wir tragen allenfalls schwer an unserem Schicksal, aber Parteien?

  88. Auf welchen "Festivals" sind Frauen am sichersten?
    Im Juli konnte man lesen, daß das nächste Bråvalla-Festival in Schweden wegen sexueller Übergriffe in diesem Jahr im nächsten Jahr nicht stattfindet. https://www.welt.de/vermischtes/article166257454/Schwedisches-Musikfestival-wegen-Vergewaltigungen-abgesagt.html
    Da im August in Wacken ein Heavy-Metal Festival mit 75000 Besuchern stattfinden sollte (mit einer kilometerlangen Bierpipeline zur Versorgung der Besucher mit lebensnotwendiger Flüssigkeit) hatte ich mir vorgenommen, nach dem Ende mal den Polizeibereicht dazu zu sichten:
    https://www.shz.de/regionales/themen/wacken-open-air/die-polizeibilanz-fuer-wacken-im-grossen-und-ganzen-entspannt-id17503156.html
    „Die Polizeibilanz für Wacken: Im Großen und Ganzen entspannt
    Insgesamt verzeichnete Einsatzleiter Sven Adomat bis Samstagnachmittag 175 Straftaten, davon 140 Diebstähle.
    Für ein so großes Festival fiel auch die Zahl sexueller Belästigungen im Vergleich gering aus. Vier Frauen meldeten sich dieses Jahr bei den Beamten.“
    Frauen sind wohl da am wenigsten gefährdet. wo man es am wenigsten erwarten würde. Wahrscheinlich trauen sich „gewisse Männer“ auch nicht dahin, wo soviele Männer in Leder herumlaufen.


    • Die Wackener Metaller haben da auch so eine ganz spezielle Kultur der Harmlosigkeit und Nettigkeit gerade im Kontrast zum martialischen Aufzug. Außerdem fidest das ganz in Schleswig-Holstein statt, ein Stamm, der seine eigene Naivität und Putzigkeit kultiviert, jo nä?

    • Hard aber teuer
      Ein Rockmusiker (Metal) winkte auf die Frage Wiewars? ab: ach, Wacken!, das ist gelaufen, die haben dieses Jahr Minus, da gehts nur noch um Kohle, über 200 Eurino für die Wochenendkarte,
      vollkommen abgehoben … und dann kaum gute Musiker da, nee, ohne mir! häh? RockamRing? … der gleiche Beutezirkus …

    • Titel eingeben
      @ ferry

      Ja, da haben Sie natürlich Recht, habe auch sowas läuten hören, sehr teuer. Wenn man als Helfer mitmacht, wird’s angeblich weniger. Man braucht ausweislich meiner Bekannten dort freilich drei Tage, um den Schlamm wieder abzubekommen.

      Gute Nacht.

  89. im Nachklapp
    Ich denke, dass dies noch nicht das Ende des Downgradings unseres Landes war…
    Aus der Webseite: „Wie viele Beschäftigte hat das Ministerium und wie groß ist der Etat?

    Durch die Eingliederung des Personals aus dem früheren BMVBS ist die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums auf circa 1200 angestiegen.

    Beschäftigte

    Dem BMUB steht für 2017 ein Gesamtetat von über 5,6 Milliarden Euro zur Verfügung.“

  90. Just one more thing
    https://www.youtube.com/watch?v=jEvfSJ6Id9E&feature=youtu.be&t=4m1s
    .
    Toll der Einstiegssatz der Terrorkanzlerin: „Sexualdelikte sind bei uns nicht erlaubt.“
    Nein! Doch! Oooh!
    .
    Danach allerdings schwiemelt sie von den tollen jungen Männern, die bei uns nichts verändern.
    .
    Ausser das Leben junger Frauen. Aber das ist das letzte, um das sich die verbitterte Nullipara schert.

  91. Für ein Land, in dem jede alles werden kann:
    ht tps://www.welt.de/politik/deutschland/article168776859/Angela-Merkel-drei-Jahre-alt-Werbefigur.html
    .
    Auch Kriminelle.

  92. Diverse Erscheinungen in social media , ob Fratzenbuch, oder Co ,
    .
    .
    . sind nur deshalb gefährlich, und nicht ein reines Minderheitenprogramm für frustrierte Gutties und Linkies ,

    weil die etablierte Politik ihnen hinterherrennt, um sie zu gebrauchen .

    Dito die GrünInnen .

    Wären CDU und SPD noch das, was sie vor zehn, zwanzig Jahren waren ,

    wäre uns eine Menge erspart geblieben .

    Soros‘ Handpuppe aber hat ihren Laden total umgekrempelt , und die SPD ist nur mehr ein Verein des korrupten Niedergangs, und der Brosamen vom Tisch der Herrin.

    Über die FDP muß man nicht viel sagen, ja , Lindner verkauft den Schuppen vergleichsweise gut, was aber nichts über das Produkt sagt.

    Posten und Pöstchen halt, gern auch Jamaica , gern auch alles andere .

    Viel Schuld trifft die Medien, der ÖR ist ein Kapitel für sich, aber auch

    private und nicht ganz so private Printmedien und ihre Netausläufer stossen ins selbe Horn.

    Allein die Kommentarpolitik in der FAZ hat sich dermaßen undemokratisch und grundrechtefeindlich entwickelt,

    dass nur mehr Einwickeln, gerne auch von verdorbenem Fisch,
    übrigbleibt .

    Gelegentliches Aufblitzen nützt da wenig .

    Natürlich gelten Hausrecht und Eigentum ,keine Frage ,aber wenn ich mich mit sogenannter Information und viel Meinung an Leute wende,

    von denen ich hoffe, leben zu können, indem sie mein Produkt kaufen,

    und die dann mundtot mache , damit sie die Blase nicht stören,

    erkenne zumindest ich darin einen Widerspruch.

    Recht hin oder her .

    Jetzt gondeln wir also, getrieben von Shitstorms und Propaganda ,
    in die Wahl,
    die keine ist,

    und haben dann vier Jahre more of the same used chocolate ,

    und dann kein Land mehr,

    eine radikal und aggressiv gespaltene Gesellschaft,

    reduzierte Leistungen des Staates bei gleichzeitig überbordenden
    Abgaben, da werden wir nach der Wahl noch Augen machen ,

    und bei schrumpfenden Grundrechten und Freiheiten,
    rechtlich (Maas wird irgendwie weiterleben, da sorgt IM Merkel schon dafür )

    als auch faktisch .

    Menschen passen sich geänderten Gefahrenlagen an, Frauen wollen nicht vergewaltigt werden,

    auch wenn sie hirnlos Teddybären werfen ,

    und Männer nicht verprügelt, ausgeraubt und totgestochen.

    Bescheiden, wie wir sind, weichen wir der Bereicherung aus ,
    und machen uns im Weichbild dünne .

    Wir, deren Land das bis vor kurzem war .

    Volksfeste fallen ins zu vermeidende Blut , Konzerte werden rarer und teurer ,

    die Nacht gefährlicher und menschenleerer .

    Und medial, und in der Darstellung und den Taten der etablierten Politik ,

    wird Deutschland immer mehr zu Orwells ,,1984″ .

    Gerade die Gesinnungsschnüffelei und Vernaderei (vieles ist strafbar, was früher CDU-Meinung war )

    wird den Geschmack des Landes nachhaltig vergällen .

    Und letztlich werden irgendwann, wegen oder trotz der ganzen Unterwerfung und Nachgeberitis ,

    die Fetzen fliegen in einem Bürgerkrieg ,

    den niemand gewinnen kann ,wie es mit Kriegen allgemein, und Bürgerkriegen erst recht ,

    nunmal so ist .

    Hätten sich Merekls Eltern zur Kinderlosigkeit entschlossen,

    wäre uns viel erspart geblieben.

    Oder auch nicht , die Truppe , die dahintersteht,

    hätte sich eine andere Puppe gesucht .

    Deutschland ist da geeigneter, als etwa Frankreich.

    Lenin hat schon richtig erkannt , dass der Deutsche sich erst eine Bahnsteigkarte löst, bevor er Revolution macht.

    • Herr Moser,
      ginge es auch mit etwas weniger LEERzeilen, bitte? Meiner Maus tun die Füßchen weh.

    • Da, nimm Gehwohl!
      armes Mäuschen.
      . . .

      Wir, deren Land das bis vor kurzem war .

      Volksfeste fallen ins zu vermeidende Blut , Konzerte werden rarer und teurer ,

      die Nacht gefährlicher und menschenleerer .

      Otto Moser

      . . .

      Ich fürchte mich , meine Gedanken frei zu äußern

      vor dem Herrscher , dennoch sei es gewagt :

      Dionysos nimmt es mit jedem andern Gott auf .

      Bakchen , 775

    • Im Herbst
      bastle ich meinen Thyrsus mit einem halben Maiskolben.

  93. Eindruck vom Augenschein
    Danke. Zwar kann ich die Zahlen nicht prüfen, aber mein bisheriger Eindruck vom Fußgänger- und Rikscha-Verkehr vor allem entlang Lindwurmstraße, Nußbaumstraße und Schwanthalerstraße, ferner aus U-Bahn- und Tram-Fahrten, geht ganz in die Richtung, dass viel weniger Leute unterwegs sind als vor noch vor 2-3 Jahren. Das muss man gar nicht zählen, man sieht es und hört es und merkt es ganz einfach an der Reduktion unangenehmer Szenen, die früher ab dem ersten Tag auftraten. Nach meinem Eindruck spricht ferner ein relativ größerer Teil des Publikums Englisch, es wären demgemäß Touristen, die vermehrt kommen. Die plusminus 100.000 dürften im Rahmen einer statistischen Schwankung liegen.

  94. Linke grinden gegen die AfD auf in den MSM und auf twitter?
    Na zum Glück haben wir noch eine Wagenknecht (oder so ähnlich):

    „Der Sozialismus ist nur durchführbar in einem Staat, der nach innen einig und nach außen frei ist. Beide Ziele, die innere Einheit und die äußere Freiheit, sind uns durch die Schuld von Bürgertum und Marxismus verloren gegangen. Diese beiden Machtgruppen sind überhaupt, so national und sozial sie sich immer gebärden mögen, die geschworenen Todfeinde eines sozialistischen Nationalstaates.

    Darum gilt es, diese beiden Machtgruppen politisch zu brechen. Damit ist die Front des deutschen Sozialismus klar aufgewiesen und unser Weg zwangsläufig vorgezeichnet.

    Gegen das politische Bürgertum: für den echten Nationalismus!

    Gegen den Marxismus: für den wahren Sozialismus!

    Für den ersten deutschen Nationalstaat sozialistischer Prägung!“

    • "Für den ersten deutschen Nationalstaat sozialistischer Prägung!"
      .
      Aber Nationalsozialismus war doch schon mal.

      Das wäre somit der zweite.

    • Sag ich doch,
      wenn esman von einen SED-Funktionaer das bisschen Internationalismus abkratzt, steht da ein SA-Mann.

    • Retrowitz
      Für den 1948 in Cottbus geäusserten Witz: „Es hat sich nicht viel geändert, alles was früher braun war, ist heute rot angestrichen“ bekam mein Vater in einem geheimen Schnellverfahren 25 Jahre Sibirien aufgebrummt (8 davon hat er in Workuta abgesessen, wenn man „arbeiten in einer Bleimine“ so nennen kann).

  95. Was es heid auf der Wiesn gibt....
    …dressierte Urwald Menschen,
    Abnormitäten 4 seltsame Menschen,
    Prachtl-Reitbahn,
    Teufelsrad,
    ein Kamel,
    14:25 und der Moser Otto ist auch schon da, sitzt im Augustiner Bräu.
    http://www.muenchen.de/veranstaltungen/oktoberfest/geschichte.html

    Schaut`s halt mal vorbei.


  96. Danke @Don für die Klarstellung der Fakten.
    Denn echte Faktendarstellung ist im Wahlkampf offenbar völlig verpönt (und die Frage ist, ob „Wahlkampf“ nicht schon zum Dauerzustand geworden ist), da ist es gut, wenn jemand mit näherer Verbundenheit das mal geradezieht.
    Es waren also etwas mehr als letztes Jahr, aber längst nicht so viele wie die Jahre davor.
    Wäre mal interessant zu graben, „von wo Leute fehlen“, im Vergleich zu vor 3, 4 Jahren. Jemand nannte die Amerikaner. Gibt es bei denen vielleicht eine Reisewarnung? Sind die allgemein weniger in Europa?
    Oder ist vielleicht auch einfach der Massenauflauf-Hype vorbei? (was ich seit dem Duisburger Unglück vermutete)

  97. Traurig!
    Das AFD Plakat ist doch nur eine weitere Geschmacklosigkeit dieser Partei und reiht sich nahtlos ein in die plakatierten Aussagen wie „Neue Deutsche? Machen wir selber“ oder „Sophie Scholl würde AFD wählen“. Dass man über solche verquaste Aussagen überhaupt noch diskutieren muss, zeigt schon wie abgestumpft und geschichtsvergessen Teile der Bevölkerung dieses Landes geworden sind. Dass sich viele Sympathisanten dieser Partei dann auch noch als Wertkonservativ verstehen und die AFD angeblich nur als Korrektiv wählen, ist eigentlich nur noch traurig.

    • S.Gabriel toppt das locker
      Gabriel zur Dieselthematik und zur Blauen Plakette:

      Fahrverbote in den Städten müssten anders verhindert werden, weil sie sozial Schwache benachteiligten, die sich ein Leben in den Stadtzentren und neue Autos nicht leisten könnten.

      Der Mann versteht nicht einmal ansatzweise den Unterschied
      zwischen sozial Schwachen und Menschen mit geringem Einkommen.
      Das ist eine Frage der Grundhaltung.
      Der Mann nennt sich Sozialdemokrat.

    • Geehrter Wettersturz ! Man kann nicht nur ,,geschichtsvergessen " ,
      .
      .
      .
      sondern auch gegenwarts-und realitätsvergessen sein .

      Betrachten Sie , als Kontrastprogramm, gerne auch die Plakate und Wahlkampfbeiträge anderer Parteien,

      die um Stimmen werben im BTW 2017 .

      Und deren Tun vor der Wahl, als sie auch schon an der Macht waren.

      Es ist keine Zeit für linken Snobismus .

    • Was machen die anderen
      http://blog.nn-online.de/hirnduebel/wp-content/uploads/sites/12/2016/02/einwandern.jpg

      Über Hirndübel
      http://blog.nn-online.de/hirnduebel/about/

      Geprüft wird das dann vermutlich in Büros
      oder Erstaufnahmeeinrichtungen in Aleppo
      oder sonst wo.

      Es ist Fleisch vom eigenen Fleisch.

      ggf sollte die AfD plakatieren:
      Wir halten was die Union verspricht.

    • Soziale Kompetenz, Wertkonservativ Teil II
      http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/urteil-in-essen-geldstrafen-fuer-bankkunden-die-mann-sterben-liessen-15204848.html

      Eine Filiale der Deutschen Bank wie auf einem Bild
      zu sehen ist.

      Ich nehme an dort verkehren eher
      Wähler der CDU und der FDP.

      Verlassen sie bitte den Sockel auf dem Sie
      stehen. Ich stelle ihnen gerne eine Leiter an.

    • Also den Slogan mit Sophie Scholl...
      …seh ich auch nicht unkritisch, aber ich denk halt oft:
      Wie muss sich diese ehrenwerte Seele im Grabe rumdrehen, wenn sie sähe, wie Deutschland auf einen weiteren Abgeund zurast? Und zwar ausgerechnet unter dem Vorwand von zu Chimären verdampften Begriffen, deren zugeordnete Ideale ihr damals heilig waren?

