Home
Deus ex Machina

Deus ex Machina

Über Gott und die WWWelt

Exakt neutral – Ohne Frauen bleibt die Netzpolitik blass

| 46 Lesermeinungen

Meynet ihr, ihr müsset einander nicht finden zu gestalten ein prächtiges Spiel? Wer hat sich vorgenommen, der Freundschaft zu entkommen, der siehet würdig...

Meynet ihr, ihr müsset einander nicht finden
zu gestalten ein prächtiges Spiel?
Wer hat sich vorgenommen,
der Freundschaft zu entkommen,
der siehet würdig nicht,
der Sonne güldnes Licht.

 

Das Mauerblümchen, zart verwurzelt und hold umworben, steht adrett frisiert in der Augustsonne des Bolzplatzes und wartet auf die Mädchen. Doch die Mädchen kommen nicht. Die Bälle fliegen unbeobachtet ins Netz und sammeln sich verschlafen am Boden des Tores. Ein Abzug mit Wucht, der bei Aufprall das Netz in Spannung versetzt und die Kaninchen am Spielfeldrand aufhorchen ließe, gelingt nicht in dieser altersmüden, einseitig trainierten Mannschaft. Der Platzwart hat neben dem Blümchen gut sichtbar ein Schild platziert: INITIATIVE PRO NETZNEUTRALITÄT. Neben den lauten Majuskeln zuckt das junge Gewächs kurz zusammen und wartet weiter auf den Zuspruch, der als gegenseitiges Schulterklopfen der Ersatzbankaspiranten und Fans von der Tribüne hinüber hallt. Inmitten des Sommerlochs findet nun ein Turnier statt, bei dem vor allem die Unterhaltung eines ausgewählten Publikums im Vordergrund zu stehen scheint. Doch dann, das Spiel trudelt vor dünn besetzten Rängen, fällt einem Beobachter unter den Lücken des Bühnebildes etwas ins Auge: kaum eine Frau hat sich aufgemacht das Spiel zu sehen.
Bild zu: Exakt neutral – Ohne Frauen bleibt die Netzpolitik blass
In der vergangenen Woche gründete sich die Initiative Pro Netzneutralität, auf deren Kampagnenseite über das Eintragen des Namens in ein Webformular Unterstützung für die Initiative ausgesprochen werden kann. Sie spricht sich für eine gesetzliche Verankerung der Netzneutralität aus. Politiker aus den Oppositionsparteien, Wissenschaftler, Netzaktivisten und Blogger bildeten als Erstunterzeichner die Vorhut. Jedoch gesellte sich in die ruhigen Wogen des Sommers keine Überraschung; wie bei so vielen Aktionen, Konferenzen und Binnenbeschreibungen der „Netzszene“ finden sich auf der Liste der Gründungsmitglieder, die für die Initiative bürgen, lediglich die Namen derer, die sich als Gesandte des deutschen Internets begreifen. Der Frauenanteil dieses Clans ist kläglich. Unter den 3.000 virtuellen Unterschriften, die am ersten Tag zusammenkamen, fand sich ebenfalls nur eine magere Anzahl weiblicher Unterstützer. Überraschend mager, urteilte der Soziologe Till Westermayer, sei die Netzneutralität doch kein technisches Thema, sondern eine gesellschaftspolitische Frage, die Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht betreffe. Dass unter den 24 Gründungsmitgliedern nur vier Frauen zu finden sind, erklärt hierbei wenn überhaupt nur in einem geringen Maße, warum sich unter den nachfolgenden Unterschreibenden nur etwa 10 Prozent Frauen beteiligten.
Unabhängig von detailliert inhaltlichen Aspekten der Initiative „Pro Netzneutralität“, die gegen ihre Unterzeichnung sprechen mögen, stellt die Beteiligung an der Initiative ein weiteres Beispiel des Mit- und Gegeneinanders der Geschlechter im Netz, dessen Natur eine nähere Betrachtung wert ist.

Das Netz unterbreitet heute zahllose neue Wege der Kommunikation, die Menschen von überall aus der Welt zu vielen Themen zusammenbringen. Doch der Wandel der Kommunikationskultur hat kaum gesellschaftlichen Wandel innerhalb des Netzes mit sich gebracht. Während Frauen und Männer zu nahezu gleichen Teilen an der virtuellen Welt partizipieren, scheint die Geschlechterordnung dennoch hinsichtlich von Anerkennung, Sichtbarkeit und Einfluss auf Debatten sogar noch hinter dem Stand von Gleichstellung in der realen Welt zurückzuliegen. Zwar gilt es sich davon zu verabschieden, dass der Netzdiskurs, der auch von klassischen Medien aufgenommen und zurückgespielt wird, überhaupt annähernd charakterisiert, welche Themen in der digitalen Welt diskutiert werden und darüber hinaus Relevanz entwickeln, dennoch lohnt eine Debatte darüber, warum das Netzgeschehen in Deutschland von Männern repräsentiert wird, und ob dies überhaupt im Sinne dieser sein kann.

In Diskussionen über die Präsenz und Teilhabe von Frauen in Sachfragen, die unmittelbar mit dem Internet verknüpft sind, betritt meist viel zu schnell das Argument die Bühne, Frauen interessierten sich selten für Technik, wenig für Computer, wenig für Politik. Das ist nicht nur zu simpel gedacht. Entgegenhalten muss man dieser Aussage zudem, dass sie versucht Geschlechterklischees zu erhalten und somit kaum in das Argumentationsrepertoire einer progressiven Netzszene gehören sollte, und außerdem, dass wenn die Sprecher dieser Szene passionierte Evangelisten ihres Glaubens sein und somit andere für ihre Haltungen und Ideen gewinnen möchten, es eine schwache Leistung ist, lediglich ein einmütiges, vorrangig gleichgeschlechtliches Umfeld mit dieser Begeisterung anstecken zu können. Frauen nutzen das Internet sowie die dazugehörige Technik mehr und mehr und übertreffen männliche Nutzer bereits in der quantitativen Nutzung von sozialen Netzwerken und weiteren Kommunikationskanälen. Nichts könnte näher liegen, als diese kommunikative Macht auch für netzpolitische Anliegen nutzen zu wollen. Doch von einer Gruppe, mit der mitunter auf privater Ebene, in der Öffentlichkeit des Netzes hingegen kein eifriger Dialog geführt wird, kann nicht erwartet werden, dass die erste Stufe der Einbindung in Gespräche über die Gefolgschaft bei einer Unterschriftenliste führt.

Bild zu: Exakt neutral – Ohne Frauen bleibt die Netzpolitik blass

Doch die Ergründung der Frage, was Frauen wollen, scheint die Gemeinschaft deutscher Internetaktivisten am liebsten im Trial-and-Error-Prinzip anzugehen. Die Tür mit dem Ausspruch zu öffnen: „Dabei sein dürft ihr, wenn ihr wollt“ und das explizite Einladen ausgewählter Frauen in Gesprächsrunden, löst das kommunikative Kompatibilitätsproblem zwischen Frauen und Männern nicht auf. Die Damen mittanzen zu lassen im Reigen oder ihnen schweren Herzens den Quotenplatz auf einer Podiumsdiskussion zu reservieren reicht nicht aus, um in einem heterogenen Publikum ein fruchtbares Miteinander zu erzeugen. Genauer gesagt kann das lustlose Platzieren einer wenig geeigneten Quotenfrau das weibliche Interesse an etwas sogar merklich mindern. Auch wenn dies heutzutage ein seltener Fall sein sollte: wenn für ein Thema tatsächlich zunächst nur Männer gewonnen werden können um einen Dialog darüber anzuregen, spricht nichts dagegen, dass Frauen später konstruktiv und in großer Anzahl in diese Gespräche einsteigen werden.
Das Gebaren der Sprecher sowie weitere Eigenheiten der Kommunikation, die beispielsweise die Kampagne zur Netzneutralität begleiten, machen Netzthemen so undurchlässig für eine vielfältige Teilnehmerschaft. Die Kernbotschaften werden durch Selbstdarstellung der Akteure, Hahnenkämpfe und Verwechslung von diskursiven Themen mit Produktwerbung in den Hintergrund gerückt.

Petitionen können ohne prominente Fürsprecher und Erstunterzeichner erfolgreich sein. Den Eindruck, dass die Profilierung der eigenen Person bei den Erstunterzeichnern der Initiative „Pro Netzneutralität“ eine Rolle spielte, stützt, dass hier zwei Dutzend Personen vertreten sind, die in ihrer Ikonen- und Repräsentationsfunktion für verschiedene Zielgruppen große Überschneidungen aufweisen. Tritt eine Kampagne mit über 20 verschiedenen Testimonials an die Öffentlichkeit, müsste der kommunikationsstrategische Ansatz bei der Auswahl der Köpfe sein, über sie möglichst unterschiedliche Gruppen und somit schnell eine hohe Anzahl von Menschen zu erreichen. Doch durch das so entstandene wässrige Bild scheint hindurch, dass eine klare Auswahl der Absender einem Gerangel um die vordersten Plätze weichen musste.

Ein sachliches Anliegen, so passioniert man auch dessen Bekanntmachung vorantreiben möchte, ist kein Produkt, das in dieser Manier beworben werden sollte. Die inhaltliche Auseinandersetzung der Kampagne verliert sich in einem „Höher, Schneller, Weiter“: in kurzen Abständen wiederholte Werbetweets, das Verkünden des Durchbrechens jeder Tausendermarke mit einem „Hip, Hip, Hurra!“, die unklare Verwendung der Unterschriften, deren quantitative Steigerung dennoch oberstes Ziel zu sein scheint. Frauen lieben Zahlen; sie reagieren durchaus auf Werbung – doch nicht, wenn die „Toten Hosen“ die Botschaft in ihre Ohren brüllen:

Wenn du mich wirklich haben willst,
greif doch einfach zu.
Ich weiß genau, du denkst an mich,
ich lass dir keine Ruh.
Ich bin die Lottozahl,
die dir fehlt zu deinem Glück.
Ich gehör zu dir und du zu mir,
warum nimmst du mich nicht mit?
Mich kann man kaufen
und es gibt mich im Sonderangebot,
ja ich bin käuflich und zwar täglich,
rund um die Uhr.
Also kauf MICH!

Frauen geben nachweislich online mehr Geld aus als Männer. Doch genau hier ist vor die Empfänglichkeit für klassische Produktwerbung das „Social Shopping“ getreten. Für das Erwecken anderer Bedürfnisse und Handlungen in der virtuellen Welt müssen werbende Worte den Kommunikationsverhalten sozialer Netzwerke folgen. Die Aufforderung, sich zu einer vorgegebenen Haltung gegenüber eines netzpolitischen Anliegens zu bekennen, beinhaltet keine interaktiven Elemente und stößt somit bei Frauen, die sogar den digitalen Einkauf in ein soziales Erlebnis gemünzt haben, auf wenig Resonanz.

Bild zu: Exakt neutral – Ohne Frauen bleibt die Netzpolitik blass

Für die Weitergabe der Kampagne unter Frauen kommt weiterhin erschwerend hinzu, dass die netzpolitische Debatte vorrangig von Personen geführt wird, die sich zwar ein Experten-Image erarbeitet haben, sie durch die einseitige Betonung ihrer Interessensgebiete und Lebensinhalte keine ganzheitliche Figur ergeben. Das aber genau braucht es, um vertrauenswürdig zu wirken, Identifikationsfläche zu bieten und vor allem zu suggerieren: „Ich werde mich im Gegenzug auch für Anliegen abseits der Netzpolitik einsetzen. Ich interessiere mich für mehr als eure Stimme.“ Ein Austausch mit dem weiblichen Netzgeschehen, der Frauen und Männer zusammenführt und themenübergreifend agiert, ist bislang kaum vorhanden.

Das Netz der Frauen jedoch anhand von Parametern einer männlichen Community zu messen, beinhaltet wenig Einsicht in die Funktion und Fähigkeiten des weiblichen Webs. Die Blogcharts werden gerne dazu herangezogen zu belegen, Frauen seien weniger gut untereinander vernetzt. Doch die Anzahl von Verlinkungen zwischen Blogs bildet eben nur ein unmittelbar messbares Beziehungsgeflecht in der Öffentlichkeit des Netzes ab – viele andere nicht. Dass Frauen jedoch in entscheidenden Anliegen bestens miteinander und über die Grenzen ihres Geschlechts hinaus vernetzt sind, und außerdem bereit mit ihrem Namen für eine politische Sachfrage zu stehen, zeigt der Erfolg der Petition des Deutschen Hebammenverbandes. 186.356 Unterstützerinnen und Unterstützer, davon 105.386 elektronische und 80.970 schriftliche Zeichnungen, stellten die durchschlagende Kampagnenfähigkeit des weiblichen Netzes unter Beweis und machten sie zur bislang erfolgreichste Petition beim deutschen Bundestag. Mit prominenten Erstunterzeichnern haben die Hebammen nicht geworben. 