    • Sophie Scholl
      @ Fräulein Gwandl

      Es ist glaube ich grundsätzlich schwierig
      Akteure aus dem Widerstand einer aktuellen
      politischen Richtung zuzuordnen. Es waren immer Menschen ihrer Zeit.
      Was man jedoch nicht machen darf, ist diese Menschen für politische Ziele zu missbrauchen,
      die diametral zu den Werten stehen, die damals von ihnen vertreten worden sind.

    • Sophie Scholl steht über allen
      Ergo: ich frage mich, ob sie sich wohl heute wiederum fremd fühlen würde im eigenen Land.

      Keine Ahnung, wie sie das AfD-Plakat wohl finden würde.

      Aber dass ihr das NetzwerkDG oder die verkappte Wer-nicht-für-uns-ist-ist-gegen-uns-Rhetorik („demokratisch“/„rechts“, „liberal“/„toxisch“) gefallen würde – darauf würde ich auch nicht wetten.

  98. Wenn nur die Hälfte dieser Photos nicht gefälscht ist...
    , dann ist das Oktoberfest für die Veranstalter ein finanzielles Desaster.
    ht tp://www.journalistenwatch.com/2017/09/19/tote-hose-statt-tote-trinker-auf-dem-oktoberfest/

    • Herr Feldmann, Sie können sich doch selbst überzeugen
      ich habe in meinem Beitrag, war diesmal die erste, stehe also ganz oben, einen Link, der 6 verschiedene Webcams mit Blick auf die Wiesn zeigt, anklicken genügt, die Kameras schwenken sogar hin und her. Es sind schon Leut da, aber die Düsseldorfer Kirmes hat tagsüber mindestens ebenso viele. Man kann also nicht von drangvoller Enge sprechen.


    • Na ja, bei fast 22DM für fast einen Liter fast alkoholfreies bayrisches Bier hält sich das finanzielle Desaster der Bierzelterben vermutlich in Grenzen. Denn, alkoholfrei kostet der Liter auch ca. 20DM, der halbe Flattermann bis zu 25DM mit einem Klecks Kartoffelsalat bis zu 34DM und die Haxe fast 40DM, eine (!) Scheibe Brot 6DM, mit Butter 8DM, in Worten: acht Deutsche Mark.

      In Euro kostet das alles selbstverständlich nur die Hälfte. 😂

      Aber man gönnt sich ja sonst nichts und ist ja auch nur einmal im Jahr, so eine (sinnbefreite Veranstaltung) Gaudi. Wer’s braucht, dem sei’s gegönnt. Mitleid mit den Veranstaltern käme mir aber nicht in den Sinn.

    • Das sind ja geradezu inflationäre Preise
      welche Familie soll sich das leisten können. Die Fahrgeschäfte kosten ja auch, dass man an eine Minderheitsbeteiligung glauben mag. Das ist doch von Normalverdienern gar nicht mehr zu bezahlen und ehe man sich das Gequengel der Gören antut, geht man wohl lieber gar nicht erst hin.


    • Das Oktoberfest ist doch sowieso nur noch eine Touristenveranstaltung, Frau Simon. Ohne die Touristen gäbe es das so nicht. Allerdings, es ist auch ein Exportschlager, so wie Weihnachtsmärkte und was es sonst noch an urdeutscher Tradition gibt.

      Was die Preise betrifft, das lernt die deutsche Wirtschaft sowieso nicht mehr. Als jüngst die neueste Küchenrevolution von Miele vorgestellt wurde, ein Herd bzw. Backofen bzw. Mikrowelle, in dem mehrere Lebensmittel zeitgleich auf den Punkt zubereitet werden können, Da war ich schon fast auf dem Sprung. Fast, da Miele für dieses Stück durchaus innovativer Technik einen Preis von ca. 8.000 Euro aufrufen möchte. Das kann ja nichts werden und da viel mir doch sofort wieder ein, wie es seinerzeit mit Video 2000 und Highcom lief. Auch da glaubte man wohl, aufgrund überlegener Technik Mondpreise verlangen zu können. Das Ergebnis dürfte bekannt sein, die Japaner machten das Rennen mit VHS und Dolby gibt es heute noch.

      Als Familie würde ich solche Wiesenbesuche, von den Kosten mal ganz abgesehen, aber sowieso nicht in Erwägung ziehen. Die Kinder kommen noch früh genug in die Versuchung exzessiver Veranstaltungen. Das muß man nicht auch noch fördern.

    • Na ja, mich können Sie mit solchen Veranstaltungen jagen
      ich gehe ja auch hier nicht auf die Kirmes, mir wird vom Zuschauen bei den Fahrgeschäften schon speiübel.

      Miele, ich habe nebenan den Bericht darüber nur im Vorbeigehen gesehen, aber nicht gelesen. Ist das ein Herd, der ähnlich dem allwissenden Kühlschrank funktioniert? Sowas käme mir ja nicht ins Haus, smart muss so wenig sein wie ein piepsendes Autos, das fast alles über mich weiß. Wo bleibt da die Autonomie? Finden Sie das neue Iphone mit Gesichtserkennung auch toll?


    • Ich habe gar kein Smartphone, Frau Simon. Und für den smarten Fernseher habe ich ein extra Netzwerk eingerichtet, das völlig getrennt vom Rest des Netzes ist. Was ich übrigens jedem empfehle, kein Smartphone, kein smartes Auto, keine smarten sicherheitsrelevanten Geräte und für den smarten Rest ein extra Netzwerk.

      Was den Miele Ofen betrifft, darin können Sie „kochen“ und gleichzeitig ein Eis aufbewahren, ohne daß dieses mitgekocht wird. Oder anders ausgedrückt, Sie stellen die Bestandteile des Menüs hinein und der Ofen erkennt diese und bereitet sie gleichzeitig und jeweils auf den entsprechenden Punkt genau vor. Das gelingt, so weit ich das verstanden habe, durch eine Wellenlänge der benutzten Strahlung, die sich zielgerichtet und in entsprechender Stärke der Speisen, auch mengenbezogen etc., annimmt. Wirklich, ich halte das für eine tolle Sache. Die üblichen Funktionen eines Ofens besitzt der aber auch. Selbstverständlich braucht der Ofen einen Internetanschluß für Aktualisierungen und Rezepte (?), aber dafür habe ich, wie gesagt, ein ganz eigenes Netzwerk, so daß da keinerlei Gefahr droht. Die notwendigen Berechnungen stammen übrigens von namhaften Köchen, die da jahrelang dran getüftelt haben und weiter tüfteln. Es ist tatsächlich nur der Preis, der mich davon abhält, das Ding zu kaufen.

      Mal sehen, wann die Chinesen den entsprechenden China-Ofen für die Hälfte des Geldes anbieten. Die deutsche Wirtschaft lernt es eben nicht, über die Menge Geld zu verdienen, die müssen mit einem verkauften Ofen reich werden. Daß das nichts wird, das lernen die nie.

      Aber nun genug der Werbung, sonst bekommen wir hier noch die gelbe Karte. DA scheint ein wenig erhöhte Temperatur zu haben. 😉

    • Und ich habe seit heut Nachmittag nicht einmal mehr ein Handy
      telefoniert habe ich mit dem Ding eh nicht, es nur durch die Gegend gefahren für den Fall, dass mein fahrender Gustav Husten bekommt. Dann vor vier Wochen den Vertrag gekündigt und heute hat der Betreiber seine Dienste eingestellt und mein altes Nokia ist eben in den Müll gewandert, weil ich zu blöd bin, den Speicher zu löschen. Aber auf so ein altes Teil ist eh niemand scharf, also weg damit.

      Ihr Wunderherd könnte mich nicht reizen, haben Sie eine Großfamilie, dass sich das rentieren würde? Für mich allein reichen auf meinem Herd zwei Kochplatten, die anderen sind mit einer Ablage abgedeckt, auf der Öl, Balsamico u.a. Kram steht, den ich beim Kochen brauche.
      Microwelle hatte ich mal, hatte mir der polnische Bekannte eingeschwatzt, das wäre ganz toll. Dann hatte ich das Teil zuhause und hab davor gestanden und mich gefragt, was ich nun damit anfangen soll. Nach knapp 3 Monaten an die Nachbarin verschenkt, ist mir doch alles zu tüddelig.

      Was mich aber überhaupt nicht anmacht, wäre ein Auto mit Bordcomputer, viel Elektronik und all diesem Blödsinn. Außerdem musste ich feststellen, dass man in neue Autos so tief plumpst, dass einer alten Frau himmelangst wird. Ob’s der Volvo vom poln. Bekannten ist oder Mercedes-Taxen, ja was glauben die denn, wie ich da allein wieder rauskommen soll? Bin normale Sitzhöhe von meinem 15 Jahre alten Corolla gewohnt, aber doch nicht Porschesitzhöhe, dafür bin ich zu alt und zu steif. Darum verstehe ich nun jeden, der einen SUV fährt, da hängt der Achtersteven nicht auf der Straße.

      Der ganze neumodische smarte Kram ist nicht für mich gemacht.


    • Nein, zur Großfamilie hats nicht gereicht, aber da wir noch richtig kochen und nicht aus Tüten, Dosen und was weiß ich leben, einen Herd samt Ofen und Mikrowelle ausgiebig nutzen, böte die Miele-Neuheit sicherlich eine gewisse Erleichterung und weniger Streß. Denn Zeit ist ja immer zu wenig.

      Zwar komm ich auch aus einem 911 noch locker raus, aber eine vollüberwachte Wanderdisko käme mir dennoch in meinem Leben nicht mehr ins Haus. Dann könnte ich mir ja auch ein Smartphone zulegen. Handy hab ich übrigens auch nicht. Es lebt sich ruhiger, wenn man nicht auch noch auf der Toilette erreichbar ist.

      So, nun aber genug des small-talks. An anderer Stelle gerne wieder.

  99. Zwei Tage länger
    nun ja, die Wiesn ’17 endet heuer auch nicht am ersten Sonntag im Oktober, sondern, Dienstag, dem 3. Oktober, dem Nationalfeiertag

  100. am Rande
    Viel interessanter erscheint mir Hans Hütts Abarbeiten an Frank Plasbergs „Hart aber Fair“ heutiger Rezension, in der der Leser mehr über den Rezensenten als die Sendung erfährt und für die, Aufgemerkt!, keine Leserkommentare zugelassen sind. Einmalig bisher. Fürchtet die FAZ-Redaktion den Shitstorm?

    • Wahrscheinlich
      ist die Bilgenpumpe im Mainkutter trocken gelaufen.

    • Falsche Fragen führen auch zu Antworten
      Das sich eine mediale Kaste mit Twitter-Account über die unbotmäßigen Fragen echauffiert, war ja schon beim TV-Duell Folge des Strunzschen Rollenspiels. Diese besondere Dialektik der Nicht-Aufklärung ist das neueste Meisterstück der Totalitaristen vom Freiheitsberge.
      Nicht die falschen Anworten beunruhigen, es sind die falschen Fragen, die sobald sie nicht dem eigenen Erwartungshorizont entsprechen, als insinuierte Meinung gebrandmarkt werden.
      Wobei sowohl die Fragen als auch die Antworten in den einschlägigen Medien leider einem intellektuellen Offenbarungseid gleich kommen. Auch hier war die FAZ mit ihrem „Was halten Sie von Menschen, Frau Merkel“-Interview mit an der Sperrspitze der Gefälligkeit.

    • Das Nichtzulassen von Kommentierungen
      Unter inhaltlich strittigen Artikeln ist ein starkes Indiz dafür, dass den Deutungshoheitsvollen die Argumente, also die Berechtigung, ausgegangen sind

    • Konfuse Nacherzählungen von Fernsehabenden...
      …von Hans Hütt sind m.E. weder lesbar, noch sollten sie Gegenstand von Meta-Berichterstattung sein.

      Interessantere Frage: Mein letzter Fernseher flog schon vor 10 Jahren raus; selten öffne ich noch den Livestream im Browser. Weiß jemand, warum beim ZDF die immer mal amüsante Werbeblöcke „Parteien zur Bundestagswahl“ (also z.B. „BüSo“, „Tierschutzpartei“ etc.) im Livestream NICHT zu sehen sind? Also so wie Ausschnitte von Fussballspielen, für die das ZDF trotz meiner monatlichen Zwangsabgabe KEINE Online-Rechte eingekauft hat?

  101. Früher war es leider auch schon so
    Während mich früher keine 10 Pferde aufs Oktoberfest gebracht hatten, sind es heute ca 20-30, auch wg. der Sicherheitslage. Ich bin allerdings auch jemand, der nicht ohne Not unter Gerüsten durchgehen würde.
    Was Sie treffend beschreiben, ist ein Rechts-Links-Aufschaukeln, bei der Fakten eher in den Hintergrund treten. Zweifel habe ich aber, ob dies wirklich auf einen Niedergang des Qualitätsjournalismus und größere politische Einflussnahme auf die Medien zurückzuführen ist als in vergangenen Jahrzehnten. Das Internet hat die Reaktionzeiten, das Volumen, die Überprüfbarkeit der Einflussnahme verändert, nicht aber die Tatsache, dass die großen Tageszeitungen oder der ÖR in verschiedenen Couleurs Tendenzbetriebe sind.
    Die euphemistische Berichterstattung über die Migration 2015 wurde ja dankenswerterweise untersucht. Aber zu Themen wie Willy Brandts Biographie, Nato-Doppelbeschluss, Balkankriege, u.v.a. mehr gab es ungleich grössere Verzerrungen in Einflussnahme auf und Berichterstattung der Medien.
    Und was Qualitätsjournalismus betrifft: es dürfte schwer sein, der BILD-Zeitung da einen Niedergang nachzuweisen.
    In Zeiten vor dem Internet habe ich viele Titelthemen des Spiegel mit Interesse gelesen. Als aber zwei, drei mal ein Thema gewählt wurde, bei dem ich mich auskannte, dachte ich: was ist das für ein zusammengeschustertes Elaborat; falsche Fakten, falsche Schlussfolgerungen, einfach furchtbar.
    Was meine generelle Skepsis gegenüber dem Journalismus natürlich erhöht hat.
    Auf der anderen Seite ist der berufliche Hintergrund der Journalisten oft Kunstgeschichte, Germanistik, Politologie, usw. und der Kosten- und Zeitdruck macht es Ihnen schwer, sich mit einem Thema gründlich auseinanderzusetzen. Und man kann nicht einen Leser fordern, der fast so viel verstehen müsste wie der Autor, um den Artikel wirklich einschätzen zu können.
    Eine Journalistin beim Focus, glaub ich, hat Maschinenbau studiert; ihre Ansichten zu Diesel, E-Auto, usw. interessieren mich natürlich mehr, als ein x-beliebiger Kommentar in der SZ. Und das ist nur eine! Es findet sich bestimmt jemand, der gegensätzliche Ansichten vertritt. Es bleibt schwierig.
    Also der These der größeren politischen Beeinflussung und des Niedergangs des Qualitätsjournalismus – die ich bezweifle – könnte man die These der größeren Beeinflussbarkeit des Rezipienten – nicht gegenüberstellen – aber beigesellen.
    Dass die Sicherheitslage die Besucherfrequenz bei Großveranstaltungen beeinflusst, finde ich plausibel; das Ausmass ist aber unbekannt. Dies zu untersuchen, wäre methodisch sehr reizvoll für Seminararbeiten oder vielleicht eine Bachelorarbeit. Persönlich würde ich sagen, die Plausibilität reicht mir, und es gibt eben auch andere wichtige Themen.