Die Initiative „Pro Netzneutralität“ hat derzeit knapp über 8.000 Unterzeichner. Die Wortführer dieser Gruppe gelten als junge, kluge und offene Vordenker – da mag man kaum glauben, dass sie das Potenzial, das ein Zusammenschluss mit Frauen und anderen bislang nicht erschlossenen Gruppen von Mitstreitern bietet, für die Netzpolitik bislang nicht zu nutzen wissen.

 

0

46 Lesermeinungen

  1. Das Interesse der Kampagne in...
    Das Interesse der Kampagne in den Vordergrund zu rücken ist ein schwaches, neoliberales, egoistisches Argument. Ausschlussmechanismen müssen nicht analysiert und abgebaut werden, um eine Kampagne erfolgreich zu machen, sondern weil sie abgebaut werden müssen, ganz einfach. Zumindest ganz einfach für Leute die emanzipatorische Ziele haben. Das Schicksal der Kampagne ist mir bei aller Liebe im Vergleich dazu ziemlich egal.

  2. Ich sehe nicht, dass eine...
    Ich sehe nicht, dass eine Stärkung der Kampagne Stoßrichtung des Textes ist. Ich sehe die „Ausschlussmechanismen“ eher so stark verwurzelt, dass deren Aufarbeitung ein so mühsamer Prozess ist, dass ein plakatives „was wäre wenn?“ ok ist. Mir scheint dieser Ausschluss zudem in Teilen zweckdienlich zu sein.

  3. „Was wäre wenn?“ für die...
    „Was wäre wenn?“ für die Kampagne, nicht für die Menschen. Und was ist deiner Meinung welchem Zweck dienlich?

  4. @Adrian
    .
    Die Kampagne "Pro...

    @Adrian
    .
    Die Kampagne „Pro Netzneutralität“ soll hier als aktuelles Beispiel dienen um zu illustrieren, dass sich in dem Bereich, der sich als „Sprachrohr des Webs in Deutschland“, trotz der nun mehr nahezu wöchentlich geführten Diskussionen in Blogs, sozialen Netzwerken und Medien, im Zusammenspiel der Geschlechter bzw. eine Öffnung für Gruppen abseits der Kerngruppe, wenig bis nichts ändert.
    .
    Die Feststellung, es sei klar, dass Ausschlussmechanismen abgebaut werden müssen, ganz gleich aus welchen Gründen, finde ich zu einfach, zudem wenig praktikabel um Sensibilität für dieses Anliegen zu schaffen. Der wichtigste Grund ist auf keinen Fall die Optimierung von Kampagnen – die man übrigens nicht dadurch erreicht, dass man schlicht Frauen ins Boot holt, sondern darüber, dass man ein umfassendes Verständnis für die Ansprache verschiedenen Zielgruppen entwickelt. Ich unterhalte mich gerne über die weiteren Wirkungen, die die Verwirklichung emanzipatorischer Ziele mit sich bringen. Ähnlich interessant sein könnte es hingegen auch, darauf zu schauen, was die Vorbehalte und Hürden sind, wenn selbst das egoistische Ziel, eine Kampagne erfolgreicher zu machen, der Öffnung eines eingeschworenen Kreises im Wege steht.

  5. Für diese Feststellung...
    Für diese Feststellung braucht es kein Dutzend Absätze, die sollte langsam wirklich bei allen angekommen sein und wurde speziell am Beispiel dieser Kampagne schon getroffen.
    Ich habe nicht behauptet, dass „Ausschlussmechanismen abgebaut werden müssen, ganz gleich aus welchen Gründen“, sondern, dass es Selbstzweck ist. Das ist mit Sicherheit zu einfach; speziell motiviert sollte es Menschen mit emanzipatorischen Zielen aber nicht werden müssen. „Die weiteren Wirkungen, die die Verwirklichung emanzipatorischer Ziele mit sich bringen“ sind dann auch bestenfalls zweitrangig, denn das Kernziel ist ja schon verwirklicht. Die letzte Frage finde ich auch interessant, aber der Text beantwortet sie ja leider nicht.

  6. Tschä, ein Streiflicht zum...
    Tschä, ein Streiflicht zum Thema „ist das Netz kampagnenfähig für sachliche Anliegen?“. Ich weiß es nicht. Es müßte dazu eine Teilöffentlichkeit ins Allgemeine ausbrechen; so ähnlich wie bei Volksabstimmungen. Ich kenne erfolgreiche Kampagnen zu wenig (die gegen die Internetsperren war ja auch ziemlich erfolgreich), mir fehlt da einfach das Unterfutter, um etwas darüber zu sagen.

  7. @Adrian Aus meiner Sicht steht...
    @Adrian Aus meiner Sicht steht die Debatte immer noch am Anfang – sofern es sie in dieser Art braucht. Die Taz kommt zu dem Schluss „Alles wie im echten Leben“, in einem anderen Blog wird gerade die Frage erörtert, ob Frauen sich in der Tat nicht trauen im Netz „öffentlich“ zu sprechen. Das offenbart für mich zunächst einmal, die winzig die Sicht doch darauf ist, was das Netz denn eigentlich sei. Als gäbe es „das Netz“ in das Frauen nur schwerlich vordringen könnten und dort nicht öffentlich sprächen. Als sei es eine Errungenschaft, in den albernen Blogcharts platziert zu sein. Ich kann von außen nur mutmaßen, was Gründe dafür sein könnten, dass eine Öffnung nicht geschieht oder nicht gewollt wird.

  8. Diese beiderseitige...
    Diese beiderseitige Lustlosigkeit! Es knistert nicht. Dabei sähe ich so gerne das Traumpaar der Blogosphäre. Ich lese übrigens am liebsten Blogs, die von Männern und Frauen geschrieben werden. Davon gibt es zur Genüge.