    • Manches war früher doch besser
      Commendatore, manches war doch besser. Sie schreiben von mangelnder Sachkunde bei Journalisten und das stimmt nur zu oft. Und war früher bestimmt nicht besser. Es gibt aber auch Gebiete, da sind Redaktionen durchaus kompetent. Etwa bei verfassungsrechtlichen Fragen. Der Spiegel hat noch in den 2000er Jahren solche Themen kompetent dargestellt. Erst sich ins Thema eingelesen, sich von Juristen grobaufklären lassen, dann diverse Staatsrechtler zum Interview gebeten und deren Positionen wiedergegeben, eingebettet in akzeptabel recherchierte Eigenartikel. Was es in der Flüchtlingskrise plötzlich nicht mehr gab. Weil es keine Staatsrechtler in Deutschland mehr gibt? Weil diese ( von Natur aus schwatzhaft) plötzlich uneitel geworden sind? Interviews ablehnten? Ganz sicher nicht. Bei Spon gab es Artikel, wo man die Sachkunde des Autoren daran bemerkte, wie er Fragen sophistisch auswich. Und das ist dann kein eifernder Dilettantismus, das ist Verrat.

    • Spiegel-Kompetenz
      Wenn der Spiegel Furchtbares schreibt, muß man nicht gleich an einen allgemeinen Untergang des Journalismus glauben – es gibt noch andere Gründe außer mangelnder Faktenkenntnis, die einen Artikel unverdaulich werden lassen. Die eigene Kenntnis der dargestellten Sachverhalte ist da in der Tat sehr erhellend!
      Mein Vater (selbst Journalist) hatte dieses Erlebnis in Bezug auf den Spiegel schon vor vierzig Jahren (und da gab es noch kein SPON…), ich selbst vor fünfundzwanzig. In beiden Fällen ging der jeweilige Bericht um Dinge, die wir selbst persönlich erlebt hatten – und deren Darstellung gelinde gesagt nur wenig mit der Realität zu tun hatten (wobei sie beide noch nicht einmal politisch oder sonstwie wesentlich waren).

  102. War nicht anders zu erwarten.
    Merke ich auch an meinem Umfeld. Man ist etwas vorsichtiger geworden und macht sich gelegentlich Gedanken darüber, ob nicht ein durchgeknallter Islamist mit vermeintlichen psychischen Problemen auf einer öffentlichen Veranstaltung ins Jenseits beförden will. Bei der AfD würden die von Ihnen, liebet Don, ebenfalls auf die Bariladen gehen, wenn sie auch Offensichtliches feststellt

  103. Wer ein Konzert gespielt hat
    kann es nicht wiederholen und wenn es auch eine neue Musikwelt eingeläutet hat, geht die Entwicklung voran.
    York Minster Cathedral 1975 Tangerine Dream
    https://www.merkur.de/reise/york-ewige-stadt-reise-durch-geschichte-englands-zr-8208808.html

  104. Manafort und Trump abgehört
    Zum Schlagabtausch auf Twitter über dieses Thema:

    Manafort hat eine Wohnung im Trump Tower, Trump hatte also Recht mit der Aussage, dass in dem Gebäude abgehört wurde

    http://www.bostonherald.com/news/columnists/tom_shattuck/2017/09/shattuck_hey_swamp_now_what_do_you_say

  105. Nochmal zu Manafort
    Die ursprüngliche Überwachng von Manaforts Telefonen war übrigens eingestellt worden, aus Mangel an Beweisen, später im Rahmen erweiterter Befugnisse der Überwachung im Russland-Affären-Komplex wieder aufgenommen worden. Von einem begründeten Anfangsverdacht kann also im engeren Sinne nicht gesprochen werden:

    https://amp.cnn.com/cnn/2017/09/18/politics/paul-manafort-government-wiretapped-fisa-russians/index.html

  106. Worum es eigentlich geht
    Nicht zu vergessen, wodurch die Affäre ausgelöst wurde:

    Clinton hat ihre Niederlage mit russischer Einflussnahme begründet, die große Mehrzahl der amerikanischen Medien und natürlich die Demokraten sind voll darauf angesprungen. Die ganze Angelegenheit hat dann in Form einesr Hexenjagd Eigendynamik gewonnen, ohne auch nur den Anschein eines Beweises.

    Mueller führt jetzt eben Fischzüge durch, nach dem Motto: „Zeig mir den Mann und ich zeige dir ein Vergehen“, statt mit einem Anfangsverdacht zu beginnen. Als Sonderermittler kann er die Kampagne noch Jahre weiterbetreiben, auch ohne Beweise.

    Dass er enge Verbindungen zu Comey hat und immer noch zusärtluch Anwälte einstellt, die für Obama und Clinton gespendet haben, untergräbt seine Glaubwürdigkeit.

  107. Kommentator @stimmviech
    hatte auch auf Ihren Blogs schon vor vielen Jahren heftigst gewarnt.Den haben Sie aber rausgeschmissen.Jetzt haben wir den Salat.

    • Der hatte bis zu dem Zeitpunkt, wo er rausflog, wirklich mehr als genug Platz für seine rassistischen Entgleisungen. Ich wollte das in meinem Privatblog, wo er zunächst auch Redefreiheit hatte, irgendwann auch nicht mehr haben. Und den Salat, den wir heute haben, hat er auch nicht kommen sehen, er war ja der Meinung, den hätten wir zum damaligen Zeitpunkt längst gehabt.

  108. Auch bei der FAZ darf man sich nicht als AfD-Wähler outen
    Die nachfolgende Rückfrage, warum entsprechende Posts nicht freigeschaltet werden, wurde jedenfalls nicht beantwortet:

    • Hier die nichtbeantwortete Frage von der Redaktion:
      Eine Frage – ganz hypothetisch

      Was ich bislang nicht wusste ist, dass es gegen die Netiquette zu verstoßen scheint, wenn man sich als AfD-Wähler outet. Ob damit im Vorfeld Shitstorms verhindert werden sollen, weil manch einer dies zum Anlass nehmen könnten, sich in Rage zu schreiben ? Oder bedeutet solche Wahlbekenntnis eine unzulässige Werbebotschaft ? Wenn Letzteres der Fall sein sollte – was ich vermute – müsste auch ein Satz der Art „Als langjähriger CDU-Stammwähler …“ tabu sein.

    • #ich bin nicht die Redaktion, ich betreue die Kommentare selbst. Sie können hier gern mitreden, wenn Sie die anderen gut behandeln und nicht ausfällig werden. Ihre politische Einstellung ist dabei irrelevant.

  109. Locker über den Hocker
    Wenn man eine beträchtliche Zahl der Zuschriften liest, muß es einen grausen.
    Sie, lieber Don, haben in gewohnter Weise über einen kleinen, in Wahlkampfzeiten läßlichen Fehltritt von Politschranzen und ihrer journalistischen Entourage erhellend berichtet. Dies ist die löbliche Aufgabe einer seriösen Presse.
    Was geschieht aber statt sachlicher Nachfragen und Kommentare? Allseits beginnt ein fröhliches Hauen und Stechen, bei dem ein nicht geringer Teil Ihrer Foristen glaubt, sich seinen Unmut von der Seele schreiben zu müssen. Mancher meint gar, in die Fußstapfen von Pöbelralle treten zu müssen.
    Der Kern des Problems die zumindest stagnierenden Besucherzahlen der Wiesn und die möglichen Gründe einer Zurückhaltung der Menschen treten zunehmend in den Hintergrund, weil für viele alles und alles wohl zusammenhängt.
    Gleichwohl bleibt die ernste Frage bestehen, verändert sich tatsächlich das Verhalten der Bevölkerung im Angesicht politisch fragwürdiger Entscheidungen des RHS.
    Man muß schon sehr blind sein, wenn man dies nicht so wahrnimmt. Die Zahl der Lügen und Verdrehungen im politischen Meinungsstreit wächst in dem Maße, wie Realitätsferne die Reden der Politelite bestimmt.
    Mit der zunehmenden Ideologisierung von Wissenschafts- und Politikbetrieb, wer will noch Max Weber hören, sind Fragen von Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit im Orcus der Geschichte entsorgt worden.
    Dort ruhen sie gut. Deshalb sollten wir uns dennoch darüber zu verständigen suchen, ob fortan die Regeln des Boxens oder der MMA gelten sollen. Letzteres erhöht gewiß den Spaßfaktor, aber ob es der Sache dienlich ist, muß bezweifelt werden.

    • Thema des Artikels
      … war wohl weniger der Besucherrückgang des Oktoberfests, sondern eher, wie die Medien- und Politikwelt im Wahlkampf ein Ereignis (die Besucherzahl am ersten Oktoberfestwochenende) mit zweifelhaften Mitteln (die AfD mit einem tendenziösen Plakatbild, das gähnende Leere vortäuschen soll, und deren Gegner mit manipulativ ausgewählten Zahlen, mit denen das tatsächlich vorhandene Phänomen des Besucherrückgangs geleugnet wird) daraus ihr Süppchen kocht, ohne sich auch nur im Entferntesten für das Phänomen selbst (die Besucherzahlentwicklung) und die möglichen Ursachen (Veränderung des Bevölkerungsverhaltens, Wetter, Grippeepidemie, Preisgestaltung der Veranstalter, Änderungen bei organisatorischen Rahmenbedingungen usw.) zu interessieren.

      Die AfD vermutet hinter dem Besucherrückgang ein Sicherheitsproblem, die Gegner leugnen dieses vehement und verweigern jegliche Diskussion darüber, ob es ein auf nachlassende innere Sicherheit hinweisendes verändertes Bevölkerungsverhalten gibt (wofür man das beobachtete Phänomen genauer analysieren und Vergleiche mit anderen Alltagssituationen heute und von vor 5, 10 und/oder 30 Jahren anstellen müßte) und wenn ja, wie Abhilfe zu schaffen wäre.

      Der mangelnde Wille, sich in Sachfragen hineinzudenken und dann kontrovers, aber sachorientiert Lösungsvorschläge im politischen Meinungswettbewerb zur Wahl zu stellen, scheint aber großen Anklang zu finden. Protest gegen diese Oberflächlichkeit ist jedenfalls kaum vernehmbar. Ist ja auch nicht viel Platz auf Twitter. Und Zuspitzungen haben auch schon früher die besseren Schlagzeilen gebracht.

  110. Letztlich hat die AfD damit auf die prekäre Sicherheitslage im Land hingewiesen,
    die angesichts der Sicherheitsvorkehrungen auch überhaupt nicht bestritten werden kann. Der nächste Schritt wäre dann wohl, die Frage zu diskutieren, ob das nun an der Terrorgefahr oder ganz allgemein an den Menschen liegt, die in den letzten Jahren zu uns kamen.

    Nur, das darf ja nicht hinterfragt werden, da lügt man sich lieber gegenseitig die Hucke mit der gelungenen Integration voll, schon vor den Flüchtlingen war das nicht anders. Von Parallelgesellschaften ohne jede Anbindung an unser Land, nicht einmal sprachlich, kann ja keine Rede sein. Die Zeit der no-go-areas ist doch längst Geschichte.

    Doch der Kontrollverlust hält an, gerade erst sind 48 aufgegriffene Flüchtlinge spurlos aus ihrem Lager verschwunden. Ein schwacher Trost, daß die ohne Registrierung nicht den Sozialstaat ausplündern können. Daß Terroristen darunter sein könnten, der Gedanke ist wohl auch zu abwegig.

    Den Vogel aber schoß Cem Özdemir ab, der keine Straftäter, auch keine Vergewaltiger und Mörder, in unsichere Herkunftsstaaten abschieben will. Schließlich geht der Täterschutz ja vor.

    Da kann ein Linker schon mal damit liebäugeln, zum Rechten zu werden, zum ganz Rechten. Nein, keine Sorge, so weit ist es bei mir noch nicht, aber das andauernde Verneinen der Probleme und das ebenso andauernde Verweigern von Lösungen bringt mich so langsam auf die Palme.

    Das sind alles Steilvorlagen für die AfD, auch wenn aus Bayern mal wieder ganz andere Töne kommen. Wer soll diese CDU/CSU Scheingefechte denn noch ernst nehmen. Und abseits der Flüchtlingsproblematik sieht es mit der Realitätsverweigerung bei den etablierten Parteien doch auch nicht besser aus.

    Von der Wut vieler Bürger ist es kein großer Schritt mehr hin zum Haß. Schnell werden dann aus obrigkeitsgläubigen Untertanen opportunistische Mitläufer, die dann später nicht mehr wissen, was sie taten. Nicht, daß bald der Reichstag brennt.

    Als politisch interessierter Bürger kann ich das Geschwätz der etablierten Parteien und ihrer Protagonisten nicht mehr anhören. Eigentlich hätte ich mir ja Merkels Antworten auf Fragen der Bürger antun müssen, habe ich aber nicht. Und nach den ersten zwei, drei Sätzen von Schulz habe ich mit Rücksicht auf meinen Blutdruck das Programm gewechselt. Gute Güte, das kann man sich als halbwegs informierter Mensch einfach nicht zumuten, was da den Bürgern aufgetischt wird. Da werden Realität und Tatsachen, insbesondere auch im Sozialen, solange gedreht, gewendet, verbogen und gequetscht, bis auch das letzte Fünkchen Wahrheit erloschen ist. Die resultierende grenzenlose Verwirrung bei vielen Zuhörern, hören sie denn länger als wenige Minuten wirklich zu, scheint Zweck der Übung zu sein. Und am Ende schaut so mancher Politiker wenigstens noch verschämt zur Seite, wenn er dann artikuliert, man müsse dem Bürger alles nur besser erklären, das mit der Bildung zum Beispiel.

    Wie war das eigentlich früher, gab es da nicht zumindest im ÖR eine wahlkampffreie Zeit, damit die Bürger vor der Wahl noch einmal durchatmen und sich sammeln konnten? Ist wohl zu gefährlich geworden, es könnte ja vor der Wahl noch ein Nachdenken einsetzen, oder?

    Nun ja, ich klammere mich an den Wunsch nach mehr Solidarität und an die Ernsthaftigkeit der Aussage, daß, wer sein Gastrecht mißbraucht, sein Gastrecht verwirkt. Wünschenswerte Alternativen dazu sehe ich nicht.

    • Wenn der Bürger im Regierungsfernsehen...
      …vollgeschulzt – äh – gesülzt wird, dann muss man eben einfach abschalten, mit dem Nachbarn ein Bier trinken gehen und den nach der Familie fragen.
      Unverfänglicher Einsteiger: Hausrenovierungen. Neuer Biedermeier. Abends ausgehen ist irgendwie teuer geworden, so mit Taxi und so…


    • Neuer Biedermeier, der ist gut. 😉

    • Herr Meier, zu Schulzens Gesülze
      das übrigens genauso auf den jungen Heilsbringer Kurz in Österreich zutrifft, habe ich gestern einen treffenden Kommentar gelesen
      http://www.journalistenwatch.com/2017/09/18/pressekonferenz-mit-schulz-eine-intellektuelle-herausforderung/

      Auch Kurz brachte es fertig, in einer Sendung nur mit ihm nicht eine Frage in 45 Minuten zu beantworten, aber er redete ununterbrochen.


    • Nun ja, Frau Simon, dem Claudio Michele Mancini möchte ich nicht sagen, welches Niveau ich ihm zusprechen würde. Man weiß ja nie, welche Folgen das für ihn hätte.

      Diese Art des Umgangs ist nicht meine. Mir geht es ausschließlich um die Sache und nicht um die Person. So sehr ich die Arbeit vieler Politiker auch ablehne, so bin ich doch durchaus bereit, einigen meinen Respekt entgegenzubringen. Frau Merkel ebenso wie auch Herrn Schulz in einer Art zu attackieren, wie es momentan geschieht, ist schlicht und einfach indiskutabel.

      Diese Art des Umgangs ist sicherlich mit ein Grund für das inhaltsleere Geschwätz, mit dem wir durch Politiker konfrontiert sind. Denn ganz egal wie die sich äußern, es findet sich immer eine Dreckschleuder, die daraus Profit zu schlagen sucht. Daß der Umgang der Politiker miteinander dem zum Teil in nichts nachsteht, ist ebenso erschreckend.