  9. <p>Bei dem Blog...
    Bei dem Blog „Mädchenmannschaft“ argumentiert die Autorin Helga: „Viel eher ist das Problem der Initiative ein völlig anderes – statt sozialem Erlebnis hapert es an der Verständlichkeit der Botschaft. In dem teilweisen Marketinggeschwurbel geht unter, warum es für den einzelnen Menschen nun wirklich wichtig ist, sich dafür zu interessieren.“ – Das stimmt natürlich, wie den meisten bei einem Blick auf den Text der Erklärung sicherlich klar geworden ist, es erklärt hingegen aber nicht, warum die männliche Beteiligung so viel stärker ist. So fehlte es nicht nur an Frauen, sondern vor allem an Personen, die sich mit der Sprache der Erklärung hätten kritischer auseinandersetzen müssen.

    http://maedchenmannschaft.net/frauen-als-farbtupfer-der-netzpolitik/

  10. @Vio: Es gibt Frauen, die...
    @Vio: Es gibt Frauen, die haben wichtigers vor, als das Internet:
    http://www.mare.de/index.php?article_id=1743&setCookie=1

  11. @Violandra: was ist denn Ihr...
    @Violandra: was ist denn Ihr Eindruck, wo sich im Netz mehrheitlich Frauen ballen? Im Usenet sind es mehrheitlich Männer, Blogs kenne ich nicht viele, dieser hier wird ja wohl von Männern und Frauen geschrieben, sonst kenne ich da aber nicht viele. Modeblogs sah ich mal irgendwo vorgestellt, die waren von Frauen geschrieben. Ich schätze aber schon, daß viele Frauen das Netz eher für schnörkellose Kommunikation nutzen, weil sie zum Schreiben nicht so sehr viel Zeit haben.

  12. @colorcraze

    Ich lese auch...
    @colorcraze
    Ich lese auch recht viele politische Blogs von Frauen, die dort munter diskutieren. Modeblogs landen gerne in den klassischen Medien als Beispiel, da es sich anbietet und für den Leser leicht zu erklären ist. Einige sind auch in der Tat recht erfolgreich, und, das will ich nicht verschweigen, gibt es auch exzellente Männer in diesem Feld. Bei Gelegenheit stelle ich die hier vielleicht mal vor. Sie werden aber zu allen Themen auch von Frauen geschriebene Blogs finden. Die Auswertung der tatsächlichen Zahlen ist aber nicht ganz einfach, da besonders Frauen häufig geschlechtsneutrale Pseudonyme benutzen, oder sogar männliche. Und ja, auch unter Bloggern gibt es wie unter Autoren oder anderen Künstlern die Erfahrung, dass ein männliches Pseudonym zu wesentlich mehr „Erfolg“ führt.
    .
    Wenn Sie sagen, dass Frauen zum Schreiben weniger Zeit hätten, spielen Sie auf ein traditionelles Rollenbild an, in dem die Frau eher kocht und die Kinder betreut?

  13. @ Adrian Lang,
    „Was wäre...

    @ Adrian Lang,
    „Was wäre wenn?“ fragten Sie am 20. August 2010, 10:58
    Antwort:
    „In einem Land von was wäre wenn, sind alle Reisende unglücklich“
    Viele grüße Tom2010

  14. @colorcraze @Tom2010

    was...
    @colorcraze @Tom2010
    was wäre wenn … die Gamma-Blogger Väter werden und weniger Zeit für ihr iPad hätten? Eine Langzeitstudie.

  15. @Violandra: was heißt...
    @Violandra: was heißt traditionell, sobald kleine Kinder da sind, ist der Alltag halt in viele kleine Stücke aufgeteilt, und die Familienbetreuung und -organisation liegt nunmal weitgehend in den Händen der Frauen, auch wenn die Männer diesbezüglich heute aktiver sind als früher. Es gibt auch recht viele Frauen ohne Familie, ich nehme mal an, daß die bezüglich Schreiben im Internet aktiver sind und vor allem auch _längere Texte_ verfassen, wozu mit Familienpflichten idR aber einfach die Ruhe fehlt.
    @NieDa: was mir vor 1-3 Jahren öfters auffiel, waren Väter mit Kinderwagen, die gleichzeitig telefonierten. Scheint wieder abgenommen zu haben.

  16. @colorcraze

    Sie müssen...
    @colorcraze
    Sie müssen vorsichtig sein mit diesen Beobachtungen, Journalisten schreiben dann gern: „Die neuen Väter greifen mit Kinderwagen seltener zum Smartphone“
    In diesem Zusammenhang finde ich phantastisch, wie die Bundesministerien ihre Statistiken aufhübschen. Das Familienministerium gibt an, mehr Väter nähmen Elternzeit, ohne anzugeben, wie viele Monate sie tatsächlich nehmen. Meist sind es nur die zwei, die die 12 Monate der Mutter ergänzen. Bemerkenswert war auch vor einigen Jahren, dass viele Zeitungen ihre jungen Väter Babyblogs schreiben ließen. Das scheint nunmehr wieder nicht mehr in Mode zu sein.
    Die Basler Zeitung unterhält noch ein „Mamablog“ http://blog.bazonline.ch/mamablog/

  17. @NieDa: nun, ich hatte das...
    @NieDa: nun, ich hatte das halt beobachtet. Was da jemand anders draus macht, kann ich nicht beeinflussen. Was ich mir bei den Jungen vorstellen könnte, ist, daß sie trotz Kind den Computer den ganzen Tag durchlaufen lassen und ab und an was auf Facebook rauslassen oder tweeten. Mails schreiben eher weniger, das geht zu lange. Aber ansonsten werden sie wohl um Direktkontakte froh sein.

  18. Auch im Bereich der...
    Auch im Bereich der klassischen Musik mit ihren diversen Diskussionsforen sind nur wenige Frauen anzutreffen. Manchmal plagt mich die Vision von am PC sitzenden Männern, die wortreich das Fehlen weiblicher Forenmitglieder beklagen, während ihnen die Ehefrau daheim mit Staubtuch und Schrubber „den Rücken frei hält“. Sprich: Solange Frauen trotz Berufstätigkeit den Löwenanteil der Haus- und Familienarbeit erledigen, bleibt ihnen für elaborierte Beiträge zur Tastenmusik des Barock wenig Zeit.
    Außerdem gibt es leider immer noch reichlich Reaktionen „unter der Gürtellinie“. Beispiel: Einer an MS erkrankte Frau, die sich in einem – unmoderierten – Forum der DMSG nach Möglichkeiten der finanziellen Vorsorge erkundigte, wurde geraten, doch „anschaffen zu gehen“, wenn sie kein Geld habe. Selbst in einem solchen Umfeld ist frau also gut beraten, mit einem neutralen oder männlichen Nick aufzutreten.

  19. Es gibt in der Tat einen...
    Es gibt in der Tat einen Netz-Machism wie von der Barocken Hörerin beschrieben.
    Warum, weiß ich nicht. Irgendwelche SoziologInnen an Board?
    .
    Wenn mir einer im Forum so etwas sagen würde wie der MS-Erkrankten, würde ich ihm verbal gewaltig an den Kragen gehen. Interessant wäre, wie es dann nach so einem Affront weitergeht. Leider ziehen sich Frauen in so einem Fall meist zurück. Ziehen sie sich nicht zurück, gelten sie steitsüchtige Hennen. Dem Dilemma wollen sich viele Frauen nicht aussetzen. Es ist sehr unangenehm.
    .
    Alles wie immer.
    .
    Gerade große Marketingblogs sind recht männerlastig und die Betreiber geben wahlweise den Caveman oder den Gönnerhaften. Einem, der sonst recht zurechnungsfähig ist, fallen, wenn Frauen schreiben, auffällig oft Schlüpfrigkeiten ein. Das dazu. Gerade deshalb haben sie so wenig Frauen, die dort kommentieren und einige beklagen, es fehle ihren Kommentaren die weibliche Sichtweise. Ich weiß auch nicht, wen ich weniger leiden kann, den Caveman, den Gönnerhaften oder den Schlüpfrigen. Bei allen dreien geht mir ein Messer auf. Daher habe ich meine aktive Teilnahme auf solchen Etablissements recht zurückgefahren. So geht nicht.

  20. Aus der Emma über...
    Aus der Emma über Bloggerinnen:
    .
    „Stattdessen las sie auf einem Infoblatt der Polizei folgenden Ratschlag: Legen Sie sich im Netz ein geschlechtsneutrales Pseudonym zu und schreiben Sie nicht so provokative Dinge. „Das klingt wie früher, als man Frauen riet, keine kurzen Röcke zu tragen und nicht zu provozieren, um sich vor Vergewaltigungen zu schützen“, sagt die Bloggerin. „Wenn ich diesen Ratschlägen folge, dann führt das dazu, dass ich als Frau im Netz nicht mehr erkennbar bin.“ Auch eine Variante von post-gender.“
    .
    No further comment.

  21. @Vroni: Der MS-Erkrankten...
    @Vroni: Der MS-Erkrankten wurde von – männlicher Seite – geraten, die Beleidigung ( und das war eine, durchaus auch im strafrechtlichen Sinne) doch einfach zu ignorieren. Das Posting wurde dann einige Tage später von der DMSG gelöscht. Geäußert hat sich die Betreffene in diesem Forum nicht mehr. Mit einer frischen MS-Diagnose braucht man seine Kraft für Wichtigeres, glauben Sie mir. Vermutlich auch deshalb gibt es ein recht großes Privatforum für MS-Kranke, das von einer Frau betrieben wird. Dort herrscht Registrierungspflicht und es wird konsequent gegen Beleidigungen und Belästigungen vorgegangen. Die Piratenpartei würde vermutlich von Zensur sprechen. Circa 80% der Mitglieder dort sind Frauen, während sich im „offiziellen“, öffentlich lesbaren DMSG-Forum weiterhin hauptsächlich Männer tummeln. Und sich womöglich noch wundern, warum dort kaum Frauen schreiben.

  22. @Vroni: Ach, ich bin durchaus...
    @Vroni: Ach, ich bin durchaus für gelegentliches Auf-den-Tisch-Hauen, und einen Streit durchstehen. Man muß die Beleidigtheiten inkauf nehmen. Die 3 von Ihnen beobachteten Typen sind allerdings in Reinform unerträglich und verderben jedes Gespräch, da kann frau nach kräftigem Fauchen nur flüchten – das will sich keine antun. Und wer hat dieses bekloppte Infoblatt verfaßt? Wieder die Bremer Polizei, ist die immer noch umnachtet?

  23. @Violandra: die Politblogs von...
    @Violandra: die Politblogs von Frauen, die Sie erwähnten, täten mich mal interessieren. Die Modeblogs nicht.

  24. @Hørerin: Bekanntem mit MS...
    @Hørerin: Bekanntem mit MS wurde vom Arzt vorgeworfen, er wuerde simmulieren.
    @Vroni: Doch, ich finde schon, dass es Frauen gibt, die gut schreiben und die Ahnung haben. Die Miriam-Meckel zum Beispiel.
    Manchmal habe ich aber das Gefuehl, dass dann im Bereich Komplexitæt, relativ wenige Frauen ueberbleiben. Erinnert ihr Euch z.B. noch an den Koreaner (male) der unter „Minerva“ schrieb? Hat viel Chaos gestiftet. :-).
    Ich selber habe lange nicht geschrieben. Zu emotional. Zu aggressiv.
    Das Buch „Verrat am Selbst“ behandelt das Thema Frau-Mann/Abstraktion.
    (Das hat mir mal ne Eisenbahnbekannschaft aufgeschwatzt).