      Von Politikern zu verlangen, sich im Detail festzulegen, ist ein Unding. Mehr als die grundsätzliche Ausrichtung ihrer Politik können die kaum äußern, da sich die Umstände, die zu Entscheidungen im Detail führen, oft genug kurzfristig ändern. Dadurch laufen Politiker immer Gefahr, äußern sie sich zu detailliert, an Glaubwürdigkeit zu verlieren, was für Politiker geradezu tödlich ist.

      Andererseits, wenn die Entscheidungen im Detail zu sehr von der grundsätzlichen Linie abweichen, siehe Agenda 2010 und SPD, dann ist der Verlust an Glaubwürdigkeit selbstredend. Gerade die SPD hat es mit Schulz mal wieder versäumt, sich von der Agendapolitik ihres Totengräbers, den sie auch noch im Wahlkampf aktivierte, glaubwürdig zu distanzieren. Schulz hätte mit der Gerechtigkeitsfrage die Agendapolitik als Fehler einräumen müssen, die zunehmende Spaltung der Gesellschaft damit in Verbindung bringen müssen, dann hätten er und die SPD in meinen Augen durchaus eine Chance gehabt. So aber ließ sich Schulz von der aufgeschreckten CDU/CSU das Heft des Handelns wieder aus der Hand nehmen, andere Themen wie die Sicherheitspolitik aufdrängen. Ein schwerer Fehler, wohl begünstigt durch den Seeheimer Kreis, dem auch er ja mehr oder weniger angehört. Dieses trojanische Pferd sollte die SPD endlich aus dem Rennen nehmen. Und wer weiß, nach dem zu erwartenden desaströsen Wahlergebnis für die SPD wir das vielleicht ja auch endlich geschehen. Ansonsten sehe ich keine Zukunft mehr für diese ehemalige Volkspartei.

      Zusammenfassend möchte ich sagen, daß wir unbedingt zu einer sachlichen Auseinandersetzung zurückkommen müssen. Auch Politiker müssen Fehler machen dürfen. Solange sie nicht an ihnen festhalten, sollte das kein Problem sein. Daß sie an ihren Fehlern festhalten, mag damit zusammenhängen, wie die Bürger auf diese Fehler reagieren. Es braucht halt Mut, zu Fehlern zu stehen und sie zu beseitigen. Dieser Mut ist vielen Politikern abhanden gekommen. Ein schlechtes Zeichen für die Zukunft.

    • Wahlkampfaussagen nehme ich nicht so zur Kenntnis, Herr Meier
      Was Schulz alles falsch gemacht hat, kann man gar nicht im Einzelnen aufzählen. Soziale Gerechtigkeit war aber schon mal ein Thema, das den Leuten grad nicht so auf den Nägeln brennt, wenn auch die Linke und da besonders Wagenknecht nicht müde werden, auf die bösen Reichen zu schimpfen.
      Dass es die CDU wagte, nicht nur im NRW-Wahlkampf mit dem Thema innere Sicherheit zu kommen, war nun wirklich der reine Hohn. Allerdings ein Thema, das man auch der SPD nicht abnahm, war sie doch oft genug Hemmschuh bei mancher Entscheidung.

      Schulz hechelte in den letzten Monaten Merkel hinterher, die ihn am Nasenring durch die Manege führte, was der Depp aber nicht einmal bemerkt hat. Seine Bespaßung des Publikums durch Schilderungen seines Bürgermeisterlebens in Würselen konnte auch nicht der Heilsbringer sein, kurz und gut, er hat so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte. Das Dilemma der GroKo, an der man maßgeblich beteiligt ist, warf ihm weitere Stöckchen zwischen die Beine.

      Und was m.E. ganz gravierend ist, keiner traut sich Merkel so richtig an die Karre zu fahren, weil man das bei einer Frau ja nicht macht. Ein völliger Fehlschluss, das Geschlecht sollte keine Rolle spielen, tat es aber, auch schon in den anderen Wahlkämpfen und so kann man nicht gewinnen. Ob Frau oder Mann sollte doch in Zeiten der Gleichberechtigung völlig egal sein, es führt nur zu falschen Rücksichtnahmen, mit denen niemandem gedient ist.

      Wann haben Sie in der Vergangenheit erlebt, dass ein maßgeblicher Politiker während seiner aktiven Zeit Fehler eingestand? Ich kann mich an keinen erinnern.


    • Ein Kanzlerduell in Form einer Abrechnung zwischen den Teilnehmern einer Koalition ist doch von vornherein Unsinn. Da müßte der Herausforderer ja die „eigene“ Politik kritisieren und könnte sich nur noch lächerlicher machen, als es durch ein solches Duell zwangsläufig geschieht. Daher der moderate Umgang und der gemäßigte Ton.

      Und was die Sicherheitspolitik betrifft, da haben sich alle Parteien nicht erwähnenswert hervorgetan. Da ist ein Schlagabtausch ebenso abwegig. Und da hat der Schulz jedenfalls einen Fehler gemacht, der CDU/CSU auf diesem Weg zu folgen und die „Kernkompetenz“ der SPD zu vernachlässigen. In NRW war die Kraft-Zeit so oder so abgelaufen. Es reicht eben nicht, wie Merkel zu reden, sondern man muß auch so handeln. Und vor allem reicht es nicht, nur zum Wahlkampf aus der Versenkung aufzutauchen.

      Ob Merkel einen Frauenbonus genießt, wage ich zu bezweifeln. Und Politiker, die aus Fehlern Konsequenzen gezogen haben, aus persönlichen, aus politischen und selbst aus nicht einmal selbst zu vertretenden politischen Fehlern, die gab es schon. Nur, die sind meist sehr schnell vergessen. An einer dieser Konsequenzen nagt die SPD noch heute.

      Zum Schluß, entweder habe ich es nicht gesehen, oder hat wirklich niemand hier Notiz vom Tod der Speerspitze der CDU genommen? Wieder einer weniger.

    • Wen meinen Sie, Herr Meier?
      Heiner Geißler? Ach du liebe Zeit, Speerspitze, also nee. Sein Putschversuch mit Süßmuth u.a. war ja damals nix, mein Fall war er nie.

      Was sagen Sie aber nun zum WDR-Intendanten Buhrow, mir kommen allmählich die Tränen. In der Welt verteidigt er sein Gehalt so,

      „Man kann das immer weiter treiben mit dem Neid“, erklärte der ehemalige „Tagesthemen“-Moderator am Mittwoch in Köln bei einer Pressekonferenz nach der ARD-Hauptversammlung. „Ich kann absolut zu den Gehältern stehen. Man kann immer sagen „weniger, weniger, weniger“.“ Dann lande man am Ende bei Milliardären, die es sich leisten können, den Job ehrenamtlich zu machen. Ob das so gut wäre für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, wolle er bezweifeln.

      Neid, wie kommt der denn auf das schmale Brett? Dass ein solches Gehalt und vor allem die daraus folgernden Pensionsansprüche absolut unangemessen sind, scheint dem nicht mal ansatzweise zu dämmern. Die Herrgötter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks… da hat mal einer Nachrichten abgelesen und dreht nun vollends durch.


    • Das Heinerle war mir halt sympathisch, nicht nur wegen der Politik, sondern schon durch gewisse Parallelen in der Vita und weil er ein Naturbursche war, Frau Simon.

      Was den Neid betrifft, wenn die Argumente fehlen, dann bleibt immer noch Neid, Bildung oder sonstwas, um Kritik möglichst im Keim zu ersticken. Das ist halt wie mit der Nazi-Keule. Immer dasselbe Muster.

      Mittlerweile liegt dem EuGH ja eine Richtervorlage aus Tübingen vor, was die Praktiken des ÖR in Bezug auf das Abkassieren der Bürger betrifft. Da hat es endlich mal ein Richter gewagt, der fadenscheinigen juristischen Konstruktion unserer Volksvertreter den Kampf anzusagen. Bin mal sehr gespannt, wie das enden wird. Es sollte mich wirklich freuen, wenn der diesbezüglichen deutschen Seilschaft aus Politik und Justiz die Grenzen aufgezeigt würden, der Rechtsstaat wenigstens in diesem Bereich (wieder) hergestellt würde.

  111. To whom it concerns
    Ich darf, nein ich muss auf einen Link hinweisen:

    https://www.nzz.ch/feuilleton/aktuell/nassim-nicholas-taleb-die-wohlwissenden-ld.128349

    Im ersten Augenblick dachte ich, er meint mich, da ich auch eine Erstausgabe von „The Black Swan“ besitze. Aber ich weiß seit vielen Jahrzehnten, was „Ergodizität“ ist; also kann er nicht mich gemeint haben.

    Vielleicht fühlt sich jemand anderes von den Mit-Bloggern angesprochen?

    Don Alphonso würde natürlich „Gewichteheben“ durch „schnelles Radfahren“ ersetzen.

    • underneath the average tree where they handed out mediocrity
      Meines Erachtens zeigt dieser Text nur, dass es mindestens einen Idioten mehr gibt, als Nicholas Taleb glaubt.

    • Taleb ...
      „Vielleicht fühlt sich jemand anderes von den Mit-Bloggern angesprochen?“

      Mag etwas riskant sein, die nicht ohne perfide Delikatesse gestellte Frage kurzerhand mit ja zu beantworten.
      Aber ja doch, ich fühle mich angesprochen. Taleb ist eine heiße Nummer und bestimmt eine Leseempfehlung. Hierzulande würde er für Incerto von den akademischen Milieus gerädert, geteert und gefedert.

      Auf seiner Homepage – fooledbyrandomness.com – (als Satz durchaus anzuwenden auf zu beliebigen Zeiten geschossene Fotos vom Oktoberfest) findet sich das auch für diesen Blog passende Motto: „If you see fraud and don’t shout fraud, you are a fraud“

    • Wieder was gelernt
      es muss also PPS heißen und nicht PSS.
      Ich weis gar nicht wo ich das her habe.

      Intelligenz ist das was man mit einem Intelligenztest
      messen kann, habe ich gelernt.

      Es gibt aber keine Handlungsanweisung
      darüber was man damit tun soll.

      ggf liegt hier das Problem.

    • Nur weil Sie es erwähnen, Herr Keller
      PPS

      Post Post Scriptum

      Flann O’Brien hat sich Mal einen Scherz gemacht und einen ein-Satz-Brief zwischen ein einseitiges Ante scriptum und ein 2seitiges Post scriptum platziert,dabei schon knapp 10 p hintereinander.

    • An Nahuatl: Danke für den Hinweis
      Weniger freundliche Menschen lassen
      einem im irren weitermachen.

      Nach dem Motto:
      Unterbreche deinen Gegner nie wenn er
      einen Fehler macht.

      In der Psychiatrie nennen manche Leute
      die positive Variante:
      Die Störung stören.

      Manchmal sollte man das
      behutsam tun,
      manchmal nachdrücklicher.

      Ich höre jetzt besser auf sonst
      kommt wieder der Vorwurf alles zu
      psychiatriesieren.

      Wenn man 20 Jahre in dem Bereich gearbeitet hat
      wird man das wohl nicht mehr los.
      Man kann in dem Bereich ja auch Toleranz lernen.
      Nur halt nicht an der falschen Stelle,
      aber da erzähle ich wahrscheinlich auch nichts neues.

    • einen Idioten mehr
      @skag

      Respekt für Ihr outing!

  112. Man bekommt was man verdient
    In der Masse, scheint mir, selbstständiges Denken in DE mittlerweile (manchmal habe ich auch das Gefühl, denken überhaupt) von gestern zu sein.
    Es gibt einfach viel zu viele ganz „schlaue“ Idealisten und oder Moralisten die das für einen übernehmen. Und Otto-Normalbürger freut sich und denkt sich, ihm wurde Arbeit abgenommen und haben ja sowieso mehr Ahnung. Meiner Ansicht nach ist das das große Problem, nicht AfD oder die linken Trolle, oder irgendwelche „Fake News“.
    Würden die Menschen in DE mehr selbständig denken, als sich alles erklären zu lassen, könnten jene Konsorten sagen und schreiben was sie wollen und es würde kaum einen jucken. Es ist ja, meine Erachtens, sehr oft, sehr offensichtlich worauf sowas abziehlt.
    Also wie schon in der Überschrift steht…

    Ein paar Ausnahmen gibt es glücklicherweise.
    Guter Artikel weiter so!

    • Mir geht das so auf den Keks!
      Ständig lese ich vom dummen Bürger, dem Wahlvieh, dem Michel … Arrogante Arsch… ! Wir haben seit der letzten BuTa-Wahl eine hauchdünne Mehrheit für Rot-Rot-Grün. Nach traditionellem Linksrechts-Verständnis also fifty-fifty. Wir könnten seit 4 Jahren eine Minderheitsregierung haben, die jedes Programm, jeden Entwurf neu aushandeln und debattieren muss.

      Das wäre für Frau Merkel sehr unangenehm geworden, hätte unsere parlamentarische Debattenkultur jedoch unglaublich bereichert. Die Situation war da. Man hätte machen können – wollte aber nicht. 78% haben bei der Basisumfrage der SPD für die Groko gestimmt. Und damit war es essig, was der vermeintlich dumme Michel so angeregt hatte.

      Der hat auch zuvor schon alle Farbenspiele ausgetestet. Landesweit, bundesweit und auf kommunaler Ebene. Es bringt halt nichts, wenn die Parteien keine Politik mehr genieren, sondern Posten. Ich finde es unanständig, ständig auf den Wähler zu prügeln. Der hat subjektiv einiges zu verlieren, wenn er sein Kreuzchen „zu krass“ verteilt. Natürlich ist da Angst. Natürlich herrscht da eine Hoffnung, dass sich z. B. die SPD nur mal wieder berappeln müsste.

      Und natürlich ist diese Hoffnung falsch, weil die Strukturen sich nicht berappeln werden – außer unter Druck. Das ist aber die Schuld der Politik-Gaukler, nicht des Wählers.

    • Ach, die SPD
      mittlerweile sind doch die Parteien nur noch gesellschaftspolitisch unterwegs, und dort sehr liberal oder links geworden, je nachdem, wie man es sieht.

      Arbeitsmarktpolitisch sieht es ganz anders aus. Da ist die Linke mit ihren Forderungen eigentlich die einzige Partei, die sich um den unteren Rand kümmert, was die finanzielle Ausstattung betrifft, siehe Mindestlohn.
      Wie die Linkspartei allerdings den Leuten erklären will, dass bei extrem gestiegenem Angebot an Arbeitskräften durch offene Grenzen die Entlohnung steigen soll, erschließt sich mir nicht.

      Außer den Linken duldet auch jede im Bundestag vertretene Partei Kriegseinsätze und massiv gestiegene Waffenexporte in Krisenregionen.

      Der Linksruck bezieht sich nur auf gesellschaftspolitische Fragen, wozu ich die Grenzöffnung samt Einladung schwer Integrierbarer zähle, der Rest ist Pöstchengeschachere, Filz und manus manum lavat, und zwar gründlich.

    • @Thorsten
      Wie sie es ja schrieben, die Struktur an sich ist das Problem und der Wähler in sofern er die Strukturen unablässig und fröhlich weiter mit Stimmen versorgt, ungeachtet der Lügen und gebrochenen Versprechen. Es gibt keine einzige wirklich wählbare Partei, meiner Ansicht nach. Die Parteien sind ALLE regelrecht getrieben von ihren jeweiligen Ideologien. Da kann praktisch nicht viel rauskommen. Und wer da, obwohl das offensichtlich ist, weiterhin einfach wie immer brav wählt, bekommt was er verdient, Punkt aus. Ich finde man sollte eine Partei nur und ausschließen aus Überzeugung wählen und nicht weil es nichts besseres gab, oder gar nicht wählen.