  25. Interessant finde ich, dass...
    Interessant finde ich, dass mal wieder in die Männer vs. Frauen Schublade gegriffen wird. Warum überhaupt? Aber gut – wo wir nunmal schon dabei sind:
    Ich halte es für den größten Unsinn, dass eine Initiative zu einem speziellen Thema mit einer Attitüde von „Ich werde mich im Gegenzug auch für Anliegen abseits der Netzpolitik einsetzen. Ich interessiere mich für mehr als eure Stimme.“ versehen werden sollte.
    Es geht um ein eingegrenztes Thema, ein spezifisches Interesse. Nicht um Sozialarbeit oder Volksparteipolitik. Wenn Frauen das nicht verstehen, sollte man es ihnen vielleicht beibrigen, derart zu differenzieren.
    Das ist keine Frage von geschlechtsspezifischer Kommunikation, sondern von schlichter Sachlichkeit.
    Ich habe im Netz eine ziemlich einfache Gesetzmäßigkeit festgestellt: Es gibt die Proaktiven, die das Netz in seiner Entwicklung vorantreiben; sprichwörtlich die Initiative ergreifen. Und es gibt die anderen, welche die von den Vorreitern geschaffenen Annehmlichkeiten nutzen; einfach irgendwann auf einen Zug aufspringen.
    Und es mag sein, dass Frauen in des sog. „sozialen Netzwerken“ intensiver partizipieren. Aber Facebook hat keine Frau gegründet. Auch die VZ-Netzwerke nicht, YouTube nicht… die Liste ist lang.
    Vielleicht ist es einfach tatsächlich so, dass Frauen – aus welche Gründen auch immer – großteils nicht dazu neigen, die Vorreiterrolle zu übernehmen und gänzlich neues anzupacken. Vielleicht nutzen sie dann dafür das gemachte Nest einfach intensiver.
    Aber wenn sich daran etwas ändern soll, dann müssen Frauen einfach proaktiver werden. Die Sache mit den Hebammen ist ja schonmal ein guter Anfang. Jetzt nicht zurücklehnen und darauf warten, dass man mitgenommen wird. Selber kritisch denken, hinterfragen, Visionen ausmalen, Meinung bilden, einbringen.
    Wenn das passiert, dann wird sich niemand mehr in einer sachlichen Diskussion auf geschlechtsspezifische Kommunikation herrausreden können. Denn die Sprache eines sachlichen Arguments ist immer die gleiche.

  26. Ausser feministisch...
    Ausser feministisch angehauchtem Geheule darüber das die Frauen bei wichtigen Themen nicht vorne mit dabei sind, bietet der Artikel leider nicht viel. Mir fehlen konkrete Vorschläge. Wenn sich Frauen von der Abschaffung der Netzneutralität nicht so sehr betroffen fühlen, ist es halt so, und wenn sie sich nicht dafür interessieren leider auch. Es gibt genug Männer die sich noch nicht engagieren, und Personen die eher betroffen oder leichter aktivierbar sind sollte man nunmal vorrangig ansprechen.
    Konkret geht es ja um die Gefahr indirekter politischer Zensur durch Bevorzugung einheimischer oder gesetzestreuer IP-TV-Sender, ausserdem auch um Erschwerung des Zugriffs auf alles was man in Deutschland gerne einschränkt, und sei es durch Jugendschutz z.B. (bestimmte) Pornografie, „Killerspiele“, … Das sind nun nicht unbedingt „Frauenthemen“, ebenso wie das unbegründete Bedürfnis nach Freiheit und Anarchie. Ach, und wie viel Prozent der Filesharer sind Frauen?
    Frauen wird vielleicht nur das Verbraucherschutz-Argument interessieren, dass die Wahl des Anbieters ohne Netzneutralität schwieriger wird, weil man sich überlegen muss was man nutzen will. Das ist aber nicht sehr emotional. Ansonsten fällt mir aber auch nichts dazu ein, und das ist ja auch nicht meine Aufgabe, sondern derjenigen die unbedingt eine bestimmte Frauenquote wollen wo sie nicht so einfach durchsetzbar ist.
    /Die Petition des Deutschen Hebammenverbandes habe ich auch unterschrieben, und sogar dafür geworben, schlicht weil es die deutsche Geburtenrate betrifft (->Bevölkerungspolitik). Während unser Volk am Aussterben ist können wir uns sowas nicht leisten. Hinter dem Erfolg stand einfach ein grosses öffentliches Interesse und sicher war auch relevant das es ein sozial angehauchtes Thema war, worauf die Medien in Deutschland immer gerne einsteigen.

  27. @Barocke Hörerin: Die...
    @Barocke Hörerin: Die Piratenpartei kämpft gegen Zensur = Unterdrückung von seitens Betreiber/Regierung o.ä. unerwünschten MEINUNGEN, nicht gegen die Löschung von Beleidigungen/Belästigungen.
    .
    @Violandra: Ich glaube nicht, dass die niedrige Frauenquote unter dieser Petition etwas mit dem Thema „Netzpolitik < -> Frauen“ zu tun hat. Auch bei Bundestags-ePetitionen, die eindeutig nichts mit *männlichen* Themen zu tun haben – etwa dem Glühbirnenverbot oder Regelungen zum ALG – liegt die Zeichnerquote an Frauen bei nur 20% oder weniger.
    .
    So klischeehaft es klingt, aber anscheinend sind Frauen an Politik tatsächlich weniger interessiert. Dafür spricht auch, dass nur 7 von 33 aktuellen ePetitionen durch Frauen initiiert wurden.
    .
    Gruß
    Matthias
    (Mitglied der Piratenpartei und Lebensgefährte einer Vorstands-Piratin)

  28. Frauen beteiligen sich nicht...
    Frauen beteiligen sich nicht ausreichend, und die Verantwortung, dass sich daran etwas ändert, liegt bei den anderen. Wie immer.

  29. Typisch Frau.
    Lamentieren und...

    Typisch Frau.
    Lamentieren und meckern, dass man nicht mitgenommen wird, anstatt
    selber tätig zu werden.
    Was hindert Sie, liebe Violandra Temeritia von Ávila, sich bei der
    Initiative „Pro Netzneutralität“ einzubringen und die weibliche Seite
    des Netzes anzusprechen?
    .
    Das Credo vieler Frauen scheint zu sein: Mach was Du willst, aber wehe ich
    bin damit nicht einverstanden!

  30. Liebe Barocke Hörerein,

    "Und...
    Liebe Barocke Hörerein,
    „Und sich womöglich noch wundern, warum dort kaum Frauen schreiben.“
    .
    :-D
    Und da sitzen sie noch heute und wundern sich immer noch?
    .
    (Aber im Grunde wissen sie genau. Es ist nur ein einfacher Trick, unter sich zu bleiben. Nur falls das eine Frau, die hier liest, noch nicht weiß. Frauen sind manchmal einfach ungeheuer naiv. (Was in mancher Hinsicht ein Kompliment ist, in dieser Hinsicht aber nicht).

  31. Lieber Troll et alii
    Es ist...

    Lieber Troll et alii
    Es ist eine Art höhere Erkenntnis:
    Und wenn man die mal hat, tappert man/frau auch nicht mehr internet-besoffen durch die Gegend wie Seem*nn, sondern kühlt ganz schön ab: Pff, pah, was ist das Internet schon, bloß interaktive Gelbe Seiten mit dancin‘ and blinkin‘ baloneys!
    .
    Das Internet IST kein Paradies-Hort der Demokratie und der unbefangenen Begegnung der Geschlechter. Wie im Eingangsappell („… ein prächtig Spiel“). Gerade die Semi-Anonymität des Internets macht den Menschen nicht besser, sondern schlechter, er lässt die Extreme raus. Was er sich woanders nie traut.
    .
    Daher auch das Bullying vieler Männer. Irgendetwas muss ihnen geschehen sein, dass sie Befriedigung darin finden, Frauen hochzunehmen oder zu beleidigen. Ich glaube nicht, dass Frauen sich deswegen nicht beteiligen, weil sie technophob sind. Sie stört die Art des diskriminierenden Umgangs, die schon mal als beendet galt, aber im Internet wieder aufblüht.
    .
    Da sind ihnen Themen wie Netzneutralität so abstrakt und weit weg. Weil schon andere Dinge für sie nicht stimmen.

  32. jetzt ziehe ich mir mal meine...
    jetzt ziehe ich mir mal meine Netzstruempfe an (sie wissen schon die von Falke)
    und fuer die Dame gibts Netzhandschuhe in creme passend zu Monets Weisser
    Dame mit Sonnenschirm vor Rosenbeet denn das Granulat von gestern das
    wirkt bestimmt nicht nur in der Wueste sondern auch in den Ueberschwemmungsgebieten in China und anderswo wenn es die Pamperswirkung hat (an der UNI gleich Versuche fahren) und mit wickenl bei Jung und Alt habe ich so meine Erfahrung gemacht, da erzaehlt mir keiner was
    neues sie koennen mir gleich einmal 2kg an mmeine FASadresse zukommenlassen von dem Granulat zum Testen wofuer es noch brauchbar ist
    herzlichst die Dame vom Netz

  33. @Vroni: Ich erforsche grade...
    @Vroni: Ich erforsche grade Aggression und Autoverkehr. Go:teborg ist schweizer Enklave. Irgendwie fehlt da ein besetztes Haus mit Graffiti und schwarzer Fahne. Eine Strassenbahn fæhrt vorbei: Aussage1: Ich bin technisch verschleissfrei. Aussage2: Ich bin optisch verschleissfrei (Loewy und die Druckmaschinendeckel…). Aussage3: Ich fahre auch am Tag1 nach Weltuntergang.
    (Opel Cabrio fahren halt nur Mædchen.)
    Beim ACC-Project stand High-End-Musikanlage. So ich mich nicht irre, ist der Panamera derzeit das Mass der Dinge. (Anlage fuer 96k€, Restauto 4k€).

  34. Wichtig ist beim Reisen, den...
    Wichtig ist beim Reisen, den Menschen zu zuhøren. Auch das, was sie zwischen den Zeilen sagen. Møglicherweise ist das fuer Frauen schwieriger, weil sie schnell zum Objekt der Begierde reduziert werden.
    Aggression: Die fruehen Guenack-Sachen (W202) waren richtig gut. Millionen Rentner schwøren auf ihn. Spæter sah dann alles nur „angespitzt“ aus. Die Frontscheinwerfer. Der TGA ist auch nicht besser.
    Neulich ist mir ein Motorradfahrer zu dicht aufgefahren, vielleicht muede. Der war dann pløtzlich richtig wach.
    Rueckspiegelignoranten gibt es auch zu viele.
    (Berichte aus dem Schatten des Portalkrans „Eriksberg“.)
    (Bei 1328km steht der Tacho. Die Kaltstartautomatik gab es nur fuer den Export. Das ist wie mit den Regalbrettln.)

  35. Ich weiß nicht, ob man das...
    Ich weiß nicht, ob man das nicht einer allgemeinen Übellaunigkeit zuschreiben sollte. Was NieDa sagte, „es knistert nichts“, ist mMn ein wichtiger Punkt. Zum Knistern braucht es ein gewisses Benehmen und eine gewisse Zurückhaltung, gleichzeitig Offenheit und auch eine Sicherheit im Umgang mit anderen. Wenn das in der einen oder anderen Hinsicht reißt, kippt die Stimmung.

  36. @Inge, @Troll mit Paddan:...
    @Inge, @Troll mit Paddan: Hä??

  37. Troll mit Paddan verstehe ich...
    Troll mit Paddan verstehe ich auch ueberhaupt nicht aber fuer gute Arbeit brauchts Hirn und Handarbeit auf hohem Niveau oder wie setzen Sie beide Gehirnhaelften gleichwertig ein? aber das sehen sie wieder wenn sie ganz alt sind wie alles zusammenarbeitetund wo Luecken sind

  38. @Inge: ach so, jetzt kann ich...
    @Inge: ach so, jetzt kann ich mir einen Reim auf Ihre Äußerung machen.
    Troll mit Paddan oder Bindestrich teilt weiterhin Assoziationen mit, die die Durchschaubarkeit der vorgelesenen Zahlenkolonnen im Radio früher haben. Was das mit dem Thema „Frauen, Männer und Internet“ zu tun hat, bleibt ihr/sein Geheimnis.

  39. @Freemedia: Netzneutralität...
    @Freemedia: Netzneutralität ist sehr technisch und deshalb vom Alltag der meisten Leute sehr weit weg. Der normale Mensch interessiert sich für Entscheidungen, die sein Umfeld betreffen, aber für Fragen der Infrastruktur eigentlich nur, wenns um beeinträchtigende Baustellen geht, und eventuell als (zukünftiger) Benutzer. Nur über letzteres können Sie den Leuten begreiflich machen, um was es geht. Und das wird schwierig, denn gewiß macht es den Leuten was aus, ob sie 2 neue Steckdosen legen müssen und 2 Verträge haben, aber nicht, ob Dinge, mit denen sie eh nie zu tun haben werden, damit möglich sind oder nicht.