    • @Thorsten
      Im übrigen sind sie der beste Beweis für meine These.
      Und den arroganten Arsch können sie sich schenken.
      Verwenden sie die energie lieber zum denken.

    • Betreuung
      ist das Stichwort: Es fängt mittlerweile beim betreuten Verwahrlosen im Kleinkindalter an, geht über diverse Betreuungsangebot von Nachmittagsbetreuung und Studienbetreuung über betreutes Wohnen hin zum betreuten Sterben. Die Betreuungindustrie bietet für alles eine Lösung und der oberste Betreuer ist der Staat selbst. Und so wird der Deutsche von Generation zu Generation in der Gewissheit erzogen, dass er Anspruch auf Betreuung hat und er ihm gewährt wird. Deswegen lassen die meisten auch denken, betreutes Denken halt.

    • Dr. Gonzo: Oh wow. Eine Partei, die zu 90% ich ist, damit ich sie aus purer Überzeugung
      wählen kann. Die Ich-AG in der Politik.

      Und mit den 60 Millionen deutschen Kleinparteien im Parlament wird dann hinterher bestimmt eine handlungsfähige Regierung gebastelt …

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Missverständlich
      Ich wollte Sie nicht persönlich beleidigen, werter Gonzo. Hatte bei dem A-Wort eher eine ganze Gruppe von Kommentatoren und Kämpfern für das Gute im Hinterkopf, die ständig auf das Stimmvieh und den dummen Michel schimpfen. Und ja, mir bluten auch die Augen, wenn die Stimmenverteilung bei der Sonntagsfrage sehe! ICH habe aber auch wenig zu verlieren. Da kann ich mein Maul natürlich aufreißen.

      Zwei Beispiele, die ich sehr irritierend finde: 1) Alleinerziehende Mutter, Tochter im Grundschulalter. Wir unterhalten uns über Politik und so. Die Tochter kommt hinzu, wuselt rum. Die Mutter schweigt. Hab das erst gar nicht mitbekommen, dachte, sie müsse sich um das Kind kümmern. Dann sagte sie mir, dass sie ungern solche Themen in den Mund nimmt, wenn das Mädchen dabei ist, damit es nicht irgendwelche „falschen“ Begriffe aufschnappt und in der Schule damit auffällt.

      2) Eine liebe Nachbarin von mir hat keine Familie mehr. Die alte Dame findet ihren Halt in der Kirchengemeinde. Sie erzählte, dass sie es so gar nicht mag, dass die Predigten neuerdings eher an eine Parteiveranstaltung erinnern und der Pfarrer auch ganz klar kommuniziert, dass jeder, der nicht auf seiner Willkommens-Linie ist, in der Gemeinde nichts zu suchen hat. Ich glaube meiner Nachbarin, weil das auch das Duktum widerspiegelt, welches von zahlreichen Bischöfen öffentlich verkündet wurde.

      Das sind nur zwei Beispiele aus dem Alltag, in denen sich ganz normale Menschen, die politisch nicht einmal aktiv sind, Konsequenzen antizipieren – ob zu Recht kann ich nicht beurteilen -, wenn sie ihre Meinung unverblümt sagen würden. Ich find das … mir gehen die Begriffe dafür aus, deshalb etwas verharmlosend: Schlimm! Die Leute werden unter einen immensen Druck gesetzt, im Großen wie im Kleinen.

    • @Thorsten K: Solange die Konsequenzen nicht behördlich sind,
      gehören auch sie zu einer freien Gesellschaft. Immer die Schnauze zu halten, nur weil man negative Kommentare seiner Nachbarn und Bekannten fürchtet … Nun, lassen Sie es mich so formulieren: Mit dieser Einstellung wären wir heute bestenfalls im Jahre 600 nach Christus.

      Ich kenne exakt dieselben Klagen übrigens noch von Kommunisten oder Ökoradikalen aus den späten siebzigern. Auch denen passte damals die reaktion ihrer sozialen Umwelt nicht. Ist also wohl eine menschliche Grundkonstante, sobald man wirklich oder gefühlt in der Minderheit ist.

      Und es gibt IMHO nichts, was man daran tun könnte. Menschliche Natur ändert sich nicht über Nacht.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Hochschrauben
      Danke für Ihr Feedback, Herr Haupts. Man kann das natürlich noch weiterdrehen, ohne bei dem älteren Herrn zu landen, der als Wahlkampfhelfer der AfD in Leipzig tätlich angegriffen wurde (letztes Wochenende). Man kann die Verdi-Empfehlungen zum Umgang mit (potentiellen) AfD-Mitgliedern im Betrieb rauskramen. Man kann dazusetzen, dass derartige Schriften sogar bei Krankenkassen (ich meine, es war die TK) aufgetaucht sind. Man kann erwähnen, dass das abtrünnige SPD-Mitglied Guido Reil, das nach Feierabend jahrelang Behinderte & Rentner für die AWO im Fahrdienst bewegte, von dem Vorsitzenden eben dieser Wohlfahrtsorganisation geschasst wurde, weil er zur AfD „übergelaufen“ ist. Man kann das alles tun oder lassen.

      Aber es zeigt doch, dass Bürger, die nicht exakt auf Linie sind, teils gravierende Nachteile in ihrem (sozialen) Umfeld erfahren. Das kannte ich bislang so nicht. Das macht mir Angst!

    • @Keller: Dann bin ich wohl älter als Sie ...
      Denn ich kenne es durchaus – reale Konsequenzen für Linksradikale und Kommunisten durch Behörden, Firmen und Nachbarschaft.

      Aus Medieberichten der siebziger. Aus Erzählungen meiner damaligen politischen Gegner in den achtzigern. Das war die Zeit, in der selbst Linksradikale und Konservative noch miteinander sprechen konnten …

      Gruss,
      Thorsten haupts

  113. @commendatore
    Wie Sie habe ich bei Artikeln des SPIEGEL über mir genau bekannte Sachverhalte feststellen müssen: Der/Die Verfasser wusste/ wussten nicht Bescheid. Vor einiger Zeit ist Frau Dr Melanie Amann von der FAZ zum SPIEGEL gewechselt, es hat der FAZ gutgetan. Da ich den SPIEGEL seit einiger Zeit nicht mehr kaufe kann ich leider nicht beurteilen ob dieser Wechsel dem SPIEGEL ein höheres Niveau beschert hat, vermutlich eher nicht.

  114. Hofbräu Halal
    Bei aller Sympathie für bayerisches Brauchtum, aber bei „Wiesn“ denke ich an Pisse, Kotze und warmes Bier aus „Eimern“.

    Dort möglicherweise von der Trachtengruppe „Allahu Akhbar“ ins Jenseits befördert zu werden, das ist dann wohl auch dem größten Wiesn Fan zuviel der Zumutung.

  115. Gnihihi, sooowas von plietsch korrekt
    Der Altkanzler aufer Münze, aber die Mentholzigarette ist wegretuschiert.
    Was für ein Witz. Hihignihihi!
    .
    ht tps://www.welt.de/finanzen/article168802270/Da-hat-dann-jeder-seinen-kleinen-Helmut-Schmidt-in-der-Tasche.html

  116. Passt gut dazu.Jammern auf hohem Niveau od.etwa doch viel weniger los?
    Hört man da jetzt etwa etwas seitens der Medienlanndschaft und den sog. „Netzaktivisten“? Alternative Fakten sind halt unbequem. Könnten verstören.

    ht tp://www.focus.de/regional/muenchen/oktoberfest/nach-nur-vier-tagen-oktoberfest-wiesn-schausteller-klagen-ueber-besucher-flaute_id_7611912.html

  117. Don Alphonso? Nie gehört.
    Das waren meine ersten Gedanken, als ich zufällig auf diese Seite geriet. Nach den ersten Sätzen wanderte mein Blick zur Adress-Zeile. „faz.net“, könnte es ein FAZ-Artikel sein?
    Sachlich und überzeugend, schlicht, frei vom Gesinnungs-Kotau und der inzwischen lauthalsenen Beugung von Wissenschaft und Logik.
    „Don Alphonso, ja kenn ich, ist glaub ich nicht von der FAZ.“

  118. Etwas ganz Privates
    Verehrter Don,

    ich kenne Ihre Blogs erst seit ca. 18 Monaten und warte seither ungeduldig auf jeden neuen Beitrag. Kein Mit-Diskutant in den Kommentaren, aber begeisterter Mitleser ob des hohen Niveaus Ihrer Leser. Ich möchte Ihnen ganz im Stillen meinen herzlichen Dank abstatten für Ihre so überaus trefflichen Texte, für die Hintersinnigkeit, den Humor… wie lange schreibt man daran? Derzeit lese ich die Einträge vom Herbst 2015. Es gäbe so vieles zu sagen, aber ich kenne in meinem Umfeld nicht eine!! Person, mit der ich diese Gedanken teilen könnte, ohne auf die üblichen Abwehrreaktionen zu treffen. Also schweigt man.

    „Verstehen Sie, warum ich mich alt, müde und deprimiert fühle?“ Ja!

    Ich fühle mich nicht nur alt. Ich bin alt, das ist ein nicht geringer Trost in diesen Zeiten. Meine Mutter kam als Vertriebene aus Ostpreußen, in der Epoche, da „dieses Land es selbstverschuldet auch nicht selbst geschafft hat“. Was für ein Hohn, die Nachkriegszeit zum Vergleich für heute heranzuziehen!

    Und nach der Wahl? More of the same, only worse.

    Ich grüße Sie auf das Herzlichste!
    Sabine Seliger

    • Privileg des Alters
      Liebe Sabine,
      ich darf doch Sabine zu Ihnen sagen?

      Ich bin vielleicht ein wenig „reifer“ (zeitmäßig) wie Sie.
      Mein Vater kommt aus Königsberg, meine Mutter aus Schlesien, ich weis also von was sie sprechen, deshalb:
      Sie sind nicht „arm“. Und wie Sie sich fühlen, liegt nur an Ihnen.
      Wechseln Sie die Perspektive, ich tat es!
      Es ist großartig!
      Wir sind reif für die Wahrheit.
      Wir dürfen Sie sagen ob man Sie hören will oder nicht. Wir dürfen das weil wir einfach reif dafür sind, wir sind dran!
      Grade dann, wenn man sie nicht hören will, müssen wir sie sagen.
      Wer soll es sonst sagen?
      Es ist die Aufgabe der Alten!
      Ich erinnere mich an meine Mutter die sagte immer: Junge wenn Du Unsinn mach’s oder redest gibt’s ein paar hinter die Ohren.
      Da war ich schon ü40.
      Und recht hatte sie, Gott habe sie selig!

      Also nutzen Sie ihr Privileg!

      Im Ernstfall kann man sich mit seinem Alter raus reden! *gr*
      Sie werden sehen was das Leben wieder für ein Spaß macht

      Verständige Grüße
      P.Aule
      Ps: Wenn es Sie an die Narrenfreiheit erinnert, das liegt nicht fern, es ist die die Weisheit des Alters – die macht unendlich Frei, fast närrisch!

    • Titel eingeben
      Liebe Sabine
      Auch ich lese diesen Blog seit etwa 1 1/2 Jahren. Zufällig entdeckt, irgendein toller Artikel von Don und dann die vielen Kommentare, und ich merkte: es gibt Hoffnung, ich bin nicht alleine mit meinen Sorgen, Ängsten, Nöten die mich seit Sep 2015 quälen. Das war mir ein Trost. LG Suse

  119. OMMM
    Alle die sich nach sowas wie Wahrheit und rationalem Dialog sehnen, haben es seit geraumer Zeit sehr schwer. Ihre Recherche hat es wieder „schön“ belegt. Kaum öffnet man ein Medium seiner Wahl oder Abwahl, quillt einem der Lücken-, Pfusch- und bisweilen auch der Lügenschleim entgegen. Aktivisten und Schreihälse ohne Hirn wohin man schaut. Da hat es eine Protestpartei (ob AfD oder Die Linke) wirklich leicht.

    Dieser Blog ist dagegen ein kultivierter Ort der Einkehr, danke dafür.

  120. @goodnight, Diverses; @ Thomas Marx sagt, 19. September 2017 um 09:15 Uhr
    Goodnight, zu Ihrer Bekannten, die ihr Kind aus der öffentlichen Schule genommen hat, weil 90% nicht Deutsch sprechende Migrantenkinder da zum Schulanfang rum saßen. Zunächst eine Frage: Wo haben Ihre Bekannten die letzten beiden Jahre verbracht? Urlaub gemacht im Amazonasbecken ohne Internet? Sarc off. Die Geschichte hat mich sehr berührt. Denn: Sie ist symptomatisch.

    Ihre Geschichte schildert eine Vertreibung. Eine echte Flucht. Im eigenen Land.

    Sie ist die Folge der Aufkündigung des gesamten Staatswesens durch Merkel/Seehofer/Gabriel, und die Blockpartei (CDU/CSU/“S“PD/Grüne/Linkspartei/FDP). Durch Aufgabe der Staatsgrenze.

    @Thomas Marx: Der willentliche Verzicht auf den Schutz der Staatsgrenze ist bis heute nicht widerrufen. Merkel hat dies stets bekräftigt, das sollte im Meer der Lügen nicht vergessen werden.

    Der willentliche Verzicht auf den Schutz der Staatsgrenze ist ein zersetzendes Langzeit-Gift, dessen destruktive Kraft noch nicht einmal in seinen Umrissen abschätzbar ist. Regierung und Blockpartei weigern sich bis heute, das deutsche Volk zu schützen. Hier ist Gewalt massiv sichtbar: Gegen das eigene Volk. Gegen die Eigentümergemeinschaft. Vor allem: Gegen die deutschen Frauen.

    Wie schon gelegentlich prognostiziert: Die Welle der Vergewaltigungen (siehe politikversagen.net) und der Belästigungen wird nicht enden. Weil sie in Folge der vom Merkel-Regime erzeugten völlig unnatürlichen Asymmetrie zwischen der Zahl der sich (überwiegend) illegal hier befindlichen Männern und der Zahl der Frauen nicht enden kann.

    Die Folge des Verfassungsbruchs: Ihre Bekannte erlebt Islamisierung at work. Ist bei der Live-Übertragung dabei. Schlimmer noch: Sie muss mitspielen. Ohne gefragt worden sein. Gecastet für eine Scheiß-Rolle. Wie wir alle.

    Ihre Bekannte kann sich eine Privatschule leisten. Gut. Flucht vorerst gelungen. Meine Frau und ich haben seit einiger Zeit zwei Autos und drei Stellplätze, zwei davon gemietet. Einer für das neu hinzugekommene Auto meiner Frau zuhause. Einer für das Auto meiner Frau am Arbeitsplatz. Wir sind aus der Berliner U-Bahn und S-Bahn geflüchtet. Nicht mehr auszuhalten. Wir Deutschen (mit ein bisschen Geld) sind jetzt eine Gemeinschaft der Flüchtenden. Welcome to Brazil and South-Africa.

    Das biodeutsche Unterschicht, mittlerweile wohl 20% bis 30% aller Haushalte, kann nicht flüchten und seine Kinder (vorübergehend) schützen. Die deutschen Kinder der Unterschicht sind das erste Opfer der Unterwerfung.

    Die kleinen Kartoffeln werden sich kulturell an die Brutalität der muslimischen Jungs und Mädchen gewöhnen müssen. Sie werden sich unterwerfen müssen. Andernfalls wird ihnen das „Leben“ in diesen „Schulen“ vollends zur Hölle gemacht werden.

    Gilt im übrigens auch für die Lehrer-Kartoffeln. Gefallen dem Clan die Noten nicht, kommt er zu Besuch. In die Schule. Ins Lehrerzimmer. (Das ist bspw. die muslim-on-muslim Praxis in Riad. Folge in Riad: Alle kriegen eine „Eins“. Nach dem ersten Clan-Besuch wird sich „vorauseilender Gehorsam“ schnell einstellen. Alle sind jetzt gleich gut. Problem solved.) Die kleinen Kartoffeln und die Lehrer-Kartoffeln und die Elternkartoffeln werden gute, brave dhimmis. Weil sie der gruppenbasierten Gewalt der Migranten nicht gewachsen sind. —

    Wie man sieht, sind wir auf dem Weg in eine lustige Dystopie. Wenn der Familiennachzug 2018 durchgeht, ist die deutsche Mehrheitsbevölkerung final geliefert. AfD wählen und unterstützen ist ein notwendiger Akt der Auflehnung und des (verzweifelten) Versuchs, die demografische und kulturelle Zerstörung zu verlangsamen.

    • This is real! This is fucking real!
      @gast aus West-berlin

      Die „Bekannten“ haben mir in den letzten 2 Jahren beim Italiener immer gebannt zugehört und genickt. Dann am Ende aber immer gemeint, dass es so schlimm doch nicht kommen wird. Was mich nicht verwundert, da alle so auf Goodnight reagieren. Leider hat Goodnight am Ende immer Recht, und dieses „leider“ ist der Grund warum Menschen Goodnight verstehen, aber nicht verstehen wollen. Und am Ende sich der Hoffnung hingeben. Denn nur Hoffnung ist anschlussfähig.

      Whatever, die beiden Bekannten (obere Mittelschicht, d.h. Ing. bei Zulieferer und Beamtin höherer Dienst, Häuschen in guter Gegend, 5er BMW etc) wohnen in einer guten Gegend am Rande Stuttgarts. Die Kinder spielen Klavier bzw. Geige, Ballettunterricht etc.
      Sie glaubten, all diese Flüchtlinge würden irgendwo anders verschwinden, all die Probleme würden zwar existieren, aber niemals ihr eigenes Familienleben betreffen.

      Menschen passen sich an, indem sie nach Auswegen suchen und negative Aspekte ausblenden. Nur so können sie weiter operieren. Sie benötigen Hoffnung, eine Ausweg. Sie müssen glauben können, dass all die Probleme der Flüchtlingskrise nicht wirklich in ihr Leben treten. Sie müssen glauben, dass sie das schaffen.
      Das wissen die Jungs und Mädels von der Nudging Abteilung in Berlin. Deshalb benutzen die solche Formulierungen wie: „Wir“ „schaffen“ „das“.

      Rattenfänger werden deshalb immer gewinnen. Weil Bewusstseinssysteme so operieren.

      Wenn man dann plötzlich als Vater einer Tochter in der Klasse mit all den Flüchtlingen steht, dann dreht man durch. Das Bewusstseinssystem kann in diesem Moment nicht mehr Anschluss finden und folglich nicht mehr vernünftig operieren.

      Erst durch diesen Schock ist es möglich, Goodnights Welt zu erkennen, den Schmerz zu spüren.

      Dann ist man in der Realität.

      All das steht den meisten hier noch bevor.
      Solange werden sie noch CSU wählen.

    • Danke, dass Sie hier die "kleinen" zarten zur Friedfertigkeit erzogenen Kartoffeln erwähnen.
      Wer gibt ihnen ein Forum um zu berichten oder gar zu klagen?
      Gerade wenn ich mir vorstelle, dass ältere Jungs, die qua eingeimpfter Ideologie um ihre Vorrangstellung in der Welt zu wissen glauben, dennoch des Lesens und Schreibens (noch)nicht mächtig, in Grundschulklassen mit jüngeren Mädchen/Kindern sitzen?
      Mit Bauchweh in die Schule – täglich?
      Gefälle ohne Ende. Auch, da Aufmerksamkeit nicht gelernt ist. Und lernen zu Lernen auch nicht. Da braucht es dann anderes, um zu zeigen, dass man wer ist.
      Ich kann mir nicht vorstellen, wie Lehrpersonal das in den Griff kriegen kann.

    • Danke für den guten Beitrag!
      Und dann auch noch aus dem RHS … Don!

    • @Goodnight
      Wenigstens hören Ihre Bekannten Ihnen gebannt zu. Meine Erfahrung im verbliebenen linksgrünen Freundeskreis ist eine andere.
      Da werden die Probleme schlicht geleugnet. Das fällt auch nicht schwer. Häuschen und soziale Stellung ähnlich wie von Ihnen beschrieben (Beamter und Buchhändlerin).
      Das örtliche Käseblättchen, in dem von Vergewaltigungen und Handtaschenräubereien berichtet wird, wird hochmütig nicht gelesen, in den Printausgaben der überregionalen Medien findet sich nichts und von Online-Medien oder Blogs hat man entweder noch nichts gehört oder nutzt sie nicht. Kosten und Zahlen? Uns geht’s doch gut und überhaupt genießen wir unseren Wohlstand doch nur, weil wir die arme dritte Welt ausbeuten und was dergleichen Sprechblasen mehr sind.
      In die prekären Stadtteile einschließlich unserer Innenstadt geht man einfach nicht mehr. So kann man ganz fest die Augen zumachen und mir rechte Hetze gegen arme Bürgerkriegsflüchtlinge vorwerfen.

    • Zu viele Kartoffeln @gast aus west-berlin
      Ihren Kram, man sollt ihn lassen stahn. Na gut, dennoch.

      Ich steige jeden Werktag in den Bus vor einer Grund-und Mittelschule (nicht in NRW, ein bisschen östlicher). Mittlerweile ist das Schulvolk sehr gemischt und es barmt einen ob der vielen kleinen Mädchen mit mehr oder weniger bunten Kopftüchern, Komplettvertuchtes ist auch dabei. Nur, mit Verlaub, Sie verderben es, mit Ihrem Mitleid mit den Kartoffeln, aber das wissen Sie ja selbst. Als einer der Flüchtenden nach Brasil oder South Africa. Die mit ein bisschen Geld. Die nicht untergeht und die Traditionslinie sterben lassen. Die doch nicht.

      Etwas viel kartoffeliges, was Sie anbieten. Man könnte da schon nach der Perspektive fragen.

      Die Unterschicht, die sich gewöhnen wird, dhimmi in perspective, weiß doch jeder. 30 Prozent? Klar. Nur bestimmte Leute, definitiv zu Dhimmis bestimmt. Auch klar. Sowieso. Aber Sie doch nicht.

      Was ist das erbärmlich, Projektion, oder?

      Dystopien sind nie lustig. Womöglich bin ich auch ganz falsch dran, mich da zu echauffieren. Ich find es halt nur nicht fair, sich über Leute, die sich nicht adäquat, in Ihrem Sinne, verbal wehren können, so zu verlustieren. Die, auch wenn sie sich nicht – für Sie angemessen – zu artikulieren in der Lage sind, ein gewisses Standing haben. Und nicht zwingend AfD wählen. Oder überhaupt nicht verstünden, was mit ihnen und um sie herum geschieht. was glauben Sie denn…

    • Ich mach mir die Welt, Wi di wi di wie sie mir gefällt.....
      @Rheintochter

      Manche hören auch nicht zu, wie z.B. eine Bekannte, die im Landesvorstand der CDU sitzt. Auf meinen Hinweis zu Internetseiten wie

      https://www.refcrime.info

      reagierte diese nur mit Kopfschütteln und einem vehementen: „Da ist alles Fake-news, die Taten sind doch alle erfunden.“

      So sie es aus, zwischen den Ohren der CDU Entscheidungsträger. Die Realität ist Fake-News, wenn sie nicht ins Welcome-Weltbild passt. All die Vergewaltigungen und Raubüberfälle haben gar nicht stattgefunden. Das ist alles nicht passiert.

      Jetzt weiß ich endlich, warum die Merkel immer noch lächelt. Die weiß gar nichts von all der Kriminalität bzw. blendet das aus.

      Ergo:
      Wir werden von Personen regiert, die außerhalb der Realität operieren.

      Wer nicht glaubt, der sollte sich mal mit einem Politiker unterhalten.

    • Die Wahl wird für die Union schmerzlich, viele werden ihren Job verlieren und müssen sich dann fragen, ob das alles wirklich richtig war. Ich bin gespannt, ob Merkel dann noch im Sattel sitzt.

    • @Goodnight
      Ich gehe allen mordmäßig auf die Nerven, indem ich ihnen von Zeit zu Zeit -so überhaupt installiert- per Whatsapp (FB oder Twitter haben sie ja schon mal gar nicht, weil Internet tendenziell sowieso böse) Links schicke mit unbequemen Wahrheiten. Wie zum Beispiel den kürzlichen Artikel in der NZZ über die tatsächlichen Flüchtlingskosten.
      Mit Broder oder Tichy brauche ich gar nicht erst zu kommen. Sie „hätten gehört“, die Seiten wären rechtsradikal und voller Fakenews.
      Zur Afd ist einem befreundeten Spd-ler kürzlich eingefallen, dass man die schon deswegen nicht wählen könne, weil er als Spd-Mitglied nicht wie in den 30er Jahren ins KZ gesteckt werden wolle. Was ihm nach einer „Machtergreifung“ ja dann drohe.
      Wenn deren Welt und deren Heimatstadt nicht auch meine wäre, könnte ich mich ja zurück lehnen und abwarten, wohin ihre Ignoranz sie führt.

    • "Wir werden von Personen regiert, die außerhalb der Realität operieren."
      Diese Personen agieren in ihrer Realität, abgeschottet durch Berater und Bodyguards treffen sie manchmal auf andere Funktionäre, die wiederum in ihrer Realität leben, das war’s dann. Mit unserer Realität können diese Personen überhaupt nicht zusammentreffen.

      Eine winzig kleine Verbesserung wäre ein Einschränkung auf maximal zwei Amtszeiten.

  121. Und Google beeinflusst aktiv den Wahlkampf?
    Fake News via Twitter, um die AFD niederzumachen: Eigentlich keine große Sache. Das wird es erst, wenn sich Reproduktions-Trolle melden. @DA zeigt präzise, wie Fake News-Produktion funktioniert und wie die zugehörigen Skandalisierungs-Eimerketten strukturiert sind. Noch signifikanter, weil es Fake News des Mainstreams, der herrschenden Meiniung sind.

    Bei so viel fake news weiß man nicht genau, ob es zutrifft, dass Google AFD-Werbung unterdrückt
    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/bundestagswahl-2017-afd-wirft-google-sabotage-vor-a-1168618.html
    Die betroffene AFD-Website schildert so ein bisschen Merkels Fehlleistungen. So what, das reicht schon aus für Zensur? Falls ja: Noch ein wenig mehr Gedankenkontrolle durch US-Liberals im Verein mit Merkel-Maas: Es muss kein Putsch sein. Demokratie kann auch langsam sterben.

  122. Satireartikel "Kölner Abendblatt"
    „Renate Simon sagt:
    19. September 2017 um 17:44 Uhr
    Schööön, Herr Meier
    hier noch eine Meldung, die überrascht…..“

    Bei dem Kölner Abendblatt handelt es sich um eine Satireseite. Ein Klick auf irgendeinen Link auf der Seite genügt um das herauszufinden.

    • ja, dumm, aber ich wurde schon drauf hingewiesen
      aaaber, dass die FW in Bayern kräftig Stimmen holen werden, glaub ich schon. Bundesweit ziehen sie nicht so, man erinnere sich, dass Lucke als Direktkandidat bei der Landtagswahl 2013 in Niedersachsen für die antrat und 1,1% holte. Danach ging es dann mit Gründung der AfD ganz schnell.
      Übrigens ist der Adenauer-Enkel Stephan Werhahn nach kurzem Intermezzo im gleichen Jahr bei den Freien Wählern zurück zur CDU gegangen.

  123. Danke Autor,
    für den fairen Artikel. Schreibe jetzt schon meine Meinung, ohne die ganzen Antworten gelesen zu haben, da er wirklich journalistisch erste Klasse ist. Ich kann damit leben, beleidigt zu werden, wenn das Gegenüber fair ist und wie in diesem Fall, auch den politischen Gegner brandmarkt.
    Bild-Niveau ist Gosse ! Versuchen sich bei den Wutbürgern anzubiedern und schreiben dann solche Fake-News, ala Maasmännchen.
    Siehe auch Altmaier heute, besser Nichtwählen, als AfD wählen, denn die sind gegen die Demokratie.
    Halt deine Schnauze, du Fe… Hetzer und halte die Diät, die du den Steuerzahlern auferlegst, für die Invasoren. Erst dann reden wir weiter ! Wasser predigen und Wein saufen, äh Speck fressen, das seit Ihr !!!
    In der DDR ging das durch, da begründete Kritik und Heute ???
    Meinungsfreiheit ist ein Grundrecht, doch wohl nur auf dem Papier, oder ?
    Mietpreisbremse ade, Champus aufmachen, Don, es geschehen Wunder.

  124. I'm the guy you buy!
    Na, ob der Don jetzt noch CSU wählen kann, bei solchen Personen…. :-)

    http://www.sueddeutsche.de/politik/bundestag-die-aserbaidschan-connection-1.3671979

  125. Fake`s in Pirna? Angela Merkel darf turnen ? Frauke Petry und Vera Lengsfeld nicht?
    Einige aus der ehemaligen DDR haben ein entschiedenes Verhältnis zur Presse und Meinungsfreiheit.

    Michael Klonovsky nimmt sie einfach wahr. Frank Richter aus Dresden tritt aus der CDU wegen eines Buches aus und erklärt bei Anne Will warum.

    Vera Lengsfeld streitbare Bürgerrechtlerin in der DDR und der Bundesrepublik will in Pirna mit Frauke Petry in einer Sporthalle diskutieren. Die Sporthalle sei aber nur für den Sport da und nicht für Politik. Nix da. Die CDU soll aber die gleiche Sporthalle bereits 3 x politisch genutzt haben.

    Sind an der politschen Reckstange wieder manche gleicher als gleich?

    Vera Lengsfeld sieht den Totalitarismus nicht nur um die Sport-Ecke kommen:
    http://vera-lengsfeld.de/2017/09/19/die-zerstoerung-der-freiheit-das-beispiel-pirna/#more-1727

  126. Volksfeste
    Nun, mir scheint neuerdings der Besuch von Jahrmärkten, Kirmessen, Volksfesten u.ä. durch die allfällig platzierten Elemente der neuen Stadtmöblierung (e.g. Merkellego, Bauzäune, Bauschuttcontainer, Zugmaschinen der Fahrgeschäftsinhaber oder Fahrzeuge der Stadtreinigung) eher sauer anzukommen. Man lässt sich so ungern andeuten, dass es da gewisse, politikinduzierte Probleme geben könnte, deren Auswirkungen ggf. die eigene körperliche Integrität in Frage zu stellen geeignet sein könnten.
    Der Bierpreis kann’s eher nicht sein. Wenn ich mir die Hotelkosten zur Wiesn-Zeit anschaue, dann machen 50 ct. mehr oder weniger nichts aus.

    • Auf einem Markt oder Fest geht es ja noch - aber nur schon daran
      denken zu müssen, im Dunkeln alleine das letzte Stück Weges nach Hause zu gehen ist grauslig. Mir vergällt das so manches Konzert, so manchen Theaterbesuch.
      Und war das nicht ganz knapp vor dem Bierfassanstich, dass die 16jährige am hellichten Tag von Zweien vergewaltigt wurde und man den Dritten dann noch abhalten konnte?
      Da trinken danach die wenigsten ihre Mass gerne – schon um nicht bierseelig zu werden und damit noch hilfloser dem ganzen Schlamassel ausgeliefert.