  40. Optische Entschleunigung? Hat...
    Optische Entschleunigung? Hat sich die HFG Ulm schon dran aufgehængt.
    Fiat Panda und MB100 (Fischkutter).
    http://www.sueddeutsche.de/auto/deutschlands-aeltester-panda-die-tolle-kiste-1.100387
    Der P1800 heisst in Witklichkeit auch: Fiskwagen.
    Und præzisse heisst es: MS Royal Viking King
    (Weltliches und religøses Oberhaupt!)

  41. mit der Schreibschrift...
    mit der Schreibschrift verhaelt es sich wie kochen und Tastatur wie Tuetensuppenbeuel oeffnen alle grossen Werke kommen von einem Gefuehl und
    das kommt vom selbst also von innen habe im moment leider keine Zeit fuer Hanndschrift

  42. @colorcraze:
    Das finde ich...

    @colorcraze:
    Das finde ich interessant. Weil etwas sehr technisch ist, soll es weit von Alltag weg sein? Naja, der/die DurchschnittsbürgerIn hat Telefon, Handy, Internetanschluss, meist ein Auto, Fernseher, Geschirrspüler. Bei jedem dieser technischen Geräte gibt es Vorraussetzungen, um es zu nutzen. Mindestens die Bedienung, bei anderen Provider, Strassenbau etc. pp…. hach ja, es ist vielleicht einfacher aufzuzählen, in welchem Lebensbereich keine Technik vorhanden ist mit der man sich beschäftigen muss: Gar keinem.
    Es ist meines Erachtens das Unterscheidungsmerkmal von dummen vs. intelligenten Menschen, inwiefern sich der/die Einzelne für mehr als nur sein direktes Umfeld interessiert (intelligent) oder nicht (dumm).
    Die klugen Menschen versuchen ihren Horizont zu erweitern, verschaffen sich einen Überblick über Themen und erkennen in Grundzügen, was die Ermöglichungsbedingungen für etwas sind.
    Achtung: Ich behaupte damit nicht, dass Frauen das dümmere Geschlecht sind. Ich behaupte, dass es ähnlich viele Frauen wie Männer gibt, die über das Thema Netzneutralität gut bis ausreichend informiert sind.
    Ich bin nur der Ansicht, dass Frauen eher nicht die Verantwortung übernehmen, sich für (solche?) Themen einzusetzen, sondern darauf warten, dass es jemand anderes richten wird.
    Und das ist eine Haltung, die ich niemandem zugestehe, denn sie zeugt einzig und alleine von Faulheit und/oder einer parasitären Lebensgestaltung: Annehmlichkeiten in Anspruch nehmen, selbst aber kein Minimum zu deren Ermöglichung beitragen.

  43. fuer eine Handschrift bedarf...
    fuer eine Handschrift bedarf es der Zeit und der Koerperfuehrung und Beherrschung oder wie wollen sie ein Kind gebaeren etwa per Knopfdruck
    und wer seinen Koerper nicht beherrscht der kann auch seinen Geist nicht
    beherrschen (ich kann ja nur die Rechtschreibung nicht der Rest ist ganz klar im Kopf) und grosse Vertraege werden bekanntlich per Handschrift besiegelt und
    nicht per Knopfdruck das Knoepfedruecken sind nur Vorstufen auf dem langen Weg zur Perfektionierung jetzt ueberlasse ich es Ihnen selbst zu entscheiden
    Knopf oder Kopf

  44. Das Drama der Allemende...
    Das Drama der Allemende Teil1:
    Das Wort „Frauschaft“ habe ich am 1.5.2003 in der Projektwerkstatt erfunden.
    Ist global betrachtet, verbreiteter als „Herrschaft“. Beispiele:
    1. „Mother Ann, wir haben uns verliebt und gehen dann mal.“
    2. „Mein Ruecken ist so empfindlich. Deswegen muss ich zur Probefahrt mitkommen“. Vergiss es. Du: Dein Auto. Ich: Mein Auto
    3. „Jetzt ist es 20.10Uhr. Bier duerfen wir nur bis 20:00Uhr verkaufen“.
    (Fortsetzung zum Thema Herr/Frauschaftsfreie Ræume folgt).
    Nein, „Wilde Frau“: Es sind nicht nur die bøsen Mænner!

  45. @Freemedia: sie verkennen da...
    @Freemedia: sie verkennen da einen entscheidenden Punkt. Die Handhabung einer bestehenden Technik ist das, was die Leute interessiert, das hat eben die unmittelbare Auswirkung. Wie sie nun genau funktioniert, interessiert sehr viel weniger Leute – die wollen nur ganz grob ungefähr wissen, wie und was.

    Die Diskussion um Netzneutralität war bisher nicht so, daß ich den Eindruck hatte, hier wäre die Informationsfreiheit in Gefahr (bei „Internetsperren“ schon), sondern lediglich, daß der Verkehr hierarchisiert wird – plakativ gesagt: Streaming/VoIP dicke Leitungen, Text dünne. Das sieht für mich erstmal ungefährlich aus; inwiefern das Packetsniffing zu Überwachung des semantischen Inhalts der Sendungen herangezogen werden könnte, blieb unklar bzw. scheint eher eine Angstphantasie zu sein. Es muß nicht von jedem Acker 2 Terabyte Daten geschaufelt werden können. Kurz, ich seh kein Problem daran, daß man zwischen „dicken“ und überall vorhandenen „dünnen“ „Leitungen“ differenziert. Weil eine solche Differenzierung eben nur meine bisherigen Erfahrungen weiterführt – hier zuhause habe ich keine so gute Anbindung, wie ich sie beruflich schon hatte. Von daher verstehe ich „Netzneutralität“ als „nur dicke Leitungen überall“, und das wäre eine Änderung des bestehenden Zustandes, die wahrscheinlich mehr kostet als einbringt.

    So, nun dürfen Sie wieder ran und mir erklären, warum Netzneutralität ihrer Meinung nach besser wäre. Sie machen immerhin den Eindruck, daß Sie einigermaßen klar denken und sich auch halbwegs verständlich ausdrücken können.

  46. Hi Miriam, Teil2+3 hat der...
    Hi Miriam, Teil2+3 hat der Staatsschutz verschluckt. Sorry. Vielleicht schickt Dir Vio die Texte unter der Hand.

Kommentare sind deaktiviert.