  127. slightly off topic
    Es ist übrigens reiner Zufall, dass
    1) im DLF heute minutenlang über vom Rotfunk NDR „aufgedeckte“ Verfehlungen Rechter Bundestagskandidaten (AfD und CDU) berichtet wird.
    2) im ZDF ein 45-Minüter über das Thema „Gerechtigkeit“ gesendet wird.

    Reiner Zufall. Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen. Bitte weitergehen.

  128. Ohne Kommentar
    ht tp://www.focus.de/regional/muenchen/oktoberfest/nach-nur-vier-tagen-oktoberfest-wiesn-schausteller-klagen-ueber-besucher-flaute_id_7611912.html

  129. wenn ich mir was wünschen dürfte...
    tageszeitungen einmal die woche, fernsehen einmal im monat und internet nur abends nach 24:00 uhr…wieviele probleme man damit nicht hätte…
    und wie entspannt könnte man auf die wiesn !

  130. twitter opas
    littlewisehen ist noch immer auf twitter ? der muß doch schon 100 sein!
    ich war „damals“ unter den ersten nutzern. als mir aber die „schwarmintelligenz“ zu blöd wurde (so ca. 2010), hab ich das vöglein sausen lassen. nichts bereut !

  131. infantile Moralisten - einschließlich des Dons
    Die Misere der Firma ist jedem klar, ich brauche wohl nichts aufzuzählen. Dieser Blog schreibt oft und lange schon dagegen an. Wir stecken bis zum Hals im Sumpf.

    Um uns herum die Blockparteien, die uns noch weiter herunterdrücken wollen, so dass nur noch die Nase herausschaut. Die AfD reicht uns einen Stab, der allerdings ein wenig zu kurz ist. Die werden es wohl nicht schaffen, uns zu retten. Die NPD hat ein Seil, das genau bis zu uns reicht und auch stark genug ist. Von AfD und NPD wollen wir uns aber nicht retten lassen, irgendwie gefallen die uns nicht. Die NPD hat Kontakte zu diesem und jenem, und überhaupt… national… Die EU ist zwar eine korrupte, nicht demokratisch legitimierte Kommissarsclique, aber national…? Und was man so hört… Die AfD, naja, mit denen will man sich nicht ins Bett legen. Ich frage mich, mit wem will man sich denn ins Bett legen, Herr Donnikowsky? Mit dem Lindner, weil der die Haare schön hat? Mit der Pyknikerin? Oder dem Maddin? Überhaupt ist dieser Satz, „sich nicht mit diesem oder jenem ins Bett legen“ eine der allerdämlichsten politischen Aussagen überhaupt. Die Politiker sollen etwas für mich tun. Wenn ein Politiker mir sagt, ich mache dies und jenes, und ich denke, es ist das, was getan werden muss, dann sage ich „Mach das.“ Und dann ist es mir egal, wen der kennt, zu wem er Kontakt hat etc, etc.
    Viele der infantilen Moralisten lassen sich aber lieber tiefer in den Sumpf drücken, man lässt sich schließlich nicht von jedem retten, noch dazu von Leuten, die z.B. Kontakt zu Mahler haben.

    • Die NPD als Heilsbringer? Auf die haben wir hier ja grad noch gewartet.

    • Ich darf vielleicht wegen einer gelöschten Wortmeldung noch anfügen, dass den hochverehrten Settembrini anpöbeln der direkte Weg in den Spamordner ist. Versteheh wir uns?

    • Rainer Marsbach sagte19. September 2017 um 22:54 Uhr
      „Überhaupt ist dieser Satz, „sich nicht mit diesem oder jenem ins Bett legen“ eine der allerdämlichsten politischen Aussagen überhaupt.“
      .
      Das finde ich nicht. Dieser Satz drückt in allerbester Weise den unbedingten Machterhaltungswillen aus- und sei es durch Polithurerei.
      .
      Politiker benützen diesen Satz übrigens nicht.
      (DdH)

    • Wenn der Feuerwehrmann nicht passt dann brennt eben das Haus nieder
      Es ist ja nun leider so, wenn jemand von der NPD oder nun auch der AfD sagt, daß es regnet und es regnet, dann hat jedermann der Meinung zu sein, daß die Sonne scheint. Und wenn das Haus brennt und es kommt, Tatü-Tata, die Feuerwehr, wenn die die passende Gesinnung nicht hat, dann soll es eben niederbrennen. Auch wenn das Dach überm Kopf dann futsch ist, die ganzen Sachen, die sich im Laufe des Lebens so angesammelt haben, nicht wahr.

      Gegen seine Konditionierung kann niemand, es sei er will sie überwinden. Es lebt sich aber angenehmer in der Matrix. Ein süßes Nichtwissen und Nichtwissenwollen. Das weiß jeder, der einmal geweckt wurde.

      Der Don tut sein Bestes im Rahmen dessen, was ihm die Konditionierung erlaubt. Und das ist schon sehr gut.

    • Üble Nachrede
      Ihren Post sehe ich als Pöbelei Ihrerseits und üble Nachrede an, Herr Alphonso. Ich erwarte hier an dieser Stelle eine Entschuldigung dafür. Settembrinis – typischerweise argumentationsfreie – Antwort als treffend für einen infantilen Moralisten zu bezeichnen, ist keine Pöbelei. Den Ausdruck habe ich im Eingangspost eingeführt und er ist in einer politischen Diskussion nicht als Pöbelei, sondern als Beschreibung für eine bestimmte Haltung anzusehen.

      Rainer Marsbach

    • Da können Sie lang warten. Und froh sein, dass ich so etwas frei schalte.

  132. Die angeblich nicht existierende deutsche Lebensweise geht den Bach runter
    Schon lange besuche ich nur kleine Weihnachtsmärkte und eher in Nebenzeiten. Volksfeste mit alkoholisierten enthemmten Migranten verlasse ich. Bei Konzerten von jüdischen Musikern präge ich mir Fluchtwege ein. Ich würde jungen Frauen abraten alleine zu joggen. Ich fahre in keinen öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich habe mir Pfefferspray zugelegt. Ich vermisse das Oktoberfest nicht, irgendwie ist der Spaß verlorengegangen.

    • find ich einfach gut
      ……..die doofen Pünktchen müssen jetzt sein halt: ich ironisiere bis zu meinem täglichen Sarkasmus. Haben Sie fein gemacht.

      Beste Grüsse zu Ihnen Allen

    • Lebenswiesenheiten
      Alles ok, was Sie sich so verbieten, ersparen und zurechtlegen – aber wann z. T. hat das Oktoberfest so was wie Spaß bedeutet?

    • "irgendwie ist der Spaß verlorengegangen"
      .
      Möglicherweise ist es mit dem Spaß ja so, wie mit dem Geld.

      Er ist jetzt nicht weg – ihn haben nur andere.

  133. Frau Hollstein hat ein Tor geschossen!
    Nur leider ins Falsche Tor. Klassisches Eigentor.
    https://archive.is/HpQDB

  134. und ich sass auf einem steine und dachte bein mit beine
    der alte Vogelweide Walter halt.
    Hinsitzen und schauen und nachdenken.
    Und dann das richtigfalsche machen.

    Also das richtige Leben:
    Heute einem jungen Gambier eine recht schicke Einzimmerwohnung vermietet. Muselman ist er auch. Hat auf 1 Euro Basis, oder wie das heisst, ein halbes Jahr bei der Stadt zuverlässig gearbeitet. Macht eine Lehre jetzt.
    Trotz seiner ihn begleitenden weissblonden und im Übermass gepierctund tätowierten ihn anhimmelden Freundin.
    Richtigfalsch? Der vorherige Mieter, Thorben Lias Arztsohn (ist halt so zufällig) ist aufgrund übermässigen Engagements für Andere leider in die
    Drogenszene abgerutscht. 40 Jahre alt ist der Bub, man entzieht und therapiert ununterbrochen, aber er ist halt überdurchschnittlich intelligent. Passiert dann halt zwangsläufig oder so, musste ich mir sagenlassen, von der blondierten Mutter, halt ohne Piercings und so halt.

    Ich wünsche mir:
    Dass es die SPD pulverisiert
    Dass es der CDU saumässig weh tut
    Dass die AFD die zweitstärkste Partei wird

    Ich verstecke mich nicht. Was ich geschrieben habe ist jederzeit nachprüfbar.

    Sehr viele in meinem Bekanntenkreis, Handwerker, Kaufleute, Akademiker( Sozpäds sind zugegebenermassen nicht dabei) suchen nach einer im Wortsinne Liberalen Partei.

    Und wenn es weiter so geht in Deutschland, mit diesem verlogenen, im richtigen Leben nichts gewordenen und nie gearbeitetem P..k (so werde ich ja auch bezeichnet ) , dann gute Nacht Deutschland.

    Beste Grüsse zu Ihnen allen

  135. Wahlkampfplakate und ihre Relevanz
    Seitens der AfD produziert man täglich mehrere Dutzend wenn nicht gar Hunderte solcher Social-Media Meldungen in Bildform.
    Denke die Anzahl der Personen, die das als Nachricht einstufen ist arg überschaubar. Es sind eher elektronische Wahlplakate, die man ohne Kostenaufwand, immer tagesaktuell und ohne Zerstörungsgefahr durch linke Spinner „aufhängt“. Entsprechend ist ihr Informationswert. Nett wenn’s stimmt, meistens so halb richtig, ab und zu auch ziemlicher Unfug und in jedem Fall hochgradig tendenziös. Wie herkömmliche Wahlplakate eben.

    Darum jetzt eine Shitstorm und Faktenchecks zu veranstalten, kann man durchaus als hysterisch betrachten. Oder witzig; je nach Perspektive.

    Illustriert aber durchaus auch die Einseitigkeit, mit der gegen die AfD vorgegangen wird. Denn wenn ich mir reale Wahlplakate so anschaue, dann würde, sofern sie denn überhaupt irgendeine sachliche Aussage enthalten, fast keines irgendeinen Faktencheck überstehen.
    Mein persönlicher Liebling ist hier Schulz, der einem dämlich grinsend ‚was über Lohnungerechtigkeit in Höhe von 21% zwischen Frauen und Männern erzählt…
    Aber einen Nutzen hat auch solcher Unsinn. Man kann ganz prima SPD-Wahlkampfsoldaten mit diesem Blödsinn von ihren eigenen Wahlkampfständen vertreiben und sie ordentlch demoralisieren, wenn man nur hartnäckig genug dagegen argumentiert und schlussendlich darauf hinweist, dass die SPD Unbedarfte vorsätzlich mit diesem Plakat in Irre führt bzw. betrügt… hrhr ^^

  136. Die Angst des weißen Mannes oder der Blick zurück in die Geschichte
    Aus der Geschichte kann man eine Menge lernen, wenn man denn will!

    Vor allem kann man aus Erfahrungen lernen, wenn man die Dinge nüchtern betrachtet und analysiert. Ist der Blick allerdings getrübt, reicht er oft nicht weiter als bis zum eigenen Tellerrand.

    Als Alexander d. Große auf seinem Feldzug nach Asien das Reich der Perser erobert hatte, damals das erste Weltreich der Antike, glaubte er, beide Völker, Griechen und Perser, integrieren zu können.
    Die Idee war allerdings wenig realistisch, um nicht zu sagen, von naiven Vorstellungen beseelt.

    „Das Ziel, welches Alexander sich gesteckt hatte, Ausgleichung des Gegensatzes zwischen Hellenen und Barbaren, war ein ideales; die Mittel, durch die er es praktisch zu verwirklichen suchte, mußten ihn in Konflikt mit dem Volke bringen, welches naturgemäß in dem neuen Reiche die Führung zu übernehmen hatte…

    Die Verschmelzung der Macedonier und Perser lief im Wesentlichen nicht auf eine Hellenisierung der Letzteren, sondern auf eine Orientalisierung der Ersteren hinaus: sie nahmen die Weichheit und allerlei Unsitten des Orientes an und verlernten die heimischen Tugenden. Man mache nicht die Halbbildung des macedonischen Volkes hierfür verantwortlich, die den fremden Einflüssen gegenüber nicht hinlängliche Widerstandskraft besessen habe…
    bei der Aeuserlichkeit, mit der Alexander die Sache auffasste, der Hastigkeit, mit der er sie durchzusetzen versuchte, konnte es wohl nicht anders kommen…“*

    –So beginnt Integrationspolitik und so endet sie.

    Wer es vom Horn von Afrika, aus einen Tal im Hindukusch oder aus
    der Sahelzone nach Europa geschafft hat, ist zu allem entschlossen, nämlich: zu bleiben. Und dafür wird er alles tun. Wenn dann auch noch das politische und sozioökonomische Umfeld stimmt, kann nichts mehr schiefgehen.

    Bei Alexander kommt noch die Selbstsucht hinzu.
    Er dachte, er könnte die Fremden zu Griechen machen, indem er sich
    den Fremden anbiederte und mußte am eigenen Leib erfahren,
    wie er zum Fremden wurde.

    Das passiert, wenn man nicht bereit ist, für seine Werte einzustehen. Wenn Halbherzigkeit, Bequemlichkeit und Feigheit mit Toleranz verwechselt werden.

    Angst und Unsicherheit, das lese ich hier in den meisten der 439 Lesermeinungen.

    Und wenn ich dann noch lese, zur Wahl gehen bringe genauso viel
    wie nichtwählen oder mal kokett mit dem Extrem (AFD) liebäugeln,
    ja dann wird mir wirklich schlecht.

    Dann muß ich sagen, ihr habt es nicht besser verdient!

    „Angst essen Seele auf“ (R. W. Faßbinder).

    * Alfred von Gutschmid. Geschichte Irans und seiner Nachbarländer von Alexander dem Grossen bis zum Untergang der Arsaciden. Tübingen 1888

    • Nun, die Quelle ist etwas veraltet, und heute sieht man die Ausgleichsbestrebungen mehr unter dem sozialen denn unter dem völkischen Aspekt. Alexander brauchte einfach eine neue Führungsschicht, und damals hat man das halt so gemacht. Im Mittelalter war es bei uns auch nicht anders mit der Heiratspolitik. Andere Formen der Verbindung über staatliche Strukturen gab es einfach nicht.

    • Die Schlußfolgerung verstehe ich nicht
      Die Erweiterung des Spielfeldes
      ist doch gar nicht die Absicht der AfD.
      Ihr geht es doch eher um Abgrenzung.
      Auch das hereinholen immer neuer
      Mitspieler ist nicht ihre Sache.

      Das was sie beschreiben trifft doch eher
      auf die Freunde einer Expansion der
      €U und das aktuelle unangemessene
      außenpolitische Auftrumpfen
      Deutschlands zu und das Hefte ich der
      Bundesregierung ans Revers.


    • Gut, daß Sie Alexander erwähnen, mir kam das heute beim Aufstehen, als ich Ihren Beitrag noch nicht gelesen hatte, auch in den Sinn, hatte es dann aber wieder vergessen.
      Es war doch so: kurzfristige „Vereinigung“ mehrerer Reiche (das wacklige Makedonien, die seit langem bestehenden Ägypten und Persien, dazu das unbekannte Baktrien), und dann mit den Diadochen wieder so ziemlich Aufteilung wie vorher.
      Makedonien wurde kein Griechenland, die Römer konnten es leicht fressen. Nur die umliegenden Reiche weiter östlich bekamen eine hellenistische Führungsschicht, ein Teil wurde später römisch.
      In mancher Hinsicht wie das British Empire: Europa wurde kein England, die Amerikaner konnten es leicht fressen. Indien und Afrika bekamen eine englisch orientierte Führungsschicht, ein großer Teil wurde später amerikanisch.

    • sie werden doch nicht gerade die Dialektik der Aufklärung lesen?
      „Das passiert, wenn man nicht bereit ist, für seine Werte einzustehen. Wenn Halbherzigkeit, Bequemlichkeit und Feigheit mit Toleranz verwechselt werden.“

      Das „memmenhafte“ Auftreten der „Aufklärung“, die zum Rückfall der Aufklärung ins Barbarentum durch Faschismus, Nationalsozialismus, Marxismus-Leninismus geführt habe, ist zentraler Gedanke der Dialektiker Adorno und Horkheimer.

      Den Vorwurf könnte man auch der aktuellen Philosphie Habermas’scher Schule machen, der die Rolle der Philosophie im Moderieren der intellektuellen Strömungen versteht und weil heimlich „links“ die Auswirkungen eines hemmungslosen Materialismus übersieht, unterschätzt oder verschleirt.

      Die Geschichten wiederholen sich. Da lag Hegel, von der Dialektik der Geschichte berauscht, (was Schopenhauer mächtig irritierte) auch mal richtig.

  137. Wiesn 2017
    Also ich als Münchner freue mich über jede „Terror-Wiesn“. Ich war am Samstag da und fand es super. Man bekommt auf dem Balkon vor dem Zelt einen Tisch, kann nachmittags ins Zelt und muss nicht Angst haben, von Massen erdrückt zu werden. Ich kann mich noch gut an Jahre erinnern, an denen man im Zelt wirklich Angst vor einer Stampede bekommen hat. Angst vor Anschlägen hab ich keine, meinen Spass lass ich mir nicht von irgendwelchen Terror-Trotteln vermiesen. Vermeintliche Fummel-Flüchtlinge sprechen oft und schon seit langem tiefes bayerisch und die Stadt ist nach 11 Uhr immer noch voll genug… Die Wirte und Schausteller verdienen vielleicht ein bisschen weniger, aber sollte es sich nicht rentieren, wären sie wohl nicht dort. Ich verstehe die Kritik an der Kommunikation und den Umgang mit der Afd aber diesen Samstag hat sich nichts komisch oder ungewohnt angefühlt. Taschenkontrolle ist vielleicht noch ein bisschen komisch, aber nach der vielleicht zweiten Maß ist dem normalen Wiesn-Gänger das alles recht egal. Also die Münchner Lebensweise ist nach meiner, anekdotischen, Erfahrung sehr intakt und lebendig. Nur meinen Schlüsselbund hab ich Hirsch verloren und muss jetzt auf die Wiesn-Wache ins Fundbüro. Danke Merkel :-)

  138. Als kleines Schmankerl
    Hier die Innenansicht junger Münchner zur Wiesn:
    https://www.youtube.com/watch?v=VRCLahgtHVg
    (Weiss nicht ob das durchgeht wäre aber schön)

  139. Bamberg abgesagt wegen Terror?
    Korrekte journalistische Arbeit ohne Fake-news dann bitte auch bei Ihnen. Auch hier bei der recherche bitte aufpassen liebe FAZ. Bamberg wurde nicht wegen Sicherheitsrisiken abgesagt sondern aufgrund von Zwist zwischen dem Bürgerverein, der stadt & den Brauereien.

    Andernfalls, falls ich falsch liege, bitte die Quelle der Information verlinken.

    Danke.

  140. Grüne mit Tunnelblick
    Gerade die neuesten Erkenntnisse von Frau Peter auf Telepolis gelesen. Der Wahlkampf sei fair, meint sie, mit Ausnahme der AfD. Sehe ich auch so, wenngleich ich es anders verstanden habe, als sie es gesagt hat. Kann ich auch was von dem Zeug haben, das die geraucht hat, fragt ein Kommentator treffend. Ein lesenswertes Stück Realitätsverlust.

  141. Eingedenk der Zeit...
    …die Erwachsene damit verbringen, polemische Meldungen auf Twitter polemisch zu beantworten, freue ich mich ehrlich, Twitter et al links/rechts liegen lassen zu können. Da bekomme ich diesen Schwachsinn erst gar nicht mit und kann qualitativ hochwertige Zeitungsartikel lesen.

    • @Muffel
      Zeitungen statt Twitter, da geht es mir wie Ihnen. Kann es sein, dass allein schon dieses Merkmal uns als Angehoerige einer bestimmten (hoeheren) Altersklasse ausweist?

  142. Zur Demokratie
    gehört auch der rechte Rand. Nicht nur links. Ist es demokratisch korrekt, AFD-Plakate herunterzureisen? Die Person , die diese aufhängen zu Beschimpfen und zu bespucken?

    Ich persönlich glaube nicht. Ich sehe kein Problem mit der AFD, da ja auch die Linken im Bundestag sind. Aber solange Vorschriften und Gesetzte zum Nachteil der AFD geändert werden (z.B. Regelungen des Alterspräsidenten) ist den anderen Parteien ein undemokratisches Verhalten zu Bescheinigen.

    • Ich bin da ein Freund des genauen Hinschauens. Der Rechte Rand ist heute rechts von Merkel und damit sicher ddie Hälfte der Bevölkerung, und nur ein kleiner Teil ist irgendwie rechtsextrem oder gar Nazi. Wer das Wort pauschal bei der AfD verwendet, hilft nur den echten Nazis.

    • Das Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (formerly known as Gedöns)
      ist „Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“. „Links“ ist auf jeden Fall gut und wird vom Ministerium unterstützt.

      Und kommen Sie nicht mit den G20-Krawallen, da dort Gewalt angewandt wurde, kann es sich nicht um Aktionen von linken Aktivisten gehandelt haben (OT Stegner).

      Das alles läuft unter Regie unserer hoffentlich immerwährenden Großen Koalition unter Beifall der angegliederten Nichtregierungsparteien (NGP).

    • Afd-Wähler
      @ Don Alphonso

      Es geht ja nicht darum alle Wähler dieser Partei als Nazis zu titulieren. Man sollte sich als AfD-Wähler aber schon darüber Gedanken machen, welche kruden Inhalte und Personen (die sich vor allem auch in der Führungsspitze dieser Partei tummeln) unterstütze ich hier eigentlich. Und sich als Protestwähler von aller Verantwortung frei zu machen, um einfach nur seine Wut auszudrücken, spricht auch nicht gerade für einen mündige Einstellung.

    • Beschädigung von Walplakaten
      Fällt unter politische Straftaten.
      Auch ein Bürger der nicht Mitglied ist
      kann bei der Polizei Anzeige erstatten.
      Man entastet auch das Wahlkampfteam.

      Aufgeklärt wird die Untat wahrscheinlich
      nicht es sei denn ein Überwachungskamera
      war zufällig in der Nähe.

      Wenn sie ein Handy-Bild machen können
      um den Sachverhalt darzustellen
      ist das schon hilfreich.

      Es wandert vermutlich dann in die Statistik politische Straftaten
      von Links. Es kann natürlich auch sein das die
      Straftäter die AfD für einen linken Sauhaufen halten.

      Manchmal hinterlassen die Attentäter
      Aufkleber auf den Plakaten als ob
      sie Stolz auf ihre Tat wären und sie auch noch
      signieren wollten.


    • Wettersturz, die AfD ist ein Vehikel, um das Thema illegale Migration in den BT zu bringen, keine Verwalterwahl. Es geht den Leuten nicht um „Protest“, sondern um das Einbringen eines anderen Standpunkts.
      Werden Sie vermutlich in 3 Tagen nicht begreifen, aber das Lauterwerden eines anderen Standpunkts wird trotzdem anhalten, egal wie die BT-Wahl ausgeht.

    • Okay..
      @ colorcraze

      Und dafür ist also jedes Mittel recht und befreit einen von jeglicher Verantwortung? Verstehe – und später will es dann wieder keiner gewesen sein…

    • @Wettersturz
      Die Verantwortung ist klar. Sie liegt allein
      bei Frau Dr. Merkel.


    • @wettersturz: nicht jedes, aber manches. Und ja, ich sehe es als meine Verantwortung an, diesem Irrsinn – den ich schon vor 2 Jahren mit Entsetzen als solchen bezeichnet habe, nachzulesen auf DEM oder Stützen – der außer Rand und Band geratenen Ganz Großen Koalition wenigstens ein klein bißchen Bremssand ins Getriebe zu streuen.

    • Don Alphonso vom 20. September 2017 um 10:08 Uhr
      Sehr verehrter Don Alphonso,

      köstlich wie Sie den rechten Rand rechts von Merkel und damit auch von der CSU (meine Ergänzung) verorten.
      Bei Franz Josef Strauss gab es dort nur die Mauer! Wer in der Mitte mauert, wird über die Flanken angegriffen.
      Aber der brave Horst ist ja auch nur ein Maulheld, wenn es um die Sicherung der Bonner Pfründe geht.

      Mit vorzüglicher Hochachtung

    • @ Wettersturz vom 20. September 2017 um 10:47 Uhr
      Sehr geehrte/r Wettersturz,

      definieren Sie bitte „krude“.

      Mit vorzüglicher Hochachtung

    • AfD
      @Wettersturz
      Mit der Erststimme lassen sich die vernunftbegabten der Alternativen Mitte hochschaufeln.

  143. Bis vor einem Jahr wusste man hier am Neckarstrand wann Oktoberfest war.
    Ohren stets gespitzt. Jetzt gähnende Leere am Himmel.
    .
    Kein ECR-Tornado weit und breit des Geschwaders (50e Stormo) aus Piacenza, jetzt (6e Stormo in Ghedi) das immer ganz zufällig zu dieser Zeit auf dem Lechfeld weilte und bei ihren Übungsflügen zum Gefechtszentrum in Lothringen unsere Stadt überquerten.
    .
    Selbst der Nato wird Deutschland zu unsicher. Dabei wurde Italien doch auch mit Gold überhäuft.
    (DdH)

  144. Na aber Hallo.....
    schonalthalt sagt:
    20. September 2017 um 01:06 Uhr
    ……..die doofen Pünktchen

    …. passen Sie mal hübsch auf, von doofen Pünktchen zu reden.
    Noch so ein Ding und ich komm mal kurz durch`s Netz geschlüpft.
    Auf Pünktchen lass ich nichts kommen, auch nicht auf Anton….
    …kapiert?

  145. Titel eingeben
    Danisch berichtet auch; sein kurzes Fazit lautet:
    Ergebnis: Die AfD liegt zumindest näher an der Realität als alle die, die Lüge schreien.

    • Ich fürchte, die neuen miesen Zahlen von der Hochsicherheits-Wiesn belegen das deutlich.

    • Welche neuen , miesen Zahlen von der Wies'n , bitte ?
      .
      ..
      . Könnten Sie das ganz kurz erläutern, weil von allgemeinem Interesse, und

      100% im Thema ?

    • ... Miesn 2017
      Die Ausgabe 2017 scheint mehr noch als jene von 2016 eine Zeitenwende zu markieren. In die Terrorfurcht mischt sich ein allgemeiner Überdruss, befeuert vom Ärger über die Preise und die verdorbene Atmosphäre, aber auch vom Overkill der medialen Begleitung z. B. durch den BR.

      Die Schonlängerhierlebenden betrachten den Anlass ohnehin als lästige Störung des ÖVs und suchen die Stadt zur Wiesnzeit zu meiden.
      Mir war die Gigantomanie seit jeher zuwider und als Ausdruck einer gewissen münchnerischen Großmäuligkeit ein Gräuel.

      Hier werden die täglichen Einzelfälle registriert …

      http://www.polizei.bayern.de/muenchen/news/presse/faelle/index.html/267563

    • H. Dettmar
      „1498. Sexueller Übergriff durch mehrere Tatverdächtige auf dem Festgelände“

      Gewalt gegen Frauen ist halt ein deutsche Problem.
      Schon immer gewesen.

  146. Am Morgen schon ein en Lachanfall,
    gerade vorhin aus Landespropaganda-Hauptquartier SWR 1. „Wähler schenken dem äußeren Erscheinungsbild mehr Aufmerksamkeit als den Aussagen der Kandidaten.“
    .
    Angeblich eine österreichische Studie. „Dem Oktoberfest-Besucher (als Kandidat) sei also angeraten in Lederhose und Trachtenjanker zu erscheinen.“
    .
    Ich dachte mir schon, dass angesichts unserer Hauptkandidaten und ihrem Gefolge diese Studie nicht in Deutschland gemacht sein kann. (Frau @ Simon, Contenance bitte)
    .
    Dazu auch: http://derstandard.at/2000062715819/Der-Vermarktungswert-der-Spitzenkandidaten
    (DdH)

    • DdH, Sie gemahnen mich zur Contenance und präsentieren
      einen Artikel, bei dem mich auf nüchternen Magen die behaarten Knie des sonst viel zu glatten Herrn Kern anspringen. Das will erst einmal verdaut sein.

      Die Erkenntnisse der Studie wird ulF bestätigen. Was war das für sie doch ein Elend, bevor sie den in Berlin weltberühmten Figaro traf. Der ihr nach eigenem Bekunden die tägliche Sorge ums haarige Aussehen nahm.

      Was m.E. eine völlige Fehleinschätzung ihrer Frisur ist. (Denn ich mahne doch meine Friseurin alle 4 Wochen, mir bloß nicht so abstehende Nackenhaare wie die der ulF zu verpassen.)
      Von geschlossenen Blazern, die am Bauch so fein abstehen, schweige ich jetzt lieber, nur soviel, ich habe noch nie einen Blazer geschlossen getragen, nicht mit Größe 34/36 und jetzt gleich gar nicht.

      Ich hätte so feine fotografische Erwiderungen, Contenance…
      fällt mir nun aber wirklich nicht leicht.

    • Trachtenherstellung
      (DdH), Frau meines Studienfreundes arbeitet bei der Kollektionsentwerfung.
      Passe da nicht herein! Sind wertvolle Materialien ünd über Mode freuen sich die Menschen.
      Haben Sie noch Marschkleidung zuhause…weil der Rubycon ist überschritten.

  147. Man kann sowas Ausputzer nennen
    Nun ja, diese Leute arbeiten halt mit nackten Zahlen. Bei der Klimadebatte ist das nicht anders. Was nicht passt, z.B. Forschungen über Sonnenflecken und -winde, Forschungsarbeiten über Vulkanismus und El Ninyo oder Zusammenhänge zwischen stärkeren El Niños und nachfolgend in der La Niña Phase stärkeren hurricanes. Über all dies wird geforscht, die Forschungsergebnisse werden von den meisten deutschen Medien, wenn überhaupt, nur am Rande erwähnt.

    Nackte Zahlen, Messstatonen direkt am Straßenrand und ähnliche Dinge gehören zu einem Manipulationsgeflecht, das ein inzwischen entstandenes anderes Geflecht aus feuchtem Fikz begünstigen soll.

    So sei Ihnen, Don, gedankt, für die Richtigstellung der Zahlen durch Vergleiche.

  148. Was sich die Jungen von der Politik wünschen... der Blick in die Statistik
    Wie die Bildungspolitik an der Jugend vorbeigeht.

    Mehr als 50% der Jungwähler haben demnach KEIN Vertrauen in die Politik!

    „Die deutschen Parteien laufen Gefahr die jüngere Generation aus dem Blick zu verlieren. Die durchschnittlichen Wählerinnen und Wähler von CDU und SPD sind 52,8 Jahre alt…

    Demnach haben 49 Prozent wenig Vertrauen, dass die Politik auch die Interessen ihrer Generation ausreichend berücksichtigt.“

    https://de.statista.com/infografik/11158/was-sich-die-jungen-von-der-politik-wuenschen/

    • In Spiegel onleine
      den ich hier verschaemt einmal als Quelle missbrauchen moechte, kam ein Artikel ueber eine „Probewahl“ mit U-18-Waehlern. 16,5% wuerden gruen waehlen. Na dann…

  149. <